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Nelson Mandelas Geburtstag – Ein Nachtrag


Dr. Alexander von Paleske – — 19.7. 2008 — Im Nachgang zu unserem Geburtstagartikel noch ein paar Anekdoten, die ich in der südafrikanischen Presse fand, und die oft mehr aussagen über diese Ikone, als langatmige Artikel.

Im südafrikanischen Parlament nannte Mandela einst die Oppositionspartei „Demokratische Allianz“ eine Micky Mouse Partei, worauf der damalige Oppositionsführer Leon schlagfertig erwiderte „Dann arbeite ich offensichtlich für Goofy“

Einige Zeit später, als Tony Leon nach einer Herz-Op im Krankenhaus lag, liess es sich Nelson Mandela nicht nehmen, ihn dort zu besuchen. Er klopfte an die Tür und meldete sich mit „Hallo Micky, hier ist Goofy“

Bei Banketten, sehr zum Verdruss seiner Leibwächter, bestand er darauf, alle Bediensteten mit Handschlag zu begrüssen.

Als er eine Reihe von Staatsoberhäuptern auf dem Flughafen von Zeerust begrüsste, da war extreme Sicherheit angeordnet worden.
Scharfschützen waren rund um den Flughafen postiert, Nelson Mandela steuerte nach Verlassen des Flughafens zielgerichtet auf einen der hinter einem Busch versteckten Scharfschützen zu, um ihn mit Handschlag zu begrüssen und ihm für seine Dienste zu danken.

Als er einer Einladung an die Universität von Oxford nachkam, war als Überraschung ein Gospelchor engagiert worden. Mandela, stand auf, als der Gospelchor sang und tanzte, ihm folgten die stocksteifen englischen Professoren, und tanzten ebenfalls.

Und zum Schluss keine Anekdote, sondern seine abschliessenden Bemerkungen in seinem Buch „Long Walk to Freedom“

I can rest only for a moment, for with freedom come
responsibilities and I dare not to linger for my long walk to
freedom is not yet
ended”

Unnötig zu sagen, dass der amerikanische Präsident G.W. Bush nicht bereit war, Anrufe von Mandela, Gegner des Irakkriegs, entgegenzunehmen, als der Einmarsch in den Irak bevorstand. Und auch bei seinem Besuch in Südafrika vor zwei Jahren bestand er darauf, nicht mit Mandela zusammenzutreffen.

linkEine Ikone wird 90 – Nelson Mandela feiert Geburtstag</a

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Eine Ikone wird 90 – Nelson Mandela feiert Geburtstag

Dr. Alexander von Paleske —– 17.7. 2008 — Morgen, am 18. Juli, wird Nelson Mandela, der erste aus demokratischen Wahlen hervorgegangene Präsident Südafrikas, 90 Jahre alt. Mit den Glückwünschen zum Geburtstag verbinden sich Hoffnungen auf noch viele Jahre in guter Gesundheit.

Rückblick
Als Nelson Mandela 1990 aus dem Gefängnis nach 27 Jahren entlassen wurde, da war Südafrika eine gespaltene Gesellschaft.

Ich besuchte damals gerade das Land mit meiner Familie und gleich am Flughafen in Johannesburg hatten wir das Glück, auf Nelson Mandela zu treffen, er kam gerade von einem zu seinen Ehren veranstalteten Konzert in London zurück. Am Flughafenausgang wartete Winnie Mandela mit einigen ANC Leuten, neben mir stand eine weisse Frau mit ihrem etwa 10- jährigen Sohn. Der rief ganz aufgeregt „Da kommt Nelson Mandela“ woaruf seine Mutter schimpfte „halt den Mund, wir warten auf unsere Grossmutter“.

Der Hass Schwarz gegen Weiss nach fast 40 Jahren Apartheid und brutaler Unterdrückung war überall zu spüren, ebenso die Verachtung und der Hass Weiss gegen Schwarz. Nicht nur die professionellen Untergangspropheten sahen einen Bürgerkrieg voraus.

Es kam alles anders.
Es war Nelson Mandelas konsequente und glaubwürdig verfolgte Versöhnungspolitik, die zur Entwaffnung aller zum Bürgerkrieg Bereiten führte.

Eine zentrale Rolle spielte dabei die von Erzbischof Desmond Tutu geleitete Wahrheitskommission, welche die Verbrechen der Apartheidzeit aufarbeitete, die Opfer bzw. deren Angehörige zu Wort kommen liess und den Tätern bei voller Offenlegung mit der Begnadigung winkte.

Schliesslich soll auch der Rugby-Worldcup im Jahre 1995 nicht vergessen werden, für das weisse Südafrika ein ganz zentrales Ereignis, bei dem Südafrikas Mannschaft alles was in der Welt im Rugby Rang und Namen hatte, an die Wand spielte, nachdem der Sportsboykott mit dem Amtsantritt Mandelas aufgehoben worden war. Nelson Mandela überreichte den Cup im Trikot der Springboks und hatte das weisse Südafrika auf seiner Seite.

Nelsons Mandelas Regierungszeit ist keinesweg ohne Fehler gewesen, und er ist, wie seine Frau Graca Machel immer wieder betont, kein Heiliger. Sein grösster Fehler war sicherlich, die HIV-Aids-Seuche nicht ernst genug genommen zu haben.
Er hat dies jetzt mit seiner Aktion 46664, seiner Nummer als Gefängnisinsasse, nachgeholt.

Aber er hat das scheinbar Unmögliche möglich gemacht und einen Heilungsprozess in in einer heillos gespaltenen und zu äusserster Gewalt bereiten Gesellschaft angeheizt noch durch politische Morde wie den an Chris Hani, ermöglicht. Und es war Nelson Mandela, der dies schaffen konnte.

Gerade an seinem Nachfolger Thabo Mbeki, der im Amt des Staatspräsidenten so jämmerlich versagt hat, obgleich Nelson Mandela die grössten Felsbrocken auf dem Weg in das neue Südafrika bereits aus dem Wege geräumt hatte, zeigt sich noch einmal die überragende Persönlichkeit des ersten Präsidenten.

Prinzipienfestigkeit und Respekt
Wenn man die Stärken dieser aussergewöhnlichen Persönlichkeit zusammenfassen will, dann ist es neben seiner Prinzipienfestigkeit vor allem der Respekt, den er jeden spüren lässt, ganz gleich, ob es sich um den Papst oder um einen einfachen Townshipbewohner handelt. Nicht das Einfordern, sondern das Zeigen von Respekt, nicht das Nehmen, sondern das Geben.

linkNelson Mandelas Geburtstag – Ein Nachtrag
linkSüdafrika: Der politische Bankrott des Präsidenten Mbeki</a
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Simbabwe: Erfolg des Terrors, Mugabe bleibt Praesident
Simbabwe: Mugabes Terrorkampagne erreicht neuen Höhepunkt

linkSimbabwe: Mugabe plant Terrorwahlkampf
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linkThabo Mbeki – das politische Ende rueckt naeher
linkSimbabwe: Erfolg des Terrors, Mugabe bleibt Präsident</a

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Simbabwe: Regierung verteilt gestohlene Nahrungsmittel

Dr. Alexander von Paleske – Gestern hat die Regierung Simbabwes mit grossem Trara verkündet, dass nun Nahrungsmittelpakete an die hungernde Bevölkerung verteilt werden sollen, die Speiseöl, Zucker und Maismehl enthalten.
Nachdem es die Regierung Mugabe bisher nicht geschafft hat, die Bevölkerung mit ausreichender Nahrung zu versorgen, stellt sich die Frage, woher auf einmal und warum nicht schon früher?
Die Antwort findet sich in geplünderten Lagerhäusern, wo Nahrungsmittel fuer Nichtregierungsorganisationen gelagert waren. Diese NGO’s versorgten schon seit geraumer Zeit vorwiegend die Landbevölkerung mit Nahrung. Während des Wahlkampfterrors hinderte die Regierung Mugabe diese Organisationen an ihrer Tätigkeit.. Die Nahrung wurde seinerzeit für die NGO’s von Privatfirmen importiert und dann in den Lagerhäusern vor dem Weitertransport zwischengelagert.
Es handelt sich also um einen regierungsamtlichen Diebstahl, der Propagandazwecken dient.
Das Diebesgut wird auch nur für ein kurzes Strohfeuer reichen.

Derweil macht Südfarikas Staatspräsident und Freund Mugabes, Thabo Mbeki, Druck, um die Opposition zur Annahme eines Memorandums zu bewegen, das die offizielle Aufnahme von Koalitionsverhandlungen für eine Regierung der nationalen Einheit zum Ziel hat.

Opposition verlangt Einstellung des Terrors
Die Opposition verlangt als eine wesentliche Vorbedingung die Einstellung der Gewalttätigkeiten gegen die Bevölkerung, die auch nach der Präsidentschaftsstichwahl unvermindert weitergehen.
So wurde uns aus der Stadt Chiredzi im Süden des Landes berichtet, dass nicht nur die Prügelorgien gegen vermutete Anhänger der Oppositionspartei MDC weitergehen,sondern auch die zwei Ärzte im dortigen Distriktkrankenhaus unter Androhung von Strafe angewiesen wurden, die Verletzten nicht zu behandeln.
Dies konnten die Ärzte nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren und behandelten.
Die beiden Ärzte sind nun seit Tagen verschwunden, man muss befürchten, dass sie in eines der von Mugabes Schlägertruippe eingerichteten Straflager verschleppt wurden.Seitdem gibt es keine ärztliche Versorgung mehr in Chiredzi.

Mittlerweile hat die offizielle Inflationsrate 2,2 Millionen Prozent erreicht – Allzeit Weltrekord – die wirkliche Rate liegt bei etwa 10 Millionen Prozent.

linkSimbabwe:Keine demokratische Loesung in Sicht
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Simbabwe – Was folgt auf Scheinstichwahlen?
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Simbabwe: Erfolg des Terrors, Mugabe bleibt Präsident
Simbabwe: Mugabes Terrorkampagne erreicht neuen Höhepunkt
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linkSimbabwe: Die „kenianische Lösung“ rückt näher

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Simbabwe: Keine demokratische Lösung in Sicht

Dr. Alexander von Paleske – „Fortschritt in Bemühungen um demokratische Lösung in Sicht“
So lautet die Ueberschrift zu einem Artikel in der TAZ vom 12.7.
Man möchte sich die Augen reiben. Von welcher Demokratie ist hier die Rede?
Die Oppositionspartei MDC hat die Parlamentswahlen vom 29.3. absolut und die Präsidentschaftswahlen relativ gewonnen, Mugabe hätte bei einer ordnungsgemässen Stichwahl keinerlei Chancen gehabt, diese zu gewinnen. Sein Wahlsieg ist das Resultat eines grausamen Terrorwahlkampfs, der mit den Grundsätzen der Demokratie völlig unvereinbar ist.
Die einzige wirkliche Bewegung in Richtung Demokratie, nämlich die Respektierung des Wählerwillens, koennte bestenfalls dann gegeben sein, wenn Mugabe zurückträte und Morgan Tsvangirai eine Regierung der nationalen Einheit bilden würde. Auch davon kann, jedenfalls zu Zeit, keine Rede sein.

Gespräche über Verhandlungen
Was zur Zeit stattfindet sind Vorgespräche über Verhandlungen die dann zu einer Regierung der nationalen Einheit führen sollen. Dies soll dann so aussehen, dass , Mugabe nicht nur, wenn auch vielleicht für eine begrenzte Zeit, Präsident bleibt , sondern auch Schlüsselministerien wie die für Verteidigung, Landwirtschaft, Minen und Inneres an Mugabes Anhänger fallen.

Diese Verhandlungen, die als Vorverhandlungen in der vergangenen Woche in Südafrika begannen, finden vor dem Hintergrund einer auch nach den Stichwahlen anhaltenden Gewalttätigkeit durch Mugabes Terrorkommandos statt. Politische Erpressung ist ein anderes Wort dafuer.

Simbabwes UN Botschafter droht mit Bürgerkrieg
Der simbabwesche Botschafter bei den Vereinten Nationen, Chidyausiku, drohte vor der Abstimmung im UN Sicherheitsrat in der vergangenen Woche mit Bürgerkrieg, falls Sanktionen gegen Simbabwe beschlossen würden. Die Sanktionsvorlage scheiterte jedoch am Veto Russlands und Chinas und dem Widerstand Südafrikas.
Handelte es sich also nur um eine leere Drohung? Immerhin bedeutet Bürgerkrieg, dass zwei Parteien gegeneinander kämpfen. In Simbabwe terrorisierte Mugabe hingegen mit seinen Schergen bisher allein das wehrlose Volk. Ist nun mit einem Volksaufstand zu rechnen?

Weiter Terror, auch nach den Wahlen
Gehen wir in den Distikt Buhera in der Manicaland-Provinz, um uns ein besseres Bild zu verschaffen. Dort war bis zum Tage der Präsidentschaftsstichwahlen Mugabes der Oberterrorist Joseph Chinotimba unterwegs, um die Landbevölkerung zu „ermuntern“ für den „richtigen“ Kandidaten, also Robert Mugabe, bei der Präsidentschaftsstichwahl zu stimmen. Chinotimba ist ein ehemaliger Hilfpolizist aus der Hauptstadt Harare, der für seine Terroreinsätze vor den Wahlen im Jahren 2002 und 2005 von Mugabe mit mehreren Farmen und einem Landrover „belohnt“ wurde. Von ihm stammt die Äußerung, dass er zwar keine akademischen Qualifikationen besitze, dafür aber eine Qualifikation im Töten.

Oberterrorist Chinotimba weiter unterwegs
Nun ist Chinotimba auch nach den Stichwahlen weiter unterwegs. Er will mittels Verbreitung von Terror den am 29. März für den Distrikt Buhera gewählten Parlamentsabgeordneten der Oppositionspartei MDC, Matinenga, zur Rückgabe seines Mandats zwingen, erklärte er mehrfach der eingeschüchterten Bevölkerung. Und so nimmt pure Gewalt auch weiter ihren Verlauf: Menschen werden verprügelt und getötet. Auch Mugabes Terrorbrigaden, genannt „Green Bomber“ wurden nach der Stichwahl nicht abgezogen,. Sie kampieren weiter, in den ländlichen Gebieten beispielsweise in Birchenough Bridge, wo sie von der Bevölkerung, die selbst unter Hunger leidet, Tag für Tag mit Nahrungsmitteln versorgt werden müssen. Vergewaltigungen seitens dieser Terrorbanden sind an der Tagesordnung und die Polizei weigert sich, Anzeigen gegen die kriminellen Handlungen von Mugabes Schergen entgegen zu nehmen.

Tötung von Oppositionsabgeordneten?
Die regierungskritische Zeitung „The Zimbabwean“ berichtete in ihrer neuesten Ausgabe, dass die Chefs von Polizei und Militär, Augustine Chihuri und Perence Shiri, zusammen mit Mugabes Vertrauten Emmerson Mnangagwa angeblich einen Plan ausgearbeitet haben. Demnach sollen einige Oppositionsabgeordnete getötet werden. Solche Drohungen und Verbrechen dienen als Terror, um weitere Oppositionsabgeordnete entweder ins Exil zu treiben oder sie zu zwingen, sich zu verstecken. Damit wären sie nicht mehr in der Lage, an Parlamentssitzungen teilzunehmen. Erzwingen lassen sich auf diese Weise Nachwahlen für die dann freigewordenen Parlamentssitze, die nach bekannter Terrorisierung dann „überwältigend“ von Mugabes Kandidaten gewonnen würden.Nach simbabweschem Recht verliert ein Abgeordneter automatisch seinen Parlamentssitz, wenn er an 21 Parlamentssitzungen hintereinander nicht teilgenommen hat.

Terror gegen das Volk, aber kein Bürgerkrieg
Um einen Bürgerkrieg geht es Mugabe nicht, vielmehr führt der Diktator einen Krieg gegen seine eigene wehrlose Bevölkerung und nimmt sie Geisel, um in Al Capone Manier die Opposition zu zwingen, sich auf eine „Unterwerfungsregierung der nationalen Einheit“ einzulassen. Als dessen Pate fungiert Mugabes Freund, der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki.

Wirtschaftliche Talfahrt geht weiter
Derweil geht die wirtschaftliche Talfahrt Simbabwes weiter. Ein Laib Brot – falls überhaupt erhältlich – kostet 45 Milliarden Zimbabwe Dollar. In dieser Woche dürfte der Preis auf 100 Millarden steigen.
Der Gouverneur der Zentralbank, Gideon Gono, hat bereits durchblicken lassen, dass er ohne eine Regierung der nationalen Einheit die wirtschaftliche Talfahrt nicht stoppen kann, mit anderen Worten, die Opposotion soll mit ins Boot, um ausländische Kredite zu besorgen.
Mit Demokratie, also Respektierung des Wählerwillens, hat dies alles herzlich wenig zu tun. Ein fauler Kompromiss als Resultat politischer Erpressung mittels Terrors.

linkSimbabwe – Was folgt auf Scheinstichwahlen?
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Simbabwe: Erfolg des Terrors, Mugabe bleibt Präsident
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Söldnerreise endet im afrikanischen Knast – Simon Mann zu 34 Jahren verurteilt

Dr. Alexander von Paleske – —- 9.7. 2008 —- Am Montagabend (7.7.) wurde der britische Söldner Simon Mann von einem Gericht in Malabo, der Hauptstadt des ölreichen Staates Aequatorial Guinea, wegen Hochverrats zu 34 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Ende einer Söldnerkarriere.
Simon Mann war der Kopf einer Söldnertruppe, die das ölreiche Aequatorial Guinea im März 2004 erorbern wollte (Wonga Coup).
Nun ist er zwar in Aequatorial Guinea, aber nicht im Regierungspalast, sondern im ungemütlichen Black Beach Gefängnis.
Aber er hat gute Chancen, nicht seine 34 Jahre voll dort absitzen zu müssen. Unter der Voraussetzung, dass er auch postprozessual weiter singt, wie er es bisher getan hat, dürfte er gute Aussichten auf Verkürzug der Strafe haben und vielleicht Absitzen der Strafe in dem Vereinigten Königreich Grossbritannien, dem er einst als Offizier in der Spezialeinheit SAS gedient hatte.

Mohamed Salaam und seine Familie
Denn dank seiner bisher allerdings begrenzten Aussagefreudigkeit konnte ein weiterer Mitverschwörer vor Gericht gestellt und verurteilt werden: Mohamed Salaam. Der erhielt 18 Jahre Black Beach. Und Salaam ist nicht irgendwer. Sein Vater Hany Salaam, libanesischer Abstammung, seines Zeichen Multimillionär mit Wohnsitz in London und Landsitz in West Sussex ist Freund des angeblichen Mitverschwörers Eli Calil, dieser wiederum ein Freund des EU-Handelskommisssars Peter Mandelson. Eine schöne Gesellschaft

Hany Salaam ist auch Energy Consultant der Botschaft Gabuns in London. Gabun ist ebenfalls ein ölproduzierendes Land in Afrika, in der Nachbarschaft von Aequatorial Guinea und Salaam hat die vollen Privilegien eines Diplomaten, was schon zu Anfragen im britischen Unterhaus geführt hat denn öfters steht Salaam auch vor Gericht, allerdings nicht einem Strafgericht dank seiner Immunität, wegen seiner windigen Geschäfte, die er neben seiner Diplomatentätigkeit betreibt, wie der britische GUARDIAN berichtete.

Eine Prinzessin aus Jordanien
Hany konnte leider nicht selbst zur Urteilsverkündung kommen, aber seine Töchter kamen, mit Leibwächtern. Eine der Töchter, namens Ghida durch Heirat mit einem jordanischen Prinzen namens Tala bin Muhammad nun eine jordanische Prinzessin und der Gatte Chefberater des Königs Abdullah von Jordanien. Die Prinzessin ist oft auf Wohltätigkeitsgalas anzutreffen und anschliessend gerne in der Regenbogenpresse abgebildet, der Besuch in Malabo fiel aber wohl nicht in diese Kategorie, eher war es ein Kniefall. Sie bettelte bei dem Despoten Obiang Mbasogo Nguema um Milde für ihren Bruder, aber der verwies an das Gericht, Milde – vielleicht – zu einem späteren Zeitpunkt.

Aequatorial Guinea hat mittlerweile einen internationalen Haftbefehl gegen den dank der Aussagen von Simon Mann schwer belasteten Mark Thatcher erlassen. Der will aber auch nicht mehr nach Aequatorial Guinea und hält sich in Südspanien versteckt.

Mit dem Sparbuch zur Strafverkürzung?
Strafverkürzung könnte er möglicherweise auch erlangen, wenn er der Regierung seines Gaststaates erlauben würde, einen Blick in das Sparbuch zu werfen, das er für den Coup in dem Finanzparadies Guernsey eingerichtet hatte. Zu gern möchte die Regierung Obiang nämlich wissen, wer dort alles Spendengelder eingezahlt hat. Einen kennt man ja schon, Lord Archer, auch wenn der vehement bestreitet, aber der hat ja schon im Gefängnis gesessen wegen anderer Lügen, auch Meineid genannt, und Behinderung der Justiz, sehr glaubwürdig ist der deshalb nicht.

Und wir warten auch darauf, was die Darmstädter Staatsanwaltschaft ermittelt, die bekam nämlich eine Anzeige auf den Tisch wegen Verdachts der Beteiligung an dem Coup.. Verdächtigt wird der Inhaber der Frachtfirma ACL/CAL Thomas Rinnert, dessen Angestellter Gerhard Merz, der Transportoffizier des geplanten Putsches war. Der starb kurze Zeit nach seiner Verhaftung am 17. März 2004 vermutlich an den Folgen der dort erlittenen Folter.

linkProzess gegen britischen Soeldner beginnt
linkDer Wonga Coup
Simon Manns Geständnis-Interview: Dichtung und Wahrheit
Söldner wird Sängerknabe – Simon Mann packt aus
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auf den Spuren des Moshe Regev

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Simbabwe: Mugabe am Ziel

Dr. Alexander von Paleske – In Simbabwe wird die von uns prognostizierte “kenianische Lösung” Wirklichkeit. Mugabe hatte dies fest eingeplant, nachdem der Diktator die erste Runde der Wahlen am 29. März verloren hatte. Doch um Präsident zu bleiben, musste er zunächst die Präsidentschafts-Stichwahlen gewinnen und dies gelang ihm nur durch brutalen Terror. Die Bevölkerung hat in den Wochen nach dem 29. März unendlich gelitten. Rund dreihundert Menschen, teils Aktivisten der Opposition oder solche, die man dafür hielt, wurden von den Schergen des Präsidenten ermordet, Tausende körperlich schwer misshandelt, Zehntausende flüchteten in die Städte.

„Alle ins Boot, alles vergeben und vergessen“
Dazu braucht es auch einen Oppositionsführer, der mitspielt. Und den gibt es. Sein Name: Morgan Tsvangirai. Dieser erklärte bereits unmittelbar nach der Betrugsstichwahl am vergangenen Freitag und auch schon vorher, dass die Opposition zu Gesprächen bereit sei.

Mugabe reiste unmittelbar nach seiner Vereidigung zum Gipfel der afrikanischen Staatsmänner in Ägypten. Dort traf er auf eine Reihe von Staatsmännern, die sich in gleicher undemokratischer Weise an der Macht halten. Daher war mit einer Verurteilung Mugabes nicht zu rechnen und sie kam auch nicht. Im Gegenteil: Kenia mit seinem Wahlbetrüger, dem von den USA gestützten Kibaki, wurde sogar noch gelobt.

Afrikanische Lösung?
Handelt es sich also in Simbabwe und Kenia um eine „afrikanische Lösung“? Dann müsste die afrikanische Demokratie so aussehen, dass, unabhaengig vom Wahlausgang die Opposition bestenfalls erreichen kann, mit am Regierungstisch zu sitzen, aber nicht die Macht selbst übernehmen kann.

In Kenia waren es die USA, die den Wahlbetrug ihre Freundes Kibaki absegneten, in Simbabwe spielt die gleiche Rolle Südafrika. Dabei hat Mugabe fuer Südafrika jede Menge an Problemen verursacht. Täglich kommen bis zu 2000 verzweifelte Simbabwer nach Südafrika – illegal. Und das Konzept der „afrikanischen Renaissance“, welches der südafrikanische Staatspräsident Thabo Mbeki zu Beginn seiner Regierungszeit im Jahre 2000 verkündete, und das einen wirtschaftlichen Aufschwung der ganzen Region nach sich ziehen sollte, ist Dank Robert Mugabes ruinöser Wirtschaftspolitik ein Scherbenhaufen.

Falsche Freundschaften und schwarzer Rassismus
Es sind nicht die wohlverstandenen Interessen Südafrikas, sondern Mbekis schwarzer Rassismus und seine engen persönlichen Bindungen mit Mugabe, die den Kurs bestimmt haben.

Mbeki ist politisch bankrott, daran wird auch die Lösung, die er jetzt in Simbabwe aushandeln will, nichts ändern. Sieben Jahre erfolglose Verhandlungen stehen dagegen.

Immer wieder hat er seine schützende Hand über den Massenmörder und Menschenverächter Mugabe gehalten. Die Mehrheit der Menschen in Südafrika kann kaum erwarten, das Mbeki endlich geht. Die Presse hat sich längst auf ihn eingeschossen, zu groß ist das Versagen in Sachen HIV/Aids, verschärft noch durch die Tuberkulose-Epidemie, eine hohe Kriminalitätsrate und das jämmerliche Auftreten bei den ausländerfeindlichen Ausschreitungen im Mai 2008.

Opportunismus statt Opposition
Für den Oppositionsführer Simbabwes, Morgan Tsvangirai, geht es nur darum, mit am Regierungstisch zu sitzen, Opportunismus pur. Er hatte schon in der Vergangenheit sich durch ständig wechselnde Stellungnahmen, politische Fehleinschätzungen und Prinzipienlosigkeit ausgezeichnet.

Die Oppositionsaktivisten werden sich nun die Frage stellen, für was sie ihren Kopf hingehalten haben, und wofür so viele gestorben sind, wenn Mugabe und seine Schergen doch an der (geteilten) Macht und die nach den Wahlen im März von Mugabes Schergen verübten Straftaten, nach der von Mugabe dann zu erwartenden üblichen Generalamnestie ungesühnt bleiben.

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Zimbabwe: Oppositionelle in Botschaft geflüchtet

onlineredaktion – Die Lage in Zimbabwe ist einen Tag vor der umstrittenen Stichwahl äusserst angespannt. Zahlreiche Menschen sind in Angst um ihr Leben in die südafrikanische Botschaft in Harare geflüchtet.

Die letzte Nacht verbrachten 300 Anhänger der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) in der Botschaft Südafrikas in Harare. Am Vortag hatte ihr politischer Führer Morgan Tsvangirai, der in die niederländische Botschaft geflüchtet war, nach Hilfe verlangt. Er bat die Uno, bewaffnete Friedenstruppen im Land zu stationieren und forderte Verhandlungen über die künftige Regierung noch vor der Stichwahl. Für Verhandlungen sehe er keine Chance mehr, falls sich Robert Mugabe morgen zum Wahlsieger erklären würde, sagte er.

Nach Angaben von Tsvangirais MDC wurden seit Ende März mindestens 86 politische Gegner des Präsidenten Mugabe bei Übergriffen seiner Schlägertrupps getötet und tausende verletzt.

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Simbabwe: Erfolg des Terrors – Mugabe bleibt Präsident

Dr. Alexander von Paleske – 22.6. 2008 — Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai hat heute mittag bekanntgegeben, dass er nicht an der für kommenden Freitag geplanten Präsidentschaftsstichwahl teilnehmen wird. Damit heisst der alte und neue Präsident Robert Mugabe. Eine eigentliche Stichwahl wird es daher nicht geben.

Tsvangirai kapituliert vor Terror Mugabes
Tsvangirai hat vor dem Hintergrund des allgegenwärtigen Terrors, über den wir ausführlich berichtet haben, kapituliert. Heute war eine Grosskundgebung der Opposition in Harare geplant, die zunächst von der Mugabe-Regierung verboten worden war, ein Gerichtsbeschluss hob diese Entscheidung jedoch auf.


Alter neuer Präsident: Robert Mugabe lässt zur Sicherung Militärhubschrauber kreisen.

Im Sportsstadium, dem Ort der geplanten Kundgebung, kreuzten bereits früh am morgen Hunderte von schwer bewaffneten Mugabe-Milizionären auf. Damit war die Abhaltung der Wahlveranstaltung unmöglich gemacht. Somit konnte die Oppossition nicht einmal in den Städten für sich werben. In den ländlichen Gebieten konnten praktisch überhaupt keine Wahlveranstaltungen stattfinden. Wann immer Tsvangirai ausserhalb Harares auftreten wollte, wurde er von der Polizei verhaftet.

Nach der Tragödie soll die Farce kommen
Mugabe wird also in der kommenden Woche in seinem Amt bestätigt. Das Land ist völlig ruiniert. Er braucht daher dringend Finanzspritzen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Dabei können ihm natürlich weder seine Milizionäre, noch seine Kriegsveteranen helfen. Da soll jetzt die Opposition ran.

Er wird also der Opposition ein Angebot für eine „Regierung der nationalen Einheit“ unterbreiten. Es läge nun nahe, dieses Angebot auszuschlagen, und Mugabe als illegitimen Präsidenten zu brandmarken.

Aber nun wird es Druck von Südafrika geben. Präsident Thabo Mbeki wird also wieder in Harare aufkreuzen, um ein Kabinett der nationalen Einheit mit aushandeln, und dies dann als grossen Verhandlungserfolg darzustellen.

Der Führer der Minderheit in der Oppositionspartei, Arthur Mutambara, hat für einen solchen Fall in einem langen Artikel, der heute in der grössten südafrikanischen Wochenzeitung, „Sunday Times“ erschien, seine Mitwirkung versagt. Der Druck wird aber auch von anderen afrikanischen Staatsmännern kommen, die das Problem Simbabwe vom Tisch haben wollen, mit oder ohne Mugabe, mit oder ohne Demokratie.

Wird Morgan Tsvangirai sich zu einer ablehnenden Haltung durchringen?
Wenn nicht, und das muss man angesichts des bisherigen Verhaltens des Oppositionsführer vermuten, dann muss man sich ernsthaft fragen, wofür die Bevölkerung während des Wahlkampfes gelitten hat und wofür so viele zum Teil qualvoll gestorben sind.

Mugabe rechnet mit Aufstand
Nachdem Morgan Tsvangirai seine Entscheidung bekanntgegeben hat, ist Harare und Bulawayo Militär in den Strassen aufgekreuzt. Militärhubschrauber kreisen über den Städten. Mugabe rechnet mit einem Aufstand der Bevölkerung. Aber dazu ist die Bevölkerung augenblicklich wohl viel zu demoralisiert.

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Simbabwe: Mugabes Terrorkampagne erreicht neuen Höhepunkt

Dr. Alexander von Paleske – Die Terrorkampagne des simbabweschen Präsidenten hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Terrorbrigaden, bestehend aus sogenannten Kriegsveteranen, viele davon zur Zeit des Befreiungskampfes in den 70er Jahren entweder noch nicht geboren oder aber Kleinkinder, sowie den Jugendbrigaden auch genannt „Green Bomber“ sind nun in die Städte eingerückt und setzen ihren Terror, den sie in den ländlichen Gebieten gestartet hatten, in den Hochburgen der Oppositionspartei fort. In den ländlichen Gebieten hatten sie ein Blutspur hinterlassen.

Terrorbericht der vergangenen Woche
Der Chef der Oppositionspartei MDC in der Kleinstadt Rusape, östlich von Harare gelegen, Farai Gamba, wurde entführt und anschliessend erschossen.

Chokuse Muphango, ebenfalls Aktivist der MDC wurde in Buhera erschossen, anschliessend wurde die Leiche auf die Pritsche eines Lastwagens geworfen und in der Stadt umhergefahren. Die Mörder riefen „Wir haben den Hund erschossen“.


Mugabes Green Bomber confesses

Ken Nyeve, Wahlkampfmanager der MDC und sein Fahrer Godfrey Kauzani wurden ermordet, nachdem ihnen zuvor die Augen ausgestochen worden waren. Insgesamt 100 Menschen, Aktivisten und angebliche Aktivisten der Opposition sind seit der Wahlniederlage Mugabes am 29.3. 2008 von seinen Schergen ermordet worden, weitere 200 sind verschwunden, vermutlich ebenfalls getötet.

Massenmörder Perence Shiri leitet Kampagne
Die Terrorkampagne in der Provinz Manicaland wird von dem Armeegeneral Perence Shiri angeführt, der bereits den Massenmord im Matabeleland in der 80er Jahren organisiert hatte.

Nacht für Nacht finden sogenannte „Pungwes“ statt, Umerziehungversammlungen, auf denen der eingeschüchterten Bevölkerung „klargemacht wird“, wo sie Ende nächster Woche bei den Präsidentschaftsstichwahlen ihr Kreuz zu setzen haben.

In den Städten finden Haus-zu-Haus Kampagnen statt, bei denen die Bewohner verprügelt und ihnen die Personalausweise abgenommen werden. Ohne Personalausweis können sie nicht an der Wahl teinehmen.

Wer verdächtigt wird, mit der Opposition zu sympathisieren wird in Straflager gebracht. Als neue Variante des Sadismus kippen Mugabes Schergen in die Wunden der Verprügelten Insektenvertilgungsmittel wie Paraquat, woran die Opfer dann unter Höllenqualen versterben.

Mbeki in Simbabwe
Endlos-Vermittler, Südafrikas Präsident Thabo Mbeki besuchte dieser Woche wieder einmal seinen Freund Mugabe und versuchte ihn zu überreden, eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden, aber Mugabe sieht die Zeit dafuer noch nicht für gekommen.

Er will damit offenbar bis nach den Wahlen warten, um dann der Opposition generös ein paar Ministerposten anzubieten.
Mbeki reiste unverrichterer Dinge wieder ab. Noch mindestens eine Woche lang – vielleicht auch noch länger – soll dieser Terror weitergehen.

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The trial of Simon Mann

Dr. Alexander von Paleske – The trial of British mercenary Simon Mann, allegedly having tried to overthrow the government of the oil rich African country Equatorial Guinea, in March, 2004, is on.

The failed coup, better known as the „Wonga Coup“ ended prematurely during a stopover of the weapon-and-mercenary-carrying plane at Harare/Zimbabwe international Airport on 7th March 2004. This is where weapons were supposed to be onloaded for the rest of the trip but instead the group of 70 mercenaries, former members of South Africa’s Terror and destruction gangs, like the 32. Buffalo Battalion, the 44 Parachute Brigade, the Reconnaissance Commandos and the death squad Civil Cooperation Bureau were offloaded and later sentenced to prison terms.

The alleged coup leader Simon Mann was sentenced to four years in prison in Zimbabwe and after serving his prison term extradited to Equatorial Guinea on 30th January 2008.

Who is Simon Mann?
Simon Mann, a former officer of the British Special Forces SAS, Etonian, son of a rich beer brewing family in Britain, who after his service for queen and country became a mercenary under his boss Tony Buckingham, the latter number 244 on the list of the wealthiest Englishmen and former owner of British mercenary company Sandline. He was also the founder and CEO of the oil company Heritage Oil, listed on the Toronto Stock Exchange.

Simon Mann, Buckingham’s employee in the 90s, looked after his ventures in many African countries. However, he was not the only one allegedly involved in the failed Coup. Other persons in Britain have been accused of having been involved in the failed coup as well.

The alleged Co-Coup Plotters
There is Eli Calil, a British of Lebanese origin, and a friend of Equatorial Guineas’s opposition leader, Severo Moto Nsa. He allegedly brought Simon Mann and Moto together.

Allegedly Calil happily and illegally banked money for the former horrible Nigerian dictator the late Sani Abacha.

Calil is also being investigated in France for money laundering on the one side, and on the other side he is a close friend of Tony Blair’s Ex-Minister for scandals, Peter Mandelson.

Mandelson could be no longer gainfully employed in Tony Blair’s cabinet, because of several scandals involving „small gifts“ from good friends including Calil. He, however, managed to get another job with Tony’s helping hand – a friend is a friend – more distant to the mother of all parliaments, this time as EU trade commissioner in Brussels.

Peter Mandelson has strictly denied any involvement or even having heard anything about the planned coup beforehand.

His Lordship and the Coup
Also allegedly involved is Lord Jeffrey Archer, former chief of Maggie Thatcher’s Conservative Party who spent a few years in prison for perjury and perverting the course of justice. He allegedly put a bit of his pocket money, a few ten thousands of British pounds on Simon Mann’s coup savings account placed in the tax haven of Guernsey. Of course, he denies, but there was a payment made by a J.H. Archer into that account. And he phoned Calil before the coup most likely to tell him, that crime does not pay.

And, alas, the former vice-chairman Howard Flight of the Conservative Party via the Investec banking group offered a loan of US $ 30 million for agricultural development in Equatorial Guinea – after the coup – of course.

Next in the line is Greg Wales old friend of the Thatcher family with African experience.

He denies having been involved, however an E-Mail, passed on to me by the widow of the alleged transportation officer for that coup, the German Gerhard Merz, shows the exact opposite.

And there is David Hart, 60, Old Etonian like Mann, and old friend of the Thatcher family.

He was Maggie Thatcher’s chief enforcer during the British miners strike in the 80s he handed out money for strike breakers from a suite at Claridges, a hotel in London, that takes per room per night, what a miner earns in one month. The Government of Equatorial Guinea accuses him of being involved as well.

Not to forget Sir Mark Thatcher, Mummy Maggie’s son who has been famous for making headlines, negative ones mostly and who cobbled together an income without breaking too much sweat. Now barred from entering the US where his former wife and children live. He was arrested in Cape Town in 2004 and later confessed to have violated South Africa’s anti-mercenary laws and sentenced to a suspended prison term and a fine by a court in Cape Town in 2005.

Last but not least, the German Gerhard Merz, who died a few days after his arrest in Malabo’s notorious Black Beach Prison, allegedly after having been tortured.

Merz, a former transporter of chemical weapons of mass destruction from China to Iran in the 90s was the alleged transportation officer for the coup.

The Mercenary starts singing
Simon Mann, after his extradition from Zimbabwe to Equatorial Guinea, has not only confessed for the first time his involvement in the coup, but also implicated Mark Thatcher and Eli Calil as key players in this affair. Others like Greg Wales, Lord Archer, David Hart, and Gerhard Merz were either not named or declared as „not involved“.

Simon Mann’s obvious strategy in this trial was: Say as much as necessary , to get a reduced sentence and the chance to be pardoned later on and say as little as possible to find a way back into the British Society after the release.

So he did not name the alleged „political commissar“ in the attempted coup, Greg Wales , or financiers like Lord Archer. His strategy was, obviously , to put the blame on those, who were either already convicted, like Mark Thatcher, or who had a bad reputation anyway, like Eli Calil. At the same time Mann tried to downplay his own role and upgraded the one of financier Calil as the mastermind of the attempted coup.

The „Green Light“ of Spain, the US and South Africa
In his trial Mann claimed, that the coup plotters got the green light for their action from Spain, the US and South Africa.
He does not mention Britain.

Greg Wales met in the weeks before the coup allegedly with Pentagon official Theresa Whelan. She is now Deputy Secretary for Defense of the African department of Defense. One can assume, that the US-Government was informed.
During the last year Whelan unsuccessfully promoted Africom.

The then Aznar Government of Spain was, according to author Adam Roberts (The Wonga Coup) heavily involved, however not the government of South Africa, contrary to what Simon Mann testified in court. South Africa was informed by two intelligence man, Nigel Morgan and Johann Smith and became instrumental in preventing the coup.

The Government of Britain got wind of the planned coup two months in advance and invited top mercenary Tim Spicer, a former colleague of Simon Mann in those PMC-Sandline days, to discuss the issue. This was admitted by the then Foreign Minister Peter Hain in Parliament.

Nick du Toit
With Simon Mann in prison is another co-coup plotter by the name of Nick du Toit, sentenced to 34 years in 2004. He was the head of the advance party for the planned coup. Nick du Toit can look back on a long career in South Africa’s Apartheid murder and destruction gangs.

On 14th June 1985, he allegedly came with his Reconnaissance Commando 5 to Gaborone/Botswana on a killing spree, killed 14 unarmed civilians including a six-year-old child and blew up a number of houses afterwards. Last Saturday, a group of people, including South Africa’s Ambassador to Botswana, Moopeloa, Ex-Robben Island prisoner Michael Dingake and Botswana’s Speaker of Parliament, Patrick Balopi, in a solemn ceremony at Extension 14 cemetery in Gaborone paid tribute to those fallen heroes.


Last Saturday in Gaborone. Michael Dingake, ex Robben Island Prisoner, recipient of the highest South African order of merit. Photo: Dr. Alexander von Paleske

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