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Italienische Geheimdienstbeamte verhaftet

Rom – Im Zuge der Ermittlungen zur mutmasslichen Entführung eines islamischen Geistlichen durch die CIA sind zwei italienische Geheimdienstmitarbeiter festgenommen worden. Ihnen wird laut Medienberichten vorgeworfen, im Jahr 2003 an der Verschleppung des Ägypters Osama Mustafa Hassan Nasr in Mailand beteiligt gewesen zu sein. Die Untersuchung des Falls erstreckt sich damit erstmals auch auf italienische Staatsbürger. Gegen 22 mutmassliche Agenten des US-Geheimdienstes CIA wird bereits seit längerem ermittelt.

Bei einem der am Mittwoch Festgenommenen handle es sich um Marco Mancini, einen ranghohen Mitarbeiter des italienischen Geheimdienstes SISMI, meldeten die Nachrichtenagenturen Apcom und ANSA. Im Rahmen der Ermittlungen wurden auch die Mailänder Redaktionsräume der Tageszeitung «Libero» durchsucht, der Computer des stellvertretenden Chefredakteurs wurde beschlagnahmt. Ausserdem erklärte die Mailänder Staatsanwaltschaft, sie habe die Verhaftung von vier weiteren Amerikanern beantragt, darunter drei CIA-Agenten.

Auf offener Strasse in Mailand entführt
Nasr wurde im Februar 2003 auf offener Strasse in Mailand entführt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft brachten ihn CIA-Agenten auf den Luftwaffenstützpunkt Aviano, von wo er nach Deutschland und dann nach Ägypten geflogen wurde. In Ägypten wurde Nasr nach eigener Aussage gefoltert.

Die italienische Regierung hat jegliche Beteiligung an der Verschleppung des Imams zurückgewiesen. Der frühere Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte wiederholt, weder Regierungsstellen noch der Geheimdienst seien über die Operation informiert gewesen. Die Ermittler werten den Fall als Teil eines umstrittenen CIA-Programms im Anti-Terror-Kampf. Darunter fällt auch die Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled El Masri, der Ende 2003 von der CIA in Mazedonien verschleppt und nach Afghanistan gebracht worden sein soll.

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Dossier Geheime CIA Flüge & das ägyptische Fax:
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