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Weiteren Fusionen im Bankwesen

onlineredaktion – Im Sog der Finanzkrise geht die Welle von Übernahmen und Zusammenschlüssen von Bankhäusern weiter. Die US-Investmentbank Morgan Stanley prüft laut Medienberichten eine Fusion mit einem anderen Finanzhaus.

Als möglicher Partner wird die viertgrösste US-Bank Wachovia genannt. Wachovia habe Morgan Stanley gegenüber selbst Interesse an einem Zusammenschluss geäussert, berichtete die „New York Times“.

Morgan Stanley hatte an der Börse zuletzt immer stärkere Kursverluste erlitten. Am Mittwoch war die Aktie erneut um 24 Prozent abgestürzt.

Ähnliche Verluste hatten in den vergangenen Tagen bereits mehrere andere Finanzhäuser in die Pleite oder zum Verkauf gezwungen. So sind wegen der Kreditkrise von einst fünf unabhängigen US-Investmentbanken nur noch Morgan Stanley und Goldman Sachs übrig.

Auch bei der Sparkasse Washington Mutual liefen Verkaufsgespräche, berichtete die „New York Times“. Zu den möglichen Käufern zählten die britische Bank HSBC sowie die US-Häuser J.P. Morgan Chase und Wells Fargo, hiess es weiter.

Auch der US-Finanzkonzern Citigroup habe erstes Interesse an Washington Mutual angemeldet, berichtete das „Wall Street Journal“.

In Grossbritannien wird zudem die angeschlagene britische Hypothekenbank Halifax Bank of Scotland (HBOS) nach Berichten der BBC vom Finanzkonzern Lloyds übernommen.

Die Vorstände beider Banken hätten sich auf eine Fusion zu 232 Pence pro HBOS-Aktie geeinigt, hiess es in der Nacht. Eine offizielle Bestätigung wird im Laufe des Tages erwartet.

Eine Verschmelzung von Lloyds und HBOS würde in Grossbritannien einen neuen Bankenriesen mit einem Marktwert von fast 38 Mrd. Euro schaffen. Lloyds und HBOS haben zusammen mehr als 3000 Filialen und 38 Millionen Kunden.

Seit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers hatten HBOS-Aktien rund 70 Prozent ihres Werts verloren.

linkDie Finanzkrise, Casinos und Zockerchips
linkDie Krise am Finanzmarkt und Swaps
linkDefault Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher
linkNeues aus der Swap-und Meinl-Welt
linkDie Grossbanken und der Staatsanwalt
linkDer Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.

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Weltfinanzkrise geht in die nächste Runde

Dr. Alexander von Paleske – Der weitere massive Absturz am gestrigen Tage an der New Yorker Börse, wo sich mal eben wieder 500 Milliarden Dollar in Luft auflösten, signalisiert nur, dass die internationale Finanzkrise in die nächste Runde eingetreten ist.

Wie an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet, sind es nach der Subprime-Krise jetzt die Zockerpapiere Swaps, welche die Krise anheizen.

Die Credit Default Swaps haben die massenweise Vergabe von Krediten an nicht kreditwürdige Kunden ermöglicht, jegliche Bonitätsprüfung erübrigte sich „man war ja durch CDS versichert“.

Nun ist global der „Massenversicherungsfall“ eingetreten, und es stellt sich jetzt heraus, dass für diesen Versicherungsfall überhaupt keine Deckung vorliegt, weil es sie gar nicht geben kann.

Dabei hatte es an Warnungen ja nicht gefehlt. Finanzguru George Soros warnte früh genug vor der Weltfinanzkrise durch diese Swaps und der US Grossinvestor Warren Buffet nannte sie „finanzielle Massenvernichtungswaffen“. Erst jetzt tauchen in der deutschen und internationalen Presse die ersten Hintergrundberichte über diesen Casinobetrieb auf.

Zockerpapiere und Scheinwachstum
Die Zockerpapiere Swaps haben die massive Kreditvergabe und das „Auf Pump leben“ in den USA angeheizt.

Aber es handelte sich bei den Swaps ja nicht nur um eine total unsolide Versicherung, sondern gleichzeitig um eine Merfach- oder Ueberversicherung. Und damit gehören die Swaps zum Glücksspiel und hatten mit „normaler“ Banktätigkeit nichts mehr zu tun.

In dieses Swap Casino ist mittlerweile die unvorstellbare Summe von 62.000 Milliarden US-Dollar geflossen, mehr als der Wert von 2500 an der New Yorker Börse gelisteten Unternehmen. Ein wahres Tollhaus.

Der ehemalige US Notenbankchef Greenspan förderte diesen Casinobetrieb noch, weil er den Konsum steigerte und damit ein Wachstum vorgaukelte, ein Wachstum auf Pump.

Damit ist es jetzt vorbei. Nach den Banken wird es jetzt die produzierende Industrie treffen, weil der Konsum einbricht.

Krise erreicht Europa
Europa kann sich von diesem Zusammenbruch nicht abkoppeln, weil die USA einer der grössten Exportmärkte sind. Und ausserdem haben sich deutsche Banken ebenfalls an diesem Glücksspielbetrieb beteiligt, in welchem Umfang, das wird sich in der allernächsten Zeit noch herausstellen.

Die Zentralbanken, auch die in Europa, versuchen durch das Hereinpumpen von immer mehr Geld in die Finanzmärkte die Krise aufzuhalten. Aber ohne grundlegende Reformen des Finanzsystems, die insbesondere aus den Zockerbuden wieder Banken macht, wird die Krise weiterlaufen und sich vertiefen.

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Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin

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Weltfinanzkrise: Staatsbank KfW zockte bei Swaps kräftig mit – bisher 300 Millionen Miese

Dr. Alexander von Paleske – 17.9. 2008 — Gestern wurde bekannt, dass die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sich ebenfalls in grösserem Umfang an der Zockerei mit Swaps beteiligt hat. Am Montag, also als der Insolvenzantrag für Lehman Brothers bereits vorlag, wurden noch mal eben mehrere Hundert Millionen Euro für Swap-Geschäfte an die Pleitebank überwiesen.

Als wäre der Milliardenverlust bei der KfW-Tochter IKB, für den der Bund jetzt knapp 9 Milliarden Euro auf den Tisch legen muss, nicht schon schlimm genug, jetzt geht es bei der Mutterbank weiter. Aber man hat ja den Staat bzw. den Steuerzahler im Hintergrund, der für alle Verluste einstehen muss.

Presse schweigt zu den wahren Ursachen
Dass die Weltfinanzkrise durch die gigantische Zockerei mit den Swaps ausgelöst wurde, dazu ist in der Presse wenig zu finden. Sie schweigt, wie ein Blick bei Google News unter dem Stichwort Swaps nur allzu deutlich zeigt. Dabei würde man jetzt erwarten, dass aufgeklärt wird über diesen Casinobetrieb und Forderungen an die Politiker gestellt werden, diesen Casinobetrieb zu untersagen oder weitestgehend einzuschränken.

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Banken Pleite: UBS-Aktie erreicht Rekordtief

onlineredaktion – sda – Die Krisenstimmung an den Börsen weltweit hat auch am Tag nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers angehalten. Finanzwerte verbuchten erneut teils zweistellige Kursverluste.

Tief im Minus standen Banktitel, aber auch Versicherer hatten unter der drohenden Pleite des US-Versicherers AIG zu leiden. An der Schweizer Börse sanken die Aktien der Grossbank UBS auf ein Allzeittief. Sie stürzten am Nachmittag um fast 25 Prozent auf 15.18 Fr. in die Tiefe und standen bei Börsenschluss noch 17,2 Prozent im Minus bei 16.64 Franken.

Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re verloren zeitweise knapp ein Fünftel an Wert und notierten zum Schluss 13 Prozent tiefer auf 54.05 Franken. Die Finanztitel rissen den Gesamtmarkt in die Tiefe, der SMI schloss 2,97 Prozent tiefer auf 6732,93 Punkten. Der breite SPI büsste 2,59 Prozent auf 5676,18 Punkte ein.

Auch andere Börsen verzeichneten Kurseinbrüche, die Londoner Börse verbuchte etwa ein Drei-Jahres-Tief, auch asiatische Börsen hatten zuvor teils drastische Kursstürze erlebt.

Zentralbanken in Europa, den USA und Asien pumpten wiederum Milliardensummen in den Markt. Die US-Notenbank (Fed) stellte dem Geldmarkt zusätzlich 50 Mrd. Dollar zur Verfügung, die europäische Zentralbank (EZB) 70 Mrd. Euro.

Ausgelöst wurden die aktuellen Turbulenzen durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am Montagmorgen. Zudem wurde die angeschlagene Bank Merrill Lynch von der Bank of America übernommen.

Für neue Beunruhigung sorgte am Dienstag vor allem der einst weltgrössten Versicherer AIG, der um sein Überleben kämpft und dringend frisches Kapital braucht. Die AIG-Aktien brachen erneut um 70 Prozent ein.

Die drei wichtigsten Ratingagenturen reduzierten ihre Bonitätsnoten für den Konzern. Dies verteuert die Refinanzierung und könnte eine existenzbedrohende Kettenreaktion auslösen.

Einem Zeitungsbericht des „Wall Street Journal“ zufolge arbeiten die Banken JP Morgan Chase und Goldman Sachs mit Unterstützung der US-Notenbank fieberhaft daran, für AIG ein Kreditpaket von 70 bis 75 Mrd. Dollar zu schnüren.

Die US-Notenbank Fed lässt den Leitzinssatz unverändert bei 2,0 Prozent. Die Währungshüter um Ben Bernanke trafen diesen Entscheid am Dienstag trotz schwerer Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten.

Viele Marktteilnehmer hatten mit einer Zinssenkung gerechnet. In einer Erklärung der Notenbank hiess es, die Probleme auf den Finanzmärkten hätten „erheblich zugenommen“, während sich der Arbeitsmarkt in den USA weiter abgeschwächt habe. Allerdings hätte eine neuerliche Senkung die Gefahr eines weiteren Preisauftriebs verstärkt.

Über die nächsten Quartale hinweg werden nach Einschätzung der Notenbank schwierige Kreditbedingungen, verlangsamte Exporte und die weiterhin schwierige Lage auf dem Immobilienmarkt das Wirtschaftswachstum belasten.

Die US-Börsen gaben nach dem Zinsentscheid nach. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte 0,9 Prozent schwächer bei 10 802 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 und der Index der Technologiebörse Nasdaq verloren 1,1 Prozent. Vor dem Zinsentscheid hatten die Indizes kaum verändert notiert.

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Die Finanzkrise, Casinos und Zockerchips

Dr. Alexander von Paleske — 16.9. 2008 — Schwarzer Montag an den Finanzmärkten: Lehman Brothers pleite, Merrill Lynch vor dem Bankrott von der Bank of America aufgekauft, die Aktienmärkte im freien Fall. Der Dow Jones Aktienindex der USA fiel gestern um mehr als 500 Punkte. 500 Milliarden US Dollar lösten sich mal eben in Luft auf. Unter den Verlierern sind gerade auch Pensionskassen.

Casinos statt Banken
Das kommt keineswegs überraschend. Denn mittlerweile hat der Bankbetrieb mehr mit einem Casino als mit ursprünglicher Banktätigkeit zu tun..Die Casinochips sind hier in erster Linie die Credit Default Swaps. Jetzt heisst es aber erst einmal in der Casinosprache „rien ne va plus“ – Nichts geht mehr – für Lehman Brothers und andere.

Wir hatten in zwei Artikeln uns mit diesen Zockerpapieren beschäftigt (Credit default Swaps – oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher) Vor diesen Papieren hatte der Finanzguru George Soros immer wieder gewarnt, sie könnten eine Weltfinanzkrise auslösen. Das das ist nun geschehen. Der US Grossinvestor Warren Buffet bezeichnete sie bereits im Jahre 2002 als finanzielle Massenvernichtungswaffen. Und diese sind jetzt explodiert.

Nach der Uebernahme der US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac wurden die Credit Default Swaps auf deren Obligationen fällig gestellt, der „Versicherungsfall“ war eingetreten.

Kein schöner Tag oder: Zahltag und Pleitetag
Jetzt war also Zahltag für eine Gesamtsumme von 1,5 Billionen US Dollar. Und Lehman Brothers einer der grössten Zocker mit diesen finanziellen Massenvernichtungsmitteln, fehlte das nötige Kleingeld zum Bezahlen der Swap-Rechnungen. Also: Marsch in die Pleite. Allein weltweit wurden mal eben 20.00 Menschen auf die Strasse geworfen, in London allein mehrere Tausend.

Aber das ist keineswegs das Ende, denn auch den weltgrössten Versicherer, AIG, hat es bös erwischt. Der hatte bereits vorher 13 Milliarden an Swap-Verlusten abschreiben müssen. Jetzt kommt eine weitere dicke Rechnung aus Swap-Geschäften auf ihn zu, und er hat einfach zu wenig Geld auf der Kralle. Die Aktie befindet sich in einem Fall und hat 90% des Wertes verloren, den sie noch vor einem Jahr hatte.

Gleichzeitig, als Beruhigungspille, behauptete der Gouverneur des Staates New York, Paterson, AIG habe „nur ein vorübergehendes Liquiditätsproblem“. So kann man das natürlich auch sehen.

Grenzenloser Erfindungsreichtum
Jahrein jahraus hatten die Banken immer neue Finanzprodukte erfunden, eines unsolider als das nächste, neben den Swaps z.B. auch die „Auction Rate Securities“, über die wir berichteten. („Die Grossbanken und der Staatsanwalt“)
40% der Banken-Kredite wurden an nicht kreditwürdige Kunden vergeben, wie die Rating Agentur Fitch feststellte, aber:„man war ja über Credit Default Swaps versichert“.

Jetzt steht die Inventur an, reichlichst „Kaisers neue Kleider“. Viele Bankrotte werden wir in der nächsten Zeit sehen. Den Bankern gelten die Vorwürfe, zum Casinobetreiber geworden zu sein, den Politikern gilt der Vorwurf, nicht eingegriffen zu haben. Und die Vorwürfe treffen Alan Greenspan, den ehemaligen Notenbankchef der USA, der das alles auch noch gefördert hat.

Sozialisierung der Verluste
Otto Normalverbraucher, nicht nur in den USA, wird jetzt für den Schaden bezahlen müssen, den er nicht angerichtet hat, mit Arbeitsplatzverlust, Vermögensverlust und gekürzter Rente, während die leitenden Banker sich einfach auf ihr „wohlverdientes“ Altenteil zuruckziehen. Sozialisierung der Verluste ein anderes Wort dafür.

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Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
Finanzgauner, ihre Opfer und die BaFin

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Die Grossbanken und der Staatsanwalt

Dr. Alexander von Paleske – —. 24.8. 2008 — Vorgestern lief eine interessante Meldung über den Nachrichten-Ticker; Die Deutsche Bank, Deutschlands größter Finanzdienstleister sei noch einmal mit einem „blauen Auge“ davongekommen. „Nur“ 15 Millionen US Dollar Strafe habe man zahlen müssen und Anleihen – so genannte „Auction Rate Securities“ (ARS) – im Werte von „nur“ einer Milliarde US Dollar müssen von der Bank zurück gekauft werden.

Und schon gab es jede Menge von Artikeln in der deutschen Presse, die sich mit diesem Ereignis beschäftigten. Allerdings: Für in Finanzfragen kaum Eingeweihte schaffen diese Artikel kaum Klarheit, um was es hier geht.

Doch wenn Strafzahlungen in Höhe von fünfzehn Millionen US Dollar – Peanuts in der Sprache der Deutschen Bank – gezahlt wurden, muss es sich offenbar doch wieder um kriminelle Bankgeschäfte gehandelt haben.

Chefankläger Cuomo auf dem Plan
Dieser Vorwurf brachte jedenfalls die New Yorker Staatsanwaltschaft mit ihrem Chefankläger Andrew Cuomo auf den Plan und der ermittelte auch unverzüglich und unerbittlich wegen Betrugs. Allerdings nicht nur gegen die Deutsche Bank, sondern auch gegen die feine aber krisengeschüttelte UBS Bank aus dem Schweizer Ländle, sowie gegen eine Reihe von US Großbanken wie Merill Lynch, Goldman Sachs, Morgan Stanley, die Citibank – die Bank die angeblich nie schläft – und andere. Am Ende zahlten alle die mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelten Geldbußen.

UBS war beispielsweise mit 150 Millionen US Dollar dabei und die Citigroup mit satten 100 Millionen Dollar. Gleichzeitig verpflichteten die Banken sich, die in Frage stehenden Papiere, die sie mit dem Versprechen von absoluter Sicherheit und hoher Zinsrendite verhökert hatten, wieder aufzukaufen. Etwas, was die Banken zuvor strikt abgelehnt hatten. UBS muss beispielsweise nun für 19.4 Milliarden US Dollar zurückkaufen. Auch in der Sprache der Deutschen Bank sind das nun keine „Peanuts“ mehr.

Was war geschehen?
Um diese Vorgänge zu verstehen, müssen wir uns zunächst erinnern, wie es in den guten alten Tagen des Finanzmarktes, etwa bis in die 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts aussah, und was sich seitdem getan hat. Damals gab es übersichtliche Anlagemöglichkeiten auf den Finanzmärkten, in erster Linie Aktien und festverzinsliche Wertpapiere. Letztere werden auf Englisch auch Bonds genannt.

Wenn also der Staat oder Unternehmen Geld brauchten, dann gab es neben einer Kapitalerhöhung bei Unternehmen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten der Geldbeschaffung: Einmal die direkte Kreditaufnahme bei einer Bank mit dem Nachteil einer hohen Verzinsung oder aber die Emission einer Anleihe mit einem festen Zinssatz und einer Laufzeit über mehrere Jahre.

Gerade Letzteres wurde gerne von Staat und Gemeinden weltweit als Instrument der Kreditbeschaffung eingesetzt. Es hatte allerdings den Nachteil der umständlichen Emisson über mehrere Bankhäuser, die diese Anleihen – zumeist gegen Discount erwarben und dann auf dem Anleihemarkt platzierten.

Der Wert dieser Anleihen schwankte in gewissen Grenzen, immerhin konnte aber der Wert werktäglich auf dem Bond-Markt ermittelt werden. Zu diesem Wert konnte man also seine festverzinslichen Wertpapiere auch wieder verkaufen. Diese festverzinslichen Papiere hatten allerdings für den Käufer den Nachteil, dass in Zeiten hoher Kreditmarktzinsen diese Bonds an Wert verloren und in Zeiten niedriger Zinsen die Emittenten der Bonds einen vergleichsweise hohen Zins zahlen mussten.

Goldman Sachs und die Turbo-Anleihe
Im Jahre 1988 verfiel die Goldman Sachs Bank in den USA daher auf die zündende Idee, eine Turbo-Anleihe zu entwickeln, die angeblich so sicher sei wie Bargeld mit dem Vorteil hoher Zinsen – immer schön über dem gerade von der Zentralbank festgelegten Kapitalmarktzins – dabei gleichzeitig aber angeblich so sicher wie Fort Knox: Die Auction Rate Securitries (ARS).

Gesagt getan und alle Großbanken auf dem US-Markt folgten diesem Prozedere. Für die Emittenten, also die Gemeinden und Unternehmen, hatten diese ARS den Vorteil einer sehr sehr langen Laufzeit, also Rückzahlung in weiter weiter Ferne. Auch in Deutschland wurden diese Papiere an den/die Mann/Frau gebracht und zwar auch dann noch,als das schlimme Ende angeblich schon absehbar war.

Die Papiere wurden nicht täglich gehandelt, es fand also kein täglicher Handel wie etwa an der Börse statt, sondern zu festgesetzten Zeitpunkten und zwar im Wege einer Auktion. Bei dieser Auktion wurde dann auch der jeweils neue Zins festgesetzt, der sich wiederum aus Angebot und Nachfrage ergab.

Wir wollen es uns hier ersparen, im einzelnen aufzuzeigen, wie das Festsetzen der Zinsen und die Auktionen im einzelnen vonstatten gehen, Details dazu finden sich hier.

Mittlerweile flossen in in diesen Auktionsmarkt jedenfalls rund 300 Milliarden US Dollar. Die Banken konnten sich die Hände reiben.Aber anders als auf dem Bond-Markt wusste niemand , was diese Papiere wirklich wert waren.

Zum Ersten…zum Zweiten…und zum…Dritten
Das ganze System funktionierte nur, wenn Auktionen auch stattfinden konnten, was selbstverständlich Bieter voraussetzt.
Als Bieter traten neben den Bankkunden die Banken selbst in Erscheinung, vornehmlich um den Kurs der Zinsen hochzutreiben. Wer allerdings bei Auktionen nur zum Zwecke des Hochtreibens mitbietet, der kann auch das Pech haben, den Zuschlag tatsächlich zu erhalten.

Das wiederum war so lange kein Problem, wie die Banken liquide und die Bankkunden gutgläubig waren. Präziser gesagt: Genau zwanzig Jahre lang funktionierte das System bis zum bitteren Ende im vergangenen Februar. Denn seitdem sind die Banken aufgrund der Hypothekenkrise in den USA nicht mehr liqide. Sie wollen daher auch nicht mehr bei den Auktionen mitbieten und dann auf den Papieren sitzenbleiben. Denn es gibt nun auch bei den Bankkunden keine Nachfrage mehr nach diesen Papieren Die Folge: Der Markt für diese „schönen“ Anlageformen kollabierte. Es fanden keine Auktionen mehr statt. Wer im Besitz solcher Papiere ist, bleibt auf ihnen sitzen. Wo kein Käufer da kein Verkauf. Quintessenz: Einlagerung.

Besser duch Einlagerung?
Doch bekanntlich werden nur Holzäpfel und gute Weine durch Lagerung besser. Da diese Papiere meistens Laufzeiten zwischen zehn und zwanzig Jahren haben und dann erst eingelöst werden können, sofern die Firma dann überhaupt noch existiert, erinnerte man sich daran, dass die Banken die Papiere ja als „so gut wie Bargeld“ angeboten hatten. Die logische Folge waren Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft wegen Prospektbetrugs. Und die Staatsanwaltschaft reagierte auch sofort. Cuomo, Cuomo ick hör dir trapsen. So müssen die Banken nun neben den Peanut-Strafzahlungen auch die Auktionen wieder durch das Mitbieten beleben, und werden natürlich als alleinige Bieter prompt auf den Papieren sitzenbleiben.

Lediglich Intermezzo
Doch das ist nur ein Intermezzo. Denn im im Hintergrund wartet schon das nächste Finanz-Debakel: Die Swap Krise. Ohne diese Krise beim Namen zu nennen, meldet die Rating-Agentur STANDARD AND POOR, die US Banken würden in den nächsten drei Jahren Verluste bis zu 250 Milliarden US Dollar erleiden. Das ist wohl eher zu tief gegriffen.

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linkNeues von den Finanzskandalen, BayernLB, Hypo Alpe, Meinl</a
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Alle (Ab)wege fuehren nach Liechtenstein
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Prostituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi

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Credit Default Swaps-The next Threat to World Financial Markets

Dr. Alexander von Paleske – – The Subprime Mortgage Crisis in the US, that amounted to losses of roughly 400 Billion US Dollars worldwide, has barely been digested by the international financial markets and banks, there is already another crisis looming on the horizon: The Credit Default Swap Crisis.

This is the pessimistic forecast by George Soros, one of the worlds leading speculators, who back in 1992 forced the Bank of Britain to devalue the British Pound and made millions for his investment fund Quantum out of it. His concerns are echoed by top US financial investor Warren Buffet, who called the Credit Default Swaps a “Financial Weapon of Mass Destruction”
Is Soros an ageing speculator and alarmist, or is he someone with intimate inside knowledge of the financial markets? Let’s see

Swaps, or how to make money with bets
Credit default Swaps or CDS are derivatives, traded by banks, highly speculative, which comprise three things: Credits, insurance and bets.

Credits are the core business of banks. Bad debts are the typical risks which the banks try to minimize by carefully selecting the people and companies, to whom they give loans.

Whole departments in the banks are, or must I say were, busy to assess the risks. The banks, however, tried to have an easy way out and thus were actively searching for a different way to minimize those risks by insuring them, like a house against fire.

No insurance in the world is prepared to take up typical entrepreneurial risks, neither in the manufacturing , nor in the banking sector. So the only other way to spread the risks around would be to turn to the financial markets and trade them like futures, shares, and bonds.

However, as these instruments would not truly represent a company or a collateral for a loan, they became pure risk papers, basically a bet like a bet on a horse race.

The Birth of Credit Default Swaps (CDS)
A young Cambridge graduate by the name of Blythe Masters came up with the idea of “Insurance per Betting” which was quickly put into reality by all the leading banks. The Credit Default Swaps (CDS) were born.

No longer “due diligence” seemed to be necessary, when approving loans. In case of credit default the buyer of the risk paper had to pay. This buyer, like an insurance, is paid regular premiums by the lending bank.

As a result of this madness, 40% of all the recipients of loans are not creditworthy, according to Fitch’s rating agency. A direct result of the “insurance-mentality”. In 2002, in the early days of CDS, it was just 8%.

This whole system worked well for all parties, the banks got rid of the risks, and the “insurer” had a regular income at least for some time, as long, as the economy is not in recession and thus defaults on loans are minimal, as it was the case during the last 15 years.

The CDS became so popular, that by now the unbelievable sum of 65.000.000.000.000 US Dollars has flown into this market, double the value of 2500 leading US companies trading on the US stock market. Madness galore.

With no limitations existing in terms of how high to “insure” those loans, the inflation of these risk papers per loan has become the order of the day.

When US automotive parts company Delphi went into bankruptcy , the bad loans were amounting to 5 billion US Dollars, the CDS sums for these loans, however, amounted to 25 billion. Illegal excess-insurance under normal circumstances. The Swap market, however is ruled by different laws, mainly lawlessness. Excess-insurance has become the order of the day.

The times, they are changing
As we pointed out, as long as the bankruptcy of companies and/or the default on repayment of credits is low, the system works. However the times are changing now, and they are changing fast.

The international financial markets are in crisis, thanks to the subprime disaster, and as a result the number of bankrupt companies is dramatically on the rise, supported by the seemingly unstoppable rise of the price for crude oil. And unlike insurance companies, which in case of a mass disaster payout can turn to Re-Insurance companies, no such re-insurance exists for swaps. As a result, the first big losses from these CDS are already being reported. American International Group, AIG, the world’s largest insurer, reported a 12 billion US Dollar CDS loss. CEO Sullivan had to resign.

Swiss Re, the giant Swiss Company reported CDS losses for the last quarter only of 350 million Swiss Franc, the total losses from these risk papers amounting to 2.1 billion.

And this seems to be not the end, not the beginning of the end and not even the end of the beginning. George Soros is right, isn’t he?

Default Swaps oder: Die nächste Weltfinanzkrise rückt näher

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Verunglückte Gefahrgutzüge – Uranzug wieder unterwegs

Michael Schulze von Glaßer – Ungeachtet mehrerer Güter- und Gefahrgutzugunfälle, alles Entgleisungen, fuhr wieder der Gronauer Uranmüllzug.

Güterwaggons in Hagen von den Schienen gesprungen
Der Zugverkehr am Hagener Hauptbahnhof musste am Morgen des 11. April beinahe komplett eingestellt werden, nachdem vier Güterwaggons entgleist waren. Die Bahn vermutet einen Defekt an einem der Flachwagen, der dann zu dem Unfall führte. Weichen, Signale und Gleise wurden auf einer Länge von mehreren Hundert Metern beschädigt – die genauen Unfallkosten sind noch nicht bekannt.

Lokführer fuhr in Hamburg Gefahrgutwaggons über Prellbock hinweg
Bereits am 8. April ereignete sich ein schwerer Zugunfall in Hamburg. Beim unachtsamen Rangieren eines Güterzugs schossen zwei der 15 angeblich mit explosivem Flüssiggas gefüllten Kesselwaggons über einen Prellbock hinaus. Das Gefahrgut trat nicht aus – dennoch sperrte die Polizei das Areal am Güterbahnhof Hamburg-Unterelbe ungewöhnlich weiträumig ab – unerreichbar zunächst für Kamerateams und Fotografen.

Uranmüllzug knapp an Unfall vorbei
Es ist nun nicht so, dass Atommülltransporte sicherer sind, weil es bisher zu keinen Unfall kam. Am 4. Oktober 2007 entging nämlich ein Atommülltransport aus Gronau einer größeren Katastrophe: Der lange Güterzug passierte bei Dunkelheit bei der Ortschaft Burgsteinfurt einen völlig ungesicherten Bahnübergang, obwohl sowohl die Schranken als auch das Warnlicht wegen eines Defekts ausgefallen waren. Dass kein anderes Fahrzeug in den unbeleuchteten „Geisterzug“ raste, war purer Zufall – die für die Transporte verantwortliche Betreiberfirma Urenco und die deutsche Bahn versuchten den Zwischenfall zunächst zu vertuschen. Der Störfall wurde erst eine Woche später öffentlich bekannt.

Und wieder unterwegs
Ungeachtet dieser verunglückten Güter- und Gefahrgut-Transporte fuhr am Abend des 9. April ein mit radioaktivem Atommüll beladener Güterzug von der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau durch das Münsterland. Bei diesem Transport kam es zu keinem Unfall. Doch die Zugentgleisungen der letzten Tage zeigen jedoch die Brisanz der gefährlichen Transporte.

Unter den braunen und dunkelroten Planen des neuerlichen Transports vom vergangenen Mittwoch, befanden sich Fässer mit rund 1.000 Tonnen radioaktiven Uranmülls aus der Gronauer Anlage.

Der Uranmülltransport von Gronau fuhr über die Städte Steinfurt – Münster – Rheine – Almelo (Niederland) bis nach Rotterdam. Dort wird der deutsche Atommüll voraussichtlich am 11. April auf ein Schiff verladen. Über Nord- und Ostsee soll das Schiff mit der gefährlichen Fracht die finnische Hauptstadt Helsinki passieren um letztendlich am 16. April im russischen St. Petersburg einzutreffen – so rechnen es zumindest Anti-Atom-Initiativen aus dem Münsterland vor.

Von St. Petersburg legt laut derer Information der Transport die letzten zweitausend Kilometer wieder als Güterzug zurück – bis nach Sibirien. Wann der Uranmüll jedoch am Zielort eintreffen wird, weiß noch nicht einmal die Urenco, ihres Zeichens Betreiberfirma der deutschen Urananreicherungsanlage und Verantwortliche für die Transporte. Allein die Anwesenheit von Greenpeace-Aktivisten im Rotterdamer Hafen verzögerte den Transport im März um einige Tage – die Urenco traute sich schlichtweg nicht den Hafen zu verlassen. Die Proteste gegen die Atommülltransporte nehmen indes immer weiter zu und begleiten den Transport mittlerweile fast an jeder Station seiner Fahrt.

Nachdem sich im Januar 2008 eine Anti-Atom-Aktivistin zwischen zwei Bäume über die Gleise abseilte und den Uranzug für mehr als sechs Stunden zum Halten brachte, wurde die Bewachung bei den letzten Transporten weiter erhöht: Bei Protesten in Emsdetten richtete die Polizei ein mittleres Chaos an als sie einen Atomkraftgegner zur erkennungsdienstlichen Behandlung mitnehmen wollten. Zahlreiche Personalien wurden festgehalten und für einige Personen Platzverweise erteilt. Bei Protesten gegen den Transport im Münsteraner Hauptbahnhof war die Polizei gleich mit der Bundespolizei im Einsatz.

Die Atomkraftgegner in Münster finden es besonders bedenklich, dass die deutschen Atommülltransporte wahrscheinlich auch durch die russische Partnerstadt Rjasan fahren und dort die Umwelt verstrahlen.

Nicht nur Radioaktivität eine Gefahr
Neben der Radioaktivität geht bei den Transporten die größte Gefahr von so genannter Flusssäure aus. Die Säure entsteht bei Kontakt des Uranhexafluorids mit (Luft-)Feuchtigkeit, ist stark ätzend und kann sich leicht gasförmig ausbreiten. Bei Protestaktionen in zahlreichen Bahnhöfen an der Strecke des Atommüllzuges wiesen Atomkraftgegner immer wieder auf diese Gefahr hin: „Wenn es im Bahnhof von Münster einen Unfall gibt und die Fässer undicht werden, müsste die gesamte Innenstadt evakuiert werden“, erklärte Matthias Eickhoff von der Gruppe „Sofortiger Atomausstieg Münster“. Er kritisierte außerdem, die Feuerwehren wüssten meist nichts von den gefährlichen Transporten und seien im Fall eines Unfalls vollkommen unvorbereitet. Zudem werden die Transporte in naher Zukunft stark zunehmen.

Die „Anti-Strahlungs-Pille“
Die Atom-Lobby ist zu einem Global-Player-Monster mutiert. Unterstützung erfährt sich durch die Bush-Administration, die schon durch ihre Verfälschung wissenschaftlicher Arbeiten böse aufgefallen war. Unter dieser Prämisse sollte man die Meldung, der nach US-Forscher einen Wirkstoff gefunden haben, der vor Schäden durch radioaktive Strahlung schützt, verstehen. Die Gefahren der Radioaktivität sollen mutmaßlich für die Öffentlichkeit negiert werden, damit noch ungehemmter mit Nuklear-Masse gehandelt werden kann. Um dies selbst für Atomgegner plausibel zu machen, heißt es in der Meldung weiter, der Wirkstoff zu einem Medikament weiterentwickelt werden, das Krebspatienten vor den Nebenwirkungen einer Strahlenbehandlung bewahrt, er eigne sich aber möglicherweise auch, um bei Unglücken in Atomkraftwerken oder bei anderen Strahlungsnotfällen wie Uranmülltransporten und denkbaren Anschlägen mit sogenannten schmutzigen Atombomben Menschen vor den Folgeschäden zu bewahren.

Über die Nebenwirkungen einer Anti-Strahlungsschäden-Pille steht in dem Artikel, der im Fachjournal „Science“ (Bd. 320, S. 226) publiziert wurde, nichts. Bislang galt: Nur Tote sind gegen radioaktive Strahlung immun. Folglich kann es sich nur um eine so genannte Todespille handeln – oder Quacksalberei mit Placebo-Effekt.

Wieviele angebliche Anti-Strahlungsschäden-Pillen sollen künftig entlang der Bahnstrecke verteilt werden?

Einladung zur Koordinierung der Proteste
Die Gronauer Urananreicherungsanlage wird gerade ausgebaut und die Kapazität mehr als verdoppelt – dabei wird auch mehr Müll entstehen. Fahren die gefährlichen Uranmülltransporte heute beinahe monatlich, werden sie wohl bald alle zwei Wochen fahren. Wieviele angebliche Anti-Strahlungsschäden-Pillen sollen entlang der Bahnstrecke verteilt werden?

Die Urananreicherungsanlage ist paradoxerweise nicht vom deutschen „Atomausstieg“ betroffen. Ein Hoffnungsschimmer für die Atomkraftgegner ist jedoch, dass die Verträge der Urenco mit Russland im Jahr 2009 auslaufen – eine Vertragsverlängerung wollen sie durch öffentlichen Protest verhindern.

Zur Koordinierung der Proteste laden Initiativen vom 1. bis 4. Mai zur internationalen Frühjahrskonferenz der Anti-Atom-Bewegung ins nordrhein-westfälische Ahaus ein. Mehr Informationen zu der Konferenz und dem dazugehörigen Camp finden sich auf www.sofa-ms.de „>www.sofa-ms.de und www.bi-ahaus.de.

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DAX fällt auf neues Jahrestief – Finanzkrise geht in Phase 3 über

World Content News – In Asien und Europa sind die Aktienkurse erneut eingebrochen. Bis zum Mittag gab der Dax um 3,5 Prozent nach.
Zuvor hatte die US-Notenbank ihren Diskontsatz am Wochenende (!) von 3,50 Prozent auf 3,25 Prozentpunke gesenkt, um Liquiditätsengpässe auf dem Geldmarkt zu verhindern. Verkehrte Welt: Was sonst als positives Zeichen bewertet wird, lässt dieses Mal bei den Anlegern die Alarmglocken schrillen.

Besonders die Bankenwerte gaben nach, als bekannt wurde, dass die US-Bank JP Morgan Chase die angeschlagene Wall-Street-Bank Bear Stearns wegen dessen schwerer Verluste in der US-Immobilienkrise für einen Schnäppchenpreis von rund 149 Millionen Euro übernimmt. JPMorgan Chase zahlt dafür schlappe zwei Dollar pro Bear-Stearns-Aktie.

Zum aktuellen Stand …

Nach den schweren Turbulenzen im Januar sieht es nun so aus, als wären die letzten Optimisten stiften gegangen.

Der DJ aus den USA konnte am Nachmittag den Frankfurter Brand auch nicht mehr löschen. Der Dax musste insgesamt 4,18 Prozent abgeben. Die US-Verluste halten sich bisher jedoch in Grenzen: Es geht mal rauf, mal runter, um 18 Uhr waren es 1% Miese.

Siemens ist nach einer Gewinnwarnung nun 17 Prozent weniger wert. Was solls: Vor zehn Jahren hätte man bei einer Wertvernichtung von 14 (in Worten: vierzehn!) Milliarden Euro den Laden wohl zu machen müssen. Heutzutage müssen dafür keine Pferde mehr kotzen, man wackelt höchstens bedenklich mit den Ohren. Kauft Euch einen Lolli und wartet auf den Sommer. Der wird wahrhaft olympisch.

Quellen:
DAX fällt auf neues Jahrestief (Hamburger Morgenpost, 17.03.2008)
Erst einmal Finger weg von Aktien (Die Welt, 17.03.2008)
Siemens senkt Gewinnerwartung (bild.de, 17.03.2008)
Hongkong: Hang Seng Index bricht um über 5 Prozent ein
(ad-hoc-news.de, 17.03.2008)
Presseschau: Im Würgegriff der Finanzkrise (Handelsblatt, 17.03.2008)
Schwarzer Tag für Siemens: 14 Mrd. Euro vernichtet (n-tv, 17.03.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

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Chinas heimlicher Krieg gegen den Westen?

onlineredaktion – Führt die Volksrepublik China einen heimlichen Krieg gegen den Westen, gegen Europa und auch gegen die USA?

Absurd, sagen jene die vernarrt sind in den Globalismus und sich über den Handel mit China erhebliche Gewinne versprechen und blind geworden sind gegenüber den gesundheitlichen Gefahren, die Waren aus China mitbringen. Aber was da ständig aus China geliefert wird, wird von Kritikern mit Besorgnis betrachtet. China liefert nicht nur gefälschte und verfälschte westliche Produkte und gefährdet auf kriminelle Weise Hersteller und Konsumenten in Europa und in den USA, sondern auch chemisch verseuchte Ware; oftmals Kinderspielzeug, aber auch Zahnpasta und andere kosmetische Artikel. Nun wurde radioaktiv verseuchter Stahl aus China in Italien von der Polizei beschlagnahmt: 30 Tonnen vom Stahlproduzenten Tisco, dessen Stahl aus China geliefert wurde.. Daraus sollten Schornsteinrohre gefertigt werden.

Bis die italienische Polizei den radioaktiv verseuchten Stahl beschlagnahmen konnte, war er bereits durch mehrere Betriebe gegangen, aber angeblich noch nicht verarbeitet. Dann ergaben Test einen gefährlich hohen Anteil des radioaktiven Isotops Cobalt-60. Vor allem Arbeiter, die mit dem Stahl hantieren, wären der Strahlung ausgesetzt und damit gesundheitlich gefährdet. An die Folgen, wenn die aus diesem Stahl hergestellten Rohre Rauchabgase radioaktiv verseucht hätten, mag wohl derzeit niemand denken.