Krieg

61 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki: Atomwaffen und die Hassliebe der Nachrichtenmedien

Norman Solomon – Seit dem Kollaps der Sowjetunion vor 15 Jahren wurde das Thema ‚Nuklearwaffen‘ in den USA weitgehend auf die hinteren Seiten der Zeitungen verbannt beziehungsweise in unsere Hinterköpfe. Über Atomwaffen echauffieren sich unsere großen Medien nur noch, wenn der Mann im Oval Office diese Waffen zum Thema macht.

Manche „Nuklearbedrohungen“ existieren allerdings nur in der Einbildung. So überschlug sich die Bush-Administration im Vorfeld der Irakinvasion rhetorisch. Sie fabrizierte Beweise und warnte, der angeblich rauchende Colt könnte zu einem Atompilz mutieren. Das Weiße Haus steigerte sich öffentlich in ein irakisches Atomwaffenprogramm hinein, das gar nicht existierte.

Ganz im Gegensatz zum Irak scheint Nordkorea tatsächlich über ein oder zwei nukleare Gefechtsköpfe zu verfügen. Das Regime in Pjöngjang hat offensichtlich Atomwaffen. Folglich dürfte Bush wohl kaum einen Angriff auf Nordkorea befehlen – anders als im Falle Irak damals, oder denken wir an seine nicht eben subtilen Drohungen gegen den Iran.

Nach allem, was wir zuverlässig wissen, ist Teheran mindestens mehrere Jahre – wahrscheinlich circa ein volles Jahrzehnt – von einer Atombombe entfernt. Trotzdem läuten Amerikas Topoffizielle und führende US-Mediengurus die Sturmglocken.

Danach zu urteilen, wie oft man manche ausländische Staaten beschuldigt hat, Pläne zum Aufbau eines atomaren Arsenals zu hegen, könnte man meinen, das Thema Atomwaffen sei ein Lieblingsthema der US-Medien. Das ist aber nicht der Fall.

In unseren amerikanischen Nachrichtenmedien werden die rot-weiß-blauen Atomwaffen als beruhigende Garanten unserer nationalen Sicherheit präsentiert – schlimmstenfalls als notwendiges Übel – und das 61 Jahren nachdem das öffentliche Nuklearzeitalter mit dem Bombenabwurf auf Hiroshima begann.

Drei Tage nach den ersten Atombomben – auf Japan – gab der damalige US-Präsident eine Urlüge der US-Atompolitik von sich. Es war eine gigantische Lüge, aber nur sehr wenige US-Journalisten haben je dagegen angemurmelt. Nicht einmal murmeln.

Am 9. August 1945 präsentierte Präsident Harry Truman der Öffentlichkeit den Hammer: „Die Welt wird zur Kenntnis nehmen, dass die erste Atombombe auf Hiroshima, eine Militärbasis, abgeworfen wurde. Aus dem Grund, weil wir bei diesem ersten Angriff soweit als möglich vermeiden wollten, dass Zivilisten getötet werden“.

Exemplarischer Beweis
In Wirklichkeit hatte es die US-Regierung darauf abgesehen, japanische Städte auszuwählen, die groß genug waren, um die tödliche Wucht der Atombombe exemplarisch zu beweisen. Am 6. August traf es Hiroshima, am 9. August Nagasaki. Hunderttausende Zivilisten starben durch die beiden Bombenabwürfe -auf der Stelle oder später. Hätte Truman ein reines Gewissen gehabt, so glaube ich kaum, dass er sich am Beginn des Nuklearzeitalters zu so einer fundamentalen Lüge gezwungen gesehen hätte.

Das wissenschaftliche Knowhow des so genannten ‚Manhattan-Projekts‘, das die Atombombe entwickelte, entstand ab Frühjahr 1943 in einem Geheimlabor in Los Alamos, im nördlichen New Mexiko. Dort befand sich das Hauptquartier des Projekts. Heute verfügt das Labor über ein Jahresbudget von $2 Milliarden. Dem Labor kommt eine Schlüsselrolle zu, wenn es gilt, die „Verlässlichkeit und Sicherheit“ des Atomwaffenarsenals der amerikanischen Regierung zu gewährleisten (in dem inzwischen auch circa 10 000 Thermonuklearwaffen lagern). Darauf wird das meiste Geld verwendet. Andererseits findet sich in unseren amerikanischen Mainstream-Medien kaum ein aktueller Nachrichtenbericht, in dem so grundsätzliche Fragen erörtert werden wie: Stellt das Arsenal eine „nukleare Bedrohung“ dar – in irgendeiner Weise?

Experten gehen davon aus, dass die israelische Regierung über rund 200 Atomwaffen verfügt. Wie die israelischen Militäraktionen der letzten Wochen verdeutlichen, ist die Regierung Israels willens, ihre Hightech-Waffen in rücksichtslosen Offensiven einzusetzen, bei denen viele Zivilisten getötet werden.

Doch beim Thema Nuklearwaffen lautet die implizite Botschaft der US-Medien, unsere amerikanischen Atombomben seien A-OK (alles im grünen Bereich). Auch die Tatsache, dass Washingtons Verbündeter Israel über ein großes Atomwaffenarsenal verfügt, sei nicht weiter besorgniserregend.

Unsere Atomwaffenstationierungspolitik – als Prinzip der „Abschreckung“ – wird die Gläubigen weiter von der Vertrauenswürdigkeit ihrer Atom-Hohenpriester in Washington überzeugen, bis zu dem Moment, wo es eben anders kommt.

Wer tiefer geht als die nationalistische Oberflächlichkeit des ‚blind faith‘, sollte sich ein paar wichtige Fragen stellen. Zwei von ihnen kamen letzte Woche von dem lateinamerikanischen Autor Eduardo Galeano: „Wer kalibriert eigentlich das weltweite Gefahrenmessgerät?“ und „wer warf die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, der Iran?“

Dieser Artikel erschien in der deutschen Übersetzung von Andrea Noll erstmalig bei Zmag.de


Norman Solomons aktuelles Buch ‚War Made Easy: How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death‘

Krieg

„…die ich rief, die Geister, werd’ ich nicht mehr los!“

Karl Weiss – „Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben, und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben…” So beginnt eines der bekanntesten Gedichte Goethes, der „Zauberlehrling”. In dieser Situation des Zauberlehrlings befinden sich nun wohl die Regierungen der USA und Israels.

Fast jeder kennt die Geschichte vom Zauberlehrling, der die hilfreichen Geister wie sein Meister beschwören kann, sie aber dann nicht mehr „abzuschalten“ versteht und so ein Riesen-Durcheinander anrichtet. Die Disney-Studios haben Goethes Gedicht in einen Zeichentrickfilm verwandelt, in dem Mickey Mouse die Rolle des Zauberlehrlings spielt. Die Zeile „…die ich rief, die Geister, werd’ ich nicht mehr los!“ ist als geflügeltes Wort in die deutsche Sprache eingegangen.


Reagan machte aus dem kleinen Spinner-Club Taliban eine große und einflußreiche Bewegung in Afghanistan

So ähnlich verlief die Geschichte, als die Regierungen der USA und Israels in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts begannen, die bis dahin völlig unbedeutenden fundamentalistisch-extremistischen islamistischen „Gotteskrieger“-Gruppen hochzurüsten, auszustatten, auszubilden und gegen ihre Gegner in Stellung zu bringen.

Die damalige US-Regierung unter Reagan machte aus dem kleinen Spinner-Club Taliban eine große und einflußreiche Bewegung in Afghanistan, weil man sie gegen die damalige Sowjetunion einsetzen wollte, die Afghanistan 1980 überfallen hatte. Tatsächlich wurde die Taliban, hochgepäppelt mit US-Mitteln, so stark, daß sie nach dem Abzug der Sowjets nach und nach Afghanistan erobern konnten.

Das Leben zur Hölle
Parallel dazu begann man eine Gruppe von Arabern innerhalb des CIA aufzubauen unter Führung des saudi-arabischen Millionärssöhnchens und CIA-Agenten Osama Bin Laden, denen man das Handwerk des Terrors beibrachte und die damals den sowjetischen Garnisonen in Afghanistan das Leben zur Hölle zu machen begann. Diese Gruppe wurde später als Al Quaida bekannt. Der Name haftet einigen dieser Gruppen noch heute an.

Die israelische Regierung hatte kein Problem mit Afghanistan, hatte aber 1982, so wie jetzt wieder, den Libanon überfallen, wo man einen wesentlichen Teil der palästinensischen Befreiungsbewegung PLO wußte. Es gelang in Jahren der Besetzung des Libanon, tatsächlich einen wesentlichen Teil der PLO zu eliminieren oder zur Flucht zu zwingen. Im Süden des Libanon baute man eine „Pufferzone“auf.

Dort wurde aus vorher verschwindend kleinen Grüppchen von extremistisch-religiösen Islamisten die Hisbollah gebildet, die von Anfang an die Handschrift des Mossad trug, des israelischen Geheimdienstes. Sie wurde als Konkurrenzbewegung gegen die PLO im Libanon gezielt ausgebaut, unterstützt und hochgepäppelt. Tatsächlich ist heute die PLO unter den palästinensichen Flüchtlingen unbedeutend geworden, während die Hisbollah die völlige Oberhand unter der schiitischen Bevölkerung des Libanon hat.

Auch in den besetzten Gebieten Palästinas wurde, parallel dazu, eine islamistische Gruppe auf Terror und Selbstmordattentate getrimmt, ebenfalls auf schiitischer Grundlage, die Hamas, um auch dort die PLO um ihren Einfluß zu bringen. Auch dies gelang, wie man weiß. Kürzlich gewann die Hamas die Wahlen in den palästinensischen Gebieten. Auch die Hamas wurde vom Mossad ausgebildet und bewaffnet.

In anderen Worten: Vor 1980 gab es in der arabischen Welt keine bedeutenden islamistisch-fundamentalistischen extremistischen Gruppierungen. Es gab keine Selbstmordattentate, es gab keine ins Gewicht fallenden islamistischen Terroristen. Dies alles wurde kreiert von den Regierungen der USA und Israels.

Zwar gab es schon den schiitisch-fundamentalistischen Iran, aber der war in der Region und weltweit vollkommen isoliert und ohne Einfluß. Die Araber sahen den Iran eher als Feind an, zumal die meisten Araber Sunniten und nicht Schiiten sind.

Bewegung „Schwarzer September“
Ebenso gab es die PLO. Sie hatte keinerlei religiöse Grundlage, sondern war Mitgliedern aus allen Religionen wie auch nicht Religiösen offen. Sie war damals die legitime Vertretung der Palästinenser. Bis auf eine kleine Splittergruppe innerhalb der PLO, der Bewegung „Schwarzer September“, lehnte die PLO Terrorakte gegen Zivilisten, seien es israelische oder andere, ab. Sie führte militärische Angriffe auf israelische Truppenteile (man stand ja nach dem Yom-Kippur-Krieg immer noch im Krieg), setzte aber ansonsten auf Verhandlungen.


Bis auf eine kleine Splittergruppe innerhalb der PLO, der Bewegung „Schwarzer September“, lehnte die PLO Terrorakte gegen Zivilisten, seien es israelische oder andere, ab.

Kurz: Alles, was wir heute als islamistisch-fundamentalistischen Terror gegen Zivilpersonen kennen, ist vollständig auf dem Mist der israelischen und US-Regierung gewachsen.

Nun mag sich einer fragen, ja waren die denn mit dem Klammerbeutel gepudert, sich die heftigsten Feinde selbst heranzuzüchten?

Das Ganze hat aber in zweierlei Hinsicht eine Logik:
1. Sowohl die US-Regierungen unter Reagan und später Bush Vater sowie noch später Bush Junior als auch die zionistischen israelischen Regierungen sind selbst eng verbunden mit religiös-fundamentalistischem Extremismus, in den USA auf christlicher Grundlage und in Israel auf zionistisch-jüdischer. Die Weltanschauungen dieser drei Arten von religiösen Extremisten gleichen sich in weiten Teilen. Einig ist man sich z.B. in der Ablehnung der Wissenschaftlichkeit und speziell der Wissenschaft als Grundlage der Weltanschauung, aber auch im „Wörtlich-Nehmen“ der jeweiligen heiligen Schriften, alle drei sind Anti-Aufklärung, Anti-Gay, Anti-Abtreibung, frauenfeindlich, Pro-Todesstrafe, Pro-Folter, Männer-Gesellschaften voller Machismus, halten Menschenrechte für lästige Übel und sind – nicht zuletzt – Meister in Heuchelei: Während sie den Armen das bessere Leben im Jenseits predigen, wissen viele ihrer hervorstechenden Persönlichkeiten sehr gut, ihre Stellung zur persönlichen Bereicherung auszunutzen. Man hat also in gewisser Weise „Brüder im Geiste“ unterstützt.

2. Zum zweiten muß man auch sehen, daß diese Gruppen ja zunächst noch unter der eigenen Fuchtel geführt wurden. Erst als sich das Sowjet-Imperium auflöste, die USA zur einzigen Supermacht wurden und die weiteren Gelder für mehr Militär nicht mehr so recht fließen wollten, ließ man – nach und nach – die selbstgezüchteten islamistischen Fundamentalisten von der Leine und begann dann, sie als Hauptfeind aufzubauen. So konnte bereits 11 Jahre nach dem Ende des Sowjet-Imperiums mit dem 11. September 2001 der Startschuß zum „New War“ von Bush gegeben werden, der zum Teil noch verschämt unter dem Namen „Krieg gegen den Terror“ läuft, aber doch immer deutlicher zum imperialistischen Krieg zur Verewigung der Oberhoheit der USA über die Menschheit und speziell über die ölreiche Region des Nahen und Mittleren Ostens wird. Man weiß genau, daß eine Anzahl islamistischer Terrorgruppierungen die Alleinherrschaft der Supermacht nicht ankratzen können, aber sie lassen sich ideal als Vorwand benutzten, um die Staatsapparate mehr und mehr zu faschisieren gegen den wirklichen Feind des Imperialismus – das eigene Volk. Für Israel sieht die Sache ähnlich aus: Mit Terrorgruppen wie Hamas und Hisbollah braucht man nicht zu verhandeln und niemand kann ernsthaft erwarten, daß man mit ihnen Frieden macht. Damit ist man vom lästigen Druck befreit, Frieden machen zu sollen und Palästina anzuerkennen und kann die Sache durch „Pulverisieren“ zu lösen versuchen.

Neben den islamistischen Fundamentalisten züchtete man sich auch noch einen anderen Bösewicht heran: Saddam Hussein, Massenmörder und US-Zögling. Man brachte ihn im Irak an die Macht und bewaffnete ihn bis an die Zähne, denn man hatte keineswegs vor, das iranische Ayatollah-Regime gewähren zu lassen. Befehlsgemäß begann Saddam mit dem Stellvertreterkrieg gegen den Iran, mußte aber bald erkennen, daß die Nachbarn auch recht gut gerüstet waren, die hatten nämlich das Militärgut des Schah-Regimes geerbt, ein weiterer US-Zögling, den man aufgerüstet gehabt hatte.

So kam der Iran-Krieg nicht voran und Saddam mußte ihn unverrichteter Dinge abbrechen. Damit war er für den Sponsor nichts mehr wert, wurde sogar als gefährlich eingeschätzt mit all seiner Hochrüstung und war deshalb ebenfalls abzuservieren. Ein Vorwand war leicht gefunden, denn Saddam war ja mit vielen chemischen Waffen ausgerüstet worden von den USA (auch mit biologischen, siehe Anthrax) und die brauchte man nun nur zu finden und schon war der Krieg begründet. Dummerweise hatte Saddam sich inzwischen bereits aller B- und C-Waffen entledigt und so mußte man ganz schnell den Kriegsgrund ändern.

Codenamen al-Qaida
Die Terrorgruppen des CIA mit dem Codenamen Al Quaida waren auch nach dem Vertreiben der Sowjetunion aus Afghanistan nützlich: Zunächst wurden sie in Tschetschenien gegen die Sowjetunuion und später gegen Russland eingesetzt, in den jugoslawischen Teilungskriegen in den 90er-Jahren halfen sie der bosnischen Separatistenregierung Terror gegen die Serben anzuwenden und durften dann wieder nach Afghanistan, um die Taliban zu unterstützen.

Mit der Taliban in Afghanistan ging aber auch einiges schief. Statt so wie alle vorherigen Regierungen ihren Reichtum auf die Herstellung und den Verkauf von Opium und Heroin zu stützen, begann die Taliban-Regierung den Anbau von Mohn zu verbieten und den Rauschgifthandel zu bekämpfen. Da kam es gerade recht, daß man den 11. September Ex-Agent Bin Laden in die Schuhe schieben konnte, der sich in Afghanistan aufhielt, das man dann überfiel und innerhalb kürzester Zeit wieder auf den für US-Geldwäscher profitreichen Weg der weltweiten Hauptquelle für Opium und Heroin bringen konnte – immer angeblich auf der Suche nach Bin Laden. Daß der sich bis heute nicht eingefunden hat, muß wohl auf übersinnliche Kräfte zurückzuführen sein. Oder Bin Laden hat den „Beamer“ bei Raumschiff Enterprise geklaut.

Inzwischen waren auch die hausgemachten Israelisch-gesponsorten Terrorguppen Hamas und Hisbollah bereits zu beachtlicher Stärke angewachsen. Wo Geld ist, zieht es Leute hin. Da sind wir wieder bei Goethe: „Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles, ach, wir Armen!“

Die Hamas mit ihren Selbstmordattentätern bot einen Vorwand, eine Mauer um die palästinensischen Gebiete zu bauen und die inzwischen auch schon ziemlich unabhängige Hisbollah den Vorwand, den Libanon erneut zu überfallen. Auch dabei ging einiges schief, aber das ist gerade nicht das Thema.

So kann man denn heute sowohl die US- wie die israelische Regierung (hinter verschlossenen Türen natürlich) mit Goethes Zauberlehrling klagen hören: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nicht mehr los!“

Krieg

U.S. intelligence poor on Iran

UPI – There are „major gaps“ in U.S. intelligence about Iran’s development of weapons of mass destruction, according to a congressional panel.

„The United States lacks critical information needed for (intelligence) analysts to make many of their judgments with confidence about Iran and there are many significant information gaps,“ reads a report issued Wednesday by the House Permanent Select Committee on Intelligence.

Gaps in intelligence reporting, and in particular the paucity of effective human sources, were contributing factors to the „dead wrong“ conclusions U.S. intelligence agencies reached about Iraq’s weapons programs, according to the presidential commission that probed the failure last year.

Wednesday’s House committee report acknowledges that the evidence is „neither voluminous nor conclusive. Nevertheless, U.S. intelligence agencies have determined based on the evidence available that Iran likely is pursuing (chemical weapons) and (biological warfare) weapons.“

„A special concern is major gaps in our knowledge of Iranian nuclear, biological, and chemical programs,“ the report states, adding, „It would be irresponsible to list the specific intelligence gaps in an unclassified paper, as identifying our specific shortcomings would provide critical insights to the Iranian government.“

The report recommends stepped up efforts to spy on Iran, including enhancing human intelligence and Farsi-language capabilities and improving intelligence coordination and analysis to eliminate duplication of effort.

CIA lacks ability on Iran nukes
Washington, Aug. 23 – A congressional committee has issued a report charging that the CIA lacks „the ability to acquire essential information“ on Iran’s nuclear program.

The report also criticizes other U.S intelligence agencies, saying they cannot collect „essential information necessary to make judgments“ on Tehran’s nuclear program, its intentions or even its ties to terrorism, the Washington Post reported.

The report was principally written by a Republican staff member on the House intelligence committee, described by the newspaper as holding a hard-line view on Iran. The report endorses the White House position that Iran is developing nuclear weapons and that the Islamic nation poses a significant danger to the United States.
„American intelligence agencies do not know nearly enough about Iran’s nuclear weapons program,“ the report says. It also says information „regarding potential Iranian chemical weapons and biological weapons programs is neither voluminous nor conclusive,“ and finds that the intelligence agencies have gathered little evidence linking Iran to al-Qaida or to the recent fighting between Israel and Hezbollah.

Intelligence experts said:
Senate Intelligence Committee Chairman Pat Roberts warned that “we have not made the progress on our oversight of Iran intelligence, which is critical.”

Roberts’ Intel Committee staff director Bill Duhnke said, “There is no organized committee staff effort to look at Iran right now.”

“I continue to believe that our sources are stale and our case is thin,” said Rep. Jane Harman (D-CA), the ranking member on the House Intelligence Committee

“U.S. intelligence on the ground is quite poor, especially as it relates to understanding how decisions are made and who controls the power centers in Iran,” said CSIS expert Jon Wolfsthal.

Krieg

Bill Kristol: „Wir könnten mit Iran viel früher in einer militärischen Konfrontation sein, als sie glauben“

Stephan Fuchs – Gestern trommelte auf Fox News der Weekly Standard Redaktor und Mitbegründer des Thinktank Project for the New American Century , William „Bill“ Kristol, wieder für einen militärischen Schlag gegen Iran.

Laut Wikipedia war Kristol Vorsitzender des Project for the Republican Future von 1993 bis 1994, 1993 war er zudem bei der Lynde and Harry Bradley Foundation in Milwaukee tätig, die u.a. konservative Denkfabriken wie das American Enterprise Institute finanziert. William Kristol saß in der zweiten Hälfte der 90er Jahre auch zwei Jahre lang in einem Beraterkomitee für den damals in arge Turbulenzen geratenen US-Konzern Enron, das vom damaligen Vorstandsvorsitzenden Kenneth Lay einberufen worden war. Zusammen mit Robert Kagan ist er Mitbegründer und stellvertretender Direktor des Project for the New American Century (PNAC). Schon vorher hatte er maßgeblichen Anteil an der Ausarbeitung und -formulierung der federführend von Paul Wolfowitz verantworteten Bush-Doktrin.

Das Transkript von Fox:
KRISTOL: I think we could be in a military confrontation with Iran much sooner than people expect. I don’t think this is an issue that’s going to wait two and a half years until President Bush leaves the presidency. I think he will decide at some point next year — in 2007 — he’ll have to make some very tough decisions about what the U.S. and the world can tolerate in terms of this regime – this apocalyptic, messianic regime — which has made clear that it would use — would feel free to use weapons if it had them, that has very deep ties with terrorist groups, what we could accept in terms of their nuclear program.

QUESTION: What does that mean, what we can accept, does that mean going over and doing something about whatever they’ve got?

KRISTOL: It could mean that. I hope we’re doing things covertly to try to slow down their nuclear progress and I hope we can do much more perhaps and get some allies to do more, but I don’t think a military strike against Iran is at all out of the question. If you saw the president’s press conference yesterday, he said he hoped diplomacy would work, but I was struck by his words. I hope diplomacy would work, it would be helpful if the world spoke with a united voice against Iran, but he’s said over and over, you cannot allow this regime to have nuclear weapons and I think we may come to a real serious choice next year.

Für ein militärisches Abenteuer, fehlt der amerikanischen Armee allerdings die Nachrichtendienstliche Grundlage. Dazu einige Geheimdienstexperten:

Intelligence experts said:
Senate Intelligence Committee Chairman Pat Roberts warned that “we have not made the progress on our oversight of Iran intelligence, which is critical.”

Roberts’ Intel Committee staff director Bill Duhnke said, “There is no organized committee staff effort to look at Iran right now.”

“I continue to believe that our sources are stale and our case is thin,” said Rep. Jane Harman (D-CA), the ranking member on the House Intelligence Committee

“U.S. intelligence on the ground is quite poor, especially as it relates to understanding how decisions are made and who controls the power centers in Iran,” said CSIS expert Jon Wolfsthal.

Bereits einmal war Bill Kristol mitverantworlich, dass Amrika in eine katastrophale Situation geraten ist: In den Vorbereitungen zum Irak Krieg. Spricht Kristol von einem „apocalyptic, messianic regime“, dann meint er wohl das Regime in Amerika.

U.S. intelligence poor on Iran

Krieg

Tollwut?

Leserbrief zum Artikel „In der eigenen Falle gefangen“ von Karl Weiß

G. Nagel, Berlin – In einer Deutlichkeit wie man sie in diesen Tagen leider nur allzu selten antrifft, beschreibt Karl Weiss anhand der Begleitumstände, Hintergründe und weitergehenden Ankündigungen der *einzig verbliebenen Weltmacht* in welch tödlicher Gefahr die Welt sich heute befindet.

Umso mehr frage ich mich, aus welchem Grund der Autor es offensichtlich nicht fertigbringt, auch noch den letzten gedanklichen Schritt zu vollziehen?

Die USA BRAUCHT einen Dritten Weltkrieg und tut seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts buchstäblich alles dafür, ihn auszulösen.

Warum? Nun weil diese Volkswirtschaft in allen Sektoren, die der Fachmann unterscheidet, so über alle Maßen verschuldet ist, daß ihre führenden Köpfe nur noch in der Zerstörung weiter Teile der Welt bei gleichzeitiger Ausschaltung von Konkurrenz im besonders lukrativen Wiederaufbau-Geschäft eine reale Möglichkeit sehen, diesen Schuldenberg 1.) auf Dritte abwälzen und 2.) dann irgendwann „großzügig vergessen“, d.h. schlicht streichen zu können.

Eine anno Tobak festgelegte, damals für irreal hoch gehaltene Obergrenze für die Verschuldung des Staates USA mußte in diesem Februar vom Kongreß weiter erhöht werden, denn andernfalls, so erklärte es der damals noch amtierende US-Finanzminister John Snow, wäre die USA spätestens ab Mitte März zahlungsunfähig geworden. Ebenfalls ab März 2006 nahm die FED Abstand davon, die Entwicklung der Geldmenge M3 noch zu veröffentlichen, welche allzu deutliche Rückschlüsse auf die Entwicklung der Inflation erlaubt. Die offiziell verkündete Inflationsrate ist neuerdings eine „bereinigte“: weil, so wird das erklärt, die Preise im Energiesektor so stark schwanken würden, rechne man sie einfach heraus. Zwar versteht man unter schwankenden Preisen im allgemeinen ein hoch und runter – nur ist das bei den Energiepreisen eben nicht der Fall. Beispiel: 1 Barrel Öl kostete bei Bushs Amtsantritt noch etwa 22 Dollar, heute kostet das Barrel nur relativ leicht schwankend um die 70 Dollar. Und das liegt nicht an der Unersättlichkeit irgendwelcher „Ölscheichs“ in Asien, Südamerika oder Rußland sondern daran, daß der Dollar aufgrund des US-Finanzdesasters schlicht seinen Wert verliert und daher in der akuten Gefahr steht, seine Rolle als sog. Weltleitwährung in Kürze zu verlieren. Dann müßten IWF und Weltbank einen Plan zur Abwehr einer weltweiten Wirtschaftskrise entwickeln, die die USA von der angeblich *einzig verbliebenen Weltmacht* zum BITTSTELLER gegenüber dem Rest der Welt machen würde.

Die ganze Entwicklung, welche spätestens seit dem 91er Irak-Krieg erkennbar wurde, ist eine völlig rationale Angelegenheit und hat nichts, aber auch rein gar nichts mit „Tollwut“ zu tun.

Auf den ebenso rationalen wie menschenverachtenden Plan, die sich bereits in den 80er Jahren abzeichnende gigantische Schuldenkrise durch die Herbeiführung eines Dritten Weltkrieges zu „lösen“, verlegte man sich in USA (und befreundeten Nationen, auch *Koalition der Billigen* genannt) aufgrund der diesbezüglich guten Erfahrungen mit den beiden Weltkriegen des letzten Jahrhunderts. Siehe dazu den Artikel bei Goldseiten.de

So und nur so wird aus der us-amerikanischen Außenpolitik seit dieser Zeit ein rational nachvollziehbares Stück Arbeit aus einem Guß.

Zur geistigen Anregung:
Heise.de
Heise.de
Heise.de

Man kann nur vermuten, warum der Autor (und mit ihm sicher viele, die in ihren Überlegungen ähnlich weit gediehen sind) sich dennoch dagegen sperren, eine Eskalation seitens der USA und ihrer *Koalition der Billigen* hin zu einem ausgewachsenen Weltkrieg auch nur in Gedanken als ABSICHTLICHEN PLAN erkennen zu wollen.

Nein, nicht etwa weil ein Weltkrieg heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in einer atomaren Apokalypse enden würde und der Mensch von heute sich dem Gedanken an das eigene Ende eben so gern entzieht…

Vielmehr dürfte der Grund für diese innerliche Verweigerung, den Entwicklungen ins Auge zu sehen, darin liegen, daß dies unser vertrautes Weltbild allzu arg ins Wanken bringen würde.

Der Autor selbst gibt dazu einen sehr deutlichen Hinweis:

„Das deutsche Kaiserreich hätte im Ersten Weltkrieg spätestens Ende 1916 sehen müssen, daß der Krieg verloren war und versuchen, zu einem Frieden unter annehmbaren Bedingungen zu kommen. Stattdessen… (man lese in den Geschichtsbüchern nach).“

Solange man „den“ Geschichtsbüchern vertraut, hat man sich eben noch nicht einmal mit den tatsächlichen Motiven (jenseits irgendwelcher für die Sieger eines großen Krieges so angenehmen „Schuldfrage“) aller Seiten im ERSTEN Weltkrieg beschäftigt… Da hilft nur ein Blick in das Geschichtsbuch eines Menschen mit nüchternerem Blick:

Heise.de

Insofern hat der Autor, gewiß unbeabsichtigt, mit dem von ihm gewählten Titel zu seinen Überlegungen auch gleich sein eigenes Dilemma auf den Punkt gebracht:

„In der eigenen Falle gefangen“

In der Hoffnung, die werten Leser dieser Zeilen in Ihrem Mittagsschlaf nicht über Gebühr gestört zu haben…

Krieg

Wurden im Libanon radioaktive Bomben eingesetzt?

Stephan Fuchs – Wie IsraelNN.com einen libanesischen Forscher zitiert, soll Israel in der Libanon Offensive auch mit radioaktiven Bomben gearbeitet haben. Mohamed Ali Qobeissi sagte gegenüber der Zeitung, dass Hisbollah Ziele mit radioaktivem Material angegriffen worden seien. Laut seiner Aussage soll ein rund 3.5 Meter tiefer Bombenkrater hohe Dosen radioaktiven Materials aufweisen. Er vermutet, dass einige israelische Bomben hohe Mengen an Uranium enthalten haben.

Krieg

In der eigenen Falle gefangen

Karl Weiss – Der 12. Juli 2006 könnte in die Geschichtsbücher als der Beginn der gewaltigen Kriegsperiode zu Beginn des 3. Jahrtausends eingehen. Mit dem gemeinsam inszenierten Libanonkrieg seit diesem Tag, der dann zunächst 34 Tage dauerte, haben sich die US- und die israelische Regierung in ihrer eigenen Falle gefangen.


Hat der Krieg erst begonnen?

Damit können sie so gefährlich werden wie tollwütige Hunde. Entsetzliche Schlächtereien könnten auf die Menschheit zukommen. Aller Voraussicht nach ist der Krieg nicht zu Ende, sondern hat gerade erst angefangen.

Die Ähnlichkeit zu gewissen Aspekten des 1.Weltkrieges wird immer deutlicher. Damals strebte der deutsche Imperialismus nichts weniger als die Weltherrschaft an. Ab dem Moment, als die Möglichkeit der Niederlage ins Auge gefaßt werden mußte, gebärdete er sich wie tollwütige Hunde. Millionen und Abermillionen mußten dafür sterben.

Zwar war die US-Regierung durch den Albtraum gewarnt, den sie im Irak und teilweise auch schon in Afghanistan durchlebt, aber Cheney, Rumsfeld und deren Umfeld glauben anscheinend immer noch fest daran, daß man jedes Problem lösen kann, wenn man einfach noch mehr Gewalt anwendet.

Die israelische Regierung wußte ebenfalls, auf was sie sich einläßt, denn sie hatte 1982 schon einmal den Libanon überfallen und mußte sich später kleinlaut zurückziehen. Allerdings konnte damals ein wesentlicher Teil der PLO vernichtet werden. Man schien zu glauben, es werde immer alles so weitergehen wie früher. Wenn man einen Krieg anfängt, kann man die feindlichen Milizen weitgehend ausschalten und hat dann die Hände frei.

Offensichtlich wurde mit dem Kommandounternehmen, das man am 12.7. über die Grenze des Libanon schickte, absichtlich das Töten / die Gefangennahme von israelischen Soldaten (es gibt keine „Entführung von Soldaten“ im Krieg) durch die Hisbollah provoziert, um einen Vorwand für Luftschläge zu haben, die dann wiederum eine Antwort der Hisbollah hervorrufen sollten. Soweit ging der Plan auf.

Doch ab dann ging alles schief.
Statt mit Luftschlägen und Kommandounternehmen die Hisbollah in die Flucht zu schlagen, so wie die ägyptischen, jordanischen und syrischen Soldaten im Sechs-Tage-Krieg gelaufen waren wie die Hühner, stellt sich die Hisbollah plötzlich als ausgebildete und ausgerüstete Guerillatruppe dar, die alle Finten der „asymmetrischen Kriegsführung” beherrscht (was Israels Regierung hätte wissen können, denn man hat einen gut funktionierenden Geheimdienst, der auch schon bekanntermaßen mit der Hisbollah zusammengearbeitet hat – die Miliz ist im wesentlichen ein Produkt des Mossad).

Am Beginn des Waffenstillstands waren es 34 Tage, daß die Hisbollah standhielt. Standhielt einem massiven Einsatz der fünftstärksten Streitmacht der Welt. Hatten die islamistischen Fanatiker am Anfang noch 10 Raketen täglich nach Israel geschossen, waren es zum Schluß an einigen Tagen bereits über hundert täglich – und alle Anstrengungen der machtvollen israelischen Streitkräfte haben nichts daran zu ändern vermocht.

Offenbar war der Krieg gegen den Libanon als Auftakt des großen Krieges um den Nahen und Mittleren Osten von vornherein für einen Monat vorgesehen. So wurde dann im Weltsicherheitsrat eine Resolution verabschiedet, die man so schon nach zwei Tagen hätte haben können. Daß man sie bewußt durch die Vertreter Großbritanniens und der Vereinigten Staaten hinauszögern ließ, beweist, daß beide Regierungen eingeweiht waren in alle Pläne (oder mitgeplant haben) und eine längst geplante Agenda ausführten.

Die Kriegsziele nicht erreicht.
Man wollte die Hisbollah vernichten oder jedenfalls so schwächen, daß keinerlei Vergeltungsschlag von ihr ausgehen könnte, wenn man mit dem Iran-Krieg begänne. Tatsächlich ist die Hisbollah stärker denn je.

Israel hatte bereits vor dem Waffenstillstand den kommandierenden General für den Libanon-Feldzug abgelöst, ein klares Anzeichen, daß man sich des Desasters absolut bewußt ist. Statt Udi Adam war nun Mosche Kaplinski verantwortlich.

Der Gedankenwelt von Kommißköppen ist es fremd, daß sie mit jedem getöteten Hisbollah-Kämpfer zwei neue hervorbrachten, mit jedem zerfetzten libanesischen Baby hundert, mit jedem getöteten Zivilisten zehn und daß sie mit jeder Ausweitung des Krieges ganze Völker als Gegner hineinziehen.

Ihnen ist nicht klar (oder sie wollen nicht wahrhaben), daß parallel zu den rein militärischen Ergebnissen eines Krieges immer ein Kampf um die Herzen der Menschen gefochten wird und daß sie dabei sind, diesen zu verlieren. Nicht nur die Herzen der Menschen im Libanon haben sie schon verloren, nicht nur die der Menschen in der arabischen und islamischen Welt, sondern auch und gerade da, wo ihre wichtigsten Rückhalte lagen: In der europäischen und nordamerikanischen Bevölkerung. Selbst unter Juden, die nicht schon der Friedensbewegung angehörten und selbst im eigenen Land Israel beginnt sich bereits Entsetzen zu verbreiten.

Ein Mitglied des deutschen Zentralrats der Juden, Rolf Verleger, hat in einem Brief an den Zentralrat „Israels Gewaltpolitik“ verurteilt. Und man weiß, daß es dort wirklich nur doppelt eingeschworene Zionisten gibt.

Der österreichische Oberrabiner Friedmann hat den Überfall Israels auf den Libanon eindeutig verurteilt.

Hunderte junger Israelis haben den Kriegsdienst verweigert, obwohl dies für sie Gefängnis bedeutet.

Eine Meinungsumfrage auf der Internet-Site der „Newsweek“, einem ultrarechten US-Magazin, hätte vor dem Krieg sicherlich über 90% positive Stimmen für Israel gegeben – wenn nicht mehr. Am 8.8., nach etwa 15.600 abgegebenen Stimmen, fanden sich nur noch 59% für die Israelfreundliche Seite, während bereits 37% Israel die Schuld geben. Das ist bemerkenswert angesichts der Situation, daß alle großen US-Medien völlig unisono nur die israelische Seite darstellen.

Unabhängig voneinander haben drei Gruppen von einheimischen Juden in arabischen bzw. islamischen Ländern den Einmarsch Israels im Libanon verurteilt. Es sind Gruppen libanesischer, marokkanischer und iranischer Juden.

Im Libanon wurden durch Zeitungen Meinungsbefragungen über die Hisbollah durchgeführt. Vor dem Krieg war die Hisbollah ganz knapp in der Minderheit (wie auch die Wahlen gezeigt haben) gegenüber den Christen und den Sunniten sowie „Anderen“, heute stimmen 85% für die Hisbollah. Wären mit der libanesischen Regierung, der nur eine Minderheit von Hisbollah-Mitgliedern angehört, vor dem Krieg noch Vereinbarungen möglich gewesen, die eine Übergabe der Hisbollah-Waffen an die libanesische Armee beinhaltet hätten, ist dies nun genau umkehrt. Die libanesische Armee steht auf Seiten von Hisbollah. Da kann man ruhig Waffen übergeben, es geht gemeinsam gegen Israel.

Der Chefredakteur der Beiruter Zeitung „Morning Star“ wird in Newsweek mit der Aussage abgedruckt, daß kurz vor dem Waffenstillstand bereits 80% der Christen im Libanon die Hisbollah-Attacken auf Israel unterstützen. Israel hat in Wirklichkeit den Libanon verloren, nicht gewonnen.

Taktisches Geschick
Der „Morning Star“ hebt auch das taktische Geschick des Generalsekretärs der politischen Bewegung Hisbollah, Nasrallah, hervor. Man hatte die Raketen mit längeren Reichweiten bewußt solange nicht eingesetzt, wie die Israelis nur Wohngebiete der Schiiten im Süden der Hauptstadt bombardierten. Da Israel aber neue Wohngebiete zum Bombardieren brauchte, denn man hatte ja beschlossen, zehn Wohnblocks zu „pulverisieren“ für jede Rakete auf Israel, begann man dann auch sunnitische und christliche Wohngebiete anzugreifen. Genau ab diesem Moment begann die Hisbollah die Raketen größerer Reichweite einzusetzen. Mit dem Erfolg, daß sich Sunniten und Christen nun mehr und mehr, wenn überhaupt, dann von der Hisbollah geschützt fühlten.

Die entstandene Situation im Libanon ist so, daß die Hisbollah darauf vertrauen kann, daß niemand etwas gegen sie unternehmen wird und daß keine Entscheidung mehr an ihr vorbeiläuft.

Zu Zeiten des Einmarsches von Israel in den Libanon 1982 war es noch möglich, einen weltweiten Aufschrei der Empörung über Israel zu verhindern, denn die von den Herrschenden kontrollierten Zeitungen und Fernsehen in den Ländern des Westens und auch in arabischen und islamischen Ländern hatten die absolute Monopolstellung in der Information. Doch heute gibt es das Internet und Fernsehsender wie Al Arabia und Al Jazeera, wo man ständig neue Bilder verfolgen konnte von dem, was im Libanon vor sich geht.

In vielen arabischen und islamischen Ländern versammelten sich Menschen vor den Bildschirmen von Computern und TV und sahen sich immer neue Photos und Videos von zerfetzten Babys, Kindern ohne Arm oder Bein, zerschmetterten Körpern und weinenden und klagenden Menschen an. Und diese Menschen rufen auf arabisch, das fast alle in der Region verstehen: „Seht an, was Israel uns angetan hat! Seht, was Amerika uns angetan hat! Gott wird sie strafen dafür!“

Verlieren Generäle das Gesicht?
Genau die gleiche hirnverbrannte Politik, die gegenüber den Palästinensern bereits zu einer Situation geführt hat, in der ein Ausgleich fast unmöglich geworden ist, hat Israel nun auch im Libanon angewandt mit dem gleichen Ergebnis. In Palästina wurde die Hamas gewählt, im Libanon hat nun die Hisbollah die Meinungsführerschaft. Damit reißt Israel eine Brücke nach der anderen hinter sich ein. Es gibt kein Zurück mehr, ohne daß die führenden Politiker und Generäle das Gesicht verlieren.

Vielleicht ist diese Politik auch nicht hirnverbrannt, sondern voll beabsichtigt. Wenn man auf der anderen Seite niemand mehr hat, der den Frieden will, sondern jene fundamentalistisch-extremistischen religiösen Gruppen, wie Hamas und Hisbollah, die von Israel ausgerüstet und unterstützt wurden, um die PLO zu bekämpfen, so wird man endgültig den Druck los, Frieden machen zu sollen.

Das deutsche Kaiserreich hätte im Ersten Weltkrieg spätestens Ende 1916 sehen müssen, daß der Krieg verloren war und versuchen, zu einem Frieden unter annehmbaren Bedingungen zu kommen. Stattdessen… (man lese in den Geschichtsbüchern nach).

Genauso scheinen jetzt die Regierungen der USA und Israels auf das Desaster zu reagieren: Noch mehr Krieg und Bomben, noch mehr Überfälle, noch weit mehr Truppen.

Ist einmal die Logik tollwütiger Hunde durchgebrochen, gibt es kein zurück mehr, es geht nur nach vorne. Und was heißt das?

Condies „Der Neue Nahe Osten“
Frau Rice hat es in einem unbedachten Moment bereits gesagt: „Der Neue Nahe Osten“ (Genau gesagt, muß man auf deutsch übersetzen: „Nahe und Mittlere Osten“, wenn im Englischen „Middle East“gebraucht wird, das ist das Gebiet vom Suezkanal bis zur indischen Grenze unter Einbeziehung von Aserbeidschan, das betrifft also außer Israel zunächst Teile von Ägypten, dann Palästina und Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Iran, Saudi-Arabien, die Emirate, Jemen, Kuweit, Oman, Qatar, Aserbeidschan, Afghanistan und Pakistan.)

Die Rice’sche Aussage dürfte auch als eines der größten diplomatischen Desaster in die Geschichtsbücher eingehen, denn in dem Moment, in dem der arabischen und muslimischen Öffentlichkeit bewußt wurde, was da gesagt worden war, hatte Frau Rice den Krieg verloren. Ihre Aussage heißt nichts anderes, als daß USA/Israel sich dieses ganze Gebiet unterwerfen und auf Dauer militärisch kontrollieren wollen. Das ist objektiv unmöglich.

Zwar mag man anfangs ‚nur’ an die Eroberung Syriens und des Irans denken (oder Syrien einfach links liegenlassen), aber die Eroberung Irans hat weitreichende Folgen in der ganzen Region. Schwerlich wird die Bevölkerung etwa in Saudi-Arabien und Ägypten hinnehmen, daß die dortigen Regierungen beifallklatschend daneben stehen. Die werden vielmehr unter heftigsten Druck der eigenen Bevölkerung geraten oder sogar hinweggefegt werden und dann muß man diese Länder auch erobern.

Selbst wenn man unterstellen will, daß mit europäischer Hilfe (damit muß man leider rechnen bei der gezeigten Haltung der europäischen Regierungen, entgegen dem Willen der europäischen Völker) in einem großen Krieg die Eroberung dieses ganzen Gebiets möglich wäre, ist es objektiv unmöglich, es auch zu kontrollieren, denn man hätte es mit Hunderten von Guerilla-Gruppen zu tun. Man bräuchte zig Millionen, wenn nicht hunderte von Millionen von ausgebildeten Soldaten, die es nicht gibt, zur Kontrolle der Situation in diesen Ländern, um nicht in Albtraum-Situationen wie im Irak und in Afghanistan zu geraten.

„Frühen Stufen“ eines „Dritten Weltkriegs“
„Der Dritte Weltkrieg hat… schon begonnen“, sagte Israels UN-Botschafter Dan Gillerman. Der republikanische US-Politiker Newt Gingrich (einer der Vor-Kandidaten der Republikaner für Bushs Nachfolge) spricht schon von „frühen Stufen“ eines „Dritten Weltkriegs“. Das Neocon-Organ „Weekly Standard“ schreibt: „Wir müssen erwägen, diesen Akt der iranischen Aggression mit einem Militärschlag gegen die Nuklearanlagen des Irans zu beantworten. Warum warten?…“ Max Boot, ein reaktionärer Vordenker Bushs, rief in der „Los Angeles Times“ zu mehr Härte auf. Israel zahle derzeit den Preis für den weichen US-Kurs gegenüber Damaskus und Teheran. Die „extrem humane Zurückhaltung“ der Israelis im Libanon, die nicht einmal ‚zufällig’ die Botschaften Syriens und des Irans in Beirut bombardierten, sei auch ein falsches Signal. Er rief unverhohlen zum Angriff gegen Syrien auf, wo Israel den USA „die Schmutzarbeit“ abnehmen könnte.

Das sind tollwütige Hunde.
Ein Großkrieg gegen alle diese Länder, der mit Sicherheit als 3.Weltkrieg in die Geschichtsbücher einginge, würde fast alle wehrfähigen Männer dieser Länder wie auch anderer arabischer und islamischer Staaten in die Widerstandsbewegungen rufen. Die westfreundlichen Regierungen nicht nur der eigentlichen Region, sondern auch Marokkos, Algeriens, Libyens, Ägyptens und Tunesiens, vor allem aber auch der Türkei und nicht zu vergessen Indonesiens, das alleine schon fast so viele Menschen hat wie alle anderen islamischen Staaten zusammen, würden in Bedrängnis geraten und wohl auf die Dauer nicht standhalten können. Damit müßte der Krieg nach und nach auch auf diese Länder ausgeweitet werden. Kurz: Das kann USA/Israel objektiv nicht gewinnen.

Der „Neue Nahe/Mittlere Osten“ ist unerreichbar. Der Krieg ist für USA/Israel bereits verloren. Will man nicht das Debakel noch vergrößern, müßte man schnellstens gangbare Seitenausgänge aus dem Krieg suchen.

Darum kam der Beobachter zu der Einschätzung, daß die beiden Regierungen nun wie tollwütige Hunde handeln könnten.

Es ist zwar nicht auszuschließen, das sich doch noch „gemäßigte Kräfte“ in den USA und/oder Israel durchsetzen (speziell das US-Militär hat ja schon fast mit Gehorsamsverweigerung gedroht und auch Rumsfeld hat zur Mäßigung aufgerufen) und einen der noch möglichen Seitenausgänge aus der selbst gestellten Falle benutzen, aber das wird dann eine Niederlage vor den Augen der Welt sein – speziell der arabischen und islamischen.

Einer dieser Seitenausgänge wäre es, es nun einfach bei diesem Libanonkrieg zu belassen und im weiteren die Bemühungen um das iranische Atomprogramm den Diplomaten zu überlassen. Aber wer glaubt schon, daß sie das tun werden?

Können die europäischen Regierungen diese einfachen Tatsachen nicht sehen? Hat Frau Merkel nicht gelesen, daß 75% der Deutschen dies Vorgehen Israels ablehnen (eine ähnliche Zahl würde sich wohl auch über ganz Europa ergeben)? Was hat die französische Regierung geritten, einen Resolutionsentwurf mit den US-Amerikanern vorzulegen, der selbst von Olmert als „gut für Israel“eingestuft wurde und daher keine Chance hatte, sondern nur weiteren Zeitverlust ergab – und Zeitgewinn für Israels Schlächtereien? Wie lange wird Blair sich noch gegen die klare Mehrheit seiner Partei durchsetzen können? War Prodi von allen guten Geistern verlassen, nicht sofort eine klare Erklärung im Sinne der sofortigen Einstellung der Kriegshandlungen und dem sofortigen Rückzug Israels abzugeben? Will man sich wirklich auf einen Husarenritt zusammen mit USA/Israel ins Nichts einlassen, in Richtung auf den „Neuen Nahen und Mittleren Osten“, der unerreichbar ist?

Georg Meggle in „telepolis“ geht davon aus, daß als Antwort auf einen Iran-Angriff die Hisbollah begonnen hätte, ihre Raketen auf Israel zu schießen und die Bestückung mit chemischen oder nuklaren Sprengköpfen nicht auszuschließen war. So habe man mit dem Überfall auf den Libanon geglaubt, daß denen die Raketen (zumindest die mittlerer Reichweite) bald ausgehen und man dann freie Hand habe, den Iran-Feldzug zu beginnen, ohne irgendetwas befürchten zu müssen.

Das ist möglich, aber auch in diesem Fall hat man sich völlig verkalkuliert. Die Hisbollah hat in diesem Krieg täglich mindestens das Doppelte an Freiwilligen bekommen, als Israel abschlachten konnte. Sie wird sich nun weiter stärken mit neuen Rekruten. Material (wie in diesem Fall die Raketen) ist nie ausschlaggebend für Kriegsausgänge, wenn es diese auch beeinflussen kann. Die Vorstellung, daß man völlig und zeitlich unbegrenzt den Nachschub der Raketen unterbinden könne, ist nicht realistisch. Man wird schon viel damit zu tun haben, die gestärkte Hisbollah als Fußtruppe im Zaum zu halten.

Dieser Krieg, der als Libanonkrieg begann, wird nicht so schnell zu Ende sein, ist zu befürchten. Es wird wohl noch viel mehr Leid, Tote, Verstümmelte, noch viel mehr zerstörte Wohnungen, Häuser und Infrastruktur, zerfetzte Babys, Kinder ohne Arme und Beine, blutende Zivilisten und wiederum Flüchtlinge, Flüchtlinge, Flüchtlinge geben und dies auf beiden Seiten und jedes und jeder Einzelne (auf beiden Seiten) wird USA/Israel näher der völligen Niederlage bringen.

Vor allem aber wird bei einem Überfall auf den Iran mit Bodentruppen für USA/Israel bald der „point of no return“ erreicht sein, ab dem kein Seitenausgang mehr gangbar ist.

Und man sehe sich das Ende des 1.Weltkrieges an. Wehe den Besiegten!

Tollwut? Leserbrief von G. Nagel, zum Artikel „In der eigenen Falle gefangen“ von Karl Weiß

Krieg

Kam englisch & russisches Kriegsmaterial an die Hisbollah?

Stephan Fuchs – Wie AP berichtet, fand Israel Waffen aus Beständen der Hisbollah welche ursprünglich für den Iran bestimmt waren. Peinlich, die Waffen kommen aus England und aus Russland.

Israelische Untersuchungen sollen ergeben haben, dass die Nachtsichtgeräte die in Lagern der Hisbollah entlang der Grenze gefunden worden sind, aus englischer Produktion stammen. Jene wurden, so die israelische Militäruntersuchung, offensichtlich im Rahmen einer Antidrogen Kampagne des United Nations Drug Control Program 2003 an Iran verkauft. Die Nachtsichtgeräte sollten im Kampf gegen den Heroinhandel im Grenzgebiet mit Afghanistan eingesetzt werden. Wie die Nachtsichtgeräte den Weg zu den Hisbollah Kämpfern fanden und wie die Finanzierung lief, ist Gegenstand weiterer Untersuchungen.

Unterdessen teilte das britische Außenministerium mit, es sei noch nicht klar ob die Nachtsichtgeräte Teil der Ausrüstung des Antidrogen Paketes gewesen sei.

Eine Untersuchungsdelegation aus Israel ist auch in Moskau eingetroffen. Bei der Hisbollah sind Anti-Tank Raketen aus russischer Fabrikation gefunden worden und sollen auch im Libanonkrieg eingesetzt worden sein. Die Anti-Panzerraketen, sollen ursprünglich von Moskau an den Iran und nach Syrien verkauft worden sein. Iran und Syrien sollen diese kraftvolle Waffe dann an die Hisbollah weiterverkauft haben.

Krieg

Rape, Murder, and the American GI

Robin Morgan, Women’s Media Center – We must not forget the death of Abeer, who was allegedly stalked, raped and killed by American soldiers. Abeer was 14 years old; her name means ‚fragrance of flowers.‘

Her birthday is August 19, her death day March 12.

We cannot let this crime, too, pass into oblivion.

When news surfaced that GIs allegedly stalked, terrorized, gang-raped, and killed an Iraqi woman, the U.S. tried minimizing this latest atrocity by our troops — claiming the victim was age 25 or even 50, implying a rape-murder is less horrific if the victim is an older woman. Now, Article 32 hearings — the military equivalent of a grand jury — have ended at Camp Liberty, a U.S. base in Iraq (U.S. troops are exempt from Iraqi prosecution). In September, a general will rule whether the accused should be court-martialed. The defense already pleads post-traumatic stress disorder (PTSD): in four months preceding the crime, 17 of the accused GIs‘ battalion were killed; their company, Bravo, suffered eight combat deaths.


Abeer’s national ID card, made when she was 2, shows her date of birth as August 19, 1991.

But as the U.S. spun the victim’s identity, investigators knew her name: Abeer Qassim Hamza al-Janabi.

Abeer means „fragrance of flowers.“ She was 14 years old.
The soldiers noticed her at a checkpoint. They stalked her after one or more of them expressed his intention to rape her. On March 12, after playing cards while slugging whisky mixed with a high-energy drink, they changed into black civvies and burst into Abeer’s home in Mahmoudiya, a town 50 miles south of Baghdad. They killed her mother Fikhriya, father Qassim, and five-year-old sister Hadeel with bullets to the forehead, and „took turns“ raping Abeer. Finally, they murdered her, drenched the bodies with kerosene, and lit them on fire to destroy the evidence. Then the GIs grilled chicken wings and practiced their golf swings.

These details are from a sworn statement by Spc. James P. Barker, one of the accused along with Sgt. Paul Cortez, Pfc. Jesse Spielman, and Pfc. Bryan Howard; a fifth, Sgt. Anthony Yribe, is charged with failing to report the attack but not with having participated.

Then there’s former Pfc. Steven Green. Discharged in May for a „personality disorder,“ Green was arrested in North Carolina, pled not guilty in federal court, and is being held without bond. He’s the convenient scapegoat whose squad leader testified how often Green said he hated all Iraqis and wanted to kill them. Other soldiers said Green threw a puppy off a roof, then set it on fire. The company commander noted Green had „serious anger issues.“

Who is this „bad apple“? A good ole boy from Midland, Texas.

„If you want to understand me, you need to understand Midland,“ says President Bush. Steven Green understands Midland — his home until his parents divorced and his mother remarried when Green was eight, already in trouble in school. A high-school dropout, Green returned to Midland to get his GED in 2003. Then, in 2005, he enlisted. He immersed himself in a chapel baptismal pool at Fort Benning, Georgia — getting „born again“ while being trained how to kill legally and die heroically. He was 19, with three convictions: fighting, and alcohol and drug possession.

Once, the Army would have rejected him. But he enlisted when, desperate for fresh recruits, the Army started increasing, by nearly half, the rate at which it grants what it terms „moral waivers“ to potential recruits. According to the Pentagon, waivers in 2001 totaled 7,640, increasing to 11,018 in 2005. „Moral waivers“ permit recruits with criminal records, emotional problems, and weak educational backgrounds to be taught how to use submachine guns and rocket launchers. Afterward, if they survive, they’ll be called heroes — and released back into society. (One ex-soldier praising the military for having „properly trained and hardened me“ was Timothy McVeigh).

The U.S. military is now a mercenary force. In addition to hired militias and „independent contractors,“ we do have a draft: a poverty draft. That’s why the Army is so disproportionately comprised of people of color, seeking education, health care, housing. But the military inflicts other perks: teenage males, hormones surging, are taught to confuse their bodies with weapons, and relish that.

One notorious training song (with lewd gestures) goes: „This is my rifle, this is my gun; one is for killing, one is for fun.“ The U.S. Air Force admits showing films of violent pornography to pilots before they fly bombing raids. Military manuals are replete with such blatant phrases as „erector launchers,“ „thrust ratios,“ „rigid deep earth-penetration,“ „potent nuclear hardness.“

„Soft targets“? Civilians. Her name means „fragrance of flowers.“
Feminist scholars have been exposing these phallocentric military connections for decades. When I wrote The Demon Lover: The Roots of Terrorism (updated edition 2001, Washington Square Press), I presented far more evidence than space here permits on how the terrorist mystique and the hero legend both spring from the same root: the patriarchal pursuit of manhood. How can rape not be central to the propaganda that violence is erotic — a pervasive message affecting everything from U.S. foreign policy (afflicted with premature ejaculation) to „camouflage chic,“ and glamorized gangtsa styles?

This definition of manhood is toxic to men and lethal to women.
But atrocity fatigue has set in. Wasn’t rape a staple of war long before The Iliad? Weren’t 100,000 women and girls raped and killed in brothel-death-camps in the former Yugoslavia? Didn’t warring Somali clans in the 1990s, sometimes joined by UN Peacekeeping troops, rape „each other’s women“? Weren’t the five surviving Somali women then stoned to death by Islamists for „adultery“? And weren’t the earliest reports from another small, troubled country — of rape attacks on villages by gangs called Interahamwe („Our Heroic Boys“) — ignored? It was merely about women, and hardly anyone had heard of the place: Rwanda.

Yet the Pentagon is shocked. „Not our nice American GIs? Must be a few bad apples.“ Have we already forgotten Abu Ghraib? The photos of sexually tortured men leaked, but photos of abased and abused women prisoners are still classified, for fear of greater world outrage. Have we forgotten two U.S. marines and a sailor kidnapping a 12-year-old Okinawan girl in 1995, battering, raping, and abandoning her naked in a deserted area? She somehow survived and reported them, though her PTSD doubtless haunts still. So many military rapes have occurred in Okinawa, Korea, and the Philippines that Asian feminists organized entire movements in protest. Incidents keep occurring around U.S. ports and bases, including the hundreds of reported rapes of U.S. women soldiers by their fellow GIs (plus the joint epidemic of rape and evangelicalism at the U.S. Air Force Academy).

In 1998, a landmark UN decision recognized rape as a war crime — though this raises the question: If rape in war is a crime against humanity, then what is it in peacetime?The International Tribunals for Rwanda and the former Yugoslavia issued indictments and convictions on sexual-violence grounds.

Sometimes, a few nice American guys are found guilty — as Green and his buddies might be. Then all returns to „normal.“ They’re sacrificed to save the ranks of those who train them to do what they did, and to save the careers of politicians who sermonize obscenely about „moral values“ while issuing moral waivers.

But this crime we cannot let pass into oblivion. She was 14 years old and her name was Abeer.

It means „fragrance of flowers.“

Robin Morgan is an award-winning poet, novelist, political theorist, feminist activist, journalist, editor, and best-selling author and has published more than 20 books, including the now-classic anthologies Sisterhood Is Powerful (Random House, 1970) and Sisterhood Is Global (Doubleday, l984; updated edition, The Feminist Press, 1996); with the recent Sisterhood Is Forever: The Women’s Anthology for A New Millennium (Washington Square Press, Simon & Schuster, 2003). A founder/leader of contemporary US feminism, she has also been a leader in the international women’s movement for 30 years and is a co-founder of The Women’s Media Center. Robin Morgan’s new book, Fighting Words: A Toolkit for Combating the Religious Right, comes out in September (Nation Books).

Robin Morgan
This Article was firdst published at: Womansmediacenter

Krieg

The Truth About Terrorism

Joe Parko – The latest terrorist plot involving airplanes flying from London to the U.S. provides clear evidence that the threat from terrorism is growing. Since our invasion of Iraq, we have seen an appalling rise in terrorist attacks around the world. The sad fact is that the so-called “war on terrorism” is failing and that terrorism is spreading like a cancer and posing more and more danger for us.

The truth is that none of our thousands of nuclear weapons can protect us from these threats. No missile defense system, no matter how sophisticated, no matter how many trillions of dollars are poured into it, can protect us from a nuclear weapon delivered in a ship or a suitcase.

Not one weapon in our vast arsenal, not a penny of the $450 billion a year we spend on so-called defense can defend against a terrorist bomb. That is a military fact.

If military force cannot defend us from terrorism, the obvious question is, „Then what can we do?“ Is there nothing we can do to provide security for our people?“

There is. But to understand how requires that we know the truth about the threat. President Bush has said that we are a target for terrorists because we stand for democracy and freedom in the world. Nonsense!

We are the target of terrorists because, in much of the world, our government stands for military power used in the service of corporate power. We are the target of terrorists because we are hated. And we are hated because our government has done hateful things. This is a basic truth that Americans must understand, like it or not.

In how many countries have agents of our government deposed popularly elected leaders and replaced them with puppet military dictators who were willing to sell out their own people to American multinational corporations?

In country after country, from Vietnam to Iraq, our government has used military force to try to impose its will on people. When people around the world compare our actions to our noble words about freedom and justice for all, they react with disappointment, disillusionment, and anger. And that’s why we’re the target of terrorists.

We are not hated because we enjoy democracy and freedom.
We are hated because our government supports regimes that deny these very things to people in countries whose resources are coveted by our multi-national corporations. We are hated because we are seen as the world’s military bully and the hatred we have sown has come back to haunt us in the form of terrorism.

Once the truth about why the threat exists is understood, the solution becomes obvious. We must change our ways. The root of terrorism is despair and hopelessness. If the U.S. became the biggest supplier of hope in the world instead of the world’s biggest arms supplier, the wellsprings of terrorism would soon dry up and disappear. Instead of selling death, our nation could become the biggest provider of life in the world.

Instead of sending our sons and daughters around the world to kill and be killed, we should be helping poorer nations to rebuild their infrastructure, supply clean water, feed starving people and provide medicine and health care. Just imagine what we could do for the world if we cut our military budget in half and used those hundreds of billions of dollars for humanitarian work that would give people real hope for their future.

In short, we should do good instead of evil. If we replaced smart bombs with smart policies designed to help people, who would try to stop us? Who would hate us? Who would want to bomb us? The truth is that if we want to stop terrorism, we must work to stop our government from pursuing policies that create the conditions for the growth of terrorism.

Joe Parko is a retired college professor and a long-time peace activist. He is a founding member of the Georgia Peace and Justice Coalition.

Georgia Peace Coalition

First published at: Dissident Voice