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Gefahr schmutziger Bomben nur psychisch?

Harald Haack – Schmutzige Bomben sind Bomben mit konventionellen Sprengstoffen, denen radioaktive Partikel beigemischt werden. Ziel solcher Bomben ist, ganze Regionen zu kontaminieren. Eingesetzt wurden schmutzigen Bomben offiziell noch nicht.

In der „Welt am Sonntag“ warnt Deutschlands Bundesinnenminister Schäuble vor so genannten schmutzigen Bomben. Es sei keine Frage mehr ob Terroristen sie zünden könnten, sondern die Frage sei wann und wo es damit Anschläge gebe.

Kreise terroristischer Aggressoren
Die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen oder schmutzigem Material ließe die Gefahr wachsen, sagte Schäuble, dass man mit solchen Bedrohungen auch in Deutschland rechnen müsse. Er wisse von „Kreisen terroristischer Aggressoren“, die „im Internet und sonst wo“ „mehr oder weniger perverse Überlegungen“ anstellen. Nach Erkenntnissen der Geheimdienste sei der Bau solcher Bomben eine „realistische Option“, sagte er und das klingt fast so, als hätten Geheimdienste die Option, diese Bomben zu bauen, als seien Geheimdienste im internationalen Terrorismus eingebunden. Verhökern Geheimdienste ihre Bomben an Terroristen, damit diese ihre „perversen Überlegungen“ in Taten umsetzen? Nein, und solche Machenschaften der Geheimdienste blieben selbstverständlich geheim, wenn es sie denn gäbe. Aber nichts kann so geheim gehalten werden, dass es nicht irgendwann einmal publik wird – wie die schmutzigen Aktionen der CIA zeigten.


Schäuble wisse von „Kreisen terroristischer Aggressoren“, die „im Internet und sonst wo“ „mehr oder weniger perverse Überlegungen“ anstellen.

Den Sicherheitsbehörden sei bislang nichts über konkrete Beschaffungsaktivitäten bekannt, sagte denn auch Schäuble. Schäubles vorlauter bayrischer Kollege Günther Beckstein (CSU) aber weiß offensichtlich mehr. In einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk behauptete er, Terroristen würden zum Bau von schmutzigen Bomben Abfälle der Nuklearmedizin in Asien nutzen.

Während sich deutsche Behörden nun angeblich auf mögliche Anschläge mit schmutzigen Bomben vorbereiten, die Feuerwehr laut Beckstein derzeit entsprechend geschult wird, aber es noch Nachholbedarf bei der Polizei gebe, sieht das Bundesamt für Strahlenschutz in den schmutzigen Bomben keine Gesundheitsgefährdung. Es kam zur Einschätzung, dass die Strahlung der meisten in Frage kommenden Radionukliden dafür zu gering sei: „Nur bei Plutonium-239, das eine wesentlich höhere Radiotoxizität aufweise, wären in der näheren Umgebung bis zu wenigen Kilometern Entfernung vom Freisetzungsort Maßnahmen des Notfallschutzes erforderlich.“ Die Hauptgefahr entstünde nach Meinung der „Experten“ des Bundesamtes für Strahlenschutz durch überreagierende Bürger, aus „Unkenntnis über die tatsächlichen Gefahren“.

Alles also nur psychisch?

Wenn dies zuträfe, dann bräuchte sich kein Terrorist mehr die Finger schmutzig machen, dann müssten die „perversen Überlegungen“, die Schäuble kennt, ausreichen, um mit seiner bombigen Hilfe Angst und Hysterie in der Bevölkerung explodieren zu lassen.

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Bombenalarm in Regionalzug

Ein Regionalzug der SBB ist in Siders im Mittelwallis am frühen Morgen nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Der Zugverkehr zwischen Sitten und dem Oberwallis wurde von 6.30 bis 8 Uhr eingestellt. Eine Bombe fand die Polizei jedoch nicht.


Dritter Bombenalarm seit dem Schweizer Geheimdienstskandal

Der Zug war am frühen Morgen in Brig losgefahren. Nachdem auf der Notrufzentrale um 6.09 Uhr ein anonymer Bombenalarm eingegangen war, konnte der Zug um 6.26 Uhr in Siders gestoppt werden. Die Evakuierung des Regionalzuges sei ohne Probleme verlaufen. Die gegen 150 Passagiere seien ruhig geblieben, teilte die Walliser Kantonspolizei mit.

Anschliessend sei der Zug auf einem Abstellgleis von Sprengstoffspezialisten unter die Lupe genommen worden. Auch ein Sprengstoffsuchhund stand im Einsatz. Die Kontrolle brachte aber kein verdächtiges Objekt zum Vorschein. Zwei zurückgebliebene Koffer im angehängten Postwagen wurden gescannt, enthielten jedoch ebenfalls keinen Sprengstoff.

Untersuchung eingeleitet
Das Untersuchungsrichteramt Mittelwallis leitete eine Untersuchung ein. Unter anderem soll der anonyme Anruf zurückverfolgt werden.

Der Schienenverkehr zwischen Sitten und dem Oberwallis stand wegen der Bombendrohung bis um 8 Uhr still. Während dieser Zeit verkehrten Ersatzbusse. Für die Bahnpassagiere bedeutete dies Verspätungen von bis zu einer Stunde. Ab 10 Uhr lief der Schienenverkehr laut SBB wieder normal.

Am vergangenen 13. Januar war ein Intercity-Zug von Zürich nach Bern von einer Bombendrohung betroffen. Mehrere hundert Reisende wurden damals im Berner Hauptbahnhof evakuiert. Eine Bombe wurde nicht gefunden.

Zug nach Bombendrohung in Bern evakuiert
Bombendrohung gegen Westschweizer Fernsehen

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Ali Agca hält sich für den „Messias“

Der aus türkischer Haft freigelassene und inzwischen wieder in ein Istanbuler Gefängnis gebrachte Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca hält sich für den „Messias“. Als ihn Papst Johannes Paul II. nach dem Attentat in der Haft besucht habe, habe er es ihm als Erstem mitgeteilt, erklärte Agca nach Angaben der türkischen Zeitung „Zaman“ (Onlineausgabe) gegenüber Polizeibeamten. Und der Papst habe es akzeptiert.

„Satanische Mächte“
Agca, dessen Hände bei der Einvernahme zitterten, äußerte Unverständnis über seine erneute Inhaftierung. „War ich nicht lange genug im Gefängnis“, fragte der Papst-Attentäter und sagte, auch die Mörder des türkischen Ministerpräsidenten Nihat Erim (auf den 1980 ein Attentat verübt wurde) seien freigelassen worden. „Satanische Mächte“ hätten seine, des Messias, Rückkehr ins Gefängnis gefordert.

„Kommandant im Dritten Weltkrieg“
Nach seiner Freilassung sei er im Regen spazieren gegangen und habe das Meer betrachtet, erzählte Agca den Beamten. Er sei verkleidet gewesen. Diejenigen, die ihn erkannt hätten, hätten ihn um ein Autogramm gebeten. Auf die Frage, warum er immer blaue Kleidung trage, sagte Agca: „Blau ist die Farbe der Armeen des Dritten Weltkriegs. Und ich bin der Kommandant“. Er habe nie den Koran gelesen und bete nicht. „Ich bin ein Führer. Ich bin der Messias.“

„Ich bin der Messias“
Auf Fragen nach den Hintergründen zum Papst-Attentat sagte Agca: „Das sind nur unwichtige Details. Ich bin der Messias“. Er habe eine Pflicht erfüllt, die ihm vor tausend Jahren aufgetragen worden sei. Auch wenn der Papst auf dem Mond gewesen wäre, hätte er auf ihn geschossen.

Wie er denn darauf gekommen sei, dass er der Messias ist, wollten die Beamten wissen. Agca antwortete nach kurzem Schweigen: „Ich habe es zuerst dem Papst gesagt, dass ich der Messias bin, Er sagte nichts. Er hat meinen Kopf gestreichelt. Sie wissen was das bedeutet: Der Papst hat akzeptiert, dass ich der Messias bin.“

Agca verbüßt seit 2000 in der Türkei eine Strafe für den Mord an dem türkischen Journalisten Abdi Ipekci sowie für zwei Bankraube. Zuvor saß er wegen des Attentates auf Papst Johannes Paul II. 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis. Agca hatte den Papst am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt.

Dass Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca eine durchaus schillernde Persönlichkeit ist, war bereits durch einige seiner Aussagen zu bemerken.

Türkische und italienische Medien veröffentlichten nun neue Details aus Agcas Leben. Vor allem seine Briefe aus der insgesamt über 25-jährigen Haftzeit beinhalten einige bizarre Überraschungen.

„Fasse Bin Laden tot oder lebendig“
Laut „Hürriyet“ hat Agca aus der Haft heraus den türkischen Behörden seine Dienste angeboten, um den Chef des El-Kaida-Netzwerks Osama bin Laden zu fassen.

Er werde Bin Laden „tot oder lebendig“ dingfest machen, schrieb Agca im Jahr 2000 an den damaligen Chef des türkischen Geheimdienstes MIT, wie die Zeitung am Dienstag berichtete.

Dank für Öcalan-Festnahme
Der Brief liegt der Zeitung nach eigenen Angaben vor. Demnach schlug Agca vor, er werde nach Afghanistan reisen, Bin Laden fassen und in die USA bringen.

Mit dieser „historischen Mission“ könne sich die Türkei für die Hilfe der USA bei der Festnahme des kurdischen Rebellenchefs Abdullah Öcalan 1999 bedanken.

Fragwürdiges Vatikan-Angebot
In dem handgeschriebenen Brief habe Agca auch von einem Angebot des Vatikans geschrieben, zum Katholizismus überzutreten, berichtete „Hürriyet“ weiter.

Zwei Jahre nach seinen Schüssen auf Papst Johannes-Paul II. auf dem Petersplatz habe der Vatikan ihn zum Katholiken und Kardinal machen und dafür 50 Millionen Dollar zahlen wollen. Er habe abgelehnt. Zudem habe sich Agca in dem Brief als „Messias“ bezeichnet.

Engagement für Weltfrieden
Nach seiner Entlassung aus der Haft hatte Agca über seinen Anwalt Mustafa Demirbag ausrichten lassen, er wolle sich nun für den Weltfrieden stark machen.

Sein Mandant habe gesagt, er wolle „allen die Hand in Frieden und Freundschaft reichen“, berichtete der Anwalt. Agca habe zudem angekündigt, sich für die Demokratie einzusetzen.

Agca soll sich in Hollywood selbst spielen
Ob er dafür wirklich Zeit hat, ist zumindest der italienischen Zeitschrift „Gente“ zufolge fraglich. Diese berichtet, Agca verhandle mit Hollywood, um einen Film zu drehen, in dem er sich selbst spielen solle.

Er verlange für seinen Filmauftritt acht Millionen Dollar (6,63 Mio. Euro). Dafür soll er sich verpflichten, die Hintergründe des Anschlags auf Johannes Paul II. zu klären, so „Gente“.

Mexiko statt 600.000-Dollar-Interview
Eine Filmgesellschaft, die nicht genannt wurde, habe Rechtsanwalt Demirbag bereits 500.000 Dollar gezahlt. Der Papst-Attentäter plane eine Reise nach Mexiko, wo einige Szenen des Filmes gedreht werden sollten, berichtete „Gente“. Wegen der Reise nach Mexiko habe Agca ein TV-Exklusivinterview abgesagt, für das er 600.000 Dollar kassiert hätte.

Justizminister mit Einspruch gegen Enthaftung
Die türkische Justiz kümmert sich unterdessen wenig um die umtriebigen Machenschaften des Ex-Sträflings und will ihn wieder dort sehen, wo er bereits die letzten Jahre verbracht hatte: im Gefängnis.

Fünf Tage nach der Haftentlassung des Papst-Attentäters legte der türkische Justizminister Cemil Cicek formell Einspruch gegen die Entscheidung ein. Cicek forderte das Berufungsgericht am Dienstag auf, die Entscheidung zur Freilassung Agcas aufzuheben.

„Hat Fehler gegeben“
„Ich sage nicht, dass die Freilassung ein Irrtum war, aber ich sage, dass es einen Fehler gegeben haben könnte“, hatte Cicek am Donnerstag nach der Freilassung Agcas gesagt. Sein Vorgänger Hikmet Sami Türk nannte die Freilassung einen „schweren Fehler“. Agca hätte bis mindestens 2012 im Gefängnis bleiben müssen.

Reihe von Amnestien
Der Papst-Attentäter war am vergangenen Donnerstag aus der Haft entlassen worden. Er hatte seit 2000 in einem Istanbuler Gefängnis eine Strafe für den Mord an einem türkischen Journalisten sowie für zwei Bankraube verbüßt. Zuvor hatte er wegen des Attentates auf Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz in Rom 19 Jahre lang in Italien im Gefängnis gesessen.

Agca hatte von einer Reihe von Amnestien und Reduzierungen seiner Strafen profitiert und war deshalb am 12. Jänner freigekommen. Sollte das Gericht dem Antrag Ciceks zustimmen, müsste Agca schon bald wieder ins Gefängnis.

Ali Agca aus Haft entlassen
Dieser Artikel ist eine Zusammenstellung

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Topterrorist unter Opfern von US-Angriff auf Pakistan

Dem amerikanischen Luftangriff auf ein pakistanisches Grenzdorf nahe Afghanistan ist nach Angaben aus Islamabad mindestens einer der meist gesuchten Terroristen zum Opfer gefallen. Demnach handelt es sich um den Ägypter Midhat Mursi al Sajid Umar, der auf einer Terrorliste der USA weit oben steht. Ferner kam den Angaben vom Donnerstag zufolge ein enger Verwandter von al-Kaida-Vize Ajman al Zawahiri ums Leben. Letzterer dagegen, dem der Einsatz offenbar galt, blieb unversehrt.

Bei dem Luftangriff auf das Dorf Damadola am vergangenen Freitag sollen mindestens drei prominente Terroristen getötet worden sein. Midhat Mursi galt als Experte für Sprengstoff und chemische Kampfstoffe. Bei dem Verwandten Al Zawahiris soll es sich um den Ägypter Abdul Rehman al Misri handeln, vermutlich der Schwiegersohn des al-Kaida-Vizes.

Ferner kam nach pakistanischen Angaben Abu Ubaida ums Leben. Er soll der Chef für al-Kaida-Einsätze in der ostafghanischen Provinz Kunar gewesen sein. Darüber hinaus meldeten die pakistanischen Behörden den Tod von 18 Zivilpersonen. Auch vier ausländischen Touristen sollen bei dem Luftangriff ums Leben gekommen sein.

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Zug nach Bombendrohung in Bern evakuiert

Bern – Ein Intercity-Zug ist am Freitagmorgen wegen einer Bombendrohung im Bahnhof Bern evakuiert worden. Ein verdächtiger Passagier wurde vorübergehend festgenommen. Bei einer umfassenden Kontrolle des Zugs mit Sprengstoffspürhunden konnte nichts gefunden werden, wie die Berner Stadtpolizei bekannt gab.


Zweiter Bomebnalarm seit dem Geheimdienstskandal

Unmittelbar vor der Einfahrt des Intercity-Zugs aus Zürich, der um 06.30 Uhr im Berner Hauptbahnhof eintreffen sollte, wurde die Stadtpolizei von der Bahnpolizei darüber unterrichtet, dass sich im Zug ein Mann mit einer Bombe befinden solle. Der Zug wurde in der Folge fahrplanmässig im Hauptbahnhof angehalten und die mehreren hundert Passagiere evakuiert.

Irrtümliche Festnahme
Die Stadtpolizei nahm einen verdächtigen Mann, der sich im Speisewagen aufgehalten hatte und auf den das über Stadtpolizei Winterthur und Kantonspolizei Zürich verbreitete Signalement zutraf, fest. Bei dem Mann sei aber nichts gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Festnahme habe sich als Irrtum erwiesen und der Mann sei wieder freigelassen worden.

Die Passagiere konnten mit dem nächstfolgenden Zug mit einer halbstündigen Verspätung die Fahrt in Richtung Genf fortsetzen. Der von der Bombendrohung betroffene Zug wurde zum Güterbahnhof gefahren und dort mit Hilfe von zwei Sprengstoffspürhunden eingehend kontrolliert. Es konnte aber nichts gefährliches gefunden werden, heisst es in der Polizeimitteilung weiter.

Bombendrohung gegen Westschweizer Fernsehen

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Bombendrohung gegen Westschweizer Fernsehen

Das Hauptgebäude des Westschweizer Fernsehens (TSR) in Genf ist heute Mittag wegen einer Bombendrohung evakuiert worden.

Die telefonische Bombendrohung ging nach 14 Uhr bei der Genfer Polizei ein. Eine männliche Stimme kündigte an, dass sich eine Bombe im Fernseh-Gebäude befinde. Die Polizei beschloss um 14.30 Uhr, das Hochhaus mit 500 Beschäftigten am Quai Ernest-Ansermet zu evakuieren. Die Umgebung wurde abgesperrt.


Erste Bombendrohung seit dem Geheimdienstskandal

Die Polizei begann das Gebäude mit Hunden zu durchsuchen. Sie konzentrierte sich dabei auf das Sendezentrum und jenen Teil des Gebäudes, in dem die Aktualitätssendungen produziert werden. Um 16.30 Uhr gab die Polizei Endalarm.

Die rund 500 Beschäftigten wurden nach der Evakuierung aus dem TV-Turm zur Eishalle von Les Vernets gebracht. Nicht das gesamte TSR-Personal war betroffen. Denn etwa die Hälfte der Beschäftigten arbeitet wegen Renovationsarbeiten im Fernseh-Turm zurzeit im Charmilles-Quartier in einem Provisorium, wie eine TSR-Sprecherin sagte. Die Programme des TSR wurden dank der automatischen Sendesteuerung durch die Evakuierung nicht beeinträchtigt.

Das Westschweizer Fernsehen war bereits vor anderthalb Jahren Ziel einer Bombendrohung gewesen. Damals handelte es sich um eine schriftliche Drohung, die von der Polizei als nicht ernst zu nehmend eingestuft wurde.

Telefonnummer führte zum Verdächtigten
Gegen Abend wurde der mutmassliche Anrufer dingfest gemacht. Nach Polizeiangaben handelt es sich um einen etwa 30-jährigen Kongolesen. Die bei der Notrufzentrale angezeigte Telefonnummer habe die Polizei auf seine Spur geführt, sagte ein Sprecher.

Über das Tatmotiv des Mannes wusste die Polizei am Abend noch nichts. Er muss sich wegen Schreckung der Bevölkerung verantworten.

Ihm drohen bis zu drei Jahre Zuchthaus.

Wie die TSR-Sprecherin Barbara Balmer auf Anfrage sagte, wurde der Sendebetrieb wegen der Bombendrohung und der Evakuierung nicht gestört. Die Sendungen seien bis 18 Uhr dank einem «Autopiloten» über den Kanal gegangen.

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Irlands Terroristen von London gesteuert?

Harald Haack – So scheint Terror zu funktionieren und am Leben erhalten zu werden: Ein hochrangiges Mitglied der IRA-nahen Partei Sinn Fein arbeitete heimlich in Nordirland für die britische Regierung und half als Verwaltungschef bei der Planung von Terroranschlägen, die teilweise auch gegen britische Einrichtungen gerichtet waren. Der 55-Jährige war seit mehr als 30 Jahren Mitglied der wichtigsten katholischen Partei Nordirlands. Er bedauere, für den britischen Geheimdienst gearbeitet zu haben und bitte seine früheren Weggefährten um Vergebung, sagte Denis Donaldson nach Berichten britischer Medien.


Historisches Plakat der IRA. Unterstützte der britische Geheimdienst die IRA?

Sinn Fein, der politische Flügel der pro-irischen Terrororganisation IRA, regierte entsetzt und schloss Donaldson aus der Partei aus. Parteichef Gerry Adams erhob schwere Vorwürfe gegen die britische Regierung. Sinn Fein hatte ihren „bewaffneten Kampf“ gegen Großbritannien Ende Juli nach nahezu 40 Jahren offiziell für beendet erklärt.

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Syrien-kritischer Politiker bei Anschlag in Beirut getötet

Beirut – Bei einem Autobomben-Anschlag in Beirut ist laut Polizei am Montag der Syrien-kritische Abgeordnete und Journalist Gebran Tueni ums Leben gekommen. Er gehörte zu den Anführern der so genannten Zedernrevolution, die nach der Ermordung von Ex-Premier Rafik Hariri im Februar mit wochenlangen Massendemonstrationen zum Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon nach 29 Jahren führte. Drei weitere Menschen seien getötet, zehn Personen zudem verletzt worden.


Der Syrien-kritische Abgeordnete und Journalist Gebran Tueni ist ums Leben gekommen.

Den Ermittlern zufolge sprengten Attentäter Tuenis gepanzerten Geländewagen in die Luft, als er durch das vor allem von Christen bewohnte Viertel Mekalis fuhr. Mindestens drei der Insassen seien so stark verbrannt, dass sie nicht mehr zu erkennen seien. Mehrere andere Autos gerieten den Angaben zufolge in Brand. Nahe liegende Gebäude wurden beschädigt.

Der 1957 geborene Herausgeber der Beiruter Tageszeitung „An-Nahar“, die sein Großvater 1933 gegründet hatte, entstammte einer Beiruter Politikerdynastie griechisch-orthodoxer Konfession, die eine Reihe von libanesischen Staatsmännern und Diplomaten gestellt hat, wie den früheren langjährigen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Ghassan Tueni.

Serie von Bombenanschlägen
Seit dem Mordanschlag auf Ex-Premier Hariri am 14. Februar wurde im Libanon eine ganze Serie von Bombenanschlägen verübt. Diese wurden in erster Linie syrischen Geheimdiensten zur Last gelegt, wie die Ermordung des Journalisten und Schriftstellers Samir Kassir und jene des ehemaligen libanesischen KP-Chefs Georges Haoui (Hawi).

Der libanesische Drusenführer und Vorsitzende der Sozialistischen Fortschrittspartei (PSP), Walid Joumblatt, hat in einer ersten Reaktion Syrien beschuldigt, für die Ermordung Tuenis verantwortlich zu sein. Joumblatt äußerte sich kurz nach dem Terroranschlag gegenüber dem arabischen TV-Nachrichtensender „Al-Jazeera“. Joumblatt, ein früherer politischer Verbündeter Syriens, hatte erst in den vergangenen Tagen der Führung in Damaskus „Subversionspläne“ vorgeworfen.

Bei einem Anschlag am 14. Februar hatten Attentäter mit einer Bombe den ebenfalls anti-syrischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri und 20 weitere Menschen getötet. Hariri war ein vehementer Kritiker der langjährigen Präsenz Syriens in dem Nachbarland. Die syrische Führung streitet jede Verwicklung in das Attentat ab, obwohl eine Ermittlungskommission der Vereinten Nationen unter Leitung des deutschen Oberstaatsanwalts Detlev Mehlis dem widersprechende Hinweise gefunden hat.

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Advent, Advent – ein Feuer brennt…

Harald Haack – Für den britischen Biologen Rupert Shaldrake gibt es keinen Zufall. Alles hängt mit allem zusammen, den Erkenntnissen seiner Forschungen entsprechend, und ist über ein so genanntes morphogenetisches Netz miteinander verbunden. Bislang wurde Shaldrakes These als Theorem belächelt, doch längst gilt es als bewiesen, wie die Forschungen anderer namhafter Wissenschaftler zeigen konnten.

Frei nach Shaldrake ist es kein Zufall, wenn ein Affe im Weißen Haus vom Sofa fällt und zur selben Zeit ein anderer Affe Tausende Kilometer weit entfernt das selbe Schicksal erleidet, wobei sich die Inneneinrichtung der Häuser durchaus unterscheiden und Affen austauschbar mit Menschen und deren Präsidenten sein können. Jedenfalls wird in den meisten Fällen jener Fälle nur das Schicksal des mächtigeren Affen bekannt.

Netzwerke kennen wir inzwischen zur Genüge. Das Internet ist eines, die Netzstrümpfe einer „Bordsteinschwalbe“ ebenso wie das jenes terroristische namens Al-Qaida oder jene der Geheimdienste rund um die CIA. Als anrüchig und tückisch gelten sie alle. Wer ein Computernetzwerk nutzt, weiß Bescheid. Was sich im kleinen Rahmen abspielt, kann sich auch im Großen ereignen und umgekehrt. Zu Advent wissen wir, dass es kein Zufall sein kann, wenn wir eine Kerze anzünden und unsere Nachbarn dasselbe tun. Aber könnte es einen Zusammenhang mit dem Feuer unserer kleinen Adventskerze mit dem Brand eines Tanklagers wie in Hemel Hempstead nördlich der Londoner City geben?


Die britische Polizei behauptet, es gebe keine Verwicklung mit einem Flugzeug und der Explosion des Tanklagers. Doch Bewohner hatten kurz vor der ersten Detonation das Geräusch eines Flugzeuges gehört.

Morgens gegen 6 Uhr Ortszeit explodierte am 3. Advent, Sonntag, 11. Dezember 2005, eines der größten Tanklager Großbritanniens. Es gab gewaltige Detonationen, die in weiten Teilen Londons und Südenglands zu spüren waren. Bis zu 100 Meter hoch schlugen die Flammen. Die fette, schwarze Rauchwolke ist sogar aus dem Weltall zu erkennen. Das Lager versorgt den Flughafen Luton und wird von mehreren großen Ölgesellschaften genutzt. Den Angaben nach handelt es sich um insgesamt 20 Tanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils rund 13,6 Millionen Litern. Die Polizei spricht von mehr als vierzig Verletzten, davon vier schwer.


Auf einem Feld nahe des Unglücksortes umherwieselnde
Polizisten.

Am Abend zuvor hatte es gegen 6 Uhr in einem Chemiewerk im oberbayerischen Münchsmünster eine Explosion gegeben. Danach war ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchwolke verdunkelte die Ortschaft und zog in westlicher Richtung, d.h. in Richtung Stuttgart, ab. Bei dieser weithin sichtbaren Explosion auf dem Gelände der Firma „Petrochemie“ gab es nach Angaben der Polizei einen Toten und zwei Schwerverletzte.

Alles nur Zufall? Kein terroristischer Hintergrund? Dann muss der Advent daran Schuld sein. „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.“ Es gab in Hemel Hempstead weitere Explosionen. Das Feuer soll abgeblich nicht zu löschen sein.

Wirklich kein terroristischer Anschlag? Nach Angaben eines Sprechers von Total UK ist das explodierte Buncefield Öl-Depot ein Joint Venture zwischen dem britisch-französischen Unternehmen und dem US-Konzern Texaco. Die beiden Flughäfen Luton und Heathrow wurden von der Pipeline mit Treibstoff versorgt.

Was für ein folgenschwerer (Zu-)fall!

Doch es kommt schlimmer. Offenbar überfordert die Katastrophe die britischen Behördenvertreter. Die Leiterin des Gesundheitsamtes der betroffenen Grafschaft Hertfordshire, Jane Halpin, sagte, der Rauch bestehe wahrscheinliche aus Kohlenmonoxid oder Kohlendioxid: „Wenn sich diese Annahme als richtig erweist, ist es beruhigend.“

Das ist beruhigend? Wozu dann noch Schornsteinfeger, die eine Kohlenmonoxidvergiftung der Bewohner eines Hauses verhindern können, wenn die Leiterin eines Gesundheitsamtes Kohlenmonoxid als „beruhigend“ bezeichnet und Mutmaßungen anstellt, um welches Gas es sich handeln könnte, anstatt angemessen und fachkundig zu handeln.


London unter schwarz-braunem Rauch: Aufnahme von Sonntag, 11.12.2005 des Medium Resolution Imaging Spectrometer (Meris) an Bord des Esa-Satelliten Envisat.

Der Meteorologe Jeremy Plaster sagte, der Wind treibe die Wolke über den Ärmelanal Richtung Frankreich. Sie werde sich schnell auflösen. Mit dieser Ansicht aber ist er allein.


Webcam-Bild aus Paris vom 12.12.2005 – 10 Uhr

Industrie-Emissionen der Sechziger und Siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts, die von der Schwermetall- und Chemieindustrie im Ruhrgebiet stammten, lösten sich nicht auf und wurden bis nach Südschweden getragen, wo dadurch die Seen versauerten. Man sollte damit rechnen, dass Russ, Rauchgase (die eigentlich immer giftig sind) und vor allem das bei der Verbrennung enstandene Dioxin, breit gestreut ins Münsterland und weiter in den Hamburger Raum getragen wird. Nach Süden hin werden Frankfurt, Stuttgart, Leipzig und Dresden „ihren“ Dreck aus der Brandkatastrophe abkriegen. So wie es gegenwärtig aussieht, könnte es Schwarzen Nieselregen in den genannten Regionen geben. Gegenwärtig, am 12.12.2005 gegen 10 Uhr, ist die Luft in der Region rund um Paris dick und voller Russpartikel.

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Der Geist von Al-Zarkawi begeht Anschläge

Elmar Getto – Jeder, der im Internet etwas auf eine Website stellt, kann unmittelbar zurückverfolgt werden, mit Adresse, Name und allem drum und dran. Würde tatsächlich eine Al Quaida existieren und im Internet Erklärungen auf eine Website stellen, könnte die entsprechende Adresse mit Hundertschaften von Polizei innerhalb von fünfzehn Minuten ausgeräuchert werden. Warum geschieht dies nicht, wenn Al-Quaida Erklärungen auf eine Website stellt? Für wie dumm halten die uns?

Da hat im Internet (!) eine angebliche Al-Quaida-Gruppe um den angeblichen irakischen Al-Quaida-Führer Al-Zarkawi die Verantwortung für die tödlichen und verbrecherischen Anschläge auf Zivilisten in Amman vergangenen Monat übernommen. Dies wird in den Medien gemeldet, zuerst noch vorsichtig. Dann, am folgenden Tag, steht schon fest, daß Al-Zarkawi hinter den Anschlägen steckt. Für wie dumm halten die uns?

Wie auch schon im Fall der Londoner Anschläge, bei denen ebenfalls eine Al-Quaida-Gruppe die Verantwortung übernommen haben sollte, wurde die Person dieser Website nicht im mindesten behelligt. Kann mal jemand dafür eine Erklärung geben? Damals war die Website bei einem Server in Texas beheimatet. Diesmal meldete man vorsichtshalber gleich gar nicht, auf welcher Site die Selbstanklage erschienen sei.

Es ist noch keine drei Monate her, als Premier Blair im US-Fernsehen erklärte, Al Quaida sei keine Gruppe, sondern ein Anschlagschema. Haben die Medien das vergessen? Erwarten sie, wir hätten das auch schon vergessen? Wie kann ein Anschlagschema eine Erklärung im Internet abgeben? Oder behauptet man, Blair sei ein Lügner? Kann das mal jemand erklären?

Wie kann jemand der Führer eines Anschlagschemas im Irak sein? Bitte? Für wie dumm halten die uns?

Aber unsere phantastischen Mainstream-Medien melden: „…der Jordanier Al Zarkawi, Führer der Al Quaida im Irak…“

Da wurden vor gar nicht langer Zeit zwei britische Geheimdienst-Männer in Basra im Irak ertappt, als sie ein ganzes Auto bis zum Stehkragen voll mit Sprengstoff und höchstkomplizierten Zeit- und Fernzündern zum Markt im Zentrum der Stadt fuhren.

Aufgrund von Zeugenaussagen von Personen, die nicht das geringste Interesse haben konnten, die Besatzer im Irak anzuklagen, wurde einwandfrei belegt, daß zumindest dieser eine der Sprengstoffanschläge mit Autos gegen schiitische Zivilpersonen von einem britischen Geheimdienst verübt worden wäre, wenn sie nicht daran gehindert worden wären. Es ist also extrem wahrscheinlich, daß auch die anderen Anschläge gegen schiitische Zivilisten von westlichen Stasi-Diensten durchgeführt werden, die ja eine bekannte Historie in diesen Dingen haben.

Genau dies hatten auch die Widerstandskämpfer im Irak immer gesagt, seit die ersten Anschläge auf Zivilisten begannen, was aber immer als Propaganda abgetan worden war. Die „Koalition der Willigen“ wolle unbedingt den Bürgerkreig zwischen Sunniten und Schiiten provozieren, den sie schon so lange voraussagt.

Aber westliche Regierungen, also die Chefs dieser Stasi-Dienste, bestehen weiterhin darauf, daß diese Anschläge von irakischen Al-Quaida-Gruppen unter Al-Zarkawi verübt würden. Und die Medien fressen das!

Es ist offensichtlich, daß jene Erklärungen im Internet auch von westlichen Stasi-Diensten stammen, sonst hätte man die Betreiber jener Websites natürlich zur Verantwortung gezogen – erst recht, wenn der Server in Texas beheimatet ist. Von ihnen hätte man zu den Personen gelangen können, die jene Erklärungen übergeben hätten und von diesen zu Al Zarkawi. Nur braucht man das ja nicht, den man hat ihn ja selbst erfunden.

Unter diesen Umständen gewinnt auch die Meldung der Al-Jazeera an Glaubwürdigkeit, daß der wirkliche Al-Zarkawi beim Nato-Überfall auf Afghanistan umgekommen ist. Man berichtete sogar von Interviews mit Personen, die auf der Beerdigung waren. Auch das war bisher als Propaganda abgetan worden.

Aber der wirkliche Al-Zarkawi, wenn er denn wirklich im Irak tätig wäre, würde natürlich ein Video an Al-Jazeera schicken mit der Erklärung, nicht für diese Anschläge verantwortlich zu sein. Da dies nicht stattfindet, muß man davon ausgehen, daß die Stasi-Dienste wissen, daß er tot ist.

Wir werden also wirklich nur ver….scht.

Das ist zwar noch kein Beweis, daß auch die Anschläge von Amman auf das Konto westlicher Stasi-Dienste gehen, aber alle Indizien weisen bis jetzt auf sie hin. Sie haben sich jetzt zu erklären, um sich von dieser Anklage zu befreien.

Theoretisch ist es denkbar, daß der Anschlag wirklich von arabischen islamistischen Rechtsextremisten begangen wurde, aber warum kommt keine Erklärung von ihnen dazu? Die im Internet kann nicht echt gewesen sein und islamistische Extremisten haben es an sich, mit ihren Anschlägen zu prahlen. Wo sind ihre Erklärungen?

Und die Mainstream-Medien tun so, als merkten sie diese offensichtlichen Dinge nicht. Die müssen uns wirklich für völlig idiotisch halten!