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Salzsäure gegen die Paten

Stephan Fuchs – Nach der Inhaftierung des Capo di Capi Bernardo Provenzano, drohte ein neuer Mafia Krieg auszubrechen. Mit der Razzia am auf Sizilien wurde der Krieg fürs erste wohl verhindert. Bei der Razzia nahm die italienische Polizei am Dienstag mindestens 45 Menschen fest, darunter 13 Mafia-Bosse.

„Den drohenden Krieg der Mafia mit vielen Toten auf den Straßen Palermos haben wir verhindert“, kommentierte einer der Top-Ermittler. Palermos Polizeichef Francesco Caruso zufolge kamen die Ermittler mit Hilfe von Telefonüberwachungen auf die Spur der Verdächtigen. Abgehörte Gespräche hätten darauf hingedeutet, dass ein Machtkampf um die Nachfolge Provenzanos als „Boss der Bosse“ bevorgestanden habe. Einer der Bosse der Cosa Nostra soll seine „Soldaten“ bereits angewiesen haben, größere Mengen Salzsäure zu besorgen um die Leichen verschwinden zu lassen.

Nicht ganz so einfach lassen sich offensichtlich die Verbindungen der Mafia und der Politik verschwinden. Immer wieder wird die Partei von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi genannt. Außerdem sollte einer der Bosse bei den Komunalwahlen kandidieren. Die Untersuchungen ermöglichten es der Polizei, Verbindungen der Mafia in die Politik und die Wirtschaft aufzudecken, sagte Staatsanwalt und Mafia-Jäger Piero Grasso, ohne näher darauf einzugehen.

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Schlag gegen die Mafia

Meldung – Bei einer Großrazzia auf Sizilien nahm die italienische Polizei am Dienstag mindestens 45 Menschen fest, darunter 13 Mafia-Bosse. Mit dem Einsatz soll nach Angaben der Polizei ein Mafia-Machtkampf nach der Festnahme des „Paten“ Bernardo Provenzano im April vereitelt werden. Die Festgenommenen werden verdächtigt, ein Netzwerk unterstützt zu haben, dass dem Mafia-Chef Provenzano half, unterzutauchen und sich 43 Jahre einer Festnahme zu entziehen.

52 Haftbefehle seien ausgestellt worden, teilte die Polizei mit. Nach sieben Personen werde noch gefahndet. Palermos Polizeichef Francesco Caruso zufolge kamen die Ermittler mit Hilfe von Telefonüberwachungen auf die Spur der Verdächtigen. Abgehörte Gespräche hätten darauf hingedeutet, dass ein Machtkampf um die Nachfolge Provenzanos als „Boss der Bosse“ bevorgestanden habe.

Auch hätten Schriftstücke aus Provenzanos Versteck nahe der Kleinstadt Corleone, die durch die Mafia-Filmreihe „Der Pate“ bekannt wurde, der Polizei wichtige Hinweise geliefert. Die Untersuchungen ermöglichten es der Polizei zudem, Verbindungen der Mafia in die Politik und die Wirtschaft aufzudecken, sagte Staatsanwalt und Mafia-Jäger Piero Grasso, ohne näher darauf einzugehen.

Provenzano wurde Mitte April festgenommen. Es war der schwerste Schlag gegen die Mafia in Italien seit mehr als 13 Jahren. Der als „Phantom von Corleone“ bekannte Provenzano beherrschte die sizilianische Mafia seit 1993, als der damalige „Boss der Bosse“ Toto Riina in Palermo verhaftet wurde. Wegen seiner Verwicklung in einige der berüchtigtsten Mafia-Verbrechen – darunter die Ermordungen der Untersuchungsrichter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino im Jahr 1992 – wurde er in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Als Auftragskiller in jungen Jahren trug er wegen der unbarmherzigen Art, mit der er Feinde des Corleone-Clans niedermähte, den Spitznamen „Binu, der Traktor“.

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DC 9 Kokainflieger war in Kolumbien

Stephan Fuchs – Wie die Drogenbehörde in Venezuela bekannt gab, war die in Mexiko geschnappte DC 9 Maschine auf Umweg in Kolumbien. Ein Geheimflug um 5,5 Tonnen Koks zu laden. Das Kokain war für Amerika bestimmt.

Die nordamerikanische DC 9 Maschine mit der N-Nummer N900SA wurde von einer pleitegegangenen Firma mit Verbindungen zu Tom Dealay und Casino Jack Abramoff an die liierte Firma Royal Sons Inc.in Clearwater Florida verkauft. Diese verkaufte das Flugzeug über Jorge Corrales, einem Flugzeug Broker aus Simi Valley in Kalifornien an eine Firma in Venezuela. Der Broker freilich ist in der Szene unbekannt. Wer die Firma in Venezuela ist, das will keiner verraten. Für die Crew will sich niemand die Finger verbrennen, man habe sie bloß angeheuert. Jener, der die Crew angeheuert habe, der sei in Europa und nicht zu sprechen.

Die Geschichte des Fluges ausgehend vom amerikanischen Mutterflughafen Clearwater in Florida wird immer dubioser: Louis Correa, Direktor der Antidrogen-Einheit in Venezuela kam zum Schluss, dass die Flugroute im Logbuch der Maschine nicht mit der tatsächlich absolvierten Flugroute übereinstimmt. Die Sicherheitsbehörden auf dem internationalen Flughafen Maiquetía in Venzuela bestätigten auch, dass die DC-9 beim Abflug mit 65,600 pounds leer gewesen sei. Beim Abflug fasste der Tank 6,400 Liter Flugbenzin. Eine Menge die für zwei Stunden reicht. Für den im Logbuch eingetragenen offiziellen Flug von Maiquetía in Venzuela nach Mexiko City wurde eine Flugzeit von drei Stunden und fünfzig Minuten eingetragen. Die DC-9 musste, wie bekannt, im mexikanischen Ciudad del Carmen notlanden, wobei die Notlandung offensichtlich manipuliert wurde. Als die Flugschreiber der DC 9 im mexikanischen Ciudad del Carmen untersucht wurden, gaben sie eine Flugzeit von 7 Stunden an.

Wo war die DC 9 die restlichen drei Stunden?
Der autorisierte Flugkapitän der DC-9, Alberto Damiani, schrieb in seinem Flugplan eine direkte Route Maiquetía – Mexiko City vor. Offizielle Daten der Flugüberwachung zeigen allerdings, dass der Flug über Barranquilla in Kolumbien und erst dann Richtung Mexiko City ging und anschließend wegen Hydraulik Problemen im mexikanischen Ciudad del Carmen notlandete. Dort stand ein anderes merkwürdiges Flugzeug bereit, dessen Besatzung offensichtlich versuchte das anwesende Militär zu bestechen und den Koksflieger ohne großes Tam-Tam landen zu lassen. Offensichtlich ließ sich das Militär nicht so leicht kaufen und erwartete die DC 9 mit Aufgebot.

Der Geisterpilot
Der Pilot, der in Mexiko landete, war nicht jener Pilot der in Maiquetía Venezuela den Flugplan mit der direkten Route schrieb. Der offizielle Flugkapitän Alberto Damiani wurde offensichtlich ausgewechselt. Am Steuerknüppel saß jemand anderes. Noch ist nicht bekannt wo er ausgewechselt wurde, allerdings dürfte der Wechsel in Kolumbien stattgefunden haben. Ob mit oder ohne Einverständnis von Damiani ist nicht bekannt.

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Offenbar Abmachungen mit dem Terror

Karl Weiss, Rio de Janeiro – So plötzlich, wie sie begonnen hatten, so plötzlich wurden die Angriffe der Mafia-Terrorbande PCC in São Paulo, Brasilien nach fünf Tagen eingestellt. Nach etwa 250 bewaffneten Angriffen, einige auch außerhalb des Staates, und nach Aufständen in praktisch allen Gefängnissen des Bundesstaats São Paulo, nach insgesamt über 125 Toten, davon ein großer Teil Polizisten und andere Sicherheitskräfte, wurde offenbar eine Abmachung mit den Verbrechern geschlossen.

Die Terrorbande hätte die Angriffe nach allen seriösen Einschätzungen noch lange weiterführen und das Leben der 20-Millionenstadt São Paulo zum Erliegen bringen können, so wie am Montag (tagsüber konnten die Menschen ihre Arbeitsstelle nicht erreichen, weil fast keine Omnibusse fuhren, nachts hatten die Banditen eine inoffizielle Ausgangssperre verhängt, die fast vollständig eingehalten wurde). Doch das offizielle São Paulo dementiert energisch, daß man verhandelt habe und mit Terrororganisationen Verträge schließt. Der neue Gouverneur (entsprechend dem Ministerpräsident des Bundeslandes) wie auch der alte negieren, daß es eine Vereinbarung gegeben habe, deren Bruch zu den Terrorüberfällen geführt habe, wie auch, daß es jetzt eine neue Vereinbarung gebe.

Gespräche mit hohen Offizieren
Sie konnten aber nicht erklären, warum die Angriffe plötzlich abgebrochen wurden. Die Umstánde waren völlig eindeutig. Eine der Anwälte des mutmaßlichen Anführer der gefangenen Mitglieder der Mafia wurde bereits am Montag mit dem Polizeihubschrauber (!) ins 620 km von der Hauptstadt gelegene Presidente Wenceslau geflogen und konnte mit ihm sprechen, obwohl das Gefängnis-Statut des Hochsicherheitsgefängnisses ihm dies Recht erst nach 7 Tagen im neuen Gefängnis zugesteht. Bei diesem Gespräch war ein hoher Polizeioffizier zugegen. Wenige Stunden nach dem Gespräch waren alle Angriffe eingestellt und alle Revolten in den Gefängnissen waren friedlich zu Ende gegangen, etwas, was normalerweise Wochen von Verhandlungen dauert.

Die gesamte Presse und das Fernsehen in Brasilien gehen davon aus, daß eine Vereinbarung erzielt wurde, deren Inhalte aber nicht bekannt sind. Wichtige Zeitungen, wie die größte Tageszeitung Brasiliens, die „Folha de São Paulo“ sprechen offen über die Vereinbarungen. Selbst die „New York Times“ hob am Dienstag die vermuteten Vereinbarungen hervor. Inzwischen ist es auch schon kein Geheimnis mehr, daß offenbar vorher bereits durch den alten Gouverneur eine Vereinbarung, genannt Waffenstillstand, geschlossen worden war. Offenbar wurden der Terrororganisation in diesem Vertrag zugestanden, daß seine Mitglieder in der Nähe ihrer Wohnorte im Gefängnis sind und daß sie dort Handys zur Verfügung haben, um ihre „Geschäfte“ vom Gefängnis aus führen zu können.

Zugeständnisse vom Staat?
Vor einem Monat war der Governeur von São Paulo zurückgetreten, weil er als Kandidat seiner Partei, der PSDB, für die Präsidentenwahlen im Spätjahr aufgestellt wurde. Der Gouverneur Alckmin ist der wesentliche Kandidat gegen Lula bei den Wahlen. Seitdem ist sein Stellvertreter Gouverneur. Offenbar wollter der Muskeln zeigen und begann die Gefangenen der PCC zu verlegen, was diese wohl als Bruch der Vereinbarungen auslegen mußten. Nun zeigte die Terrorbande ihrerseits Muskeln und hätte dies wohl Wochen und Monate fortsetzen können. Nach Schätzungen der Medien hat das PCC etwa 5000 Mann zur Verfügung, nicht gezählt die Tausende von Helfern. Nach eigenen Angaben sind es 20.000. Offenbar blieb dem Staat nichts anderes übrig, als Zugeständnisse zu machen. Nur so kann man den Schein aufrechterhalten, die Regierung sei an der Regierung und nicht das PCC.

Der Gesichtsverlust der Regierung, wenn man wochenlang nichts gegen die Terrorherrschaft einer Kriminellenbande unternehmen kann, wurde offenbar als so groß angeshen, daß die Vereinbarung das kleinere Übel zu sein schien. Ähnlich dürfte schon die vorherige Vereinbarung motiviert gewesen sein. Nach außen hin dementiert man einfach.

Damit aber ist deutlich geworden, daß es in Brasilien bereits eine Doppelherrschaft gibt, in der die Macht zwischen der Regierung einerseits und den Drogen-Terrorbanden andererseits geteilt ist, wobei beide Seiten mit Vereinbarungen das zerbrechliche Gleichgewicht zu halten versuchen.

Wie bereits gemeldet, war bereits eine Auseinandersetzung zwischen Staatsmacht und einer Terrorbande nach einem Waffenraub aus einer Militärkaserne in Rio de Janeiro vor kurzem mit einer Vereinbarung abgeschlossen worden, wie Presseorgane berichteten. Auch damals war die Vereinbarung dementiert worden. Man konnte aber die Umstände nicht zufriedenstellend erklären.

Auf einer Woge mitschwimmen
Inzwischen gab es erneut nächtliche Attacken in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Neben einer Anzahl verbrannter Omnibusse gab es u.a. einen Angriff auf eine Schule, einen auf ein Gebäude der Wasserversorgung und einen auf das Rathaus von Osasco, einer der Städte im Bereich Groß-São Paulo. Insgesamt wurden in dieser Nacht 17 Tote gezählt. Beim genaueren Hinsehen stellt sich aber heraus, daß keiner der Angriffe mehr als Sachschaden verursachte, während alle 17 Toten angeblich Angreifer waren, die von der Polizei erschossen wurden. Ein Polizeisprecher nannte die Angriffe dieser Nacht ‚Surf’ von Amateuren, also Leuten , die auf einer Woge mitschwimmen. Dazu kam dann offensichtlich die ‚Nacht der langen Messer’, das Ritual von Polizisten immer , wenn Polizisten ermordet wurden: Statt die Verbrecher zu fangen, werden wahllos Leute in den Armenvierteln umgebracht und dann als „Angreifer“ bezeichnet.

Inzwischen gibt es auch bereits andere Kriminelle, die im Gefolge des PCC ihre tödlichen Abrechnungen durchführen. So hatte nach Polizei-Angaben ein Massaker mit 10 Toten in dieser Nacht in Guarulhos im Großraum São Paulo keinen Zusammenhang mit dem PCC.

Eine Anzahl von Presseorganen und Fernsehstationen in Brasilien unterdrückt völlig alle Meldungen über die Vereinbarungen mit den Verbrechern, so als ob dies nicht offensichtlich wäre. Offenbar ist man sich bewußt, daß es weitreichende Konsequenzen hat, wenn ins öffentliche Bewußtsein eindringt, daß die brasilianische Oligarchie mit Terrorbanden gemeinsame Sache macht.

Letzte Meldung: Der Anführer der gefangenen PCC-Mitglieder, ein gewisser Cartola, soll bereits aus dem Hochsicherheitsgefängnis zurückverlegt werden. Ein weiterer Beweis für das geleugnete Abkommen. Vorerst hat ein Richter allerdings die Verlegung gestoppt, der offenbar noch nicht begriffen hat, wem er zu dienen hat. Daß einem da auch noch die Justiz in die Quere kommen muß

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Hunde mit Heroin implantiert

Stephan Fuchs – Ideen haben sie, die Kartelle von Kolumbien. Die amerikanische Drogenbehörde DEA verhaftete 22 Kolumbianer die auf recht eigenwillige art 20 Kilogramm Heroin schmuggelten. Der neuste Trick kommt im Hund. „Liquid Heroin“, flüssiges Heroin wird in 500 Gramm Beutel abgefüllt, Hundebauch aufgeschnitten, Liquid Heroin rein, zugenäht und ab die Post. Implantiertes Heroin. Klever.


500 gr. Liquid Heroin im Hunde Bauch

Bis lang wurden menschliche „swallowers“ in Flugzeuge gesteckt und in der Welt rumgeflogen. Manchmal mit wüsten Nebeneffekten. „Swallowers“, schlucken in Kondome eingepakte Kokain Päckchen, die man so in erstaundlich grossen Mengen transportieren kann. Dumm wenn die Dinger platzen… der Trip ist höllisch und kann tödlich sein, ist also ein recht grosses Sicherheitsrisiko.

Bis jetzt wurden bei 14 DEA Operationen insgesammt 24 Kilogramm Heroin in Hundebäuchen gefunden. Das Heroin kommt von Kolumbien nach Florida und erst dort kommen die Hunde zum Einsatz. Als schnuggelige Welpen reisen sie von Miami nach New York. Die Organisation, die laut DEA bereits Heroin im Wert von Millionen in die USA importiert hat, wurde nach einer zwei jährigen Observationsphase hops genommen. Dabei gab es 22 Verhaftungen in Meddelin, Miami und New York..

Nicht nur das Hunde implantieren ist ein Novum, sondern auch die Tatsache, dass Heroin vermehrt auf den Nordamerikanischen Markt drängt. Vermehrt wird Kokain nach Europa und in das Reich der Mitte, nach China und nach Russland verschickt und Heroin von Afghanistan zum Teil über Kolumbien nach Amerika.

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Brasilianische Mafia überfällt Polizeireviere

Karl Weiss, Rio de Janeiro – In Europa sind diese Ereignisse in der Berichterstattung unter den Rubriken, in denen „Kurioses“ gemeldet wird, so z.B. bei der „Süddeutschen“ unter „Panorama“, nicht unter „Politik-Ausland“ – und doch sind sie ein Menetekel an der Wand des untergehenden Kapitalismus, ein Zeichen der aufkommenden kapitalistischen Barbarei, die sich in Entwicklungsländern bereits weiter fortgeschritten zeigt als in den Metropolen.

Die Mafia-Organisation (man könnte sie auch ‚Organisation der organisierten Kriminalität’ nennen oder ‚Terroristen-Bande’ oder ‚Kriminellen-Organisation’ oder ‚Warlord-Armee’ oder oder …) PCC (Primeiro Comando da Capital – Erstes Hauptstadtkommando) in São Paulo, Brasilien, hat eine inzwischen bereits vier Tage andauernde Offensive gegen den lokalen Staatsapparat begonnen, bei dem sie bisher 35 Polizisten bzw. andere offizielle Sicherheits-Personen getötet hat sowie 8 unbeteiligte Bürger. 14 der mutmaßlichen Angreifer wurden selbst getötet. Insgesamt wurden 57 Tote durch diese Angriffe gezählt. Insgesamt 53 Personen erlitten schwere Verletzungen, die ein Verbleiben im Krankenhaus notwendig machten, davon einige in kritischem Zustand, unter ihnen Polizisten und Unbeteiligte.

Bomben, Schnellfeuergewehren und Maschinenpistolen
Die Angriffe wurden mit Bomben, Schnellfeuergewehren und Maschinenpistolen auf Polizeireviere durchgeführt, ebenso wie mit gezielten Schüssen auf offenbar vorher ausspionierte Polizisten in Zivil und auf Polizeiautos, darunter eines, das auf einer belebten Brücke in der Stadt São Paulo fuhr.

Gleichzeitig wurden in insgesamt 69 Gefängnissen des Bundesstaats São Paulo Revolten initiiert, bei denen insgesamt etwa 200 Gefängniswärter und andere Personen im Moment von den Gefangenen noch als Geiseln gehalten werden. Diese Revolten haben bisher bereits 11 Tote gekostet, so daß die Gesamtzahl der Toten auf 68 stieg. In 25 Gefängnissen sind die Revolten bereits beendet, in 44 dauern sie an. Auch in einer nicht genannten Anzahl von Jugendstrafanstalten brachen Revolten aus.

Außerdem wurden Omnibusse überfallen und angezündet. Insgesamt stieg die Zahl der einzelnen Angriffe bereits auf über 100. Die ersten Angriffe erfolgten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 12.5., doch weit stärkere in der Nacht auf Samstag, den 13.5.. Auch in der Nacht auf Sonntag wurden weiter starke Angriffe durchgeführt. Noch liegen keine Zahlen für die Nacht auf Montag vor.

Der Staat São Paulo hat auf einer Fläche, die etwas kleiner ist als die der Bundesrepublik, etwa 40 Millionen Einwohner, also etwa die Hälfte der Bundesrepublik. Allein die gleichnamige Hauptstadt (auf die bezieht sich das ‚Hauptstadt’ im Namen der Mafia) ist mit 20 Millionen Einwohnern im Metropol-Bereich die größte Stadt der südlichen Halbkugel. Über den Staat São Paulo läuft eine der wichtigsten Exportrouten des Kokains aus Peru und Kolumbien auf dem Weg nach Nordamerika und Europa. Im Bereich der Hauptstadt gibt es ca. 6000 Favelas, die jeweils eine oder mehrere Drogenverkaufsstellen haben. Die meisten davon, ebenso wie ein großer Teil des Kokain-Exports über diesen Staat, sind in den Händen des PCC.

Eng mit Mitgliedern der Oligarchie verknüpft
Das Problem ist aber nicht, daß es organisierte Kriminalität gibt, denn die kann man bekämpfen und lahmlegen, sondern daß diese eng mit Polizei und vielen staatlichen Stellen wie auch mit Mitgliedern der brasilianischen Oligarchie verknüpft ist. Dabei muß man unter diesen Verknüpfungen verstehen, daß dies von formeller Mitgliedschaft und sogar Kommando durch diese Stellen über Personen, die im Sinne von Doppelagenten fungieren und andere Personen, die Kontakte herstellen bis hin zu reinen Überbringern von Botschaften geht und zu Personen, die einfach bestochen werden und dann nicht ihre Aufgaben wahrnehmen.

Was interessiert, ist Geld und ist Macht. Die Gewinne mit Drogen, aber auch mit Menschenhandel, Waffenhandel und Glücksspiel sind bekannterweise immens. Dabei fällt aber nur etwa 20 – 30 % dieses Gewinnes für die eigentlichen kriminellen Organisationen ab. Der Rest geht hauptsächlich an jene, die für sie das Geld waschen (vor allem Banken und andere Finanzinstitutionen), jene, die solche Geldwaschmöglichkeiten vermitteln und diejene, die wegen der Geldwäsche oder der kriminellen Aktivitäten selbst bestochen werden müssen.

Die Geldwäsche ist deshalb so wichtig und so profitträchtig, weil sie bei großen Mengen Geld aus illegalen Quellen unerläßlich ist. Wer viel Geld hat, aber nicht erklären kann, woher es kommt, ist keineswegs reich. Im Gegenteil, er ist leicht Opfer von Erpressungen. Nur wer Geld mit einer anerkannten Quelle hat, ist reich. 20% Geld mit Herkunftsbescheinigung ist weit mehr Wert als hundert Prozent ohne. Dies ist auch die Stelle, an der viele Politiker, Mitglieder der Oligarchie, Bankdirektoren usw. ins Spiel kommen. Sie haben Zugang zu Stellen, die Herkunftsbescheinigungen vergeben können und können daher den Löwenanteil der Beute einstecken. Damit haben aber auch auch genau diese Leute ein Interesse, die Aktivitäten der Mafia-Organisation zu schützen, zu decken oder jedenfalls deren effektive Verfolgung zu verhindern.

Fröhliches Leben
Aber neben der Geld-Komponente darf man auch die Macht-Komponente nicht unterschätzen. Hat man einmal z.B. einen Staatsanwalt dazu gebracht, daß er bestimmte Anklagen niederschlägt, kann man ihn damit erpressen. Nun kann man ein fröhliches Leben führen, ohne sich an Gesetze halten zu müssen, denn der zuständige Staatsanwalt kann einen nicht anklagen. Je nachdem, was man nun unter „fröhlichem Leben“ versteht, wird dann entsprechend gehandelt.

Das geht von Aktivitäten, die noch nicht einmal illegal sind, aber für hochgestellte Persönlichkeiten nicht akzeptabel, wie wir sie von Hartz und seinen Untergebenen kennen, also dem Halten von Wohnungen, wo man sich Luxus-Prostituierte zuführen läßt oder auch solche direkt aus Brasilien bis hin zu offenen kriminellen Handlungen, wie man von den Unterführern einer der Mafia-Organisationen in Rio gehört hat, die sich minderjährige Mädchen zuführen ließen, immer wieder frische. Andere stehen mehr auf kleine Jungs. Wieder andere wollen in geheimen Spielsalons mit hohen Summen ihren Spieltrieb befriedigen. Noch andere sind selbst Liebhaber von Kokain und Crack. Aber es gibt noch viel Unappetitlicheres wie Leute, die es lieben, auf lebende menschliche Ziele zu schießen und dies bekommen oder solche, die Organe brauchen und sie sich beschaffen lassen.

Hören wir hier damit auf, um unseren Leser nicht auf den Magen zu gehen. Aber man bekommt schon einen Eindruck, was kapitalistische Barbarei bedeutet.

Direkt oder indirekt, verwickelt
Kommen wir zurück auf den Punkt, wo wir feststellten, daß Politiker, Mitglieder der Oligarchie, Bankdirektoren usw. in die kriminellen Tätigkeiten, direkt oder indirekt, verwickelt sind. Sie haben aber eben auch die Macht, eine effektive Verfolgung der Terrorbanden zu verhindern. Damit sind wir genau am Punkt. Da die kriminellen Banden nicht effektiv verfolgt werden, wachsen sie und werden mächtiger. Das PCC wird z.B. im Moment auf etwa 5000 Personen geschätzt. So haben wir die Situation, daß z.B. in Brasilien in den Favelas bereits eine Herrschaft dieser Organisationen herrscht, die jene des Staates abgelöst hat. Die Angriffe der PCC jetzt in São Paulo zeigen aber, daß es dabei nicht stehenbleibt. In dem Maße, wie diese Organisationen an Einfluß gewinnen, beginnen sie auch, ihre Kraft zu zeigen, um ein weiteres Zurückweichen des Staatsapparats zu erreichen.

Genau darum handelt es sich bei diesen Attacken des PCC. Anlaß war offenbar die Verlegung von Gefangenen des PCC in ein Hochsicherheitsgefängnis über 600 km von der Hauptstadt, aber was eigentlich gezeigt werden sollte, ist, wie mächtig die PCC bereits ist. Die Staatsmacht kann weder verhindern, daß fast nach Belieben Polizisten und andere Sicherheits-Agenten abgeschlachtet werden noch, daß ganze Gefängnis-Batterien in Aufruhr geraten.

So mußte denn auch die Polizei zugeben, daß sie keinen der Angreifer fassen konnte (außer denen, die in Feuergefechten getötet wurden) und keine Ahnung hat, wo sie jene finden könnte.

Das letzte Mal, daß die PCC einen groß angelegten Angriff durchführte, Ende 2003, konnte man 2 Polizisten töten und 10 verletzen. Jetzt hatte die Attacke einen weit größeren Umfang. Wie auch schon vorher, konnte die PCC beweisen, daß sie fast nach Belieben in fast allen Gefängnissen von São Paulo Revolten hervorrufen kann.

Die Verlautbarungen von Politikern und Polizeioberen sind denn auch von ohnmächtiger Wut und Ratlosigkeit geprägt. Nicht nur in Kolumbien, auch in Brasilien weicht die Staatsmacht bereits zurück und gibt Warlord-Terrorgruppen Raum.

Und niemand mache sich Illusionen, daß dies auch in Deutschland nicht mehr fern ist. Wenn es uns nicht gelingt, den Kapitalismus zum Teufel zu jagen, wird uns dieser persönlich in Form von Warlord-Terror-Organisationen einholen.

Rio: Bürgerkrieg in den Favelas
Unglaubliche Zusammenarbeit von Behörden mit Mafia-Organisation
Rio de Janeiro: Wird wirklich Militär gegen die Drogenmafia eingesetzt?
Militär gegen Drogenmafia

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Koks in Mexiko – Heisse Kartoffeln in Clearwater

Stephan Fuchs – Das ist verständlich: 5,5 Tonnen Kokain mit einem Marktwert von 100 Millionen Dollar , hübsch verpackt in 128 schwarzen Koffern und alles in einer geräumigen DC- 9 gestapelt, das soll mir mal einer im Garten abstellen. Ich nehme das Zeug. Dümmer natürlich, wenn die Drogenbehörde darum herum steht. Dann steh ich wohl auch lieber pfeiffend herum und behalt die Händchen artig in meinen Hosentaschen.


Auch solche Flieger stehen im Clearwater Airport

So geht es auch in Mexiko. Der Flieger und vorallem dessen Inhalt will partout keiner. Sowas! Der ursprüngliche Halter der DC-9 Maschine ist Royal Sons Inc. des St. Petersburg-Clearwater International Airport. Jene kaufte die Maschine der dubiosen Pleitefirma SkyWay, die gute Verbindungen zu Tom Delay und dem aufgeflogenen Spendenkönig Casino Jack, Jack Abramoff hat.

Royal Sons Inc. will das Flugzeug 10 Tage vor der Zwangsbeschlagnahmung in Mexiko verkauft haben. Unter dem neuen Käufer sollte das Flugzeug nach Venezuela geflogen werden. Dort, in Venezuela sollte die DC 9 frisch bemalt und aufgepeppelt werden.

Die DC 9 verliess also den Hangar von Royal Sons Inc. und den Flughafen von Clearwater. Nach dem Start, auf dem Flug nach Caracas soll unglaubliches geschehen sein. Etwas das sich Royal Sons Inc. und der Zwischenhändler des Flugzeugs nicht erklären können. Nämlich die Tatsache, das das Flugzeug plötzlich mit 5,5 Tonnen Koks aufgebracht wird. Carramba das ist ein Wunder!

Fred Geffon, der Präsident und Verantwortliche von Royal Sons sagt: „Ich wurde für die 40 Jährige Maschine voll bezahlt. Am 30. März 2006 wurde die Maschine an Jorge Corrales, einem Flugzeug Broker aus Simi Valley in Kalifornien übergeben. Seit diese Maschine meinen Hangar verliess hab ich damit nichts mehr zu tun.“

Über den Endkäufer in Venezuela will Geffon natürlich nichts wissen. „Jorge Corrales wollte mir das nicht sagen. Corrales hingegen meint: „Natürlich weiss Geffon wer der Endkäufer in Venezuela ist. Es ist eine Company aus Venezuela.

Wer denn Herr Corrales? „Ohhh das darf ich nicht sagen.“ Auf dem Zertifikat steht allerdings der Name Jorge Corrales als Käufer des Flugzeugs. Aber eben, er ist Broker und könnte den Koksvogel schon wieder weiterverkauft haben.

„Corrales interessierte sich für das Flugzeug bereits im November 2005, meldete sich dann aber eine Weile nicht mehr und im März dann war es eben soweit. Das Flugzeug wollte gekauft werden und mir war das Recht.“ Meinte Fred Geffon.

Jorge Corrales staunt auch: „Ich weiss überhaupt nicht wie das Kokain da hinein gekommen ist. Die Crew, um das Flugzeug nach Venezuela zu fliegen wurde von Royal Sons Inc. gestellt.“

Aha! Für die Crew übernimmt also keiner die Verantwortung? Da kommen wohl irgendwelche Piloten aus dem Busch gerannt und sagen: „Carramba meine Herren! Wir fliegen für sie nach Venezuela weil da ist es lustig und wir lieben das fliegen für Fremde und bezahlen müssen sie uns auch nicht“…?!? Wohl kaum! Fred Geffon, der Präsident von Royal Sons Inc. hat sich tatsächlich um die Crew bemüht: „Ich habe jemanden angestellt der eine Crew für den Flug zusammenstellt“

Aah! Und was ist mit dem Herrn der die Crew zusammengestellt hat? Geffon will den Reiseleiter partout nicht identifizieren und meint: „Der Mann ist jetzt in Europa und nicht mehr erreichbar.“

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Bermudadreieck: Koks, Gambling & Politik

Stephan Fuchs – 5,5 Tonnen Kokain im Wert von 100 Millionen US Dollar in einer DC-9 Passagiermaschine. Die Eigner des Flugzeugs, Royal Sons, wollen mit dem Flieger nichts zu tun haben. Sie haben ihn weiterverkauft; an wen, das bleibt vorerst ein Geheimnis. Eine Reise in das Bermuda Dreieck von Kokain, Gambling & Politik.

Die Spur der DC-9 Maschine führt zu der Firma SkyWay. Eine Firma, die pleite war, eine Firma,die Investoren mit einer anderen, alt gedienten DC-9 Swissair Maschine, der „Graubünden“, köderte. Beide Flieger bekamen ein Emblem, das dem der Homeland Security verblüffend ähnlich sieht. Obwohl die Firma pleite war, leistete sie sich eine Very Important Person VIP Loge im Raymond James Stadium in Tampa und pflegte sechs Humvees als Werbegag.

Der Chef von Skyway, Brent Kovar, rühmt sich ein „good old friend“ von Tom Delay zu sein. Jener kam in den Strudel mit Casino Jack, Jack Abramoff.

Nebelgespenster
Skyway kaufte den Koksflieger von einem DuPont Fund 57289, Inc. Jener residierte im Apartado 10455-1000, in San Jose, Costa Rica. Ein Ort der Gambler Firmen. Unter ihnen Red Sea Management mit einem üppigen Rosenstrauss an Offshore-Scheinfirmen und Online-Gambling-Casinos – ebenfalls an dieser Adresse. Merkmal der Firmen: Keine Telefonnummern, billigst Adressen, keine Namen, falsche Namen. Ein Ringeltanz von Belize nach Costa Rica nach Genf, nach England, Miami, Zürich, Zypern und zurück nach Belize und Costa Rica. Die Zweite Adresse, an der die Spuren zusammen fließen, ist die 76 Dean Street in Belize City. Unter den Fittichen des Anwalts Lionel Welch, einem Amerikaner aus Miami, findet sich hier die Elite der Online Gambling Casinos. Neben einer Gambling-Bude IMS Holding mit Adresse im World Trade Center II in Genf, welche bereits vom SECO, dem Schweizerischen Staatssekeritariat für Wirtschaft abgeschossen worden ist, befinden sich die G-Fed, Red Sea & Black Sea. Die Eliten im Online Gambling, vertreten in Asien, Europa, Saudi Arbabien und Amerika, in 15 Sprachen. Eliten? Eher Dubios.

Und rauf die Leiter
Von der Gambling Federation in Belize City geht es zum Interactiv Gaming Council, die auf der Memberliste die Rechtsfirma Greenberg Traurig in Miami anbietet. Greenberg Traurig? Richtig: Casino Jack, Jack Abramoff, Tom Delays Freund arbeitete dort als Lobbist. Von ihm ist bekannt, dass er mit der Gambling Mafia liiert ist, eventuell einen Mord in Auftrag gegeben hat und seine Deals in VIP Logen wie jener von Skyway im Raymond James Stadium in Tampa machte. Ist es möglich, dass Koks das Schmieröl einiger abgefahrener Lobbisten ist?

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Kein Militär, kein Ärger. Ein Paradis für Schnorchler.
© 2003, Duane Cheney.

DuPont Fund 57289, Inc. ist der Name der Firma die speziell für diese Operation gegründet worden ist. Weder vorher, noch nachher gab es aktivitäten dieser Firma, die den Namen der grossen weiten Welt trägt. Am 20. August 2004 erwähnte Brent Kovar, Besitzer der Firma Skyway und mit besten Verbindungen zu Tom Delay grossspurig:

„When DuPont Trust, which for over a hundred years has been searching out the best investments, begins buying this stock for their portfolio, DuPont again begins to show why they are one of the premier trusts and foundations in the modern world.“

DuPont Trust, das wissen seit der Pleite von Skyway auch die geprellten Investoren, ist ein Nebelgespenst. In den SEC Unterlagen gibt DuPont Trust die Adresse Apartado 10455-1000, San Jose in Costa Rica an. Costa Rica? Caramba Si. Offshore. Palmen. Banken und Parabanken. Spielerfreuden und Yachten. Die „Reiche Küste“ ist ein Paradis. Kein Militär, neutral, grenzt im Norden an Nicaracua, im Süden an Panama, rechts an die Karibik und links an den Pazifik. Costa Rica macht es richtig: Kein Militär, kein Ärger. Ein Paradis für Schnorchler.

Schnorcheln tut man auch im Apartado 10455-1000 in der Hauptstadt San Jose. Da trifft sich die grosse Welt der Gaming Szene. Online-Gambling.Ein Millionengeschäft. Ein Geschäft das immer wieder mit Geldwäscherei und Terrorismus in Zusammenhang gebracht wird. An der Adresse findet sich zum Beispiel: MYCASINO-BUILDER.COM INC LTDA, casinogamingsoftware.com, RedSea management Limited, Z3 Limited, Nationalpayday.com, Quest oil corporation, die auf massiv illegale weise Shares von Firmen die es gar nicht gibt verhökern und dann ist da noch eine andere, die IMS, auf die später noch eingegangen werden wird. Sie ist ein dirketer Link in die Schweiz.

Money Making Maschine
Auffällig an diesen Firmen ist, dass alles Nebelgeister sind. Keine oder falsche Telefonnummern, Adressen die nicht stimmen, Personen die zum Teil nicht existieren. John G. Malcolm von der Kriminalabteilung des Departement of Justice meint:

Additionally, the Department of Justice has a concern about the potential for the involvement of organized crime in Internet gambling. Traditionally, gambling has been one of the staple activities in which organized crime has been involved. Indeed, many of the recent indictments brought against members of organized crime groups have included gambling charges. We have now seen evidence that organized crime is moving into Internet gambling.

Wie seltsam: Ein Flieger der von einer Firma verkauft wird, die es gar nicht gibt. Eine Adresse in Costa Rica an der ausschliesslich die Metropole des illegalen Online Schwindels sitzt. Ein Flieger der mit 5,5 Tonnen Kokain in Mexiko sitzen bleibt. Ein Pilot der verschwindet. Koks das niemand will und niemandem gehört. Gelder die eingesetzt worden sind, mit dem einzigen Sinn zu ködern. Eine VIP Loge, Humvies im Wert von über 300’000 Dollar obwohl die Firma Pleite ist. Eine alte Swissair Dame, die das scheinbar echte Emblem der Homelandsecurity aufweist, aber ein Schwindel ist. Die gleiche Swissair Maschine, die ein Novum an Hightech Sicherheitsausrüstung an Bord hat, sich aber als Schwindel herausstellt.

Passt und macht Sinn. Online Gambling, scheint die moderne Kunst der Geldwäscherei zu sein. Red Sea Management Limited, die Firma für alles: Firmengründung, Trustgründung, Foundations, Offshorebanking und vieles mehr was das Geld begehrt. International. Wie ist es da gut ein Mann an Bord zu haben, der in er Welt der verdeckten Operationen zu Hause ist. Besteht ein Zusammenhang zwischen RedSea, dem DC-9 Flieger, dem Koks und der Geldwäsche? Möglich. Wäre es dabei nicht gut ein Mann an Bord zu haben, der für die CIA Jahre in Latin Amerika gearbeitet hat? Ein Covert Operation Samurai? Nichols Evans Ware von RedSea arbeitete 10 Jahre für die CIA, im Directorate of Operations in Latin Amerika und in Asien. Dabei war er in der Gegenspionage und im Antiterror aktiv und besitzt eine Top Security Clearance.

Unter diplomatischem Schutz betrieb er wirtschaftliche und politische Spionage. Anschlissend kam er zu Motion Picture als Regionaldirektor für Anti Piracy in Latin Amerika, dabei vertrat er die sieben Schwestern Disney, Warner Brothers, Sony, Fox, Paramount, Universal and MGM. Der ehemalige US Marine spricht Spanisch, Portugisisch, Indonesich, Mandarin und Französisch und hat ein Anwaltspatent in den Destrikten Columbia, Oregon und Florida.

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Rio: Bürgerkrieg in den Favelas

Karl Weiss, Rio de Janeiro – Am Montag, den 10. April frühmorgens wurde man durch den Widerhall von Schußwechseln geweckt, wenn man, wie der Autor, in der Nordzone der Stadt Rio wohnt, in der Nähe des Maracanã-Stadions. Eine der Favelas dort wurde durch die kriminelle Mafia-Organisation der Nachbarfavela überfallen, weil man die lukrativen Verkaufspunkte für Drogen in jener Favela erobern wollte.

Die Favelas werden seit neuestem ‘comunidades’ (Communities) genannt. Das Rezept, das Politiker der cleveren Sorte (Typ Schröder) immer wieder anwenden: Wenn man schon die Wirklichkeit nicht verändern will, verändert man stattdessen den Namen. So wurden aus den Fremdarbeitern die „Gastarbeiter“ und aus Bombenkriegsopfern „Lateralschäden“, na und so macht man aus Favelas eben „Communities“.

Tod durch die Mafia
In der „Community“ Morro de São Carlos (der Hügel Karls des Großen) war vor einer Woche der Anführer der dort herrschenden Unterabteilung einer der Mafia-Drogenbanden, Aritana, ermordet worden. Nun versucht die Unterabteilung einer anderen Bande, die den benachbarten Hügel Morro da Mineira (Hügel der Frau aus Minas) terrorisiert, diesen Hügel im Sturmlauf zu erobern, während die dort sitzende Terrorbande ihn verteidigt. Man konnte deutlich die Bewaffnung unterscheiden. Zum Teil werden Maschinenpistolen verwendet, die zwar einen Feuerschutz bieten, aber kaum zum gezielten Treffen in Entfernung zu gebrauchen sind. Dazwischen hört man immer wieder Gewehrschüsse, wenn gezielt versucht wird zu töten. Dagegen erscheinen die dumpfen Pistolenschüsse eher wie Platzpatronen.

Nachdem die Kämpfe über Stunden andauerten und die Polizei abwartete, wer gewinnen würde, war der Krieg gegen 10 Uhr morgens beendet und die Polizei besetzte den Hügel.

Es wird einmal mehr deutlich, daß es mitten in der Großstadt Rio (mit den angrenzenden Städten 10 Millionen Einwohner) „No-go“-Bereiche existieren, die allein von Drogenbanden beherrscht werden und in die sich die Polizei bestenfalls hineintraut wenn alles vorüber ist.

Wiederum wurden unbeteiligte Zivilisten verletzt und es gab eine noch nicht genau feststehende Zahl von Toten. Die Polizei ließ weder verlauten, ob die Toten Zivilisten oder Bandenmitglieder sind, noch, wer gewonnen hat. Naja, für die Polizeioberen sind alle Favelabewohner Bandenmitglieder. In Wirklichkeit terrorisiert eine kleine bis an die Zähne bewaffnete Clique diese Bewohner, die von der Polizei keinerlei Hilfe mehr empfangen, nur noch Kugeln.

Tief fliegende Kugeln
Am gleichen Tag hörte der Autor, was einem Bekannten von ihm letzte Woche passiert war. Er fuhr auf der „linha vermelha“, einer der wichtigsten Stadtautobahnen, mit seinem Auto an der Favela „Complexo da maré“ vorbei („Gezeiten-Komplex“), als plötzlich eine Kugel sein Auto traf. Zum Glück wurde nur eine hintere Seitenscheibe pulverisiert. Zehntelsekunden vorher hätte es ihn getroffen. Man weiß nicht, ob es einfach eine verirrte Kugel war oder ob sich jemand ein Vergnügen daraus machte, aus der Ferne auf vorbeifahrende Autos zu schießen.

Das sind die Zustände, wie sie sich auch in den noch immer naserümpfenden Metropolen der Industriestaaten entwickeln werden, wenn es uns nicht gelingt, den Kapitalismus zum Teufel zu schicken. In Deutschland z.B. ist fast jegliche Verfolgung der organisierten Kriminalität bereits eingestellt worden. Im Frankfurter Bahnhofsviertel z.B., aber auch an manch anderen Orten, beginnen sich schon langsam die ersten Anzeichen solcher Strukturen herauszubilden. Die kapitalistische Barbarei winkt aus dem Süden!