SATIRE

Deutschbanker Ackermann zu Griechenland-Investments

Dr. Alexander von Paleske — Diese E-mail landete gerade bei mir.

Josef Feldherr Ackermann
Deutsche Bank Vorstandschef
Frankfurt am Main, Ortsteil Krankfurt
Am Teufelsrad 1

An alle Investmentbanker unseres Hauses

Betr.: Griechenland

Liebe Mitarbeiter der Investmentbanking-Abteilungen

Griechenland hat nun gerade eine neue Staatsanleihe herausgebracht, deren Zins 310 Basispunkte, also 3,1%, über Staatsanleihen anderer EU-Staaten wie z.B. Deutschland liegt.
Mit den Einnahmen daraus sollen die bisherigen Staatsanleihen bedient werden.

Im normalen Geschäftsleben bezeichnet man so etwas als Wechselreiterei.

Es ist der klare Ausdruck dafür, dass Griechenland technisch bankrott ist, zumal die EU-Regierungschefs sich in der vergangenen Woche bei ihrem Treffen in Brüssel nicht auf eine wirklich durchgreifende Solidar-Unterstützung einigen konnnten, und Griechenland stattdessen, jedenfalls teilweise, wie ein Land der Dritten Welt, an den Internationalen Währungsfond (IWF) verwiesen haben.

Die zu zahlenden Zinsen für diese Anleihe sind darüberhinaus so hoch, dass selbst mit den jetzt eingeleiteten Sparmassnmahmen, keine Wende zum Besseren erreicht werden kann.

Unter den jetzt obwaltenden Umständen müsste daher die Mehrwertsteuer in Griechenland auf mindestens 30% erhöht werden. So etwas lässt sich nur um den Preis schwerer politischer Unruhen durchsetzen.

Charity begins at Home
Ich habe meiner Freundin und Bankenlehre-Privatschülerin, Frau Bundeskanzlerin Merkel , allerdings zu dieser Titanic-Taktik – jeder sinkt für sich allein – stark zugeraten, weil auch Deutschland kein Geld zu verschenken hat, und wir erst einmal selbst zusehen müssen, wie wir aus der Krise herauskommen.

Die Hypo Real Estate Pleitebank (HRE) und die BayernLB Verlustbank – letztere wird morgen ein weiteres, katastrophales Ergebnis vorlegen, dank der ehemaligen austrischen Skandalbanktochter Hypo Alpe Adria (Skandalpe), die Hypo-Real Estate hat das schon in der vergangenen Woche getan – stehen uns nun weiss Gott näher, als dieses Akropolis–Volk mit seiner ausgeprägten Laissez Faire Mentalität.

Raus aus dem Euro
Es gibt daher nur einen Ausweg: Griechenland muss aus dem Euro-Verbund herausgeworfen werden, dann seine alte Währung, die Drachme, wieder einführen, und die dann sukzessive abwerten.

Der unvermeidbare Weg dahin ist, den seinerzeitigen Aufnahmebschluss wegen arglister Täuschung, anzufechten, was uns auch noch die Möglichkeit eröffnen würde, von Griechenland Ersatz des Vertrauensschadens zu verlangen.

So viel erst einmal zur allgemeinen Lageeinschätzung.

Aus der Krise Geld machen
Für uns Banker geht es zuallererst aber darum, wie wir aus dieser Krise möglichst viel Geld schlagen, und dann wieder exzellente Quartals- und Jahres-Ergebnisse vorlegen können.

Der Weg dahin führt nicht etwa über den Erwerb dieser griechischen Staatsanleihen, die ohnehin bald das Papier nicht mehr wert sein werden, auf dem sie gedruckt sind, also bald Junk Bond Status haben.

Unser profitabler Weg ist stattdessen die Wette auf den Niedergang von Hellas.

Wetten auf den Staatsbankrott
Alle bisher noch bei uns befindlichen griechischen Staatspapiere müssen wir daher paketweise aus den Tresoren werfen und durch Wettscheine, äh ich meine Credit Default Swaps (CDS’s), ersetzen.

Mit grosser Freude sehe ich deshalb jetzt schon dem nächsten Deutsche Bank-Jahresergebnis entgegen.

Was mit Griechenland weiter passiert, interessiert mich im Augenblick ansonsten eher weniger. Da sollen sich die Politiker etwas einfallen lassen, wozu haben wir sie denn sonst.

Notfalls kann man ja als Ablenkungsmanöver die Spannungen mit der Türkei wieder anheizen. Motto: Kanonen statt Schafskäse

In Verbundenheit

Josef Feldherr Ackermann
Vositzender des Vorstands

Keine Satire zu Griechenland und CDS’s
Credit Default Swaps – Banken verschärfen die Krise in Griechenland

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SATIRE

Israels Premier Benjamin Netanjahu schreibt an ZEIT-Herausgeber Josef Joffe

Dr. Alexander von Paleske — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

24.3. 2010

Benjamin Netanjahu
– Premierminister –
Regierungspalais
Jerusalem
Israel

An
Josef Joffe
– Herausgeber der ZEIT –
Liberales Pressezentrum
Hamburg
Germany

Lieber Josef,
während meines Aufenthalts in den USA wollte die Gelegenheit nutzen, um Dir zunächst einmal für Deine unermüdliche Israel- Lobbyarbeit zu danken. Eine Kiste Grapefruits als Dankeschön ist unterwegs.

Gleichzeitig wollte ich Dir ein Update unserer Politik zukommen lassen.
Mein Besuch in den USA ist, wie Du sicherlich gesehen hast, bisher sehr erfolgreich verlaufen. Insbesondere mein Auftritt vor der AIPAC.

Grossen Beifall erhielt ich für meine Schlussbemerkung

,”Wir haben Jerusalem vor 3000 Jahren aufgebaut, wir werden auch jetzt Jerusalem wieder aufbauen”.

Zur Vollständigkeit hätte ich allerdings hinzufügen können,

Nachdem wir die minderwertigen Palästinenserhäuser abgerissen haben, bzw. deren”Slum- Siedlungen” mit neuen israelischen Upmarket-Stadtteilen umkreist haben bzw.umkreisen werden.

Palästinenser in Homelands
Unser Plan ist es, die Palästinenser in sehr eng umgrenzte Homelands in der Westbank umzusiedeln.

Als Vorbild für unsere gegenwärtige und zukünftige Politik dient uns dabei die Homelandpolitik des seinerzeitigen Apartheidstaates Südafrika.

Wie ich Dir in unserem letzten Gespräch sagte, wollen wir aber nicht den Fehler der seinerzeitigen Apartheidregierung Südafrikas wiederholen, die Palästinenser einfach von Ost-Jerusalem in diese Westbank- Homelands abzuschieben.

Die Apartheid-Südafrikaner hatten es nämlich seinerzeit verabsäumt, den Ueberschuss, der nicht als Arbeitskräfte Verwendung finden konnte, in die schwarzafrikanischen Nachbarländer wie Angola, Mozambique, Simbabwe, Botswana, Sambia und Lesotho abzuschieben bzw. zu verjagen und so loszuwerden, wo sie dann jeden Tag ihre politischen Parolen hätten rausposaunen können, ohne Schaden anzurichten.
Dieses Versäumnis sollte sich später bitter rächen.

Von Apartheid-Südafrika lernen heisst siegen lernen

Wir haben deshalb aus den taktischen Fehlern Apartheid- Südafrikas gelernt und werden entsprechend unseren bisher geheimgehaltenen Plänen die Palästinenser letztlich zur Abwanderung zwingen.

Nur so wird es uns, verbunden mit einer aggressiven Einwanderungspolitik und Starthilfen für neue jüdische Mitbürger, gelingen, zahlenmässig die Oberhand zu behalten bzw. zu gewinnen.

Die schreckliche Alternative wäre nämlich sonst ein gemeinsamer Staat für Juden und Palästinenser, in dem die nichtjüdische Bevölkerung in der Mehrheit wäre. Ein Alptraum. Das kommt auf gar keinen Fall in Frage.

Wegnahme von Land als Waffe

Als Hebel zur Durchsetzung unserer Politik dient uns die Wegnahme – pardon Zurücknahme – von Ackerland in der Westbank.

Bereits jetzt haben ja die progressiven jüdischen Mitbürger von Gusch Emunim schon 50% des Westjordanlandes wieder in Besitz genommen und die arabischen Siedler dort verjagt.

Dann die sukzsessive Verschlechterung der Lebensbedingungen in diesen Homelands/Flüchtlingslagern durch eine konsequente Abschnürungspolitik , wie wir sie bereits gegenüber dem Homeland “Gazastreifen” praktizieren.
Später eventuell verbunden mit der Zusammenfassung (Umsiedlung)der Westbank-Palästinenser in einem Gebietsstreifen ähnlich Gaza, den wir dann, sollte sich die Notwendigkeit ergeben, jederzeit bombardieren könnten.

Dies wird mittel- und langfristig dazu führen, dass die Homelandbewohner für sich und ihre Kinder keine Zukunft mehr sehen, und es vorziehen werden, in benachbarte arabische Länder abzuwandern.

Unser seit biblischen Zeiten
Wer sich über diese Politik aufregt, der versteht offenbar nicht, dass sowohl Israel in den Grenzen vor dem Sechstagekrieg im Juni 1967, als auch die Westbank und natürlich Ost-Jerusalem seit biblischen Zeiten unser unveräusserbares jüdisches Eigentum sind .

Wer immer danach kam, konnte sich ja an den fünf Fingern ausrechnen, dass wir dieses Land eines Tages zurückfordern würden.

Ersitzung mit der Folge des Eigentumsübergangs von jüdischem Land gibt es nicht, höchstens temporäre Nutzung, die wir jederzeit beenden können, wie wir das bei ca. 50% des Westjordanlandes bereits praktiziert haben.

Insofern ist die Lage völlig anders als bei den Ureinwohnern in Australien oder den Indianern in Nordamerika, die zu Recht von ihrem Land vertrieben wurden, weil sie völlig rückständig waren.

Eine Landrückgabe bei diesen Völkern ist deshalb selbstverständlich ausgeschlossen, auch wenn deren Vertreibung wesentlich kürzer zurückliegt, als die weit über 1000 Jahre der unsrigen.

Ausserdem haben diese Primitiv-Völker, anders als wir, nichts Schriftliches in der Hand, das ihnen die Rückkehr verspricht bzw. prophezeit.

Und die Bibel hat doch recht
Wir hingegen können uns auf die Bibel berufen,, bei deren extensivst-alttestatamentarischer (Falsch)-Interpretation, sich ein solcher Rückgabeanspruch zwingend herleiten lässt.

Wir, als Repräsentanten einer Hochkultur, geniessen eben andere, weitergehende Rechte, als solche Primitivkulturen, das leuchtet eigentlich zwangslos ein.
Nur besonders Böswillige nennen uns deshalb Rassisten oder werfen uns Herrenrasse-Mentalität vor.

Keine Probleme mit US-Präsident Obama
Mit Präsident Obama werden wir wegen dieser Politik keine wirklich ernsthaften Schwierigkeiten haben. Natürlich hatten wir es mit einem Mann wie G.W. Bush wesentlich einfacher, weil der unsere raumgreifende (unsere Gegner nennen es fälschlicherweise aggressive) Politik bedingungslos unterstützte, und ausserdem in jedem Muslim ein potentielles Al Qaida-Mitglied sah.

Obama ist zwar nicht mit Bush vergleichbar, aber er ist auf die Stimmen der Freunde Israels im Kongress und Senat absolut angewiesen, wie sich bei der gerade verabschiedeten Gesundheitsreform deutlich genug gezeigt hat. Er wird sich deshalb hüten, gegenüber uns einen rüden Ton anzuschlagen, oder uns Verhandlungen mit den Palästinensern aufzuzwingen unter deren unakzeptablen Bedingungen.

Die amerikanischen Dollars werden daher weiterhin nach Israel – bedingungslos – rollen.

Hinzu kommt, dass der Angriff gegen den Iran keineswegs ausser Sichtweite ist, mag Obama noch so viele Schalmeientöne in Richtung Iran schicken. Und dann werden wir wieder zusammen Schulter an Schulter stehen.
Deswegen konnte ich bei meinem Besuch in Washington auch so selbstbewusst auftreten und brauchte keinen Jota unserer Politik zur Disposition stellen.

Die Mossad-Pleite von Dubai

Die einzig wirkliche Pleite haben wir eigentlich nur mit dem Mossad erlebt, einstmals ein Juwel von einem Geheimdienst.

Auch im vergangenen Jahr liess sich das zunächst gut an mit der Kaperung der Arctic Sea, die S-300 Abwehrraketen für den Iran geladen hatte. Die vom Mossad angeheuerte und beaufsichtigte Kapercrew aus den baltischen Ländern schaffte es, die Raketen ins Meer zu werfen.

Dank unserer guten Zusammenarbeit mit den westlichen Geheimdiensten hielten deren Regierungen nach der Kaperung still und liessen uns mit der russischen Regierung in der Zwischenzeit verhandeln.

Vielen Dank noch einmal, dass Ihr bei der ZEIT der Sache nicht weiter auf den Grund gegangen seid, sondern die ganze Affäre still beerdigt habt.

Aber in Dubai haben unsere Leute einen Riesenbock geschossen. Alle Miglieder der Mossad-Truppe wurden gefilmt und sind jetzt bei Interpol auf der Fahndungsliste. So eine Blamage. Ich werde in den nächsten Wochen bei diesem Sauhaufen ordentlich aufräumen. Köpfe werden rollen.
Leider wird es immer schwieriger, wirklich intelligente Leute für diesen Dienst zu gewinnen, weil anderswo viel mehr Geld zu verdienen ist, und so bekommen wir oftmals nur 2. Oder 3. Wahl.

So viel erst einmal für heute.

Schalom

Dein Bibi

Was folgt ist keine Satire:
Der ZEIT – Verlag und Josef Joffe haben sich über ihre Anwälte gemeldet und legen Wert auf die Feststellung, einen derartigen Brief habe es nie gegeben, was natürlich zutreffend ist, aber sich doch eigentlich schon klar aus dem Zusammenhang ergibt, da es sich ja um eine Satire handelt.

Der Forderung, den Artikel zu entfernen, Frist: 6 April, andernfalls strafrechtliche oder zivilrechtliche Schritte, kommen wir jedoch nicht nach, da es sich, wie gesagt, um eine Satire handelt, was der Wochenzeitung DIE ZEIT und ihrem Herausgeber, Josef Joffe, offenbar bedauerlicherweise entgangen sein dürfte.

>Mehr Satire zum Thema
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Links zur Arctic Sea-Story
Pressebericht bestätigt Mossad-Beteiligung an der Arctic- Sea Kaperung
Kaperung der Arctic Sea – die Indizienkette beginnt sich zu schliessen
Kaperung der Arctic Sea – Mehrfacher Waffenschmuggel?
Arctic Sea: Die Öffentlichkeit wird getäuscht
Die Kaperung der Arctic Sea – oder: Windiges aus der russischen Seefahrt
Die Kaperung der Arctic Sea: Fakten, Indizien, Spekulationen
Arctic Sea“- Kaperung: Indizien deuten auf Geheimdienstaktion – vermutlich Mossad – und nicht Piraten

Zum Mossad-Mord in Dubai
Noch ein Mossad-Mord?

SATIRE

Positionspapier von Jürgen Rüttgers zum Fall Baron Münchguttenberg

Dr. Alexander von Paleske—20.3. 2010 — Das nachfolgende Positionspapier wurde mir heute zugespielt

An die CDU/CSU-Bundestagsfraktion EILT

Der Wahlkampf in NRW kommt in die heisse Schlussphase.
Aber statt Rückenwind – von dem Auftreten von Frau Merkel heute in Münster einmal abgesehen, wir gingen Hand in Hand durch das Münsterland, wie könnte man Harmonie besser demonstrieren – bekommen wir in NRW zur Zeit von unseren Parteifreunden bzw. vom Koalitionspartner FDP aus Berlin nur Gegenwind.

Zwar habe ich mit meiner prostitutionellen Käuflichkeit auch ein – vergleichsweise harmloses – Eigentor geschossen, aber was sich zur Zeit in Berlin abspielt ist einfach unglaublich.

Als wäre nicht schon der Zirkus um diesen FDP-Sponti Westerwelle und sein persönliches Familiensanierungs- und Unterstützungsprogramm durch deren Mitnahme auf Fernreisen genug, da haben wir auch noch diesen Untersuchungsausschuss zu unserem Verteidigungsangriff in Kundus am Hals. Von dieser elenden Steuerdebatte einmal ganz abgesehen.

Schneidiger Minister und seine Rettungsversuche
Und jetzt müssen wir auch noch feststellen, nicht nur einen schneidigen Freiherrn als Verteidigungsminister zu haben, sondern einen, der offenbar, um seine eigene Haut zu retten, andere schon mal über die Klinge springen lässt, darunter die beiden Bundeswehrgeneräle Schneiderhan und Hars.

Mehr noch, dass er es offenbar mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Leider haben diese „Kommisstiefel,“ wie der Schneiderhan, so einen merkwürdigen Ehrenkodex, der es, anders als bei uns Politikern, nicht zulässt, auch mal fünf gerade sein zu lassen, und so dafür zu sorgen, dass unser vielversprechender und blendend aussehender Nachwuchs aus der Schusslinie kommt.

Dank Baron Guttenbergs durchaus schneidigem, aber leider übereiltem Vorgehen, verbunden mit offenbarem Abstreiten der Wahrheit, laufen wir nun Gefahr, statt eines vielversprechenden, und sehr fotogenen Nachwuchstalents, nun eine Art Baron Münchhausen in unseren Reihen zu haben.

Das ist nun wirklich das Allerletzte , was uns in diesen schwierigen Zeiten noch gefehlt hat.

Baron Münchhausen als Verteidigungsminister?
Es ist ja leider offensichtlich, dass er er von seinem Staatssekretär Wichert und dem Generalinspekteur Schneiderhan vollständig darüber unterrichtet worden war, was sich dort in Kundus abgespielt hatte.

Guttenberg dürfte deshalb im April in dem Untersuchungsausschuss zur Kundus-Tragödie ziemlich ins Schwitzen kommen. Wir müssen damit rechnen, dass danach unsere politischen Gegner ihm einen neuen Namen verpassen, wie z.B. Baron Münchguttenberg bzw. Baron Münchgutti.

Baron Münchgutti, äh, ich meine Guttenberg muss deshalb weg aus dem Amt und zwar noch in der nächsten Woche. Er hat einfach zu viel Flurschaden angerichtet.. Sonst können wir einen Wahlausgang, der uns das Weiterregieren sichert, sei es mit den NRW-Westerwelles, oder diesen Grünen, angeführt von der berufsaufgeregten Vorsitzenden Claudia Roth, in den Wind schreiben.

Bitte sorgt dafür, dass er weich fällt in eine Art Parkposition, aus der wir ihn dann leicht zurückholen können, wenn die Sache vergessen ist.

Jürgen Rüttgers
NRW –CDU Ministerpräsident und Hoffnungsträger

Weiteres aus der Abteilung Satire
Minister Guttenbergs Tagesbefehl
Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner
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Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
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Nicht-Satire
Zu Afghanistan
Blackwater–Söldner in Afghanistan oder: Mit der Bundeswehr Seit an Seit
Der Krieg in Afghanistan und eine führende liberale deutsche Wochenzeitung
Nach der Afghanistankonferenz – Dr. Werner Kilian im Interview
Schrecken ohne Ende? – Ein Interview mit Botschafter a.D. Dr. Werner Kilian
Afghanistan: Milliarden für den Krieg, Peanuts zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung
Verteidigung westlicher Kulturwerte am Hindukusch oder: So fröhlich ist das Söldnerleben in Afghanistan
Keine Strafverfolgung deutscher Soldaten in Afghanistan?
Unsere kanadischen Folterfreunde in Afghanistan
Justiz in der Krise oder Krisenjustiz?
Mission impossible – Josef Joffes Iran-Kriegs-Artikel in der ZEIT

SATIRE

Minister Guttenbergs Tagesbefehl

Dr. Alexander von Paleske — Der folgende Tagesbefehl wurde mir von einem Maulwurf im Bundesverteidigungsministerium zugespielt

Der Verteidigungsminister
Berlin

Tagesbefehl vom 14. März 2010

Verteiler:
Führungsoffiziere vom
Dienstgrad Oberst aufwärts

Geheimhaltungsstufe: STRENG GEHEIM

Führungsoffiziere der Bundeswehr,

der Krieg in Afghanistan ist für uns in eine hoffnungslose Phase getreten. Aber wir müssen weiterkämpfen, bis es zum bitteren Abzug eines Tages kommt.

Diese unbequeme Wahrheit darf aber auf keinen Fall an die unteren Dienstgrade also vom Soldaten/Gefreiten aufwärts über Kompaniechefs bis zu den Bataillonskommandeuren durchsickern.Vielmehr muss (unberechtigter) Optimismus versprüht werden. Da bin ich auf Ihre rücksichtslose Unterstützung einfach angewiesen.

Hartes Durchgreifen
Ich werde aber nicht zögern, hart durchzugreifen, sollte sich Defätismus breitmachen, oder meine schneidigen Entscheidungen in Frage gestellt werden. Wie bitter ernst ich das meine, das habe ich gerade bei der Abservierung des Brigadegenerals Henning Hars wieder einmal unter Beweis gestellt.

Wir sind schliesslich in einer Armee und nicht im Parlament, Innere Führung hin, Innere Führung her.
Bei der Bundeswehr gilt nach wie vor uneingeschränkt das Prinzip von Befehl und Gehorsam.
Ein Befehl ist die Anweisung eines Vorgesetzten an einen Untergebenen mit dem Anspruch auf (blinden) Gehorsam, so wie es in der zentralen Dienstvorschrift ZDV3/5 festgelegt ist.

Das scheinen einige Führungsoffiziere wie dieser General Hars offenbar vergessen zu haben.

Durchhalteparolen angesagt
Wir müssen jetzt zu Durchhalteparolen greifen, um dem sich schleichend ausbreitenden Defätismus die Stirn zu bieten.
Diese Durchhalteparolen sind bei den täglichen Befehlsausgaben in allen Kompanien von den jeweiligen Kompaniechefs – nicht vom Kompaniefeldwebel – zu verlesen.

Durchhalteparole 1
Die Lage in Afghanistan ist ernst, aber keineswegs hoffnungslos, im Gegenteil: Täglich machen wir grosse Fortschritte. So haben wir z.B. den Aktionsradius unserer Truppen in Kundus von 1 km auf 2 km in den letzten 6 Monaten erweitert.

Durchhalteparole 2
Wir machen auch bedeutsame Fortschritte bei der Gewinnung von Herzen und Köpfen der afghanischen Bevölkerung. Immer mehr Afghanen lassen sich ein paar Wärmedecken und ein paar Laibe Brot von uns geben. In einem Jahr werden uns sicherlich 12% der Bevölkerung unterstützen, statt der jetzigen 10%

Durchhalteparole 3.
Wir bleiben in Afghanistan, komme was da wolle, auch wenn – vorübergehend – grosse Teile der Bevölkerung sich gegen uns wenden.

Flankierende Massnahmen
Flankiert werden müssen diese Durchhalteparolen von dem pressewirksamen Auftreten besonders glaubwürdiger Politiker vor der kämpfenden Truppe. Die sollen den Mannschaftsdienstgraden und den Unteroffizieren Zweifel austreiben, die sie jetzt an diesem hoffnungslosen Unternehmen haben.

Ich denke da zum Beispiel – neben den Ministern der schwarz- gelben Regierung – gerade auch an den ehemaligen Aussenminister und Hurra-Patrioten Joseph (Joschka) Fischer, der in besonders überzeugender Art und Weise scheinbar bedeutungsschwere Sätze aufsagen kann, und als ehemaliger Putzgruppen-Steinewerfer und nun im profitablen Ruhestand (als Klinkenputzer für deutsche Konzerne) einen besonders hohen Grad an Glaubwürdigkeit besitzt.

Aber auch andere gegenwärtige oder ehemalige Oppositionspolitiker , sei es von der SPD, wie Gasprom-Schröder oder von den Grünen, wie „Granate Renate“ (Kuenast), die gerade wieder für die Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan gestimmt haben, sollten ermuntert werden, durch schneidige Reden vor der Truppe deren Kampfgeist zu erhöhen.

Entertainer an die Front
Aber auch uns wohlgesonnene Künstler und Anspruchslos-Entertainer wie Schlag-Raab oder Heidi Klum sollten vor der Truppe in Afghanistan auftreten. Die Klum müsste ermuntert werden, einige ihrer Models dort in spärlichster Bekleidung auftreten lassen, so etwas dürfte besonders bei den jungen männlichen Soldaten grosse Begeisterung erzeugen, die sich dann wiederum in Kampfesfreude umsetzen lässt.
So können wir uns einfach über die Zeit retten, ohne dass es zu Desertationen von, oder Meutereien unter der Truppe kommt.

Flankiert dazu habe ich auch den ZEIT-Herausgeber Josef Joffe gebeten, vor Offizieren und Unteroffizieren Vorträge zu halten. Thema: Vorwärtsverteidigung. Warum unsere Hauptstadt Berlin samt Aussenbezirken effektiv in Kabul verteidigt wird.

Darüberhinaus habe ich ihn gebeten, zukünftig Artikel in der ZEIT zu verbieten, die Defätismus erzeugen, wie jüngst das Dossier „Das Kundus Syndrom.
Dieser Artikel hat die ganze Malaise des Afghanistan- Einsatzes unnötigerweise offengelegt . Das darf sich einfach nicht wiederholen. Vielmehr sollten Positiv-Hurrapatriotische Durchhalteartikel wie die von ihm, Joffe, bzw. Andrea Boehm inder ZEIT auftauchen.

Diese Artikel lasse ich dann kopieren und in der Truppe verteilen.
Glücklicherweise haben nicht viele der unteren Dienstgrade den defätistischen Kundus- Artikel gelesen, die greifen eher zur BILD oder lesen BILD-online.
Mit dem BILD- Chefredakteur Kai Diekmann bin ich hinsichtlich Hurra-Patriotismus einer Meinung.
Kai hat mir versprochen, nur noch Positivmeldungen über Afghanistan sowohl in der BILD-Printausgabe, wie auch bei BILD-online zu veröffentlichen.
.
Der Bundesverteidigungs- und Truppen-Ermutigungsminister
Gez. Freiherr von und zu Guttenberg

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Springer-Chef Mathias Döpfner antwortet FDP-Westerwelle

Dr. Alexander von Paleske Folgende Mail erreichte mich heute aus der FDP-Parteizentrale als Kopie

Mathias Döpfner
Springer Verlags-Chef
Axel -Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

An
Guidomobil Westerwelle
Spitzenpolitiker, Vielflieger und Aussenminister
z.Zt. auf Südamerika-Reise

Lieber Guido,

herzlichen Dank für Deine Mail vom 1.3. 2010

zunächst einmal viel Erfolg für Deine Südamerika-Reise. Bitte denke daran auch die Erdbebengebiete in Chile zu besuchen und lass bei dieser Gelegenheit Dein Mitgefühl deutlich erkennbar werden. Ein paar Tränen können nicht schaden.

Ich habe die Bildreporter meines Verlages, insbesondere von BILD angewiesen, eine Reihe von Bildern zu schiessen, um insbesondere dem Eindruck der Hartherzigkeit, die Dir von verschiedenen Medien hier in Deutschland unterstellt wird, entgegenzuwirken.

Ich würde Dir allerdings dringend empfehlen, die entsprechenden Posen zunächst vor dem Spiegel einzuüben, damit das alles auch überzeugend wirkt.

„Kettenhund“ BILD gegen Arbeitsverweigerer
Wie Du vielleicht schon bemerkt hast, habe ich Kai Diekmann auf Deine Bitte hin angewiesen, den „Kettenhund“ BILD auf die Arbeitsverweigerer unter den Hartz IV Empfängern loszulassen.

Kai macht das wirklich grossartig. Von Tag zu Tag wächst der Unmut über , um nicht zu sagen der Hass auf, diese Sozialparasiten. Das bestätigen uns ungezählte E-Mails und der BILD-Volksbeirat, eine scheindemokratische Institution die der rührige BILD-Kai erfunden hat.

Bis zu den Wahlen in NRW

Wir machen diese Schlag-die-Arbeitsverweigerer-Serie in Anlehnung an die seinerzeitige „Florida-Rolf “ Geschichte auf jeden Fall weiter bis zu den Landtagswahlen in NRW im Mai.

Bei dieser Gelegenheit will ich nicht verabsäumen, Dich zu Deiner ganz persönlichen Hartz IV Vermeidungsstrategie für Deine eigene Famlie zu beglückwünschen. Das war eine grossartige Idee, Deine Familie auf Deine letzte Asienreise im Januar mitzunehmen, statt einer grossen Delegation von Geschäftsleuten, weil Du damit auch verhindert hast, dass diese Familienmitglieder jemals zu Hartz IV- Empfängern werden.

Wie ich der Berliner Zeitung entnahm, begleitete Dich der Geschäftspartner Deines Bruder Kai namens Ralf Marohn von der Firma „Far Eastern GmbH“ und der Geschäftspartner Deines Lebenspartners Mronz , namens Cornelius Boersch von der Firma „Mountain Partners“ mit einigen wenigen weiteren angeblich unbedeutenden Businessmen.

Solch eine Verquickung einer Dienstreise mit familiären und geschäftlichen Interessen finde ich absolut akzeptabel. Wir müssen eben auch an uns selbst denken, und nicht immer nur an die anderen, öffentliches Amt hin, öffentliches Amt her.

Denke aber bitte auch daran, das nächste Mal mehr Journalisten und Fotoreporter von unserem Verlag mitzunehmen, damit die noch mehr Positivberichte fabrizieren und Interviews auf der Reise machen können.Plus ein paar Fotos dazu.

Sei ganz herzlich gegrüssst von
Deinem Freund
Mathias

Weiteres aus der Abteilung Satire
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Wie die Schweiz auf den Hund kam

Dr. Alexander von Paleske — 8.3. 2010 — Diese Mail fand ich heute nachmittag

Wau Wau, das heisst bei uns Hunden soviel wie guten Tag. Mein Name ist Bello. Ich bin ein Hund.

Nicht irgendein Hund, sondern ein schweizer Hund.

Leider nicht einer von diesen berühmten Bernhardinern, sondern eine Promenadenmischung. Ein glorious Bastard sozusagen.
Neben mir sind meine Freunde zu sehen.

Uns Promenadenmischungshunden geht es oftmals nicht so gut wie den Rassehunden und wir sind öfter mal Misshandlungen ausgesetzt.
Deshalb haben wir dafür gebellt, dass wir, genau wie unsere Herrchen/Frauchen Pflichtanwälte bekommen, also Anwälte, deren Kosten der Steuerzahler übernimmt. Das bekommen sonst ja nur Menschen, die sich keinen Anwalt leisten können.
Wau

Ausser im Kanton Zürich, da gibt es bereits eine derartige Einrichtung für misshandelte Tiere. Auch sonst geht es uns Tieren da gut.

So dürfen zum Beispiel Fische nicht lebend durch die Toilette in die Kanalisation gespült werden – wer macht so etwas schon – und auch Hamster und Wellensittiche dürfen nicht als Einzeltiere gehalten werden.

Auch für Menschen gilt das in meiner Heimat, der Schweiz, zum Beispiel für Ausländer, die deshalb, wenn sie die strengen Kriterien des schweizer Asylrechts nicht erfüllen, in Abschiebelagern zusammen gehalten werden, damit sie sich nicht so einsam fühlen. Das erhöht zwar sowohl die Seuchengefahr (z.B. Tuberkulose) wie auch die Brandgefahr, und das bewegt selbst uns Hunde, denn wir sind ja Menschenfreunde – men’s best friend – aber gilt das auch für den .Rechtsaussen-Politiker Christoph Blocher von der SVP? Oder würde der eher sagen „Hunde, wollt ihr ewig leben“?

Starke Lobby
Weil wir Tiere aber über eine starke Lobby bei den Menschen verfügen, haben unsere Menschenfreunde das zur Volksabstimmung gestellt.

So gut wie im Kanton Zürich soll es den Tieren überall in der Schweiz gehen.

Und da hat sich leider mal wieder gezeigt, wie rückständig die Schweizer in Wirklichkeit doch sind.

Erst verhindern sie per Volksabstimmung, angestachelt durch den Radikalinski Blocher, und unterstützt von dem Presserechtsaussen Köppel mit seiner Weltwoche, dass die Minarette in den Himmel wachsen können. Jetzt haben sie auch noch der Tierquälerei Vorschub geleistet.
Wau Wau. Wir sind darüber zu Recht empört.

Die Rache des Libyers
Aber die Quittung für diese Rückständigkeit folgte auf dem libyschen Fusse.

Der weise Steuermann Libyens, Oberst Gaddafi, hat nämlich der Schweiz nun den heiligen Krieg, auch Dschihad genannt, erklärt.

Zwar hat die Schweiz nur wenig Warenaustausch mit Gaddafis Reich, aber Gaddafi wirbt dafür, dass mehr Staaten des Orients sich dieser Massnahme anschliessen, und alle orientalischen Spargroschen von Schweizer Banken abgezogen werden, so wie Gadaffi es mit seinen 5 Milliarden Fränkli Taschengeld schon vorgemacht hat..

Das ist die wohlverdiente Quittung für die Schweizer, die glauben, sie könnten machen was sie wollen, anstatt sich in die internationale Gemeinschaft einzuordnen und auch den Schutz von uns Tieren hochzuhalten und sich anständig gegenüber ausländischen Menschen-Gästen wie dem Sohn Gaddafis namens Hannibal aufzuführen
.
Immerhin haben ein paar aufrechte Schweizer , die es satt hatten, dass die reichen Deutschen einfach ihr Geld hier deponieren und keine Steuern bezahlen, die Daten an die deutsche Steuerfahndung weitergegeben, gegen eine geringfügige Unkostenpauschale.

Bald wird es den Schweizern so schlecht gehen, wie manchen von uns Hunden, oder unseren Feinden, den Katzen. Oder, salopp gesagt: Die Schweiz ist auf den Hund gekommen.

Wau.

Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Hannibal aus Tripolis oder: Ein schweizer Bundespräsident auf Canossa-Reise

SATIRE

Hamburger Bordellbesitzer schreibt an Jürgen Rüttgers

Dr. Alexander von Paleske — Die folgende Mail schickte mir ein Maulwurf in der NRW-CDU-Parteizentrale

Otto Anschaffer
Freudenhaus 103
Grosse Freiheit
Hamburg-St. Pauli

Jürgen Rüttgers
Ministerpräsident
Regierungshaus 1
Düsseldorf

Sehr geehrter Herr Rüttgers,

darf ich mich zunächst vorstellen: Ich bin Inhaber von 15 Häusern auf dem Hamburger Kiez, der insbesondere von bestimmten Kreisen als anrüchig angesehen wird.

Deswegen bin ich und sind meine Berufskollegen immer sehr daran interessiert, den Ruf aufzubessern, ihm das Anrüchige zu nehmen.

In den 70er und 80er Jahren gelang es beispielsweise den grossen Parteien die Assoziation von Waschmaschine mit schmutziger Wäsche zu beseitigen. Die hatten nämlich Waschsalons eingerichtet, in denen nicht schmutzige Wäsche sondern Geld gewaschen wurde, Geld, das über hochhonorige staatsbürgerliche Vereinigungen, sogenannten Zweckgesellschaften, dann der politisch so wichtigen Arbeit der Parteien zugute kam.

Das ermutigte grosszügige Spender, wie beispielsweise Flick, reichlichst zu spenden und diese Spenden dann in vollem Umfang von der Steuer abzusetzen.
Natürlich war das etwas ausserhalb der Legalität, aber verständlicherweise kann man als wohlhabender Staatsbürger nicht jeden Tag mit dem Strafgesetzbuch unter dem Arm herumlaufen, ich auch nicht.

Leider hatte damals der SPIEGEL sich an die Fersen von honorigen Leuten wie dem Wirtschaftsminister und Marktgrafen Lambsdorff geheftet, aber diese Zeiten sind glücklicherweise heute vorbei, da mittlerweile selbst der SPIEGEL jeden Rückgang des Anzeigengeschäfts fürchtet und schon Anzeigen geschaltet hat, die wie Original-SPIEGEL-Artikel aussahen.

Danke, Danke
Meine Danksagung gilt nun Ihnen, weil sie der Prostitution das Anrüchige genommen haben, indem sie die Prostitution in der Politik sozusagen salonfähig gemacht haben.

Dies wird sich sicherlich auch positiv auf die gemeine Prostitution auswirken.

Dass man bei Ihnen Gesprächstermine gegen Geld bekommt, finde ich absolut in Ordnung. In unserer Republik darf nicht nur in bestimmten Etablissements Zuneigung gegen Geld erhältlich sein, sondern insbesondere auch und gerade in der Politik.

Viel Erfolg im Wahlkampf
Für den laufenden Wahlkampf in NRW sage ich Ihnen jede denkbare Unterstützung zu. Und wenn der politische Weg Sie wieder mal nach Hamburg führen sollte, versäumen Sie bitte nicht, bei mir hereinzuschauen.

Beigefügt ein Scheck für Ihren Wahlkampf. Eine Spendenquittung benötige ich nicht, da ich onhehin nur einen geringen Teil meiner Einkünfte versteuere.

Herzlichst
Ihr
Otto Anschaffer

Weiteres aus der Abteilung Satire
FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner
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Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
FDP-Westerwelle schreibt an Grossphilosoph Sloterdijk
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Post für BILD-Diekmann
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Horst Seehofer antwortet Josef Ackermann
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SATIRE

FDP-Westerwelle schreibt an Springer-Verlagschef Mathias Döpfner

Dr. Alexander von Paleske — Die folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

01.03. 2010

Guido Putzmunter Westerwelle
Wolfgang Mischnick Gedächtnisplatz 1
Berlin

An
Mathias Döpfner
Springer-Vorstand
Axel Springer Gedächtnisplatz 1
Hamburg

Lieber Mathias

die Wahlen in Nordrhein-Westfalen rücken näher und die Umfragewerte für uns sehen so schlecht aus, dass eine Koalition der CDU mit den Grünen nach den Wahlen in Mai möglich erscheint. Deshalb muss es nun heissen: Mit aller (Presse)Macht gegenhalten.

Du hattest mir bei unserem letzten Treffen ja schon signalisiert, dass der Axel Springer Verlag alles tun würde, um diese Fehlentwicklung aufzuhalten.

Als Beispiel, wie erfolgreich ein Verlag politische Fehlentwicklungen aufhalten kann, hatte ich auf Grossbritannien verwiesen. Dort hat Rupert Murdoch es geschafft, die insbesondere durch Tony Blairs Lügengeschichten im Zusammenhang mit dem Irakkrieg völlig am Boden liegende Labour-Party wieder aufzurichten, sodass jetzt sogar ein Sieg von Gordon Brown als durchaus möglich erscheint.

Sehr vorteilhaft hat sich dabei die Stimmungsmache sowohl in der Nackedei-Sun als auch in dem Bezahl-Fernsehsender Sky ausgewirkt.

BILD muss trommeln und feuern
Ich schlage deshalb vor, dass Euer „Kettenhund“ BILD nun uns Schützenhilfe gibt und das Trommelfeuer auf die Hartz-IV Empfänger eröffnet. Da solltetst Du dem BILD-Kai mal ordentlich Feuer unter dem Hintern machen.

Ohne in Eure segensreiche Verlagsarbeit und Meinungsmache eingreifen zu wollen, aber jede Woche sollte mindestens eine neue „Florida-Rolf“- Geschichte“ in der BILD zu finden sein. Am besten platziert neben einem Nackedei, sodass die Aufmerksamkeit triebmässig dann auf diesen Artikel gelenkt wird.

Während ich gegen Hartz IV insgesamt wettere, verstehe ich natürlich, dass Ihr da vorsichtiger zu Werk gehen müsst, weil ja sehr viele Hartz IV Empfänger treue BILD-Leser sind. Deshalb schlage ich vor, den Hass gegen angeblich „schmarotzende“ Hartz IV Empfänger, wie seinerzeit „Florida Rolf“, zu lenken, mit dem sich die Masse der Hartz IV Empfänger nicht identifizieren würde.

Neue Wochenzeitung
Ausserdem solltet ihr mal überlegen, ein Konkurrenzblatt zur Wochenzeitung „Die ZEIT“ aufzubauen.
Wochenzeitungen sind vorläufig ohnehin weniger von der Pressekrise betroffen, als Tageszeitungen.

Obgleich der Chefredakteur der ZEIT, Giovanni di Lorenzo vor einer Woche auf Seite 1 in einem Leitartikel um Verständnis für meine Haltung in der Hartz IV Frage warb, passt mir die ganze Richtung dieser Wochenzeitung nicht. Die kritisieren viel zu sehr an uns herum.

Als ich neulich in der Schweiz war, las ich per Zufall die Weltwoche“. Das war früher eine linksliberale Wochenzeitung, die mich schon deswegen gar nicht interessierte.
Aber nachdem der Roger Köppel, der bei Eurer Welt ja mal Chefredakteur war, dieses Blatt gekauft hat, hat sich das Blatt ausserordentlich zum Positiven entwickelt. Da merkte man doch gleich, dass er bei Euch „Stallgeruch“ angenommen hatte.

Von Links nach Rechts
Der Köppel hat aus der Weltwoche ein rechtsliberales Meinungsblatt gemacht, was offenbar genau den Geschmack vieler Schweizer trifft und sie in ihren Vorurteilen (wie z.B. gegenüber Ausländern) bestärkt.

Gerade auch sein Eintreten für weniger Steuern und weniger Staat liegt voll auf unserer Linie. Und Köppels unkonventionelle Spontaneität entspricht ganz meinem Charakter
So ein Wochenblatt brauchen wir auch in Deutschland.

Lass Dir das doch mal durch den Kopf gehen und besprich das mit Elfriede, wenn Du demnächst wieder nach Sylt fährst.
Sei ganz herzlich gegrüsst

von Deinem
Putzmunter-Guido

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SATIRE

FDP-Westerwelle schreibt an Deutschbanker Ackermann

Dr. Alexander von Paleske
Die folgende Mail fand ich heute in meiner Mailbox

20.2. 2010

Von
Spitzenpolitiker Guidosozial Westerwelle
Wolfgang Mischnick Gedächtnisplatz 1
Berlin

An
Chef-Deutschbanker
Josef Feldherr Ackermann
Am Teufelsrad 1
Frankfurt Ortsteil Krankfurt

Lieber Josef,

Ich möchte noch einmal meine Gedanken schriftlich zusammenfassen, wie ich sie bereits in unserem Telefonat vorgestern ausgebreitet habe.

Gemeinsam gehts besser

Angesichts der Neuordnung des Sozialsektors, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus der vorvergangenen Woche ansteht, muss die Devise der Banker und uns, der FDP, heissen: getrennt marschieren, vereint schlagen.

Es ist daher in den nächsten Wochen wichtig, dass wir von der FDP ideologische Schützenhilfe, sowohl von Dir, als auch aus dem Bankensektor allgemein bekommen, wobei Ihr dann als quasineutrale Personen Euch „sachverständig“ zu Wort melden solltet.

Was die Neuordnung des Sozialsektors betrifft, so ist völlig klar, dass dies – auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts – zunächst völlig kostenneutral laufen muss, um dann im weiteren Verlauf weiter abgesenkt zu werden.

Lohnniveau muss sinken
Unser Ziel ist und muss es bleiben, noch mehr Menschen in den Billiglohnsektor zu treiben, um damit international dann wieder Exportweltmeister zu werden. Vergleichsmasstab muss für uns das aktuelle Lohnniveau in der Volksrepublik China sein.

Ideologisch scheint es aber zunächst einmal wichtig, in Vorbereitung der Wahlen in Nordrhein Westfalen, massiv den Sozialneid zu schüren,also den Zorn der Lohnabhängigen auf die „sozialparasitären“ Hartz IV Empfänger zu lenken. Wir nutzen so den Aerger über den Sozialabbau, und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes.

Mit anderen Worten: Unser Ziel ist es, die Hartz IV Empfänger und die lohnabhängig Beschäftigten gegeneinander auszuspielen.

Die Hartz IV Empfänger gehören ja ohnehin in keiner Weise zu unserem Wählerpotential, und bei den Angestellten und Arbeitern können wir als deren (falsche) Freunde damit punkten.

Eselei eines sozialpolitischen Greises
Es ist betrüblich, dass sozialpolitische Greise wie dieser Heiner Geissler sich erdreisten, mich angesichts meiner wohldurchdachten Pläne als Esel zu bezeichnen. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Seine Aeusserungen sind nichts als törichte Eselei.

Ich habe als Antwort auf diese grobe Beleidigung deshalb meine Parteifreunde angewiesen, Hunderte von kleinen Eselsfiguren vor seinem Haus abzuladen.Ausserdem habe ich die Telekom gebeten, bei ihm einen Anrufbeantworter zu installieren, der sich statt „Hier Geissler“ mit einem“ Ihh Ahhh“ meldet.

Dann müssen wir es schaffen, die Armenfürsorge, Pardon Hartz IV, noch wesentlich unattraktiver zu machen, als es ohnehin schon ist, so dass in Zukunft es kaum noch Arbeitsverweigerer im Hartz IV Bereich mehr gibt, vielmehr sofort jede Arbeit, welcher Art auch, und wie entfernt gelegen, angenommen wird.

Da das Bundesverfassungegericht mit seinen weltfremden Juristen uns da leider einige Vorgaben gemacht hat, müssen wir uns schon einiges einfallen lassen.

Gutscheine statt Bargeld

Zunächst einmal darf kein Bargeld mehr an Hartz IV Empfänger ausgehändigt werden, sondern stattdessen Lebensmittelgutscheine, also Lebensmittelmarken. Diese werden dann nur bei dem Discounter eingelöst werden können, der das billigste Gesamt-Angebot an uns abgegeben hat, wobei wir die Preise durch solche attraktiven Exklusivverträge noch einmal drücken könnten.

Das wird dann wiederum die Löhne im Einzelhandel senken, eine sehr erfreuliche Entwicklung, die sich da anbahnen würde.

Altkleider statt Gutscheine
Ausserdem werden wir, um dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts scheinbar zu entsprechen, in Zukunft Altkleidersammlungen an staatliche Stellen umleiten, um Hartz-IV Kinder mit Kleidung zu versorgen. Kleidergutscheine, so sie erforderlich sein sollten, könnten prinzipiell nur in Second Hand Läden eingelöst werden.

Wir werden darüberhinaus die Kirchen und andere karitative Institutionen auffordern , in jeder Schule, in welcher der Anteil der Hartz IV Kinder 15% übersteigt, Suppenküchen einzurichten.

Eine generelle staatlich finanzierte Schulspeisung, wie sie von einigen Sozialromantikern gefordert wird, kommt auf gar keinen Fall in Frage.

Die Aufgabe von Ihrer Seite, hochverehrter Herr Banker Ackermann, dürfte darin bestehen, eine Stimmung zu erzeugen, die alle unsere Massnahmen als absolut notwendig darstellt.
Wöchentlich muss mindestens eine Stellungnahme, besser zwei, über unser viel zu hohes Lohnniveau abgegeben werden, über die hohe Staatsverschuldung, die auf gar keinen Fall durch Sozialausgaben weiter in die Höhe getrieben werden darf. Dabei muss auf Länder wie Griechenland als abschreckende Beispiele verwiesen werden.

Generelle Linie: Bekämpfung spätrömischer Dekadenz

.Und die Steuern müssen natürlich gesenkt werden, damit gerade auch den Bankern ein anständiges sorgenfreies Leben ermöglicht wird.

Boni versteckt halten
Um die Glaubwürdigkeit ihrer Stellungnahmen zu verbessern, müssen die hohen Boni an Banker in der Zukunft in der Bilanz versteckt werden. Das kann man am einfachsten so machen, dass pro erfolgreicher Transaktion jedem Banker täglich oder wöchentlich Boni bezahlt werden, sodass sie in der Jahresbilanz gar nicht mehr auftauchen. Damit würde sich der angeschlagene Ruf der Banker schlagartig verbessern.

Sozialoffensive mit Prominenten
Ausserdem halte ich es für wichtig, dass Sie zur Imageaufbesserung eine Sozialoffensive mit Prominenten starten. Motto: Banker helfen Armen.

Als Prominente kämen z..B. Boris Becker, Unterschichten Platt-Witzchen-Amüsierer Schlag-Raab, Heidi Klum und andere in Frage. Denen drücken Sie dann ein paar Euro-Hunderter aus Ihrer Portokasse in die Hand und lassen Sie die an Bettler und ärmlich aussehende Kinder in der Stadt publikumswirksam verteilen.

BILD- Diekmann begeistert
Ich habe mit dem Chefredakteur der BILD-Zeitung, meinem Freund Kai Diekmann, schon Kontakt aufgenommen. Er ist ganz begeistert davon und hat mir versprochen, auf Seite 1 seines Revolverblättchens über derartige Aktionen zu berichten.
So viel erst einmal für heute.

Herzliche Grüsse nach Bankfurt

Dein Freund und Spitzenpolitiker
Sozialmobil Guido

Weiteres aus der Abteilung Satire
Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer
Grossphilosoph Peter Sloterdijk antwortet FDP-Westerwelle
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Kai Diekmann und seine Menschelei
Post für BILD-Diekmann
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Ministerin Ulla Schmidt: Nie wieder unter Hartz IV- Bedingungen leben

SATIRE

Gaddafi: Uns reichts mit der Schweiz

Dr. Alexander von Paleske — 16.2. 2010 — Gestern beschloss Libyens Herrscher und Zeltbewohner Muammar el Gaddafi alle Visas für Bürger aus den Schengen-Staaten zu sperren. Ein Einreiseverbot also.

Verständnis angesagt
Dafür kann man nur volles Verständnis haben, denn die Provokationen der Schweiz verdienen doch eine adäquate Antwort, da hat der Aussenminister des Mafialandes Italien, Franco Frattini vollkommen recht.

Die Regierung der Schweiz nimmt die Länder des Schengen- Raums als Geisel“

schimpfte er

Die Schweiz ist ja Mitglied des Schengen-Abkommens und hier gilt der auch im libyschen Landrecht festverankerte Grundsatz: Mitgefangen – mitgehangen, oder hier besser mitgefengen – mitgeschengen.

Lange Liste der Provokationen
Die Lister der schweizer Provokationen ist lang.
Da ist einmal die Verhaftung des Gaddafi -Schreckens-Sohnes Hannibal samt Frau im Sommer des Jahres 2008 durch die schweizer Polizei in Genf.

Hannibal, der, wie der römische Hannibal, Schrecken verbreitet, wo immer er auftaucht, hatte angeblich Hausangestellte verprügelt. Seine hochschwangere Frau, die zur Niederkunft in die Schweiz gekommen war, soll ihm beim Verprügeln psychisch und physisch unterstützt haben.

Die schweizer Behörden hätten sich an den 5 Fingern ausrechnen können, dass Vater Gaddafi sie nicht straflos davonkommen lassen würde, ein Blick in das libysche Landrechtsgesetzbuch hätte genügt.

Aber nicht nur das, auch das Kriminalfoto des Gaddafi-Sprösslings samt Gattin tauchte in einer schweizer Zeitung auf. Werden die Kriminalbeamten in der Schweiz so schlecht bezahlt, dass sie noch einen Nebenverdienst durch Verkaufen von Fotos brauchen?

Vater Gaddafi straft
Gaddaffi, streng nach libyschen Landrecht, bestrafte die Schweiz.
Die Erdöllieferungen wurden eingestellt, zwei schweizer Bürger in Libyen verhaftet, die diplomatischen Beziehungen abgebrochen und Gaddafis Taschengeld von Schweizer Konten abgezogen, schlappe 5 Milliarden schweizer Fränkli.

Wir berichteten ausführlich darüber, wie der damalige schweizer Bundespräsident Merz eine Canossareise nach Libyen im vergangenen Jahr unternahm, um die Gnade der Vergebung zu erbitten und die schweizer Staatsbürger freizubekommen.

Der Canossareise war allerdings nur ein beschränkter Erfolg beschieden. Als es mit der Freilassung der Schweizer nach Auffassung der schweizer Regierung nicht schnell genug ging, goss die Schweiz noch Öl ins Feuer anstatt mit der gebotenen Ruhe abzuwarten, was Vater Gaddafi als nächstes ausheckt.

Die Schweiz verhängte ein Einreiseverbot nicht nur gegen Hannibal samt Frau, sondern auch noch weitere 190 libysche Regierungsangestellte, darunter natürlich auch Vater Gaddafi selbst..

Wer Wind sät ……

Wer so viel schweizer Wind sät, der muss Wüstensturm ernten. Schlimm genug, dass Vater Gaddafi bei Staatsbesuchen nicht überall sein Zelt aufbauen und seine Kamele mitbringen kann, aber ein Einreiseverbot… das war ihm seit dem Abschwören vom Atomprogramm nicht mehr passiert.

Und so verhängte Gaddafi gleich mal ein Einreiseverbot gegen alle Bürger von Schengen- Staaten, wozu die Bundesrepublik Deutschland, nicht aber das Vereinigte Königreich Grossbritannien gehört.

Dort reiben sich die Geschäftsleute jetzt erst mal die Hände, denn einen neuen Gewaltausbruch des Hannibal, Ende letzten Jahres in London, diesmal gegenüber seiner Frau, beantwortete die britische Polizei in Gentleman-Manier: Die libysche Botschaft (auch Volksbüro genannt) wurde um einen standesgemässen Transport für Hannibal gebeten und ein standesgemässer Krankenwagen wurde für seine Frau bestellt, die etwas heftig aus der Nase blutete. Ja, so etwas zahlt sich einfach aus.

Gaddafi nicht hinter Bankdatenklau
Dabei haben die Schweizer schon reichlich Probleme mit dem Bankdatenklau.

Mittlerweile hat Vater Gaddafi dementieren lassen, dass er hinter dem schweizer Datenklau steckt. Er bestrafe immer direkt, nicht über Umwege.

Unterdessen muss man damit rechnen, dass zur Aufhebung dieses Einreiseverbots der libysche Staatschef Vorbedingungen stellen wird. Eine hat er schon früher geäussert: die Schweiz von der Landkarte zu entfernen und die schweizer Kantone den Nachbarländern zuzuschlagen.

Damit würde sich natürlich auch das Problem des schweizer Bankgeheimnisses von selbst lösen, denn Zürich würde dann nach Deutschland eingemeindet.

Fazit:
Alpenberge schützen gegen das Eindringen fremder Heere, aber nicht vor Wüstenstürmen und Datenklau.

Er ist wieder da – Hannibal aus Tripolis meldet sich zurück
Hannibal aus Tripolis oder: Ein schweizer Bundespräsident auf Canossa-Reise