Krieg

Stuxnet und die Folgen: Legalisierung von Virusattacken und Cyberwars, Fortsetzung der Landwegnahme in Ost-Jerusalem und der Westbank

Dr. Alexander von Paleske —17.1. 2011 — Israel und die USA entwickelten das Computervirus Stuxnet, welches iranische Siemens-Rechner befiel. Das hat jetzt die New York Times unter Bezugnahme auf US-Geheimdienstquellen enthüllt. Vermutet wurde das schon lange, auch in unserem Artikel im Juli.
Der Befall von Siemens-Rechnern beschränkte sich nicht nur auf den Iran wo 60% dieser Rechner stehen.
20% der insgesamt von Stuxnet befallenen Computer befinden sich in Indonesien, 8% in Indien, der Rest über die Welt verstreut.

Im Iran wurden allein rund 30.000 Rechner befallen. Darunter offenbar auch die Steuerungsanlagen für die Uranzentrifugen, deren punktgenaue Steuerung zur Urananreicherung essentiell ist.

Zerstörung durch Rechner-Manipulation
Das Struxnet-Virus manipulierte nun die Drehzahlen, was entweder dazu führte, dass das Uran nicht richtig angereichert wurde, bzw. trieb die Drehzahl exorbitant hoch, sodass die Zentrifugen dank der hohen Drehzahl zerstört wurden.
Mehr als 1000 Zentrifugen sollen so außer Gefecht gesetzt worden seien.

Aus schweizer Landen
Diese Zentrifugen P1 stammen aus dem Nuklear-Verbreitungs-Netzwerk des Pakistaners Abdul Qadeer Khan, dem Vater der pakistanischen Atombombe.

Die Komponenten wurden teils in Südafrika, teils in der Schweiz hergestellt. Führend daran beteiligt waren die schweizer Familie Tinner und der Deutsche Gotthard Lerch. Lerch wurde wegen Atomschmuggels vom Oberlandesgericht Stuttgart im Jahre 2008 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.Wir hatten ausführlich über dieses Netzwerk berichtet, das über 30 Jahre von westlichen Geheimdiensten lediglich beobachtet wurde, ohne den Zulieferbetrieben das Handwerk zu legen, was eine Reihe von Fragen aufwirft.

Vier Jahre zurückgeworfen
Durch die Beschädigung der Zentrifugen soll das Atomprogramm des Iran offenbar um mehrere Jahre zurückgeworfen worden sein. Die Herstellung einer Atombombe wäre demnach dem Iran erst im Jahre 2015 frühestens möglich, dies behauptet jedenfalls Meir Dagan, der aus dem Amt scheidende Chef des israelischen Auslands-Geheimdienstes Mossad.

Israel und die USA schwelgen vermutlich in dem Erfolg des Virusangriffs. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass dieser staatliche Hackerangriff noch unübersehbare Folgen haben kann.

Unabsehbare Folgen
Zunächst einmal wird damit erstmalig die Einschleusung von Viren staalich „legalisiert“, indem die USA und Israel sich selbst an die Spitze der Hacker setzen.

Es ist daher auch eine Einladung an andere Länder und Individuen, es ihnen gleichzutun. Angesichts der Vulnerabilität des Internets sind das sehr beunruhigende Aussichten.
In Zukunft könnten also Atomkraftwerke, Raketenabschussbasen etc. Ziele von staatlichen oder nichtstaatlichen Hackerangriffen werden. Auch könnte der Iran versucht sein, mit gleicher Münze heimzuzahlen.

Aber der Iran könnte auch anderweitig Vergeltung suchen. Al Qaida Leute befinden sich angeblich seit einiger Zeit im Iran. Denen könnte man z.B. radioaktives Material zur Herstellung einer schmutzigen Atombombe in den Rucksack packen. Al Qaida bemüht sich angeblich seit einiger Zeit um derartiges Teufelszeug, mit dem ein grösseres Gebiet durch die Explosion eines herkömmlichen Sprengsatzes radioaktiv verseucht werden könnte.

Die israelische Regierung glaubt, dass der Iran erst im Jahre 2015 wieder dort steht, wo er vor dem Stuxnet-Angriff stand. Das mag zutreffen. Die Zeit bis dahin will man nach Angaben Meir Dagans nutzen, um die Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen im Iran zu verschärfen, mit anderen Worten auf einen Bürgerkrieg hinarbeiten.

Stuxnet als Fiedenstaube?
Israel stand kurz davor, den Iran anzugreifen, hätte das Stuxnet-Virus nicht seine Zerstörungsarbeit verrichtet.
Ist das Stuxnet Virus also in Wirklichkeit eine Friedenstaube?
Davon kann keine Rede sein. Es gilt nach wie vor: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

US-Präsident Obama hatte vor neun Monaten Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu unmissverständlich klargemacht, dass die USA Israel im Falle eines Angriffs auf den Iran nur dann zu Hilfe eilen würden, um die Vergeltungswaffen des Iran zu zerstören, wenn die aggressive Siedlungspolitik Israels in den besetzten Gebieten, also Ost- Jerusalem und der Westbank, sofort eingestellt und Fortschritte beim Friedensprozess erzielt würden, bis hin zu einem Palästinenserstaat.

Israels Regierungschef Netanyahu saß in der Klemme.
Die Siedler glaubten, dass sie beides haben könnten, Netanyahu wusste nur zu genau, dass das nicht funktionieren würde.
Nun hat das Stuxnet-Virus ihn aus dieser Klemme für die nächsten vier Jahre befreit.

Weder US-Präsident Obama, geschwächt nach den Midterm- Elections im November 2010, noch die Entwicklungen im Iran, können ihn und die Siedler jetzt davon abhalten, die aggressive Siedlungspolitik unvermindert fortzusetzen. Und das geschieht bereits.

Keine guten Aussichten für die Palästinenser.

Nachtrag aus gegebenem Anlass
Kommentare aus dem Dunstkreis von La Rouche, BüSo / Neue Solidarität werden hier nicht zur Veröffentlichung zugelassen.

Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland

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Krieg

„Fuck Hamas! Fuck Israel!“ Im Gespräch mit den Verfassern des Gaza Youth Manifests

Vera Macht – Abu Yazen ist nervös, er hat lange nicht geschlafen. Dass das alles so groß werden würde, so schnell gehen, das hat er nicht geahnt. Er heißt auch gar nicht Abu Yazen, aber seinen richtigen Namen angeben, das geht nicht mehr. Zu groß ist die Gefahr, wenn man an einem Ort wie Gaza seinen Frust in Worte fasst, seinen Ärger auf alles und jeden, die Regierungen und die Welt, die junge Menschen wie ihn vergessen zu haben scheint. Er ist nur einer von 800000 jungen Menschen in Gaza, die Hälfte der Bevölkerung in dem kleinen, abgeriegelten Küstenstreifen ist unter 18.

Die deustche Überetzung des Gaza Manifests bei Facebook

Er ist einer von denen, die während der ersten Intifada geboren wurden, ihre Kindheit unter israelischer Besatzung verbracht haben, inmitten einer zweiten Intifada, eines Bürgerkriegs, und letztendlich den israelischen Angriff auf Gaza im Winter 2008/9 überlebt haben, dem insgesamt 1400 Menschen zum Opfer fielen. Rund 400 davon waren Kinder. Und seit 2007 lebt er – wie alle hier – unter einer vollkommenen Blockade, auferlegt von Israel, stillschweigend hingenommen von der Weltöffentlichkeit.

Sein Zuhause ist ein Gefängnis inmitten des alltäglichen Terrors eines nun mehr als 60 Jahre dauernden Konflikts. „Ich bin jung, ich will mein Leben leben, aber wo ist meine Freiheit“, sagt Abu Yazen leise. „Über mir ist der Lärm der F16, nach ein paar Kilometern treffe ich in jeder Richtung auf von Scharfschützen bewachte Grenzen, und auf dem Meer sehe ich die israelischen Kriegsschiffe.“

Doch normalerweise spricht Abu Yazen nicht leise. Jetzt vielleicht, jetzt ist er müde und erschöpft, und man weiß ja auch nie wer zuhört, am Nachbartisch. Doch normalerweise spricht Abu Yazen sehr laut aus, was ihn hier so frustriert, was ihn verzweifeln lässt. Er ist Mitglied von Gaza Youth Breaks Out, einer Gruppe von fünf jungen Männern und drei jungen Frauen, die ein Aufsehen erregendes Manifest verfasst haben. Ihre Facebook Seite hat innerhalb von ein paar Tagen 13000 Mitglieder angesammelt, die Presse dieser Welt steht Schlange. Doch Abu Yazen und seine Gruppe sind vorsichtig, ihre Facebook-Seite wurde für ihre Kommentare schon vorübergehend gesperrt, und in Gaza kritisiert man die Mächtigen besser nicht öffentlich.

Aber es ist der Gruppe wichtig klar zustellen, dass sich ihre Wut nicht hauptsächlich gegen die entzweiten palästinensischen Parteien richtet, vor allem seit sich die Presse auf ihre Hamas-Kritik gestürzt hat wie auf ein gefundenes Fressen. Aus diesem Grund haben sie ihr Manifest extra noch einmal umgeschrieben, es beginnt nun nicht mehr mit der provokanten Äußerung „Fuck Hamas“.

„[Wir sind] krank, als Terroristen hingestellt zu werden, als hausgemachte Fanatiker mit Sprengstoff in unseren Taschen und dem Bösen in unseren Augen“ so schreiben sie in ihrem Manifest. Abu Yazen stellt klar: „Wir wollen nicht als politisches Werkzeug für die Hetze gegen islamischen Terror missbraucht werden. Israel rechtfertigt sein ganzes Handeln gegen uns damit, dass Hamas an der Macht ist. Aber wir leben seit 60 Jahren unter Besatzung.

Die Blockade verstärkt nur den Konflikt zwischen den Parteien, die Spaltung von Palästina, und verhindert, dass wir endlich einen eigenen Staat haben.“ Sie fühlen sich alleine gelassen, ja, inmitten des politischen Streits um Macht und Recht. Im Stich gelassen von ihrer Regierung, von den palästinensischen Parteien, und von der UN, die hier in Gaza überall sichtbar ist, durch ihre Flaggen, ihre gepanzerten Fahrzeuge, aber nur redet, nicht handelt, das werfen sie ihr vor. „Unsere Forderung ist, dass die Blockade endlich beendet wird, und unsere elementaren Menschenrechte von Israel eingehalten werden“, macht einer von ihnen deutlich.“Wenn das erfüllt ist, dann können wir auch unsere innenpolitischen Probleme angehen. Dann werden wir in einer neuen Wahl frei und selbstständig unsere Regierung bestimmen können.“

Sie haben ihr Manifest geschrieben weil sie sahen, wie ihre Situation schlechter anstatt besser wurde, wie aus Besatzung Blockade wurde, aus Gewalt Krieg. Weil sie nicht sahen, dass jemand aktiv für sie Partei ergreift, und sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollten.

„Wir wollen schreien und diese Mauer aus Schweigen, Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit so durchbrechen wie die israelischen F16 die Schallmauer; […]“, so schreiben sie mit Feuer und Wut. „Wir sind krank davon, in diesem politischen Kampf gefangen zu sein; […]; krank von der Schand-Mauer, die uns vom Rest unseres Landes trennt und uns auf einem Stück Land von der Größe einer Briefmarke gefangen hält; krank von der Gleichgültigkeit, die uns von der internationalen Gemeinschaft entgegenkommt, […]; wir sind krank und müde, ein beschissenes Leben zu leben.“

Gamila ist eine hübsche junge Frau, und wenn sie spricht, dann klingt ihre Stimme klar und bestimmt, man merkt gleich, sie weiß was sie will. Sie ist eine der drei Frauen von Gaza Youth Breaks Out, und was sie will ist ein Leben in Sicherheit und Freiheit für sich und ihre Familie. Sie will erzählen warum sie Mitglied dieser Gruppe ist, wo ihre Verzweiflung herkommt, damit die Menschen „da draußen“ sie verstehen. Denn dass die Menschen „da draußen“ die Wahrheit kennen lernen, das ist erklärtes Ziel der Gruppe.

Gamila lebte ein Jahr in einem Haus ohne Fenster. Fenster gehören zu den Dingen, die von Israel als „Luxusgüter“ erklärt wurden, und nicht auf der eineinhalb Seiten langen Liste an Gegenständen und Nahrungsmitteln standen, deren Einfuhr Israel zur Hochzeit der Blockade an Versorgung für 1,5 Millionen Menschen hineingelassen hat. Für die reicheren Familien Gazas, kommen solche Dinge durch die Tunnel, aber Menschen wie Gamila nützt das wenig.

Ein Jahr lebte sie ohne Fenster, bis sie sie im Winter mit Holz verriegelte. Ihre Mutter hatte Krebs, Gazas Krankenhäuser konnten ihr nicht die benötigte Strahlentherapie bieten, die sie brauchte. Als der Arzt ihr sagte, dass sie binnen einer Woche nach Ägypten müsste, da sich ihr Krebs schnell ausbreitete, dauerte es zwei Monate, bis sie die benötigten Genehmigungen erhielt. Zu diesem Zeitpunkt war Krieg, sie fuhr quer durch Gaza inmitten der fallenden Bomben.

„Der Krieg war das Schlimmste, was je in meinem Leben passiert ist“, sagt Gamila. „Ich habe mein Haus verlassen, weil es nahe der Grenze ist, und in einer Unterkunft gebetet, dass ich und meine Familie überleben würden.“ Und nun findet sie keine Arbeit, obwohl sie studiert hat, in der desaströsen Wirtschaftslage Gazas, bei der die Arbeitslosigkeit seit der Blockade bei über 45 Prozent liegt. Ein Zustand, der von Israel so geplant wurde, wie Wikileaks kürzlich enthüllt hat: „Im Rahmen ihres umfassenden Embargo-Plans gegen Gaza haben israelische Beamte mehrmals bestätigt, dass sie beabsichtigen, die Wirtschaft Gazas am Rande des Zusammenbruchs zu halten, ohne sie in den Abgrund zu schieben.“ Eine Ausreisegenehmigung zu bekommen, um woanders Arbeit zu finden, oder ihren Master im Ausland zu. machen, hat Gamila wie die meisten anderen jungen Menschen Gazas vergeblich versucht.

Doch die Hoffnung aufgeben, das kommt für die Gruppe nicht in Frage. „Wir haben ein Ziel vor Augen, und dafür kämpfen wir“, sagt Abu Yazen, und diesem Moment spürt man die Kraft und Willensstärke, die das Manifest verkörpert. Er spricht wieder laut, vergessen ist die Erschöpfung und Bedrohung, die sie von allen Seiten empfinden.

Alle Acht sind gebildet und sprechen sehr gutes Englisch. Sie sind normale junge Menschen, nicht außergewöhnlich reich oder arm, nicht aus außergewöhnlichen Familien, sie verlangen keine außergewöhnlichen Dinge. Außergewöhnlich mutig, das vielleicht sind sie. Mutig genug, um in die Öffentlichkeit zu treten und das zu verlangen, was jedem jungen Menschen dieser Welt zustehen sollte: die elementaren Menschenrechte. Sie mögen aktive Unterstützung der Weltöffentlichkeit und Regierungen brauchen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, aber jemanden der für sie spricht, das brauchen sie bestimmt nicht. Das können Abu Yazen, Gamila und die anderen sehr gut selbst.

„Wir wollen drei Dinge: Wir wollen frei sein. Wir wollen in der Lage sein, ein normales Leben zu leben. Wir wollen Frieden. Ist das zu viel verlangt? Wir sind eine Friedensbewegung, die aus jungen Leuten in Gaza und Unterstützung an anderen Orten besteht. Wie werden nicht ruhen, bis jeder auf dieser Welt die Wahrheit über Gaza kennt, und zwar so, dass keine stille Zustimmung oder laute Gleichgültigkeit mehr akzeptiert werden wird.

Wir werden damit beginnen, die Besatzung zu zerstören, die uns selber umgibt. Wir werden aus diesem geistigen Gefängnis ausbrechen und unsere Würde und unsere Selbstachtung wiedergewinnen. Wir werden unsere Köpfe hoch tragen, auch dann, wenn wir auf Widerstand stoßen. Wir werden Tag und Nacht daran arbeiten, die elenden Umstände zu verändern, in denen wir leben.Wir werden Träume bauen, wo wir auf Mauern treffen.“

Vera Macht lebt und arbeitet seit April 2010 in Gaza. Sie ist Friedensaktivistin und berichtet über den täglichen Überlebenskampf der Menschen im Gazastreifen.

Krieg

Helicopter Rumour Refuses to Die

Ahmad Kawoosh – Persistent accounts of western forces in Afghanistan using their helicopters to ferry Taleban fighters, strongly denied by the military, is feeding mistrust of the forces that are supposed to be bringing order to the country.

One such tale came from a soldier from the 209th Shahin Corps of the Afghan National Army, fighting against the growing insurgency in Kunduz province in northern Afghanistan. Over several months, he had taken part in several pitched battles against the armed opposition.

“Just when the police and army managed to surround the Taleban in a village of Qala-e-Zaal district, we saw helicopters land with support teams,” he said. “They managed to rescue their friends from our encirclement, and even to inflict defeat on the Afghan National Army.”

This story, in one form or another, is being repeated throughout northern Afghanistan. Dozens of people claim to have seen Taleban fighters disembark from foreign helicopters in several provinces. The local talk is of the insurgency being consciously moved north, with international troops ferrying fighters in from the volatile south, to create mayhem in a new location.

Helicopters are almost exclusively the domain of foreign forces in Afghanistan – the international military controls the air space, and has a virtual monopoly on aircraft. So when Afghans see choppers, they think foreign military.

“Our fight against the Taleban is nonsense,” said the soldier from Shahin Corps. “Our foreigner ‘friends’ are friendlier to the opposition.”

For months or even years, rumours have been circulating in Afghanistan that the Taleban are being financed or even directly supported militarily by the foreign forces.

In part it stems from an inability to believe that major foreign armies cannot defeat a ragtag bunch of insurgents; in addition, Afghanistan has been a centre of foreign intrigue for so long that belief in plots comes naturally to many war-weary Afghans.

The international troops hotly deny that they are supporting the insurgents.

“This entire business with the helicopters is just a rumour,” said Brigadier General Juergen Setzer, recently appointed commander for the International Security Assistance Force, ISAF, in the north. “It has no basis in reality, according to our investigations.”

The general added that ISAF-North had overall control of the air space in the northern region.

But the persistent rumours that foreign helicopters have been sighted assisting the Taleban in northern Afghanistan were given an unexpected boost in mid-October by Afghan president Hamed Karzai, who told the media that his administration was investigating similar reports that “unknown” helicopters were ferrying the insurgents from Helmand province in the south to Baghlan, Kunduz, and Samangan provinces in the north.

Captain Tim Dark, of Britain’s Task Force Helmand, was vehement in his reaction.

“The thought that British soldiers could be aiding and abetting the enemy is just rubbish,” he said. “We have had 85 casualties so far this year.”

Engineer Mohammad Omar, governor of Kunduz, refused to comment on the issue, but Enayatullah Enayat, governor of Samangan, also denied that the helicopters were moving the opposition around in Samangan.

“I am in contact with both national and foreign forces in Samangan,” he said. “I have not seen any suspicious helicopters bringing in the Taleban.”

The north has recently witnessed a spike in insurgent activity, particularly in Kunduz and Baghlan. Provinces that were relatively calm even six months ago are experiencing armed attacks, suicide bombings, even outright Taleban control over several districts.

In a district of Baghlan province, Baghlan-e-Markazi, residents witnessed a battle last month in which they insisted that two foreign helicopters had delivered the Taleban fighters who then attacked their district centre.

“I saw the helicopters with my own eyes,” said Sayed Rafiq from Baghlan-e-Markazi.

“They landed near the foothills and offloaded dozens of Taleban with turbans, and wrapped in patus (a blanket-type shawl).”

According to numerous media reports, the Taleban attacked the district centre, and the district police chief along with the head of counter-narcotics and a number of soldiers were killed.

Commander Amir Gul district governor of Baghlan-e-Markazi insisted that the Taleban fighters had been delivered by helicopter.

“I do not know to which country the helicopters belonged,” he told IWPR. “But these are the same helicopters that are taking the Taleban from Helmand to Kandahar and from there to the north, especially to Baghlan.”

According to Amir Gul, the district department of the National Security Directorate had identified the choppers, but it refused to comment.

Baghlan police chief Mohammad Kabir Andarabi said that his department had reported to the central government that foreign helicopters were transporting the Taleban into Baghlan.

The Baghlan provincial governor, Mohammad Akbar Barikzai, told a news conference on October 21 that his intelligence and security services had discovered that unidentified helicopters were landing at night in some parts of the province.

“We are investigating,” he said.

Rumours have reached the point where US ambassador Karl Eikenberry felt compelled to address them last week at a ceremony honouring the more than 5,500 Afghan police and soldiers who have died during the present war.

The reports were “outrageous and baseless”, said Eikenberry, as reported by McClatchy newspapers. “We would never aid the terrorists that attacked us on September 11, that are killing our soldiers, your soldiers, and innocent Afghan civilians every day.”

Afghan political analysts have woven elaborate theories as to why the foreign forces would be helping the Taleban.

According to Rahim Rahimi, a professor at Balkh University, America and the United Kingdom are trying to keep all of Afghanistan insecure, so that people feel the need for the foreign forces.

“They will try and destabilise the north any way they can,” Rahimi said. “It is a good excuse to expand their presence in the area, to get a grip on the gas and oil in central Asia.”

Fighting Islamic extremists was one way to insert themselves into the area without provoking a fierce reaction from Russia and the Central Asian governments, he added.

Numerous websites have devoted blogs, columns and “investigative reports” to the helicopter rumours; literally everyone has heard the whispers, and many, if not most, believe them. It provides an added reason to suspect and fear the foreign forces, as well as an explanation for the rapid spread of the insurgency throughout the country.

In the end, it may not really matter whether the rumours are ever substantiated. The firm belief that Afghans have in them can determine attitudes and behaviour, further fueling mistrust of the westerners in their midst.

Ahmad Kawoosh is an IWPR journalist based in Mazar-e-Sharif.

This article was brought to you by IWPR

Krieg

Central Asian Militants, Pan-Turkic Aims & Mysterious Financiers

Sibel Edmonds – I just finished reading an interesting article at Asia Times on the Islamic Movement of Uzbekistan (IMU), which is characterized by some as Central Asia’s most aggressive militant group. The main focus of the article is placed on the status, recent expansion and transformation of IMU: The IMU is no longer a small band of militants focused on taking down the Uzbek regime and replacing it with an Islamic state. Today, it has a much wider reach and more ambitious goals, and has underlined its revival with attacks that suggest a presence across a wide swathe of South and Central Asia.

Considering my own focus, which I am sure many of you are pretty familiar with by now, the following bits and pieces, none of which happen to receive any elaboration or even a slight explanation by the author, deserve the real attention:

The IMU or its affiliates have been named in connection with a number of recent attacks at home and abroad. One, the Islamic Jihad Union (IJU), has been blamed for attacks in Uzbekistan in May 2009 and made headlines around the world this fall after Western intelligence determined they were planning Mumbai-style attacks on European soil… The IJU, considered a more radical affiliate of the IMU, attracts recruits from Germany’s burgeoning Turkish Diaspora and Turkic nations, leading observers to suggest that it is driven by pan-Turkic aims.

And this:

“The most essential things that need to be addressed are the control of the movement of militants and the control of their finances,” Babar says. “What finances them? We believe that the drug trade is financing them

As you can see in the article the Central Asian context-states-players are: Uzbekistan-Turkmenistan-Tajikistan along Afghanistan’s northern borders, and with that we are back to my previous coverage of the trio in terms of unwritten and unspoken US foreign policies:

Things certainly haven’t been looking up for our MIC, Oil, and related mega companies in that part of the world. And this kind of situation puts our ‘real’ foreign policy makers in their ‘enemies-of-our-enemies’ are needed mode. And when that happens the rest will follow: contracts for our good ole Mujahideen friends, convenient terrorism related incidents and pipeline sabotages right and left, a more aggressive control of the opium trade to finance unwritten-unspoken foreign policy practices …

I suggest you read the recent article by Asia Times, and please keep in mind the cases of Mysterious Helicopter Activities in Northern Afghanistan and BF Post’s coverage  here and here. Because when it comes to answering the ‘real’ questions, the questions of funding and sponsorship, we need context, historical records, and a bit of critical thinking, and that my friends, has been largely missing in this article and similar media coverage. And finally, keep an eye on the upcoming Wikileaks’ cables for 1996-2001 Central Asia & Caucasus related goodies…that is, if they are included, or, if they are not among ‘insurance files,’ or, if the internet is not filtered & controlled by then, or…

linkPublished at Boiling Frog Post

Krieg

Abzug aus Afghanistan und Rückkehr aus Afghanistan

Dr. Alexander von Paleske — 9.12. 2010 — Die Regierungen reden jetzt vom Abzug aus Afghanistan, der soll für die britischen Truppen bereits im Jahre 2011 beginnen und im Jahre 2014 abgeschlossen sein.

Ein Abzug, dessen Ende dem Abzug der sowjetischen Armee vor 20 Jahren ähneln wird: Keines der gesteckten Ziele erreicht.

Bei den Soldaten handelt es sich nicht um einen Abzug, der so etwas wie Ordnung suggeriert, sondern um eine Rückkehr. Eine Rückkehr aber, die in vielen Fällen Kriegsspuren hinterlässt:

– Die Rückkehr ohne sichtbare körperliche Verletzungen aber mit psychischen Verletzungen, auch als posttraumatisches Stress Syndrom bezeichnet.

– Die Rückkehr mit sichtbaren körperlichen Verletzungen der unterschiedlichsten Schweregrade bis hin zum Pflegefall, meistens verbunden mit in psychischen Verletzungen

– Schließlich die Rückkehr im Zinksarg.

Die psychischen Verletzungen reichen nicht selten aus, um Familien auseinanderzubringen,die Soldaten zum Alkoholiker oder zum Kriminellen oder beides werden zu lassen.

In Großbritannien ist ein Film gedreht worden, der an Hand eines Einzelschicksals zeigt, wie der Kriegseinsatz und die damit verbundenen Kriegserlebnisse Menschen und Familien zerstören. .

.
In Our Name
Es ist die Geschichte einer britischen Soldatin, die aus dem Irakkrieg zurückkehrt.

Die Angst, die im Irak oftmals ihr Begleiter war, verselbständigt sich nach der Rückkehr, wird zur Paranoia.
Sie fürchtet ständig um das Leben ihres Kindes.

Ihr Ehemann, ebenfalls Soldat, die Ausgeburt eines Macho, trinkfest und gewalttätig, ist keinerlei Hilfe. Er ist vielmehr nahe dran an einer Psychose, wenn er seine Kriegs-Trophäe, das blutverschmierte Kopftuch einer getöteten Irakerin, hervorholt.

Unterstützung in dieser Lage findet die Soldatin, gespielt von Joanne Frogatt weder in der Armee, auch nicht von deren Armeepsychiater, der auf sinkende Karrierechancen beim Offenbaren des „Stressschadens“ verweist, noch in ihrer Familie, die “ Heldengschichten“ hören will.

Das Ganze spielt vor dem Hintergrund einer deindustrialisierten verarmten britischen Kleinstadt, das ideale Pflaster für die Rekrutierung von Soldaten. Armee statt Arbeitslosigkeit.

Suzy verlässt schliesslich fluchtartig ihren Mann zusammen mit ihrer Tochter.

Hinter der Fassade der Irak-Heldin verbirgt sich ein psychisches Wrack, verheizt in einem Krieg, der mit Lügen begonnen wurde, und der mittlerweile mehr als 100.000 Menschenleben gekostet hat.

Der Film dürfte recht gut stellvertretend für viele Einzelschicksale stehen, auch Schicksale von Bundewehrsoldaten im Afghanistankrieg, was der schneidige Verteidigungsminister von und zu Guttenberg nur allzu gern vergessen machen möchte.

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat

Aus der Hölle in Krankheit und Obdachlosigkeit – US-Soldaten nach der Rückkehr von der Front

Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?
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Krieg

Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland

Alexander von Paleske — Zwei Nachrichten kamen heute über den Ticker, die nur auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben

Nachricht 1:
Die iranische Regierung hat eine Attacke des Computervirus‘ Stuxnet auf Rechner in Industrieanlagen des Landes bestätigt. Rund 30.000 Rechner seien betroffen, sagte der Beauftragte für Informationstechnologie im iranischen Industrieministerium, Mahmud Liaji. Das Virus habe vor allem von dem deutschen Unternehmen Siemens entwickelte Kontrollsysteme angegriffen

Nachricht 2:.
Baustopp endet: Jüdische Siedler rücken mit Bulldozern an. Schon vor dem Ende des israelischen Baustopps im Westjordanland haben jüdische Siedler die umfassende Wiederaufnahme der Bauarbeiten eingeleitet.


Zerstörung palästinensischer Häuser. Screenshot: Dr. v. Paleske

In einer symbolischen Aktion wurde in der israelischen Siedlung Kirjat Netafim im Westjordanland der Grundstein für eine Kinderkrippe gelegt..

Krieg und Frieden
Wir hatten bereits in einem Artikel vor drei Wochen dargelegt, dass der Preis des Friedens mit den Palästinensern der Krieg ist.

Nur kann Netanjahu die Katze nicht aus dem Sack lassen. Hinzu kommt, dass unter den Siedlern offenbar die Einstellung vorherrscht „We can eat the cake and have it“
Netanjahu weiß aber sehr wohl, dass beides nicht geht, dass er sich entweder für einen Krieg gegen den Iran oder für eine Fortsetzung des Landraubs und Siedlungsbaus in der Westbank und Ost-Jerusalem entscheiden muss. Das hat ihm offenbar Obama mit aller Deutlichkeit klargemacht.

Und Netanjahu hat sich – wenn auch zögerlich – offenbar für die Kriegs-Variante entschieden.

Unterdessen gehen die Kriegsvorbereitungen gegen den Iran offenbar weiter – mit Hilfe der elektronischen Kampfführung.

Während in den 60er Jahren die elektronische Kampfführung, auch ELOKA genannt, vorwiegend darin bestand, fremde Funkverkehre zu entschlüsseln, zu stören und zu täuschen – der Verfasser diente in einer solchen Einheit – hat das Internet und die Computerisierung diese elektronische Kampfführung samt Spionage wesentlich verfeinert – und in gewisser Weise auch vereinfacht – jedenfalls dann, wenn es gelingt Trojaner einzuschleusen, die als Spione, und offenbar auch als Zerstörer arbeiten können.

Bei allem Verschwörungsgsstuß, den Ahmadinejad gerne loslässt – angefangen von der Leugnung des Holocausts, bis zu 9/11 als von den USA selbst inszeniert – aber hier dürfte die iranische Regierung recht haben. Unklar ist, woher genau der Virus / Ttrojaner – Angriff kommt: Aus den USA oder Israel oder aus beiden Ländern in gemeinsamer Arbeit.

Er kann das Atomprogramm des Iran bestenfalls vorübergehend lahmlegen, nicht aber auf Dauer, wohl aber nützliche Infos liefern, wie weit das Atomprogramm mittlerweile gediehen ist, und es könnte möglicherweise das Ziel sein, die Raketenabwehr gegen einen potenziellen Angriff lahmzulegen bzw. den dann zu erwartenden iranischen Vergeltungsschlag zu vereiteln.

Die Zeichen im Nahen und Mittleren Osten deuten keineswegs auf Frieden hin. Ganz im Gegenteil.

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… als Satire
Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

…. und die Antwort von Josef Joffe und der ZEIT
IDeutschlands liberale Wochenzeitung “Die ZEIT” verlangt Löschung einer Satire</

Krieg

Afrikas Todeshändler Victor Bout soll an die USA ausgeliefert werden

Dr. Alexander von Paleske> — Vor zwei Jahren wurde der international operierende russische Waffenhändler Viktor Bout in Thailand verhaftet.


Viktor Bout im thailändischer Auslieferungshaft, Screenshot vom 20.8. 2010

Wir haben mehrfach über dessen Aktivitäten hier berichtet.

Bout kann für sich in Anspruch nehmen, etliche Kriege in Afrika durch seine Waffenlieferungen entweder angeheizt, am Laufen gehalten, oder erst ermöglicht zu haben, darunter in Sierra Leone, Liberia, DR Kongo und Angola.

Er setzte allerdings damit nur das erbärmliche Treiben der USA, Grossbritanniens, Frankreichs, Apartheid-Südafrikas und der UdSSR fort, die seinerzeit Stellvertreterkriege, wie der in Angola, mit Geld und Waffenlieferungen starteten bzw. am Laufen hielten.

Nach dem Ende des Ost-West Konflikts verloren die Grossmächte vielerorts das Interesse and der Fortsetzung der Konflikte, die Millionen Menschen in Afrika das Leben gekostet hatten, und nun sprang Bout als Waffenlieferant ein. Er lieferte vornehmlich gebrauchtes Kriegsgerät aus Warschauer Pakt- Beständen, wie ein Versandhändler, pünktlich innerhalb von zwei Wochen, sozusagen bis vor die Haustür.

Als Transportmittel dienten ihm alte russischeTransportflugzeuge des Typs Antonov und Ilyuschin, die selbst auf Sandpisten mit schwerem Gerät noch landen konnten.

Neben Barem akzeptierte Bout als Zahlungsmittel auch Diamaten und Rohstoffe wie Coltan, die auf dem Rückweg mitgenommen wurden.

Und Bout belieferte dieTaliban in Afghanistan vor dem 11.9. 2001.

Nach dem Einmarsch der USA und deren Verbündeter in Afghanistan wurde er – ebenso wie nach dem Einmarsch in den Irak 2003 – von den USA kontraktiert, obgleich ein internationaler Haftbefehl gegen ihn vorlag, dem er sich zu entziehen wusste.

Bout dehnte schliesslich seinen Tätgkeitsbereich nach Lateinamerika aus, nach Kolumbien.
Allerdings wollte er nicht die Regierung Kolumbiens beliefern, bzw. Paramilitärs oder Drogenbosse, sondern
die linksgerichteten Guerillas der FARC. Denen wollte er nicht nur alte AK 47 liefern, sondern Flugabwehrraketen und Geschütze. Damit rief er die USA auf den Plan und gegen sich.

So kam dann schliesslich seine Verhaftung in Thailand zustande, ein US Zielkommando hatte ihn dort aufgestöbert..

Nun entschied heute ein thailändisches Gericht, dass Bout nicht, wie von ihm gewünscht, in sein Heimatland Russland abgeschoben, sondern an die USA ausgeliefert werden soll.

Sollte es dort nicht zu einem Deal mit der Staatsanwaltschaft kommen, wird Bout möglicherweise auspacken, dann könnte es für das Pentagon und die Regierung der USA noch recht ungemütlich werden.

linkViktor Bout, Afrikas “Merchant of Death”
Conflicts in Africa – Millions suffered, a few became millionaires, one of them: Viktor Bout (Butt)
linkViktor Bout – Auslieferung in die USA?

linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
linkKokain, Kindersoldaten und Killerkommandos – auf den Spuren des Waffenhändlers Yair Klein.
Angolagate in Frankreich – Geldgier, Geschütze und Granaten
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

Krieg

Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?

Dr. Alexander von Paleske 5.8. 2010 — Das Ende des Afghanistaneinsatzes rückt nun offenbar näher. Selbst den Hurrapatrioten in den politischen Parteien einschliesslich der Grünen und in den Redaktionsstuben dämmert es langsam, dass dieser Krieg nicht nur nicht zu gewinnen ist, sondern letztlich – abgesehen von der (möglicherweise temporären) Vertreibung von Al Qaida – keines der Kriegsziele (jemals) erreicht werden kann.

Auch innerhalb der SPD wächst der Widerstand.

Mehr noch: die Veröffentlichung von Tausenden von Dokumenten bei Wikileaks zeigt noch einmal deutlich, dass die Öffentlichkeit nur bestenfalls unzureichend informiert wurde.

Nachdem das niederländische Kontingent dieser Tage abgezogen wird, und weitere kriegsteilnehmende Länder im nächsten Jahr folgen werden,steht der Abzug der Bundeswehr nun dringender denn je auf der Tagesordnung.

Selbst die ZEIT-Universalreporterin Andrea Böhm, die noch im vergangenen Jahr dem Hurrapatriotismus frönte, und Sprüche wie „Geschichte schreibt kein Dikat für die Zukunft“ zum besten gab, was hier einer scharfen Kritik unterzogen wurde, scheint in ihrem Leitartikel auf Seite 1 der ZEIT vom 29.7. nun der Resignation anheimzufallen.

Stichwort: Es hätte von Anfang an alles anders laufen müssen: Mehr Entwicklungshilfe.

Ich bat den Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian, den ich schon zweimal zum Thema Afghanistan-Krieg interviewt hatte, um eine kurze Stellungnahme, die ich hier in wenigen Punkten zusammenfasse:

Wenn man sich deren Auswahl und Auswertung (der geleakten Dokumente) ansieht, kann man tatsächlich zu dem Ergebnis kommen, dass die Geheimdokumente die Beurteilung der rechtlichen und politischen Lage nicht verändern.

– Wir wussten schon vorher, dass aus der anfänglichen Polizeiaktion (Fangt Osama!) inzwischen eine kriegerische Auseinandersetzung mit Teilen der paschtunischen Bevölkerung in Afghanistan und den pakistanischen Grenzgebieten geworden ist.

– Wir wussten, dass dieser Kampf für die US-Soldaten und ihre Verbündeten weder militärisch noch politisch zu gewinnen ist.

– Was erschreckt, ist die Brutalität der beiderseitigen Kampfhandlungen und der bürokratische Stil der Chronisten des Todes.

– Wir wussten, dass sich für die NATO-Truppen der Kampf gegen die Hydra wiederholt: Für jeden abgeschlagenen Kopf wachsen mehrere neue nach.

– Das schwer erklärbare Ziel der Todeskommandos scheint es dennoch zu sein, in der verbleibenden Zeit bis zum Abzug noch möglichst viele „Insurgents“ unschädlich zu machen, auch wenn das deren Gesamtzahl eher erhöht als verringert.

– Die vielen Namen afghanischer Informanten eröffnen einen düsteren Blick in die Zukunft. Spätestens nach dem Abzug der NATO-Truppen werden die Taliban als blutige Rächer durch die Lande ziehen und die Kollaborateure ergreifen. Man spricht schon von einem künftigen neuen Bürgerkrieg, an dem die NATO-Aktion ihr gerütteltes Mass an Mitschuld zu tragen hat.

So weit Dr. Kilian.

Nach wie vor ist völlig unklar, ob, und wenn ja,in welchem Umfang, die deutsche Spezialtruppe KSK bei gezielten Tötungen in Afghanistan involviert ist. Dass deren Aktionen nur beschränkt einer parlamentarischen Berichtspflicht unterliegen, ist ein unerträglicher Zustand. Auch dass der US-Präsident G.W. Bush seinerzeit voll des Lobes über diese Truppe war, sollte eher zur Beunruhigung beitragen.

Der Grünen-Bundestags-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele hat sich – bisher vergeblich – darum bemüht, mehr Licht in dieses Einsatzdunkel zu bekommen.

Der Artikel von Susanne Gaschke über die KSK „Unter Kriegern trägt leider absolut nichts dazu bei, hier auch nur einen Funken mehr Klarheit zu verschaffen.

Für die NATO-Soldaten dürfte das Ende des Schreckens nun näherrücken.

Für die Angehörigen der gefallenen Soldaten bleibt letztlich die bittere Erkenntnis, dass ihr Tod sinnlos war.

Für die verantwortlichen Politiker und Parlamentarier die Pflicht, die Bundeswehr so schnell wie möglich abzuziehen.

Und für die afghanische Bevölkerung, auch nach dem Abzug, kein Ende von Hunger und Armut, trotz der 300 Milliarden US Dollar, die bis Ende diesen Jahres insgesamt in das Kriegsabenteuer geflossen sein werden.

Interviews mit Dr. Werner Kilian
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian


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Krieg

Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung

Dr. Alexander von Paleske — 26.7. 2010 — Vor Monaten haben wir an dieser Stelle in einem ausführlichen Artikel auf die erschreckenden Parallelen zwischen dem Vietnamkrieg und dem Krieg in Afghanistan hingewiesen.

Mit der Veröffentlichung der Afghanistan-Papiere auf Wikileaks sind die Parallelen komplettiert. Denn was bisher fehlte, war die wirkliche Einschätzung des US-Verteidigungsministeriums über den Krieg und welche bisher unbekannten Kriegsverbrechen begangen wurden.

Im Jahre 1971 veröffentlichten die Washington Post und die New York Times die sogenannten Pentagon Papiere,durch deren Bekanntmachung nachgewiesen werden konnte, wie seinerzeit das Pentagon die Öffentlichkeit systematisch über den Vietnam-Krieg getäuscht hatte.

Gezielt wurden Lügen und Fehlinformationen verbreitet. Die damalige US-Regierung unter Präsident Lyndon B. Johnson und Verteidigungsminister Robert McNamara hatten – nun beweisbar – Kriegsvorbereitungen getroffen, obwohl US-Präsident Johnson behauptet hatte, nicht in Vietnam intervenieren zu wollen.

Außerdem sollte dann der Vietnamkrieg, trotz großer Verluste auf amerikanischer Seite, weitergeführt werden.

Diese bisher fehlende Parallele zum Vietnamkrieg gibt es nun, dank der Veröffentlichung von zehntausenden geheimen Pentagon- Dokumenten bei Wikileaks, die offenbar auch von dem Spiegel und dem britischen Guardian als authentisch eingestuft werden

Nun stellt sich heraus:

– Dass die militärische Lage weitaus schlimmer sich darstellt, als bisher zugegeben

– Dass die Öffentlichkeit daher systematisch hinters Licht geführt wurde und wird

– Dass US- Killerkommandos, also Todesschwadronen mit dem Namen „Task Force 373„, die direkt dem US-Verteidigungsministerium unterstellt – davon 300 im Bundeswehrlager in Mazar-i-Scharif untergebracht ´- gezielte Tötungen, nach eigenem Gutdünken, von vermeintlichen oder tatsächlichen Taliban-Führern vornehmen, ein klarer Verstoss gegen die Genfer Konvention, und ein Kriegsverbrechen noch dazu, das stark an den Kommissarbefehl Adolf Hitlers im Russlandfeldzug erinnert

– Dass durch Stationierung eines derartigen Kommandos im Bundeswehrlager in Masar- i- Sharif damit die Bundeswehr sich mitschuldig macht an derartigen Kriegsverbrechen.

– Dass weitaus mehr unbeteiligte afghanische Zivilisten getötet wurden, als bisher von dem gemeinsamen Kommando in Kabul bzw der Regierung Karsai zugegeben.

Damit ist klar, dass der unverzügliche Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan dringender denn je auf der Tagesordnung steht. Es ist geradezu pervers, dass Politiker insbesondere der Grünen, die einstmals gegen den Vietnamkrieg demonstrierten, wie Trittin und Kuenast, für die Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr im Bundestag stimmten.

Und für die Bundeswehrsoldaten sollte sich die Frage des Gehorsams bei der Befolgung von Befehlen in Afghanistan ernsthaft stellen.

Nachtrag vom 27.7.2010
Die Reaktionen der deutschen Presse sind ganz überwiegend von dem (sicherlich vergeblichen) Bemühen gekennzeichnet, die Bedeutung der Afghanistan-Papiere herunterzuspielen „war alles bereits bekannt“.

Stellvertretend sei hier ein Stefan Kornelius in der Südeutschen Zeitung vom heutigenTage zitiert::

„Das Land (Afghanistan) lässt sich offenbar nicht befrieden. Gewalt, Hunger und Vertreibung werden auch weiter das Leben in Afghanistan bestimmen, wie schon in den letzten Jahrzehnten…….

Die mehr als 40 Nationen werden vom aufrichtigen Interesse geleitet, Afghanistan Frieden und Entwicklung zu bringen… Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Lebenszweck der Taliban und vieler Afghanen der Kampf ist“

So kann man das natürlich auch sehen. Dagegen stehen die nackten Fakten:

– 230 Milliarden US-Dollar flossen nach Afghanistan bis Ende 2009, dieses Jahr kommen weitere 70 Milliarden dazu, davon lächerliche 1% in die Entwicklung der Landwirtschaft. Der Löwenanteil wurde und wird für Militärausgaben verwendet.

-.9 Millionen Afghanen leben unter der absoluten Armutsgrenze

– Die Säuglings- und Müttersterblichkeit ist eine der höchsten in der Welt.

Aber das verschweigt der Kommentator Kornelius natürlich..

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Krieg

Der Fall General McChrystal oder: Wehe wenn sie losgelassen

Dr. Alexander von Paleske —-Wie sich die Zeiten gleichen: General Westmoreland 1968, General McChrystal 2010.

Von 1964 bis 1968 war General William Westmoreland Kommandeur der US Truppen in Vietnam, in einem Krieg, dem der Krieg in Afghanistan immer ähnlicher wird. Aber die Aehnlichkeiten enden hier nicht.

Während seiner Zeit als kommandierender General in Vietnam stieg die Zahl der US-Soldaten von 15.000 auf 500.000. Er erhielt den Spitznamen „General Westmoremen“.
Als er schliesslich weitere 206.000 Mann und eine Mobilisierung der Reserveeinheiten verlangte, sowie eine Ausweitung des Krieges auf die Nachbarländer, um die Nachschublinien des Feindes zu unterbrechen, und sogar den Einsatz von Nuklearwaffen gegen Hanoi forderte, wurde der General im Juni 1968 abberufen.

Er gab später die Schuld am Versagen der Militärstrategie in Vietnam dem damaligen Präsidenten der USA, Lyndon B. Johnson, und seiner Administration, die ihre Ziele „zu unsicher und zu nachgiebig“ verfolgt habe..

Die Parallelen zu den jetzigen Aeusserungen McChrystals sind frappierend. Abgesehen davon, dass die Aeusserungen McChrystals von tiefer Verachtung gegenüber der Obama- Administration geprägt sind.

Während es den Politikern – wie seinerzeit in Vietnam – langsam dämmert, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist, verlangen die Militärs mehr Waffen, mehr Truppen, und – noch anders als im Vietnamkrieg – mehr Söldner

Es gibt aber ein weiteres Beispiel aus der Zeit vor dem Vietnamkrieg: General Douglas MacArthur, im 2. Weltkrieg Oberkommandierender der US-Truppen im Pazifik gegen Japan.


Kapitulation Japans auf dem Schlachtschiff Missouri, General MacArthur stehend hinter dem Stuhl

Der wurde im Koreakrieg Oberkommandierender der UN-Truppen. Als die Volksrepublik China 1951 mit 1 Million „Kriegsfreiwilligen“ Nordkorea zu Hilfe eilte, forderte MacArthur die Ausweitung des Krieges gegen China, mehr Truppen, und den den Einsatz von Atomwaffen, was einen atomaren Weltkrieg ausgelöst hätte. Die UdSSR, ebenfalls im Koreakrieg involviert, war damals bereits im Besitz von Atomwaffen..
Die US-Politiker zogen die Notbremse, US-Präsident Truman feuerte den hochdekorierten US- General.

McChrystals Ende als Befehlshaber in Afghanistan steht offenbar bevor. Eine politische Lösung des Konflikts wird immer dringender. Von den Kommissköpfen, aber auch von Hurraschreibern in den Medien, sind keine vernünftigen Lösungsvorschläge zu erwarten.

Dass Grüne wie Trittin und Künast, die seinerzeit gegen den Vietnamkrieg demonstrierten, für eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Bundestag stimmten, ist Ausdruck von erbärmlichem politischen Opportunismus. Sie setzen damit allerdings nur fort, was Ex-Putzgruppenmitglied, Ex-Aussenminister, Chefopportunist und BMW-Klinkenputzer Joseph alias Joschka Fischer ihnen bereits vorexerziert hat.

Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
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…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer