weird world

Ameisen zählen ihre Schritte

Harald Haack – Ameisen zählen ihre Schritte. Das haben Zürcher Forscher herausgefunden. Mehr als hundert Meter weit durch die Sahara jagen die Wüstenameisen (Cataglyphis fortis) ihre Beute oft, um dann auf dem kürzesten Weg wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren und dabei zählen sie ihre Schritte.

Den Beweis dafür gelang den Forschern, nachdem sie den Ameisen, die sie zur Forschung einsetzten, die Beinlänge künstlich verlängert oder verkürzt hatten – Autsch! Die auf diese Weise manipulierten Tiere über- beziehungsweise unterschätzten darauf die Rücklaufdistanz.

weird world

Brasilianische Polizisten protestieren gegen niedrige Gehälter

Karl Weiss, Rio de Janeiro – Die Polizisten in Brasilien sind völlig unterbezahlt. Dies führt zum erwünschten Effekt: Sie sind leicht zu bestechen. Wer genügend Geld hat, ist fast von polizeilicher Verfolgung befreit. Nun haben die Zivilpolizisten in Rio de Janeiro eine neue Form des Protestes gegen die niedrige Bezahlung gefunden: Sie machen Dienst nach Vorschrift. Sie drangen in ein bekanntes Bordell in der Innenstadt ein und nahmen alles fest, was Mensch war, etwa 70 Personen.

Prostitution ist in Brasilien – wie auch in vielen anderen Ländern – offizielle verboten, aber faktisch geduldet. In allen Ländern, in denen Religionen starken Einfluss auf die Politik haben, ist Heuchelei angesagt. Diese ‚negative Gesetzeslücke’ wollen die Polizisten nun ausnutzen, indem sie dem Gesetz zur Geltung verhelfen. Sie kündigten auch schon an, dies noch auf eine weitere illegale, aber geduldete Aktivität auszudehnen, das verbotene Glücksspiel unter der Bezeichnung ‚Jogo do bicho’ (Tier-Spiel), in Brasilien ein absoluter Renner.

Das Tier-Spiel ermöglicht kleine Gewinne und ist extrem beliebt bei der armen Bevölkerung. In Rio de Janeiro kann man auf der Strasse an bekannten Orten Leute auf einem Stuhl sitzen sehen, die ein Schreibbrett mit einem vorgedruckten Block auf dem Schoß haben. Dort kann man für wenige Reais auf Symboltiere wetten, die für Zahlen stehen (das war ursprünglich ein Spiel für Analphabeten).

Diese Aktivität ist als illegales Glücksspiel verboten, aber eines der ganz großen Geschäfte in Brasilien. Die „Bicheiros“, die Besitzer der Wettbüros, gehörten zur Creme de la Creme der Society. Jeder von ihnen finanzierte eine der Sambaschulen und spazierte auch noch im Karneval vorneher und ließ sich von den Anhängern der Schule feiern.

Das hatte dann aber ein Ende, als eines Tages eine Richterin, Denise Frossard, die ‚Bicheiros’ zu verurteilen begann, nicht wegen ihres Haupterwerbs, sondern wegen anderer illegaler Aktivitäten. Die Richterin wurde wegen ihres Mutes berühmt in Brasilien und hat bis heute überlebt. Inzwischen ist das Tier-Spiel bereits wieder voll installiert und es gibt keinen Richter mehr, der sich darum kümmert. So werden die Polizisten nun ein wenig Ärger machen können.

weird world

Kein Porridge für Her Majesty’s Gefangene

Stephan Fuchs – das schottische Frühstücksgericht, bei den Britten äusserst beliebt, war auch den Häftlingen in englischen Gefängnissen täglich vergönnt. War. Das gekochte Papgericht aus Haferflocken, Milch und Zucker wird nun gestrichen. Es ist zu teuer.

Anstelle des warmen und stärkenden Frühstücks kommt nun ein Breakfast Pack zum Einsatz. Das Packet wird abends in die Zellen verteilt und der Inhalt morgens gegessen werden. Im Packet sind Flocken, UHT Milch, Brot, Marmalade und selbstverständlich Tee enthalten. Das Set kostet 27 Penny, umgerechnet 0,38 Euro.

Das Essens- Budget für Erwachsene Häftlinge à drei Malzeiten beträgt 1,87£, rund 2,7 €. Geschätzt werden die Pakete weder bei den Häftlingen noch bei den Wärtern. Für die Gefangenen heisst das Packet vermehrte Eintönigkeit bei den Malzeiten und weniger Kontakt. Für die Wärter bedeutet das Schachtelfrühstück weniger Arbeit… und logischerweise Entlassungen.

Porridge ist ein wichtiger Bestandteil britischer Kultur. Es ist Fettarm, aber reich an Proteinen. Mit dem Wegfall von Porridge gibt es nun nur noch eine warme Malzeit. Das Mittagessen. Für Spitäler werden pro Tag 2.50£ und für die Armeeangehörigen 2£ eingerechnet.

weird world

Vergiftung Milosevics nicht auszuschließen

Den Haag/Belgrad (AFP) – Zwei Tage nach dem Tod von Slobodan Milosevic kann eine Vergiftung des jugoslawischen Ex-Präsidenten weiter nicht ausgeschlossen werden: Zwar ergab die Autopsie dass der ehemalige Staatschef an einem Herzinfarkt gestorben ist; die Infarkt-Ursache könne aber erst durch das endgültige Ergebnis der Autopsie ermittelt werden, hieß es. Dies könne noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Der Leichnam Milosevics soll heute der Familie übergeben werden. Noch steht nicht fest, wo der Ex-Präsident beigesetzt wird.


Giftstoffe im Blut?

Milosevic war am Samstag tot in seiner Zelle im UN-Gefängnis gefunden worden. Laut dem in Den Haag veröffentlichten Autopsiebericht stellten die Ärzte bei ihm zwei Herzkrankheiten fest, die den Infarkt verursacht haben könnten. Gerichtsmediziner hatten Milosevics Leiche am Sonntag mehr als vier Stunden lang autopsiert. Neben der Leichenschau sollte das Blut des Verstorbenen untersucht werden, um mögliche Giftstoffe aufzuspüren.

Milosevics Anwalt Zdenko Tomanovic hatte einen am Freitag von Milosevic aufgesetzten Brief vorgelegt, in dem dieser die Befürchtung äußerte, er könne in UN-Haft vergiftet werden. „Sie wollen mich vergiften, ich bin ernsthaft besorgt und unruhig“, schrieb Milosevic darin. Bei Untersuchungen seines Blutes am 12. Januar seien darin hohe Dosen eines Medikamentes gefunden worden, das normalerweise bei der Behandlung von Lepra oder Tuberkulose verwendet wird, hieß es in dem Brief.
Kondolierende vor Milosevic-Bild
©AFP – Andrej Isakovic

Der niederländische Fernsehsender NOS berichtete, bei Untersuchungen vor Milosevics Tod seien darin „fremde Substanzen“ gefunden worden. Diese hätten die Wirkung von Milosevics Medikamenten zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzproblemen aufgehoben.

Noch ist unklar, wo Milosevic beigesetzt werden soll. Die serbische Regierung schloss ein Staatsbegräbnis bereits aus. Milosevics Gattin Mirjana (Mira) Markovic sprach sich in einem Interview mit der serbischen Zeitung „Vecernje novosti“ für eine Beisetzung in Pozarevac, der Heimatstdt ihres Mannes aus. Der serbische Präsident Boris Tadic bezeichnete ein von Nationalisten ins Spiel gebrachtes Staatsbegräbnis für Milosevic für „absolut unangemessen angesichts der Rolle, die Milosevic in der jüngsten serbischen Geschichte gespielt hat“.

Milosevic war Schlüsselfigur der Balkankriege. Ihm drohte lebenslange Haft wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er stand seit Februar 2002 in Den Haag vor Gericht.

Leprosy drug in Milosevic’s blood
Milosevic feared he was being poisoned: Lawyer
Excerpt: U.N. Official: Milosevic Had Heart Attack

weird world

Cheney schießt nach hinten

Harald Haack – Vorsicht: US-Vitzepräsident Cheney schießt nach hinten. Während andere Jäger ihre Waffen auf Wachteln richteten, schoß Dick Cheney dem 78-jährigen Harry Whittington mit seiner Schrotflinte in die rechte Wange, dem Hals und dem Brustkorb. Aber, so ein Sprecher der Klinik, in die Whittington auf Weisung eines für Cheney bereitstehenden Arztes eingeliefert worden war, sein Zustand sei „stabil“ und es ginge ihm „gut“.


Damit schoss er nach hinten: Dick Cheney zeigt seine Flinte


Während andere angeln, schießt Dick Cheney sogar auf Fische

Zu dem Jagdunfall war es gekommen, weil sich Whittington angeblich von hinten Cheney genähert habe, ohne auf sich aufmerksam zu machen, sagte die Besitzerin der Ranch, auf deren Gelände die Jagd stattfand, Katherine Armstrong. Der Vizepräsident habe ihn nicht gesehen. Als dann ein Vogel aufflog und von Cheney ins Visier genommen wurde, sei der 78-Jährige in die Schusslinie geraten. Ob Cheney auch auf Whittigton geschossen hätte, wenn dieser auf sich aufmerksam gemacht und damit den Vogel verscheucht hätte, wurde nicht bekannt. Whittingtons Anwalt wie auch ein dritter, nicht namentlich genannter Jäger befanden sich auf der Wachteljagd. Die orangefarbene Weste, die Whittigton wie auch die anderen Jäger trug, hatte ihn nicht vor Cheneys sonderbaren Schießkünsten schützen können.

weird world

Loch im Pariser Ritz-Hotel

Matz Hosan – Wahrscheinlich gibt es ein „Loch“ im Pariser Ritz, der noblen Promi-Absteige. Ein Loch, das betont indiskret Informationen über Hotel-Gäste an die Boulevard-Presse durchrutschen lässt.

Seit das Fotomodel Kate Moss durch ihren Kokain-Konsum für Schlagzeilen sorgte, gilt es gemeinhin als „Skandal-Model“. Dabei ist es kein Geheimnis, dass hauptsächlich unter den Hechten der Boulevard-Presse von London und Paris „Koks“ schon als Frühstücks-Stimulanz konsumiert wird. Und nun, der Droge entwöhnt, ließ es sich von stimulierten und elektrisierten Paparazzi durch Paris jagen.

Dergleichen aber ist nicht neu. Manchmal sollen die verfolgten Opfer sogar dafür bezahlt haben, um Paparazzi auf ihre Fersen zu hetzen.

Am 31. August 1997 verließen Lady Diana und ihr geliebter Freund Dodi al-Fayed das Pariser Ritz und wurden sofort von knipswütigen Fotografen verfolgt. Bei der Verfolgungsjagd kamen beide, Dodi und Diana, in einem Tunnel von Paris ums Leben. Mit ihnen starb der Chauffeur Henri Paul, der, so das Obduktionsergebnis welches die oder den Paparazzi entlastete, unter Medikamenten- und Alkoholeinfluss am Steuer des Mercedes gesessen haben soll. Die schwere Limousine des prominenten Paares zerschellte im Tunnel an der Alma-Brücke, Pfeiler 13, unmittelbar nachdem sie vom leichten Fahrzeug eines Unbekannten geschnitten und abgedrängt wurden. Saß darin ein geldgeiler Presse-Fotograf oder war es jemand, der den Anschein erweckte ein Paparazzi zu sein? Noch heute ermittelt Scotland Yard in diesem Fall und geht Vermutungen nach, bei dem Autounfall 1997 in Paris habe es sich um ein Verbrechen gehandelt. Nach Pressemeldungen wurde zuletzt Prinz Charles vor kurzem von Scotland Yard verhört. Immerhin steht er seit langem in Verdacht, Auftraggeber eines Mordkomplotts zu sein. Kann es sein, dass Dodi und Diana selbst die angeblich lästigen Paparazzi bestellt hatten? Kann es sein, dass ein Hotel-Mitarbeiter diese Information verkauft hatte? Kam es zu einem Unfall, weil jemand den Chauffeur Henri Paul in böser Absicht unter Drogen gesetzt hatte?

Unangenehme Fragen, die sich Ermittler von Scotland Yard ausdenken und nach deren Antworten suchen müssen. Im Fall von Kate Moss aber stinkt die Sache nun so richtig zum Himmel.

Laut der britischen „Sun“, Zynismus und unmenschliche Niederträchtigkeiten zugunsten einträchtiger Verkaufszahlen nie abgeneigt, hatten sich Kate Moss und der Zeitschriftenherausgeber Jean-Yves Lefur am Nachmittag des 26. Januar 2006 auf die von Moss angemietete Suite im vierten Stock des Pariser Ritz-Hotels zurückgezogen. Süffisant hatte das britische Schmierenblatt hinzufügt, dass Moss und Lefur keineswegs auf das „Nicht stören“-Schild an der Tür verzichtet hatten. Gegen acht Uhr Abends habe das Paar das Hotel dann verlassen – sofort gefolgt von einer Meute Fotografen.

Die Pariser Polizei verhalf dem Paar nach einer dramatischen Verfolgungsjagd zur Flucht und stoppte den Straßenverkehr, nachdem es an einer Polizeistation nahe der Champs Elysées gehalten und sich über die Belästigung durch Paparazzi beschwert hatte. Wie hilfreich ein Stau, der von der Polizei wieder einmal verursacht werden musste, doch sein kann!

Übrigens: In der Box-Sport-Kneipe „Zur Ritze“ in Hamburg St. Pauli, gleich neben dem Kontakthof des Eros-Centers an der weltberühmten Reeperbahn, wurde nie geleugnet Verbindungen zum Pariser Ritz zu haben. Im Gegenteil rühmten sich prominente Stammgäste dieses in der Öffentlichkeit als zwielichtig verkannten Lokals, von einem Pariser Public-Relation-Manager, frei nach Tacos Pop-Song, beraten worden zu sein: „Wo auch immer du hingehst, ob im Nadelstreifen oder in Rockefellers Lumpen, eingelocht bist du im Ritz.“

weird world

US-Fernsehprediger sieht in Scharons Erkrankung Strafe Gottes

WASHINGTON – Der umstrittene US-Fernsehprediger Pat Robertson sieht in der schweren Erkrankung des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon eine Strafe Gottes. Der Politiker hätten den Gazastreifen nicht an die Palästinenser übergeben dürfen, sagte Robertson.

„Der Prophet Joel macht es sehr klar, dass Gott eine Feindschaft gegenüber jenen hegt, die „mein Land teilen““, erklärte der erzkonservative Prediger am Donnerstag in seiner Fernsehshow.

Er nannte Scharon, der am Mittwoch einen schweren Schlaganfall erlitten hatte, eine „sehr liebenswerte Person“ und äusserte Betrübnis über den Zustand des Regierungschefs.
Robertson fuhr dann fort:“ Gott sagt jedem Ministerpräsidenten von Israel, der entscheidet, das Land zu zerteilen und wegzugeben, „nein, dies ist meines“…Gott sagt:“Dieses Land gehört mir. Du lässt besser die Finger davon.“

Der israelische Botschafter in den USA, Danny Ajalon, nannte Robertsons Auftritt „äusserst empörend“. „Ich würde so etwas von Leuten wie Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Iran erwarten, ich würde es nicht von einem unserer Freunde erwarten“, sagte Ajalon dem US-Fernsehsender CNN.
Robertson ist für seine masslosen verbalen Ausfälle bekannt. Im August hatte er gesagt, die USA sollten den venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez ermorden. Später entschuldigte er sich dafür.

Den Wählern einer Stadt in Pennsylvania, die mit dem Auswechseln des Schulausschusses der Lehre des Kreationismus im Unterricht einen Riegel vorgeschoben hatte, prophezeite Robertson, sie habe im Falle einer Naturkatastrophe keine Hilfe von Gott zu erwarten.

weird world

Explosion eines UFOs auf dem Mond

Harald Haack – NASA-Wissenschaftler wurden am 7. November 2005 von einer Explosion auf dem Mond überrascht. Beweise für den Einschlag eines Meteors fehlen. Die Explosion könnte auch von einem Raumschiff stammen. Dennoch vermutet die NASA einen Zusammenhang mit einem Tauriden, eines dem Trauriden-Schwarm zugehörigen Meteor-Brockens, weil die Tauriden die Bahnen von Erde und Mond Ende Oktober und Anfang November kreuzen. Weitere Fakten hat die NASA nicht.

Im Mare Imbrium, im „See des Regens“, sei das Objekt eingeschlagen oder explodiert, mit einer Kraft von 70 kg TNT, gab die NASA erst am 23. Dezember 2005 bekannt. Das Mare Imbrium befindet sich im nördlichen, der Erde zugewandten Teil des Mondes, in relativer Nähe der Landeplätze der Apollo-Missionen.

Der rote Punkt markiert die Einschlagstelle des UFOs
Foto: NASA/MSFC/Bill Cooke

Die Einleitung der Geschichte dieser Beobachtung erinnert an Geschichten über Begegnungen mit der Dritten Art, mit so genannten UFOs, mit unbekannten Flugobjekten: Sie hätten gerade ein neues Teleskop und eine Videokamera zur Beobachtung von lunaren Meteoreinschläge installiert, erklären NASA-Wissenschaftler Rob Suggs und Wes Swift, und schon in der ersten Nacht hätten sie diese Explosion aufzeichnen können.

Seltsam ist bei dieser am 7. November beobachteten Explosion, dass es kurz vorher einen langgezogenen Blitz gab, wie man ihn vom in der Erdatmosphäre verglühenden Sternschnuppen her kennt. Doch der Mond besitzt keine Lufthülle, die einen Meteor oder einen anderen Himmelskörper kurzzeitig von glühendem Plasma umhüllen könnte.


Seltsamer, langezogener Lichtblitz unmittelbar vor der lunaren Explosion. Foto: Wes Swift/NASA

Ob es jedoch wirklich ein Taurid war, könnten vielleicht nur Untersuchungen direkt an der Einschlagstelle klären. Doch so schnell wird kein Astronaut zum Mond kommen, um im statisch aufgeladenen Mondstaub nach Trümmerteilen eines Raumschiffes oder Resten eines Metoriten suchen zu können.

Theoretisch könnte es sich um ein Raumschiff irdischer Herkunft handeln, eine jener Sonden, die von der Menschheit des 20. Jahrhunderts ins All geschossen wurde und schon bald nach dem Start verloren ging. In weiten elliptischen Bahnen wird die verlorene Sonde durch die Galaxis gewandert sein, immer wieder Erde und Mond besuchend, um letztendlich auf den Mond zu stürzen.

Aliens werden sicherlich nicht so dumm sein, eine weite Reise durchs All zu machen, um dann über dem Mond abzustürzen.


Frame 1 zwecks Analyse in verschobenen Farbkurven. Der langgezogene Blitz scheint auf einen elektronischen Fehler zu beruhen: Ein so genannter „Smear“, wie er in analogen Videokameras bei extrem hellen, punktartigen Lichtquellen entsteht. Auffällig auch die konzentrischen Ringe um den Blitz.


Ausschnitt aus Frame 2 nach mehreren bildanalytischen Schritten. Das Ergebnis zeigt die Phase des Verglimmens der Explosion. Noch zu erkennen: Der horizontale Smear. Eigenartig ist jedoch die Form der beleuchteten Stelle sowie die Schlangenlinie unterhalb des weißen Flecks. Grün dargestellt: wahrscheinlich Plasma oder hochgeschleudertes Material.

weird world

Südkoreas Klonpionier fälschte Forschungsarbeiten

Seoul – Der südkoreanische Klonpionier Hwang Woo Suk hat nach Angaben seiner Universität seine als bahnbrechend gefeierten Arbeiten in der Stammzellforschung grossteils manipuliert.

Nach einem Bericht einer neunköpfigen Untersuchungskommission der Nationaluniversität in Seoul waren neun von elf Stammzellkulturen eine vorsätzliche Fälschung. Lediglich zwei Stammzelllinien hätten zum Stichtag 15. März existiert, als die wissenschaftliche Arbeit Hwangs dem Fachjournal „Science“ vorgelegt worden sei.

Die Überprüfung der Arbeiten von Hwang habe ergeben, dass es sich nicht um einfache Fehler, sondern um absichtliche Manipulationen gehandelt habe, hiess es im vorläufigen Untersuchungsbericht. Hwang trage eine grosse Verantwortung, auch wenn das Ausmass seiner direkten Beteiligung an den Manipulationen noch unklar sei.

Hwang hatte in einer wissenschaftlichen Publikation behauptet, die elf Stammzellenlinien seien genetisch identisch mit ihren Spendern. Hwang und sein Team hatten erklärt, Stammzellenlinien aus geklonten menschlichen Zellen gewonnen zu haben.

Die Erzeugung von geklonten Stammzellen mit dem Erbgut kranker Menschen wurde als ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer möglichen Anwendung des therapeutischen Klonens für künftige Therapien bewertet.

Die Seouler Nationaluniversität, an der Hwang arbeitet, hatte eine Expertenkommission zur Untersuchung der Stammzellforschung Hwangs eingesetzt. Der Wissenschaftler, der bereits im November wegen der Verwendung umstrittener Stammzellspenden in die Kritik geraten war, hatte selbst um die Überprüfung gebeten.

Auch ein ehemaliger Mitarbeiter Hwangs hatte im koreanischen Fernsehen behauptet, dass es sich bei neun der elf in „Science“ beschriebenen Stammzellkulturen um Fälschungen gehandelt habe. Die Echtheit der beiden anderen sei zweifelhaft, sagte Roh Sung Il vom MizMedi-Krankenhaus, das Hwangs Team mit Eizellspenden versorgt hatte.

Hwang selbst habe ihm gegenüber die Manipulation von Daten für die Publikation in „Science“ eingestanden. Im vergangenen Jahr war es Hwangs Team als erstem in der Welt gelungen, einen menschlichen Embryo zu klonen und daraus Stammzellen zu gewinnen.

weird world

Elitäre Knochenmänner und geheimnisvolle, prominente Totenschädel

Harald Haack – Man stelle sich vor: Da veranstaltet eine Horde Okkultisten auf Autobahnrastplätzen allnächtlich Totenzeremonien. Hierzu werden die Knochen Verstorbener verwendet, die zuvor aus Gräbern geraubt wurden. Am nächsten Morgen findet die Polizei die einfach weggeworfenen Schädel- und Knochenbruchstücke.

Ein solches Krimi-Szenario beschreibt der Anthropologe Herbert Ullrich eingangs in seinem Buch „Schädel-Schicksale historischer Persönlichkeiten“. An der Humboldt-Universität beschäftigt er sich mit Fragen der Evolution des Menschen und mit der Untersuchung von Skeletten historischer Persönlichkeiten. Seine Okkultisten existierten allerdings in einer Zeit, als es noch keine Autobahnen gab, als späte Urmenschen – Homo Erectus – vor 500.000 Jahre durch die Landschaft schlurften.

Doch was Ullrich in seinem Buch als Begründung für einen Schädelkult der vergangenen Jahrhunderte anführt, ist keineswegs Vergangenheit. Darüber schreibt er leider nicht. Das hätte sicherlich den Rahmen seines Buches gesprengt. Besonders Schädel werden heutzutage noch und immer wieder aus Gräbern geraubt, für okkultistische Handlungen missbraucht oder als „Schatz“ einer geheimen Bruderschaft versteckt und gehütet. Diese Bruderschaft nennt sich „Skull and Bones“. US-Präsident George W. Bush ist eines ihrer prominentesten Mitglieder.

Knochenmänner im Weißen Haus
Skull & Bones (englisch: Schädel und Knochen) ist unter vielen Namen bekannt. Sie nennen sich auch „The Order of death“ (Orden des Todes) und „The Eulogian Club“ (Der Eulogianische Club) oder „Loge 322“. In der Öffentlichkeit tritt der Geheimbund als „Russel Trust Association“ auf. Seine Mitglieder rekrutiert er ausschließlich an der Yale-Universität, an der George W. Bush studiert hat.

So verwundert es wohl nicht, dass nicht weniger als elf Mitglieder aus den höheren Regierungsorganen der ersten Amtszeit George W. Bushs auch Mitglied bei Skull & Bones sind. Seine Mitgliedschaft, seit 1968, wurde in Mitgliederlisten bestätigt, die in Zeitungen publiziert und in der Yale-Bibliothek aufbewahrt werden.

Wen hindert es diese Mitgliedschaft Bushs bei Skull & Bones als kriminelle Vereinigung anzusehen? Immerhin zählt besonders Grabraub zu jenen Delikten, mit der die Bruderschaft bekannt geworden ist. Skull & Bones weiß angeblich von allen Verbrechen der Mitglieder, da diese sich ihre Verbrechen untereinander einzugestehen haben, hält diese aber geheim. Nichts kann aber so geheim gehalten werden, dass nicht irgendeine menschliche Seele das Bedürfnis hätte irgendwann etwas auszuplaudern.

Bushs Großvater – ein Leichenfledderer und Grabräuber?
Bekannt wurde ein Grabraub, der wohl durch Yale-Publikationen zu einem Gerücht mutierte: In jener Gruft, in der sich Skull & Bones zu ihren Zeremonien und Besprechungen treffen, soll, laut Zeugen, unter vielen menschlichen Gebeinen der Schädel von Gokhlayeh alias Geronimo, der Kriegshäuptling und Schamane einer Gruppe der Bedonkohe-Inde (Apachen), liegen. Dies veranlasste den Apache-Indianer und Aktivisten „chief“ Ned Anderson, bei den US-Behörden zu ersuchen, einen DNS-Test von einer Probe des Schädels durchführen zu lassen. Zu dem Test sei es laut Wikipedia nicht gekommen, doch immer mehr Gerüchte tauchten auf. Ob sie üble Nachrede sind oder auf Wahrheit beruhen, konnte bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden. Immerhin wurden Untersuchungen verhindert, und das FBI lehnte es ab „sich in den Streit einzumischen“ und setzte Anderson unter Druck, damit dieser seine Belege „überdenke“.


Ölgemälde eines unbekannten Künstlers nach einem in der Yale-Bibliothek aufbewahrten Foto. Zu Gruppenbildern treffen sich regelmäßig 15 Skull & Bones-„Knochenmänner“. Posiert wird jeweils in der gleichen, Jahrzehnte alten Weise, mit menschlichen Knochen und einer alten Standuhr, der Zeiger auf 8 Uhr gestellt werden.

Wie Wikipedia kolportiert, soll der Großvater von George W. Bush, Prescott Sheldon Bush, als Yale-Student Skull & Bones-Mitglied seit 1917 und später Senator von Connecticut, im Jahre 1918 den Schädel aus dem Fort Sill bei Oklahoma eigenhändig zusammen mit zwei Mitstudenten ausgegraben und ihn als Geschenk für die Skull & Bones präsentiert haben. Wikipedia: „Anderson behauptete anschließend – mit verschiedenen Beweisen -, dass er sich mit Jonathan Bush getroffen habe, dem Bruder des Vize-Präsidenten George H. W. Bush, der ihm den berüchtigten Schädel gezeigt habe. Der Schädel sei unwahrscheinlich klein gewesen, und er schien von einem Kind zu stammen. Anderson veröffentlichte die Begebenheiten des Treffens, fügte aber die Bemerkung hinzu, dass es sich nicht um den Schädel aus der Skull & Bones-Bruderschaft handele.“


Nicht fern der Realität: Szenen aus dem Hollywood-Movie „The Skulls“, Treffen der Knochenmänner in ihrer Gruft. Der in die Wand eingravierte Schriftzug „War“ (Krieg) soll in der Gruft der Skull & Bones tatsächlich existieren. Foto: newmarket films/UNIVERSAL Studios.

Skull & Bones soll seinen Ursprung in Deutschland haben:
William Huntington Russel, der Mitbegründer des Geheimbundes hielt sich für ein Jahr, von 1831 bis 1832, in Deutschland auf. Mutmaßlich wurde er damals in eine Geheimgesellschaft aufgenommen, die in ihrem Emblem die Symbole von Schädel und Knochen führte. Sowohl bei Skull & Bones findet das Symbol einer Eule Verwendung, als auch bei den Illuminaten. Einbrecher, die in die Gruft von Skull & Bones einbrachen, wie auch jene Mitglieder, die sich unzufrieden über ihre Erfahrung bei Skull & Bones äußern wollten, beschreiben viele Bilder, die in der Gruft hängen und mit deutscher Sprache und Thematik versehen sind; beispielsweise: „Wer war der Thor, wer Weiser, / wer war Bettler, wer Kaiser? / Ob arm, ob reich, / im Tode gleich.“ Gruft-Eingeweihte bestätigten, dass bei Skull & Bones-Treffen gelegentlich deutsche Lieder gesungen werden, darunter auch die deutsche Nationalhymne, aber mit einem anderen Text. An den Wänden sollen auch eingemeißelte Verse, Bilder von Schädeln zu sehen und verschiedene Alltagsgegenstände angebracht sein, bis hin zu dem einst angeblich von Adolf Hitler verwendeten silbernen Besteck.

Auch in Europa kullerten Totenschädel durchs Land
Unklarheiten über die Herkunft von menschlichen Schädeln, die historischen Persönlichkeiten zugeschrieben werden, haben wohl den Berliner Anthropologen Herbert Ullrich veranlasst, sein Buch zu schreiben. Da es im „Alten Europa“ genügend Schädelfunde gab, denen teilweise abenteuerliche Reisen nachgesagt werden, brauchte sich Ullrich nicht um die geheimen Spielchen der amerikanischen „Grufties“ zu kümmern. Viele der Schädelschicksale, über die er schreibt, sind zudem in Deutschland angesiedelt. Goethes Schädel zählt dazu wie auch die beiden Schädel von Schiller, die dem Dichter kurioserweise zugeschrieben werden. Übrigens: Beide, Goethe und Schiller, waren Mitglieder in Geheimbünden; die aber sollen wesentlich gemäßigter und rechtschaffener als Skull & Bones gewesen sein sollen und sie hatten sich den Frieden zum Ziel gesetzt. Die Knochenmänner von Skull & Bones verherrlichen dagegen den Krieg, der deren höchstes Ziel ist. George W. Bush richtet sich offenbar strikt nach den Regeln dieses faschistoid organisierten Geheimbundes. Wenn auch er wiederholt das Wort „Demokratie“ auszusprechen versucht, will er sicherlich etwas anderes sagen, und er sagt es auch: Krieg.

Herbert Ullrich hat seine Geschichten über die Schädelschicksale hiesiger, historischer Persönlichkeit gut gegliedert. Die toten Prominenten finden sich in
Komponisten und Maler;
Dichter und Denker;
Philosophen und Gelehrte;
Heilige und Geistliche;
Ritter und Hoffräulein;
Feldherren und Admirale;
Adlige und Bürger;
Fürsten und Grafen;
Kaiser und Könige;
Großfürsten und Zaren.

Nicht alle Illustrationen und Fotos sind so gruselig wie Beethovens Schädel, fotografiert anlässlich der Exhumierung im Jahre 1863. Oder der Schädel von Robert the Bruce, der von 1274 bis 1329 lebte und von der Lebra gezeichnet wurde, weshalb sein Schädel typische Deformationen aufweist. Als sehr sonderbar aber wirkt dagegen der Schädel von Thomas Hasler „aus dem Jahre 1876 mit monströsen Auftreibungen, vor allem des Unterkiefers“. Was muss dieser als „Riese vom Tegernsee“ bekannt gewordene Bauernjunge einst gelitten haben!

Wie Ullrich schreibt, gab es nach dem Tod von Thomas Hasler zwei Untersuchungen, nach dessen Tod eine Obduktion mit anschließender Präparation des Skeletts unter Leitung des Pathologen von Buhl und in „jüngster Zeit“ Untersuchungen des Skeletts von dem Münchener Pathologen Nerlich, dem Anthropologen Parsche, dem Radiologen Vogl und dem Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten Pirsig, wobei moderne Diagnostik-Technik eingesetzt wurde.


Der von Hyperostose verwachsene Schädel von Thomas Hasler und eine Gesichtsnachbildung – beide Abbildungen aus „Schädel-Schicksale historischer Persönlichkeiten“ von Herbert Ullrich, Verlag Dr. Friedrich Pfeil, München.

Leben und Leid von Thomas Hasler
Thomas Hasler wurde 1851 bei Gmund am Tegernsee geboren. Bis zu seinem 9. Lebensjahr gab es keinerlei Anzeichen einer Krankheit. Er entwickelte sich, so die Überlieferung laut Ullrich, körperlich und geistig normal. Und dann traf ihn der Schlag – der Schlag eines Pferdehufes, im Gesicht an der linken Wange. Von diesem Unglück an soll er sehr schnell gewachsen sein. Weil er als 11-jähriger mit seiner Körpergröße von 1,52 m „in keine der damals üblichen, fest mit dem Pult verbundenen Schulbänke mehr passte“, entließ man ihn aus der Schule.

Herbert Ullrich erwähnt zwei Anekdoten, in der die Riesenkräfte des jungen Thomas Hasler demonstriert werden. So soll er beim Wettkegeln durch besonders kräftige Kegelwürfe aufgefallen sein, womit jedes Mal die hölzernen Kegel zersplitterten. Dies führte dazu, dass man ihn künftig vom Kegeln ausschloss.

Mit zunehmendem Alter kam es zu einer Verformung des gesamten Kopfes. Seine Haut verfärbte sich und wurde fahl. Er wurde menschenscheu und zog sich auf den Scheunenboden des elterlichen Bauernhofes zurück. Nachdem ihm eines Tages im Jahre 1876 plötzlich die Luft wegblieb, starb er 155 Kilo schwer und 2,35 m groß.

Wie jüngste Untersuchungen ergaben, muss Thomas Hasler aufgrund von knöchernen Verwachsungen auf dem rechten Ohr taub gewesen sein, sein linkes Auge sei wahrscheinlich blind gewesen und sein rechtes Auge war durch knöcherne Auftreibung erheblich eingeschränkt. Ständig sollen ihm Tränen über die linke Wange geflossen sein, verursacht durch eine Tränengangsverengung. Seine Nasenatmung wurde ihm erschwert, weil die linke Nasenhälfte durch Knochen komplett verschlossen war; vermutlich funktionierte sein Geruchssinn nicht. Arthrose, eine verschleißbedingte Gelenkerkrankung, hatte seine beiden Kieferngelenke verändert und asymmetrisch verschoben, was ihm Schmerzen beim Kauen verursachte. Neben Schluckbeschwerden hatte er vermutlich auch an Sprachstörungen gelitten und während des Schlafes laut geschnarcht.

Medizinische Desinformation als wissenschaftliche Erkenntnis
Wie Ullrich berichtet, ergaben die Befunde der jüngsten Untersuchung des Skeletts von Thomas Hasler zwei voneinander unabhängige Krankheiten, an denen der Riese gelitten haben muss. Nach den Erkenntnissen der „modernen Ärzte“ habe ein Wachstumshormon produzierender Tumor der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) den Riesenwuchs (juveniler Gigantismus) verursacht; der in früherer Zeit mit dem Riesenwuchs in Verbindung gebrachte Hufschlag sei dagegen als Ursache auszuschließen, und die monströsen Knochenverdickungen des Schädels seien auf eine fibröse Dysplasie, eine angeborene Knochenkrankheit, zurückzuführen. Hatte Herbert Ullrich das Leid Haslers zuvor noch als „zwei voneinander unabhängige Krankheiten“ beschrieben, stellt er abschließend fest: „Sehr wahrscheinlich sind beide Krankheiten auf einen gemeinsamen Gendefekt(Defekt des G-Proteins) zurückzuführen.“

Offenbar war er sich als Anthropologe nicht bewusst, dass er damit in eine Art Wespennest von medizinischen Desinformationen getreten war. Die Genetik wird von der Pharmaindustrie als äußerst lukrativ angesehen und die meisten Mediziner erhalten ihre neuesten „Fachinformation“ im Gefolge von neuen, kostenlos verteilten Medikamenten, die sie an ihren Patienten ausprobieren dürfen, als Desinformation der Pharmaindustrie, die negative Aspekte verschweigt. Der Begriff „G-Protein“ geistert seit einigen Jahren durch die medizinische Landschaft. Wenn man nach der Kausalität einer Erkrankung sucht, dann muss häufig – laut Pharmakologen-Stammtischwissen – das G-Protein dafür herhalten. Zu den umsatzstärksten Medikamenten, die auf G-Protein gekoppelte Rezeptoren wirken, zählen Betablocker, Neuroleptika und Antihistaminika. Von Betablockern wurde kürzlich bekannt, dass sie keineswegs das Leben von Herzpatienten verlängern, sondern in den meisten Fällen verkürzen. Laut der Neuen Zürchner Zeitung ereigneten sich vermehrt Todesfälle, die auf die Einnahme von Betablockern zurückzuführen sind. Die Pharmaindustrie, die einen Grossteil der klinischen Forschung finanziere, habe mangelndes Interesse an pharmakogenetische Untersuchungen, wie der Kardiologe Helmut Drexler von der Medizinischen Hochschule in Hannover „in einem Gespräch“ beklagte. Denn bei solchen Studien könne sich herausstellen, dass ein Medikament nicht allen Betroffenen nütze und folglich seltener verschrieben werden dürfe.

Die Forensiker, die sich mit den Knochen von Thomas Hasler vertraut gemacht hatten, schlossen aus, dass der Hufschlag die Tumorbildung verursacht habe. Doch neuere medizinische Erkenntnisse widersprechen dieser Annahme. Wahrscheinklich hat der Schlag zu Beschädigungen der Halswirbelnerven geführt, was nitrosativen Stress auslöste, woraufhin, da damals keine Therapie erfolgte, es nur eine Frage der Zeit war, wann es zu irreversiblen Genschäden und damit zur Tumorbildung kam. Aber das erwähnt Herbert Ullrich leider nicht in seinem Buch, das sicherlich ein ganz netter Schmöker sein könnte, wenn nicht der Verlag ein zweispaltiges Layout mit kleiner Schrift gewählt hätte.

Als höchst unangenehm macht sich die Wahl des glatten Papiers bemerkbar: Es dünstet unablässig toxische Lösemittel aus, die beim Recyceln vom Altpapier zum Herunterwaschen alter Druckerfarbe eingesetzt werden. Solche Recycel-Papiere werden den Druckereien und Verlagen als „umweltfreundlich“ angedreht, weil vorgeblich keine neuen Bäume zur Papierherstellung gefällt werden müssen. Doch solche Papiere sind alles andere als umweltfreundlich, wie das Beispiel des wohl größten Papierrecyclers Europas in der schwedischen Stadt Falun gezeigt hat. Durch den Einsatz der Lösemittel setzte rund um die Stadt weitläufig ein Baumsterben und Versauern der Seen ein. Was solchermaßen Baumsterben verursacht, greift aber auch in die Gesundheit von Menschen ein und schädigt diese nachhaltig. So gesehen trägt das vom Verlag Dr. Friedrich Pfeil herausgebende Buch von Herbert Ullrich zur Bildung von neuen Totenschädeln bei. Es ist nicht nur eine Frage der Zeit, wann wir Leser sterben. Nicht nur chemikalien-empfindlichen Lesern sei daher ein wirksamer Atemschutz bei der Lektüre des Buches empfohlen.

Skull & Bones
Geschichtsschreiber Bush
G-Protein
Betablocker nützen nicht allen

Literatur:
Zur Praxisrelevanz von nitrosativem Stress, Bodo Kuklinski,
umwelt-medizin-gesellschaft 2/2005
Schädel-Schicksale historischer Persönlichkeiten, Herbert Ullrich, Verlag Dr. Friedrich-Pfeil, München, ISBN 3-89937-055-4

DVD-Empfehlung:
„The Skulls“, Thriller/Drama, USA/Kanada.
Buch: John Pogue, Regie: Rob Cohen – newmarket films/Universal Studios.
Inhalt: Zwei Studenten treten einem Geheimbund an der Universität Yale bei. Als einer der beiden ermordet wird, wird dem anderen schnell klar, dass er sich für mehr verpflichtet hat, als ihm eigentlich lieb war…

Dieser Artikel erschien in NewsBattery Nr. 2