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Josef Joffe und das Gespenst des drohenden Todes der Tageszeitungen

Dr. Alexander von Paleske —31.8. 2008 —- Josef Joffe, Mit-Herausgeber der Wochenzeitschrift Die ZEIT ist um die Zeitungen und den Journalismus besorgt. In einem Artikel auf Seite 1 der ZEIT vom 14 August 2008 sieht er Schlimmes drohen: Das völlige Verschwinden der Tageszeitungen im Jahre 2048, wenn der jährliche Auflagenrückgang von 2% anhält. Internetzeitungen wie die Huffington Post und die Blogger macht er als die Totengräber aus. Was ist davon zu halten?

Zunächst einmal wäre dies ein Thema für ein Dossier, aber dort findet man in der gleichen Ausgabe stattdessen als „Dossier“ die Auslassungen des ehemaligen Aussenministers J. Fischer, jemand, den der verstorbene Journalist Günter Gaus als den grössten Opportunisten bezeichnete, den er je kennengelernt habe. Und, wie er sogleich hinzufügte, er würde eine ganze Reihe kennen. Ob derartige Fischer- Auslassungen wirklich Thema für ein Dossier sein sollten mag man mit Fug und Recht bezweifeln. Aber das soll nicht das Thema heute sein, sondern wir wollen uns den angeblichen oder wirklichen Gefahren für die Tageszeitungen und den Journalismus zuwenden.

Ein Blick zurück
Um den jetzigen Zustand der Tageszeitungen , und nur um die geht es hier, einschätzen zu können und deren zukünftige Entwicklung zu prognostizieren, müssen wir zunächst einen Blick zurück werfen.

Die Blütezeit der Tageszeitungen war sicherlich die Zeit vor der Einführung von Rundfunk und Fernsehen. Damals waren sie die wesentliche Nachrichtenquelle überhaupt. Der Transport und die Aufbereitung der Nachricht, die von den Journalisten aus der Fülle der Nachrichten ausgesondert wurde, sowie die Qualität der Kommentierung machten schliesslich die Qualität der Zeitung aus.

Hörfunk, Fernsehen und die Tageszeitungen
Das änderte sich ansatzweise schon mit dem Hörfunk, denn nunmehr trat ein weiteres Medium zum Transport der Nachrichten in Konkurrenz zu den Printmedien, insbesondere was die Aktualität betraf. Mit der Schnelligkeit des Hörfunks konnten die Tageszeitungen nicht konkurrieren.

Aber die Zeitungen hatten demgegenueber eine grössere Reichhaltigkeit zu bieten, sie konnte dataillierter und mit Bildern unterfüttert berichten, Hintergrundinformationen liefern und man konnte sie lesen, wann immer man Zeit dazu hatte.

Der nächste Konkurrent kam mit der Einführung des Fernsehens. Das Fernsehen lieferte nun lebendige Bilder, aber die Reichhaltigkeit und die Fülle der Informationen blieb weiterhin den Tageszeitungen vorbehalten., insbsondere auf dem Lokalsektor. Aber ein Teil der Einnahmen der Medien, nämlich das Anzeigengeschäft ging zurueck.

Nachrichtenagenturen nur fuer die Medien
Die Nachrichtenagenturen wie dpa, UPI, AP, AFP als Nachrichtenquellen waren den Medien exklusiv zugänglich. Die Nachrichten wurden per Funkfernschreiber über Kurzwelle, z.B. die Deutsche Presse Agentur über die Sender der DENA, verbreitet. Ausserhalb der Medien hatten nur wenige Funkamateure, wie der Verfasser, mit angeschlossener Funkfernschreibmaschine Zugang zu den Meldungen der Nachrichtenagenturen. Hinzu kamen die Berichte von Korrespondenten der Zeitungen über den Fernschreiber (Telex).
Durch den Exklusivzugang hatten alle Medien nicht nur die Auswahlmöglichkeit, sondern in gewisser Weise auch noch die Deutungshoheit und zwar sowohl über die Auswahl der Nachrichten, wie auch deren Platzierung und Kommentierung.

Unabhängiger Journalismus?
Aber hinter dem sogenannten unabhängigen Journalismus verbarg und verbirgt sich oftmals nichts anderes als Meinungsjournalismus.

Dieser Meinungsjournalismus zeigte sich in Deutschland am deutlichsten bei der Springer-Presse in den 60er, 70er und 80er Jahren. Springer dominierte in Hamburg und Berlin den Zeitungsmarkt und national war er mit der Bild-Zeitung mehr als präsent.

Das hässliche Gesicht des Meinungsjournalismus zeigte sich insbesondere bei dem Bekämpfen von Willy Brandts Ostpolitik und Verteufelung der Studentenbewegung. Dieser Aspekt fehlt völlig in Joffes Artikel. Zeitungen sind eben oftmals keine neutralen Medien sondern werden häufig in ihrer Ausrichtung von den Eigentümern/Verlegern und Herausgebern beeinflusst, wenn auch meistens nicht so krass, wie Axel Springer dies seinerzeit betrieben hatte.

Die Redakteure müssen sich vielfach unterordnen. Dies lässt sich auch ausserhalb Deutschlands in den Medien beobachten, ganz besonders in denen, die von Rupert Murdochs News Corporation beherrscht werden, also in Grossbritannien die SUN , NEWS OF THE WORLD und TIMES, in den USA die NEW YORK POST. Im Fernsehen in Grossbritannien sind es Sky und in den USA „Fox News“. Und Murdoch drängt nun auch auf den deutschen Markt .

Das Internet als Info-Demokratie
Mit dem Internet änderte sich alles. Keine Exklusivität der Medien mehr beim Zugang zu den Nachrichten und Nachrichtenagenturen. Alle Nachrichten sind nun, Internetanschluss vorausgesetzt, für jedermann frei zugänglich.Das Internet wurde zum zentralen Medium im Transport von Nachrichten schlechthin, unschlagbar in der Schnelligkeit, der Fülle der Information und der Reichhaltigkeit des Bildmaterials. Und die Verbreitung der Nachrichten , anders als bei Druckmedien, kostete nichts. Dies kann man mit Fug und Recht als eine Demokratisierung des Zugangs zu den Nachrichtenquellen bezeichnen.

Damit verloren die Tageszeitungen, die als alleiniger Nachrichtenträger mit der Einführung von Rundfunk und Fernsehen schon ein halbes Standbein eingebüsst hatten, jetzt die andere Hälfte.

Aber sie könnten mit der professionellen Aufbereitung von Nachrichten, den Kommentaren und Hintergrundinformationen und vor allem investigativem Journalismus mithalten.
Aber mit der Bloggerei und dem Bürgerjournalismus drohen ihnen auch Teile davon verloren zu gehen.

Gleichzeitig verringern sich auch die Haupteinnahmequellen für die Tageszeitungen: die Anzeigen beginnen ins Internet abzuwandern. Interessanterweise tauchen die Anzeigen, die ja gerade die Zeitungen finanzieren, – der Verkaufspreis einer Zeitung deckt nur einen Bruchteil- , bei Herrn Joffe überhaupt nicht auf. Die Zeiten, in denen, z.B. der STERN in den 70er Jahren, ohne Rücksicht auf seine Anzeigenkunden berichten konnte, weil es sich die Kunden nicht leisten konnten, nicht im STERN präsent zu sein, sind längst vorbei. Die Anzeigenkunden werden umworben, die Redaktionen müssen oftmals Rücksicht nehmen aus der Angst, sonst Anzeigenkunden zu verlieren.

Und eine weitere Konkurrenz trat auf den Plan: Die kostenlosen Anzeigenblätter.Anders als in Deutschland kommen diese z.B. in England vielfach bereits jeden Tag als kostenlose Tageszeitungen heraus, herausgebracht zum Teil von den Tageszeitungen selbst, um sich vorsorglich eine auswärtige Konkurrenz vom Leibe zu halten.

Kostensenkung statt Innovation
Die Antwort der Verleger bestand meistens in einer radikalen Zurechtstutzung des Redaktionsstabes. Ganze Redaktionen wurden ausgelagert bestimmte Teile der Zeitungen zentral versorgt, insbesondere der internationale Nachrichtenteil. Und immer mehr wird auf freie Journalisten zurückgegriffen, die zudem oftmals auch noch schlecht bezahlt werden.

Aber mit der Schrumpfung des Redaktionsstabes verlieren die Tageszeitungen die Vorteile, welche sie noch gegenüber dem Internet haben: Die professionelle Aufbereitung der Nachricht und der investigative Journalismus sowie das nicht alltägliche Interview. Denn mit der Beschränkung auf den reinen Kommentar und den unaufbereiteten Transport von Nachrichten haben sie keinerlei Standortvorteile gegenueber den Nachrichten und den Kommentarbloggern im Internet mehr.

So schaufeln die Verleger ihren Tageszeitungen selbst das Grab.

Statt Kostensenkung Neuausrichtung
Gefragt ist eine Neuausrichtung. Aber stattdessen: Kleineres Format. Statt Innovation: Kostensparen.

Korrespondenten werden abgezogen, die FAZ hatte einstmals zwei Korrespondenten im Afrika südlich der Sahara, heute ist es nur noch einer. Die Informationen werden aus dem Internet und von den Nachrichtenagenturen abgeschöpft.

Aber auch Herr Joffe muss sich das vorhalten lassen: Die ZEIT hat keinen Korrespondenten im Afrika südlich der Sahara mehr, seitdem Herr Grill nach Deutschland zurückgekehrt ist.

Stattdessen hat sie jetzt reisende Reporter wie Andrea Boehm, die heute hier und morgen dort ist. Ein stationärer Korrespondent, der dort verwurzelt ist, kann nur ungenügend durch einen „Besuchsreporter“ oder besser als „Brennpunktreporter“ bezeichnet, ersetzt werden. Aber es kommt billiger, und die Qualität sinkt.

Und so haben dann fast alle Zeitungen schliesslich selbst auch den Gang ins Internet angetreten, verspätet, in der Hoffnung, hier Boden gutzumachen. Aber hier hat sich mittlerweile der von Joffe beklagte Bürgerjournalismus breitgemacht.

Soll man den beklagen? Natürlich ist vieles, was sich Bürgerjournalismus nennt, nichts weiter als Stammtischgerede, es sind Bürger, aber keine Journalisten.

Der grösste Teil der Blogger sind „Kommentarblogger“ also Blogger, die kommentierend zu den Ereignissen und Nachrichten Stellung nehmen, einige unter ihnen, die abstruse Theorien konstruieren und dann natürlich die Blogs mit klarer politischer Ausrichtung, z.B. die Rechten auf Altermedia.
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Weiter gibt es die Aquisitionsblogger, die Nachrichten und Kommentare von anderen Blogs und Nachrichtenagenturen zusammensammeln.

Es gibt jedoch auch den investigativen Bürgerjournalismus. Bürger, die ein Thema gründlich recherchieren, die auch selbst vor Ort recherchieren, oftmals gerade in Nischen tätig werden, die von den Medien vernachlässigt oder ignoriert werden.

Und längst haben jedenfalls die Zeitschriften wie der STERN begonnen, diesen Journalismus als kostenlosen Zubringerdienst für sich zu nutzen. Beim STERN sind es die „Tausendreporter“.

Aber auch die ZEIT veröffentlicht auf ihrer Internetpraesenz ZEIT-ONLINE Artikel von Lesern, der von Joffe beklagte Bürgerjournalismus im eigenen Haus. Ob Herr Joffe das nicht weiss?

Beim Bürgerjournalismus in der Form der Blogger wird sich im Laufe der Zeit die Spreu vom Weizen trennen. Blogs, die nichts Substantielles liefern, werden nicht besucht und dann von den Betreibern auch irgendwann eingestellt. Blogs, die investigative Beiträge bringen, professionell redigiert und auf Richtigkeit überprüft, werden sicher weiterbestehen.

Tod der Tageszeitungen im Jahre 2048?
Wird es also zum Tod der Tageszeitungen kommen?
Sicherlich nicht. Die Auflagen werden sinken, aber sich dann wohl auf niedrigerem Niveau stabilisieren. Auch im Jahre 2048 wird es sicherlich noch Zeitungen geben, allerdings wohl weniger Meinungs-sondern Qualitätsjournalismus und Journalisten, die investigativ tätig sind, die Zeit bekommen, einer Sache auf den Grund zu gehen und die sich nicht scheuen, auch Beitrage von Bürgerjournalisten zu drucken, sowenig wie sich professionelle Journalisten heute scheuen, bei Wikipedia nachzuschauen.

Aber Zeitungen, die einfach so weiterwursteln wollen, zu geringeren Kosten, mit abnehmender Qualität, die werden dann wohl verschwunden sein.

Der Autor ist leitender Arzt in Gaborone/Botswana, Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M) und ehemaliger Amateurfunker (DL2DS)

Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Ein Bankenskandal, die Presse und Wikipedia

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Bedient sich 20 Minuten Schweiz?

Daniel Mullis – In der Berner Ausgabe von 20 Minuten erscheint am 12. August 2008 auf der zweiten Seite ein Artikel mit dem Titel „USA und Russland: Eiszeit wegen Krieg im Kaukasus“. Im letzten Abschnitt geht der/die AutorIn, welcher im Übrigen unbekannt ist, mit folgenden Worten auf die grösseren Zusammenhänge des Krieges ein.

20min am 12. August 08:

Tatsächlich ist der prowestliche Staatschef Georgiens, Micheil Saakaschwili, dem Kreml schon lange ein Dorn im Auge. Denn Russland betrachtet die ehemaligen Sowjetrepubliken als seine natürliche Einflusssphäre und agiert als Schutzmacht für Georgiens abtrünnige Provinzen. Die USA wiederum haben die georgische Armee aufgerüstet. Ihre Interessen richten sich nicht zuletzt auf die Ölversorgung. Durch Georgien führt die zweitlängste Pipeline der Welt über 1800 Kilometer vom Kaspischen Meer an die türkische Mittelmeerküste.

20minuten

Auch wenn nicht nachzuweisen, dürfte es sich hierbei um ein Plagiat handeln. Zur Begründung, hier einige Auszüge aus meinem Artikel „Russland nutzt die Gunst der Stunde“ vom 9. August.

„Mit dem Machtwechsel in Georgien, welcher 2003 durch die „Rosenrevolution“ herbeigeführt wurde und der damit begründeten Präsidentschaft von Micheil Saakaschwili, wandte sich Georgien deutlich von Russland ab und begann sich verstärkt westwärts zu orientieren.“

„Unterstützung für die Öffnung nach Westen kommt im grossen Stil aus den USA, welche als grösster Auslandinvestor und bilateraler Geber von Entwicklungsgeldern in Georgien präsent ist. Die USA jedoch erwarte klare Gegenleistungen für ihre Dienste, zumal sie ein beträchtliches geopolitisches Interessen an der Region hat.“

„Ein Dorn im Auge ist diese Entwicklung den russischen Strategen, welche die ganze Region (inklusive Georgien) als ihrer Einflusssphäre zugehörig betrachten.“

„Der verschärfte Ton zwischen den USA und Russland und die zunehmende Sorge um die Ölknappheit, lässt die westlichen Staaten nach Wegen suchen, das Öl welches am Kaspischen Meer gefördert wird, über Routen zu transportieren, die nicht von Russland kontrolliert werden. Die Zentrale 2005 neu eröffnete Pipeline- Route (Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline/Karte oben) hierfür verläuft durch Georgien und die Türkei ans Mittelmeer.“

Die Übereinstimmungen von Wortlaut und Aufbau sind doch zu ähnlich, um als reiner Zufall betrachtet zu werden. Auch wenn hierbei nichts zu machen ist, möchte ich doch festhalten: Feine Art ist das Abschreiben von Inhalten anderer jedenfalls nicht! In der Welt der Billig- und Gratiszeitungen dürfte dies aber trauriger Alltag sein.

Schliesslich bleibt mir nur, mich mit einem Schmunzeln für die Korrektur der Rechtschreibung zu bedanken und an der/die AutorIn die Bitte zu richten, doch nächste Mal eine E-Mail zur Information zu schreiben.

linkDieser Artikel erschien erstmalig bei ContaInfo

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Wird Wikipedia weggegoogelt?

Dr. Alexander von Paleske – —-4.8. 2008—– Google bringt ein neues Lexikon heraus genauer gesagt: kein Lexikon wird herausgebracht, sondern eine Plattform, die ein Lexikon wird. Der Name: Google-Knol, was soviel heisst wie knowledge also Wissen. Jeder kann dort unter seinem Namen Artikel zu Stichworten publizieren. Damit greift Google Wikipedia frontal an. Wikipedia ist mittlerweile zu einer Institution geworden, und bisher als reines Internetlexikon ohne wirklich ernsthafte Konkurrenz.

Wkipedia-Schwachstellen
Allerdings hat Wikipedia eine Reihe von Schwachstellen: Niemand ist individuell für die Information verantwortlich sondern stattdessen die Gemeinschaft der Wikipedianer. Jeder, der sich Wikipedia-berufen fühlt, kann an (fast) jedem Stichwortartikel herumdoktern und neue Artikel schreiben. Das Resultat: Hervorragende Artikel stehen neben miserablen, ausgezeichnete Information neben ungenügender oder sogar falscher.

Eine Reihe von neuen Stichworten wurde „demokratisch“ abgelehnt, obgleich diese Stichworte, wie sich später zeigte, Relevanz hatten. Umgekehrt fragt man sich bei einer Reihe von Stichworten: Wo ist die Relevanz?

Die demokratisch gewählten Administratoren verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit damit, so genannte Vandalen zu bestrafen bzw. herauszuwerfen, entweder zeitlich begrenzt oder für immer.

Wiki-Schönung, Link-Streicher und Edit Wars
Und immer wieder werden kritische Artikel „von interessierter Seite“ geschönt, selbst der Wikipedia Gründer Jimmy Wales dokterte, von interessierter Seite gebeten, an Artikeln herum. Weiterführende Weblinks werden oftmals ohne substantielle Begründung gestrichen bzw. belanglose angebracht.

Es gibt Leute auf der deutschen Wikipedia, die sich damit brüsten, wie viele Links sie gerade mal wieder gestrichen haben, Auf der deutschen Wikipedia, anders als auf der englischen, ist die Zahl der weiterführenden Weblinks drastisch eingeschränkt. Dabei sind es oft gerade die weiterführenden Links, die dem, der tiefer schürfen will, hilfreich sind.

Insbesondere bei strittigen Themen wie Nahostkonflikt, Irak, Rechtsradikalismus etc. brechen nicht selten „Editwars“ aus.
Gleichwohl ist es erstaunlich, was mittlerweile durch unbezahlte Kollektivarbeit an Information zusammengetragen wurde.

Allerdings stellt sich praktisch bei jedem Artikel die Frage: Stimmt das alles? Stimmt es nur teilweise? Was ist richtig, was falsch?

Konkurrenz nur eine Frage der Zeit
Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine Konkurrenz auf den Plan treten würde deren Artikel Verbindlichkeit dadurch haben, dass ein Autorenname darunter steht. Etwas, das besonders bei umstrittenen Themen wichtig ist, indem man den Autor ideologisch einorden und an denen nicht jedermann herumdoktern kann.

Und hinter der neuen Plattform steht nicht irgendwer, sondern Google.

Google-Knol ohne Wikipedia Schwachstellen
Mit Google-Knol sind die grössten Schwachpunkte von Wikipedia vermieden. Allerdings kann es zu jedem Stichwort, anders als bei Wikipedia, mehrere Artikel geben. Das kann belebend, aber auch verwirrend sein.

Und natürlich will Google, anders als Wikipedia, mit dem Lexikon Geld verdienen. Also wird es Werbung geben.

Attraktiv für die Autoren ist, dass sie mit ihrem Namen auftauchen. Ein sehr guter Artikel, sagen wir im Medizinbereich, kann in Zukunft den gleichen Stellenwert haben, wie ein Artikel in einem Fachbuch. Das wird Google-Knol sicherlich für kompetente Fachleute attraktiv machen. Und damit wird Google-Knol, im Gegensatz zu Wikipedia, im Wissenschaftsbetrieb zitierfähig.

Aber auch eine Reihe von Wikipedia Autoren, gerade auch solche, die sich nicht scheuen, unter eigenem Namen zu publizieren, und die den ständigen Korrekturzirkus bei Wikipedia satt haben, werden wohl zu Google wechseln.

Endzeit für Wikipedia?
Das Ende fuer Wikipedia ist mit dem Auftauchen von Google-Knol sicher noch nicht gekommen, aber Wikipedia wird nicht nur eine ernsthafte Konkurrenz bekommen, sondern sondern auch unter Druck geraten. Allerdings: Wenn Wikipedia nicht die dringend nötigen Reformen in Angriff nimmt, nämlich individuelle Verbindlichkeiten für die Pflege von Artikeln schafft und das Herumdoktern an den Artikeln nicht in geordnete Bahnen lenkt, z.B. dadurch, dass Verbesserungsvorschläge erst einmal auf einer Diskussionsseite angebracht werden müssen, bevor sie in den jeweiligen Artikel integriert werden können, wird es eines Tages die Bedeutung verlieren, welche es heute zweifellos (noch) hat.

linkErlebnisse im Wikipedialand – ein persönlicher Erfahrungsbericht
linkEin Bankenskandal, die Presse und Wikipedia

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Ein Bankenskandal, die Presse und Wikipedia

Dr. Alexander von Paleske —- 2.8. 2008 —- Am 27.5.2008 ging eine Meldung über den Ticker: Die Securities und Exchange Commission von British Columbia hatte die Hypo-Alpe-Liechtenstein AG aus diesem Bundesland Kanadas und damit auch von der grössten Börse des Landes verbannt – für immer-.

Die Hypo Alpe Liechtenstein AG gehörte bis vor kurzem noch zu 100%, jetzt noch zu 49% der Hypo Group Alpe Adria Bank, welche wiederum vor einem Jahr von der „Verlustbank“ Bayern LB (Anstalt des öffentlichen Rechts) für 1.6 Milliarden Euro dem Land Kärnten abgekauft worden war, dessen Landeshauptmann der österreichische Rechtsaussen Jörg Haider ist.

Hintergrund des jetzigen Skandals sind umfangreiche Aktienmanipulationen in den Jahren 2006/2007 im Werte von etwa 160 Millionen US Dollar und zwar mit so genannten Penny Stocks. Deren Kurse waren vorher über Spam E-Mails hochgepuscht worden, im Fachjargon „Pump and Dump“ genannt. Aber auch sonst machte die Hypo-Liechtenstein von sich reden, Kapitalerhöhung im Karussell und angebliche Geldwäsche von illegal beseite geschafften kroatischen Staatsgeldern, wir berichteten darüber.

Am 30.5. 2008, also am Tage nach dem Rauswurf der Liechtenstein-Tochter der Hypo Alpe erschien ein längerer Bericht darüber in der Vancouver Sun, abgefasst von deren Wirtschaftsjournalisten David Baines
Bereits im August letzten Jahres hatte David Baines in einem Artikel der Vancouver Sun über die vorläufige Sperrung des Handels berichtet.
Der Bericht über die nunmehrige Sperrung wurde dann dem US Wirtschafts-Onlinemagazin Investors Hub übernommen.
Zur Hintergrundinformation benutzte Investors Hub unseren Artikel „Hypo-Alpe-Adria – A bank scandal in Austria“ , der in voller Länge abgedruckt wurde. Die Redakteure hatte ihn offenbar über die englische Wikipedia gefunden.

Nun würde man erwarten, dass die Tageszeitungen am Ort der Mutterbank Bayern LB, also München sofort diesen neuerlichen Skandal aufgreifen.

Immerhin hatte die Münchener Presse, allen voran die Süddeutsche Zeitung und der Münchener Merkur schon in den vergangenenen drei Monaten über die die Zeugenvernehmungen im BayernLB-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags häufig berichtet.

Fehlanzeige. Kein Interesse
Wir hatten schon mehrfach über die mit der Bank Hypo-Alpe verbundenen Skandale hier berichtet. Das von uns recherchierte Material über die Skandale der Hypo-Alpe wurde letztes Jahr einem Redakteur der Süddeutschen Zeitung angeboten – kostenlos. Antwort: Kein Interesse.

Am 13. Juni veröffentlichten wir hier dann einen Bericht über den Vancouver Skandal.

Erst acht Wochen, nach dem Rauswurf der Hypo in Vancouver – eine Nachricht per Schiffspost wäre schneller – erschien ein „investigativer“ Bericht in der österreichischen Wochenzeitung
Profil,,der noch einmal die Fakten zusammenfasste, ohne substantiell irgend etwas neues zu berichten..

Vorgestern nun zog die Süddeutsche Zeitung nach und berichtete ebenfalls über diesen schon Wochen zurückliegenden Rauswurf, nachdem der Redaktion offenbar der Artikel aus der Profil in die Hände geraten war. Die Financial Times Deutschland zog dann unter Referenz auf den Artikel in der Süddeutschen Zeitung ihrerseits nach.

Hier zeigt sich mit aller Deutlichkeit in welchem Umfang die investigative Tätigkeit der Tageszeitungen, auch der Süddeutschen Zeitung, nachgelassen hat.

Tageszeitungen werden immer mehr zu blossen Transportmedien für Agenturmeldungen und deren Kommentierung. Das ist das zwangsläufige Ergebnis drastischer Einsparungen verbunden mit einer erheblichen Reduzierung des Redaktionsstabes. .Oder, wie es ein Auslandsredakteur der Frankfurter Rundschau mir gegenüber erklärte: „Investigativer Journalismus ist zeitaufwändig und lohnt sich nicht“.

Lohnt sich vielleicht finanziell nicht für Presseorgane bzw. deren Eigentümer, jedoch für die Oeffentlichkeit allemal. Mit einer Politik der ständigen Verkleinerung des Redaktionsstabes, der Beschränkung auf Agenturmeldungen und Kommentierung derselben verliert die Presse ihre Beisszähne, wird damit ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr gerecht und trägt selbst zu den sinkenden Auflagen bei. Eine traurige Entwicklung.

Wanderer, kommst du ins deutsche Wikipedialand….
Aber nicht weniger bedauernswert ist, was sich zur Skandalbank Hypo-Alpe Adria und deren vormaligen Vorstand Wolfgang Kulterer in der deutschen Wikipedia findet, zumindest auf den Artikelseiten.

Dort wurden kritische Links entfernt und nicht nur dort. Eine Linklöschtruppe unter Führung eines Medizinmannes mit dem Wiki-Pseudonym „Gleiberg“ löschte sozusagen alle Links zu kritischen Artikeln auf dieser Website JNVH. vermutlich um ein „ausgewogenes Meinungsbild“ herzustellen.

Fazit: (frei nach Zarathustra) „Kommst Du ins deutsche Wikipedialändle, vergiss die Prüfbrille nicht und glaube nicht alles was dort steht“

Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.</
linkNeues von den Finanzskandalen, BayernLB, Hypo Alpe, Meinl
Alle (Ab)wege führen nach Liechtenstein
linkErlebnisse im Wikipedialand – ein persönlicher Erfahrungsbericht

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BAZ Online im neuen Kleid

BAZ – Übersichtlich, elegant, nutzerfreundlich: Das sind die zentralen Merkmale der neuen baz.online-Seite http://www.baz.ch. Das neue Design ist so konzipiert, dass Sie sich sofort zurechtfinden. Die Inhalte sind so gewichtet, dass das Wichtigste zuoberst erscheint. Oberste Priorität hat auf baz.online das, was in und um Basel passiert. Mit einem Klick sind Sie bei dem Thema, das Sie gerade am meisten interessiert und bewegt. Zum Angebot von baz.online gehört Gewichtiges aus Politik, Kultur und Sport ebenso wie leichtere Kost: Unterhaltung, Ausgehtipps und vieles mehr.


Es geht schon….

Neben den neuen Kleidern gibt es eine grundlegende Änderung: baz.online ist keine Einbahnstrasse. Hier sind Sie nicht nur Konsumentin oder Leser – Sie gestalten die Inhalte aktiv mit. Das fängt bei Ihren Kommentaren, Meinungen und Anregungen an, die Sie, wie hier im Blog, direkt unter jedem Beitrag anbringen können. Doch das ist nicht alles: Ihre Storys, Ihre Fotos, Ihre Videos sollen baz.online und damit die wichtigste Newsplattform der Nordwestschweiz massgeblich mitprägen. Seien Sie dabei! Nachrichten Heute wünscht einen guten Start!

Siehe BAZ .Online

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Ein kroatischer Rechtsrocker und die „Junge Freiheit“ in Deutschland

Dr. Alexander von Paleske — 24.7. 2008 — – Der Kroat-Rocker Marko Perkovic stößt außerhalb seines Heimatlandes Kroatien mittlerweile auf weitgehende Ablehnung. Perkovic, der in seiner Heimat und in der kroatischen Diaspora Kult-Status besitzt, hatte durch außerordentlich rechtslastige Texte auf sich aufmerksam gemacht. Darunter auch das Absingen des faschistischen Songs der Ustascha „Jasenovac und Gradiska Stara, da sind die Schlächter von Maks zu Hause“.

Jasenovac war ein KZ zur Zeit der faschistischen Ustascha Herrschaft in Kroatien, in dem zwischen 1942-1945 mehr als 100.000 Serben, Juden, Roma und antifaschistische Widerstandskämpfer auf brutalste Weise ermordet wurden. Maks Luburic war der Kommandant des KZ. Auf den Konzerten des Rechtsrockers mit seiner Band Thompson, benannt nach einer Maschinenpistole, sind viele Besucher im Ustascha Outfit zu sehen und begrüßen ihn mit dem Ustascha Gruß, der dem Hitler Gruß ähnlich ist.


Rechtsrock-Besucher im Ustascha Outfit mit „Heil“-Gruss

Konzert zur Fußball-Europameisterschaft
Am 7. Juni wollte Perkovic nun mit seiner Band einen Tag vor dem EM-Spiel zwischen Österreich und Kroatien in Österreich auftreten. Das Konzert wurde „aus Sicherheitsgründen“abgesagt. Das ließ den Kärntner Landeshauptmann, Rechtsaußen und Bewunderer Hitlerscher Arbeitsmarktpolitik, Jörg Haider, nicht ruhen. Dessen Bank, die Hypo-Alpe-Adria, mittlerweile an die Bayerische Landesbank verkauft, war seinerzeit einer der Hauptsponsoren von Perkovic. Haider lud daraufhin – allerdings vergeblich – den Rechtsrocker nach Klagenfurt zum EM-Spiel der kroatischen Nationalmannschaft ein. Auf die Ehrentribüne versteht sich.

Serienweise Ausladungen und Proteste

Auch sonst hagelt es jetzt serienweise Ausladungen und Proteste. In der Schweiz wurden für Mai und Juni geplante Konzerte in Wallisellen und Dietikon „aus Sicherheitsgründen“ abgesagt. Nach Stuttgart war Perkovic von der katholischen kroatischen Gemeinde zum Fronleichnam am 21. Mai eingeladen worden. Auf der Festwiese des Stadions wollte er in üblicher Manier seine kroatischen Fans mit dem Blut und Boden Slogan „Für die Heimat“ begrüßen, der dann üblicherweise mit dem Ustascha Ruf „Spremmi“ beantwortet wird. „Spremmi“ bedeutet soviel wie „bereit“. Der katholische Stadtdekan lud ihn ganz offiziell wieder aus.

Bereits bei seiner Tour nach Kanada und in die USA im November vergangenen Jahres hatte es scharfe Proteste seitens jüdischer Organisationen gegeben. Nachdem Deutschland bei der EM in Österreich gegen Kroatien verloren hatte, spielte der Kroatien-Coach Bilic Lieder des Rechtsrockers Perkovic ab. Innenminister Wolfgang Schäuble kritisierte dazu treffend: „Wenn ein Trainer solche Dummheiten macht, dann muss der kroatische Fußballverband sich schon überlegen, was er mit diesem Trainer macht“.

Perkovic und die „Junge Freiheit“
Dies ließ nun die Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“ nicht ruhen. In ihrer Ausgabe vom 17. Juni ließ sie einen Alexander Rüstau zu Wort kommen, der unter dem Titel „Gott, Vaterland, Familie“ der verehrten Leserschaft klarmachen wollte, was für ein netter Rocknachbar von nebenan dieser Perkovic doch sei. Eben für Gott Vaterland und Familie. Schön, dass der kroatische Rechtsrocker nette Freunde in Deutschland hat. Wie sagte doch der SPD-Politiker Stephan Braun in einem kürzlich erschienenen Interview zur „Junge Freiheit“: „De facto bleibt das Blatt gefährlich“.

linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale
Im Namen der Freiheit: „Junge Freiheit“ kritisch unter der Lupe
Stephan Braun (SPD: „De facto bleibt das Blatt gefährlich“
Kroatiens Rechts-Rocker Marko Perkovic – im Ausland unerwünscht
Jörg Haiders Hypo-Alpe (Skandalpe) auf dem Balkan
Der Fall Hypo-Alpe-Adria- Bank (Skandalpe) – Ein österreichisch-deutsches Schmierenstück.
Prostituierte, Parties, Pferderennen, Penny Stocks, Deutsche Bank in Toronto und Khashoggi
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
linkKroat-Rocker Marko Perkovic und die Hypo-Alpe-Adria Bank

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Death of Free Internet is Imminent

Kevin Parkinson – In the upcoming weeks watch for a report in Time Magazine that will attempt to smooth over the rough edges of a diabolical plot by Bell Canada and Telus, to begin charging per site fees on most Internet sites. The plan is to convert the Internet into a cable-like system, where customers sign up for specific web sites, and then pay to visit sites beyond a cutoff point.

In the last 15 years or so, as a society we have had access to more information than ever before in modern history because of the Internet. There are approximately 1 billion Internet users in the world B and any one of these users can theoretically communicate in real time with any other on the planet. The Internet has been the greatest technological achievement of the 20th century by far, and has been recognized as such by the global community.

The free transfer of information, uncensored, unlimited and untainted, still seems to be a dream when you think about it. Whatever field that is mentioned- education, commerce, government, news, entertainment, politics and countless other areas- have been radically affected by the introduction of the Internet. And mostly, it’s good news, except when poor judgements are made and people are taken advantage of. Scrutiny and oversight are needed, especially where children are involved.

However, when there are potential profits open to a corporation, the needs of society don’t count. Take the recent case in Canada with the behemoths, Telus and Rogers rolling out a charge for text messaging without any warning to the public. It was an arrogant and risky move for the telecommunications giants because it backfired. People actually used Internet technology to deliver a loud and clear message to these companies and that was to scrap the extra charge. The people used the power of the Internet against the big boys and the little guys won.

However, the issue of text messaging is just a tiny blip on the radar screens of Telus and another company, Bell Canada, the two largest Internet Service Providers (ISP’S) in Canada. Our country is being used as a test case to drastically change the delivery of Internet service forever. The change will be so radical that it has the potential to send us back to the horse and buggy days of information sharing and access.

In the upcoming weeks watch for a report in Time Magazine that will attempt to smooth over the rough edges of a diabolical plot by Bell Canada and Telus, to begin charging per site fees on most Internet sites. The plan is to convert the Internet into a cable-like system, where customers sign up for specific web sites, and then pay to visit sites beyond a cutoff point.

From my browsing (on the currently free Internet) I have discovered that the ‚demise‘ of the free Internet is slated for 2010 in Canada, and two years later around the world. Canada is seen a good choice to implement such shameful and sinister changes, since Canadians are viewed as being laissez fair, politically uninformed and an easy target. The corporate marauders will iron out the wrinkles in Canada and then spring the new, castrated version of the Internet on the rest of the world, probably with little fanfare, except for some dire warnings about the ‚evil‘ of the Internet (free) and the CEO’s spouting about ’safety and security‘. These buzzwords usually work pretty well.

What will the Internet look like in Canada in 2010? I suspect that the ISP’s will provide a „package“ program as companies like Cogeco currently do. Customers will pay for a series of websites as they do now for their television stations. Television stations will be available on-line as part of these packages, which will make the networks happy since they have lost much of the younger market which are surfing and chatting on their computers in the evening. However, as is the case with cable television now, if you choose something that is not part of the package, you know what happens. You pay extra.

And this is where the Internet (free) as we know it will suffer almost immediate, economic strangulation. Thousands and thousands of Internet sites will not be part of the package so users will have to pay extra to visit those sites! In just an hour or two it is possible to easily visit 20-30 sites or more while looking for information. Just imagine how high these costs will be.

At present, the world condemns China because that country restricts certain websites. „They are undemocratic; they are removing people’s freedom; they don’t respect individual rights; they are censoring information,” are some of the comments we hear. But what Bell Canada and Telus have planned for Canadians is much worse than that. They are planning the death of the Internet (free) as we know it, and I expect they’ll be hardly a whimper from Canadians. It’s all part of the corporate plan for a New World Order and virtually a masterstroke that will lead to the creation of billions and billions of dollars of corporate profit at the expense of the working and middle classes.

There are so many other implications as a result of these changes, far too many to elaborate on here. Be aware that we will all lose our privacy because all websites will be tracked as part of the billing procedure, and we will be literally cut off from 90% of the information that we can access today. The little guys on the Net will fall likes flies; Bloggers and small website operators will die a quick death because people will not pay to go to their sites and read their pages.

Ironically, the only medium that can save us is the one we are trying to save- the Internet (free). This article will be posted on my Blog, www.realitycheck.typepad.com and I encourage people and groups to learn more about this issue. Canadians can keep the Internet free just as they kept text messaging free. Don’t wait for the federal politicians. They will do nothing to help us.

Read all at Globalresearch
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Tratschundlaber

Sonja Wenger – Sandkastenspiele wohin der «Blick» auch fällt: «Zickenkrieg» im Bundesrat und «Warum sich Doris Leuthard und Micheline Calmy-Rey nicht ausstehen können.» Da erfährt die geschockte Leserschaft also, dass «die Außenministerin Wert auf Inneres und Äußeres legt» und Leuthard, die «Macherin und Wirtschaftsministerin schaut, alles im Griff zu haben».

Auf drei Seiten wird dann ausgebreitet, was den beiden aber auch einfalle, «zwei machtbewusste, erfolgreiche Frauen» zu sein, die «alle politischen Tricks kennen», statt sich nur für Schuhe, Sex und Mister Big zu interessieren.

sabri
Das ist wahre Tiefe! Gegen soviel Charisma kann die Welttragödie nicht mithalten. Danke Ringier

Und da auch das schönste Wortspiel nicht verdecken kann, dass es sich hier um ein an den Haaren herbeigezogenes Konstrukt handelt, versucht ein Ringier-Heini im Kommentar zu erklären, was denn nun gemeint sei: Im Bundesrat gehe es um «Kriege, nicht Schlachten», und die Geschichte des Zickenkrieges sagt, dass «es uns offenbar zu gut geht».

Im «Bundesrat wie im wirklichen Wirtschaftsleben geht es oft um Selbstdarstellung» – und davon, da schleckt die Ziege nichts weg – versteht Ringier nun einmal allerhand. Immerhin schrieb die Ringier-Publikation «Schweizer Illustrierte» über das Event 175 Jahre Ringier, dass «so sexy nur ein Ringier- Jubiläum sein» könne. Die Missen und Mister der vergangenen Jahre waren alle angetrabt, immerhin wissen sie genau, wem sie ihre Medienpräsenz zu verdanken haben: Ringier, Königsmacherdynastie und heimliche Kraft hinter den vielen Schweizer Krönchen und Thrönchen. Doch da ist nichts zu machen.

So wie Neapel im echten, versinken die Medien im geistigen Müll: «Die Woche der Promis in zehn Fragen» oder «Cannes im magischen Bann von Angelinas Babybauch» treibt uns um, statt steigende Agrarpreise, widerlich durchschaubare Abstimmungsvorlagen und abgeschmackte Fernsehauftritte von Blocher und Co. Und die wirklich wichtigen Dinge gehen dabei gänzlich unter: Immerhin entschied ein britischer Richter kürzlich, dass die weibliche Brust privat sei, die männliche aber nicht, da sie «rechtlich nicht zu den Geschlechtsteilen zählt».

Da sind wir aber froh, denn sonst hätte Harrison Ford sich nicht filmen lassen dürfen, wie ihm eine Kosmetikerin die Brust mit Wachsstreifen enthaarte. Um auf die Kampagne der Umweltgruppe «Conservation International» aufmerksam zu machen, wollte Ford durch das schmerzhafte «Lichten seines Haar-Dschungel auf der Brust» zum «Kampf gegen die Abholzung der tropischen Regenwälder» aufrufen. «Jedes Stück Regenwald, das anderswo ausgerissen wird, schmerzt uns hier.»

medien

GEO TV „Capital Talk“ on the road again

Islamabad – Renowned Geo anchor Hamid Mir once again moved his famous show “Capital Talk” to road here on Friday after the programme was stopped from being aired by the Dubai authorities under pressure from the presidency.

Instead of watching the show on TV, a huge crowd watched it on the street as people thronged the Parade Ground, the final destination of the long march. The Geo office is just a few yards away from the Parade Ground.


They said the Capital Talk was in the hearts of people and President Musharraf could not stop it.

The show on the road reminded the audience of the days of President Musharraf’s emergency rule when Geo TV was put off air and Hamid Mir had to hold it on the streets of Islamabad. The Capital Talk on Friday was the first held on the roads leading to parliament and the president house and then it moved to the stage established for lawyer leaders to address the participants of the long march. There were more than 10,000 people present on the Parade Ground to watch the show as caravans of lawyers moved in from Rawalpindi.

Participants included famous poet Ahmad Faraz, leading lawyer leader and a close aide of sacked justice, Athar Minallah, Abbottabad Bar Association President Muhammad Hamid and senior journalists Nusrat Javed and Mazhar Abbas.

Speakers of the Capital Talk were unanimous in their opinion that President Musharraf must quit the presidency and the deposed judges be restored quickly. They said the Capital Talk was in the hearts of people and President Musharraf could not stop it. “If he (Musharraf) tries to cut it off, it will be held on the streets, as done today.”

They appreciated Hamid Mir and Dr Shahid Masood for conducting good programmes that the presidency did not like. They said the number of participants of the long march was a message of the people of Pakistan to political parties to restore the deposed judges. They said these people were demanding of the president to quit and it was time for him (Pervez Musharraf) to leave the slot of the president of Pakistan because he was no more popular.

The participants not only appreciated the Capital Talk but also raised anti-Musharraf slogans during the programme. The audience gave a standing ovation when the programme started and demanded that the show be aired soon.


Musharraf shuts down Geo TV

GEO TV

sendenHamid Mir, the author of this article, is a top Pakistani reporter, head of the Geo TV Bureau in Islamabad. He has won a world-wide acclaim for his interviews with Osama bin Laden and Dr. Ayman al-Zawahiri, before and following 9/11.

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Musharraf under fire in global media forum

Hamid Mir – Pakistani President Pervez Musharraf, Iranian President Ahmedi Nijad and Afghan President Hamid Karzai came under heavy fire in Deutsche Welle Global Media Forum attended by more than 850 journalists from 94 countries on Tuesday.

Speakers from all over the globe said that telling the truth should not be a crime anywhere and there could be no democracy without an independent judiciary and free press. They criticised the anti-media policies of different governments and they also condemned the publication of blasphemous caricatures by Danish newspapers.

Despite a recent blast near the Danish embassy of Islamabad, many prominent journalist speakers of this international event said that no newspaper in the world should have the right to insult any religion in the name of press freedom.

The forum mainly discussed the role of the media in peace building and promoting democracy in conflict areas. Speakers spoke on length about the role of media in the war against terrorism, genocide in Darfur, civil war in Zimbabwe, human rights abuses in Burma, Afghanistan, Pakistan, India, and Tibet. The Global Media Forum was inaugurated by the keynote address of Iranian female Nobel Peace laureate Dr. Shirin Ebadi, who interestingly justified the ban on denying the holocaust in Germany but never said a single word against the blasphemous caricatures.

Ebadi criticised the Iranian government for its censuring measures and the open assault on media but she defended the ban on criticising the holocaust in many Western countries. She said that criticism on holocaust could create some conflicts and that was why there should be no permission for denying the holocaust but she remained silent on the conflicts created after the publication of caricatures in the Danish newspapers.

Jan Hoek, Director General of Radio Netherlands, clearly said that the freedom of speech was not a license for insulting any religion. He informed the audience that media in the Netherlands never encouraged a recent anti Islam film Fitna produced by a local politician. He said that 95 percent population of Netherlands never gave any serious attention to that film.

Aref Hijjawi, Director Programs of Aljazeera, said that media should respect all the religions. He criticized the West for its alleged bias against the Aljazeera. Erlends Calabuig from Radio France also criticised the hate media and urged to discourage hate material. He suggested that the Western media should not use the terms Islamic bomb and Muslim terrorists. He proposed to form an international media code for discouraging hatred. Danforth W. Austin, Director Voice of America, criticised the anti media laws in various countries and said that authorities should regularly provide legal protection to media instead of becoming a threat for media freedom.

Vincent Brossel from Reporters without Borders delivered a hard-hitting speech against Pervez Musharraf and Hamid Karzai for their anti-media policies. He said the Musharraf regime broke all the records of recent history by banning more than three dozen TV channels and some anchors. He said that Musharraf banned many popular TV anchors for many months but failed to ban illegal FM radio stations run by the Taliban in tribal areas. He mildly criticised PPP Co-chairperson Asif Ali Zardari and said that the new regime in Pakistan was also using the old anti-media laws to twist the arms of some TV channels. He said that many so-called democratic governments in South Asia were not issuing licenses for new TV channels as a blackmailing tactic.

Eberhard Sucker from Deutsche Welle spoke on the need for journalists training to work in the conflict areas. He criticised Afghan President Hamid Karzai and said that his government was attacking independent journalists in Afghanistan.


sendenThis article was first published at The News

sendenHamid Mir, the author of this article, is a top Pakistani reporter, head of the Geo TV Bureau in Islamabad. He has won a world-wide acclaim for his interviews with Osama bin Laden and Dr. Ayman al-Zawahiri, before and following 9/11. His new book about OBL is due to appear in Britain, later this year.