kultur

k-notes

Lukas Vogelsang – Gemäss unserer Konkurrenz soll also die Kultur die Wirtschaft fördern. Das ist ja ein Ding. Dieser Ansicht ist Dorothe Freiburghaus, neue Präsidentin des Vereins Berner Kulturagenda und Galeristin.

Sie versuchte eigentlich, das neue Kulturleitbild der Stadt emporzuheben und die PolitikerInnen dazu zu motivieren, noch mehr Geld für Kultur freizumachen. Doch das Vorhaben scheitert kläglich – im Gegenteil, der Schuss geht nach hinten. Zum Beispiel: „Jeder Franken, der für die Kulturförderung ausgegeben wird, erzeugt für die Wirtschaft Fr. 1.50 bis Fr. 2.90.“ Das sind statistische Werte. Verwenden wir die Kultur nun als Intstrument der Wirtschaftsförderung oder soll sie die Gesellschaft zusammenbringen?

„Die Förderung von Emotion und Geist rentiert – auch finanziell.“ – Wer so argumentiert verbrennt sich die Finger und kriegt kein Kulturgeld aus der Politik, sondern von der Krankenversicherung. Meine Güte. Klar, dass die Kultur eine Industrie ist Kulturwirtschaft. Klar, dass wir alle davon leben. Aber es ist eine Frechheit, wenn eine von der Stadt bezahlte Kulturagenda die Leserschaft mit einer platten Kulturdefinition zu beeinflussen versucht. Das entkulturisiert. „Nichts bringt gar nichts.“, der Satz zum Schluss des eigentlich an PolitikerInnen gerichteten Palmphlets, ist zudem grundsätzlich falsch. „Nichts“ ist immerhin nichts und nicht nichts…

Kultur muss also Rendite abwerfen. Noch mehr Geld sollen die PolitikerInnen in die Kultur werfen, und damit noch die Wirtschaft fördern. Ein Fass ohne Boden. Nachdem man erfolglos über Jahre mit sozialen Aspekten versucht hat, die Spendierfreudigkeit der Stadtoberhäuptlingen zu gewinnen, wird jetzt ein bröckelndes kapitalistisches Altlasten-system ins Visier genommen. Wirtschatsförderung und Kulturförderung haben nichts gemeinsam. Also bitte.

Ich vertrete die gegensätzliche Ansicht: Eine florierende Wirtschaft soll sich am Zusammenleben der Gesellschaft beteiligen. Sprich: Werbung in die Kultur. Damit erarbeiten wir Netzwerke, die für unser Kulturbewusstsein wichtig sind. Alles andere ist verkaufter Blödsinn und zeigt nichts weiter, als dass es schlimm um unsere Kultur steht. Und diese Fatalität wird sogar von der städtischen Abteilung für Kulturelles gefördert – mit städtischem Steuerzahlergeld und mit dem Geld der Kulturinstitutionen – es wird immer verrückter.

ensuite kulturmagazin

kultur

Volver

Sonja Wenger – Mit «Volver» feiert der spanische Kult-Regisseur Pedro Almodóvar («Hable con ella», «La mala educación») seine «Rückkehr zum weiblichen Universum». Wieder erzählt Almodóvar eine Geschichte von starken Frauen, doch der Film ist gleichzeitig auch eine Liebeserklärung an die Hauptdarstellerin Penélope Cruz («Todo sobre mi madre», «Vanilla Sky»), sowie seine erste Zusammenarbeit nach 17 Jahren mit Carmen Maura («Ay, Carmla», «Mujeres al borde de un ataque de nervios»). Bereits die ersten Bilder geben dem Publikum eine Vorahnung dessen, was während des gesamten Films mit gekonnter Regiehand in einer wunderbar unterhaltsamen Balance gehalten wird: der natürliche Umgang mit dem Tod und ein humorvoller Blick auf die harten Realitäten des Lebens.

Die Kamera schwenkt über einen Dorf-Friedhof und an jedem, wirklich jedem Grabstein schrubbt und putzt und werkelt eine Frau. Dazu läuft Flamenco-Musik und es gibt keine Spur einer düsteren oder morbiden Stimmung. Auch werden mit einem Schlag gleich sämtliche Personen der Geschichte und ihre Eigenarten eingeführt. Da ist zum einen die resolute, aggressiv-sensible Raimunda (Cruz), ihre introvertierte Schwester Sole (Lola Dueñas) und ihre ständig beobachtende Tochter Paula (Yohana Cobo), sowie die tragisch-skurrile Nachbarin Augustina (Blanca Portillo).

Geputzt wird das Grab der vor vier Jahren bei einem Brand umgekommenen Eltern, wobei klar wird, dass vor allem die Mutter (Maura) von allen vermisst wird. Danach geht’s zum P. ichtbesuch bei der kränkelnden Tante (Chus Lampreave) und den ersten Andeutungen darüber, dass vielleicht nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Der Geist der Mutter sei zurückgekommen, um sich um die Tante zu kümmern und Augustina hofft, von ihr mehr über den Verbleib ihrer ebenfalls vor vier Jahren verschollenen Mutter zu erfahren. Man ahnt schnell gewisse Zusammenhänge, doch die Geschichte enthüllt sich gemächlich Schritt um Schritt, ohne auch nur für einen Moment vorhersehbar und dadurch langweilig zu werden.

Zurück in der Stadt sieht sich Raimunda kurz darauf mit der lästigen Situation konfrontiert, die Leiche ihres Ehemannes Paco loswerden zu müssen. Als er versuchte, seine Adoptivtochter Paula zu vergewaltigen, hatte diese ihn mit einem Küchenmesser erstochen. Nun liegt die blutüberströmte Leiche in der Küche und der ausgeräumte Kühlschrank ist nicht gross genug. Da kommt es Raimunda gerade recht, dass sie für den Nachbarn das Restaurant von nebenan hüten soll, das zum Verkauf steht. Bei Nacht und Nebel wird die Leiche in einer grosse Tiefkühltruhe verstaut und um etwaige Kau. Nteressenten abzuhalten, übernimmt sie kurzerhand selbst
das Lokal. Dass ein Filmteam sich bei ihr zum Essen anmeldet, biete ihr ein willkommenes Zusatzeinkommen.

Mit Hilfe ihrer Nachbarinnen «entsorgt» sie nicht nur die Leiche, sondern haucht dem Restaurant auch neues Leben ein. Als jedoch Augustina mit Krebs ins Krankenhaus eingeliefert wird und auch noch die Tante überraschend stirbt, quartiert sich der jetzt heimatlose «Geist» der Mutter bei Sole ein und das Chaos scheint perfekt. Der einzige Ausweg für alle Beteiligten ist nun die ehrliche Aufarbeitung von altem Unrecht und das Loslassen der Vergangenheit. «Wir waschen unsere schmutzige Wäsche unter uns», sagt Augustina zum äusserst lebendigen «Geist» der Mutter. Und so ist es weniger eine Frage davon, ob es nun tatsächlich Geister gibt oder nicht, als denn von der Notwendigkeit, die unerledigten Dinge im Leben zu klären.

«Volver» ist ein zärtlicher Genremix zwischen surrealistischem Drama und frecher Komödie. Das Thema der Frauensolidarität wird auf eine so natürliche Weise umgesetzt, dass man das beinahe völlige Fehlen der Männer kaum wahrnimmt. Almodóvar selbst sagt über den Film: «Drei Generationen von Frauen überleben den Wind, das Feuer, den Wahnsinn, den Aberglauben und sogar den Tod dank ihrer Güte, ihrer schamlosen Lügen und ihrer grenzenlosen Lebenskraft».

Und so wie das Spanien, das er darstellen möchte, ist auch der Film «spontan, vergnügt, kühn» und bis zu einem gewissen Grade auch «gerecht».

Diese Filmschau erschien im Berner ensuite kulturmagazin

kultur

Malu Barben’s Anderswelt ist ein Fest

Stephan Fuchs – Malu Barben, die „most urban“ Fotografin der Schweiz hat ihr neues Domizil in der Hauptstadt. In Zürich freilich und nicht in Bern, von hier ging sie nun. Die kompromisslose Fotografin hat die richtige Entscheidung getroffen Bern kann, vor allem für schnelle und kreative Arbeitstiere wie Barben, hinderlich sein. Ein explosives Energiebündel, wenn sie in ihre Arbeitswelt eintaucht. Das Eintauchen in eine Anderswelt.

Es ist das Reich des Unbewussten, eine Reise in die Tiefen menschlicher Phantasien und Träume, in den Fundus archetypischer Gestalten und mythologischer Wesen. Freilich ist es ein Abenteuer und ein Genuss ihre Welt zu erkunden, die sie mit der neuen Reihe Morpheus zum Glück doch noch im Stufenbau Ittigen ausstellt.

Malu Barben’s Kreativität ist nicht zu bändigen und von daher kommt Zürich gut. Mit unvorstellbarem Flair für absolut skurrile Inszenierungen lässt sie atemberaubende Fabelwesen aus den tiefen Welten dazwischen zaubern. Da fliegen Raben, lesen Krieger im Dschungel und an Quellen hockend magische Knochen. Nicht irgendwelche Kuhknochen vom Metzger – sondern echte magische Knochen und echte Langspeere. Die Frau ist, trotz ultimativem Chaos, penibel und genau. Die Frau muss recherchiert haben. Oder erinnert sich den Träumen und dem Kollektiven Gedanken in einer frappanten Präzision. Dazu meint Barben: Im Eintauchen ins Fenster der Anderswelt vermischen sich die Abbilder von Realitäten. Schärfe und Klarheit verlieren ihre Verlässlichkeit. Ich beginne Bilder zu erfühlen, Schönheiten zu erahnen, den Mythos der Welt zu erträumen…

Malu Barben verwandelt die „Realität“ in jede beliebige Form als sei sie selber die Tochter von Hypnos, dem Gott des Schlafes und sie bringt zurück, was wir verloren haben: Das Wissen und Vertrauen in unsere Traumwelt. Nicht nur, Barben bringt unsere Träume zurück.

Malu Barben Fotografie & Martin Loosli Malerei
Galerie peripherie-arts
Im Stufenbau, Pulverstrasse 8, 3063 Ittigen
Vernissage Samstag 6. Mai 2006 16-20h
Di & Mi 19-21h oder nach Vereinbarung.
Ausstellungsdauer: 6. Mai – 7. Juni 2006
Malu Barben
Martin Loosli

kultur

The secret Life of Words

Sonja Wenger – «The secret life of words»; ein stiller, zutiefst bewegender Film darüber, wie der Mensch mit seiner Vergangenheit umgeht und der Frage, ob es möglich ist, durch Liebe und Verständnis die seelischen Wunden von Kriegsopfern heilen können.

Hanna (Sarah Polley) ist beinahe taub und lebt in einer abgeschotteten, klinisch sauberen, bis ins letzte Detail geregelten Welt. Als ihr Vorgesetzter sie quasi dazu zwingt, einmal Urlaub zu nehmen, lässt sie sich auf einer Ölbohrinsel im graukalten Atlantik als Krankenschwester anstellen. Sie soll den bei einem Feuer schwer verletzten Josef (Tim Robbins) so lange pflegen, bis er transportfähig ist.

Das Zusammenleben mit den Eigenbrötlern der Insel öffnet Hanna eine völlig neue Welt und aus der anfänglich professionellen Distanz zu Josef entwickelt sich bald eine für beide überraschende Intimität. Sie geht soweit, dass sie einander in ihre Geschichten einweihen, was für Hanna jedoch auch den Abbruch der Beziehung bedeutet. Als Josef wieder gesund ist, macht er sich auf die Suche nach Hanna.

Nach «My life without me» ist dies die zweite Zusammenarbeit der kanadischen Schauspielerin Sarah Polley mit der spanischen Regisseurin Isabel Coixet. Auszüge aus einem Interview mit der Regisseurin.

Sonja Wenger: Frau Coixet, worum geht es in wenigen Worten in diesem Film?

Isabel Coixet: Es geht um das Überleben. Wie ein menschliches Wesen durch die Hölle (der Folter) gehen muss und mit diesen Erfahrungen umgeht. Als ich ein Kind war, habe ich mich immer gefragt, was in Menschen vorgeht, die in einem Konzentrationslager waren. Ich dachte: Sie haben überlebt und nun wird ihr Leben wieder wunderbar sein. Erst Jahre später realisierte ich, dass für diese Menschen danach nur eine andere Art der Hölle beginnt.

So wie Hannas Therapeutin im Film einmal sagt: «Die Scham, noch am Leben zu sein». Hanna wird im real existierenden Internationalen Zentrum für die Rehabilitierung und Beratung von Folteropfern (IRCT) in Dänemark betreut. Wie ist dieser Bezug entstanden?

Nach meinem letzten Film «My life without me», bot man mir an, einen Dokumentarfi lm über eine Nichtstaatliche Organisation zu machen. Ich hatte Jahre zuvor ein Interview mit der Gründerin des IRCT, Inge Genefke, gehört und war sehr beeindruckt von ihr. Diese Organisation kämpft auf zwei Ebenen: Zum einen auf der politischen, indem sie ganz direkt gegen die Folter kämpft, zum anderen entwickelt sie Therapien, um Folteropfern zu helfen. So kam ich für Interviews mit ihr nach Kopenhagen und habe dort und in Sarajewo, wo das IRCT ein Center hat, auch mit vielen Folteropfern direkt gesprochen. Als ich nach Spanien zurückkehrte, haben mich diese Geschichten nicht mehr losgelassen. Es war aber nie meine Absicht, einen Film über den Balkan oder den Krieg zu machen. Ich glaube nicht, dass man das als aussenstehende Person kann, zu diesem schweren Thema fehlte mir auch der Bezug. Was ich aber mitbrachte, war eine grosses Wissen über das Leiden, denn ich empfi nde schon seit meiner Kindheit eine grosse Empathie für Menschen, die gelitten haben. Ich weiss aber nicht, weshalb das so ist. In meinem Leben gab es nie eine grosse Tragödie.

Wie gehen sie mit dieser Empathie um?

Ich weiss es nicht. Aber als wir diese Dokumentation gemacht haben, konnten wir abends kaum darüber sprechen. Man hört all diese schrecklichen Geschichten und weiss gleichzeitig, dass man diesen Film machen und sich irgendwie davor schützen muss. Jeder Therapeut auf der Welt weiss, dass man einem Menschen nicht helfen kann, wenn man selber schwach ist. Ich sehe diese Fähigkeit als ein Geschenk.

Sie haben die Rolle speziell für Sarah Polley geschrieben. Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit einer solchen Schauspielerin oder mit Tim Robbins vorstellen?

Mit guten Schauspielern ist die Arbeit sehr viel einfacher, denn sie stellen immer die richtigen Fragen. Tim ist einer dieser wenigen Schauspieler, die an einem Punkt in ihrer Karriere stehen, in denen sie nur noch Rollen annehmen, die sie auch persönlich herausfordern. Und Sarah ist für mich eine der besten Schauspielerinnen dieser Generation. Es gab nur etwas, was mir wirklich Sorge bereitet hat. Ich wusste, dass beide perfekt für die Rollen sein würden. Aber was würde passieren, wenn sie zusammen kommen? Denn sie haben sich vorher nicht gekannt. Ich erinnere mich, dass Tim einen Tag, nachdem George Bush wiedergewählt worden war, für die erste Drehbuchlesung ankam. Entsprechend war er in einer ziemlich miesen Stimmung. Als wir die beiden das erste Mal zusammen sahen, dachten wir, dass dies niemals funktionieren kann. Man muss sich den physischen Unterschied vorstellen. Sarah ist diese zierliche kleine Frau und Tim… Aber vom ersten Moment an, als wir das Skript lasen, entstand diese unglaubliche Chemie zwischen den beiden und das war phantastisch!

Diese Filmschau erschien im Berner ensuite kulturmagazin

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V for Vendetta

Sonja Wenger – «Remember, remember, the Fifth of November» – Am 5. November 1605 wurde in London der legendäre Saboteur Guy Fawkes hingerichtet, der das britische Parlament in die Luft jagen und mit dieser symbolischen Tat der Verfolgung der Katholiken in England ein Ende setzen wollte. Vor diesem historischen Hintergrund zieht der Film «V for Vendetta» den Bogen in eine nahe, erschreckend nachvollziehbare und düstere Zukunft Grossbritanniens, dessen Bevölkerung unter der Überwachung eines totalitären Regimes leidet.

Die Menschen sind eingeschüchtert, manipuliert und stehen unter ständiger Kontrolle. Das kleinste Aufmucksen hat schwerste Strafen zu Folge und die Methoden der Polizei erinnern sehr an die Militärdiktaturen von faschistischen Ländern. Die Meinungsfreiheit ist inexistent, das Kulturleben untersteht einer Totalzensur und Religionsfreiheit ist ein Fremdwort.

In dieser Atmosphäre der Angst lebt Evey (Natalie Portmann) ein ereignisloses Leben bis zu dem Moment, als sie von Spitzeln der Regierung bedroht wird und der unter einer Maske von Guy Fawkes versteckte Rächer V zufälligerweise rettend zur Stelle ist. Als V kurz darauf die staatliche Fernsehanstalt in seine Gewalt bringt und der Bevölkerung seine Pläne mitteilt, am 5. November Fawkes Vorhaben in die Tat umzusetzen, begegnet er Evey erneut. Da sie nun als seine Komplizin gilt und von der Regierung verfolgt wird, nimmt V sie mit in seine Welt.

Evey ist anfänglich von V’s Freiheit des Denkens und seinem Wissen beeindruckt, doch seine Pläne bleiben ihr suspekt. Sie lehnt seinen Feldzug ab, sich an all jenen zu rächen, die ihn für medizinische Experimente missbraucht haben und ihm nicht nur sein Gesicht, – der Grund weshalb er eine Maske trägt – sondern auch seine Menschlichkeit genommen haben. Doch sie muss realisieren, dass sie nicht in ihr altes Leben zurückkehren kann. Als ein Freund (Stephen Fry) sich öffentlich gegen den diktatorischen Kanzler Sutler (John Hurt) stellt, wird er von der Polizei in den Nacht aus seinem Haus entführt und auch Evey fällt ihnen offenbar in die Hände.

«V for Vendetta» basiert auf der Comicgeschichte von David Lloyd, die 1988 zum ersten Mal als Gesamtausgabe im Vertigo Verlag publiziert worden war. Andy und Larry Wachowski, die «Matrix-Macher», schrieben das Drehbuch und James McTeigue gibt mit dem Film sein Regiedebüt. Wem die Stimme unter der Maske vertraut vorkommt, möge sich an den australischen Schauspieler Hugo Weaving (Agent Smith aus der Matrix-Trilogie) erinnern. Ihm gelingt es hervorragend, der unbeweglichen Maske von V nur mit seiner Stimme Leben und Charakter einzuhauchen.

Der Film krankte leider wie bereits «Matrix Reloaded» und «Matrix Revolutions» an einer Überdosis Dialog. Das führt streckenweise zu der Irritation, ob es sich bei «V for Vendetta» denn nun um eine Action-Comic- Verfilmung oder eher um ein visionäres Moraldrama handelt. Nichtsdestotrotz ist der Film kurzweilig und unterhaltsam, eine düstere Zukunftsvision aber nicht ohne Hoffnung. V möchte vor allem die Bevölkerung aufrütteln und sagt einmal: «Nicht das Volk sollte Angst vor der Regierung haben, sondern die Regierung vor dem Volk». Wenn man bedenkt, dass wir in einer Zeit leben, deren politisches Klima der Angstmache, Paranoia und Unsicherheit beinahe identisch ist mit der Ausgangslage des Films, dann bekommt die Geschichte noch eine zusätzliche Bedeutung. Die Darstellung von «Big Brother is watching you», Orwells Visionen und rassistischer Hetze erinnert nicht nur an «1984» und die Nazis, sondern in einem bedenklichen Ausmass auch an die Einschränkungen von Freiheit und Bürgerrechten in unserer Zeit. In diesem Sinne ist «V for Vendetta» vor allem auch ein gelungenes Plädoyer dafür, den Mächtigen immer wieder auf die Finger zu schauen.

Der Film dauert 132 Minuten und ist seit dem 16.3.2006 in den Kinos

kultur

Inside Man

Sonja Wenger – Der US-amerikanische Regisseur Spike Lee («Malcom X», «25th Hour») hat mit seinem neuesten Film «Inside Man» einen ungemein spannenden Thriller über den perfekten Bankraub geschaffen. Bereits in der ersten Einstellung wendet sich Dalton Russel (Clive Owen), der brilliante Kopf der Bankräuberbande, direkt an das Publikum und ermahnt es, auf jedes Detail zu achten, denn er «wählt seine Worte mit Vorsicht und wiederholt sich niemals.»


Spike Lee: Ich respektiere die Intelligenz des Publikums

Und vom ersten Moment an füttert der Film das Publikum mit Informationen, bietet der Geschichte viel Raum für gute Action, für subtilen Humor und spannt mit ständigen Wendungen einen Bogen zu einem überraschenden Ende.

Denzel Washington als dynamischer Detective Keith Frazer ist Russels Gegenspieler. Dass ihm dieser stets ein Schritt voraus zu sein scheint, betrachtet er als persönliche Herausforderung. So sind die Begegnungen zwischen den beiden Protagonisten geprägt von gegenseitigem Respekt und dem Kitzel, wer von beiden schneller den nächsten Schritt vorausahnt.

Spike Lee sagte in einem Interview einmal: «Ich respektiere die Intelligenz des Publikums sehr und deswegen gebe ich mich nicht mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zufrieden». Das der Regisseur bei diesem Film nicht nur den üblichen Aufbau eines Thrillers mit chronologischem Aufbau und Schwarz-Weiss-Malerei ignoriert, sondern eine ganz eigene Handschrift entwickelt hat, zeigt sich unter anderem auch in der Musik-Wahl. Mit einem irritierenden, aber faszinierenden «Bollywood meets Rap» als Einstieg, setzt er Akzente, die neugierig machen, nur um dem Film selbst noch einmal einen anderen Dreh zu verleihen. Mit visuellen und musikalischen Referenzen schafft Lee zusätzlich eine Hommage an das Kino der Siebziger Jahre wie beispielsweise «Dog Day Afternoon» mit Al Pacino. Neben dem charismatischen Owen und Washington haben aber auch Christopher Plummer als Bankbesitzer Arthur Case mit düsterer Vergangenheit, und Jodie Foster als obskure Verbindungsperson zwischen Chase und Russel sichtlich Freude an den intelligenten Dialogen und bieten originelle Unterhaltung.

Der Film dauert 124 Minuten und ist seit dem
23.3.2006 in den Kinos.

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Tratschundlaber

Sonja Wenger – Geld regiert die Welt, das ist nix Neues. Doch bis anhin konnte man immerhin sicher sein, dass für den Lidschatten aus dem Bodyshop keine Äffchen im Labor gequält wurden. Doch dieses gute Gewissen ist jetzt futsch – der Kosmetikgigant L’Oréal hat vor kurzem die Firma Bodyshop aufgekauft.

Wem darüber nun die Tränen kommen, kann sich aber leicht wieder aufmuntern mit dem Lesen der bunten Schweizer Blätter. Die haben letztens ein ungeheures Humorpotential entwickelt. Da finden sich Brüller wie: «Wir essend die Vogelgrippe weg» oder es wird sinniert über die Frage: «Müssen Tokio Hotel eigentlich nicht zur Schule?». Auch gut ist: «Eine Kuh macht muh…Michelle Hunziker macht Werbung für die Schweizer Bauern.» oder der erstaunte Unterton bezüglich des Fakts, dass Salman Rushdie mit einem Model verheiratet ist.

Das sei der «lebende Beweis, dass Intellekt auf Frauen halt doch erotisch anziehend sein muss.». Da sage noch ein Mensch, die SchweizerInnen hätten keinen Humor! Ganz neu hingegen ist die Information, dass die böse US-Regierung nun ihre Gefangenen in Guantánamo mit Songs von Eminem foltert. Obwohl es da noch etwas Besseres gibt.

Im Interview mit Vera Dillier, der «letzten Überlebenden des Schweizer Jetsets» schreibt die SI nämlich: Ihr Chihuahua-Rüde Macho (12) diktiere ihr zurzeit ein Buch über sein «Leben als Mexikaner in der Schweiz». Bei ihr zuhause sehe es aus, «wie bei Saddam Hussein», so Dillier und Botox hält sie für die «genialste Erfindung aller Zeiten». Auf die Frage nach dem Alter antwortet sie: «Ich frage Sie ja auch nicht nach Ihrem Bankkonto.» und besonders treffend im gleichen Gespräch: «Wissen Sie, ich habe es nicht gerne vulgär.» Immerhin kann sie mit Fug und Recht behaupten, nicht zu heucheln. Dazu ist sie zu blöd. Als Gegenmittel unbedingt zehnmal hintereinander schnell Chihuahua sagen!

Zugegebenermassen den Vogel abgeschossen (oho!) hat im März allerdings die US-Ausgabe der ELLE: Der Schreiberin eines Leserbriefes mit dem Namen Lumiere Chieh wurde Folgendes geraten: «Mit diesem Namen sollten Sie sich in Leder kleiden und eine Karriere als Pornostar in Betracht ziehen… ». Offen bleibt, ob das tatsächlich eine Überlegung wert ist oder ob die Entschuldigung: «das war doch ironisch gemeint» nur das neue und beliebte Deckmäntelchen für Ehrlichkeit

Erschien in ensuite kulturmagazin
Rap als Folterinstrument der CIA

kultur

Dee letzte seiner Art?

Stephan Fuchs – In dieser Qualität bestimmt! Georgette Dee ist die letzte noch lebende Diseuse. Ein Wort das kaum einer kennt…ausser jene Matrosen die in deutschen Häfen schon vor Anker lagen. Georgette Dee besingt die Matrosen und mit ihnen die Ferne die sich doch so furchtbar gerne nah ankuschelt. Am Saum. Im Mondlicht. Im Schweiss. Auf den Wellen. Nackt. Georgette Dee, dessen Alter ausser einem Berner keiner kennt, ist jetzt schon ein Verlust. Jetzt, wo sie noch lebt und das wird sie noch lange.


Foto: Daniel von Johnson

Und wie. Die Frau ist erwachsen geworden. Oder war sie das schon immer und sie lässt uns erst jetzt daran Teil haben? Verschwunden sind der rote Fummel und das gülden Haar in langer wallender Pracht. Verloren hat Dee damit nichts, dafür gewonnen. Sie ist ehrlicher und emanzipierter geworden – und schlussendlich, sind wir ehrlich, geht es um diese Stimme. Ihre Stimme ist jener Schauer, der auch Nicht- Matrosen die Gischt ins Gesicht schlägt. Auch nicht schwulen Matrosen und Süsswasser Matrosen wie unsereins. Lassen wir das. Georgette Dee liebt keine Matrosen. Es ist das Leben in all seiner Konsequenz die geliebt sein will – natürlich mit den Matrosen. In all seinen Exzessen, in all seinen Farben und in all seiner tiefen Trauer. Die Trauer über den Verlust, gleichzeitig Süss, Fordernd und Verlangend. Das Vermissen ist schön, der Schmerz hinreissend. Georgette! Wir haben’s verpasst!

Wieso haben wir keine Zigarren geraucht? Wieso haben wir nicht zusammen die Bar geleert, auf den Boden gespuckt wie damals, als der Schauspieler auf der Bühne bis in die fünfte Reihe spuckte, welches dich so berührte? Wieso haben wir nicht über das Boxen im Ring gequatscht und über die Weiber getratscht wie das richtige Kerle tun? Nun gut du warst auf Tour, hast dich letzte Woche nur kürzeste Zeit in Bern aufgehalten und mit anderen Jungs an der Museumsnacht über das Töten gesprochen. „Du sollst nicht töten? Sprachgewalt und Schlagkraft… ein biblisches Duell!“ Das war sicher auch lustig. Doch dass wir uns nicht trafen soll kein Verlust sein, wir hätten eh bloss auf den Boden gekotzt, oder zumindest einen himmeltraurigen Morgen erlebt.

Ist dies was Georgette Dee ausmacht? Saufen, rauchen und das bunt? Nein das ist es nicht. Nicht nur. Vielleicht trinkt die Dame gar nicht. Vielleicht raucht sie nur Damenkippen und keine Havannas. Bei Georgette Dee geht es um einiges mehr. Ihre Stimme verrät, dass sie glaubt was sie singt. Tief und flammend in diesem Herz, das jeden Tropfen nach aussen zu kehren scheint. Georgette Dee ist die Reise an den Ursprung der Bretter welche die grosse Welt bedeutet, ohne selbst zum Abklatsch der guten zwanziger zu werden. Konsequent. Sie erzählt die Geschichten, die wir verdrängt haben. Die ganz Grossen. Die ganz Aktuellen, die es schon immer waren. Und die, wie auch ihr neues Programm, mehr als doppeldeutig Sinnverstanden werden können. „Neben mir: Ich – wie nett!“ Kürzlich sass sie auch neben sich auf dem Sofa:

„Die Politiker sollen sich besser um die eigentlichen Probleme des Landes kümmern als die Menschen immer weiter zu gängeln!“, meinte sie unlängst in einer TV Diskussion. Das braucht Mut in einem Geschäft in dem man sich so leicht demontieren lassen kann. Dee bleibt radikal in allem und offenbar gibt es nun auch ein Leben vor Mitternacht. In der letzten noch lebenden Diseuse steckt subversive Fantasie und das nicht zuwenig. Vielleicht ist dies das Geschenk das wir von Dee bekommen. Jedes Mal, jeden Abend aufs Neue an der Bar.

Georgette Dee im PROGR Bern:
Am 19. 20. & 22. April um 21:00

Besetzung: Georgette Dee – vocals, Jürgen Attig – Kontrabass, Jakob Neubauer – Akkordeon
Zum reinhören
Georgette Dee

kultur

Syriana

Sonja Wenger – Syriana» bedeutet im Fachjargon der amerikanischen Politik ein fiktives Staatsgebilde im Nahen Osten, welches nach westlichen Vorstellung geformt und kontrolliert werden kann. Basierend auf diesem Gedanken ist der Film «Syriana» eine lockeres Geflecht von über acht Handlungssträngen, die aber genau so passieren könnten oder vielleicht in diesem Moment gerade zu Realität werden.


Politischer Film der unter die Haut geht

Regisseur/Drehbuchautor Steven Gaghan («Traf. c»), hat zusammen mit dem Produzenten Steven Soderbergh («Erin Brockovich») und dem Schauspieler/Produzenten George Clooney («Ocean’s Eleven», «Three Kings») einen politischen Film geschaffen, der unter die Haut geht. Basierend auf dem Buch des ehemaligen Geheimdienstlers Robert Baer «Der Niedergang der CIA» geht es um die Verstrickungen der US-amerikanischen Öl-Interessen im Nahen Osten. Clooney ging es jedoch nicht in erster Linie darum, einen politischen Film zu machen, sondern um die Debatte darüber: «Filme können bestenfalls Diskussionen anregen.» Und der Regisseur fügt hinzu: «Die grösste Sucht, unter der wir heute in den USA leiden, ist die Abhängigkeit von billigem Öl aus dem Ausland.»

Diese Abhängigkeit wird aufgezeigt durch die Vernetzung der Geschichten um den Zusammenschluss zweier US-Ölkonzerne, dessen Kontrolle durch das amerikanische Justizministerium, einer Anwaltskanzlei und einem arabisches Emirat. Dessen Königshaus wird aufgerieben zwischen den Interessenskonflikten um den Ausverkauf seiner Ressourcen.

Der Bogen zieht sich weiter über einen Wirtschaftsberater, einen desillusionierten Agenten der CIA, der Hisbollah in Beirut bis hin zu den pakistanischen Gastarbeitern im Emirat, welche am untersten Ende der Nahrungskette die Konsequenzen der politischen Entscheidungen zu tragen haben. Hinter jedem dieser Handlungsstränge steht ein Mensch mit seinem Alltag, seinen Bedürfnissen, seiner Familie und genau dieser Erzählstil bringt den Film dem Publikum so nahe, macht ihn nachvollziehbar.


«Syriana» ist keine leichte Kost und die Hoffnungsträger gewinnen nicht.

Aber auch die Details in Ausstattung und Kostümen, der Dreh zum Teil an Originalschauplätzen, die Konsistenz der Sprachen (Clooney als Farsi sprechender Agent ist absolut glaubwürdig) tragen zur Authentizität des Films bei. Zudem ist es eine Ensemblestück für grosse Schauspieler und Schauspielerinnen, der Film ist bis zu den kleinsten Nebenrollen treffend besetzt. Neben George Clooney sieht man unter anderen Chris Cooper («Adaption»), Jeffrey Wright (Titelrolle in «Basquiat»), Christopher Plummer («The Insider»), Matt Damon («The Bourne Identiy»), Alexander Siddig («Star Trek: Deep Space Nine»), Amanda Peet («Something’s Gotta Give»), William Hurt («Broadcast News») und in seinem Kinodebüt Mazhar Munir («Doctors» auf BBC) als ein junger pakistanischer Gastarbeiter.

Es ist diese Geschichte eines jungen Pakistani, die alles miteinander verbindet und einen besonderen Nachklang hat. Beinahe zum ersten Mal kann man mitverfolgen, wie «ein Mensch von den Fundamentalisten vereinnahmt und mit dem Terror in Berührung kommen kann.» Die unheilvolle Spirale aus Armut, Diskriminierung und Hoffnungslosigkeit soll «keine Entschuldigung sein, aber Schubladendenken funktioniert hier eben nicht mehr.»

Eine weitere Schlüsselszene des Films handelt von der Korruption. Sie sei «die Einmischung des Staates in die Selbstregulierung des Marktes durch gesetzliche Bestimmungen.” Und weiter: «Gesetze gegen die Korruption sind doch nur dazu da, um sie florieren zu lassen. Korruption schütz uns, sie hält uns warm. Korruption bedeutet, dass wir am Ende immer gewinnen.» «Syriana» ist keine leichte Kost und die Hoffnungsträger gewinnen nicht. Doch der Film dämonisiert, pauschalisiert oder urteilt nicht, denn keine der dargestellten Personen sind nur Opfer oder Täter. Allerdings gibt er auch keine Antworten auf die brennenden Fragen, und vor allem keine «netten kleinen Lektionen fürs Leben ». Keine Rede also von der vielbesungenen Ignoranz der USA, sondern vielmehr ein Spiegelbild der wirtschaftlichen Realitäten.

Es ist wohltuend intelligentes Kino, kurzweilig und topaktuell. Es gehört zu jener Sorte Geschichten, die man sich wünscht, wenn man wieder einmal an der Komplexität der Welt, ihren unüberschaubaren Verknüpfungen oder an einer Überdosis CNN zu scheitern droht.

Diese Filmkritik erschien Berner ensuite kulturmagazin.

kultur

100 m² „Fight Club“

Martin Lehmann & Joshua Monten – Wie die Charaktere im Film „Fight Club“ schleichen in Marcel Leemanns neuestem Stück die Tänzer wie muskulöse Panther herum – ganz locker, cool, gern auch mit freiem Oberkörper und auf der Suche nach der nächsten Möglichkeit, Schmerzen zu bereiten, und zwar am besten sich selbst.


Wie Brad Pitt in Fight Club genießen die Tänzer das Glamouröse am Gefährlichsein

In der Regel dürfte sich der Normalbürger ja mit 100 m² glücklich schätzen. Aber Azusa Nishimara, Eugene W. Rhodes III. und Marcel Leemann entwickeln auf den 10 x 10 Metern ganz schön heftige Phobien und Psychosen. „I don’t want to live“, „I want to die“ sind düstere Verbalisierungen in einer suizidalen Atmosphäre, die von genial gemixten Videosequenzen (Iker Gómez de la Hoz) unterstützt wird. Was ist besser: Sich mit einem Fleischermesser die Venen aufzuschneiden, ein Schuss in den Kopf oder vielleicht doch Ertrinken in der heimischen Badewanne? Eine Frage, die sich die Tänzer – wie wohl schon jeder Selbstmörder zuvor – gestellt haben. Und wer den Mut nicht hat, es selbst zu tun, muss eben jemanden beauftragen, der einen mit dem Auto überfährt.

Viele Selbstmorde geschehen dann doch unerwartet. Und so bleibt auch hier die Gewaltbereitschaft der Tänzer lange Zeit versteckt. Als wären sie gerade vom Marzilibad herübergekommen, üben sie auf der leeren Tanzfläche anfangs präzise Hechtsprünge und Bräunungsposen in knappen Badehosen. Nach und nach wird’s allerdings bedrohlicher: Aus sportlichem Ringen wird Ernst. Mit der Hand angedeutete Waffen werden auf die Schläfen gedrückt, schließlich werden Leichen herumgekarrt. Aber die sonnenbebrillten Steingesichter verziehen sich kaum.


Das Tabuthema Selbstmord wird schonungslos und in all seinen Facetten akribisch behandelt.

So wie Brad Pitt in Fight Club genießen die Tänzer offenbar das Glamouröse am Gefährlichsein und an der Athletik ihrer Aufgaben. Wieso sollte sich aber jemand mit so viel – wenn auch nur markiertem – Selbstbewusstsein umbringen wollen?

Das Tabuthema Selbstmord wird schonungslos und in all seinen Facetten akribisch behandelt. Dies kann einem nahe gehen und stellt eine große Verantwortung dar. Dieser Verantwortung wird das Stück gerecht, indem es die dem Selbstmord zugrunde liegende, depressive Sehnsucht durchdekliniert.

Marcel Leemann Physical Dance Theater
Iker Gomez de la Hoz

Weitere Daten:

Zürich:
Di 21. Februar 2006 / 20.00
Mi 22. Februar 2006 / 20.00
Theater Rigiblick, Germaniastrasse 99, 8044 Zürich
Basel:
Do: 23. Februar 2006 / 20:00
Im Rahmen von Tanz > Faktor 6
Sudhaus, Burgweg 7 – 15, 4058 Basel
Luzern:
Sa 25. Februar 2006 / 20:00
So 26. Februar 2006 / 20:00
Théâtre La Fourmi, Tribschenstr. 61, 6005 Luzern
Winterthur:
Sa 18. März 2006 / 20:15
So 19. März 2006 / 20:15
Theater am Gleis, Untere Vogelsangstrasse 3, 8401 Winterthur