SATIRE

Angela Merkel an Nicolas Sarkozy: In Sachen Libyen Abwarten und Tee trinken

Dr. Alexander von Paleske — — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

11.3. 2011
Angela Merkel
-Bundeskanzlerin-
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Nicolas Sarkozy
-Staatspräsident-
Elysee-Palast
Paris
Frankreich

Mein lieber Nicolas,

es war außerordentlich töricht von Dir, militärische Maßnahmen gegen Gaddafi-Libyen zu fordern. Du bist ja heute mit Deinem Vorschlag bei unserem gemeinsamen Euro-Plausch auch voll auf die Nase gefallen.

Eine Militärintervention kommt für uns überhaupt nicht in Frage. Nicht weil wir der Ansicht sind, dadurch würde sich das Kriegsglück für die Rebellen wenden, das sicherlich, sogar alleine durch gezielte Luftschläge und die Einrichtung einer Flugverbotszone.

Viele dieser Rebellen sehen mir doch zu sehr wie Gotteskrieger aus, die vielleicht doch Kontakte zu Al Qaeda haben, ich kann denen jedenfalls (noch) nicht trauen. Demokratie hin, Freiheit her.

Zuverlässiger Geschäftspartner
Umgekehrt hat sich aber Colonel Gaddafi als äußert zuverlässiger Geschäftspartner und Öllieferant erwiesen, der uns nahezu jede Ware abnimmt. Und prompt gezahlt hat er auch noch. Von Kriegswaffen bis zu Hochleistungs –Medizingeräten, konnten wir sozusagen alles bei ihm loswerden.


Gaddafi: Mein Volk liebt mich. Screenshot: Dr. v. Paleske

Viele meiner europäischen Kollegen haben ihm in seinem Wüstenzelt ihre Aufwartung gemacht, auch mein Vorgänger Gasprom-Schröder im Jahre 2004, getreu dem Motto: Geld stinkt nicht


Tony Blair besucht Gaddafi – Screenshots: Dr. v. Paleske

Nur die Schweiz behandelte seinen Sohn Hannibal etwas ungebührlich und wurde deshalb von Gaddafi bestraft.

Hinzu kommt:
Viele seiner engsten Sicherheitsleute wurden von unseren Bundeswehr- und BND-Leuten seit 1979 ausgebildet. Die können wir doch jetzt nicht im Stich lassen.


FAZ vom 14.4. 2008

Natürlich ist Gaddafi ein Verrückter, ein Despot und ein Mörder noch dazu, der nicht nur Lockerbie, La Belle und den Bombenanschlag auf ein Flugzeug über Niger, sondern auch vier deutsche Nachwuchswissenschaftler auf dem Gewissen hat.

Feind von Al Qaeda
Gaddafi ist aber ein entschlossener Feind von Al Qaeda, genau so, wie es auch Iraks Despot Saddam Hussein war.

Wir haben ja gesehen, wie nach dem Einmarsch in den Irak, Al Qaeda sich dort ungestört breitmachen konnte, und ein Bombenattentat das nächste jagte.

Al Qaeda-Terrorkämpfer, wenn es sie denn dort in Libyen gibt, würden nämlich alles daransetzen, die Ölanlagen zu zerstören oder aber den Ölexport zumindest zu behindern. Wir sind aber auf die ungestörte Öl- und Gaszufuhr aus Libyen absolut angewiesen.

Al Qaeda-Terroristen hatten aber mit Gaddafi und seiner Familie in Libyen keine Chance.

Gaddafi löste Flüchtlingsproblem
Auch hat Gaddafi geholfen, die afrikanischen Flüchtlinge entweder direkt zurückzuschicken, oder aber mit seinen Schnellbooten aufzubringen und dann nach Schwarzafrika zu retournieren.
.
Dass dabei oftmals auch Waffen eingesetzt wurden und einige Schiffe mit Flüchtlingen versanken, war leider ein unvermeidlicher Kollateralschaden, den wir in Kauf nehmen mussten, um uns vor diesem Ansturm von Wirtschaftsflüchtlingen zu schützen.

Also halte Dich gefälligst mit solchen gefährlichen Drohungen zurück. Die diplomatische Anerkennung der Rebellen war absolut voreilig.

Mein Plan ist, dass Vater Gaddafi abtritt, und sein Sohn Saif übernimmt dann das Ruder getreu dem Motto: Viel muss sich ändern, damit alles beim alten bleibt. Also: Business as usual.

Herzliche Grüsse
Deine Angela

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Satire
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SATIRE

BILD-Kai (Diekmann): Kampagnenstart „Junge komm bald wieder“

Dr. Alexander von Paleske 3.3. 2011 – — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

3.3. 2011

Kai Diekmann
Bild Chefredakteur
Axel Springer Verlag
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

An alle Tintenkulis der Regionalredaktionen

Betr: Aktion „Junge komm bald wieder, bald wieder nach Berlin“

Liebe Bild-Mitkämpfer,

mit dem heutigen Tag beginnt die Kampagne „Junge komm bald wieder“, gemeint ist Freiherr von und zu Guttenberg, dessen comeback wir jetzt vorbereiten.

So ein Mann, selbst als Wissenschaftsbetrüger, ist einfach unersetzlich. Für die Bild-Zeitung, aber auch für die Bundespolitik, und deshalb müssen wir ihn alsbald zurückholen.

Ich habe deshalb die Kampagne „Junge komm bald wieder“ kreiert.


So aufrecht verlässt unser (gefallener) Jungstar sein Ministerium – wir werden ihn zurückholen, so wahr ich Diekmann-Kai heisse

Drei Phasen der Rückholung
Sie wird in drei Phasen ablaufen, deren genauer Zeitplan noch nicht ganz feststeht. Nur eines steht fest: so schnell wie möglich.
.
Zur Zeit verlangen 70% der deutschen Volksgemeinschaft nach der Rückkehr von K.T. Guttenberg.


Umfrageergebnis in unserem Konkurrenzblättchen MoPo allerdings mit völlig unakzeptabler herabwürdigender Bezeichnung

Diesem Sog werden wir uns nicht nur nicht entziehen, sondern ihn vielmehr verstärken. Wir werden dafür sorgen, dass der Freiherr von und zu Thema bleibt.

Leben jenseits der Politik
Beginnen werden wir mit dem Motto:

„Es gibt ein Leben nach der Politik“

Da kommt die schöne Familie Guttenberg ins Bild äh, ich meine in die BILD

Dann wird der pseudodemokratische Bild-Leserbeirat einen Überraschungsbesuch bei den Guttenbergs machen.

Außerdem zeigen wir den Freiherrn beim Rasenmähen, beim Spiel mit seinen Kindern, beim Kinobesuch und beim Vogelfüttern mit seiner bildschönen Frau,.

Die nächste Phase ist dann der Anfang der Rückkehr in die Politik: Vorsichtige Kommentare zu den aktuellen politischen Themen.

Motto: Politik hat Zukunft.

Guttenberg hat Zukunft
Die nächste Stufe: Guttenberg äussert sich erstmalig wieder zu einer möglichen Rückkehr in die Hauptstadt-Politikszene-

Motto: Guttenberg hat Zukunft.

Dann die ersten Einmischungen, Interviews, Auftreten auf CSU-Veranstaltungen etc.

Motto: Guttenberg macht Zukunft

Und schließlich: Er ist wieder da, in Berlin, .

Jede Menge Gutti-Artikel
Unsere BILD wird in der ersten Phase mindestens drei Mal pro Woche einen Gutti-Artikel auf den Seiten 1 bis 3 haben.

Dazu dann passend einen „Post von Wagner“-Erguss. Möglichst garniert mit einem Begriff aus der Fäkalienkiste gerichtet gegen den politischen Feind-


Unser hochintellektueller Star-Kolumnist mit gelegentlichen Fäkalien-Ausdrücken

Der heutige lief schon genau in die richtige Richtung. Das wäre doch gelacht, wenn wir das nicht hinkriegen könnten.

Spätestens Mitte nächsten Jahres muss Guttenberg wieder an Deck sein. Ich freue mich schon riesig darauf.

So, und nun ran an die die Bild-typische journalistische Kampagnen-Qualitätsarbeit

Euer BILD-Kai

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SATIRE

Angela Merkel: Gut gemacht mein lieber K.T. zu Guttenberg

Dr. Alexander von Paleske 23.2. 2011 — Folgende Mail landete gerade in meiner Mailbox:

23.2. 2011
Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
K.T von und zu Guttenberg
Vorneverteidigungsminister
Ministerium für Verteidigung
Im Regierungsviertel 3
Berlin

Lieber K.T. Gutti-Münchguttenberg

Ein dickes Lob für Dein teflonmässiges Auftreten im Parlament heute. Du hast Dich wirklich 100%ig an die gemeinsam abgesprochene Marschroute gehalten, und damit das Schlimmste erst einmal verhindert. Stichwort: Mea Culpa. Damit hatten wir erst einmal der Opposition den Wind aus den Segeln genommen.

Keine Sternstunde für die Opposition
Für die Opposition hätte es eine Sternstunde des Parlamentarismus werden können, die Deinen unvermeidlichen Rücktritt zur Folge hätte haben können, aber es wurde nur ein Gebelle, das nur entfernt an die großartigen Debatten erinnert, die einstmals in diesem Hohen Hause insbesondere zu Bonner Zeiten geführt worden waren. Debatten z.B. um die Wiederaufrüstung oder die Spiegel-Affäre, die mit Namen wie Fritz Erler, Herbert Wehner, Adolf Arndt, Thomas Dehler und – auch – Freiherr von und zu Guttenberg, Deinem 1972 verstorbenen Grossvater, verbunden waren.

Davon war heute zum Glück nicht mehr viel zu spüren.
Die Opposition biss sich daran fest, dass Du ein Täuscher, ein Hochstapler, ein Betrüger bist, aber das hattest Du – zumindest was den Tatbestand selbst betrifft – längst zugeben.

Nur Fahrlässigkeit
Den Vorsatz warfen sie Dir als Schuld vor, aber Du hast Dich geschickt auf Fahrlässigkeit berufen.
Dabei hätte das eigentlich gar nicht mehr der zentrale Punkt sein müssen, aber das hatte die Opposition überhaupt nicht geschnallt, insofern haben Du und unsere Fraktionsmitglieder die Opposition ins Leere laufen lassen. Hervorragend!

Auch die FDP hat sich nicht getraut, an ihre einstmals liberalen Prinzipien anzuknüpfen.

Übernahme von Verantwortung
Die Opposition hat es bei ihrem Gebelle versäumt das Prinzip „Übernahme von Verantwortung“ zum Hauptthema zu machen.
Du hast ihnen stattdessen klargemacht, dass nach einer Entschuldigung ja auch irgendwann Schluss sein muss, und hast das auch noch als Mut verkauft. Sehr gut!

Eine Opposition mit Durchblick hätte stattdessen gezeigt, belegt an einer Reihe von Beispielen, was Übernahme von Verantwortung gerade auch im Regierungsbetrieb heißt und heißen muss: RÜCKTRITT!
.
Du willst selbstverständlich nicht die Verantwortung für Deine Plagiat-Missetat übernehmen, und das geht auch in Ordnung, denn bei der Abfassung der Doktorarbeit hast Du aus Müdigkeit oftmals sicher versehentlich auf Copy- und Paste-Taste gedrückt.

Auch dieses „Mea Culpa auf Raten“, also nur das zugeben, was Dir letztlich nachgewiesen werden kann, war ein vertretbares Motto. Dadurch hast Du die deutsche Volksgemeinschaft schrittweise an die unangenehmen Dinge gewöhnen können, ohne Deine guten Umfragewerte zu gefährden.

Nur bösartige Menschen würden sagen, dass Du Dich wie ein Angeklagter im Gerichtssaal, nicht aber wie ein Minister benommen hast.

Schaden nicht offengelegt
Die Opposition hat es daher zum Glück versäumt, den Schaden offenzulegen, den Du dem Parlament und der Regierung zugefügt hast, und hat stattdessen mit dieser lächerlichen Figur des Felix Krull argumentiert.

Und dann hat sich auch noch – ganz zu unserer Freude – die ehemalige Ministerin Ulla Schmidt, bekannt durch die Dienstwagenaffäre in Spanien, zu Wort gemeldet. Das war der Beitrag, auf den wir gehofft hatten, und diese Ex KBW-Frau hat dann von uns eine entsprechende Abfuhr bekommen.
.
Der Vergleich mit Berlusconi , von Frank-Walter Steinmeier benutzt, war natürlich an den Haaren herbeigezogen, ein Beitrag, der uns daher wie gerufen kam, denn Du bist zwar ein Plagiator aber kein Bunga-Bunga Mann, das leuchtet ja nun wirklich zwanglos ein.
Dieser Vergleich hinkt also von vorne bis hinten. Er stimmt nur insofern, als sich jetzt die „so what“ Mentalität in den Regierungen Europas breitmacht, die dem Zeitgeist entspricht, dem wir uns natürlich nicht in den Weg stellen, Demokratie hin, Parlamentarismus her..

Nicht nur Bunga-Bunga – Berlusconi in Italien, auch mein Freund Sarkozy in Frankreich, der vergangenes Jahr die Angeklagten in Clearstream -Prozess öffentlich für schuldig erklärte, bevor die Beweisaufnahme überhaupt begonnen hatte und der verlauten ließ, dass er sie nach einer Verurteilung „am Fleischerhaken aufhängen“ wolle, gehört in diese „So what“ Kategorie.

Kein Grund zum Rücktritt
Nein, für Dich gibt es in Wirklichkeit nur eine Entscheidung: Im Amt des Verteidigungsministers zu bleiben und nicht zurückzutreten oder gar noch Dein Parlamentsmandat niederzulegen. Schneidige Leute wie Du sind einfach Mangelware, Plagiat hin, Wissenschaftsbetrug her.

Wir haben heute eine Schlacht gewonnen, die Opposition hat sich bestenfalls im Bellen profiliert. Und bald wird diese ganze Sache vergessen sein.

Danke, danke, mein Münchgutti für diesen fabelhaften Auftritt mit einer Hand lässig in der Hosentasche.

Es grüßt Dich ganz herzlich

Deine Angela.

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SATIRE

Guttenberg: Ich bin fi… und fertig – aber ich klammere mich an meinen Posten

Dr. Alexander von Paleske— 22.2. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox.

22.2. 2011
Baron von Münchguttenberg
Selbstverteidigungs- und Klamaukministerium
Im Regierungsviertel 3

Guten Morgen Deutschland!

Genau so wie die sympathische Thailänderin in der Unterschichten- Bauer sucht Frau Doku-Soap:

Ich bin fi…. und fertig, aber ich bleibe

habe ich das jetzt auch zu meinem Wahlspruch gemacht.

Ich bin zwar jetzt zum Grüss-August geworden, die Mitarbeiter in meinem Ministerium begrüssen einander mittlerweile mit Gutten Plag, statt guten Tag, aber ich bin gleichwohl unverzichtbar.

Dies hat seinen besonderen Grund: Bald wird es für die Deutschen nicht mehr viel zu lachen geben. Der Ölpreis steigt weiter, gerade auch nach den Ereignissen in Libyen, die Euro-Druckmaschinen laufen auf Hochtouren, und werden die Inflation anzuheizen. Da ist es wichtig, auch den Spassfaktor in der Politik wieder stärker zur Geltung zu bringen. Insbesondere, , nachdem dieser Westerwelle jetzt einen auf ernsthaften Politiker macht, und mit bedeutungsschwerer Miene scheinbar Tiefschürfendes von sich gibt .

Trauere dem Titel nach
Natürlich trauere ich dem Verlust meines Doktortitels nach, denn fast sieben Jahre habe ich auf der Copy- und Paste-Taste meines Computers herumgehämmert, und dann den Überblick über meine Quellen verloren.
Aber mit meiner vorzeitigen Rückgabe habe ich mir die Schmach der förmlichen Aberkennung erspart.

Besonders hat mich gefreut, wie gestern abend in Kelkheim meine Parteimitglieder (noch) hinter mir standen. Mein Parteifreund, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier lobte mich als eine der „herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Politik“. Und Bouffier hielt auch nichts von Rücktrittsforderungen, er sagte: „Wir wollen, dass das so bleibt.“

Auch ausserhalb Kelkheims, insbesondere in den rückständigeren Gebieten Deutschlands, wo sich meine Abschreiberei noch nicht so herumgesprochen hat, bin ich nach wie vor sehr beliebt.

Der CSU Landesvorsitzende Hans-Peter Friedrich, (der offenbar bei Professor Kalauer ein Seminar besucht hatte), verstieg sich gar zu folgender Lobpreisung:

Baron Guttenberg braucht für seine neue Aufgabe keinen Doktor-Titel, um sein Amt auszuüben, er weiß, dass die Soldaten und die Bevölkerung ihm vertrauen und er dafür auch keine akademischen Titel benötigt.“

Auch Mütterchen Merkel stärkte mir den Rücken, und liess über ihren Sprecher Steffen Seibert mitteilen, dass sie die Rückgabe des Doktortitels richtig und anständig findet.

Ja, das gibt Mut, jetzt erst recht weiterzumachen.

Deutschland, ich bleibe auf meinem Posten, komme was da wolle.

Baron von Münchguttenberg
Spass-Skandal-Selbstverteidigungsminister

Mehr aus der Abteilung Guttenberg-Satire
Kanzlerin Merkel an Dr. e.x. Baron von Münchguttenberg: „Du dummer Junge“
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Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011
CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg
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Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

Zur Gutti-Plagiatsammlung hier:
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Kanzlerin Merkel an Dr. e.x. Baron von Münchguttenberg: „Du dummer Junge“

Dr. Alexander von Paleske 18.2. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

18.2. 2011
Angela Merkel
-Bundeskanzlerin-
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Plagiator, Vorne- und Selbstverteidigungsminister
Baron von und zu Guttenberg
Vorne- und Selbst-Verteidigungsministerium
Im Regierungsviertel 3
Berlin

Eilt sehr — Sofort auf den Tisch

Gutten Plag – äh ich meine guten Tag- mein lieber Karl-Theodor,

was Du dir heute geleistet hast ist nichts anderes als ein Dumme-Jungen Streich der nicht nur Dich, sondern auch meine Regierung in ein sehr schiefes Licht gerückt hat.

Wir beide wissen ja, dass Deine Doktorarbeit von Abkupferungen nur so wimmelt und deshalb als Plagiat angesehen werden muss.

Demut statt Angriff
Es hätte nun nahe gelegen, dass Du die Presse – und nicht nur ein paar handverlesene Journalisten, die Dir normalerweise nach dem Munde reden – einlädst, um die versammelten Journalisten zu bitten, sich doch zu gedulden, bis die Uni in Bayreuth die Vorfälle klärt und Du jedwede Entscheidung, die dort getroffen wird, akzeptieren wirst.


Guttenberg gestern – vor handverlesenen Journalisten: Kein Plagiat. Screenshot: Dr. v. Paleske

Selbst eine Negativentscheidung würdest Du nicht auf dem Gerichtswege anfechten.

In der Zwischenzeit wäre dann schon ein wenig Gras über die Sache gewachsen und andere Themen wären in den Vordergrund getreten. Auch hätte die bayerische Landesregierung der Uni Bayreuth sicher einen Wink geben können, wie positiv ein für Dich günstiger Ausgang sich auf Landesmittelzuschüsse auswirken würde.

Stattdessen hast Du Dich wie ein Dorftrottel aus einem Jodmangelgebiet verhalten.

Journalisten gegen Dich
Jetzt hast Du auch noch die Meute der Journalisten gegen Dich.

Auch meine Freundin Elfriede Schalom rief mich ganz entsetzt vom Blendergut in Kampen aus an und fragte, ob Du von allen Geistern verlassen worden seiest. Bild-Kai hatte ihr schon telefonisch mitgeteilt, dass Du so nicht mehr zu halten bist.

Deshalb muss ich Dich nun mit aller mütterlichen Strenge auffordern, für die nächsten Tage auf Tauchstation zu gehen und Dich in Demut zu üben. Angriff ist hier nicht die beste Verteidigung, sondern taktische Dummheit.

Eine Entlassung kommt, jedenfalls zur Zeit, aber noch nicht in Frage, da ich das Desaster mit dem Bundesbank-Chef Weber noch nicht verdaut habe. Und dies angesichts der Lage, dass wir die Euro-Printmaschinen voll am Laufen haben, weil anders wir die Euro-Schulden nicht bezahlen können.
Ganz zu schweigen von den Unruhen in der Golf-Region.

Wir sehen uns ja heute abend,
Bis dann.

Gruss

Angela

Mehr aus der Abteilung Guttenberg-Satire
Freiherr von und zu Guttenberg: Ich bin kein Plagiat – und nur darauf kommt es an
Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011
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Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

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Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel

SATIRE

Freiherr von und zu Guttenberg: Ich bin kein Plagiat – und nur darauf kommt es an

Dr. Alexander von Paleske — 16.2. 2011 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

16.2. 2011
Freiherr von und zu Guttenberg
-Skandalminister-
Vorne- und Selbst-Verteidigungsministerium
Im Regierungsviertel 3
Berlin

An

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Liebe Angela

das Kesseltreiben gegen meine Person will einfach kein Ende nehmen.

Jetzt hat die Kritische Justiz, eine linke Jura-Postille, im Aufruhr-Jahr 1968 gegründet, in der sich auch schon manche Gegner unserer freiheitlich demokratischen Plagiat- äh ich meine Grundordnung verbreitern durften, zum Angriff geblasen.

Vorwürfe völlig unbegründet
Die wollen mit diesem, an den Haaren herbeigezogenen Plagiatsvorwurf letztlich mein außerordentlich segensreiches Wirken als Minister sabotieren. Sie wollen mich damit lächerlich machen, und in eine Reihe stellen mit diesem Prinzen Friedrich Wilhelm von Hohenzollern, wie ich aus dem Hochadel stammend, der eine Doktorarbeit auf dem Gebiet der Geschichte seinerzeit komplett abgeschrieben hatte.und deshalb seinen Doktortitel verlor.

Da das von ihm bearbeitete Thema aber so am Rande lag, fiel das nicht gleich auf, bis ein Bibliothekar in Marburg dann auf die Idee kam, die beiden Werke zu vergleichen.

Ich habe aber, anders als der Prinz, keineswegs die Arbeit komplett abgeschrieben, sondern nur gelegentlich auf meinem Computer die Copy- und Paste Taste benutzt. das ist ja wohl erlaubt.

Meine wissenschaftliche Arbeit umfasst 475 Seiten und ist aus guten Gründen in einer Schriftenreihe herausgekommen. Das belegt eindeutig, um was für ein hochwissenschaftliches Werk es sich dabei handelte, Copytaste hin und Pastetaste her.


….hat sich doch gelohnt das Abkupfern, jetzt auch für die Neue Züricher Zeitung (NZZ)

Der Doktortitel steht mir zu, nicht nur der, sondern auch mindestens bereits ein Dr. honoris plagiatis, äh, ich meine honoris causa (h.c.) für meine erfolgreiche Arbeit in der schwarz-gelben Koalition.

Hinzu kommt, dass es für mich gar nicht in Frage kam, wie dies so manch andere machen, mir einen Doktortitel von einer ausländischen Universität z.B. in Mittelamerika gegen eine kleine Spende „verleihen“zu lassen.

Vielmehr habe ich mich, wie zu meiner Studentenzeit, wieder in das juristische Seminar gesetzt und geforscht.

Den Korinthenka..… von der Kritischen Justiz sei ins Stammbuch geschrieben: Dieser Schuss wird für Euch zum Rohrkrepierer.

Weder bin ich selbst ein Plagiat, noch ist es meine Arbeit

Ich werde mich gleich erneut mit meiner Frau nach Afghanistan aufmachen, um von dieser elenden Sache, die von der Presse so begierig aufgeschnappt wird, abzulenken. Dort plane ich dann einen Foto-Gesangstermin mit Lena Meyer- Landrut ein. Da wollen wir doch mal sehen, ob wir mit einem schneidigen Frontbesuch diese ekelhafte Schmutzkampagne nicht zum Verstummen bringen können. Notfalls entlasse ich noch ein paar Generäle.

Besonders dankbar bin ich für die profunde Stellungnahme des hervorragenden BILD-Kolumnisten F.J. Wagner in der schönen Bild-typischen Fäkaliensprache:

Ich habe keine Ahnung von Doktorarbeiten. Ich flog durchs Abitur und habe nie eine Universität von innen gesehen. Also, ich kann von außen sagen: Macht keinen guten Mann kaputt. Scheiß auf den Doktor.“

In diesem Sinne.

Sei gegrüsst vom

Vorne- Selbst- Verteidigungs- und Skandalminister
K.T. von und zu Guttenberg

Mehr aus der Abteilung Guttenberg-Satire
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CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg
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Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut

Zur Gutti-Plagiatsammlung hier:
http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/GuttenPlag_Wiki

SATIRE

Professor Joseph (Joschka) Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom-Schröder ab

Dr. Alexander vonPaleske — — Folgende E-Mail fand ich heute in meiner Mailbox:

Professor h.c. Joseph (Joschka) Fischer
Prominentenallee 68
Berlin

13.2. 2011

Guten Abend Deutschland,

gerade ist der erste Teil des Vorabdrucks meiner Memoiren im Spiegel erschienen, da haben sich schon waschkorbweise wohl- und übelmeinende Kritiküsse zu Wort gemeldet.

Leider fand ich darunter auch solche:

– Da sieht man deutlich, was diesem grünen Schleimer und Opportunisten Moral wert war/ist. Er hätte die Bürger wahrscheinlich – genauso wie das Merkel auch wollte – in den Krieg geschickt. Wie gut, daß ich den Grünen längst den Rücken gekehrt habe.

– Fischer ist ein Schleimer, war ein Schleimer, bleibt ein Schleimer. Es gibt kein Spiegel in den er schauen kann, vorher geht dieser. Eine weiche 68 Generation er ist ein nichts.

– Der Taxifahrer wollte Weltpolitiker spielen. Sieben Jahre ist ihm das sogar gelungen. Da er aber komplett von Madame Albright eingesackt war, konnte er nur nach amerikanischer Vorgabe auflaufen.

– Zwei Hasadeure die Deutschland schwer geschadet haben und zwangsvergessen sind. Fischer sollte sein Buch einen Toilettenpapierhersteller anbieten damit sich am Ende zwei gleiche Komponenten vereinigen.

– Jetzt beschmiert er auch noch unschuldiges Papier – abstoßend, der Fischer und Schläger der Nation.

– Muß denn jeder Dödel hier im Land seine Mmoiren schreiben? Ausgerechnet auch noch ein Hausbesetzer übelster Sorte, Polizistenprügler und Steinewerfer. Heute würde man so einen Typen Terroristen nennen. Und übrigens, warum regt er sich darüber eigentlich auf? Wollte er gerne im Irak-Krieg mitmachen dieser Verräter? Ich würde so manchem in diesem Land mal raten, sie sollten besser doch mal die Klappe haltn

Bevor ich auf diese extrem unsachliche und völlig daneben liegende Kritik eingehe, ein paar Vorbemerkungen:

Ich habe es für erforderlich gehalten, nach dem 1. Teil meiner Memoiren, die vor ein paar Jahren unter dem Titel:

„Mein Langlauf zu mir selbst von links nach rechts – Bekenntnisse eines ehemaligen Putzgruppenmitglieds

erschienen, nun den zweiten Teil meines politisch ach so bedeutungsvollen und Ehe-reichen Lebens einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Das war insbesondere geboten, weil ich nach meinem Abschied vom Amte des Bundesaußenministers (der beste, den Deutschland je hatte), etwas aus dem Rampenlicht der Öffentlichkeit und der Medien – abgesehen von der Regenbogenpresse – verschwunden war. Ein derartiger Zustand ist natürlich für ein „politisches Alpha Tier“ , wie ich es nun einmal war – und bin – nur schlecht zu verknusen.

In meinem neuen Memoirenband werde ich im Einzelnen darlegen, wie ich zum engen Freund der damaligen US- Außenministerin Madeleine Albright wurde, insbesondere nachdem ich es geschafft hatte, mit dem (an den Haaren herbeigezogenen) Auschwitz-Vergleich den Einsatz der Bundeswehr im Jugoslawienkrieg zu rechtfertigen.


Meine „Lehrmeisterin“ Madeleine Albright und ich mit meinem dekorativem Siegelring: Lernen, lernen, lernen beim Über-die Schulter-Schauen

Das führte dazu, dass meine „grüne Kinderschar“ im Bundestag – abgesehen von dem Berufsnörgler Ströbele – sich auf meine US-Seite schlug.

Deutsche Exporte in die USA lagen mir am Herzen
Dabei war natürlich wichtig, dass die USA für viele deutsche Großkonzerne, darunter auch BMW, für die ich jetzt als „Klinkenputzer“ unterwegs bin, ein extrem wichtiger Markt ist, und gute Beziehungen mit den USA daher von essentieller Bedeutung sind.

Das wäre auch beim Irakkrieg gutgegangen, wäre mir nicht der Gasprom-Schröder mit seiner voreiligen strikten Ablehnung einer deutschen Teilnahme an einem Irakkrieg auf einer Wahlkampfrede in Goslar in den Rücken gefallen.

Das habe ich ihm bis heute nicht verziehen.

Ich schreibe daher in meinen hochwichtigen, und zum Geschichtsverständnis extrem bedeutsamen Memoiren:

„Damit war unser Spielraum im Sicherheitsrat auf null reduziert worden. Durch die Rede des Kanzlers befanden wir uns in einer Situation des „Alles oder Nichts‘, und genau eine solche Lage hatte ich immer vermeiden wollen. Kurzum, ich war bedient, und zwar richtig.“

Es folgten in den Tagen danach verschiedene, längere Vier-Augen-Gespräche mit Schröder, in denen ich meine Furcht vor einer möglichen Isolation der deutschen Regierung im Sicherheitsrat erläuterte. Sollte Frankreich und vielleicht auch Russland und China auf unserer Seite sein, so hätten wir kein Problem. Was aber, wenn wir mit unserem Nein am Ende allein mit Syrien dastünden?

Im Vertrauen: Das ist natürlich nur vorgeschoben, denn wir wussten durch unsere Geheimdienst-Informationen längst, dass weder Frankreich, noch China im Traume daran dachten, ihr Plazet zu geben.

Auch wussten wir natürlich über den BND, dass im Irak keinerlei Massenvernichtungswaffen vorhanden waren, und die USA ein Lügengebäude zurechtzimmerten.

Aber ein bisschen Geschichtsklitterung muss auch bei solchen Memoiren dabei sein, um mich in einem besonders positiven Licht erscheinen zu lassen.

Mehr möchte ich jetzt noch nicht verraten, denn es soll ja ein Bestseller werden.

Ich sage jetzt erst einmal: Gute Nacht Deutschland, Ihr dürft Euch auf meine Memoiren 2. Teil freuen.

Euer stets aufrechter Ex-Außenminister

Professor h.c. Joseph (Joschka) Fischer

Mehr Satire zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

Keine Satire
Joseph (Joschka) Fischer – ein Entnazifizierungsheld im Auswärtigen Amt

Lügen vor dem Irakkrieg und Vorbereitungen für den Irankrieg
ABRECHNUNG – Sir Richard Dearlove (MI6) gegen Tony Blair

Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

SATIRE

Politische Livesatire vom Wochenende

Dr. Alexander von Paleske — 6.2. 2011 — Die beste Satire ist eigentlich die, welche nicht erfunden werden muss, sondern frei Haus geliefert wird. Am Wochenende gab es dazu jede Menge.

Fangen wir mit der Sicherheitskonferenz in München an und hören, was Frau Merkel zum Thema Revolution und Ägypten zu sagen hatte:

– Die Vorbereitung einer Wahl und die Entwicklung neuer Strukturen braucht Zeit.

– Sie könne gut nachvollziehen, dass die Menschen in Ägypten nun den raschen Umbruch wollen.

– Wir haben damals keinen Tag warten wollen, man wollte die D-Mark sofort haben.

Donnerwetter, bei den Montagsdemonstrationen ging es also um die Einführung der DM-Mark und Abschaffung der Ostmark??

Und weiter :

– „Wandel muss gestaltet werden. Die ganz schnelle Wahl als Beginn eines Demokratisierungsprozesses halte ich für falsch.“

Die Menschen in Ägypten wollen Mubarak loswerden und erst dann verhandeln. Er ist das Symbol für die Unterdrückung, wie Honecker es in der DDR war. Oder stand Honecker etwa nur der Einführung der DM im Wege?

Dann spricht Merkel offen an, die Diplomatie in der Vergangenheit hatte womöglich Defizite. Bei der Zusammenarbeit auch mit autoritären Regierungen dürften keine Kompromisse bei der Einhaltung der Menschenrechte gemacht werden.

„Haben wir das immer getan?“

fragt sie scheinheilig.

Konsequent fordert sie daher eine „wertegebundene“ Außenpolitik:

„Wir können bei der Achtung der Würde jedes einzelnen Menschen keinen Kompromiss machen.“

Dabei hat sie sicherlich auch an Syrien, Saudi-Arabien, Pakistan , Kasachstan usw. gedacht.

So weit ihre aussenpolitischen Ausführungen

Nun zum Cyber-War
Weiter geht es mit den Gefahren der Cyber-Attacken:

„Wir werden viel Geld damit vergeuden, ohne dass man eine Armee sieht, wie es im Kalten Krieg war“,

und ihr Innenminister Thomas de Maizere setzte nach:

„Pro Tag verzeichnen wir vier, fünf Angriffe auf das Netz der Bundesregierung“

Und so warben beide für ein internationales Abkommen gegen Cyberangriffe,

Haben die beiden vergessen, dass der bisher härteste Angriff in Sachen Cyberkriminalität mit dem Stuxnet-Virus gefahren wurde, von Israel und den USA zusammen entwickelt, die damit auch gleichzeitig den Cyberwar sozusagen salonfähig gemacht haben?.

Grüne satiremässig gut drauf
Aber auch die Grünen sind gut drauf in Sachen Livesatire:

Da gab die Grüne (Granate) Renate Künast in einem Interview mit der BamS auch Bild am Sonntag genannt, einer hochinteressanten und anspruchsvollen Wochenzeitung, die vorwiegend von Intellektuellen gelesen wird, allerlei Tiefschürfendes von sich.

Wesentliche Eckpunkte aus diesem Interview:
.
—- Eine Frau muss immer besser sein als die Männer
.
—- Meine kurzen Haare sind pfiffig

—- Ich arbeite seit über 30 Jahren mit Männern zusammen. Da sieht Frau, wie das funktioniert.

— wenn der Geruch einer Currywurst an meiner Nase vorbeizieht, dann greife ich auch schon mal zu.

—- Ich bin eine Quotenfrau, ich stehe zur Quote.

— Ich setze auf Sieg und nur auf Sieg.

—Wir Grünen sind eigenständig und entscheiden an Inhalten, ob und mit wem wir koalieren (also auch mit der CDU in Baden-Württemberg)

Schade, dass das Wochenende schon vorbei ist.

Keine Satire
Ägypten, die Sicherheitskonferenz und der EU Gipfel
Ägypten: Welch ein Mut. Welche Ansteckungsgefahr

Zum Stuxnet-Virus
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Das Stuxnet-Virus und der Siedlungsbau im Westjordanland

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SATIRE

Das geistige Entsorgerquartett – Eine neue Show für das ZDF

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

1.2. 2011
Programmdirektion
Zweites Deutsches Fernsehen
Mainz 50O

Betr.: Programmvorschlag

Sehr geehrte Damen und Herren,

damit Sie im täglichen Quotenk(r)ampf besser bestehen können, erlaube ich mir einen Vorschlag zu unterbreiten, der sicher eine ganze Reihe von Zuschauern anlocken wird.

Eine Sendung, die in eine Lücke vorstößt, die bisher noch nicht besetzt ist. Nicht primitive Schadenfreude wie Raabschlägers TV Total der Konkurrenzanstalt Pro7, aber auch nicht so anspruchsvoll wie das literarische Quartett. Also unterhaltsam auf mittlerem Niveau.

Eine Sendung , in der geistige Entsorger auftreten sollen, die das Publikum mit absonderlichen oder gar absurden Vorstellungen erfreuen. Diese Entsorger sollten ebenfalls als Quartett auftreten, damit auf gar keinen Fall Langeweile aufkommt.

Kein Schrottplatz- sondern Geistiges Entsorgerquartett
Eigentlich hatte ich zuerst an einen Titel wie „Die Vier vom geistigen Schrottplatz“ gedacht, in Anlehnung an diese Schrottmänner aus Dernbach, die durch die Doku-Soap „Die Ludolfs – vier Brüder auf’m Schrottplatz“ bei DMAX bekannt wurden. Der Sender zeigte sie seit 2006 bei ihrer Arbeit auf dem Schrottplatz in Dernbach (Landkreis Neuwied).

Aber: „Das geistige Entsorger Quartett“ passt eigentlich wesentlich besser. Entscheidend für den Erfolg ist natürlich die Auswahl der Teilnehmer.

Diese sollten es sein
Als erster potentieller Teilnehmer fällt mir sofort der politisch-kaltduschende Pofi-Aufmischer und selbsternannte Integrationsfachmann, Sprecher der Obsthändler- und Kopftuch-Crisis Group, Hartz IV-Nahrungsmittelspezialist, Unterschicht-Heizungskosten-Spar-Consultant, Stammes-Intelligenz-Gen-Erstbeschreiber, Gendatenbanker, Ex-Nebengleis-Bundesbanker und Berlin-Kaputtsparer Thilo Sarrazin ein. Der wäre natürlich das Zugpferd.


Zugpferd für eine neue TV-Show

Mit dabei sein sollte natürlich seine Ehefrau, die mit ihren revolutionären pädagogischen Leitideen ebenfalls das Publikum gegen jede Pseudo-Reformpolitik an den Schulen mobilisieren kann.


Gundschullehrerin Ursula Sarrazin …. Von China lernen

Und beide, Er und Sie Sarrazin könnten dann mit feuchten Augen von der chinesischen Tiger-Dompteur-Frontal-Unterrichtsmethode schwärmen. Titel: Im Kampf gegen die Deutschland-Abschaffe: Pack den Tiger in den Schulranzen.

…und Sloterdijk
Als weiterer Teilnehmer käme am besten der Großphilosoph und Steuer-Zwang-Abschaffungsfachmann Peter Sloterdijk in Frage. Der hat die außerordentliche Fähigkeit, nicht nur die Dinge auf den Kopf zu stellen, äh, ich meine vom Kopf auf die Beine, sondern sie mit einem Schaum von Argumenten angeblich tiefschürfend zu begründen.


Sloterdijks bahnbrechender steuerrevolutionärer Artikel

Diekmann muss dabei sein
Wir sollten auf jeden Fall Kai Diekmann für dieses Projekt gewinnen. Er ist Chefredakteur von Deutschlands angesehenster Tageszeitung BILD und einer der begnadetsten Journalisten, die Deutschland je hervorgebracht hat.


Ausserordentlich begnadet: BILD-Kai (Diekmann)

Es ist nicht nur erstaunlich, sondern geradezu abenteuerlich, wie er es geschafft hat, selbst hochbegabte Intellektuelle wie Alice Schwarzer für eine Mitarbeit zu gewinnen, sich also in seiner Postille zu verbreitern, insbesondere in Sachen Kachelmann.

Frau Schwarzer sieht längst nicht mehr die BILD als Toilettenpapierersatz an, sondern wirbt offensiv für sie. Und sie nutzt die Zeitung als Medium zur Verbreitung ihrer Kachelmann Thesen.


Toilettenpapierersatz war gestern

Stichwort: Kachelmanns Peitschen – warum Deutschlands Frauen sich bedroht fühlen müssen.

Es versteht sich von selbst, dass diese Sendung nicht etwa als Late Night Show kommen sollte, sondern zur besten Abendzeit.

Als Themenschwerpunkte für die ersten Sendungen schlage ich vor:

1. Den Tiger im Klassenraum loslassen – was wir von China lernen können, oder: Vom Schul-Tiger lernen heisst siegen lernen.

2. Wie können wir mithilfe einfacher Gen-Tests feststellen, ob Ausländer integrationswillig sind?

3. Gibt es eine Gentherapie für Deutsche mit Intelligenzdefiziten, z.B. Politiker?

4. Kann die Aktivierung das Sarrazin-Gens die Abschaffung Deutschlands aufhalten?

Mit freundlichen Grüssen

Ein ZDF-Fan

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Keine Satire
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SATIRE

Sarah Palin & Strapse unterm Hidschab: Die Mama- Polizei

Sonja Wenger – Er kann nichts dafür, es sind die Sterne», stand Ende Dezember im Migros-Magazin MM über Jörg Kachelmanns Schicksal 2010. MM hatte die Vorhersagen für 2010 der Horrorskope von Promis (Pffff!) wie Kilian Wenger, Doris Leuthard, Bligg, Roman Polanski, Edita Abdieski oder Britney Spears (was für ein Mix) mit den tatsächlichen Ereignisse verglichen. Ohne schlüssiges Ergebnis, versteht sich – aber eine beliebte Methode, Seiten zu füllen. Denn Leere mit Inhaltslosem füllen ist ja «in».

Das zeigt sich am Besten in der Politik. Nicht ohne Grund ist «Wutbürger» das Wort des Jahres 2010, und steht ,,für die Empörung in der Bevölkerung, dass politische Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden». Und anders als über die Köpfe der BürgerInnen hinweg kann das Gros der parteilichen Wendehälse seine inhaltslosen, nur von Lobbies geleiteten Programme tatsächlich nicht umsetzen.

Denn mal abgesehen von der unangenehmen Frage, wieso die Bevölkerung die PolitikerInnen nicht an den Urnen abstraft, so ist der Wunsch nach Rationalität in der Politik ja nicht tot – ausser vielleicht bei Schweizer Volksinitiativen. Es gibt hier schon Momente, in denen wir uns selbst davor schützen müssten, Böses zu tun, um es mal mit den Worten der Philosophin Hannah Arendt zu sagen.


Palins «Neuer Feminismus» propagiert nämlich, dass «Frauen kompetent und stark sind» – und sich damit quasi alle Probleme wie sexualisierte Gewalt oder ungleiches Lohnniveau von allein lösen. Na dann!

Aber hänu! Das Prinzip gilt ja nicht nur in der Demokratie. Nehmen wir den Feminismus. Wo fängt er an, wo hört er auf, von wem wird er missbraucht, und wieso überhaupt ist das Wort männlich? Da war kürzlich zu lesen, dass in saudischen Dessous-Läden Verkäuferinnen fehlen und dass das schlecht sei fürs Geschäft. Denn Saudiaraberinnen lassen sich für ihre Strapse unterm Hidschab anscheinend ungern von Männern beraten. Ergo verlangt die Vizepräsidentin der saudischen Handelskammer, dass sich die Frauen vermehrt zu Verkäuferinnen ausbilden lassen, «um das Image der Faulheit und Ungebildetheit loszuwerden». Aha.

Nun. Laut Joumana Haddad, Gründerin des ersten arabischen Erotikmagazins, können «Frauen der grösste Feind der Frauen sein» – und offenbar hat sie recht. Das beweist nicht nur die Endlosdiskussion über Mamablog und Mütterpolizei. Auch der Erfolg der US-Politikerin Sarah Palin zeigt, wie weit man es in der Politik mit hohlem Kopf schaffen kann. Palins «Neuer Feminismus» propagiert nämlich, dass «Frauen kompetent und stark sind» – und sich damit quasi alle Probleme wie sexualisierte Gewalt oder ungleiches Lohnniveau von allein lösen. Na dann!

In diesem Sinne also ein Prosit auf ein «kompetentes und starkes» Jahr in dem die WutbürgerInnen sich weniger aufregen müssen.