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Südafrika: Tokyo Sexwale kandidiert

Dr. Alexander von Paleske – Bereits im Januar berichtete „Journalismus – Nachrichten von heute“, dass Tokyo Sexwale ein potentieller Nachfolger für Thabo Mbeki sein könnte. Nun hat er in einem heute ausgestrahlten Interview mit der BBC offiziell seine Bereitschaft erklärt, zunächst für den Posten den Präsidenten der Regierungspartei ANC zu kandidieren. Dies dürfte der erste, aber entscheidende Schritt für eine Kandidatur zur Wahl des Staatspräsidenten sein.

Die Verfassung Südafrikas sieht – wie in den USA – die Wiederwahl des Präsidenten nur einmal vor; es sei denn, es käme zu einer Verfassungsänderung. Genau dies strebt Thabo Mbeki offenbar an.

Seine Amtszeit läuft 2009 ab, also ein Jahr vor der Fußballweltmeisterschaft die in Südafrika ausgetragen werden soll. Sein Ziel war es wahrscheinlich zunächst als Präsident des ANC für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt zu werden, um dann über seine Anhänger die Rufe nach einer dritten Amtszeit als Staatspräsident erschallen zu lassen – denen er sich selbstverständlich nicht entziehen wird.

Entweder selbst Präsident oder die Fäden ziehen
Alternativ wollte er die jetzige Vizepräsidentin Phumzile Mlambo-Ngcuka, die Frau des ehemaligen Generalstaatsanwalts und jetzigen Geschäftsmannes und Übernacht-Milliardärs, Bulelani Ngcuka, zur Präsidentin vorschlagen, wobei er, Mbeki, dann im Hintergrund die Fäden zöge.

Sein bis dato ernsthafter Widersacher, der ehemalige Vizepräsident Jacob Zuma, der vor allem die Unterstützung der Gewerkschaften genießt, war von Mbeki wegen Korruptionsvorwürfen vor drei Jahren entlassen worden und musste sich auch noch gegen den Vorwurf der Vergewaltigung einer jungen Frau verteidigen, von dem Vorwurf wurde er allerdings letztes Jahr freigesprochen.

Mit außerordentlicher Hartnäckigkeit hatte der damalige Generalstaatsanwalt Bulelani Ngcuka das Verfahren wegen Korruption gegen Zuma vorangetrieben – ganz im Gegensatz zu vielen anderen Verfahren, in denen es um wesentlich schwerere Vorwürfe ging. Bulelani Ngcuka zählt zum engen Kreis um Thabo Mbeki.

Bulelani Nguka und seine Apartheid Soldaten
Dabei muss gerade Bulelani Ngcuka, der verdächtigt wurde ein ehemaliger Apartheid-Spion gewesen zu sein, sich vorwerfen lassen, mit üblen und bis heute uneinsichtigen Apartheidsoldaten geschäftlich verbunden zu sein. Der Amabubesi Trust, in dem er seit einem Jahr zwar nicht mehr Direktor aber dennoch starker Minderheitsaktionär ist, beschäftigt die ehemaligen Obersten Jan Breytenbach und Willie Ward auf einer Farm an der Garden Route, die in einen Golfplatz umgewandelt werden soll, als Manager und Berater.

Breytenbach ist der Gründer der Terroreinheiten Reconaissance Commandos(Recce) der 44, Parachute Brigade und des 32. Buffalo Battalions, letzteres eine Söldnertruppe, die sich für die fast vollständige Verwüstung des Südens von Angola in den 70er und 80er Jahren verantwortlich zeichnet.

Breytenbach leitete den Luft- und Fallschirmjägerangriff der 44. Parachute Brigade auf das SWAPO-Flüchtlingslager Cassinga im Süden Angolas am 4. 5. 1978, bei dem mehr als 700 Menschen abgeschlachtet wurden. Im Gedenken an diese Massaker ist der 4. Mai in Namibia Feiertag.

In seinem Buch “Buffallo Soldiers”, das er vor 5 Jahren veröffentlichte, eine Hommage an die Söldner des Buffalo Battalions, bezeichnete er in alter Manier Freiheitskämpfer als “Terroristen” und äußerte sich stolz darüber den Angriff auf Cassinga geleitet zu haben.

Willy Ward tötete mit seiner Recce-Einheit Regierungssoldaten in Mozambique und hing sie dann an einem Zaun auf, gleichzeitig verminte er den Weg dorthin, so dass die Menschen, die die Toten begraben wollten, in die Luft gesprengt wurden.

Noch vor zwei Jahren, auf diese Vorwürfe angesprochen, erklärten Ward und Breytenbach, sie würden nichts bereuen, weil sie es für (Apartheid-)Südafrika getan hätten.

Bis heute hat sich Bulelani Ngcuka, der über den Amabubesi Trust mit diesen unbelehrbaren ehemaligen Apartheidsoldaten geschäftlich verbunden ist, weder von ihnen distanziert, noch hat er Anstalten unternommen, ihnen zu kündigen. Im Gegenteil, vor einigen Monaten war seine Frau, die Vizepräsidentin Südafrikas, Phumzile Mlambo Ngcuka, dort zu Besuch. Die von ihr in der lokalen Presse über den Besuch veröffentlichten Fotos stammten von Willie Ward.

Keine Überraschung für Mbeki, aber ungelegen
Die Kandidatur von Tokyo Sexwale kommt für Mbeki nicht überraschend aber gleichwohl ungelegen, weil sie alle seine Pläne durchkreuzen könnte. Man muss davon ausgehen, dass Sexwale sich mit Zuma, der eigentlich für den ANC-Vorsitz kandidieren wollte, abgesprochen hat.

Mbeki und die Intrigen
Thabo Mbeki wird jetzt seine Intrigenmaschine, die er im Gegensatz zum Regierungsgeschäft virtuos beherrsch hat, anspringen lassen. Schon einmal hatte er Intrigen gegen Sexwale und Cyril Ramaphosa gesponnen, der Vorwurf lautete auf angeblichen innerparteilichen Putsch gegen Mbeki – alles unwahr, wie sich herausstellte. Dabei braucht Südafrika nichts mehr als einen Präsidenten, der sich der drängenden Probleme des Lande annimmt, kurzum: Alles was Thabo Mbeki, den oftmals offenbar eine Art Paranoia plagt, liegengelassen hat, die ausufernde Kriminalität, AIDS und das Problem Simbabwe.

Der 54-jährige Tokyo Sexwale, der nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik im Jahre 1998 ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde, war 1977 wegen seiner politischen Aktivitäten zu einer 18-jährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden und saß auf Robben Island mit Nelson Mandela ein. Er kam 1990 mit dem Beginn des Endes der Apartheid frei und wurde 1994 Premier der Unruheprovinz Gauteng. Er ist eng mit Nelson Mandela verbunden.

Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Machtkampf am Kap
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers

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Ugandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.

Dr. Alexander von Paleske – — 12.5. 2007 — Vor einer Woche fand im Serena Konferenzzentrum in der ugandischen Hauptstadt Kampala ein opulentes Abendessen statt. Als Vorspeise gab es Leberpastete mit exotischen Früchten, als Hauptgericht wurden Kalbsmedaillons mit Trüffeln gereicht und zum Abschluss Schokoladenspeise mit Johannisbeeren. Champagner und Wein flossen in Strömen, wie die ugandische Zeitung New Vision berichtete.

Ein Essen, von dem viele Ugander nur träumen können.
Eingeladen hatte die Firma Heritage Oil, um die erfolgreiche Suche nach Erdöl im Westen Ugandas nahe der Grenze zu der demokratischen Republik Kongo zu feiern. Der CEO und Grossaktionär Tony Buckingham, Nummer 244 der Reichenliste des Vereinigten Königreichs Großbritannien gab sich die Ehre und Präsident Museveni erschien persönlich. Es fehlten auch nicht leitende Mitarbeiter der Ölfirma Shell.


Ein Garant: Der ugandische Präsident Museveni weiss, wie man mit Stassenprotesten umzugehen hat

Staatspräsident Museveni lobte nach dem Abendessen die Firma Heritage Oil und schloss mit den Worten: Heritage-approved. Und er setzte noch eins drauf indem er an potentielle Investoren gerichtet zum allgemein Gelächter der Anwesenden erklärte, dass man vor Straßenprotesten in seinem Land keine Angst haben müsse, er wisse, wie man damit fertig werde.

Tony Buckingham ist, wie mehrfach berichtet, der ehemalige Inhaber der Söldnerfirma Sandline, die er wenige Wochen nach dem fehlgeschlagenen Putsch in Equatorial Guinea dichtmachte. Seine engsten Mitarbeite waren der Obersöldner Tim Spicer und Simon Mann, der nach dem fehlgeschlagenen Putschversuch vor drei Jahren für eine Auslieferung von Simbabwe nach Äquatorial Guinea vorgesehen ist.

Was hat ein Söldner in Uganda zu suchen? Und weshalb lässt der Präsident eines unabhängigen afrikanischen Staates zu, dass eine Söldnerfirma Explorations- und Schürfrechte bekommt?

Der Halbbruder des Präsidenten – Soldat, Dieb, Betrüger und- Minister
Um dies zu verstehen müssen wir uns mit dem Halbbruder des Präsidenten, Generalleutnant Caleb Akandwanaho, besser als Salim Saleh bekannt, beschäftigen. Sein Name stammt aus der Zeit des Guerillakampfes gegen die Regierung von Milton Obote in Uganda.

Der liess die Regierung im Jahre 1997 vier Helikopter über eine Firma in London, Triton Sal, für die Armee einkaufen. Gebrauchte russische Hubschrauber, die sich nach ihrem Eintreffen in Uganda als fluguntauglich herausstellten. Für den Schrott bezahlte eines der ärmsten Länder Afrikas 10 Millionen US Dollar. Fantasiepreise, aber absichtlich so hoch und von beiden Seiten vereinbart. Der Wert der alten Hubschrauber lag bestenfalls bei 500.000US Dollar. Ein Teil des “Überpreises” landete offenbar in den Taschen von Salim Saleh.

Im Jahre 1997 ging der Kongokrieg los, der knapp 4 Millionen Menschen das Leben kosten sollte und an dem neben Uganda noch Rwanda, Angola, Zimbabwe, Namibia und die Zentralafrikanische Republik teilnahmen. Er endete erst nach 5 Jahren, aber in dieser Zeit plünderte die ugandische Soldateska den Osten des Kongo.

Geraubt wurden Coltan, Gold, Diamanten und Edelhölzer.
Die lokale Bevölkerung durfte für einen Hungerlohn nach den Edelmetallen buddeln. Verschifft wurde, abgehen von den Hölzern alles über die Flughäfen Kigali/Ruanda und Entebbe/ Uganda. Als Haupttransporteur trat dabei der Russe Viktor Bout auf. Bout führt in Afrika nicht zu unrecht den Namen “Merchant of Death”, weil er mir seinen Transporten von Waffen nach und mit Diamanten raus aus Afrika die Konflikte in Angola, Sierra Leone und Liberia anheizte bzw. erst ermöglichte.

Er kommandiert eine Armada von etwa 50 Flugzeugen mit ständig wechselnden Kennummern und lieferte auch Waffen an die Taliban und Al-Qaida in Afghanistan. Später, nach dem Einmarsch im Irak, wurde er von amerikanischen Firmen kontaktiert und flog weiter nach Afghanistan, schließlich ist ein Flugzeug ein Flugzeug. Erst vor einem Jahr wurden Maßnahmen gegen ihn wirksam, denen er sich aber immer wieder durch neue Tarnfirmen und neue Flugzeugkennummern entzieht.

Schliesslich musste Salim Saleh, nachdem in einem UN Report im Jahre 2002 schwere Anschuldigungen gegen ihn bezüglich seines Raubzuges im Kongo erhoben wurden, zurücktreten.

Blut ist dicker als Wasser
Selbstverständlich lässt man so einen Halbbruder nicht im Regen stehen. Nach kurzer Zeit berief ihn Museveni zurück in sein Kabinett, er ist jetzt zuständig für die finanzielle Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben. Näher am Geld dran, sozusagen.

Und wenn es um korrupte Politiker geht, dann ist auch der Söldner und Unternehmer Tony Buckingham gerne behilflich. Der eröffnete zusammen mit dem Halbbruder Musevenis eine Goldmine in der Nähe des Kidepo-Nationalparks. Er gründete eine Sicherheitsfirma namens Saracen, bei der auch wieder Salim Saleh alias Caleb Akandwanaho dabei ist. Da war es für die Ölschürfrechte nur noch ein Spaziergang mit Freunden sozusagen.

Die Amerikaner kommen.
Wo neues Öl gefunden wird, dann sind auch die US-Amerikaner, die ein Viertel des weltweit geförderten Öls für sich verbrauchen, alsbald zu Stelle. Natürlich auch in Uganda.

Am 5. März dieses Jahres tauchte der US stellvertretende Sicherheitsberater für Wirtschaftsfragen, David McCormick in Ugandas Hauptstadt Kampala auf und zeigte sich “ermutigt” über die Ölfunde. Gleichzeitig wollte er erkunden, wie man in Öl und Wirtschaftsfragen besser kooperieren könne.

Bei dem Abendessen mit Tony Buckingham erklärte Museveni vollmundig, dass man die Öleinnahmen nicht benutzen wolle, um Maccaroni und Whisky zu importieren. Luxuskarossen erwähnte er nicht.

Allerdings gibt es keinen Grund, hier von “afrikanischen Verhältnissen” zu reden. In dem UN Bericht über den Raubzug im Kongo steht eine ganze Liste von deutschen Firmen, die darin partitionieren und damit den Bedarf erst einmal schaffen. Vor allem Coltan, das sie aus Ruanda importieren, wohl wissend dass Ruanda kein Coltan besitzt, woher es stammt, und unter welchen Umständen es letztlich gewonnen wird.

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Gericht in Zimbabwe erlaubt Auslieferung von Söldner

Dr. Alexander von Paleske – Ein Gericht in Harare hat heute erwartungsgemäss entschieden, dass die Auslieferung des Söldners Simon Mann zulässig sei. Dagegen kann Berufung eingelegt werde, was der Verteidiger von Mann, Samkange, auch tun will.

Zuletzt hatte Mann noch versucht, aus Gesundheitsgründen in ein Krankenhaus verlegt zu werden. Er klagte über einen Leistenbruch und wollte einen Hüftgelenkersatz.

Es wird allgemein mit einer raschen Entscheidung des Berufungsgerichts und der vermutlichen Auslieferung Manns gerechnet.

Auch die Republik Südafrika hat nun Auslieferungswünsche geäussert, wegen Verstosses gegen das Anti-Söldner-Gesetz. Nach diesem Gesetz war bereits Mark Thatcher zu einer saftigen Geldstrafe und einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

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AFRICOM: Stuttgart wichtigste US-Basis im Wettlauf um Afrikas Öl

Thomas Mitsch – „In einer sich verändernden Welt kommt Afrika eine neue Bedeutung hinsichtlich für Amerika relevanter Fragen wie Energie, Terrorismus und Handel zu“, so der ehemalige US-Botschafter in Nigeria, Princeton Lyman.

Das neue Oberkommando Afrika
Afrika ist gegenwärtig zwischen dem European Command (EUCOM) und dem Central Command (CENTCOM) aufgeteilt, zu dem auch der Nahe Osten gehört. Mit der AFRICOM-Zentrale, die zunächst in den Kelly-Barracks in Stuttgart-Möhringen agieren wird, errichtet das US-Verteidigungsministerium ein eigenes Einsatzführungskommando für den afrikanischen Kontinent. Das Afrika-Kommando (AFRICOM) wird die sechste der zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken sowie Nordostafrika) und PACOM (Pazifik, einschließlich China), verfügen die amerikanischen Streitkräfte nunmehr über insgesamt sechs Regionalkommandos. Die baden-württembergische Landeshauptstadt steigt damit zu einem der weltweit wichtigsten Militärstandorte der USA auf.


US-Army beim entladen einer C-130 Hercules in Afrika

Dass Stuttgart als Basis für das AFRICOM ausgesucht wurde lag nahe, da schon bisher der größte Teil der Afrika-Angelegenheiten der amerikanischen Streitkräfte über Stuttgart, bzw. über das Hauptquartier EUCOM in Stuttgart-Vaihingen, koordiniert wurde. Stuttgart beherbergt damit als einer von nur zwei Standorten weltweit zwei Oberkommandos und ist der einzige Standort mit zwei Oberkommandos außerhalb der USA. Von hier erfolgt die Koordination von Truppenbewegungen in 91 Staaten in Europa und Teilen Afrikas, sowie Übungen und Einsätze von 120.000 Soldaten. Ausgenommen davon waren die Staaten Ägypten, Djibouti, Somalia und Kenia, für die das CENTCOM zuständig war. Die Seychellen, Madagaskar und Teile des Indischen Ozeans fielen bislang in den Aufgabenbereich des Pazifik-Kommandos.

Als wichtiger militärischer Stützpunkt bedeutet das AFRICOM neben einer eventuell tatsächlich steigenden Terrorgefahr auch eine erhöhte geheimdienstliche Tätigkeit im Umkreis der Basis und dem Umfeld der zivilen Angestellten. Die Region Stuttgart wird so weiter militarisiert. Wenn zudem amerikanische Strukturen in Deutschland als Durchgang für den Transport von Gefangenen zu Gefängnissen außerhalb der Vereinigten Staaten und Europas genutzt werden, würde die Bundesregierung in Erklärungsnot geraten, da sie diese Gefangenenlager deutlich kritisiert hat.

Für eine „leistungsfähigere Herangehensweise“…
„Das Africa Command wird unsere Bemühungen verstärken, den Menschen in Afrika Frieden und Sicherheit zu bringen und unsere gemeinsamen Ziele von Entwicklung, Gesundheit, Bildung, Demokratie und wirtschaftlichen Fortschritt in Afrika voranzutreiben“, erklärte US-Präsident George Bush am 06.02.2007 in Washington.

Um militärische Einsätze auf dem Kontinent besser koordinieren zu können und in Hinblick auf das befürchtete Erstarken des Terrornetzwerks Al-Kaida in Afrika, wollen die USA ein neues Einsatzführungskommando einrichten. Das neue Kommando, so Bush, werde die Sicherheitszusammenarbeit verbessern und neue Möglichkeiten zur Stärkung der afrikanischen Partner bieten. Die neue Befehlsstelle soll zum “Schutz nichtmilitärischer Missionen und, sofern es nötig ist, auch für militärische Operationen zur Verfügung stehen”, so US-Verteidigungsminister Robert Gates.

Vor dem Streitkräfteausschuss im Senat meinte Gates, das neue Einsatzführungskommando werde eine „leistungsfähigere Herangehensweise“ erlauben als die derzeitige Regelung, bei der die Zuständigkeit für Afrika zwischen dem Europa-Kommando und dem vor allem für den Nahen und Mittleren Osten zuständige Zentralkommando (CENTCOM) der US-Armee aufgeteilt wurden. Dieses sei „eine überholte Einrichtung, die noch aus dem Kalten Krieg übrig ist“. Künftig wird also die komplette Zuständigkeit für Afrika (mit Ausnahme von Ägypten, das weiterhin beim CENTCOM verbleiben wird), dem AFRICOM übertragen.

Ökonomisch gesehen ist Afrika für die USA sehr bedeutend, da es trotz Armut über großen Rohstoffreichtum verfügt. Außerdem gilt es als großer Absatzmarkt für die kommenden Jahrzehnte und in solchen Fällen haben sich gesicherte Verhältnisse für hegemoniale Mächte schon immer als äußerst lohnenswert erwiesen.

… im Wettlauf um Afrika
Diplomatisch fragwürdig war die Ankündigung vor allem wegen des zeitgleichen Besuchs des chinesischen Regierungschefs Hu Jintao in acht afrikanischen Ländern. China hat die Beziehung zu vielen afrikanischen Staaten in den letzten Jahren erheblich erweitert. Es geht um Erdöl und Gas. Das Handelsvolumen zwischen China und Afrika wird auf 50 Milliarden Dollar jährlich geschätzt. Selbst Konsumgüter wird der ehemals kommunistische Staat hier los. China zahlt darüber hinaus große Summen an Entwicklungshilfe. Daneben schlossen chinesische Firmen schon bei dem China-Afrika-Gipfel in Peking im November 2006 Investitionsabkommen mit elf afrikanischen Staaten in Höhe von knapp zwei Milliarden Dollar ab.


US-Helikopter des Anti-terrorism Security Team in Sierra Leone

Damals sagte der äthiopische Regierungschef Meles Zenawi zu den neuen Verhältnissen: „China hat heute mehr Mittel zur Hand, um Afrika bei der Überwindung seiner ökonomischen Schwierigkeiten zu helfen und hat bereits einen spürbaren Einfluss auf Afrikas wirtschaftliche Zukunft.“ Langfristig droht Afrika jedoch die Gefahr, in der Rohstoff-Falle gefangen zu werden. Die Rohstoffe eigenständig zu verarbeiten wird immer schwieriger. Das sehen inzwischen auch afrikanische Kritiker so. Auf dem Weltsozialgipfel in Nairobi 2007 fragte der kenianische Sozialwissenschaftler Isaac Mbeche daher kritisch: „Will die chinesische Regierung eine ernsthafte Partnerschaft mit den Ländern Afrikas, oder will sie nur Afrikas Rohstoffe ausbeuten?“

Für die sicherheitsrelevanten Probleme der Globalisierung ist diese Konfliktkonstellation prädestiniert, künftig den frühzeitigen Einsatz amerikanischer Truppen zu erfordern. Dies zeigen die gegenwärtigen Bemühungen der US-Administration, die neoliberale Globalisierung mit der Globalisierung des amerikanischen Interventionismus zu koppeln und zu diesem Zweck die US-Streitkräfte entschieden umzustrukturieren – wie nicht nur der Krieg im Irak, sondern auch und gerade das Beispiel Afrikas zeigt.

Neuere Schätzungen über die gesicherten Ölvorkommen in Afrika belaufen sich auf 112 Mrd. Barrel , so viel wie im Irak, womit der Region inzwischen eine erhebliche Bedeutung zukommt. So gab der Nationale Geheimdienstrat der USA das strategische Ziel aus, im Jahr 2015 rund 25 statt der gegenwärtigen 16 Prozent des US-amerikanischen Öl-Bedarfs durch Importe aus Afrika zu decken. Auch die unter Aufsicht von Vizepräsident Dick Cheney verfasste „Nationale Energiepolitik“ geht davon aus, dass „Westafrika eine der am schnellsten wachsenden Öl- und Gasquellen für den amerikanischen Markt darstellen wird.“

Die der Bush-Regierung nahe stehende neokonservative „Heritage Foundation“ betont deshalb in einem Plädoyer für die Errichtung des neuen Afrika-Kommandos: „In einer globalisierten Welt kann es sich die USA nicht erlauben, Afrika zu ignorieren oder ihm eine drittklassige Priorität einzuräumen. Afrika ist eine lebenswichtige Quelle an Energie und anderen mineralischen Rohstoffen.“

Diesem wirtschaftlich-strategischen Interesse durch amerikanische Truppen vor Ort Nachdruck zu verleihen, liegt nahe – zumal hierdurch ein wichtiger Beitrag zur Schwächung der OPEC geleistet werden soll, da viele der afrikanischen Ölländer keine Mitglieder des Kartell sind. Die „Heritage Foundation“ zumindest fordert die US-Regierung explizit dazu auf, „neue Ölproduzenten dazu zu überreden, nicht der OPEC beizutreten.“

Dies wiederum würde auch zur Reduzierung der amerikanischen Abhängigkeit vom Persischen Golf führen, was spätestens seit den Anschlägen des 11. September 2001 ganz oben auf Washingtons Prioritätenlisten steht. Afrikanisches Öl soll somit helfen, den Ölpreis dauerhaft zu senken, was auf einer Konferenz des US-Außenministeriums offen ausgesprochen wurde: „Westafrika ist die aussteuernde Produktionsregion, die es den Ölfirmen erlaubt, ihre Produktionskapazitäten anzuheben, um die weltweit fluktuierende Nachfrage zu befriedigen.“

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auf New York und Washington hat die US-Regierung ihre militärische Präsenz in Afrika, besonders in Ländern der Sahelzone, am Horn von Afrika und in etwas geringerem Umfang auch in den westafrikanischen Ländern mit großen Erdöl- und Erdgasvorkommen ausgebaut. In der Sahelregion wurden im Rahmen der so genannten Trans-Sahara-Initiative zur Terrorbekämpfung (TSCI) mit Washington sympathisierende Regierungen vom EUCOM aus mit Dutzenden von US-Ausbildern und mit Millionen US-Dollar für den Kauf von Waffen und anderem militärischem Gerät bedacht.

Der Kongress hat dem Programm für die nächsten sechs Jahre rund 500 Millionen Dollar zugebilligt. Es konzentriert sich auf mutmaßliche Operationsbasen von Al-Kaida-Mitgliedern in Algerien, Mali, Mauretanien, Marokko, Niger, Nigeria, dem Tschad und Senegal. Der gegenwärtige Hauptmilitärstandort der US-Armee in Afrika wurde 2002 in Djibouti, am Horn von Afrika, gegründet. Von hier aus können die USA eine strategische Kontrolle über das Seefahrtgebiet, durch das ein Viertel der Weltölproduktion gelangt, ausüben. Djibouti liegt außerdem in der Nähe der sudanesischen Ölpipeline.

Washington zeigt immer größere Bereitschaft zur Durchsetzung seiner Interessen in Afrika zu intervenieren, allein seit dem Jahr 2000 wurden zehn Militäroperationen durchgeführt. Die Einrichtung des AFRICOM ist deshalb ein deutliches Zeichen dafür, dass sich dieser Trend noch weiter verschärfen wird.

USA greifen nach Afrika


Dieser Artikel erschien erstmalig als IMI Analyse 2007/005

Thomas Mitsch ist Beirat der Informationsstelle Militarisierung e.V./IMI und Mitglied des erweiterten Landesvorstandes der WASG Baden-Württemberg

Quellen
i Africa is rising on US foreign policy horizon, in: „Alexander’s Oil and Gas Connections, News & Trends: North America“, 23/2003.
ii SF Schweizer Fernsehen Tagesschau, 7.2.2007.
iii zitiert nach: AfricaHelp.org
iv Deutsche Welle, 30.1.2007.
v Ebd.
vi BP Global: Putting Energy in the Spotlight: BP Statistical Review of World Energy 2005, June 2005
vii Johannes Dieterich: George W. Bush – Fünf Tage im Herz der Finsternis, in: FTD, 8.7.2003, sowie: Suraya Dadoo: When Uncle Sam Comes Calling in Africa, in: Media Review, 30.4.2003.
viii Report of the National Energy Policy Development Group, May 2001, S. 8-11.
ix Brett D. Schaefer: Creating an African Command Bush Administration Makes the Right call, Heritage Foundation, WebMemo #1349, February 7, 2007
x Brett D. Schaeffer: America`s Growing Reliance on African Energy Resources, Bachgrounder ‚1944, June 20, 2006
xi Jürgen Wagner: Afrika im Fadenkreuz

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Simon Mann – Auslieferung gegen Öl?

Dr. Alexander von Paleske – Am kommenden Mittwoch, dem 9.5.07, wird ein Gericht in Harare entscheiden, ob die Auslieferung des Söldners Simon Mann zulässig ist. Simon Mann war der Kopf der Söldnertruppe, die im März 2004 das Regime in Äquatorial Guinea mit Waffengewalt stürzen wollte. Die Reise mit der betagten Söldnertruppe endete nicht ganz planmässig in Simbabwes Hauptstadt Harare, wo Waffen aufgeladen werden sollten. Äquatorial Guinea ist der drittgrösste Erdölexporteur nach Nigeria und Angola.


Mitte: British Special Forces Soldat Simon Mann. Gefangener im Chikurubi Gefängnis Simbabwe im September 2004

Zimbabwe, das kurz vor dem Staatsbankrott steht, kann mit Zuwendungen des Diktators Obiang Mbasogo Nguema rechnen, sobald der ehemalige SAS Soldat Simon Mann in Malabo, der Hauptstadt Äquatorial Guineas eintrifft, wo sich auch das berüchtigte Black Beach Gefängnis befindet, in dem der Deutsche Waffenhändler und vermutliche BND Mitarbeiter Gerhard Eugen Merz starb, nachdem er mutmaßlich gefoltert worden war. Er und der Sohn von Margaret Thatcher, Mark Thatcher waren offenbar in den Putschversuch verwickelt.

Keine Todesstrafe
Äquatorial Guinea hat versprochen einige Bedingungen zu erfüllen: Der Vorsitzende Richter eines Hochverratsprozesses wird von der Afrikanischen Staatengemeinschaft bestimmt werden und die Todesstrafe wird nicht verhängt werden. Es wird daher allgemein damit gerechnet, dass Simon Mann ausgeliefert wird.

Der Prozess in Malabo dürfte zum Sensationsprozess werden. Denn verlassen von allen Freunden, die keinen Finger für ihn gekrümmt haben, wozu auch sein früherer Arbeitgeber und Söldnergeselle und jetzige Chef der Firma Heritage Oil Tony Buckingham gehört, kann damit gerechnet werden, dass Simon Mann nun auspackt, um eine kürzere Gefängnisstrafe zu bekommen. Und dies könnte blamabel werden für Spanien, dessen Regierung unter Aznar offenbar knietief in den Putsch verwickelt war, wie auch für die englische Regierung, die zwei Monate vor dem geplanten Putsch detailliert informiert worden war und daraufhin den Obersöldner Tim Spicer, mittlerweile im Irak als quasi Söldner-Divisionskommandeur tätig, zum Gespräch eingeladen hatte.

Auch für das Auswärtige Amt Ungelegen
Das Auswärtige Amt in Berlin könnte ebenfalls noch unter Druck geraten, wenn sich Vermutungen bestätigen sollten, dass Merz mit dem BND zusammengearbeitet hat. Das Auswärtige Amt hat alles unternommen, um diese Sache unter den Teppich zu kehren. Merz hatte, wie berichtet, ihn den 90er Jahren in Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst Shin Bet und vermutlich auch dem BND, Massenvernichtungswaffen von China in den Iran befördert.

Ungeschoren davongekommen ist bisher der Inhaber der Lufttransportfirma CAL in Offenbach, Thomas Rinnert. Man muss wohl davon ausgehen, dass er ebenfalls involviert war. Darauf deutet jedenfalls eine E-Mail hin, die von einem der Putschisten, Greg Wales, an ihn gesandt wurde.

© 2007 Copyright by Dr. Alexander von Paleske – Alle Rechte vorbehalten. Die Übernahme und Nutzung des Artikels zu anderen Zwecken und auf anderen WebSeiten und in Print-Medien sowie Fernsehen und Hörfunk bedarf der schriftlichen Zustimmung des Autoren.

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USA greifen nach Afrika

Dr. Alexander von Paleske – — 5.5. 2007 — Der US Verteidigungsminister Robert Gates hat vor einigen Monaten einen Plan bekannt gemacht, der in den europäischen Medien kaum Aufmerksamkeit gefunden hat: Die Bildung eines Afrika-Kommandos (AfriCom), angeblich um der Gefahr des Terrors durch Islam-Radikale zu begegnen. Das neue Kommando, soll im Herbst dieses Jahres errichtet sein und im Laufe des nächsten Jahres voll einsatzfähig sein.

Das Pentagon besucht Afrika
Im letzten Monat reiste eine US-Delegation in mehrere Staaten Afrikas um das neue Kommando schmackhaft zu machen. Die Delegation setzte sich aus Mitgliedern des Verteidigungsministeriums und der Entwicklungshilfeorganisation USAID zusammen und wurde von dem Unterstaatssekretär im Verteidigungsministerium Ryan Henry angeführt.


Will nun nach Afrika: US-Armee

Besucht wurden Senegal, Ghana, Äthiopien, Nigeria und Südafrika. Als Aufgabe dieses neuen Kommandos, das nach übereinstimmenden Berichten seinen Sitz in der baden-württembergische Landeshauptstadt im Stuttgarter Stadtteil Möhringen haben wird, soll die Bildung von Partnerschaften mit afrikanischen Ländern, die Förderung humanitärer Projekte und der Kampf gegen Al Qaeda sein. Im Hinblick auf die Ölförderung und die Versuche Chinas, seinen Einfluss auf dem Kontinent zu stärken wird die zunehmende strategische Bedeutung Afrikas hervorgehoben.

Öl, Strategische Barmherzigkeit und Terrorabwehr
Während US-Armeejournalisten wie Greg Reeson nur über den Kampf gegen Islamterroristen als Grund für den Aufbau von AfriCom berichten, sieht es in grundlegenden Analysen wie z.B. der von Sandra Barnes, Professorin für Afrikanische Studien an der Universität von Pennsylvania in Philadelphia schon ganz anders aus.

In ihrem Artikel „Global Flows: Terror Oil and Strategic Philantropy“, erschienen im Jahr 2005, wird akribisch aufgezeigt, worum es den USA in Wirklichkeit geht: Um Öl, andere Rohstoffe und neue Absatzmärkte. Und erst daneben natürlich auch um den Kampf gegen den Terrorismus.


Ausbildung von den Amerikanern: Sollen Aufstände bekämpfen

Die USA verbrauchen ein Viertel des weltweit geförderten Erdöls, wobei bereits 18% davon aus Westafrika kommen. In den nächsten Jahren sollen es 25% werden. Hauptförderländer sind Nigeria, Angola, Gabun und Äquatorial Guinea.

Kampf dem lokalen Widerstand
Allerdings sind, wie das Beispiel Nigeria zeigt, diese Importe ständig gefährdet, weil die Bevölkerung in den Landesteilen, in denen die Ölförderung stattfindet, nichts oder so gut wie nichts von den Einkünften aus der Erdölförderung hat. Die Einkünfte verschwinden in den Taschen der Zentralregierung in Abuja. Gleichzeitig muss die Bevölkerung aber all die Lasten der massiven Umweltverschmutzung durch die Förderanlagen und Pipelines tragen.

Geplatzte Pipelines haben die traditionellen Einkunftsmöglichkeiten der lokalen Bevölkerung oftmals zerstört. Insbesondere der Fischfang im Nigerdelta ist durch die Ölverschmutzung massiv eingebrochen. Dies führte zum Aufstand, der von der Regierung hart bekämpft wurde. Deren prominentestes Opfer war der Dichter Ken Saro-Wiwa vor 12 Jahren.


Weihnachtsmann mit dem Geschenkschlitten in Afrika

Die Antwort darauf seitens der USA ist nicht etwa Ölkonzerne wie Halliburton zu zwingen, sich an Höchststandards zu halten um die Umwelt zu schützen, sondern die Stärkung der Armee und der Aufbau von US-Basen in der Region. Oder wie es der US General Wald formulierte:

„Id like to have some forward bases in Africa.The World has changed, we are going to have to make our own security. The halcyon days are over.“

Und so wird die militärische Hilfe aufgestockt, um die Offshore Anlagen der Ölkonzerne zu sichern. Küstenschutzboote wurden bereits an Nigeria, Ghana und Sao Thome geliefert, Nigeria erhielt zusätzlich Hubschrauber.

5 Milliarden Investitionen
Insgesamt mehr als 5 Milliarden US Dollar wurden in den letzten Jahren seitens der Ölkonzerne im Golf von Guinea investiert. Die Auseinandersetzung zwischen den Leuten in der US Administration, die eine breite Initiative favorisieren, welche diplomatische, humanitäre und militärische Komponenten enthält und deren Befürworter im Aussenministerium angesiedelt sind und denjenigen, die einzig auf militärischen Einsatz setzen und deren Befürworter im Pentagon zu Hause sind, dürfte damit vorläufig entschieden sein. Mit der Errichtung des AfriCom soll auf die militärische Karte gesetzt werden. Für die afrikanischen Länder gibt es keinen Grund, AfriCom willkommen zu heissen.

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Sambia muss an Geierfond 15 Millionen US Dollar bezahlen.

Dr. Alexander von Paleske —- 27.4. 2007 — Sambia wurde von einem Gericht in London dazu verurteilt, an die Firma Donegal International 15 Millionen US Dollar zu bezahlen. Die Firma hatte Sambia, eines der ärmeren afrikanischen Länder, das gerade dabei ist, sich aus Schuldenfalle zu befreien, auf Zahlung von 55 Millionen US Dollar verklagt. Was hat die Firma Donegal, die im Steuerparadies Virgin Islands beheimatet ist, mit Sambia zu tun?

Donegal gehört zu den Geierfonds, die alte und weitgehend abgeschriebene Forderungen für ‚n Appel und n’ Ei aufkaufen und dann eine Armada von Anwälten in Gang setzt, um Forderungen einzutreiben. In diesem Fall hatte Rumänien unter dem Diktator Ceaucescu Sambia im Jahre 1979 einen Kredit über 15 Millionen US Dollar zum Einkauf von Gerätschaften für die Landwirtschaft gewährt.

Durch den Fall der Kupferpreise – Kupfer ist Sambias wichtigster Exportartikel – in den 80er Jahren, geriet Sambia in Zahlungsschwierigkeiten und konnte die Schuld nicht abtragen. Der Geierfond Donegal kaufte die Forderung für rund drei Millionen US Dollar und treibt sie jetzt, einschliesslich Zins und Zinseszins seit 1979 ein. Alles zusammen 55 Millionen US Dollar. Davon wurden ihnen jetzt bereits 15 Millionen zugesprochen.

Ein perverses Urteil, das märchenhafte Gewinne möglich macht, allerdings nicht für die Bevölkerung von Sambia, die das Geld dringend bräuchte, um mehr anti- AIDS Medikamente einzukaufen.

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Simbabwes 27. Geburtstag: Kein Grund zum Feiern, ausser für Mugabe und seine Lakaien

Dr. Alexander von Paleske – Am 18 April 1980 um Mitternacht wurde der Union Jack eingeholt und die Fahne des neuen Staates Zimbabwe gehisst. Der Jubel der schwarzen Bevölkerung war grenzenlos, Mugabe, der Führer der Befreiungsbewegung ZANU wurde Ministerpräsident, Canaan Banana Staatspräsident.

Die Startbedingungen hätten nicht besser sein können. Zimbabwe war die zweitstärkste Wirtschaftsmacht Afrikas, nach der Republik Südafrika, mit einer starken exportierenden Landwirtschaft, Mineralien galore und einem florierenden verarbeitenden Sektor. Davon ist heute nichts mehr übrig geblieben.

27 Jahre danach – der wirtschaftliche Ruin
Die verarbeitende Industrie existiert nur noch in Resten, das Land kann sich, dank einer miserablen Landreform die einzig politischen Zwecken aber nicht einer gerechten Landverteilung diente, nicht mehr selbst ernähren. Die Arbeitslosenrate liegt mittlerweile bei etwa 80%.

27 Jahre nach Erringung der Unabhängigkeit gibt es – abgesehen für eine parasitäre Parteiclique – für die Bevölkerung nichts mehr zu feiern. Die Bevölkerung hungert, die Inflationsrate liegt zurzeit bei knapp 2000 Prozent, zum Jahresende soll sie bei 5000 Prozent liegen!


Wenigstens einer ist gut genährt in Zimbabwe: Robert Mugabe.

Mugabe hat anlässlich der Unabhängigkeit einen einzigen Erfolg nach 27 Jahren Unabhängigkeit benannt: Die Versuche des britischen Premiers Tony Blair abgewehrt zu haben, die Opposition an die Macht zu bringen, die er als Marionetten Großbritanniens bezeichnet. Diese wollten angeblich die Landreform und die Unabhängigkeit rückgängig zu machen. Ein Ablenkungsmanöver, das von den wahren Problemen und ihren Verursachern ablenkt.

Dabei hatte Mugabe in den Anfangsjahren wirklich etwas vorzuweisen, wenn man von dem Genozid im Matabeleland absieht. Das Schulsystem und das Gesundheitswesen waren Vorzeigeprojekte, die Analphabetenrate die niedrigste in Afrika, südlich der Sahara. Davon ist jetzt nichts mehr geblieben. In den staatlichen Krankenhäusern gibt es weder Medikamente in nennenswerter Zahl, noch ausreichend Ärzte.

Schwache Opposition
Während sich die Lage der Bevölkerung von Tag zu Tag verschlechtert, hat die Opposition unter dem früheren Gewerkschaftsführer Morgan Tsvangirai bewiesen, dass sie wieder mal nicht in der Lage ist, diesen Protest zu bündeln und mit Massendemonstrationen den Sturz von Mugabe herbeizuführen.

Der ehemalige Propagandaminister Mugabes, Professor Jonathan Moyo, dessen Amtszeit von Mugabes Gnaden im Jahre 2005 jäh endete, als er sich an einem innerparteilichen Putschversuch beteiligte, hat sich in einem längeren Zeitungsartikel über die Taktik Mugabes ausgelassen.

Zum Wahlkampf-Terror
Moyo, der während seiner Amtszeit auch den Spitznahmen Göbbels-Moyo führte, weil er die Medien nach seiner Amtsübernahme gleichschaltete und zu reinen Propagandamaschinen der Regierung machte, gleichzeitig die einzige unabhängige Tageszeitung „Daily News“ ausschaltete, bezeichnete zutreffend die jetzt allenthalben zu beobachtende Gewalt seitens des Regierungsapparates als Teil des Wahlkampfs Mugabes, der nur noch über Terror und Einschüchterung die Bevölkerung dazu bringen könnte, für ihn zu stimmen.

In den Townships der grösseren Städte besteht nachts de facto eine Ausgangssperre. Fahrzeuge ohne Nummernschilder patrouillieren und die Polizei schlägt wahllos auf Personen ein, z.B. an Bushaltestellen. Moyo muss es wissen, denn er selbst hat genau diese Taktik im Wahlkampf 2002 für Mugabe eingesetzt. Allerdings versuchte Mugabe damals seine Wahl noch durch die Landvergabe schmackhaft zu machen.

Verhandlungen ohne Aussicht auf Erfolg
Die Opposition setzt auf Verhandlungen mit Südafrika’s Präsident Thabo Mbeki als Vermittler. Nachdem Mbeki schon in den vergangenen fünf Jahren sich als Vermittler erfolglos versucht hatte, ist er zwar jetzt mit einem robusteren Mandat der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika ausgestattet, aber Mugabe denkt gar nicht daran, seine Macht zu teilen, das hat er gerade heute wieder verkündet, jedenfalls nicht ohne dass er unter gewaltigen Druck gesetzt würde, wozu Südafrika alle Möglichkeiten hätte, ausser einem Präsidenten, der bereit wäre, die Druckmittel auch zu benutzen, nämlich Sperrung der Grenze und Abschaltung der Elektrizitätsversorgung.

Thabo Mbeki – Stark in Intrigen schwach im Regieren
Nelson Mandelas Nachfolger im Amte des Staatspräsidenten hat es zu keinem Zeitpunkt geschafft, aus dem Schatten seines Vorgängers herauszutreten. Zunächst die Irrfahrt in Sachen AIDS, wo er auf HIV-AIDS Leugner wie den deutschen Internisten Klaus Köhnlein gestützt, sich der absurden These anschloss, das HIV Virus sei nicht für AIDS verantwortlich. Erst nach sechsjähriger Irrfahrt eine zögerliche Kehrtwende. Dann die ausufernde Kriminalität und schliesslich Simbabwe.

Totalversagen in Sachen Simbabwe.
Wie der katholische Erzbischof von Bulawayo, Pius Ncube in einem Interview vor wenigen Tagen feststellte, hätte dies unter Nelson Mandela nie passieren können. Wohl wahr. Vielleicht eine kleine Begebenheit, die schon recht frühzeitig andeutete, wohin die Reise geht. Als der damalige nigerianische Diktator Sunny Abacha den Schriftsteller Ken Saro-Wiwa im Jahre 1995 am Galgen baumeln liess, da reagierte Nelson Mandela, damals Staatspräsident sofort. Mandela, der sich gerade zu einem Staatsbesuch in Neuseeland aufhielt, liess eine Verbalattacke gegen Abacha los, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig liess.

Thabo Mbeki, der ihn im Amt vertrat, war das alles sehr peinlich und er schwadronierte in Gegenwart eines Journalisten über die „Komplexität“ der Person Abachas. Auch kein Wort für die Preilassung des jetzigen Präsidenten Obasanjo, der sich damals im Gefängnis befand. Mit anderen Worten: Schwarze, insbesondere Präsidenten, gleichgültig was sie tun, müssen zusammenhalten.

Und nicht nur das, er versucht zur Zeit alles daranzusetzen, eine weitere Amtszeit als Präsident der Regierungspartei zu bekommen um anschliessend dann eine weitere Amtszeit als Staatspräsident zu erreichen, über eine Verfassungsänderung.

Die Intrigenmaschine ist gut geölt, die Angriffe gegen vermeintliche Mitbewerber laufen über die „City Press“ und deren Chefredakteur Mathata Tsedu, eine Wochenzeitung, die sich „Distinctly African“ nennt. Letzte Woche war Tokyo Sexwale an der Reihe, ein möglicher Kandidat für das Amt des Staatspräsidenten. Daneben laufen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen Jacob Zuma, den ehemaligen Vizepräsidenten auf Overdrive.

Alles in allem keine guten Aussichten.

SIMBABWE – Polizei mordet, Minister buddeln nach Diamanten
Machtkampf am Kap
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Simbabwe – Katholische Bischöfe warnen vor Massenaufstand
Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende
Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!
Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

afrika

When the Regular Army goes, the Mercenaries come

Dr. Alexander von Paleske —- 13.04. 2007 — British Prime Minister Tony Blair has with much fanfare recently announced, that part of the British army will be withdrawn from Iraq. What he did not mention was, that mercenaries will fill the gap.

And he is busy to secure the flow of them to Iraq. On 29th August 2006 the South African Parliament has approved a new anti-mercenary law with a vote of 211 to 28. The bill called „Prohibition of Mercenary Activities and Prohibition and Regulation of Certain Activities“ compels South Africans to get authorization to enlist in foreign armies or mercenary companies. The bill seeks to close loopholes in the existing anti-mercenary law.


Did his level best: British High Commissioner to South Africa, Paul Boateng

The British High Commissioner to South Africa, Paul Boateng, did his level best to stop the bill or at least to get it watered down, unsuccessfully up to now, however South African president Thabo Mbeki has not signed the bill as yet.. The British Government continues with it’s efforts.

What has the British Government to do with a South African anti-mercenary law?

The answer is simple. The British Government wants a continuous flow of mercenaries and regular soldiers from South Africa not only into it’s own army, where already 800 South Africans are enlisted, but more so in all areas of conflict, where these mercenaries are most welcome to do outsourced duties of the British army, like in Iraq.

Mercenaries have been hired by so called Private Military Companies, like Aegis, MPRI, Erinys, Blackwater and others for mercenary- jobs in Iraq. They outnumber the British Army contingent there by far.The South African contingent is estimated to be around 10.000.

Aegis and Tim Spicer
Special mentioning deserves Aegis, headed by the top mercenary Tim Spicer, who was before CEO of the British mercenary company Sandline, that was in turn connected to the South African mercenary company Executive Outcomes.

Spicer, despite his mercenary past in Africa and Papua New Guinea got the top contract from the Pentagon to the tune of 290 million US Dollars to start with.

He is now overall in charge of all mercenaries, totalling more than 40.000.

Directors in his Aegis company are a grandson of Winston Churchill, also MP of the Conservative Party, Nicholas Soames and the former commander of the British Special Forces Forces, Jeremy Phipps.

A significant shareholder is an author by the name of Frederick Forsyth. He once wrote the book „Dogs of War“, now he is getting money out of these „dogs“, dog’s food so to speak.

Not to forget Robert Mc Farlane, security adviser of President Ronald Reagan during those golden oldie days of the Iran-Contra Scandal, when Khashoggi, Oliver North and others were sending weapons to Iran via Israel and the profits were used to sponsor a right wing terror group in Nicaragua, the Contras. Everything illegal, of course. He is now adviser to Aegis, how wonderful.

Proven in Terror-Combat.
Many of South Africans are former members of the apartheid terror- and destruction gangs like Reconnaissance commandos (Recce), 44 Parachute Brigade, the 32 Buffalo Battalion, Koevoet and the death squad Civil Cooperation Bureau (CCB)

They came for murderous excursions into neighbouring countries like Zambia, Zimbabwe, Mozambique, Lesotho Angola , Swaziland and even Tanzania.

Botswana had tasted as well the brutality of these gangs. They came on 14 June 1985 and 20th May 1986 to Gaborone, killing at least 14 people, wounding several others and blowing up a number of houses afterwards.


Mourning the victims of the raid, Michael Dingake, Ex Robben- Island prisoner
Photo: Dr. v. Paleske

Some of these units used to eliminate captured freedom fighters with the help of poison, delivered allegedly by South Africa’s Dr. Mengele by the name of Dr. Wouter Basson, and the bodies were thrown out of a plane over the Atlantic Ocean. The Geneva Convention was an unheard foreign entity.


Dr. Death or Wouter Basson: The bodies were thrown out of a plane over the Atlantic Ocean

Iraq – A legal Vacuum
The Iraqi Government has no jurisdiction over members of foreign armies as well as mercenaries. And unlike members of foreign armies, who fall under military law, no martial law is applicable for mercenaries. They virtually operate in a legal vacuum, something each and every criminal would highly appreciate. For the mercenaries an ideal environment to operate in, when the killing of innocent civilian rather a day-to-day event. Shoot first and ask questions later on, if at all.

The murderous trail of these companies came to light, when a disgruntled Aegis mercenary put a shooting video on the internet, with music from Elvis Presley.

The South African government, strongly opposed to the occupation of Iraq, tries now to put an end to this unwelcome export.

However, the British Government wants to continue with it’s efforts, to get changes done to the bill even after it’s approval, that shows, how much Tony Blair appreciates the mercenary service in the interest of Queen and Country.

The desire in Europe to serve for these „security“ companies has despite the high salaries somehow watered down. Iraq turns out to be a walk into hell. This experience was also made by Gary Branfield, former member of the Civil Cooperation Bureau and architect of the attack on Gaborone in 1985.

Branfield alias Major Brian, who on 31 July 1981 killed with a death squad the ANC representative in Harare Joe Gqabi, by shooting him 19 times, found eventually his fate as mercenary in Iraq in 2004, where he was killed.

A Coup for a Mountain of Wonga
British Mercenary Simon Mann’s last journey?
Blair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Der Wonga Coup
HARARE-MALABO – Das Ende einer Söldnerkarriere
Massenvernichtungswaffen für den Iran

afrika

Rußige Flecken – Bilder der Zerstörung in Darfur

onlineredaktion – Google Earth zeigt die Spuren des Bürgerkriegs in der sudanesischen Region Darfur. Zusammen mit dem Holocaust-Museum in Washington hatte Google ein Projekt gestartet, um den Bürgerkrieg in Darfur mehr ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit zu rücken. Dazu zählen nun Bilder von der Zerstörung zerstörter Dörfer, die in dem Satellitenbilderprogramm Google Earth zu sehen sind – allerdings in geringer Auflösung und lediglich als rußige Flecken auf sandigem Grund. Aber die sind nun leicht zu finden: Wer mit dem Programm auf der virtuellen Weltkugel Zentralafrika ansteuert, findet große Teile orange gefärbt. Beim Heran zoomen erscheint der Schriftzug „Crisis in Darfur“ und kleine Flammen-Ikons, die angeblich 1.600 zerstörte Dörfer darstellen.


Das sudanesische Krisengebiet Darfur in Google Earth


Nieder gebrannte Hütten im Satellitenbild
© Google Earth/DigitalGlobe

Den Angaben nach wurde das am Dienstag vorgestellte Projekt in Kooperation mit dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington erarbeitet. Mit Hilfe von Technologie, die es in der Vergangenheit nicht gab, wollen die Veranstalter versuchen, das Leiden der Menschen in Darfur zu veranschaulichen. Ob dies aber mit kleinen, unscharfen Flecken in Satellitenfotos von DigitalGlobe, einem der Bilder-Lieferanten von Google Earth, erreicht wird, darüber wird man sich streiten können.

Erneut haben unbekannte Bewaffnete eine Stellung der Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) in Darfur angegriffen und dabei einen AU-Soldaten getötet. Wie die AU-Mission am Dienstag in Khartum mitteilte, seien drei weitere AU-Soldaten schwer verletzt worden. Bei einem Anschlag gegen die AU-Truppe wurden Anfang des Monats fünf senegalesische AU-Soldaten getötet. Die sudanesische Regierung hat bislang verhindert, dass die etwa 7.000 AU-Soldaten, die als zu schwach und zu schlecht ausgestattet gelten, von einer UNO-Truppe abgelöst wurden.

Unterdessen traf der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki in Khartum ein, um seinerseits „für eine politische Lösung des Darfur-Konflikts“ zu werben. Vertreter der sudanesischen Regierung, der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen einigten sich am Vortag auf weitere Schritte zur Unterstützung der AU-Soldaten. Doch in einem wichtigen, nicht weiter genannten Punkt gebe es immer noch Unstimmigkeiten, soll ein UNO-Vertreter gegenüber Journalisten erklärt haben.