kriminalitaet

Neues von den Finanzskandalen – BayernLB, Hypo-Alpe und Meinl

Dr. Alexander von Paleske —- 13.6. 2008 — Neben den spannenden Fussball-Europameisterschaften dürfen wir im Alpenländle die Skandale nicht aus dem Auge verlieren, mit denen wir uns in den letzten Monaten so intensiv beschäftigt haben.

Schöne Geschäfte der Hypo-Alpe
Fangen wir also zunächst mit der Hypo-Alpe, auch als Skandalpe bezeichnet, an:

Die musste ihren schönen Finanzableger in Liechtenstein, die Hypo-Alpe-Adria Liechtenstein AG für n’Appel und n’Ei verkaufen. Der hatte seinerzeit angeblich so vortrefflich gedient, um eine Kapitalerhöhung „im Karussell“ vorzunehmen, also Verkauf von Aktien auf Darlehensbasis an Kunden. Die Darlehen sollen angeblich von dem liechtensteinischen Ableger bereitgestellt worden sein und diese Aktien wurden dann angeblich wieder an die Bank zurückgegeben, wobei das Darlehen dann gelöscht wurde.

Scheinkapitalerhöhung ist ein anderes Wort dafür. Und dieser Ableger soll angeblich auch deutsche Kunden von der „unerträglichen deutschen Steuerlast“ befreit haben. Jedenfalls so lange, bis nicht wieder irgendeine CD mit Kundendaten von einem Geheimdienst aufgekauft wird.

Rauswurf in Vancouver
Am 27. Mai verhängte die Securities and Exchange Commission von Vancouver/Kanada dort ein permanentes Handelsverbot gegen die Hypo-Alpe-Liechtensteinbank , weil diese sich weigerte (Bankgeheimnis), die Namen von angeblichen Finanzartisten preiszugeben, die offenbar über diese Liechtenstein- Bank in den Jahren 2006/2007 an massiven Penny-Stock Manipulationen beteiligt waren

Geldwäsche fuer Kroaten?
Und schliesslich sollen beide Banken, Mutter und Tochter, als Waschmaschine für schmutzige Gelder aus Kroatien gedient haben. Es handelte sich dabei um angeblich aus staatlichen oder staatsnahen kroatischen Unternehmen geschleuste Gelder, die dann im Karussellprizip nach Verbankung bei der Hypo-Alpe als „Darlehen“ an Privatpersonen gegeben worden seien. Auch hier soll die Filiale in Liechtenstein emsig mitgewirkt haben.Dies behauptet jedenfalls der prominente Zagreber Journalist Domagoj Margetic.

Damit musste nun nach der Übernahme der HypoAlpe durch die Bayern LB, Anstalt des öffentlichen Rechts, Schluss sein. Schliesslich stehen Wahlen in Bayern an. Also weg mit Schaden. Karussellbetrieb soll es in Zukunft nur noch im Wiener Prater und beim Münchener Oktoberfest geben.

Aber auch sonst machte die Hypo-Alpe, offenbar Geschäfte, die nicht viel einbrachten, sodass es für die Bilanz 2007 hiess: Plus/Minus Null, oder auch schwarze Null. Welch ein Erfolg..

Ein Mann namens Lars Windhorst
Wer kennt ihn nicht. Als 14- jähriger gründete er ein Imperium, das später wie ein Kartenhaus zusammenfiel. Helmut Kohl, weiland deutscher Bundeskanzler, nahm ihn als „Vozeige-Jungunternehmer“auf eine Asienreise mit. Heute kann er wohl eher als „Vorzeige-Pleitier“ betrachtet werden. Aber ein Mann wie Windhorst fällt wieder auf die Füsse. Und so wurde er von einer Investmentfirma angeheuert und gab Bestellungen über Aktien auf, Schrottpapiere, wie sich herausstellen sollte. Auftrag heute, Bezahlung nach Abnahme später.

Die Hypo Alpe kaufte freudig ein, eine Abnahme durch Windhorst erfolgte aber nicht. Schaden, nachdem die Papiere nun Ladenhüter, auf Talfahrt gegangen waren, angeblich 42 Millionen Euro.

Finanzielle Eiszeit
Aber auch in Deutschland scheint es nicht so recht erfreulich zu laufen, denn gerade hat der Eigentümer des „Snow Fun Parks“ in Wittenburg, Hans-Gerd Hanel, Konkurs angemeldet. Zu wenige Besucher. Grösste Gläubigerbank: Die Hypo-Alpe, die hatte vor Jahresfrist nochmals Geld nachgeschossen 10 Millionen Euro – half alles nichts.

Vermietung an sich selbst
Und auch bei den sogenannten Geschäftserfolgen muss man genauer hinsehen. So hat es die Maklerfirma C.B. Ellis geschafft, ein der Hypo Alpe gehörendes Haus in München zu vermieten. Grossartig. Zwei der drei Mieter kommen aus dem eigenen Hause, nämlich eine Leasinggesellschaft der Hypo-Alpe und zum anderen eine Tochter der BayernLB. Eine schöne Leistung.

Auf zur BayernLB
Aber wir wollen auch die BayernLB nicht vergessen, mit ihren mehr als 4 Milliarden Euro Verlusten nach dem Erwerb von US-Schrottpapieren. Wie nicht anders zu erwarten, werden diese Verluste jetzt „sozialisiert“. Der Schrott wird in die Abfalltonne geworfen, und vom bayerischen Staat und den bayerischen Sparkassen „entsorgt“ durch eine Garantie ueber insgesamt 4,8 Milliarden Euro. je 2,4 Milliarden Euro.

Nun soll eine Marktoffensive gestartet werden, wie der neue BayernLB Chef, Michael Kemmer, verkuendete. Wie die aussieht konnte man kürzlich beobachten, die Bank wurde der österreichischen Erste Bank in Wien angedient, aber die Braut ist offenbar hässlich, die Erste Bank winkte ab. Auch hier gilt offenbar jetzt die Devise „Weg mit Schaden“. Möglichst schnell, möglichst vor den Wahlen.

Meinl – Die Aktionäre proben den Aufstand.
Bei drei Firmen des austrischen Meinl-Kaffeerösters, nämlich den Firmen Meinl International Power (MIP), Meinl International Airports (MIA) und Meinl European Land (MEL) proben die Aktionäre jetzt den Aufstand. Wir hatten ausführlich über Meinl und den Skandal um die Firma MEL berichtet.

Investmentgelder, die ueber eine Kapitalerhöhung hereingekommen waren, wurden statt zum Investieren für ein Aktienrückkaufprogramm benutzt. Rein zufällig wurde zu diesem Zeitpunkt die Firma Meinl International Power an die Börse gebracht und somit drängt sich der Verdacht auf, dass dieses Rückkaufprogramm nur dazu diente, um durch Hochhalten des MEL Kurses den Kauf der MIP Aktien mit einem möglichst hohen Emissionskurs schmackhaft zu machen.

Das Ende ist bekannt. Der Emissionskurs war hoch, aber danach stürzten alle Papiere miteinander ab. Seid verschwunden – Millionen. Bis zu 70% durch den Schornstein. Die Geschädigten vorwiegend Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen, also die „kleinen Leute“ sahen vielfach grosse Teile ihrer Lebenserparnisse entwertet.

Jetzt wollen sie zurückschlagen und die Meinl Bank, die das Managment der Firmen über eine Managementgesellschaft stellte und die natürlich an den Emissionen und an den Anleihen verdiente, herausdrängen. Auch mit den Lizenzgebühren für die Benutzung des Namens Meinl soll es nun vorbei sein.

Denn der bankende und investierende Kaffeeröster Julius Meinl V hatte sich für die drei Firmen MAI, MEL und MIP etwas besonderes ausgedacht: Die Aktionäre, also die „kleinen Leute“ kaufen die Papiere, die Firma selbst aber manage ich gegen Bares ueber meine Meinl Bank und für meinen Namen bezahlen sie auch noch. Da diese „Dienstleistungen“ als Verbindlichkeiten bezahlt werden mussten, gleichgültig ob Gewinn oder Verlust gemacht wurde, floss an Meinl immer Geld, Sommers wie Winters. Ein schönes, konjunkturunabhängiges Betriesbssystem.

Tu felix Austria – meinl


Meinl-Stand in Hamburg

linkRepublik Oesterreich – Finanzskandale ohne Ende
linkDer Fall Amis – ein gigantischer europäischer Betrugsskandal
Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.</a>
link
Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien
linkFreispruch im General-Partners-Prozess – Wiener „Kaffeehausjustiz“ überfordert?
linkBayernLB, Hypo Group Alpe Adria und kein Mangel an Skandalen
linkInvestmentbank Luxembourg (IBS) und der Air-Holland-Skandal

kriminalitaet

Toter bei Feuer in Klagenfurter Asylbewerberheim

World Content News – Bei einem Brand in einem von Asylsuchenden bewohnten Heim sind am Donnerstag morgen im österreichischen Klagenfurt insgesamt 19 Menschen verletzt worden, ein Mann starb nach einem Sprung aus dem Fenster.


Ausgebrannte Räume: Anschlag deutscher Neonazis? (Quelle: APA)

Viele erlitten eine Rauchgasvergiftung, einige auch Knochenbrüche. Um 7.00 Uhr loderten in dem zweistöckigen Gebäude im Süden Klagenfurts Flammen. Die meisten der 37 dort wohnenden Asylwerber gerieten in Panik, einige sprangen aus dem zweiten Stock auf den asphaltierten Gehsteig. Ein Asylwerber erlitt dabei schwerste Kopfverletzungen, denen er wenige Stunden später im Krankenhaus erlag. Gegen 09.00 Uhr war das Feuer gelöscht.

Bei den Bewohnern des Hauses handelt es sich laut einer Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA um Asylbewerber aus Afrika. Das Haus in der Flatschacher Straße liegt nur wenige hundert Meter vom Stadion entfernt, in dem die Fußball-Europameisterschaft ausgetragen wird und die Vorrundenspiele der deutschen Mannschaft stattfinden. Die Brandursache war laut Polizei vorerst nicht bekannt, laut einer ersten Inaugenscheinnahme brach das Feuer neben der Eingangstür in einer Nische aus, was auf Brandstiftung hindeuten könnte.


Erster Brandherd an der Eingangstür ? (Quelle: APA)

Am vergangenen Sonntag waren nach dem Spiel der DFB-Auswahl gegen Polen in Klagenfurt insgesamt 157 Personen, darunter 144 deutsche Hooligans, festgenommen worden. Vor allem die Nazi-Parolen deutscher Krawallmacher waren negativ aufgefallen. Aus den Reihen der Hooligans waren Nazi-Sprüche zu hören wie „Deutsche wehrt Euch. Kauft nicht bei Polen“ sowie antisemitische Parolen, die auf den gelben Stern anspielten, den Juden während der Nazi-Diktatur tragen mussten.

Heute abend wird beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Kroatien wieder mit deutscher Randale gerechnet. Rund 450 Polizisten aus NRW schieben während der EM Dienst in Klagenfurt.

Update: Freitag, 13.06., 15:00 Uhr

Inzwischen hat das LKA Kärnten nach einer Untersuchung bekanntgegeben, dass „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Fremdverschulden vorliegt„. Im – „entgegen der Hausordnung abgelegten“ – Müll im Erdgeschoß wurden einige Zigarettenstummel gefunden, die als Auslöser des verheerenden Feuers infrage kämen. Essentiell ist: Es wurden keine Spuren von Brandbeschleunigern festgestellt. Die Ermittlungen seien so gut wie abgeschlossen.

Gestern abend hieß es noch, als mögliche Brandursachen kämen eine „natürliche Ursache“, wie ein Defekt im Haus selbst oder aber eine gezielte Brandstiftung zwischen verfeindeten Asylwerbergruppen infrage, einen Bezug zur EM in Klagenfurt gäbe es aber „definitiv nicht“.
Diese sonderbare behördliche Steilvorlage nahm der für seine braunen Sprüche bekannte Landeshauptmann Jörg Haider gerne auf: „Da könnten zwei verfeindete Gruppen der Drogenmafia aneinandergeraten sein.“

Quellen:
Ein Toter bei Brand in Asylwerberheim
(kaernten.orf.at, 12.06.2008)
Asylwerberheim in Flammen (Wiener Zeitung, 12.06.2008)
Einsatz gegen randalierende „Piefkes“
(Kölner Stadtanzeiger, 12.06.2008)
Rechte Randale:140 Neonazis in Klagenfurt festgenommen
(Stuttgarter Nachrichten, 08.06.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

kriminalitaet

The Swiss CIA – Nuke Connection

Wayne Madsen – Plame leak damaged a major CIA investigation linking senior Bush administration officials to WMD proliferation. U.S. intelligence insiders have pointed out that the White House is using „Rovegate“ and „Who in the White House said what to whom?“ as a smoke screen to divert attention away from the actual counter-proliferation work Mrs. Wilson and her Brewster Jennings & Associates team were engaged in.

The arrival of Timothy Flanigan as Patrick J. Fitzgerald’s boss is likely related to the mountains of evidence Fitzgerald has now collected to indict senior White House officials, particularly, Lewis „Scooter“ Libby, for criminal conspiracy in exposing a sensitive U.S. intelligence operation that was targeting some of their closest political and business associates. Libby, it will be recalled, was the attorney for fugitive global smuggler and Clinton-pardoned multi-billionaire Marc Rich, someone who has close ties to the Sharon government and Israeli intelligence.


Lewis „Scooter“ Libby

It is no coincidence that FBI translator-turned-whistleblower Sibel Edmonds uncovered nuclear material and narcotics trafficking involving Turkish intermediaries with ties to Israel at the same time Brewster Jennings and the CIA’s Counter Proliferation Division was hot on the trail of nuclear proliferators tied to the Israeli government of Ariel Sharon and the A. Q. Khan network of Pakistan.

Feith and Libby: Ultimate targets of CIA counter-proliferation team?
An arrest in early 2004 points to the links between Israeli agents and Islamist groups bent on producing weapons of mass destruction, including nuclear weapons. According to intelligence sources, this was a network that was a major focus of Edmonds‘ and Valerie Plame Wilson’s work.

The South Africa Connection
In January 2004, FBI and U.S. Customs agents arrested Asher Karni, a Hungarian-born Orthodox Jew, Israeli citizen, and resident of Cape Town, South Africa, at Denver International Airport for illegally exporting 200 electrically triggered spark gaps — devices that send synchronized electrical pulses and are used in nuclear weapons — to Pakistan via a New Jersey export company named Giza Technologies of Secaucus (owned by Zeki Bilmen — whom the FBI has identified as a Turkish Jew who was already under surveillance by the CIA team). The cargo manifest listed the equipment as electronics gear [lithotripters used to break up kidney stones] for the Baragwanath Hospital in Soweto, South Africa. However, the initial shipment of 66 triggers did not go to the hospital but to Karni’s Top-Cape Technology of Cape Town, South Africa.

Top Cape, in turn, sent the triggers to AJKMC Lithography Aid Society in Islamabad, Pakistan through Dubai, United Arab Emirates. Top-Cape „officially“ traded in military and aviation electronics equipment. It was during the summer of 2003, when Valerie Plame and her team — at a critical stage of their investigation of the A. Q. Khan network — were outed by White House officials Karl Rove, Scooter Libby, and at least one other individual (possibly Elliot Abrams), that Karni received an e-mail from his long time Pakistani associate Humayun Khan (no relation to A. Q. Khan) asking for 200 triggers to be sent to his Islamabad-based company, Pakland PME.

After initially attempting to purchase the devices from a sale agent in France — an attempt that proved unsuccessful when the French agent demanded a U.S. export license for the triggers because the end destination was Pakistan — Karni managed to obtain the triggers from Perkin-Elmer’s manufacturing plant in Massachusetts through Giza Technologies. Karni’s e-mail traffic to and from Khan was being intercepted by a covert agent in South Africa and being forwarded to U.S. authorities.

It is not known whether the covert agent was a Brewster Jennings‘ asset but it would not be surprising considering Karni was an important link in the A. Q. Khan nuclear smuggling network. By the time the initital shipment of 66 triggers were sent to Karni’s Cape Town office, U.S. and South African intelligence were already closely monitoring the transaction and the key players involved. It is also noteworthy that Karni previously worked for a Cape Town electronic import firm called Eagle Technology but was fired after it was discovered by his boss that he was making secret deals to ship nuclear components to Israel, India, Pakistan, and possibly, North Korea.


A.Q. Khan link to Israeli smuggler: Designed to speed up Iranian nuclear development to justify U.S./Israeli attack on Iran.

Karni had been in South Africa for 20 years after arriving from Israel. His time in South Africa coincided with the apartheid government’s rapid development of its own (since disestablished) nuclear weapons program and very close military ties between South Africa and Israel.

As for Humayun Khan, the Los Angeles Times discovered that the Pakistani „businessman“ had been involved in nuclear weapons smuggling since 1975 when he was engaged in business with a former Nazi named Alfred Hempel, who was the kingpin in a global nuclear smuggling network active throughout the 1970s and 1980s. Hempel died in 1989. In an interview aired by PBS’s Frontline on July 26, Humayun Khan said he never realized Karni was Jewish, stating that the Israeli masqueraded as a Muslim.

However, what is clear is that an Israeli-based network, involving key neo-conservatives in the Bush adminstration, were attempting to speed up the clock on the delivery by the A. Q. Khan network of prohibited nuclear material to countries like Iran, thereby justifying a pre-emptive U.S. (and Israeli-supported) attack on Iranian nuclear installations. It was this network that attracted the attention of the CIA and when it realized some of the „men behind the curtain“ were in the Pentagon, they had their smoking gun evidence of double dealing by Bush administration officials and their compatriots in the Sharon government.

Although AJKMC, the Pakistani company, said it merely printed copies of the Koran, U.S. investigators pointed out the initials also stand for the All Jammu and Kashmir Muslim Conference, an Islamist opposition party that supports groups allied to Al Qaeda in Kashmir. Some anti-terrorism experts believe that Osama Bin laden may be hiding in Kashmir.

Swiss Connection
A Malaysian link was also discovered in Karni’s network, which is significant in light of developments involving Brewster Jennings‘ exposure by Rove and Libby. A Swiss citizen named Urs Tinner was arrested by German authorities in October 2004. Tinner was accused of supervising the manfucture of centrifuge components in Malaysia. The United States demanded Tinner’s release, which led to speculation that Tinner was a U.S. intelligence asset who penetrated the A.Q. Khan network and may have been part of the Brewster Jennings operation.


Tinners Swiss Passport. The Swiss Authority destroyed Documents proofing the link between the CIA and Tinner

According to FBI insiders, wiretaps of phone calls in the Giza-Bilmen-Karni smuggling ring yielded the name Douglas Feith, the Undersecretary of Defense for Plans and Policy and one of Donald Rumsfeld’s chief advisers, and Turkish MIT intelligence members of the American Turkish Council, a lobbying group which represents some of America’s largest defense and private military contractors.

In May 2005, Der Spiegel magazine reported that Tinner was, in fact, a CIA agent. Germany announced that Tinner would be extradited to Switzerland, something that Der Spiegel reported was the result of a „deal“ cut between Germany and the United States. A February 2004 Malaysian police report named both Urs Tinner and his father, Friedrich, as principal engineers in overseeing the machining of uranium-enrichment centrifuge components at a Scomi Precision Engineering (Scope) plant in Malaysia. Friedrich Tinner, owner of a Swiss firm named PhiTec AG, was named in an International Atomic Energy Agency (IAEA) report as one of many Swiss individuals involved in shipping nuclear components to Libya and Iran.

Swiss authorities had previously cleared Friedrich Tinner of charges that he shipped centrifuges to Iraq. Friedrich Tinner’s other son, Marco, owned a firm called Traco that was also reported as a supplier of equipment and services to Scomi.

If the Tinners were working for the CIA, one subject of interest for them was a Sri Lankan businessman named B.S.A. Tahir who arrived in Malaysia via Dubai in the mid-1990s. In a February 2004 speech at the National Defense University in Washington, DC, President Bush stated that Tahir was A. Q. Khan’s „chief financial officer and money launderer.“ Investigators discovered that Tahir made several trips to Germany and Turkey, the native country of Karni’s spark trigger supplier Bilmen, to meet with suppliers for the Khan network.

Israeli nuclear arms smuggler Asher Karni: His links to Bush administration and Israeli officials may have been the real reason Valerie Plame and Brewster Jennings & Associates operations were exposed.

A Federal Judge in Denver said Karni could be released on $75,000 bail but the government appealed the decision to Judge Thomas Hogan of the U.S. Court of Appeals in Washington, DC. Hogan is the judge who ordered New York Times reporter Judith Miller to prison for her failure to testify before the Grand Jury. The federal prosecutors‘ appeal failed and Karni was released on bail into the custody of Rabbi Herzel Kranz. Karni was ordered to wear an electronic monitor and was ordered to remain at the Hebrew Sheltering Home in Maryland. “

I think this is saying the REAL REASON Plame was leaked was to stop the investigation of US and Israeli complicity in selling nuclear detonators to Iran, then using that fact they had them, would be another false reason to attak Iran! Like the false WMDs of Iraq. The recent Central Asian news also points out that US Special operations are supporting Islamic extremists in order to overthrow regimes that do not wish to cooperate with US corporation oil dealings.

Wayne Madsen is a Washington, D.C.-based investigative journalist, author, and syndicated columnist. His articles have appeared in The Village Voice and Wired.

Reprint from Wayne Madsen Report

Schweiz: Auf Druck der CIA Nuklearschmuggel Akten vernichtet
linkProzess in Südafrika und Banditen im Nuklearbereich
Hinweis vereitelte Untersuchung eines Atom-Spionage-Ringes
linkDer Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkMassenvernichtungswaffen für den Iran

linkHelvetia schläft mit dem Boss! Und der Boss ist die CIA
linkIm Labyrinth der Glücksritter

kriminalitaet

Schweiz: Auf Druck der CIA Nuklearschmuggel Akten vernichtet

Stephan Fuchs – Brisant. Unter dem damaligen Bundesrat Blocher, Chef des Justizdepartamentes, wurden im letzten November auf Druck des amerikanischen Geheimdienstes CIA, Akten vernichtet, die den US Dienst schwer belasten. Bei den Akten geht es um rund 200 Ordner, in denen die CIA oder andere amerikanische Stellen der USA mit dem Fall Tinner in Verbindung gebracht werden. Die Akten wurden in der Untersuchungsphase vernichtet.

bloch
Hat es gut mit der CIA, obwohl aus dem Ausland: der Rechtspopulist und ehemalige Justizminister Christoph Blocher

Der Vater und die beiden Söhnen Tinner, alles Ingineure, werden verdächtigt, Lybien und den „Vater der pakistanischen Atombombe“ Abdul Qader Khan illegal in der Beschaffung von Atomtechnologie unterstützt zu haben. Gleichzeitig soll der Ingenieur aus dem St. Galler Rheintal für amerikanische Geheimdienste tätig gewesen sein und diesen insbesondere Informationen über Libyen geliefert haben. Tinner wurde 2004 in Deutschland verhaftet und 2005 an die Schweiz ausgeliefert. Tinner und Söhne sitzen noch immer in Untersuchungshaft, die Verhandlung ist auf dieses Jahr geplant. Den Untersuchungsrichtern, gefällt die „Aktion Reißwolf“ natürlich nicht.

Losgeschickt hatte den Reißwolf der damalige Justizminister Christoph Blocher, von der rechtsaussen Partei SVP. Der Gesamtbundesrat hat in einer geheimen Sitzung zugestimmt. Über den Inhalt der Akten ist aus verschiedenen Quellen einiges bekannt und die Gründe, weshalb der Bundesrat mit Verweis auf höhere Staatsinteressen in einem Strafverfahren Bundesordner und Datenträger zerstören lässt, kann man sich zusammenreimen: Baupläne für Nuklearreaktoren oder -waffen, Tarnfirmen und Kontaktpersonen von Nachrichtendiensten befreundeter Staaten oder Hinweise auf deren Arbeitsweise könnten im Rahmen eines Gerichtsverfahrens in „falsche Hände“ geraten.

Prozess in Südafrika und Banditen im Nuklearbereich
linkDer Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkMassenvernichtungswaffen für den Iran

Helvetia schläft mit dem Boss! Und der Boss ist die CIA
Im Labyrinth der Glücksritter

kriminalitaet

Prozess in Südafrika und Banditen im Nuklearbereich

3Dr. Alexander von Paleske – 22.5. 2008 — Anfang Februar 2008 fand vor dem High Court in Pretoria ein wenig beachteter Prozess statt, der gleichwohl eine Menge Sprengstoff enthielt: atomaren Sprengstoff.

Die Wurzeln dieses Prozesses reichen in die Zeit zurück, als Südafrika unter der Apartheidsregierung im Verein mit Israel danach strebte, eine Atommacht zu werden und auch eine Atombombe zündete. Gedacht als Abschreckung gegen afrikanische Staaten und die dort erstarkenden Befreiungsbewegungen.


Gaddafi bekam kalte Füsse und liess damit das ganze Netz Hochgehen

Nelson Mandela setzte diesem Spuk mit seinem Amtsantritt ein Ende. Gleichzeitig ging, unbemerkt von den Staatsorganen, die vornehmlich mit dem Aufbau einer „Rainbow Nation“ beschäftigt waren, ein anderer Spuk weiter: Die Produktion von Komponenten für den Bau von Atombomben, vor allem Zentrifugen zur Urananreicherung und Vakuumpumpen und zwar für das internationale Atomschmuggel-Netzwerks, als dessen Chef der „Vater der pakistanischen Atombombe“ Abdul Qadeer Khan galt. Die Kunden: Nordkorea, Libyen und der Iran.

Zu der Vorstandscrew dieses Netzwerks gehörte angeblich auch der in Deutschland geborene schweizer Ingenieur Gotthard Lerch, ehemals leitender Angestellter der Firma Heraeus-Leybold in Hanau am Main. Er war angeblich der Produktionsdirektor im Vorstandsrang des Atomschmuggel- Netzwerks.

Für die Firma Heraeus/Leybold, Anlagenbauer und Zulieferer für die Atomindustrie war er zuletzt als Leiter des Geschäftsbereichs „Große Metallurgie und chemische Verfahrenstechnik“ zuständig. Im Jahre 1985 stieg er bei Heraeus aus und gründete in Buchs/Schweiz seine eigene Firma die „Apparate Verfahren und Engineering AG“, angeblich dem Khan-Netzwerk zu Diensten .

Die Südafrika- Schiene
Angeklagt war nun in Südafrika Daniel Geiges, ein aus der Schweiz stammender mittlerweile südafrikanischer Staatsbürger. Er wurde beschuldigt, gegen das Verbot der Nichtweitergabe von Atomwaffen verstoßen zu haben. Der Prozess sollte schätzungsweise drei Jahre dauern. Dutzende von Sachverständigen und Zeugen waren vorgesehen.

Der Prozess sollte im Geheimen stattfinden. Zu viele Peinlichkeiten würden offenbar werden, die auch außenpolitische Belastungen, zum Beispiel mit dem Iran, hätten nach sich ziehen können.

Es kam jedoch alles ganz anders
Die politische Wochenzeitung Mail and Guardian, vergleichbar dem SPIEGEL in Deutschland, klagte gegen den Ausschluss der Öffentlichkeit und gewann. Damit stand einem spannenden Verfahren nichts mehr im Wege. Es sollte aber anders laufen.
Daniel Geiges ist krebskrank. Er hatte nicht vor, die kurze Lebenszeit, die ihm noch blieb, in südafrikanischen Gefängnissen zu verbringen. Also ließ er sich auf einen Kuhhandel mit der Strafverfolgungsbehörde National Prosecuting Authority (NPA) ein, die selbst großes Interesse daran hatte, dass keinerlei Details bekannt würden. Welche Komponenten, Baupläne, Ultrazentrifugen Vakuumpumpen etc. an wen gesandt wurden, die zum Bau einer Atombombe wichtig sind, das sollte unter dem Schleier des Geheimen verborgen bleiben.


In Untersuchungshaft: Tinner. Im Bild der Pass

Damit folgte die NPA der Strategie, die sie schon gegen Geiges Chef, Gerhard Wisser und Johan Meyer eingeschlagen hatte: für die Akzeptanz des Schuldvorwurfs und volle Mitarbeit bei der weiteren Aufklärung gab es eine 12-jährige Haftstrafe, die für 5 Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Gerhard Wisser war der angebliche Produktionschef von Lerch in der südafrikanischen Filiale des Netzwerks. Geiges packte aus, eine Pandora-Büchse öffnete sich. Er belastete die anderen angeblichen Netzwerker, vor allem Gotthard Lerch.

Es wird sich alsbald herausstellen, wie weit es mit dieser „vollständigen Mitarbeit bei der Aufklärung“ her ist und was seine Aussagen wert sind, denn im Juni findet vor dem Oberlandesgericht Stuttgart der Prozess gegen das angebliche Vorstandsmitglied Gotthard Lerch statt, der es bisher immer schaffte, der Justiz ein Schnippchen zu schlagen.

Aber diesmal fährt, anders als bei dem Vorprozess der vor dem Landgericht Mannheim vor zwei Jahren stattfand und platzte, die bundesdeutsche Justiz schweres Geschütz auf. Diesmal vertritt die Bundesanwaltschaft höchst persönlich die Anklage und sie hat offenbar seitenweise Geständnisse von Wisser, Geiges und Meyer.

Was wussten die Geheimdienste und wie lange?
Uns interessiert aber hier weniger, was im nächsten Monat vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart verhandelt wird. Dort geht es einzig um die Lieferungen an Libyens Präsident Gaddafi, der als Kunde des Netzwerks nach dem Einmarsch der US im Irak absprang, weil er auch einen Einmarsch nach Libyen befürchtete und mit diesem Absprung gleichzeitig das ganze Netzwerk hochgehen ließ.

Uns interessiert viel mehr die iranische Schiene, die auf das Jahr 1987 zurückdatieren ist, und die strafrechtlich irrelevant geworden ist, weil mögliche Straftaten nach deutschem Recht verjährt sind.

Was uns besonders interessiert ist: Was haben die Geheimdienste CIA, MI6 und BND von dem Aufbau des pakistanischen bzw. iranischen Atomprogramms gewusst und was wurde nach Erkenntnisgewinnen unternommen?

Diese Frage drängt sich auf, weil bei der Lieferung von chemischen Massenvernichtungswaffen in den Iran, in diesem Falle Sarin und Senfgas in den 90er Jahren, sowohl der britische Geheimdienst MI6, wie der israelische Geheimdienst Shin Bet, als auch offenbar der Bundesnachrichtendienst BND ihre Finger mit drinnen hatten, wie wir bereits in mehreren investigativen Artikeln berichtet haben.

Gilt dies ebenso für das iranische Atomprogramm? Wurde nichts unternommen, weil man Gründe für einen Angriff auf den Iran suchte? Immerhin kaufte Israel bereits im Jahre1996 Langstreckenbomber, weil die Reichweite der vorhandenen Luftflotte für einen Angriff gegen den Iran nicht ausreichte. Mit anderen Worten: Wurde auf einen Angriff gegen den Iran hin gearbeitet unter dem Vorwand des Besitzes von chemischen und atomaren Massenvernichtungswaffen?

Ein Blick zurück
Im Jahre 1987 traf offenbar Gotthard Lerch erstmalig mit dem Iraner Masud Naraghi zusammen. Naraghi, der in den USA Laser-und Plasmaphysik studiert und dann bei der NASA gearbeitet hatte kehrte schließlich noch zu Schah-Zeiten in den Iran zurueck und wurde dort Chef der nationalen iranischen Atomenergiekommission.

Naraghi interessierte sich bei seinen Besuchen in der Schweiz für Komponenten zu konventionellen Waffen, aber natürlich auch für die Komponenten zur Herstellung von Atomwaffen und hier konnte Lerch angeblich gegen viel Bares behilflich sein.

Wie Yossi Melman und Meir Javedanfar in ihrem Buch „The Nuclar Sphinx Of Tehran“ schreiben, hatte der Ayatollah Khomeini das von den USA unterstützte Atomprogramm des Schah zunächst eingestellt, Atomwaffen wurden als Teufelszeug des Westens gebrandmarkt.

Diese Haltung änderte sich im Laufe der Zeit, nachdem der Irak 1980 den Iran angegriffen hatte und dabei auch chemische Massenvernichtungswaffen zum Einsatz brachte, ohne dass dies größere Proteste in der westlichen Welt ausgelöst hätte, wir berichteten darüber.

1992 lief Naraghi zu den USA über, die Mullahs misstrauten ihm wegen seiner früheren Tätigkeit für die NASA und später den Schah und er befürchtete das gleiche Schicksal zu erleiden, wie z.B. die in den USA ausgebildeten Piloten der iranischen Kampfflugzeuge, von denen viele als angebliche „Spione des Großen Satans“umgebracht wurden. Und Naraghi packte aus.

Damit waren die USA bestens und genauestens über den Stand des iranischen Atomprogramms informiert. Eine Weitergabe der Informationen an die internationale Atomenergiebehörde IAEA in Wien unterblieb jedoch. Diese Behörde hätte, gestützt auf diese Informationen gezielt tätig werden und zu diesem Zeitpunkt das Programm zur Entwicklung von Atomwaffen stoppen können, wie IAEA Vize-Direktor Olli Heikonen erklärte.

Die USA waren natürlich auch bestens informiert, ob und welche Rolle Lerch und Khan in diesem Netzwerk spielten und dass Pakistan nicht nur an einem Atombombenprogramm bastelte, sonder auch gebrauchte Zentrifugen P1 samt Blaupausen gegen Bares an den Iran weiterreichte.

Man hätte wohl erwarten können, dass nun Lerchs Laden zugemacht würde, so er denn die Komponenten lieferte oder aber die Lieferung über andere Firmen organisierte, aber es passierte nichts.

Es sollte jedoch noch schlimmer kommen. Der CIA in Zusammenarbeit mit dem MI6 und dem BND überwachte zwei weitere prominente Helfer in diesem Netzwerk, den Niederländer Henk Slebos und den Deutschen Heinz Mebus, sozusagen auf Schritt und Tritt. Der Mossad ließ schon mal 1980 eine Bombe im Vorgarten von Mebus Grundstück hochgehen. Unternommen wurde aber von den beteiligten Regierungen, für welche die Geheimdienste tätig waren, ansonsten nichts.

Slebos, Khan, und die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft
Khan, der Vater der Pakistanischen Atombombe und Chef des internationalen Atomwaffentechnologie-Weiterverbreitungsnetzwerks und Henk Slebos verbindet eine Freundschaft seit über 40 Jahren.

Khan, der zunächst sein Physikstudium 1961 in Westberlin begonnen hatte, wechselte dann an die Universität von Delft und traf dort auf Slebos. Der Beginn einer Freundschaft. Beide lebten in Rijswijk und fuhren jeden Tag zusammen zur Universität in Delft.

Nach Studienabschluss und fünfjähriger Tätigkeit für die holländische Marine, startete Slebos seine Karriere bei der Firma Metal Works Holland EMWH, ein Subunternehmer der Urananreicherungsfirma URENCO. Zu Henk Slebos Aufgabenbereich gehörten auch Arbeiten am Schnellen Brüter in Kalkar/Deutschland.

Im Jahre 1975 fuhren Khan und Slebos zur Fachmesse der Atomindustrie in Basel. Beide forschten danach zusammen an der super geheimen 4-M Ultrazentrifuge und bereits damals geriet Slebos durch einen Bericht des Chefs der EMWH, Nico Zondag auf den Radarschirm der Zollbehörden und der Geheimdienste. Unternommen wurde nichts. Aber auch über Khan gab es mehrere Beschwerden über verdächtiges Verhalten. Khan kehrte 1976 nach Pakistan zurück, aber mit ordentlichem Gepäck, wie Blaupausen von Hochleistungszentrifugen und ausgestattet mit dem bei URENCO erworbenem Wissen über die Urananreicherung.

Im Jahre 1976 wurde Slebos von EMWH gefeuert, nachdem die URENCO, bzw. deren holländischer Ableger UCN sich über dessen verdächtiges Verhalten bei Besuchen in ihrer Firma dreimal beschwert hatte. Er tauchte in Bereichen der UCN auf, in denen er nichts zu suchen hatte.

Nun startete Slebos seine eigene Firma, „Slebos Research“, die fester Bestandteil des Khan-Netzwerks wurde. Im Jahre 1977 flog er erstmalig nach Pakistan und lieferte Komponenten die für die Urananreicherung essentiell waren. Für diesen illegalen Export wurde er im Jahre 1985 von einem holländischen Gericht zu 6 Monaten Haft verurteilt.

Bereits vorher hatte er versucht seinen vormaligen Chef Zondag für die Mitarbeit an dem Atomwaffenprojekt Pakistans zu gewinnen und stellte ihm riesige Gewinne in Aussicht. Zondag lehnte dankend ab und berichtete stattdessen URENCO/UCN diese wiederum dem holländischen Geheimdienst BVD, der jedoch das offenbar eher gähnend zur Kenntnis nahm. Dies berichtet Frank Slijper in seinem investigativen Bericht „Project Butter Factory“

Wir wollen alles wissen, aber wir unternehmen nichts
Wie sich herausstellte, hatte die US Administration bereits 1975, als Verdachtsmomente gegen Khan, sich häuften, die holländischen Behörden gebeten, nicht tätig zu werden, enthüllte der ehemalige holländische Premier Ruud Lubbers. Das gleiche wiederholte sich im Jahre 1986, als klar wurde, dass Slebos der Zulieferer für das pakistanische Atombombenprogramm war.

Auch hier kam wieder die Bitte der US-Administration, keine Verhaftungen vorzunehmen. Die holländischen Behörden verlegten sich dann darauf Slebos bürokratische Knüppel zwischen die Beine zu werfen, allerdings mit nur mäßigem Erfolg. Es wurden immer Exportlizenzen für Lieferungen von Slebos verlangt, die nach Antragsstellung dann selbstredend abgelehnt wurden. Slebos kaufte daraufhin im Ausland ein. Drehscheibe: Dubai.

Hilfe vom Schweizer Trio
Gotthard Lerch konnte angeblich über seine Dependance in Südafrika „Hilfestellung“ leisten. Ebenfalls als „atomare Samariter“ mit dabei ein Schweizer Trio: Friedrich, Urs und Marco Tinner, der Vater mit seinen zwei Söhnen und ihrer Firma Traco. Die soll die von Khan an den Iran abgegebenen P1 Zentrifugen Ersatzteilmässig auf Vordermann gebracht haben. Beide Söhne Tinners sitzen zur Zeit im Untersuchungshaft in der Schweiz ein. Allen dreien soll noch dieses Jahr der Prozess gemacht werden. Aber auch Urs Tinner arbeitete, zumindest in seiner letzten Phase mit dem CIA zusammen ebenso wie der srilankische Geschäftsmann Buhary Tahir. Er war einstmals rechte Hand Khans und Finanzverwalter des Netzwerks.

Aber es wurde geheimdienstlich nicht besser, ein ausländischer Geheimdienst soll praktisch die Überwachung von Henk Slebos in den Niederlanden seinerzeit übernommen haben – vermutlich der CIA -, der holländische Geheimdienst BVD zog sich angeblich zurück.

Auch der britische Geheimdienst MI6 war über den mit ihm verbundenen Geschäftsmann Peter Griffin und seine Firma „Gulf Technical Industries“, die ebenfalls Khan belieferte, bestens informiert – die britische Regierung unternahm nichts. Griffin lebt heute in Südfrankreich, unbehelligt versteht sich.

Fazit:
Mindestens drei Geheimdienste, die über fast 30 Jahre das Treiben des Handels mit nuklearer Waffentechnologie beobachtet haben, wenn man einmal von der kriminellen Aktion des Mossad absieht, die jeweiligen Regierungen, die bestens informiert waren, aber nichts unternahmen, eine internationale Behörde, hier die IAEA, die nicht die nötigen Informationen erhielt, eine Justiz, die keine ordentlichen Prozesse durchführen konnte weil Beweismaterial, wie in den Strafprozessen gegen Lerch in Mannheim und Köln zurückgehalten wurde, was ist das anderes als ein handfester Skandal?

Fasst man das alles zusammen, dann drängt sich, wie auch im Falle der Giftwaffentransporte der Eindruck auf, „man nimmt aktiv daran teil, bzw. bei dem Nukleartechnologieexport „man lässt es geschehen“. Ein Skandal.
Atomschmuggelprozess endet mit Kuhhandel
Der Iran, das Atomprogramm und Ahmadinejad
Schweiz: Auf Druck der CIA Nuklearschmuggel Akten vernichtet
linkIran: Der Krieg rückt näher
linkGasmasken, Giftgas und Milliardenbetrug – auf den Spuren des Moshe Regev
linkMassenvernichtungswaffen in den Iran – Schmierige Geschäfte internationaler Kriegstreiber
linkIsraels tödlicher Export – Waffen in den Iran
linkNahost-Neue Eskalationsstufe erreicht

kriminalitaet

Tonnenweise Kokain & Waffen bei kolumbianischen Paramilitärs

onlineredaktion – In Kolumbien sind 3,4 Tonnen Kokain und ein Waffenarsenal beschlagnahmt worden. Die Waffen – darunter gegen 300 Gewehre – stammen nach Angaben der Behörden aus dem Besitz einer rechtsgerichteten paramilitärischen Bande, den „Schwarzen Adlern“.


Kolumbianische Paramilitärs „Aguilas-Negras“ finanzieren sich über Kokain

Sichergestellt wurden 293 Gewehre, fast 65’000 Schuss Munition sowie Granatwerfer, Maschinengewehre, Raketen und Pistolen. Das Arsenal habe der meistgesuchte Drogenboss des Landes, Daniel Rendón Herrera alias „Don Mario“, den „Adlern“ überlassen, hiess es.

Die „Schwarzen Adler“ sind Paramilitärs, die sich nicht an dem 2004 begonnenen Friedensprozess der Paramilitär-Führung mit der Regierung beteiligen. Stattdessen verbündeten sie sich mit den Drogenbanden und mischen selbst im Drogenschmuggel mit. Dabei fließen Milliardengewinne in den Bürgerkrieg.

Kolumbien ist der weltweit größte Kokainproduzent
Schätzungen zufolge werden von dem Land aus jährlich etwa sechshundert Tonnen der Droge in die USA, nach Europa und in andere Weltregionen geschmuggelt: in den Seiten von Bibeln, eingenäht in Hunden, und mit Bodypackers; Reisende die mit Kondomen gefüllten Kokainwürsten im Bauch nach Europa reisen.

Die Milliardengewinne sind Treibstoff für den seit über vier Jahrzehnten andauernden, bürgerkriegsähnlichen Konflikt in Kolumbien. Seit Anfang der 90er Jahre ist «Koks» nicht nur bei in der Party-Szene verbreitet, sondern in sämtlichen Gesellschaftsschichten. Das Gramm wird in der Schweiz stark gestreckt auf der Straße vor allem von so genannten „Chügelinegern“ zu etwa 80 Franken (47 Euro) verkauft.

kriminalitaet

Scheinheilig? USA verlangen Auslieferung von Viktor Bout

World Content News – Der Waffenschmuggler Viktor Bout, der nach seiner Festnahme seit März 2008 in einem thailändischen Gefängnis sitzt, könnte bald an die USA überstellt werden. Am Dienstag wurde in New York Anklage gegen den „Händler des Todes“ erhoben, er soll an die kolumbianischen Rebellen Waffen im Wert von mehreren Millionen Dollar verkauft haben. Heute hat man nun offiziell die Auslieferung Bouts beantragt. Kritiker befürchten einen Deal, der zu seiner baldigen Freilassung führen könnte, hat er doch auch mit der Bush-Regierung hin und wieder verschwiegene Geschäfte getätigt.


Die Anklagepunkte lauten auf Verschwörung und Unterstützung einer terroristischen Organisation

Viktor Bout – alias Boris, alias Victor Anatoliyevich Bout, alias Victor But, alias Viktor Budd, alias Viktor Butt, alias Viktor Bulakin, alias Vadim Markovich Aminov – will nur eines: Raus aus dem thailändischen Knast, der Rest wird sich schon von selbst ergeben. Am liebsten wäre ihm natürlich, er würde nach Russland abgeschoben, dank seiner guten Beziehungen aus KGB-Zeiten wäre seine Rehabilitation wohl nur noch eine Formsache.

Der 41-jährige Russe hat mit seinen 300 Mitarbeitern und über sechzig Flugzeugen seit Anfang der neunziger Jahre wohl jeder Konfliktpartei mit Waffen ausgeholfen, die an ihn herantrat. Sein Geschäftsprinzip war, keinen Unterschied zu machen zwischen „guten“ Befreiungsbewegungen und „bösen“ Diktatoren. Er hält sich selbst sogar für einen Menschenfreund, wollte da aushelfen, wo Menschen die Fähigkeit zu ihrer eigenen militärischen Verteidigung fehlte. Gegen beste Bezahlung natürlich. Seine Schmuggelflotte flog um die ganze Welt, am meisten verdiente er wohl in den afrikanischen Kriegsgebieten.

Er unterhielt Büros in Ostende und Sharjah und bis September 2001 hatte er mit seiner Firma Cess Air sogar eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten. Da auch die Taliban gute Kunden von ihm waren, wurde er bereits vor dem 11. September zur unerwünschten Person erklärt, ein Haftbefehl folgte, 2002 schlossen sich Belgien und Interpol an. Bout hielt sich zu dieser Zeit unbehelligt in Russland auf.

Statt auf seine Verhaftung zu drängen, hat der US-Geheimdienst CIA nach 2001 mindestens noch einmal mit ihm Geschäfte gemacht, als es um die Entführung von Khalid Mehmood Rashid in Südafrika ging. Rashid wurde im November 2005 mit einer Gulfstream II, Registriernummer A6-PHY verschleppt. Das Flugzeug war kurz zuvor von der dänischen CIA-Niederlassung Nordic Aviation an Bouts Firma „Phoenix Aviation“ verkauft worden, wenige Monate später ging das Flugzeug an die CIA zurück, sie ist jetzt unter der Reg.Nr. N666SA für Niederlassungen in Malaysia und Singapur unterwegs.

Es gibt ferner Anhaltspunkte dafür, dass er sich auch an den Waffenschiebereien der USA in Afrika und in Südostasien beteiligt hat – den Nachweis zu führen, dass er es nicht auf eigene Rechnung getan hat, ist freilich schwierig.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft sowie ein Vertreter der amerikanischen Drogenkontrollbehörde (!) DEA werfen Bout vor, zwischen November 2007 und März 2008 unter anderem 100 Boden-Luft-Abwehrraketen (SAM), panzerbrechende Waffen, Kalaschnikows und tonnenweise Munition an die kolumbianische Farc-Guerilla geliefert zu haben. Die Anklagepunkte lauten auf Verschwörung und Unterstützung einer terroristischen Organisation:

— Count One: Conspiracy to kill United States nationals
— Count Two: Conspiracy to kill United States officers or employees
— Count Three: Conspiracy to acquire and use an anti-aircraft missile
— Count Four: Conspiracy to provide material support or resources to a designated foreign terrorist organization.

Laut Presseinformationen wollen die thailändischen Behörden selbst keine Anklage gegen Bout erheben. Dennoch werde dieser, so sein thailändischer Anwalt, in Haft bleiben, bis die amerikanische Seite einen Auslieferungsantrag schickt. Damit wäre jetzt die Bühne frei …

Quellen:
U.S. Accusations against Russian Arms Trader
(Kommersant, 08.05.2008)
U.S. Announces Indictment of International Arms Dealer Victor Bout for Conspiracy
(oraclesyndicate.twoday.net, 08.05.2008)

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

kriminalitaet

U.S. Announces Indictment of International Arms Dealer Victor Bout for Conspiracy

News Release DEA – Michael J. Garcia, the United States Attorney for the Southern District of New York, and Michele M. Leonhart, the Acting Administrator of the United States Drug Enforcement Administration („DEA“), announced the unsealing of an Indictment against international arms dealer VIKTOR BOUT, a/k/a „Boris,“ a/k/a „Victor Anatoliyevich Bout,“ a/k/a „Victor But,“ a/k/a „Viktor Budd,“ a/k/a „Viktor Butt,“ a/k/a „Viktor Bulakin,“ a/k/a „Vadim Markovich Aminov,“ for, among other things, conspiring to sell millions of dollars worth of weapons to the Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (the „FARC“) — a designated foreign terrorist organization based in Colombia — to be used to kill Americans in Colombia.

bout13
Victor Bout arrested in Bangkok

BOUT was arrested by Thai authorities on a provisional arrest warrant on April 9, 2008, based on a complaint filed in the United States District Court for the Southern District of New York, charging conspiracy to provide material support or resources to a designated foreign terrorist organization. BOUT has been in custody in Thailand since March 6, 2008. According to the Indictment unsealed today in Manhattan federal court:

BOUT, an international weapons trafficker since the 1990s, has carried out his weapons-trafficking business by assembling a fleet of cargo airplanes capable of transporting weapons and military equipment to various parts of the world, including Africa, South America and the Middle East. In 2004, as a result of his weapons trafficking activities in Liberia, the United States Office of Foreign Assets Control within the Department of Treasury placed BOUT on the Specially Designated Nationals list, which prohibits any transactions between BOUT and any U.S. nationals, and freezes any of BOUT’s assets that are within the jurisdiction of the United States.

Between November 2007 and March 2008, BOUT agreed to sell to the FARC millions of dollars’ worth of weapons — including surface-to-air missile systems („SAMs“), armor piercing rocket launchers, AK-47 firearms, millions of rounds of ammunition, Russian spare parts for rifles, anti-personnel land mines, C-4 plastic explosives, night-vision equipment, “ultralight” airplanes that could be outfitted with grenade launchers and missiles, and unmanned aerial vehicles. BOUT agreed to sell the weapons to two confidential sources working with the DEA (the „CSs“), who represented that they were acquiring these weapons for the FARC, with the specific understanding that the weapons were to be used to attack United States helicopters in Colombia.

As described in the Indictment, during a covertly recorded meeting in Thailand on March 6, 2008, BOUT stated to the CSs that he could arrange to airdrop the arms to the FARC in Colombia, and offered to sell two cargo planes to the FARC that could be used for arms deliveries. BOUT also provided a map of South America, and asked the CSs to show him American radar locations in Colombia. BOUT said that he understood that the CSs wanted the arms for use against American personnel in Colombia, and advised that the United States was also his enemy, stating that the FARC’s fight against the United States was also his fight. During the meeting, BOUT also offered to provide people to train the FARC in the use of the arms.

The Indictment unsealed today charges BOUT with four separate terrorism offenses:

* Count One: Conspiracy to kill United States nationals;
* Count Two: Conspiracy to kill United States officers or employees;
* Count Three: Conspiracy to acquire and use an anti-aircraft missile; and
* Count Four: Conspiracy to provide material support or resources to a designated foreign terrorist organization.

If convicted, BOUT faces a maximum sentence of life imprisonment on each of Counts One through Three, including a mandatory minimum sentence of 25 years’ imprisonment for Count Three. BOUT faces a maximum sentence of 15 years’ imprisonment on Count Four. The case is assigned to United States District Judge SHIRA A. SCHEINDLIN.

The United States is actively pursuing BOUT’s extradition from Thailand.

Mr. GARCIA praised the investigative work of the DEA and thanked the Royal Thai Police, Office of the Attorney General for Thailand, and the Royal Thai government for their assistance. Mr. GARCIA also thanked the Romanian Border Police, the Romanian Prosecutor’s Office Attached to the High Court of Cassation and Justice, the Korps Politie Curacao of the Netherlands Antilles, and the Danish National Police Security Services, for their cooperation, and thanked the U.S. Department of Justice Office of International Affairs.

„Viktor Bout has long been considered by the international community as one of the world’s most prolific arms traffickers,“ said U.S. Attorney MICHAEL J. GARCIA. „Today, Bout is in Thai custody facing extradition to the United States, where he will be prosecuted for agreeing to arm a terrorist organization, an aim of which was to kill American citizens.“

„Viktor Bout no doubt faces some of the most extraordinarily serious conspiracy charges possible for his crimes against Americans,“ said DEA Acting Administrator MICHELE M. LEONHART. „With the unsealing of this indictment, we are one step closer to ensuring Bout has delivered his last load of high powered weaponry and armed his final terrorist.“

Assistant United States Attorneys ANJAN SAHNI and BRENDAN R. McGUIRE are in charge of the prosecution.

The charges contained in the Indictment are merely accusations and the defendant is presumed innocent unless and until proven guilty.

Did the FSB Betray Victor Bout?
link Part I: The bad and good about Victor Bout: ‘Merchant of Death’ detained in Thailand
linkViktor Bout – Auslieferung in die USA?
linkViktor Bout, Afrikas “Merchant of Death”
linkGeheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?<
linkSöldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
linkThe agency that runs Pakistan
linkThe criminal stories of the good soldier Bout
linkAlbanien/Kosovo: Mysteriöser Flugzeugabsturz im Gebirge
linkThe last Russian attack on American soil?

kriminalitaet

Selbstmord? Deborah Jeane Palfrey ist tot

World Content News – Die unerschrockene Frau, die den größten Sexskandal in der Geschichte der USA auslöste, Deborah Jeane Palfrey (52), wurde heute in Florida tot aufgefunden. Sie hatte im Sommer letzten Jahres weltweit Aufsehen erregt, als sie Telefonlisten der Kunden ihres Callgirl-Ringes ins Internet stellte, in deren Folge mehrere Prominente aufflogen, die käufliche Sexdienste in Anspruch nahmen, darunter ein US-Senator.


Selbstmord oder geselbstmordet?

Sie nannte sich „Miz Julia“. 13 Jahre lang betrieb sie von Kalifornien aus einen speziellen Service „zur Erfüllung erotischer Phantasien“ für Kunden im Raum Washington. Am 15. April hatte ein Gericht sie wegen Zuhälterei, Geldwäsche und Erpressung für schuldig befunden, heute morgen wurde sie tot in einem Lagerschuppen entdeckt. Presseberichten zufolge fand man einen handgeschriebenen Abschiedsbrief. Die Polizei untersucht den Fall, geht aber bereits jetzt von Selbstmord aus.

Nach Polizeiangaben erhängte sich Palfrey mit einem Nylonseil in dem Schuppen ihrer Mutter. Die 76-Jährige habe die Leiche entdeckt und die Polizei alarmiert. Die Ermittler hätten „mindestens“ zwei Zettel und Abschiedsbriefe gefunden, die auf den geplanten Selbstmord hinwiesen. Dennoch sei wegen des laufenden Verfahrens die Bundespolizei FBI eingeschaltet worden.

Palfrey hätte in den nächsten Wochen die Festlegung einer Freiheitsstrafe zwischen acht und fünfzehn Jahren erwartet. Nach Medienberichten habe sie im letzen Jahr wiederholt geäußert, sie werde niemals wieder ins Gefängnis gehen – nicht einen Tag lang.

Trotz der scheinbar eindeutigen Faktenlage glauben nicht alle, die mit ihr ihr zu tun hatten, dass sie freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Zu oft schon sind nach großen Skandalen in den USA Menschen auf mysteriöse Weise durch tödliche Unfälle oder durch angeblichen Selbstmord von der Bildfläche verschwunden. Palfrey galt als toughe Frau, die sich in Bürgerrechtsbewegungen engagierte und sich den Mund nicht verbieten ließ.

Der Fernseh- und Radiojournalist Alex Jones etwa hat ein Interview ins Netz gestellt, in dem sie anlässlich des sehr ähnlichen „Suizid“-Todes einer ihrer Mitarbeiterinnen namens Brandy Britton im letzten Jahr beteuerte, sie würde sich niemals umbringen.

Quellen:
«D.C. Madam» erhängt aufgefunden (espace.ch, 02.05.2008)
Florida Police: Woman Known As ‚D.C. Madam‘ Commits Suicide
(Fox News, 01.05.2008)
Operator of D.C. Call-Girl Ring Is Dead in Apparent Suicide
(Washington Post, 02.05.2008)
The Convenient „Suicide“ Of The DC Madam
(afterdowningstreet.org, 02.05.2008)
Tough ‚D.C. Madam‘ threatens a courtroom battle
(San Francisco Chronicle, 01.04.2007)

siehe auch:
„DC Madam“ stellt Telefonlisten ihrer Sex-Kunden ins Internet (WCN, 10.07.2007)
US-Sexskandal: D.C. Madam’s fette Beute (WCN, 13.07.2007)
Madams explosiver Nuttenservice von Washington DC
(oraclesyndicate.twoday.net, 30.04.2007)

Official Pamela Martin & Associates Telephone Records
Telefonnumern-Recherche: dcphonelist.com

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei World Content News

kriminalitaet

Republik Österreich: Finanzskandale ohne Ende

Dr. Alexander von Paleske —- 4.5. 2008 — Wir haben in unseren Artikeln die Finanzskandale in der Alpenrepublik um die Arbeiterbank BAWAG, die Hypo-Alpe Adria Bank und die Betrugsfirma Amis beleuchtet. Als wäre es der Skandale in der Alpenrepublik nicht genug, da gibt es schon einen weiteren Finanzskandal, der seit Monaten Schlagzeilen macht: der Meinl-Skandal. Die Firma Meinl ist in Österreich, was in Deutschland Tchibo ist. Eine Firma mit sehr hohem Bekanntheitsgrad, einer langen Tradition im Kaffeerösten aber auch Lebensmittelhandel. Mittlerweile ist Meinl auch im Bank- und Immobiliengeschäft tätig.


Meinl-Stand in Hamburg – Foto Dr. v. Paleske

Ein kleiner Umweg hat uns zu dieser Firmengruppe geführt. Bei den Mitbeteiligten im Amis Skandal stießen wir auf die Investment Bank Luxembourg, nunmehr Sella Bank. Diese wurde von den Amis-Geschädigten wegen angeblicher Verletzung von banküblichen Sorgfaltspflichten im Zusammenhang mit der Bewertung von Amis-Fonds auf Schadensersatz verklagt. Die Bank konnte gegenüber der Luxemburger Bankenaufsicht keine vernünftige Bewertung der in ihrem Depot befindlichen Wertpapiere der Amis vorlegen, worauf die Aufsichtsbehörde den weiteren Handel untersagte. Der Beginn des Endes für Amis und ein schlechtes Bild für Sella.

Aber diese Bank geriet darüber hinaus auch im Zusammenhang mit der Air Holland, einer Fluglinie, die am Kokaintropf hing, und den gebankten Geldern der Russenmafia in die Schlagzeilen. Mutter-Bank dieser presseintensiven Filiale ist die Banca Sella in Italien, die ihre Wurzeln bis in das 16 Jahrhundert zurückverfolgen kann. Chef der Banca Sella war lange Zeit ein Herr Maurizio Sella, ein Freund und Berater des gerade wiedergewählten Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und langjähriger Vorsitzender der italienischen Bankenvereinigung ABI.

Die Meinl Gruppe kommt ins Spiel
Amis hatte nicht nur 16.000 Anleger hereingelegt, sondern auch in Österreich und Deutschland Papiere von Meinl-Firmen verkauft. Gegen satte Provision versteht sich. Da enden die Querverbindungen allerdings nicht, denn die Sella-Tocher in Luxemburg gibt nun einen Fond heraus, der sich nach dem griechischen Gott Apollo benennt. Anders als der griechische Gott stürzte dieser Fond in den letzten Monaten mal eben um satte 50% ab.

Als einzige Auszahlungsbank möglicher Gewinne ist neben der Sella Bank, die Meinl-Bank in Österreich genannt, Zeichen vertrauensvoller Zusammenarbeit. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats dieser hoffnungsvollen „Apollo Global Derivativs“ sitzt oder saß ein Christian Tury, seines Zeichens austrischer Investment-Guru. Als Anlageberater von Apollo fungierte wiederum Turys Firma, die „Tury Invest GmbH“.

Diese Tury verkauft ihre Papiere in Österreich wiederum maßgeblich über die Meinl Bank. Und Christian Tury entwickelte für die Amis-Betrugsfirma mit dem damaligen Prokuristen und Vorstandsmitglied der Amis, Wolfgang Gaensdorfer, das „Finanzprodukt“ Vario Invest. Tury war gleichzeitig auch als Berater für Fonds von Amis tätig. Eine schöne Zusammenarbeit, ähnlich einer harmonischen Familie,schwarze Schafe inbegriffen.

Julius Meinl Nr. 5
Der jetzige geschäftsführende Spross der Meinl Dynastie, Julius Meinl Nummer V, wollte nicht nur rösten, sondern auch banken und expandieren. Also stampfte er die angeblich erfolgreichste Privatbank Österreichs aus dem Boden. Er freundete sich mit einem Herrn an, der uns schon aus dem BAWAG Skandal bekannt ist, Wolfgang Flöttl, der in der Karibik das Geld der BAWAG durchbrachte. Wo dann der Gewerkschaftsbund die Streikkasse zur Abdeckung der Schulden opfern musste und die BAWAG wegen weiterer Verluste im Zusammenhang mit der Refco-Pleite schließlich „verheuschreckt“ wurde. Die Republik Österreich musste für die Verluste eine Bürgschaft übernehmen, um die BAWAG vor dem Konkurs zu bewahren.

Dieser Flöttl war über seinen Vater, damals Chef der BAWAG, seinerzeit außerordentlich hilfreich bei Meinl-Emissionen. Denn Meinl gründete nicht nur die Bank, sondern gleich eine Vielzahl von Firmen, deren Aktivitäten von Flugplatzverwaltung über Energie bis zu Immobilienfonds reichten. Letzterer fungierte unter dem Namen „Meinl European Land“ (MEL) dem Einkaufszentren vor allem in Osteuropa gehören. Umgekehrt lieh die Bank Meinl Wolfgang Flöttl auch mal Geld, als dieser ein paar wertvolle Gemälde kaufen wollte, aber finanziell klamm war. Der Kredit soll dann angeblich mit BAWAG Geldern getilgt worden sein.

Der MEL- Fond ist nun Gegenstand eines Skandals, der auch nach Deutschland reicht, denn auch in Deutschland kauften mehr als 10.000 Anleger, Bezieher mittlerer Einkommen wie bei Amis, Anteilsscheine teilweise über Amis. Renditen zwischen 10 und 15% wurden Interessenten versprochen. Wer möchte da nicht mit dabei sein? Verkauft wurden diese Papiere durch die Firma Meinl Success – nomen est omen -, über ein Netz von Vermögensberatern, Keilertruppe, wie die ZEIT sie nannte, ähnlich wie bei der Amis. Das Vertriebsmodell der Zukunft, wie der Meinl-Success-Chef Karl Mauracher frohlockte.

Kurspflege nach Meinl-Art

Die Firma MEL war aus „Steuer“- und sonstigen Gründen in dem Finanzparadies der Kanalinsel Jersey angesiedelt, wo es angenehmerweise keine strengen Börsengesetze gibt. Los ging es im Jahre 2005 mit Anleihen im Karussell. Geld wurde geliehen, obgleich man angeblich genug Bargeld hatte. Davon profitierte wohl jemand, dem man Zinsen für diese Anleihen zahlen musste. Und das war rein zufällig die Meinl Bank.

Geparkt wurden diese Anleihen in der Karibik, bei der Mein-Filiale in Antigua. Dort wo auch Herr Flöttl seine Briefkastenfirmen unterhielt. Die Meinl Bank verdiente schöne „Parkgebühren“, also wohl weniger Zahlung für die Anleger. Auch gegen lästige Fragen von Kleinaktionärsvertretern auf Hauptversammlungen und in der Öffentlichkeit wappnete man sich offenbar. Der Aktionärsvereinigung IVA bzw. deren Vorsitzendem Wilhelm Rasinger wurde Geld für „Beratergespräche“ überwiesen. Kleine Zuwendungen erhalten die Freundschaft. Kommentar Rasinger: „er habe sich gegen diese Zuwendungen nicht wehren können“.

Der nächste Schlag, oder sollte man besser sagen „Akt der Kurspflege“ folgte dann im vergangenen Jahr, als die Gesellschaft 1,9 Milliarden Euro benutzte, die eigentlich für Immobilienakquisitionen vorgesehen waren, um ein Aktienrückkaufprogramm zu starten, als dessen Folge der Kurs ansteigen sollte. Die Aktionäre vorab von dieser „Pflegeaktion“ zu unterrichten, wie es sonst bei Aktiengesellschaften üblich ist, hielt die MEL nicht für nötig. 30% der Aktien wurden zurückgekauft, was in Österreich verboten ist. Es dürfen maximal 10% sein.

Aber man logierte ja in Jersey, dort geht es freizügiger zu. Statt einem Anstieg der Kurse trat jedoch das Gegenteil ein als der Aktienrückkauf aufflog. Der Kurs pro Aktie stürzte von 20 Euro auf lächerliche 6 Euro ab. 70% durch den Schornstein. Für die Aktionäre also keine „Kurspflegeaktion“, sondern eine „Vermögensvernichtungsaktion“. Durch den anschließenden Kursverfall verlor die MEL natürlich auch ordentlich Geld. Von wegen 10-15% Gewinn. Und das Papier flog aus dem Premiumsegment der Wiener Börse, dort wo sich die mündelsicheren Papiere, zu denen die MEL gehörte, tummeln dürfen, heraus. Also nichts mehr mit Mündelsicherheit.

Wie einst die BAWAG war nun die MEL reif zum Verkauf, zum Teilverkauf um präzise zu sein. Teilverkauft wurde an die Citi-Group und die israelische Firma Gazit, zum Absturzpreis natürlich, und weil das bei der „Kurspflegeaktion“ verjubelte Geld für Investitionen fehlt ,müssen nun Schulden gemacht werden, eine Wandelanleihe soll aufgenommen werden, die mit mehr als 10% zu verzinsen ist. Da werden die Kleinaktionäre, also die „kleinen Leute“, die oftmals ihre ganzen Ersparnisse gerade auch wegen der versprochenen Mündelsicherheit in diese Papiere gesteckt haben, wohl etliches abschreiben müssen. Nun wollen Kleinanleger, über 100.000 davon gibt es allein in Osterreich, klagen. Solche Prozesse können lange dauern und teuer werden.

Derweil kann Julius Meinl zügig weiter seinen Geschäften und Vergnügungen nachgehen, zu letzteren gehören auch Jagdgesellschaften für den Geld- und Hochadel, oder Flüge mit seinen zwei Hawker 800 XP Jets, oder einem Learjet. Am 25.4. 2008 sollte der Jahresbericht 2007 der MEL vorgelegt werden, er wurde nicht tagsüber, sondern um Mitternacht veröffentlicht, offenbar scheuen die MEL Zahlen das Tageslicht, wie die Wiener Zeitung „Die Presse“ vermerkte.

Wer jetzt noch Appetit auf mehr hat, dem wird die Nobelschänke „Meinl am Graben“ in Wien empfohlen (Kleingeld bitte nicht vergessen). Österreich: Von den Republikskandalen zur Skandalrepublik?

linkNeues von den Finanzskandalen, BayernLB, Hypo Alpe, Meinl
linkNeues von alten Skandalen – BayernLB, Amis, Hypo Alpe und Kulterer
linkDer Fall Amis – ein gigantischer europäischer Betrugsskandal
linkEs war einmal eine Arbeiterbank in Wien
linkFreispruch im General-Partners-Prozess – Wiener „Kaffeehausjustiz“ überfordert?
linkBayernLB, Hypo Group Alpe Adria und kein Mangel an Skandalen
linkInvestmentbank Luxembourg (IBS) und der Air-Holland-Skandal