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WM: Attentat mit anschließendem Iran-Überfall?

Karl Weiss – Es gibt Hinweise, daß ein Attentat während der WM in Deutschland geplant ist, das dann als Vorwand für den Krieg gegen den Iran dienen soll. Die Hinweise kommen von einem Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA. Sie wurden übermittelt an den Journalisten, Sprecher des Friedenskreises und Beirat der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Christoph R. Hörstel.

Der deutsche Blog ‘Profi-reporte.de’ hat die Nachricht und die Glaubwürdigkeit kritisch überprüft und kam zu der Ansicht, daß die Warnung real ist – was noch nicht heißt, daß der Anschlag auch stattfinden wird.

Ein Auszug aus dem Text:

„Here are some further details.The French have pulled the Charles DeGaulle carrier group back to home port, arriving as of June 9. This is a change, and, I think, a reflection of French recognition that any military action against Iran would create a hideous blowback.“

„Hier einige weitere Details. Die Franzosen haben ihre „Charles de Gaulle“-Flugzeugträger-Flotte in den Heimathafen zurückbeordert, wo sie am 9.Juni ankommen wird. Das ist eine [bedeutende] Veränderung und ich glaube, der Ausfluß der französischen Erkenntnis, daß jegliche militärische Aktion gegen den Iran eine fürchterliche Antwort hervorbringen würde.“

„On the World Cup targeting, the Israelis are already putting out the line that Hezbollah, on behalf of Iran, is planning attacks on some of the soccer matches. This would be a possible trigger for military strikes on Iran, in „retaliation.“ US is covertly arming both MEK (Mujahideen e-Khalq) and PKK terrorists for operations inside Iran. Weapons to MEK are coming from Bosnia, with US complicity. US is also trying to get Azerbaijan cooperation, to stir up Azeri minorities in northwest Iran, along Caspian Sea region.“

„Was den Anschlag bei der [Fußball-]Weltmeisterschaft betrifft, haben die Israelis bereits durchgegeben, daß die „Hisbollah“, wegen des Iran, ein Attentat gegen eines der Fußballspiele planen. Das wäre ein möglicher Auslöser für einen militärischen Schlag gegen den Iran, als Antwort. Die Vereinigten Staaten rüsten heimlich die MEK (Mujahideen e-Khalq) und die PKK-Terroristen für Operationen innerhalb des Iran. Die Waffen für die MEK kommen aus Bosnien, in Zusammenarbeit mit den USA. Die Vereinigten Staaten versuchen außerdem die Zusammenarbeit von Aserbeidschan zu bekommen, um die Azeri -Minderheit im Nordwesten des Iran, in der Region des Kaspischen Meeres, aufzuhetzen.“

„US carrier groups are criss-crossing Persian Gulf and Indian Ocean for much of the middle of June, so this is a window of opportunity with assets in the area. Looks like some people in US institutions are foreseeing financial shocks of commodity hyperinflation, and worry about a new oil shock, with a hit on Iran triggering price spikes to $120 per barrel. US economy could not withstand such a new hyperinflationary shock. So maybe cooler heads are trying to weaken the war drive, which is led by Cheney.“

„US-Flugzeugträger-Flotten kreuzen in der ganzen mittleren Hälfte des Juni zwischen indischem Ozean und Persischem Golf, so daß sich da ein Fenster öffnet, wenn man etwas militärisches unternehmen will in dieser Region. [Aber] es sieht so aus, daß eine Reihe von Leuten in der US-Administration einen Finanz-Crash mit einer Rohstoffpreisexplosion für den Fall eines Iran-Überfalls vorhersehen und besorgt sind über einen möglichen neuen Ölpreischock, in dem die Rohölpreise auf bis zu 120 Dollar pro Barrel schießen könnten. Ein solcher Schock könnte die US-Ökonomie aus der bahn werfen. Es kann also sein, daß Leute mit kühlerem Kopf versuchen, den Kriegskurs abzubremsen, der von Cheney vorangetrieben wird.“

Soweit die Zitate aus der Nachricht, die bekannt geworden sind.

Die Berliner Umschau hat schon in einem Artikel von Mitte März darauf hingewiesen, daß die imperialistischen Kriegsplaner dringend wieder einen großen Terroranschlag in einem westlichen Land brauchen, um erneut das Volk hinter sich sammeln zu können, das ihnen bereits nicht mehr traut.

Die Popularität von Bush und Blair in ihren Ländern ist auf einen Tiefpunkt gesunken und selbst Bundes-Ängie lockt keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Bei den letzten Anschlägen in London steigen die Beliebtheitsquoten von Blair, aber auch von Bush, unmittelbar an.

Will man einen Krieg gegen den Iran beginnen, wäre eine stärkere Unterstüzung der (tatsächlichen) öffentlichen Meinung unbedingt notwendig, denn ein solcher Krieg wird erneut lang dauernd sein und man wird ihn gegen eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht durchhalten können.

Offenbar lassen sich die Menschen im Westen noch leicht überzeugen, daß solche Anschläge nur aus den Plänen extremistischer islamistischer Terroristen entstehen können und die (offensichtlich nahe liegende) Idee, daß es sich in Wirklichkeit um Planungen westlicher Geheimdienste handelt, auch wenn die Ausführenden fanatisierte Islamisten sein mögen, findet wenig Anklang. Offensichtlich wollen sich die Menschen nicht so leicht mit der Idee anfreunden, daß sie nicht nicht einfach von unfähigen Politikern, sondern von kriminellen Terroristenbanden regiert werden.

Diesmal könnte man die Schuld ja nicht der (nicht existenten) Al Quaida in die Schuhe schieben, sondern braucht schiitische Verbündete des Iran. Da bietet sich die Hisbollah an. Kurz nach dem Anschlag würde auf einer ominösen Internetseite eine Hisbollah-Erklärung erscheinen, die sich rühmt, den Anschlag ausgeführt zu haben. Die wirkliche Hisbollah würde zwar sofort dementieren, aber wer würde ihr glauben?

Es ist extrem unwahrscheinlich (wenn auch nicht unmöglich), daß ein solcher Terroranschlag in einem Stadion oder in der Menschenmenge vor einer Großbildwand in Deutschland wirklich von der Hisbollah geplant wird. Die Hisbollah hat noch nie Anschläge außerhalb der Region des Nahen Osten durchgeführt und hat bei allen Anschlägen immer Israelis und israelische Einrichtungen im Visier gehabt. Sie hat ausdrücklich Anschläge gegen die Bevölkerung westlicher Länder verurteilt. Auch ist das Drohszenario gegen den Iran ein extrem schwacher Begründungszusammenhang für einen Terroranschlag mit möglicherweise 100 oder mehr Toten.

Es gibt, wie der Schweizer Blog „Journalismus – Nachrichten von heute“ schreibt, konkrete Hinweise, die den Planungen eines solchen Terroranschlages mehr Wahrscheinlichkeit geben. Tatsächlich gibt es genau Mitte Juni Manöver von vier Flugzeugträgerflotten der US-Navy im Bereich Indischer Ozean – Persischer Golf, so daß die doppelte Schlagkraft der üblicherweise dort stationierten See-Streitmacht zur Verfügung steht. Dabei ist bereits die Macht der Luftschläge einer dieser Flotten immens.

In diesem Zusammenhang muß man ja auch sehen, daß die US-Regierung eben ein Verhandlungsangebot an den Iran gemacht hat, von dem sie wußte, das es nicht annehmbar ist, weil das Verhandlungsobjekt bereits als Vorleistung gefordert wurde. Ebenso hat man jetzt ein neues europäisches Angebot gemacht, dessen Inhalt nicht bekannt ist, das aber wahrscheinlich wieder nichts Substantielles enthält. Die Ablehnung mehrerer Angebote könnte dann als weiterer Vorwand für den Krieg dienen.

Auch für die Bewaffnung der MEK aus bosnischen Quellen gibt es konkrete Anhaltspunkte. „Journalismus“ schreibt:

„2004 vergab das US-Verteidigungsministerium an das amerikanische private militärische Transportunternehmen Taos Industries aus Madison, Alabama den Auftrag, Waffen in Bosnien-Herzegowina zu beschaffen. Taos Industries wiederum nahm dazu ein Netzwerk privater Waffenschieber, Sicherheitsfirmen und Luftfrachtfirmen unter Vertrag. Unter ihnen Firmen des notorischen Waffenhändlers und Ex-KGB Mannes Victor Bout. Brisant: 5 Monate nach dem monströsen Waffen-Deal verstarben die beiden Brüder und Besitzer der Firma Taos Industries bei einem Flugzeugunfall in Huntsville.“

Auch gibt es bereits die ersten Demonstrationen von Menschenmengen in jener Region des Iran, wo die Azeris leben, also nahe Aserbeidschan. Auch dies stimmt genau mit dem Szenario des Informanten überein.

Es ist allerdings zu beachten, daß auch die Quelle im NSA noch keineswegs sicher ist, daß das Attentat und der Iran-Überfall bereits beschlossene Sache sind. Er weist ausdrücklich darauf hin, das noch besonnenere Kräfte die Oberhand behalten könnten.

Geheimer Waffendeal mit MEK Terroristen?
Wird WM Attentat in Deutschland Auftakt zum Irankrieg?
Iran Sammlung

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Wer gibt Terroristen finanzielle Unterstützung?

Harald Haack – Ist es wirklich Angst, die über den Ölpreis herrscht? Wie viel tote Terroristen passen in einem durchschnittlichen Autotank? Freut sich George W. Bush wirklich über den erfolgreichen Abwurf zweier 250-Kilogramm-Bomben im Irak, die angeblich Abu Mussab al-Sarkawi töteten?

Zunächst beeindruckt wohl nur die wirtschaftliche Nachricht, denn ob der Terroristen-Führer Abu Mussab al-Sarkawi nun tatsächlich getötet wurde oder auch nicht, das geht den meisten Menschen in Europa in dem einen Ohr hinein und aus dem anderen wieder heraus. Zu alltäglich sind die Meldungen über Tote im Irak und Afghanistan geworden, als dass der Tod von al-Sarkawi, der mutmaßliche unmittelbar nächste Untergebene von Osama bin Laden, wirklich beeindrucken könnte – schon gar nicht so kurz vor der WM 2006, über die eifriger berichtet wird – zumindest in Deutschland – als über solche „Nebensächlichkeiten“. Aber die wirtschaftliche Nachricht erzeugt doch immerhin etwas Interesse: Der Ölpreis ist kräftig gesunken – weil Abu Mussab al-Sarkawi tot ist. Der Preis rutschte laut n-tv deutlich unter 70 Dollar ab. Man spricht von einem „Sarkawi-Effekt“. Und dies könnte jenen zugute kommen, die jetzt in Deutschland allen zeigen wollen, welche patriarchatischen Idioten (kurz: Patrioten) sie sind und die mit ihren mit Deutschland-Fähnchen verzierten Autos hin und her fahren. Das Schaufahren kostet natürlich Sprit und der ist in Deutschland extrem teuer und der sollte doch nun im Preis ebenfalls sinken.

Aber der Staat ist prozentual am Kraftstoffpreis beteiligt. Folglich käme ein Absinken der Preise an den Zapfsäulen der Tankstellen den nach Geld dürstenden Regierenden nicht gerade recht. Nach dem Motto „Sarkawi ist tot – es lebe der Terrorismus“ bestünde nun die Möglichkeit, dass zugunsten der Sicherung der Pfründe hinter den Kulissen Terroristen unterstützt und aufgebaut werden. Falls das schief ginge und heraus käme, könnte man das den Medien immer noch als „Panne“ verkaufen. Zu offensichtlich ist außerdem der plötzliche Sinneswandel führender westlicher Staaten, wie den USA, Großbritannien und Deutschland, Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad nun, nachdem dieser mit einem Zudrehen des iranischen Ölhahnes gedroht hatte, mit geheim gehaltenen Vergünstigungen und der Zusage der USA dem Iran Atomtechnologie zu liefern. Dabei hatte man dem Iran gerade die Atomtechnologie sperren wollen in der berechtigten Befürchtung „der zweite Hitler“, Ahmadinedschad, wie ihn Charlotte Knobloch, die neue Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland so nannte, könne Atombomben bauen und diese auch einsetzen. Aber Geld ist Geld und Öl hat viel mit Schmieren zu tun.

So kostete am Nachmittag des 8. Juni 2006 ein Barrel (rund 159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent mit 68,34 Dollar knapp einen Dollar weniger. Auch das US-Öl verbilligte sich entsprechend auf 69,80 Dollar.

Es wird verbreitet, das Chaos im Irak und die täglichen Anschläge der Terroristen, welche auch die dortigen Ölanlagen betrafen, hätten zuletzt den rasanten Anstieg des Ölpreises auf mehr als 75 US-Dollar erzeugt und damit zu dem inflationsbereinigt höchsten Stand seit 25 Jahren beigetragen. Und es heißt, auch nach dem Tod Sarkawis werde die Ölindustrie im Irak weiter Ziel von Anschlägen radikaler Gruppen sein. Klingt dies nicht nach einer Zusammenarbeit der Terroristen mit den Ölkonzernen und den führenden westlichen Staaten?

Zunächst schoss durch den Presse-Mainstream die Meldung US-Präsident Bush würde sich über den Tod Sarkawis freuen. Doch dann wurde das relativiert. Nun soll seine Reaktion verhalten sein, was verständlich ist, wenn man sich daran erinnert, dass das Vermögen seiner Familie auf Öl beruht. Und schon wird Sarkawis Tötung als ein sehr großer Propaganda-Coup für die US-geführten Truppen beschönigt. Experten der Ölbranche bemühten sich inzwischen nach außen hin den Tod Sarkawis herunter zu spielen und hoffen wohl insgeheim, „vor Ort“ dürfte (dürfe) der keine Auswirkungen haben. Und was heißt „vor Ort“ schon? Es ist eine Umschreibung für die Angst vor einem weiteren Ölpreisverfall. Und wird wieder einmal das Wort „Sicherheit“ gebraucht und wie immer mehrdeutig.

Bislang wurde dieses Wort von den Regierenden als Synonym für einen angeblichen Schutz vor terroristischen Anschläge genutzt, aber als Deckmantel zum Ausbau faschistoider Macht wird es immer noch missbraucht. Gemessen am Preisverfall des Ölpreises auf dem Weltmarkt als Reaktion auf Sarkawis Tod hin, könnte man aber auch die geheime Unterstützung von Terroristen seitens der Regierenden wie auch der mächtigen Ölindustrie verstehen. Wann lässt Al-Kaida ein Video des Terror-Führers veröffentlichen, in dem er höhnend bekannt gibt, dass er am Leben ist? Dieses Video könnte vorsorglich produziert worden sein, für den Fall dass der Chef ums Leben kommt und es könnte immerhin wieder den Ölpreis wunschgemäß ansteigend lassen.

Wie viel tote Terroristen in einen Autotank passen, ist sicherlich davon abhängig, in wie weit die westlichen Mächtigen dies genehmigen. Denn: Jeder lebende Terrorist sorgt für einen hohen Ölpreis und damit für den Reichtum jener, die sowieso schon genug Geld haben – wie zum Beispiel George W. Bush.

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Wie viele Beine hat Al Sarkawi?

Karl Weiss – Der Terrorist Al Zarkawi wurde liquidiert. Gab es Al-Zarqawi überhaupt? Falls es ihn gab, hätte er nur ein Bein haben sollen – aber das könnte bereits ein Teil der Desinformationskampagne gewesen sein.

Das nämlich, so entnehmen wir keineswegs verwundert der „Washington Post“, ist die Al Zarqawi-Story, zumindest in ihrer offiziellen Version. Bewußter, andauernd wiederholter Bullshit – und alle Mainstream-Medien tun beschäftigt und reden über etwas anderes, als hätten sie nicht mitgemacht. Was das berühmte Fünkchen an Wahrheit dahinter ist, kann man nur erraten.

Es war für jeden verständigen Menschen, der die ihm vorgesetzten „Informationen“ kritisch betrachtet, bereits einige Zeit abzusehen, daß ein einzelner Mann nicht all das anstellen kann, was man Al-Zarkawi andichtete, dem angeblich „zweiten Mann“ der Al-Quaida nach Bin Laden, und angeblich Verantwortlichen für alle Anschläge auf schiitische Zivilisten im Irak.

Nun aber haben wir es schriftlich, denn die Quelle, die „Washington Post“, ist über jeden Zweifel erhaben. Sie berichtet von Dokumenten über die Desinformationskampagne PSYOP, die ihr aus Kreisen von US-Stasi Diensten zugespielt wurden. Da heißt es u.a.:

„“The Zarqawi campaign is discussed in several of the internal military documents. „Villainize Zarqawi/leverage xenophobia response,“ one U.S. military briefing from 2004 stated. It listed three methods: „Media operations,“ „Special Ops (626)“ (a reference to Task Force 626, an elite U.S. military unit assigned primarily to hunt in Iraq for senior officials in Hussein’s government) and „PSYOP,“ the U.S. military term for propaganda work…“

Sarkawi Kampagne wurde disskutiert
„Die Sarkawi-Kampagne wird in mehreren internen Militärdokumenten diskutiert. ´Sarkawi diffamieren / fremdenfeindliche Antwort zum eigenen Vorteil nutzen´, legte eine Lagebesprechung des US-Militärs von 2004 dar. Sie listete drei Methoden auf: „Medienoperationen“, „Spezialoperationen (626)“ (eine Referenz auf die Task Force 626, eine Elite-Einheit des US-Militärs mit dem primären Auftrag, im Irak hochrangige Funktionäre aus Husseins Regierung zu jagen) und „PSYOP“, die Bezeichnung des US Militärs für Propagandaarbeit…


Welches Bein nehmen wir heute?

Und: The military’s propaganda program has „largely been aimed at Iraqis, but seems to have spilled over into the U.S. media. One briefing slide about U.S. „strategic communications“ in Iraq, prepared for Army Gen. George W. Casey Jr., the top U.S. commander in Iraq, describes the „home audience“ as one of six major targets of the American side of the war.“ Das Propagandaprogramm des Militärs ist „weitgehend auf Iraker ausgerichtet gewesen“, aber scheint in die US-Medien übergeschwappt zu sein. Ein Lagebesprechungsdia über „strategische Kommunikation“ der USA im Irak, das für Army-General George W. Casey Jr., US-Oberbefehlshaber im Irak, vorbereitet worden war, beschreibt die „heimatliche Zuhörerschaft“ als eine von sechs Hauptzielgruppen der amerikanischen Kriegspartei.“

Und: „An internal document produced by U.S. military headquarters in Iraq, states that „the Zarqawi PSYOP program is the most successful information campaign to date.“ Ein internes Dokument, welches vom US Militärhauptquartier im Irak produziert worden war, stellt fest, daß „das Sarkawi PSYOP-Programm die bislang erfolgreichste Informationskampagne ist.“

Damit wissen wir nun, es war alles ein Propagandafeldzug, der Jordanier Al-Zarkawi, 2. Mann hinter Bin Laden in der Al Quaida, Führer der Al Quaida im Irak, der von Stadt zu Stadt mit Siebenmeilenstiefeln eilt, Terroranschläge konzertiert und einfach nicht zu fangen ist – und ganz nebenbei noch die Terroranschläge von Madrid, von London und von Amman konzertiert, der in der Lage ist, sich aus einer Einkreisung herauszubeamen, der bereits vor dem Irak-krieg im Irak gewesen sein soll – alles Fake (anderer Name für „Informationskampagne“).

Nur, diese Erkenntnisse aus der „Washington Post“ sind bereits vom 10. April – genug Zeit also, daß die Redaktionen aller Fernsehsender und aller Wochenmagazine und aller Zeitungen den Mund vor Staunen wieder zukriegen und die Leserschaft/Zuschauer um Entschuldigung bitten, daß sie sich von der PSYOP der US-Dienste haben einwickeln lassen und statt zuverlässiger, nachgeprüfter Wahrheiten Propaganda-Stücke der US-Regierung verbreitet haben, ohne sie als solche zu kennzeichnen.

Sehen Sie selbst nach, lieber Leser, erinnern Sie sich, wer hat diese Berichtigung gebracht? Spiegel? Focus? Tagesschau? Heute? RTL? N-TV? Welt?, FAZ?, Süddeutsche?, Tagesspiegel? TAZ? Irgendwer? Niemand!

Was heißt das? Was heißt es, wenn jemand Falsches verbreitet hat und es kommt heraus, daß es falsch ist, wenn er dann in Schweigen fällt und verzweifelt über Anderes redet? – Genau! Er hat bewußt gelogen – er wußte, daß es falsch war!

In der Berliner Umschau konnten Sie dagegen im Artikel „Endlich, endlich, endlich!“ bereits vor über einem Jahr, am 29.3.05 folgende ironische Bemerkungen lesen: „Es soll (immer noch) einen Musab al-Zarqawi geben, der einmal Stellvertreter von Osama Bin Laden in der Führung der Al Quaida gewesen sein soll. Außer US-amerikanischen Quellen, die natürlich nichts mit dem CIA zu tun haben, hat ihn seit Jahren niemand gesehen, aber die US-Regierung weiß sicher, daß er andauernd Anschläge im Irak verübt – die rein zufällig alle CIA-Handschrift haben – und daß sie ihn andauernd im Irak fast erwischt haben – fast. Doch nun, so erklärte mit stolz geschwellter Brust am Ostersonntag der irakische Innenminister Quisling Falah al-Naqib, habe man ihn eingekreist. Endlich, endlich, endlich!“

Na, nun mal langsam mit die junge Pferde, mag da nun jemand sagen, aber irgendetwas muß doch dran sein, an der Geschichte mit Al Zarkawi – und die Terroranschläge finden schließlich statt! Das stimmt.

Al-Zarqawi ist tot
Bereits damals schrieb die Berliner Umschau im genannten Artikel: „Fragt man Leute aus dem irakischen Widerstand, dann sagen die, Al-Zarqawi sei seit Jahren tot. Die Anschläge auf Märkte mit vielen Ziviltoten und auf betende Gruppen von schiitischen Moslems, die von US-Offiziellen ihm zugeschrieben wurden, würden nur den US-Interessen nutzen.(…) Und die Anschläge eines Stellvertreters von Osama Bin Laden dienen US Interessen???

Aber der CIA, der CIA ist eine engelgleiche Organisation, die niemals Terroranschläge auf Zivilisten durchführen würde.“

Was man noch halbwegs sicher weiß, ist, daß es einen Al Zarkawi gab, der damals ein Unterführer der Organisationseinheit des CIA war, die von Osama Bin Laden angeführt wurde, als die Jugoslawien-Teilungskriege tobten und die US-Dienste mit Hilfe dieser Gruppe, die sie der Einfachheit halber „Al Quaida“ nannten, den Bosniern Terror gegen die Serben beizubringen versuchten. Später war die gleiche Gruppe, wieder in CIA-Diensten, in Tschechenien tätig und lehrte wiederum Terrormethoden, diesmal gegen Rußland.

Gebildet worden war die Gruppe ursprünglich in Afghanistan, als fanatische Muslims gesucht waren, um dort einen Guerrilla-Krieg im Auftrag von US-Stasi-Diensten gegen die sowjetische Besatzung zu organisieren.

Irgendwann später, als es gegen das Jahr 2000 ging, soll diese Gruppe sich angeblich von ihren Auftrag- und Geldgebern abgewandt haben und entdeckt haben, daß diese in Wirklichkeit das Böse in Menschengestalt darstellten. Diese Story ist auch wenig glaubhaft, aber wir haben noch keine eindeutigen Beweise vorliegen, daß sie auch nicht stimmt. Wie auch immer, diese Gruppe, die nach damaligen Beschreibungen nie mehr als 20 Mitglieder hatte, soll dann angeblich eine Menge neuer Mitglieder angeworben haben, den Verlust des CIA-Apparates innerhalb kürzester Zeit ausgeglichen haben und den größten Terroranschlag aller Zeiten, den des 11. September, ausgeführt haben.

Dem Erdboden gleichmachen
Sie soll dann in Afghanistan untergetaucht gewesen sein, weshalb die NATO dann beschloß, dieses geschundene Land erneut zu überfallen und noch mehr dem Erdboden gleich zu machen als es schon war. Nach den Aussagen von Leuten, die Al Zarkawi kannten, soll er bei diesem Angriff in Afghanistan ums Leben gekommen sein. Die Zeugen sagen, daß sie an seiner Beerdigung im Jordanien teilgenommen hätten.

Es ist natürlich nicht auszuschließen, daß es gar nicht seine Leiche im Sarg war. Jedenfalls berichteten „amerikanische Sicherheitskreise“ kurz vor dem Überfall auf den Irak im März 2003, daß es auch Beweise gäbe, daß Saddam Hussein mit der Al Quaida zusammengearbeitet hätte. Der Al Quaida-Führer Al Zarkawi sei nämlich in einem Bagdader Hospital operiert worden. Man hätte ihm ein Bein amputieren müssen.

Diese Verbindung mit Al Quaida wurde dann später immer besonders betont, als sich die Massenvernichtungswaffen einfach nicht einfanden, weil dies doch die ganze Infamie des Charakters Husseins so richtig zeigte und somit der Überfall auch ohne sie berechtigt schien. Dies Argument mit dem fehlenden Bein Al Zarkawis hat aber einen Haken: In einem Interview, das er vor kurzem dem Fernsehsender ABC gab, erklärte der US-Vizepräsident Cheney nämlich, daß die US-Regierung nie behauptet habe, Hussein habe Verbindungen zur Al Quaida gehabt.

Amputiert PSYOPS Beine?
Wahrscheinlich war die Amputationsstory auch erfunden, lediglich ein Teil der PSYOP und nun, da man Al Zarkawi wiederauferstanden mit zwei Beinen braucht, um seine unglaublichen Aktivitäten nicht ganz so unglaubwürdig werden zu lassen, muß man einfach so tun, als hätte man die Operation in Bagdad nie behauptet (hat man ja auch nicht, waren ja ‚Sicherheitskreise’- und wer denen glaubt, ist selber Schuld).

Daß Al Zarkawi mit den Anschlägen in Madrid und dann in London zu tun hatte, wurde zwar im richtigen Moment geschickt in die Medien lanziert, aber die offiziellen Untersuchungsberichte beider Anschläge verneinen dies – wiederum eine ungeklärte Lüge im Al Zarkawi-Zusammenhang, die ebenfalls nie offiziell zurückgenommen wurde – auch in diesem Fall keine Entschuldigung von irgendeinem Organ der Medien.

Dann schließlich der dreifache Terroranschlag in Amman in Jordanien mit vielen Toten. Bereits nach zwei Tagen tönten alle Presse- und Fernsehorgane: Es war Al Zarkawi mit seinen Leuten aus dem Irak! Irgendwelche Beweise dafür wurden nie vorgelegt – aber wo kämen wir da auch hin, wenn man gegenüber der Al Quaida noch Beweise brauchte. Der Name sagt doch schon alles!

Tatsächlich waren die Tatsachen der Zerstörung und der Toten in den Hotels nicht in Übereinstimmung zu bringen mit der Internet-Botschaft, kurz danach verstärkt durch eine Audio-Aufnahme, in der die Al Quaida und Al Zarkawi mit seiner irakischen Truppe die Verantwortung übernahmen. Während in der Botschaft das Ziel der Anschläge als Israelis und US-Bürger angegeben wurden, waren unter den Opfern nicht ein einziger Israeli und nur eine US-Bürger. Während in der Botschaft die Vergeltung gegen Schiiten wegen ihres angeblichen Verrats gegenüber den Sunniten als Grund angegeben wurde, waren fast alle Opfer sunnitische und nicht schiitische Muslims.

Aus sicherer Entfernung gezündet
Näher kommen wir der Frage nach den wahren Tätern der Bombenanschläge in den Hotels in Amman, wenn man weiß. daß die Israelis in den Hotels vorgewarnt waren und sich rechtzeitig absetzten und daß die Folgen der Explosionen vor allem die Decken der Räume zerstörten, in denen die Bomben explodierten. Es gibt klare Hinweise, daß die Bomben nicht von Selbstmordattentätern mit Sprengstoffgürteln ausgelöst wurden, sondern in den Decken versteckt waren und aus sicherer Entfernung gezündet wurden.

Die wirklichen Ziele der Attacken waren offenbar Palästinenser und Chinesen, die sich in einem der Hotels trafen und eine Annäherung zwischen China und Palästina und eine militärische Zusammenarbeit besprechen wollten. Unter ihnen waren der Kommandeur des palästinensischen West Bank Geheimdienstes, Basheer Nafe, sein Stellvertreter Abid Allouni, der Geschäfts-Attaché der palästinensischen Botschaft in Kairo Jihad Fattoh, der Bruder des Sprechers des „Palestinian Legislative Council“ Rawhi Fattoh und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Cairo-Amman Bank in den palästinensischen Territorien, Musab Khama. Andere Opfer waren drei Chinesen, deren Funktion nicht bekannt ist, die aber offenbar in Gesprächen mit den Palästinensern waren.

Israel hatte schon mehrfach China davor gewarnt, mit den Palästinensern zusammenzuarbeiten oder sogar eine militärische Zusammenarbeit zu beginnen. Wenn man nicht gehorcht, dann macht Israel, was es in solchen Fällen immer macht: Es antwortet mit Bomben und Raketen. Allerdings sollten das nur die Chinesen verstehen. Für die Öffentlichkeit wurde Al Zarkawi als Täter aus dem grab geholt.

Rufer in der Wünste
Unabhängig von diesem Fall hatten aber nun, nach der Veröffentlichung in der „Washington Post“ am 10. April, das US-Militär und die US-Stasi-Dienste ein Problem. Interne Papiere waren an die Öffentlichkeit gelangt. Wie sollte man reagieren? Und siehe da: Niemand brachte die Nachricht. Die „Washington Post“ blieb Ruferin in der Wüste. Weder in den USA noch in England, Frankreich, Deutschland, Italien, niemand brachte die Nachricht!

Da beschlossen das Militär und jene Dienste, noch einen draufzulegen und Al Zarkawi fester denn je in die Gespensterwelt der westlichen Medien einzupflanzen: Letzte Woche veröffentlichte man ein Video, das Al Jazeera zugespielt wurde und angeblich von Al Zarkawi persönlich stammte und nicht nur die Nachricht brachte, daß er selbstverständlich alle diese Anschläge ausführt, sondern auch, warum er das täte: Er wolle einen Bürgerkreig zwischen Schiiten und Sunniten im Irak provozieren. Der heimliche Traum Bushs, der Bürgerkrieg, als Ziel der Al Quaida? Das ist nun aber dick aufgetragen.

Zusätzlich zeigte das Video auch noch einen Al Zarkawi im Portraitphoto, damit auch nur ja keine US- oder irakischer Soldat ihn nicht erkennt und zeigte auch noch eine Szene mit militärischen Übungen, in der jener angebliche Al Zarkawi mit zwei Beinen herumlief.

Ein wirklicher Al Zarkawi, wenn es ihn denn noch gäbe und wenn er wirklich im irak aktiv wäre und noch zwei Beine hätte, hätte selbstverständlich niemals ein solches Video gemacht. Die US-Dienste müssen die Öffentlichkeit schon für ganz schön dumm halten, daß sie eine so plumpe Fälschung veröffentlichen.

So kam denn auch gleich am Tag nach der Veröffentlichung die Bestätigung der Echtheit von wem? Natürlich von den Fälschern selbst. „US-Sicherheitskreise“ hätten die Echtheit der Botschaft bestätigt, lasen wir. Schlau, was? Die denken, wir sind Vollidioten. Und wiederum, wie schon in den vorherigen Fällen, berichten alle Medien schön brav, was die US-Dienste ihnen vorgekaut haben.

Die Leute bei der „Wash Post“ müssen sich an den Kopf greifen. Wozu bringen sie denn eigentlich noch Enthüllungen, wenn alle so tun, als gäbe es sie nicht?

Na, nun wissen wir jedenfalls, woran man Presseorgane und Fernsehstationen erkennt, die uns wissentlich zu täuschen versuchen: Sie sprechen von Al Zarkawi.

Al-Zarqawi Video Is A Pentagon Propaganda Psy-Op
A U.S. ‚Propaganda‘ Program, al-Zarqawi, and ‚The New York Times

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Robert Fisk: ‘Unbekannte Amerikaner’ bomben im Irak

Karl Weiss – Bereits seit geraumer Zeit war zu vermuten, daß die fast täglichen Terroranschläge auf friedliche oder betende Schiiten im Irak, die von „US-Sicherheits-Quellen“ dem Geist Al Zarkawi zugeschrieben werden, in Wirklichkeit Werk der Besatzer im Irak sind. Sie werden in den Medien meist als Selbstmordanschläge bezeichnet, haben aber oft die typischen Anzeichen ferngezündeter Bomben, wie sie der CIA verwendet. Unklar blieb aber weiterhin, wer dann die wirklichen Selbstmordanschläge durchführt, bei denen irakische Zivilisten das Ziel sind.


Bombenterror aus dem Westen

In der vergangenen Woche kamen einige Dokumente ans Tageslicht, die belegen, daß die Figur Al Zarkawis im Irak eine Propagandalüge („PSYOP“) militärischer US-Stellen ist. Auch ist es noch nicht lange her, daß zwei Mitglieder eines britischen Militärgeheimdienstes in Basra von irakischen Polizisten erwischt wurden, als sie mit einem Auto bis unters Dach voll Sprengstoff auf dem Weg zu einem belebten Markt waren. Auch hatten die sunnitischen Widerstandskräfte im Irak wiederholt darauf hingewiesen, daß sie ausschließlich gegen die Besatzer und deren Hilfswillige vorgingen und nicht das geringste Interesse hätten, zivile Schiiten umzubringen, während die Besatzungstruppen jedes Interesse haben zu verhindern, daß Sunniten und Schiiten im Irak gemeinsame Sache machen.

Nun gibt es auch das letzte fehlende Glied der Kette, das endgültig beweist, daß es wirklich Kräfte der Bessatzungstruppen bzw. von ihnen beauftragte Kräfte sind, die jene mörderischen Bombenanschläge gegen friedliche Schiiten im Irak begehen. Der bekannte britische Journalist Robert Fisk, der im Libanon lebt und als der best informierte westliche Journalist im Nahen Osten gilt, schrieb in einem Artikel, der ursprünglich vom 18. April stammte und nun bei ‚informationclearinghouse.info’ nachveröffentlicht wurde, daß syrische Geheimdienstquellen und irakische Zeugen aussagen, es seien „unbekannte Amerikaner“, die jene mörderischen Anschläge begehen, die für das ständige Anwachsen der Spannungen zwischen Schiiten und Sunniten im Irak verantwortlich sind.

Fisk berichtet, was ihm ein syrischer Geheimdienstmann erzählte: „Ein junger irakischer Mann hat uns berichtet, daß die Amerikaner ihn als Polizist im Irak trainiert haben. 70% der Zeit lernte er Auto fahren und den Rest in Waffentraining.(…) Sie gaben ihm ein Handy und ließen ihn einen Wagen in eine belebte Gegend nahe einer Moschee fahren. Dort sollte er sie anrufen. Er hatte aber dort kein Signal und mußte aussteigen, um einen Ort zu finden, an dem er das Handysignal empfangen konnte. Als er dann anrief, flog sein Auto in die Luft.“

Die Amerikaner, so sagt der Geheimdienstmann, versuchen einen Bürgerkrieg zu entfesseln. Dann würden die Widerstandskämpfer der sunnitischen Seite genug mit den Schiiten zu tun haben und keine US-Soldaten mehr umbringen.

Die Geschichten, die der Geheimdienstmann erzählt, kommen aus glaubwürdigen Quellen. Schiiten aus dem Irak kommen als Pilger nach Syrien zur Sayda Zeinab Moschee außerhalb Damaskus.

Eine ganz ähnliche Story kommt von einem anderen jungen Iraker. Auch er wurde für die Polizei angeworben und bekam ein Auto und ein Handy, das er an einen belebten Ort in Bagdad zu fahren hatte, wo eine Menge einen Protest durchführte, über den er mit seinem Handy berichten sollte. Auch sein Handy funktionierte nicht, so berichtete er über den Protest aus einer Telephonzelle. Als er gesagt hatte, von wo er anruft, flog sein Auto in die Luft.

Fisk ist als extrem umsichtiger Journalist bekannt, der keine Gerüchte in die Welt setzt. Er würde dies nicht veröffentlichen, wenn er nicht vom Wahrheitsgehalt der Berichte überzeugt wäre. Damit ist nun auch durch Zeugenaussagen bewiesen, daß es die ruchlosen Besatzer des Irak sind, die dort massiv Zivilisten bei Moscheen und auf Märkten mit Autobomben ermorden bzw. ermorden lassen.

Sie sind die Terrroristen!

Wie viele Beine hat Al Zarqawi?
Robert Fisk: Westen verstärkt aus Pakisten bedroht

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War der Pentagon-Crasher ein Propan-Truck?

Harald Haack – Die Weltbevölkerung will unterhalten werden. Die „Traumfabriken“ Hollywoods und nacheifernde Hobbyfilmer liefern die modernen Märchen – unterstützt vom Pentagon und den Propaganda-Strategen der Bush-Regierung. Doch im Falle des angeblichen Absturzes eines von Terroristen entführten Passagierflugzeuges der American Airline, das am 11.9.2001 im Pentagon-Gebäude explodierte, von dem es heißt, 125 Menschen seien in dem Gebäude, 59 Passagiere und Besatzungsmitglieder der Boing 757 und fünf Terroristen getötet worden, hat offensichtlich das Pentagon die Geschichte erfunden.

Unmittelbar nach dieser Katastrophe tauchten Zweifel an der über die Medien verbreiteten offiziellen Version auf. Da es keine Fotos oder Videos gab, die den Absturz dokumentierten, nicht einmal Bilder von Wrackteilen, sondern nur welche, die die rauchenden Trümmer des Südwestflügels des amerikanischen Kriegs-Ministeriums zeigen, schickte man verbale Bilder als Ersatz durch die Nachrichten. Doch dies führte massenweise zu Bemühungen den Fall aufzuklären und wurde prompt vom Presse-Mainstream als Verschwörungstheorien verketzert. Sogar Agitatoren fühlten sich beflügelt, dem angeblichen Pentagon-Crasher die Flügel zu stutzen: Wer gerne der unheilvollen Stimme Hitlers lauscht, auf dramatische Musik steht und bedauert, dass Nachrichten-Filme nicht mehr wie Nazi-Wochenschauen gestaltet werden, der sollte sich die Flash-Agitation „Pentagonstrike“ möglichst unkritisch anschauen. Ein kahlgeschorener Schädel, eine Bomberjacke und Springerstiefel sind verzichtbar, um solche Volksverhetzungen zu konsumieren.

Vor kurzem wurden Fotos veröffentlicht, auf denen Wrackteile der Boing 757, die auf dem Rasen vor dem Pentagon liegen, veröffentlicht. Seltsam ist, dass sie auf den bereits bekannten Fotos nicht zu sehen sind.

Zwei Überwachungskameras hatten die Explosion im Pentagon-Gebäude gefilmt. Erst drei Jahre später beantragte die US-Organisation Judical Watch, die gegen Bestechlichkeit in der Regierung kämpft, die Veröffentlichung der Bilder nach dem Gesetz zur Informationsfreiheit. Sie hätten hart darum gekämpft, dieses Video zu bekommen, soll der Vorsitzende von Judicial Watch, Tom Fitton, gesagt haben. Es sei „sehr wichtig“, der Öffentlichkeit auch diese Aufnahmen, auf der Internetseite des Verteidigungsministeriums und der Organisation abrufbar sind, zugänglich zu machen.

Viel ist nicht zu sehen: Der Südwestflügel des Pentagongebäudes im gleißenden Sonnenlicht, ein von rechts nach links vorbeifahrender Polizeiwagen und die Explosion mit dem aufsteigenden Feuerball und viel schwarzer Rauch. Was aber soll an diesem Video so wichtig sein?

Wahrscheinlich ist es ein Objekt am rechten Bildrand, das auf nur einem Frame des Videos zu sehen ist, das Judicial Watch für so wichtig hält. Es befindet sich auf dem Boden. Angeblich soll es sich um die „Nase“ des mutmaßlichen Passagierflugzeuges handeln. Doch es fällt schwer in diesem Gebilde die vorderste Spitze einer Boing 757 zu erkennen. Um eine Maschine dieses Typs soll es sich nämlich gehandelt haben.


Eine Boing 757 der American Airline


Vorausfahrendes Polizeifahrzeug


Das “sehr wichtige” Frame der zweiten Überwachungskamera am Südwestflügel des Pentagon-Gebäudes mit dem nachfolgenden Objekt am rechten Bildrand, unterhalb des Horizonts.


Mittels S-Spline-Modus unterstützte Ausschnittvergrößerung (oben). Nachfolgende Glättung und Unterdrückung der Video-Artefakte durch Gaußchen Weichzeichner (Mitte). Selektierung des Objektes mit Hilfe einer partiellen Tonwerteveränderung (unten).

Nach meiner Bildanalyse ähnelt das geheimnisvolle Objekt – ein überdimensionierter Sarg einer altägyptischen Mumie ist wohl auszuschließen – eher einem Truck mit Gas- oder Treibstoffbehälter als einer Boing 757. Es ist Interessant, welche Formen Passagierflugzeuge annehmen und welche Sinnestäuschungen wir Menschen doch erliegen können!


Simulation des Objektes vor dem Pentagon, hier die diagonale Dreiviertel-Ansicht eines Trucks im Auflicht. Im Gegensatz hierzu zeigt das Video das Objekt seitlich und im Gegenlicht. Aus diesem Grund wurden für diese Simulation die Fenster und der Kühlergrill hell verblasst.

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Her Majesty’s Geheimdienst kannte die Terroristen

Stephan Fuchs – Der lange erwartete Report über die verheerende Bombenserie in London vom 7. July 2005 ist publik. Offensichtlich wären die Anschläge zu verhindern gewesen. Zwei der vier Attentäter befanden sich bereits vor der Tat im Visier der britischen Geheimdienste. Doch es fehlte an Mitteln, um sie zu stoppen, so das Fazit des heute veröffentlichten offiziellen Berichts des britischen Parlaments.

Am 7. Juli 2005 hatten sich in der Londoner Innenstadt vier mutmassliche islamistische Extremisten in die Luft gesprengt, drei in der U-Bahn und einer in einem Bus. Dabei kamen 56 Menschen ums Leben, 700 weitere wurden verletzt.

Fahnder des Geheimdienstes hätten vor den Anschlägen Hinweise auf zwei der Attentäter, Siddique Khan und Shazad Tanweer, gehabt., allerdings sei ihre Identität damals noch nicht geklärt gewesen.
Die Terroranschläge seien ohne direkte Unterstützung der Terrororganisation al-Qaida geplant worden, bestätigte gemäss britischen Medien ein zweiter offizieller Untersuchungsbericht frühere Angaben. Demnach liessen sich die vier Selbstmordattentäter zwar vom Gedankengut der Al-Qaida-Terroristen inspirieren, hatten dort aber keinen Hintermann, ebensowenig bei anderen internationalen Terrororganisationen.

PDF File: london bombing publication (pdf)

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Der moderne Knecht foltert ferngesteuert

Karl Weiss – Wie die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ berichtete, wurde nun bekannt, daß die US-Folterknechte auf Guantanamo die als ‚Stun Belts’ bekannten modernsten Elektroschocker einsetzen. Auch in den CIA-Flugzeugen für die berüchtigten Folterflüge seien sie eingesetzt.

In diesem Zusammenhang erfahren wir auch gleich, daß die kriminellen Verschleppungen durch die CIA unter dem Namen ‚Operation Extraordinary Rendention’ laufen. Auch in den irakischen Gefängnissen und in Gefangenenlager Baghram in Afghanistan seien die Foltergürtel im Einsatz.

Es liege ein Bericht über den Einsatz solcher Gürtel vor, der u.a. ausdrücklich erwähnt, daß der Einsatz dieser Foltergürtel „nicht im Einklang mit internationalen Konventionen“ stehen. Stimmt, foltern ist nach den UN-Konventionen verboten.


Unter Spannung?

Die Gürtel werden dem Gefolterten genau auf der Höhe der Nieren angebracht und geben, einmal ausgelöst, für acht Sekunden Sromstöße von 50.000 Volt ab. Dies fährt nach diesen Angaben zu unerträglichen Schmerzen, so wie die Schmerzen der Nierensteine, nur viel stärker. Gleichzeitig lösen sie schwere Krämpfe am ganzen Körper aus, sowie Harnblasen- und Darmentleerungen.

Sie führen zu langanhaltender Orientierungslosigkeit und völliger Bewegungsunfähigkeit. Damit dürften sie mit zu den scheußlichsten Folterinstrumenten gehören, die sich je jemand ausgedacht hat.

Da sie noch neu auf dem Markt sind und die herstellenden Firmen natürlich keine Angaben mitliefern, weiß man bisher noch nichts über bleibende Schäden. Die „Stun Belts“ können aus der Ferne ausgelöst werden. Bis zu 100 Meter Abstand sind möglich.

Jene „Sicherheitskreise“ teilen mit, daß diese High-Tech-Folter neben den USA auch von China, Südafrika und Libanon eingesetzt wird.

Der UN-Ausschuß gegen Folter hat die US-Regierung bereits aufgefordert, dafür zu sorgen, daß die Anwendung der ‚Stun Belts’ gestoppt wird.

Unklar ist, ob der in den USA angeklagte mutmaßliche Mittäter der Anschläge des 11. September 2001, Zacarias Moussaoui, unter seiner Kleidung zumindest zeitweise einen „Stun Belt“ tragen mußte. Er hatte am 8. Juli 2002 vor Gericht mitgeteilt: „Ich weiß, Sie wollen einen Zwischenfall vor Gericht inszenieren, indem der Marshal den Elektroschockgürtel aktiviert und behauptet, ich hätte eine ‚bedrohliche Bewegung‘ gemacht.“

Ende März 2006 gestand Moussaoui vor Gericht überraschend seine Beteiligung an den Attentaten ein. Ein Gerichtsreporter des Fernsehsenders NBC, der live darüber berichtete, mutmaßte, Moussaoui trage während seines Geständnisses unter seiner Kleidung verdeckt einen „Stun Belt“.

In den USA gibt es mehrere Hersteller der umstrittenen Elektroschock-Gürtel. So ist etwa der „Secpro XR 500 Prisoners Stun Belt“ nach Herstellerangaben in den USA ein „Bestseller“. Im Internet wird er für 1199 Dollar vertrieben.

Interessant, daß man in den USA nun Folterwerkzeuge bereits frei kaufen kann. Für was kauft wohl jemand so einen Foltergürtel? Vielleicht ein brutaler Ehemann, der es leid ist, nach dem Verprügeln seiner Frau immer schmerzende Hände zu haben?

Stun Belt Used for First Time on Defendant in L.A. Court

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US-Dienst orchestrierte Putsch gegen Chavez

Karl Weiss – Wie die Sites „bellaciao.org“ und „venezuelainfoia.info“ in ihrem englischen Teil melden, haben neu veröffentlichte vorher geheime CIA-Dokumente belegt, daß, wie bereits vermutet, tatsächlich auch beim fehlgeschlagenen Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Hugo Chávez von Venezuela am 12.4.2002 die CIA ihre Finger im Spiel hatte, so wie schon bei unzähligen Putschen gegen gewählte Staatsführer vorher.


Putsch fehlgeschlagen

In jenen Dokumenten hat die CIA u.a. in den ersten Tagen des April vor dem Putsch folgendes im internen Schriftverkehr verlautet:

„Venezuela: Conditions Ripening for Coup Attempt“,“Dissident military factions, including some disgruntled senior officers and a group of radical junior officers, are stepping up efforts to organize a coup against President Chávez, possible as early as this month, [CENSORED]. The level of detail in the reported plans – [CENSORED] targets Chávez and 10 other senior officers for arrest…“, „To provoke military action, the plotters may try to exploit unrest stemming from opposition demonstrations slated for later this month…“

Unter „censored“ sind Teile des Dokuments unleserlich gemacht, die offenbar als noch kritischer angesehen wurden bei einer Veröffentlichung als das, was bereits da steht.

„Venzuela: Die Bedingungen für einen Putschversuch reifen heran“, Unzufriedene Fraktionen im Militär, darunter enttäuschte hochrangige Offiziere und eine Gruppe radikaler niedrigrangiger Offiziere, sind dabei, Vorbereitungen zu treffen für einen Putsch gegen Präsident Chávez, wahrscheinlich noch in diesem Monat, … .Das Niveau an Details in den berichteten Plänen – … Chavez und 10 andere hochrangige Offiziere sollen unter Arrest gestellt werden …“, „Um eine militärische Aktion zu provozieren, mögen die Verschwörer versuchen Unruhen auszunutzen, die von Demonstrationen der Opposition später im Monat vorgesehen sind…“

Dies belegt, daß die US-Regierung genau Bescheid wußte, daß ein Putsch vorbereitet wurde und von wem. Wenn man sogar Details wie die Zahl höherer Offiziere weiß, die verhaftet werden sollen, ist man selbst Teil der Verschwörung.

Blutbad in der Menge
Was dann tatsächlich geschah, war, daß am Abend des 11. April nach großen Demonstrationen der Opposition plötzlich ein Blutbad in der Menge angerichtet wurde. Filmdokumente bewiesen später, daß es keineswegs die Sicherheitskräfte Chávez waren, die in die Menge geschossen hatten, sondern Scharfschützen, die auf umliegenden Gebäuden stationiert waren. Gleichzeitig mit diesem Chaos wurde der Putschversuch durchgeführt. Als der Morgen des 12. April graute, waren Chávez und hohe Generäle unter Arrest und ein Kommitte aus Militärs und Zivilpersonen erklärte, an der Macht zu sein.

In dieser Situation gab es auf der Erde keine einzige Regierung, die das Putschistenregime anerkannt hätte, nur die USA. Die anderen südamerkanischen Staaten haben im Gegenteil Erklärungen abgegeben, daß sie Putsche gegen gewählte Präsidenten ablehnen.

Die US-Regierung dagegen ließ über zwei ranghohe Beamte, den Sprecher des Weißen Hauses, Fleischer, und den Sprecher des Außenministeriums, Phillipp T. Reeker, Erklärungen abgeben, die übereinstimmend folgendes betonten:

Die Oppositionsdemonstrationen seien wegen undemokratischen Verhaltens Chávez erfolgt. Chávez-freundliche Kräfte hätten das Blutbad unter den Demonstranten auf dessen Anweisung hin angerichtet. Daraufhin hätten Teile der Streitkräfte spontan den Dienst im Töten unschuldiger Landsleute verweigert und den Putsch durchgeführt. Chávez sei zurückgetreten und habe auch den Vize-Präsidenten und das Kabinett abgesetzt. Beide Erklärungen gaben offensichtlich den Putschisten recht.

Hier handelte es sich offenbar um sorgfältig vorbereitete Erklärungen, die allerdings den tatsächlichen Ereignissen nicht angepaßt waren. Offenbar hatte man geglaubt, man hätte bis zu diesem Zeitpunkt Chávez bereits dazu gebracht, zurückzutreten und Vize-Präsident und Kabinett zu entlassen. Das hat Chávez aber nie getan.

Bewusst gelogen
Es ist deutlich, daß die beiden Erklärungen nicht die wirkliche Kenntnis der US-Regierung wiedergeben, sondern bewußt gelogen waren, also eher Teil der Putschpropaganda waren. Damit aber hat die US-Regierung, ohne es zu wollen, zugegeben, daß sie in den Putsch verwickelt war.

Was am 12. April 2002 weiter geschah, ist in den Einzelheiten nicht geklärt. Tatsache ist, daß am Abend diesen Tages Chávez wieder im Amt war und gegen eine Anzahl von Personen Anklagen wegen des Putschversuchs erhoben wurden. Wahrscheinlich war der Teil des Militärs, der keineswegs bereit war, einen gewählten Präsidenten zu stürzen, weit größer, als es die Putschisten und der CIA eingeschätzt hatten, eventuell haben auch die scharf ablehnenden Reaktionen aus aller Welt die gemäßigteren Militärs dazu gebracht, die Sache in die Hand zu nehmen.

Was wichtig ist: Die Erklärungen der US-Regierung, sie habe mit dem Putsch nichts zu tun gehabt, sind widerlegt. Es ist bewiesen, daß sie diesen Putschversuch konzertierte. Damit hat Venezuela und Hugo Chávez jedes recht, auch in anderen Dingen der US-Regierung zu mißtrauen. Und auch wir haben alle Gründe, den US-Erklärungen weniger zu trauen und Hugo Chávez bis zu einem bestimmten Punkt einen Vertrauensvorschuß zu geben.

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Die ‚Süddeutsche’ und Mohammed Zammar

Karl Weiss – Die ‚Süddeutsche Zeitung’ hält sich viel zugute darauf, die einzige verbliebene überregionale große deutsche liberale Zeitung zu sein, nachdem die ‚Frankfurter Rundschau’ nun endgültig als überregionales Blatt abgedankt hat. Aber es ist nicht so weit her mit den liberalen Grundsätzen dieser Publikation. Sie tut nämlich genau das, was sie manchmal zu Recht an der US-Regierung kritisiert: Terrorismus-Verdächtige haben auch bei ihr keine Rechte.

Man lese sich aufmerksam diesen Teil eines Artikels der ‚Süddeutschen’ im Rahmen der Berichterstattung über die deutsche Beteiligung an US-Entführungen, -Folter und rechtlosen Internierungen durch:

„Würde Mohammed Haydar Zammar, 44 Jahre alt, aus Hamburg, noch in Deutschland leben, würde er vermutlich rund um die Uhr observiert. Denn der Mann hat alles, um als gefährlich zu gelten: Dreimal war er in den neunziger Jahren für viele Monate in Terrorlagern in Afghanistan, dort lernte er den Umgang mit Sprengstoff – und er hat die Attentäter des 11. September in Hamburg rekrutiert.“

In Rest des Artikels kann man lesen, daß der Mann Deutscher ist und seit geraumer Zeit in syrischen Folterkellern festgehalten wird. Nun, da fragt sich doch gleich, wenn er ein so wichtiger Terrorist ist und all dies gegen ihn bewiesen ist – sonst würde die ‚Süddeutsche’ es natürlich nicht behaupten – warum stellt man ihn nicht vor ein Gericht und urteilt ihn für seine Taten ab. Sei es in den USA, die ihn entführt und nach Syrien geschickt haben, sei es in Syrien selbst oder sei es in Deutschland.

Komischerweise – und spätestens da wird man stutzig – spricht die ‚Süddeutsche’ im ganzen Artikel nicht von dieser Selbstverständlichkeit. Sie prangert völlig zu Recht an, daß deutsche Beamte diesen gefolterten Gefangenen in Syrien verhört haben – so als ob Foltergeständnisse Bestand haben könnten – aber sie geht gar nicht auf die Inhalte ein. Was genau wollte man denn von ihm wissen? Man berichtet nämlich auch die erstaunliche Tatsache, daß die Ergebnisse der Befragung durch deutsche Beamte nicht an den Staatsanwalt weitergegeben wurden, der ein Untersuchungsverfahren gegen Zammer führt. Warum? Wäre interessant, wenn die Süddeutsche bei der darauffolgenden Bundespressekonferenz diese Frage gestellt hätte. Tat sie aber nicht.

Geht man der Sache nämlich nach, dann ist eben in Wirklichkeit nichts bewiesen gegen Zammar. Weder die Terrorlager, noch die Sprengstoff-Fähigkeiten noch die Anwerbung von Attentätern des 11. September. Die ‚Süddeutsche’ hat schlicht und einfach das gemacht, was man zu Recht immer wieder der ‚Bild’ vorwirft: Sie erklärt Verdächtige bereits zu Schuldigen. Während die ‚Süddeutsche’ üblicherweise sehr wohl zu unterscheiden weiß, gelten die Regeln journalistischer Sorgfaltspflicht nicht mehr bei Terrorverdächtigen. „ Er war…er lernte…er hat rekrutiert…“ ….Nein! „Er ist verdächtig, …..gewesen zu sein, …. gelernt zu haben ….rekrutiert zu haben…“!

Bei Terrorverdächtigen wendet das Blatt aus München nicht mehr den Zweifel an, der jeder verantwortliche Journalist jedem Verdächtigen zugestehen muß, bis er verurteilt ist. Sie werden rechtlos, so wie sie rechtlos werden, wenn sie von US-Stasi-Diensten gekidnappt und verschleppt werden.

Auch die offensichtliche Tatsache, daß natürlich mit solchen Befragungen in syrischen Folterkellern von Personen, die von US-Stasi-Diensten verschleppt wurden, deutsche Behörden zu Komplizen werden, möchte die Süddeutsche nicht verlauten. Sie zitiert lediglich einen Amnesty-International-Mann, der dies sagt.

Zumindest erfahren wir aber noch, daß die deutschen Behörden nichts wirklich Ernsthaftes versucht haben, damit Syrien den Deutschen aus seinem Gewahrsam entläßt und nach Deutschland ausliefert. Auch dies müßte man eigentlich als Komplizentum darstellen, aber dies tut die Süddeutsche wiederum nicht.

Kurz – die Rechte von Terrorverdächtigen sind auch in Deutschland schon aufgehoben. Man braucht gar nicht mit dem Finger auf US-Sauereien zeigen, wenn man selbst die bürgerlichen Rechte in Zeiten des Terrors glaubt nicht mehr anwenden zu müssen.

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US-Regierung hat Dreck am Stecken

Karl Weiss – Der Prozeß gegen den Franzosen Zacarias Moussaoui in Alexandria in den USA wird mehr und mehr zur Farce. Nachdem bereits eine der Regierungs-Rechtsanwältinnen der unzulässigen Zeugenbeeinflussung überführt wurde, nachdem die Zeugenaussage des FBI-Agenten, der ihn festgenommen und verhört hatte, bereits zu einem Desaster für die Regierung geworden war, hat man nun durch Zeugenauftritte und Filmausschnitte die Anschläge des 11. September selbst in den Prozess hereingeholt, obwohl durch nichts bewiesen ist, daß Moussaoui einer der Verschwörer des 11. September war. Zu guter letzt hat Moussaoui jetzt sein Geständnis geändert.

Am Anfang des Prozesses hatte sich Moussaoui der Verschwörung zu terroristischen Attentaten mit Flugzeugentführungen für schuldig bekannt. Dies sei aber ein anderer „Plot“ gewesen als der des 11. September 2001. Man habe mit den Flugzeugentführungen vielmehr den Scheich Chalid Mohammed freipressen wollen, der seit dem mißlungenen Sprengstoffanschlag auf das Worl Trade Center in den 90er Jahren in den USA einsitzt. Erst wenn der Scheich nicht freigekommen wäre, hätte man die Flugzeuge in Gebäude wie das World Trade Center oder das Weisse Haus gesteuert. Außerdem sei das zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen gewesen.

Dieses Geständnis hatte zum einen die Folge, daß ein formaler Prozeß darüber, ob Moussaoui schuldig ist, gar nicht mehr geführt wurde. In den USA gibt es als einzigem Land der Welt diese Sonderheit im Strafprozeßrecht, daß man sich einen Prozeß spart, wenn sich der Angeklagte eines bestimmten Straftat für schuldig bekennt. Dann geht es nur noch um das Strafmaß. So kommen in den Vereinigten Staaten oft ‚Deals’ zwischen Anklage und Verteidigung zustande, die das Wort „Gerechtigkeit“ zu einer Lachplatte machen.

Im Fall Moussaoui führte dies dazu, daß bereits feststeht, daß er mindestens lebenslang bekommt. Es kann allerdings auch die Todesstrafe herauskommen. Nur über diese Frage wird nun der ganze Prozeß geführt. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, er sei einer der Verschwörer des 11. September gewesen. Damit sei er mit verantwortlich für das, was passiert ist. Außerdem – und hier wird die Argumentation etwas weniger nachvollziehbar – hätte er, als er drei Wochen vor dem 11. September 2001 gefaßt wurde, seine Kenntnisse offenlegen müssen, damit die Anschläge noch hätten verhindert werden können. Dadurch, daß er das nicht getan habe, sei er nun einer der Mörder von fast 3000 Menschen.

Dies ist allerdings etwas schwierig. Wird nicht den Verhafteten gesagt, sie hätten das Recht zu schweigen, falls sie etwas sagen, könne das aber gegen sie verwendet werden? Gilt dies plötzlich nicht mehr? Gilt jetzt: „Sie haben kein Recht zu schweigen und was sie sagen, kann sowieso gegen Sie verwendet werden!“?

Zwar kann man es als Verbrechen ansehen, wenn man von einem geplanten Verbrechen weiß, aber die Behörden nicht unterrichtet, aber das ist kein Verbrechen für die Todesstrafe. Wenn man wirklich davon aussgeht, er sei einer der Verschwörer des 11. September gewesen, so bleibt auch hiervon nicht mehr als Beihilfe zum Mord – ebenfalls kein todeswürdiges Verbrechen.

Das andere, was das erste Geständnis Moussaouis auslöste, waren eine Menge von Spekulationen. Was wäre gewesen, wenn alle Verschwörer des 11. September gesagt bekamen, sie sollten eigentlich nur den Scheich freipressen? Was wenn jene, die wirklich hinter diesen Anschlägen steckten, diese arabischen religiösen Extremisten nur benutzt hätten? Was wenn sie erst im Flugzeug erfahren hätten, daß keine Zeit verbliebe, den Scheich lospressen zu wollen, man müsse sofort die Flugzeuge in die vorgesehenen Ziele steuern? Waren die 19 Araber mit den Teppichmessern vielleicht keine Selbstmordattentäter, sondern rechneten damit, nach der Freilassung des Scheichs mit den vollgetankten Großflugzeugen den Atlantik überqueren und in einem nicht genannten arabischen Staat landen zu können, so wie dies Moussaoui beschrieb?

Doch diese Spekulationen sind jetzt auch überholt, denn Moussaoui hat ein neues, anderes Geständnis abgelegt. Er war über Jahre bei der oben beschriebenen versionn geblieben und jetzt, ganz plötzlich, kurz vor Ende des verfahrens, als es bereits unwahrscheinlich geworden war, daß er zum Tode verurteilt würde, änderte er die Aussage. Jetzt sagte er, in seltsam gesteltzten Worten, er sei Teil der 19 Verschwörer des 11. September gewesen, er sei jener gewesen, der die maschine ins Weisse haus hätte steuern sollen. Er bestätigte Wort für Wort die Anklage. Damit wird er sich nach aller Voraussicht demnächst in einer Todeszelle wiederfinden.

Nun sprießen erneut die Spekulationen ins Kraut. Die überwiegende Meinung ist, daß Moussaoui bewußt den Tod gewählt hat und mit dieser Aussage verhindern will, daß er eventuell ‚nur’ zu lebenslänglich verurteilt wird. Sei es, weil er wirklich an die Story mit den Martyrern des Islam glaubt, die direkt in den Himmel kommen und Jungfrauen zur Verfügung bekommen, sei es, daß er entgegen dem äußeren Schein intelligent ist und sich klar ist, welche Hölle für ihn der Aufenthalt in einem normalen US-Gefängnis werden würde, bevor ihn ein gnädiger Tod erlöste.

Es gibt aber auch weit abenteuerlichere Theorien. Auf einer Anzahl von Blogs, so z.B. bei Alex Jones ‚infowars’, wird kolportiert, man hätte Moussaoui einen Elektroschockgürtel angelegt, mit dem man ferngesteuert extrem schmerzhafte Elektroschocks verabreichende könnte, um ihn zu dieser Aussage zu bewegen. Andere vermuten, er sei unter Drogen gesetzt worden oder in Hypnose. Schließlich gibt es auch die Theorie, daß Moussaoui schlicht und einfach nach Jahren intensivster Folter jede Widerstandskraft verloren hat und folgsam sagt, was man ihm aufträgt.

Es wird auch spekuliert, daß er schlicht ein Geisteskranker ist, der im Zusammenhang mit den Anschlägen kurz nach seiner Verhaftung Wahnvostellungen über seine Verwicklung entwickelt hat. Immerhin wurde bestätigt, daß er nie einer psychologischen Beurteilung unterzogen wurde, was bei einer solchen Anklage zumindest ungewöhnlich ist.

Wie auch immer, der Prozeß dürfte jetzt gelaufen sein. Er wird auf jeden Fall als Beweis in die Geschichte eingehen, daß die US-Regierung jeden Prozeß gegen angebliche Terroristen fürchten muß, denn sie hat Dreck am Stecken.