Krieg

‘They still need a trigger,’ former official says

Larisa Alexandrovna – „In an effort to build congressional and Pentagon support for military options against Iran, the Bush administration has shifted from its earlier strategy of building a case based on an alleged Iranian nuclear weapons program to one invoking improvised explosive devices (IEDs) purportedly manufactured in Iran that are killing US soldiers in Iraq.

According to officials – including two former Central Intelligence Agency case officers with experience in the Middle East – the administration believes that by focusing on the alleged ties between IEDs and Iran, they can link the Iranian government directly to attacks on US forces in Iraq.“

„The US military has provided credible evidence that the specialized IEDs known as explosively formed penetrators (EFPs), which have been killing US troops in Iraq, appear to have been manufactured in Iran. Intelligence and military officials caution, however, that there is nothing tying the weapons directly to the Iranian government, nor is there a direct evidentiary chain of custody linking the IEDs to Iran.

“There is clear evidence that someone in Iran is manufacturing the EFPs,” said a source currently working with military and intelligence joint operations in the Middle East, who wished to remain anonymous due to the sensitive nature of the topic. “They have a distinctive signature. These devices are being used against US troops, Sunnis, and even some Shi’as.”

“This is viewed by some in the Bush Administration as sufficient justification for taking military action against Iran,” the source concluded.“

CIA reported to step up operations
„A senior intelligence official told RAW STORY Tuesday that the CIA had stepped up operations in the region, shifting their Iran focus to ”other” approaches in preference to the “black propaganda” that Raw Story “has already reported on.”

The source would not elaborate on what these “other” approaches are. A recent Washington Post report indicated that the US plans to label Iran’s Revolutionary Guard Corps a terrorist group, the first such designation for a foreign nation’s military.

CIA spokesman Paul Gimigliano would neither confirm nor deny that “other” operations were taking place.

“The CIA does not, as a matter of course, comment on allegations involving clandestine operations, despite the large amount of misinformation that circulates publicly on the subject,“ responded Gimigliano in a late Thursday email.

RAW STORY revealed in June that, according to sources, Iran was being targeted by CIA activities promoting a “pro-democracy” message and that the agency was supporting overt “pro-democracy” groups.

Two former CIA case officers interviewed said that the administration has zeroed in on the EFPs as proof positive of Iran’s involvement in Iraq, despite lacking any direct trail to Tehran.“ Read all @ RAW STORY

Muriel Kane contributed to the research for this article.

Krieg

Jojo-Effekt beim Krieg gegen den Terror

Michael Schulze von Glaßer – „Die Lage ist ernster denn je“, sagte er. Es stelle sich nicht mehr die Frage, ob etwas passiere, sondern nur noch wann und wo der nächste Anschlag Europa treffe, wird der Direktor der Europäischen Polizeibehörde Europol, Max-Peter Ratzel, kürzlich in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zitiert.


Max-Peter Ratzel, Direktor der Europäischen Polizeibehörde Europol Foto dpa

Die Bilder von neuerlichen Anschlagsversuchen in London und der Terroranschlag am Flughafen von Glasgow sind noch frisch in den Köpfen. Eine neue Warnung vor Terroranschlägen erreichte auch Deutschland vor wenigen Wochen. Beinahe regelmäßig schürt die Bundesregierung neue Angst vor Selbstmordanschlägen und propagiert das Feindbild vom bösen islamischen Fanatiker, der so viele Menschen wir möglich mit in den Tod reißen will.

Hysterie mit neuer Note

Die Hysterie bekommt nun jedoch eine neue Note: Nun sollen sich auch drei Deutsche in Ausbildungslagern, in denen den Probanden das Töten beigebracht wird, in so genannte Terror-Camps, befinden; quasi ein Militärcamp. Das Camp soll sich im Hindukusch-Gebirge, in der Grenzregion zwischen Pakistan und Afghanistan, befinden. Das schwer zugängliche Gebirge hat eine Ausdehnung von 1.200 Kilometern in ost-westlicher Richtung und eine Breite von rund 240 Kilometern. Mehrere Gletscher durchziehen das Gebirge, dass von einigen weit über 7.000 Meter hohen Bergen geprägt ist – ein perfektes Versteck.

Nicht zu vergessen ist jedoch, dass mittlerweile 48.000 Soldaten der NATO und über 21.000 Soldaten der afghanischen Nationalarmee auf der Jagd nach Taliban-Anhängern und eben solchen Terror-Camps sind. Diesen zumeist US-amerikanischen Truppen stehen modernste Techniken zur Verfügung. Deren Militärflugzeuge und Satelliten können auch bei Nacht gestochen scharfe Bilder von der Region machen – so schwer kann die Suche nach solchen Camps also nicht sein.

192 Missionen & Terror-Camp nicht gefunden
Erst im April entsandte die Bundesregierung, gegen die eindeutige Mehrheit der Bevölkerung, sechs Tornado-Kampfflugzeuge mit hochauflösenden Kameras nach Afghanistan, um Ziele auszuspähen. Bis heute flogen die Düsenjäger 194 Aufklärungsmissionen und haben dieses angebliche Terror-Camp dabei nicht gefunden. So sprechen die Politiker der Koalition weiter von Terroranschlägen in Deutschland. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hält Selbstmordanschläge radikaler Islamisten in Deutschland „für möglich“. Die deutschen Geheimdienste sprechen von einer Bedrohungslage wie vor dem 11.September 2001 – jedoch wurde erst nach den Terroranschlägen in den USA Hysterie vor Bombenattentaten geschürt.


Tornado beim Aufklärungsflug Foto: Luftwaffe

Vor den Anschlägen in New York und Washington wurde in den Medien kaum über Terrorismus berichtet und auch die Regierung kümmerte sich wenig um dieses Thema. Grund für die erhöhte Anschlagsgefahr in Deutschland soll vor allem der Bundeswehreinsatz in Afghanistan sein. Dort sind gegenwärtig rund 3.500 Soldaten der Bundeswehr stationiert. Der Bundeswehreinsatz soll vor allem dazu beitragen die Lage in Afghanistan zu beruhigen und so die Ausbildung neuer Terroristen zu verhindern – doch der „Terror“ boomt. Noch nie verbreitete Terrorismus soviel Angst und Schrecken in der Welt wie heute. Was noch wichtiger ist: Noch nie beschnitten die Industrieländer ihre Grundrechte und somit ihre Freiheit so sehr wie nach dem 11.September 2001, um sich vor Terrorismus zu schützen.

Wie weit sich die Spirale der Gewalt noch drehen wird, bleibt abzuwarten. Noch ist Deutschland ein fast weißes Tuch auf der Landkarte der Terroranschläge nach dem „9/11“ doch auch dies könnte sich schnell ändern. Waffengewalt geht jedoch nicht nur von Terroristen, sondern auch von deutschem Boden in Form von Auslandseinsätzen der Bundeswehr aus. Doch schützen diese Einsätze die deutsche Bevölkerung wirklich?

„Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt“ sagte der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) in einer Bundestagsrede im März 2004. Heute nennt die Regierung gerade die Auslandseinsätze der Bundeswehr als Grund für die erhöhte Terrorgefahr – verkehrte Welt. Erst begründet die damals rot-grüne Bundesregierung den Afghanistan-Einsatz mit dem Schutz der deutschen Bevölkerung und nun warnt sie die Bevölkerung vor einer erhöhten Wahrscheinlichkeit von Terroranschlägen wegen eben diesem Auslandseinsatz. Ein Eingeständnis für das Scheitern des Anti-Terror Kampfes?

Ein paar Beispiele für einen „Jojo-Effekt beim Krieg gegen den Terror“:

Großbritannien
Das Königreich ist der engste Verbündete der USA beim „Krieg gegen den Terror“ und hat sowohl Afghanistan als auch den Irak zusammen mit den Amerikanern angegriffen.

Im Irak sind zurzeit rund 9.000 Britische Soldaten stationiert. Im Irak fallen die Soldaten immer wieder grausamen Anschlägen zum Opfer. Die nicht zu kontrollierende Lage im Irak war dann auch der Hauptgrund weswegen dem britischen Prinzen Harry der Einsatz als Spähtruppenführer im Irak verboten wurde – außerdem wäre er ein ideelles Anschlagsziel gewesen.

In Afghanistan sind etwa 4.000 britische Soldaten stationiert. Sie kämpfen gegenwärtig in der südlichen Provinz Helmand gegen die wieder erstarkenden Taliban. In dieser Provinz wird trotz britischer Besatzung mittlerweile sogar mehr Opium hergestellt als unter dem Regime der Taliban.

Das militärische Engagement der Briten im Irak und in Afghanistan ist immer wieder ein Grund für Terroranschläge die glücklicherweise oft vereitelt werden können. Am 7.Juli 2005 explodierten in der Londoner Innenstadt in drei U-Bah- Zügen und einem Doppeldeckerbus Bomben, denen insgesamt 52 Menschen zum Opfer fielen. Im Internet bekannte sich die „Geheime Gruppe von Al-Qaidas Dschihad in Europa” am selben Tag zu den Anschlägen. In einer Erklärung begründete die Gruppe die Anschläge als Vergeltung für die britischen Militäreinsätze. Ob es sich bei dieser Gruppe um Trittbrettfahrer oder die wirklichen Attentäter handelt, konnte jedoch bis heute nicht vollkommen geklärt werden. Fakt ist jedoch, dass drei der vier Attentäter aus Pakistan, dem engen Nachbarn von Afghanistan, kamen.

Am 21.Juli 2005, nur vierzehn Tage nach den Anschlägen auf den Londoner Nahverkehr, läuteten in der englischen Hauptstadt wieder die Alarmglocken. In mehreren Londoner U-Bahn-Zügen wurden Sprengsätze gefunden, die zeitgleich gezündet werden sollten. Der Anschlag lief jedoch schief, es kam nicht, wie von den Terroristen geplant, zur Explosion.

Im August 2006 griff die britische Polizei zu und verhaftete 21 Personen, denen vorgeworfen wird mindestens sechs britische Passagierflugzeuge zum Absturz bringen zu wollen. Die Täter wollten Bomben im Handgepäck an Bord der Maschinen bringen und sie in der Luft zünden. Seitdem dieser Plan aufgeflogen ist dürfen keine Flüssigkeiten mehr im Handgepäck von Passagieren mitgenommen werden.

Am 29.Juli 2007 wurden in der Londoner Innenstadt durch Zufall in mehreren geparkten Wagen Sprengsätze gefunden, die von der Polizei entschärft werden konnten. Warum es nicht zur Explosion kam ist noch ungeklärt, auch die Täter konnten noch nicht ermittelt werden. Jedoch wird die 7,5 Millionen-Einwohner-Stadt von etwa 500.000 Kameras überwacht, die nahezu jeden Winkel ablichten – die Videos werden sicher schnell zum Ermittlungserfolg führen. Hier ist anzumerken, dass Passanten auf den mit der Bombe bestückten Mercedes aufmerksam geworden sind und keine Polizisten an ihren Bildschirmen der Kameras den Wagen entdeckten. Der Mercedes älteren Baujahres soll laut Augenzeugenberichten gequalmt haben, was auf eine Fehlzündung der Bombe hindeutet.

Am 1.Juli 2007 rasten Terroristen mit ihrem mit Gas und anderen explosiven Stoffen präparierten Jeep in den Eingangsbereich des Internationalen Flughafens von Glasgow im Norden Großbritanniens.

Auch wenn die Motive der Terroristen bisher nie eindeutig geklärt worden sind, ist Großbritannien wegen seines Engagements im „Krieg gegen den Terror“ als größter Verbündeter von George W. Bush ins Fadenkreuz von Terroristen geraten.

Spanien
Terroranschläge in Spanien waren bisher nur von der baskischen Untergrundorganisation ETA bekannt. Spanien gehört zur „Koalition der Willigen“ und hatte bis ins Jahr 2004 rund 1.300 Soldaten im Irak stationiert.

Am 11.März 2004 wurden bei zehn Bombenexplosionen in der spanischen Hauptstadt Madrid 191 Menschen getötet. Über 2.000 Personen wurden verletzt, darunter zahlreiche schwer. Der Anschlag war nach dem auf eine Pan-Am-Maschine über dem schottischen Lockerbie (1988) der schlimmste in der EU.

Mittlerweile steht fest, dass die Bombenleger in Madrid zu einer Unterorganisation von Al Kaida gehören. Die Beteiligung Spaniens an der Besatzung des Irak war ein Motiv für die Anschläge und schlug sich massiv in der spanischen Politik nieder. Die Regierende „Partido Popular“ verlor bei den Parlamentswahlen drei Tage nach den Anschlägen deutlich. Die „Partido Popular“ schickte die Soldaten damals in den Irak. Den Wahlsieg trug die „PSOE“ unter ihrem heutigen Regierungspräsidenten José Luis Zapatero davon, die im Wahlkampf für den Abzug der spanischen Truppen aus dem Irak einstand. Dass Zapatero gewinnt und die spanischen Soldaten somit aus dem Irak abgezogen werden, war sicherlich ein Ziel der Bombenleger.

USA
Die USA sind die Initiatoren des „Krieges gegen den Terror“ den sie nach dem „9/11“ begannen. Im Irak stehen momentan rund 150.000 US-Soldaten und in Afghanistan sind etwa 20.000 US-Soldaten stationiert. Außerdem sind die USA weltweit im Einsatz „gegen den Terror“ und haben in beinahe allen Erdteilen Truppen stationiert. Nach dem 11.September 2001 gab es keinen Terroranschlag mehr in den USA, der dem Terrornetzwerk um Al Kaida oder anderen islamistischen Terroristen aus der Region Irak, Afghanistan, Pakistan zugerechnet werden kann. Terroristische Anschläge gegen die USA geschehen besonders im Irak, wo US-Besatzungstruppen beinahe täglich grausamen Anschlägen zum Opfer fallen.

Beim letzten großen Anschlag kamen am 29.Juni 2007 bei zwei Bombenanschlägen sechs US-Soldaten ums Leben. Über 3.500 US-Soldaten starben seit dem Anfang der Besatzung im März 2003. Der Grund weshalb es bisher keine weiteren Terroranschläge auf US-amerikanischen Boden gab, liegt wohl vor allem an der Unzugänglichkeit der USA. Das Land grenzt im Norden nur an Kanada und im Süden teilt sich das Land eine Grenze mit Mexiko. Die Grenze zu Kanada ist zwar lang aber kontrollierbar, ebenso wie die zu Mexiko.

Die Einreise in die USA wird durch penible Passkontrollen erschwert. Außerdem bekommen die Amerikaner zahlreiche Daten über Einreisende von anderen Staaten zugesandt. Des Weiteren haben die USA 16 Geheimdienste, die rund um die Uhr auf Jagd nach Terroristen sind. Die amerikanischen Anti-Terror Gesetzte und besonders der so genannten „Patriot Act“ beschnitten die Grundrechte der Menschen in den USA massiv. Die hohen Repressialien machen Terroristen das Leben schwer. Ob die Einschränkung der Grundrechte das wert ist, ist allerdings eine andere Frage.

Der Jojo-Effekt beim „Krieg gegen den Terror“
Wer sich am „Krieg gegen den Terror“ beteiligt, gerät ins Fadenkreuz von Terroristen. Ganz nach dem Motto „Gewalt erzeugt Gegengewalt“ schlagen sich die Menschen die Köpfe ein. Von einem „der Klügere gibt nach“ scheinen wir immer weiter entfernt. Und so darf es auch nicht wundern, dass die Kinder der von den Besatzern getöteten Iraker Rache an den ausländischen Besatzungstruppen ausüben oder Terroranschläge im Heimatland der Besatzer ausführen. Eine Radikalisierung der Menschen in Afghanistan oder im Irak muss durch humanitäre Hilfe verhindert werden. Schon die Statistik zeigt, wie falsch die Strategie der Besatzungstruppen in Afghanistan ist, wie das ZDF auf seiner Homepage berichtet:
Kämpfe haben in Afghanistan nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP seit Jahresbeginn mehr als 2800 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen liegt die Zahl der zivilen Opfer bisher höher als die getöteter Aufständischer.
Ein absurdes Zahlenspiel bietet sich beim Vergleich zwischen den Opfern des „9/11“ und des Afghanistan Krieges. Etwa 3.000 Zivilisten kamen am 11.September 2001 bei den Terroranschlägen von New York und Washington ums Leben. Die US-Regierung legitimierte sich als Reaktion auf die Anschläge zum Krieg gegen Afghanistan. Allein vom 7.Oktober 2001 bis einschließlich dem 6. Dezember 2001 starben in Afghanistan nach Angaben der Juristenvereinigung „Lawyers against the war“ von der Universität in New Hampshire über 3.500 afghanische Zivilisten durch die Bombenangriffe.

Diese Zahl nehmen Terroristen dann wieder zum Anlass ihre Terroranschläge gegen die Besatzer zu legitimieren. Zahlen über tote Zivilisten im Irak und in Afghanistan finden sich aber nur schwer, da die Besatzer alles tun, um diese Zahlen zu vertuschen und herunterzuspielen. Neben der hohen Zahl ziviler Opfer bei den Kriegen schwindet nun auch die humanitäre Hilfe in dem Land am Hindukusch, was zur weiteren Verschlechterung der Situation führt: Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ zog sich im Juli 2004 nach 24 Jahren unabhängiger humanitärer Hilfe aus Afghanistan zurück. Grund war der Mord an Mitarbeitern in Afghanistan durch Taliban-Anhänger und die fehlende Sicherheit. In einer Pressemitteilung schreibt die Organisation:
Die Gewalt gegen humanitäre Helfer spielt sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Instrumentalisierung der Hilfe durch die US-geführte Koalition in Afghanistan ab. Ärzte ohne Grenzen zufolge missbrauchen die Koalitionsstreitkräfte die Hilfe beständig für ihre militärischen und politischen Ziele und versuchen damit, die „hearts and minds“ der afghanischen Bevölkerung zu gewinnen. Dadurch wird humanitäre Hilfe nicht mehr als unparteilich und neutral angesehen.
Auch andere Hilfsorganisationen sehen die Instrumentalisierung durch das Militär kritisch. Auch die deutsche Bundeswehr geriet in die Kritik weil sie der Afghanischen Bevölkerung auf Flugblättern damit drohte die humanitäre Hilfe (die ja nur von den Hilfsorganisationen ausgeht und nicht von der Bundeswehr) abzuziehen wenn die Bevölkerung sich nicht kooperativ verhielt. Caritas International plädiert in einer Pressemitteilung vom 13.Juni 2007 für einen Kurswechsel in der deutschen Afghanistan-Politik.

Sowohl die Caritas als auch das Deutsche Rote Kreuz fordern eine strikte Trennung zwischen militärischen und zivilen Aufgaben. „Wenn Soldaten als Helfer auftreten, kann dies die Neutralität der humanitären Hilfe gefährden – und somit auch das Leben der Helfer. Daher fordern wir klare Grenzen zwischen Militär und Helfern“, sagte der Präsident des DRK, Dr. Rudolf Seiters, kürzlich.

Ein Kurswechsel beim „Krieg gegen den Terror“ ist nicht in Sicht. Somit wird die Gefahr von Terroranschlägen in Deutschland und anderen Staaten, die am „Krieg gegen den Terror“ beteiligt sind, weiter steigen. Für Staaten, die keine Soldaten in Afghanistan oder im Irak haben, wie beispielsweise Italien oder Frankreich, ist das Risiko von Terroranschlägen durch Islamisten längst nicht so hoch. Selbst das Bundesverfassungsgericht verkennt in seinem Urteil vom 3. Juli 2007 zum Tornado-Kampfflugzeug Einsatz in Afghanistan die Realität und macht somit einen schwer wiegenden Fehler.

So heißt es in der Pressemitteilung des Karlsruher Gerichts: Der International Security Assistance Force (kurz ISAF) „Einsatz ist ersichtlich darauf ausgerichtet, nicht allein der Sicherheit Afghanistans, sondern auch und gerade der Sicherheit des euro-atlantischen Raums auch vor künftigen Angriffen zu dienen.“. Dass der ISAF-Einsatz gerade der Grund für neue Terroranschläge ist, bemerkten die acht Richter offensichtlich nicht. Politiker von Union und SPD forderten unlängst eine Ausweitung des Mandats für die neben der ISAF in Afghanistan operierende „Operation Enduring Freedom (OEF)“ und eine Verstärkung der Bodentruppen.

Seit der Besatzung Afghanistans Ende 2001 war die Argumentation zur Legitimation des Krieges im stetem Wandel. Hieß es anfangs noch, der Krieg sei zur Wahrung der Sicherheit der Industrienationen nötig, wie das Verfassungsgericht noch heute argumentiert, sprechen Militärs heute meist nur noch vom Schutz Afghanistans. „Wir sind hier, um den Afghanen zu helfen“, erklärte Generalmajor Bruno Kasdorf, Chef des Stabes im Kabuler Hauptquartier der ISAF, erst am 2.Juli im Telefoninterview mit deutschen Medienvertretern.

Fazit
Die westlichen Staaten werden durch den eigenen „Krieg gegen den Terror“ zunehmend bedroht. Dem Krieg in Afghanistan und dem Irak folgten Terroranschläge in den Ländern aus denen die Besatzer kommen. Selbst das Bundesverfassungsgericht verkennt den „Jojo-Effekt beim Krieg gegen den Terror“ und segnet jeden Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan oder sonst wo ab.

Wann werden die Länder die im „Krieg gegen den Terror“ sind verstehen, dass Krieg Terror ist?

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Abeer’s Courage

Rebecca Hayden – During the long days of the rape and murder court-martial of Sgt. Jesse Spielman at Fort Campbell where I was reporting a story for the Women’s Media Center website—I was struck by the language I was hearing and the apparent meaning of the words.

For example, “pussy” was used to describe a coward. I didn’t hear the slang term “balls,” referring to the male anatomy and often meant to denote courage, but the themes of courage and cowardice hung in the air throughout every exchange with the witnesses. To explain the actions of his client–and perhaps to indicate the testosterone charged atmosphere–the defense attorney emphasized the difficulty of escaping the tensions of the posting as he questioned a witness about what happened if you took combat stress leave. “They’d call you a fucking pussy,,.“ he stated. „Yes, that’s right,“ Sgt. Anthony Yribe responded.


Abeer’s national ID card, made when she was 2, shows her date of birth as August 19, 1991.

Rather than risk their reputation as courageous soldiers by requesting leave, these men remained in what was often described as a very stressful station – Traffic Control Point 2 – and became involved in a plan that took the lives of four civilians—one male and three female members of the Al-Janabi family. Each of the four soldiers who directly participated in this crime armed themselves well before taking their unarmed victims by surprise, two of whom were children. The parents and youngest daughter were herded into one room and shot while 14-year-old Abeer was raped by two soldiers and then a third. Shortly afterwards, Abeer was shot and her body was burned. Read all @ THE WOMAN’S MEDIA CENTER

Rebecca Hayden, based in Toronto, is a film researcher and screenwriter who co-wrote the film Abeer, a dramatized documentary to premiere at the International Female Eye Film Festival in Toronto this fall. With a background in philosophy, she has always had a strong interest in women’s issues, which is reflected in her work.

The Women’s Media Center was founded in 2005 by Jane Fonda, Robin Morgan, and Gloria Steinem, who serve on the Board of Directors with Cristina Azocar, Jodie Evans, Gloria Feldt, Carol Jenkins, Pat Mitchell, Jessica Neuwirth, and Helen Zia. The WMC places female voices into the media, offers media training, and publishes original reports and commentaries as well as links to women columnists and bloggers, news organizations and journalism sources on its website

Spielman Court-Martial Underway in Murder and Rape of Abeer
Cortez Gets 100 Years in Rape, Torture, Murder in Mahmoudiya
The Military and the Death Penalty
Iraq Series Update: Soldier Sentenced to Life in Rape-Murder
Soldier Pleads Guilty – First Sentencing Expected
Rape, Murder, and the American GI

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War Made Easy

Norman Solomon – Thanks to Progressive Democrats of America PDA chapters nationwide that have taken the lead with screenings of the new documentary “War Made Easy.” I’ve already participated, via speakerphone, in lively after-movie Q&A sessions in several states. And I’m looking forward to more.

If you don’t yet have the DVD, I hope you’ll order it now through this link, which benefits PDA.

The film features stunning archival footage of official lies and media complicity in wars from Vietnam to Iraq. But the movie also includes the heroic voice of PDA advisory board member Barbara Lee. To see rare footage of her prophetic speech on the House floor three days after 9/11, watch this Clip:

PDA has made “War Made Easy” its own – using the film to inform, agitate and organize. Howard Zinn calls the movie “superb.” Katrina vanden Heuvel of The Nation magazine describes it as “chilling and persuasive.” The documentary is causing similar responses wherever it’s shown: Anger. Grief. And most importantly, determination to mobilize to end the Iraq war and prevent future military madness.

The producer of the film, the Media Education Foundation, has done a superb job of reaching into the Orwellian memory hole and putting five decades of lethal pro-war spin into sharp focus. The rest is up to us. And up to vital activist groups like PDA to spread the word.

Peace and justice,

Norman Solomon


Norman Solomons is the author of ‚War Made Easy: How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death‘

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Spielman Court-Martial Underway in Murder and Rape of Abeer

Rebecca Hayden – According to testimony at his court-martial, which began Monday at Fort Campbell, Private Jesse Spielman went with Sergeant Paul Cortez, Specialist James Barker and Private Steven Green on March 12, 2006, to the home of the Al-Janabi family in a village south of Baghdad. He watched while they raped 14-year-old Abeer Qassim Rasheed Al-Janabi and murdered her and her family.

After forcing Abeer’s youngest sister, her father and her mother into a separate room, Green allegedly shot them while Cortez and Barker took turns raping Abeer in the living room. Then Green, who has yet to be tried, allegedly returned to the living room, raped Abeer and then shot her three times. Cortez and Barker have both been convicted of rape and murder for their part in the attack.

On the first day of his court-martial, Spielman admitted to wrongfully touching Abeer’s dead body—touching her nipple, which, he said, he knew was wrong—thus fulfilling the requirement of his guilty plea to this criminal act. He is also charged with more serious counts in the assault, including conspiracy to commit murder and rape.

It came out during testimony by Cortez and Barker that the soldiers were playing cards and drinking earlier that day while discussing killing Iraqis and “fucking.” Apparently, this was a regular topic at the traffic control point where the men were stationed in the village of Mahmoudiya. Out of this discussion came the plan to go to the Al-Janabi home and rape Abeer. Cortez shed tears while testifying about the rape. Questioned about his attitude toward Iraqis, he admitted that he “hated them.” When asked if his hatred was directed at Iraqi women, he responded “for the most part, yes.” By this time, Cortez’s tone of voice revealed his growing anger and when asked what was going through his mind while he was raping Abeer, he said through his tears, “we wanted to show somebody . . . to feel the pain we were going through.”

Barker, by contrast, had a casual demeanor and constantly sighed, as though bored, while giving his testimony of the events of that day. When asked what he thought when he heard the shots coming from the other room he said “that it was loud.” When asked about what took place that day, Barker said “I knew it was going to happen. . . . We discussed it previously.”

Prosecutors say Spielman also knew of the plan, but Barker recanted earlier testimony implicating Spielman in the conspiracy. According to Cortez’s testimony, however, Spielman joined the conversation planning the attack and said, “I’m down with that.” Two other soldiers, Private Bryan Howard and Sergeant Anthony Yribe, also testified about what happened that day. Howard said that Spielman had blood on his clothes when the four returned to the traffic control point. In part of an earlier statement by Howard, read aloud at the trial, he said he overheard the soldiers upon their return making such remarks as “that was awesome” and “we killed a family.” One of them, he said, was jumping on the bed. Read all @ THE WOMAN’S MEDIA CENTER

Action for Abeer

Rebecca Hayden, based in Toronto, is a film researcher and screenwriter who co-wrote the film Abeer, a dramatized documentary to premiere at the International Female Eye Film Festival in Toronto this fall. With a background in philosophy, she has always had a strong interest in women’s issues, which is reflected in her work.

The Women’s Media Center was founded in 2005 by Jane Fonda, Robin Morgan, and Gloria Steinem, who serve on the Board of Directors with Cristina Azocar, Jodie Evans, Gloria Feldt, Carol Jenkins, Pat Mitchell, Jessica Neuwirth, and Helen Zia. The WMC places female voices into the media, offers media training, and publishes original reports and commentaries as well as links to women columnists and bloggers, news organizations and journalism sources on its website

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Raw Story: US has been covertly arming Gulf States since 2004, officials say

Larisa Alexandrovna – A recently disclosed US agreement with Saudi Arabia for a 10-year, $20 billion dollar arms sale is a “done deal,” according to intelligence officials and experts familiar with the negotiations.

Yesterday, Secretary of State Condoleezza Rice and Secretary of Defense Robert Gates made a rare joint visit to Saudi Arabia to meet with members of the monarchy, as well as representatives of other Gulf States including the United Arab Emirates, to discuss a $20 billion dollar arms deal to deliver weapons, training, and weapons systems upgrades to Saudi Arabia over the next ten years. Although officially the meeting is to negotiate an agreement, sources have confirmed to RAW STORY that the deal has already been approved.

Arming the Gulf states

According to current and former intelligence officials, however, the Bush administration has been arming Gulf Cooperation Council (GCC) states covertly since “at least” 2004, a year after the US-led invasion of Iraq in March of 2003.


Secretary of State Condoleezza Rice and Secretary of Defense Robert Gates made a rare joint visit to Saudi Arabia

The GCC is a union of regional allies, including Saudi Arabia, Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar and the United Arab Emirates. Created in 1981, it is similar in structure and purpose to the European Union.

Using backchannels and corporate partners, arms have been furnished to the Gulf states to beef up security against what the US sees as an increased risk posed by Iran. Along with sharing various resources, GCC members have agreed to jointly combine military forces.

According to the NSC official, the current Saudi deal serves two purposes, both of which are a direct result of the US-led war against Iraq and the regional instability it has caused. One is to support the Saudi rulers, while the other is to isolate Iran.

The most pressing concern for the Saudi royal family is their ability to maintain power. The Saudi royal family, who are Sunnis, see the election of Shi’a Muslim Nouri al-Maliki as Iraqi Prime Minister as a signal that the Shi’a state of Iran could become more powerful and threaten the sovereignty of the House of Saud. Beyond that, the royals also fear that their own people might overthrow the monarchy should instability in the region continue to worsen.

“The Saudis see Maliki as the cat’s paw of Iran and they think we are actively supporting Maliki,” the NSC official said. “What the monarchy is actively worried about is that guys who got bloodied in Iraq will return home and overthrow them, and that would be very bad for us.”

Not everyone agrees.
In an email to RAW STORY Wednesday, Lawrence Wilkerson, former chief of staff to Secretary of State Colin Powell, said he believes the deal is unwise.

“I believe that the $20B arms package just announced – and the diplomacy accompanying it – is a complete refutation of the Bush/Rice policy of refusing to coddle the autocracies of the Middle East,” Wilkerson said. “Because we are afraid of Tehran, we are willing to fund massively regimes whose interests are not only counter to our own but who are actively engaged in covertly undermining U.S. interests, from supporting anti-U.S. elements in Iraq to building and funding thousands of madrassas in volatile places like the Federally Administered Territories in Pakistan.”

Bribing the House of Saud?
Several military and intelligence sources say that the other major impetus behind the arms deal is the Bush administration’s focus on destabilizing and isolating Iran. Part of that strategy involves cutting Iran off from dealing with companies that also have business dealing with Saudi Arabia and, at the same time, protecting Saudi Arabia from any fallout over US activities against Iran. According to the Washington Post, separate arms deals have also been approved for both Israel and Egypt to “strengthen pro-Western countries against Iran at a time when the hard-line regime seeks to extend its power in the region.”

Another motivation for the arms deal is the Bush administration’s need for support to curb the democratically elected Maliki’s influence while at the same time demonstrating “good faith” to the Saudis, who have increasingly become disillusioned with US policy in Iraq and mishandling of the Iraq war.

“There is a real fear that the [Saudi monarchy] will move towards France and Britain,” said the NSC official. A military official pointed out that with the increase in Asian demand for Saudi Arabia’s largest export, oil, the Arab nation now has more leeway to break away from its long-standing relationship with the United States.

Wilkerson points out, however, that the deal prioritizes aid to just three countries.

Deal with Northrop Grunmman alleged
A former high level State Department official pointed to at least one company that is providing weapons to the Saudi National Guard: Northrop Grunmman subsidiary Vinnell Corporation.

“The Vinnell Corp has been in that business for decades,” said this official.

The defense giant Northrop Grunmman was in talks with the Saudis in March of this year to sell them their E-2D Hawkeye 2000, a form of early air warning system.

Vinnell is also the quasi-official security training firm for the Saudis, through a joint Saudi-US enterprise called Vinnell Arabia.

Yet another offshoot of Northrop is Vinnell-Brown & Root, which is a joint venture between Northrop Grunmman and Halliburton, the controversial company of which Vice President Cheney was the CEO until the 2000 election.

Vinnell-Brown & Root is also involved in training the Saudi National Guard.
One source familiar with the backchannel sales of weapons to the GCC states said there is a connection between the leadership of the 3rd Infantry Division of the US Army, from Fort Stewart Georgia, and Vinnell Corporation, but would not elaborate.

In April 2006, Robert Joseph, undersecretary of state for arms control and international security, visited the GCC states in an attempt to broker a deal to install a missile defense system aimed against Iran.

While the arms list for the current deal is still shrouded in secrecy, if former deals are any indication, the Saudis will receive high caliber weapons that are top-of the line “system deployed with U.S. forces,” including M-1A2 Abrams main battle tanks, M-2A2 Bradley armored vehicles, F-15E Strike Eagle attack aircraft and Patriot surface-to-air missiles.

Saudis worry about Iraq fighters coming back
The greatest number of foreign fighters in Iraq are Saudi Arabs, making up roughly 45 percent of all foreign militants. Though not allied with any specific terrorist group, some Saudis are loosely affiliated with Al Qaeda; most, however, are simply fighting the Shi’a government of Iraq, which they perceive as a threat, as well as the US-led coalition, which they see as an even greater concern.

The result of this influx of foreign fighters and pervasive anti-Western sentiments has been a catastrophic radicalization of Muslims in general and Saudi Arabs in particular.

Such fighters, notes the former NSC official, have been radicalized and trained on the streets of Anbar province, and those who might return home to overthrow the Saudi monarchy will be that much more capable. Read all @ RAW STORY

Krieg

Der Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad

Dr. Alexander von Paleske – Der neue britische Premier Gordon Brown, hat, wie sein Außenminister David Miliband zuvor, bereits erklärt, er schließe einen Krieg gegen den Iran keineswegs aus. Die Kriegsgefahr mit dem Iran wächst und wir müssen wohl mit einer massiven Desinformationskampagne rechnen, ähnlich wie vor Beginn des Irakkrieges.

Daher ist jede Information willkommen, die uns mehr Aufschluss über den Iran, seinen Präsidenten Ahmadinejad und das Atomprogramm gibt. Nun ist gerade ein neues Buch erschienen, das genau diese Aufgabe erfüllt: „The Nuclear Sphinx of Tehran – Mahmoud Ahmadinejad and the State of Iran“ von Yossi Melman und Meir Javedanfar. Die beiden Autoren sind ausgewiesene Kenner.

Melman, der für die israelische Zeitung Haaretz arbeitet, gehört zu den international führenden investigativen Journalisten und Mel Javedanfar stammt aus dem Iran und gilt als exzellenter Kenner der politischen Entwicklungen dort.

Der Präsident Ahmadinejad
Das Buch macht uns näher mit Irans Präsidenten bekannt, zeichnet seinen persönlichen und politischen Werdegang nach und vermittelt uns, warum er es gerade war, der 2005 die Wahl gewann und nicht sein Konkurrent Rafsanjani.

Hier spielt vor allem seine Bescheidenheit im Lebenswandel eine Rolle, er fuhr mit einem alten Peugeot durch Teheran als er noch Bürgermeister dieser 15 Millionenstadt war. Es war vor allem die allgegenwärtige Korruption und Ineffizienz der iranischen Regierung, die ihn für die Wähler so attraktiv machte.

Der Stand des iranischen Atomprogramms
Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit der Geschichte und dem gegenwärtigen Stand des iranischen Atomprogramms. Danach hatte bereits die 1979 gestürzte Regierung des Schahs an einem geheimen Programm gearbeitet, das Iran in den Besitz von Atomwaffen gebracht hätte, obgleich das Land den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hatte.

Dieses Programm wurde 1979 von dem Ayatollah Khomeini gestoppt, weil er die Atomwaffen für westliches Teufelszeug ansah, mit dem moslemischen Glauben unvereinbar. Eine diesbezügliche Fatwa gibt es aber offenbar nicht, oder sie wurde nicht veröffentlicht.

Diese Haltung sollte sich jedoch ändern, als der Iran 1980 von Saddam Hussein angegriffen wurde. In diesem Krieg setzte der irakische Diktator auch chemische Massenvernichtungswaffen ein, ohne dass dies international zu einem Aufschrei der Empörung geführt hätte. Es war der spätere Präsident Rafsanjani, der den Ayatollah Khomeini angesichts dessen überzeugte, der Wiederaufnahme des Atomprogramms zuzustimmen.

Diese Wiederaufnahme und das Vorantreiben des Atomprogramms, zu dem auch der Einkauf von Hard- und Software gehört, ist nach Melman und Javendavar vom Westen offenbar verschlafen worden. Gleiches gilt für die Internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien.

Israelische Kriegsvorbereitung seit 1996
Beginnend 1996 kaufte Israel systematisch Langstreckenbomber ein, um gegebenenfalls den Iran angreifen zu können. Bereits 1981 hatte Israel den irakischen Atomreaktor Osirak durch einen Luftangriff zerstört, allerdings war die Reichweite der vorhandenen Militärmaschinen nicht groß genug, um auch den Iran zu erreichen.

Der Iran hatte zum damaligen Zeitpunkt bereits dank israelischer, deutscher und britischer Hilfe sich in den Besitz von Know-how und Rohstoffen für die Herstellung von chemischen Massenvernichtungswaffen gebracht.

Das Buch kann auch nicht präzise sagen, wie weit das Atomprogramm des Iran nun letztlich gediehen ist, dies wissen offenbar auch die westlichen Geheimdienste nicht so genau. Aber das Buch lässt keinen Zweifel daran, und kann sich auf solide Quellen stützen, mit welcher Energie dieses Atomprogramm, beginnend mit Rafsanjani, vorangetrieben wurde.

So wendet sich das Buch dann schließlich der Frage zu, was nun geschehen wird. Und da deutet tatsächlich alles auf einen Militärschlag hin. Der israelische Premier Olmert hat offenbar die unter vier Augen gemachte Zusage von Präsident Bush, er werde notfalls militärisch das Atomprogramm stoppen bzw. Israel dann nicht von einem Militärschlag abhalten.

Da Bush in den USA auf weitgehende Ablehnung seines Kriegsabenteuers im Irak nun stößt, soll dabei offenbar, das deutet sich in dem Buch so an, die Arbeitsteilung so aussehen, Israel greift an und im Falle eines drohenden oder tatsächlichen Vergeltungsschlages werden die USA Israel dann „zu Hilfe“ eilen.
Ein wichtiges und sehr lesenswertes Buch, das allerdings noch nicht in deutscher Übersetzung vorliegt.

The Nuclear Sphinx of Tehran – Mahmoud Ahmadinejad and the State of Iran
Prozess in Suedafrika und Banditen im Nuklearbereich
Iran: Der Krieg rückt näher
Gasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Massenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
Israels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Massenvernichtungswaffen für den Iran

Krieg

Spendenstatistik beweist: US-Truppen offenbar kriegsmüde

World Content News – Der vierteljährlich in den USA erscheinende Campaign Finance Report, der die Rechenschaft über die geleisteten Wahlkampfspenden ausweist, hat heftige Diskussionen ausgelöst, als bekannt wurde, dass 70.6% aller Spenden die aus dem militärischen Umfeld an die Präsidentschaftskandidaten flossen, denjenigen Bewerbern zugute kamen, die sich für ein Ende des Irakkrieges einsetzen. In Führung liegt der Republikaner Ron Paul mit über ein Viertel der Zuwendungen. Paul ist der einzige Bewerber in seinen Reihen, der sich offen dafür einsetzt: „Bring the boys home!“

Tabelle: Spenden von Militärs – Prozentuale Zuwendungen an die US-Präsidentschaftskandidaten, Stand Juli 2007

Pro Truppenabzug:
Ron Paul REP 26.23%
Barack Obama DEM 24.02%
Hillary Clinton DEM 11.08%
Bill Richardson DEM 5.59%
John Edwards DEM 2.63%
Joe Biden DEM 0.84%
Mike Gravel DEM 0.16%
Dennis Kucinich DEM 0.05%
Chris Dodd DEM 0%
Gegen Truppenabzug:
John McCain REP 18.31%
Mitt Romney REP 4.05%
Rudy Giuliani REP 2.44%
Mike Huckabee REP 1.84%
Tom Tancredo REP 1.63%
Duncan Hunter REP 1.05%
Sam Brownback REP 0.07%

Kritiker wenden ein, die Summe der Spenden, die aus den Reihen der Militärs flossen, sei mit 95.177 Dollar lächerlich gering angesichts des Millionenbudgets. Nun – wenn man es so sieht: Insgesamt liegen die Demokraten Obama (33,1 Mio) und Clinton (27,0 Mio) an der Spitze der Geldeintreiber, gefolgt von den Republikanern Romney (21 Mio), Giuliani (17,6 Mio) und McCain (11,6 Mio). Der von den Militärs favorisierte Ron Paul muss sich derzeit noch mit mageren 2,3 Mio begnügen.

Quellen:
Campaign Finance Reports and data (fec.gov, 22.07.2007)

Krieg

Erfolgreicher Raketentest in Pakistan

onlineredaktion – Die pakistanische atomwaffenfähige Flügelrakete Hatf VII „Babur“ ist heute erneut erfolgreich vom pakistanischen Militär getestet worden, wie das pakistanische Fernsehen unter Berufung auf Militärquellen mitteilte. Die tief fliegende, wendige Hatf-VII Babur kann Ziele in einer Entfernung von bis zu 700 Kilometer Entfernung punktgenau treffen. Die Rakete ist in der Lage, einen nuklearen Gefechtskopf in’s Ziel zu tragen.

Krieg

Iran: Der Krieg rückt näher

Dr. Alexander von Paleske —- 23.7. 2007 —-Die Nachrichten aus dem Nahen Osten (ohne Irak) klingen optimistisch, Israel will sich aus großen Teilen des Westjordanlandes zurückziehen, streicht 174 Mitglieder der Al-Aqsa Brigaden von der Fahndungsliste und entläßt 256 inhaftierte Palästinenser (natürlich keine Hamas Leute).

Aber damit nicht genug, zum erstem Mal seit der Gründung des Staates soll eine Delegation der Arabischen Liga nächste Woche Israel einen Besuch abstatten und Ex-Premier Blair, der neu ernannte Nahost-Friedenapostel kommt ebenfalls, um mit Abbas zu sprechen. Und der Rubel rollt wieder. Die Zahlungen an die Autonomiebehörde sind wiederaufgenommen worden, den Palästinensern im Westjordanland soll es besser gehen, neidisch sollen die im Gaza Steifen unter Hamas lebenden Palätinenser das sehen und die Botschaft soll lauten: „Werdet die Hamas los, dann kommt Manna auch zu Euch”. Woher auf einmal diese Bewegung? Die Antwort heißt Mahmoud Ahmadinejad.

Solange es nur darum ginge, den Iranern die Enflußmöglichkeiten zu nehmen, indem die Palästinenser mehr Unterstützung bekommen und ihre berechtigten Forderungen Gehör finden, wäre dagegen ja nichts einzuwenden. Die Realität sieht leider anders aus.

Die Kriegsgefahr mit dem Iran wächst.
Präsident Bush und Vize Cheney haben keinesweg die Idee aufgegeben, den Iran anzugreifen. Und der neuernannte britische Außenminister David Miliband hat in seinem ersten Interview einen Angriff auf den Iran ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Gleiches gilt für alle Präsidentschaftskandidaten in den USA.

Israel steht am meisten unter Druck. Der Iran hat in Israel den Konflikt mit den Palätinensern klar als Problem Nr. 1 abgelöst. Israel sieht sich als erstes Ziel für einen eventuellen Nuklearschlag des Iran

Nur vor diesem Hintergrund sind die Zugeständnisse gegenüber den Palästinensern, so sie denn kommen, zu sehen. Und so ist auch der Besuch der Arabischen Liga in Israel zu verstehen. Ägypten, Saudi-Arabien und Jordanien drängen darauf, den Iran unter Druck zu setzen, weil deren Regierungen sich einer starken Opposition im eigenen Lande gegenübersehen. In Ägypten vor allem die Moslembruderschaft und in Saudi-Arabien ein weit verbreiteter Unmut über die autokratische Herrschaft des Hauses Saud. Demokratische Verhältnisse, die ja sonst immer gerne von den USA eingefordert wurden, existieren in keinem dieser Länder. Eine unheilige Allianz, die sich da zusammengefunden hat.

Sollten nämlich Russland und China nicht bereit sein, ebenfalls Druck auf den Iran zwecks Einstellung des Atomprogramms auszuüben, dann steht der Angriff gegen den Iran auf der Tagesordnung.

Ein Militaerschlag Israels gegen die Nuklereinrichtungen des Iran, soweit sie überhaupt existieren bzw bekannt sind, wäre völlig anders als der einmalige Angriff auf den oberirdischen irakischen Reaktor in Osirak im Jahre 1981. Und anders als der Irak hätte der Iran die Kapazität, mit chemischen Massenvernichtungswaffen, von 1992-1994 von Deutschland Großbritannien und Israel in den Iran geliefert, zurückzuschlagen. Eine Apocalypse größten Ausmaßes wäre die Folge.

Gasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
Massenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
Israels tödlicher Export – Waffen in den Iran
Massenvernichtungswaffen für den Iran