SATIRE

Tagesbefehl des Selbstverteidigungsministers von und zu Guttenberg vom 22.1. 2011

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Vorne- und Selbstverteidigungsminister
Karl Theodor von und zu Guttenberg
Im Regierungsviertel 3
Berlin

Tagesbefehl vom 22.1.2011

Geheimhaltungsstufe: VS, nur für den Dienstgebrauch

Verteiler:
Die gesamte Truppe.

Zu verlesen von den Kompanie- / Batteriechefs, nicht von den Kompaniefeldwebeln

Deutsche Soldatinnen und Soldaten,

an der Heimatfront muss ich zur Zeit einen erbitterten Kampf, gegen Tintenkulis, den Abstiegskandidaten Westerwelle, das linke Gesocks einschließlich der Fußkranken aus der 68er Revolte führen, den ich aber in üblicher Form gewinnen werde, wie seinerzeit, als ich den General Henning Hars im Zusammenhang mit der Kundus/Tankeraffäre in den Ruhestand gejagt habe.

Vertuschen dient Ansehen
Es ist meine politische Aufgabe, Skandale zu vertuschen um damit mein politisches Überleben zu sichern, und nebenbei noch das exzellente Ansehen der Bundeswehr hochzuhalten.


Das bin ich – schneidig im Kampf ums eigene politische Überleben – Screenshot: Dr. v. Paleske

Gerade war es mir gelungen, mich als Vorneverteidigungsminister mit dem Talkmaster J.B. Kerner in Afghanistan zu profilieren, da haben nun ein paar Nestbeschmutzer in der Bundeswehr versucht, über den Wehrbeauftragten Hellmut Königshaus (FDP), ein enger Freund von Guidomobil Westerwelle, mir ein Bein zu stellen. Aber die werden mich jetzt so richtig kennenlernen.

Der tragische Unfall auf der Gorch Fock ist einzig und allein dem Kommandanten des Schiffes, Kapitän zur See Norbert Schatz, anzulasten. Der hätte selbst den Mast entern müssen, statt diese kleine Offiziersanwärterin in die Takelage zu hetzen. Ich habe ihn deshalb wegen dieses Fehlverhaltens vom Schiff gejagt.


Gorch Fock in schwerer See

Natürlich war ich längst über den tödlichen Unfall und die anschliessende Meuterei informiert worden, aber ich bin doch wohl nicht verpflichtet Informationen weiterzugeben, die dem Ansehen der Bundeswehr schaden, und die von meinen politischen Gegnern nur benutzt werden, um mein ausgezeichnetes Ansehen in der Bevölkerung zu ramponieren.

Das gilt auch für die Kameradenschiesserei in Kundus, bei der ein Soldat ums Leben kam. Als ob es nicht genügend Taliban gäbe, auf die man stattdessen die Pistole hätte richten können.

Öffnung der Post gerechtfertigt
Schließlich die Öffnung der Post. Ich halte es absolut gerechtfertigt, auf diesem Wege herauszufinden, wo die Defätisten in der Bundeswehr sitzen, welche die Kampfmoral untergraben, und die deshalb entweder auf die riskantesten Einsätze oder nach Hause geschickt werden müssen.

Anstiftung zur Meuterei in diesem (sinnlosen) Krieg muss bereits im Vorfeld unterbunden werden.

Die Soldaten wissen mittlerweile dass ihre E-Mails mitgelesen werden, und haben deshalb geglaubt, sie könnten uns mit dem Briefgeheimnis ein Schnippchen schlagen. Wir können das Briefgeheimnis aber in solchen Fällen des übergesetzlichen Notstands getrost ignorieren.

Soldatinnen und Soldaten, der Feind steht überall, im Ausland, aber auch zu Hause. Ihn zu bekämpfen ist unsere gemeinsame ehrenvolle Aufgabe.

Gez:
Freiherr von und zu Guttenberg
Der schneidige Vorne-Selbst-Hinten-Verteidigungsminister

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Keine Satire
Meuterei auf der Gorch Fock – bald auch in Afghanistan?

SATIRE

Castingshows: «viel figgen» – und sich zum Affen machen

Sonja Wenger – Wenig gibt einem eine so klare Vorstellung der Unendlichkeit wie die menschliche Dummheit – oder Gedankenlosigkeit. Und seit längerem gehört dazu auch der menschliche Drang zur Selbstdarstellung und freiwilligen Entwürdigung, also kurz: Der Drang, sich zum Affen zu machen.

Beweise dafür gibt’s genug. So die Inflation der Castingshows oder Dokusoaps, wie kürzlich «Jung, wild und sexy», die uns zeigen soll, was «die Jungen» heute wirklich wollen: Party bis ins Koma, Drogen, die den Weg dorthin abkürzen, «viel figgen» – und sich zum Affen machen.

Klar. Keiner zwingt einen, irgendetwas zu konsumieren, und Fremdschämen ist schon lange verlorene Liebesmüh‘. Aber uns weismachen zu wollen, nur für die Jugend gelte «Denn sie wissen nicht was sie tun – Reloaded» ist Unsinn. Konsequenzenanalyse passiert bei Erwachsenen (also an sich mündigen) Personen genauso wenig wie bei «den Jungen». Vielmehr sollte es heissen: denn sie wollen nicht wissen, was die anderen tun – ausser natürlich, wenn es darum geht, dass sich jemand zum Affen macht.

Der Teufel liegt also schon lange nicht mehr im Detail, der konnte schon vor Jahren damit aufhören, seinen Einfluss subtil auszuüben. Nein, der Teufel liegt heute in der Auslegung. Denn schliesslich ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass sich Showbusiness, Boulevard, Regenbogen- und Tagespresse selbst mit medialen Eintagsfliegen und kurzlebigem Blogfutter versehen – nur um dann amüsiert dabei zusehen, wie der noch nüchterne Teil der Gesellschaft in den Tagen einer Ausstrahlung oder Publikation mit Kanonen auf Spatzen schiesst statt sich über die wirklich schlimmen Dinge aufzuregen: Mediale Verblödung, künstlicher Konsumzwang, dreister Sozialabbau, politische Bevormundung, Renten-und Bildungsreformen.

Wie sonst ist zu erklären, dass das Bewusstsein der Masse längst durch schmierige Soaps aufgeweicht ist wie Karton im Regen, dass das kollektive Gedächtnis über soziale Errungenschaften erfolgreich gelöscht wurde, und dass heute kaum noch jemand für seine Handlungen zur Verantwortung gezogen wird.

Toller Trick, was? Setze der Masse so viel Mist vor, dass sie nicht mehr zu differenzieren vermag, worum es sich tatsächlich zu kämpfen lohnt. Für den Grossteil der Medien, die sich in der Hand des Kapitals oder im Würgegriff der Lobbyisten befindet, heisst das: Der Souverän hat seinen Willen bekommen und ist zum Affen gemacht – Mission accomplished.

SATIRE

CSU-Wahlkampf-Spot – Nur die Wahrheit zählt

Dr. Alexander von Paleske 15.1. 2011—- Verteidigungsminister Karl-Theodor von und zu Guttenberg (CSU) fordert von seinen Politiker-Kollegen mehr Mut zur Wahrheit. „Wer diese den Menschen nicht zumute, werde als Politiker «selbst zur Zumutung»“, sagte Guttenberg am Freitagabend in Plauen.

Wie das konkret aussieht zeigt der neue und höchst informative Werbespot der bayerischen CSU, die ohnehin dafür bekannt ist, nicht lange um den heißen Brei herumzureden, sondern gleich zur Sache zu kommen:
.
—- Ein Männlein steht im Walde, ganz grün und dumm
—-Es hat vor lauter Protest eine Steinschleuder um
—-Grünsein und Dagegensein
—-mit Pflaster-, Schotter- und Ziegelstein.
—- Ach, wie bin ich froh-ho, kein Grüner zu sein.

Das Zeichentrick-Video mit dem Titel „Ein Blick hinter die Fassade der Grünen“ zeigt die einstige Ökopartei auf der CSU-Homepage sinnbildlich als Strichmännchen mit gefletschten Zähnen..

CSU-Chef Horst Seehofer will sich bei den Grünen nicht für diesen hochinformativen und intellektuell sehr anspruchsvollen Werbespot entschuldigen, der die grüne Oppositionspartei als Dummkopf mit Steinschleuder darstellt.

„Auch der politische Gegner gehe nicht immer sehr sanft mit der CSU um“, sagte Seehofer am Donnerstag in Kreuth.

Antwort auf diese Niedertracht
Die Grünen sollten das nicht auf sich sitzen lassen und ich empfehle folgenden Bumerang:

—–Ein Bänklein steht in München ganz matt und krumm
—–Es hat vor lauter Schulden kein Mäntelchen mehr um
—–Sag wer könnte das denn sein
—–Das ist doch BayernLB – einst fein und rein
—–jetzt mit rotem Milliarden-Schulden -Käppelein
—–denn die CSU stellte die Aufsicht ein
—–Ach wie bin ich fro- ho- hoh ein Grüner zu sein

Alte Kamellen
Wie wenig aktuell im übrigen der Werbespot der CSU ist, lässt sich am besten am Lebenslauf des ehemaligen Chefgrünen beispielhaft darstellen: Frühsponti und Spätgrüner Joseph alias Joschka Fischer hatte als aktives und führendes Putzgruppenmitglied einst mit vielen Steinen geworfen, die er in Latscha-Plastiktüten mit auf die Demos brachte.

Aber unser Joseph alias Joschka ist längst voll resozialisiert und mittlerweile als Klinkenputzer für BMW unterwegs.

Das sollte man auch liedmässig auf den neuesten Stand bringen:

—–Ein Männlein steht in München ganz dick und rund
—–Es hat zum Klinkenputzen ein Tüchlein am Bund
—–Sag wer mag das Männlein sein
—–das bei BMW steht zum Putzen an
—–ist das nicht das Fischerlein
—–mit dem weiss-blauen Putztüchelein

Ja, Wahlkampfzeit ist Dichterzeit. Danke CSU, diese Kampagne angestossen zu haben.

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Mehr Satire zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Keine Satire
Joseph (Joschka) Fischer – ein Entnazifizierungsheld im Auswärtigen Amt

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Ex- BayernLB-Manager Gerhard Gribkowsky verhaftet – Die Strafverfolgung eines Unschuldigen

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

6.1. 2011
Ex Top- Bankenmanager
der BayernLB
Gerhard Gribkowsky
z.Zt. Justizvollzugsanstalt
München

Sehr geehrter Herr Gribkowsky,

Ich habe leider aus der Zeitung erfahren müssen, dass Sie gestern verhaftet worden sind. Der Hintergrund: Sie hatten ja offenbar 50 Millionen US Dollar als „Beraterhonorar“ von dem Formel-1 Ecclestone erhalten.

Das Honorar sollte offensichtlich Ihre erfolgreiche Arbeit beim Verkauf der Vermarktungsrechte der Formel 1 von der Bayern LB an den britischen Finanzinvestor CVC würdigen. CVC arbeitete mit Ecclestone eng zusammen. Sie hatten damals als angestellter Top-Manager der Pleitebank BayernLB die Verkaufsverhandlungen federführend geführt.

Ein Erbe Kirch
Die BayernLB hatte diese Vermarktungsrechte seinerzeit von dem Medienzar Leo Kirch sozusagen „geerbt“, als dieser ein Freundschaftsdarlehen der BayernLB in Milliardenhöhe nicht zurückzahlen konnte.

Mit dem Verkauf an CVC hatten Sie eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Formel 1-Ecclestone und der BayernLB friedlich und einverständlich beendet.

Sie hatten das glücklicherweise geschafft, ohne ein aktuelles Wertgutachten über die Vermarktungsrechte einzuholen, ein Gutachten, das den Preis möglicherweise und unnötigerweise in die Höhe getrieben und Ecclestone verärgert hätte. Sie hatten aber zu Recht erkannt, daß die Formel 1 als eine maschinensportliche und umweltschonende Veranstaltung absolut förderungswürdig ist.

Gratifikation geht in Ordnung
Ich finde, daß diese Gratifikation für Ihre erfolgreiche Arbeit als Angestellter der BayernLB absolut in Ordnung geht. Denn gerade bei diesen Staatsbanken, bzw. Banken, die sich Anstalten des öffentlichen Rechts nennen, bestand doch gegenüber den normalen Geschäftsbanken ein deutliches Entlohnungsgefälle, das geradezu nach Ausgleich schrie.

Dass Sie, Herr Gribkowski, solche Ungleichheiten in der beschriebenen Weise ausgeglichen haben, statt mit Gehaltsverbesserungsforderungen gegenüber der BayernLB aufzutreten, ist aus meiner Sicht absolut gerechtfertigt Nur linke Dummschwätzer würden hier das Wort Bestechung oder gar Untreue in den Mund nehmen.

Neid und Unschuld
Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass bei der Verhaftung durch die Staatsanwaltschaft auch der Neidfaktor in nicht unbeträchtlichem Ausmaß mit im Spiel war.

Ich halte Sie schon aus diesem Grunde für unschuldig.

Hinzu kommt, dass sie das Geld nach Österreich transferiert haben, ein Land, das gerade jetzt bankenseitig ziemlich schwachbrüstig ist. Damit haben Sie in selbstloser Weise bewundernswerte Unterstützungsarbeit geleistet.

Darüber hinaus haben Sie das Geld nicht etwa verprasst bzw. im Kasino verspielt, sondern es in eine Stiftung eingezahlt mit dem Namen Sonnenschein.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie mit dieser Stiftung ähnliche gemeinnützige Ziele verfolgen, wie die Spendensammlung „Ein Platz an der Sonne“. Glückwunsch!

Die Wahl des austrischen Anwalts Gerald Toifl als Stiftungsvorsitzenden hat nichts mit Verschleierung zu tun, auch das leuchtet mir ein.

Dieser Toifl ist mit dem außerordentlich erfolgreichen Geschäftsmann Walter Meischberger befreundet, der wiederum ein Freund des seinerzeitigen österreichischen Finanzministers Grasser ist, und beide befreundet mit dem Super-Geschäftsmann Peter Hochegger, und der wiederum ein Freund des austrischen Ex SPÖ-Kanzlers Gusenbauer. Nur Böswillige nennen das „austrischer Filz“.

Grasser und Meischberger sowie Hochegger und Meischberger haben viele schöne und ertragreiche Geschäfte zusammen durchgezogen, selbstverständlich ohne gegen die Strafgesetze zu verstoßen. Nur die linke austrische Kampfpresse behauptet das Gegenteil. Eine dreiste Lüge.

BUWOG und die Verfolgung Unschuldiger
Bei dieser Gelegenheit möchte ich meiner Empörung Ausdruck geben, dass nun auch noch Meischberger und Toifl als Unschuldige im Rahmen des BUWOG- Geschäfts, dem erfolgreichen Verkauf von 60.000 austrischen Staatswohnungen an die Immofinanz, verfolgt werden, mit dem lächerlichen Vorwurf, bei dem Verkauf sei es nicht mit rechten Dingen zugegangen.

Ich bekomme den Eindruck, dass die austrische Justiz, wie auch die deutsche, mehr und mehr dazu übergehen, unschuldige gesetzestreue Bürger aus dem Bankensektor, wie die genannten Herren, aber auch die hochprofessionellen ehemaligen Hypo-Alpe-Banker Kulterer und Striedinger, zu verfolgen.

Damit muss jetzt Schluss sein
Wenn es den Jörg Haider noch geben würde, dann hätte der längst in scharfer Form gegen diese Gesetzesverstöße protestiert.
Ich hoffe, dass Sie bald wieder das Licht der Freiheit erblicken und sich der Verwaltung der segensreichen Sonennscheinstiftung zuwenden können.

Mit allerbesten Grüssen

Ewald Grapschowski
-Austrischer Unterstützer des professionellen Bankbetriebs-

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Im mexikanischen Guadalajara verlost die Bar

Sonja Wenger – Santo Cachorro – was soviel heisst wie Heiliger Welpe – einmal im Monat eine Brustvergrösserung. Dank der Tombola mit dem Titel «ohne grossen Busen kein Paradies» habe die Bar viele neue KundInnen gewonnen.

Apropos Busen: Bei Schwedens Königs hängt der Haussegen schief, das zumindest behaupten die einschlägigen Blätter. So weiss die «Bunte» zu berichten, wie gedemütigt Königin Silvia durch den Sexskandal ihres Mannes sei, und dass, «wenn man genau hinschaut, man ihr die Verbitterung an ihren rehbraunen Augen ablesen» könne. Abba nein, wie unsensibel von Gustav! Es folgt, wie schon so oft, ein halbherziger Abgesang auf die Monarchie, gleich neben der Berichterstattung über die nächste royale Hochzeit in Britannien, Monaco oder Hastenichtgesehn. Die wackelnden Krönchen halten nochmals fest – und alles bleibt wie gehabt.


Sexskandal? Pfff! Bitte, werte LeserInnen, liebe Staatsbürger und mündige Wählerinnen, über so etwas stolpert heute doch keiner mehr.

So ist es eben. Auf Regen folgt Sonnenschein, auf Massenspektakel der mediale Kater, und Grossmäuler bleiben im Amt, egal ob zuhause, in Italien oder anderswo. Sexskandal? Pfff! Bitte, werte LeserInnen, liebe Staatsbürger und mündige Wählerinnen, über so etwas stolpert heute doch keiner mehr. Vielleicht noch darüber, für andere Wahlzettel auszufüllen, aber sicher nicht über das Verwenden von falschen Zahlen und das Drehen von Informationen. Und erst recht bricht weder Korruption, Inhaltslosigkeit, Rassismus oder genuine Blödheit irgendeinem Volksvertreter den Hals.

Aber wie denn auch? Die Menschen sind viel zu sehr damit beschäftigt, Angstattacken abzuwehren, um noch genau Hinzusehen. Viel zu oft schlucken wir den parteipolitisch gefärbten, Prtechnisch vorgekauten und medial gesteuerten Quatsch, den uns die Lobbyisten der Welt vorsetzen – egal, wie hanebüchen, haarsträubend oder inhaltlich zerstückelt er ist, egal wie pinkrosagaga der Blick durch die Brille, egal wie wenig Witz noch im Wahn.

Man nehme nur den jüngsten Schlagabtausch um die Frage, ob der Feminismus zu weit gegangen ist – oder ob es ihn überhaupt noch braucht. Ganz zu schweigen vom lächerlichen Drohgebahren, der unsäglichen Polemik und dem grausigen Propagandabrecher im November, der so braun und schlammbeschmutzt dahergekommen ist, dass die wahren Probleme und stichhaltigen Argumente darunter erstickt sind. Fühlen Sie sich manchmal auch so unendlich müde?

Deshalb hier ein Aufruf zu mehr Radikalität. Es braucht noch mehr Proteste, viel mehr «WutbürgerInnen» und vor allem mehr freche Schnauze. In Deutschland machen sie es gerade vor. Denn wem es wirklich egal ist, dass unsere Schulen, unser Sozialnetz, unsere Würde gerade in Frage gestellt werden, kann immer noch in Guadalajara eins heben gehen. Vielleicht zieht er ja dort das grosse Los.

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Dietmar Hoffenheim-Hopp: Jetzt rede ich

Dr. Alexander von Paleske
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

3.1. 2011
Dietmar Hopp
Clubheim der TSG Hoffenheim 1899
Hoffenheim

Guten Tag Deutschland,

nachdem die Tintenkulis der diversen Medien sich die Finger wundschreiben, und versuchen, ihrer lächerlichen Empörung Ausdruck zu geben, dass ich es gewagt habe, den Spieler Luiz Gustavo für schöne runde 15 Millionen an den Fußball-Schickeria-Club Bayern München zu verkaufen, ist es nun Zeit für mich, der deutschen Volksgemeinschaft ein wenig Unterricht in Sachen Hopp-Fussball zu geben.

Ich, Dietmar Hopp
Ich bin Unternehmer und sportbegeistert, aber in erster Linie Unternehmer, und habe es zu einem der reichsten Männer Deutschlands gebracht, sozusagen aus dem Nichts. Nicht als Kriegsgewinnler, nicht als Erbe wie die BMW-Varta-Quandts, sondern einzig und allein aus eigener Kraft.

Nachdem ich mich aus meiner Firma SAP AG aus Altersgründen zurückgezogen habe (ich halte aber immer noch rund 10% der Aktien“) , galt es für mich, da ich keineswegs, selbst mit meinen 70 Jahren, zum alten Eisen gehöre, ein neues Betätigungsfeld zu finden. Das war mein Heimatverein TSG Hoffenheim 1899.

Von ganz unten nach ganz oben
Genau wie in meinem eigenen Leben wollte ich nachweisen, dass man im Fussball von ganz, ganz unten es nach ganz oben in kurzer Zeit schaffen kann.

Aber anders als in meinem Berufsleben geht das im Fußball auf die Schnelle nur, wenn man genügend Kapital hat, um die richtigen Spieler einzukaufen.

Mit richtigen Spielern meine ich nicht solche wie Luiz Gustavo, sondern Promising Potentials, die sich noch die Hacken ablaufen, um ganz nach oben zu kommen.

Und ich brauchte einen Trainer, der bereits unter Beweis gestellt hatte, dass er Mannschaften aus Orten, die drei Kilometer „hinter Pfui Teufel“ liegen, zumindest in die zweite Bundesliga katapultieren kann.

Ralf Rangnick zeitbegrenzt ideal
Da kam eigentlich nur Ralf Rangnick in Frage, siehe SSV Reutlingen 1995 (knapp verfehlt) SSV Ulm 1997, und gleich zu Beginn Viktoria Backnang, ein Kleingartenverein, den er von der Bezirksliga in die Verbandsliga katapultiert hatte.

Ralf Rangnick hat mich insoweit nicht enttäuscht, obwohl mich seine Starallüren geärgert haben.

Wir wurden Bundesliga, und zunächst war Rangnick nach dem Durchmarsch der TSG Hoffenheim 1899 unersetzlich.

David gegen Goliath

Gleichzeitig haben wir erfolgreich das Image „David (Hoffenheim) gegen Goliath (Rest der Bundesliga)“ aufgebaut, was uns enorme Sympathien in der deutschen Volksgemeinschaft eintrug.

Und entgegen aller Prognosen, die uns einen kurzen Bundesliga- Auftritt prophezeiten, haben wir uns dort festgekrallt.
Dabei wurde natürlich vergessen, dass ich mit Millionen Euro-Beträgen eingestiegen bin, als Finanz-Goliath sozusagen.

Nachdem wir selbst den arroganten Schickeria-Leuten von Bayern München die Nase zeigen konnten, musste jetzt mit Hoffenheim endlich Geld gemacht werden, so wie ich das von SAP gewohnt bin.

FSDE, das neue Geschäftsmodell
Dazu musste ein neues Geschäftsmodell her, in das dieser Rangnick, der unbedingt in die Champions League wollte, nicht mehr reinpasste. Deshalb hatte der zu verschwinden, und ich bin froh, dass er von selbst gegangen ist, wobei ich mit meiner brüskierenden Informationspolitik ihm seinen Entschluss etwas „erleichtert“ habe.

Unser neues Geschäftsmodell heißt „FSDE Hoffenheim 2011“
FSDE steht für Fussball-Spieler- Durchlauf Erhitzer.
Wir sehen uns nach Talenten um, die wir billig einkaufen, sie recht schnell als Bundesligaspieler einsetzen, aufmotzen, und dann abstoßen. Also: Billig einkaufen – teuer verkaufen.

Die Profitmarge dabei soll bei 500% im Durchschnitt liegen. Nur Fußkranke der linken Weltrevolution finden so etwas abstoßend.

Dazu brauchen wir keinen Rangnick, sondern Talent-Scouts, und einen Trainer, dem es letztendlich egal ist, wo genau wir in der Tabelle stehen, solange wir im Mittelfeld der Bundesliga bleiben.

Wie gesagt, der Trainer muss bereit sein, hier Risiken einzugehen. Auf der anderen Seite hat er es mit Spielern zu tun, die noch keine „Bayern München-Starallüren“ entwickelt haben, sondern sich die Hacken ablaufen, um nach oben zu kommen, denen wir nicht den Hintern vergolden müssen, damit sie endlich anfangen nach dem Ball zu treten..

50+1 Regel belanglos
Dabei interessiert mich in keiner Weise die 50+1 Regel.
Der TSG-Vorstand hat nach meiner Pfeife zu tanzen getreu dem Motto:

Wenn ich Hopps Geld habe,
ich nach seiner Melodie trabe.

Die paar Blauäugigen, die noch immer glauben, wir befinden uns in Uwe Seeler-Zeiten, leben offenbar im Wolken-Kuckucksheim.

Der Bedarf nach Top-Spielern, gerade auch international, ist ständig im Steigen begriffen. Mit der Vergabe der Fussball WM nach Katar wollen die Ölscheichs natürlich auch fussballmäßig mitmischen, was aber mit Kameltreibern kaum gelingen kann. Also werden sie einkaufen. Geld spielt bei denen ohnehin keine Rolle, das sieht man schon, wenn man in Doha/Katar landet, und den Riesen-Flugplatz bestaunen kann mit den allerneuesten Maschinen von Qatar-Airways, und nicht die alten Mühlen, die einige europäische Fluglinien fliegen.

Ich habe gerade vielversprechende Geschäftsbeziehungen dorthin aufgebaut.
.
Aber meine weitergehenden Ziele liegen im politischen Bereich, wenn ich mit dem Fussball durch bin.

Diese nutzlosen Politiker wie Westerwelle, Merkel, aber auch diese Adrenalin-aufgeregte Claudia Roth, gefallen mir überhaupt nicht. Aber dazu werde ich mich zu einem späteren Zeitpunkt äussern.

So viel Unterricht für heute

Herzlich Grüsse vom

Dietmar Hoffenheim-Hopp


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Sarrazin: Deutschland, mein zweites Buch ist in Arbeit

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

25.12. 2010

Guten Morgen Deutschland,

ich wünsche allen Deutschen ein frohes Fest und ein erfolgreiches Neues Jahr.

Den Ausländern hingegen eine rasche Heimreise.

Neues Werk in Arbeit
Ich habe sehr gute Nachrichten, Deutsche Volksgenossen! Mein zweites Buch ist in Arbeit und wird rauskommen, sobald die Debatte über mein erstes wissenschaftliches Werk „Deutschland schafft sich ab“ abgeklungen ist.
Ich habe natürlich mich damit nicht nur als professioneller politischer Aufmischer und penetranter Kaltduscher betätigen, sondern auch meinen sehr ausgeprägten Geltungsdrang befriedigen wollen.

Allerdings hat das unglaubliche Echo auf mein Werk mich nicht nur reich gemacht, es hat mich völlig umgeworfen, und sehr, sehr stolz auf mich gemacht.

Extremer Bekanntheitsgrad
Mittlerweile kennen mich mehr als 95% der Bevölkerung, gerade auch dank der erfreulich positiven Berichterstattung in Deutschlands angesehener Tageszeitung BILD. Mein Bekanntheitsgrad, aber gerade auch der Zustimmungsgrad, sind inzwischen weit grösser, als die des neuen Präsidenten Wulff, an dem ich wegen seines Integrations-Bla Bla natürlich kein gutes Haar lasse.

Wenn ich zum Bahnhof fahre, weigern sich mittlerweile die (Deutschen) Taxifahrer von mir Geld anzunehmen, und wollen stattdessen ein Autogramm. Ich habe, weil für einige deutsche Volksgenossen die Begegnung oftmals überraschend kommt, jetzt immer ein paar vorsignierte Autogrammkarten mit meinem Bild dabei.


Mein Bild auf den Autogrammen

Grosses Echo erwartet
Die wenige Zeit, die mir zwischen meinen hochwissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen auf meiner Reise durch Deutschland blieb, habe ich genutzt, um mein zweites Buch zu erstellen, dessen Echo und Verkaufserfolg sicherlich nicht wesentlich geringer sein werden, als der auf mein erstes Buch.

Bei den Themen, die ich für ein erneutes politisches Kaltduschen durchging, blieb eigentlich nur ein Thema übrig: Die Euro-Krise.
Dieses Thema bewegt die deutsche Volksgemeinschaft zur Zeit am stärksten.

Der Arbeitstitel meines neuen Buches wird daher lauten: Deutschland vor dem Abschaffen: Die Euro-Pleite. Untertitel: Auf dem Weg in die Dritte Welt.

Offenlegung wunder Stellen
Darin werde ich, wie in meinem ersten Buch, alle wunden Stellen offenlegen:

– die Verschwendungssucht der Schafskäse- Paella und Spaghetti-produzierenden Länder, für welche die deutsche Volksgemeinschaft jetzt die Zeche zahlen soll

– dass der Euro von Anfang an eine Fehlgeburt war,

– wie die Regierung Merkel fernab von jeder Kenntnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge von einer Fehlentscheidung in die nächste rast, und sogar noch wirtschaftliche Nachhilfestunden bei meinem Bankerkollegen Josef Ackermann nehmen musste.

Ich werde noch einmal daran erinnern, wie die Deutsche Mark (DM) zustande kam, welche Stärke sie besaß, bevor sie auf den seeuntüchtigen Kahn namens Euro verladen wurde.

Als Haupttäter werde ich schonungslos den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl und meine neue Erzfeindin Angela Merkel benennen. Aber auch der Europa-trunkene Ex-Außenminister Joseph alias Joschka Fischer wird sein Fett abbekommen.

Mehr möchte ich hier aber noch nicht verraten.

Deutschland darf sich freuen
Natürlich, als professioneller politischer Aufmischer werde ich keine konkreten praktikablen Lösungen anbieten, aber bereits jetzt müssen sich die schwarz-gelben Politiker warm anziehen.

Deutschland, Du darfst Dich auf mein neues Buch freuen!

Seid alle ganz herzlich gegrüßt vom nimmermüden politisch-kaltduschenden Pofi-Aufmischer, selbsternannten Integrationsfachmann, Hartz IV-Nahrungsmittelspezialisten, Stammes-Intelligenz-Gen-Erstbeschreiber, Gendatenbanker, Ex-Nebengleis-Bundesbanker, Berlin-Kaputtsparer, und „Inquisitionsopfer“

Thilo Sarrazin

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Politischer Leichtmatrose Westerwelle schreibt an Philosophie-Kapitän und Großphilosoph Peter Sloterdijk

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

20.12. 2010
Guidomobil Westerwelle
Jürgen W. Möllemann-Gedächtnisplatz 1
Berlin

An
Grossphilosoph
Peter Sloterdijk
Geben-statt-Nehmen- Denkfabrik
Karlsruhe

Lieber Großphilosoph Sloterdijk,

wir standen ja bereits dieses Jahr in einem sehr ertragreichen Briefkontakt.

Ich wende mich nun erneut an Dich, weil mir mittlerweile politisch das Wasser bis zum Halse steht, und ich daher auf die Unterstützung eines so herausragenden Philosophen wie Dich, der auch unserem neoliberalen Weltbild nahesteht, und dies mit einem Schaum von Argumenten scheinbar tiefschürfend begründen kann, dringend angewiesen bin.

Meine Kritiker werfen mir vor, dass ich für den (vorübergehenden) Niedergang der F.D.P. in den Meinungsumfragen verantwortlich sein soll. Das ist natürlich völliger Kokoloris.

Erstens ist das ohnehin eine vorübergehende Ebbe, auf die alsbald die Flut folgen wird.

Zweitens werden die Wähler alsbald merken, dass die anderen bürgerlichen Parteien genauso konzeptionslos sind wie wir, wenn es um die anstehenden Probleme geht, also vor allem Eurokrise und Afghanistan.

Das gilt auch für die Grünen, die sich in einem (vorübergehenden) Aufwind befinden.
Denn die Grünen haben ja auch für unseren (sinnlosen) Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und seinerzeit in Jugoslawien gestimmt, und haben im Sozialbereich viele neoliberale Ideen, die auch wir vertreten.

Schon bald werden die Wähler merken, dass nur geringe Differenzen uns von den Grünen trennen, sodass sie genauso gut uns wählen können.

Deshalb sehe ich auch den Aufwind bei den Grünen als einen vorübergehenden Modetrend an, vergleichbar dem Aufwind, den wir von der FDP vor der letzten Bundestagswahl hatten.

Rücktritt kommt nicht in Frage
Ich denke gar nicht daran, dem Druck der FDP-Leichtmatrosen nachzugeben und zurückzutreten. Ich bleibe an Bord, notfalls selbst in der Funktion eines Leichtmatrosen, sollte unser FDP-Boot tatsächlich vorübergehend sinken.

Leider läuft es bei den Parteien nicht wie bei den Trainern in der Bundesliga. Die werden natürlich auch für die Misere bei den Spielen verantwortlich gemacht und rausgeworfen, können aber dann zu einem anderen Verein wechseln, und dort wieder groß rauskommen. Bestes Beispiel: Otto Rehagel und die Fussball-Schickeria von Bayern München, die ihn rauswarf, aber nicht unterkriegen konnte. Im Gegenteil!.
.

Warten auf Wind
Deshalb muss ich in der FDP ausharren, und hoffen, dass der Wind sich wieder dreht, und erneut voll in die FDP-Segel bläst. Selbst wenn das nicht klappen sollte, kann ich ja immer noch in die Industrie gehen, wie der nunmehrige BMW-Klinkenputzer Joseph (Joschka) Fischer von den Grünen und Roland Koch von der CDU.

Lieber Großphilosoph Sloterdijk, kommen wir jetzt dazu, wie Du mir am besten in meiner gegenwärtigen verzweifelten Lage helfen kannst, indem Du nämlich die FDP unterstützt, themenmässig wieder in die Offensive zu kommen. Ansatz sollte Dein extrem steuerrevolutionärer Artikel in der ZEIT vom 2.12. 2010 sein. Der muss jetzt popularisiert, ich meine die von Dir vorgeschlagene Revolution in der Steuerfrage allgemeines Diskussionsthema werden.


Sloterdijks bahnbrechender steuerrevolutionärer Artikel

Was Du in dem Artikel geschrieben hast, dass nämlich die Steuern Zwangsabgaben sind, und die Reichen keine Steuern mehr bezahlen sollen, sondern nur Spenden, liegt voll und ganz auf unserer neoliberalen Linie.

Es ist unglaublich, wie Du es in dem Artikel geschafft hast, das Prinzip der Steuer-Zwangseintreibung zu diskreditieren, gleichzeitig den fußkranken 68ern, aber auch der SPD eins auszuwischen, und die Reichen als potentielle Gutmenschen darzustellen, die man nur von der zwangsdrückenden Steuerlast befreien muss, damit sie sich die Spendierhosen anziehen.

Mövenpick als Beispiel
Ich selbst habe das im Fall Mövenpick, einer Hotelgruppe, die einem dieser potentiellen Gutmenschen gehört, im Prinzip ja bereits erfahren. Nachdem ich versprach (und dann durchsetzte) deren Steuerlast zu reduzieren, fingen die sofort an zu spenden – an uns versteht sich.
Deine Argumente, die prinzipiell alle voll auf der Linie der FDP liegen, müssen jetzt aber einem breiteren Publikum vermittelt werden.

Ich bitte Dich daher, zunächst einen offenen Brief an die deutsche Volksgemeinschaft zu verfassen, in welchem Du dazu aufforderst, mir die nötige Rückenstärke zu geben, um diesen elenden Kritikern in meiner Partei den Mund zu verkleben.

Ganz herzliche Grüsse zu Fest und Jahreswechsel

Dein putzmunterer
FDP-Kapitän
Guidomobil Westerwelle

FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle

…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Joseph (Joschka) Fischer – ein Entnazifizierungsheld im Auswärtigen Amt
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

…und zur Sitzpartnerin im Bundestag:
Angela Merkel: Vier Versprechensergänzungen und ein Dank
Angela Merkel an Heiner Geissler: Danke, danke für Deine erfolgreiche Scheinschlichtung
Angela Merkel: Stuttgart 21 muss ein Sieg werden
Angela Merkels Glückwunschschreiben an Prinz William zur Verlobung mit Kate Middleton

Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt an Altbundeskanzler Helmut Kohl
Südliches Afrika: Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Frau Bundeskanzlerin Merkel
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel

SATIRE

CSU-Seehofer mailt an Frontbesucher und Vorneverteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

14.12. 2010
Horst Seehofer
Bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef
Franz Josef Strauss-Gedächtnisplatz 1
München

An
Vorneverteidigungsminister
Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg
z.Zt. Bundeswehr-Feldlager
Masar-i-Sharif
Afghanistan

Lieber Parteifreund Karl Theodor,

die Presse und einige ewiggestrige Oppositionspolitiker schäumen zur Zeit über Deinen Vorweihnachts-Frontbesuch in Afghanistan, versuchen sich über Dich herzumachen, und den Frontbesuch als Show kleinzureden.


Natürlich keine Show – Guttenbergs Frontbesuch mit Gattin

Lasse Dich dadurch auf gar keinen Fall beirren!

Wir in der CSU stehen geschlossen hinter Dir. Und nicht nur die CSU, sondern das deutsche Volk.

Du bist zur Zeit der beliebteste Politiker, weil Du es geschafft hast, (unbegründeten) Optimismus zu versprühen.
In Dir ruht die Hoffnung der CSU, den nächsten Kanzler zu stellen, und damit dieses Trauergesicht von Kanzlerin endlich loszuwerden.

Wo ich bin, ist vorn
Hitlers Afrika-Feldzug-General und spätere Feldmarschall Erwin Rommel sagte über sich:

Wo Rommel ist, da ist vorn.


Hitlers General Erwin Rommel

Deshalb war er bei seinen Soldaten auch so beliebt. Diesen Leitspruch könnte man auch auf Deine Afghanistan Reise anwenden.

Dort in der Kampfzone eines (sinnlosen) Krieges spielst Du den Weihnachtsmann für die deutsche Volksgemeinschaft und stärkst den deutschen Soldaten dort den Rücken. Hervorragend.

Falsche Begleitung
Allerdings, wenn Du eine kleine Kritik mir erlaubst, die ja nicht an die Presse weitergeht: Du hast die falsche Begleitung im Tross.

Ehefrauen haben bei Frontbesuchen nun wirklich nichts zu suchen, und der J.B. Kerner ist auch nicht geeignet, die Kampfmoral unserer Truppe aufzubessern.


J.B. Kerner …. ungeeignet zur Moralaufpäppelung

Ich hätte an Deiner Stelle die Heidi Klum mit ihrer Truppe von Models aus „Germanys Next Top Model“ mitgenommen, die dann leichtbekleidet vor der Truppe hätten auftreten können. Das würde sicherlich enorm die Stimmung und damit die Kampfmoral heben.

Neben Girls haben die Soldaten sicherlich auch Freude an Spaßmachern wie dem Metzgergesellen, Anspruchslosentertainer und Schadenfreude-Spezialist Stefan Raab. Insbesondere weil unsere Kämpferinnen und Kämpfer dort nichts mehr zu lachen haben.

Auch Lena wäre ein gute Wahl gewesen, die hätte neben ihrem Satellite -Liedchen mit den Soldaten nicht nur Weihnachtslieder, sondern auch ein paar Marsch- bzw. Volkslieder singen können, z.B.

„Schwarzbraun ist die Haselnuss,
schwarzbraun bin auch ich, bin auch ich,
schwarzbraun soll mein Maiderl sein …….“.

Auch das Heia Safari-Lied käme in Frage

Wie oft sind wir geschritten
auf schmalem Negerpfad

Oder aber einen Shanty wie:

Wir lagen vor Madagaskar
und hatten die Pest an Bord….

So etwas stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und vertreibt Depressionen, die sich fern der Heimat gerade in der Weihnachtszeit einzustellen drohen. Gerade auch, weil selbst den einfachen Soldaten mittlerweile mehr und mehr klar wird, daß sie dort in einem sinnlosen Krieg verheizt werden. Da heißt es: Gegenhalten.

Bitte richte den Soldaten auch von mir die allerbesten Grüße zum Weihnachtsfest aus:

Soldaten! Bayern und Deutschland schauen auf Euch, Ihr seid Deutschlands Hoffnung!.

Es grüßt Dich ganz herzlich

Dein Horst (Seehofer)

Mehr Satire zum smarten Minister Guttenberg
Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab

Und zu Anspruchslosentertainer Stefan Raab
Top-Nachricht der Woche: Stefan Raab stärkt Abteilung Unterschichtenfernsehen / Klamaukfernsehen / TV Witzchen

Stefan Raab muss Regierungssprecher werden

Keine Satire zu Raab
Stefan Raab, Schadenfreude und die fehlende Zivilcourage

Keine Satire zu Afghanistan
Abzug aus Afghanistan und Rückkehr aus Afghanistan

Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat

Aus der Hölle in Krankheit und Obdachlosigkeit – US-Soldaten nach der Rückkehr von der Front

Afghanistan: Rückt das Ende des Schreckens näher?
Vietnam damals, Afghanistan heute: Kriegsverbrechen und Irreführung
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Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
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Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a

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Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian

SATIRE

Angela Merkel: Vier Versprechensergänzungen und ein Dank

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

12.12. 2010

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
BERLIN

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

vor vier Wochen habe ich in einer großen, und mit knappen Steuermitteln finanzierten Anzeigenkampagne vier Versprechen gemacht:

1. Wie sichern die Finanzen

2. Wir schaffen die Bildungsrepublik

3. Wir sichern die Enegieversorgung

4. Wir gestalten die Gesundheitsversorgung


Merkels Versprechen

Da das Weihnachtsfest vor der Tür steht, möchte ich Ihnen allen nun doch noch etwas mehr reinen Glühwein einschenken, und ein wenig ausführlicher mit der Wahrheit zu den einzelnen Punkten herausrücken.

Zu Punkt 1 – Wir sichern die Finanzen:
Die finanzielle Lage im Euroraum ist mehr als verzweifelt.
Die finanziellen Fußkranken des Euroraums, also Portugal, Spanien, Griechenland aber auch Italien, und in Zukunft Belgien, wollen uns zwingen, ihr finanzielles Desaster zu schultern.

Das verspreche ich Ihnen, kommt auf gar keinen Fall in Frage.
Da werden die uns Deutsche noch kennenlernen.

Diese Fußkranken haben nämlich einen Plan ausgeheckt: Statt ihrer eigenen Staatsanleihen auch Bonds genannt, die sie als Ramschpapiere nur noch gegen extrem hohe Zinsen loswerden können, wollen sie nun Eurobonds einführen, die für die gesamte Eurozone auszugeben sind, und die dann als alleinige Anleihen im Euroraum fungieren sollen.


Nicht mit uns

Der Eurobond-Zinssatz, weil auch wir mit unserer geballten Wirtschaftskraft dahinterstehen, würde dann um einiges niedriger, als der Fußkranken-Anleihen Zinssatz sein, aber für uns wäre das eine erhebliche Verschlechterung. Es würde nämlich bedeuten: wir müssten für die Eurobonds – wir hätten ja dann keine eigenen Bundesanleihen mehr – erheblich mehr Zinsen bezahlen, als wir bisher für unsere wertvollen Schatzbriefe bezahlen müssen.

Mit anderen Worten: Diese Länder wollen an dem von uns hart erarbeiteten Wohlstand teilhaben, indem sie von unserer Bonität profitieren..

Diese Form der kommunistischen Solidarität gibt es für mich nicht. Im Euroraum gilt in Krisensituationen in Zukunft das Gesetz des Stärkeren, und das sind wir.

Euro ist Sonnenscheinwährung
Der Euro ist und bleibt eine Sonnenscheinwährung. Wenn, wie jetzt, es nicht nur regnet, sondern es sogar schneit, und Väterchen Frost Einzug gehalten hat, muss jedes Mitgliedsland selbst sehen, wie es zurande kommt, bzw. wo es die Kohlen zum Heizen herbekommt. Aus dem Ruhrgebiet jedenfalls nicht.

Irland war da eine Ausnahme. Jetzt aber ist ein- für alle Mal Schluss.

Allerdings kommt ein Austritt Deutschlands aus dem Euro-Währungsverbund vorläufig – jedenfalls solange wir noch Nutzen aus ihm ziehen – auch nicht in Frage. Der Euro ist nämlich für unsere Exporte in den Euroraum außerordentlich hilfreich.

Ohne Euro kämen diese Spaghetti-, Paella- und Schafskäse produzierenden Länder nämlich auf die Idee, ihre lokalen Währungen in Krisensituationen einfach abzuwerten. Damit wären viele unserer Produkte – schließlich gehen 60% unserer Exporte in den Euroraum – gegen Importe aus anderen Ländern nicht mehr konkurrenzfähig. Länder wie China würden dann sich hier in Europa noch breiter machen, als sie es jetzt leider ohnehin schon tun.

Natürlich bedeutet das Festhalten am Euro in den fußkranken Ländern, dass diese drastische Sparmaßnahmen einzuführen haben, die auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stoßen, Sparmaßnahmen, die sich im Falle einer lokalen Abwertung erübrigen würden.
Die Menschen würden das dann nämlich erst verzögert durch die Inflation und Verteuerung von Importwaren in ihrem Geldbeutel spüren, aber nicht so unmittelbar wie bei Lohn- und Rentenkürzungen.

Was die Proteste angeht, so verweise ich gerne auf unser hervorragendes Sortiment von Armeewaffen und Polizeiausrüstungen, das wir im Bedarfsfalle sehr gerne in diese Länder exportieren.

Zu Punkt 2 – Wir schaffen die Bildungsrepublik
Wir schaffen die Bildungsrepublik in Zukunft durch ein Hartz IV- Bildungsangebot für schwache Einkommensgruppen, für die wir in der Zukunft den Unterricht mehr und mehr in das Internet verlegen.

Zu Punkt 3 – Wir sichern die Energieversorgung
Die Energieversorgung sichern wir, indem wir die Laufzeiten der Atomkraftwerke unbegrenzt verlängern, und den Atommüll in Sibirien lagern.

Ich habe mit dem lupenreinen russischen Demokraten Putin (Ex-Kanzler Schröder über Putin) schon darüber gesprochen, und er hat mir lachend erzählt, dass er schon eine ganze Reihe von Atomkippen besitze, wo der deutsche Dreck, gegen entsprechendes Geld, problemlos (umweltschädlich) gelagert werden könne. Wegen eventueller Proteste in Russland bräuchten wir uns keine Gedanken zu machen, er wisse, wie man mit so etwas umgehe.

Zu Punkt 4 – Wir gestalten die Finanzierung des Gesundheitswesens
Auch bei der Gesundheitsversorgung haben wir große Pläne.

Der frühere Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm sagte einmal:

Wo ein Krankenhaus-Bett ist, da ist auch ein Kranker.

Also mit anderen Worten: Mit weniger Betten gibt es auch weniger Kranke.

Deshalb sehe ich der zu erwartenden Insolvenz einer ganzen Reihe von Krankenhäusern in der nahen Zukunft mit großer Gelassenheit entgegen. Sie wird nicht zur Katastrophe, sondern zum Gesundschrumpfen unserer Bevölkerung führen.

Um die niedergelassenen Ärzte bei der Stange zu halten, werden wir in Zukunft denen gestatten, nicht nur einen Teil ihrer nicht mehr gegenüber den Kassen abrechenbaren Dienstleistungen direkt an ihre Patienten zu verkaufen – das werden wir eher noch ausdehnen – sondern bei sich in den Praxen auch wertvolle Diäten und Nahrungsergänzungsstoffe feilzubieten, was zu einer guten Einkommensaufbesserung führen wird.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen allen ein frohes Fest und ein erfolgreiches Neues Jahr.

Und vergessen Sie bitte nicht: Du bist Deutschland.

Danke!

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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