Krieg

Mißbrauch von verletzten Rekruten in einem US-Army-Camp

Karl Weiss – Die US-Army warb und wirbt eifrig neue Rekruten, denn der Bedarf an Soldaten ist groß, wenn man überall Stützpunkte unterhalten will und gleichzeitig mehrere Kriege führen. So wird denn auch eine ins Gewicht fallende Zahl von Soldaten bei der Grundausbildung verletzt. Für diese verletzten Soldaten hat die Army eigene Einheiten eingerichtet, eines davon in Fort Sill. Nun ist herausgekommen, daß die verletzten Soldaten dort nicht medizinisch behandelt wurden, aber dafür mißbraucht. Ein weiteres Dokument, wie absurd bereits die Situation im US-Militär ist.

Insgesamt wurden 1100 verletzte Soldaten im letzten Jahr aus der normalen Ausbildung genommen und in speziellen Einheiten „behandelt“, die Artillerie-Soldaten davon in Fort Sill. Dabei geht es sowohl um ernsthaft erkrankte als auch um Soldaten, die Verletzungen davon getragen haben. Warum überhaupt eine so große Anzahl dieser Rekruten in Behandlung muß und nicht weiter normal ausgebildet werden kann, ist noch gar nicht untersucht worden.

Was geschah mit Mathew Scarano
Lediglich die Mißhandlungen bzw. Mißbräuche in Fort Sill sind an die Öffentlichkeit gekommen, weil dort jetzt Soldaten gestorben sind, unter ihnen Mathew Scarano. Der hat vor seinem Tod über die Behandlung in Fort Sill in einem Brief nach Hause geschrieben: „Ich bin hier Gefängnisinsasse. Ich habe einige Kollegen hier gefragt, die Tätowierungen tragen, die sie als Ex-Gefangene ausweisen, was sie vorziehen würden: Gefängnis oder Fort Sill. Bis jetzt habe ich nur solche gefunden, die „Gefängnis“ geantwortet haben.“

Befragt zu den Beschwerden von Familien und Soldaten, mußte die Army zugeben, daß in den Rehabilitationszentren keine Personen mit medizinischen Kenntnissen kommandieren, sondern Fachsoldaten, also ein Artillerieoffizier in Fort Sill. Man mußte auch zwei Feldwebel strafversetzen. Der eine hatte einen Soldaten mit Tritten ans Knie malträtiert, an dem der Soldat operiert worden war. Der andere hatte es sich zur Spezialität gemacht, die Soldaten die ganze Nacht durch mit Übungen zu wecken, auch solche, die massiv mit Schlafmittel wegen ihrer Verletzungen behandelt wurden.

Die beiden Toten wurden nach Angaben der Armee versehentlich mit zu hohen Dosen der für sie vorgesehen Medikamente behandelt. Da es keine Ärzte gab, kann so etwas leicht passieren. Die Armee gab an, daß man nun in allen Behandlungszentren Ärzte als Kommandierende eingesetzt hat. Außerdem wurde jetzt angeordnet, daß die kranken und verletzten Rekruten nach drei Monaten einer allgemeinen Untersuchung und Beurteilung unterzogen werden müssen, sowie danach monatlich, wenn sie weiterbehandelt werden müssen. Fragt sich, was man vorher gemacht hat. Einfach für ein halbes Jahr weggeschlossen?

Strafbehandlung für Verletzte
In Interviews mit Soldaten und Angehörigen wurde vor allem angeprangert, daß die verletzten und kranken Soldaten Strafbehandlung bekamen, weil sie Simulanten seien. Die Soldaten beschwerten sich besonders, daß ihre Verletzungen und Krankheiten nicht behandelt wurden. Ärzte waren nicht verfügbar, weil die Army-Ärzte im Irak und in den Krankenhäusern gebraucht werden, wo sie Verletzten aus dem Irak behandelt werden.

„Brutale und ungewöhnliche Behandlung, das war es,“ sagte einer der Angehörigen. Die Soldaten berichteten, daß an einem verlängerten Wochenende, als alle anderen Heimaturlaub bekamen, die Verletzten-Einheiten damit beauftragt wurden, das Wachs mit Messern vom Holzfußboden zu kratzen. Bei diesem tagelangen Kratzen verschlimmerte sich u.a. die Schulterverletzung eines Soldaten. Überhaupt wurde bemängelt, daß die Soldaten oft weit länger als nötig in den Verletzten-Einheiten belassen wurden.

Gravierende Misshandlung
Die Mißhandlungen ihres Sohnes waren so gravierend, berichtet eine Mutter, daß sie besorgter um ihn war als um ihren anderen Sohn im Irak. Tritte waren an der Tagesordnung und die Soldaten wurden schwer beschimpft. Die Beschwerden der Soldaten und Angehörigen wurden mißachtet, bis die linke Web-Site „Counter-Punch“ von den Mißhandlungen erfuhr und dies veröffentlichte. Erst dann reagierten die Militärs.

Der verstorbene Scarano hatte sich eine schwere Schulterverletzung bei einem Fall zugezogen. Offenbar wurde die Schulter überhaupt nicht behandelt. Stattdessen wurde er mit Medikamenten vollgestopft. Er schrieb in einem Brief vor seinem Tod, daß er Fentanyl, Ambien, Seroquel, Tylox und Oxycontins verabreicht bekam, daneben auch noch Trazadone. Es wird vermutet, daß er an Nebenwirkungen von Medikamenten oder an einer Überdosis starb. Die Todesursache ist Wochen nach seinem Tod noch ungeklärt.

Krieg

US-Truppen betreiben Genozid im Irak

Karl Weiss – Daß 200.000 bis 300.000 Ziviltoten (je nach Quelle) des Irak-Kriegs seit 2003 auf das Konto des völkerrechtswidrigen Überfalls der US-Militärs und ihrer „Koalition der Willigen“ gehen, steht fest. Daß dabei aber auch eine große Anzahl von Massakern, also von bewußten und willkürlichen Ermordungen ganzer Gruppen von Zivilisten, begangen wurde, wird nun immer klarer. Es handelt sich also um einen Genozid im eigentlichen Sinne, denn dabei sind meist auch Frauen und Kinder betroffen.

Danke, Peter Handke, für die erneute Klarstellung dieser Begriffe. Selbst der Quisling der US-Regierung, der „Ministerpräsident“ Maliki, kam nun nicht mehr umhin festzustellen, daß die US-Truppen „gewohnheitsmäßig Zivilisten angreifen“.

Es war schon von Anfang an die Charakteristik des US-geführten Irak-Überfalls, die Ziviltoten als „nicht existent“ zu betrachten, einfach nicht zu beachten. Man weigerte sich, die Zahl der getöteten Zivilisten mitzuteilen, so als ob man nicht der Verantwortliche in einem besetzten Land wäre.

Allein davon ging bereits eine klare Botschaft an die eigenen Soldaten aus: Keinerlei Rücksicht auf Zivilisten! Die sind es nicht einmal wert, daß ihre Toten gezählt werden.

Insoweit ist auch die angebliche „Aufklärung“ eines dieses Massakers, das von Haditha, nichts als Heuchelei. Wiederum, wie damals in My Lai, sind irgendwelche kleinen Befehlsempfänger auf der Anklagebank – und nicht einmal die werden entsprechend der Taten verurteilt. So als gäbe es keine militärische Befehlskette. So als ob der Fisch nicht immer von Kopf her stinkt.

Da überrascht es doch bis zu einem gewissen Grad, daß nun der Ober-Quisling der Besatzer, Maliki, klare Worte sprach. Er war nach einem langen Ringen zum „Ministerpräsidenten“ des besetzten Landes bestimmt worden, nachdem die US-Regierung den vorher von den Schiiten festgelegten Kandidaten abgelehnt hatten. Man darf also unterstellen, daß dieser Maliki sich durch ein besonders gummiartiges Rückgrat auszeichnet.

Trotzdem kam er nicht umhin, nun seine Paten zu kritisieren. Die ‚New York Times’, die in dieser Hinsicht nicht lügen würde, zitiert ihn mit: „Gewalt gegen Zivilisten [durch US-Truppen] ist zu einem alltäglichen Problem“ geworden. Und: „Sie zerquetschen sie mit ihren Fahrzeugen und töten sie nur auf Verdacht hin“.

Inzwischen ist aufgrund der Veröffentlichung eines Videos durch die BBC auch ein weiteres Genozid-Massaker bekannt geworden, das vor kurzem, im März 2006, in der Stadt Ishaki verübt wurde.

Das reiht sich nahtlos in die Geschichte der Vereinigten Staaten von Nordamerika ein. Nach dem Genozid an den Indianern, der überhaupt diesen Staat erst möglich machte, nach dem Genozid in Vietnam, nun der Genozid im Irak.

Krieg

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?

Stephan Fuchs – In den 80er Jahren wurden mit Drogengeldern illegal Waffen für die nicaraguanischen Contras bereitgestellt. Der Deal, der das Weiße Haus in seinen Grundfesten erschütterte, ging als Iran-Conta-Skandal in die Geschichte ein. Jetzt, 25 Jahre später, geht es möglicherweise erneut darum, im verborgenen eine militärische Macht aufzubauen, diesmal die Mujaheddin-e Khalg gegen Iran.

Um solche Operationen hinter dem Kongress zu finanzieren, könnten der Opiumfluss aus Afghanistan und Kokain aus Südamerika als Finanz- und Schmiermittelkanäle reaktiviert worden sein. Von den Mujaheddin-e Khalq (MEK)-Einheiten weiß man, dass sie im Heroinhandel tätig sind. Denkbar ist auch, dass sie in den Genuss früherer Kalashnikow-Waffen aus dem Jugoslawien-Krieg gekommen sind.

Vermuten lässt dies ein seltsamer Schulterschluss zwischen Amerika und der als terroristisch eingestuften MEK und ein seltsamer Waffendeal, bei dem der dubiosen Waffenhändler und KGB Mayor Victor Bout im August 2004 über den amerikanischen Stützpunkt Tuzla in Bosnien Herzegowina Waffen aus dem Jugoslawien-Krieg verschwinden ließ.

In den 60er Jahren waren die MEK aktiv im Kampf gegen den Schah und töteten in dieser Zeit auch US-Soldaten. 1979 nahmen sie an der Revolution an der Seite von Ayatollah Khomeini teil. In den 80ern brachen sie mit den Mullahs, gingen in den Untergrund und verübten Anschläge gegen Zivilisten. 1986 muss der MEK-Führer Rajavi sein Exil in Frankreich auf Druck der Regierung in Paris verlassen. Sein neuer Gastgeber: Iraks Machthaber Saddam Hussein, Todfeind der Mullahs. Dabei zeigt sich Saddam großzügig, überlässt den MEK-Einheiten Stützpunkte und liefert ihnen schwere Waffen. Im Mai 2003 rollen US-Panzer beim Hauptquartier der Mujahedin 100 km nördlich von Bagdad vor. Es fällt kein Schuss. Die MEK hat sich während der Operation “Enduring Freedom” für neutral erklärt und übergibt bereitwillig alle schweren Waffen. Die MEK ist fortan die einzige terroristische Vereinigung dieser Welt, mit der die US-Armee ein offizielles Waffenstillstandsabkommen ausgehandelt hat.

MEK, die nützlichen Idioten?
Daniel Pipe, Direktor des Middle East Forum und Mitglied im Project for the New American Century verteidigt die MEK konsequent und seine Meinung soll hier zitiert sein:

„Die MEK ist nicht die typisch antiwestliche Gruppierung, sondern eine Organisation mit einer starken politischen Präsenz in westlichen Hauptstädten und mehr als 3.000 im Irak stationierten Soldaten, die sich einem einzigen Ziel verschrieben hat: den Sturz des „Erzfeindes”, der Islamischen Republik Iran.“

Und weiter:

„Kann die MEK nützlich sein? Ja. Westlichen Spionage-Organisationen fehlt die „menschliche Komponente” – was heißt: Spione im Iran selbst, statt Augen am Himmel. Militärkommandeure der Koalition sollten die MEK nach Informationen über die Agenten der iranischen Mullahs im Irak befragen. Die MEK kann auch Schlüsselinformationen über Entwicklungen im Iran liefern – wo sie, trotz einer Tendenz zu Übertreibungen, einige wichtige Quellen abschöpfen kann. Ihre Information Mitte 2002 über das Atomprogramm des Iran war z.B. besser als das, was die Internationale Atomenergiebehörde wusste, was eine geschockte US-Regierung veranlasste, eine Untersuchung zu betreiben, die bestätigte, wie weit fortgeschritten die Iraner beim Bau einer Atombombe waren.“

Unsere Terroristen sind gute Terroristen
Nicht nur als „bestinformierte“ Atomspione profilieren sich die MEK-Terroristen. Ihre Kämpfer könnten auch bei einem Militärschlag gegen den Iran eine wichtige Rolle spielen. Tausende stünden bereit, ihr Leben für ein neues Iran zu lassen. Die MEK sei der geheime Bündnispartner der USA, meint Ex-CIA-Agent Ray McGovern laut einem Bericht der WDR-Sendung Monitor vom Februar 2005.

Folgend ein Auszug aus der Monitor-Sendung des WDR vom 3. Februar 2005

Ray McGovern, Ex-CIA-Beamter:
“Warum arbeiten die USA mit Organisationen, wie den Volksmujahedin zusammen. Ich denke, weil sie vor Ort sind, und weil sie bereit sind, sich für uns einspannen zu lassen. Früher galten sie für uns als Terrororganisation. Und genau das sind sie auch. Aber jetzt sind sie unsere Terroristen und wir zögern nicht, sie dorthin zu schicken.”

Karen Kwiatkowski, Ex-Pentagon-Beamtin: “Bereits im Herbst 2002, als der Präsident noch um Zustimmung für die Invasion in den Irak warb, schaute das Amt für spezielle Planung schon auf den Iran. Und die Neokonservativen dachten darüber nach, wie man mit dem Iran verfahren sollte. In ihrem Weltbild ist der Iran schon seit langem ein Zielobjekt.”

Seit Jahren dringt das Pentagon darauf, sie von der Terroristenliste zu streichen, sie als Widerstandskämpfer anzuerkennen. Für die Kriegsplaner sind sie die geborenen Alliierten, geschult in Sabotagetechnik, diszipliniert, gedrillt.

Ray McGovern, Ex-CIA-Beamter: “Sie werden jetzt über die Grenze in den Iran geschickt. Für die übliche Geheimdiensttätigkeiten. Sensoren anbringen, um das iranische Atomprogramm zu überwachen. Angriffsziele für die Luftwaffe markieren. Vielleicht auch geheime Lager einrichten und die Truppenstationierung überwachen. Und ein bisschen Sabotage.”

Karen Kwiatkowski Ex-Pentagon-Beamtin: “Die Volksmujahedin sind bereit, Dinge zu tun, für die wir uns schämen müssten, und über die wir am liebsten schweigen. Doch genau für solche Aufgaben benutzen wir sie.”

Ein mysteriöse Waffendeal?

Im August 2004 ereigneten sich laut Amnesty Report “Dead on Time” merkwürdige Dinge. Von der Luftwaffenbasis Eagle in Tuzla, Bosnien-Herzegowina wurden vier Flüge mit Tonnagen an Kalaschnikow-AK47-Gewehren in den Irak organisiert. Die Waffen waren für die Aufrüstung der irakischen Armee gedacht. Der vierte Flug, am 21. August 2004 mit einer russischen Ilyushin 76 und der Registrationsnummer ER-IBV, flog illegal. Die Waffen kamen nie am Bestimmungsort an. Auftraggeber der Lieferungen: die amerikanische Firma Taos Industries. Verantwortlich für die Maschine: Aerocom. Eine Frachtfirma des bekannten notorischen Waffenschmugglers und Ex- KGB Agenten Victor Bout. Eine seltsame Konstellation für Waffenlieferungen.

5 Monate nach dem monströsen Waffen-Deal verstarben die beiden Brüder und Besitzer der Firma Taos Industries bei einem Flugzeugunfall in Huntsville. Die Waffen freilich wurden nicht gefunden. Vermutet werden sie bei der MEK. Jetzt stellt sich die Frage: Gibt es da Berührungspunkte zwischen dem Heroin- und Kokainhandel aus Afghanistan und Südamerika?

Fallout an Heroin
Wird WM Attentat in Deutschland Auftakt zum Irankrieg?
Pizza aus dem Hindukusch gefällig?
Krausköpfe mit Stinger-Raketen
DC 9 Kokainflieger war in Kolumbien
Iran Sammlung

Krieg

Wird WM Attentat in Deutschland Auftakt zum Irankrieg?

Stephan Fuchs – Wie eine Eilmeldung von Christoph R. Hörstel erwähnt, mehren sich Hinweise auf einen grösseren Anschlag auf deutschem Boden während der Fussball WM. Der Anschlag soll die westliche Welt wieder auf Kriegskurs bringen.

Die Eilmeldung des ehemaligen Journalisten, Sprecher des Friedenskreises und Beirat der Deutsch-Arabischen Gesellschaft stützt sich auf die Aussage eines amerikanischen NSA Mitarbeiters und schürt den Verdacht, dass ein Attentats Event geplant sein könnte. Der Friedenskreis ging bislang davon aus, dass ein solcher Terroranschlag ab Oktober in Israel stattfinden würde. Ein Anschlag während der Fussball WM im Juni käme nun allerdings strategisch praktisch gelegen. In dieser Zeit findet in der Region Persischer Golf / Indischer Ozean offensichtlich ein Ablöse Manöver der Flugzeugträger statt. In dieser Zeit kreuzen somit vier anstatt zwei Trägergeschwader und würden zusammen eine verheerend geballte Feuerkraft darstellen.


Bald eine geballte Feuerkraft?

Mit einem Terroranschlag auf das Spiel der Spiele und einer Verknüpfung der ausführenden Terrorzelle zum Iran würde wohl unweigerlich ein massiver Luftschlag gegen Iran auslösen. Ein Szenario das erschreckende Folgen hätte.

Die Eilmeldung, welche auf der Seite Profi-Reporte.de publiziert wurde, fügte auch ein Auszug des angeblichen NSA Mitarbeiters bei:

Here are some further details.The French have pulled the Charles DeGaulle carrier group back to home port, arriving as of June 9. This is a change, and, I think, a reflection of French recognition that any military action against Iran would create a hideous blowback.

On the World Cup targeting, the Israelis are already putting out the line that Hezbollah, on behalf of Iran, is planning attacks on some of the soccer matches. This would be a possible trigger for military strikes on Iran, in „retaliation.“ US is covertly arming both MEK (Mujahideen e-Khalq) and PKK terrorists for operations inside Iran. Weapons to MEK are coming from Bosnia, with US complicity. US is also trying to get Azerbaijan cooperation, to stir up Azeri minorities in northwest Iran,
along Caspian Sea region.

US carrier groups are criss-crossing Persian Gulf and Indian Ocean for much of the middle of June, so this is a window of opportunity with assets in the area. Looks like some people in US institutions are foreseeing financial shocks of commodity hyperinflation, and worry about a new oil shock, with a hit on Iran triggering price spikes to $120 per barrel. US economy could not withstand such a new hyperinflationary shock. So maybe cooler heads are trying to weaken the war drive, which is led by Cheney.

Der Bericht erhält besondere Brisanz durch die Tatsache, dass das US-Angebot an den Iran zu direkten Gesprächen so abgefasst war, dass der Iran dies vorhersagbar ablehnen musste.

Profi-Reporte.de sieht, nach einiger Skepsis, den Bericht als authentisch an. Einige interessante Verknüpfungen gibt es, auch wenn die Terrorwarnung ein Flop sein sollte: Waffen aus bosnischen Waffenbeständen könnten durchaus durch amerikanische, deutsche und schweizerische Hände an MEK Einheiten gelangt sein. Dies würde das verschwinden einiger Tonnen Kalaschnikows erklären, die eigentlich für die Aufrüstung der neuen irakischen Armee gedacht war. Die Waffen kamen nie an und keiner will wissen wo sie sind.

2004 vergab das US-Verteidigungsministerium an das amerikanische private militärische Transportunternehmen Taos Industries aus Madison, Alabama den Auftrag, Waffen in Bosnien-Herzegowina zu beschaffen. Taos Industries wiederum nahm dazu ein Netzwerk privater Waffenschieber, Sicherheitsfirmen und Luftfrachtfirmen unter Vertrag. Unter ihnen Firmen des notorischen Waffenhändlers und Ex-KGB Mannes Victor Bout. Brisant: 5 Monate nach dem monströsen Waffen-Deal verstarben die beiden Brüder und Besitzer der Firma Taos Industries bei einem Flugzeugunfall in Huntsville.

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?
Iran Sammlung

Krieg

Pentagon gibt Bombardierungsplan Iran bekannt

Karl Weiss – Wie der britische „Herald“am 16.5.06 meldete, hat das US-Verteidigungsminister Einzelheiten seines Plans zum Militärschlag gegen den Iran bekanntgegeben. Da man allerdings solche Pläne nicht bekanntgibt, wenn man den Angriff demnächst durchführen will, bedeutet dies eher, daß die US-Regierung beschlossen hat, den Angriff auf den Iran jetzt noch nicht durchzuführen, wahrscheinlich nicht vor den Wahlen in den USA im Spätjahr.


Kommt was geflogen?

Der Plan umfaßt, wie schon zu erwarten war, lediglich intensive Luftschläge, keinen Invasionsplan auf der Erde. Es ist ein Bombardement in Wellen vorgesehen, das 5 Tage andauern soll. Es soll im wesentlichen mit B 52-Bombern durchgeführt werden, die direkt von Basen in Missouri, von Diego Garcia im Indischen Ozean oder von Guam im Pazifik aus operieren sollen. Es wird nicht erwähnt, wo sie vor dem Rückflug zwischenlanden sollen (ganze Staffeln von B52-Bombern können nicht in der Luft aufgetankt werden, dazu gibt es nicht genug Tankflugzeuge).

Zwar wäre eigentlich die britische Basis in Fairford/Gloucester für solche Schläge vorgesehen gewesen, da sich aber England gegen die ‚militärische Option’ ausgesprochen hat, wurde diese Air-Base nicht mehr in die Planung einbezogen.


Warten…

Insgesamt seien etwa 400 Ziele ausgewählt worden, die bombardiert werden sollen. Darunter sind 24 Ziele, die mit atomaren Entwicklungen zu tun haben, neben 14 Militärflugplätzen und Radarstationen sowie einer Anzahl von Hauptquartieren der revolutionären Garden.

Insgesamt 75 der Ziele sind in unterirdischen Anlagen, die mit sogenannten Bunker-Buster-Bomben angegriffen werden sollen. Unter ‚Bunker-Buster’ hat das US-Militär immer Atombomben verstanden. Es ist nicht klar, ob das auch hier vorgesehen ist, muß aber befürchtet werden.

Zur Vorbereitung der Angriffe sollen zunächst Flugabwehr-Stationen und Flugabwehr-Radar-Unterstützungen des Iran mit Tomahak-Raketen (Cruise Missiles) angegriffen werden, die von Unterseebooten gestartet werden und anschließend durch Kampfflugzeuge außer Gefecht gesetzt werden, die von Flugzeugträgern im Persischen Golf und im Indischen Ozean starten sollen.

Der „Vorzeige-Bombenangriff“
Es ist auch ein Alternativplan berichtet worden, der lediglich als „Vorzeige-Bombenangriff“ einen solchen gegen zwei besonders wichtige Ziele beinhaltet, so wie z.B. die Uran-Anreicherungsanlage in Natanz oder der Uran-Hexa-Fluorid-Anlage in Isfahan.

Teil des Planes ist auch die besondere Sicherung der britischen Soldaten in Basra im südlichen Irak, um sie gegen eventuelle Racheschläge von Schiiten zu schützen. Im Südirak gibt es eine besonders hohe Konzentration von schiitischen Mohammedanern, die die Schiiten im Iran zweifellos als ihre Brüder ansehen.

Wenn solche Pläne, wie in diesem Fall, vor einem möglichen Krieg bekanntgegeben werden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man will einfach nur drohen und den möglichen Gegner dadurch dazu bringen, klein beizugeben, indem man ihm das Ausmaß solcher Schläge klarmacht. Dies beinhaltet, daß man wahrscheinlich diese Luftschläge gar nicht durchführen wird bzw. jedenfalls zunächst nicht durchführen wird.

Eine andere Möglichkeit, weniger wahrscheinlich, wäre, daß man bewußt einen falschen Plan an die Öffentlichkeit bringt, der dazu führen soll, daß der Gegner sich auf ihn vorbereitet, dann aber von einem völlig anderen Vorgehen überrascht wird.

Es ist auch eine Mischung der beiden Gründe vorstellbar. Dann würde der Plan z.B. wesentliche Teile des Vorgehens nicht beinhalten, seine Veröffentlichung gleichzeitig aber vor allem zur Abschreckung vorgesehen sein. Diese letztere Möglichkeit dürfte die wahrscheinlichste sein.

Auffallend ist, daß die ganz offensichtlich bereits vorbereiteten Schläge durch Agenten und Dissidenten innerhalb des Iran hier überhaupt nicht erwähnt sind, obwohl bereits deutlich geworden ist, daß eine in Gewicht fallende Anzahl solcher Agenten und Dissidenten bereits im Iran sind und Vorbereitungen treffen. Es ist auch bereits bekannt, daß israelische und andere Agenten zusammen mit irakischen Kurden in den Iran eingesickert sind, um zusammen mit den dortigen Kurden einen Aufstand gegen die Zentralregierung vorzubereiten, wenn der Krieg gestartet wird. Auch davon ist keine Rede.

Wie auch immer, bei der Veröffentlichung handelt es sich um einen Teil der psychologischen Kriegsführung des Pentagon.

Das Iran Dossier

Krieg

Robert Fisk: Westen verstärkt aus Pakisten bedroht

Karl Weiss -18.5. 2006 — Während sich die westliche Welt, sprich: die US-Regierung und ihre Schoßhündchen, lauthals um den Iran sorgen, bleibt eine einfache Wahrheit völlig unbeachtet: Pakistan, das zweitgrößte islamischen Land nach Indonesien mit der wahrscheinlich höchsten Anzahl an militanten Islamisten und Terror-Ausbildungs-Camps, wahrscheinlicher Aufenthaltsort von Osama bin Laden und der Mehrheit der Taliban, hat bereits die Atombombe und hat auch Raketen, die eine solche in entfernte Ziele tragen können.


Hightech auf den Schultern

In einem Interview, das er am Wochenende der „Folha de São Paulo“ gab,hat der englische Journalist Robert Fisk, der im Libanon lebt und als der best informierte westliche Journalist des Nahen Ostens gilt, darauf aufmerksam gemacht, daß im Moment die bei weitem größte terroristische und allgemeine Gefahr für den Westen von Pakistan ausgeht.

US freundliches Regime?
Fragt man, warum sich niemand um Pakistan sorgt, so bekommt man stereotyp die Antwort: Weil Pakistan ein US-freundliches Regime hat. Nun, was ist US-freundlich in Pakistan? Man gestattet den US-Truppen Stützpunkte, Benutzung von Flughäfen und Überflugrechte, man läßt die CIA im Land toben, man gestattet US-Firmen, pakistanische Arme auszubeuten.

Doch was ist US-freundlich daran, die Taliban zu beherbergen? Was daran, Osama bin Laden Unterschlupf zu gewähren (falls es den noch gibt)? Oder daran, die Scharia in weiten Teilen des Landes anzuwenden? Man gibt keine Erklärungen gegen Israel ab, stellt aber in ganz anderer Weise eine unmittbare und akute Gefahr für dies Land dar als die eventuellen Ambitionen Irans, die noch viele Jahre keine Chance auf Verwirklichung haben – wenn sie denn bestehen.


Sind wohl keine Lausbuben

In keinem anderen Land der Welt werden soviel potentielle Terroristen ausgebildet wie in Pakistan (abgesehen vom Irak, aber das haben sich die US-Politiker selbst zuzuschreiben). In keinem anderen Land gibt es so viele Zwangsheiraten, so viele abgehackte Hände, gesteinigte und ausgepeitschte Frauen, öffentlich Gehenkte wegen Übertretung islamischer Gesetze usw. Nirgends werden die Rechte der Frauen so mit Füßen getreten. Wenn irgendwo die islamistischen Horrorgemälde Wirklichkeit sind, dann in Pakistan.

Wessen Hunde sind von der Leine gelassen?
Die jetztige Regierung Pakistans ist US-freundlich. Ja und? War nicht auch Saddam Hussein ein hochgerüsteter Verbündeter der USA, der sogar im Auftrag der US-Regierung den Iran überfiel? War Osama bin Laden nicht CIA-Agent? Wurden die Taliban nicht mit US-Hilfe so groß wie sie jetzt sind, weil man sie damals gegen die Sowjetunion in Afghanistan hochpäppelte? Eine Regierung kann rasch ihre Politik wechseln oder kann abgelöst werden. Die Atombomben und Trägerraketen aber bleiben.

Alles, was man im Iran gefunden hat, das Verdacht bezüglich möglicher Ambitionen auf Atombomben weckte, stammte aus Pakistan. Man hatte Gerätschaften in iranischen Atomanlagen gefunden, an denen winzige Spuren hochangereicherten Urans nachzuweisen waren. Das war die einzige reale Grundlage all dieser Spekulationen. Es hat sich aber längst herausgestellt, daß es sich um Gerätschaften handelte, die von Pakistan geliefert worden waren und deshalb schon mit hochangereichertem Uran in Kontakt gekommen waren.

Aber über Pakistan ist die US-Regierung nicht besorgt. Man mag den jetzigen dortigen Diktator mit viel Korruption und wohl auch dem Wissen über dessen Leichen im Keller im Zaum halten – aber das galt auch für Saddam Hussein (dem man im Moment gerade mit diesen ‚Leichen im Keller’ den Schauprozess macht).

Wenn der offizielle Untersuchungsbericht über die Anschläge vom Juli letzten Jahres in London stimmt, dann waren zwei der „britischen Jungs“, die das angeblich als Selbstmordattentäter begangen haben sollen, auf Ausbildung…..Wo? Im Irak? In Afghanistan? Nein, in Pakistan!

Erzfeind
Und da schließ Präsident Bush auch noch mit dem alten Erzfeind Pakistans, mit Indien, einen riesigen Atomdeal ab! Was soll Pakistan dazu sagen?Danke Bush? Was, wenn in Pakistan Kräfte an die Macht kommen, die sich von der US-Regierung verraten fühlen?

Laut der Washington Times vom 13. Mai hat Pakistan begonnen, Material für den Aufbau einer Atomindustrie nach Syrien zu liefern. Dies bezieht sich auf einen bekannt gewordenen Bericht aus dem Jahre 2004. Aber wir reden nur vom Iran.

Wo bleibt der israelische Luftschlag auf die Atomanlagen Pakistans? Man ist absolut nicht beunruhigt in Tel Aviv? Sollte man aber! Im Gegensatz zu den iranischen Ayatollahs, die Schiiten sind, handelt es sich in Pakistan im wesentlichen um Sunniten. Läutet da keine Alarmglocke?

Wer sind die Träger des erbitterten Widerstands im Irak? Die Sunniten, nicht wahr?

Oder kapieren wir normalen Menschen nur einfach nicht, daß es um das alles nicht geht, nicht um Islamismus, nicht um abgehackte Hände, nicht um eine ernsthafte Gefährdung Israels, nicht um Sunniten oder Schiiten, nicht um Frauenrechte und vor allem nicht um Terroristen (die sind willkommener Vorwand), sondern daß schlicht und einfach die Dominanz über den Nahen Osten der Punkt ist, denn die kann man nicht von Pakistan aus haben – und noch ein kleines Detail: Während der Irak und der Iran zu den größten Erdölförder- und -exportländern gehören (bzw. bezüglich des Iraks gehörten), hat Pakistankein Öl .

Krieg

Wie viele Beine hat Al Zarqawi?

Karl Weiss – Gibt es Al-Zarqawi? Zumindest gab es ihn. Falls es ihn noch gibt, müßte er nur ein Bein haben – aber das könnte bereits ein Teil der Desinformationskampagne gewesen sein. Das nämlich, so entnehmen wir jetzt – keineswegs verwundert – der „Washington Post“, ist die Al Zarqawi-Story, zumindest in ihrer offiziellen Version. Bewußter, andauernd wiederholter Bullshit – und alle Mainstream-Medien tun beschäftigt und reden über etwas anderes, als hätten sie nicht mitgemacht. Was das berühmte Fünkchen an Wahrheit dahinter ist, kann man nur erraten.

Es war für jeden verständigen Menschen, der die ihm vorgesetzten „Informationen“ kritisch betrachtet, bereits einige Zeit abzusehen, daß ein einzelner Mann nicht all das anstellen kann, was man Al-Zarkawi andichtete, dem angeblich „zweiten Mann“ der Al-Quaida nach Bin Laden, und angeblich Verantwortlichen für alle Anschläge auf schiitische Zivilisten im Irak.

Nun aber haben wir es schriftlich, denn die Quelle, die „Washington Post“, ist über jeden Zweifel erhaben. Sie berichtet von Dokumenten über die Desinformationskampagne PSYOP, die ihr aus Kreisen von US-Stasi Diensten zugespielt wurden. Da heißt es u.a.:

„“The Zarqawi campaign is discussed in several of the internal military documents. „Villainize Zarqawi/leverage xenophobia response,“ one U.S. military briefing from 2004 stated. It listed three methods: „Media operations,“ „Special Ops (626)“ (a reference to Task Force 626, an elite U.S. military unit assigned primarily to hunt in Iraq for senior officials in Hussein’s government) and „PSYOP,“ the U.S. military term for propaganda work…“

Sarkawi Kampagne wurde disskutiert
„Die Sarkawi-Kampagne wird in mehreren internen Militärdokumenten diskutiert. ´Sarkawi diffamieren / fremdenfeindliche Antwort zum eigenen Vorteil nutzen´, legte eine Lagebesprechung des US-Militärs von 2004 dar. Sie listete drei Methoden auf: „Medienoperationen“, „Spezialoperationen (626)“ (eine Referenz auf die Task Force 626, eine Elite-Einheit des US-Militärs mit dem primären Auftrag, im Irak hochrangige Funktionäre aus Husseins Regierung zu jagen) und „PSYOP“, die Bezeichnung des US Militärs für Propagandaarbeit…


Welches Bein nehmen wir heute?

Und: The military’s propaganda program has „largely been aimed at Iraqis, but seems to have spilled over into the U.S. media. One briefing slide about U.S. „strategic communications“ in Iraq, prepared for Army Gen. George W. Casey Jr., the top U.S. commander in Iraq, describes the „home audience“ as one of six major targets of the American side of the war.“ Das Propagandaprogramm des Militärs ist „weitgehend auf Iraker ausgerichtet gewesen“, aber scheint in die US-Medien übergeschwappt zu sein. Ein Lagebesprechungsdia über „strategische Kommunikation“ der USA im Irak, das für Army-General George W. Casey Jr., US-Oberbefehlshaber im Irak, vorbereitet worden war, beschreibt die „heimatliche Zuhörerschaft“ als eine von sechs Hauptzielgruppen der amerikanischen Kriegspartei.“

Und: „An internal document produced by U.S. military headquarters in Iraq, states that „the Zarqawi PSYOP program is the most successful information campaign to date.“ Ein internes Dokument, welches vom US Militärhauptquartier im Irak produziert worden war, stellt fest, daß „das Sarkawi PSYOP-Programm die bislang erfolgreichste Informationskampagne ist.“

Damit wissen wir nun, es war alles ein Propagandafeldzug, der Jordanier Al-Zarkawi, 2. Mann hinter Bin Laden in der Al Quaida, Führer der Al Quaida im Irak, der von Stadt zu Stadt mit Siebenmeilenstiefeln eilt, Terroranschläge konzertiert und einfach nicht zu fangen ist – und ganz nebenbei noch die Terroranschläge von Madrid, von London und von Amman konzertiert, der in der Lage ist, sich aus einer Einkreisung herauszubeamen, der bereits vor dem Irak-krieg im Irak gewesen sein soll – alles Fake (anderer Name für „Informationskampagne“).

Nur, diese Erkenntnisse aus der „Washington Post“ sind bereits vom 10. April – genug Zeit also, daß die Redaktionen aller Fernsehsender und aller Wochenmagazine und aller Zeitungen den Mund vor Staunen wieder zukriegen und die Leserschaft/Zuschauer um Entschuldigung bitten, daß sie sich von der PSYOP der US-Dienste haben einwickeln lassen und statt zuverlässiger, nachgeprüfter Wahrheiten Propaganda-Stücke der US-Regierung verbreitet haben, ohne sie als solche zu kennzeichnen.

Sehen Sie selbst nach, lieber Leser, erinnern Sie sich, wer hat diese Berichtigung gebracht? Spiegel? Focus? Tagesschau? Heute? RTL? N-TV? Welt?, FAZ?, Süddeutsche?, Tagesspiegel? TAZ? Irgendwer? Niemand!

Was heißt das? Was heißt es, wenn jemand Falsches verbreitet hat und es kommt heraus, daß es falsch ist, wenn er dann in Schweigen fällt und verzweifelt über Anderes redet? – Genau! Er hat bewußt gelogen – er wußte, daß es falsch war!

In der Berliner Umschau konnten Sie dagegen im Artikel „Endlich, endlich, endlich!“ bereits vor über einem Jahr, am 29.3.05 folgende ironische Bemerkungen lesen: „Es soll (immer noch) einen Musab al-Zarqawi geben, der einmal Stellvertreter von Osama Bin Laden in der Führung der Al Quaida gewesen sein soll. Außer US-amerikanischen Quellen, die natürlich nichts mit dem CIA zu tun haben, hat ihn seit Jahren niemand gesehen, aber die US-Regierung weiß sicher, daß er andauernd Anschläge im Irak verübt – die rein zufällig alle CIA-Handschrift haben – und daß sie ihn andauernd im Irak fast erwischt haben – fast. Doch nun, so erklärte mit stolz geschwellter Brust am Ostersonntag der irakische Innenminister Quisling Falah al-Naqib, habe man ihn eingekreist. Endlich, endlich, endlich!“

Na, nun mal langsam mit die junge Pferde, mag da nun jemand sagen, aber irgendetwas muß doch dran sein, an der Geschichte mit Al Zarkawi – und die Terroranschläge finden schließlich statt! Das stimmt.

Al-Zarqawi ist tot
Bereits damals schrieb die Berliner Umschau im genannten Artikel: „Fragt man Leute aus dem irakischen Widerstand, dann sagen die, Al-Zarqawi sei seit Jahren tot. Die Anschläge auf Märkte mit vielen Ziviltoten und auf betende Gruppen von schiitischen Moslems, die von US-Offiziellen ihm zugeschrieben wurden, würden nur den US-Interessen nutzen.(…) Und die Anschläge eines Stellvertreters von Osama Bin Laden dienen US Interessen???

Aber der CIA, der CIA ist eine engelgleiche Organisation, die niemals Terroranschläge auf Zivilisten durchführen würde.“

Was man noch halbwegs sicher weiß, ist, daß es einen Al Zarkawi gab, der damals ein Unterführer der Organisationseinheit des CIA war, die von Osama Bin Laden angeführt wurde, als die Jugoslawien-Teilungskriege tobten und die US-Dienste mit Hilfe dieser Gruppe, die sie der Einfachheit halber „Al Quaida“ nannten, den Bosniern Terror gegen die Serben beizubringen versuchten. Später war die gleiche Gruppe, wieder in CIA-Diensten, in Tschechenien tätig und lehrte wiederum Terrormethoden, diesmal gegen Rußland.

Gebildet worden war die Gruppe ursprünglich in Afghanistan, als fanatische Muslims gesucht waren, um dort einen Guerrilla-Krieg im Auftrag von US-Stasi-Diensten gegen die sowjetische Besatzung zu organisieren.

Irgendwann später, als es gegen das Jahr 2000 ging, soll diese Gruppe sich angeblich von ihren Auftrag- und Geldgebern abgewandt haben und entdeckt haben, daß diese in Wirklichkeit das Böse in Menschengestalt darstellten. Diese Story ist auch wenig glaubhaft, aber wir haben noch keine eindeutigen Beweise vorliegen, daß sie auch nicht stimmt. Wie auch immer, diese Gruppe, die nach damaligen Beschreibungen nie mehr als 20 Mitglieder hatte, soll dann angeblich eine Menge neuer Mitglieder angeworben haben, den Verlust des CIA-Apparates innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen haben und den größten Terroranschlag aller Zeiten, den des 11. September, ausgeführt haben.

Dem Erdboden gleichmachen
Sie soll dann in Afghanistan untergetaucht gewesen sein, weshalb die NATO dann beschloß, dieses geschundene Land erneut zu überfallen und noch mehr dem Erdboden gleich zu machen als es schon war. Nach den Aussagen von Leuten, die Al Zarkawi kannten, soll er bei diesem Angriff in Afghanistan ums Leben gekommen sein. Die Zeugen sagen, daß sie an seiner Beerdigung im Jordanien teilgenommen hätten.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, daß es gar nicht seine Leiche im Sarg war. Jedenfalls berichteten „amerikanische Sicherheitskreise“ kurz vor dem Überfall auf den Irak im März 2003, daß es auch Beweise gäbe, daß Saddam Hussein mit der Al Quaida zusammengearbeitet hätte. Der Al Quaida-Führer Al Zarkawi sei nämlich in einem Bagdader Hospital operiert worden. Man hätte ihm ein Bein amputieren müssen.

Diese Verbindung mit Al Quaida wurde dann später immer besonders betont, als sich die Massenvernichtungswaffen einfach nicht einfanden, weil dies doch die ganze Infamie des Charakters Husseins so richtig zeigte und somit der Überfall auch ohne sie berechtigt schien. Dies Argument mit dem fehlenden Bein Al Zarkawis hat aber einen Haken: In einem Interview, das er vor kurzem dem Fernsehsender ABC gab, erklärte der US-Vizepräsident Cheney nämlich, daß die US-Regierung nie behauptet habe, Hussein habe Verbindungen zur Al Quaida gehabt.

Amputiert PSYOPS Beine?
Wahrscheinlich war die Amputationsstory auch erfunden, lediglich ein Teil der PSYOP und nun, da man Al Zarkawi wiederauferstanden mit zwei Beinen braucht, um seine unglaublichen Aktivitäten nicht ganz so unglaubwürdig werden zu lassen, muß man einfach so tun, als hätte man die Operation in Bagdad nie behauptet (hat man ja auch nicht, waren ja ‚Sicherheitskreise’- und wer denen glaubt, ist selber Schuld).

Daß Al Zarkawi mit den Anschlägen in Madrid und dann in London zu tun hatte, wurde zwar im richtigen Moment geschickt in die Medien lanziert, aber die offiziellen Untersuchungsberichte beider Anschläge verneinen dies – wiederum eine ungeklärte Lüge im Al Zarkawi-Zusammenhang, die ebenfalls nie offiziell zurückgenommen wurde – auch in diesem Fall keine Entschuldigung von irgendeinem Organ der Medien.

Dann schließlich der dreifache Terroranschlag in Amman in Jordanien mit vielen Toten. Bereits nach zwei Tagen tönten alle Presse- und Fernsehorgane: Es war Al Zarkawi mit seinen Leuten aus dem Irak! Irgendwelche Beweise dafür wurden nie vorgelegt – aber wo kämen wir da auch hin, wenn man gegenüber der Al Quaida noch Beweise brauchte. Der Name sagt doch schon alles!

Tatsächlich waren die Tatsachen der Zerstörung und der Toten in den Hotels nicht in Übereinstimmung zu bringen mit der Internet-Botschaft, kurz danach verstärkt durch eine Audio-Aufnahme, in der die Al Quaida und Al Zarkawi mit seiner irakischen Truppe die Verantwortung übernahmen. Während in der Botschaft das Ziel der Anschläge als Israelis und US-Bürger angegeben wurden, waren unter den Opfern nicht ein einziger Israeli und nur eine US-Bürger. Während in der Botschaft die Vergeltung gegen Schiiten wegen ihres angeblichen Verrats gegenüber den Sunniten als Grund angegeben wurde, waren fast alle Opfer sunnitische und nicht schiitische Muslims.

Aus sicherer Entfernung gezündet
Näher kommen wir der Frage nach den wahren Tätern der Bombenanschläge in den Hotels in Amman, wenn man weiß. daß die Israelis in den Hotels vorgewarnt waren und sich rechtzeitig absetzten und daß die Folgen der Explosionen vor allem die Decken der Räume zerstörten, in denen die Bomben explodierten. Es gibt klare Hinweise, daß die Bomben nicht von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffgürteln ausgelöst wurden, sondern in den Decken versteckt waren und aus sicherer Entfernung gezündet wurden.

Die wirklichen Ziele der Attacken waren offenbar Palästinenser und Chinesen, die sich in einem der Hotels trafen und eine Annäherung zwischen China und Palästina und eine militärische Zusammenarbeit besprechen wollten. Unter ihnen waren der Kommandeur des palästinensischen West Bank Geheimdienstes, Basheer Nafe, sein Stellvertreter Abid Allouni, der Geschäfts-Attaché der palästinensischen Botschaft in Kairo Jihad Fattoh, der Bruder des Sprechers des „Palestinian Legislative Council“ Rawhi Fattoh und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Cairo-Amman Bank in den palästinensischen Territorien, Musab Khama. Andere Opfer waren drei Chinesen, deren Funktion nicht bekannt ist, die aber offenbar in Gesprächen mit den Palästinensern waren.

Israel hatte schon mehrfach China davor gewarnt, mit den Palästinensern zusammenzuarbeiten oder sogar eine militärische Zusammenarbeit zu beginnen. Wenn man nicht gehorcht, dann macht Israel, was es in solchen Fällen immer macht: Es antwortet mit Bomben und Raketen. Allerdings sollten das nur die Chinesen verstehen. Für die Öffentlichkeit wurde Al Zarkawi als Täter aus dem grab geholt.

Rufer in der Wünste
Unabhängig von diesem Fall hatten aber nun, nach der Veröffentlichung in der „Washington Post“ am 10. April, das US-Militär und die US-Stasi-Dienste ein Problem. Interne Papiere waren an die Öffentlichkeit gelangt. Wie sollte man reagieren? Und siehe da: Niemand brachte die Nachricht. Die „Washington Post“ blieb Ruferin in der Wüste. Weder in den USA noch in England, Frankreich, Deutschland, Italien, niemand brachte die Nachricht!

Da beschlossen das Militär und jene Dienste, noch einen draufzulegen und Al Zarkawi fester denn je in die Gespensterwelt der westlichen Medien einzupflanzen: Letzte Woche veröffentlichte man ein Video, das Al Jazeera zugespielt wurde und angeblich von Al Zarkawi persönlich stammte und nicht nur die Nachricht brachte, daß er selbstverständlich alle diese Anschläge ausführt, sondern auch, warum er das täte: Er wolle einen Bürgerkreig zwischen Schiiten und Sunniten im Irak provozieren. Der heimliche Traum Bushs, der Bürgerkrieg, als Ziel der Al Quaida? Das ist nun aber dick aufgetragen.

Zusätzlich zeigte das Video auch noch einen Al Zarkawi im Portraitphoto, damit auch nur ja keine US- oder irakischer Soldat ihn nicht erkennt und zeigte auch noch eine Szene mit militärischen Übungen, in der jener angebliche Al Zarkawi mit zwei Beinen herumlief.

Ein wirklicher Al Zarkawi, wenn es ihn denn noch gäbe und wenn er wirklich im irak aktiv wäre und noch zwei Beine hätte, hätte selbstverständlich niemals ein solches Video gemacht. Die US-Dienste müssen die Öffentlichkeit schon für ganz schön dumm halten, daß sie eine so plumpe Fälschung veröffentlichen.

So kam denn auch gleich am Tag nach der Veröffentlichung die Bestätigung der Echtheit von wem? Natürlich von den Fälschern selbst. „US-Sicherheitskreise“ hätten die Echtheit der Botschaft bestätigt, lasen wir. Schlau, was? Die denken, wir sind Vollidioten. Und wiederum, wie schon in den vorherigen Fällen, berichten alle Medien schön brav, was die US-Dienste ihnen vorgekaut haben.

Die Leute bei der „Wash Post“ müssen sich an den Kopf greifen. Wozu bringen sie denn eigentlich noch Enthüllungen, wenn alle so tun, als gäbe es sie nicht?

Na, nun wissen wir jedenfalls, woran man Presseorgane und Fernsehstationen erkennt, die uns wissentlich zu täuschen versuchen: Sie sprechen von Al Zarkawi.

Krieg

Gott nicht auf Bushs Seite?

Karl Weiss – Nach einer Information des „Christian Science Monitor“ vom 14.4.06 ist Venezuela nach der Entdeckung einer Reihe von neuen Ölfeldern mit extra schwerem Rohöl im „Orinoko-Heavy-Oil-Belt“ nun das Land mit den größten nachgewiesenen Rohölvorkommen, vor Saudi-Arabien und auch noch vor Kanada unter Einbeziehung der dortigen Ölsände. Eine Ironie des Schicksals, daß US-Präsident Bush im Jahre 2002 genau gegen dessen Präsident Chavez einen Putsch gesponsort hatte und ihn damit zum Erzfeind der US-Regierung machte.

Heute könnte man Venezuala gut als Verbündeten gebrauchen, denn es ist eines der Länder, von dessen Ölimporten die US-Wirtschaft in deutlichem Maße abhängt. Auch die weitere Behandlung durch die USA, nachdem er wieder an der Macht war, hat Chavez nicht zu einem Freund der US-Regierung werden lassen. Man unterstützte mit allen Mitteln einen inszenierten vorzeitigen Abwahlversuch Chavez, der allerdings ebenfalls in die Hose ging, nicht zuletzt, weil Brasiliens damals neu gewählter Präsident Lula ihm mit Tankerlieferungen von Benzin zu Hilfe kam. Wollte Chavez an der Macht bleiben, blieb ihm nur ein Ausweg: Eine scharf feindliche Politik gegen die US-Regierung. Und genau das tat er.

Die US-Regierung ist bei der Behandlung ihres Hinterhofs, wie sie Mittel- und Südamerika auffaßt, seit der Deklaration der „Monroe-Doktrin“ 19. Jahrhundert nie davon ausgegangen, daß man sich mit dortigen Präsidenten oder Herrschenden arrangieren müsse. Man hat vielmehr immer dann, wenn einem einer davon nicht paßte, einen Militärputsch durchführen lassen, selbst miltärisch eingegriffen oder „Contras“ einen Krieg gegen die jeweiligen Herrscher führen lassen.

Südamerika wie einen Bären am Nasenring führen
Das hat mit der Ausnahme Kubas immer geklappt, auch vor zwanzig Jahren noch, als man die unliebsame Regierung in Nicaragua ablösen konnte und das arme unterdrückte Panama seines Diktators beraubte, indem man es faktisch annektierte. Doch plötzlich hat sich alles geändert. Es gelingt einfach nicht mehr, Mittel- und Südamerika wie einen Bären am Nasenring zu führen, ganz im Gegenteil:

Da gibt es nicht nur die natürliche Reaktion Chavez auf die Versuche, ihn seines Amtes zu berauben, da kommt auch in Argentinien nach einem Volksaufstand plötzlich ein Präsident an die Macht, der den Anweisungen des IMF (International Monetary Found) nicht mehr gehorchen will. Da werden in Brasilien und Uruguai Präsidenten gewählt, die eigene Ideen über internationale Beziehungen entwickeln, da werden in Equador zwei Präsidenten mit Volksaufständen zum Abdanken gezwungen, das gleiche in Bolivien, wo dann mit Ivo Morales erstmals seit der Eroberung der Amerikas durch die Europäer ein Indigener in einem Land in den Amerikas an die Macht kommt. Schließlich findet sich auch im bisher so gehorsamen Peru ein Präsidentschaftskandidat, der nicht im US-Chor mitsingt und er droht vielleicht sogar zu gewinnen. Jetzt fehlt nur noch, daß bei den Wahlen gegen Ende dieses Jahres Hugo Chavez für 6 Jahre wiedergewählt wird und auch in Mexiko der Oppositionskandidat gewählt wird – dann würde südlich des Rio Grande ein wirkliches Problem für die US-Regierung entstehen.

Dann lägen in den Amerikas auf US-Linie nur noch Kanada, Kolumbien, Chile und eine Anzahl von Klein-Staaten (damit ist gemeint, alle sind kleiner als Kuba mit seinen 11 Millionen Einwohnern und Guatemala mit 14 Millionen).

Genau in diesem Moment ist die Entdeckung großer Ölfelder in Venezuela in gewisser Hinsicht das falsche Signal für die US-Interessen. Christopher Walker, Ölexperte auf den internationalen Märkten, erzählt in einem Kommentar vom 16.4.06 in ‚margotbworldnews.com’, was ihm ein Wall-Street-Banker angesichts dieser Nachricht sagte: „Nun weiß Bush endgültig, daß Gott nicht auf seiner Seite ist.“

Der Platz unter den größten Ölförderländern war Venezuela schon sicher für die nächsten 80 Jahre – nun ist er es auf unabsehbare Zeit. Da spielt es eine wichtige Rolle, daß Venezuela seit Dezember letzten Jahres offiziell Mitglied des Mercosur/Mercosul ist, des gemeinsamen Marktes, der vorher Brasilien Argentinien, Uruguai und Paraguai umfaßte. Zwar gibt es bisher keine wirkliche Integration Venezuelas, man macht es hier umgekehrt wie bei der EU, zuerst wird beigetreten und dann werden die Details geklärt, aber die symbolische Bedeutung ist immens.

Ebenso wichtig ist, daß Venezuela mit seiner staatlichen Ölfirma PDVSA bereits eine gemeinsame Ölfirma mit Argentinien und Brasilien (ebenfalls mit staatlicher Ölfirma) gegründet hat. Auch Argentinien und Brasilien haben Erdölvorräte mit einer Ölförderung, die im Moment ungefähr in der Größenordnung des eigenen Bedarfs liegt. Gar nicht auszudenken, wenn sich Mexiko, ein anderes Land mit bedeutender Ölförderung und staatlicher Ölfirma, dieser Dreier-Gruppe anschlösse.

Es könnte ein Ölkonzern entstehen, der den schon bestehenden das Wasser reichen könnte und zusätzlich weit höhere Reserven hätte als diese. Für einen US-Präsidenten, der von genau diesen Ölkonzernen an die Macht gehievt wurde, nicht gerade positive Aussichten.

Aber gemach – bisher ist noch nichts dergleichen geschehen, es kann alles noch anders kommen. Aber immerhin: Angesichts dieser möglichen Aussichten nun bald den Krieg gegen den Iran zu beginnen, wenn sich kurz danach herausstellen könnte, daß der Krieg gegen Venezuela viel wichtiger wäre, bekommt einen zusätzlichen Risikofaktor. Und wie man aus dem Irak wieder herauskommt, ist auch noch nicht geklärt.

Kampf im Dschungel
Der Trumpf in der Hand der US-Regierung ist im Moment die äußerst östliche Provinz Venezuelas, Zulia. Dieses Gebiet an der Grenze zum US-freundlichen Guyana ist im wesentlichen noch unberührtes Dschungelgebiet mit einer hauptsächlich indigenen Bevölkerung, die sich nie Venezuela untergeordnet hat. Laut der venezuelanischen Nachrichtenseite ‚vheadline.com’ gibt es dort seit neuestem eine Gruppe, die die Unabhängigkeit dieses Gebiets von Venezuela fordert. Gleichzeitig gebe es Geheimdienstinformationen, daß „US-Berater“ auf der guyanischen Seite der Grenze eine „Rebellentruppe“ trainieren würden, die in das Gebiet einsickern soll. Bereits jetzt gibt es dort eine Missionsorganisation mit dem Namen „New Tribes Mission“, die aus US-Amerikanern bestünde und alles andere täte als christlichen Glauben zu verbreiten. Auch seien auffallend viele westliche „Beobachter tropischer Vögel“ in dieser Region gesichtet worden.

Bereits im Fall der Sandinisten in Nicaragua hatte die US-Administration sich dieser Mittel bedient. Man „missionierte“ unter primitiven Indio-Stämmen und brachte die dazu, in einen Krieg gegen die Regierung zu treten. Primitive Stämme lassen sich relativ leicht von plötzlichem Reichtum und allen Dingen beeindrucken, die das Herz erfreuen. Hat eine gut ausgebildete Einsatztruppe erst einmal einen sicheren Rückzugsraum in einem Indio-Gebiet, kann sie der Regierung das Leben schwer machen, so wie es damals die „Contras“ in Nicaragua taten. In diesem Fall gebraucht man genau die Vorteile der „asymmetrischen Kriegsführung“, die im Irak gegen die US-Truppen verwendet werden, nur in diesem Fall für die US-Regierung.

Allerdings ist Hugo Chavez offenbar ein anderes Kaliber als es damals die Sandinisten waren, nicht nur, weil er nun die größten Ölreserven aller Staaten hinter sich hat, sondern auch, weil er mehr von Politik versteht. Er ist dabei eine Volksmiliz aufzubauen, die er der militärischen Befehlsgewalt entzogen und ausschließlich sich selbst unterstellt hat. Eine „unsymmetrische Kriegsführung“ (ein anderes Wort für Guerrilla-Krieg) klappt ja nur gegen reguläre Truppen, wenn man selbst irgendwo im Volk untertauchen kann. Gegen Milizionäre, die aus dem Volk kommen und im Volk verankert sind, ist sie unnütz.

Ob Chavez allerdings rasch genug eine funktionierende Miliz schaffen kann, ist noch ungewiß. Es muß sich also noch herausstellen, ob Gott nicht doch auf der Seite Bushs ist – was ihm absolut zuzutrauen wäre.

Krieg

Kriegsverbrechen? In diesem Fall ein Ding der Unmöglichkeit

Norman Solomon – Hat sich Präsident Bush mehrerer Kriegsverbrechen schuldig gemacht?

Allein schon diese Frage geht weit über das (erlaubte) Limit der Mainstream-Medien Amerikas hinaus.

Vor einigen Wochen bereitete eine Klasse von Oberschülern an der New Jersey Parsippany High School ein „Tribunal“ vor, mit dem die Schüler entscheiden wollten, ob Bush Kriegsverbrechen begangen hat. Ein Mediensturm brach los.

Typisch die Reaktion von Tucker Carlson auf MSNBC – der allein schon die Idee einer solchen Anklage gegen Bush unglaublich fand. Das Klassen-Projekt „bedeutet doch, dass Leute ihn (Bush) zeihen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben“, so MSNBC-Host Carlson. „Das ist lächerlich“.

In Tennessee gibt es die Chattanooga Times Free Press. In einem Leitartikel der Zeitung wird gewettert: „Dass einige amerikanische „Erzieher“ ihre Schüler in Zeiten des Kriegs dazu bringen, unseren amerikanischen Präsidenten wegen „Kriegsverbrechen vor Gericht zu stellen“, zeigt uns, dass wir nicht nur im Ausland ein Problem mit Terroristen haben“.

Ein Beispiel für die Standard-Linie, wie in US-Medien mit dem Thema Bush/Kriegsverbrechen umgegangen wird, wenn beide Begriffe in einem Atemzug genannt werden, ist die Einleitung zu einem „American Morning“ Report auf CNN, der Ende März 2006 gesendet wurde: „Der Oberste Gerichtshof steht kurz davor, einen Fall zu entscheiden, der zu einem Meilenstein, mit möglicherweise weitreichenden Konsequenzen, werden könnte. Es geht um Präsident Bushs mögliche Befugnis, ein Kriegsverbrecher-Tribunal für Guantanamo-Gefangene einzurichten“.

Also: Wenn in Medienland das Thema ‚Kriegsverbrechen‘ aufkommt, geht es um Präsident Bush, wie er mit dem Finger auf andere weist. Jede Mutmaßung, Bush selbst könnte einer entsprechenden Anklage entgegensehen, gilt den Medien als Oxymoron.

Es bleibt einigen wenigen Journalisten, die sich außerhalb der Strukturen der Konzern-Medien befinden, vorbehalten, sich ernsthaft mit der Frage zu befassen, ob Bush ein Kriegsverbrecher ist. Einer dieser Journalisten ist Robert Parry.

In den 80ger Jahren berichtete Parry für AP und Newsweek über amerikanische Außenpolitik. In diesem Zusammenhang veröffentlichte er auch zahlreiche Stories im Zusammenhang mit der Iran-Contra-Affäre. Seit zehn Jahren gibt es die Website Consortiumnews.com – eine Internetseite, die wenig auf die engen Vorgaben des Pennsylvania-Avenue-Journalismus gibt. Ihr Gründer und Redakteur heißt Robert Parry.

Kürzlich schrieb Parry in einem Artikel: „In einer Welt, in der sich Macht nicht auf richtig reimen würde, stünden George W. Bush, Tony Blair und ihre wichtigsten Unterstützer in Handschellen vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, stattdessen befinden sie sich im Weißen Haus, in Downing Street No. 10 oder an anderen komfortablen Orten von Washington bis London“.

Übertrieben? Finde ich keineswegs. Die Belege und Analysen, die Parry bringt, scheinen mir weit stichhaltiger – und relevanter im Hinblick auf unsere tatsächliche Situation – als all das wunderbare Zeugs, das die vielen, vielen liberalen Pundits so von sich geben; zwar beschweren sich diese Leute, Bush habe im Zusammenhang mit dem Irakkrieg getäuscht, sich verrechnet und taktische Fehler begangen, aber weiter wollen sie nicht gehen.

Ist der US-Kongress bereit, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass der Commander in Chief während der letzten Jahre Kriegsverbrechen begangen hat? Die Antwort lautet natürlich nein. Aber kann es Aufgabe des Journalismus sein, die mentale Grenzziehung von Capitol Hill zu übernehmen? Nein. Was wir brauchen, sind Nachrichtenmedien, die sich mit dem Thema Wahrheit furchtlos auseinandersetzen und sich nicht ängstlich an pragmatische Grenzen halten.

Als damals hohe Offizielle der Lyndon-Johnson-Administration sagten, Nordvietnam hat zwei unprovozierte Angriffe auf US-Schiffe im Golf von Tonkin durchgeführt, glaubte ihnen das Pressekorps unbesehen. Als hohe Offizielle der George-W.-Bush-Administration sagten, der Irak besitze Massenvernichtungswaffen, glaubte ihnen unser Pressekorps ebenso unbesehen.

Nur ein sehr unwesentlicher Teil des Washingtoner Pressekorps stellt sich bislang der Frage: Hat der Präsident Kriegsverbrechen begangen? Und sehr, sehr Wenige würden es wagen, so weit zu gehen wie Robert Parry in seinem Artikel vom 28. März: ‚Time to Talk War Crimes‘.

In diesem Artikel zitiert Parry einige Schlüsselaussagen des US-Vertreters Robert Jackson (Richter am Obersten Gerichtshof der USA) vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal, das kurz nach dem Zweiten Weltkrieg stattfand. „Es ist unsere Haltung“, so Jackson damals, „ganz gleich, welchen Problemen sich eine Nation auch gegenübersehen mag und wie zuwider ihr der (herrschende) Status quo sein mag, ein aggressiver Krieg stellt ein illegales Mittel zur Lösung dieser Probleme oder zur Änderung der Umstände dar“.

Am 26. März trat US-Außenministerin Condoleezza Rice bei NBC „Meet the Press“ auf. Folgendermaßen versuchte sie, den Einmarsch im Irak zu rechtfertigen: „Wir sahen uns mit den Folgen einer Ideologie des Hasses im gesamten Mittleren Osten konfrontiert, mit denen man sich befassen musste. Saddam Hussein war Teil dieses alten Mittleren Ostens. Der neue Irak wird Teil des neuen Mittleren Ostens sein, und dann werden wir alle sicherer sein“.

In seinem neuen Essay vom 3. April weist Robert Parry darauf hin: „Diese Doktrin – nämlich, dass die Bush-Administration das Recht hat, aufgrund so vager Begründungen wie soziales Engineering in andere Länder einzumarschieren -, ist eine Zurückweisung der Nürnberger Prinzipien und des Verbots des Aggressionskriegs, wie es die Charta der Vereinten Nationen formuliert hat. Beides wurde – vor allem von amerikanischen Führern – vor sechs Jahrzehnten formuliert.“

Parry richtet unser Augenmerk auf das taktische Kernstück der US-Administration: „Langsam aber sicher haben Rice und andere hohe Bush-Gehilfen ihre Begründung verschoben – von Husseins Massenvernichtungswaffen hin zu einer mehr strategischen Rechtfertigung, nämlich, dass es um die politische Transformierung des Mittleren Ostens gehe“. Parrys Schlussfolgerung: „Die Nichtberichterstattung der US-Nachrichtenmedien über die neue Rice-Kriegsbegründung bedeutet implizit: Es ist nicht alarmierend, man muss nichts dagegen unternehmen, wenn die Bush-Administration sich von den Prinzipien zivilisierten Verhaltens verabschiedet, Prinzipien, wie sie amerikanische Staatsmänner vor sechs Dekaden vor dem Nürnberger Gerichtshof vertreten haben“.

Es gibt genügend Beweise, dass es Präsident Bush auf einen Aggressionskrieg gegen den Irak angelegt hatte. Doch die US-Nachrichtenmedien gehen nach wie vor davon aus, dass Bush beim Thema Kriegsverbrechen die Rolle des Anklägers wohl ansteht und man ihn nicht in der Rolle eines zurecht Beschuldigten sehen darf, niemals.

Dieser Artikel erschien in der deutschen Übersetzung von Andrea Noll erstmalig bei Zmag.de


Norman Solomons aktuelles Buch ‚War Made Easy: How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death‘

Krieg

Warum wir hier sind

Norman Solomon – Am 18. März reagierte Senatorin Dianne Feinstein im nationalen Radio auf Präsident Bush. Beim Thema Irakkrieg warf sie ihm „Inkompetenz“ vor. Was aber wäre der kompetente Weg, den Krieg im Irak zu führen? Wie schafft man es kompetent, Megabomben auf zivile Viertel zu werfen, wie verwendet man Cluster-Munition kompetent – Munition, die die Körper von Kindern schreddert? Wie holt man Hunderttausende kompetent aus ihrer Heimat und verfrachtet sie in ein Land, wo sie – aufgrund von Lügen – töten und sterben sollen?


McNamara: Es ist nötig Bomben auf Nord-Vietnam zu werfen

Überall in den Gemeinden der USA werden die Kassen für Krankenversorgung, Bildung und Wohnen geplündert, während gleichzeitig die kriegsprofitierenden Konzerne noch größere Profite einfahren. Wie erreicht man das auf kompetente Weise?

Des weiteren sagte die Senatorin, es sei enorm wichtig für die US-Regierung, den Krieg im Irak „richtig zu führen“.

Wie führt man einen solchen Krieg richtig – einen Krieg, der mit jedem Tag noch mehr Verwüstung anrichtet? Die einzige Art ihn richtig zu führen, wäre doch, ihn überhaupt nicht zu führen.

Am 17. März stand auf der Titelseite des San Francisco Chonicle hinsichtlich des (neuesten) Angriffs des US-Militärs im Irak: „Dieser größte Luftschlag seit der Invasion soll wohl eine Botschaft aussenden“.

Eine Botschaft aussenden?
Vor vierzig Jahren sagte der damalige amerikanische Verteidigungsminister Robert McNamara, es sei nötig, Bomben auf Nordvietnam zu werfen, um eine Botschaft zu senden. Diese Botschaft gelte der kommunistischen Führung in Hanoi. Der frühere Kriegskorrespondent Chris Hedges erinnert sich in seinem Buch ‚War Is a Force That Gives Us Meaning‘ an eine Reportage aus El Salvador. Eines Morgens seien er und seine Reporterkollegen in ihrem Hotel aufgewacht und fanden vor dem Gebäude eine Reihe von Leichen vor, die in der Nacht zuvor von Todesschwadronen abgelegt worden waren. In den Totenmündern befanden sich Zettel mit Drohbotschaften an die Adresse der Journalisten.

Im Frühjahr 1999 fielen die Bomben der US-geführten Nato auf Jugoslawien, auch sie hatten eine Botschaft. An einem Freitag gegen Mittag fielen Clusterbomben auf die Stadt Nis – ein Geschenk des amerikanischen Steuerzahlers – und bohrten sich in den Körper einer Frau, die in ihrer Tasche Karotten vom Markt heimtragen wollte. Auch das war eine Botschaft.

Es kommt immer wieder vor, dass Führer Botschaften übermitteln, indem sie den Tod senden. Am 11. September 2001 sandte Osama bin Laden eine Botschaft an das World Trade Center. Im Herbst desselben Jahres sandte das US-Militär eine Botschaft an Afghanistan. Dort starben mindestens ebenso viele Zivilisten wie zuvor im World Trade Center – sofern man die Toten überhaupt zählen mag.

George W. Bush versendet weiter seine Botschaften – in Form von Bomben, in Form von Kugeln. Man ermutigt uns, wir sollen ruhig bleiben – besser noch, Bush aktiv unterstützen. Wir sollen uns ablenken und passiv bleiben.

Aber überall in den USA kommen Menschen gegen den Krieg zusammen. Indem sie dies tun, verweigern sie sich der Botschaft des Todes.

Wahnsinn des Militarismus
Vor fast 40 Jahren sprach Martin Luther King vom „Wahnsinn des Militarismus“. Genau diesen Wahnsinn erleben wir hier und heute in den USA: Jedes Mal, wenn in Amerika ein Kind an Unterernährung leidet, wenn ein Mensch die benötigte medizinische Behandlung nicht erhält und leidet, in manchen Fällen stirbt – während der US-Militärhaushalt (mehr als eine halbe Billion jährlich) nicht etwa in die Verteidigung fließt, sondern in Militärausgaben, die weit über das hinausgehen, was man zurecht unter Verteidigung verstehen könnte. Der Wahnsinn des Militarismus, von dem Dr. King sprach, kommt Tag für Tag von den Lippen von Leuten wie Senator Feinstein – die Kriegs-„Kompetenz“ einfordert und sagt, der Krieg müsse nur richtig geführt werden.

Was die USA brauchen, sind Friedensbemühungen, nicht Kriegsbemühungen – wir sollten nicht noch besser töten (do a better job of killing). Es gibt eine landesweite (Friedens-)Bewegung. Diese Bewegung fordert von jenen, von denen es heißt, sie seien unsere Regierung: Nehmt das Leben nicht weg, sondern schützt es besser (do a better job of sustaining life).

Das Problem ist nicht, dass der Krieg eventuell nicht zu gewinnen ist. Das Problem ist, dieser Krieg ist und war falsch und wird es immer sein. Er muss gestoppt werden.

Bei jeder Friedensdemonstration, jeder Demonstration für soziale Gerechtigkeit, fragen wir uns wieder, warum stehen wir hier? Wir stehen hier, weil es um Werte geht, für die wir im Leben einstehen.

Warum sind wir auf der Welt – jede(r) Einzelne von uns? Keine leichte Frage. Aktivismus ist ein Weg, um deutlich zu machen: Wir sind nicht Teil der Kriegsmaschinerie, dazu leben wir nicht. Wir sind nicht Teil des Tötens, wir gehören nicht zu den Helfern, den Unterstützern und Anstiftern von Leuten wie George W. Bush, die die Schlacht anführen – im Namen der Freiheit, aber eigentlich im Namen des Profits. Unsere Mission ist eine andere.

Dieser Artikel erschien in der deutschen Übersetzung von Andrea Noll erstmalig bei Zmag.de


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