Krieg

NorthCom will “Special Operation” Kommandos in Amerika einsetzen

Stephan Fuchs – Das amerikanische Militärkommando NorthCom, welches mit dem Heimatschutz beauftragt ist, will vom Pentagon ein Kontingent von Special Operation Einheiten einsetzen, um mutmassliche Terroristen auf amerikanischem Boden zu bekämpfen. NorthCom wurde von Bush nach den Anschlägen auf das World Trade Center 2001 eingerichtet.


Auch bald in den USA?

Das US Northern Command (NorthCom), auf der Peterson Air Force Base in Colorado stationiert, will Kampfkommandos wie sie in Afghanistan und im Irak eingesetzt werden nun auch auf amerikanischem Boden einsetzen um Terroristen zu bekämpfen.

Die Initiative zu der Einsatzverlegung ins Innere, hatte vor sechs Monaten der damalige Kommandant des NorthCom, Admiral Timothy Keating. Mittlerweile hat er das US Pazifik Kommando übernommen. Seine Idee, nun auch auf amerikanischem Boden militärische Specialforces einzusetzen, blieb allerdings bestehen und wird wohl von seinem Nachfolger Air Force General Gene Renuart übernommen. Die Sprecherin des NorthCom meinte:

„This capability resides in every other geographical combatant command and would allow the commander of U.S. Northern Command to deploy these unique capabilities for homeland defense and civil support operations.“

Die Entwicklung im NorthCom, beängstigt: noch nie wurden auf amerikanischem Boden Special Operation Kommandos eingesetzt. Sie arbeiten als verdeckte Krieger und bestens ausgebildete Kämpfer.

Krieg

Massaker an der Zivilbevölkerung – Deutsche Beteiligung

Karl Weiss – Nach über 60 Jahren gibt es wieder Massaker an der Zivilbevölkerung mit Beteiligung deutscher Truppen.

Die „Süddeutsche“ schrieb am 30.6.07:

„Bei Luftangriffen der US-geführten Koalitionstruppen gegen Aufständische im Süden von Afghanistan sind nach Angaben afghanischer Behörden 70 Zivilisten getötet worden, darunter mehrere Frauen und Kinder. Der Leiter der Behörden des Bezirks Gereschk in der Provinz Helmand, Dor Alischah, korrigierte seine [früheren] Angaben am Samstagabend. Er berief sich auf amtliche Untersuchungen.
(…)
Fünf Häuser seien völlig zerbombt worden. Die Dorfbewohner seien „so außer sich“, dass sie dem Untersuchungsteam eine umfassende Mitarbeit verwehrt hätten…“

Dazuzusetzen ist: Diese Luftangriffe werden nach den „Aufklärungen“ durch deutsche Tornados durchgeführt. Es gibt also eine deutsche Beteiligung an Massakern an der Zivilbevölkerung. In diesem Zusammenhang sei auch an ein anderes Massaker erinnert, das schon etwas zurück liegt:

Abschlachten von Zivilpersonen

War es eine der wesentlichen Errungenschaften des modernen bürgerlichen Staates, dass er keine Zenzur mehr ausübte, so ist dies nun gefährdet oder sogar schon völlig aufgehoben. In Afghanistan haben US-Truppen eine Filmkamera zerstört, mit der das Abschlachten von Zivilpersonen gefilmt worden war. Die US-Armee hat nun dazu offen Stellung genommen und dies verteidigt. Filmaufnahmen könnten einen Ablauf ins falsche Licht rücken.

Afghanistan: US-Armee zerstört Filmkamera
So wurden auch früher, im Feudalismus und in den Übergangsgesellschaften vom Feudalismus zum Kapitalismus, wie dem preussischen Obrigkeitsstaat „Deutsches Kaiserreich“, und in allen Tyranneien zu jeder Zeit, die Zensurmassnahmen begründet.

Der Herrscher herrscht, das Volk gehorcht. Da ist das Grundmuster. Dass Journalisten natürlich in besonderer Weise zum gehorchenden Volk gehören, ist selbstverständlich.

Es handelte sich in diesem Fall um Journalisten der Presseagentur Associated Press (AP) und deren Fernseh-Nachrichtenagentur, die auch mit einer Filmkamera ausgerüstet waren, die sich im ost-afghanischen Bharikav an den Ort eines Sprengstoffanschlags annäherten. Sie wurden von US-Soldaten nicht näher herangelassen und filmten dann aus einiger Entfernung, was geschah: US-Soldaten feuerten blindlings auf afghanische Zivilpersonen, die sich in der Nähe aufhielten. 8 Zivilisten wurden getötet und 34 weitere verletzt.

Es war keinerlei Aggressivität von diesen Zivilpersonen ausgegangen. Die Soldaten feuerten „nur“ aus Frust.

Als die Verantwortlichen der US-Armee bemerkten, dass diese Szene gefilmt worden war, liessen sie Kamera und Filmmaterial beschlagnahmen und zerstören (Bild). Das Filmmaterial enthielt auch schon ein Interview mit Personen, die berichteten, wie an anderer Stelle US-Soldaten aus einem fahrenden Auto drei Zivilpersonen erschossen hatten.

Auch andere Journalisten hatten bereits über schwere Behinderungen der Pressearbeit durch die US-Truppen bei der jüngsten Offensive berichtet.

Dieser Artikel erschien bei Karl Weiss

Krieg

US – Generalmajor Taguba zwangspensioniert – Er untersuchte die Folter von Abu Ghraib

Karl Weiss – Der Generalmajor der US-Army, der damals in den Jahren 2003/2004 die Untersuchungen über die Folter an irakischen Gefangenen im Lager Abu Ghraib durchgeführt hatte, ist gezwungen worden, sich vorzeitig pensionieren zu lassen.

Generalmajor Taguba, damals zuständig für die Abu Ghraib-Untersuchungen, hat dem „New Yorker“ ein Interview gegeben, in dem er sich beklagte, man habe ihn zuerst aufgefordert, die Vorgänge zu untersuchen, aber später, als er dies wirklich tat, ihm vorgeworfen, er sei „übergenau“ vorgegangen.


Illoyal zu Bush? Loyal zum Recht: Der General muss packen

Er sei brüsk vom damaligen Verteidigungsminister Rumsfeld behandelt worden, nachdem die Untersuchungen im Jahr 2004 beendet worden waren, ebenso wie von anderen führenden militärischen und zivilen Amtsträgern.

Er liess durchblicken, dass man offensichtlich keine objektive Untersuchung von ihm erwartet hatte, sondern ein „Unter-den Teppich-kehren“ des Falles. Man habe ihn als illoyal bezeichnet.

Die Besten der Armee müssen gehen
Er nannte den Namen des Vize-Verteidigungs-Staatssekretärs Hall, der ihm im Januar 2006 eröffnet habe, „er sei nicht mehr Teil des Teams“. Er habe sich noch innerhalb dieses Jahres in die Pension zu verabschieden, wurde ihm im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang damit bedeutet.

Im März 2004 hatte Taguba, seit Januar 2007 pensioniert, einen Bericht geschrieben, in dem er betonte, es sei in Abu Ghraib „zu zahlreichen Fällen von sadistischen, blutigen und grausamen Behandlungen von Gefangenen“ durch Soldaten der 372. Kompanie der Militär-Polizei gekommen. Später waren einige der Soldaten zu geringfügigen Strafen verurteilt und z.T. aus der Armee entlassen worden.

General Taguba hatte bereits in einem frühen Stadium der Untersuchung Teilberichte und die später bekannt gewordenen Bilder (so wie auch andere Bilder) an seine Vorgesetzten im Pentagon geschickt. Trotzdem behauptete Rumsfeld noch im Mai 2004, man habe ihm weder ein Exemplar des Berichts noch die Bilder zu sehen gegeben.

Dazu erklärte auf Anfrage der „New York Times“ Rumsfelds frühere Top-Assistentin Di Rita, der Minister sei von seinen Anwälten gewarnt worden, sich den Bericht und die Bilder anzusehen. Sie verneinte, dass Rumsfeld die Frühpensionierung von Taguba angeordnet hätte, machte aber im Wortlaut deutlich, was sie und Rumsfeld von Taguba hielten: Sie sagte, Rumsfeld und sie seien überzeugt gewesen, der General habe bei der Untersuchung „getan, was seine Fähigkeiten ermöglichten“.

Die Ehre der Armee gehört dem General, nicht Bush
Taguba wies noch ausdrücklich darauf hin, er habe wesentliche Bilder und Videos nicht veröffentlichen lassen, weil sie zu grausam gewesen seinen, darunter ein Video, das einen US-Soldaten in Uniform beim „Sodomisieren“ (sodomizing) einer weiblichen Gefangenen zeigte. Unter „Sodomisieren“ versteht man im US-Sprachgebrauch den Analverkehr.

Der General hatte damals keine Erlaubnis erhalten, die Untersuchungen auf die Frage auszudehnen, ob und von wem die Soldaten zu der Folter angehalten worden waren. Er eröffnete nun im Interview seine Ansicht, die verhörenden Beamten des Militärgeheimdienstes (der direkt Rumsfeld unterstand) hätten Anordnungen dieser Art gegeben.

Damit ist nun nachträglich deutlich geworden, was man damals schon vermutete. Die Folter in Abu Ghraib war weder ein Einzelfall noch waren es einzelne Soldaten, die „über die Stränge schlugen“. Es handelte sich um systematische Folter, die angeordnet wurde und weiterhin wird.

Das einzige, was an Abu Ghraib von Bush und seiner Truppe für falsch angesehen wird, ist die Veröffentlichung und die Untersuchung darüber. Das macht deutlich, was man von diesem Typ von Politikern zu erwarten hat.

Krieg

Kir Royal in Berlin – Party-Time fürs Mordgesindel

Marcel-Franz Paulé – Das politische Leben in Berlin ist eine einzige große Sause, und Krieg ein blühendes Geschäft. Dies beweist wieder einmal mehr das zum Militär- und Söldner-Verkuppler missratene Düsseldorfer „Handelsblatt“. Es veranstaltet am 3. und 4. Juli seine vierte Konferenz für Mord- und Raffgierige von Militär und aus Politik, damit die sich neue Kriege ausdenken und auch ihre Kontakte mit der Rüstungsindustrie vertiefen und Geschäfte abschließen können.

Noch vor dem G8-Gipfeltreffen in Heiligendamm erwartete Bundesinnenminister Schäuble Anschläge auf Politiker und deutsche Einrichtungen – was auch immer letzteres sein mag. Nun soll es kürzlich am 6. Juni Deutschlands mutmaßlichem Verfassungsbrecher Jung knapp erwischt haben: In Afghanistans Hauptstadt Kabul, wo Franz-Josef Jung sich herumtrieb. Man könnte glauben, er wollte den Soldaten der Bundeswehr nur einen Besuch abstatten. Aber nein! Vermutlich aber war er nur dort, damit der deutsche Geheimdienst später behaupten konnte, Jung sei knapp einem Attentat entgangen. Und diese Propaganda wird nun, da in Berlin die Konferenz „Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie“ stattfinden soll, wie blöd von den Massenmedien übernommen und verbreitet.

Was von dem Journalismus der deutschen Massenmedien zu halten ist, besonders vom „Handelsblatt“, darauf wies kürzlich der digitale ARD-Fernsehkanal „extra1“ hin und zeigte eine Handvoll brav anmoderierter Reportagen, Kollegenschelte pur. Sie zeigten, wie die etablierte Pressemeute die Regierungsgrößen umlagern, um sich mit edlen Speisen und reichlich alkoholischen Getränken abfüllen zu lassen. Was dabei dann heraus kommt, ist keineswegs die Wahrheit, so „extra1“, sondern die Regierungspropaganda. Nur Journalisten, die bei einem großen Verlagshaus angestellt sind, dürfen da mitsaufen und ihre regierungstreuen Artikel werden verbreitet. Freie Journalisten aber werden in die Nähe von Terrorismus geschoben. Ihnen wird mit Repressalien gedroht – von Chefredakteuren und auch vom Bundespresseamt.

Den Eintrittspreis zu der vierten Handelsblatt-Kuppelei wird sich kein normaler Steuerzahler leisten können und wollen: 1.899,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Und weil dieser Preis teilnehmende Politiker und Militärs in Verlegenheit bringen könnte – immerhin werden sie aus Steuergeldern bezahlt – räumten Ihnen die Veranstalter einen Sonderpreis von 399 Euro (plus Mehrwertsteuer) ein. Ins Dorint Sofitel Schweizerhof luden Bernd Ziesemer, Chefredakteur des Handelsblattes, und Theo Sommer, Herausgeber von „DIE ZEIT“ angeblich alle ein, die im europäischen Rüstungs- und Militärbereich was gelten und (noch) zu sagen haben; darunter Verteidigungsminister Jung und auch Bundesinnenminister Schäuble, der dort seine aller neuesten Ideen, wie man Deutschland und Europa noch faschistoider gestaltet und den Bürgern die Freiheit nimmt, auftischen darf.

Sommer hatte schon während der letztjährigen Konferenz auf korrupte Verbindungen hingewiesen, auf „die Brücke zwischen sicherheitspolitischen, militärstrategischen und industriellen Entwicklungen und Erwartungen“, die die Konferenz schlage. Und bei dieser „Schlagenden Verbindung“ fehlte auch BDI-Präsident Jürgen Thumann nicht, der unterstrich, dass Regierung und Rüstungsindustrie ein Paar sei, das aufeinander angewiesen sei.

Thumann faselte, der Staat sei bei „der Bewältigung seiner Sicherheitsaufgaben“ „auf eine leistungsfähige heimische wehrtechnische Industrie angewiesen“: „Die deutsche Sicherheits- und Rüstungsindustrie fühlt sich der Sicherheitsvorsorge verpflichtet und unterstützt die Bundesregierung, EU und NATO.“

Insgesamt 300 Vertreter jener werden zur Konferenz erwartet, die von Kritikern und Gegnern als „kriminelle Vereinigung“ verstanden wird; darunter auch der berüchtigte Söldner-Chef Tim Spicer („Aegis Defence Services“) aus Großbritannien. Und Jungs Bundeswehr wird gewiß wieder die „private“ Sause mit teuren Fennek-Panzern umstellen, um „Kir Royal“ vor lästigen Demonstranten zu schützen.

terz.org – Krieg als lohnendes Geschäft – Das Handelsblatt richtet Kriegskonferenz aus
Dr- Alexander von Paleske – Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?
Koks in Mexiko – Heisse Kartoffeln in Clearwater
Bermudadreieck: Koks, Gambling & Politik
Mit Nebelgespenstern, Koks & Poker rund um die Welt
Skyway und die Räuberpistolen
Der seltsame Weg einer DC-9
Hasenfus Kokain? Oder kein Hasenfus Kokain?
Swissair DC-9 „Graubünden“ steckt mit in der Kokain Affäre
Special Operation Samurais & die 5.5 Tonnen Koks
Kokain nicht nur Straffrei sondern bald Pflicht?
Wer war denn Mr. Bramble?
In Coca Mekka Schnee bis in die Niederungen
Die Old Boys Dirigenten von Genf
Das Old Boys Netzwerk
CIA-Flieger in Mexiko mit 128 Koffern voll Kokain erwischt
Verbindung von US-Politiker zu 5,5 Tonnen Kokain
Fallout an Heroin
Mit dem Flugzeugbomber, Oli North & Felix Rodriguez auf der Pista Coca
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Islamische Mullahs & kalte Krieger in der Liebkosung
Krausköpfe mit Stinger-Raketen

Krieg

Russische Diesel-U-Boote für Venezuela

Stephan Fuchs – Venezuela steht laut russischer Quellen vor dem Kauf einiger Diesel betriebenen U-Boote aus russischer Produktion. Mit dem Kauf will Venezuela seine Flotte modernisieren.

Venezuela will damit einem möglichen amerikanischen Embargo entgegen treten und der US-Regierung in Washington in einer eventuellen militärischen Konfrontation die Stirn bieten. Im Moment seien Militärexperten mit russischen Kollegen im Gespräch und evaluieren eine Anschaffung von Unterseebooten.

Im Gespräch seien 9 U-Boote der neuen Amur-Klasse und Projekt -636 U-Boote, beide mit Dieselantrieb und Raketensystemen, schrieb die russische Zeitung „Kommersant“. Der Rüstungsauftrag betrage, je nach Stückzahl, 1-2 Milliarden US $. Hersteller und Exporteur der U-Boote ist die russische Waffenfirma Rosoborenexport. Die russischen Hersteller sind, bis 2013 aktiv an der Modernisierung der venezuelanischen Streitkräfte beteiligt.

Bereits in den Jahren 2005-06 bestellte Venezuela bei den Russen Waffen im Wert von 3.4 Milliarden US Dollar. Darunter 24 Su-30MK2V Flanker fighters, Tor-M1 Luftverteidigungsraketensysteme, Mi-17B Helikopter, Mi-35 Hind E Angriffshelikopter und Mi-26 Halo Schwertransporthelikopter. Dazu noch 100’000 AK-103 Kalashnikov.

Venezuela ist nach Algerien der zweitgrößte Importeur russischer Waffen – Algerien hat Verträge über 7.5 Milliarden US $.

Krieg

The Unitary King George

Homeland Security Presidential Directive: an Unconstitutional Bombshell
Prof. Marjorie Cohn – As the nation focused on whether Congress would exercise its constitutional duty to cut funding for the war, Bush quietly issued an unconstitutional bombshell that went virtually unnoticed by the corporate media.

The National Security and Homeland Security Presidential Directive, signed on May 9, 2007, would place all governmental power in the hands of the President and effectively abolish the checks and balances in the Constitution.

If a „catastrophic emergency“ – which could include a terrorist attack or a natural disaster – occurs, Bush’s new directive says: „The President shall lead the activities of the Federal Government for ensuring constitutional government.“

What about the other two co-equal branches of government? The directive throws them a bone by speaking of a „cooperative effort“ among the three branches, „coordinated by the President, as a matter of comity with respect to the legislative and judicial branches and with proper respect for the constitutional separation of powers.“ The Vice-President would help to implement the plans.


This Presidential Directive is a blatant power grab by Bush to institutionalize „the unitary executive.“

„Comity,“ however, means courtesy, and the President would decide what kind of respect for the other two branches of government would be „proper.“ This Presidential Directive is a blatant power grab by Bush to institutionalize „the unitary executive.“

A seemingly innocuous phrase, the unitary executive theory actually represents a radical, ultra rightwing interpretation of the powers of the presidency. Championed by the conservative Federalist Society, the unitary executive doctrine gathers all power in the hands of the President and insulates him from any oversight by the congressional or judicial branches.

In a November 2000 speech to the Federalist Society, then Judge Samuel Alito said the Constitution „makes the president the head of the executive branch, but it does more than that. The president has not just some executive powers, but the executive power — the whole thing.“

These „unitarians“ claim that all federal agencies, even those constitutionally created by Congress, are beholden to the Chief Executive, that is, the President. This means that Bush could disband agencies like the Federal Communications Commission, the Food and Drug Administration, the Federal Reserve Board, etc., if they weren’t to his liking.

Indeed, Bush signed an executive order stating that each federal agency must have a regulatory policy office run by a political appointee. Consumer advocates were concerned that this directive was aimed at weakening the Environmental Protection Agency and the Occupational Safety and Health Administration. The unitary executive dogma represents audacious presidential overreaching into the constitutional province of the other two branches of government.

This doctrine took shape within the Bush administration shortly after 9/11. On September 25, 2001, former deputy assistant attorney general John Yoo used the words „unitary executive“ in a memo he wrote for the White House: „The centralization of authority in the president alone is particularly crucial in matters of national defense, war, and foreign policy, where a unitary executive can evaluate threats, consider policy choices, and mobilize national resources with a speed and energy that is far superior to any other branch.“ Six weeks later, Bush began using that phrase in his signing statements.

As of December 22, 2006, Bush had used the words „unitary executive“ 145 times in his signing statements and executive orders. Yoo, one of the chief architects of Bush’s doctrine of unfettered executive power, wrote memoranda advising Bush that because he was commander in chief, he could make war any time he thought there was a threat, and he didn’t have to comply with the Geneva Conventions.

In a 2005 debate with Notre Dame professor Doug Cassel, Yoo argued there is no law that could prevent the President from ordering that a young child of a suspect in custody be tortured, even by crushing the child’s testicles.

The unitary executive theory has already cropped up in Supreme Court opinions. In his lone dissent in Hamdi v. Rumsfeld, Justice Clarence Thomas cited „the structural advantages of a unitary Executive.“ He disagreed with the Court that due process demands an American citizen held in the United States as an enemy combatant be given a meaningful opportunity to contest the factual basis for that detention before a neutral decision maker. Thomas wrote, „Congress, to be sure, has a substantial and essential role in both foreign affairs and national security. But it is crucial to recognize that judicial interference in these domains destroys the purpose of vesting primary responsibility in a unitary Executive.“

Justice Thomas’s theory fails to recognize why our Constitution provides for three co-equal branches of government.

In 1926, Justice Louis Brandeis explained the constitutional role of the separation of powers. He wrote, „The doctrine of the separation of powers was adopted by the convention of 1787 not to promote efficiency but to preclude the exercise of arbitrary power. The purpose was not to avoid friction, but, by means of the inevitable friction incident to the distribution of the governmental powers among three departments, to save the people from autocracy.“

Eighty years later, noted conservative Grover Norquist, describing the unitary executive theory, echoed Brandeis’s sentiment. Norquist said, „you don’t have a constitution; you have a king.“

One wonders what Bush & Co. are setting up with the new Presidential Directive. What if, heaven forbid, some sort of catastrophic event were to occur just before the 2008 election? Bush could use this directive to suspend the election. This administration has gone to great lengths to remain in Iraq . It has built huge permanent military bases and pushed to privatize Iraq ’s oil. Bush and Cheney may be unwilling to relinquish power to a successor administration.

Marjorie Cohn’s Website

Marjorie Cohn ist Professorin an der Thomas Jefferson School of Law, Präsidentin der Lawyers Guild, und die US Repräsentantin des exekutivkomitees der American Association of Jurists. Ihr Buch “Cowboy Republic: Six Ways the Bush Gang Has Defied the Law” erscheint am 28. Juni 2007

Marjorie Cohn’s new Book: Cowboy Republic

Krieg

Krieg Kolumbien gegen Venezuela? Vertreter der brasilianischen korrupten Oligarchie als Kriegshetzer

Karl Weiss – Einer der wichtigsten Repräsentanten der brasilianischen Oligarchie im Bundesstaat Amazonas, der an Venezuela und Kolumbien angrenzt, der Senator der hauptsächlichen rechten Oppositionspartei PSDB Arthur Vigilio, gleichzeitig der Parteiführer im Senat in Brasilia, hat in einer Hetz- und Hassrede im brasilianischen Senat am 4. Juni 2007 gegen den Präsidenten von Venezuela, Cháves, wahrscheinlich unbeabsichtigt die Strategie der lateinamerikanischen Oligarchien gegen die Bedrohung, die Chávez Politik für sie darstellt, ausgeplaudert: Er sagte, Chávez habe einen Hochrüstungswettlauf begonnen und es werde einen Krieg zwischen Kolumbien und Venezuela geben.

Der Hintergrund: Der Senat in Brasilia hatte eine Resolution verabschiedet, die Chávez aufrief, die Konzession für den Hetz-TV-Sender RCTV zu verlängern, ohne darauf einzugehen, dass der Sender nicht nur in den Putsch gegen Chávez verwickelt war, sondern auch einen Kommentar sendete, in dem deutlich verständlich zur Ermordung Chávez aufgerufen wurde.

Der venezuelanische Präsident hatte darauf reagiert, indem er den brasilianischen Senat „Papagei der US-Regierung“ genannt hatte. Dies nun wiederum wurde von Vigilio zum Anlass genommen, Venezuela anzudrohen, seine Partei würde die Aufnahme Venezuelas in den Mercosur verhindern.

Venezuela wurde bereits im Dezember 2005 in einem feierlichen Akt in den Mercosur aufgenommen, die Freihandelszone zwischen Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Dies war allerdings nicht der offizielle Akt der Aufnahme, wie wir ihn in der EU kennen, sondern in Wirklichkeit nur die feierliche Feststellung, dass der Pakt und Venezuela den Prozess der Aufnahme in Gang gesetzt haben, in etwa vergleichbar mit dem offiziellen Beginn der Verhandlungen der EU mit einem Aufnahmekandidaten. Unter anderem müssen neue Vollmitglieder durch die jeweiligen Kammern der Parlamente der Mitglieder aufgenommen werden. Hat auch nur eine dieser Kammern etwas dagegen (z.B. der brasilianische Senat), kann der Kandidat nicht aufgenommen werden.

Das war aber nur eines der zu erwartenden Hindernisse für diesen Prozess. Auch ist die Aufnahme in den Mercosur für Venezuela nicht essentiell – eher schon ungekehrt. Man kann die Wirkung einer Freihandelszone auch mit bilateralen Verträgen erreichen, die offensichtlich nicht der Zustimmung der Kammern der Legislative unterliegen.

Ausser sich vor Wut
Warum die Rede Vigilios von Bedeutung ist: Er hat sich in Rage geredet, offenbar ausser sich vor Wut, natürlich nicht wegen einer Äusserung Chávez, sondern wegen dessen Politik, welche die Alleinherrschaft der Oligarchie in Venezuela ernsthaft bedroht. Würde das Schule machen, so sähen sich ja auch die anderen Oligarchien von US-Gnaden in den lateinamerikanischen Ländern bedroht, ihre Herrschaft angekrazt oder sogar bedroht zu sehen.

Virgilio, der wichtigste politische Repräsentant der Oligarchie im Staat Amazonas, der eine gewaltige Fläche umfasst, ist mit Sicherheit in engem Erfahrungs- und Meinungsaustausch nicht nur mit Verbindungspersonen zu der US-Regierung, sondern speziell auch mit den wichtigsten Repräsentanten der venezuelanischen und der kolumbianischen Oligarchie.

Vigilio, einmal in Eifer und Rage bei der Rede, scheint dann einen Moment vergessen zu haben, dass die Kriegspläne, in die er wohl schon eingeweiht war, geheim sind und hat den angestrebten Krieg erwähnt.

Er tat dies zwar in der Form, als ob Chávez der Kriegstreiber sei, aber es weiss jeder, Chávez hat keinerlei aggressive Politik gegenüber seinem Nachbarn Kolumbien gezeigt, sich im Gegenteil sogar auffallend zurückgehalten in Bezug auf Provokationen, die von dort kamen. Damit ist klar, von welcher Seite dieser Krieg betrieben wird.

So kann man jetzt in etwa die wesentlichen Kernpunkte des Plans erkennen, mit dem der US-Imperialismus zusammen mit den von ihm gepäppelten Oligarchien Lateinamerikas die Gefährdung durch Cháves Politik eliminieren wollen:

Akt 1:
Kurz vor dem Ablauf seiner Konzession schickt der TV-Sender RCTV einen Kommentar in den Äther, in dem deutlich zur Ermordung Chávez aufgefordert wird.

Akt 2:
Wie erwartet wird daraufhin angekündigt, die Konzession nicht mehr zu verlängern.

Akt 3:
Angeführt von US-Agenturen, betreibt der gesamte westliche Mediendschungel eine Hetzkapagne gegen Chávez, er sei ein Diktator und in seinem Land gäbe es keine Pressefreiheit.

Akt 4:
Zur gleichen Zeit wird von der US-Regierung bekannt gegeben, Venezuela unterstütze nicht den Kampf gegen den Drogenhandel, der angeblich so vorbildlich von Kolumbien geführt würde. Venezuela sei zum sicheren Hafen für Drogenhändler geworden und die Chávez-Regierung sei korrupt. Siehe hierzu auch den Artikel: „Nächster Stop: Venezuela?“

Akt 5:
Parallel dazu wird in Venezuela selbst eine Destabilisierungskampagne geführt, die der „Weltöffentlichkeit“ klar machen soll, Chávez regiere gegen sein Volk und dieses müsse befreit werden. Dazu sind in Venezuela die US-Organisationen Canvas und Freedom House, mit Millionen von Geldern ausgerüstet, unterwegs. Siehe hierzu auch den Artikel: „US-Regime versucht Venezuela zu destabilisieren.“

Akt 6:
Nun geht es in die Zukunft: Voraussichtlich wird nun Kolumbien wieder und wieder erklären, es fühle sich von Venezuela provoziert und es müsse eine angeblich massive Aufrüstung Venezuelas mitmachen, ohne es zu wollen. Wiederholt bittet Kolumbien die Schutzmacht USA um Schutz gegen das aggressive Venezuela.

Akt 7:
Es werden Grenzschwischenfälle provoziert, die von den vereinigten westlichen Massenmedien als aggressive Akte Venezuelas dargestellt werden. Vergeltungsschläge der kolumbianischen Luftwaffe gegen venzuelanische Ziele sollen Venezuela weiter herausfordern. Der Weltsicherheitsrat verabschiedet auf Initiative der US-Regierung eine Resolution, in der er Venezuela unter Androhung ungenannter Massnahmen auffordert, von seiner aggressiven Politik gegen Kolumbien Abschied zu nehmen und mit den USA und Kolumbien im Kampf gegen die Drogen zusammenzuarbeiten.

Akt 8:
Soldaten in venezuelanischen Uniformen werden gefilmt, wie sie auf kolumbianischem Boden Drogenhändler aus einem Gefängnis befreien und viele kolumbianische Soldaten umbringen. Erst Jahrzehnte später wird zugegeben werden, es hat sich natürlich um kolumbianische Soldaten gehandelt.

Akt 9:
Kolumbien erklärt daraufhin Venezuela den Krieg und bittet als angeriffenes Land die Schutzmacht USA um Hilfe. Kolumbianische Truppen dringen in Venezuela ein, während die US-Luftwaffe Caracas bombardiert, aus dem unerklärlicherweise die weisse Oberschicht bereits eine Woche vorher geflohen ist.

Wie das weitergehen würde, das bliebe reine Spekulation. Wichtig ist für den Moment: Der Kernpunkt des Plans ist vorzeitig ausgeplaudert worden.

Krieg

Folter in Afghanistan – deutsche Regierung mit verantwortlich

Karl Weiss – Wenn in Afghanistan deutsche Soldaten sterben, so muss man sich erinnern, warum die afghanische Bevölkerung einen so abgrundtiefen Hass auf die Besatzer hat. Lange bevor der Irak überfallen wurde und lange bevor die Folterpraktiken in Guatánamo bekannt wurden, haben US-Soldaten bereits in Afghanistan gefoltert und gemordet. Diese Taten sind nie gesühnt worden. Die Meldungen stammen aus dem Mai 2005. Die Bundesregierung hatte ausreichend Zeit, sich als Teil der afghanischen Besatzungsmacht davon zu überzeugen und Konsequenzen zu ziehen. Sie hat es nicht getan. Damit ist Frau Merkel mitverantwortlich für diese Folter, so wie es vorher schon Herr Schröder war.


Die Soldaten hielten Abstand zu Habibullah, „weil er viel Schleim aushustete“. Danach wurde er weiterhin geschlagen und nicht ärztlich untersucht. In seiner Zelle hing er mit den Händen an die Decke gefesselt und mit einer Kapuze versehen.

Es handelte sich bei den Gefolterten um Gefangene, die als Soldaten der damals offiziellen Staatsmacht Afghanistan gegen die eindringenden NATO-Truppen gekämpft hatten, die also offensichtlich das Recht hatten, nach den Kriegsgefangenenregeln der Genfer Konvention behandelt zu werden.

Beine zu Brei schlagen
Hier einige Ausschnitte aus den 2005 bekannt gewordenen internen US-Untersuchungs-Berichten von Übergriffen und Morden von US-Soldaten in Afghanistan im Gefangenenlager Bagram (das war also gleich nach dem Überfall auf Afghanistan, lange bevor Guantánamo eröffnet wurde und lange vor Abu Ghraib):

„Es gab die Genfer Konventionen für Kriegsgefangene, aber keine für Terroristen“, so ein Feldwebel über die Vorgehensweise – und alle wurden als Terroristen angesehen.

Schlafentzug für bis zu 72 Stunden war allgemein üblich.

Ein Stabsfeldwebel Corsetti wurde häufig als „König der Folter“ bezeichnet. Er wurde später in das irakische Gefängnis Abu Ghraib versetzt.

„Das war irgendwie eine akzeptierte Sache, man konnte jemandem das Knie ins Bein rammen“ sagte der schon genannte Feldwebel in der Untersuchung.

Hauptmann Bering bezeichnete als Standard-Vorgehensweise: „Es gab einen Grundsatz, demnach Gefangene für mindestens 24, manchmal 72 Stunden nach ihrer Gefangennahme vermummt, gefesselt und isoliert wurden.“

Schläge waren an der Tagesordnung. Der Gefangene Habibullah wurde mit den Händen an die Decke gehängt.

Den die Verhöre führenden Soldaten wurde trotz mehrfachen Anforderungen kein Übersetzer zur Verfüng gestellt. [Es handelte sich also offensichtlich um systematische Folter ohne auch nur den Versuch, an Informationen zu gelangen.]

Habibullah wurde andauernd wegen „Ungehorsam“ geschlagen und getreten, weil er ja nicht verstand, was zu ihm gesagt wurde.

Schleim husten
Am Morgen des 2. Dezember hustete Habibullah und beklagte sich über Schmerzen in der Brust. Sein rechtes Bein war steif und sein rechter Fuß geschwollen. Die Soldaten hielten Abstand zu Habibullah, „weil er viel Schleim aushustete“. Danach wurde er weiterhin geschlagen und nicht ärztlich untersucht. In seiner Zelle hing er mit den Händen an die Decke gefesselt und mit einer Kapuze versehen. Während der weiteren Mißhandlungen starb er offenbar. Anscheinend wurde er noch nach seinem Tod weiter geschlagen. Als man den Tod feststellte, war er schon kalt.

Unter den Sodaten habe Habibullahs Tod „nicht sonderlich viel Besorgnis erregt, da er natürlich schien.“

Tritte für Allah
Ein anderer Gefangener war Dilawar. Wenn er, wie üblich, in die Beine getreten wurde, rief er immer „Allah“. Alle Soldaten wurden zu ihm geschickt, um ihn zu treten und alle lachten, wenn er jedes mal „Allah“ rief. Es waren mindestens 100 Tritte in die Beine.

Danach war er so verletzt, dass er nicht mehr stehen und sitzen konnte. Da er nicht, wie befohlen, an die Wand gelehnt saß, wurde er 10 Minuten lang von 2 Soldaten gegen die Wand geschlagen. Später begann Dilawar zu schreien und sie hängten ihn mit den Händen an die Decke, damit er aufhöre.

Da Dilawar nicht mehr sitzen oder stehen konnte, wurde er für Verhöre hochgehalten, indem man die Kapuze von hinten drehte und ihn so strangulierte.

Der Gerichtsmediziner, der seine Leiche untersuchte, sagte, seine Beine seien zu Brei geschlagen gewesen. Er habe ähnliche Verletzungen bei jemandem gesehen, dem ein Bus über die Beine gefahren war.

Einer der Soldaten sagte, bereits vor den letzten Verhören von Dilawar hätten sie alle den Eindruck gehabt, daß er unschuldig sei. [Ein weiterer Hinweis, daß nicht gefoltert wurde, um Informationen zu erlangen.]

In unserem Namen
Man muss sich diese Berichte vom ‚zu-Brei-Schlagen’ von Menschen ganz langsam und aufmerksam durchlesen. Das sind unsere westlichen Werte, die uns angeblich so haushoch über islamische Extremisten stellen! Dies wurde in unserem Namen und im Namen der ‚westlichen Werte’ getan!

Wenn man Bush am Fernsehen von Demokratie schwafeln hört, darf man nicht vergessen, wer dafür verantwortlich war.

Das Charakteristische an diesen zu-Tode-Foltern-Geschichten ist, daß keiner der Täter irgendeine nennenswerte Strafe erhielt (lediglich Verwarnungen, Strafversetzungen und ähnliches) und daß all dies von der US-Administration konsequent geheim gehalten wurde. Erst 2005, Jahre später, kam die Wahrheit durch eine Indiskretion ans Tageslicht. Damit wurden diese Folter-Exzesse zu offiziellen Taten der Vereinigten Staaten von Amerika.


Hundert Fusstritte für Allah

Die große US-amerikanische Nation, die den Freiheitsgedanken über die Welt verbreitet hat, deren Vorbild von der französischen Revolution nachgeahmt wurde und später von anderen (nicht umsonst steht im Hafen von New York die Freiheitsstatue aus Frankreich, nicht umsonst hat diese das Leuchtfeuer der Freiheit in der erhobenen Hand, das von New York aus in alle Welt leuchten soll), die Anziehungspunkt so vieler freiheitsliebenden Menschen aus aller Welt war, sie selbst gibt jetzt die Freiheit auf, sie beginnt den Abbau der Rechte, die das Wort Freiheit beinhaltet?

Was ist mit uns passiert?
Was ist in sie gefahren? Warum? Was ist so entscheidendes passiert, daß alles, was jeder US-Amerikaner von klein auf gelernt hat, nicht mehr würdig ist verteidigt zu werden?

Nun, sagt man von offizieller Seite, es wurden in den USA am 11. September 2001 Anschläge mit Flugzeugen begangen, die fast 3 000 Menschenleben, davon die meisten US-Bürger, gefordert haben. Das habe alles geändert.

Aber, der amerikanische Befreiungskrieg, in dem sich der Vorläufer der USA diese Rechte erkämpft hat, forderte weit mehr als 3 000 Menschenleben, warum sollte man jetzt alles aufgeben wegen 3 000 Menschenleben?

Es ist offensichtlich, daß diese Argumentation vorgeschützt ist. Es muß andere Gründe geben, daß die offizielle Politik der Vereinigten Staaten es nicht mehr für nötig hält, ein Fanal der Freiheit zu sein.

Im Kern gibt es keine andere Möglichkeit, als daß die neue Bedingung der Vereinigten Staaten als einzige Supermacht, als bei weitem stärkste ökonomische und militärische Macht aller Länder, die Grundlage dieser Entscheidung ist. Aber sind die USA das nicht bereits über 15 Jahre? Weshalb sollten sie so lange brauchen, um eine Umstellung ihrer Politik in die Gänge zu bringen. Es muß sich im Kern um eine Entwicklung handeln, die erst genau in diesen 15 Jahren vor sich ging.

Es handelt sich zweifellos um das, was als „Globalisierung“ bekannt ist, aber damit nicht beschrieben ist. Der Kern dieser Entwicklung ist in der End- (und am meisten zugespitzten) Phase des Kapitalismus eine massive Umstrukturierung der Großkonzerne und Großbanken in einem Prozeß der sprunghaft verschärften internationalen Konkurrenz zwischen ihnen. Die US-amerikanischen Konzerne sehen dabei oft, aber nicht immer nur gut aus.

Über ihren Staat, den Staat Vereinigte Staaten von Amerika, haben sie darum einen weit verschärften, agrressiven Kurs gegen die anderen Großkonzerne und –banken aufgenommen, die sich nun verzweifelt zur Wehr setzen und ihre Staaten ebenfalls Maßnahmen ergreifen lassen, um deren Profit noch weiter zu erhöhen (z.B. Hartz IV zur generellen Senkung des Lohnniveaus und ähnliches).

Terror- und Desinformations-Tätigkeit des CIA.
Während die Mächtigen in den USA vorher neben dem Eingreifen über ihren Geheimdiest CIA und kleineren militärischen Überfällen und Übergriffen stark auf die Faszination setzten, die die USA ausübte, hat man nun, seit dem Beginn des Überfalls auf Afghanistan, den Teil „Faszination“ weitgehend weggelassen, setzt in der Hauptseite auf unmittelbaren militärischen Überfall und militärische Besetzung und in der Nebenseite weiterhin auf die Wühl-, Terror- und Desinformations-Tätigkeit des CIA.

Was weiterhin zu vielen Bedenken Anlaß gibt, ist die Haltung der deutschen Politik zu diesen Enthüllungen. Die Bundeswehr hat ja Afghanistan zusammen mit den US-Truppen überfallen und hält es jetzt zusammen mit ihnen besetzt. Die Bundesregierung (und die damalige Opposition, die mitbeschlossen hat,) ist damit für alles, was in Afghanistan durch Besatzungstruppen getan wird, mitverantwortlich.

Auch wenn sie eventuell angäbe, sie sei von den US-Behörden über diese Gefängnisse und die Vorgänge darin die ganze Zeit über getäuscht worden, so war ja 2005, nachdem die Berichte an die Öffentlichkeit gelangt sind, eine Reaktion nötig. Entweder die Bundesregierung hätte protestiert, Aufklärung gefordert, Bestrafung und neutrale Untersuchungen oder sie wurde zur Mittäterin.

BRD tut nichts
Nun, wie zu erwarten, hat die BRD-Regierung in keiner Weise auf die Veröffentlichungen reagiert. Sie wußten wohl längst Bescheid. Das ist auch kein Wunder, denn es war ja schon seit längerem bekannt, daß die Bush-Regierung die Folter für diese Gefangenen freigegeben hatte, ohne daß dies zu irgendwelchen Interventionen Anlaß gab. Man muß weiter gehen und fragen, ob auch deutsche Soldaten in Folter und Mord in Afghanistan verwickelt sind (Diese Frage beschäftigt ja bereits einen Untersuchungsausschuss).

Der deutsche Staat hat ja auch in anderer Weise bereits kundgetan, daß man mit dem Ende der Freiheitsrechte für Gefangene, die man zu Terroristen erklärt, einverstanden ist. Die beiden Prozesse in Hamburg gegen Motassedegh und einen anderen Mitbewohner, die nicht mehr und nicht weniger des Wohnens zusammen mit einem mutmasslichen Terroristen angeklagt wurden, sprechen jeglicher Freiheitsrechte Hohn.

Nicht nur, daß die ganze Anklage bereits unannehmbar ist, da man die US-amerikanischen Behauptungen bezüglich einer Durchführung der Anschläge vom 11. September einfach als Tatsachen nimmt, obwohl die US-Behörden bis jetzt in keiner Weise konkrete Beweise der Öffentlichkeit oder dem Gericht vorgelegt haben.

Obwohl die US-Behörden (nach ihren Angaben) einen der Mitverschwörer in Gewahrsam haben, eröffneten sie bis heute, über 5 Jahre nach den Anschlägen, keinen Prozess gegen ihn, erwarten aber, daß deutsche Gerichte dessen schriftliche Geständnisse glauben, ohne ihn befragen zu können. Man muss sich fragen, wie deutsche Staatsanwälte und Richter dazu kamen, dies mit sich machen zu lassen und sogar zu einer Verurteilung kamen.

Die Freiheit ist also nicht nur in den USA, sondern auch bei uns, nur noch ein Gut, das – je nach Gutdünken – angewandt werden kann oder nicht.

Krieg

Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan

Dr. Alexander von Paleske – 21.5. 2007 — Der bedauerliche Tod unserer drei deutschen Soldaten in Afghanistan kann nur vor dem Hintergrund verstanden werden wenn gesehen wird, was sich sonst in Afghanistan abspielt. Es sind nicht die ersten deutschen Soldaten, die in Zinksärgen heimkehren. Es werden nicht die letzten sein.

Dafür sorgt allein schon der zunehmende Hass der afghanischen Bevölkerung auf die Nato-Truppe, die jetzt als Besatzungsarmee angesehen wird. Die hochangesehene Medizinzeitung “The Lancet”, die schon mit der Veröffentlichung einer Untersuchung über die wahren Todeszahlen im Irak nach dem Einmarsch der Amerikaner Aufsehen erregte, veröffentlicht in ihrer vorletzten Ausgabe einen Bericht aus Kanada.

Canadian soldiers and doctors face torture allegations (2007)
Webster, Paul
.- Lancet ; vol. 369, no. 9571, 2007. – p. 1419-1420 : ill

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(07)60651-5/fulltext

Danach haben kanadische Soldaten und Ärzte in Afghanistan schwer gefoltert und anschließend durch Überstellung der Gefolterten an die afghanische Regierung einige dem sicheren Tod ausgeliefert.

Folter frei!
Diese Folterungen haben eine Vorgeschichte: Bereits bei dem Einsatz in Somalia vor mehr als 10 Jahren im Rahmen einer multinationalen Streitmacht, hatten kanadische Soldaten Gefangene gefoltert und ermordet. Man hätte annehmen können, dass Kanada aus diesen schrecklichen Erfahrungen gelernt habe. Das Gegenteil ist der Fall.

Im Dezember 2005 unterzeichneten kanadische Offiziere und Vertreter der afghanischen Regierung ein Abkommen, wonach die Verantwortlichkeit kanadischer Soldaten für Folter weitgehend beseitigt wurde. Das Abkommen sollte den Kanadiern “größtmögliche Flexibilität” bei der Behandlung von Gefangenen geben, im Klartext: Folter frei!
.
Auch ließ das Abkommen zu, dass an afghanische Behörden weitergereichte Gefangene nicht weiter verfolgt werden müssen, was ihre weitere Behandlung angeht. Etwas, was beispielsweise die Niederlande und Großbritannien vereinbart hatten. Deren Gefangenenschicksale werden nach Überstellung von Human Rights Organisationen verfolgt.

Daraufhin legten offenbar die Kanadier los, mit allem was die Folterwerkstatt zur Verfügung hat, Elektroschocks, Auspeitschen, Schläge. Dies berichteten mehrere Gefangene der kanadischen Zeitung “Globe and Mail”. Wobei die Folter selbst dann von Afghanen vollzogen wurde. Kanadische Militärärzte haben offenbar weggeguckt.

Die British Columbia Civil Liberties Association und Amir Attaran. Rechtsprofessor an der Universität von Ottawa haben nun offiziell Beschwerde eingereicht bei der kanadischen Military Police Complaints Commission (MPCC) und verlangt, eine Untersuchung einzuleiten, was mittlerweile zugesagt wurde.

Folter wird zum “Normalfall” oder: Zurück ins Mittelalter

Krieg

11’000 Tote – Soldaten wurden durch abgereichertes Uran verstrahlt

Karl Weiss – Nach den neuesten Angaben US-amerikanischer Veteranen-Vereinigungen sind es jetzt bereits 11 000 Tote und 518 739 arbeitsunfähig erkrankte ehemalige US-Sodaten, deren Krankheit und Tod auf den Einsatz von abgereichertem Uran in Geschossen der US-Streitkräfte zurückgeführt werden muss. Die Medien der USA, wie auch unsere Massenmedien in Europa verharren in völligem Stillschweigen über diesen Skandal oder versuchen ihn zu verharmlosen.


In einem Meer von toten

Arthur Bernklau, Vorsitzender der Vereinigung „Veteranen für verfassungsmäßiges Recht” in New York hat erklärt, die Anzahl von toten US-Soldaten durch „depleted Uranium“ (abgereichertes Uran) habe die Marke von 11 000 überschritten. Das abgereicherte Uran ist als Ursache des „Golf-Krieg-Syndroms“ bekannt, an dem nach seinen Angaben im Moment 325.000 der 580.000 Soldaten leiden, die im ersten Golfkrieg 1991 eingesetzt waren. Die Zahl bezieht sich auf Veteranen, die dauernd arbeitsunfähig sind.

Die besondere Durchschlagskraft
Abgereichertes Uran ist ein Nebenprodukt der Herstellung von Uran-Atombomben. Das hoch radioaktive Uran 235, nur in kleinsten Mengen im natürlichen Uran vorhanden, wird für Atombomben angereichert und hinterlässt dabei grosse Mengen Uran mit vermindertem Anteil an U235 und mit verminderter Strahlung. Munition mit diesem Stoff extrem hoher Dichte statt Blei in den Geschossen hat eine besondere Durchschlagskraft (Uran ist noch schwerer als Blei).

In Wirklichkeit ist dieses Uran aber nur unwesentlich weniger strahlend als natürliches Uran, das eine der am stärksten und am längsten strahlenden natürlichen Substanzen darstellt. Das Uran ist weiterhin ein radioaktiver Stoff mit allen Wirkungen ionisierender Strahlungen wie Krebs, langsamem Dahinsiechen und Tod.

In Deutschland gelagert
Obwohl bekannt war, was die Munition mit abgereichertem Uran den eigenen Soldaten antut, wurde sie auch beim Überfall auf Afghanistan und den Irak verwendet. Sie ist dort weiterhin im Einsatz. Auch Israel hat im zweiten Libanonkrieg im Juli 2006 diese Munition eingesetzt. In Deutschland ist diese Munition gelagert.

Nach Angaben Bernklaus sind einschliesslich von Irak- und Afghanistan-Veteranen im Moment insgesamt 518.739 ehemalige Soldaten wegen des „Golf-Krieg-Syndroms“ arbeitsunfähig, berichtet „American Free Press“ in Washington. Nach den Erfahrungen mit den Veteranen des ersten Golfkriegs wird eine große Zahl von ihnen noch daran sterben.

Diese Tatsachen werden in den Massenmedien der USA (und Europas) nicht berichtet oder verniedlicht. Bringt man überhaupt etwas, wird gesagt, es handele sich um Behauptungen der Familien der Erkrankten oder Toten und die US-Militärbehörden würden energisch dementieren: Es gäbe überhaupt kein „Golf-Krieg-Syndrom“.

Die „eingebildeten Kranken“
Verschiedene Stellungnahmen des US-Militärs legen sogar nahe, es handele sich um „eingebildete Kranke“. Würde einer der Journalisten, die so etwas kolportieren, einmal seiner Pflicht nachkommen und selbst recherchieren, würde er darauf stossen: Die Veteranen-Vereinigungen haben stichhaltige Beweise. Es handelt sich eindeutig um Strahlenkrankheit bzw. durch Strahlung verursachte Krankheiten, belegt mit ärtzlichen Attesten und ausführlichen klinischen Untersuchungen. Es kann überhaupt keinen Zweifel geben: Diese Erkrankungen und Todesfälle sind real und man weiss auch genau, woher dies kommt.

Kotzen, Krämpfe, Tod: Die Strahlenkrankheit
Die Soldaten sind während der Zeit ihres Einsatzes zum einen der unmittelbaren Strahlung ausgesetzt, die von der in ihrer Nähe gelagerten Munition mit Uran ausgeht. Sie entwickeln so die leichten bis mittleren Symptome der Strahlenkrankheit, die von Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, „Gefühl von Kater“ bis hin zu Übelkeit, Erbrechen, Gliederschmerzen und in schweren Fällen Krampfanfällen geht. Bei höheren Dosen kann diese Strahlenkrankheit bis zum Tod führen. Was aber die schweren Krankheiten und Todesfälle angeht, die erst eine Zeit nach der Rückkehr in die Heimat auftreten, das eigentliche „Golfkrieg-Syndrom“, so sind die Ursachen andere:

Beim Abschiessen der Uran-Munition wird Staub von der Urankapsel bzw. Uranspitze des Geschosses (es handelt sich im wesentlichen um Artilleriemunition, Geschosse der Bordwaffen von Flugzeugen und um Panzermunition) in der Nähe des Abschussortes (wo also die eigenen Soldaten sind) aufgewirbelt. Die Soldaten verschlucken ihn oder atmen kleine Mengen dieses Staubs ein, der sich dann im Körper festsetzt. Von dort geht dann eine ununterbrochene Strahlung aus, die mit der Zeit die typischen Krankheiten hervorbringt, die andauernde Mengen von radioaktiven Strahlen hervorbringen: Neben der eigentlichen Strahlenkrankheit (wie oben beschrieben) vor allem Krebs, meistens in Form von Leukämie.

Den Tod eingeatmet
Die Ursache, warum im aufgewirbelten Staub nach dem Abschuss einer Artilleriegeschosses oder einer Panzergranate auch abgereichertes Uran enthalten ist, ist einfach: Geschosse werden im Lauf durch dort angebrachte Rillen zur Rotation gebracht, weil rotierende Geschosse eine ruhigere Flugbahn haben. Diese Rillen schaben automatisch kleine Mengen (Körnchen) Metall von der Oberfläche ab, die von der Explosion des Treibsatzes mit aus dem Lauf befördert werden und sich mit dem sonstigen aufgewirbelten Staub mischen.

Beim Aufprall der Geschosse (meistens sind es ja explodierende Geschosse) wird dann durch die Explosion das Uran fein pulverisiert und bildet wieder den Staub, der eingeatmet zu einem langen Leiden mit schliesslichem Tod führt. Der Staub setzt sich dann, bleibt aber dort: Strahlend für weitere Zehntausende von Jahren. Im Irak sind schon die typischen hohen Zahlen von Kinderleukämie aufgetreten, die auf ein hohes Niveau radioaktiver Strahlung hindeuten (wie auch in Deutschland in der Elbmarsch bei Geesthach).

Kein Wunder, dass die Massenmedien zögern, diese Tatsachen zu berichten: Wird hier doch die tatsächliche Fratze des US-Imperialismus sichtbar, der nicht nur als gigantische Kriegsmaschinerie Tod und Verderben über andere Länder bringt, sondern der auch nicht davor zurückschreckt, die eigenen Soldaten wie ein menschenfressendes Ungeheuer zu verschlingen.

Aber 11 000 Tote sprechen eine eindeutige Sprache: Der Skandal darf nicht länger verschwiegen werden.