Krieg

Spendenstatistik beweist: US-Truppen offenbar kriegsmüde

World Content News – Der vierteljährlich in den USA erscheinende Campaign Finance Report, der die Rechenschaft über die geleisteten Wahlkampfspenden ausweist, hat heftige Diskussionen ausgelöst, als bekannt wurde, dass 70.6% aller Spenden die aus dem militärischen Umfeld an die Präsidentschaftskandidaten flossen, denjenigen Bewerbern zugute kamen, die sich für ein Ende des Irakkrieges einsetzen. In Führung liegt der Republikaner Ron Paul mit über ein Viertel der Zuwendungen. Paul ist der einzige Bewerber in seinen Reihen, der sich offen dafür einsetzt: „Bring the boys home!“

Tabelle: Spenden von Militärs – Prozentuale Zuwendungen an die US-Präsidentschaftskandidaten, Stand Juli 2007

Pro Truppenabzug:
Ron Paul REP 26.23%
Barack Obama DEM 24.02%
Hillary Clinton DEM 11.08%
Bill Richardson DEM 5.59%
John Edwards DEM 2.63%
Joe Biden DEM 0.84%
Mike Gravel DEM 0.16%
Dennis Kucinich DEM 0.05%
Chris Dodd DEM 0%
Gegen Truppenabzug:
John McCain REP 18.31%
Mitt Romney REP 4.05%
Rudy Giuliani REP 2.44%
Mike Huckabee REP 1.84%
Tom Tancredo REP 1.63%
Duncan Hunter REP 1.05%
Sam Brownback REP 0.07%

Kritiker wenden ein, die Summe der Spenden, die aus den Reihen der Militärs flossen, sei mit 95.177 Dollar lächerlich gering angesichts des Millionenbudgets. Nun – wenn man es so sieht: Insgesamt liegen die Demokraten Obama (33,1 Mio) und Clinton (27,0 Mio) an der Spitze der Geldeintreiber, gefolgt von den Republikanern Romney (21 Mio), Giuliani (17,6 Mio) und McCain (11,6 Mio). Der von den Militärs favorisierte Ron Paul muss sich derzeit noch mit mageren 2,3 Mio begnügen.

Quellen:
Campaign Finance Reports and data (fec.gov, 22.07.2007)

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