SATIRE

Muammar el Gaddafi: Jetzt rede ich zum Thema „Jörg Haider und die Euro-Millionen“

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

3rd August 2010

Muammar el Gaddafi
Desert Tent 1
Tripolis
Arabic Republic of Libya

Ich will nicht lange um den heissen Brei herumreden: Das jetzt in der Verbankungsrepublik Liechtenstein gefundene Jörg-Haider-Geld stammt von mir.

Ich verstehe überhaupt nicht diesen Pressewirbel, der darum veranstaltet wird.

Es gibt genügend Gründe, einen so tüchtigen und (Rechts-)schaffenden Mann, der leider tragischerweise ums Leben kam, zum guten Freund zu haben und ihn finanziell zu unterstützen.

– Jörg hatte daür gesorgt, dass mein Sohn, Saif al-Islam al-Gaddafi, in Wien/Österreich eine vernünftige Universitätsausbildung bekam, und einen guten Abschluss, der ihn für die Übernahme wichtiger Aufgaben in meinem Wüstenstaat qualifiziert.

– Jörg hatte – wie ein Vater – dafür gesorgt, dass, als bei einer grossen Party, zu der auch eine Reihe von attraktiven Prostituierten aus Bulgarien und der Ukraine eingeladen worden waren, und wo es leider zu einem Unfall mit fast tödlichen Ausgang kam, mein Sohn sogleich ausfliegen konnte, und nicht von der Polizei behelligt wurde.

– Als dann die Presse Wind von der Sache bekam, hat mein Freund Jörg mit ein paar diskreten Zahlungen dafür gesorgt, dass um die Sache kein weiteres Aufhebens gemacht wurde.

– Jörg hatte zuvor gelegentlich notleidenden Journalisten immer wieder mal Geld zugesteckt, damit sie über mich und mein Land mehr Positives berichteten, denn damals war ich ja noch geächtet und gegen mein Land bestand ein Handelsboykott.

Gerade in solchen Zeiten erkennt man, wer die wahren Freunde sind. So besuchte mich Haider zusammen mit dem erfolgreichsten austrischen Banker, Wolfgang Kulterer ,im Jahre 2000 in meinem Wüstenzelt bei Tripolis und wir konnten eine Tour d‘ Horizon unternehmen, wobei wir immer wieder feststellten, wieviel Übereinstimmung wir doch bei der Beurteilung der Weltlage hatten.


Mein Freund Harvey –äh ich meine Haider

Für mich war es deshalb selbstverständlich, Jörg, und damit seiner jeweiligen Partei (FPÖ, dann BZÖ), etwas Geld zuzustecken, damit er auch weiterhin in der austrischen Politik lautstark wahrgenommen werden konnte, und privat nicht am Hungertuche nagen musste.

Ich habe das sehr gerne getan.

Dann hat mir der Jörg noch erzählt, wie sehr er die arbeitspolitischen Massnahmen Adolf Hitlers bewundert.

Er berichtete mir auch, dass Israel ein Einreiseverbot gegen ihn verhängt und seinen Botschafter aus Wien abgezogen habe.

Ich habe ihm darauf lachend erwidert, dass er sich darum mal keine Gedanken machen sollte, es würde genug korrupte Israelis geben, die gegen Geld ein gutes Wort für ihn einlegen würden bei der dortigen Regierung, und dann würde auch deren Botschafter wieder zurückgeschickt.

Jörg hat dann wohl mit dem nichtkorrupten Grossindustriellen Martin Schlaff gesprochen, und der hat angeblich dem Ariel Scharon sowie dem jetzigen Aussenminister Israels, Avigdor Lieberman, offenbar einige Riesen ( Scheine) für den Wahlkampf in die Tasche gesteckt.

Nun soll ja der Haider-Freund Gerald Mikscha mit dem Rest meines Haider-Geldes untergetaucht sein.

Hier ist er nicht, aber bei mir sind selbstverständlich auch die Freunde Jörgs immer willkommen. insbesondere natürlich der Mikscha, der ja seinerzeit den Kontakt zwischen Jörg und mir hergestellt hat.

Allerdings verstehe ich überhaupt nicht, dass der Haider-Freund Walter Meischberger nicht sein Tagebuch ordentlich versteckt aufgehoben hat, sodass es nun der austrischen Polizei in die Hände fiel. Damit hat er dem Andenken meines Freundes Jörg sehr geschadet..

Habe jetzt viele Freunde
Ich bin natürlich heute nicht mehr so sehr auf derartige Freundschaften angewiesen, weil mittlerweile sich die westlichen Regierungen darum reissen, mich einzuladen bzw. zu besuchen.

Auch der deutsche Kanzler spurte
Auch der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder, der mich im Jahre 2004 besuchte, hat sich gehütet, den von mir 1987 angeordneten Bombenanschlag in Djibouti, bei dem ein paar deutsche Nachwuchsforscher ums Leben kamen, noch einmal aufs Tapet zu bringen.

Lektion für die Schweiz
Lediglich die Schweizer hatten offenbar noch nicht verstanden, dass der Wind sich gedreht hat, der Wüstenwind jetzt in nördliche Richtung weht.
Diesen Schweizern habe ich daher eine Lektion erteilt, nachdem sie meinen Sohn Hannibal und dessen schwangere Frau grundlos und völkerrechtswidrig verhaftet hatten, eine Lektion, die sie so schnell nicht vergessen werden.

So viel für heute.

Muammar el Gaddafi
Oberst und Herrscher

Keine Satire
link Österreich – Ein Land versinkt im Skandalsumpf
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Heimkehr eines Attentäters, Libyens Staatschef Gaddafi und das deutsche Auswärtige Amt
Schweigen um die Morde an vier Deutschen in Djibouti

Mehr Satire zum Thema
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Wie die Schweiz auf den Hund kam
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Hannibal aus Tripolis oder: Ein schweizer Bundespräsident auf Canossa-Reise

SATIRE

Kachelmann frei: Danke, danke Frau Sabine ( ZEIT) Rückert

Dr. Alexander von Paleske — 29.7. 2010 — Jörg Kachelmann, der Fernseh-Wetterfrosch mit den vielen Freundschaften im Terminkalender und dem Vorwurf der Vergewaltigung am Hals, wurde heute aus der Untersuchungshaft entlassen. Das ist wunderbar, war aber auch schon lange überfällig.

Verfolgung eines Unschuldigen
Herr Kachelmann ist unschuldig, der Vorwurf der Vergewaltigung an den Haaren herbeigezogen. Das wissen wir, nachdem die ZEIT-Qualitätsjournalistin Sabine Rückert nicht nur eigene Recherchen angestellt hat, sondern offenbar auch sämtliche Zeugenaussagen und bisher erstatteten Gutachten einsehen konnte, und daraus ihre sachverständigen Schlüsse gezogen hat, die dem geneigten Leser mehr als einleuchten.

Es kann doch nicht angehen, dass solche hochwichtigen Persönlichkeiten, wie der Herr Kachelmann, gerade zu einer Zeit, wo insbesondere die Deutsche Bahn AG auf akkurate Hitzevoraussagen für ihre ICE‘s dringend angewiesen ist, ein solcher Mann seine Unschuld beteuern, und in der Haftzelle vergitterte Fenster anstarren muss, statt die Wetterkarte zu erklären.

Das wäre noch Monate so weitergegangen, wenn nicht die couragierte Aufklärungsjournalistin Sabine Rückert die Initiative ergriffen , und den Richtern in Mannheim die Leviten gelesen hätte, indem sie die vorliegenden Gutachten bewertet, die Zeugenaussagen gewürdigt und zu einem Urteil gelangt ist.
Wir können uns in Zukunft darauf verlassen, dass solche glatten Fehleinschätzungen und Fehlbewertungen, wie die des Landgerichts und der Staatsanwaltschaft Mannheim, sich nicht mehr auswirken bzw. wiederholen, jedenfalls dann, wenn der Fall medienträchtig ist.

Die ZEIT sollte ihre Schrottabladestelle „Zeit der Leser“ , wo die Leser selbst den allergrössten Blödsinn samt Kleinkinder-Kritzeleien loswerden können, umändern in die Seite „ZEIT kämpft für Sie“. Dann könnten auch Journalisten in Bedrängnis die bisher fehlende Unterstützung bekommen, wie die israelische Journalistin Anat Kam, die sich in einem Geheimprozess in Israel verantworten muss, weil sie offenlegte, wie die israelische Armee auf Verdacht hin Palästinenser erschiesst.

Früher, in der Steinzeit des Qualitätsjournalismus, wurde von Reportern , wie beispielsweise Gerhard Mauz vom Spiegel, abgewartet, bis der Prozess stattfand und dann bewertend – immer mit der gebotenen Zurückhaltung – dazu Stellung genommen. Vorprozessual wurde lediglich dann kritisiert, wenn die Voraussetzungen für die Untersuchungshaft, also neben dem dringenden Tatverdacht entweder Flucht- oder Verdunkelungsgefahr, ganz offensichtlich nicht vorlagen, oder wenn, wie im Falle Rudolf Augsteins im Jahre 1962 ein Angriff auf die Pressefreiheit damit gegeben war.

Jetzt ist alles anders, wesentlich besser
Solches Abwarten, solche Zurückhaltung ist in den Zeiten der pfeilschnellen Autos und des Internets nun wirklich überholt.

Wir brauchen nicht nur die schnelle Nachricht, sondern auch das sofortige Urteil, den schnellen K.O.- Schlag wie beim Wrestling, und nicht diesen Boxkampf über 10 Runden, die Schneckentempo-Gerichtsverfahren, wo manchmal mühsam und zeitraubend nach der Wahrheit gesucht wird.

Man kennt die Aussagen ja schon aus den Vernehmungsprotokollen und die Glaubwürdigkeit aus den Glaubwürdigkeitsgutachten, die man sich ja irgendwie beschaffen kann, Das reicht ja wohl für eine Vorverurteilung bzw. Vorfreisprechung.

Nachdem bereits im Fall des Transplantationspioniers Professor Broelsch dem Beitrag der Journalistin Martina Keller („Der Kassierer“ ) der Geruch der Vorverurteilung anhing, nahm dankenswerterweise auch im Fall Kachelmann eine Journalistin das Heft in die Hand und konnte extrem sachkundig zeigen, wo es langzugehen hat-

Und sie konnte auch, neben der Anwaltsschelte, den Namen eines prominenten Anwalts aus der Freien und Hansestadt Hamburg ins Spiel bringen, vermutlich ein gewisser G. St., der schon längst für eine Entlassung des Wetter-Kachelmanns Sorge getragen hätte, statt diesem Wirtschaftsanwalt, dessen Name ich noch nie in den einschlägigen Medien gelesen habe

Die Rolle der Journalisten in der freiheitlichen Gesellschaft wird damit immer bedeutungsvoller, sie sind Hilfsermittler, Hilfs-Staatsanwälte, Hilfs-Richter, sowie notfalls Anwaltsvermittler und Stimmungsmacher, alles in einer Person. Das kann dem Prinzip der Gewaltenteilung in der Demokratie nur guttun.

Ich denke, dass der Artikel von Sabine Rückert preisverdächtig, auf jeden Fall aber höchstgradig lesenswert ist.

Die ZEIT – eine führende Wochenzeitung auf dem Weg zum „Musikdampfer“?

Israel: Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse und Todesschwadronen

Professor Christoph Broelsch – Die lange Reise eines Starchirurgen auf die Anklagebank
Im Interview: Professor Christoph Broelsch
Broelsch Prozess: Urteil verkündet, Fragen bleiben

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Deutschbanker Ackermann schreibt an IKB-Ortseifen Gericht

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail spielte mir heute ein chinesischer Regierungshacker zu

16.7.2010
Josef Ackermann
Chef-Deutschbanker
Vorstandsetage
Deutsche Bank
Am Teufelsrad 1
Frankfurt – Ortsteil Krankfurt

Herrn Präsidenten
des Landgerichts Düsseldorf
Am Gerechtigkeitsbrunnen 1
Düsseldorf

Kopie
Leiter der Staatsanwaltschaft
bei dem Landgericht
Am Gerechtigkeitsbrunnen 5
Düsseldorf

Hochverehrter Herr Gerichtspräsident

ich darf Ihnen meine Anerkennung über das Urteil Ihrer Strafkammer in Sachen IKB-Ortseifen aussprechen.

Es ist ein Urteil mit Augenmass, das mein Vertrauen in die Düsseldorfer Justiz, welches ich nach dem Mannesmann-Vodafone-Prozess doch etwas verloren hatte, voll wiederhergestellt hat.

Zunächst einmal finde ich es ausserordentlich begrüssenswert, dass die Staatsanwaltschaft den Untreuevorwurf im Zusammenhang mit der Anhäufung von 9 Milliarden Euro Zockerverlusten nicht weiter verfolgt hat.

Natürlich ist die Menge des verzockten Geldes, selbst für uns Deutschbanker, keine Kleinigkeit. Aber ich bin schon zuvor bei dem Abladen unserer Schrottpapiere bei der IKB seinerzeit zu der Ueberzeugung gelangt, dass es sich bei Ortseifen & Co um eine Art „Schnarchverein“ handelte.

Zum Untreuevorwurf gehört aber, wie wir beide wissen, zwingend der Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit reicht – glücklicherweise für uns Banker – keineswegs aus.

Darüberhinaus hat mich natürlich gefreut, dass Ihre hervorragenden Richter eine Strafe verhängt haben, die deutlich unter zwei Jahren lag, und damit zur Bewährung ausgesetzt werden konnte.

Es wäre nämlich für die Zukunft unseres enorm wichtigen Wirtschaftzweiges geradezu katastrophal gewesen, wenn eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung verhängt worden wäre.

Dies hätte das absolut falsche Signal in Richtung Bankenwelt gesendet. Insbesondere der Risikofreude unserer doch so einträglichen Investmentbanker wäre ein deutlichen Dämpfer versetzt worden, was sich dann wieder negativ bei unseren Zockergewinnen – äh ich meine Erträgen aus dem Investmentbanking – ausgewirkt hätte.

Nur der Staat geschädigt
Hinzu kommt, dass bei der IKB der Staat, nicht aber Einzelpersonen geschädigt wurden. Ausserdem ist die Schadenssumme bei der IKB noch vergleichsweise niedrig, wenn man sie mit dem Schaden bei der Hypo-Real-Estate (100 Milliarden Euro) vergleicht, bzw. mit dem bei der BayernLB.

Und schliesslich können derartige Verluste ja durch Kürzungen im Sozialbereich, z.B. bei Hartz IV Empfängern, leicht wieder wieder ausgeglichen werden.

Ich bin deshalb absolut mit der vom Gericht verfolgten Linie einverstanden.

Bestraft die Ärzte!
Statt der Banker sollten die Ärzte mit drakonischen Strafen belegt werden, wie im Falle des Professors Broelsch in Essen, der per Zufall den gleichen Verteidiger hatte, wie der Herr Ortseifen.

Zwar hat der Transplantationspapst Broelsch nur zweihunderttausend Euro insgesamt, und die auch nur für Forschungszwecke, von seinen Patienten, die unbedingt von ihm operiert werden wollten, eingeworben, und dafür dann gleich drei Jahre ohne Bewährung kassiert, aber hier muss einfach dem Volkszorn ein Ventil geschaffen werden.

Wer als Arzt, ganz anders als bei uns Bankern, sich nicht altruistisch mit seinen Kenntnissen und Fertigkeiten zur Verfügung stellt, auf den muss das juristische Fallbeil, ähem, ich meine das Gesetz, in voller Strenge Anwendung finden. Dabei kann es auch keine Rolle spielen, dass der Staat durch massive Kürzung von Forschungsgeldern sich aus der Verantwortung gestohlen hatte.

Fiat Justitia – Es geschehe Recht.

Ganz herzlichst

Josef „Feldherr“ Ackermann
Vorsitzender des Vorstands

Anders als der Hauptartikel keine Satire zur Industriekreditbank IKB
Noch mehr Milliarden Euro Bürgschaften oder: Vorwärts mit der IKB
Der IKB-Prozess in Düsseldorf – oder: hat die Staatsanwaltschaft kapituliert ?
Goldman Sachs, Industriekreditbank (IKB) und Schrottpapiere

Professor Christoph Broelsch – Die lange Reise eines Starchirurgen auf die Anklagebank
Im Interview: Professor Christoph Broelsch
Broelsch Prozess: Urteil verkündet, Fragen bleiben

Mehr Ackermann-Satire zur IKB
Deutschbanker Ackermann schreibt an CSU-Seehofer

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Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt
Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen

SATIRE

Guten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox —

15.7. 2010
Karl Heinz Grasser
Ex-Finanzminister
Am Sumpfblütenweg 1
Wien
Österreich

Liebe Deutsche,

ich möchte die Gelegenheit benutzen, um mich bei Euch vorzustellen. In Österreich bin ich weit besser bekannt, als ein bunter Hund. Denn fast überall , wo in unserer Alpenrepublik – ganz zu Unrecht – Skandal draufsteht, bin ich mit drin.

Mein Name ist Karl-Heinz Grasser, ehemaliger Finanzminister Österreichs, und ein hervorragendes, und sehr nachahmenswertes Beispiel dafür, wie ein europäischer Minister es zu etwas bringen kann, politisch, aber auch, und gerade, finanziell.

Gleichzeitig liefert mein bisheriger Lebenslauf ausserordentlich guten Anschauungsunterricht, wie unsere Filzokratie in Österreich funktioniert, wie sie läuft: wie geschmiert.

Ich bin zwar erst 41 Jahre alt, aber ich habe schon viel hinter mir. Nicht nur privat, da auch, aber vor allem politisch.


Das bin ich, der fesche Karl-Heinz

Natürlich war anfangs einer meiner besten Freunde der mittlerweile verstorbene austrische Rechtsaussen und Ausländerfeind Jörgli Haider, in dessen FPÖ ich eintrat und es bis zum Finanzminister brachte, der beste, den Österreich je hatte.

Im Jahre 2003 wurde es dann aber Zeit, einen verständlichen kleinen Kurswechsel zu vollziehen, ich wurde parteilos und vertrat inhaltlich die ÖVP, das austrische Pendant zur bundesdeutschen CDU.

So konnte ich bis zum Jahre 2007 Finanzminister bleiben. In meiner Zeit als Minister gewann ich viele Freunde dazu , und konnte vielen meiner alten und neuen Freunde, und mir selbst natürlich auch, helfen, Uplifting würde man das auf Englisch nennen, finanzielles Uplifting insbesondere..

Ich helfe gern meinen Freunden
Zu Staatskommissaren bei der austrischen Finanz-Bankenaufsicht berief ich als Finanzminister Leute, die nicht nur hochqualifiziert, sondern mir besonders ans Herz gewachsen waren:

– meine Ex-Verlobte Natalia Corrales-Diez

-meinen ehemaligen Sprecher Manfred Leupschitz

– meinen ehemligen Kabinettschef Heinrich Traumüller

Die SPÖ, die Grünen und meine alten Freunde von der FPÖ, warfen mir daraufhin, in völlig unqualifizierter Form, Freunderlwirtschaft vor. So ein Quatsch.

Mein Freund, der hervorragende Immobilienexperte Ernst Karl Plech, vermittelte 2001 den Umzug des Finanzministeriums und des Handelsgerichts und bekam dafür ein Honorar von mehreren Hunderttausend Euro – ein Trinkgeld angesichts seines Einsatzes und seiner ganz ausserordentlichen Kenntnisse.

Die BUWOG Geschichte
Die Pleitebank Lehman Brothers erhielt, von mir unterstützt, wegen ihrer nachgewiesenen ausserordentlichen Qualifikation, den Zuschlag bei der Abwicklung der Privatisierung der 60.000 Bundeswohnungen, kurz BUWOG. Dort, bei den Lehmännern, arbeitete auch mein Freund Karlheinz Muhr als leitender Angestellter. Aber das beeinflusste den Zuschlag in keiner Weise, beides hatte überhaupt nichts miteinander zu tun. Die Lehmänner bekamen 10 Millionen Euro, 4 Millionen mehr als die Konkurenz forderte, hatten aber auch die millionenfach bessere Erfahrung.

Auch meine Freunde, das Ex-FPÖ Mitglied Peter Hochegger und der Lobbyist Walter Meischberger, waren aktiv bei der Privatisierung der Bundeswohnungen BUWOG .

Die Links-Kampf-Presse hier behauptet, die Immofinanz sei von mir über die Angebote der verschiedenen Bieter informiert worden, sodass sie knapp höher bieten konnten, und den Zuschlag bekamen, und ich sei für die Ausplauderei bezahlt worden. Eine unglaubliche Frechheit.

Hochegger und Meischberger bekamen 9,6 Millionen Euro von dem Käufer, der Immofinanz , nicht für irgendwelche Insiderinformationen, sondern für nachgewiesene harte Arbeit. Dafür stand ihnen dann auch ein schöner Batzen Geld zu, den sie leider in einem der Steuerparadiese vorübergehend bunkerten, an der Steuer vorbei. Aber dann haben sie Selbstanzeige erstattet, und mich so in diesen faulen Deal mit hineingerissen. So etwas macht man einfach nicht unter Freunden.

Ich bin zutietiefst enttäuscht, zumal ich im Zusammenhang mit dem Linzer Terminal Tower, ein Gebäude, wohin die mir unterstellte Finanzdirektion einzuziehen hatte, meine Freunde Meischberger und Hochegger von der Baufirma seinerzeit ein schönes Honorar in Höhe von 200.000 Euro erhielten, um mir den Umzug meiner Beamten in dieses wunderbare, aber ziemlich teure Gebäude, schmackhaft zu machen.

Das habe ich dann letztlich aber durch freihändige Entscheidung durchgesetzt, und die kritischen Finanzbeamten, die sich nicht an dem wunderbaren Ausblick auf die Linzer Bahngleise laben wollten, kurzerhand von der Entscheidungskommission ausgeschlossen.

KHG hilft anderen Parteien und dem austrischen Gewerkschaftsbund
Gelegentlich stellte sich für mich die unangenehme, aber staatsnotwendige Aufgabe, den Sozis und den Gewerkschaften unter die Arme zu greifen. Das war nötig, weil die Arbeiterbank BAWAG das Opfer von Zockereien eines gewissen Wolfgang Floettl geworden war, der, zusamen mit dem BAWAG Vorstand Helmut Elsner, Geld in Milliardenhöhe in der Karibik durch swapsende Zockereien verjubelt hatte, sodass der Gewerkschaftsbund die Streikkasse opfern musste.

Ich griff ein, als die Bank sich im Newtonschen freien Fall befand, und gab eine Staatsgarantie ab, als der Pleitegeier sich gerade auf dem Dach der Bank niederlassen wollte. So umgingen wir die Pleite. Die Arbeiterbank BAWAG konnte anschliessend immerhin für etwas mehr als ein Trinkgeld verheuschreckt werden.

Wirtschaft hilft Politiker
Nicht nur ich habe anderen geholfen, auch mir wurde geholfen , von der Wirtschaft und der Industrie. Das gehört sich ja wohl auch so.

– Die Industrie sponserte einen preiswerten Internetzugang und stiftete schöne 250.000 Euro für die Errichtung einer respektablen Homepage.

– Im Jahr 2004 ließ ich mir eine Urlaubsreise auf die Seychellen durch die Agentur ZehnVierzig meines Freundes Walter Meischberger spendieren.

– Die Austrian Airlines upgradeten mich gegen meinen heftigen Protest. Meine politischen Neider und Feinde, die Holzklasse fliegen mussten, machten daraus die „Grasser Upgrading Affäre“. Unerhört.

– Gross-Finanzinvestor Tilo Berlin, ein durch und durch ehrlicher Mann, der leider zum Opfer der Presse wurde, lud mich ein, beim Verkauf der Hypo Alpe Adria Bank (Skandalpe) an die Bayern LB etwas mitzuverdienen. Ich habe das aber abgelehnt, und ihn über meinen Freund Walter Meischberger an meine Schwiegermutter Marina Giori-Swarowski verwiesen, die dann dort einstieg und binnen kurzem etwas Kleingeld verdiente.

– Auch Julius Meinl, der Kaffee-Fünfte, den ich schon lange kenne, bat mich, nachdem ich Anfang 2007 der Politk ade gesagt hatte, bei der Meinl International Power (MIP), einzusteigen, was ich gerne tat, gegen einen kleinen Unbequemlichkeitszuschlag in Form von Aktien.

Mittlerweile haben dort uneinsichtige Rebellen das Sagen, deshalb bin ich dort wieder ausgestiegen. Und mein Freund, Kaffee der Fünfte, ist der Strafverfolgung Unschuldiger ausgesetzt, der wahre Kern des Meinl-Skandals.

Nach dem Ende meiner politischen Karriere musste ich dafür sorgen, dass bei meiner Familie weiter Brot auf den Tisch kam. Deshalb gründete ich mit meinem Freund Meischberger die Lobbying-Agentur Valora, welche bei der Privatisierung der Telekom Austria härteste Arbeit leistete, und dafür auch hochanständig bezahlt wurde.
Neider haben nun aber der inzwischen geschlossenen Firma den Staatsanwalt ins Haus gehetzt.. Eine einzige Sauerei.

Nun geifert die Presse gegen mich, das werde ich überstehen. Ich habe viele Freunde, die mir helfen werden, psychisch und physisch.

Servus

KHG

E-Mail avpaleske@botsnet.bw
Keine Satire, im Gegensatz zum Hauptartikel:
linkEin APO-Mann aus Wien – Martin Schlaff
linkBAWAG -Es war einmal eine Arbeiterbank in Wien
Die lange Reise der Finanzjongleure in den Knast
Neues aus Oesterreich – von Skandalen, Neubesetzungen und Freisprüchen

…zu Julius Meinl, dem Kaffee-Fünften
linkJulius Meinls kurze Knast-Reise – dank 100 Millionen Euro
linkNeues von den Finanzskandalen, BayernLB, Hypo Alpe, Meinl
linkRepublik Oesterreich – Finanzskandale ohne Ende

….und zur Hypo-Alpe
linkSkandal-Update: Hypo-Alpe-Adria Bank (Skandalpe)
linkBayernLB prüft Schadensersatzansprüche – eine PR-Geschichte?
Der Fall Hypo Alpe-Adria (Skandalpe) – Eine Abschlussbetrachtung
linkHypo-Alpe-Skandalbank – Am Ende Sozialisierung der Verluste
linkVerlustbank BayernLB zahlt weiter: Noch eine Milliarde Euro an die Hypo- Alpe
linkHypo Alpe Adria und BayernLB – Haben die Flick -Erben mitverdient?
linkHypo-Alpe-Adria-Bank – vorwärts abwärts
linkVon Milliardengrab zu Milliardengrab: BayernLB-Tochter Hypo- Alpe Adria hat neuen Vorstand

Zentraler Artikel für alle bis Dezember 2008 angelaufenen Hypo-Alpe Skandale
linkBayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria – Reicht mir die Hand, meine Skandale

.Mehr Satire
Südliches Afrika: Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Frau Bundeskanzlerin Merkel
Glückwunsch Frau Merkel! Christian Wulff – Der richtige Mann zur richtigen Zeit
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Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
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Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin
Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert
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…… zu Joseph alias Joschka Fischer
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

…zu BILD-Kai Diekmann
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Frau ZDF-Katrin Müller-Hohenstein braucht Zusatzeinnahmen

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3.7. 2010-
ZDF-Chefredakteur
Peter Frey
ZDF-Zentrale
Mainz

Betrifft: Fussballreporterin Katrin (Reichsparteitag) Müller-Hohenstein

Sehr geehrter Herr Frey,

Pressemeldungen habe ich entnommen, dass die Frau ZDF-Fussball-WM-Reporterin Katrin Reichsparteitag-Hohenstein sich ein kleines Nebeneinkommen bei der Molkerei Weihenstephan besorgt hatte, und Sie diese Zusatz-Einnahmequelle, die ja ursprünglich von Ihrem Sender gebilligt worden war, verstopfen wollen.


Unser WM (ZDF) A-Team


…und das Experten A-Team von Weihenstephan, Müller-Hohenstein mit dabei (2. v.r.)

Dafür fehlt mir allerdings jegliches Verständnis. Sie übersehen offenbar gar nicht, dass Sie mit dieser Massnahme sich eine intellektuelle Abseits-Falle aufgebaut haben – anders ausgedrückt: eine sogenannte Milchmädchenrechnung.

Ich habe nämlich durch gewöhnlich gut unterrichtete Kreise erfahren, dass Frau Katrin Rp zu Weihenstephan-Hohenstein dringend empfohlen wurde, Nachhilfestunden in Geschichte, Biologie und Flaggenkunde zu buchen.

Die letzteren erscheinen notwendig, nachdem sie heute den Berliner Bären offenbar als österreichisches Symbol , also einen österreichischen Zuschauer unter den Schlachtenbummlern ausgemacht hatte, der aber in Wirklichkeit aus der Bundeshauptstadt kommt. Und dies, obgleich der Berliner Tanzbär offenbar sehr deutlich auf der Fan-Flagge zu erkennen gewesen war.


Flagge Berlins – ….Irren ist menschlich bzw. hohensteinlich

Um derartigen Fehlpässen in der Zukunft vorzubeugen, sind diese Nachhilfestunden, die ja auch von irgend etwas bezahlt werden müssen, absolut erforderlich.

Da es sich um aussergewöhnliche Aufwendungen handelt, die nur teilweise von der Steuer absetzbar sind, darf mann doch von einem Sender und dessen Chefredakteur, die stets auf Verbessung der journalistischen Qualität bedacht sind, nun wirklich mehr Verständnis erwarten. Denn sonst geht im Volk wieder die Diskussion um diese Fernsehsteuer äh, ich meine Rundfunk – und Fernsehgebühren los.

Im Interesse Ihrer Qualitätsjournalisten, zu denen Frau Rp-Hohenstein zweifellos gehört, sollte die Devise sein: Keine Hartz IV-Verhältnisse für schwer arbeitende Rundfunk – und Fernsehjournalisten!

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander von Paleske

Mehr Satire zur Reporterin KRMH
Herbert Rechtslastig an ZDF und an Reporterin Katrin Müller-Hohenstein

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Südafrika: Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt an Altbundeskanzler Helmut Kohl

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox

3.7.2010
Bundeskanzlerin
Angela Merkel
z.Zt. Kapstadt
Republik Südafrika

An
Herrn Altbundeskanzler
Dr. Helmut Kohl
Am Saumagen 1
Oggersheim
Bundesrepublik Deutschland

Hochverehrter Herr Altbundeskanzler, lieber Helmut,

gerade bin ich in Kapstadt mit der Luftwaffenmaschine gelandet und der glühenden Hitze in Deutschland entronnen. Auch den kleinlichen Kritiküssen und Korinthenka……., die mir vorhielten, dass die, schon aus psychologischen Gründen absolut notwendige, Nationalmannschafts-Unterstützungsreise angeblich den Steuerzahler zu viel Geld kosten würde.

Ich geniesse den herrlichen Blick auf den Tafelberg bei frühlingshaften Temperaturen, und freue mich natürlich riesig auf das Fussballspiel, und darüber, dass mir, wenigstens für ein Wochenende, dieser Westerwelle nicht mit seinem Quark persönlich auf die Pelle rücken kann.

Nahezu 20.000 deutsche Fans sind hierher gekommen, trotz der Negativpropaganda von FC -Bayern-Chef Hoeness, und ich fühle mich, angesichts der vielen Deutschland-Fahnen, fast wie zu Hause.

Auf dem Flug über Afrika – zum Glück konnten wir Länder wie den Kongo überfliegen, und mussten dort nicht landen – sind mir noch ein paar Gedanken gekommen, die ich Dir gerne mitteilen möchte:

Genau so wie der ehemalige Putzgruppenrandalierer und spätere Aussenminister Joseph ( Joschka) Fischer, der jetzt erfreulicherweise als BMW-Klinkenputzer unterwegs ist, erkenne ich jeden Tag immer stärker, was für ein grosser Staatsmann Du doch gewesen bist – trotz des Parteispendenskandals – und keineswegs diese „Birne“, als die Dich einige Sozis und Fusskranke der linken Weltrevolution seinerzeit kleinreden wollten.

Visionäre Politik nach der Wiedervereinigung
Mir ist nach der letztlich erfolgreichen Präsidentenwahl Wulffs , und der Wahlniederlage dieses Gauck, noch einmal klar geworden, wie recht Du seinerzeit mit Deiner Wiedervereinigungspolitik hattest:

– Rückgabe von Eigentum statt Entschädigung

– Strafverfolgung, soweit nur irgendwie möglich

– Keine Gnade vor Recht

– Nachhaltige „DDR“ -Vergangenheitsentwertung

– Spaltung der „DDR“ Bürger in Gewinner und Verlierer

– Einrichtung und Betreiben der „Gauck-Behörde“

Südafrika und Mandela kein Vorbild
Südafrika, dessen Apartheidregime zeitlich fast parallel lief mit der „DDR“, ist ja den Weg der Wahrheits- Versöhnungskommission unter Leitung des Erzbischofs Desmond Tutu gegangen. Und hat es damit geschafft, fast alle grossen, in der Apartheidzeit begangenen, Verbrechen aufzuklären, den Opfern volles Gehör zu schenken, und schliesslich den reuigen Tätern im biblischen Sinne zu vergeben, also Gnade vor Recht ergehen zu lassen.

Aber ausserdem auch alle Bevölkerungsgruppen die Vergangenheit nicht als „verlorene Zeit“ empfinden zu lassen, sondern dass es jetzt darauf ankommt, gemeinsam in die Zukunft zu schauen und die Wunden der Vergangenheit gemeinsam zu heilen.

Oder, wie der grosse britische Premier Churchill es ausdrückte:

Wenn die Gegenwart über die Vergangenheit zu Gericht sitzt, verliert sie die Zukunft.

Dieses Vorgehen kam für uns in Deutschland, aus wohlverstandenen politischen Gründen, überhaupt nicht in Frage. Denn erst mit der Spaltung der „DDR“ Bevölkerung in Verlierer und Gewinner, in Zunkunftsfreudige und Nostalgiker, in solche, die den Abriss der Mauer feiern, und solche, die ihr nunmehr nachtrauern, gelang es uns, die SPD in weiten Kreisen der DDR unwählbar zu machen, und die Nostalgiker in die Arme der SED-Nachfolgepartei zu treiben.

Eine erfreuliche Entwicklung, die bis heute anhält.

Dass damit auch einige Unbelehrbare in die Rechtsparteien abdrifteten, ist als unvermeidlicher Kollateralschaden anzusehen.

Danke Helmut, Du Grosstaatsmann, Du Visionär
Es bedarf wirklich der Vision eines augebufften Staatsmannes, wie Du, lieber Helmut, es nun unzweifelhaft bist, um das zu erkennen, entsprechend die politischen Weichen zu stellen, und für die notwendigen Mehrheiten zu sorgen.

Nicht nur wäre ansonsten ein Kandidat Gauck, als ehemaliger Vorsitzender einer Wahrheits-Versöhnungskommission, sofort im ersten Wahlgang Präsident geworden, gegen den unser aalglatter Wulff nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte, denn die Linke hätte einem solchen Versöhner natürlich sofort ihre Stimme gegeben.

Nein, weit schlimmer noch: mit einer Politik a’la Südafrikas Versöhnungspolitik (Mandela/Tutu) hätte die CDU niemals Wahlen gewinnen können. Wir hätten stattdessen auf lange Zeit eine SPD-Regierung gehabt.

Die Nachfolgepartei der SED, auch Linke genannt, würde es nämlich so gar nicht geben, weil für die Ossis gar nicht die Notwendigkeit bestanden hätte, in „DDR“- Nostalgie zu versinken. Wir alle hätten uns als Gewinner gefühlt, und wären mit unserer schwierigen Vergangenheit in brüderlicher/schwesterlicher Einheit fertig geworden .

Es zeigt nur allzu deutlich, was für ein grosser Visionär Du warst, als Du Strafverfolgung, statt Aufklärung und Anhörung der Opfer, Stasi-Akten-Behörde statt Wahrheits-Versöhnungskommission, durchsetztest, und damit die Spaltung unserer Brüder und Schwestern aus dem Osten so nachhaltig und erfolgreich betrieben hast.

Dafür sei Dir noch einmal in aller Verbundenheit gedankt.

Nur wenn die CDU in Deutschland eine derartige Stärke besessen hätte, wie der ANC hier in Südafrika, hätten wir uns eine derartige Versöhnungspolitik leisten können, dem war aber nicht so.

Und nun heisst es, der Gegenwart und der Zukunft den Blick zuzuwenden: Glückauf für Löw und seine Männer.

Herzliche Grüsse

Deine Angela

Zum Komplex „Wahrheitskommission als versäumte Gelegenheit “ siehe das Interview mit dem ehemaligen Generalstaatsanwalt von Berlin, Dr. Hansjürgen KargeJustiz in der Krise oder Krisenjustiz?

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SATIRE

Südliches Afrika: Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Frau Bundeskanzlerin Merkel

Dr. Alexander von Paleske

Frau Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Hochverehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit Spannung und grosser Vorfreude sehen wir Ihrem Besuch in Südafrika entgegen. Ich finde es grossartig, dass Sie sich die Zeit nehmen wollen, trotz Ihres reichlich vollen Terminkalenders, an dem Fussballspiel Deutschland gegen Argentinien als prominente Zuschauerin teilzunehmen.

Nicht nur teilnehmen, sondern die deutsche Mannschaft anfeuern.Eine Tröte namens Vuvuzela, in den Farben Schwarz- Rot-Gold, ist von der deutschen Botschaft in Pretoria bereits angeschafft und bemalt worden.

Gerade hier im südlichen Afrika weiss man um den Effekt, den ein angesehener Staatsmann bzw. Regierungschef / in, wie Sie es ohne Zweifel eine sind, auf den Ausgang eines solchen Spiels haben kann.

In Südafrika nennt man das den „Madiba-Effekt“.
Als Südafrika im Jahre 1995 im Rugby-Weltcup-Finale gegen Neuseeland spielte, war da noch ein weiterer Spieler im Geiste mit dabei, welcher der südafrikanischen Manschaft enorme zusätzliche Kraft gab, und für den sich alle Rugby Spieler besonders anstrengten: Nelson Mandela.

Nicht anders war es beim Afrika-Cup der Fussballer im Jahre 1996.Beide Male gewannn Südafrika, was unter diesen Umständen klar auf den Madiba-Effekt zurückzuführen war.

Sie haben also völlig richtig erkannt, welch enorme Bedeutung Ihre Anwesenheit für den Ausgang dieses Spiels sicherlich haben wird.

Darüber hinaus hat dieses Spiel, gerade auch für die Innenpolitik in Deutschland, hohe Bedeutung unter dem Gesichtspunkt „Panem et Circenses“ , Brot und Spiele, was die Notwendigkeit Ihrer Anwesenheit nur unterstreicht.

Weitere VIP’s hochwillkommen
Sie sollten sich ausserdem ernsthaft überlegen, den frischgebackenen Bundespräsidenten 3. Wahl, Christian Wulff, aber auch unseren putzmunteren Guido, mitzubringen. In der Luftwaffenmaschine sollte eigentlich genug Platz für Sie alle sein.

Bitte nehmen Sie auch noch ein paar Extra-Reporter des Axel Spinger Verlags mit, die Sie dann auf Schritt und Tritt begleiten können. Am besten gleich diesen Bild-Diekmann.. Für den dürfte der Flug mit Ihnen, um die ZDF-Reporterin Müller-Hohenstein zu zitieren, eine Art „innerer Reichsparteitag“ sein.

Diekmann soll aufpolieren
Unser Kai Diekmann sollte ausserdem dafür gewonnen werden, mit Hilfe einer geballten BILD-Kampagne, Ihr in den letzten 9 Monaten etwas ramponiertes Image wieder aufzubessern. Notfalls müssen Sie Elfriede Schalom einschalten, sollte dieser Kai nicht spuren.

Ich möchte Sie gleichzeitig bitten, bei Ihrem Besuch eine optimistische Miene aufzusetzten. Trauermienen sind hier im südlichen Afrika nur bei Beerdigungen angesagt. Sie sollten Deutschland, trotz der unbezwingbaren Staatsverschuldung, als hoffnungsfrohe Botschafterin präsentieren.

Nicht anmerken lassen
Die halbe Pleite bei der gestrigen Bundespräsidentenwahl dürfen Sie sich auf gar keinen Fall anmerken lassen.
Ich bin hocherfreut, dass dieser Wulff es letztlich doch noch geschafft hat, weil er eine enorme Unterstützung für Sie bei der Umsetzung des Kahlschlags im Sozialbereich sein wird.

Wulffs seinerzeitige Aeusserung in einer Talkshow „Kritik an Hochverdienern ist das Erzeugen einer Pogromstimmung“ und das Streichen der Blindenhilfe in Niedersachen geben Grund zu den allerschönsten Hoffnungen.

Nachrichtendienste müssen schnüffeln
Ich empfehle darüberhinaus dringend, den Bundesnachrichtendienst und den bundesdeutschen Verfassungsschutz zur Auffindung der Abweichler in ihren eigenen Reihen bei der gestrigen Wahl einzuschalten.

Es ist nämlich nicht von der Hand zu weisen, dass sich hinter diesem sogenannten „Gewissensnotstand“ in Wirklichkeit der schnöde Mammon befand, diese Abweichler also von einer ausländischen Macht finanziert wurden, wie seinerzeit bei dem Misstrauensvotum gegen Willy Brandt im Jahre 1972.

Am ehesten denke ich da an die Taliban, deren Ziel es sein könnte, hier politische Verwirrung zu stiften, aber auch die südamerikanische Drogenmafia käme durchaus in Frage, als deren prominentester Botschafter angeblich dieser Diego Maradona angesehen werden muss, der auch schon mal Drogenkunde war.

Damit könnte das Ziel verfolgt worden sein, über innenpolitische Auseinandersetzungen in Deutschland auch die Kampfesfreude der deutschen Fussball- Nationalmannschaft zu schwächen.

Bitte vergessen Sie auch nicht, der Nationalmannschaft eine anständige finanzielle Belohnung für den Fall der Erreichung des Halbfinales in Aussicht zu stellen. Solche unschönen Szenen wie bei der WM 1974, wo das Weiterspielen von einem Extra-Bonus abhängig gemacht wurde,eine Form der Erpressung, wie ich meine, darf es einfach dieses Mal nicht geben.

Hochachtungsvoll

Dr. Alexander von Paleske
Arzt für Innere Medizin – Haematologie-
Leitender Abteilungsarzt
Bulawayo/Zimbabwe
Ex Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M)

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SATIRE

Google: Vorwärts Genossen, wir wollen zurück – nach China

Dr. Alexander von Paleske — Bei Google ist die Vernunft, insbesondere die ökonomische Vernunft, aber auch die Zensurvernunft, im Verhältnis zur Volksrepublik China wieder eingekehrt.

Das sollte die Internetnutzer, insbesondere in China, und natürlich auch die Aktionäre von Google, mit grosser Freude erfüllen.

Heute meldete die Nachrichtenagentur AFP:
Unmittelbar vor Ablauf seiner Betreiberlizenz für China hat der US-Internetriese Google im Streit mit der Regierung in Peking eine neue Strategie angekündigt. In den kommenden Tagen werde Google die automatische Weiterleitung der chinesischen Nutzer auf eine Hongkonger Website beenden, erklärte Google-Chefjustiziar David Drummond im Firmenblog. Stattdessen gebe es eine neue Homepage Google.cn mit einem Link zum Hongkonger Google-Auftritt.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt (verdient) es sich ganz ungeniert
Im Januar diesen Jahres hatte Google angekündigt, sich nicht mehr der chinesischen Zensur unterwerfen zu wollen. Wir haben das damals ausserordentlich begrüsst gleichzeitig aber festgestellt:

Einen großen wirtschaftlichen Schaden würde Google nicht erleiden, wenn die Regierung in Peking den amerikanischen Suchmaschinenbetreiber aus dem Reich der Mitte verbannen würde. Zwar ist es richtig, dass das chinesische Internet mit seinen momentan rund 340 Millionen Nutzern der größte Markt der Welt und zudem noch ein schnell wachsender Markt ist – doch Google profitiert davon nur unterdurchschnittlich……Nur 15,1 Prozent aller chinesischen Suchanfragen landen bei google.cn.. Das Internetunternehmen erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 22 Milliarden US-Dollar, und davon kam nur ein Bruchteil aus China. Nach Angaben von Branchenkennern erlöste Google durch Werbeanzeigen von chinesischen Unternehmen im vergangenen Jahr lediglich rund 200 Millionen Dollar. Betriebswirtschaftlich wäre es also für Google überhaupt keine Katastrophe, sich aus dem chinesischen Markt zurückzuziehen – auch wenn dieser rasant wächst.

…. wenn Google weiterhin mit Internet-Zensur und faulen Kompromissen mit der Führung in Peking in Verbindung gebracht wird, kann dem Internetunternehmen ein Imageschaden in der westlichen Welt entstehen, der weitaus schwerwiegender sein könnte als ein paar Millionen Dollar Umsatzverlust in China.

Den Imageschaden braucht Google nach den ganzen Aktionen im Zusammenhang mit Street View nun nicht mehr zu befürchten, denn den gibt es bereits.

Da My Space, MSN und Yahoo weiter in China präsent sind, und sich strikt an die Zensurbestimmungen dort halten, gibt es doch keinen Grund für Google, sozusagen den Pseudo-Saubermann zu spielen.

Man kann Google zu diesem (Rück-)Schritt nur beglückwünschen und für die Zukunft alles erdenklich (geschäftlich) Gute wünschen..

Andere Unternehmen sollten sich an dieser (Profit-) Vernunft ein Beispiel nehmen.
Schon die Römer sagten:Geld stinkt nicht – Pecunia non olet.

Mehr Satire zu Google
Google: Wir greifen nach der absoluten Cyber-Weltmacht

Keine Satire zu Google
Gigant Google: Zensur nur in China?
Alles frei?– oder: Google, der Streit um das Urheberrecht und seine Vergütung
Wird Wikipedia weggegoogelt?

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Herbert Rechtslastig schreibt an SPD-Andrea Nahles

Dr. Alexander von Paleske — Folgende braune Mail fand ich heute in meiner Mailbox.

24 Juni 2010
Herbert Rechtslastig
Oswald Spengler Gedächtnisallee 33
Brandenburg

An
Frau Andrea Nahles
Generalsekretärin
SPD-Vorstand
Willy Brandt Haus
Berlin-Mitte

Sehr geehrte Frau Nahles,

normalerweise schreibe ich nicht an Sozis bzw. Mitglieder SPD -nahestehender Organisationen, ganz zu schweigen von dem grünen Gesocks. Ich bin nämlich Mitglied der vaterländischen Partei NPD und im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Heute aber musste ich einfach meiner Freude Ausdruck geben, wie sie auf die provokative Demonstration dieses Türkenvereins „DeuKische Generation“ reagiert haben.

Diese Südländer forderten in wirklich frecher Weise, den von uns wegen seiner Prinzipienfestigkeit, seiner Klarsicht, seiner intellektuellen Begabung, seiner Wahrheitsliebe, und seines augewogenen Urteils geachteten Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin aus Ihrer Partei hinauszuwerfen.

Sarrazin hatte sich zu recht über diese fremdländischen Migranten beschwert, die keinen nennenswerten Beitrag zum Bruttosozialprodukt leisten, und darüber hinaus auch noch zu einer Durchschnittsverdummung der Bevölkerung unseres geliebten Vaterlandes führen.
.
Diese Migranten riefen doch tatsächlich

Es Pe De – Sarrazin tut weh.

Allein diese Parole beweist nur, wie recht Sarrazin mit seiner Wahrheitsfindung hatte.

Sie, Frau SPD-Nahles, haben dann, wie ich der linkspolternden Schülerzeitung TAZ entnehmen konnte, von sich gegeben, dass Sie die Wahrheitsbekundungen des Dr. Sarrazin zwar nicht gerne hören, diese sich aber mit der langen demokratischen Tradition der Grossfamilie SPD durchaus vereinbaren lassen.

Wandel durch Annäherung
Ich glaube zu erkennen, dass die SPD einen leicht-positiven Wandel vollzogen hat, und nun auch rechtslastige und grenzwertig rassistische Aesserungen, die ich persönlich sehr gerne verwende, nicht mehr unter einen Unvereinbarkeitsbeschluss fallen lässt.

Als aktives NPD-Mitglied amüsiert mich natürlich in gewisser Weise ihr verzweifeltes Bemühen, auch das rechte Wählerpotential damit anzapfen zu wollen, das ist ja unsere traditionelle Wählerschaft, und die denkt natürlich gar nicht daran, Ihrer Partei auch nur eine Stimme zu geben..

Gleichwohl freut mich aber ihre Stellungnahme aus zwei Gründen:

– Einmal machen sie damit unsere nationaldemokratischen Positionen im deutschen Volk voll akzeptabel, aber damit nicht genug,

– Sarrazin wird sich ja glücklicherweise nicht davon abbringen lassen, weiter seine (Rechtslast) Wahrheiten über diese Südländer zu verbreiten.

Das werden wir dann aufgreifen und weiter zuspitzen. Unsere Akzeptanz bis weit in das sogennannte bürgerliche Lager wird einen Steilflug vollziehen. Dafür erst einmal aufrichtigen deutschen Dank!

Heute las ich diesen Kommentar zur Fussball WM und war empört:

Er (Loew)kann durch sein Team beweisen, dass Deutschland – ob nun gewollt oder eher zufällig – international geworden ist. Er kann belegen, dass genau dieser Aspekt eine Bereicherung für alle sein kann. Die Sarrazins der Republik aber hätten als Bundestrainer versagt. Kein Özil. Kein Sieg. Kein Weiterkommen.

Das ist, von meinem rechten Auge aus gesehen, grundfalsch. Eher nehme ich eine Fussballniederlage in Kauf, als dass diese Cau Caus, Ozils oder wie sei heissen mögen, im Namen des deutschen Vaterlandes Tore schiessen.

Das einzig Positive an dieser Fussball-WM ist die Stellungnahme von Frau Müller- Hohenstein „Innerer Reichsparteitag“.

Weiter so Frau Nahles!

Vaterländische Grüsse .

Herbert Rechtslastig

Mehr Satire
Herbert Rechtslastig an ZDF und an Reporterin Katrin Müller-Hohenstein
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin
Thilo Sarrazin muss Bundesbankpräsident werden
Bundesbanker Thilo Sarrazin schreibt an Deutschkbanker Josef Ackermann
Post für Thilo Sarrazin
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Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert

Nicht Satire
Thilo Sarrazin – Genug ist genug

SATIRE

Stefan Raab muss Regierungssprecher werden

Dr. Alexander von Paleske —-16.6. 2010 —

An
Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Hochverehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit grossem Missvergnügen beobachte ich die erbärmlichen Auseinandersetzungen in der Streitkoalition (Gurkentruppe etc.).

Verkäufer gesucht
Da dies nun schon seit Monaten anhält und die Tonart immer rüder wird, müssen Sie auch unkonventionelle Wege in der Politik gehen. Offenbar gelingt es nicht, den Guido zur Raison zu bringen, so muss zumindest die einfältige Regierungspolitik besser „verkauft“ werden.

Politik muss wieder Freude in der Bevölkerung erzeugen. Das deutsche Volk muss geradezu darauf brennen, den Regierungssprecher auf der Mattscheibe zu sehen, und was er zu verkünden hat .

Im Augenblick reizt das Aufkreuzen der Regierungspolitiker und deren Sprachrohre nur zum sofortigen Wechsel des Fernsehprogramms bzw. -Kanals.

Kurzum, wir brauchen neue Gesichter. Mir fällt dazu eigentlich nur eine geeignete Person ein: Stefan Raab, der Unterschichtenentertainer , Platt-Witzchen-Erzähler und Lena-Promoter.

Raab muss es machen
Stefan Raab muss den Regierungssprecher machen, mit der Aussicht, später einmal Bundeskanzler zu werden.
Mit dessen Ernennung schlagen Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Der hohe Zustimmungswert für Raab, das positive Gefühl, das sein Erscheinen auf dem Bildschirm auslöst, und dass er gnadenlos andere verwursten kann – im übertragenen Sinnne natürlich.

Politik muss auch ein bischen zu Klamauk werden, um verständlich zu sein, nicht dieses zwanghafte Draufdreschen, was wir zu Zeit mitansehen müssen, das in weiten Kreisen der Bevölkerung zu solcher Politiker- und Politikverdrossenheit geführt hat.

Vom Metzger zum Entertainer

Raabs Qualiifikationen für den Job als Ihr Sprecher sind eindeutig belegt. Er hat es vom Metzger zum Persönlichkeitsverwurster, Klamauk-Entertainer, TV-Spässchen-Macher und Lena-Promoter gebracht. Stichwort: Der unaufhaltsame Aufstieg des Raabschlägers.

Immer mehr Zuschauer sind geradezu süchtig nach seinem feisten Metzgersgrinsen, und dem zu erwartenden Qualitätsfernsehen.

Mit dem Eurovisionssieg von Lena hat er dem deutschen Volk das gegeben, was es zur Zeit am meisten braucht, Hoffnungsillusion.

Bekannt wie ein bunter Hund
Raabs Bekanntheitsgrad liegt, selbst in Pflegeheimen, bei mehr als 70% .
Wo Raabs Visage auftaucht, und die wollen immer mehr Menschen in Deutschland immer öfter sehen, da gibt es keine Langeweile, da gibt es, auf niedrigem Niveau. Spannung, Klamauk, Wettkämpfe, die niemand vorher kannte, also von ihm erfunden wurden.

Früher, sozusagen in der Fernsehsteinzeit, gab es Wim Thoelke, und Hans Joachim Kuhlenkampff .
So etwas brauchen wir heute nicht mehr. Das hat Raab alles vereinfacht. Er ist Thoelke, Kuhlenkampff und Quizteilnehmer, alles in einer Person. Das erzeugt auch grösseres Verständnis in der Bevölkerung für den Wegfall von Arbeitsplätzen.

Und dass seine Show „Raabschläger“ am Ende offen ist, weist den Weg in der Arbeitswelt: Arbeitstag ohne festes Ende. Sehr positiv.

Positives „Nach Vorne Drängeln“
Raab war der erste Promoter, der bei der Siegerehrung in diesem Wettberwerb in Oslo sich mit auf das Siegertreppchen drängeln durfte. Man kann also hoffen, dass er auch als Regierungssprecher sich immer in den Vordergrund drängeln wird, und keinen Platz lässt für diesen Westerwelle mit seinen absurden Vorschlägen, und auch nicht für Sie, Frau Bundeskanzlerin mit ihrer Trauermiene, sodass die Zuschauer sich an seinem Anblick, seinem Optimismus, seiner Freude, selbst bei den schlechtesten Nachrichten, laben können.

Wir haben in Island bereits ein nachahmenswertes Beispiel mit dem Komiker Jon Gnarr, seit vorgestern Bürgermeister von Islands Hauptstadt Reykjavik, und dem Erfolg, den er unter dem Wahlvolk hat, obgleich er offen mit dem Ziel antrat, die Korruption in der Regierung zu etablieren.

Auch weitere Details aus dem Raabschen beruflichen Werdegang geben zu grossen Hoffnungen Anlass: Ob es Kleinkinder mit Schultüte waren, denen Drogenhandel unterstellt wurde, oder simplen FKK Anhängern Unterwassersex, Raab schreckt keinesfalls vor der „Verfleischwolfung“ von Personen und den absurdesten Assoziationen zurück.

Leitsatz für sein ein aufklärerisches Wirken ist offenbar: „Die Zumutbarkeits- Toleranz- und Schamgrenze bestimme ich“.

Er hat es ausserdem geschafft, die offene und klammheimliche Schadenfreude, ein Begriff, für den es im Englischen kein Gegenstück gibt, zum festen Bestandteil, insbesondere seiner TV-Totalsendung, zu machen, mit dem Ziel, den Zuschauern jegliche Empathie auszutreiben.

Er wird daher sicherlich die Opposiotion in seiner TV-Total Sendung als Regierungssprecher vorführen, verwursten, der Lächerlichkeit preisgeben, und über deren Missgeschicke, seien es einzelne Politiker oder die ganze Politik, Schadenfreude erzeugen. Sehr erfreulich.

Und er wird ausserdem den deutschen Sprachschatz um einige neue Wörter bereichern können:

Raabsehen = Fernsehen

Raabschlagen = An der Fernsehshow „Schlag den Raab“ teilnehmen

Verraaben = Persönlichkeitsverwurstung in TV-Total

Abraaben = im Fernsehen erfolglos gegen Raab antreten

Hochraaben = Einen Sänger(In) ohne Stimme zum Grammy-Verdächtigen machen

Unterraaben = Sich erfolglos gerichtlich gegen die Raab-Verwurstung zur Wehr setzen

Raab unter = Wenn sich nach dem Ende der Fernsehsendungen mit Raab Langeweile ausbreitet

Wegraaben = Wenn man vom Raab-Präsenzkanal wechselt und prompt in einem Langeweile-Kanal
landet (Tagesschau, late night show Nicht-Raab Talkshows)

Eins auf die Mütze
Raabs bleckendes Grinsen verspricht nicht nur Television total, sondern dem Zuschauer totale Ablenkung von der täglichen Misere verbunden mit dem Gefühl: Dort, wo ich sitze bin ich richtig aufgehoben, wer unverschämterweise mehr will, wie bei Schlag-Raab, der bekommt eins auf die Mütze.

Nur ganz gelegenlich darf jemand einmal zulangen, aber Stefan Raab ist immer Gewinner und fast immer Sieger. Selbst wenn er verliert, und das tut er selten genug, ist man gleichwohl auf seiner Seite.

Kurzum, Raab muss Regierungssprecher werden.

MfG

Dr. Alexander von Paleske

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