medien

Frankfurter Rundschau: „Kastration“ als Überlebensprinzip

Dr. Alexander von Paleske — — 1 .2. 2010 — Es sieht nach einem Abschied auf Raten aus: Der Verlag Du Mont Schauberg zentralisiert die Politische Redaktion und den Wirtschaftsteil seiner Zeitungen, also für die Frankfurter Rundschau aber auch für seine Kölner Blätter (Kölner Stadtanzeiger, Kölnische Rundschau) die Berliner Zeitung und die Mitteldeutsche Zeitung.

Die Zentralredaktion für Wirtschaftsnachrichten soll in Frankfurt, und die politische Zentralredaktion in Berlin untergebracht werden.

Ende einer Tradition
Für die Frankfurter Rundschau bedeutet es das Ende der politischen Redaktion. Die Artikel werden zukünftig aus Berlin angeliefert. Dies kommt einer journalistischen Kastration gleich.

Bleiben neben der Wirtschaftsredaktion, die aber unabhängig von der Frankfurter Rundschau als Zentralredaktion eingerichtet wird, nur noch der Lokal- und Regionalteil samt deren Anzeigen.

Wir hatten das im Juli vergangenen Jahres prognostiziert und geschrieben:
Gerade hat der Grossverleger Neven duMont die Berliner Zeitung gekauft, ihm gehört als neuerer Zugang bereits das Traditionsblatt Frankfurter Rundschau, da werden schon Pläne zur Reorganisierung verkündet. Verzahnung wird das Ganze genannt.

Im Klartext: Arbeitsplätze werden wegfallen, nationale und internationale Themen werden wohl in Zukunft zentral recherchiert und redegiert. Nur der Lokalteil wird wohl dezentral bleiben. Schliesslich kann man von Köln aus nicht berichten, was sich im Berliner Kiez und Politiksumpf abspielt und umgekehrt von Berlin aus nicht sich hautnah mit dem Kölner Klüngel beschäftigen.

Der Spekulant Montgomery war mit seinem Konzept gescheitert, weil er nur rationalisieren wollte, aber keine Zentrale wie Neven duMont besass. Ob die Rechnung Neven duMonts aufgeht, wird sich zeigen.

Es ist der traurige Teil-Abschied von der traditionsreichen linksliberalen Frankfurter Zeitung, die aus dem Mief der Nachkriegszeit der 50er und Anfang der 60er Jahre herausragte, für die Qualitätsjournalismus selbstverständlich war, und die unter der Regie von Karl Gerold unter anderem auch die 68er Studentenbewegung kritisch-wohlwollend begleitet hatte.

Gleichzeitig werden neben der Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung, und die anderen Tageszeitungen aus dem Hause duMont-Schauberg denen das Gleiche bevorsteht, damit unattraktiv.

Das Konzept duMonts trägt den Keim des Scheiterns in sich.

Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Nach den Banken nun die Zeitungen?
Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Ein Bankenskandal, die Presse und Wikipedia
linkErlebnisse im Wikipedialand – ein persönlicher Erfahrungsbericht

….und als Satire
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

medien

Google – Censorship only in China?

Dr. Alexander von PaleskeGoogle has successfully followed the footsteps of Microsoft: To become the dominating Nr 1 in a new business – the business of Internet search engines.

Now Google is confronting the government of the Peoples Republic of China head on.

End of Google’s Censorship for China – what’s behind it?
Google has announced, that they will no longer censor the contents, it’s search engine finds on the internet, which they have done right from the beginning of their business in and with China in 2006. This will, beyond any doubt, mean the end for Google in China.

Has Google changed it’s mind about censorship and accepted that censorship is unacceptable, or is it just another public relations gimmick?

Let’s have a look
Helpful in this context is, how the other big Internet service providers dealt with the demands of the Chinese government for blocking certain websites.
It started with Yahoo in 1999. As a matter of “customer care”, Yahoo supplied the Chinese government with a program, that enabled censoring.

Yahoo ignored the fact, that freedom of speech and freedom of information are basic essentials for a democracy. Something that Yahoo enjoys, where it’s headquarter is based: In the US.

Censorship is clearly an enemy of democracy and goes hand in hand with dictatorship.

In Europe, censorship was associated with one man, who brought it to perfection in the first half of the 19th century: Prince Metternich, Chancellor of Austria.

However, Metternich was a monarchist of conviction
The modern Internet- Metternichs are just after the money. Pecunia non olet – money doesn’t stink.
Moreover, the organization Reporters without Borders accused Yahoo back in 2005 to have helped the Chinese Government in convicting a Chinese journalist to 10 years imprisonment by supplying sensitive material .

And – unfortunately – Microsoft’s Bill Gates is blowing into the same trumpet as Yahoo. He yesterday played down China’s censorship, and his comments were promptly played up in China.

Microsoft’s MSN started in China in 2005, promising to fulfill all Chinese requirements i.e. censorship.

Media Mogul Rupert Murdoch was not any better.He threw the highly respected BBC-International- program out of his China Star-Satellite channels on request of the Chinese government. And he started his MySpace in China as a separate entity from the worldwide MySpace in close cooperation with the Chinese authorities.

So what about Google?
Google was a relative latecomer in the Chinese market, started only in 2006, however played, like all the others, to the tune of the Chinese government. Calling it’s censorship “development aid”, a strange description indeed.

The great hopes, Google had for a quickly growing market, now estimated to be 350 million, did not come true.
Only 15.1% of all search requests land in Googles pot. Most go to the very popular local search engine Baidoo and only 1% of Googles revenue was generated in China.

On the other hand, the damage in reputation by doing reckless censorship for the Chinese government could in the longer run by far outweigh the small benefits in revenue generated in China. That is the real logic behind Google’s decision.

Only China?
However, the question remains, is Google’s censorship limited to China?
Our own experience puts this into question.

Our website Nachrichten Heute with a large amount of investigative journalism was listed on Google News in Germany for more than three years.
After we uncovered, that behind the hijacking of the Ship Arctic Sea in July last year were not pirates, but the Israeli secret service Mossad, our website disappeared form Google News.
A Fax, sent to Google-Germany on 1st October 2009, requesting an explanation, was never answered, up to today.

medien

Gigant Google: Zensur nur in China?

Dr. Alexander von Paleske — 17.1. 2010 — Der Suchmaschinen- Gigant hat in vieler Hinsicht erfolgreich den Weg beschritten, welchen Microsoft bereits vorexerziert hat: In einem neuen Geschäftsfeld, innerhalb kurzer Zeit, der alles beherrschende Anbieter zu werden. Jetzt geht Google auf Konfrontationskurs mit der chinesischen Regierung.

Ende der China-Zensur und die Hintergründe
Google will nicht mehr den Zensor für die chinesische Regierung spielen, eine Rolle, die Google bisher klaglos übernommen hatte. Das Ende für Google in China dürfte damit absehbar sein.
Hat Google einen Sinneswandel vollzogen oder handelt es sich um ein PR-Manöver?

Ein Zensurrückblick
Hilfreich für die Beantwortung dieser Frage ist ein Blick zurück auf die grossen Internet-Serviceprovider und wie sie mit den Zensur-Forderungen der Volksrepublik China umgingen.
Angefangen hatten die Zensur-Kniefälle mit Yahoo bereits im Jahre 1999. Zu dem chinesischen Yahoo-Internetportal wurde gleichzeitig ein Zensurprogramm mitgeliefert. Ein Fall von „Customer Care“.

Dabei wird natürlich geflissentlich vergessen, dass die Freiheit der Meinungsäusserung und Abschaffung der Zensur Grundvoraussetzungen einer funktionierenden Demokratie sind und wichtige Errungenschaften der bürgerlichen Revolution waren.

Die Zensur war seinerzeit mit der Person des österreichischen Staatskanzlers, Fürst von Metternich, untrennbar verbunden. Zensur ging immer auch mit Bespitzelung einher, und niemand hatte beides in Europa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit solcher Perfektion betrieben, wie Metternich.

Aber: Metternich betrieb die Zensur aus Ueberzeugung, er war ein Monarchist aus Schrot und Korn.
Die modernen Metternichs der Suchmaschinen und Internetportale betreiben die Zensur des Geldes wegen, getreu dem lateinischen Motto „Pecunia non olet“ – Geld stinkt nicht. Mehr noch, die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ beschuldigte bereits im Jahre 2005 Yahoo, bei der Verfolgung eines chinesischen Journalisten, der schliesslich zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, als“Hilfs-Staatsanwalt“ mit der Bereitstellung von Internet-Beweismaterial geholfen zu haben.

Zensur als Entwicklungshilfe
Nicht nur Yahoo war mit Zensurprogrammen der chinesischen Regierung zu Diensten, sondern Google folgte im Januar 2006 auf dem Fusse. Der Suchmaschinen-Gigant verpflichtete sich, nicht nur die Gesetze der VR China einzuhalten, sondern mit dem Einbau von „Schmutzfiltern“ „bedeutungsvolle und positive Beiträge“ zur Entwicklung Chinas zu leisten.

Und selbstverständlich wollte auch der Medienmogul Rupert Murdoch nicht als „Entwicklungsverhinderer“ dastehen. Nachdem er bereits die hochangesehene BBC aus seinem chinesischen Satellitenprogramm auf Beschwerde der chinesischen Regierung geworfen hatte, forcierte er nach dem Kauf von Myspace nicht dessen Expansion nach China, sondern kreierte einen Ableger dort, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den chinesischen Zensur-Behörden inbegriffen.

Und bei so viel US-Firmen-Dienstbarkeit für einen asiatischen Grosskunden, durfte Microsoft mit seinem MSN -Portal selbstverständlich nicht zurückstehen. Bereits im Jahre 2005 starteten Gates und Co. eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit mit den chinesischen Zensoren.
Parallel dazu stattete die chinesische Regierung seine Webpolizei mit neuer Software aus, Motto offenbar: Bessere, schnellere und umfassendere Zensur.

Finanzielle Erwartungen nicht erfüllt
Der Schritt von Google, jetzt China die Zähne zu zeigen, bei umgekehrt so viel Finanzorientiertheit, wird allerdings verständlich, wenn man einen Blick auf die Geschäftszahlen wirft. In einem Artikel der Deutschen Welle vom 15.1.2010 heisst es :

Einen großen wirtschaftlichen Schaden würde Google nicht erleiden, wenn die Regierung in Peking den amerikanischen Suchmaschinenbetreiber aus dem Reich der Mitte verbannen würde. Zwar ist es richtig, dass das chinesische Internet mit seinen momentan rund 340 Millionen Nutzern der größte Markt der Welt und zudem noch ein schnell wachsender Markt ist – doch Google profitiert davon nur unterdurchschnittlich……Nur 15,1 Prozent aller chinesischen Suchanfragen landen bei google.cn.. Das Internetunternehmen erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 22 Milliarden US-Dollar, und davon kam nur ein Bruchteil aus China. Nach Angaben von Branchenkennern erlöste Google durch Werbeanzeigen von chinesischen Unternehmen im vergangenen Jahr lediglich rund 200 Millionen Dollar. Betriebswirtschaftlich wäre es also für Google überhaupt keine Katastrophe, sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen – auch wenn dieser rasant wächst.

Und so kommen die Artikelschreiber zu dem verständlichen Schluss:

…. wenn Google weiterhin mit Internet-Zensur und faulen Kompromissen mit der Führung in Peking in Verbindung gebracht wird, kann dem Internetunternehmen ein Imageschaden in der westlichen Welt entstehen, der weitaus schwerwiegender sein könnte als ein paar Millionen Dollar Umsatzverlust in China.

Also, keine Skrupel, die Google befallen haben, sondern nüchterne Abwägung von wirtschaftlichen Risiken.

Zensur nur in China?
Die weitergehende Frage stellt sich jedoch: Zensiert bzw. zensierte Google nur in China?
Unsere eigenen Erfahrungen lassen daran erhebliche Zweifel aufkommen.
Zensur kann einmal in der direkten Form stattfinden, sie kann aber auch indirekt vorgenommen werden, insbesondere dann, wenn man eine Art marktbeherrschende Stellung einnimmt. Diese marktbeherrschende Stellung hat Google sich mittlerweile erschaffen, da mehr als zwei Drittel aller Suchanfragen über Google laufen.

Insbesondere Google-News hat hier eine enorme Bedeutung gewonnen. Durch einen Mausklick kann man erfahren, was es an Neuigkeiten zu einem Thema gibt.
Und hier bieten sich für Google Möglichkeiten der Zensur, und zwar bei der Auswahl: Wer bzw. was bei Google-News als Medium aufgenommen wird, und wer bzw. was nicht.

Nach drei Jahren die Sperrung
Unsere Website Nachrichten Heute war bei Google News über mehr als drei Jahre aufgenommen, die Artikel erschienen prompt dort.

Als wir jedoch die Hintergründe der Arctic-Sea-Kaperung beleuchteten, dass nämlich dahinter ganz offenichtlich nicht irgendwelche Piraten, sondern der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad steckte, da wurde offenbar unsere Website für Google-News im September auf Dauer gesperrt. Eine Anfrage im Oktober bei der deutschen Google-Zentrale in Hamburg per Fax, mit der Bitte um Ueberprüfung bzw. Klarstellung, blieb bis heute unbeantwortet.

Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?

medien

Umsonst ist nicht angemessen? – oder: Ist das Zeitungssterben aufzuhalten?

Dr. Alexander von Paleske —8.01. 2010 — Rupert Murdoch, der Zeitungszar und Medienmogul wirft das Steuer herum: Im Internet soll künftig für Zeitungsartikel bezahlt werden.

Noch vor zwei Jahren verkündete der Multimilliardär und „Lordsiegelbewahrer des Meinungsjournalismus“, der damals gerade das Wall Street Journal gekauft hatte, dass im Internet sich mit Werbung Geld verdienen lasse. Er werde das vormachen.

Der Absturz der Werbeeinnahmen, hervorgerufen durch die internationale Wirtschaft-und Finanzkrise, hat ihn offenbar eines Besseren belehrt, wir berichteten bereits darüber.


Rupert Murdoch, „Lordsiegelbewahrer“ des Meinungsjournalismus

Murdoch hat also eine 180 Grad Kehrtwendung vollzogen. Als erstes hatte er bereits den Zugang zu Artikeln des Wall Street Journal wieder bezahlungspflichtig gemacht, und trotzdem dann noch die Zahl seiner Bezahlabonnenten gesteigert.

Der Erfolg ist verständlich. Wer mit der Wirtschaft zu tun hat, ist von Berufs wegen auf dieses Blatt angewiesen.
Angespornt durch diesen Erfolg sollen nun seine britischen Blätter wie Times und News of the World und später dann wohl auch das Massenblatt Sun nachziehen.
Die Frage ist nur: Lässt sich der Erfolg des Wall Street Journals auf andere Medien übertragen?

Ein ZEIT Journalist freut sich – zu früh?
Ja, jubelt Götz Hamann in der ZEIT vom 17.12. 2009 S. 33 in einem Artikel mit der Ueberschrift
„Umsonst ist zu billig“. Und er begrüsst, dass nun Murdoch „endlich“ einen Sinneswandel durchgemacht habe.
Der Jubelschrei des Götz Hamann könnte alsbald zu einem Krächzen werden.

-Basisinformation ist im Internet überall zu finden. Dafür sorgen Nachrichtenagenturen und in zunehmenden Masse auch die Sammelblogger, also Blogger, die Infos aus dem Internet zusammensammeln, sie damit dann verdichten und leichter zugänglich machen. Als Beispiel sei hier Net News Global genannt.Für diese Basisinformationen wird auch künftig niemand Geld ausgeben wollen und brauchen.

– Die Medien präsentieren in grossem Umfang solche Basisinformationen. Daher soll – und das dürfte erst der Anfang sein – nicht das Medium per se bezahlpflichtig werden, sondern bestimmte Artikel, also Hintergrundartikel, investigative Reportagen, Lokalberichte etc. Diese müssten dann Artikel für Artikel „gekauft“ werden. Vorbild soll der Kauf von Musiktiteln im Internet sein, eine entsprechende Software gibt es bereits.
Springers „Rabaukenpostille“ Bild aber auch die Welt testen sie bereits, auf I-Tune. Apple will dabei natürlich mitverdienen, 1/3 sollen an Steve Jobs Firma fliessen. Das passt wiederum den Verlagen nicht.

Dennoch, dies alles funktioniert überhaupt nur, wenn alle Printmedien mit ihrem Internetauftritt, zumindest aber alle Leitmedien, mitmachen. Und da liegt der Haken, nicht der einzige. Scheren ein oder zwei Leitmedien aus, wird aus der Idee nichts, diese „Abweichler“ werden dann entsprechend mehr Zugriffe zu verzeichnen haben.

Selbst die TAZ müsste dann dort mitmachen. Und nach dem Willen anderer Verlagshäuser soll sie das. So macht dann auch das etwas merkwürdige Aufkreuzen des Bild-Chefredakteurs Kai Diekmann auf der TAZ- Gesellschafterversammlung, in einem Che Guevara-T-Shirt, Sinn. Diekmann hatte sich zuvor ein paar Gesellschaftsanteile bei der TAZ gekauft. Er warb dort für die Idee des Bezahl-Internetauftritts.

20 % Redite – mindestens
Ein weiterer Haken besteht darin, dass unrealistische Renditen im doppelten Prozentbereich von Verlegerseite gefordert bzw. erwartet werden, als ob man noch in den 60er, 70er oder 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts lebt
.
Die wenigen Aufrechten in der Presselandschaft, wie jüngst der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, werden gefeuert oder droht die Entlassung, weil sie angeblich nicht „genügend“ Rendite erwirtschaften.

Diese Phantasierenditen lassen sich angesichts veränderter Umstände nicht mehr erzielen, selbst mit gutem Journalismus nicht.
Also wird der Rotstift angesetzt. Das Resultat: Die Qualität sinkt. Tageszeitungen – nicht nur deren Printausgaben – verlieren an Attraktivität . Insbesondere auch durch das Fehlen eines investigativen Journalismus, der diesen Namen verdient.

Selbst das Flaggschiff des deutschen Qualitätsjournalismus, die Süddeutsche Zeitung, bekam den Rotstift zu spüren, nachdem sie von einer süddeutschen Verlagsgruppe mit Hilfe von Bankkrediten übernommen worden war, und die Renditeerwartungen sich nicht erfüllten, nicht erfüllen konnten, und nun das Geld für die Rückzahlung der Bankkredite knapp wird.

Kein Urheberrecht für Informationen
Anders als bei Musiktiteln gibt es für Informationen kein Urheberrecht. Jeder kann diese Informationen weiterverwenden, jedenfalls solange er nicht einen Artikel wörtlich kopiert.
Deswegen wird schon an anderen Plänen gearbeitet, um den „Netznomaden Geld abzuknöpfen“, wie der ZEIT-Mitherausgeber Josef Joffe sich auszudrücken beliebte.

Mehrere Modelle geistern durch die Köpfe einiger Verleger: Zum einen sollen die Internet Service-Provider wie T-Online eine Pauschale erheben, ähnlich wie die GEZ beim öffentlichen Rundfunk und Fernsehen, oder es wird direkte Staatshilfe angefordert, ein Marshallplan. Besser wäre es wohl dann von einer Pressesteuer zu reden.

Begründet wird dies alles mit der Notwendigkeit der Kontrollfunktion der Presse in der Demokratie. Eine Aufgabe, von der sich die Presse ohnehin mehr und mehr bereits verabschiedet hat.

Also eine Katastrophe für die Demokratie? – Mitnichten.
Längst gibt es einen unabhängigen Journalismus im Internet. Was in Deutschland fehlt sind Internetzeitungen, die diesen Internetjournalismus zusammenfassen, wie die Huffington Post in den USA.

Exkurs: Suchmaschinen und Wikipedia als unentbehrliche Hilfe
Dieser Internetjournalismus hat durch Internet-Suchmaschinen und Wikipedia als Infoquellen enorme Erleichterung erfahren.

Selbst Printmedien-Journalisten greifen, wie Umfragen gezeigt haben, in grossem Umfang, insbesondere beim Einstieg in ein Thema, auf Wikipedia zurück, ohne dies natürlich öffentlich zuzugeben oder Wikipedia als Quelle ihrer infos zu bezeichnen.

Früher hatten Journalisten grosser Medienhäuser das Privileg des Zugangs zu umfangreichen Archiven und Datenbanken, die von den Verlagen errichtet und unterhalten wurden und werden, bestens organisiert seinerzeit die Gruner und Jahr Presse-Datenbank und das Spiegel-Archiv.

Das Internet hat dieses Privileg weggefegt.
Mit Suchmaschinen und Wikipedia samt deren Verweisungen steht jetzt ein allgemein zugängliches und kostenloses Stichwort-Archiv für jedermann bereit, wenn auch ein nicht ganz unproblematisches.

Obgleich die auf Wikipedia angebotenen Informationen nicht unbesehen übernommen werden können, so helfen sie aber und sehr hilfreich sind dann oft die Verweise auf andere Quellen, was in der englischen Wikipedia deutlich grosszügiger und damit besser gehandhabt wird, als in der deutschen..

Fazit
:
Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Mit den von den Verlagen eingeleiteten Rotstift-Massnahmen ist das Zeitungssterben wohl kaum aufzuhalten.

Wenn die Presse aus sich selbst heraus keine Chance des Ueberlebens hat, so denn. Anderes wird an ihre Stelle treten.
Insbesondere der Meinungsjournalismus a la Murdoch ist ohnehin nun wirklich kein erhaltenswertes Gut.

Den Plänen für eine Steuer oder eine Gebühr analog der GEZ zu erheben oder gar einen Presse-Marshallplan, finanziert mit Steuergeldern, sollte aber entschieden entgegengetreten werden.

Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Ein Bankenskandal, die Presse und Wikipedia
linkErlebnisse im Wikipedialand – ein persönlicher Erfahrungsbericht

….und als Satire
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

Tom (Gast) – 8. Jan, 19:39
Hauptmedien sind eh ein Graus
Betrachtet man sich die Berichterstattung der Hauptmedien, bleibt festzustellen, wie manipulativ diese zu Werke gehen.
Entweder werden brenzlige Themen todzuschweigen versucht oder aber derart ins gegenteil von wahrheit verkehrt, daß man von gehirnwäsche und manipulation reden muß.

Daher ist solchen Murdoch-Blättern keine Träne nachzuweinen. Nein – Springerpresse und Co gehören verbannt. Ihr Fehlen würde eine menschliche Geissel von uns nehmen und könnte eine echte Chance für einen medialen Wandel hin zu wahrheitstreuen und meinungsfreien Journalismus bedeuten.

Nicht umsonst boomt die Blogger-szene sosehr und bereitet sich die Politik auf die breite Zensur des Internetz vor, um so unliebsame Berichterstattungen unterbinden zu können.

Grüße
Tom

S (Gast) – 9. Jan, 00:07
„Rabaukenpostille“
hahaha
What a word.
Herr Doktor, Sie bringen mich immer wieder zum Lachen. 🙂
Bzgl. Wikipedia:
http://en.wikipedia.org/wiki/Scorpions_(South_Africa)
Hätten Sie da noch etwas hinzuzufügen? Dort fehlen mir irgendwie noch ein paar Infos. Oder schreiben Sie nicht auf Wikipedia?

onlinedienst – 9. Jan, 09:25
Leider habe ich keine substantiellen Infos ueber die Scorpions.

Frank (Gast) – 13. Jan, 23:03
DPR
„Basisinformation ist im Internet überall zu finden.“ Ja, aber leider nicht bei Ihnen. Nicht einmal Information über die Scorptions haben Sie? Könnten Sie sich die nicht auch aus den Fingern saugen? Aber wer will schon was über die wissen? Doch tun Sie das nicht ständig hier im Doktor-Panik-Room? Selbstbeweihräucherung über Themen, die nicht unbedingt langweilen, aber von Ihnen langweilig gemacht werden. Schnarch…

onlinedienst – 14. Jan, 09:14
Erbaermlich
Die Polizeieinheit hiess Scorpions nicht Scorptions.
Dies nur zur Klarstellung. Die Scorpions sind einen Artikel wert, zumal sie nicht wegen ihrer Effektivitaet, sondern aus politischen Gruenden aufgeloest wurden. Dazu sind substantielle Infos erforderlich, nicht irgendwelches „Sich aus den Fingern saugen“.
Der Rest Ihrer „Kritik“ ist grenzwertig zur Beleidigung und keiner weiteren Stellungnahme wuerdig.

Dr. v. Paleske

medien

Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung

Dr. Alexander von Paleske — 17.12. 2009 — Der Fall Hypo Alpe Adria ist vordergründig erledigt. Die Skandalbank wird zur österreichischen Staatsbank, die Steuerzahler müssen für die Milliardenverluste aufkommen, in Oesterreich, aber vor allem in Bayern.

Was jetzt noch aussteht ist ein Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags zur Aufklärung der Hintergründe des Milliardendebakels, der Anfang nächsten Jahres seine Arbeit aufnehmen soll.

Dann die Bearbeitung der Strafanzeigen der Fraktion der Grünen im bayerischen Landtag gegen die angeblich Verantwortlichen durch die Staatsanwaltschaft.
Anzeigen, in erster Linie gegen den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Beckstein und den ehemaligen bayerischen Finanzminister Faltlhauser.

Auch gegen Tilo Berlin wird ermittelt
Aber auch eine Strafanzeige gegen den Finanzinvestor und ehemaligen Hypo-Alpe-Vorstand Tilo Berlin, der angeblich durch unerlaubte Machenschaften für sich und seine Klienten, darunter offenbar auch die Flick Erben, gut Kasse gemacht haben soll.

Das scheint jedenfalls ein Gutachten der ehemaligen Chef -Controllerin der Commerzbank, Corinna Linner, nahezulegen, welches im Auftrag des bayerischen Finanzministers Fahrenschon im Januar 2009 in Angriff genommen und im Mai fertiggestellt wurde. Darin weist sie offenbar nach, dass die Hypo-Skandalbank seinerzeit übereilt und viel zu teuer von der BayernLB gekauft wurde.

Der Hypo-Alpe Skandal und die Presse
Die Abschlussbetrachtung würde aber zu kurz greifen, ohne die Rolle ausser acht zu lassen, welche die Presse in diesem offenbaren Skandal-Schmierentheater gerade zu Beginn gespielt hat.

Wir sind bei unseren Recherchen über die internationalen Berufsbetrüger Rakesh Saxena, Amador Pastrana, Adnan Khashoggi, Sherman Mazur, Raoul Berthamieu (Berthaumieu alias Lee Sanders) und Regis Possino auf die Hypo Alpe und die mit ihr verbundenen Skandale gestossen, und zwar zu einem Zeitpunkt, als der Verkauf an die BayernLB noch gar nicht über die Bühne gegangen war.
Das von uns recherchierte Material haben wir dann – kostenlos – der Financial Times Deutschland zur Verfügung gestellt, wie bereits zuvor eine Recherche meinerseits über Wertpapier-Betrügereien, in die Adnan Khashoggi und die Deutsche Bank in Toronto verwickelt waren, der Genesis Intermedia Skandal. Diese Recherche, von der FTD übernommen,führte Dezember 2005 dort zu einem Exklusivartikel.

Die FTD nahm auch diesmal sofort die Spur auf, zuckte dann aber vor einer Veröffentlichung zurück, als Tilo Berlin, die Hypo-Alpe und die Bayern LB ihre Anwälte in Stellung gebracht hatten. Einen Prozess wollte man nicht riskieren.

Auch ein Journalist der Süddeutschen Zeitung, der immerhin das Zusammentreffen des österreichischen Rechtsaussen Haider mit den Ministern Faltlhauser und Beckstein in einem Artikel im Mai 2007 kritisiert hatte, winkte ab.

Bloggen statt drucken
Daraufhin entschlossen wir uns, die Ermittlungen selbst weiterzuführen und und nicht mehr auf die Uebernahme durch Printmedien zu warten.

Wir haben dann über die ganze Chronique scandaleuse kontinuierlich berichtet und im Dezember 2008 die bisherigen Ergebnisse in einem langen Artikel zusammengefasst.

Selbst als in diesem Jahr nach dem Rücktritt des Vorstands Tilo Berlin als neuer Vorstand der Banker Franz Pinkl berufen wurde, ein Banker mit einer offenbar zweifelhaften Vergangenheit als Aufsichtsrat bei der österreichischen Kommunalkredit, fand dies keineswegs die nötige Aufmerksamkeit in der Presse.

Es zeichnet sich eine Entwicklung ab, die in den USA längst zu beobachten ist: Die Blogsphäre wird gerade auch für die Aufdeckung von Skandalen immmer bedeutsamer.

Heute würden wir uns nicht mehr der Mühe unterziehen, derartiges explosives Matarial einem Presseorgan anzubieten.
Und so handelten wir dann im Falle der Kaperung der Arctic Sea im Juli diesen Jahres.

Zum Beispiel Arctic Sea
Wir haben in diesem Online Magazin von Anfang an die Piratengeschichte der Arctic Sea als das bezeichnet, was sie ist: Ein Märchen. Aufgrund der vorliegenden Indizien deuteten wir in die einzig logische Richtung: Mossad.
Die Printmedien hingegen „verkauften“ der Oeffentlichkeit lange eine erbärmliche Piratengeschichte und zeigten entweder nur unzureichend oder gar keinen Ansatz von investigativem Journalismus.

Heute bestehen kaum noch Zweifel an der Mossad-Beteiligung daran. Die Angelegenheit soll nun schnellstmöglichst in Vergessenheit geraten.

Warum soll man für derartige Printmedien überhaupt noch Geld auf den Tisch legen?

Die wenigen Aufrechten in der Presselandschaft, wie jüngst der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, werden gefeuert oder droht die Entlassung, weil sie angeblich nicht „genügend“ Rendite erwirtschaften.

Nicht Journalismus sondern Rendite, unrealistische Rendite, wird offenbar zur ausschliesslichen Messlatte. Das kann nicht gutgehen.
Und über die Umwandlung des Pressehauses Gruner und Jahr, das unter anderem auch den STERN herausgibt, unter seinem Vorstand Buchholz in einen Firmen-Dienstleister haben wir bereits mehrfach geschrieben.

Printmedien-Journalismus ade?


Links zum Hypo-Alpe Skandal

linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

Links zu Rakesh Saxena
Globale Milliardenschäden – Rakesh Saxena wird ausgeliefert
Ganoven, Goldgräber, Geheimdienste und Diplomaten
linkSöldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Bill Clinton und seine grosszügigen Spender
Craig Murray: Ein Autor ohne Verlag. Rakesh Saxena: Ein Mann ohne Strafe

Links zur Arctic Sea-Story
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Links zur Zukunft des Journalismus
Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Untergang des Qualitätsjournalismus? – oder: Josef Joffe und seine Albträume

medien

Geld stinkt nicht – oder: Ein Wissenschaftsverlag auf Abwegen?

Dr. Alexander von Paleske
Nicht nur Verlagshäuser wie Gruner und Jahr beschreiten offenbar merkwürdige Wege, die Zweifel am Qualitätsjournalismus aufkommen lassen. Wir berichteten mehrfach darüber.

Auch der Elsevier Verlag , ein hochrenommierter Wissenschaftsverlag mit Schwerpunkt im Medizinbereich, kommt jetzt wohl in den Geruch, eine Art Büttel der Pharmaindustrie zu sein.

Der Elsevier Verlag bringt unter anderem auch die hochangesehene Medizinzeitung LANCET heraus.

Medizinzeitungen als Werbepostillen
Nun beschwerten sich Wissenschaftler der Universität von Adelaide/Australien darüber, dass eine als Medizin-Journal aufgemotzte Medizinzeitung namens „Australasian Journal of Bone and Joint Medicine“ herausgebracht wurde, in welcher unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit Werbung für das von der Firma Merck/USA hergestellte Schmerzmittel Rofecoxib betrieben wurde.

Aber damit nicht genug: Ueber insgesamt neun weitere „Journale“ und die Registrierung von weiteren 13 des Verlags Elsevier, allesamt bestenfalls Werbepostillen der Pharmaindustrie, beschwerten sich Jon Jureidini und Robyn Clothier (LANCET 2009, Vol 374, S. 375).

Und weiter: in dem vom gleichen Verlag herausgebrachten Dienstleistungsarm für die Pharmazeutische Industrie namens Excerpta Medica, rühmt der Verlag sich, ein von einer Pharma- Firma gesponsertes „Blättchen“, für Internisten in Europa und Kanada erfolgreich herausgebracht zu haben.

In erfrischender oder soll man sagen: deprimierender Offenheit, sagt der Verlag, dass man es von einer schmalen und flachen Basis klinischer Forschung entwickelt habe mit dem einzigen Ziel, den Kunden als Marktführer in einem hart umkämpften Markt (für Herzpräparate) zu positionieren.

Reputation als Zugmaschine
Der Gruppen-Manager für Excerpta Medica erklärte ganz offen, dass man den LANCET mit seiner ausgezeichneten Reputation über die von ihm veranstalteten Konferenzen als Vehikel für das eigene Produkt nutzen wolle.

Die australischen Wissenschaftler greifen zu Recht diese widersprüchliche Verlagspolitik an, zumal wohl auch die Gefahr besteht, derartig merkantile Gesichtspunkte könnten ihren Eingang in seriöse Medizinpublikationen wie den LANCET finden.

In einer Stellungnahme dazu distanziert sich Elsevier zwar lauwarm von den Aktivitäten ihrer Zweigniederlassung in Australien, versucht aber die Aktivitäten von Excerpta Medica als Gehilfe der Pharmazeutischen Industrie zu rechtfertigen.

Keine wirklich überzeugende Rechtfertigung.

Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Untergang des Qualitätsjournalismus? – oder: Josef Joffe und seine Albträume

medien

Gruner und Jahr Verlag: Trübe Aussichten, finanziell und journalistisch

Dr. Alexander von Paleske -14.10. 2009 — Bernd Buchholz, Vorstand des Gruner und Jahr Verlags in Hamburg, ein Verlag, der Dutzende von Zeitschriften, darunter STERN, GEO und BRIGITTE, herausgibt, hat vergangene Woche die Katze aus dem Sack gelassen.

Plattformen statt Einzelredaktionen
Nachdem Buchholz drastische Einschnitte angesichts der zurückgehenden Einkünfte bereits im Juni ankündigte, wir berichteten darüber, hat er nun in der vergangenen Woche auf einer Betriebsversammlung klargemacht, wie die Kostensparungen aussehen sollen: Gespart werden soll in allen Bereichen, also auch und gerade bei den Redaktionen.

Für ganze Gruppen von Zeitungen soll es jetzt sogenannte Plattformen geben, zum Teil ist das Konzept bereits verwirklicht.
Das sind aber nichts anderes als Zentralredaktionen. Dort sitzen wie in einem Grossbüro Journalisten, die auf Anforderung Artikel liefern, also keine Redaktion pro Blatt mehr.

Zentral war bisher nur das Zentralarchiv, auf das alle Redakteure zurückgreifen konnten. Jetzt gibt es nicht nur ein Zentralarchiv, sondern auch Zentralredaktionen. Das ist so, auf die einzelne Publikation übertragen, als würde in einem Produktionsbetrieb jetzt nichts mehr produziert, sondern stattdessen nur noch ein angeliefertes vorgefertigtes Produkt verpackt.

Entlasungen von Redakteuren bzw. Verzicht auf Neueinststellungen sind die beabsichtigte Folge.

Der Sparschuss dürfte aber wohl nach hinten losgehen, denn Einsparungen im redaktionellen Bereich, dem Herz jeder Zeitung und Zeitschrift, müssen zwangsläufig zu Lasten der Qualität gehen..

Einheitsbrei statt Unverwechselbarkeit
Bösartig kann man das auch so formulieren: Von einer Gruppe von Zeitungen und Zeitschriften wird jetzt der Tinten-Einheitsbrei tropfen.

Das Unverwechselbare, das typisch Bunte wird wohl verloren gehen. Damit können die Zeitschriften und Zeitungen nicht besser, sondern nur schlechter werden. Der weitere Abstieg scheint damit vorgezeichnet.

Vorbei sind die Tage, wo eine Redaktion zu „Ihrem“ Blatt gehörte. Wo auf Redaktionskonferenzen um das Hochheben von Artikeln in die Zeitung oder Zeitschrift gerungen wurde, wo sich Redakteure eines Blattes oftmals als verschworene Gemeinschaft ansahen oder, wie bei dem legendären Henri Nannen und seinem STERN, als „gemischte Raubtiergruppe“ mit Nannen als Dompteur.

Gerd Bucerius, der 1995 verstorbene Verleger von STERN und ZEIT und Mitbegründer des Gruner und Jahr Verlags bemerkte einst:

„Redakteure sind nicht selten Halbverrückte, aber nur mit denen kann man ja Zeitung machen“.

Aus Halbverrückten werden jetzt vor allem Halbverängstigte, die Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat und Jahr für Jahr um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Kein Klima für Kreativität.

Die in den einzelnen Redaktionen verbleibenden Redakteure werden zu Content-Managern.

Die Verlage unterliegen offenbar der irrigen Auffassung, sich mit derartigen Sparmassnahmen irgendwie durch die Krise mogeln zu können. Und dies angesichts der enormen Probleme, die anstehen, ob es die Weltfinanzkrise, der Afghanistankrieg, die Lage in Pakistan, die neuen Massnahmen der Gelb-Schwarzen Regierung sind, die neue Form der gewalttätigen Jugendkriminalität, die Liste liesse sich noch um etliches verlängern.

Journalisten braucht das Land, viele Journalisten, viel investigativen Journalismus.
Oder, wie der frühere Gruner und Jahr-Vorstand Gerd Schulte-Hillen es formulierte:

„Guter Journalismus kann nur entstehen, wenn möglichst viele Ideen von möglichst vielen Journalisten verwirklicht werden, geführt an der langen Leine“.

Und auf einem Management Meeting im Jahre 1998:

„Gruner und Jahr ist nicht irgendein Unternehmen, wir sind ein journalistisches Haus. Das ist etwas ganz Besonderes. Unser Herz schlägt in den Redaktionen.“

Jetzt schlägt es wohl in den Plattformen, sofern dort überhaupt ein Herz schlagen kann. Aber vielleicht kann ja Herr Buchholz mit einem Schrittmacher nachhelfen.

Die Verlage, die nur den Pfennig herumdrehen , werden mit dieser Drehbewegung auch die Flutung des eigenen Hauses in die Wege leiten. Und durch die Herausgabe einer Kochzeitschrift für Männer, die Gruner und Jahr jetzt auf den Markt wirft, lässt sich der Abstieg wohl kaum aufhalten.

Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Untergang des Qualitätsjournalismus? – oder: Josef Joffe und seine Albträume

medien

Tratschundlaber

Sonja Wenger – Welt, wie ist es dir über Nacht ergangen?» fragte einst eine grosse Zeitung in ihrer Eigenwerbung. Eine rhetorische Frage, gewiss. Besonders wenn man sich nach dem Konsum der meisten Medien gleich noch beim Frühstück ins Koma trinken möchte.

Anders ist es nämlich kaum noch zu ertragen, welchen Stuss einem der Blätterwald inzwischen zumutet. Da wäscht Sänger Florian Ast mit Trauermiene auf dem «Blick»-Titelbild seine vom «Blick» beschmutzte Ehewäsche, während die grosse Blut-Geschichte darunter mit der Schlagzeile «Im eigenen Ehebett abgestochen» erscheint. Vielleicht war es einfach schlechtes Timing, doch eher noch verordnete Sensationsgier der Redaktion: Action im Blatt hebt die Quoten. Umso mehr, wenn sich die Schweizer Promis gleich reihenweise wie eine Herde Schafe in die lila-rote Medienfalle locken lassen.


Blut Geschichte: Action im Blatt hebt die Quoten

Anders möchte man es nicht ausdrücken, wenn sich dasselbe Räuberblatt – und in seinem Fahrwasser auch alle anderen – wochenlang die Finger wund schreiben kann, weil die amtierende Miss Schweiz ihren Freund betrogen habe und alle Beteiligten brav mitspielen.

Aber vielleicht rechnet es sich ja auf die eine oder andere Weise – denn wenn man in die Medien will, aber keine Substanz zu bieten hat, muss halt der Ruf dran glauben. Ein vergängliches Gut ohnehin, entbehrlich in einer
Gesellschaft, die kaum noch über Interessen, wenig Aufmerksamkeit und vor allem kein Langzeitgedächtnis mehr verfügt. So vermag ein News-Junkie gerade noch 160 Zeichen zu «zwitschern», bevor das Interesse verglüht und der «demokratischen Revolution im Iran» zur Genüge gefrönt wurde.

Die Welt der «Tweeple» – der neue Ausdruck für die wichtigen Menschen auf Twitter – befindet sich schon längst auf dem Weg zur Diktatur der Banalität – strukturelle Verblödung nicht mehr als erklärtes Ziel der wirtschaftlichen und politischen Elite, sondern selbst gemacht.

Wie sonst soll man einordnen, dass in den USA «Pet Airways», die erste Fluggesellschaft für Haustiere, an den Start geht, oder dass sich der deutsche «Spiegel» über die Bedeutung der Intimrasur auslässt, statt zu fragen, wieso unsere Anführer gerade mal wieder die Welt nobel zugrunde gehen lassen? Die Webseite «tktktk.com» zählt bereits die Sekunden zum Klimakollaps – aber das bringt auch nix, wenn die Leute, die drüber berichten sollten, nicht mal mehr zählen können. Oder wie war das gemeint, als «Blick am Abend» kürzlich berichtete, Robert Redford habe eine Frau seiner «Alterskategorie» geheiratet: Er ist 71, sie ist 51? Kein rosiger Sonnenaufgang für die Welt, aber vielleicht der grauen Streifen am Horizont?

medien

Rupert Murdoch: Mit der Vergangenheit in die Zukunft?

Dr. Alexander von Paleske – Rupert Murdochs Stern verblasst. Was demokratische Verfassungen nicht schafften, nämlich seinem Meinungsjournalismus einen Riegel vorzuschieben, das besorgt offenbar jetzt das Internet.

Die Firma des Medienmoguls, für den Qualitätsjournalismus ein Fremdwort, die Privatsphäre anderer offenbar ein nicht schützenswertes Rechtsgut und der Appell an die Emotionen der Konsumenten seiner Medien täglich Brot ist, hat nunmehr satte Verluste eingefahren. News Corporation veröffentlichte für 2008/2009 ein Minus von 3,4 Milliarden US Dollar.

.
Das soll sich nun ändern. In Zukunft will er mit den Auftritten seiner Medien im Internet Geld verdienen.


Rupert Murdoch, „Lordsiegelbewahrer“ des Meinungsjournalismus

Murdoch -Zitat:

„Qualitätsjournalismus ist nicht billig

.Er vergass offenbar hinzuzusetzen:

„und bei mir ohnehin kaum zu haben“

Zuletzt hatte seine Postille News of the World, in Grossbritannien beheimatet, Aufsehen erregt, als herauskam, dass einer der Zuarbeiter die Mobiltelefone von sogenannten Prominenten gehackt hatte, um an intime Informationen heranzukommen. Ein durch und durch rechtswidriges Vorgehen.

Ein Schuss in den Ofen?
Nun soll also eine neue Verdienstoffensive gestartet werden. Wer Murdochs Medien im Internet geniessen will, soll dafür bezahlen.

Nachdem er in Deutschland mit dem Fernsehsender Sky, der sich früher einmal Premiere nannte, das Bezahlfernsehen durchsetzen will, vermutlich ein untauglicher Versuch angesichts des Massenangebots von kostenlosen Kanälen, will er mit dem „Ladenhüter“ Bezahl-Internet, den Internetsurfern das Geld aus der Tasche ziehen.

Das mag vielleicht bei seinem Wall Street Journal gelingen, bei den übrigen Medien hat dieser Versuch kaum Aussicht auf Erfolg.
Einmal gibt es genügend Konkurrenz anderer Medien, die kostenfrei anbieten, auch wenn der Chefredakteur der Financial Times, Lionel Barber nun in Murdochs Kerbe haut, zum anderen sind die Blogger mit ihren Beiträgen oftmals heute schon attraktiver als die professionellen Medien , ganz besonders in den USA.

Eine Medienindustrie, die ihre Produkte wegschenkt, kannibalisiert sich selber“

soll Murdoch gesagt haben. Wahrscheinlicher ist hingegen, dass das Internet seinen Konzern auf lange Sicht kannibalisiert.
Ein grosser Verlust wäre das allerdings nicht.

Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Untergang des Qualitätsjournalismus? – oder: Josef Joffe und seine Albträume
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Susanne Klatten und die Presse
Der Fall Susanne Klatten-eine Nachlese

medien

Nach den Banken nun die Zeitungen?

Dr. Alexander von Paleske – —20.7. 2009 — Wenn man in den letzten Monaten die ZEIT, die führende Wochenzeitung Deutschlands,liest, ich habe sie – noch – abonniert, dann tauchen in schöner Regelmässigkeit Beiträge auf, die sich mit dem angeblich bevorstehenden Untergang der Printmedien beschäftigen. So auch am 9. Juli (ZEIT 29 Seite 50) – „Eine Art Marshallplan“ lautet der Artikel und in kaum verhüllter Form wird nach Staatsgeld gerufen, um die grundrechtlich geschützte Pressefreiheit zu sichern.

Man möchte sich die Augen reiben. Soll nach den Banken nun auch die Presse subventioniert werden? Die zur „Rettung der Presse“ von den Autoren Stephan Weichert und Leif Kramp gemachten Vorschläge muten geradezu abenteuerlich an. Als Legitimationsvehikel dient ihnen Artikel 5 des Grundgesetzes, die Pressefreiheit. Allerdings war dieser Artikel immer als Freiheit des gedruckten Wortes vor Eingriffen des Staates gemeint, nicht umgekehrt. Es ist Teil der Meinungsfreiheit und der Informationsfreiheit der Bürger, die aber nicht nur am Zeitungspapier klebt.

Ein Blick zurück
Als die Alliierten nach Ende des 2. Weltkrieges Zeitungslizenzen an unbelastete Bürger vergaben, da war das fast einer Lizenz zum Gelddrucken gleichzusetzen.

Gründerfamilien sind damit steinreich geworden, siehe Axel Springer in Hamburg (Bild-Zeitung, Hamburger Abendblatt , Hör Zu etc), siehe Neven duMont in Köln ( Kölner Stadtanzeiger, Express), siehe Brost/Funke in Essen (Westdeutsche Allgemeine Zeitung), siehe Friedmann und andere in München (Süddeutsche Zeitung).

Der verstorbene Journalist Günter Gaus schreibt in seinem Erinnerungsbuch „Widersprüche“ dazu:

„Gewöhnlich bildeten die alliierten Presseoffiziere, gestützt auf mehr oder weniger qualifizierte Empfehlungen, eine Herausgeberschar, aus einem Konservativen. einem Liberalen und einem Sozialdemokraten… Die Lizenz war das Los in einer Lotterie gewesen, in der es nur Millionengewinne gab“.

Nach der Privatisierung die Sozialisierung?
Jetzt gibt es keine Riesengewinne mehr, auch in Deutschland werden Zeitungen sterben. Zum Teil, weil sie durch Kaputtsparen unattraktiv geworden sind, das wichtigste Kapital, den guten Journalisten entlassen.

Zum Teil, weil der Besuch des Internets die Zeitung mit der „Nachricht von gestern“ uninteressant gemacht hat.

Nun soll also nach den Vorstellungen der ZEIT-Autoren der Staat einspringen. Nachdem die Gewinne in Dekaden privatisiert wurden, sollen jetzt, wie bei den Banken, die Verluste sozialisiert werden, oder aber Mäzenatentum die Printmedien vor dem Untergang retten.

Wir haben mehrfach uns zu dem Thema bereits geäussert, und halten von diesen in der ZEIT gemachten Vorstellungen nichts. Wenn Printmedien der Konkurrenz im Internet nicht standhalten können, so war‘s das eben.

Ohne Printmedien kein Qualitätsjournalismus?
Guter Journalismus klebt nicht an der Druckerschwärze , sondern findet sich bereits besser in vielen Onlinemagazinen, die nicht unter der Fuchtel eines Chefredakteurs stehen, der die Linie vorgibt.

Investigativer Journalismus ist in Deutschland, von wenigen Ausnahmen abgesehen, kaum vorhanden., selbst das einstige Flaggschiff Der Spiegel kann besser von alten Zeiten träumen. Zu sehr hatte der „kleine Napoleon“ Stefan Aust das Blatt offenbar auf Lifestyle getrimmt.

Nicht Qualitätsjournalismus ist das, was sich in vielen Printmedien findet, sondern qualvoller Journalismus. Und das ständige Gejammere der ZEIT führt hier keineswegs weiter. Im Gegenteil. Das Oeffnen des .Blattes für derartigen Jammerjournalismus und das Drucken von Artikeln des nach Günter Gaus „grössten Opportunisten, den er je kennengelernt habe“ , gemeint ist der ehemalige Aussenminister J. Fischer und seine Schelte an der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Vertrag von Lissabon, machen die Wochenzeitung ZEIT eher unattraktiver.

Angst essen Qualitätsjournalismus auf
Aber in den Redaktionsstuben hat die Angst Einzug gehalten. Ein schlechter Begleiter für guten Journalismus.

Gerade hat der Grossverleger Neven duMont die Berliner Zeitung gekauft, ihm gehört als neuerer Zugang bereits das Traditionsblatt Frankfurter Rundschau, da werden schon Pläne zur Reorganisierung verkündet. Verzahnung wird das Ganze genannt.

Im Klartext: Arbeitsplätze werden wegfallen, nationale und internationale Themen werden wohl in Zukunft zentral recherchiert und redegiert. Nur der Lokalteil wird wohl dezentral bleiben. Schliesslich kann man von Köln aus nicht berichten, was sich im Berliner Kiez und Politiksumpf abspielt und umgekehrt von Berlin aus nicht sich hautnah mit dem Kölner Klüngel beschäftigen.

Der Spekulant Montgomery war mit seinem Konzept gescheitert, weil er nur rationalisieren wollte, aber keine Zentrale wie Neven duMont besass. Ob die Rechnung Neven duMonts aufgeht, wird sich zeigen.

Darfs ein bisschen weniger sein? Oder: Neues zum Niedergang des Qualitätsjournalismus
Untergang des Qualitätsjournalismus? – oder: Josef Joffe und seine Albträume
Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Alles frei?– oder: Der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Die neue Gruner und Jahr Story oder: Von Gruner und Jahr zu Anzeigen und Spar
Der Fall Susanne Klatten und die Presse
Der Fall Susanne Klatten-eine Nachlese