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Schweizer Grossbank UBS und Steuerbetrug in den USA

Dr. Alexander von Paleske– — 20.2. 2009 — Die schweizer Bank UBS hat, wie fast alle anderen Banken in Europa nicht nur Milliardenverluste eingefahren, sondern sich in den USA angeblich kriminell betätigt – steuerkriminell. Die Bank hatte das Wort „Globalisierung“ offenbar missverstanden und Modelle zur Steuererleichterung Kunden in den USA und anderswo empfohlen, die offenbar etwas ausserhalb der Legalität lagen.

17.000 wohl eher betuchte US-Bürger sollen Gefallen an diesen schweizer Modellen gefunden haben und 20 Milliarden US Dollar in das Alpenländle verbracht und der UBS anvertraut haben. Insgesamt, so wird geschätzt, sollen es 100 Milliarden US Dollar sein, die aus den USA in sogenannte Steuerparadiese transportiert wurden.

Ein Mann namens Bradley C. Birkenfeld
Bei der UBS war ein gewisser Bradley C. Birkenfeld für die Kundenwerbung in den USA zuständig. Zu seinen Kunden zählte auch der Milliardär Olenicoff.

Aber Birkenfeld konnte angeblich nicht genügend Steuerflüchtlinge in den USA gewinnen. Das „kleine Häwelmann-Syndrom“ machte sich offenbar bei der UBS breit: mehr mehr mehr mehr mehr.

Birkenfeld fiel bei der „Häwelmann-Prüfung“ durch und kündigte, um offenbar dem Rausschmiss zuvorzukommen. Aber angesichts der Finanzkrise verstehen die Finanzämter der USA keinen Spass mehr mit Leuten, die zwar gerne in die Bibel aber ungern in die Steuergesetzbücher gucken.

Ein Milliardär namens Olenicoff oder: Brände in Kalifornien
Das wäre alles weiter so gut gelaufen, wenn nicht UBS- Kunde Olenicoff im Surferparadies Kalifornien der Steuerbehörde wegen relativ geringer Steuerzahlungen trotz Wohlhabenheit aufgefallen wäre. Also Durchsuchung. Und nicht nur in den Wäldern Kaliforniens, sondern auch im Hause Olenicoffs brannte es daraufhin, steuerstrafrechtlich gesehen.

Olenicoff, um nicht ins Gefängnis zu wandern, gab nun eine korrekte Steuerklärung ab, zahlte nach und packte aus.

Aber wenn ein Dominostein fällt, dann fallen oftmals gleich mehrere. Denn auch Birkenfeld,Olenicoffs Betreuer, der ebenfalls nicht ins Gefängnis wollte, packte nun seinerseits aus, belastete schwer die UBS und bekannte sich schuldig, letztes Jahr in Fort Lauderdale/Florida, dort, wo US- Pensionäre gerne ihren Lebensabend verbringen.

Und Birkenfeld belastete noch einen weiteren Mann, diesmal nicht in Genf resident, sondern im Fürstentum Liechtenstein. Sein Name: Mario Staggl.

Jetzt muss die UBS erst einmal 780 Millionen US Dollar an die US-Steuerbehörde zahlen und Kundendaten rausrücken.
Das sieht ein Vergleich vor, mit dem die UBS glaubte, sich alle US-Probleme vom Halse geschafft zu haben..

Aber nach dem Willen des Justizministeriums der USA soll es dabei nicht bleiben. Vielmehr wollen die USA nun an die Namen und Kontendetails von weiteren rund 52.000 US Bürgern ran, die angeblich 14,8 Milliarden Dollar am Fiskus vorbei zum „Verbunkern“ in die Schweiz gelenkt haben sollen.

Das geht ans schweizer Eingemachte, ans Bankgeheimnis. Aber das soll weiterbestehen, versicherte der Finanzminister Hans-Rudolf Merz.

Mario Staggl und die LGT
Auch Liechtenstein könnte demnächst unter Druck geraten.
Dieser Herr Mario Staggl wollte nicht in die Fusstapfen der anderen Beschuldigten treten, sondern stritt ab. Das mögen die USA nicht so gerne, also wird wohl bald ein internationaler Haftbefehl kommen, dem Herr Staggl nur dadurch ausweichen kann, dass er Liechtenstein nicht nur zu seiner Heimat, sondern zu seinem permanenten Aufenthaltsort macht.

Und dies erinnert natürlich sofort an einen anderen angeblich kriminellen Banker, mittlerweile verstorben, mit dem Namen Paul Marcinkus, seinerzeit Vatikanbanker, noch dazu ein sehr frommer, auch Erzbischof. Aber der wurde in Italien wegen angeblich krimineller Aktivitäten im Vatikanbankbereich per Haftbefehl gesucht. Auch der musste dann seinen permanenten Aufenthaltsort iin einem recht kleinen Gebiet nehmen, der 1,5 Quadratkilometer grossen Vatikanstadt, was ihm bei seiner Frömmigkeit sicher nicht schwergefallen sein dürfte.

Die fürstlich-liechtensteinische LGT, liegt ebenfalls bereits im Fadenkreuz der US-Justizbehörden

Mario Staggl und Banditen im Atombereich
Aber Mario Staggl kümmerte sich angeblich nicht nur rührend um US-Bürger. Er half auch dem Kollegen von der Konkurrenz, Birkenfeld, die 200 Millionen steuerflüchtigen US Dollar des Igor Olenicoff gut unterzubringen.

Und er kümmerte sich daneben auch noch um die lukrative Investierung der Gelder des Gotthard Lerch, die dieser offenbar aus dem globalen Atomschmuggelnetzwerk des Pakistaners Abdul Quadeer Khan geschöpft hatte. Lerch wurde vergangenes Jahr rechtskräftig verurteilt, wir berichteten darüber.

Im Zweifel: Sozialisierung der Verluste
Die Kunden der UBS können derweil gut schlafen, vorläufig jedenfalls.. Die schweizer Regierung wird die UBS nicht pleite gehen lassen, komme was da wolle. Das Sanierungskonzept steht, wie in anderen europäischen Ländern. Es heisst: Sozialisierung der Verluste.

linkAtomschmuggelprozess endet mit Kuhhandel
linkProzess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich

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Dubai – Die einen stehn im Lichte….

Dr. Alexander von Paleske – 23.11. 2008 — Ein Spektakel der besonderen Art war in der vergangenen Woche angesagt, die Eröffnung eines „Hotels der Superlative“ das „Atlantis – The Palm“ Hotel in Dubai. 1539 Zimmer, Baukosten 1,5 Milliarden US Dollar. Bauherren: der südafrikanische Casino-Erbauer Sol Kerzner und Sultan Ahmed Bin Sulayem aus Dubai.
Übernachtung: von 460 Euro aufwärts.

Der gigantomanische Kasten befindet sich auf einer aufgeschütteten Insel.

Zur dreitägigen Eröffnungsparty kam so alles, was in Hollywood, Bollywood oder sonstwo Rang und Namen hat, von Charlize Theron, Lily Allen, Janet Jackson bis zu Sportlern wie Michael Jordan etc.

Aus Deutschland kam Boris Becker angereist
Er kennt Sol Kerzner schon seit 1986. Damals reiste Becker nach SunCity, das erste Casinoparadies, welches der Südafrikaner Kerzner gebaut hatte. Der gegen Südafrika verhängte Sportboykott, es herrschte dort ein Apartheidregime, interessierte Herrn Becker herzlich wenig, denn es gab viel Geld zu verdienen. Also nichts wie hin in das südafrikanische „Homeland“ Bophutatswana.

Die im Dunkeln sieht man nicht ……
Uns interessieren aber nur die die Gäste, die nicht eingeladen waren, obgleich sie das Entstehen dieses „Turmbaus zu Babel“ überhaupt erst ermöglicht haben, und nicht nur dieses Babel-Baus.

Es handelt sich um die „Gastarbeiter“ in Dubai. Und zwar die am unteren Ende, die Bauarbeiter. Sie kommen aus Pakistan, Indien, Bangladesh und den Philippinen. Fremdworte für sie sind: Streikrecht, Krankenversicherung, Unfallversicherung, regelmässige Lohnzahlung.

Wer krank wird, der wird in die Heimat zurückverfrachtet. Die Agenturen, welche die Lohnsklaven anheuern, machen Versprechungen, die nicht eingehalten werden.

Die Arbeiter hausen in Baracken ausserhalb Dubais, die Pässe müssen sie nach der Ankunft gleich an den Arbeitsvermittler abgeben. Sklaverei im 21 Jahrhundert ein anderer Begriff dafür.

Diejenigen, welche illegal eingereist sind, leben darüberhinaus noch in ständiger Angst. Im Diera- Gebiet des alten Dubai, wo viele der Illegalen wohnen, teilen sich oft 20 Männer einen kleinen Raum. Etwa 300.000 Illegale arbeiten in den Emiraten.

Um fünf Uhr morgens wird aufgestanden, um neun Uhr abends kehren die Bauarbeiter zurück. Gearbeitet wird bei sengender Hitze. Wer durch Dubai, und sei es auch nur zum Umsteigen auf dem Flughafen, gekommen ist, weiss, wovon ich rede.

Es existiert eine Pyramide, an deren Kopf die Einheimischen stehen, darunter kommen die Europäer und Nordamerikaner, die hier etwa das Doppelte verdienen, was sie ansonsten zu Hause verdienen würden, steuerfrei versteht sich. Unter ihnen finden sich Araber, die aus anderen arabischen Ländern kommen, Palästinenser, Jordanier, Syrer, Ägypter.

Am Fusse der Pyramide stehen die Bauarbeiter, Kellner usw, die aus Indien, Pakistan, Bangladesh, Aethiopien und den Philippinen kommen. Sie spüren in vollem Umfang auch den Rassismus, der sich unter den Arabern ausbreitet, selbst wenn die asiatischen Gastarbeiter moslemische Glaubensbrüder sind..

Es herrschen Zustände, wie im 19. Jahrhundert. In jeder Hinsicht.

E-Mail avonpaleske@yahoo.de

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BayernLB-Tochter Hypo-Alpe, Bilanzfälschung und eine Frau mit Zivilcourage

Dr. Alexander von Paleske — 9.11.2008 — In Klagenfurt findet zur Zeit ein Strafprozess wegen angeblicher Bilanzfälschung bei der Hypo-Alpe Adria Bank statt. Angeklagt sind drei Bankmanager, darunter der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Hypo -Alpe, Wolfgang Kulterer, (es gilt die Unschuldsvermutung),der letztes Jahr die Fäden bei dem Verkauf der Bank an die Bayern LB, Anstalt des öffentlichen Rechts, zog.

Die Hypo-Alpe-Adria-Bank gehörte vormals zur Hälfte dem Land Kärnten, dessen Landeshauptmann der kürzlich verstorbene österreichische Rechtsaussen und Bewunderer faschistischer Arbeitsmarktpolitik, Jörg Haider war.

Der Verkauf der Bank machte einen skandalträchtigen Eindruck, denn sowohl der Wolfgang Kulterer als auch der Investor Tilo Berlin, nunmehr Vorstand der Hypo Alpe, sind mit den Flicks verbunden, Tilo Berlin als deren Investor und Wolfgang Kulterer als Chef der Flick Stiftung.

Aber nicht nur das, die Verkaufsverhandlungen wurden von dem Ex-Ministerpräsidenten Bayerns, Günter Beckstein direkt mit dem Rechtsaussen Haider geführt. Die EU hatte das seinerzeit strikt abgelehnt, wir berichteten darüber.

Tilo Berlin stockte kurz vor dem Verkauf an die BayernLB seinen Anteil bei der Hypo-Alpe auf und reichte ihn dann mit sattem 50% Gewinn an die BayernLb weiter, ein Schelm der Böses dabei denkt und der Herr Berlin würde den Vorwurf des Insider Tradings natürlich vehement von sich weisen..

Nun steht Herr Kulterer vor Gericht. Im Jahre 2004 stieg die Hypo Alpe in das Geschäft mit Swaps ein, Zockerpapiere, die einen Gutteil zur Weltfinanzkrise beitrugen.

Und prompt wurden mehr als 300 Millionen Euro in den Sand gesetzt. Nun begann die angebliche Verschleierung. Die Millionenverluste sollten angeblich in der Bilanz über mehrere Jahre versteckt werden. Das ist nach Paragraph 255 des österreichischen Aktiengesetzes eine strafbare Handlung. Seit 2 Wochen läuft nun der Strafprozess gegen die Bankmanager.

Eine Zeugin packt aus
Eigentlich sah es gar nicht so schlecht aus für den Herrn Kulterer. Der Mann und Zeuge, der wirklich etwas hätte zur Aufklärung beitragen können, der ehemalige Schatzmeister Rauscher, auch über den hatten wir hier schon berichtet, verweigerte die Aussage. Kulterer behauptet, er habe mit diesen Buchungsvorgängen nichts zu tun gehabt. Er hätte sich um Führungsaufgaben gekümmert.

Bis dann vorgestern eine Zeugin auftrat, die auspackte. Und die belastete den Angeklagten Kulterer , von seinem Freund Haider einstmals als der „erfolgreichste Bankmanager Oesterreichs“ gepriesen, schwer.

Der soll ihr nämlich den Auftrag gegeben haben, eine von ihr gefertigte Stellungnahme über die Verbuchung der Swapserei zurückzudatieren, also eine Verfälschung vorzunehmen. Aber nicht nur das, offenbar hat die Bank letztes Jahr weiter geswapst, wobei nicht ganz klar ist, ob die BayernLB da schon Eigentümer war. Auch hier soll die Swapserei am Accounting vorbeigeschleust worden sein. Man hat bei der Bank den Eindruck „Die Katze lässt das Mausen nicht“.

Die Frau hatte die Nase voll und verliess daraufhin die Bank. Hut ab!. Herr Kulterer dürfte jetzt etwas ins Schwitzen kommen.

Steuerzahler an die Bankenverlustfront
Die BayernLB lässt wohl den deutschen Steuerzahler für ihre Hypo-Alpe Verluste bezahlen, denn bisher hat das Investment „Hypo Alpe“ nichts abgeworfen. Im Gegenteil! Wie das HANDELSBLATT am 5.11. meldet (Landesbank in der Krise) muss die Hypo Alpe wegen Kapitalmangels offenbar nicht nur unter den austrischen Finanzrettungsschirm flüchten, sondern die BayernLB,ohnehin mit mehr als 6 Milliarden Euro Miesen gesegnet, muss vermutlich ebenfalls erheblich Kapital nachschiessen.

E-Mail avpaleske@botsnet.bw

Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
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Bund stützt kriselnde UBS, Qatar stützt die CS

Geldwieheu – Nach tagelangem Schweigen lässt der Bundesrat verlauten, die UBS mit insgesamt 60 Milliarden SFr. zu stützen. Damit straft er all seine bisherigen Beruhigungs- und Besänftigungs-Verbalinjurien Lügen. Die amerikanische Hypothekar- und Finanzkrise hat die schweizerische Bankenwelt längst eingeholt und hält sie fest umschlossen.

Peter Kurer, CEO von UBS, bedankt sich denn auch artig für die „Professionalität des Finanzplatzes Schweiz“ für die grossartige Spende, und gesteht gleichzeitig desaströse Zustände innerhalb der UBS damit endlich ein. Der Bankriese ist hoffnungslos unterkapitalisiert und verschuldet, ohne die gesprochenen Bundesgelder würde er schon demnächst kippen und aus den Schuhen hauen. Höchste Zeit für Sparer und Anleger, ihre Engagements beim immerhin welt-grössten Vermögensverwalter zu überdenken.

Mit den behördlich eingeschossenen Geldern wird die Geld- und Werte-vernichtende Bankenbranche nun auch hierzulande weiterhin geadelt, protegiert, und in eine eigene Liga übergesetzlicher Immunität angehoben. Obwohl die dramatische Krise durch system-immanenten Grossbetrug, Diebstahl, Enteignungen und Veruntreuungen der global organisierten Finanzmafia entstand, leben die asozialen und kriegerischen Strukturen des Finanzkapitals unverändert weiter.

Es ist deshalb an der Zeit, auch die eigene persönliche Werte-Skala als Teilnehmende und Teilhabende an der aktuellen Situation zu überprüfen. So verleitet das Beispiel Bund-UBS leicht zu einem Handeln, wo sich das Individuum ebenfalls einen zur UBS ähnlichen Standpunkt vergönnt: Weshalb noch weiterhin den eigenen Verpflichtungen nachkommen (oder gar nachrennen) – der Bundesrat und die Nationalbank und die Notendruckerei wird es schon richten.

Die nächste bundesrätliche Verlautbarung könnte also heissen: Bund und Kantone stützen jeden erwachsenen Einwohner und jede Einwohnerin des Landes mit je Fr. 100‘000.- jährlich. Subito!

Rechne: Allein schon mit den soeben beschlossenen Geldspritzen an die UBS im Umfang von SFr. 60 Milliarden (60.000.000.000.-) wären nach diesem Modell schon 600‘000 Bürgerinnen und Bürger zufrieden und könnten sich, zusammen mit ihren Kindern, einem würdigen Leben zuwenden.

Kurz: Was eine UBS mit einem Chlapf von der öffentlichen Hand zugeteilt erhält, würde für mehr als eine Million Menschen spielend ausreichen. Danke Bern, danke Bundesrat für das eindrückliche Beispiel Deines Schaffens.

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Börsencrash und Krisengipfel: Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff?

Dr. Alexander von Paleske – Heute findet ein Krisengipfel in Washington statt. Die Finananzminister der G7 Staaten treffen sich, um Massnahmen zu beschliessen, der Weltfinanzkrise Herr zu werden, die mittlerweile im Begriff ist, zu einer Weltwirtschaftskrise zu werden.

Die abgelaufene Woche hatte einen Absturz an den Börsen gesehen, wie seit 1929 nicht mehr. Der Dow Jones Aktienindex stürzte allein in der letzten Woche 18,5 Prozent ab, von seinem Hoch vor 12 Monaten mehr als 40%.
Milliarden lösten sich binnen einer Woche in Luft auf. In Europa sah es nicht besser aus.

Von der Finanzkrise zur Wirtschaftskrise
Mittlerweile hat die Krise die Industrie erfasst. Temporäre Produktionsstillegungen wie bei BMW in Dingolfing und den Opel Werken deuten auf die ersten Absatzschwierigkeiten hin, diese werden sich in den nächsten Wochen eher verstärken und auf andere Bereiche übergreifen. Der auf Kredit finanzierte Konsum kennt im Augenblick nur eine Richtung: Abwärts.

Welche Massnahmen sollen in Washington beschlossen werden?

Die Geldschleusen sollen geöffnet werden. Die Druckerpresse soll auf Hochtouren gebracht werden, ganz egal ob dies anschliessend zur Inflation führt. Die Firmen sollen weiter unbegrenzten Zugang zu Krediten erhalten. Für die Verbraucher soll der Slogan lauten: Kauft Kauft Kauft Kauft.

Die Kreditzinsen sollen weiter gesenkt werden, in Japan liegen sie bereits bei 0.5%.

Der Staat will bei den Banken einsteigen.

Ueber das Rettungspaket will der Staat bei den Banken einsteigen, um auch dort die Kreditbremsen zu beseitigen. Sowohl in den USA, wie auch in Europa.

Nicht nur um die Banken zu kontrollieren. Gleichzeitig soll damit die Wut der Steuerzahler gebremst werden und ihnen suggeriert werden, dass die Zockerei der Banken nunmehr ein Ende haben wird.

Damit soll gleichzeitig „Vertrauen“ geschaffen werden, der Massen-Run der Sparer auf die Banken, der binnen Stunden die Banken zum Einsturz bringen könnte, soll verhindert werden. Der Einstieg des Staates soll auch die von den Banken erfundenen unsoliden Kreditversicherungen, die „Credit Default Swaps“, die einen erheblichen Anteil an der Finanzkrise tragen, teilweise überflüssig machen, denn wo der Staat mit drinnensitzt, da gibt es unbegrenzte Garantie, so will man jedenfalls Glauben machen.

Werden die Massnahmen greifen?
Teilweise, der freie Fall der Aktienmärkte wird wohl, jedenfalls vorübergehend, gebremst werden. Der Run der Sparer auf die Banken dürfte wohl – zunächst – ausbleiben. Der Konsum wird jedoch nachhaltig einbrechen, denn es gibt bereits die ersten Entlassungen und das Konsumverhalten wird eher weiter zurückhaltend sein. Wir stehen am Beginn einer weltweiten Rezession.

Damit wird ein Teil der Massnahmen verpuffen. Das weitere Zurückfahren der Produktion, das dann die Folge ist, wird die Spirale weiter abwärts drehen. Dem Staat, der dann die Zinsen heruntergefahren hat und massiv Gelder in den Finanzmarkt gepumpt hat, wird es dann an weiteren Mitteln fehlen, um das Geschehen noch nachhaltig zu beeinflussen.

Die Zocker-Zeche muss bezahlt werden
Die Aufräumarbeiten nach der Finanzkrise muss der Steuerzahler letztlich bezahlen, und nicht etwa die verantwortlichen „Zockerbuden“ auch Banken genannt, , die ja weiter „funktionieren“ sollen und zwar über Steuern, gekürzte Renten und drastisch reduzierte Sozialausgaben. Und schon hat die Regierung ein Akzeptanzproblem. Der Volkszorn wird sich gegen die Politiker richten. Diese hatten vor drei Wochen noch erklärt, die Finanzkrise in den USA gehe uns nichts an, man selbst habe sie nicht verursacht und die eigenen Banken seien ohnehin besser aufgestellt. Schnee von vorgestern.

Und davon, die Banker zur Verantwortung zu ziehen, redet auch kaum noch jemand. Der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn bemerkte „Die Banker hätten nur das getan, was die Aktionäre wollten, nämlich hohe Risiken einzugehen, um mehr Geld zu verdienen.“ So kann man das natürlich auch sehen.

Wird 1929 sich wiederholen?
Das werden wir erst in den nächsten Monaten sehen. Die Gefahr besteht zweifellos.

Finanzkrise und Hypo-Real Estate: Nach dem Scheitern ist vor dem Bezahlen
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Weltfinanzkrise – Wer sind die Deppen?

Dr. Alexander von Paleske / „Deppen“ vom Kongress stürzen USA in Krise“ so lautete die dpa-Meldung vom gestrigen Abend, nachdem am Tage zuvor der Kongress das „Rettungspaket“ in Höhe von 700 Milliarden US Dollar aus Steuergeldern abgelehnt hatte.

Wer sind die Deppen?
Die Empörung der Steuerzahler,also des „kleinen Mannes“ nicht nur in den USA sondern auch in Europa ist riesengross. Sie sollen jetzt die Zockerzeche der Banken bezahlen. Die Mitglieder des US Kongresses wurden mit E-Mails, Faxen und Telefonanrufen bombardiert mit der Aufforderung, das Paket abzulehnen. Tendenz: „Die verantwortlichen Banker sollen mit ihren Banken zur Hölle fahren“.

Mit Rücksicht auf ihre Wähler haben deshalb eine ganze Reihe von Kongressmitgliedern,auch Mitglieder der Demokratischen Partei, das milliardenschwere Rettungspaket abgelehnt.
Ganz abgesehen von den Neoliberalen,die trotz des Untergangsszenarios auf die „Selbstheilungskräfte des Marktes“ vertrauen.

Eine babylonische Gefangenschaft
Eine wohl nur kurz dauernde Entscheidung. Diese dürfte alsbald korrigiert werden.Letztlich werden die Abgeordneten doch gezwungen sein, „Rettungsmassnahmen“ für die angeschlagenen „Zockerbuden“ zuzustimmen, weil sonst der völlige Kollaps des Finanzmarktes droht, 1929 stünde wieder vor der Tür.

Eine „babylonische Gefangenschaft“, aus der sich die Abgeordneten und die Regierungen nicht befreien können, weder in den USA noch in Europa. So hatte Bundeskanzlerin Merkel vor einer Woche noch verkündet, dass Europa sich nicht an dem Rettungspaket beteiligen würde, bis vorgestern die Bank Hypo-Real Estate in die Knie ging.

Aber das ist natürlich längst nicht das Ende, denn weitere Untergangskandidaten stehen schon bereit. An erster Stelle die BayernLb, über die wir hier an dieser Stelle schon mehrfach berichtet haben, gefolgt von der WestLb.

Also wird auch in Deutschland der Steuerzahler die Zockerzeche, deren genaue Höhe noch gar nicht feststeht, zu bezahlen haben.

Wer hat versagt?
In erster Linie die Politiker, die dem Zockertreiben der Banken tatenlos, wenn nicht gar wohlwollend zugeschaut haben, und natürlich die BaFin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, deren jämmerliches Versagen wir bereits in zwei Artikeln dargestellt haben.

Rezession in jedem Fall
Ganz egal, ob es gelingt,die Finanzkrise mit Steuergeldern in den Griff zu bekommen oder oder nicht, eine Rezession steht allemal jetzt vor der Tür.

Was aber noch viel schlimmer ist, es gibt überhaupt keinerlei ernsthaften Willen seitens der Politiker, der Banken-Zockerei ein Ende zu bereiten. 2000 Jahre haben wir ohne Swaps gelebt, wie Nobelpreisträger Stiglitz zutreffend bemerkte. Ausser den „Zockerbuden“ braucht sie niemand, also weg damit. Das zeitlich begrenzte Verbot der Leerverkäufe ist eine völlig unzureichende und ohnehin nur temporäre Massnahme.

Wer unbedingt zocken will, der kann das im Casino tun – mit eigenem Geld.

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Finanzkrise: Bankenpleiten und Kasperletheater

Dr. Alexander von Paleske – Heute forderte die Finanzkrise ein weiteres Opfer: Die zweitgrösste Bank der USA, die Washington Mutual (WaMu) über die wir hier schon berichtet hatten, („Die Krise am Finanzmarkt und Swaps„) ist pleite, damit handelt es sich um die grösste Bankenpleite in den USA. – bisher -.

Da die JPMorgan Chase Bank nur die Aktiva der Bank auf Drängen der Bankenaufsicht übernimmt, gehen die Aktionäre und Gläubiger leer aus.Ein Teil der Verbindlichkeiten dürfte aber durch Swaps „versichert“ sein. Diese „Versicherungszahlungen“ werden jetzt fällig gestellt. Der Weg zur Kasse könnte weitere Finanzinstitute in die Pleite treiben.

Und während der Finanzhausbrand zum Steppenbrand wird, streiten sich die Politiker in den USA um das geeignete „Löschfahrzeug“

Kasperletheater auf der Titanic
Was sich gestern abend im White House abspielte, das hat das Zeug zum Kasperletheater. Präsident Bush gegen die Republikaner, deren Kandidat McCain ohne eigene Meinung, Demokraten gegen Republikaner und ein Finanzmisister hilflos zwischen allen Stühlen und alles mit den dazugehoerigen Beschimpfungen.

Zunächst hatte man sich im Senat prinzipiell über die Parteigrenzen hinweg auf ein Rettungspaket geeinigt. Ein Rettungspaket, und nicht ein Reformpaket das überhaupt keine grundsätzliche,sondern bestenfalls eine temporäre Lösung bringt, 700 Miliarden Dollar kostet und statistisch gesehen jeden Steuerzahler in den USA mit mehr als 2100 Dollar pro Kopf belastet.

Beim US Präsidenten Bush, wo auch die Präsidentschaftskandidaten McCain und Obama anwesend waren, ging dann die ganze Auseinandersetzung wieder von vorne los.

Republikaner gegen Bush
Die Republikaner wollen keinen Rückkauf der faulen Kredite durch den Staat, sondern eine staatliche Kreditausfallversicherung.

Finanzminister Paulson fiel schliesslich auf seine Knie und bat inständig die Vertreter der Demokratischen Partei, nichts über diese Auseinandersetzungen nach aussen dringen zu lassen.

Reise nach Jerusalem
Das Finanzkrisen-Karussell dreht sich derweil immer schneller, auch in Europa. Gestern meldete die SwissRe weitere 277 Millionen Schweizer Franken Miese aus Swap-Geschäften, die sich zu den bereits mehr als 2 Milliarden Swap-Miesen dazuaddieren.

Gleichzeitig eine Art „Reise nach Jerusalem“.Wer ist der nächste?
Vor allem aber: Wie lange noch, bevor der richtige Finanz-GAU kommt? Mittlerweile pumpen sowohl die EZB wie andere Zentralbanken in einer Art Verzweiflungsakt weitere Milliarden in den Finanzmarkt.

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McCain fingert: kleine Teufelchen

Stephan Fuchs – Wenn es um Geld geht, dann sollte man schon dabei sein. Vor allem wenn es um sehr viel Geld geht. Der Republikaner John McCain unterbricht seinen Wahlkampf wegen der Finanzkrise. Auch das TV-Duell mit seinem demokratischen Kontrahenten Barack Obama möchte er verschieben. Er will im Kongress das Rettungspaket für die angeschlagene Wirtschaft mitschnüren. Da geht es wohl auch um sein Geld.


Da lachen die Teufelchen: Insbesondere werden wohl die Ecken der ohnehin fetten Sparschweinchen der Reichen, unter ihnen jenes von McCain betroffen sein.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain will angesichts der Finanzkrise ein geplantes Fernsehduell mit seinem demokratischen Rivalen Barack Obama vertagen. Er wolle den Wahlkampf aussetzen und in Washington an einem Rettungsplan für die Wall Street mitarbeiten, sagte McCain. Der Senator aus Arizona forderte Obama auf, sich ihm anzuschließen.

Das derzeit diskutierte 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket werde in seiner jetzigen Form den Kongress nicht passieren, warnte McCain. Präsident George W. Bush solle deshalb Abgeordnete beider Lager zu einem Treffen einladen, um eine Einigung auf breiter Basis zu erreichen.

Auch eine Fernsehansprache sei geplant. „Wir müssen als Amerikaner zusammenkommen und nicht als Demokraten oder Republikaner und wir müssen tagen, bis die Krise beseitigt ist.“ Nur: Die Krise wird nicht auf den Schultern der „Demokraten oder der Republikaner“ ausgetragen, sondern auf dem Buckel der Bürger. Dabei spielt die politische Leidenschaft gewiss keinen Tango. Verloren haben bei dem Deal alle Amerikaner.

Es sei dringend nötig, Gesetze in dieser „historischen Krise“ zu erlassen, sonst drohten verheerende Konsequenzen für die US-Wirtschaft, fügte McCain hinzu. „Wenn wir nicht handeln, wird jede Ecke unseres Landes davon betroffen sein. Wir dürfen das nicht zulassen.“ Insbesondere werden wohl die Ecken der ohnehin fetten Sparschweinchen der Reichen, unter ihnen McCain betroffen sein. Dafür lohnt es sicher einen Wahlkampf zu unterbrechen.

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Finanzkrise – Steuerzahler sollen Rettungsversuche bezahlen

Dr. Alexander von Paleske—19.9. 2008 — – Der US-Finanzminister Henry Paulson hat die Katze aus dem Sack gelassen. Auf einer Pressekonferenz, auf der nur drei Fragen zugelassen waren, kündigte er heute nachmittag ein Rettungsprogramm für den Finanzmarkt an, das den Steuerzahler mehere Hundert Milliarden Dollar kosten werde, mindestens. Nach Angaben des US Senators Shelby bis zu einer Billion US Dollar.

Staat kauft alle faulen Kredite auf
Dieses Programm sieht vor, dass der Staat die Finanzinstitutionen von den faulen Krediten befreit, damit die erneut mit der Vergabe von Krediten loslegen können. Der Konsum auf Pump soll weiterlaufen.

Und wer glauben sollte, dieses Programm werde nur vom Steuerzahler in den USA bezahlt , der dürfte sich täuschen. Auch deutsche Steuerzahler werden sich an dieser „Rettungsaktion“ beteiligen. Bereits jetzt haben die Europäische Zentralbank, die Schweizer Nationalbank und die Bank von England mehr als 90 Milliarden US-Dollar in den Finanzmarkt gepumpt. Und weiterer Cash wurde angeboten.

Den Untergang vor Augen
Wer so handelt, dem muss der Untergang vor Augen stehen. Und so verkündete der Vorsitzende des Banken-Ausschusses des US-Senats, Chris Dodd, dass der totale Zusammenbruch des globalen Finanzmarktes eine Frage von nur wenigen Tagen sei, wenn nichts geschehen würde..

Gleichzeitig erklärte US Finanzminister Paulson, dieser Weg würde den Steuerzahler letztlich „weniger“kosten als der reihenweise Bankrott von Firmen. Die New Yorker Börse begrüsste die Ankündigung mit einem Kursfeuerwerk. Dem sicheren Todesurteil für viele Firmen folgte plötzlich der Freispruch, das „Weitermachen wie bisher“, Konsum auf Pump.Was könnte schöner sein. Vor allem, wenn andere die Rechnungen für die durch Zockereien und unseriöse Bankpolitik verursachten Schäden begleichen.

Während die Hartz IV Empfänger in Deutschland immer engmaschiger kontrolliert werden,.wird auf der anderen Seite das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen, so wie kürzlich auch bei der „Fehlüberweisung“ der Staatsbank KfW an die Bankrottbank Lehman Brothers nach deren Konkursantragstellung im Zusammenhang mit Swap Zockereien. Da ging es ja „nur“ um die kleine Summe von 300 Millionen Euro, Peanuts in der Bankensprache.

Aber auch deutsche Landesbanken haben bei Zockergeschäften mit der Pleitebank Lehman Brothers erhebliche Verluste eingefahren, darunter, wie sollte es anders sein, die Verlustbank BayernLb, mit satten 300 Millionen Euro.

4 Milliarden Euro Verlust nach der US-Hypothekenkrise waren der bayerischen Staatsbank BayernLB offenbar noch nicht genug.
Ein Sprecher des Sparkassenverbandes DSGV nannte diese Verluste „absolut verkraftbar“. So kann man es natürlich auch sehen.

Nur Atempause
Bisher gibt es keinerlei Anzeichen für grundlegende Reformen auf dem Finanzsektor vor allem der gigantischen Zockerei insbesondere mit den Swaps ein Ende zu setzen. Man muss daher vermuten, dass dieses Programm nur eine kurze Atempause sein dürfte. Aber dann wird es wohl erst richtig losgehen.

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Geld vernichten – aber nichts zu fressen

Stephan Fuchs – Während die Großbanken und Versicherungen Milliarden vernichten, sitzen in Deutschland Millionen hungrige an Tafeln. Essensausgabe für die Armen. Nicht nur Obdachlose, sondern immer mehr auch Arbeitende, allein erziehende Mütter und Alte, dessen Geld nicht reicht.

Milliarden in tote Säue pumpen
Zur Zeit werden weltweit Hunderte Milliarden Dollar in serbelnde Banken gepumpt. Dem Versicherungsriesen AIG, griff der amerikanische Staat mit 85 Milliarden unter den Arm, die Staatsbank KfW gerät derweil erneut massiv unter Druck: Das Bund und Ländern gehörende Institut hatte der maroden US-Bank Lehman Brothers noch kurz vor deren Zusammenbruch 300 Millionen Euro überwiesen. Die KfW sprach von einer technischen Panne. Manager erhalten indes goldene Fallschirme, Abgangsentschädigungen in Millionen Höhe. Dies auf dem Buckel der Steuerzahler. Ist dies kriminell? Nein. Armsein hingegen schon:

Eine Studie der Los Angeles Homeless Service Authority (Amt für Obdachlose) zeigt, dass in der 10 Millionen Stadt 73’000 Menschen obdachlos sind. Davon sind 10’000 Minderjährige, 24’505 sind Geisteskranke, 8’453 sind Kriegsveteranen und 7’200 sind Opfer von häuslicher Gewalt. Los Angeles hat die meisten Menschen, die auf der Strasse leben, im Vergleich mit allen anderen amerikanischen Städten. In San Francisco nennen 7’000 Menschen die Strasse oder einen Park ihr Heim, davon sind 2’700 Kinder. Statt die Ursachen des Problems anzugehen, haben die Behörden in San Francisco es einfach strafbar gemacht obdachlos zu sein. Ist doch praktisch.

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