SATIRE

Hoppla, jetzt komm ich – oder: Advokat Schwenn, der Aufmischer vom Kachelmann-Prozess

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail erreichte mich heute von einem Prozessbeobachter:

Mannheim 3.12. 2010

Die lang ersehnte Wende im Prozess gegen den unschuldigen Wetterfrosch Kachelmann ist bereits und erwartungsgemäß eingetreten. Sehr erfreulich.

Kachelmanns neuer Anwalt, Johann Schwenn aus der Freien und Hansestadt Hamburg, hat dem Mannheimer Landgericht „Mores gelehrt“. Kurzgefasst:

– Bisheriger Anwalt Birkenstock: Alles falsch gemacht.

– Geplante Gutachter: Entweder unfähig oder voreingenommen oder beides.

– Bisherige Zeugen: Unglaubwürdig, oder von der Regenbogenpresse gekauft oder beides. Daher: Wiederanhörung erforderlich

– Öffentlichkeit: Grundsatz mehrfach verletzt, bereits absoluter Revisionsgrund

– Neues wichtiges Beweismittel: Brotdose, die belastenden E-Mails zwischen den Butterbroten versteckt.

Das Gericht schwankt zwischen Trotz und Angst.

Post geht ab
Fest steht: in Mannheim geht jetzt richtig die Post ab und die Nachrichten von Kachelmanns neuen Advokaten und dessen hochgradig beeindruckendes Auftreten vor Gericht haben selbst den Deutschlandabschaffer Sarrazin von den Titelseiten der Printmedien verdrängt.
Und die Qualitätsjournalistin Sabine (ZEIT)-Rückert hat uns in einem langen ZEIT-Artikel diesen Top-Advokaten Schwenn auch menschlich und fachlich so richtig nahegebracht. Ein Anwalt, mit dem sie natürlich sehr gerne zusammenarbeitet. Zu solch einem wunderbaren Menschen, einem sogenannten Gutmenschen, braucht man auch keine professionelle journalistische Distanz mehr zu wahren. Die wäre hier völlig fehl am Platze.

Danke, danke Frau Sabine und Glückwunsch Herr Schwenn!

Die deutsche Presse schwankt ansonsten noch ein wenig zwischen Abscheu (Ex Focus Chefredakteur Markwort) und Hochachtung (Donnerwetter, dieser
Schwenn, Tornado in Mannheimer Landgericht Saal 1, etc.)

Wie ein Mann hinter Schwenn
Aber die deutsche Volksgemeinschaft steht bereits fast wie ein Mann hinter Schwenn und dem Wetterfrosch.

Das neue Rubrum bzw. Aktenzeichen der Prozessakte sollte jetzt lauten:

Strafsache gegen Mannheimer Richter, Staatsanwälte, Gutachter und andere, Az. 1 KLs 007 / 2010.
Anklagevertreter: Rechtsanwalt Johann Schwenn.

Hier ein paar repräsentative Stimmen aus dem Deutschen Volk (in Original-Rechtschreibung) aus der Tageszeitung „Die Welt“ von heute:

– Schwenn for President

– wenn jmd. wie Schwenn bei einer Vernehmung dabei ist, nimmt er den Befragten solange in die Mangel, bis die Wahrheit ans Tageslicht kommt.

– es ist ein genuss, zu lesen, wie schwenn, denen mal klar macht, welchen Durchblick man haben sollte..

– Was meint ihr, wie er die Damen dann vor Gericht auseinandernehmen wird? Der gute Mann hat 33 Jahre Erfahrung als Anwalt, der zerreißt die in der Luft, dass ihnen hören und sehen vergehen wird..

– Man muss Schwenn einfach lieben

– Viel Glück für JK u. Hr. Schwenn!!!.

– Einfach toll was hier abgeht ..! nur weiter so …!! das Blatt dreht sich langsam in eine andere Richtung…!!.

– Nun kommt der Hamburger Anwalt daher und fuehrt die kleinen Provinzfuerste in ihrem
staatsgeschuetzen, amateurhaften Verhalten vor …!!!

– Schon beruhigend zu wissen, dass es Rechtsanwälte gibt, die richtig zupacken und ein Feuerwerk prasseln lassen. Herr Schwenn, auch wenn Sie sicherlich enorm teuer sind, Sie sind jeden Cent wert. Volle Breitseite auf die Kammer loslassen, die Zeuginnen und Gutachter zerpflücken und das Absurde an dem ganzen Prozess mit chirurgischer Präzision herausarbeiten, jawoll, das hat gefehlt. 🙂 Und jetzt Vollgas ! Wäre ich Anwalt, ich würde sogar dafür bezahlen, Ihr Assistent zu sein..

– Könnt ich ihn bezahlen wäre es mein Mann als Anwalt..

– Endlich kommt bewegung rein, das war ja furchbar vorher.

– Jetzt sind die Roben dran. Und dann geht’s mit Schadenersatz an Burda weiter. Ein SIR Rufus Isaacs deutscher Rechtsprechung..

– Jetzt werden der Selbsherrlichen Justiz endlich mal die Grenzen gezeigt..

– Gut so, wenn da einer aufpasst, schade nur, dass die vielen Anwaltsschläfer auch Geld verdienen und mit Müßiggang den Tag vertreiben

– Bravo !!!!!! ein guter Mann !

– Wenn Herr Kachelmann es NICHT getan hat, dann wird dieser Anwalt ihn frei bekommen.

So weit Volkes Stimme.

Wie sagten doch die Römer: Fiat iustitia et pereat mundus. Jedenfalls dann, wenn man den Richtern in Mannheim einfach freien Lauf liesse. Aber da steht jetzt ein hochbegabter Schwenn mit der roten Karte, wie eindrucksvoll.

Jetzt heisst es vielmehr: Gute Nacht Mannheimer Landgericht. Auch die Volksgemeinschaft ist gegen Euch. Zieht Euch warm an, nicht nur wegen des Winters. Gegen einen Tornado habt ihr kaum Chancen. Insbesondere wenn der aus Hamburg kommt. Dort, wo einstmals der hochprofessionelle Journalismus zu Hause war – ausserhalb des Springer Verlags, versteht sich – wie z.B. Gerichtsreporter Gerhard Mauz. Oder ein Anwalt wie Heinrich Senfft.
Aber jetzt haben wir eben Sabine (ZEIT)-Rückert. Ist ja auch was.

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Spät, Wetterfrosch Kachelmann, aber nicht zu spät

Dr. Alexander von Paleske

30.11. 2010

Sehr geehrter Herr Wetterfrosch Kachelmann,

ich habe lange auf diese Entscheidung gewartet, und hatte meine Hoffnung eigentlich schon aufgegeben.

Aber im Herbst des gegen Sie angezettelten Gerichtsverfahrens haben Sie sich zu dieser dramatischen Wende entschlossen: Rechtsanwalt Schwenn muss es machen, der Mann, den die Qualitätsjournalistin Sabine (ZEIT)– Rückert Ihnen, bzw. ihrem nun fortgeschickten Anwalt Birkenstock, schon von Anfang an empfohlen hatte, und mit dem sie sehr gerne im Rahmen ihres Freispruchplädoyers in der ZEIT zusammenarbeiten wollte.

Endlich so weit
Nun endlich ist es soweit. Wie wunderbar.

Und der bekannte Anwalt aus der Freien und Hansestadt Hamburg hat auch nicht eine Sekunde gezögert, den vollen Angriff gegen die Strafkammer und die Staatsanwaltschaft in Mannheim zu fahren, aus profunder Kenntnis der Dinge heraus, obgleich er bisher gar nicht am Strafprozess teilgenommen hat, eine Leistung, die besondere Würdigung verdient.

Richtig gefreut hat mich das, denn es geht ja nicht nur um Sie, Kachelmann, es geht ja auch um die Qualitätsjournalistin Sabine (ZEIT) Rückert, die völlig blamiert dastünde, wenn auf ihr Presse-Freispruchsplädoyer nicht auch der Freispruch folgen würde, oder zumindest ein so krasses Fehlurteil, dass selbst dem dümmsten Staatsbürger klar werden würde, dass die Staatsanwälte einen total Unschuldigen gnadenlos verfolgt haben.

Cicero als Angriffsplattform
Besonders geschickt fand ich auch, dass dieser ausserordentlich begabte Anwalt Schwenn sich als Plattform für den ersten Frontalangriff das hochgradig intellektuell ausgerichtete Bildungsmagazin mit dem vielversprechenden Namen Cicero ausgesucht hat, das von dem hervorragenden Qualitäts-Herausgeber Michael Naumann geleitet wird, der früher auch mal bei der ZEIT tätig war, aber sich auch mal als (erfolgloser) SPD Bürgermeisterkandidat in Hamburg versucht hat.

Hervorragende und mutige Herausgeber-Gestalt
Michael Naumann ist eine wirklich hervorragende Herausgebergestalt, die keine Angst selbst vor Generalstaatsanwälten hat, diese notfalls grob beschimpft, wie den seinerzeit wirklich unabhängigen Generalstaatsanwalt Dr.Hansjürgen Karge, den dieser Naumann als „durchgeknallten Staatsanwalt“ bezeichnet hatte, nur weil dieser gewagt hatte, bei einem koksenden Fernsehmoderator mal in der Wohnung nachzuschauen.

Die kritische Stellungnahme Naumanns dazu belegt nur allzu deutlich seine, Naumanns, hochgradige intellektuelle Kompetenzen und Fähigkeiten.

Möglicherweise hat dieses forsche Auftreten des Herrn Naumann in einer Talkshow ja auch ihren hochverehrten Spitzenanwalt Schwenn zu dieser Attacke auf die Staatsanwaltschaft Mannheim in diesem Cicero-Blatt inspiriert. Glückwunsch zu diesem Mut.

Pest unserer Tage
Nein, nicht die Sexualdelikte sind die Pest unserer Tage, wie Ihr Anwalt in dem enorm anspruchsvollen Cicero-Artikel zu Recht feststellt, sondern die Vorverurteilungen in der Presse.

Gerade deshalb brauchen wir solche standhaften Verteidiger wie Rechtsanwalt Johann Schwenn, und solche durch und durch aufrechten Qualitätsjournalisten, wie die Frau Sabine (ZEIT)-Rückert.

Gegen den Glauben des Volkes und der Staatsanwaltschaft an die sexuellen Abartigkeiten in höheren Kreisen ist einfach kein Kraut gewachsen. Da gebe ich Ihnen völlig Recht.

Und auch, dass die Staatsanwälte und die Gerichte sich auf unzuverlässige Sachverständige verlassen, das geht einfach nicht. Hier muss der Angeklagte als „Zeuge in eigener Sache“ eingeführt werden, sodass dann Zeugenaussage gegen Zeugenaussage steht, es also zu einem sogenannten „Non Liquet“ kommt, mit dem Freispruch in der Folge.

Diese Reform des altertümlichen deutschen Strafprozessrechts ist schon lange überfällig..

Ich denke, Sie werden nach erfolgtem Freispruch diese übermütigen Mannheimer Strafverfolger erst mal richtig zur Rechenschaft ziehen, und ein langes Exklusivinterview in der ZEIT geben. Themenschwerpunkt: Die neue Aufgabenstellung der Presse bei der Durchsetzung der Unschuldsvermutung verbunden mit den Wetteraussichten für den kommenden Winter.

Herr Kachelmann, dank Spitzenanwalt Schwenn kann man eigenlich jetzt schon sagen: Alles wird gut. Ich jedenfalls drücke Ihnen alle Daumen und meine Zehen noch dazu. Herr Schwenn wird es schon richten und dem Gericht, der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage zeigen, wo der Hammer hängt.

Allerherzlichste Grüsse

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin, Hämatologie
Leitender Arzt
Mpilo Hospital
Bulwayo/Simbabwe
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)

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Nicht Satire:
Zur Beschimpfung von Generalstaatsanwalt Dr.Hansjürgen Karge durch Michael Naumann siehe hier:
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?

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Angela Merkel an Heiner Geissler: Danke, danke für Deine erfolgreiche Scheinschlichtung

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox:

28.11. 2010
Angela Merkel
-Bundeskanzlerin-
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Heiner Geissler
Schlichtungsbüro
Schlossplatz 21
Stuttgart

Lieber Heiner,

vielen herzlichen Dank für die Vorabüberlassung Deines für Dienstag angesetzten Schlichterspruchs, und ganz herzlichen Dank, für Deine hingebungsvolle Arbeit als „Schlichter“ für die Durchsetzung des Projekts Stuttgart 21

Ziel erreicht
Damit haben wir das Ziel erreicht: Der Widerstand erlahmt, gestern waren es nur noch ein paar Hundert unverbesserliche und uneinsichtige Demonstranten.

Stuttgart 21 wird nun, mit kleinen, von Dir vorgeschlagenen – letztlich aber unwesentlichen – Änderungen, ohne größeren Widerstand gebaut werden. Die Dauerverlegung größerer Polizeikontingente in die Landeshauptstadt erübrigt sich damit.

Natürlich wissen wir alle, dass dieses Projekt die Baufirmen mästen und nur den Flugreisenden eine wirkliche Verbesserung bringen wird.

Aber hier ging es ja um wesentlich mehr: Können wir es zulassen, von der Straße her unter Druck gesetzt zu werden? Das betrifft nicht nur Stuttgart 21, sondern auch die von uns jetzt durchgesetzte Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und damit die Entsorgung nach Gorleben.

Exempel statuiert
Mit Stuttgart 21 haben wir damit ein Exempel statuiert.
,
1. Wir setzen, einmal beschlossen, auch völlig unvernünftige Projekte durch.

2. Wir weichen nicht dem Druck der Strasse.

3. Wir bleiben in der Form flexibel, hören uns alle Gegenargumente notfalls an, bleiben aber in der Sache knallhart und überzeugungsunwillig.

4. Wir setzen im äußersten Notfall einen „Schlichter“ ein, um dem Druck eine Art Ventil zu verschaffen, so wie seinerzeit der Hyde Park Corner in London eingerichtet wurde.

Danke, Großschlichter Heiner
Lieber Heiner, Du hast diese Aufgabe mit großer Bravour erledigt, und dies trotz Deines hohen Alters, indem Du alle hast zu Wort kommen lassen, während gleichzeitig die Zahl der Teilnehmer an den Demonstrationen abnahm.

So haben wir es geschafft, uns in den von Herrn Kachelmann zutreffend prognostizierten kalten Winter zu retten, der dem letzten Rest nimmermüder Gegner das Demonstrieren endgültig verleiden wird.

Nun kommt es darauf an, eine Reihe von sogenannten Bashern anzustellen, die in den Internetforen wenn schon keine Stimmung für Stuttgart 21 machen, wenigstens dort Defätismus verbreiten können.

Mit herzlichen Grüssen aus dem Bundeskanzleramt

Deine Angela

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Botschaft des EU-Rettungsschirmers Klaus Regling an das Deutsche Volk: Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Botschaft fand ich heute in meiner Mailbox:

25.11. 2010
Klaus Regling
EU-Rettungsschirmherr
Brüssel

Guten Morgen Deutschland,

Glückauf mit dem Euro. Es bestehen keinerlei Gefahren, wir haben hier in Brüssel alles im Griff.

Gerade habe ich in einem Interview mit Deutschlands wirklich seriöser Tageszeitung, der BILD, „Niemand nimmt den Deutschen etwas weg“ die Befürchtungen erst einmal zerstreut, dem Euro würde Gefahr drohen.

Das will ich hier noch einmal präzisieren.
Irland ist pleite, Griechenland sowieso, Portugal folgt, Spanien und Berlusconi-Mafia-Land Italien stehen schon Schlange und am Horizont taucht Belgien als neuer Wackelkandidat auf..

Bestens gewappnet
Aber wir sind bestens gewappnet.
Wir kaufen die irischen Staats-(Schrott-)anleihen und später die der anderen Pleite-Staaten, die jetzt keinen Käufer mehr finden, tauschen sie gegen EZB-Anleihen um, also ersetzen sozusagen einen Wechsel durch einen anderen.

Für diese Anlagen bürgen dann Deutschland, Frankreich und die Niederlande.

Im Wirtschaftsleben ist das als Wechselreiterei strafbar, aber wir sind ja Staat, uns kann keiner. Wir nennen das hier in unserer Behörde spasseshalber „aufmotzendes Verhübschen von Anleihe-Schrott“ .

Für diese Euro Anleihen finden wir immer noch genügend Abnehmer – vorläufig jedenfalls.

Schöner Reibach
Deutschland und die anderen Bürgen werden, wie ich in meinem Interview mit der BILD schon sagte, einen schönen Reibach machen – kurzfristig versteht sich – denn die Pleite-Länder müssen ja Bürgschaftsgebühren an Deutschland abführen. Im Falle Griechenlands sind das bis zu 600 Millionen Euro alleine für Deutschland.. Da wird sich Herr Schäuble aber freuen, und nicht nur der.

Natürlich ändert das nichts an der maroden Lage in den Pleite-Ländern. Dort müssen vor allem der Bevölkerung die Steuer-Daumenschrauben angezogen, und im Falle Irlands, die Auswanderung vorangetrieben werden.

Allerdings müssen wir parallel dazu diesen Staaten helfen, die Polizei und das Militär aufzurüsten, um die zu erwartenden Unruhen im Keime zu ersticken.

Natürlich kann ich, wie ich das in dem BILD-Interview getan habe, das deutsche Volk erst einmal beruhigen, jedenfalls für ein paar Monate, um die Zeit zu überbrücken, bis die neuen Druckmaschinen installiert sind, mit denen wir den Markt mit frischen Euros überschwemmen werden.

Denn letztlich muss etwa die Hälfte des Volksvermögens auch in Deutschland durch Inflation entwertet werden, um diese exorbitanten Belastungen finanzieren zu können.

Dabei kommt Deutschland noch relativ gut weg, denn in den Pleiteländern werden es mindestens 75% sein, durch die Kombination von Inflation, hohen Steuern, Verlust von Arbeitsplätzen und Verfall der Grundstückspreise.

Währungsreform nötig
Mittelfristig werden wir den Euro abschaffen, in Deutschland wird die Reichsmark äh, ich meine die Deutsche Mark wieder eingeführt.

Die Pleiteländer müssen dann wieder ihre Schwachwährungen reaktivieren, also Peseten, Lire, Drachmen etc., die sie dann regelhaft im Jahresrhythmus abzuwerten haben.

Ich denke, dass wir so die Krise in den Griff bekommen.
Also insgesamt kein Grund zur Aufregung.

Glückauf Deutschland, schlafe gut.

Klaus Regling


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Angela Merkels Glückwunschschreiben an Prinz William zur Verlobung mit Kate Middleton

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

16.November 2010
Angela Merkel
-Bundeskanzlerin –
Im Regierungsviertel 1
Berlin

An
Seine Durchlaucht
Prinz William von England
& Kate Middleton
Royal Quarter 3
London
Vereinigtes Königreich

Hochwohlgeborener Herr Prinz,
sehr geehrte Miss Middleton,

Meine allerherzlichsten Glückwünsche zu Ihrer Verlobung.

Ganz Deutschland, von ein paar linken Fußkranken der Weltrevolution einmal abgesehen, hat sich riesig über diese enorm wichtige und beglückende Nachricht gefreut, und fiebert schon der Hochzeit entgegen.

Auch Elfriede Schalom vom Blendergut in Kampen/Sylt rief mich gestern abend ganz aufgeregt an, und versprach mir, für ihren fortschrittlichen Verlag nun einen Sonderkorrespondenten nach London zu entsenden, der ständig das Deutsche Volk über die spannende Zeit bis zur Hochzeit auf dem Laufenden halten wird.

Darüberhinaus hat Deutschlands absolut führende seriöse Tageszeitung BILD eine Ablade- und Sammelstelle für Glückwünsche aus dem Deutschen Volk eingerichtet:


Ablade- und Sammelstelle

Diese wunderbare royale Ablenkung wird umso wichtiger, als Europa ja in eine massive Finanzkrise geschlittert ist. Irland ist pleite, also werden wir erst einmal Irland aus der Patsche helfen müssen.

Auf dem Fuße folgen dann: Portugal, Spanien, Italien und erneut Griechenland.

Da dies so gar nicht mehr finanziert werden kann, haben wir europäische Staatsmänner, in schwerer Verantwortung, beschlossen, alsbald die Gelddruckmaschinen auf Volldampf laufen zu lassen, um so den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Dass damit die Sparguthaben der Kleinsparer entwertet werden, aber auch die Lebensversicherungen und die Renten, ist ein unvermeidlicher Kollateralschaden.

Der Euro wird auch für Deutschland zur Camembert-Währung, und da ist es natürlich wichtig, das Volk mit solch schönen Verlobungs-Geschichten, wie aus 1001 Nacht, abzulenken..

Um den dann wertloseren Geldscheinen ein besseres Aussehen zu geben, würde ich gerne ein Foto von Ihnen beiden auf den Geldscheinen platzieren lassen, auch wenn Ihr Königreich nicht Mitglied der Euro-Verlustzone ist.


Muss auf die Euro-Scheine: 1001 Nacht-Märchen-Paar. Screenshot: Dr. v. Paleske

Gleichzeitig habe ich mir überlegt, wie wir die Bande zwischen Ihrem Herrscherhaus und dem deutschen Vaterland etwas enger gestalten könnten.

Zwar fließt ja auch in der britischen Königsfamilie bereits Deutsches Blut über die Battenbergs (bei Frankenberg (Eder), deren englische Abkömmlinge, die sich später, um Spuren zu verwischen, in Mountbatten umbenannten.

Aber die Bande sollten doch erneuert werden, und da denke ich an Prinz Harry, der sicher bei uns in Deutschland etwas Besseres finden kann, als diese Chelsy Davy aus Mugabes Simbabwe.

Ich werde gleich mal bei Gala und Bunte anrufen um zu klären, wer da aus dem deutschen Hochadel am besten in Frage käme.

Herzliche Grüsse
Angela Merkel
Bundeskanzlerin
der Bundesrepublik Deutschland

P.S. Bitte vergessen Sie nicht, auch mich zu Ihrer bevorstehenden Hochzeit einzuladen, ich freue mich schon riesig darauf.

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Der Theodor, der Theodor der steht bei uns im Rohstoff-Militär-Kontor

Dr. Alexander von Paleske

……wie der Knall auch kommt, wie der Gewehrschuss auch geht
der Rohstoffhandel der steht, ja der steht.

Pflicht zur Wahrheit
Was Willy Brandt einst sagte, dass nämlich der deutsche Bundeskanzler dem deutschen Volk die Wahrheit zu sagen hat, das gilt natürlich nicht weniger für die deutschen Bundesminister.

Heute hat nun der ausserordentlich smarte deutsche Verteidigungsminister Baron von und zu Guttenberg nach dieser Maxime gehandelt, und auf einer Sicherheitskonferenz in Berlin Klartext gesprochen, wofür das deutsche Volk ihm natürlich außerordentlich dankbar ist.

Er machte klar:

“ Deutsche Wirtschaftsinteressen müssen auch militärisch abgesichert werden. Darüber müsse „ohne Verklemmung“ gesprochen werden“

Er sagte weiter:

„dass der Bedarf der aufstrebenden Mächte an Rohstoffen steige, was zu einer Verknappung führe und das wirtschaftliche Wohlergehen Deutschlands beeinträchtigen könne. Da stellen sich Fragen auch für unsere Sicherheit, die für uns von strategischer Bedeutung sind.“

Zwar war er nicht der erste, der ehemalige Bundepräsident Köhler tat es bereits zuvor, aber Baron Guttenberg reitet zur Zeit auf der Welle der Smart-Zustimmung, und da ist es einfacher, die „Katze aus dem Sack zu lassen“, ohne schwerwiegende Nachteile bzw. einen Absturz in den Zustimmungswerten befürchten zu müssen.

Der deutschen Industrie und damit dem deutschen Volk droht nämlich schon sehr bald eine Verknappung der Rohstoffe.

Vorbei sind leider die Zeiten, in denen sich die Anbieter auf den internationalen Rohstoffmärkten drängelten, und sich gegenseitig unterboten, um schließlich zu Dumping-Preisen ihre mühsam aus der Erde gebuddelten Reichtümer zu verkaufen.

Mittlerweile drängeln sich die Käufer auf diesen Märkten, um an diese Rohstoffe heranzukommen und überbieten sich gegenseitig.

Und es werden immer mehr Käufer. Insbesondere die Volksrepublik China, aber nicht nur die alleine, spielt eine für uns außerordentlich schädliche Rolle, indem sie immer mehr in Afrika aktiv wird, sich einen Dreck um den Typ der Regierungen und Menschenrechtsverletzungen kümmert, und sich dadurch Wettbewerbsvorteile verschafft..

Kupfer, Erdöl, Coltan, Cobalt, Nickel, Uran, Zinn, Eisenerz , Kohle, aber auch Gold und Diamanten und Edelhölzer werden immer knapper und teurer. Das kann so nicht weitergehen.

Nicht tatenlos zusehen
Wir können und dürfen nicht tatenlos zusehen, wie Schwellenländer sich diese natürlichen Reichtümer einfach unter den Nagel reißen.


Mail and Guardian vom 12.11. 2010 …… wir dürfen nicht tatenlos zusehen

Wenn gute Worte und angemessene Preise nicht helfen, dann muss die Devise heißen: Knüppel aus dem Sack. Unsere geliebte Bundeswehr muss dann unseren guten Worten etwas mehr Gehör und Nachdruck verschaffen.

Kurz gefasst:

—-Freiwillig Rohstoffe her
— oder es marschiert die Bundeswehr.

Nur böswillige Sarrazin-Immigranten würden so etwas als Kanonenbootpolitik oder gar als Neokolonialismus verteufeln, weil ihnen der deutsche Patriotismus fehlt.

Zu Zeit werden die Landkarten Afrikas auf Vordermann gebracht, wie ich aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hörte.

Gerne wären wir auch in der Mongolei unterwegs, aber das liegt zu nahe an China dran. Mit diesem roten Drachen legen wir uns besser nicht an.

Auch alte Gesänge aus der Kolonialzeit sollen offenbar popularisiert werden, wie Heia Safari, das in den 60er und 70er Jahren noch zum Liedgut der Bundeswehr gehörte:
.
Wie oft sind wir geschritten
Auf schmalem Negerpfad,
Wohl durch der Wüste Mitten,
Wenn früh der Morgen naht.
Wie lauschten wir dem Klange,
Dem altvertrauten Sange
Der Träger und Askari:
Heia, heia, Safari.

Weiter so Baron von und zu Guttenberg, weiter so Deutschland.

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Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Minister Guttenberg gratuliert Supertalent Lena Meyer- Landrut
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab

Kommentare .

ptolemaios (Gast) – 9. Nov, 19:37
Gutti, der Atlantiker
Der Gutti hat ga schließlich als Beirat der Atlantischen Initiative e. V. gewisse Verpflichtungen gegenüber den Globalisten. Übrigens, der Flugkostensparer Özdemir ist auch bei dem Verein!

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Thilo Sarrazin: Gute Nacht Deutschland, ich bin wieder da und noch mehr

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox.

31.10. 2010

Thilo Sarrazin
Deutschlanderneuerungsirrpfad 1
Berlin

Hallo Deutschland,

melde mich von meinem Kurzurlaub zurück und werde verstärkt in die Debatte „Was machen wir mit den unnützen Fremden“ eingreifen.

Heute habe ich schon einmal der BamS, auch Bild am Sonntag genannt, ein Interview gegeben.

Diese Wochenzeitschrift, die ja vorwiegend von Intellektuellen gelesen wird, war für mich die geeignete Bühne, um die zweite Angriffswelle gegen diese Ausländerfreunde und Deutschlandabschaffer loszutreten.

Elfriede Schalom vom Blendergut in Kampen, die mir auch viele aufmunternde Worte in den vergangenen strapazenreichen Wochen hat zukommen lassen, in denen ich mich mit den lächerlichen Argumenten meiner Gegner und Feinde auseinandersetzen musste, bat mich darum, und ich habe natürlich sofort freudig zugesagt.

Präzise Vorschläge
Ich habe meine Vorschläge in dem grossartigen Interview weiter präzisiert und stelle sie hier noch einmal vor:

1. Sofortige Rückführung aller Türken und Araber, die weder Deutsch sprechen, noch den Namen Sarrazin richtig schreiben können.

2. Kontrolle aller türkischstämmigen Familien, ob sie das türkische Fernsehen einschalten, statt Schadenfreude-Raab oder das erzieherische und informative Nachmittagsprogramm von RTL ansehen.
Wer türkisch fernsieht braucht eine Fahrkarte in die Türkei, einfache Fahrt versteht sich.

3. Verschärfung der Druckmittel gegen solche Ausländer, die zwar deutsch sprechen, aber ihre Heimatkultur pflegen. Die sollen vielmehr morgens aufstehen und schon ein deutsches Volkslied auf den Lippen haben, wie das Schlesierlied:

„Wir seh’n uns wieder (aber wann?) mein Schlesierland, mein Heimatland – wir seh’n uns wieder am Oderstrand“

oder

„im Frühtau zu Berge wir zieh’n fallala…“

und nach dem gemeinsamen Absingen dann eines ihrer Kinder losschicken, um die Bild-Zeitung zu kaufen. Gerade daran zeigt sich gelungene Integration.

4. Druck muss sein, der hilft, wie beim Dampfkochtopf, wo das Gemüse dank der Druckerhöhung auch schneller gar wird. Dieser für Mittwoch angesetzte Integrationsgipfel ist lächerlich. Wir brauchen Maßnahmen, die auch wehtun.

5. Das Problem der arrangierten Ehen lässt sich hier in Deutschland nicht lösen. Das geht nur so, dass deren Kinder entweder gar nicht nachkommen, bzw. sofort zurückgeschickt werden, wenn sie ins heiratsfähige Alter kommen, damit sind wir das Problem los.

6. Wenn wir nicht genügend deutsche Arbeitskräfte hier in Deutschland finden, selbst solche, die schon im rentenfähigen Zustand sind, dann muss die Produktion ins Ausland verlegt werden, z.B. in die Türkei. Fortführung von Produktionen mit Fremdarbeitern, das muss ein Ende finden, selbst um den Preis, dass damit in Deutschland für Deutsche ein paar Arbeitsplätze mit wegfallen.

Von Ressentiments zum Befreiungsschlag
Den großen Erfolg meines Buches, „Deutschland und seine Abschaffer“, führe ich auf die weit verbreiteten Ressentiments zurück, deren einziger Wortführer bisher die NPD und verwandte braune Parteien waren.

Aber mit denen wollen es die allerwenigsten zu tun haben, ich auch nicht. Ich habe es aber geschafft, diesen Rechtstendenzen Ausdruck zu verschaffen, ohne dass man dabei gleich an Adolf Hitler oder aber an die NPD denken musste, sondern stattdessen an den SPD-Mann Sarrazin.

Mir und meiner rastlosen Aufklärungsarbeit ist es zu verdanken, dass die offene Ablehnung von Muezzinen, Türken, Kopftüchern, ausländischen Obst- und Gemüsehändlern in den Mainstream integriert werden konnte, sie aus dem Tabu gerissen und somit voll gesellschaftsfähig wurde..


Das bin ich, der politische Kaltduscher Thilo Sarrazin

Das war wie ein Befreiungsschlag für viele, der mich auch noch reich gemacht hat, gemäß dem Motto „ frei sein, reich sein, rechts muss mit dabei sein.“

Kaffee statt Tee
Die Frage einer neuen Partei stellt sich für mich vorerst nicht. Ich werde stattdessen eine Gruppierung wie die Tea-Party dieser hochintelligenten Sarah Palin ins Leben rufen.


Eindrucksvolles Plakat der „Tea Party“

Als Namen habe ich KPG ins Auge gefasst, “Kaffee Pressure Group“. Kaffee weil Tee ja schon vergeben ist, und natürlich wegen der schwarzen Farbe.

Wir werden überall Ortsgruppen einrichten, die allen Kandidaten, die in der Ausländerfrage nicht auf unserer Linie liegen, Stolpersteine in den Weg legen, sodass sie sich rasch, wie dieser Seehofer, ein populistisches Mäntelchen überwerfen, um bei Wahlen nicht durchzufallen.

Ganz besonders hat mich deshalb gestern dieser Aufmarsch von diesen Komödianten wie Stephen Colbert und Jon Stewart vor dem Capitol in Washington DC/USA geärgert, die damit diese wunderbare Sarah Palin und den Spitzenmoderator Glenn Beck verhohnepiepeln wollten.

Ich hätte diese Veranstaltung an diesem Platz verboten und stattdessen als Ausweichquartier diesen Neuhippies Woodstock angeboten.

So jetzt erst einmal gute Nacht Deutschland, ich werde mich alsbald wieder mit meinen Heilsideen zu Wort melden.

Euer Thilo Sarrazin

Zu Sarrazin
Sarrazin – Sag zum Abschied leise: EINEN RIESEN MEHR
Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Buchsensation des Jahres: Sarrazins Weisheiten oder: Deutschland durch die Brille eines politischen Kaltduschers
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin

Zu Sarah Palin und ihren Unterstützern
Rupert Murdoch bläst zum Angriff auf Obama
Rupert Murdoch – Citizen Kane in der Aera der Globalisierung
Die Rache der Sarah Palin
Rettet Rupert Murdoch den guten Journalismus?

Zu Bild-Diekmann und Elfriede Schalom
Herbert Rechtslastig schreibt an BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Kai Diekmann Betreff: Serie “So war mein bester Sex”
Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl
BILD-Diekmanns Glückwunschmail an Boris Becker
Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann

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Top-Nachricht der Woche: Stefan Raab stärkt Abteilung Unterschichtenfernsehen / Klamaukfernsehen / TV Witzchen

Dr. Alexander von Paleske— 28.10. 2010 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

An
Stefan Raabschläger
Abt. Anspruchslosfernsehen/Klamaukfernsehen/
TV-Witzchen
Für Sie (ben)
München

Betr: Neue Sendung TV-Total und Models

Sehr geehrter Herr Raabschläger,

Das ist wirklich eine hocherfreuliche Nachricht, die gestern über den Ticker kam. Sie, als Chef der Pro-Sieben-Abteilung Unterschichtenfernsehen/Klaumaukfernsehen/TV-Witzchen, starten eine neue Show und wollen innerhalb der Qualitäts-Sendung TV Total die Rubrik TV Total’s Next Supermodel“ starten.
.
Die Presse berichtete begeistert:

Bereits am kommenden Wochenende (30. und 31. Oktober) und am darauf folgenden Wochenende (6. und 7. November) finden die ersten Castings in Köln statt.„Wie die Rubrik inhaltlich gestaltet wird, steht noch nicht fest“, sagte ein Sprecher der Show. Auch die Sendetermine auf „TV Total“ seien noch nicht festgelegt worden. Raabs Supermodel-Suche sei aber keine Konkurrenz zur sendereigenen Castingshow „Germany’s Next Topmodel“.

Keine Klum-Konkurrenz
Natürlich wird das keine Konkurrenz zu dieser Klum, da kennt man Sie als Raab aber schlecht, denn Raab ist innovativ, er schafft immer was Neues und mag nichts Aufgewärmtes.

Heidi Klum machte diese Anspruchslossendung lediglich als Castingshow, das verhinderte leider, dass diese Models sich auch noch offenen oder versteckten Herrenwitzen aussetzen mussten. Diese konnten die Zuschauer nur zu Hause loslassen, ohne dass dies ein breiteres Publikum zur Kenntnis nahm.

„Das muss sich ändern“, haben Sie offenbar und völlig zu Recht festgestellt.

Als „unter die Gürtellinie Fachmann“ mit Ihrem bleckenden Metzgersgrinsen haben Sie es schon mit Ihrer Sendung TV Total geschafft, die Schamgrenze auf nahe Null-Niveau herabzusetzen, und den Deutschen mit Hilfe der von Ihnen ausgelösten Schadenfreude die Empathie auszutreiben.

Nicht nur das, gleichzeitig haben Sie es in der „Personenverwurstung“ zu einer neuen Meisterschaft gebracht. Alle Hochachtung.

Aber da konnten sie natürlich nicht stehenbleiben und haben sich vermutlich gesagt: „Die offenen oder versteckten Herrenwitze müssen Bestandteil einer neuen Show werden“.

Sie holen also nicht mehr irgendwelche Clips, die Sie beim Screenen auf allen Kanälen und bei You Tube finden konnten , und deuten sie in TV-Totaler hämischer, schadenfreudiger und schamloser Weise um, sondern Sie machen das jetzt live. Wunderbar.


Schamlosigkeit, Schadenfreude, Verwurstung und mehr – Deutschlands einzig wahre Hoffnung: Quotenkönig Stefan der Erste

Damit können Sie sozusagen am lebenden Model versteckte und offene Herrenwitze unterbringen, die zweifellos im Fernsehen völlig unterrepräsentiert sind und auf grosse Zustimmung und Freude stossen dürften. Sehr erfreulich.

Herzlichen Glückwunsch
Herzlichen Glückwunsch Herr Raabschläger, dass sie diese Marktlücke entdeckt haben, und sie nun vollständig füllen werden. Ganz Deutschland hat darauf gewartet.

Sie sind dann TV-Total-Moderator, DSDS Juror Dieter Bohlen mit seinen runterziehenden Sprüchen, und Heidi Klum in einer Person. Unglaublich, Ihre Vielseitigkeit.

Der Einsatz von diesen Models in der Show verhindert natürlich auch, daß Sie anschließend Schadenersatzprozesse für Ihre Superfirma Brainpool sich einhandeln. Denn wer zu Ihnen kommt, in seinem unstillbaren Drang, bekannt zu werden, der weiß ja, was ihn erwartet .Und vorher lassen Sie sich selbstverständlich eine Verzichtserklärung auf irgendwelche Persönlichkeits-Verwurstungs-Verletzungsansprüche unterschreiben, wie ich nicht ganz zu Unrecht vermute..

Ganz Deutschland darf sich schon auf diese neue Show freuen.

MfG

Ein Für Sie(ben) Fan

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SATIRE

An BILD-Diekmann Betr.: „Franziska (26) Ich lebe mit zwei Männern“

25.10.2010

Kai Diekmann
Chefredakteur und Meinungspräsident
BILD-Zeitung
Axel Springer Verlag
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg
Bundesrepublik Deutschland

Betr: Artikel „Ich lebe mit zwei Männern“

Sehr geehrter Herr Diekmann

Herzlichen Glückwunsch zu ihrem investigativen Artikel, den sie aus dem Emanzipationsblättchen „Bild der Frau“ übernommen haben.

Natürlich wird man zuerst beim Lesen der Schlagzeile auf Google News angelockt von dem vermeintlich schlüpfrigen Thema.

Genau das aber haben Sie vermieden, und das zeigt doch eigentlich, was für ein hervorragender Journalist Sie in Wirklichkeit sind.

Vom Thema her hätte man meinen können, dass hier ein Lotterleben in einer Hartz IV Familie dargestellt wird, aber dem ist überhaupt nicht so, denn richtig (deutsch) ordentlich geht es offenbar nach dem Kalender dort zu: Heute hierhin und morgen dahin.

Natürlich habe ich mich zuerst empört, aber gerade auch nach der Anzeigenkampagne mit dem Dietmar (Hoffenheim – SAP) Hopp, der zu Recht darauf verweist, dass man ohne BILD als Intellektueller sich eigentlich verabschieden kann, habe ich mich gefragt, hat der BILD-Kai hier nicht in Wirklichkeit ein Zukunftsmodell vorgestellt, möglicherweise ein Exportmodell?

Da ist mir plötzlich klargeworden: Kai hat recht.

In China gibt es einen derartigen Mangel an Frauen, dass einige Chinesen nun sogar bereit sind, Philippininnen zu heiraten.

Damit ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis ein chinesischer Sarrazin ein Buch veröffentlichen wird „China schafft sich ab“.
Soweit sollte und darf es nicht kommen.

Es gibt eigentlich nur einen Ausweg aus dieser chinesischen Frauen-Mangel Situation, der eigentlich schon durch die Idee des Sozialismus (Teilen!) vorgezeichnet ist: Zwei Männer teilen sich eine Frau. Damit wäre das Frauenmangelproblem in China schlagartig gelöst.
Auch hinsichtlich der Kinderfrage dürfte es nur vorübergehend Probleme geben.

Ich denke, Sie sollten dieses Modell dem chinesischen Volkskongress vorschlagen und diese wunderbare Patchworkfamile rasch ein Buch schreiben lassen.
Thema: Unser Liebesleben zu Dritt, ein Modell für China.
Dann ab zur Lesereise dorthin. Den Schlafzimmerkalender bitte nicht vergessen.

MfG

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin, Hämatologie
Leitender Abteilungsarzt
Bulawayo/Simbabwe
Ex-Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)

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SATIRE

Live-Satire am Sonntag, oder: Wie ein Söldner resozialisiert und Hollands Oberschicht kriminalisiert wurde

Dr. Alexander von Paleske

Ein Söldner kehrt zurück
Man muss diese Nachricht zweimal lesen, so unglaublich erscheint sie auf den ersten Blick, aber nachdem sie nicht nur gestern in der britischen Financial Times, sondern heute auch in der Daily Mail erschien, dürfte sie zutreffen:

Der Afrika-Söldner Simon Mann, Ex SAS Mann, der im Jahre 2004 zusammen mit dem missratenen Sohn der früheren britischen Premierministerin Baroness Margaret Thatcher, Sir Mark Thatcher, den ölreichen Staat Äquatorial Guinea mit Waffengewalt erobern wollte (Wonga Coup), und der erst in Simbabwe zu vier Jahren und nach seiner Auslieferung in Äquatorial Guinea zu 34 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, aber im Jahre 2009 begnadigt wurde, ist zurück.

Neuer Job in bekannter Umgebung
Nein, nicht in London, sondern in Malabo, Hauptstadt Äquatorial Guineas, auf Einladung der Regierung. Mit einem Vertrag in der Tasche, er soll Sicherheitsberater werden.

Nur Böswillige würden hier behaupten, dass der „Bock zum Gärtner“ gemacht würde, oder gar „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“.

Resozialisierung im besten Sinn
Ganz im Gegenteil, es ist der Beweis für gute und vor allem erfolgreiche Resozialisierung in einem afrikanischen Gefängnis.

Oder: Von China lernen heißt Resozialisierung lernen, denn die Chinesen hatten seinerzeit selbst ihren Kaiser im Gefängnis umerzogen, und einen Gärtner aus ihm gemacht, im Film „Der letzte Kaiser“ dargestellt.

Simon Mann hatte schon im Gefängnis so manche Flasche guten südafrikanischen Weines mit dem dortigen Generalstaatsanwalt Olo Obono geleert, man war sich menschlich näher gekommen, und so etwas wie eine Freundschaft entwickelte sich.

Kein Brachliegen profunder Kenntnisse
Dabei musste Olo Obono festgestellt haben, welche profunden Kenntnisse dieser Simon Mann doch hatte, die nach seiner Knast-Entlassung nicht ungenutzt brachliegen sollten, denn im Vereinigten Königreich würde er, Simon Mann, wohl aus Altergründen nicht mehr gebraucht werden .

Hier in Afrika aber heißt es „Ein alter Mann sieht (söldnert?) im Sitzen mehr als ein junger im Stehen“.

Gerade in einem Land wie Äquatorial Guinea sind solche Kenntnisse hochwillkommen, wo jedes Jahr Putschversuche stattfinden.

Bezahlung dieser Dienste dürfte kein Problem sein, Diktator Obiang Mbasogo Nguema hat 700 Millionen Dollar auf US-Bankkonten – mindestens.

Zurück nach Europa
Aber wir wollen beim Thema Resozialisierung nicht zu weit abschweifen, sondern nach Europa zurückkehren, genauer gesagt in das Königreich der Niederlande, wo die Resozialisierung oftmals offenbar in die Hose geht.

Das haben wir gerade an den Beispielen der Grossgangster Klaas Bruinsma, Willem Holleeke aber auch Joca Amsterdam bedauerlicherweise feststellen müssen.

Ich habe mich gefragt, wie das in einem so fortschrittlichen und liberalen Land passieren kann, und mein Ergebnis ist in einer chinesischen Spruchweisheit festgehalten: „Der Fisch stinkt zuerst immer vom Kopf her.“.

Immer wieder musste man zur Kenntnis nehmen, dass Mitglieder der Oberschicht entweder selbst kriminell wurden , oder aber die unerquickliche Nähe von Kriminellen suchten, oder aber sie zeitweise gesucht hatten.

Prinz Bernhard und seine Vergangenheit
Fangen wir ganz oben mit Prinz Bernhard der Niederlande an, dem Vater der jetzigen Königin Beatrix..

Im Jahre 1954 ist er der Gründer der Geheimkonferenzen „Bilderberg“, wo sich die Oberklasse der westlichen Länder zum gemütlichen Plausch mit Kaffeetrinken trifft.

Aber Bernhard war einstmals auch Bewunderer von Hitler gewesen, und zwar so stark, dass er Mitglied der Reiter-SS wurde, bevor er dann noch rechtzeitig den Absprung schaffte

Lockheed lockt.
Obgleich die Königsfamilie der Niederlande nach der Rückkehr aus dem britischen Exil 1945 nicht am Hungertuche nagen musste, wollte er mehr, im Fachjargon auch als „Häwelmann-Syndrom“ bekannt.

Da traf es sich gut, dass die US-Firma Lockheed überall in der Welt ihre Kampfflugzeuge loswerden wollte, insbesondere den Starfighter F 104 – runter kam der übrigens immer, allerdings oftmals im Wege des Absturzes – , und den Vermittlern, auch Lobbyisten genannt viel Bares in die Hand drücken konnte.

Böswillige nennen so etwas Bestechung. In Japan war es der Premier Tanaka in den Niederlanden eben unser Prinz Bernhard.

Es wäre schön gewesen, wenn dies der letzte Skandal im Königshaus gewesen wäre, immerhin sorgte der deutsche Ex-Diplomat Claus von Amsberg und Gatte der jetzigen Königin Beatrix dafür, dass es im Königshaus nicht allzu sehr drunter und drüber ging.

Es folgt Mabelgate
Mit seinem Tod war es damit wohl vorbei. Sohnemann Johan Friso hatte ein Auge auf eine Dame mit unerquicklicher Vergangenheit namens Mabel Wisse Smit geworfen, die er dann auch ehelichte, eine Frau, die in der Vergangenheit keine „Berührungsängste“ mit Schwerstkriminellen hatte.

Erst war es der holländische Großgangster Klaas Bruinsma, dem sie zugetan war, dann der Betrüger und bosnisch-amerikanische Rechtsanwalt Muhamed Sacirbey.

Aber als dann Johan Friso aus dem Königshaus kam, war diese Vergangenheit eher hinderlich, also versuchte man sie wegzulügen und bei Wikipedia eigenhändig zu verschönen. Pech nur, dass Wikipedia ein langes Gedächtnis hat.

Und so wurde aus dem Lösch-Verschönen und Weglügen schließlich das Mabelgate.

Aber auch der Nachfolger von Bruinsma in der Rolle des holländischen Großgangsters, namens Willem Holleeder, dem auch einige Morde zur Last gelegt werden, hatte gute Kontakte zur Oberschicht, zum Geldadel. Auch ihn kennen wir schon aus dem Artikel über Joca Amsterdam .

Dessen bester Freund war ein Jan-Dirk Paarlberg, steinreich und seinerzeitiger Lebensgefährte der EU-Kommissarin Neelie Kroes, die in einem seiner Schlösser „standesgemäß“ residieren konnte – kostenlos versteht sich.

Als „Freundschaftsdienst“ soll Paarlberg angeblich dem Holleeder seine fabelhafte Waschmaschine zur Verfügung gestellt haben – zum Geldwaschen.

Ja, die Niederlande, sauberes flaches Land, flache Hierarchien, keine Berührungsängste, wenig Resozialisierung. Wie schön.

Keine Satire
Zum Wonga Coup
Der Wonga Coup
Ein Putschversuch in Afrika und ein juristisches Nachspiel in Hessen

Zur Holland- und Jugo-Mafia
Joca Amsterdam (Sreten Jocic) oder: die Blutspur eines Mafiosi durch Europa

Söldnerunwesen und Rohstoffe
linkNeues aus der Söldnerwelt.
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linkUgandas Ölfunde: Söldner fördern es, die Amerikaner kaufen es.
Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe
Tony Buckingham – Ein britischer Afrika-Söldner wird Milliardär

Zu den Bilderberg-Konferenzen
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

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linkOlympia 2012 in London — Wir rufen die Söldner der Welt
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NACHTRAG
Sollten Sie weitere Nachfragen zum Fall Simon Mann haben, dann wenden Sie sich bitte direkt an den Generalstaatsanwalt von Äquatorial Guinea, Olo Obono.
Seine E-Mail Adresse – nach Auskunft des Rechtsanwalts Henry Page von der Anwaltsfirma Pennington , der Äquatorial Guinea eine Zeit lang vertrat – lautet:

Oloobono(at)hotmail.com

Bitte denken Sie daran, dass die Landessprache Spanisch ist.