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SIMBABWE – Polizei mordet, Minister buddeln nach Diamanten

Dr. Alexander von Paleske – Der Polizeiterror in Simbabwe geht unvermindert weiter. Mugabe will, bevor es zu international überwachten Wahlen kommt, die Opposition durch andauernden Terror einschüchtern.

Vor wenigen Tagen wurde die Leiche des Kameramannes Edward Chikomba gefunden. Er hatte den Oppositionsführer Tsvangirai gefilmt, als der blutüberströmt die Polizeiwache verließ in der er zusammengeschlagen wurde. Seine Filmaufnahmen gingen um die Welt und lösten einen Sturm der Entrüstung aus. Aber darauf steht offenbar in Zimbabwe neuerdings die Todesstrafe, und Chikomba wurde vor seinem Tode noch schwer misshandelt.

Ein weiterer Aktivist der Oppositionspartei liegt mit schweren Schussverletzungen im Krankenhaus. Die Polizei hatte ihn in seinem Haus – er war unbewaffnet – drei Mal in die Brust geschossen.

Minister plündern Diamanten
Und die Minister der Regierung plündern mittlerweile die Diamanten in der neuentdeckten Mine in Chiyadzwa, im Marange Distrikt, Manicaland. Zwar ist die Mine von der Polizei abgeriegelt, aber ganze Trupps, von Ministern angeheuert, dürfen dort graben. Sie lassen sich durch die Farben ihrer Overalls unterscheiden.

Aber nur Top-Minister dürfen dort ihre Trupps buddeln lassen. Nachts kommen dann die Dorfbewohner und buddeln, unter Lebensgefahr. Draußen warten dann am nächsten Tag die Boten der weniger einflussreichen Minister mit Säcken voll Geld, um ihnen die Diamanten abzukaufen. Diese werden dann von ihnen ins Ausland geschafft, wo natürlich auch das Geld bleibt.

Kürzlich wurde wohl einer von ihnen versehentlich vor dem Abflug nach Dubai erwischt, mit Diamanten im Wert von 1 Million US-Dollar. Nhara heißt der Herr und ist Minister „in his President’s Office“. Und so schnüren Mugabes Gefolgsleute sich ihr Abschiedspaket, wohl wissend, dass es nicht mehr lange so weitergehen kann…

Simbabwe – Katholische Bischöfe warnen vor Massenaufstand
Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende
Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!
Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Simbabwe – Katholische Bischöfe warnen vor Massenaufstand

Dr. Alexander von Paleske – In ihrer Osterbotschaft haben die katholischen Bischöfe Simbabwes, allen voran der „Löwe von Matabeleland“, Erzbischof Pius Ncube, Mugabe zum Rüktritt aufgefordert, um einen Massenaufstand zu vermeiden. Der Hirtenbrief mit der Überschrift „Gott hört die Schreie der Unterdrückten“ enthält den bisher schärfsten Angriff der katholischen Kirche gegen Simbabawes Diktator Robert Mugabe, selbst Katholik…

„Während das Leiden der Bevölkerung immer schlimmer wird, und als Antwort darauf Boykotte, Streiks und Widerstand zunehmen“ heißt es in dem Brief, der überall in Simbabwe verbreitet wurde, „antwortet die Regierung mit Verhaftungen, Verprügeln und Folter. Viele Menschen in Simbabwe sind empört und wütend und diese Wut schlägt nun in offene Revolte um in einem Stadtteil nach dem anderen.“

Allein in Harare lasen mehrere tausend Kirchgänger aufmerksam diese Botschaft. Im Klartext sanktioniert damit die Kirche den Aufstand gegen Mugabe.

Damit stellt sich die Kirche an die Spitze der Opposition, während der Oppositionsführer Morgan Tsvangirai wieder einmal seine Unfähigkeit in der vergangenen Woche bewies. Während die Gewerkschaften in der vergangenen Woche vergeblich zu einem zweitägigen Generalstreik aufriefen, hielt er sich in Südafrika auf und stellte Mugabe eine Amnestie in Aussicht, und dies angesichts unzähliger Verbrechen; einschließlich eines Genozids im Matabeleland in der 80er Jahren, dem mehr als 20.000 Menschen zum Opfer fielen.

Die Bischöfe riefen für den 14. April zu einem Massengebet auf, das von da ab jede Woche stattfinden soll.

Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
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Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Treffen in Tansania – Zeitgewinn für Mugabe?

Dr. Alexander von Paleske – Das Dringlichkeitstreffen der Regierungschefs der Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) ist nach einer ganztägigen Sitzung hinter verschlossenen Türen gerade zu Ende gegangen. Das Resultat: Der Staatspräsident von Südafrika, Thabo Mbeki, wurde offiziell beauftragt, als Vermittler im Simbabwe-Konflikt tätig zu werden. Damit ist Mugabe als scheinbarer Sieger aus diesem Treffen hervorgegangen. Denn diese Vermittlerfunktion übt Mbeki bereits inoffiziell seit 5 Jahren aus, ohne irgendein greifbares Ergebnis.

Zeitgewinn für Mugabe
Für Mugabe bedeutet dies erst einmal Zeitgewinn. Die Konferenz hat sich nicht dazu durchringen können Mugabes Terrorakte zu kritisieren, geschweige denn zu verurteilen. Wenn die Opposition die Konfrontation wie mit dem für Anfang nächster Woche geplanten unbefristeten Generalstreik weiterführt, dann steht sie als Störenfried da, der keine friedliche Verhandlungslösung will.

Wenn sie sich aber auf Verhandlungen einlässt, die nach Mugabes Plan zu nichts führen sollen, dann wird dies zu nichts anderem führen, als Wahlen im nächsten Jahr unter den gegenwärtigen Bedingungen – also Wahlbetrug und Terror.

Heute hat das Politbüro seiner ZANU-Partei beschlossen, Mugabe solle im nächsten Jahr wieder antreten – das wird dann morgen vom Zentralkomitee, Mugabes Gesangverein, ebenso beschlossen werden. Begründung: Es gibt noch so viel zu erledigen, was nur er erledigen kann. Wohl wahr, was den Terror gegen sein eigenes Volk angeht; das macht ihm keiner so schnell nach.

Mittlerweile haben die katholischen Bischöfe, angeführt von Bischof Pius Ncube, einen Hirtenbrief verfasst, der am Palmsonntag verlesen werden soll und in welchem Mugabes Terror in scharfer Form angegriffen wird. Die Vorwürfe lauten, die Taten der Regierung seien gesetzlos, gewalttätig, ungerecht, rassistisch, hasserfüllt und voller Verachtung und dienten einzig und allein dem Ziel, mit aller Gewalt an der Macht zu bleiben.

imbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
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Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst

Dr. Alexander von Paleske – Eine neue Überraschung hatte die Regierung des Diktators Mugabe heute für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bereit: Halbes Gehalt.

Die Gehälter, die ohnehin nicht mehr die Kosten des täglichen Bedarfs decken, wurden für den laufenden Monat nur zur Hälfte ausgezahlt; mit zwei Ausnahmen: Polizei und Militär. Als Grund dafür wurde die mangelnde Verfügbarkeit von Banknoten angegeben. Offenbar kommt die Regierung mit dem Drucken von Geld nicht mehr nach. Die Inflationsrate, die gegenwärtig bei 1.700 Prozent liegt, soll nach Schätzungen in wenigen Monaten bei 5.000 Prozent liegen – wenn die jetzige Regierung überhaupt noch am Ruder sein sollte. Die Beschäftigten der Krankenhäuser in Bulawayo traten daraufhin heute Morgen in den Streik.

Mugabe will weiterregieren
Nachdem Südafrikas Präsident, Thabo Mbeki, Mugabe davon abbringen konnte, die Neuwahlen in das Jahr der Fussballweltmeisterschaft zu verlegen, sollen die nächsten Präsidentschaftswahlen, die üblicherweise mit Terror und Wahlbetrug verbunden sind, nun doch nächstes Jahr stattfinden. Und Mugabe will wieder antreten. Darüber soll in dieser Woche das Politbüro und Zentralkomitee seiner ZANU-Partei abstimmen. Er will bis zum 100. Lebensjahr weiterregieren, wie er verkündete. Das sind noch 17 Jahre. Niemand in Zimbabwe aber glaubt an diesen teuflischen Spuk. Jeder rechnet damit, dass Mugabe nur noch wenige Monate oder gar Wochen verbleiben. Nicht nur der Widerstand in Simbabwe selbst, auch innerhalb seiner eigenen Partei nimmt zu, ebenfalls der Druck afrikanischer Länder.

Ende dieser Woche soll eine Krisensitzung in Dar es Salaam stattfinden. Mugabe will dort erscheinen und ein positives Votum seiner Partei für ihn mitbringen. Die afrikanischen Länder wollen hingegen einen sogenannten Exit-Plan präsentieren. Straffreiheit für seine Genozide und eine anständige Pension im Austausch für alsbaldigen Rücktritt.

Südafrika hätte längst dem Spuk in Simbabwe ein Ende bereiten können, aber der Präsident Thabo Mbeki ist nur stark in Intrigen – hingegen schwach im Regieren. Sein Versagen in Sachen Simbabwe, AIDS und Kriminalität werden eines Tages vermutlich seine Regierungszeit als eine verlorene Zeit erscheinen lassen. Seine von ihm propagierte „stille Diplomatie“ konnte bei Mugabe nichts bewirken, weil Mugabe genau wusste, dass Mbeki keinerlei Entschlossenheit zeigen würde, notfalls das zu tun, was Tansania seinerzeit mit Ugandas Idi Amin gemacht hat: Ihn mit Gewalt davonzujagen.

Auch Nelson Mandela fackelte nicht lange, als in Lesotho 1998 das Chaos auszubrechen drohte. Südafrika und Botswana schickten Soldaten, die die Ordnung wiederherstellten. Für Anfang nächster Woche haben die Gewerkschaften einen unbefristeten Generalstreik angekündigt. Wenn der befolgt wird, könnte er das Ende der Regierung Mugabe einläuten.

Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende
Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
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Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe

Dr. Alexander von Paleske – Simbabwes Staatschef Robert Mugabe hat nunmehr Hilfe erhalten von einer afrikanischen „Kleptokratie“, der Regierung Angolas. Mehr als 2000 angolanische Bereitschaftspolizisten sollen nach Simbabwe verlegt werden. Die ersten Eintausend sollen am ersten April in Harare landen.

Der Grund: Mugabe traut weder seiner eigenen Polizei noch dem Militär mehr. Das Militär gehorcht vermutlich mehr seinem einstigen Kommandeur und Ehemann der Vizepräsidentin Joyce Mujuru, Solomon Mujuru. Der sinnt angeblich darüber nach, wie man Mugabe loswerden kann und hat zu diesem Zweck schon mal Konsultationen mit westlichen Diplomaten aufgenommen.

Die Polizei, schlecht bezahlt und unter dem gleichen wirtschaftlichen Absturz leidend, wie die übrige Bevölkerung – 1700 (Eintausensiebenhundert) Prozent Inflationsrate – ist kaum noch motiviert, die Opposition zu verprügeln. Dies musste der Chef der Polizei, Augstin Chihuri, kürzlich eingestehen. Allerdings formulierte er es etwas anders, den Polizisten fehlten die „Erfahrungen““, um mit solchen Protesten umzugehen.

Das brutale Verprügeln von Oppositionsmitgliedern wurde vorwiegend von den Mugabe treu ergebenen Jugendlichen ausgeübt, die in speziellen Trainingslagern „abgerichtet“ und „scharfgemacht“ wurden, in den „Border Gezi Camps“, benannt nach einem verstorbenen Scharfmacher der Regierungspartei ZANU.
Die den Jugendlichen noch „fehlenden Erfahrungen“ der Polizei werden jetzt die Angolaner mitbringen. Da sie nicht unter dem wirtschaftlichem Niedergang Simbabwes zu leiden haben, werden sie hochmotiviert sein um das zu tun, was in Angola in langen Jahren des Bürgerkriegs zur Tagesordnung zählte: Auf den politischen Gegner schießen.

Und da sie kein Englisch sprechen, die Landessprache in Angola ist portugiesisch, werden sie auch nicht verstehen, worüber sich die Opposition beschwert und auf die Bevölkerung sollen sie schließlich schießen und nicht sich mit ihr unterhalten; letzteres könnte nur zu Zweifeln am Einsatzbefehl führen.

Der Staatschef von Simbabwes Nachbar Sambia, Levy Mwanawasa, hat mittlerweile die anderen Nachbarn Simbabwes aufgefordert, gegenüber Simbabwe eine harte Haltung einzunehmen und verglich Simbabwe mit der sinkenden Titanic.

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Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an

Dr. Alexander von Paleske – Der Erzbischof von Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes, hat Südafrika in scharfer Form für dessen Nichtstun im Simbabwe-Konflikt angegriffen. „Südafrika könnte Mugabe zwingen, die nötigen Änderungen zu bewirken. Wir haben jetzt acht schlimme Jahre hinter uns“ erklärte er gegenüber dem südafrikanischen Rundfunk gestern, „aber Südafrika schaut nur zu“.

Südafrika hat zweifellos die nötigen Mittel, um Mugabe zur Umkehr bzw. Abdankung zu zwingen. Zimbabwe ist nicht nur wirtschaftlich von Südafrika abhängig, sondern fast alle wichtigen Transporte gehen durch Südafrika.

Darüber hinaus liefert Südafrikas Elektrizitätsversorger Eskom etwa 20 Prozent der Stromversorgung Simbabwes, ohne dafür immer bezahlt zu werden. Aber Mbeki schweigt und ist nicht bereit, Druck auszuüben. Falsche Solidarität der Staatsmänner untereinander. Dabei hätte gerade er Grund genug. Mugabe sperrte ihn 1982 für 14 Tage im Khami- Gefängnis in Bulawayo ein. Der Afrikanische Nationalkongress kooperierte eng mit der ZAPU, die damals von Mugabe bekämpft wurde.

Pius Ncube, der Löwe von Matabeleland.
Bischof Ncube ist im Laufe der letzten Jahre zum schärfsten Kritiker Mugabes geworden. Trotz vielfacher Todesdrohungen rief er zum Massenprotest gegen die Regierung Mugabe auf. Versuche der Regierung Mugabes, ihn mit einer Farm zu bestechen hatten ebenso wenig Erfolg, wie Versuche, Druck auf die Kirchenführung in Rom auszuüben. Pius Ncube wurde zum Desmond Tutu Zimbabwes.


Pius Ncube © Foto: Societas Verbi Divini, Botswana – http://www.svdbotswana.com

Ncube hatte aus eigener nächster Nahe den Terror Mugabes in den 80er Jahren kennen gelernt, im Rahmen der Operation Gukurahundi, bei der nach vorsichtigen Schätzungen 20.000 Menschen im Matabeleland von Mugabes 5. Brigade umgebracht wurden. Darüber hinaus waren Vergewaltigungen und schwere Körperverletzungen an der Tagesordnung. Ein Genozid war das, nichts anderes.

Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende
Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
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Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende

Dr. Alexander von Paleske – Die Regierung Mugabe, die zum offenen Terror gegen die Opposition übergegangen ist, ließ heute auf dem Flughafen der Hauptstadt Harare den Sprecher der Oppositionspartei MDC, Nelson Chamisa, brutal zusammenschlagen. Als er beim Einchecken war, wurde er von mehreren Männern, bei denen es sich offenbar um Mitglieder der Polizei in Zivil handelte, mit Eisenstangen angegriffen und krankenhausreif geschlagen. Er war auf dem Wege nach Brüssel, wo er auf Einladung der EU an einer Konferenz teilnehmen wollte.

Mieses Image: Internationales Bildangebot über Simbabwe unter Google. Die gesamte Webseite mit der Karikatur ist im Web nicht mehr verfügbar. Vielleicht liegt es daran, dass der Terror gegen Weiße in dem Land nicht mehr aktuell ist.


Aktuell ist der Terror gegen Schwarze wieder in Simbabwe: Schwarze gegen Schwarze. Das Foto von ZimOnline zeigt Nelson Chamisa im Hospital.

Mittlerweile hat die Polizei den von ihr vor einer Woche erschossenen Demonstrationsteilnehmer zwangsbeerdigt, auch eine neue Form des Terrors. Die Polizei beerdigte den Leichnam, dessen Herausgabe sie der Familie verweigert hatte, gegen den Willen der Familie außerhalb von deren Wohnort und zwang dann den Vater des Opfers mit vorgehaltener Waffe mitzukommen, um das Grab in Augenschein zu nehmen.

Mugabe hat gegenüber den ihm noch loyalen Jugendbrigaden erklärt, dass die von der Polizei festgenommenen Teilnehmer der Opposition „ordentlich verprügelt werden müssen“. Also sofortige Strafe unter Ausschluss des Rechtswegs.

Die südafrikanische Regierung Mbeki, die sich schon durch ihr Versagen in Sachen AIDS und Kriminalität ausgezeichnet hat, aber sich für die Austragung der Fußballweltmeisterschaft in drei Jahren rüstet, konnte oder wollte sich nur zu einer Ermahnung durch den stellvertretenden Außenminister Aziz Pahad aufraffen.

In seiner Wochenbotschaft an seine lieben Parteimitglieder schrieb Präsident Mbeki, der Tag der Menschenrechte in der nächsten Woche solle genutzt werden, um auf den immer noch vorhandenen Rassismus aufmerksam zu machen. Zu Zimbabwe kein Wort.

Das besorgte dann der wie immer stets aufrechte Nobelpreisträger und Erzbischof Desmond Tutu. „Wir Afrikaner sollten uns schämen. Alle Staatsmänner in Afrika sollten die Regierung Zimbabwes verurteilen. Wieso kann das, was in Zimbabwe passiert kein Wort der Betroffenheit hervorrufen, ganz zu schweigen von einer Verurteilung?“

ZimOnline – State agents ’sold‘ tear gas to MDC supporters

Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
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Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
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Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Simbabwe vor Bürgerkrieg

Dr. Alexander von Paleske – In Zimbabwe mehren sich die Anzeichen, dass es zu einer offenen Auseinandersetzung der Bevölkerung mit der Regierung Mugabe kommen wird. Gestern früh wurden zwei Polizeistationen in Harare, der Hauptstadt, mit Molotowcocktails angegriffen. Auch in Gweru, der viertgrössten Stadt, gab es einen Brandanschlag auf eine Polizeistation.

In Bulawayo, der zweitgrössten Stadt, wurden heute früh Barrikaden mit brennenden Reifen in zwei Townships errichtet. Die Lage kann angesichts des weitverbreiteteten Hungers nur als explosiv bezeichnet werden. Die Preise für Lebensmittel haben sich in den letzten Wochen verzsiebzehnfacht.

Die Regierung Mugabes plant, den Notstand auszurufen um damit wahllose unbefristete Verhaftungen zu ermöglichen und Ausgangssperren zu verhängen. In dieser Lage ist es heute zu einem unangekündigten überraschenden Besuch des tansanischen Präsidenten Jakaya Kikwete gekommen, um vermittelnd tätig zu werden, ohne greifbaren Erfolg.

Mugabe ist nicht daran interessiert, abzutreten oder eine Regierung der nationalen Einheit zu bilden. Er will weiterregieren, gegen das Volk, koste es, was es wolle.

Bereits in Accra/Ghana hatten mehrere afrikanische Staatsmänner, die dort an dem 50 jährigen Staatsjubiläum teilnahmen, darunter auch Südafrikas Thabo Mbeki, versucht, Mugabe zum Abdanken zu bewegen, zumindest aber sich im nächsten Jahr nicht zur Wiederwahl zu stellen.
Alles abgelehnt.

Es gibt offenbar nur eine Sprache, die Mugabe versteht, die der Gewalt. Dazu scheint die Bevölkerung offenbar jetzt bereit.

Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
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Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies

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Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe

Dr. Alexander von Paleske – Der Präsident der Afrikanischen Union, Ghanas Präsident John Kufuor, der sich zu einem Staatsbesuch in London aufhält, hat sich bei einer Diskussionsveranstaltung im Royal Institute of International Affairs (Chatham House), einem Think Tank, klar von Simbabwes Diktator Mugabe distanziert.

Die Afrikanische Union sei keineswegs einverstanden mit den Vorgängen in Zimbabwe, sagte er auf Fragen. Allerdings seien Vermittlungsversuche an der uneinsichtigen Haltung Mugabes gescheitert. Zuletzt hatte der Präsident Südafrikas, Thabo Mbeki, letzte Woche bei einem Treffen afrikanischer Präsidenten In Ghana versucht, Mugabe zum Einlenken zu bewegen, vergeblich.

Der Terror geht weiter.
Nachdem Oppositionsmitglieder am Sonntag nach Festnahmen schwer gefoltert worden waren, der Führer der Opposition, Morgan Tsvangirai liegt mit einem Schädelbruch im Krankenhaus, geht der von Mugabe befohlene Polizeiterror nach Informationen, die ich aus Zimbabwe erhielt, in der Townships von Harare weiter. Dort werden nachts ganze Stadtteile von der Polizei abgeriegelt und die Bewohner wahllos verprügelt. Damit will Mugabe die Bevölkerung einschüchtern.

Diesen Terror hat er schon mehrfach praktiziert, zuletzt im Juni 2005, als er 750.000 Stadtbewohner aus Harare und Bulawayo verjagte und ihre kümmerlichen Behausungen zerstörte, mitten im Winter.

Mittlerweile ist seine ZANU Partei tief gespalten.
Die von ihm ernannte Vizepräsidentin Joyce Mujuru, Frau des ehemaligen Oberkommandierenden der Armee, Solomon Mujuru, blieb der pompösen Geburtstagsfeier des Präsidenten ostentativ fern und zog mit der Geste den Zorn des Diktators auf sich.

Absetzen kann er sie nicht, er muss befürchten, dass dann Solomon Mujuru, der über starken Anhang im Militär verfügt, zum Mittel des Staatsstreichs greift. Es ist zweifelhaft, dass Mugabe in 6 Monaten noch im Amt ist. Er hat nun der Opposition offen mit weiteren Schlägen gedroht, aber das hörte sich eher wie das Gebell eines alternden Tyrannen an, dessen Zeit abgelaufen ist.

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Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert

Dr. Alexander von Paleske – Zwei Tage hatte die Polizei auf Anordnung der Regierung Mugabe, die gerichtliche Anordnung, die am Sonntag festgenommenen Oppositionspolitiker sofort ärztlich behandeln zu lassen und dann dem Richter vorzuführen, ignoriert.


Mugabe liess Oppsitionelle schwer foltern

Gestern schliesslich wurden 5o Mitglieder der Opposition dem Richter vorgeführt. Alle waren in der Zwischenzeit von der Polizei schwer gefoltert worden. Der Führer der Opposition, Morgan Tsvangirai, hatte schwere Kopfverletzungen davongetragen.

Dem Schatzmeister der Oppositionspartei MDC, Elliot Mangoma hatte die Polizei in der Haft ein Bein gebrochen. Die langjährige Aktivistin und Mutter Memory Mapai hatte die Polizei so schwer misshandelt, dass sie nur mit Hilfe anderer gehen konnte. Ihre Beine waren mit Blutergüssen übersät.

Erstmals hat sich nun auch die Regierung des Nachbarlandes Südafrika, wo im Jahre 2010 die Fussballweltmeisterschaft ausgetragen werden soll, zu einem schwachen Protest bequemt. Der stellvertretende Aussenminister Pahad Aziz mahnte Zimbabwes Regierung, sich an das Gesetz zu halten. Bisher konnte sich Mugabe darauf verlassen, dass der Präsident Thabo Mbeki bestenfalls freundschaftliche Ermahnungen als Antwort auf den Terror Mugabes bereithalten würde.

Mugabe (83)hat inzwischen angekündigt, dass er nächstes Jahr sich für weitere 7 Jahre wieder wählen lassen wolle. Es könnte sehr schnell anders kommen. Für Anfang nächsten Monats haben die Gewerkschaften Zimbabwes einen Generalstreik angekündigt. Die Gewerkschaften Südafrikas haben Unterstützung signalisiert.

Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!
Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies