spionage

Desinformation über Folter aus den USA

Karl Weiss – Das folgende Interview ist mir auf Portugiesisch zugeschickt worden. Ich habe es lediglich auf Deutsch übersetzt. Ich habe weder mit dem Interviewten noch mit dem Journalisten, der das Interview gemacht hat, irgendwelche Beziehungen und weiß nicht, wer sie sind. Nach Mitteilung des Journalisten ist er Investigations-Journalist in einem ungenannten europäischen Staat. Er beobachtet oft die deutsche Internetszene und ist so auf meinen Namen und Aufenthaltsort gestoßen. Der Interviewte, hier Herr Müller genannt, ist nach seinen Angaben Ausbildungsleiter eines Geheimdienstes in einem europäischen Land. Ich wurde gebeten, die portugiesische Version nach der Übersetzung zu vernichten und habe dies getan.

Herr Müller, Sie haben sich bereit erklärt, mir dieses Interview zu gewähren. Warum?

Müller: Ich halte es für unerträglich, wie in der Öffentlichkeit mehr und mehr Desinformation über Folter verbreitet wird, so als ob durch Folter Verbrechen und Anschläge verhindert werden könnten. Ich habe mich daher entschlossen, die wissenschaftlichen Grundlagen hierüber, die an jeder guten Polizei- und Geheimdienstakademie gelehrt werden, in der Öffentlichkeit erneut klar zu machen, um dem entgegenzuwirken.

Herr Müller, Sie haben für dieses Interview umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen festgelegt. Warum? Was haben Sie zu befürchten?

Müller: Nun, ich bin als Geheimdienstmitglied natürlich zu Stillschweigen verpflichtet und darf auch über Dinge, die nicht ausdrücklich als geheimhaltungspflichtig deklariert wurden, nicht in der Öffentlichkeit reden. Würde ich als der Sprecher hier identifiziert, würde ich entlassen und verlöre auch noch meinen Pensionsanspruch. Selbst wenn es nur wahrscheinlich wäre, daß ich derjenige bin, hätte ich Karriereprobleme. Darum sprechen wir hier, ohne uns gegenseitig zu sehen. Deshalb wird die Kassette, auf die Sie das Interview aufnehmen, nach der Übersetzung vernichtet. Sie haben sich bereit erklärt, dies Interview dann nach einer zweiten Übersetzung über jemand, der auf einer Internet-Informations-Seite schreibt, an die Öffentlichkeit zu bringen. So wird es kein Zurückverfolgen zur Quelle geben.

Warum die zweifache Übersetzung?

Müller: Geheimdienste können heute nicht nur den Sprecher anhand einer Tonaufnahme erkennen, sondern auch mit einem Duktus-Vergleich, also der Art und Weise, wie jemand spricht, mit hoher Wahrscheinlichkeit den Sprecher identifizieren. Dies geht bei der Übersetzung zum Teil verloren, bei zwei Übersetzungen praktisch völlig.

Reicht es nicht, wenn ich ihnen zusichere, Ihre Identität nicht preizugeben?

Müller: Nun, in verschiedenen europäischen Staaten sind in letzter Zeit unter dem Stichwort der Terror-Bekämpfung wesentliche Journalistenrechte eingeschränkt und aufgehoben worden. Es wurden Redaktionsräume durchsucht und Privatwohnungen von Journalisten, um auf undichte Stellen in Geheimdiensten zu stoßen. Deshalb müssen auch Sie vollständig anonymisiert werden. Später, wenn das Interview einmal in der Öffentlichkeit ist, dann können Sie oder andere Journalisten ja diesen Informationen offiziell nachgehen, ohne daß noch irgendeine Verbindung zu mir hergestellt werden kann.

Gut, nun zum Inhalt: Sie sagen, man kann durch Folter keine Informationen, z.B. über geplante Terroranschläge, herausbekommen?

Müller: Genau. Das sind Grundlagen, die an Akademien für Ermittler bei der Polizei ebenso wie an solchen von Sicherheitsdiensten schon seit langem gelehrt werden. Mit Folter kann man keine Ermittlungsarbeit betreiben, im Gegenteil, Folter produziert in der Regel eine Menge Ermittlungs-Abfall, also Hinweise, die einem nur Zeit stehlen und nicht zu irgendwelchen gewünschten Ergebnissen führen.

Aber nehmen wir einmal den Fall, man hat einen mutmaßlichen Terroristen gefaßt, der über geplante Anschläge Bescheid weiß. Kann man da nicht durch Folter so etwas herausbekommen und die Anschläge verhindern?

Müller: Nein. Terroristen sind in der Regel Gesinnungstäter. Sie haben auch in der Foltersituation noch ihre Gesinnung, der sie folgen. Sie können sich leicht ausrechnen, daß es ihnen nichts nützte, die ein oder zwei Anschläge, über deren Vorbereitungen sie etwas wissen, preiszugeben und dann würden sie nicht mehr gefoltert. Im Gegenteil. Hätte sich einmal bewahrheitet, daß sie einschlägige Kenntnisse haben, würden sie bis ins Unendliche weiter gefoltert, weil man ihnen nicht glauben würde, nur von zwei Anschlägen zu wissen. Also können sie ebensogut Vorbereitungen von Anschlägen erfinden und Personen nennen, die gar nicht involviert sind und damit erreichen, daß die Folter ausgesetzt wird, bis man herausgefunden hat, daß nichts daran ist. Das kann ja zum Teil lange dauern.

Gibt es Beispiele dafür?

Müller: Es gibt gerade jetzt in letzter Zeit wieder vielfache Beispiele, weil die US-Behörden aus ganz anderen Gründen mit Folter begonnen haben und dabei zumindest vorgeben oder versuchen, Informationen über mögliche Terroranschläge zu bekommen. Bekannt ist u.a. der Fall Padilla geworden. Irgendein Gefolterter kannte offenbar Padilla, einen US-Bürger mit Kontakten zu Islamisten, und hatte über ihn eine Geschichte erfunden, nämlich daß er bei seinen nächsten Aufenthalt in den USA eine „schmutzige Bombe“ zünden würde, also eine konventionelle Bombe, umgeben mit radioaktivem Material. Er wurde also bei seiner Einreise in die USA sofort festgenommen. Das war vor etwa vier Jahren, nicht lange nachdem man Afghanistan besetzt und dabei Hunderte von angeblichen Terroristen festgenommen und nach Guantánamo gebracht hatte. Nun, bis heute hat sich keinerlei Verbindung von Padilla mit irgendeinem Terroranschlag, geschweige denn mit einer schmutzigen Bombe, finden lassen. Letztes Jahr mußte man sogar beinahe Padilla freilassen.

Solche Beispiele sind Legion. Es ist doch offensichtlich, daß die US-Behörden, obwohl sie Hunderte oder sogar Tausende von vermutlich in Terrorismus verwickelte Gefangene haben, nicht einen einzigen Terroranschlag in Vorbereitung auffliegen lassen konnten. Dies wurde zwar in zwei Fällen behauptet, aber die entsprechenden Täter wurden nie der Öffentlichkeit vorgestellt oder vor einen Haftrichter geführt. Es gab also diese Fälle nicht.

Dagegen sind die tatsächlich durchgeführten Terroranschläge, wie die in Madrid und London, nicht vorhergesehen und verhindert worden. In der Zeit seit dem 11. September 2001 hat es in den USA zwölf Mal hohe Alarmstufen wegen Erkenntnissen über bevorstehende Anschläge gegeben. Nicht ein einziges Mal wurde ein Anschlag durchgeführt oder ein Komplott dafür aufgedeckt. Die 12 befürchteten Anschläge waren also Ausfluß aus der Folterei. Die Gefolterten hatten sie erfunden.

Gibt es auch Fälle, in denen Folter zum Erfolg geführt hat?

Müller: Nun, das hängt davon ab, wie Sie Erfolg in diesem Fall definieren. Regierungen wenden öfters Folter an, wenn sie schnell einen Schuldigen präsentieren wollen. Das kann man mit Folter erreichen. Nach einer Folter-Sitzung bekommen Sie fast jeden dazu zuzugeben, daß er den Mond explodiert hat. Andererseits wird Folter auch freigegeben, um die Gelüste bestimmter Angehörigen der Sicherheitsdienste zu befriedigen. Auch das ist „erfolgreich“.

Sie verurteilen Folter also nicht aus Menschenrechtsgründen?

Müller: Nein. Folter führt zu nichts Sinnvollem. Menschenrechte sind für Geheimdienste sowieso etwas, was man anwendet, wenn man es für nötig hält, nichts Bindendes.

Warum, meinen Sie, wird aber von den USA breit Folter angewandt, wenn man damit doch nicht erreicht, was man will?

Müller: Darüber kann man nur spekulieren. Mir scheint, es geht um einen Effekt in der Öffentlichkeit. Man stellt sich als „starke Regierung“ dar, die etwas tut. Man kann versuchen, den Gegner damit einzuschüchtern – obwohl auch das auf einem Irrtum beruht. Brutalität führt in der Regel dazu, daß auch der Gegner brutaler wird, nicht dazu, daß er zurückweicht.

Sie sagen nun, daß es eine von den USA ausgehende Kampagne gibt, Folter als sinnvoll erscheinen zu lassen und daß unsere Massenmedien darauf hereinfallen?

Müller: Ja. Es wird systematisch verbreitet, daß Terroristen gefoltert werden müßten, um damit den Terrorismus zu bekämpfen. Diese Kampagne wird auf verschiedenen Ebenen geführt und geht hauptsächlich von den USA aus, sowohl von offiziellen Stellen, als auch von den Medien und der Film- und Fernseh-Industrie.

Inzwischen gibt es aber auch bereits europäische Quellen, die am Verbreiten dieser Meinungen mitwirken.

Die erste Ebene ist die der direkten Verbindungen der Dienste untereinander. Wir bekommen laufend Informationen von US-Diensten, daß sogenannte harte Verhörmethoden mit größtem Erfolg angewandt würden. Ich wurde bereits wiederholt auf diese Dinge angesprochen. Das ging sogar so weit, daß man mir vorwarf, ich würde Unrichtiges lehren. Ich muß innerhalb des Hauses wieder und wieder diese einfachen Wahrheiten wiederholen und erklären, weil man sich von der angeblich erfolgreichen US-Politik einfangen läßt. Inzwischen kommen solche Aussagen auch bereits von befreundeten Diensten aus anderen Ländern, nicht nur der USA.

Heißt das, auch andere westliche Länder haben Folter freigegeben?

Müller: Ja. Zumindest von zwei Diensten aus anderen Ländern weiß ich, daß man dies für erfolgreich und angebracht hält.

Die zweite Ebene der Kampagne ist die Öffentlichkeitsarbeit. Es wird über alle möglichen Kanäle die Information in die Medien gegeben, es sei erfolgreich, jene Verhörmethoden anzuwenden. Dies hat zum Beispiel bei einer Anzahl von Politikern in Europa schon dazu geführt, daß sie, wenn auch mit Einschränkungen, die Anwendung von Folter in Terrorfällen legitimiert haben. Ich bemerke dies innerhalb des Hauses vor allem daran, daß immer mehr und immer wieder, auf niedrigen und hohen Ebenen, die Frage gestellt wird, warum wir in dieser Sache noch hinterherhinken. Die zwei oben genannten Fälle z.B., die nie verifizierbar waren, werden andauernd als Beispiel angeführt, daß Folter eben doch eine sinnvolle Methode sein könne.

Schließlich gibt es noch eine dritte Ebene, auf der diese Kampagne geführt wird, das ist die von Fernsehsendungen und Filmen. Es häufen sich immer mehr US-Fernsehserien, in denen in unterschiedlichen Formen für Folter geworben wird. Auch Hollywood-Filme greifen dies Thema bereits auf. In letzter Zeit bin ich aufmerksam gemacht worden auf drei Fälle in US-Serien im Kabel- bzw. ´Satelliten-Fernsehen, in denen leichte Formen von Folter angewandt wurden und zu Erfolg führten, das betraf die Serien „Cold Case“, „Close to home“ und eine der „CSI“-Serien. Es gibt auch ein Gegenbeispiel, in dem die Wirklichkeit von Folter dargestellt wurde, das war in der Serie „Without a trace“.

Können Sie Beispiele nennen?

Müller: Im Fall der Serie „Cold Case“ läßt man eine Staatsanwältin auftreten, die in einem Fall einem dringend eines Verbrechens Verdächtigen Folter ankündigt, wenn er nicht bestimmte Aussagen mache. Drohen mit Folter, wenn glaubwürdig, ist natürlich auch schon Folter. Im genannten Fall geht man soweit, daß man den Verdächtigen sagen läßt: „Das dürfen Sie nicht machen!“ und sie antworten läßt: „Sehen Sie hier irgenwen, der mich davon abhalten könnte?“, indem sie darauf hinweist, daß man allein im Verhörraum ist. Charakteristisch auch, daß man solche Grenzverletzungen von Frauen begehen läßt.

Der Fall in der Serie „Without a trace“ ging über einen Schüler, der einer bestimmten Gang in der Schule angehören wollte und nach vergeblichen Versuchen schließlich begann, eine Bombe zu basteln. Er habe sie in der Schule versteckt und werde sie zünden, wenn er nicht aufgenommen würde. Die Gang schleppte ihn daraufhin in einen Keller und begann ihn mit Elektroschocks zu foltern. Er rückte dann auch schnell mit der Wahrheit heraus, daß er nur gedroht habe und die Bombe gar nicht geschärft sei. Aber nun kam – wie ich das nenne – der Fluch der Folter zum Tragen. Das war viel zu einfach und die Leute von der Gang glaubten ihm nicht. Er wurde weiter gefoltert. So begann er denn alle möglichen Geschichten mit der Bombe zu erfinden, immer in der Hoffnung, sie würden dann aufhören, ihn zu foltern. Das ist eine extrem realistische Darstellung, denn genauso laufen Folterfälle meistens ab.

Übrigens hier noch eine Anmerkung zu einem anderen Thema: Die US-Fernsehserien zeigen in letzter Zeit immer häufiger und immer mehr in mehr Serien den Gebrauch von Kokain als fast schon selbstverständliche Beschäftigung in sogenannten besseren Kreisen, als ein Kavaliersdelikt. Es ist offensichtlich, daß Schnupfen von Kokain systematisch als kleinere Übertretung dargestellt werden soll, die üblich ist. Ich halte dies für extrem bedenklich angesichts der vielen Toten, die Schmuggel und Verkauf von Kokain jährlich kosten.

Und in Filmen?

Müller: Ich erinnere mich gerade an einen Film, dessen Titel ich jetzt nicht mehr weiß. Dort traten zwei Super-Polizisten auf. An einer bestimmten Stelle des Filmes ging es darum, daß sie herausbekommen mußten, wo sie den Chef einer kriminellen Bande antreffen könnten. Sie gingen also zu einer Person, von der sie vermuteten, sie hätte mit dieser Bande zu tun. Der rückte aber nicht mit der Information heraus. Darauf hin nähert sich einer der Polizisten an und greift dem Mann in die Eier und drückt zu. Das schmerzt natürlich. Und siehe da – schon spuckt der Mann den wirklichen Aufenthaltsort des Bandenschefs aus. Wenn das so einfach wäre! In Wirklichkeit würde man diese Information so natürlich nicht bekommen. Entweder der Mann ist nur ein kleiner Polizeispitzel, dann wird der Chef einer kriminellen Bande ihn nie wissen lassen, wo er sich aufhält. Oder er ist selbst Mitglied der Bande, dann kann er dies nicht preisgeben, ohne dem sicheren Tod entgegenzusehen. Da reicht ein wenig foltern auf keinen Fall. Vom Tode bedroht, wird er das gleiche tun wie ein Terrorist: Er wird Stories erfinden, er wird irgendwelche Aufenthaltsorte angeben, nur nicht den richtigen. Der Fluch der Folter ist genau das: Sie produziert Unwahrheit, falsche Geständnisse und erfundene Geschichten.

Es gab vor etwas mehr als einen Jahr in Deutschland einen Fall, in dem der Polizist erklärte, er wolle Folter anwenden. Ein Entführer eines Jungen war gefaßt und es war schon klar, daß er der Entführer war. Aber man hatte den Jungen noch nicht gefunden. Man befürchtete, daß er gefangen gehalten wurde und jetzt, da der Entführer gefaßt war, eventuell in Lebensgefahr sein könnte, z.B. ohne etwas zu trinken. Man wollte durch Folter den Aufenthaltsort des Jungen herauspressen. Wie stehen Sie zu dem Fall?

Müller: Ich kenne den Fall aus Deutschland. Der Polizist, der da foltern wollte, hat offenbar keine Polizeiausbildung genossen, jedenfalls keine gute. Wenn man einen Entführer dazu bringen will, den Aufenthalt der entführten Person aufzudecken, dann läßt man ihn laufen; sagt, die Verdachtsmomente reichten nicht aus. Dann setzt man zwei Teams an, ihn zu verfolgen: Eines, das sichtbar ist und das man ihn abschütteln läßt und ein zweites, das unsichtbar ist und ihn bis zum Versteck des Entführten verfolgt – oder bis man sieht, daß er sich absetzen will – dann greift man zu. Das gehört zum Einmaleins jeder Polizeioffiziersausbildung. Übrigens war in jenem Fall der Junge schon tot. Man hätte also auf Verdacht gefoltert – auch das ein typisches Anzeichen von Folter: Sie erfolgt fast immer auf der Basis vager Verdachtsmomente.

Was spricht noch gegen Folter, wenn Sie schon humanitäre Gründe nicht gelten lassen?

Müller: Erfolterte Geständnisse und Aussagen kann man vor Gericht nicht verwenden – völlig zu Recht, wie aus dem Gesagten hervorgeht. Damit nimmt der Folterer der Gesellschaft die Möglichkeit, einen Schuldigen seiner verdienten Strafe zuzuführen.

Danke für das Interview.

spionage

Skyway und die Räuberpistolen

Stephan Fuchs – Brent Kovar, Inhaber der Pleite Bude Skyway, Inhaber des Koksfliegers, mit einem Emblem das der Homeland Security ähnlich sieht und mit besten Verbindungen zu Tom Delay hat ein grosses Spiel gespielt. Er hat gepokert.

Die Passagiermaschine DC-9 welche in Mexiko mit 5,5 Tonnen Kokain gefilzt wurde kaufte Kovar von einer Firma, die den Rauch einer alten mächtigen Familie trägt: DuPont. Der Name schon schmilzt auf der Zunge. DuPont gründete 1802 die grosse Firma für Explosivstoffe und später für die Chemie. DuPont hatte 2004 einen Jahresumsatz von 27,3 Milliarden Dollar und weltweit ca. 60.000 Angestellte. Kein Wunder hat DuPont auch einen Trust. In einem Pressekommuniqué vom 20. August 2004 erwähnte Brent Kovar:

„When DuPont Trust, which for over a hundred years has been searching out the best investments, begins buying this stock for their portfolio, DuPont again begins to show why they are one of the premier trusts and foundations in the modern world.“

Caramba
Dumm gelaufen Mr. Kovar. Im nachhinein stellt sich heraus, dass weder die alte Swissair Maschine „Graubünden“, die ebenfalls mit dem Emblem der Homeland Security ausgestattet wurde, mit neuartigen Sicherheitstechniken jemals testgeflogen wurde, noch existiert der DuPont Fund. Alles war ein Schwindel.

Der Trust heisst denn in virtueller Wirklichkeit auch anders: DuPont Fund 57289, Inc. im Apartado 10455-1000, in San Jose, Costa Rica… Olé! Der Inhaber, er nennt sich Richard Dupont Jr. Ist, ein Phantom. Er erscheint zwar in den SEC Unterlagen, in Zeitungsberichten und Onlinestatemants aber, seine Durchlaucht und sein DuPont Trust hatten nur gerade Existenzberechtigung für zwei Aufträge. Den Auftrag die Koksmaschine zu verkaufen und dafür 28’000’000 Aktien zu bekommen und gleichzeitig nocheinmal Investoren anzulocken. Richard DuPont aus Costa Rica trumpfte in einem Artikel offenbar nocheinmal auf:

„Ich bin sehr zufrieden. Skyway hat im Moment eine Kapazität von über 500 Millionen Dollar. Das ist mehr als wir erwartet haben. Skyway ist gesichert.“

Und Brent Kovar doppelte nach:

„Er (Richard DuPont) ermöglichte uns den Kontakt zu Lantax einer europäischen Investoren Gruppe des Adels. As a result, we may soon have all complete our mission.“

Lantax, die im Schatten operierende, vom europäischen Adelsblut getränkte Investoren Gruppe ist genau so ein Phantom wie alles andere. Nix. Gibt es nicht. Jedoch ist, das hat Kovar richtig gesagt die Mission wirklich bald zu Ende. Oder wie darf man das verstehen? Ist das ein Wink? Eine Nachricht? Sehr wahrscheindlich nicht. Trotzdem gehen wir nach San Jose in Costa Rica und schauen was wir dort finden. Die Gambler Mafia? Die Special Operation Samurai?

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Der seltsame Weg einer DC-9
Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?
Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre
Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks
Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

CIA-Direktor Porter Goss verabschiedet sich

WASHINGTON – Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, Porter Goss, ist nach nur 18 Monaten im Amt zurückgetreten. US-Präsident George W. Bush gab die Nachricht, die im politischen Washington wie eine Bombe einschlug, selbst bekannt.


Danke für den Kuchen, es war schön

Goss hatte den Posten von George Tenet übernommen, der nach heftiger Kritik an den Fehlern und Versäumnissen im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September und im Vorfeld des Irak-Krieges aufgegeben hatte.

Über die Gründe für den Rücktritt von Goss wurde nichts bekannt. Allerdings war er in den Monaten seit seiner Amtsübernahme wegen seines persönlichen Führungsstils intern kritisiert worden. Ausserdem geriet der Geheimdienst wegen „undichter Stellen“ in die Schlagzeilen. Die CIA war zuletzt durch die Affäre um geheime Gefangenentransportflüge in Europa erschüttert worden.

Angesichts stetig sinkender Umfragewerte und mit Blick auf die Kongresswahlen im November hatte Bush vor einiger Zeit mit einem Personalumbau begonnen. Einen Nachfolger für Goss nannte er nicht.

Frühere hohe Geheimdienstbeamten äusserten unterdessen die Vermutung, Goss sei aus Enttäuschung darüber zurückgetreten, dass er bei der Neuordnung der Geheimdienste im April vergangenen Jahres von Bush nicht berücksichtigt worden war.

Bush hatte seinerzeit John Negroponte zum nationalen Geheimdienstdirektor und damit zum Chefkoordinator für alle 16 US-Geheimdienste gemacht, was die Position von Goss als CIA-Chef schwächte.

Bush würdigte die Verdienste von Goss, der wichtige Reformen eingeleitet habe. Der Präsident wies insbesondere auf ein von Goss eingeleitetes Fünf-Jahre-Programm zur Aufstockung der Zahl von Agenten „vor Ort“ und von Analytikern hervor.

Goss habe dazu beigetragen, das Land sicherer zu machen, erklärte der Präsident. Goss seinerseits sagte, der Zustand des Geheimdienstes habe sich „ausserordentlich verbessert“.

Bush muss nun nach einem geeigneten Nachfolger suchen – eine Aufgabe, die von Experten als sehr schwierig eingestuft wird. Die Umbesetzung an der CIA-Spitze ist der jüngste Wechsel in Bushs engem Mitarbeiterzirkel.

spionage

Der seltsame Weg einer DC-9

Stephan Fuchs – Dokumente belegen, dass die in Mexiko beschlagnahmte DC-9 Passagiermaschine über eine dubiose Firma Namens Dupont Investment Found #57289 aus San Jose in Costa Rica im November 2004 an Skyway Communication Holding in Clearwater Florida verkauft worden war. Ein Geschäft zwischen einer Briefkastenfirma und einer Firma die Pleite war. Eine Einladung ins Koks- und Geldwäschermilleu.


Eine uralte, kaum durch die Zulassung gekommene DC-9 für 7 Millionen

Skyway Communication, eine ehemalige Telefonkompanie war faktisch Pleite. Die Firma prellte Investoren um 40 Millionen Dollar. Diese glaubten, sie investierten in eine Firma die Sicherheitstechnische Neuerungen für die Luftfahrt entwickelten. Um den Bluff zu tätigen, wurde die alte Lady „Graubünden“, eine ehemalige DC-9 der Swissair missbraucht. Sie wurde mit einem Homeland Security ähnlichen Emblem versehen, sonst geschah mit der Lady nichts.


Total Pleite, aber für 100’000 Dollar eine VIP Loge im Raymond James Stadium in Tampa

Wohin die 40 Millionen Dollar der Investoren geflossen sind? Man weiss es nicht genau: Für 300’000 Dollar wurden sechs Humvee Autos als Werbegag gekauft. Andere Hunderttausend Dollar wurden für eine VIP Lounge im Raymond James Stadium in Tampa gekauft, damit ausgewählte Gäste die Spiele aus der Ehrenloge schauen konnten.

Unfreundliche Übernahme.
Um die Firma vor dem definitiven Aus zu retten, hat sich ein „Weisser Ritter“ eingefunden. Eine Firma die sieben Millionen investierte. Sache des Deals war, dass Skyway die DC-9 übernahm und Dupont Investment Found #57289 erhielt dafür 28’000’000 Aktien der Firma.

Einer der 223 über den Tisch gezogenen Investoren, Naza Talib, setzte 13 Millionen Dollar in den Staub. Er ist auch derjenige der behauptet:

„SkyWay did not possess such technology and it was simply in the stage of testing to determine whether in fact it could provide such services to commercial airliners at all.“

Laut Talib, wurden Löhne ausbezahlt, die in der finanziellen Situation und vor allem dem Know-How der Verantwortlichen in keiner Weise entsprach. Das ganze Geschäft zielte offensichtlich nur darauf ab Kontakte zu knüpfen und eine leere Eierschale anzustreichen. Diese Schale ist offensichtlich zerbrochen.

Am 23. April 2005 explodierte intern das Machtgerangel. Talib, der mit dem Einsitz in der Firma sich und andere Investoren vertrat wurde abgewählt und vor die Tür gestellt. Am 25. April wurden Brent Kovar, der Präsident, Joy Kovar und James Kent, CEO und CFO vor die Tür gestellt. Dupont Investment Found #57289 hatte die Macht übernommen. Die Humvees wurden verkauft, die Luxus Loge über dem Stadion von Tampa wurde verkauft, eine Cessna 172 sowie zwei schwere Trucks wurden ebenfalls verkauft. Die Graubünden, jene Maschine die den Fänger im Spiel spielte, wurde bereits im November 04 verkauft, die brauchte man offensichtlich nicht mehr. Sie wurde an die Firma Royal Sons Inc. verkauft. Die Schwester der Graubünden, jene Maschine die nun mit 5,5 Tonnen Kokain gefunden wurde hat Skyway erst in allerletzter Minute an die Partnergesellschaft Royal Sons verkauft. An die selbe Firma wie die Graubünden. Seit der letzten Phase war Skayway so hohl, dass nicht einmal ein Telefon dastand. Die Firma war schlicht verschwunden.

Es war eine Operation. Da war eine Costa Rica Connection und da ist eine andere Firma, die europäische Lantax Investment Gruppe.

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?
Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre
Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks
Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?

Stephan Fuchs – Ein DC-9 Flugzeug ohne Passagiere. Darin 128 identische schwarze Reisetaschen. Jene sind mit 5,5 Tonnen Kokain, einem Marktwert von über 100 Millionen US Dollar gefüllt. Der kolumbianische Co-Pilot Miguel Vazquez wurde verhaftet. Vom Piloten fehlt jede Spur, das Koks will keiner.

Von Kolumbien über Venezuela und dann über Mexiko gelangen Tonnen von Kokain in die USA – und natürlich nach Europa. Erst nach Spanien und dann weiter bis zu den Näschen in den Clubs. Je mehr Zwischenhändler, desto teurer. Irgendjemand vermisst im Moment 100 Millionen US Dollar. Egal welche Hintergründe die verworrene Geschichte hat. Jemand wird recht Böse sein. Vom Flugzeug weiss man nur, wer der letzte Besitzer war. Der ist immer noch als solcher registriert und hinterlässt eine Spur die in Richtung Covert Operation Samurais zeigt.

Sting Operation negativ
Eine Sting Operation, also eine Undercover Geschichte a là Fausto Cattaneo, in der die amerikanische Drug Enforcment Agency DEA eine Koks Gang infiltriert und dann im richtigen Moment die Bande Hops nimmt, ist nicht plausibel. Es wurde ja, nebst dem Co-Piloten niemand verhaftet, zudem man annehmen kann, dass Piloten in der Regel einfach fliegen und dafür bezahlt werden. Trotzdem- er hätte vielleicht aussagen können, wer der Auftraggeber war. Sonst geschah nichts, das für die Drogenbekämpfung Interessant ist, ausser dass 5,5 Tonnen auf der einen und 100 Millionen auf er anderen Seite fehlen und irgendjemand sich die Fingernägel wund kaut.

Die politische Motivation.
Und dann was? Venezuela schwächen? Oder Mexiko? Es ist ja nichts geschehen, ausser dass an einem Ende 5,5 Tonnen Kokain und an einem anderen Ende 100 Millionen Dollar fehlen. Also da wären 100 Millionen für eine politische Aktion, die nichts bringt ein bisschen viel.

Die Hasenfus Theorie
Eugen Hasenfus wurde am 5. Oktober 1986 über Nicaracua in einem Flugzeugfrachter C-123 von Sandinisten abgeschossen. Er trug als einziger, unter Missachtung der Vorschriften, einen Fallschirm und überlebte. An Bord der Maschine fand man Waffen und weitere militärische Ausrüstung. Interessanterweise, gehörte die Maschine Barry Seal, einem der grössten Drogenhändler, der im Februar 1986 ermordet wurde. Barry Seal war ebenfalls CIA Agent. Er löste die folgenschwere Untersuchung Iran Contra aus . Ohne Hasenfus, wäre der immense Deal Drogen gegen Waffen nie aufgedeckt worden. Hasenfus wurde in Nicaracua zu 25 Jahren Jahren verurteilt und von Daniel Ortega, erstaundlicherweise bereits im Dezember 1986 begnadigt. Die Hasenfus Geschichte war also, wie man heute noch annimmt, ein Zufall. A damn’d lucky shot.

Die Vermutung liegt nahe, dass auch das DC-9 Linienkokser Flugzeug ein Hasenfus ist. „A damn’d lucky shot.“ Auch ein Hasenfus, weil es dermassen viele Parallelen zum Iran Contra Skandal gibt, dass es ein Hasenfus sein muss. Dann wäre die Geschichte ein absoluter Glücksfall, die Wiederholung seiner selbst. Nicht einmal das Casting hat gross gewechselt. Ein anderes Indiz, es herrscht Nervosität. Ähnlich wie damals als die Genfer Journalisten mit Telefonüberwachung konfrontiert wurden als sie über Willard Zucker und J.R. Fees recherchierten. Jetzt scheint das US Army’s 5th Signal Command fleissig mit zu lesen und Server der Kollegen lahm zu legen.

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre
Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks
Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre

Stephan Fuchs – Eine alte Swissair Dame aus dem Jahre 1966 kommt plötzlich in den Schatten einer mysteriösen Kokain Affäre. Die DC- 9 „Graubünden“ wurde als Köder für kriminelle Geschäfte missbraucht. Ihre komplett identische Schwestermaschine wurde am 10. April im mexikanischen Ciudad del Carmen gefilzt und dabei wurden 5,5 Tonnen reines Kokain sichergestellt, das in 128 identischen Koffern verpackt war. Der Pilot ist weg, der Stoff will niemandem gehören.


Alte Lady „Graubünden“

Das hätte sich die alte Swissair Dame wohl nicht träumen lassen: Die Douglas DC-9-15 wurde am 20.07.1966 als HB-IFA „Graubünden“ Fabrikneu in den Swissair Betrieb aufgenommen. Für knappe zwei Jahre bis im August 1968. Dann wurde sie verkauft und eine lange Odysse begann, welche die Maschine in immer dunklere Ecken der Schattenwelt um Koks, Geheimdienst und Macht abstürzen liess.

Nach dem Einsatz für die Schweizer Zivilluftfahrt ging es erst mal als N8500 zurück an Douglas, dann am 10.1973 als Executive Jet N60FM an Forbes Magazine und am 11.1976 als N901B an Westinghouse Electrics. Am 07.1985 wird die „Graubünden“ für den Harrah’s Club in Las Vegas als N2H fliegen um zwei Jahre später, am 12.1987 an James R. Wikert als N120NE eingeflogen zu werden. Am 06.1989 geht es an Express One, am 09.1989 zur ALG Aeroleasing wiederum als HB-IFA, dann im Einsatz für Executive Air Transport 89 – 93. Dann steht sie offensichtlich zwei Jahre herrum und wird am 04.95 an Topeka Management als N120NE verkauft. Am 06.97 kommt sie an Genesis Aeron und schliesslich geht es am 01.04 als N911SY an Royal Sons Inc.


Koks Lady mit vermeintlichem Homeland Security Emblem

Zwischen dem 06.1997 bis im Januar 2004 ist ein Loch, sprich da hat sich kein neuer Käufer für die Graubünden finden lassen oder aber sie hat mit Genesis Aeron einen Kunden gefunden, der es unglaubliche sieben Jahre ausgehalten hatte. Am 01. 04, das sehen wir, kam die DC-9 an Royal Sons Inc. Eben jene Firma mit der die andere DC-9 mit der Nummer N900SA und 5,5 Tonnen im Bauch in Mexiko gefunden worden ist.

Das verflixte siebte Jahr
Die Graubünden war aber nicht nur bei Genesis Aeron. In den Jahren 2003 bis 2004 taucht sie und ihre Zwillingsschwester bei der Firma SkyWays Aircraft auf. Beide Maschinen, die „Graubünden“ mit der N-Nummer N120NE und der Koksflieger N900SA. Beide identisch gleich. Beide mit dem identisch gleichen, auf den ersten Blick staatlich-offiziellen Symbol der Homeland Security. Auf den ersten Blick nur, denn das Emblem ist eine Farce. Ein Schwindel. Ein Augenwischer. Seit 2004 gibt es einige PRNewswire Pressemitteilungen von Skyway, sie soll hier in Länge zitiert sein:

Ist SkyWay nach Taser die nächste todsichere Aktie in der Sicherheitsindustrie?
CLEARWATER, Florida, June 15 2004 /PRNewswire/ —
Möglicherweise hat SkyWay Communications Holding Corp. (OTC Bulletin Board: SWYC) der Luftfahrtindustrie auf die seit Jahren erwartete nächste Ebene der Homeland Security verholfen. Titan Corporation, die derzeit einen Auftragsrückstand in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar verbucht, hat kürzlich mit SkyWay ein Sales- und Marketing-Abkommen unterzeichnet, welches das SkyWay Kommunikationssystem im Rahmen des Homeland Security speziell für die Luftfahrtindustrie auf den Markt bringen soll. Diese Vereinbarung ist genau das, was SkyWay für seine Umsatzverbesserung braucht.

SkyWay kündigte ausserdem eine Lieferung von vier seiner hochentwickelten Media Servers an Continental Airlines an. Weitere Server sollen, per Vertrag, später folgen. Titan Corporation hatte zuvor Übertragungsgeschwindigkeiten von über 23Mbps bestätigt.

SkyWay zeigt in vieler Hinsicht das gleiche Potential, das Taser International, ein anderes Sicherheitsunternehmen, vor ihm zeigte. Es wäre daher vielleicht angebracht, SkyWay Communications Holding Corporation näher unter die Lupe zu nehmen. Mit den beiden Verträgen mit Continental Airlines und Titan sicher in der Tasche, hat SkyWay gute Aussichten darauf, dass andere Luftfahrtgesellschaften nachziehen. Das amerikanische Verteidigungsministerium wäre z.B. ein guter Kandidat. Investoren scheinen immer die neuesten und besten Anlagemöglichkeiten zu entdecken. SkyWay könnte seinen Umsatz noch bedeutend steigern, wenn es Sicherheitsdienstleistungen für amerikanische Bundesbürger anböte.

SkyWay hat sich in eine einzigartige Position manövriert: es kann der Luftfahrtindustrie mit Hilfe seines innovativen Kommunikationssystems möglicherweise dabei behilflich sein, sowohl Familien als auch Geschäftsseisenden das Fliegen wieder schmackhaft zu machen und sich hierdurch aus den roten Zahlen herauszuarbeiten. Die Leute in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von SkyWay haben eventuell genau die richtige Technologie, verbunden mit dem notwendigen Weitblick, um die Luftfahrtindustrie im Rahmen der Homeland Security zu schützen. Titan Corporation hat sein Abkommen mit SkyWay eventuell genau aus diesem Grund geschlossen.

Das Interesse von Investoren an Sicherheitsdienstanbietern ist in allen Städten und Gemeinden der USA stark gestiegen. UBS, die grösste Bank der Schweiz, hat seinen Kapitalanteil an der Titan Corporation auf vier Prozent ausgebaut, was Investoren Anlass geben sollte, ein waches Auge auf das neue innovative Kommunikationssystem von SkyWay zu halten.

Uppsala! Eine Sensation auf dem Sicherheitsmarkt? Njet! Es ist Humbug. Die hübsch und offiziell angemalte „Graubünden“ flog keine Tests und nichts. Die Pressemitteilungen waren eine Schwindelei. Investoren haben dabei 40 Millionen Dollar verloren. Und wie wir gestern bereits gesehen haben, waren spannende Leute mit dabei. Geldwäscher der grossen Sorte. Dank des Schweizer Fliegers „Graubünden“ kommt aber noch eine Dimension mehr dazu: Weiter oben sahen wir, dass die „Graubünden“ im August 1997 an die Firma Genesis Aviation verhökert wurde. Was war denn diese Firma? War das nicht eine Firma des legendären Waffenhändlers Adnan Kashoggi?

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks
Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks

Stephan Fuchs – Am 16. Mai 1999 wurde dem saudischen Prinzen Nayef bin Fawwaz Al-Shaalan 1,993 Tonnen Kokain weggenommen. Er flog mit seiner Privatmaschine nach Paris. Gefängnis? Nöp. Wer mit so viel Stoff in seinem Flieger unterwegs ist, der hat offensichtlich einen Diplomatenpass. Es reisst sich so einfacher.

Unangenehm für den Prinzen war es trotzdem: Ungewollte Publizität, ungewollte Nervosität. Vor allem in seiner Bank Kanz in Genf. Seine Geschäftskollegen fanden das nicht lustig. Die Banque Kanz war mit hochkarätigen Leuten bestetzt. Curt Gasteyger, er war 1978 bis 1999 Direktor des „Program for Strategic and International Security Studies“ und davor war er in leitender Funktion am Institut für Strategische Studien in London. Vizepräsident war kein geringerer als Maurice Aubert. So hatte der Prinz genau das was man nebst einer Bank braucht. Verwaltungsräte mit exzellenten Beziehungen – die Bank seither inexistent.

Die guten Verbindungen hatte der Prinz auch in Amerika, mit der Firma Skyway Communications Holding Corp, von deren er die Koksmaschine geleast hatte. Skyway Direktor Brent Kovar, ist „a good old friend“ des republikanischen Mehrheitsführer im Kongress, Tom DeLay, doch der Bude ging es, abgesehen vom schlechten Umgang, schon länger mies. Zwischen 2002 und 2005 stürzte die Firma mit 40 Millionen Verust beinahe in den Konkurs. In letzter Minute wurde auf fast magische Weise eine Lösung gefunden. Eine Firma namens duPont Investment Fund kaufte für $1,000,000 Aktien.

Die Rettung! Eben nicht die Rettung
Brent Kovar’s DuPont Investoren waren mit einer Firma in San Jose, Costa Rica verbunden. Die Red Sea Management, einem Offshore Spezialisten. Präsident der Red Sea ist Nichols Evans Ware, ein ehemliger CIA Mann, der sich in covert operations zu Hause fühlt. Der Covert Operation Samurai ist entweder ein Bluffer oder, so sind die Kerle, stolz darauf. Ware arbeitete 10 Jahre für die CIA, im Directorate of Operations in Latin Amerika und in Asien. Dabei war er in der Gegenspionage und im Antiterror aktiv und besitzt eine Top Security Clearance. Unter diplomatischem Schutz betrieb er wirtschaftliche und politische Spionage. Anschlissend kam er zu Motion Picture als Regionaldirektor für Anti Piracy in Latin Amerika, dabei vertrat er die sieben Schwestern Disney, Warner Brothers, Sony, Fox, Paramount, Universal and MGM. Der ehemalige US Marine spricht Spanisch, Portugisisch, Indonesich, Mandarin und Französisch und hat ein Anwaltspatent in den Destrikten Columbia, Oregon und Florida.

Red Sea Management ist offensichtlich schwer ins Online Casino Business involviert, welches oft auch im Zusammenhang als Geldwaschanlage für den internationalen Terrorismus genannt wird. Die europöische Version von Red Sea ist Dark Sea Consultants auf Zypern, welche für die Gambling Federation G-Fed arbeitet. Dies in 15 Sprachen und vier verschiedenen Währungen in Saudi Arabien, Asien. Nicht genug, auch ein Teil des Online Pharmacy Business läuft über Red – beziehungsweise Black Sea. Über den Read Sea Mann Jonathan Curshen wurde bereits auch eine Verbindung zum organisierten verbrechen hergestellt.

Über den Tisch gezogen?
So wurde Skyway offensichtlich in der finanziellen Verzweiflung von zwielichtigen Firmen über sämtliche Tischkanten gezogen. Nöp! Die Prinzengeschichte hat stattgefunden bevor sich der CIA Black Ops Samurai Nichols Evans Ware als weisser Ritter markiert hat. Interesanterweise ist die Skayway seit langem auch mit der Royal Sons Motor Yacht Sales, allgemein als Royal Sons LLC bekannt, verbandelt. Jene soll sich just in dem Hangar befunden haben, wo auch die Huffmann Aviation auf dem Flugplatz in Venice untergebracht war.

Auf die Royal Sons wurden bereits zwei DC 9 Maschinen überschrieben oder verkauft. Die eine DC9 mit der N-Nummer N900SA, wurde eben kürzlich mit 5,5 Tonnen reinem Kokain in Mexiko hochgenommen. Die alte Lady aus dem Jahr 1966 war auf dem Jungfernflug. Die andere DC9 flog für die Schweiz. Wurde die Maschine mit Drogengeld gekauft?

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?

Stephan Fuchs – Uppsala, das ist nicht aufs Auge, sondern in die Nase gekommen: Im Haus des britischen Verteidigungsministers John Reid wurden bei einer Sicherheitskontrolle „winzige Spuren“ von Kokain gefunden. Reid zeigt, was die Regierung von uns erwartet: Kokst und helft damit den Geheimdiensten im Krieg gegen den Terror!

Schon eigenartig: Seit dem Krieg gegen den Terror steigt der Handel von Heroin, Opium und dem Engelspulver Kokain drastisch an. Ein Zeichen dafür, dass Gelder benötigt werden. Gelder, die nicht nur von Terroristen, sondern vor allem von den Geheimdiensten und den Paramilitärs benöigt werden um ultrageheime Projekte durchzuführen, die in keinem Senatsauschuss und in keinem Rat bewilligt worden sind. Vom ehemaligen CIA Boss William Casey haben wir dazu das schöne Dokument in dem er sagt:

„Das Werkzeug ist Kokain. Der Trick ist, zu verstehen, dass der Konsument die Freiheit hat selber zu entscheiden. Er wählt die Droge und ich wähle seine Sucht um die Demokratie, die wir Amerikaner geniessen zu finanzieren. Meine Aktionen mögen als kriminell angesehen werden. Das ist mir egal.“


Reserviertes Kokain für den französischen Verteidingungsminister?

Westeuropa schniffelt sich jährlich 200 Tonnen Koks durch die Nase. Äusserst konservativ geschätzt. Massiv erhöht hat sich der Verbrauch in Osteuropa. Dort, insbesondere in Russland, ist auch der Heroinkonsum durch die rekordhaltigen Opium-Ernten in Afghanistan angestiegen. Auch in Afrika herrscht Unruhe: Dort wird ein drastsischer Anstieg von intravenös konsumierten Drogen registriert. Ein Geschenk der verdeckten Kriegsführung an die neuen Nationen im Freien Handel? Offensichtlich werden die neu geöffneten Märkte im Osten miteinbezogen, denn die Kontakte mit der russischen Mafia sind bereits kurz vor der Wende intensivert und erst recht nach 1990 gefestigt worden.

Doch auch Westeuropa wird beim Nasenskifahren nicht vergessen. Das Kokain landet, in ganz kleinen Mengen beim Verteidingungsminister von England, oder als saubere Ware bei den Brokern, den Anwälten, Ärzten und Designern oder, auf dem Edelleiterchen absteigend, bei Crack rauchern:

Der kleine Staat Belgien konfiszierte 2005 satte sechs Tonnen Kokain. 2004 waren es in Belgien noch 1,8 Tonnen und 2003 waren es schlichte 429 Kilo.
In London vermuten die Behörden, dass einer von hundert Einwohner Crack raucht, das wären 46’000 Crack Konsumenten.
Am 16. September 2005 wurden in Livorno Italien 691 Kilogramm beschlagnamt.
Am 13. Oktober 2005 hat sich die spanische Polizei 3,5 Tonnen aus einem Fischerboot geangelt, zusammen mit einigen anderen grösseren Fällen, satte 46,6 Tonnen.

Von Spanien aus wird der europäische Markt beliefert, aber auch im Inland ist der Drogenkonsum in den letzten Jahren ständig gestiegen. Spanien hat sich, wie die Zeitung El Mundo einmal schrieb, vom Dealer Europas zu einem bedeutenden Abnehmer- und Konsumland entwickelt. Nach Angaben der Madrider Antidrogenbehörde ist der spanische Pro-Kopf-Verbrauch an Kokain inzwischen der höchste weltweit. Sind die Spanier denn, der Logik von Casey folgend, auch die besten Demokraten? Wohl kaum, denn im Rennen sind auch die Portugiesen in zwei Monaten auf 14,1 Tonnen:

Die Portugiesen kamen alleine am 17. Februar auf 8 Tonnen und im November 2005 nocheinmal auf 6,1 Tonnen:
Am dritten August 2005 wurde die Hafenpolizei in Rotterdam glückliche Finder von 4,6 Tonnen Koks.
Am 11. April schliesslich haben die Mexikaner 5,5 Tonnen reines Kokain aus einer DC9 geholt.

Diese DC 9 kann zum ersten mal, seit dem Krieg gegen den Terrorismus, eine Verbindung zu den Special Operation Samurai herstellen.

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

Wer war denn Mr. Bramble?

Stephan Fuchs – Die Cocaine Inc. ist 1979 in vollem Schuss. Ein Jahr zuvor, in der Weihnachtszeit von 1978 wurde in Genf das Hauptquartier der privaten CIA aus der Taufe gehoben. Paten für die Firma waren Ted Shakley, Richard Secord und Edwin Wilson, dem einige Firmen gehörten. Es war die Zentrale Firma, die Compagnie de Services SA des Genfers Jean de Senarclens. Über diese Firma wurde die Southern Air Transport finanziert, welche für die Contras Versorgungsflüge ausführte und auf dem Weg zurück mit Koks voll gepackt war, mindestens eine davon gehörte Barry Seal, sie wurde abgeschossen.


Mr Bramble hievte den Ghost in die dritt mächtigste Position des CIA

Ted Shakley, auch Blond Ghost genannt, war ein Vietnam Veteran der übelsten Sorte. Im Vietnamkrieg war er als Station Chef in Saigon massgeblich am Export von Heroin und am Phönix Programm beteiligt. Zurück in Amerika machte er sich als Architekt der „Low Intesity Conflict“ Strategie in Südamerika einen Namen und war Station Chef in Miami. 1976 hievte ihn sein Freund Mr. Bramble in die dritt mächtigste Position innerhalb der CIA. Der Blonde Geist wurde zum Associate Deputy Director of Operations, eine Power Stellung für die Verdeckte Kriegsführung. Mr. Bramble war damals für ein Jahr Boss der CIA.

Nach drei Jahren verdeckter Kriegsführung wurde Ted Shakley 1979 bereits wieder aus der Firma geworfen, was ihn nicht weiter störte. Vorne aus der Tür marschiert und hinten wieder rein, ging er somit noch mehr in den Untergrund und wurde vollends unsichtbar. Das Old Boys Netzwerk, zu dem er schon lange gehörte stand bereit. Sein Freund Mr. Bramble indes, bereitete sich auf die Präsidentschaft vor, die ihm allerdings nicht gelingen sollte. Wunderbar. Er wurde Vizepräsident unter Ronald Reagan und so eigentlich nicht zum mächtigsten Mann in Amerika, sondern zum wirklich mächtigsten Mann in Amerika. Somit hatte alles seine Richtigkeit.

Mr. Bramble war Vizepräsident geworden, Shakley und seine Covert Operation Samurai im Untergrund waren für den Krieg mit Waffen und Drogen bestens positioniert. Mr Bramble wollte auch seine Anteile am Kuchen und eröffnete sich 1979 Konten über die in Hawaii registrierte Investmentfirma Bishop, Baldwin, Rewald, Dillingham and Wong – eine CIA Frontfirma. Nette Kerle. Der CIA Mann Ronald Rewald setzte verschiedene Konten auf. Eines für Mr. Bramble und eines für einen gewissen Mr. Irvin M. Peach. Beides identische Personen. Beide auch unter dem Namen George Herbert Walker Bush bekannt.

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

spionage

In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen

Stephan Fuchs – Im Jahreswechsel vom Dezember 1975 bis im März 1976 brachte die CIA und die US Armee 106 Transportflugzeuge Kokain von Kolumbien nach Panama. Das ist eine Menge. Das ist so viel, dass Schneeliebhaber darauf spielend Skifahren könnten. Das war erst der Anfang. Eine kleine Geschichte des Medellin Kartells aus der Wikipedia:

„Als der Kokain-Schmuggler Carlos Lehder 1978 die Bahamas-Insel Norman’s Cay kaufte, um von dort den Drogenschmuggel in die USA zu organisieren, formierten Escobar, die Ochoa-Brüder Jorge und Juan, Gonzalo Rodriguez Gacha (auch bekannt als „der Mexikaner“) und Lehder selbst in und um Medellín ein Netzwerk, das als Infrastruktur für die gewinnträchtige Herstellung und den Handel mit Kokain diente, daraus entstand das Netzwerk mit dem Namen „Medellín-Kartell“.

Die Mitglieder des Kartells organisierten den Kauf und Transport der Coca-Paste aus Bolivien und Peru, errichteten Labors zur Kokain-Veredelung und Landebahnen im Dschungel, die häufig über Tarnvorrichtungen und Technik zum Aufspüren von Radar-Flugzeugen der Anti-Drogenbehörden verfügten. Vor allem Escobar erkaufte sich die Loyalität brutaler Banden und Paramilitärs, auf denen der gewalttätige Charakter des Medellín-Kartells beruhte. In den 80ern sollen über 50 kolumbianische Richter und Staatsanwälte im Auftrag des Kartells bzw. Escobars ermordet worden sein“


Koks vornehmlich in den putzigen Flughafen Mena in Arkansas geflogen
© 2002 by Pam Rotella

Wie der Stoff nach Amerika und Europa kam? Am besten folgen wir der Schneeschmelze: In der zweiten Phase wurden die Tonnagen in den Jahren 1976 bis 1981 von Panama nach Costa Rica, El Salvador und Honduras gebracht. In der dritten Phase wurde das Koks bis 1989 vornehmlich an den putzigen Flughafen Mena in Arkansas geflogen. In El Salvador zum Beispiel, wurde das Material in den Hangars vier und fünf zwischengelagert. Die Lager waren enorm. Manchmal lagerten Waffen, manchmal lagerte nur das Koks. Der ursprünglich von Kolumbien importierte Stoff reichte also gerade um die amerikanischen und europäischen Nasen bis 1989 gut zu pudern. Sicher gab es in dieser Zeit auch andere Syndikate, aber gegen dieses Monopol hatten die wenigsten eine Chance.

Für den reibungslosen Ablauf waren John Poindexter, Robert McFarland und Oliver North verantwortlich, am Zielflughafen stand Barry Seal. Alleine Barry Seal, der ausrangierte CIA Tausendsassa erzielte einen Strassenverkaufswert von bis fünf Milliarden US Dollar. Aus Mena wurde das Koks an die Gangs von L.A, die Bloods and Crips geliefert. Ihnen wurde aber vor allem auch „China White“, das Heroin aus Asien angedreht. Die Gangs freilich lieferten sich auf den Strassen von L.A. verheerende Strassenkämpfe um die Vormachtstellung, was der Polizei wunderbar in den Kram passte und den Special Operation Samurai eh Scheissegal war.

An die rivalisierenden Mafiafamilien aus N.Y. und Chicago wurde hingegen das gute Koks verkauft. Die Welt ist ein geben und ein nehmen. Auch in der Schattenwelt. Niemand hatte besser funktionierende Geldwaschtechiken und Vertriebswege entwickelt als die Familie der Genovese, und dessen Chef John Gotti. Die halfen dann auch mit der Verteilung in Europa und mit dem Waschen der Unsummen von Geldern.

Die CIA hatte einen weiteren wunderbaren Trick: Zwischen dem CIA Chef William Casey und dem US Department Chef William French-Smith wurde vereinbart, dass CIA Personal sämtliche kriminelle Beobachtungen die sie sahen unverzüglich weiterleiten mussten. Die Vereinbarung sah vor, dass nicht akkreditierte Agenten, also Entlassene, Ausgeschiedene oder Pensionierte davon ausgenommen sind. Somit war also alles in Butter. Die CIA selber hat nie Kokain importiert. Die CIA hat nie Heroin Importiert. Die CIA hat nie Gelder gewaschen. Die CIA hat nie Folterflüge durchgeführt.

Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain

Weiterführende Artikel zu CIA Operationen:
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen