Krieg

Iraq: Being the Target

Jeff Huber – Monday night, during a FOX News interview with Sean Hannity and Alan Colmes, right-wing pundit Dick Morris made one of the most insane pro-Iraq war statements I’ve heard to date (transcript courtesy of Think Progress). His statement was so chockfull o‘ nuts that we need to analyze it in two parts. First:

I think that withdrawal from Iraq–it obviously gives al Qaeda a huge victory. Huge victory. On the other hand, if we stay in Iraq, it gives them the opportunity to kill more Americans, which they really like.

Gee, Dick. Do you think that if their goal is to kill Americans, giving them a convenient opportunity might in fact be handing them a huge victory? And would a U.S. withdrawal from Iraq not then defeat them by depriving them from their objective? Read all @ at-Largely

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Voices from the Front—Women Face a “Mutilated Beast”

Milon Nagi – When speaking to Americans, Yanar Mohammed is confronted repeatedly with the belief that Iraqi women’s rights are protected under occupation by the United States. In reality, says Mohammed, director of the Organization of Women’s Freedom in Iraq (OWFI), after several generations of economically independent women, Iraq is now in the grip of the “genetically mutilated beast” of fundamentalist politicized Islam—Islamism. In addition, according to a recent Madre report, abuse and murder of women have become endemic, at the hands of both criminal gangs who abduct victims and a proliferation of sectarian militias—many U.S. trained, funded and armed.

U.S. authorities used such mercenaries, says Madre, to consolidate power, pitting such Shiite groups as Muqtada al-Sadr’s Mahdi Army against Sunni insurgent militias. Policing of women is central to these groups’ campaigns. In Baghdad’s now segregated neighborhoods, Mohammed reports, women’s dress has become a “flag of the political parties.” Sunni and Shiite militias compete, she says, over how much “their” women should cover up. In Basra, under the Mahdi Army, wearing pants or going outside without a headscarf is now punishable by death. Read all @ the Womans Media Center

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Die Schlacht um den Bronzesoldaten

Malte Olschewski – Die Vergangenheit hat das nördliche Musterländchen eingeholt: Bei Unruhen sind in der estnischen Hauptstadt Tallin bisher rund tausend Personen verhaftet worden. Es gab einen Toten und über fünfzig Verletzte. Geschäfte wurden zerstört und geplündert. Auslöser der Krise war das Denkmal eines Sowjetsoldaten im Zentrum von Tallin. Tiefere Ursache sind wachsende Spannungen zwischen den 800 000 Esten und den Nachkommen jener Russen, die nach zwei von Stalin angeordneten Deportationswellen ab 1947 im Land angesiedelt worden waren.

Die Esten sind ein kleines finnugrisches Volk, das in der Geschichte von Dänen, Schweden, Russen und Deutschen regiert worden war. Nach der russischen Oktoberrevolution ist Estland von deutschen Truppen besetzt worden. Mit dem Ende des Krieges kam es zur Erklärung der Unabhängigkeit, die 1919/20 gegen bolschewistische Truppen verteidigt werden musste. Der Vertrag von Tartu vom 2.2.1920 brachte mit einer Grenzziehung auch einen Verzicht auf sowjetische Ansprüche. Estland wurde wie die beiden anderen Baltenstaaten Lettland und Litauen eine unabhängige Republik. Am 24.4.1934 putschte Präsident Konstantin Päts und regierte vier Jahre ohne Parlament.

Im Hitler-Stalin-Pakt hat Deutschland die Baltenstaaten der sowjetischen Einflußsphäre überlassen. Die Sowjets installierten ein Kollaborationsregime und besetzten dann das ganze Land. Schon vorher hatten kommunistische Vertrauensleute Listen von bürgerlichen Personen zusammengestellt, die nun zusammengetrieben und mit Viehwaggons nach Sibirien deportiert wurden. Nach dem Angriff Hitlers auf die UdSSR wurde Estland 1941 von NS-Truppen besetzt. 1944 rückten wieder die Sowjets heran. 75 000 Esten sind damals geflüchtet. Estland wurde eine Sowjetrepublik. In den Kriegsjahren hat das Land 30 Prozent seiner Bevölkerung verloren. Im März 1949 kam es zu einer zweiten Deportationswelle. Neuerlich wurden über zehntausend Esten hinter den Ural verschickt. Trotz seiner schweren Verluste hat sich Estland zu der Sowjetrepublik mit dem höchsten Lebensstandard entwickelt.

Schon am 23.8.1987 war es in Tallin zu einer ersten Demonstration für die Unabhängigkeit des Landes gekommen. Es entwickelte sich die „Singende Revolution“, bei der mit Liedern und Chören ein „Freies Estland“ gefordert wurde. Am 19.8.1991 erklärte der „Oberste Rat“ in Tallin als Reaktion auf den Putschversuch in Moskau die Unabhängigkeit.

Die russische Volksgruppe stellte sich bald als Belastung heraus. Die im Land lebenden Russen erhielten nicht automatisch die estnische Staatsangehörigkeit. Voraussetzung dafür war unter anderem die Kenntnis der estnischen Sprache, die für Russen extrem schwierig zu erlernen ist. Es bildete sich vor allem in den Städten ein arbeitsloses Jugendproletariat, das schon mehrmals für Unruhen verantwortlich gewesen war. Zu Beginn des Jahres 2007 verabschiedete das estnische Parlament ein Gesetz, durch das alle Denkmäler verboten wurden, die „Feindschaft schüren und Staaten verherrlichen, die Estland in der Vergangenheit okkuptiert hatten.“

In einem weiteren Gesetz wurde festgelegt, dass Überreste von Gefallenen, die an „unpassenden Plätzen“ begraben sind, in Friedhöfe umgebettet werden sollen. Die Parlamentsbeschlüsse richteten sich in erster Linie gegen das über zwei Meter hohe Denkmal eines Sowjetsoldaten, das 1947 am Tonismägi-Hügel im Zentrum von Tallin über den Gräbern von 13 gefallenen Sowjetsoldaten errichtet worden war. Das Denkmal in typischem Sowjetstil steht für Russland und die russische Minderheit des Landes für alle Opfer, die in Estland im Kampf gegen Hitler-Deutschland gefallen sind. Für die meisten Esten ist der Bronzesoldat ein Symbol der Sowjetherrschaft.

Die estnische Regierung unter Ministerpräsident Andrus Ansip zeigte wenig Fingerspitzengefühl, als die die Statue plötzlich entfernen und an einen unbekannten Ort verwahren liess. Am Hügel selbst wird unter einem Zelt nach den Überresten der Soldaten gegraben. Am 26.4. versammelten sich um den Hügel hundert Demonstranten. Als die Polizei mit übermässiger Härte eingriff, trafen aus den Vorstädten russische Jugendliche ein. Die Situation geriet ausser Kontrolle. Seitdem kommt es jede Nacht zu neuen Unruhen und Verhaftungen. Das russische Parlament drohte Estland Massnahmen an. Präsident Wladimir Putin erklärte sich bereit, unerwünschte Gräber aus Estland auf den Boden der Russischen Föderation zu transferieren.

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Schweizer Soldaten in Teheran: NZZ wusste es 2006

Stephan Fuchs – Was gestern von der Nachrichtensendung 10vor10 publik gemacht worden ist und Politiker überraschte, wurde in der NZZ bereits am 8. Oktober 2006 erwähnt, die Diskussion ist ein alter Hut.

Unter dem Titel: „Erhöhte Gefährdung für Schweizer Botschaft in Teheran“, beschreibt die Zeitung den Auslöser für den Schutz der Botschaft:

Die Schweiz sieht eine «erhöhte Gefährdung» für ihre Botschaft in Teheran. Sie hat deshalb die Sicherheitsmassnahmen für die Vertretung in der iranischen Hauptstadt erhöht.

Das Eidgenösische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Südostschweiz am Sonntag». Ein Abzug des Schweizer Botschafters Philippe Welti aus Teheran stehe aber nicht zur Diskussion, sagte EDA-Sprecher Jean-Philippe Jeannerat auf Anfrage. Nicht kommentieren wollte Jeannerat Angaben der Zeitung, wonach Botschafter Welti ins Fadenkreuz der Terror-Organisation Al Qaida geraten sei. «Dem EDA liegen keine Al-Qaida-Ziellisten vor», sagte Jeannerat.

Die «Südostschweiz» berichtet von «konkreten Drohungen» gegen die Schweizer Vertretung. Hintergrund seien die zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA, deren Interessen die Schweiz in Teheran vertritt.

Im Rahmen eines Schutzmachtmandats hält die Schweiz die diplomatischen und konsularischen Kontakte zwischen dem Iran und den USA in reduziertem Umfang aufrecht. Die beiden Länder haben ihre Beziehungen nach der Geiselkrise in Teheran 1979 abgebrochen. Auch andere Vertretungen betroffen. Nach den Angaben Jeannerats hat die Schweiz nach dem Libanon- Krieg im Sommer die Sicherheitslage aller Schweizer Vertretungen im Nahen Osten überprüft. Dabei sei für «gewisse Vertretungen» eine erhöhte Gefährdung geortet werden.

Welche Vertretungen nebst Teheran betroffen sind, wollte Jeannerat nicht sagen. In allen Fällen habe man – unterstützt vom Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) – «angemessene Maßnahmen getroffen».

Aus Sicherheitsgründen äußere sich das EDA nicht über die identifizierten Risiken und über die Art der getroffenen Maßnahmen, hielt Jeannerat fest.

Trotz dem „Wir wissen nichts über Al Qaida-Ziellisten“-Statement des EDA-Sprechers Jean- Philippe Jeannerat, wurden Spezialtruppen zum Schutz der Botschaft verlegt.

Sehr wahrscheinlich eine bessere Lösung, als die Bewachung durch südafrikanische dubiose Söldner zu gewährleisten.

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Was machen bewaffnete Schweizer Militärs in Iran?

Stephan Fuchs – Ein Aufenthalt von Experten des Militärdepartements (VBS) in Teheran sorgt für ein politisches Nachspiel. Laut „10vor10“ befanden sich Ende 2006 30 Berufssoldaten in Teheran. Brisant: Die Soldaten waren bewaffnet, die Schweiz vertritt die USA diplomatisch.

Das wissen auch die Iraner: Vor der Schweizer Botschaft kommt es immer wieder zu Tumulten, die sich gegen Amerika richten. Ulrich Tilgner, Korrespondent von SFDRS in Teheran sagt, dass nicht Iraner dafür Verantwortlich seien, sondern Elemente der Al Qaida, die versuchen Iran und Amerika in einen Krieg zu stürzen. Ein Angriff auf die Schweizer Botschaft oder den Botschafter, von der Al Qiad ausgeführt und iranischen Gruppen angelastet, würde ein Klima extremer Anspannung schaffen.

Die Soldaten seien in Zivil, aber bewaffnet unterwegs gewesen. Ständerat Maximilian Reimann (SVP/AG) warf dem Bundesrat in der Sendung vor, er habe sich „nicht gesetzeskonform verhalten“, weil er das Parlament nicht informiert habe. Der Einsatz in Teheran soll laut „10vor10“ heute in der außenpolitischen Kommission des Ständerats zur Sprache kommen. Die Spezialeinheit der Schweizer Armee ist in der Kaserne Worblaufen bei Bern stationiert.

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Der ‚Kampf der Kulturen‘ – Teil 1

Karl Weiss – Von allen Seiten – Politik – Massenmedien und auch gewissen Internet-Seiten – wird uns ins Ohr geblasen, nun sei der ‚Kampf der Kulturen’ auf der Tagesordnung – jetzt ginge es nicht mehr um den Kalten Krieg, sonder um die säkulare Auseinandersetzung zwischen der westlichen Kultur und dem Islam, zuweilen auch Krieg der Zivilisationen genannt. Kriege seien unvermeidlich, denn nur einer könne als Sieger hieraus hervorgehen.

Stellt man den Propagandisten dieser These einige einfache Fragen, kommen sie allerdings schon ins Schleudern. Zum Beispiel muss man fragen:

Islam ist doch eine Religion, keine Kultur, wie kann da ein ‚Kampf der Kulturen’ entstehen. Ja, so wird uns beschieden, es ginge nicht um Worte, sondern um Inhalte. Der Islam stelle eben eine solche Bedrohung dar heutzutage, dass man ihn wie eine Kultur nehmen könne.

Fragt man nun weiter, wer eigentlich nun genau diese Bedrohung darstellt, wird es völlig konfus. Einige sagen: Der Iran (als Ganzes, als Staat und Bevölkerung), andere sagen: Nein, nur die fanatischen Islamisten, sei es im Iran oder anderswo. Wieder andere sagen: Alle Staaten, die den Islam als Staatsreligion haben (das wären im wesentlichen nur der Iran, Saudi-Arabien und Pakistan), wieder andere: alle Länder und Völker, die überwiegend mohammedanisch sind (das allerdings betrifft an die 40 Länder der Erde, wie z.B. Somalia, Marokko, Indonesien und viele andere).

Fragt man nun weiter, warum wir uns als im Kriegszustand mit Somalia, Indonesien und Marokko betrachten sollten, so werden die Aussagen schon etwas ungeduldiger. Man solle nicht spitzfindig werden. Man wisse genau, was gemeint sei usw.

Nicht aufgeben zu fragen
Doch wir lassen uns nicht irreführen und fragen weiter: Wie genau wird denn nun definiert, mit welchen Ländern wir uns im Krieg befinden und mit welchen nicht?

Irgendwann in diesem Frage-Antwort-Spiel wird der Befragte beginnen auszuweichen, denn er wird nicht in der Lage sein, uns eine begründete Liste von Staaten zu geben. Er wird anfangen zu schwadronieren über Werte. Wir hätten eben andere Werte und jene hätten Werte, die wir nicht akzeptieren könnten und uns nicht überstülpen lassen wollten.

Gut, gehen wir also über auf die Werte (dann geht es also um einen „Kampf der Werte“, nicht um einen ‚Kampf der Kulturen’?). Nein, es ginge schon um Kulturen. Unsere Kultur, die westliche Kultur habe eben andere Werte, während „die Anderen“, die so undefinierbar sind, eben aus langer Geschichte andere Werte hätten.

Also, sehen wir einmal in die Geschichte. Alles was heute als „westlich“ beschrieben wird, das betrifft also Europa, die Amerikas und Israel, beruht tatsächlich auf gemeinsamen Wurzeln. Diese gemeinsamen Wurzeln kommen z.B. in den gemeinsamen Zahlen zum Ausdruck, den arabischen Ziffern. Wie bitte? Arabisch? Bei den westlichen Werten? Moment einmal, da stimmt was nicht!

Also, wo sind unsere Wurzeln als westliche Kultur? Nun, jedes halbwegs vernünftige Geschichtsbuch lehrt uns das: In Babylonien und Assyrien, im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, genau da, wo heute das Volk des
Irak unter den US-Besatzung leidet.

Dort gab es die ersten großen Reiche, die Schriften hatten, die eine Gesetzgebung hatten, die uns in Stein gehauen überliefert haben, worauf die beginnende westliche Zivilisation beruht. Später war da das große Ägyptische Reich, noch später das Persische (ja, genau: Iran) und dann das Mazedonische mit Alexander dem Großen, danach die alten Griechen, dann die alten Römer. So lesen wir es dort nach.

1,2,3 die Zahlen der Araber
Und dort bei den Arabern wurde auch unsere Zahlen erfunden: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben….Man kann das auch im Detail nachlesen, aber das führt uns im Moment nicht weiter.

Gleichzeitig oder mit geringem Zeitabstand gab es auch weit entfernt davon das Entstehen anderer Zivilisationen: In China, in Indien, in Japan. Im Gegensatz zu den Kulturen mit den Wurzeln dieser Zivilisationen nennen wir unsere die westliche Zivilisation, mit den westlichen Werten und der westlichen Kultur.

Was umfasst sie? Europa, die von Europäern dominierten Amerikas, den ganzen arabischen Raum, ebenso wie wesentliche Teile Vorderasiens bis hin zur pakistanischen (nach anderer Version sogar bis zur indischen) Grenze.

Das ist unsere westliche Zivilisation, Kultur, unser Erbe. Wir können uns nicht davon lösen, denn das sind wir. Das ist es, was uns geprägt hat.

Wie? Moment mal? Dann wären alle diese Länder Teil unserer westlichen Kultur? Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Palästina, Jordanien, Israel, Syrien, Saudi Arabien, die Emirate, Kuwait, Jemen, der Irak, der Iran, die Türkei, Afghanistan, Aserbeidschan et etc.

Abu Ghraib Folterszene – blutender, nackter Gefangener. Zu diesem Foto existieren verschiedene Versionen. Eine besagt, der Gefangene ist bereits tot, eine andere, er sei lediglich durch einen Hundebiss verletzt und es handele sich nicht um Folter.

Also so gehts ja nicht, wir wollten doch gerade unsere westliche Kultur GEGEN solche Länder definieren! Eben!

Eben!

Nun, unsere Propagandisten des ‚Kampfes der Kulturen’ geben nicht so leicht auf: Nein, es ginge nicht um DIESE westliche Kultur, es ginge vielmehr um die Kultur, die durch die jüdisch-christlichen Werte bestimmt ist. Diese unterscheide sich substanziell von dem, was der Islam lehre.

Damit sind wir wieder da, wo wir vorher schon waren, es geht um einen Kampf der Religionen, nicht der Kulturen.

Aber seien wir nicht ungerecht, gehen wir auf die Argumentation mit den Werten ein und untersuchen wir, was sind die Werte, die jüdische und christliche Länder, Staaten und Reiche praktiziert haben?

Missgestimmter Gott
Was die damaligen Juden betrifft, so lehrt uns die Bibel bei Moses, wie man damals im Kriegsfall mit den unterlegenen Gegnern umzugehen hatte: Alle – mit Mann und Maus, Männer, Frauen und Kinder mussten umgebracht werden, lediglich die Jungfrauen wurden geschont, um sie zum eigenen Gebrauch zu haben.

Es gibt da sogar eine Episode in der Bibel, die davon erzählt, wie König Salomon einmal den Anweisungen Gottes nicht folgte und nicht alle Frauen und Kinder der unterlegenen Feinde umbrachte (und nur die Jungfrauen zum eigenen Gebrauch schonte). Der Gott war völlig missgestimmt und erklärte, er sei deren Gott nicht mehr und würde ihnen keine weiteren Siege mehr bescheren.

Man hatte eine Menge Arbeit, den Gott wieder gnädig zu stimmen. Das war also die erste wesentliche Manifestation jüdisch-christlicher Werte.

Später dann, etwa ab dem 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung, tritt dann das Christentum auf die Bühne der Geschichte in Form von Völkern, die christlich sind und deren Herrscher sich auf das Christentum beziehen.

Es ist bis heute nicht ein einziger Fall bekannt, dass diese Herrscher irgendwie weniger blutrünstig, weniger brutal oder weniger auf Machtgewinn aus gewesen wären als andere, nicht-christliche Herrscher. Nur waren die christlichen effektiver beim Machtgewinn – ob auch bei den Jungfrauen, ist nicht überliefert.

Seit frühesten Zeiten waren die Begriffe Christentum und Folter praktisch identisch. Bis man im Mittelalter ankam, hatte bereits jede Burg und jede Ortschaft, die etwas auf sich hielten, ihre Folterkammern, wo wir heute noch deren Folterinstrumente besichtigen können.

Die Eroberungsfeldzüge christlicher Armeen sind Legion. Man hat jegliches Land, das zum Christentum „bekehrt“ wurde, im wahrsten Sinne des Wortes mit Feuer und Schwert erobert. Auch hierbei wurden natürlich wieder die Jungfrauen geschont, denn man konnte sie ja noch gebrauchen.

Dass da irgend jemand einmal aus Nächstenliebe gehandelt hätte, ist nicht überliefert (wenn man von der Liebe zur nächsten Jungfrau absieht) – genauso wenig, wie Vergebung Teil der christlichen Praxis war oder ist.

Auch der Papst als Gottes Stellvertreter auf Erden hatte seine eigenen Armeen. Da konnte man schon einmal einen Kaiser herausfordern, wenn der nicht gehorsam sein wollte und ihn nach Canossa bestellen.

Da gab es auch mal zwei oder drei Päpste, in Avignon, Rom und sonstwo, die dann gegeneinander Krieg führten. Einer davon soll den Krieg gewonnen haben. Kurz, die ganze christliche Geschichte bis zum Ende des Mittelalters ist mehr oder weniger eine der brutalen Eroberungen, Unterwerfungen und nicht zu vergessen: Die Jungfrauen sind immer zum eigenen Gebrauch bestimmt.

Nun aber, mit dem Jahr 1492 treten wir in die Neuzeit ein. Nun wurde alles anders, nicht wahr? Die Werte der Renaissance, die Werke Shakespeares, ‚Utopia’ von Thomas Morus, endlich mal Werte, auf die man sich berufen kann.

Ausrottungskampagnen der Christen
Unglücklicherweise begannen aber genau zu dieser Zeit die fürchterlichsten Ausrottungs-Kampagne, die von Christen bis dahin je durchgeführt wurden.

In den gerade entdeckten Amerikas wurden in den folgenden Jahrhunderten Indianer und Indios abgeschlachtet und ausgerottet, dass es eine Art hatte.

Wahrscheinlich um die 10 bis 20 Millionen waren es am Ende, die bei der Besiedelung des neuen Kontinent nicht mehr im Wege waren. Auch hier: Die Jungfrauen wurden geschont. Sie waren für den eigenen Gebrauch bestimmt. Es gibt viele und ausführliche Geschichten über versklavte Indio-Frauen und auch einige junge Indianerinnen, die von den christlichen Eroberern benutzt wurden.

Als besonderer Höhepunkt der Christlichkeit in der „Neuen Welt“ kann der christliche britische General Jeffrey Amherst gelten, der mit Pocken infizierte Decken an die Indianer verteilen ließ.

Genau zu Beginn der Neuzeit begann auch die Geschichte des anderen großen christlichen Religions-Stammes, der Protestanten. Zunächst musste natürlich erst einmal gegeneinander Krieg geführt werden, wie es sich für anständige Christen gehört. Der dreißigjährige Krieg hinterließ ein völlig zerstörtes Europa. Die Hälfte der Bevölkerung Europas war ausgerottet worden (das wären in heutigen Bevölkerungszahlen etwa 150 Millionen von Toten gewesen). Diesmal klappte das mit den Jungfrauen nicht so gut, denn die Mehrheit wurde von der Pest dahingerafft und die macht keine Ausnahmen für die Jungfrauen.

Ebenso begann genau zu dieser Zeit die leider so notwendige Inquisition, denn hätte man die Ketzer frei laufen lassen und mit Terror drohen lassen sollen? Das alte Folter-Erbe wurde nun zu allerhöchsten Blüten getrieben. Es wurde so kunstvoll gefoltert, dass selbst heutige Folterknechte in Guantánamo Anerkennung zollen müssen – wenn deren Methoden natürlich doch auch weit fortgeschrittener sind.

Ebenso begann nun die Geschichte, dass man endlich Schluss machte mit Hexen und Hexern in Europa, die ja nachweislich für die Pest verantwortlich waren.

Oder Jeanne d’ Arc? Hatte sie es nicht verdient? Die Scheiterhaufen brannten allenthalben und ganz Europa hallte für Jahrhunderte von den Schreien der Verbrennenden wieder. Die christlichen Werte erreichten neue Höhen.

Menschenmaterial gefunden!
So als ob man nun aber alles, was es je auf Erden an Brutalität, Infamie und Gewalt gegeben hatte, in den Schatten stellen wollte, begann man nun die moderne Sklaverei zu erfinden.

In Afrika fand man ausreichend „Menschenmaterial“, das leicht zusammenzutreiben war, denn die „Wilden“ hatten den damals modernen Feuerwaffen nichts entgegenzusetzen. Schon wurde daraus eines der grössten Geschäfte der Weltgeschichte.

In holder Eintracht von Arabern, Juden und Christen (ja, die drei gehörten immer schon zusammen wie Pech und Schwefel) holte man Schwarze aus Afrika und verfrachtete und verkaufte sie hauptsächlich in die „Neue Welt“, wo es praktisch ausschließlich sehr gute Christen waren, die sich schwarze Sklaven hielten – hauptsächlich zur Arbeit in den Minen, im Stall und auf den Feldern – mit Ausnahme der Jungfrauen natürlich, die wurden selbst genutzt, so wie es bei den Christen und vorher schon Juden immer schon Brauch war.

Doch dann, ab der US-Verfassung von 1776, als nach und nach die Feudalregime durch die Herrschaft aufgeklärter Besitzer von Manufakturen und Fabriken ersetzt wurden, als der Kapitalismus den Feudalismus ablöste, da wurden natürlich die christlichen Werte völlig andere, nicht wahr?

Der Angstschweiss auf der Stirn der Nicht-Christen

Nun, zu Beginn, während der napoleonischen Kriege und der weiteren Entwicklung hin zum deutsch-französischen Krieg 1870/71, hätte man vielleicht noch Hoffnung haben können. Doch dann, als das hehre 20. Jahrhundert heraufdämmerte, da bekam alle Scheusslichkeit, die christliche Werte je ausgemacht haben mochten, noch neue, bis dahin völlig unbekannte Glanzlichter aufgesetzt, die allen Nicht-Christen auf der Welt den Angstschweiß auf die Stirn trieben.

Der 1. Weltkrieg 1914 bis 1918 war rein christlich auf beiden Seiten und war das gewaltigste Massaker, welches die Menschheit bis dahin je veranstaltet hatte mit insgesamt etwa 15 bis 20 Millionen Toten.

Die faschistische Hitlerherrschaft in Deutschland, einem christlichen Land (während der Hitlerherrschaft waren weit über 90 % der Deutschen in einer der beiden großen christlichen Kirchen) wurde zum absoluten Höhepunkt christlicher Tötungseffizienz. In einigen wenigen Jahren 6 Millionen Juden umzubringen, da konnte der Rest der Menschheit nur noch den Hut ziehen. Im wahrsten Sinn des Wortes – denn praktisch alle waren so erschüttert, wenn sie davon erfuhren, dass sie den Hut abnahmen.

Doch das war noch nicht alles. Das faschistische und christliche Deutschland entfachte auch den zweiten Weltkrieg 1939 bis 1945. Was kaum jemand für möglich gehalten hatte, wurde wahr: Die Opferzahlen des 1. Weltkrieges konnten noch einmal verdoppelt werden (etwa 35 bis 40 Millionen Kriegstote), alles zur höheren Ehre der jüdisch-christlichen Werte.

Dieser Krieg war noch gar nicht ganz vorbei, da stiegen am Horizont schon die Schatten der Pilzwolken der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki hoch und bescherten der Menschheit einen weiteren Höhepunkt christlicher Werte. Die Produktion immer neuer Atombomben in christlichen Ländern hört seitdem
nicht mehr auf.

Der Wahrheit halber sei aber gesagt: Immerhin etwa 1% der Atombomben der Menschheit gibt es heute in nicht-christlichen und nicht-jüdischen Ländern.

Doch damit ist die hehre Geschichte der Werte des jüdischen und christlichen Abendlandes noch keineswegs beendet. Die neue Weltmacht USA (zuerst zusammen mit der anderen Supermacht, dann als einzige verbliebene Supermacht), ein zutiefst christliches Land (über 80% der US-Amerikaner bekennen sich nicht nur zu einer der christlichen Religionen – das tun 95% -, sondern sind auch aktive Kirchgänger), konnte noch einmal eine besonders intensive Christlichkeit beweisen, als man ein kleines Land, Vietnam, aufs Korn nahm (Vietnamkrieg 1963 bis 1975).

Nun wurde der mit offenem Mund staunenden Menschheit gezeigt, wie man ein Land in die Steinzeit zurückbombt und wie man so viel „ Agent Orange“ ausbringt, dass Generationen von Kindern mit Missbildungen geboren wurden und noch bis heute geboren werden. Orange dürfte eine besonders christliche Farbe sein.

Wir wissen immer noch wie wir gut töten
Nun, von der jüngeren Geschichte braucht kaum gesprochen zu werden. Die Bombardierungen Jugoslawiens, der Überfall auf Afghanistan, der auf den Irak mit inzwischen bereits über 300 000 Ziviltoten, das alles belegt, unsere über alles geliebte Supermacht bewegt sich vollständig innerhalb der hehrsten und höchsten Traditionen der christlichen Werte. Allerdings hört man im Irak nur selten, dass die Jungfrauen geschont und selbst gebraucht werden. Sollte diese alte und so liebe christlich-jüdische Tradition in Vergessenheit geraten?

Dafür steht aber außer Zweifel: Die neuen Foltermethoden unserer vererhrten Freunde von jenseits des Atlantik schlagen alles, was es in der Vergangenheit gab. Noch nie wurde so effektiv gefoltert. Folter ist und bleibt ein absolutes ‚highlight‘ unter den christlichen Werten.

Nachdem wir uns nun endlich einmal umfassend informiert haben, was jüdisch-christliche Werte sind, verstehen wir nun endlich und natürlich auch vollständig, warum man sie mit Zähnen und Klauen gegen die bösen Angriffe des Islams verteidigen muss.

Man stelle sich vor, der will doch tatsächlich den Glauben mit dem Schwert verbreiten! Wie absurd!

Dieser Artikel erschien erstmalig bei Karl Weiss

Krieg

Paranoid trifft Paranoid – Iran erfüllt Erwartungen der USA

onlineredaktion – Von den USA wurde der Iran mehrfach beschuldigt an Atombomben zu arbeiten. Deshalb bereiteten die USA ihren künftigen Krieg gegen den Iran vor. Nun gab der Chef der iranischen Atomergie-Organisation, Gholam-Resa Aghasadeh, am Ostermontag in Natans bekannt, sein Land sei nun zur „Urananreicherung im großen Stil“ fähig; „im industriellen Maßstab“ könne man dies jetzt tun und es sei das Ergebnis von fünfjährigen „intensiven Forschungsarbeiten und Tests“. Er machte die Bekanntgabe innerhalb seiner Rede in der Urananreichungsalge Natans aus Anlaß des „Nationalen Atomtags“.

Einige westliche Beobachter halten seine Worte für eine speziell gegen die USA gerichtete Lügen-Propaganda, mit der die iranische Staatsführung offensichtlich einen Krieg provozieren will, um der Welt zu beweisen, wie schwach die USA in Wirklichkeit seien.


Atomare Grüße an die USA und Irans „Führer“
Ahmadinedschad gibt damit mächtig an.

Krieg

Bagdad: Wieder Black Hawk down

Stephan Fuchs – Im Süden von Bagdad ist erneut ein amerikanischer Helikopter vom Typ „Black Hawk“ abgeschossen worden. An Bord befanden sich 9 Personen. Wie das US-Militär mitteilt, haben alle überlebt.

Morgens um 7:30 Uhr haben Schützen den Helikopter im Luftraum über Latifiyah, rund 20 Kilometer südlich von Bagdad, unter Beschuss genommen. Der Black Hawk konnte innerhalb kurzer Zeit von US-Truppen gesichert werden. Bereits vor einigen Wochen wurde im Norden Bagdads ein Black Hawk abgeschossen. Auch damals überlebten alle neun Crew-Mitglieder. Mit dem heutigen Abschuss haben die Amerikaner den neunten Black Hawk verloren.

Krieg

Gefangenenfreilassung: Ahmadinedschad läßt Angriffsträume platzen

World Content News – Uff, erstmal ist die Luft raus – so oder ähnlich mögen die meisten gedacht haben, die die mehrstündige Sondersendung auf CNN verfolgten, in der ein aufgeräumter iranischer Präsident dem Westen 45 Minuten lang in freundlich gestimmten Ton zunächst die Leviten las und anschließend den seit 14 Tagen festgehaltenen britischen Marinesoldaten persönlich die Hand schüttelte und eine gute Heimreise wünschte. Einer bedankte sich auch prompt: „I’d like to say that myself and my whole team are very grateful for your forgiveness. I’d like to thank yourself and the Iranian people… Thank you very much, sir.“

Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens dürfen die Soldaten am Donnerstagmorgen mit einem Flieger das „Gast“-Land wieder verlassen. Blair bestätigte inzwischen, die Freilassung sei bereits erfolgt.


Tschüss und alles gute

Das mediale Aufatmen, die umfangreiche Berichterstattung und der Rückgang der Preise am Ölmarkt lassen erahnen, dass die Spannungen in der Iran-Krise entgegen der vorherigen Beschwichtigungsversuchen so mancher Kommentatoren hierzulande doch erheblichen Zündstoff für eine mögliche militärische Auseinandersetzung barg, die in letzter Minute – so scheint es jedenfalls – erstmal abgewendet werden konnte.

Nachdem auch Blair und Bush angesichts des geschickt inszenierten TV-Theaters nicht darum herum kamen, ihre Freude über die Heimkehr der britischen „Zwangsurlauber“ auszudrücken, dürfte es den beiden künftig ziemlich schwerfallen, vor ihren kriegsmüden Landsleuten einen Überraschungsangriff auf den Iran, wie er in Gerüchten seit Wochen durch die Presse wabert, im nachhinein zu rechtfertigen.

Mehr noch: Im Augenblick der Stunde scheint es jedenfalls, dass die überschwenglichen Reaktionen einen belebenden Eindruck auf neue Friedensgespräche im Nahen Osten haben könnte und den Druck auf die Allierten erhöht, Alternativen für ihre desaströse Besatzungspolitk im Irak und die fast wahllose Bombardierung im Süden Afghanistans ins Gespräch bringen zu müssen.

Auch die Ankündigung des irakischen Aussenministriums, fünf von US-Militärs gefangengenommene Iraner freilassen zu wollen, sei es nun Goodwill oder Ergebnis eines iranisch-britischen Deals, und der Besuch der US-Oppositionsführerin Nancy Pelosi beim vielgeschmähten syrischen Präsidenten Assad, dem sie immerhin eine Dialogbereitschaft mit Israel abringen konnte, lassen die Falken im Weißen Haus und in der Downing Street momentan ziemlich alt aussehen.

Die Erklärung von Mahmud Ahmadinedschad. „Wir wollen freundschaftliche Beziehungen zu allen Staaten und besonders zu den USA haben“ und verklausulierte Äußerungen, die nahelegen, dass Iran selbst in der Atomfrage wieder mit sich reden lassen könnte, bringen allein aber noch keinen Frühling. Jetzt liegt es an den Kontrahenten, nicht wieder neues Öl ins Feuer zu gießen, und an der Entschlossenheit der westlichen Bevölkerung, ihren energiepolitischen Kriegsstrategen die Gefolgschaft zu verweigern.

In diesem Sinne: Frohe Ostern und happy Birthday Mohammed, auch wenn eine Schwalbe noch keinen Sommer macht und andere realitätsträchtigere Kommentatoren einem gleich wieder die Laune vermiesen wollen.

Dieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News.

Das Iran Dossier

Krieg

Britische Marinesoldaten gehen nach Hause

Stephan Fuchs – Die iranische Nachrichtenagentur meldet, dass die britischen Marinesoldaten am Donnerstagmorgen die iranische Hauptstadt verlassen können. Um 08.00 sollen die 15 Soldaten per Flugzeug nach England ausgeflogen werden.

In einer von heute MIttwoch gehaltenen Rede erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad:We leave judgment in the British sailor case to world opinion and because the anniversary of the Prophet’s birth is near, we have decided to pardon them as a gift to Britain.

Gegenwärtig werden alle notwendigen juristischen Formalitäten für das Ausfliegen der 15 Briten nach London erledigt. Heute Mittwochabend wurden die am 23. März festgenommenen britischen Seeleute in einer Zeremonie in der Residenz des iranischen Präsidenten freigelassen. Damit erhält die Spannung um einen eventuellen Militärschlag über Ostern wieder ein bisschen Luft.