SATIRE

Deutschbanker Ackermann gratuliert und bedauert

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox – s
11.5. 2010

Josef Feldherr Ackermann
Chefetage Deutsche Bank
Am Teufelsrad 1
Frankfurt Ortsteil Krankfurt

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Liebe Angela,
herzlichen Glückwunsch zur temporären Lösung der Euro-Krise und herzliches Beileid zum Ausgang der Landtagswahlen in NRW.

Guidos Fehler
Fangen wir mit den Landtagswahlen an. Der Verlust geht zum überwiegenden Teil auf das Konto Guido Westerwelles, zum geringeren Teil auf das Rüttgers.

Dieser Bengel Westerwelle ist eine einzige Enttäuschung für uns. Wie ein tibetanischer Mönch mit seiner Gebetsmühle hat er ständig die Forderung nach Steuersenkungen erhoben, als die breite Oeffentlichkeit das einfach nicht mehr hören wollte.

Wie kann man auch einer Bevölkerung, deren Gemeinden kein Geld mehr haben, um selbst um Strassenlöcher zu stopfen, vermitteln, dass nun Steuersenkungen auf der Tagesordnung stehen.

Wenigstens können die Gemeinden an uns noch die Verbindlichkeiten aus den Zins -Swaps bezahlen, die wir ihnen gerade noch rechtzeitig andrehen konnten
..
Flexibilität tut not
Da muss man einfach von Politikern mehr Flexibilität erwarten dürfen, was nicht umbedingt heisst, dass man damit, wie früher zur Zeit eines Erich Mende, zu einer „Umfallerpartei“ wird.

Ausserdem strahlt dieser Guidomobil bei seinen Publikumsauftritten nicht die nötige Portion Glaubwürdigkeit aus. Dazu gehört auch das bedeutungsschwere Vortragen von Belanglosigkeiten, und das Verkaufen einer letztlich klientelzentrierten (wohlhabende Aerzte, Rechtsanwälte etc) Politik als Gemeinwohl, aber nicht in der plumpen Form wie bei Mövenpick .

Auch diese von ihm angezettelte Hartz IV-Diskussion hatte einfach nicht den richtigen Dreh. Sie war zwar von der Sache her richtig aber stümperhaft gemacht.

Von einem Politiker darf und muss man einfach ein gewisses Mass an (geheuchelter) Seriosität und Ueberzeugungskraft erwarten, was dieser Guido einfach nicht in der politik-erforderlichen Menge liefern kann.

Dieser Herr passt doch viel besser in eine Unterschichten-Fernseh-Klamauk-Show wie z.B. Schlag-Raab oder einen Big-Brother Container..
Dabei hatte ihm sein Vor-Vorgänger im Amt, das ehemalige Putzgruppenmitglied und Ex-Sponti Joseph (Joschka) Fischer doch vorgelebt, wie man das macht: Mit bedeutungsschwerer Miene Plattitüden als tiefschürfende Erkenntnisse dem staunenden und gebannt zuhörenden Publikum aufzutischen, und ein hohes Mass an Flexibilität, Opportunismus und Anpassungsfäigkeit zu demonstrieren. Guido hätte sich das ja nur abgucken brauchen .

Runter von der Spendenliste
Wir Banker haben diesem Guido, der in fataler Weise immer noch einige Aehnlichkeiten mit seinem verstorbenen Freund Jürgen Möllemann aufweist, nun unsere Unterstützung entzogen.

Ich habe die Spendenabteilung meines Hauses angewiesen, vorerst keine Spendenzahlungen an diese Scheinaufrechten und Anpassungsunwilligen mehr vorzunehmen.

Und nun zu dem Euro-Maastricht-Rettungsversuch.
Ich fand es gut, dass ihr Euch zu dieser Massnahme durchringen konntet. Natürlich sind die Zahlungen an Griechenland verlorene Gelder, und ihr könnt nur beten, dass die exorbitanten Garantien in Höhe von 700 Milliarden Euro niemals eingelöst werden müssen.

Ich sehe das eher skeptisch mit Blick auf Spanien, Italien, Irland und Portugal. Aber dieses ganze Bündel von Massnahmen hat Euch immerhin etwas Luft verschafft, und uns ein Kursfeuerwerk an den Aktienmärkten beschert, das unserer Bilanz für das nächste Quartal sehr guttun wird. Ein herzliches Dankeschön .

Gleichzeitig hast Du der Oeffentlichkeit den (natürlich falschen) Eindruck vermittelt, es sei jetzt mit dem Schlimmsten vorbei, der Euro sei sicher, was er selbstverständlich mittelfristig gar nicht ist.
.
Ihr müsst nun die Zeit nutzen, um Euch etwas einfallen zu lassen, wo ihr das Geld für die bereits jetzt fälligen Zahlungen an Griechenland herbekommt. Am besten über deutliche Kürzungen im Hartz IV-Bereich plus Steuererhöhungen, die insbesondere uns Spitzenverdiener und Leistungsträger mit hohem Verantwortungsbewusstsein, ungeschoren lassen, um uns nicht die Freude an unserer schweren Arbeit zu nehmen.

Weiterhin müssen diese Wackelkandidaten wie Spanien, Portugal und Italien an die kurze Leine gelegt und mittelfristig ein neuer Euro bzw. eine privilegierte DM eingeführt werden.

Mafia- und Spaghetti-Steuer
Das heisst im Falle Italien: Einführung einer Spaghetti -und einer Mafia-Steuer.
Berlusconi hat ja exzellente Beziehungen zur Mafia. Diese Mafia-Paten müssen an einen runden Tisch gebeten werden und aufgefordert werden, auch einen Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen zu leisten, z.B. in der Form einer freiwilligen Abgabe in Höhe von 10% ihres (kriminellen) Einkommens. Im Gegenzug könnten dann einige Amnestien und Vergünstigungen für einsitzende Mafiaangehörige ausgehandelt werden.

Von jetzt ab Gelddrucken
Aber trotz all dieser Massnahmen werdet Ihr nicht darum herumkommen, parallel dazu die Gelddruckmaschinen in Gang zu setzen und auf Volldampf laufen zu lassen , denn all die genannten Massnahmen werden wohl nicht ausreichen.

Statt einer Hartwährung wird der Euro bald eine Camembert- Währung sein. Aber das ist leider nicht mehr aufzuhalten. Ich schlage vor, der Bevölkerung die bitteren Wahrheiten scheibchenweise zu verkünden, damit sie das alles besser verdauen kann.

Solchen Defätisten und politischen Kaltduschern, wie diesem Thilo Sarrazin, solltest Du mit Hilfe des Beamtenrechts Redeverbot erteilen, und, wenn das alles nichts hilft, ihn bei der Bundesbank rauswerfen.

Ganz herzliche Grüsse und weiter putzmunteres Regieren. Das Lachen bitte nicht vergessen!!.

Dein Freund, Berater und Lehrer
Josef

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…… zu Joseph alias Joschka Fischer
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SATIRE

Angela Merkel an Bundesbank-Chef Axel Weber – Betreff: Griechenland und Thilo Sarrazin

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

7.5. 2010

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Regierungsviertel 1
Berlin

Axel Weber
Bundesbankpräsident
Bundeskrankgelände 1
Frankfurt-Ortsteil Bankfurt

Lieber Axel,

so darf ich Dich doch nennen.,Voller Empörung habe ich heute zur Kenntnis nehmen müssen, dass dieser Bundesbankler Thilo Sarrazin wieder ungefragt sich zu Wort gemeldet hat, um seinen scharfen (negativen) Senf zu Griechenland loszuwerden.

Und dies zu einem Zeitpunkt, wo ich im Parlament und in der Oeffentlichkeit dafür kämpfe, die Geschenkzahlungen an Griechenland als notwendige „Darlehen“ zu verkaufen, was schwierig genug ist.

Nun tritt dieser Sarrazin, dieser politische Kaltduscher, pressewirksam bei einem Unternehmerverband in Frankfurt auf, und erklärt, er glaube nicht an eine Rettung Griechenlands.

Bundesbanker-Dolchstoss

Ich nenne das einen Bundesbanker-Dolchstoss in unseren Rücken, der einzig und allein dem Zweck dient, sein, Sarrazins eigenes, Ego zu bedienen, und sich in der Zeitung und den Medien wiederzufinden. Offenbar ist dieser Herr in der Bundesbank völlig unausgelastet.

Er sollte den Mund halten und sich schämen für seine Verantwortlichkeit im Zusammenhang mit daneben gegangenen Spekulationsgeschäften der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

Dass Sarrazin dann auch noch die Zahlungen an Griechenland damit rechtfertigt, dadurch werde den Geschäftsbanken, vor allem in Deutschland und Europa, geholfen, ist nur Wasser auf die Mühlen dieser Fusskranken der marxistischen Weltrevolution, die jetzt wieder mit dem Kapital von Karl Marx unter dem Arm herumlaufen und daraus laut zitieren. Das kenne ich alles aus der „DDR“ , äh, ich meine aus dem Osten, bis zum Erbrechen.


Nichts als heisse Bankenluft

Wenigstens haben die Banken sich hinter unsere Griechenlandhilfe gestellt, wenn auch nur mit Worten, denn neues Geld wollen die nicht mehr in diese Schafskäserepublik stecken, sondern nur die laufenden Kredite nicht fällig stellen und bei Auslaufen der Kredite diese erneuern.

Aber dadurch konnten wir immerhin der Propaganda gegegen die Banken, von denen einige natürlich wunderbar mit Credit Default Swaps an der Griechanlandkrise verdient haben, Paroli bieten.

Ende des Euro
Wir müssen uns darauf einstellen, dass es mit dem Euro vorbei ist, und deshalb die Deutsche Mark bald wieder einführen. Mein Freund Josef Ackermann hat mir freundlicherweise ein paar Prospekte über preiswerte Gelddruckmaschinen überlassen, die ich an Euch weiterreiche.

Griechenland als Euro-Testfall
Die Wiedereinführung der Deutschen Mark erscheint noch ein paar Ueberlegungen von meiner Seite wert, die auf gar keinen Fall an die Oeffentlichkeit kommen dürfen.

Griechenland war und ist der wirkliche Testfall für den Euro, nicht, wie behauptet, die internationale Wirtschaftskrise. Die internationale Wirtschaftskrise hat alle Staaten in der Euro-Zone getroffen, es war klar, dass zügig von der 3% Neuverschuldungsgrenze Abstand genommen werden musste.,

Was damals jedoch untergegangen war: Eine Reihe von europäischen Staaten der Eurozone war bereits vor der Wirtschaftskrise in strukturellen Schwierigkeiten, die mit der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft wurden, und damit erst richtig zum Ausbruch kamen.

Zwar ist zum Beispiel Spanien, dank der dortigen Bankgesetze, weit weniger von der Subprime-Krise betroffen gewesen, aber es hat im Binnenmarkt eine eigene Immobilienblase gehabt, die nun geplatzt ist. Als Folge davon sind mittlerweile 20% der Bevölkerung arbeitslos.

Der Euro gerät nun weiter unter Druck, von dem Wechselkurs gegenüber dem US- Dollar von 1,58 : 1,00 noch vor wenigen Monaten ist er jetzt auf 1,26 : 1 abgerutscht, und ein Ende dieser beängstigenden Rutschpartie ist vermutlich noch lange nicht in Sicht.

Wir müssen uns vergegenwärtigen, welche Ausgangslage vor der Einführung des Euro bestand: kurz gefasst ein Wirtschaftsraum ohne Zollschranken aber mit jeder Menge von verschiedenen Währungen, die einen mehr, die anderen weniger stabil. Damit waren sich ändernde Wechselkurse ein lohnendes Betätigungsfeld für Währungsspekulanten, das beste Beispiel Grossbritannien im Jahre 1992, als George Soros gegen das britische Pfund spekulierte, indem er für seinen Hedge Fund Riesenkredite in Pfund-Währung in Grossbritannien aufnahm und dann diese britischen Pfund gegen stabile Währungen eintauschte. Das Pfund sackte ab, Soros tauschte wieder in Pfund um, bezahlte seine Kredite, und hatte einen Milliardengewinn gemacht.

Auch damit sollte durch die Einführung des Euro Schluss sein.

Von der DM zum Camembert
Von Anfang an war klar, dass der realtiv stabile Kurs der Deutschen Mark einem weicheren Euro weichen würde. Der Journalist des Jahrhunderts, SPIEGEL-Gründer und Herausgeber , Rudolf Augstein Augstein, nannte den Euro eine Camembert-Währung, also Weichwährung und bekämpfte mit seinen Artikeln den Ersatz der DM durch den Euro – erfolglos.

Allerdings scheinen ihm nun die Entwicklungen der letzten Wochen doch recht zu geben

Der Euro erfüllte zunächst einmal die in ihn gesetzten Erwartungen. Er bot dem US Dollar die Stirn und stellte sich als zweite Weltwährung neben den US Dollar.

Auch die internationale Finanz-und Wirtschaftskrise konnte ihm nichts wirklich anhaben.

Belastungstest verfehlt
Aber nun ist das schwächste Glied in der Euro-Kette gerissen: Griechenland.

Die Defizite im Staatshaushalt Griechenlands sind exorbitant. Eine Lösung überhaupt nicht in Sicht.

Die Stärke – nicht nur bei Währungen – zeigt sich immer erst dann, wenn sie den schwersten Belastungen ausgesetzt ist. Und Griechenland hat die Schwäche der Euro-Staaten und des Euro mit aller Deutlichkeit blossgelegt.

Griechenland nur der Anfang
Und nicht nur das: Griechenland ist nur der Anfang, andere Staaten wie Portugal, Spanien, Irland und Italien stehen zum Belastungstest Schlange.

Eine Einheitswährung kann aber nur funktionieren, wenn für derartige Belastungen rechtzeitig Vorsorge getroffen wurde. Die Vorsorge beim Euro bestand aber lediglich in einer Verpflichtung, die Neuverschuldung zu begrenzen und bei Verstoss eine Verwarnung. Ein Zwangsauschluss aus dem Verbund ist nicht vorgesehen.

Nun zeigt sich mit aller Brutalität, dass solch eine Regelung aber nur funktionieren kann, wenn es einen einheitlichen Haushalt für alle Eurostaaten, ein gemeinsames Finanzministerium etc, geben würde. Jeder Euro-Staat hat jedoch seinen eigenen Haushalt. Von einer gemeinsamen Regierung sind wir weit entfernt., nicht nur wegen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts, sondern weil eine nicht nur teilweise, sondern vollständige Aufgabe der Staatssouveränität in keiner Weise – nicht nur für uns – zur Debatte steht, mag der Ex-Sponti Joseph alias Joschka Fischer noch so laut lamentieren.

Damit zeigt sich immer deutlicher: Beim Euro handelt es sich, mangels Vorsorge, um eine Sonnenscheinwährung, die ernsthaften Belastungsproben nicht standhält. Der Euro ist ein Haus ohne Dach, Regen war bei der Planung gar nicht vorgesehen. Und, wie gesagt, nicht einmal eine Ausschlussmöglichkeit eines Mitgliedes gibt es.

Deswegen muss es mittelfristig heissen wie auf der Titanic: Jeder für sich selbst.
Konkret: Goodbye Euro, welcome Deutsche Mark

Es grüsst Dich ganz herzlich

Deine Angela

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Afghanistan: General McChrystal schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute bei mir

29.4. 2010

Vier-Sterne-General Stanley McChrystal
Erster Vorwärtsverteidiger
Oberkommando der Vereinigten Streitkräfte
Kabul
Afghanistan

Herrn Militärfachmann
Josef Joffe
Mit-Herausgeber „DIE ZEIT“
Liberales Pressezentrum
Hamburg
Germany

Sehr geehrter Herr Herausgeber Joffe,

mit grossem Interesse habe ich Ihren Leitartikel in der ZEIT vom 22.4. 2010 „Falsche Reflexe“ gelesen.

Ich denke, dass Sie uns militärtaktisch einige sehr wichtige Ratschläge gegeben haben, die wir auf jeden Fall beherzigen werden, sodass wir den Krieg in den nächsten Monaten definitiv zu unseren Gunsten entscheiden können

Folgende Massnahmen habe ich aufgrund Ihrer ausserordentlich detaillierten und hilfreichen Vorschläge getroffen.

1. Wir haben unsere Grenzregion-Taktik geändert. An der Grenze zu Pakistan postieren wir jetzt alle 20 Meter einen Soldaten. Kein Taliban wird mehr den Weg von Pakistan nach Afghanistan finden.

Ausserdem haben wir für die Nacht Irrlichter angebracht, welche die Taliban in Fallen locken sollen. Und wir setzen die von Ihnen geforderten Späher ein.

Auch werden wir, wie von Ihnen vorgeschlagen, überall am Boden Sensoren platzieren, die ausserdem mit kleinen Lautsprechern versehen sind, welche das Lied spielen „Der Osten ist rot“, sodass die Taliban glauben, sich an der Grenze zu China zu befinden, und schleunigst kehrtmachen.

2. Wir haben in Israel eine ganze Ladung von Drohnen bestellt, die auch Esel erkennen und angreifen, weil sich die Taliban häufig hinter diesen Tieren verstecken.

Weiterhin haben wir die von Ihnen geforderten agilen Kampfjets und Transporthubschrauber bestellt, bzw. soweit verfügbar, bereits in die Kampfzonen gebracht. Die werden Tag und Nacht Angriffe fliegen, alle Menschenansammlungen von mehr als 10 Personen angreifen, und nicht gemeldete Lastwagen bombardieren.

Eindringlich haben wir die afghanische Bevölkerung vor grösseren Hochzeitsgesellschaften gewarnt.

3. Wir haben uns Prospekte über die von Ihnen angepriesenen Minen und Sprengfallen schicken lassen. Die von Ihnen besonders gelobten israelischen Fabrikate sehen in der Tat vielversprechend aus. Unser Plan ist es jetzt, mindestens 1/3 des Landes zu verminen.

4. Wie von Ihnen gefordert, werden wir in den Apache- und Cobra-Kampfhubschraubern immer 1-2 Plätze für deutsche Soldaten freihalten.

Zwar werden all diese Bestellungen das für dieses Jahr geplante Budget von 70 Milliarden US Dollar in die Höhe treiben, aber wir werden stattdessen die Nahrungsmittel- und Agrarhilfen kürzen. Schliesslich sind wir zur Kriegführung dort, und nicht als Wohltäter.

Kein zweites Vietnam
Heute ist der 35. Jahrestag unserer Niederlage in Vietnam.


Panzer der Vietcong bricht durch das Tor des Präsidentenpalastes in Saigon – 30.4. 1975

Das wird uns in Afghanistan auf gar keinen Fall passieren, das verspreche ich Ihnen. Koste es, was es wolle.

Notfalls müssen wir eben noch eine vollausgerüstete motorisierte Bundeswehrdivision nach Afghanistan verlegen. Schliesslich handelt es sich um die Vorneverteidigung der Hauptstadt Deutschlands, Berlin, samt deren Aussenbezirken.

Bitte schreiben sie doch noch öfter solche Artikel in Ihrer Wochenzeitung, damit die nötige Kriegsfreude in Deutschland erzeugt wird. Der CIA wird parallel dazu eine Propagandakampagne starten, die sich insbesondere an deutsche Frauen wendet.

Bald werden wir sagen können „Heute siegen wir in Afghanistan, morgen in der ganzen Welt“.

Den Taliban rufen wir zu „Hunde, wollt ihr ewig leben“

Mit soldatischem Gruss

Ihr

Stanley McChrystal BSc, PhD
Vier-Sterne-General und Erster Vorwärtsverteidiger

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Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab
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Deutschbanker Ackermann stoppt Swapserei mit Kommunen
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer
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Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner
Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Jürgen Rüttgers
FDP-Westerwelle schreibt an Deutschbanker Ackermann
Wie die Schweiz auf den Hund kam
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Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
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Tony Blair: Ich will König von Europa werden
Clearstream–Prozess in Frankreich oder: Die Schlammschlacht geht weiter
Frankreich: Jahrhundertprozess und Liebesnovelle
Schluss mit den Angriffen auf Ulla Schmidt
Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

Nicht-Satire zu Afghanistan
Afghanistan – wann kommt der Waffenstillstand?
Tod in Afghanistan – Undank in der Heimat
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT</a

SATIRE

Deutschbanker Ackermann schreibt an Angela Merkel

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail gelangte über einen Hacker zu mir

27.4. 2010
Josef „Feldherr“ Ackermann
Vorstand Deutsche Bank
Frankfurt (M)-Ortsteil Krankfurt
Am Teufelsrad 1

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
Regierungsviertel 1
Berlin

Liebe Angela,

Vielen Dank für Deinen Anruf heute morgen und Deine Glückwünsche zu unserem Quartalsergebnis, das wirklich hervorragend ist.
2.8 Milliarden Euro Vor-Steuer-Gewinn, besser war es nur im ersten Quartal 2007, also vor der Finanzkrise.
Und der Ueberschuss lag bei satten 1,8 Milliarden Euro. Wobei natürlich die Masse aus unserem Casino-, äh, ich meine natürlich aus der Investmentbanking-Abteilung kommt. Da ist die Roulettekugel -, äh, ich meine die Future-, Derivate-, Terminhandel – Spekulationskugel so richtig gerollt.

Sektkorken knallten
Bei uns knallten heute die Sektkorken, wie Du Dir vorstellen kannst, und alle Investmentbanker freuen sich schon auf die Bonuszahlungen, die in diesem Jahr wieder richtig üppig ausfallen werden.

Ganz besonders freut mich natürlich, dass unser Institut die Griechenlandkrise völlig kalt lässt, da wir in der Vergangenheit gar nicht daran dachten, diese Schrottpapiere, äh, ich meine die griechischen Staatsanleihen, in unsere Tresore zu packen, und was wir in den Tresoren hatten, haben wir längst rausgeworfen.
Stattdessen wetteten wir auf die Staatstpleite.

Unsere Wettscheine, die Credit Default Swaps (CDS), steigen und steigen und steigen im Kurs, sehr erfreulich.

Leider ist Deine Lage wenig beneidenswert, weil die Oeffentlichkeit gar nicht einsieht, dass Ihr dieser Schafskäserepublik nun unter die Arme greifen müsst.
Zum Glück ahnt die Bevölkerung in Deutschland überhaupt nicht, welche Milliardenbeträge für Griechenland in den nächsten vier Jahren noch zu zahlen sind, und dass es sich in Wirklichkeit um Geldgeschenke, und nicht Kredite handelt, weil an eine Rückzahlung, selbst in weiter Ferne, gar nicht zu denken ist.

Nicht nur für Griechenland, sondern alsbald auch für Portugal , Spanien und das Mafialand Italien.

Warm anziehen
Da müsst Ihr Euch noch ordentlich warm anziehen.
Leider sehen die meisten Leute gar nicht ein, dass Euch gar nichts anderes übrig bleibt.
Denn wenn Ihr nicht zahlt, dann bleiben Banken, wie die Pleitebank Hypo Real Estate (HRE), auf ihren reichlichen Griechenland-Anleihen sitzen, und dann müsst ihr, statt an Griechenland, weiter an diese Bank zahlen. Bleibt sich gleich, von der Zahlung kommt ihr nicht los. Babylonische Finanzierungsgefangenschaft wäre eine passende Bezeichnung

Hinzu kommt noch, dass bei einer Zahlungsunfähigkeit Griechenlands wir unsere Wettscheine, die CDS’s, einlösen werden, die vom Volumen her das Vielfache der Schulden betragen. Und da müssen dann wieder deutsche und ausländische
Dumme-August-Banken zahlen, die wegen dieser Zahlungen in Lehman-artige Schwierigkeiten kommen könnten.

Ein neuer Fall „Lehmann-Pleite“ würde sich abzeichnen, der aber aus Ketten-Reaktionsgründen nicht eintreten darf.

Nach der Wahl in NRW werdet Ihr, um das Griechenland- und andere Südeuropa–Abenteuer finanzieren zu können, die Mehrwertsteuer auf 25% erhöhen, und, wenn das nicht reicht, die Gelddruckmaschinen in Gang setzen müssen.

Ich habe hier auf meinem Schreibtisch ein paar preiswerte Angebote für derartige Druckmaschinen liegen, die ich Dir gerne zusenden kann.

Notfalls müssen wir bei uns in Deutschland einen Lastenausgleich für die notleidenden Länder einführen, also Zwangsabgaben für alle Grundstücksbesitzer, wie nach dem 2. Weltkrieg.

Lass uns gleichwohl mit frohem Mut in die Zukunft blicken.

Es grüsst Dich ganz herzlich

Dein Freund und Finanzlehrer
Josef

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Brief an Astrophysiker Professor Hawking
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KOMMENTARE

Marsue (Gast) – 15. Okt, 11:29

It’s really great that people are shirang this information.

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Brief an Astrophysiker Professor Hawking

26.4. 2010

Professor für Astrophysik
Stephen Hawking
Cambridge
U.K.

Sehr geehrter Herr Professor Hawking,

mit grossem Interesse habe ich Ihre Warnungen vor Aliens zur Kenntnis genommen. Glühende, tintenfischartige, aber uns eindeutig überlegene und feindlich gesonnene Wesen sollen das sein.

Herden von Pflanzenfressern und strahlend gelbe Räuber, die offenbar ohne Nahrungszufuhr jahrzehntelang im All unterwegs sein können.

Richtig gruselig finde ich diese offenbar sehr realistische Darstellung und ich bin Ihnen dankbar, dass Sie es immer wieder schaffen, die Astrophysik in solch lebendiger Weise darzustellen.

Alien-Kundschafter unter uns?
Da stellt sich aber doch gleichzeitig die Frage: Hat es solche Landungen von Aliens nicht schon früher gegeben, kleine Gruppen, die als Kundschafter bzw. Wegbereiter unterwegs waren, und die Erde auf eine derartige Apokalypse vorbereiten, sie sozusagen sturmreif machen für den dann endgültigen Angriff? Die sich als Menschen tarnen? Die in die Politik gehen?

Um herauszufinden, wo diese Kundschafter stecken, wäre es sehr hilfreich, zunächst einmal die DNA, also die Erbsubstanz dieser Aliens in Erfahrung zu bringen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass, nachdem Sie ja eine Vorstellung von dem Aussehen dieser Aliens aufgrund mathematischer Berechnungen haben, es doch sicher keine grössere Schwierigkeit sein dürfte, auch die DNA mathematisch und ohne die normalerweise notwendige Extraktion darzustellen.

Diese Kenntnis würde uns dann in die Lage versetzen, diese vemuteten Kundschafter aufzuspüren.

Natürlich wäre eine Massenuntersuchung viel zu aufwändig, also durch Speichelentnahme von jedem Erdenbewohner. Deshalb müsste zunächst ein Screening durchgeführt werden.

Politiker hochverdächtig
Am verdächtigsten sind dabei Politiker, die in auffälliger Weise versucht haben, apokalyptische Zustände herbeizuführen.
Hierzu fallen mir spontan der ehemalige US Präsident G.W. Bush aber auch der ehemalige britische Premier und Cheflügner Tony Blair ein. Ich denke wir sollten mit den beiden beginnen.

Ihrer geschätzen Rückantwort sehe ich entgegen.

Zur Abwehr eines derartigen Alien-Angriffs habe ich als Selbstschutzmassnahme mir gleich ein gebrauchtes AK47 Schnellfeuergewehr von einem Kriegsveteranen hier besorgt. Das Magazin ist voll, in mein Haus werden die nicht kommen.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Alexander von Paleske

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FDP-Pinkwart: Griechenland muss über Bord gehen

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

NRW- FDP- Parteizentrale
Möllemannstrasse 1
Düsseldorf

An alle FDP-Parteimitglieder

Sofortige Aenderung der Wahlkampfstrategie für die Landtagswahl am 9.5. 2010

Neues Wahlkampfthema: Griechenland muss über Bord gehen – Keine Kredite für Griechenland – Griechenland raus aus dem Euro

Liebe Parteifreunde,

Gerade rechtzeitig zur Landtagswahl haben wir den Themenbereich gefunden, der uns mit der Masse der Bevölkerung zusammenschmieden, zusammenschweissen, und unsere Wahlchancen erheblich verbessern wird.

Wie sich jetzt herausstellt, benötigt Griechenland sofort 40 Milliarden Euro, in den nächsten vier Jahren insgesamt 230 Milliarden Euro,
von denen unser Deutschland 28% , also rund 60 Milliarden Euro bezahlen soll.

Für die FDP total inakzeptabel
Das kommt für uns als FDP überhaupt nicht in Frage. Mehr als 90% der deutschen Bevölkerung lehnt jegliche Zahlungen an Griechenland ab, wie sich gerade in einer Umfrage der WELT zeigt.

Diese generelle Ablehnung werden wir auf unsere Parteimühle lenken.

Da der Angela Merkel die Hände gebunden sind, kann die glücklicherweise nicht so richtig in die Offensive gehen und „schwabbelt“ nur über Bedingungen, die an die Kredite geknüpft werden sollen.

Mit solchem „Gefasel“ werden wir uns gar nicht erst abgeben. Wir gehen in die Vollen und fordern:

–Griechenland muss sofort aus dem Euro-Verband herausgeworfen werden

— Keine Kredite an Griechenland

Zwar hat heute auch CSU- Landesgruppenchef Friedrich Griechenland aufgefordert, sein Verbleiben im Euro-Verbund zu prüfen. Aber mit solchen windelweichen Forderungen halten wir uns gar nicht erst auf.

Die SPD kann ohnehin keine Front gegen Griechenland eröffnen, weil deren Parteifreunde von der PASOK dort am Ruder sind.

Parallel haben wir nun endlich die passenden Argumente in der Hand, eine Steuerreform und Steuersenkungen für unsere Klientel zu verlangen.

Wenn angeblich kein Geld für die Steuerreform da ist, wieso ist dann Geld für die Schafskäse-Republik da? Da haben unsere Steuerzahler ja wohl erst einmal Vorang. Wir werden dem Schäuble jetzt richtig Feuer unterm Hintern machen.
Ich bin nun absolut zuversichtlich für einen massiven Stimmenzuwachs für unsere FDP.

Kein Problem mit politischen Implikationen
Falls wir auf die politischen Implikationen einer Kreditverweigerung angesprochen werden, dann sollten wir klarmachen, dass auch ein Militärputsch in Griechenland uns nicht beeindrucken könnte.

Zum einen haben die Griechen ja gelernt, unter Leuten vom Schlage eines Papadopoulos oder Pattakos zu leben, zum anderen könnte so ein Putsch auch militärische Ordnung in das Finanzwesen bringen, das wäre eigentlich gar nicht schlecht.

Euro nur für Sonnentage
Im übrigen ist der Euro nur eine Währung für Sonnen- nicht aber Regentage, bildlich gesprochen. Sollte sich eine Klimaveränderung abzeichnen, die mehr Regengüsse in Europa zur Folge hat, ich denke da an Spanien, Portugal und das Mafialand Italien, dann werden wir uns für die Wiedereinführung der Deutschen Mark stark machen. Entsprechende Pläne haben wir bereits in den Schubladen.

Glückauf mit der FDP

Andreas Pinkwart
NRW-Landes-FDP-Chef

Weiteres aus der Abteilung Satire zum Thema
Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments
Gute Nachrichten aus der Bankenwelt

Nicht-Satire zum Thema
Credit Default Swaps – Banken verschärfen die Krise in Griechenland
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SATIRE

Gute Nachrichten aus der Bankenwelt.

Dr. Alexander von Paleske — Heute gab es gleich einen Sack voll guter Meldungen aus der Bankenwelt.

Sehr erfreuliche Nachrichten kamen von Goldman Sachs,dem noblen New Yorker Investmenthaus, welches angeblich so clever seinen Kunden, darunter auch der deutschen Industriekreditbank (IKB), CDO-Schrottpapiere andrehen konnte, wir berichteten darüber.

Goldman Sachs zeigt seine Stärke
Heute kamen dieZahlen für das gerade abgelaufene Quartal heraus, und die sehen wirklich super aus.
Goldman Sachs zeigt seine Stärke jubelt die Presse

Schlappe 3,5 Milliarden US Dollar Gewinn in nur drei Monaten. Herrliche Zeiten sind das, und das Resultat harter Arbeit einer hochqualifizierten Bankergemeinschaft, die immer wieder herausfindet, was andere noch nicht entdeckt haben, und es flugs zu Geld macht. Glückwunsch.

Insbesondere helfen dabei offenbar prophetische Gaben, welche die Goldmänner und -frauen offenbar reichlichst besitzen, sich das aber nicht anmerken lassen.

Da kann man doch gleich zweimal abschöpfen. Z.B. den Verkauf von Schrott zu hohem Preis und dann auch noch eine Wette, dass der Schrott einesTages Schrottpreis hat , eine schöne Wette, fast eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Aber das sind natürlich alles bösartige Unterstellungen.
Das Geschrei der deutschen Bundesregierung
ist nur schwer verständlich, schliesslich kann man doch die Goldleute nicht dafür bestrafen, dass Schlafmützen, wie die in der Industriekreditbank (IKB), unbedingt den dummen August spielen wollten.

Diese August-Dummheit hatte ja auch der Deutschen Bank den Verkauf von Schrottpapieren an die IKB ermöglicht, und darüber regen sich diese Politiker nicht auf.

Goldgrube Griechenland
Als besonders ergiebig hat sich offenbar für die Goldmänner/frauen das Engagement in Griechenland entpuppt
Da sollen diese hervorragenden Banker seinerzeit geholfen haben, die griechischen Staats-Bilanzen etwas zu glätten und damit zu verschönern um so den Eintritt in den Euro-Raum zu erleichtern.

Ich persönlich stufe so etwas als barmherzigen Samariterdienst ein. Dafür verdiente Goldman Sachs doch Anerkennung, nicht aber harsche Kritik der Bundesregierung wie diese:.

Auch in der Griechenland-Tragödie spielte das Investmenthaus eine umstrittene Rolle. Goldman Sachs hatte den Griechenangeblich beim Manipulieren der Statistiken geholfen. Ein weiterer Merkel-Vertrauter: „Das Maß ist eigentlich voll. Eine Bank, die sich so verhält, darf nicht mit öffentlichen Aufträgen belohnt werden.“

Dass die Goldman-Banker dabei auch mal einen tiefen Blick in die griechischen Staatshaushaltsbücher genommen haben, versteht sich doch von selbst.

Auch dass diese tüchtigen Banker dann, angesichts der desolaten Lage der Griechen, auf deren Untergang Wettscheine, auch Credit Default Swaps (CDS) genannt,in grossen Mengen gekauft haben, kann man ihnen nun wirklich nicht verdenken.

Und der Kurs dieser Wettscheine auf die griechische Tragödie steigt und steigt und steigt.
Sehr erfreulich.

Zwar verteuern sich damit die Kredite für die Griechen, aber das ist letztlich ein Euro-Problem und kann Goldman Sachs deshalb kalt lassen.

Was fehlt ist jetzt noch die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands, aber die wird bestimmt bald kommen.

Nein, ich bewundere diese Goldman-Leute, die wie einst Midas, alles zu Gold(man) machen, was sie als Kauforder in ihren Computer tippen, und dafür anständig bezahlt werden.

Die Empörung der Bundesregierung sehe ich deshalb als pure Heuchelei und Neid an. Die hätten das über ihre Staatsbanken wie die KfW das doch genau so machen können.

Mit grosser Spannung warten wir jetzt auf die Ergebnisse der Deutschen Bank.

Weiteres aus der Abteilung Satire

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SATIRE

Kai Diekmann: Deutschland vor der Schicksalswahl

Dr. Alexander von Paleske — 17.4. 2010 — Nachfolgende Mail schickte mir ein Maulwurf zu.

Kai Diekmann
BILD -Meinungspräsident
Axel Springer Gedächtsnisplatz 1
Hamburg

EILT – An alle Redaktionen:

Der heutige Tag muss zum Schicksalstag Deutschlands erklärt werden. Denn heute wird die Entscheidung getroffen, ob Gut oder Böse siegt, ob der Teufel Einzug in Deutschland gehalten hat, ob Opium Nahrung für das Volk werden soll, ob Verbrecher weiter frei herumlaufen bzw. nach abgesessener Strafe wieder in die Volksgemeinschaft entlassen werden dürfen, statt in Vorbeugehaft genommen zu werden.

Heute abend entscheidet sich die Frage, ob die Polizei tatenlos zuschauen darf, wenn ein mehrfach Vorbestrafter ins Mikrophon blökt.

Heute abend entscheidet sich auch, ob wir es schaffen, die Emotionen der Leser so weit zu puschen, dass sie in den nächsten Wochen zur BILD greifen wie der Süchtige zum Stoff.

Heute abend muss das Gute siegen, ab heute abend muss die Auflage von BILD wieder steigen.

Heute abend muss Mehrzad Marashi (uebersetzt: Mit Liebe geboren) bei DSDS siegen und Menowin Fröhlich verhaftet werden. Ich werde persönlich die Handschellen mitbringen falls die Polizei keine dabei haben sollte.

In den nächsten Stunden müssen sich die Schlagzeilen auf BILD – Online jagen, besser überschlagen..

Ich verhänge deswegen eine Ausgangssperre für alle BILD-Tintenkulis und sonstige Hilfstruppen.

Insbesondere muss auf die Tugenden des von Hundertttausenden der BILD-Volksgemeinschaft schon zum Gewinner erklärten sanften Mehrzad hingewiesen werden, typisch deutsche Tugenden:

– Schämt sich für sein Hartz-IV Dasein

– Diszipliniert, schmeisst keine Termine

– Nie bei der Polizei aufgefallen (nur einmal ohne
Führerschein gefahren)

– Will sein Geld nicht verjubeln, sondern
heiraten und sparen (Stammt bestimmt aus
Schwaben)

– Hat viel mehr drauf als er zeigt (Stichwort; Hat mehr
im Laden, als er ins Schaufenster stellt, typische
deutsche Tugend, insbesondere bei Politikern zu
finden )

So und jetzt an die Manipulationsarbeit. Am Montag muss die Auflage um mindestens 10% gestiegen sein, sonst wird es weitere Entlassungen geben.

Themenschwerpunkt für BILD am kommenden Montag: Danke für die DSDS-Entscheidung und Angst vor der Island Wolke. Droht uns der Weltuntergang???

BILD-Kai

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Wahrheitsbewegung (Gast) – 17. Apr, 13:11
Bild Pleite oder too big to fail?
Also ich würde ein Fass aufmachen wenn Bild die Pforten schließen müsste – aber ich nehme an dass im Auftrag der Volksbildung diese Institution too big to fail ist. Warum sonst erleben wir kein Sterben im Zeitungsblätter-Wald wie seit Jahren wegen dem Internet an die Wand gemalt. Man könnte auch fragen – warum eine Propaganda-Maschine nicht den Gesetzen des Marktes unterworfen ist.

? (Gast) – 17. Apr, 16:03
Kai Diekmann
Mich hat Kai Diekmann erfolgreich wegen ehrverletzender Äusserungen angezeigt. Der Arme, der bekommt doch täglich solche Anzeigen und ist immer noch nicht vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft hat darüber gelacht, mussten mir aber dennoch eins überbraten.

Anmerkung: die Ueberschrift des Kommentars musste geaendert werden, da sie als moegliche Beleidigung aufgefasst, juristische Konsequenzen nach sich ziehen koennte – leider.
Dr. Paleske

SATIRE

Verteidigungsminister gratuliert Schlag-Raab

Dr. Alexander von Paleske — Diese Mail landete heute in meiner Mailbox

14.4. 2010

Zentrum der Vorwärtsverteidigung
Berlin
Im Regierungsviertel 3

An
Herrn Chefunterhalter
Stefan Raab
Abteilung: Unterschichtenfernsehen/
Anspruchslosfernsehen / Klamaukfernsehen/
TV-Witzchen

Projekt „Der Raabschläger“

Für Sie(ben)

München

Sehr geehrter Herr Raab,

Ich sehe mich aus guten und nachvollziehbaren Gründen veranlasst, Ihnen meine Hochachtung nach Ihrer letzten Sendung (Raab-Schlag) in aller Form auszusprechen.

Normalerweise schaue ich diese Klamauksendungen im Unterschichtenfernsehen nicht an. Ich bevorzuge stattdessen oftmals alte Tagesschauen, in denen Franz- Josef Strauss aufkreuzt.. Denn dieser Vollblutpolitiker ist, wie ich Ihnen im Vertrauen mitteilen möchte, mein wirkliches Vorbild, auch wenn ich mich mit dessen grobem Geholze nicht so recht anfreunden kann, das verbietet einfach meine adelige Herkunft,.

Aber diese Straussche Entschlossenheit dieses durch und durch demokratischen Politikers, der selbst in der seinerzeitigen SPIEGEL-Affäre sich strikt an die (fehlinterpretierten) Gesetze hielt und (Schein)-Respekt für die Pressefreiheit zeigte, bewundere ich immer wieder aufs Neue.

Leider haben wir in der CSU keinen Nachfolger von ähnlicher Statur zu bieten, was die Wahlkämpfe ausserordentlich und unnötigerweise erschwert.

Ausserdem war ich noch damit beschäftigt, die Personalakten einiger „Kommissköpfe“ im Generalsrang durchzugehen, um zu klären, wen wir noch nach diesem General Hars rausbefördern müssen, um in Afghanistan eine klare Linie der Vorwärtsverteidigung unserer geliebten Hauptstadt Berlin zu haben.

Ich habe mir daher erst gestern die aufgezeichnete Stelle mit Ihrem Sturz vom Fahrrad, pardon Bike, angesehen. Donnerwetter, wie ein Stehaufmännchen ging es trotz des schweren Schädel-Hirn-Traumas gleich weiter. Deutsche Eiche, wie ich finde.

Ausschlachten erforderlich
Ich denke nur, dass wir das weiter ausschlachten müssen, ähnlich wie Sie es bei TV Total ja auch machen, statt gleich zur TV-Totalordnung, ähem, ich meine Tagesordnung überzugehen.

Ich denke, wir schlachten das in zwei Richtungen aus:

Einmal sollten Sie schleunigst CSU-Mitglied werden, und nach vollzogener Aufnahme lasse ich gleich, unabhängig vom Wahlkampf, Plakate drucken mit der Aufschrift

“Solche Männer braucht Deutschland, solche Männer hat die bayerische CSU“

Das Wort Männer unterstreichen wir. Am besten bilden wir Sie auf dem Mountain-Bike ab, mit Verband um den Kopf und Metzgers- Lachen im Gesicht.

Dann sollten wir Ihren fabelhaften Einsatz und Ihr Durchhaltevermögen auch in verstärkten Kampfgeist bei der Truppe in Afghanistan umsetzen , und natürlich zur Demoralisierung des Gegners nutzen..

Ich lasse, wenn Sie einverstanden sind, gleich Plakate drucken, auf denen steht :

“Wie der Raab, so das Deutschland”

oder ich bilde Sie mit einem Bundeswehrsoldaten auf einem Plakat ab, mit dem Text:

“Ein Mann wie Raab”.

Das alles dürfte den Kampfgeist unserer Truppe in Afghanistan noch gewaltig steigern, und unsere Soldaten dazu bringen, keine Angst mehr auch vor den gefährlichsten und sinnlosesten Einsätzen zu haben. Jeder Soldat muss sich sagen:

„Auch in mir steckt ein Raab“.

Dann lasse ich Videos über afghanischem Feindesland abwerfen, auf denen der Einsatz von Ihnen bei der Show gezeigt wird mit der Unterschrift,

Wir Deutsche sind alle Raabs, gegen uns habt Ihr keine Chance„.

Das wird ordentlich zur Demoralisierung dieser Taliban-Terroristen beitragen.

Weiterhin viel Erfolg beim Raabschlagen und gute Genesungswünsche

Ihr

Vorneverteidigungsminister

Weiteres aus der Abteilung Satire
Post für Thilo Sarrazin
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SATIRE

Post für Thilo Sarrazin

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

10.4. 2010

Elfriede Schalom
Blendergut 1
Kampen/Sylt

An
Thilo Sarrazin
Bundesbank-Vorständler
Bundeskrankgelände 1
Frankfurt – Ortsteil Bankfurt-

Lieber Thilo,

so darf ich Dich doch nennen,

Ich möchte mich ganz herzlich für Deinen Einsatz vorgestern im Berliner Dussmann-Keller, bei der Vorstellung des Buches „Hurra, wir dürfen zahlen“, von dieser TAZ- Journalistin Ulrike Herrmann, bedanken.

Ich finde es ausserordentlich empörend, dass Frau Herrmann versucht , die Mittelklasse gegen uns Oberklassenangehörige aufzubringen, zumal gerade Du selbst diesen Aufstieg ja nur durch härteste (Partei)Arbeit auch als Ochsentour bezeichnet, geschafft hast.

Die Mittelklasse ist seit eh und je DIE ideologische Stütze der Klassengesellschaft, an deren oberster Spitze vorwiegend angesehene und verantwortungsbewusste Vermögensträger wie ich stehen.

Geblendet von der Illusion, es auch einmal in die Oberklasse der Leistungsgesellschaft zu schaffen, und auf der anderen Seite mit der Gewissheit, es immerhin bis ins Mittelfeld geschafft zu haben, und voller Angst, eines Tages in die Unterschicht abzugleiten, sind sie für unser eigenes Ueberleben absolut notwendig, das brauche ich Dir ja alles wirklich nicht zu sagen.

Umso empörter bin ich darüber, dass diese Frau Herrmann nun versucht, der Mittelklasse diese Illusionen zu rauben. Das könnte unser ganzes gottgewolltes Gesellschaftsgefüge zum Einsturz bringen. Diese Mittelschichtler könnten dann nämlich auf die Idee kommen, sich mit der Unterschicht, früher auch mal als Lumpenproletariat bezeichnet, zu verbünden, und dann gegen uns im Oberhaus vorgehen.

Ich frage mich wirklich, was diese Herrmann sich dabei gedacht hat..

Der TAZ muss es offenbar richtig schlecht gehen, dass deren Journalisten nun mit aufrührerischem Geschreibe versuchen, mehr Leser für Ihre „Schülerzeitung“ zu finden.

Danke, Danke
Umso dankbarer bin ich, dass Du im Dussmann- Keller die Initiative an Dich gerissen, von diesem Thema abgelenkt und stattdessen den Angriff auf diese fetten, bewegungsarmen und dauerfernsehenden Leute in der Unterschicht gerichtet hast.

Damit hast Du die Diskussion in eine für die Oberschicht rational nachvollziehbare und systemstabilisierende Richtung gelenkt.
Allein dafür gebührt Dir das Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband..

Die Presse und die breitere Oeffentlichkeit sind voll darauf abgefahren, kaum jemand redet noch von diesem Herrmann- Buch, alles dreht sich jetzt um die Frage: Hat Thilo Sarrazin, der Aufrührer, der Aufmischer, hat er recht oder nicht. Das Thema „betrogene“ oder gar „ausgebeutete“ Mittelschicht ist vom Tisch.

Das Wutgeschrei dieser verhinderten Systemveränderer braucht Dich gar nicht zu interessieren, weil, wie wir in einer Blitzumfrage festgestellt haben, immerhin 35% der Bevölkerung Deine Auffassung teilen.

Natürlich sind die Zustimmungswerte nicht ganz so hoch, wie bei der Kopftuch-Kinderproduktionsdebatte, die Du dankenswerterweise angestossen hast.

Immer wieder beeindruckt
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Du es schaffst, heisse Eisen anzupacken und unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
Vielleicht solltest Du das bei nächster Gelegenheit zu diesem Thema noch etwas nachlegen, etwa so:

Heute Kopftuch, morgen Burka, übermorgen Sprenggürtel.

Ich habe schon mit meinen Chefredakteuren gesprochen und angeregt, Dir eine tägliche Kolummne in der BILD einzuräumen, wie seinerzeit Hans Zehrer „Hans im BILD“ und später dann Ossi, pardon Wessi Lafontaine.

Die Kolummne könnte z.B. unter dem Titel laufen:

— „Tagebuch eines Aufmischers“ ,

— „Politisches Kaltduschen mit Thilo“,

— „Unterschicht aus der Bundeskrankperspektive“ oder

— „Betrachtungen eines Armutsleugners“

Aber das überlasse ich ganz Dir.

Du könntest dann eine änhnliche, für uns segensreiche, Lafontaine-Spaltpilzrolle in der SPD spielen, was diese einstmalige „Proletenpartei“ weiter schwächen würde.

Sollten die Dir in der Bundesbank Schwierigkeiten wegen Deiner Wahrheitsverbreitung machen, dann informiere mich bitte sofort , damit wir dann das Trommelfeuer unserer Blätter auf diesen Verein richten können.

Sollten die es tatsächlich wagen, Dich rauszuwerfen, dann werde ich sofort einen neuen Vorstandsposten bei uns kreieren, dessen Aufgabenbereich die Völkeraufklärung sein wird.

Weiter fröhliches Holzen!

Es grüsst Dich ganz herzlich

Deine Elfriede

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