Krieg

Weitere Verurteilung und Seemannsgarn im Fall „Kaperung der Arctic Sea“

Dr. Alexander von Paleske Vorgestern teilte ein Moskauer Stadtgericht der Nachrichtenagentur Interfax mit, Dimitrij Savins, einer der Piraten, die vor 10 Monaten das unter finnischer Flagge fahrende Schiff Arctic Sea entführt hatten, sei wegen Freiheitsberaubung und Erpressung zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe habe unter dem Mindestmass gelegen, weil Savins geständig gewesen sei, und mit den Ermittlungsbehörden zusammengearbeitet habe.

Es ist die zweite Verurteilung, und wiederum war offenbar die Presse bei dem Prozess nicht präsent.

Als Hintermann der Entführung gab Savins den estnischen Geschäftsmann Erik-Neiliss Kross an, der zugleich ein bekannter Historiker sei. Dem sei das Geld ausgegangen, und der wollte deshalb mit Hilfe eines Lösegeldes, sich selbst und seine Firma sanieren.

Für eine Handvoll Dollar
Der Kapercrew seien zunächst 10.000 später 20.000 Euro geboten worden.

Involviert gewesen seien daneben auch zwei weitere Geschäftsmänner: Ein in Deutschland ansässiger Russe und ein in Estland lebender Israeli.

Dimitriv Savins war war offenbar der Anführer der Kapercrew. Unter dem Tarnnamen „Alpha“ telefonierte er nach der Kaperung der Arctic Sea mehrfach mit der Reederei Solchart in Finnland , und teilte denen mit, das Schiff sei von einer Gruppe von 25 Soldaten übernommen worden, und hinter ihnen stehe eine freme Macht.

Ein Lügner namens Dimitrij

Dimitrij Savins, ein Russe ausLettland, war vor der Kaperung der Arctic Sea als Chef bei einer grossen estnischen Firma beschäftigt die Oel und Chemikalien verschiffte.

Diese Transportfirma wurde wegen finanziellen „Unregelmässigkeiten“ jedoch geschlossen, Unregelmässigkeiten, in die offenbar Dimitrij Savins involviert war. Auf eine Strafverfolgung gegen Dimitriv verzichtete die Mutterfirma jedoch, weil das nur Zeit gekostet und Aerger verursacht hätte.

Nun heuerte Dimitrij, mittlerweile in Geldnöten, bei dem Auftraggeber für die Kaperung an, ebenso wie sein Halbbruder Vitaly Lepin.

Handelt es sich hier bei dem „Geständnis“ des Dimitrij, der früher behauptet hatte, von einem Vladimir Yarovoi und dessen Umweltschutzorganisation angeheuert worden zu sein – ein nichtexistenter Mann und eine nichtexistente Organisation – erneut um eine Baron-Münchhausen-Geschichte oder um die Wahrheit?

Münchhausen und Wahrheit

Beides. Irgendwann, keineswegs unmittelbar nach der Kaperung, wurde von Dimitrij Savin auch per Telefon die Forderung nach 1,5 Millionen Euro Lösegeld erhoben.
Eine wirklich präzise Forderung, Modalitäten der Geldübergabe etc., wie sonst bei Entführungen üblich, gab es nicht. So hielt Savin auch mal 60.000 Euro für jeden der Entführer für „angemessen“. Eine Finte also.

Die Nato wusste über den jeweiligen Standort immer bestens Bescheid, zumal das Standort-Ersatzsignal auf dem Schiff von der Reederei Solchart aktiviert worden war.

Die NATO-Staaten griffen jedoch nicht ein.

Wir hatten aufgrund einer relativ lückenlosen Indizienkette gefolgert, dass der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hinter der Kaperung stand. Dies wurde Monate später von dem Sicherheitsspezialisten Rühle in einem Artikel in der Welt bestätigt.

Selbstverständlich arbeitet eine Organisation wie der Mossad, wenn er solche Kriminellen anheuert, über Tarnfirmen, um Spuren zu verwischen.

Israel hat keinerlei Interesse, dass, insbesondere nach der blutigen Kaperung der Hilfsschiffe für Gaza, nun auch die Kaperung der Arctic Sea durch den Mossad offiziell bestätigt wird. Und Russland muss fürchten, dass die abredewidrige Verschiffung von Abwehrraketen an den Iran durch russische Mafiosi und korrupte Militärs die Regierung in Moskau als „not in control“ blosstellt.

So werden weiter Nebelkerzen von beiden geworfen, und die Münchhausen-Erzählungen der Kaperer von einer Reihe von Presseorganen in Deutschland kritiklos aufgegriffen.

Links zur Arctic Sea-Story

Kaperung der Arctic Sea – Verurteilung eines Piraten, Verdummung der Oeffentlichkeit
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Zum Mossad-Mord in Dubai
Noch ein Mossad-Mord?

Krieg

Dünkirchen vor 70 Jahren – Eine Niederlage, die zum Triumph wurde

Dr. Alexander von Paleske — 30.5. 2010 — Vor 7 Jahren besuchte ich Ramsgate, eine Hafenstadt an der Südostküste Englands. An klaren Tagen kann man von dort nach Frankreich herüberberblicken.

Im Hafen war, neben einigen Yachten und Segelbooten, ein unscheinbarer kleinerer alter Kutter festgetäut.
Beim näherem Hinsehen fand sich ein Schild mit der Aufschirfit :

„Mit diesem Boot retteten der der Schiffseigner und sein Sohn im Mai 1940 3350 Soldaten aus Dünkirchen.“

Ein Boot, das bestenfalls 100-200 Menschen dichtgedrängt aufnehmen konnte. Offenbar war das Boot etliche Male nach Dünkirchen gefahren – damals.

Heute erinnerte ich mich wieder an das Boot, denn in diesen Tagen jährt sich das „Wunder von Dünkirchen“ zum 70. mal.

Die Evakuierung der in Dünkirchen im Mai 1940 eingeschlossenen britischen und französischen Truppen lief unter dem Code-Namen „Dynamo“ .

Churchill, seit dem 10.Mai 1940 britischer Premier, hatte den Rückzug angeordnet, und alles, was an Booten, von Sportsbooten bis zu Kriegsschiffen verfügbar war, wurde eingesetzt.

Wer ein Boot hatte, fuhr rüber, ohne Befehl, ohne Beschlagnahme, unter den Dauerangriffen von Görings Luftwaffe . Dahinter stand der unbezwingbare Wille, die britischen Soldaten auf die Insel zurückzubringen, aus dem Kessel von Dünkirchen aus der Zange von Hitlers Truppen und General von Rundstedts Panzern.


Letzte Erinnerungsfahrt damals beteiligter Boote im Jahre 2000

350.000 statt 70.000
Churchill rechnete mit der Rettung von 70.000 Truppen, am Ende waren es aber 350.000 darunter auch 123.00 französische Soldaten, alle zwar vorerst waffenlos, aber nicht in deutscher Kriegsgefangenschaft, und bereit, die Insel gegen eine Invasion zu verteidigen.
.
In den Sendungen der britischen Fernsehsender wurde diese Aktion in den letzten Tagen zu Recht ausführlich gewürdigt, in den deutschen Medien fand dieser Jahrestag relativ wenig Aufmerksamkeit.

Was wäre wenn….
Dabei muss die Frage gestellt werden: Was wäre passiert, wenn die Evakuierung fehlgeschlagen wäre? Das hätte vermultich erhebliche Auswirkungen auf den weiteren Kriegsverlauf gehabt. Hiitler, der schon Pläne für die Einrichtung von Konzentrationslagern auf der britischen Insel in der Schublade hatte, hätte vermutlich den Befehl zur Invasion gegeben.

Es lief anders, glücklicherweise
Nach der Niederlage Frankreichs, Belgiens und der Niederlande, stand England mit seinem Premier Churchill jetzt allein gegen Hitler.

Aber dank der erfolgreichen Evakuierung, und der entschlossenen Aufrüstungspolitik Churchills und seines Allparteien-Kriegskabinetts, standen am Ende des Jahres 1940, 29 voll ausgerüstetete Divisonen bereit, Hitlers invasionsgelüste im Zaum zu halten.

Ende 1940 befanden sich mehr britische Kriegsschiffe in den Häfen und mehr Flugzeuge auf den Fliegerhorsten, als zu Beginn von Hitlers Westfeldzug.

Aber zunächst trug Grossbritannien die Hauptlast des Krieges. Das änderte sich erst mit Hitlers Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941, dem Kriegseintritt der USA nach Pearl Harbour, und der Kriegserklärung Deutschlands an die USA im Spätherbst 1941.

Es war eine quälend lange Zeit, in der es aber in der Luftschlacht um England gelang, gegen Görings Luftwaffe die Oberhand zu behalten.

Es war Grossbritannien mit General Montgomery, der 1942, in El Alamein, Deutschland die erste grosse Niederlage beibrachte, noch vor Stalingrad. Churchills Kommentar:

This is not the end, this is not even the beginning of the end , but it is, perhaps, the end of the beginning”

Vier Jahre nach Dünkirchen fand die Landung der Alliierten in der Normandie statt, der Anfang vom Ende der Herrschaft des braunen Diktators.

Was wäre wenn… zum Glück fand die Evakuierung statt. Die Evakuierung war kein Sieg, aber ein Triumph, der erst später zum Sieg werden sollte. Ein Sieg, der auch Deutschland befreien sollte.

Und so gibt es auch und gerade in Deutschland gute Gründe, sich mit Dankbarkeit zurückzuerinnern.

Krieg

Kaperung der Arctic Sea – Verurteilung eines Piraten, Verdummung der Oeffentlichkeit

Dr. Alexander von Paleske — — 8.5. 2010 — Im Juli vergangenen Jahres wurde das unter finnischer Flagge fahrende Schiff Arctic Sea, mit einer Besatzung von 15 Russen, in der Ostsee, in schwedischen Hoheitsgewässern, gekapert, und tauchte am 16. August vor der Küste Westafrikas wieder auf.

Das Kaperkommando bestand aus acht teils vorbestraften Muskelprotzen aus Estland, Litauen und Russland.

Das Kommando war offensichtlich vom israelischen Geheimdienst Mossad angeheuert worden

Das Schiff hatte keineswegs nur Holz geladen, sondern an Bord befanden sich hochmoderne russische Luftabwehrraketen des Typs S-300, die an den Iran geliefert werden sollten. Das Kaperkommando schaffte die Raketen, gemäss dem Mossad-Auftrag, über Bord

Das Schiff war zu keinem Zeitpunkt vom „Radar“ der Geheimdienste verschwunden, die auch über die Fracht bestens informiert waren, aber nicht eingriffen, um die Geheimverhandlungen zwischen Israel und Russland nicht zu stören.

Der Oeffentlichkeit wurde – bis heute – eine erbärmliche Piratengeschichte aufgetischt.

Wir haben seinerzeit, als das Schiff noch „verschwunden“ war, auf Grund der damals vorliegenden Indizien, auf eine Aktion des Mossad geschlossen. Dieser Verdacht hat sich dann weitgehend bestätigt. Wir verweisen auf die von uns seinerzeit veröffentlichten Artikel.

Prozess ohne Hintergrundaufklärung
Gestern wurde nun mit Andrei Lunev der erste der Piraten, die nach ihrer Festnahme angaben, für eine Umweltschutzorganisation unbekannten Namens zu arbeiten, wegen Piraterie verurteilt.

Lunev war geständig, während des Prozesses waren aber offenbar keine Journalisten anwesend, die Hintergründe kamen offenbar nicht zur Sprache. Lunev erhielt, nach einem Deal mit der Staatsanwaltschaft, eine reduzierte Strafe von 5 Jahren Freiheitsentzug.

Auch ein zweiter Pirat namens Dimitrij Savins, ist geständig und beide könnten dann gegen den Rest der Kapercrew als Zeugen zur Verfügung stehen.

Russland bestreitet nach wie vor, dass sich Kriegswaffen auf dem Schiff befunden haben. Der Journalist Woitenko, der damals schon Zweifel an der offiziellen Version erhoben hatte, musste nach Todesdrohungen aus dem Land flüchten.

Auf eine umfassende Darstellung der Hintergründe in der Presse, Hintergründe, die den Geheimdiensten – und nicht nur denen – längst bekannt sind, wartet man bis heute.

Links zur Arctic Sea-Story
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Zum Mossad-Mord in Dubai
Noch ein Mossad-Mord?

Krieg

Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?

Dr. Alexander von Paleske 22.4. 2010– Der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal ist auf Besuch in Deutschland. Seine Botschaft: Weiterkämpfen in Afghanistan. Und: es wird schwieriger werden. Mit anderen Worten: Mehr Bundeswehrsoldaten werden sterben oder verletzt werden. Weiter Krieg, noch mehr Krieg, noch mehr Soldaten und noch mehr Waffen.

Den Deutschen soll die Kriegsmüdigkeit mit Hilfe einer Propagandaoffensive des US-Geheimdienstes CIA ausgetrieben werden, wie Ralph Sina von der Tagesschau aus Washington am 19.4. berichtete. Julian Assange von WikiLeaks, Journalist und ehemaliger Computer-Hacker, hatte diesen Geheimplan entdeckt und bekannt gemacht. Ein Dementi der CIA gibt es offenbar nicht.
Zielgruppe sollen gerade auch die deutschen Frauen sein, denen der Krieg auch als Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan verkauft werden soll.

Wie der Krieg in Afghanistan selbst dürfte auch diese unglaubliche Propagandaoffensive zum Scheitern verurteilt sein.

Bilanz eines Krieges
Der Krieg in Afghanistan hat in den vergangenen neun Jahren unzählige Menschenleben gefordert, vorwiegend unter der Zivilbevölkerung aber auch unter der ISAF Truppe.

Ausserdem hat der Krieg bis Ende 2009 insgesamt rund 230 Milliarden US Dollar verschlungen. Ein Betrag, der ausgereicht hätte, um in mehreren Ländern, nicht nur in Afghanistan, die Armut und Unterernährung komplett auszurotten und auch noch eine Infrastruktur aufzubauen.
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In diesem Jahr allein soll das Afghanistan- Abenteuer alles in allem 70 Milliarden US Dollar kosten. Macht dann zusammen 300 Milliarden US Dollar.

An der Lage der Bevölkerung in Afghanistan hat sich gleichwohl nichts substantiell geändert. Im Gegenteil. Nach wie vor herrschen Armut, Unterernährung und ein sich ausweitender Krieg mit all seinen Folgen. Und dies in einem Land, das sich seit 1979 mit Unterbrechungen im Kriegszustand befindet.

Das Geld floss vornehmlich in den Militäreinsatz und in einige Infrastrukturprojekte.

Die Taliban können – keineswegs verwunderlich – immer grösseren Zulauf verzeichnen.

Der Krieg in Afghanistan ist nicht nur nicht mehr zu gewinnen, die militärische Lage hat sich für die ISAF-Truppe vielmehr Zug um Zug verschlechtert, dies hat gerade auch die Bundeswehr in Kundus zu spüren bekommen, wie die Zahl der gefallenen und verletzten Soldaten nur allzu deutlich belegt.

Täglich werden Granaten auf das Bundeswehr-Lager in Kundus abgefeuert. Die Moral unter den deutschen Soldaten befindet sich im Sinkflug, zumal sie auch noch unzureichend ausgerüstet sind.

Ablehnung des Krieges
In Deutschland stösst die deutsche Beteiligung am Krieg mittlerweile bei 70 % der Befragten auf Ablehnung.
Auch in der deutschen Presse zeichnet sich jetzt ein Meinungsumschwung ab, ganz ähnlich wie seinerzeit im Vietnamkrieg.

So heisst es In der WELT vom 17.4. 2010 unter der Ueberschrift „Schwächt noch mal die Taliban und zieht dann ab“

„Deutschlands Sicherheit wurde bislang nicht in Afghanistan verteidigt. Man kämpfte für den Bestand des westlichen Bündnisses für den sich in der Tat ein Krieg als äussertes Mittel lohnt….Versucht die Taliban in einer Grossoffensive noch einmal entscheidend zu schwächen, um dann erhobenen Hauptes das Land zu verlassen.

Man könnte noch hinzufügen: Dann nach uns die Sintflut.

In der Wochenzeitung DIE ZEIT findet sich ein Dossier mit dem Titel „Die Stadt und die Mörder“ das am Beispiel einer Kleinstadt einen guten Einblick vermittelt, was es in Wirklichkeit mit dem Aufbau von Verwaltung und Justiz auf sich hat, wie die Korruption blüht, weshalb die Bevölkerung mit den Taliban zusammenarbeitet, und die ISAF Truppe keine Aussicht hat, diesen Krieg für sich zu entscheiden.

Exit-Strategie erforderlich
Eine wirkliche Exit-Strategie aber, die den Namen verdient, das zeigt insbesondere der Kommentar in der WELT, ist nicht in Sicht.
Dabei wäre diese jetzt nötiger denn je. Denn die Fortsetzung des Krieges wird das unvermeidliche Ende, nämlich den Abzug und die Machtübernahme durch die Taliban, nur hinausschieben, aber ein Hinausschieben nur um den Preis weiterer Menschenopfer.

Deshalb stünde, um weitere sinnlose Opfer unter der Zivilbevölkerung und den Soldaten zu vermeiden, in erster Linie ein unverzüglicher Waffenstillstand als erster Schritt an.
Dieser Waffenstillstand müsste konsequenterweise auch die Drohnenangriffe beenden.
Anschliessend könnten die Modalitäten für einen Truppenabzug ausgehandelt werden. Denkbar wäre dann auch die Stationierung einer Friedenstruppe aus islamischen Ländern.

Nachtrag vom 22.4. 2010, 15.00h
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute im Bundestag eine Regierungserklärung zu Afghanistan abgegeben. Zu allen wesentlichen Fragen ist sie die Antwort jedoch schuldig geblieben.

Zu Afghanistan
Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a

Krieg

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat

Dr. Alexander von Paleske 15.4. 2010– In Afghanistan lauert der Tod für deutsche Soldaten, das hat sich heute wieder bestätigt.

Vier Soldaten haben bei einem Gefecht mit den Taliban, das offenbar noch andauert, den Tod gefunden. Es sind nicht die ersten, es werden nicht die letzten sein.

Bald werden die Opfer vermutlich in Dutzenden gezählt und die Einzelschicksale werden zu blossen Zahlen.

Der Krieg in Afghanistan ist nicht zu gewinnen, die Zahl der Opfer wird steigen, gerade auch unter der Zivilbevölkerung.
Es wiederholt sich das Szenario des Vietnamkriegs, das wir schon erlebt haben, damals allerdings ohne Beteiligung der Bundeswehr.

Die Weichen sind bereits vor langer Zeit, nämlich gleich zu Beginn, falsch gestellt worden, darauf haben wir in Artikeln und Interviews immer wieder verwiesen. Die Uhr lässt sich nicht mehr zurückdrehen..

Undank als Lohn
Zusäzlich wurden die Soldaten auch noch unzureichend ausgerüstet.

Wenn sie dann traumatisiert, sei es physisch, sei es psychisch, zurückkehren, lernen sie den Dank des
Vaterlandes so richtig kennen: Abschmetterung ihrer Ansprüche in vielen Fällen dank Gutachtern, die offenbar keine Ahnung von Kriegsfolgen haben.
Der Wehrbeauftragte Reinhold Robbe hat dies gerade in der Sendung “Panorama” angeprangert.

Man fühlt sich an das Buch von Erich Maria Remarque erinnert “Im Westen nichts Neues”.

Am Ende der Rückzug
Am Ende wird der Rückzug aus Afghanistan stehen ohne dass die von der deutschen Regierung gesteckten Ziele auch nur im Ansatz erreicht wurden und je erreicht werden können. Im Gegenteil.

Gerade deshalb sollte der Abzug nicht hinausgeschoben werden, um weitere sinnlose Opfer zu vermeiden.

Zu Afghanistan
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
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Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Krieg

Video aufgetaucht: US Angriff auf Zivilisten bestätigt

collateralmurder 00:03 Ok, ich habs.
00:05 Letzte Unterhaltung Hotel Zwei-Sechs.
00:09 Verstanden Hotel Zwei-Sechs [Apache Helikopter 1], [hier spricht] Viktor Charlie Alpha. Willst Du Dein Hotel Zwei-Zwei L …
00:14 Ich habe ein schwarzes Fahrzeug im Ziel. Es kommt im Norden der Moschee an.
00:17 Ja, das fände ich gut. „Over“.
00:21 Faehrt suedlich an der Moschee vorbei. Diese Strasse runter.
00:27 Okay, wir haben ein Ziel Fuenfzehn auf dem Weg zu Dir. Es ist ein Mann mit einer Waffe.
00:32 „Roger“ [Verstanden].
00:39 Dort ist ein …
00:42 Da sind vier oder fuenf ..
00:44 Bushmaster Sechs [Bodenkontrolle] „Copy“ [Verstanden] Eins-Sechs.
00:48 … diese Lokation und da sind noch andere die dazu kommen und einer von ihnen traegt eine Waffe
00:52 „Roger“, Ziel Fuenfzehn erfasst.
00:55 Ok.
00:57 Siehst du die ganzen Menschen da unten rumstehen?
01:06 Bleib unveraendert. Und oeffne den Innenhof.
01:09 Ja, „Roger“. Ich schaetze da sind ca zwanzig von ihnen.
01:13 Da ist einer, ja.
01:15 Oh ja.

01:18 I weiss nicht ob das eine …
01:19 Hey Bushmaster-Element [Bodentruppen Kontrolle], „Copy“ Eins-Sechs.
01:21 Das ist eine Waffe.
01:22 Ja.
01:23 Hotel Zwei-Sechs; Crazy Horse Eins-Acht [Zweiter Apache Helikopter].
01:29 „Copy“ Eins-Sechs. Bushmaster Sechs-Romeo. „Roger“.
01:32 Verdammter Scheisskerl.
01:33 Hotel Zwei-Sechs, hier ist Crazyhorse Eins-Acht [Kommunikation zwischen Heli 1 und Heli 2]. Sehe Personen mit Waffen.
01:41 Ja. Der hat auch eine Waffe.
01:43 Hotel Zwei-Sechs; Crazy Horse Eins-Acht. Habe fuenf oder sechs Individuen mit AK47s [automatische Gewehre]. Erbitte Erlaubnis zum Angriff.
01:51 „Roger“ dafür. Uh, wir haben keine Leute oestlich von unserer Position. Dir steht frei anzugreifen. „Over“.
02:00 Alles klar, wir greifen an.
02:02 „Roger“. Schiess los.
02:03 Ich werde … I kann sie jetzt nicht kriegen weil sie hinter dem Gebaeude sind.
02:09 Um, hey Bushmaster-Element…
02:10 Ist das eine RPG [Panzerabwehrrakete]?
02:11 Alles klar, wir haben einen Mann mit einer RPG.
02:13 Ich werde schiessen.
02:14 Okay.
02:15 Nein, warte. Lasst uns rumfliegen. Hinter Gebaueden im Moment aus unserer Sicht … Okay, wir kommen rum.
02:19 Hotel Zwei-Sechs; habe Sichtkontakt zu einem Individuum mit RPG. Mache mich bereit zum feuern. Wir werden nicht ..
02:23 Ja, wir hatten einen Mann, der geschossen hat und jetzt ist er hinter dem Gebaeude.
02:26 Gott verdammt.
02:28 Uh, negativ, er war, uh, direkt vor dem Brad [Bradley Gefechtsfahrzeug; ein gepanzertes Truppenfahrzeug, das wie ein Panzer aussieht]. Uh, etwa da, auf „ein Uhr“. [Himmelsrichtung]
02:34 Habe seitdem nichts mehr gesehen.
02:36 Ich mach nur Spass, wenn Ihr sie einmal reinkriegt [in das Ziel], macht sie einfach auf …
02:38 Alles klar.
02:40 Ich sehe dein Element, uh, die haben etwa 4 Hummer [gepanzerte PKW] uh, da draussen …
02:43 Du bist „Clear“ [Feuer frei].
02:44 Alles klar, schiesse.
02:47 Sag Bescheid wenn du sie erwischt hast.
02:49 Lasst uns schiessen.
02:50 Fackel sie alle ab.
02:52 Komm schon, schiess!
02:57 Weiterschiessen, weiterschiessen.
02:59 Weiterschiessen.
03:02 Weiterschiessen.
03:05 Hotel.. Bushmaster Zwei-Sechs, Bushmaster Zwei-Sechs, wir muessen uns bewegen, es ist Zeit.
03:10 Alles klar, wir haben gerade auf alle 8 Individuen geschossen.
03:12 Ja, wir sehen zwei Voegel [Helikopter] und wir schiessen immer noch [nicht].
03:14 „Roger“.
03:15 Ich hab sie.
03:16 Zwei-Sechs, hier spricht Zwei-Sechs, wir sind mobil.
03:19 Oops, entschuldigung, was war los?
03:20 Gott verdammt, Kyle.
03:23 Alles klar, hahaha, ich hab sie erwischt …
03:28 Uh, du bist „Clear“.
03:30 Alles klar, ich versuche nur weitere Ziele zu finden.
03:38 Bushmaster Sechs, hier spricht Bushmaster Zwei-Sechs.
03:40 Hab da einen Haufen Leichen liegen.
03:42 Alles klar, wir haben etwa, uh, acht Individuen.
03:46 Ja, wir haben einen Typen rumkriechen da unten, aber, äh, weisst du, wir haben defintiv was.
03:51 Wir schiessen noch ein bisschen weiter.
03:52 „Roger“.
03:56 Hey, Du schiesst, ich werde reden.
03:57 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
04:01 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. „Over“.
04:03 „Roger“. Zur Zeit ca. 8 Individuen unter Feuer, äh, KIA [Killed in Action / getötet im Gefecht], äh RPGs (Panzerabwehrgranaten] und AK-47s [automatische Gewehre].
04:12 Hotel Zwei-Sechs, Du musst Dich zu dieser Stelle begeben wenn Crazyhorse fertig ist und Bilder machen. „Over“.
04:24 Feldwebel Zwanzig ist die Lokation.
04:28 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
04:31 Oh ja, schau Dir diese toten Bastarde an.
04:36 Hübsch.
04:37 Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
04:44 Hübsch.
04:47 Guter Schuss.
04:48 Danke.
04:53 Hotel Zwei-Sechs.
04:55 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
05:03 Crazyhorse Eins-Acht; Bushmaster Sieben. Mach weiter.
05:06 Bushmaster Sieben; Crazyhorse Eins-Acht. Äh, Koordinaten der Leichen, Mike-Bravo Fuenf-Vier-Fuenf-Acht Acht-Sechs-Eins-Sieben [militaerische Rasterangabe].
05:15 Hey, gut ..
05:17 Fuenf-Vier-Fuenf-Acht Acht-Sechs-Eins-Sieben [militaerische Rasterangabe]. „Over“.
05:21 Hier spricht Crazyhorse Eins-Acht, „thats a good „Copy““ [kann genau bestaetigen]. Sie sind auf einer Strasse vor einem offenen, hm, Innenhof mit ein paar blauen Trucks, ein paar Fahrzeugen im Innenhof.
05:30 Da unten bewegt sich noch einer, aber er ist, äh, verwundet.
05:35 Alles klar, wir sagen ihnen Bescheid, damit sie sich beeilen koennen und hierher kommen.
05:40 Eins-Acht, wir haben außedem ein Idividuum, äh, sieht verwundet aus, versucht wegzukriechen.
05:49 „Roger“, wir werden uns darunter begeben.
05:51 „Roger“, wir stellen das Feuer ein.
05:54 Ja, wir werden nicht mehr schiessen.
06:01 Er steht auf.
06:02 Vielleicht hat er eine Waffe in seiner Hand?
06:04 Nein, ich habe noch keine gesehen.
06:07 Ich sehe, ihr habt den Typen da, der auf dem Rinnstein kriecht.
06:08 Ja, ich hab ihn. Ich habe zwei Schuss [30mm Geschützkugeln] in seine Naehe gesetzt, und ihr habt auch dahin geschossen, also, äh, wir werden sehen.
06:14 Ja, „Roger“ dafür.
06:16 Bushmaster Sechsunddreissig-Element; hier ist Hotel Zwei-Sieben, „Over“.
06:21 Hotel Zwei-Sieben; Bushmaster Sieben Legt los.
06:24 „Roger“, will nur sicherstellen das ihr mein Gebiet habt. „Over“.
06:31 „Roger“, wir haben dein Gebiet.
06:33 Komm schon, Kumpel.
06:38 Alles was du tun musst, ist eine Waffe aufheben.
06:44 Crazyhorse hier spricht Bushmaster Fuenf, Bushmaster Vier „break“. Wir sind direkt unter Dir, guter Moment jetzt, Du kannst uns rüber zu der Stelle führen. „Over“.
06:54 Hier ist Zwei-Sechs. „Roger“. Ich werde Leuchtsignale absetzen. Wir haben auch ein Indiviuum, das sich bewegt. Wir suchen nach Waffen. Wenn wir eine Waffe entdecken, werden wir schiessen.
07:07 Ja Bushmaster, Wir sehen einen Transporter rankommen und die Leichen einsammeln.
07:14 Wo ist der Transporter?
07:15 Genau da unten bei den Leichen.
07:16 Ok, ja.
07:18 Bushmaster; Crazyhorse. Wir sehen Individuen, die sich der Szene naehern, sieht aus wie möglicherweise zum Leichen und Waffen einsammeln.
07:25 Lasst mich eingreifen.
07:28 Kann ich schiessen?
07:31 „Roger“. „Break“. Äh, Crazyhorse Eins-Acht erbittet Erlaubnis zu feuern.
07:36 Sammeln sie die Verwundeten ein?
07:38 Ja, wir versuchen eine Erlaubnis zum Feuern zu bekommen.
07:41 Kommt schon, lasst uns schiessen!
07:44 Bushmaster; Crazyhorse Eins-Acht.
07:49 Sie nehmen ihn mit.
07:51 Bushmaster; Crazyhorse Eins-Acht.
07:56 Hier spricht Bushmaster Sieben, legt los.
07:59 „Roger“. Wir haben ein schwarzes SUV, äh einen Bongo Truck [Transporter] der die Leichen einsammelt. Erbitte Erlaubnis zu schießen.
08:02 Scheisse.
08:06 Hier spricht Bushmaster Sieben, „Roger“. Hier spricht Bushmaster Sieben, „Roger“. Schießt.
08:12 Eins-Acht, Feuer.
08:12 „Clear“.
08:13 Komm schon!
08:17 „Clear“.
08:20 „Clear“.
08:21 Wir feuern.
08:26 Wir kommen rum. „Clear“.
08:27 „Roger“. Versuchen zu uh…
08:32 „Clear“.
08:35 Ich hoere sie ko.. Ich habe sie im Staub verloren.
08:36 Ich hab sie.
08:41 Bin am feuern.
08:42 Hier spricht Bushmaster Vierzig, habt ihr ein BDA [Battle Damage Assessment – Schadensschaetzung] fuer den Truck? „Over“.
08:44 Ihr seid „Clear“.
08:47 Hier spricht Crazyhorse. Stand by.
08:47 Ich kann nicht schiessen, warum auch immer.
08:49 Mach weiter.
08:50 Ich glaube der Van ist fahruntüchtig.
08:53 mach weiter und schieß drauf.
08:54 Ich habe ein Azimuth Limit, warum auch immer [Schuetze hat Ziel nicht mehr im Visier]
09:00 Geh nach links.
09:03 „Clear“ links.
09:15 Alles klar, Bushmaster Crazyhorse Eins-Acht.
09:20 Ein Fahrzeug sieht ausgeschaltet aus.
09:22 Es waren ungefaehr vier oder fuenf Individuen im Fahrzeug, die Leichen bargen.
09:28 Dein Führungs-Bradley sollte die naechste rechts nehmen.
09:31 Das heisst nach Osten die Strasse runter fahren.
09:34 Kein weiteres Schiessen.
09:38 Crazyhorse; hier spricht Bushmaster Vier. Wir bewegen ein „abgesetztes Element“ [Fusstruppen] geradewegs suedlich durch die Bradleys [Panzer].
09:44 Ich habe euer Elem- äh, Bradley Element, nach Süden abbiegend die Strasse runter wo das Gefecht war.
09:53 Letzte Meldung zu „station’s“, äh Bradley-Element, bitte wiederholen.
09:56 „Roger“, hier spricht Crazyhorse.
09:58 Euer fuehrender Bradley ist gerade nach Sueden auf die Strasse abgebogen, wo das ganze Gefecht stattfand.
10:03 Sollte ein Transporter in der Mitte der Strasse sein, mit etwa 12 bis 15 Leichen
10:11 Oh ja, schaut euch das an. Genau durch die Windschutzscheibe!
10:14 Ha ha!
10:16 Alles klar. Da waren etwa vier bis fuenf Individuen in diesem Fahrzeug, ich zaehle also ca. zwoelf bis fuenfzehn.
10:24 Ich wuerde sagen, das ist eine ziemlich genaue Schaetzung soweit.
10:27 „Roger“ dazu.
10:29 Ich möchte eine Anweisung Sechs, Bushmaster Sechs steigen gerade wieder ein.
10:35 Okay, „Roger“. Hey, wir können nicht in diese Strasse einbiegen, wo, äh, wo Crazyhorse geschossen hat.
10:43 So, äh, ich weiss nicht ob ihr wollt das wir das machen oder ob wir warten sollen. „Over“.
10:46 Wieso koennen sie nicht dort runtergehen?
10:56 Ich glaube wir haben sie alle umgelegt.
10:58 Das stimmt, gut so.
10:59 Hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
11:03 Hey, Du hast meine abgesetzten Elemente [Truppen] genau dort drueben zu Deiner Linken.
11:06 „Roger“, I sehe sie.
11:11 Hey, ja, „Roger“, ich weise dich darauf hin, dass da ein paar Typen mit AK’s hinter dem Dreckhaufen da rauskamen.
11:19 Wir haben auch ein paar RPG’s erfasst, äh, vorhin, also, äh, stell sicher das Deine Männer die Augen offen halten.
11:26 „Roger“.
11:27 Und, äh, Bushmaster, dort vorn sind, äh, Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
11:33 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
11:35 Ja, Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
11:37 Äh, an der Stelle habe ich ca. zwölf bis fünfzehn Leichen.
11:42 Äh, woher bekommen wir Feuer?
11:48 Zurzeit werden wir nicht beschossen, äh, aber genau südlich von der Stelle, „break“
11:55 Du müßtest „abgesetzte Elemente“ mit Hummern [Panzerwagen] sich Richtung Osten bewegen sehen, „Over“
12:01 Hier spricht Crazyhorse Eins-Acht; wir sehen die Truppen.
12:05 Bushmaster Drei-Sechs.
12:07 Ich werde etwas tiefer gehen.
12:09 Alles klar.
12:10 Ich werde etwas tiefer gehen und einen schnellen Blick darauf werfen.
12:13 „Roger“ dazu.
12:14 Sechs, hier spricht Vier. Wir bewegen uns zu der Stelle, wo Crazyhorse schoss.
12:26 Bushmaster Sechs; Hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
12:28 Erbitte Erlaubnis nach Süden zum ursprünglichen Gefechtsplatz zu gehen, so dass, wenn Ihr sie Richtung Süden scheucht, wir da sein werden, um, äh, einzugreifen.
12:39 Hey, hier spricht Bushmaster Sieben; wir kommen hoch zu B…, am Arsch-Ende der Brads [Panzer].
12:54 Hey, äh, Bushmaster Element; hier spricht Copperhead Eins-Sechs. „break“
13:00 Wir bewegen uns in der Nachbarschaft des Gefechtsgebietes und es sieht aus als wäre da eine leichte Bewegung vom, äh, von dem Fahrzeug, das beschossen wurde.
13:06 Sieht aus wie ein Kind. „Over“
13:11 Hier spricht Bushmaster Sieben, „Roger“. Äh, wir sind ca. hundert Meter hinter dir.
13:16 Siehst du den großen Haufen, zur Rechten?
13:18 „Roger“, wirst du dorthin fahren? Willst du, dass ich Zeug wegschiebe damit Du freie Fahrt hast?
13:21 Rechts an der Ecke?
13:22 Was ist das?
13:23 Siehst du den großen Haufen Leichen, rechts, an der Ecke?
13:24 Yeah, genau hier.
13:25 Wir haben abgesetzte Infanterie und Fahrzeuge, „Over“.
13:30 Noch mal, „Roger“.
13:31 Und „Clear“
13:48 Da ist der Bradley, gerade da drüben.
13:51 Ich seh ihn.
14:00 Hotel Zwei-Sechs, Bist du, äh, bei dieser Koordinate? „Over“
14:05 Yeah, ich wollte Dich vermeiden, also hast du nicht gerade diesen einen Typen da gekriegt um sie alle zu vergraulen? Das hat ziemlich gut funktioniert.
14:11 Ich wollte nicht, dass diese Arschlöcher wegrennen und sich verteilen.
14:12 Ja.
14:15 Bushmaster Sechs: Hotel Zwei-Sech. „Roger“. We haben uns zusammengeschlossen mit unseren zwei Truppenteilen, sie sind alle in unsere Transporter eingestiegen. „break“.
14:23 Wir haben uns nach Süden bewegt, so dass wir, äh, möglicherweise Personen aufhalten können, die nach Süden fliehen. Wir sind also nähe fünfte Strasse.
14:30 Und, äh, bitte sperre Gadins [Strasse], „Over“
14:37 Bring die Tracks rein, riegele das Gebiet ab.
14:39 Können wir den Bradley vorwärts bewegen, so dass wir Transporter reinbringen und das Gebiet absperren können
14:44 Wenn die Bradleys die südliche Absperrung nehmen können, würde das eine Menge helfen.
14:53 Bushmaster oder Element. Welches Element forderte Crazyhorse an, um die Acht- ähem – Acht Personen Gruppe auf dem Dach zu beschießen?
15:02 Bushmaster Sechs; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. Äh, Ich glaube, das war ich.
15:07 Sie, äh, hatten AK47 und waren östlich von uns, von wo wir aus Handfeuerwaffen beschossen wurden. „Over“.
15:20 Hotel Crazyhorse Eins-Acht.
15:26 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
15:28 Ja, Zwei-Sechs. Eins-Acht, Ich wollte nur auch noch sicher stellen, dass Du weisst, dass wir einen Typen da hatten, der mit einer RPG [Panzerabwehrgranate] um die Ecke auftauchte und sich fertig machte, auf Deine Lokation zu schießen.
15:36 Deshalb haben wir, äh, Erlaubnis zum feuern angefordert.
15:40 Ok, „Roger“ dafür. Tango-Mike.
15:46 Hotel Zwei-Sechs; hast du mich verstanden? „Over“
15:51 Ich habe das letzte nicht verstanden, du warst unterbrochen [stepped on]. Bitte wiederholen.
16:00 Sie haben das Gebäude abgesperrt, wo die Hubschrauber die Menschen drauf getötet haben.
16:04 Geht nirgendwo anders hin, wir müssen das Gebäude absperren, so dass wir auf das Dach gehen können und mit einer kleinen Einheit das Gebäude besetzen können. „Over“.
16:13 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
16:16 Hier spricht Hotel Zwei-Sechs.
16:19 Hej, wer immer über Dächer gesprochen hat sollte wissen, dass alle Personen, die wir beschossen haben, auf Strassenlevel waren. Ich wiederhole, auf Strassenlevel.
16:27 „Roger“, ich wiederhole Strassenlevel. „Over“.
16:30 Eins-Acht, „Roger“.
16:33 Kann ich die Koordinaten dafür noch einmal bekommen, bitte?
16:36 Ziel zwanzig.
16:36 „Roger“.
16:40 Willst du, dass ich übernehmen, mit Ihnen zu sprechen?
16:42 Okay.
16:46 Sieben-Sechs Romeo, „Over“.
16:49 „Roger“, Verstanden, ich habe hier, äh, elf irakische KIAs [Getoetet im Gefecht]. Ein kleines verwundetes Kind. „Over“.
16:57 „Roger“. Verdammt. Ach naja.
17:04 „Roger“, wir muessen, wir muessen, äh, dieses Kind evakuieren. Ah, sie hat eine, äh, sie wurde am Bauch verwundet.
17:10 Ich kann hier gar nichts machen. Sie muss evakuiert werden. „Over“.
17:18 Bushmaster Sieben, Bushmaster Sieben; hier spricht Bushmaster Sechs Romeo.
17:20 Wir brauchen eure Lokation. „Over“.
17:25 „Roger“, wir sind in der Lokation wo Crazyhorse auf das RPG Feuer [Panzerabwehrgranate] geschossen hat.
17:37 Koordinaten Fünf-Vier-Fünf-Acht.
17:46 Gut, es ist ihre Schuld das sie ihre Kinder mit in den Kampf bringen.
17:48 Das stimt.
17:56 Ich hab, äh, elf.
18:01 Ja, „Roger“. Wir observieren.
18:02 Entschuldigung.
18:04 Kein Problem.
18:07 Korrektur: Acht-Sechs-Eins-Sechs.
18:16 Wir schauen nach mehr Individuen im Sueden.
18:18 Bushmaster Sechs-Bushmaster Sieben.
18:29 Ich glaube, die sind gerade ueber eine Leiche gefahren.
18:31 Hey hey!
18:32 Yeah!
18:37 Vielleicht war es eine optische Taeuschung, aber es sah so aus.
18:41 Naja, die sind tot, von daher.
18:44 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs. Ende
18:56 Sechs; hier spricht vier. Ich habe hier ein Indiviuum, das aussieht als haette es eine Panzergranate unter sich liegen. „break“.
19:05 Wahrscheinlich wollte …
19:10 Schaut euch das an.
19:12 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
19:29 Bushmaster Sechs; Romeo Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
19:44 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
19:56 Hotel Zwei-Sechs; Bushmaster Sieben zusammen mit Sechs.
20:08 Hotel Zwei-Sechs; Bushmaster Sieben.
20:10 Bushmaster Sieben; Hotel Zwei-Sechs, „Over“.
20:14 „Roger“, wir haben ein kleines Maedchen, das evakuiert werden muss. Wie ist eure Lokation? „Over“.
20:22 Auf der Gadins, ich bin ganz unten im Sueden. Also ich bin Gadins und Fuenfte Strasse.
20:28 Ich wiederhole: Gadins und Fuenfte Strasse, „Over“.
20:40 Bushmaster Sieben; Hotel Zwei-Sechs. Sollen wir zu eurer Lokation vorstossen?
20:55 Hey, äh, ich brauche die Brads [Panzer] für schnelle Hilfe [RADS/Rapid area distribution support). Habe ein verwundetes kleines Maedchen. Wir muessen sie wegbringen.
21:04 Bushmaster Sieben; Hotel Zwei-Sechs. Sollen wir zu eurer Lokation rüberkommen?
21:30 Bushmaster Sechs; Hotel Zwei-Sechs. „Over“.
21:34 Hotel Zwei-Sechs; hier spricht Bushmaster Sieben. „Roger“, kommt zu unserer Lokation.
21:39 Okay, „Roger“, wir kommen noerdlich die Gadins hoch und werden dann nach Osten zu eurer Lokation vorstossen.
22:06 Bushmaster Elemente bitte beachten wir haben befreundete Kräfte aus dem Sueden zu eurer Lokation kommend. „Over“.
22:13 Alles klar, wir haben sie aus dem Sueden kommend.
22:35 Bushmaster-Elemente, bitte beachten wir kommen hoch, aus dem Osten.
23:49 Hey Eins-Zwei; folgt mir. Ich werde versuchen so schnell wie möglich hier raus zu kommen.
24:10 Bei euch Jungs dahinten alles klar?
24:13 Ja, wir sind bei euch.
24:35 Ganze Menge Leute hier unten.
24:37 Oh ja.
24:37 Kamen aus dem Unterholz.
24:38 Dies ist Operation, ah, Operation Secure (Sicher).
25:16 Yeah wir haben 50 Schuss Munition uebrig.
25:17 Japp.
25:19 Zwei-Sechs; Sechs Romeo; „Over“.
25:21 Zwei-Sechs; Romeo; „Over“.
25:23 Hey „Roger“, wie ist eure aktuelle Lokation? „Over“.
25:47 Sechs; sprich, hier ist Romeo.
25:50 Drei-Sechs Romeo; Sechs Romeo; „Over“.
25:52 „Roger“, zur Sechs, wenn er wieder dran ist.
25:56 Hab ihn verloren.
26:00 Was hat er fuer uns?
26:01 Warte.
26:06 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
26:21 Hey, hast Du schon Aktivitaet zu diesem Ziel gesichtet? „Over“
26:25 Sprich mit Charlie, „Roger“.
26:32 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
26:55 Bushmaster Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
26:59 „Roger“, bei euch bewegt sich was; „Over“.
27:02 „Roger“. äh, wollte nur wissen, ob Du noch etwas anderes hast, das wir anfahren sollen.
27:08 Yeah „Roger“ bleibt dabei, äh, fürs erste. „Over“.
27:11 Sechs ruft Sechs Romeo. Kannst Du Batallion Bescheid geben, dass zwei zivile verwundete Kinder im Bradley auf dem Weg zur Basisstation sind? „Over“.
27:26 Sechs ruft Sechs Romeo.
27:29 Bushmaster Sechs Copper White Sechs.
27:32 Copperhead White Sechs; hier spricht Bushmaster Sechs Romeo, „Over“.
27:36 Verstanden, dies ist eine Absage der Evakuierung der zwei, ah, zivilen, ah, Kinder zu, ah, wir werden die irakische Polizei einbinden. Sie können uns da rüber bringen. „break“. Die irakische Polizei wird sie in ein örtliches Krankenhaus bringen. „Over“.
27:50 „Copy“, „Over“.
27:54 Eins-Sechs, oh.
28:08 … wo sie alle hingehen.
28:10 Bitte wiederholen?
28:12 Wo alle diese Infanteristen hingehen?
28:18 Sie gehen in dieses Haus – sorry.
29:29 Drei Sechs, Drei Sechs; Bushmaster Sechs Romeo; „Over“.
29:37 Sechs Romeo, Sechs Romeo.
29:39 „Roger“, Bushmaster Sieben will einen „up on all personnel“ in Deinem Battalion, „Over“.
29:44 „Roger“
30:08 …Freunde [US troops] auf dem Dach.
30:10 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Bushmaster Vier; „Over“.
30:12 Bushmaster Vier; hier spricht Crazyhorse Eins-Acht.
30:15 „Roger“, Ich kann, äh, Handfeuerwaffen aus Deinem Gefechtsgebiet hören, auf zwei null null null, äh, ca. dreihundert Meter von diesem Ziel, „Over“
30:27 Crazyhorse; ich habe verstanden Handfeuerwaffen auf zwei null null null Grad in ca. 200 Meter.
30:39 Genau Richtung Südwest.
30:41 Yep.
30:49 Genau dort, wo wir geschossen haben.
30:51 Ja, einer von denen mit der Panzerabwehrgranate oder was auch immer.
30:55 Er hatte eine Waffe, hatte ein RK–AK47.
30:58 Hotel Zwei-Sechs;Crazyhorse Eins-Acht.
31:02 Werde ihn verlieren.
31:03 Crazyhorse Eins-Acht dies ist Hotel Zwei-Sechs; „Over“.
31:08 „Roger“, hab ein weiteres Individuum mit einer Waffe.
31:10 Verdammt, die sind im selben Gebaeude.
31:12 Hey, „Roger“ dazu, stell nur sicher, dass, äh, Du von Westen nach Osten schiesst; „Over“.
31:16 Ging gerade ins Gebaeude.
31:18 Crazyhorse Drei und Vier werden unterwegs sein.
31:21 Das Individuum ging in das Gebäude, vorher außerhalb des Planquadrats. So, dann sind mindestens sechs Individuen mit Waffen in diesem Gebäude.
31:30 Wir koennen eine Rakete reinjagen.
31:31 Wenn ihr Lust habt könnte, äh, Crazyhorse Eins-Acht eine Rakete in das Gebaeude jagen.
31:46 Es ist ein dreieckiges Gebaeude. Scheint verlassen zu sein.
31:51 Ja, sieht aus als sei es im Bau, verlassen.
31:52 Scheint verlassen, im Bau.
31:56 Äh, wie ich gesagt habe, sechs Individuen aus unserem frueheren Gefecht sind dort hineingegangen.
32:01 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Bushmaster Sechs Romeo. Wenn ihr die Individuen mit Waffen in diesem Gebaeude positiv identifiziert habt [Positively IDentified], macht weiter und beschiesst das Gebaeude. „Over“.
32:08 Crazyhorse One-Eight; wir werden von Norden nach Sueden kommen und mit Hellfires [Raketen] feuern.
32:13 Alles klar, ich mache das manuell.
32:17 Alles klar, wir haben Erlaubnis das Feuer zu eroeffnen…
32:18 Hier spricht Bushmaster Sechs Romeo. Crazyhorse Eins-Acht wird von Norden nach Sueden mit Hellfire Raketen feuern. „Over“
32:24 Hier spricht Hotel Zwei-Sechs. „Roger“.
32:26 Alles klar. Bist du bereit?
32:27 Nein, ich versuche rüber zu dem Ziel zu kommen. Suche das verdammte …
32:33 Hier spricht Bushmaster Sechs. Wurde diese Panzerabwehrgranate schon abgefeuert oder ist sie noch scharf? „Over“
32:38 Sieht scharf aus für mich.
32:40 Lass mich wissen, wenn Du schiessen wirst.
32:44 Okay, ich habe gerade einen verdammten Blackout, wo ist der manuelle Vorschub?
32:48 Du hast einen bei der Kupplung, links unten an Deiner linken Tür.
32:54 „Roger“, lass mich in Bereitschaft sein.
32:57 Verstanden?
32:59 Nein.
33:03 Alles klar.
33:09 Lass mich nur schnell ein Kilo [Hellfire Rakete] da rein tun.
33:12 Ok.
33:15 Verstanden?
33:21 Ein Kilo reinmachen?
33:22 Alles klar, lass mich zurück kommen.
33:26 Ich komme nochmal rum, nimm etwas mehr Abstand.
33:27 „Roger“ dafür, Du bist frei.
33:33 Da sind mehr Individuen da drin.
33:36 Willst Du von Nord nach Süd oder von West nach Ost schießen? Ich möchte keinen Schusswechsel mit Freunden [US Truppen] dort, weißt du.
33:41 Ja, machs von Nord nach Süd.
33:53 Okay, komme rum, okay.
33:56 Ich mach grad ein oder zwei rein, wenn sie noch mehr wollen.
34:09 Okay.
34:12 Hab die Rakete gefunden.
34:15 „Roger“, ich bringe dich da direkt rein.
34:16 Du hast Freigabe.
34:17 Ich schiesse.
34:26 Ziel getroffen.
34:28 Das war eine Rakete.
34:29 Links.
34:32 Du hast feuerfrei. Ich bin ueber Dir.
34:36 Crazyhorse Eins-Acht; War diese Explosion ein Schuss von Euch? „Over“
34:38 Crazyhorse Eins-Acht, „Roger“. Beschießen Gebäude mit einer Hellfire.
34:46 Lass uns rum fliegen und wir vertreiben den Rauch. Wir werden eine mehr abfeuern.
34:50 Hey, äh, wir werden warten bis sich der Rauch verzogen hat.
34:52 Ja Crazyhorse Eins-acht jetzt. Wir werden noch eine Rakete in das Gebäude schießen.
34:57 Ja, ist sie, äh, ins Gebäude gegangen? Ich sehe die Wand ist total weggeschossen.
34:59 Ja, sie ging rein.
35:01 Bushmaster Sechs-Romeo; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. Ja, „Roger“, das war Crazyhorse der mit einer Hellfire geschossen hat.“Over“.
35:10 Ja, „Roger“, Ich hab ein Ziel, wenn du willst.
35:12 Schieß los.
35:13 Du willst, dass wir schießen?
35:18 Bist du bereit?
35:19 Ja.
35:20 Bushmaster Sechs Romeo. Sie werden noch eine weitere Hellfire in das Gebaeude schiessen.
35:24 Oh Scheisse, wieso blinkt AP [Warnung im Helikoptercockpit] hier?
35:47 Werden wir diese verdammte Scheisse nicht einmal sehen?
35:49 Bis zur naechsten. Es wird noch nicht rum kommen, ich brauche etwas mehr Distanz.
35:53 Wollt Ihr immer noch, dass ich schieße?
35:57 Jungs, bleibt dran.
35:59 „Roger“.
36:13 Du bist „Clear“.
36:14 „Roger“.
36:16 Wirst Du die Rakete klar machen?
36:18 „Roger“.
36:19 Und Feuer!
36:20 Runter kommen? Na bitte!
36:23 Feuer.
36:24 Alles klar.
36:28 Ich habe, äh, „backscatter“ [Warnung im Helikopter Display].
36:30 Alles klar, komm rum.
36:32 „Roger“.
36:34 Komme von links, „backscatter“.
36:49 ich schiesse.
36:53 Da geht sie! Schau Dir an, wie dieses Miststück fliegt!
36:56 Krawumm!
37:03 Ach, wunderbar.
37:07 Brauche etwas mehr Platz.
37:09 Hübsche Rakete.
37:11 Sieht sie gut aus?
37:12 Suess!
37:16 Äh, bist du bereit?
37:18 „Roger“.
37:30 Da ist eine ganze Menge Staub.
37:36 Crazyhorse Eins-Acht; hier spricht Hotel Zwei-Sechs. Gab es eine Schadensabschaetzung?
37:40 Hier spricht Crazyhorse Eins-Acht. Warte ab, feuere eine weitere Hellfire [Rakete].
37:43 Alles klar.
37:45 Du bist freigegeben.
37:47 Sag Bescheid wenn ich freigegeben bin.
37:50 „Roger“ dazu.
37:59 Er wars nicht.
38:02 Hotel Zwei-Sechs; Crazyhorse Eins-Acht.
38:07 Crazyhorse Eins-Acht.
38:09 „Roger“, Gebaeude zerstoert. Beschossen mit drei Hellfire Raketen.

Krieg

Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit

Dr. Alexander von Paleske — 6.3. 2010 — Die Söldnerfirma Blackwater, nach einen Weisswaschgang in XE umgetauft, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nun kam durch einen US-Senatsausschuss noch mehr an Skandalen ans Tageslicht:

– Im Januar wurden zwei „Mitarbeiter“ der Söldnerfirma Paravant LLC. verhaftet . Sie sollen zwei Afghanen ermordet und einen Dritten schwer verletzt haben. Bei der Firma Paravant handelt es sich um eine Tarnfirma von XE-Blackwater.

– 500 Sturmgewehre, die für die afghanische Polizei bestimmt waren, landeten bei XE-Blackwater-Söldnern, von denen einige ausserdem Waffen ohne Berechtigung trugen

– Das Alkoholverbot wurde umgangen und in offenbar betrunkenem Zustand wurde versehentlich diesmal ein Blackwater-Mitarbeiter erschossen.

– Prostituierte und Stripperinnen sollen von den Philippinen nach Bagdad eingeflogen worden sein, zur „Aufbesserung der Moral“. Diese Aufbesserungskosten seien dann – ohne Spezifizierung versteht sich – dem Pentagon in Rechnung gestellt worden.

– Systematisch habe Blackwater nach der Tötung von 17 irakischen Zivilisten in Jahre 2007 durch deren Söldner versucht, mittels Bestechung der irakischen Regierung die Affäre unter den Teppich zu kehren.

– Nicht wenige der angeheuerten Söldner sind wegen Gewaltdelikten einschlägig vorbestraft, oder stammen aus Apartheid-Südafrikas Terror-Mörder- oder Zerstörungskommandos wie dem 32 Buffalo-Battalion, den Reconnaissance Commandos (Recce) der 44.Parachute Brigade oder der Todesschwadron Civil Cooperation Bureau

Söldner bei der Arbeit

.

……und in der Freizeit.: z.B. Nackttanzen um ein Lagerfeuer und Alkoholschlürfen vom After, Kabul, 2009

Nun winkt XE-Blackwater– trotz allem – ein weiterer Grossauftrag in Afghanistan: Für eine Milliarde US-Dollar sollen Blackwater-XE Söldner die afghanische Armee ausbilden.
Begründung durch Pentagon- Pressesprecher Geoff Morrell, nachdem er von dem Senats-Ausschussvorsitzenden Carl Levin den schockierenden Untersuchungsbericht bekam:

„You Can’t willy nilly chose not to do business with this company….. Like it or not, Blackwater has the technical expertise that very few companies do have, and they have a willingness to work in places, that very few companies are willing to work. So they provide a much needed service, and the ability to do it well.”

Zynismus angesichts der bisherigen Vorfälle. Und mit diesem Dreckshaufen kämpft die Bundeswehr Seit an Seit.
Man muss sich fragen, wie die Bundesregierung, und die Parteien, die der Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan zugestimmt haben, das verantworten können.

Zum Söldnerunwesen
linkVerfahrenseinstellung gegen Blackwater Söldner – eine Rechtsbeugung?
linkSöldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Chefsöldner Tim Spicer erhält Pentagon-Vertragsverlängerung im Irak
Vom britischen Südafrika-Botschafter zum Söldnerfirma-Direktor
Söldnerchef Spicer sucht neues Geschäftsfeld: Piratenbekämpfung vor Somalia?
linkBlair drängt auf Söldnernachschub aus Südafrika
On The Road Again – Blackwater-Söldner dürfen weiter töten
Irak: Wenn die regulären Truppen gehen, kommen die Söldner

Zu Afghanistan
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Krieg

Noch ein Mossad-Mord?

Dr. Alexander von Paleske — 18.2. 2010 — Am 20. Januar wurde der 50 jährige Hamas-Anführer Mahmud el-Mabuh in einem Hotel in Dubai von einer Todesschwadron ermordet. Die Finger zeigen auf den Mossad, auch wenn die israelische Regierung abstreitet.
Mabuh soll angeblich internationale Waffenlieferungen aus dem Iran, Nordkorea und China in den Gazastreifen organisiert haben.

Nicht das erste Mal

Es wäre ist nicht die erste Ermordung durch eine Todesschwadron des israelischen Auslandgeheimdienstes Mossad, es würde kaum die letzte sein.

Nur diesmal haben sich die Attentäter eine Blösse gegeben.Anders als bei früheren Ermordungen sind die Gesichter der Mitglieder der Todesschwadron aufgenommen worden, auf dem Flughafen in Dubai und im Hotel, in dem der Hamas-Anführer al- Mabuh sich aufhielt , und gleich mehrfach von Ueberwachungskameras.

Damit werden die Attentäter selbst das Ziel von Verhaftungen, wenn sie sich ausserhalb des Entsendelandes – vermutlich Israel — begeben sollten.

Mossad-Mord in Lillehammer 1973
Das war dem Mossad bisher nur in Lillehammer/Norwegen passiert. Dort hatte eine Todesschwadron des Mossad den Tunesier Ahmed Bouchiki in Lillehammer 1973 auf offener Strasse vor den Augen einer schwangeren Frau ermordet, ein Mann, der weder Palästinenser war noch mit den palästinensischen Organisationen etwas zu tun hatte.

Die Polizei in Norwegen verhaftete fast die komplette Todesschwadron. Darunter den Top-Mossad-Agenten Dan Ertel, alias Dan Erbel alias Dan Erteschik, der 1968 an der Kaperung des Frachtschiffes Scheersberg A , mit 200 Tonnen Uran an Bord, beteiligt war, das Israel in die Lage versetzte, in seinem Reaktor Dimona in der Negev-Wüste Atombomben herzustellen. Er informierte bereits 1974 die norwegischen Behörden über Israels Griff zur Atombombe und seine Beteiligung an der Kaperung des Schiffs.

Und es gibt zumindest eine israelische Familie, welche die Ermordung al-Mabuhs mit Angst und Schrecken zur Kenntnis genommen haben dürfte: Die Familie des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der von der Hamas 2006 gefangengenommen wurde und über dessen Freilassung Verhandlungen liefen, an denen der deutsche Bundesnachrichtendienst als Vermittler beteiligt war.

Hamas verlangt im Gegenzug von Israel die Freilassung von 1000 in israelischen Gefängnissen einsitzenden Palästinensern.

Geplatzte Verhandlungen
Die Verhandlungen sind mittlerweile geplatzt. . Die Verhandlungen hatten angeblich kurz vor einem Durchbruch gestanden, aber dann habe sich der israelische Premier Netanyahu dazwischengestellt.

Das ist auch der Hintergrund, warum Israel so vehement abstreitet, hinter der Ermordung el-Mabuhs gesteckt zu haben. Dabei trägt die Ermordung alle Merkmale der Handschrift des Mossad:

– Der Mossad versorgt seine Mitglieder nicht nur mit gefälschten Pässen, sondern diese Pässe enthalten Daten von wirklich lebenden Personen.

– Bei der Ermordung des Tunesiers Bouchiki in Lillehammer, reiste beispielsweise die Mosssad–Agentin Sylvia Rafael , deren Ehemann ich in Bulawayo/Simbabwe später kennenlernte, mit dem Pass einer Angestellten eines Anwaltsbüros in Kanada ein. Die Daten der Kanadierin hatte sich der Mossad über seine Verbindungen besorgt.

– Aber, und das macht die Beteiligung des Mossad praktisch sicher: Alle gefälschten Pässe enthalten die Daten von lebenden Personen, die kürzlich nach Israel eingereist waren, darunter jemand, der seit der Einreise Israel nicht mehr verlassen hat, und niemals in einem arabischen Land war. Nur Israel, abgesehen von dem Ausstellerland, und das sind gleich mehrere nichtarabische Länder, hatte daher Zugang zu den Personendaten.

Die Ermordung Mahmud el-Mabuhs kann, wie auch alle anderen Ermordungen von Palästinensern, niemanden dort mehr einschüchtern. Die verzweifelte Lage der Palästinenser, die tägliche Demütigung, das Abschneiden von der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern in Gaza , die Angriffe auf Gaza vor einem Jahr, all das ist der Nährboden, auf dem für einen getöteten el- Mabuh drei andere nachwachsen – mindestens.

Solange Israel mit einer Art Herrenrasse- Mentalität die Palästinenser unterdrückt, bekämpft, aus ihren Häusern vertreibt, ihnen Land wegnimmt, kann es in Nahost keinen Frieden geben. Da kann der Mossad noch so viele Ermordungen vornehmen.

Eine Visitenkarte und die Mossad-Affäre von Lillehammer

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Israel-Iran
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Krieg

Nach der Sicherheitskonferenz in München: Mit der iranischen Atombombe leben oder Krieg?

Dr. Alexander von Paleske –9.2. 2010 …. Das ist die Frage, um die es auf der Sicherheitskonferenz am Wochenende in München in Wirklichkeit ging.

Iran will die Bombe
Natürlich war der iranische Aussenminister nur angereist, um Verwirrung zu stiften und zu versuchen, die Gegner des Iran zu spalten. Die Regierung des Iran will Zeit gewinnen.
Der Iran greift nach der Atomwaffe, daran bestehen wohl keinerlei ernstzunehmende Zweifel mehr. Für diese Haltung findet die iranische Regierung auch Unterstützung bei weiten Teilen der iranischen Opposition.

Es war im übrigen Akbar Haschemi Rafsandjani, einer der schärfsten Gegner von Staatschef Ahmadinejad, der seinerzeit angesichts des Angriffs des Irak gegen den Iran in den 80er Jahren, bei dem auch Giftgas zum Einsatz kam, den Ayatolla Khomeini überzeugte, das nach der Vertreibung des Schahs eingestellte iranische Atomwaffenprogramm wieder aufzunehmen. Khomeini hatte zunächst den Stopp des Atomwaffenprogramms angeordnet, weil er Atomwaffen als Teufelszeugs des Westens ansah.

Zu dieser Haltung steht Rafsanjani nach wie vor.

Ahmadinejad hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er Israel als jüdischen Staat lieber heute als morgen von der Landkarte verschwinden sehen möchte. Er weiss auch, dass dies ein Wunschtraum ist und bleibt, mit oder ohne Atombombe.
Kein iranischer Politiker ist bereit, Israel mit einer Atombombe, so sie dann fertiggestellt sein sollte, anzugreifen. Alle wissen: Der Vergeltungsschlag Israels bzw. der USA wäre furchtbar und würde den Iran von der Landkarte löschen.

Es gibt keine Hinweise, dass der Iran sich in diesem Punkte irrationaler verhält, als Pakistan, Indien, Nordkorea oder Israel.
Dies hat sehr überzeugend der Militärhistoriker Martin van Creveld, der an der Hebräischen Universität von Jerusalem lehrt, in einem Artikel in der ZEIT vom 28. Januar 2010 Seite 11 „Mit der Bombe leben“ nachgewiesen.

Warum dann Krieg?
Warum steht aber dann der Angriff Israels gegen den Iran auf der Tagesordnung?
Israel, selbst im Besitz von wenigstens 150 Atomsprengköpfen, hat bereits gelernt, mit einer islamischen Atommacht zu leben: Pakistan. Ohne Probleme versteht sich.

Pakistan hat aber, anders als der Iran, keine engen Verbündete wie Hamas im Gazastreifen oder Hisbollah im Libanon, deren Schicksal den Iranern keineswegs gleichgültig ist.

Allen ist gemeinsam, dass sie das Existenzrecht Israels nicht anerkennen, ohne dass dies Israel je in seiner Existenz gefährdet hätte. Auch mit einer iranischen Atombombe wäre die Existenz Israels nicht in Frage gestellt.

Mit oder ohne Bombe: Existenzrecht Israels
Der Iran, im Besitz der Atombombe würde aber aus dem vorhandenen Ungleichgewicht eine Art Gleichgewicht herstellen. Es würde ein Gleichgewicht des Schreckens mit Israel und damit auch zum Nutzen von dessen Verbündeten in Gaza-Streifen und im Libanon hergestellt. Ein Gleichgewicht, wie es seinerzeit zwischen West und Ost in den 50er 60er und 70er Jahren bestand.

Die jetzt forcierte Vertreibungspolitik gegenüber den Palästinensern in Ost-Jerusalem würde damit schwieriger, jedenfalls psychologisch schwieriger.

Auch ein erneuter Einmarsch in den Libanon, ebenso wie Angriffe der Israelis gegen die Palästinenser, wie zuletzt in Gaza vor einem Jahr, einschliesslich der Bombardierung von Krankenhäusern und Schulen, wären erheblich riskanter . Denn erstmals hätte eine Drohung seitens des Iran in einer solchen Situation ein ganz anderes Gewicht : Es wäre keine leere Drohung mehr. Anders ausgedrückt: Israel könnte nicht mehr so rücksichtslos schalten und walten wie bisher.

Mehr noch: Israel würde an Attraktivität für zuzugwillige Juden aus der ganzen Welt verlieren, und die Auswanderung aus Israel würde möglicherweise ganz andere Ausmasse, als zur Zeit, annehmen.

Israel, als einzige Militärmacht in Nahost im Besitz von Atombomben, in den 60er Jahren mit Hilfe von gekapertem Uran hergestellt , machten es in gewisser Weise unverwundbar. Es konnte schalten und walten und brauchte nicht auf die berechtigten Forderungen der Palästinenser eingehen.

Im Gegenteil: Immer mehr Land wurde ihnen stattdessen weggenommen. Das alles ähnelt mehr und mehr der seinerzeitigen Apartheidpolitik Südafrikas.

Kein Abschied vom Status Quo – koste es was es wolle
Israel will auf gar keinen Fall vom Staus Quo Abschied nehmen, auch nicht um den Preis, dass es zu einem grossen Krieg in Nahost kommt. Das macht in Wirklichkeit die Lage so gefährlich.
Der israelische investigative Journalist Yossi Melman fasste das vor knapp einem Jahr so zusammen:

1. Verhandlungen mit dem Iran seitens der Obama Administration sind sinnlos, weil sie keinerlei für Israel akzeptable Ergebnisse bringen werden.

2. Israel hat die militärische Macht, um die Atomanlagen des Iran in Natanz und Isfahan nachhaltig zu zerstören und damit das Atomprogramm Irans um Jahre zurückzuwerfen

3. Der Iran hat nicht die militärischen Mittel, um nach einem derartigen Angriff zurückzuschlagen.

4. Der Angriff Israels würde seinen Status als regionale Supermacht in Nahost wiederherstellen, der durch die Kriege gegen Hisbollah im Libanon im Jahre 2006 und Hamas in Gaza stark gelitten hat. Eine Supermacht, die vor nichts zurückschreckt .

5. Dieser Angriff diene letztlich den wohlverstandenen Interessen der USA und der arabischen Regierungen in der Golfregion, die sich zunehmend durch die Aufrüstung des Iran bedroht sähen.

6. Der Angriff auf den Iran alleine würde Israel politisch isolieren und müsste deshalb begleitet sein von der Errichtung eines Palästinenserstaates.

So weit Melman.

Es gibt aber keinen Grund, die iranische Atombombe anders zu betrachten, als die nordkoreanische, die pakistanische, die indische , die US-amerikanische, die russische, die britische oder die französische. Da hat Martin van Crefeld völlig recht.

Die Schrecken der Shoa dürften in diesem Falle wohl seitens Israels nur als vorgeschobenes Argument dienen.
So wird wohl aber gleichwohl letzten Endes der US-Senator Joe Lieberman Gehör finden mit seiner Forderung nach einem Militäreinsatz.

Israel braucht Versöhnungspolitiker
Nicht der Iran braucht einen Nelson Mandela, wie ein Kommentator für N-TV gestern meinte, sondern Israel braucht Politiker, die endlich eine Versöhnungspolitik betreiben, die den Namen verdient, die endlich aufhören, die Palästinenser nicht nur als Menschen 2. Klasse anzusehen, sondern auch auf deren berechtigte Forderungen eingehen. Erst dann wird es wirklich Frieden in Nahost geben.

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Krieg

Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung

Dr. Alexander von Paleske — 6.2. 2010 — Im Jahre 1966 schrieb der damalige Redakteur des politischen Ressorts der Wochenzeitung Die ZEIT, Dr. Theo Sommer – heute fungiert er als Editor at large der ZEIT – zum Krieg in Vietnam:

„Bei aller Kritik an seinen Modalitäten halte ich dieses Engagement im Grundsatz für richtig und unvermeidlich. Als „Zwei-Ozeane-Staat“ müsse Amerika die Freiheit in Asien ebenso verteidigen wie in Europa, als Weltmacht habe es die Aufgabe, den chinesischen Kommunismus einzudämmen, nach der Dominotheorie würde eine Kapitulation in Vietnam nur Aggressionen in Südostasien auslösen. Er sehe keine Alternative zum Engagement.“ (Karl Heinz Janßen, Die Zeit in der ZEIT, 1996 S. 218)

Pressezar Axel Springer gab zur gleichen Zeit die Parole aus:

“ In Saigon wird Berlin verteidigt“.

Wenn man Saigon durch Kabul ersetzt und Südvietnam duch Afghanistan, dann sind wir in der Jetztzeit angekommen.

Und weiter heisst es bei Karl Heinz Janßen:

Als der damalige US Präsident Johnson seinen gescheiterten Oberkommandierenden, General Westmoreland zurückruft, tritt Redakteur Theo Sommer den Rückzug an und verkündet, dass der Krieg nur um einen unzumutbar hohen Preis gewonnen werden kann und das bisherige Ziel – ein unabhängiges, stabiles, nichtkommunistisches Südvietnam möglicherweise unerreichbar ist.“

Bei der Orientierungssuche zum Thema Afghanistan erwartet man von der ZEIT als führender liberaler Wochenzeitung Deutschlands „Meinungsführerschaft“ basierend auf tiefschürfenden substantiellen Analysen. Aber auch, dass sie aus ihren Fehlern gerade im Zusammenhang mit der Einschätzung des Vietnamkrieges gelernt habe.

Die verstorbene Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff, deren 100. Geburtstag gerade mit grossem Tam Tam in der Wochenzeitung gefeiert wurde, formulierte das einst so:

„Wir müssen die Emotionen rationalisieren, wir müssen gegenhalten, wenn die Leute sich zu viel aufregen, und wir müssen anfeuern, wenn sie stumpfsinnig dasitzen und immer noch nicht begriffen haben, dass etwas Unerhörtes vorgeht

In Afghanistan geht Unerhörtes vor sich
Eine der grössten Militäraktionen überzieht das Land. Ungezählte Opfer hat sie bereits unter der Zivilbevölkerung verursacht.

Das ursprüngliche Kriegsziel, die Vertreibung der Al Qaeda war bereits nach kurzem Einsatz im Jahre 2001 erreicht. Osama bin Laden und seine Terrorfreunde konnten aus dem Höhlenkomplex Tora Bora nach Pakistan entkommen, weil man „vergessen hatte“ die Fluchtrouten nach Pakistan, deren gab es zwei, komplett zu sperren.

Die Al Qaeda -Terroristen zogen in die Stammesgebiete Pakistans, die afghanischen Taliban verschwanden erst einmal von der Bildfläche, aber nur kurzfristig.

Neue Terroristenheimat
Al Qaeda fand aber nun neben den Stammesgebieten in Pakistan andere Länder als Basis und Nachahmer: In Yemen, in Somalia, in Mali.
Der Abzug der Nato-Truppen hätte deshalb längst auf der Tagesordnung stehen müssen. Aber mit Afghanistan hatte man Grosses vor. Im Eilgalopp sollte aus den zersplitterten Stammesstaat ein Zentralstaat gemacht werden, ohne die Bevölkerung, und die wird in erster Linie durch die Stammesältesten vertreten, zu konsultieren. Ihnen wurde statdessen von aussen ein Konzept übergestülpt.

Etwas Geld floss in einige Infrastrukturprojekte, wie Strassenbau Elektrizitätsversorgung. Milliarden flossen hingegen für das Militär. Kabul samt deren korrupter Regierung zweigten ordentlich Gelder für sich ab.

Alles ganz entsprechend der Maxime des seinerzeitigen US Präsidenten Bush, dass man nach Afghanistan gekommen sei, um Al Qaeda zu vertreiben, aber nicht, um den Wiederaufbau des Landes abzusichern.

Daneben folterte man und bombte kräftig in Gebieten, die abseits der Hauptstrassen und Städte lagen, oftmals traf man statt der Taliban die Zivilbevölkerung. Und neben den regulären Truppen bediente man sich zunehmend der Söldnerfirmen wie Blackwater (jetzt XE), Triple Canopy, Dyncorp und anderen. Söldner, die schon im Irak durch das Abknallen von Zivilisten sich einen zweifelhaften Ruf erworben hatten.

Das Resultat:
Die Taliban kamen zurück und fanden Unterstützung in der Bevölkerung. Denn mittlerweile stellten die Afghanen fest, dass die Nato Truppen als Besatzer sich dort eingerichtet hatten, dass an der miserablen Lage für die verarmte Bevölkerung sich nichts, aber auch gar nichts änderte, und dass die Zentralregierung vor allem die Taschen sich vollstopfte.

Anfänglich vereinzelte Aktionen der versprengten Taliban wurden zu einem organisierten Guerillakrieg.
Die Aehnlichkeit mit dem Krieg in Vietnam ist frappierend, die Kommentare in den Medien ebenfalls..

Und während Nato- Soldaten, auch Bundeswehrsoldaten, in Zinksärgen in die Heimat zurückkehren, kippte die Zustimmung zu dem Kriegsabenteuer in Afghanistan. Nicht nur in Deutschland, auch in den USA ist die Mehrheit der Bevölkerung mittlerweile gegen den Einsatz der eigenen Truppen dort.

Dönhoffs Credo?

In solch einer Situiation erwartet man von einer liberalen Wochenzeitung das, was die seinerzeitige Herausgeberin Marion Dönhoff seinerzeit so formulierte:

Der legitime Platz des Liberalen ist zwischen allen Stühlen, Es darf ihn nicht kümmern, wenn er von allen Seiten beschimpft wird.

Was wir in den letzten Monaten in Sachen Afghanistan jedoch geboten bekamen, entsprach kaum diesem Credo. Im Gegenteil.
Mit-Herausgeber Josef Joffe, dessen Artikel im Zusammenhang mit dem Israel-Iran-Konflikt wir schon als kriegstreiberisch kritisiert hatten, meldete sich am 3. September vergangenen Jahres zu Wort: „Krieg als Vorsorgeprinzip“ Zitat:

Wir müssen in Afghanistan bleiben, zu unserem eigenen Schutz

Also: Berlin wird in Kabul verteidigt. Als Vorsorge sozusagen. Eine Analyse der Verhältnisse in Afghanistan fehlt völlig. Die soziale Basis der Taliban und die Gründe für deren Erstarken werden in oberflächlichster Weise abgehandelt. Und schliesslich das Resumee

„Der Machtkampf gegen die Taliban wird eher durch Kungeln als durch Kugeln entschieden. …Selbstverständlich muss diese (militärische) Herkulesarbeit von einem nationalen Versöhnungsprozess überwölbt werden, der auch diverse Taliban-Truppen einbezieht, denen Stammesinteressen näher sind, als der Koran.“

In die gleiche Kerbe hauen dann die Universalreporterin Andrea Böhm und Bernd Ulrich am 14 Januar 2010.
Titel: „So lange wie nötig“.

Wie in Joffes Artikel fehlt jegliche substantielle Analyse. Dafür wird pauschal als Klischee verdammt, aus der Vergangenheit zu lernen „Geschichte schreibt kein Diktat für die Zukunft“ . Da werden „Erfolge“ bei der Bekämpfung des Mohnanbaus berichtet, und gleichzeitig unterschlagen, wie katastrophal die militärische Lage durch den Zustrom, den die Taliban erhalten, mittlerweile geworden ist.

Dann wird dafür geworben, dass sich der Abzug der Bundeswehr nicht exakt bestimmen lässt, es könnten auch acht Jahre sein, das hänge von der Stabilität in Afghanistan ab. Und diese Stabilität hänge davon ab, ob die Afghanen einen Staat zu Gesicht bekommen, der, so hässlich er auch sein mag, eine minimale Grundversorgung sichern kann.

Auch der SPD-Fraktionschef Steinmeier darf sich verbreiten unter der Ueberschrift „Jetzt raus-nein“.

Erst jetzt – endlich möchte man sagen– hat der ehemalige Bundeskanzler r und jetzige Mit-Herausgeber der ZEIT, Helmut Schmidt, klare Worte gesprochen, nämlich dass der Krieg nicht zu gewinnen ist. Schmidt fordert Zurückhaltung bei der Bereitstellung weiterer Truppen.

Den Aufbau einer afghanischen Polizei und Armee sieht er mit grosser Skepsis, weil ein Zentralstaat in Afghanistan sowohl in der nahen als auch mittleren Zukunft eine Illusion bleiben dürfte.
Er schliesst:

„Ich muss vermuten, dass sich der Westen nur unter grossen Verlusten der Zivilbevölkerung, der Soldaten, Verlusten an Ansehen und politischem Prestige aus Afghanistan „herauswursteln“ kann – wenn überhaupt.

Und Helmut Schmidt stellt den Konflikt in Afghanistan zutreffend in einen grösseren Zusammenhang mit anderen Konflikten.

Palästinakonflikt als Treibsatz
Der Konflikt Israels mit den Palästinensern, anders ausgedrückt, die Weigerung Israels, den gerechten Forderungen der Palästinenser zu entsprechen, stattdessen deren tagtägliche Demütigung, hat Auswirkungen, die weit über das eigentliche Konfliktgebiet hinausreichen und werden weiter den Dschihadisten die Munition und die Truppen zuführen, ob in Pakistan, Yemen, Somalia oder in der Sahara.

Es ist schon bedauerlich, dass die führende Wochenzeitung Deutschlands erst mit der Stellungnahme Helmut Schmidts wieder etwas Meinungsführerschaft dank vernünftiger Analyse zurückgewinnen konnte, die sie durch die erbärmlichen Artikel von Böhm, Joffe und Co mittlerweile verloren hatte.

Und während heute ein Stammesführer in Deutschen Fernsehen (DW-World) darauf hinwies, dass nur bei einem Wiederaufbau, der den Namen verdient, die Unterstützung der Bevölkerung für die Taliban nachlassen werde, hat im Gegensatz dazu die Nato auf einer Konferenz in der Türkei gerade beschlossen, trotz mehr Truppen die Mittel zu kürzen.

Man braucht nicht viel Phantasie um zu erahnen, wieviel Mittel tatsächlich der verarmten und hungernden Bevölkerung Afghanistans letztlich zur Verfügung stehen werden.

Den Taliban dürfte das nur recht sein. Die Nato und die Zeit arbeiten für sie.

Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

Als Ergänzung aus dem Jahr 1859

Theodor Fontane

Das Trauerspiel von Afghanistan

Der Schnee leis stäubend vom Himmel fällt,
Ein Reiter vor Dschellalabad hält,
„Wer da!“ – „Ein britischer Reitersmann,
Bringe Botschaft aus Afghanistan.“
Afghanistan! Er sprach es so matt;
Es umdrängt den Reiter die halbe Stadt,
Sir Robert Sale, der Kommandant,
Hebt ihn vom Rosse mit eigener Hand.

Sie führen ins steinerne Wachthaus ihn,
Sie setzen ihn nieder an den Kamin,
Wie wärmt ihn das Feuer, wie labt ihn das Licht,
Er atmet hoch auf und dankt und spricht:

„Wir waren dreizehntausend Mann,
Von Kabul unser Zug begann,
Soldaten, Führer, Weib und Kind,
Erstarrt, erschlagen, verraten sind.

Zersprengt ist unser ganzes Heer,
Was lebt, irrt draußen in Nacht umher,
Mir hat ein Gott die Rettung gegönnt,
Seht zu, ob den Rest ihr retten könnt.“

Sir Robert stieg auf den Festungswall,
Offiziere, Soldaten folgten ihm all‘,
Sir Robert sprach: „Der Schnee fällt dicht,
Die uns suchen, sie können uns finden nicht.

Sie irren wie Blinde und sind uns so nah,
So lasst sie’s hören, dass wir da,
Stimmt an ein Lied von Heimat und Haus,
Trompeter blast in die Nacht hinaus!“

Da huben sie an und sie wurden’s nicht müd‘,
Durch die Nacht hin klang es Lied um Lied,
Erst englische Lieder mit fröhlichem Klang,
Dann Hochlandslieder wie Klagegesang.

Sie bliesen die Nacht und über den Tag,
Laut, wie nur die Liebe rufen mag,
Sie bliesen – es kam die zweite Nacht,
Umsonst, dass ihr ruft, umsonst, dass ihr wacht.

„Die hören sollen, sie hören nicht mehr,
Vernichtet ist das ganze Heer,
Mit dreizehntausend der Zug begann,
Einer kam heim aus Afghanistan.“

(1859)