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Bush: „Ich führe die Terroristen der Gerechtigkeit zu“

Elmar Getto – Vor drei und einhalb Jahren, nicht lange nach dem Höhepunkt der Hysterie um die Anschläge des 11. September, ging eine Nachricht um die Welt, die Aufsehen erregte: Die US-Polizei hatte am Chicagoer Flughafen einen US-Bürger dingfest gemacht, der nach Erkenntnissen von US-Diensten eingereist war, um ein weiteres großes Attentat im Auftrag der Al Quaida gegen friedliche US-Bürger zu begehen: José Padilla. Er hätte eine „schmutzige Bombe“ zur Verfügung gehabt und die zünden wollen.

Unter „schmutziger Bombe“ versteht man eine konventionelle Bombe, die mit radioaktivem Material umgeben ist, so daß sie Radioaktivität in weitem Umkreis verstreut und damit die Menschen in der Nähe zu einem langsamen und qualvollen Tod, dem Tod durch eine Überdosis Radioaktivität, verurteilt.

Die US-Regierung verkündete, daß der hochgefährliche Mann in ein Gefängnis der US-Marine gebracht worden war und unter strengster Bewachung stünde. Diese Gefangennahme wurde als wichtigstes Argument angeführt, warum die vermutlichen Al-Quaida-Mitglieder in „Sondervernehmungen“ (jeder weiß heute, was damit gemeint ist) genommen werden müßten, denn dieses Vorhaben sei von einem führenden Al-Quaida-Mitglied unter „Sonderbehandlung“ herausgekommen, wodurch sich diese bereits als richtig und notwendig erwiesen hätte.

Nun war klar, daß auch dieser Herr Padilla einer solchen freundlichen Spezialbehandlung unterzogen würde und man bald die schmutzige Bombe finden und der Öffentlichkeit präsentieren würde. Wäre dies wirklich geschehen, hätte Präsident Bush wahrscheinlich heute noch eine 70-%-Mehrheit der US-Amerikaner hinter seiner Folter-Politik. Doch, wie jeder weiß, wurde niemals eine „schmutzige Bombe“ präsentiert. Sie war das gleiche wie die Massenvernichtungswaffen im Irak: Es gab sie einfach nicht.

Folter ist nicht gleich Wahrheit
Sie war nur ein weiterer Beweis, daß Folter das angebliche Ziel nie erreicht: Ein gefolterter wird nie die Wahrheit sagen, sondern das, was die Folterer hören wollen, was sie dem Gefolterten in den Mund legen oder was er glaubt, daß sie bewegen könnte, die Folter einzustellen. Man kann mit Folter keine bevorstehenden Anschläge verhindern.

Inzwischen hat auch das Oberste US-Gericht gemerkt, daß der naive Glaube, man brauche die „feindlichen Kämpfer“ nur lange genug zu foltern, dann werde man die Wahrheit herausfinden, auch heute nicht funktioniert, so wie sie nie funktioniert hat in der langen Geschichte menschlicher Justiz, die eine fast ebensolange Geschichte der Folter ist. Man hat der US-Regierung deutlich gemacht, daß im Fall Padilla nun endlich etwas auf den Tisch kommen muß, sonst würde man die Freilassung des angeblichen gefährlichen Terroristen anordnen.

Terrorjustiz
Nun hat der US-Generalstaatsanwalt klein beigegeben. Er hat – und dies genau war ja den Terrorverdächtigen in den USA bisher immer verweigert worden – die Anklage erhoben. Doch siehe da, Padilla ist überhaupt nicht mehr angeklagt, einen Sprengstoffanschlag vorbereitet zu haben, geschweige denn eine „schmutzige Bombe“, er wird lediglich der „Unterstützung einer terroristischen Vereinigung“ beschuldigt.

Nun, das kennen wir zur Genüge hier in Deutschland. Das ist die Anklage, wenn man keinerlei Beweise in der Hand hat, den Betreffenden aber trotzdem nicht ungeschoren davonkommen lassen will. Oder – in anderen Worten: Terrorjustiz.

In Deutschland war genau dies bei den Prozessen gegen Motassedegh und Mzoudi geschehen. Zunächst hatte man nicht die geringste Verbindung der Angeklagten mit irgendwelchen Befehlsstellen in Berghöhlen in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion aufzeigen können, dies nicht einmal versucht.

Als zweites ging der Richter einfach davon aus, daß die offizielle Version der US-Regierung und des US-Senats über die Vorgänge, die zum 11. September 2001 führten, richtig und bewiesen seien, obwohl sie das nicht sind und dies leicht nachzuprüfen gewesen wäre.

Schließlich konnte man beiden auch nichts bezüglich einer Mitwisserschaft bei der Vorbereitung dieser Anschläge nachweisen. Statt nun den Prozeß einzustellen, wurden sie aufgrund von „Hinweisen“ der „Unterstützung einer terroristischen Vereinigung“ angeklagt. Vor jedem objektiven Gericht hätte so eine Anklage mit dem vorliegenden „Beweisen“ nicht einmal zur Eröffnung des Verfahrens ausgereicht, aber in Deutschland ist es eben Tradition, ‚staatstreu’ zu urteilen, also gab es einen Prozeß und eine Verurteilung.

Etwas ähnliches, so muß man befürchten, wird jetzt Padilla in den USA passieren.

Newspeak: Nicht Folter
Padilla war nicht nur das wichtigste Argument für die Freigabe der Folter, die dann später zur „Nicht-Folter“ umgedeutet wurde, sondern auch eine wesentliche Begründung, warum man Terrorverdächtige ohne Verfahren unbegrenzt festhalten müsse. Da man in seinem Fall nur die Aussage eines vermutlichen Al-Quaida-Manns hatte, so wurde argumentiert, daß es eine geraume Zeit dauern würde, bis man genügend gerichtsverwertbares Beweismaterial gegen ihn gesammelt hätte und man könne ihn unmöglich währenddessen in Freiheit und seinen Anschlag durchführen lassen.

Das erschien im ersten Moment sogar einleuchtend. Nun aber, nachdem sich herausgestellt hat, daß er offenbar nie einen Anschlag vorbereitet hatte, dreht sich das Argument gegen die Argumentierenden.

Selbst die New York Times, einst ein „liberales“ Blatt, nach dem 11. September 2001 zu einem „Regierungs-Nachbet-Blatt“ mutiert, mußte in einem ‚Editorial’ vom 23.11.2005 zugeben:

„If he was only an inept fellow traveler in the terrorist community, he is excellent proof that the government is fallible and needs the normal checks of the judicial system. And, of course, if he is innocent, he was the victim of a terrible injustice.“

„Wenn er lediglich ein unwichtiger Reisebegleiter in der Terroristen-Szene war, so ist er ein ausgezeichneter Beweis, daß Regierungen sich täuschen können und die normalen Überprüfungen des juristischen Systems brauchen. Und, natürlich, wenn er unschuldig ist, so war er das Opfer einer fürchterlichen Ungerechtigkeit.“

Der Artikel in der New York Times schließt:

The same is true of the hundreds of other men held at Guantánamo Bay and in the C.I.A.’s secret prisons. This is hardly what Americans have had in mind hearing Mr. Bush’s constant assurances since Sept. 11, 2001, that he will bring terrorists to justice.“

„Das gleiche gilt für Hunderte von anderen Männern, die in Guantánamo Bay und in den geheimen CIA-Gefängnissen festgehalten werden. Dies ist wohl kaum, was die Amerikaner darunter verstanden, wenn sie Herrn Bushs wiederholte Versicherungen hörten, er führe die Terroristen der Gerechtigkeit zu.“

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Flugpassagier in Miami erschossen

Auf dem Flughafen von Miami haben bewaffnete US-Flugbegleiter einen Passagier erschossen. Er soll behauptet haben, eine Bombe mit sich zu führen. Bislang wurde jedoch kein Sprengstoff gefunden.

Bei einem dramatischen Zwischenfall auf dem Flughafen von Miami haben bewaffnete Flugbegleiter einen Passagier erschossen. Der 44-jährige US-Bürger war verdächtigt worden, eine Bombe bei sich zu haben. Sprengstoff wurde später keiner gefunden. Der Mann habe an Bord eines Passagierflugzeugs gesagt, er trage eine Bombe bei sich. Dies sagte James Bauerm, Chef der örtlichen Einheit bewaffneter Flugbegleiter, der so genannten «Sky Marshals».
Der Mann sei von den «Sky Marshals» gestellt worden, haben deren Anweisungen aber nicht Folge geleistet und sei geflohen. Daraufhin hätten die Beamten geschossen. Es sei jedoch kein Sprengstoff gefunden worden, als Spezialisten anschliessend das Gepäck des Mannes kontrolliert sprengten.

Kein terroristischer Hintergrund
Es gebe keine Verbindung des Falls zu einem terroristischen Hintergrund oder anderen Ereignissen, sagte Bauer. Der Mann sei in Miami offenbar in Begleitung seiner Frau in das Flugzeug der American Airlines gestiegen. Als er an Bord war, habe er behauptet, er trage eine Bombe bei sich.

Die «Sky Marshals» hätten sich daraufhin zu erkennen gegeben, der Mann habe Anweisungen aber ignoriert. Stattdessen floh er aus der Maschine und wollte über den Verbindungsgang in den Flughafen gelangen, wie eine Sprecherin des Ministeriums für innere Sicherheit sagte. Dabei habe es ausgesehen, als wollte er in sein Gepäck greifen. Die «Sky Marshals» hätten «geeignete Massnahmen» ergriffen und mehrmals geschossen.

Depressiver ohne Medikamente?
Anschliessend umstellten Polizei und Spezialkräfte das Flugzeug. Die Passagiere kamen mit erhobenen Händen aus der Maschine, wie es von den Sicherheitskräften angeordnet worden war. Spürhunde suchten das Gepäck der insgesamt 144 Passagiere nach Sprengstoff ab. Die Maschine hätte von Miami aus in das ebenfalls im US-Bundesstaat Florida gelegene Orlando fliegen sollen. Der Getötete soll Medienberichten zufolge aus der Nähe von Orlando stammen.
Die Behörden konnten nicht bestätigen, ob der Getötete unter Depressionen litt, wie es der Bericht einer Augenzeugin nahe gelegt hatte. Eine Flugreisende hatte gesagt, sie habe gehört, wie eine andere Frau hinter dem Mann hergelaufen sei und ihn als ihren Ehemann bezeichnet habe. Er leide an Depressionen und habe seine Medikamente nicht bekommen, rief die hysterisch wirkende Ehefrau demnach.

Tausende von «Sky Marshals»
Es ist der erste Fall, in dem bewaffnete US-Flugbegleiter einen Menschen erschossen haben. «Sky Marshals» werden in den USA seit einer Entführungswelle in den 70er Jahren eingesetzt. Waren es vor den Anschlägen des 11. September 2001 nach offiziellen Angaben nur 33 solcher bewaffneter Flugbegleiter, soll ihre Zahl heute in die Tausende reichen. Genaue Zahlen werden jedoch nicht veröffentlicht.

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Die Namen der Geistergefangenen

Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch hat die Namen von 26 „Geistergefangenen“ veröffentlicht. Sie sollen von den USA in geheimen Gefängnissen ausser Landes festgehalten werden.

In der am Mittwoch in New York veröffentlichten Liste waren unter anderem der mutmassliche Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, und der der Mitwisserschaft beschuldigte Ramzi Binalshib genannt.

Die Namensliste sei nicht vollständig, erklärte die Organisation. Es gebe vermutlich viel mehr Häftlinge, zu denen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz keinen Zugang habe und die ohne alle Rechte festgehalten würden.

Die Gefangenen stünden unter dem Verdacht, in die Anschläge vom 11. September 2001, auf die Botschaften in Kenia und Tansania 1998 oder auf Bali 2002 verwickelt zu sein, erklärte Human Rights Watch. Sie würden isoliert und unbefristet gefangen gehalten.

Nach Angaben von US-Regierungsbeamten, die ihre Namen nicht in der Öffentlichkeit sehen wollten, wurden einige der Häftlinge gefoltert.

1. Ibn Al-Shaykh al-Libi
Reportedly arrested on November 11, 2001, Pakistan.
Libyan, suspected commander at al-Qaeda training camp.
Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

2. Abu Faisal
Reportedly arrested on December 12, 2001
Nationality unknown. See next entry.

3. Abdul Aziz
Reportedly arrested on December 14, 2001
Nationality unknown. In early January 2001, Kenton Keith, a spokesman at the U.S. Embassy in Islamabad, produced a chart with the names of senior al-Qaeda members listed as killed in action, detained, or on the run. Faisal and Aziz were listed as detained on Dec. 12 and 14, 2001. See: Andrea Stone, “Path to bin Laden may lie behind bars; US interrogates al-Qaeda, Taliban prisoners in hope of nailing down war on terror’s prime targets,” USA Today, January 8, 2002; Bradley Graham and Walter Pincus, “Al-Qaeda Trainer in U.S. Hands,” The Washington Post, January 5, 2002.

4. Abu Zubaydah (also known as Zain al-Abidin Muhahhad Husain)
Reportedly arrested in March 2002, Faisalabad, Pakistan.
Palestinian (born in Saudi Arabia), suspected senior al-Qaeda operational planner. Listed as captured in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

5. Abdul Rahim al-Sharqawi (aka Riyadh the facilitator)
Reportedly arrested in January 2002 Possibly Yemeni, suspected al-Qaeda member (possibly transferred to Guantanamo). Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch (see note 27).

6. Abd al-Hadi al-Iraqi
Reportedly arrested in January 2002 Nationality unknown, presumably Iraqi, suspected commander of al-Qaeda training camp. U.S. officials told Associated Press on January 8, 2002 and March 30, 2002, of al-Iraqi’s capture. See e.g., “Raid May Have Nabbed Bin Laden Lieutenant,” Associated Press, March 30, 2002. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

7. Muhammed al-Darbi
Reportedly arrested in August 2002 Yemeni,
suspected al-Qaeda member. The Washington Post reported on October 18, 2002: “U.S. officials learned from interviews with Muhammad Darbi, an al Qaeda member captured in Yemen in August, that a Yemen cell was planning an attack on a Western oil tanker, sources said.” On December 26, 2002, citing “U.S. intelligence and national security officials,” the Washington Post reports that al-Darbi, as well as Ramzi Binalshibh [see below], Omar al-Faruq [reportedly escaped from U.S. custody in July 2005], and Abd al-Rahim al-Nashiri [see below] all “remain under CIA control.”

8. Ramzi bin al-Shibh
Reportedly arrested on September 13, 2002
Yemeni, suspected al-Qaeda conspirator in Sept. 11 attacks (former roommate of one of the hijackers). Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

9. Abd al-Rahim al-Nashiri (or Abdulrahim Mohammad Abda al-Nasheri, aka Abu Bilal al-Makki or Mullah Ahmad Belal)
Reportedly arrested in November 2002, United Arab Emirates.
Saudi or Yemeni, suspected al-Qaeda chief of operations in the Persian Gulf, and suspected planner of the USS Cole bombing, and attack on the French oil tanker, Limburg. Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

10. Mohammed Omar Abdel-Rahman (aka Asadullah)
Reportedly arrested in February 2003, Quetta, Pakistan.
Egyptian, son of the Sheikh Omar Abdel-Rahman, who was convicted in the United States of involvement in terrorist plots in New York. See Agence France Presse, March 4, 2003: “Pakistani and US agents captured the son of blind Egyptian cleric Omar Abdel Rahman. . . a US official said Tuesday. Muhamad Abdel Rahman was arrested in Quetta, Pakistan, the official said, speaking on condition of anonymity.” David Johnston, New York Times, March 4, 2003: “On Feb. 13, when Pakistani authorities raided an apartment in Quetta, they got the break they needed. They had hoped to find Mr. [Khalid Sheikh] Mohammed, but he had fled the apartment, eluding the authorities, as he had on numerous occasions. Instead, they found and arrested Muhammad Abdel Rahman, a son of Sheik Omar Abdel Rahman, the blind Egyptian cleric. . .”

11. Mustafa al-Hawsawi (aka al-Hisawi)
Reportedly arrested on March 1, 2003 (together with Khalid Sheikh Mohammad), Pakistan.
Saudi, suspected al-Qaeda financier. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

12. Khalid Sheikh Mohammed
Reportedly arrested on March 1, 2003, Rawalpindi, Pakistan.
Kuwaiti (Pakistani parents), suspected al-Qaeda, alleged to have “masterminded” Sept. 11 attacks, killing of Daniel Pearl, and USS Cole attack in 2000. Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

13. Majid Khan
Reportedly arrested on March-April 2003, Pakistan.
Pakistani, alleged link to Khalid Sheikh Mohammad, alleged involvement in plot to blow up gas stations in the United States. Details about Khan’s arrest were revealed in several media reports, especially in Newsweek: Evan Thomas, “Al Qaeda in America: The Enemy Within,” Newsweek, June 23, 2003. U.S. prosecutors provided evidence that Majid Khan was in U.S. custody during the trial of 24-year-old Uzair Paracha, who was convicted in November 2005 of conspiracy charges, and of providing material support to terrorist organizations.

14. Yassir al-Jazeeri (aka al-Jaziri)
Reportedly arrested on March 15, 2003, Pakistan.
Possibly Moroccan, Algerian, or Palestinian, suspected al-Qaeda member, linked to Khalid Sheikh Mohammed. Details of arrest reported: Alex Spillius, “FBI Questions al-Qaeda Man in Pakistan,” Daily Telegraph, March 17, 2003; Paul Haven, “Al-Qaida suspect begins cooperating with authorities, Pakistani security officials say,” Associated Press, March 17, 2003.

15. Ali Abdul Aziz Ali (aka Ammar al Baluchi)
Reportedly arrested on April 29, 2003, Karachi, Pakistan.
A Pakistani, he is alleged to have funneled money to September 11 hijackers, and alleged to have been involved with the Jakarta Marriot bombing and in handling Jose Padilla’s travel to the United States. U.S. Judge Sidney Stein ruled that defense attorneys for Uzair Paracha could introduce statements Baluchi made to U.S. interrogators, proving that he was in U.S. custody. Former Deputy Attorney General James Comey also mentioned Baluchi during remarks to the media about the case of Jose Padilla on June 1, 2004

16. Waleed Mohammed bin Attash (aka Tawfiq bin Attash or Tawfiq Attash Khallad)
Reportedly arrested on April 29, 2003, Karachi, Pakistan.
Saudi (of Yemeni descent), suspected of involvement in the bombing of the USS Cole in 2000, and the Sept. 11 attacks. See Afzal Nadeem, “Pakistan Arrests Six Terror Suspects, including Planner of Sept. 11 and USS Cole Bombing,” Associated Press, April 30, 2003. His brother, Hassan Bin Attash, is currently held in Guantanamo. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch. President Bush described his arrest as a “major, significant find” in the war against terrorism: “He’s a killer. He was one of the top al-Qaeda operatives. . . . He was right below Khalid Shaikh Mohammad on the organizational chart of al-Qaeda. He is one less person that people who love freedom have to worry about.” David Ensor and Syed Mohsin Naqvi, “Bush Hails Capture of Top al Qaeda Operative,” CNN.com, May 1, 2003.

17. Adil al-Jazeeri
Reportedly arrested on June 17, 2003 outside Peshawar, Pakistan.
Algerian, suspected al-Qaeda and longtime resident of Afghanistan, alleged “leading member” and “longtime aide to bin Laden.” (Possibly transferred to Guantanamo.) Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

18. Hambali (aka Riduan Isamuddin)
Reportedly arrested on August 11, 2003, Thailand.
Indonesian, involved in Jemaah Islamiyah and al-Qaeda, alleged involvement in organizing and financing the Bali nightclub bombings, the Jakarta Marriot Hotel bombing, and preparations for the September 11 attacks. Listed in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website. Previously listed as “disappeared” by Human Rights Watch.

19. Mohamad Nazir bin Lep (aka Lillie, or Li-Li)
Reportedly arrested in August 2003, Bangkok, Thailand.
Malaysian, alleged link to Hambali. See next entry.

20. Mohamad Farik Amin (aka Zubair)
Reportedly arrested in June 2003, Thailand.
Malaysian, alleged link to Hambali. For more information on the arrest of Mohammad Farik Amin and Mohamad Nazir bin Lep, see: Kimina Lyall, “Hambali Talks Under Grilling—Slaughter of Innocents,” The Australian, August 21, 2003; Kimina Lyall, “Hambali Moved JI Front Line to Bangladesh, Pakistan,” The Weekend Australian, September 27, 2003; Simon Elegant and Andrew Perrin, “Asia’s Terror Threat,” Time Asia Magazine, October 6, 2003; Simon Elegant, “The Terrorist Talks,” Time, October 13, 2003.

21. Tariq Mahmood
Reportedly arrested in October 2003, Islamabad, Pakistan.
Dual British and Pakistani nationality, alleged to have ties to al-Qaeda. See “Pakistan grills detained British al-Qaeda suspect,” Agence-France Presse, November 10, 2005; Sean O’Neill, “Five still held without help or hope; Guantanamo,” The Times, January 12, 2005.

22. Hassan Ghul
Reportedly arrested on January 23, 2004, in Kurdish highlands, Iraq.
Pakistani, alleged to be Zarqawi’s courier to bin Laden; alleged ties to Khalid Sheikh Mohammad. President Bush described Hassan Ghul’s arrest on January 26, 2004, in comments to the press, Little Rock, Arkansas: “Just last week we made further progress in making America more secure when a fellow named Hassan Ghul was captured in Iraq. Hassan Ghul reported directly to Khalid Sheik Mohammad, who was the mastermind of the September 11 attacks. . . . He was captured in Iraq, where he was helping al Qaeda to put pressure on our troops.”

23. Musaad Aruchi (aka Musab al-Baluchi, al-Balochi, al-Baloshi)
Reportedly arrested in Karachi on June 12, 2004, in a “CIA-supervised operation.”
Presumably Pakistani. Pakistani intelligence officials told journalists Aruchi was held by Pakistani authorities at an airbase for three days, before being handed over to the U.S., and then flown in an unmarked CIA plane to an undisclosed location. Anwar Iqbal, “Pakistan Hands Over 1998 Bomber to US,” United Press International, August 3, 2004. See also, reports cited in next entry, and Zahid Hussain, “Pakistan Intensifies Effort Against al Qaeda,” The Asian Wall Street Journal, August 5, 2004; Bill Powell, “Target: America,” Time Magazine, August 16, 2004, Vol. 164, Issue 7; “Pakistani Aides: Al-Qaida Arrest in June Opened Leads,” Dow Jones International News, August 3, 2004; “CIA-supervised arrest in Pak opened valuable leads: Report,” The Press Trust of India, August 3, 2004.

24. Mohammed Naeem Noor Khan (aka Abu Talaha)
Reportedly arrested on July 13, 2004, Pakistan.
Pakistani, computer engineer, was held by Pakistani authorities, and likely transferred to U.S. custody. (Possibly in joint U.S.-Pakistani custody.) See Douglas Jehl and David Rohde, “Captured Qaeda Figure Led Way To Information Behind Warning,” New York Times, August 2, 2004. Kamran Khan, “Al Qaeda Arrest In June Opened Valuable Leads,” Washington Post, August 3, 2004; Kamran Khan and Dana Priest, “Pakistan Pressures Al Qaeda; Military Operation Results In Terror Alert and Arrests,” Washington Post, August 5, 2004; “Pakistan questioning almost 20 Al-Qaeda suspects,” Agence-France Presse, August 5, 2005; Robert Block and Gary Fields, “Al Qaeda’s Data on U.S. Targets Aren’t New: Surveillance of Listed Sites In Eastern Cities Took Place Over Time, Perhaps Years,” The Asian Wall Street Journal, August 7, 2004; Adrian Levy and Cathy Scott-Clark, “One Huge U.S. Jail,” The Guardian, March 19, 2005.

25. Ahmed Khalfan Ghailani
Reportedly arrested on July 24, 2004, Pakistan
Tanzanian, reportedly indicted in the United States for 1998 embassy bombings. U.S. and Pakistani intelligence officials told UPI that Ghailani was transferred to “CIA custody” in early August. See Anwar Iqbal, “Pakistan Hands Over 1998 Bomber to US,” United Press International, August 3, 2004. Pakistani security officials told AFP and Reuters in January 2005, that Ghailani was handed over to the United States “several months ago.” See e.g., “Pakistan hands Tanzanian Al-Qaeda bombing suspect to US,” Agence France Presse, January 25, 2005. Listed as captured in “George W. Bush: Record of Achievement, Waging and Winning the War on Terror,” available on the White House website.

26. Abu Faraj al-Libi
Reportedly arrested on May 4, 2005, North Western Frontier Province, Pakistan.
Libyan, suspected al-Qaeda leader of operations, alleged mastermind of two assassination attempts on Musharraf. Col. James Yonts, a U.S. military spokesman in Afghanistan, “said in an email to The Associated Press that al-Libbi was taken directly from Pakistan to the U.S. and was not brought to Afghanistan.”

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Achmed Huber, The Avalon Gemeinschaft, and the Swiss „New Right“

Kevin Coogan – Achmed Huber is not only a devout Muslim and supporter of political Islam; he also a leading member of the avowedly pagan Swiss-based Avalon Gemeinschaft („Avalon Society“ also known as the Avalon Kreis or Avalon Circle). Avalon’s estimated 150 members include aging Swiss SS volunteers, youthful far right fanatics, and died-in-the wool Holocaust deniers. Each summer solstice this motley mélange of characters journeys deep into the Swiss woods to ritually worship the pre-Christian Celtic gods of ancient Europe. They then spend the rest of the year bemoaning the Enlightenment and denying the Holocaust.

Although Huber is one of Avalon’s leading members, he was not involved in founding the group. Avalon began as a curious mixture of Old Right and New Right currents that reflected its founding members involvement in a far right youth group known as the Wiking-Jugend Schweiz (WJS) as well as their later rejection of cadre-based politics for the creation of Avalon as a self-proclaimed elite society. Besides being steeped in mystical imagery, Avalon’s founders also embraced „New Right“ jargon most frequently associated with the French theorist Alain de Benoist, his Paris-based think-tank, GRECE (the Groupement de Recherche et d’Etudes pour la Civilisation Européene), and GRECE’s German counterpart, Pierre Krebs‚ Thule Seminar.

Avalon’s origins begin in the end of 1986 with the formation of the WJS by two young far rightists, Roger Wüthrich and Andreas Lorenz. After Wüthrich and Lorenz returned from a winter camp in Germany sponsored by the Wiking-Jugend Deutschland (WJD), they were granted permission by the WJD to form a Swiss branch of the organization. The WJS was formally launched in April 1987 and began publishing a paper, Nordwind, that specifically targeted Swiss youth. As WJS propaganda put it, „Have you had enough of degenerate art, jungle music, environmental destruction, immorality, and Coca-Cola culture? Then come to us! Work with us for a better worthwhile future. Travel, camps, sports, adventure, comradeship and love of our home belong to our program. Hard work, discipline, good manners, courage, and honor are things that for us again have meaning. The zero (Null) bloc of youth is already shuffling off to its decline with a Walkman in its ears and hamburgers on its brains. Not us! Join us! Viking Youth! That is the youth movement faithful to the people of Switzerland.“

In the summer of 1988 the WJS, with help from the WJD, organized a summer camp in Seelisberg, Switzerland. Participants were told that they would learn things like folk dancing, old German letters, and sports like boxing. The WJS promised all who signed up the experience of „forced marches in ankle deep mud“ until the „dead tired“ finally reached their goal „filthy, soaked with sweat, with a banner in hand, and a proud smile on [their] face.“ The forced marches were a necessary camp experience, Nordwind explained, because „in the all masculine cultural circles to which we belong, discipline and morals are the keystone of our view of life.“

Alas, few Swiss youth seemed willing to part with their blue jeans and Coke cans for folk dance lessons and forced marches. In February 1991, at the WJS‚s fourth convention in Worblaufen, Switzerland, the group voted to dissolve itself. Along with its failure to recruit youth cadres, the WJS was equally concerned about possible adverse publicity. Just a month earlier, a Swiss far rightist named Robert Burkhard – president of the Nationalrevolutionären Partei der Schweiz (NPS) – had been arrested for a hand grenade attack on a journalist in Winterthurer, Switzerland. After the police discovered WJS material inside Burkhard‚s apartment, the WJS feared that it too might now come under scrutiny by the Swiss authorities. Equally troubling was the development of ideological dissent inside the WJS itself. The Aargau Canton branch, for example, openly broke with the WJS‚s leadership and embraced a „national revolutionary direction“ complete with open overtures to the Swiss Left. Roger Wüthrich, the WJS‚s co-founder, was particularly appalled by this move because he considered National Bolshevism a political dead end, particularly given the fall of Communism.

The Birth of the Avalon Gemeinschaft
Following the official dissolution of the WJS, Wüthrich and another rightist named Andreas Grossweiler decided to build a new elite cadre organization, the Avalon Gemeinschaft. They structured their new group on the New Right model espoused by de Benoist and GRECE in France and by Pierre Krebs and the Thule Seminar in Germany.

Wüthrich and Grossweiler‚s turn from a failed cadre-based political activist model to a self-proclaimed elite structure did not occur out of the blue. The formation of the Avalon Gemeinschaft came after the Swiss far right had learned about French and German „New Right“ theory, which primarily occurred through the activity of a young Geneva-based rightist named Pascal Junod. In 1983 Junod first established the Centre national de la pensée européene with former members of the New European Order (NEO) backed student group, the Nouvel ordre social, to help popularize New Right ideas in Switzerland. One year later, Junod next established another Geneva-based organization, the Cercle Proudhon, in 1984. Junod also helped organize the Swiss branch of the Thule Seminar while he also served as the Swiss correspondent for GRECE’s journal, Nouvelle école.

In his book Strategie der kulturellen Revolution, Pierre Krebs, head of the Thule Seminar, gives a useful overview of New Right thinking when he embraces the theory of „intellectual hegemony“ taken from the Italian Marxist Antonio Gramsci and „detourned“ by the New Right. Krebs also articulated New Right themes when he attacked the „principle of equality“ and instead demanded a „War against Egalitarianism and Rootlessness: For Originality and Identity! Against Americanism and Collectivism: For Culture and Organic Humanism! Race is Class! For a Heterogeneous World of Homogeneous Peoples! Vive la difference!“

Starting in 1987, members of the Swiss branch of the Thule Seminar took part in a pagan gathering around the Celtic holiday Lugnasad, along with a delegation from the WJS and various neo-Nazis from across Europe. In 1988 the Swiss branch of the Thule Seminar, along with the Circle Proudhon, organized seemingly scholarly-sounding talks on topics like „The History of the Templers and „The Heritage of the Indo-Europeans“ on the grounds of Geneva University.

Although lacking the scholarly chops of a de Benoist or a Krebs, Avalon’s founders were quick to proclaim their own elite status as well as their embrace of pagan ideas. Grossweiler, for example, said that Avalon’s members „consider ourselves as an intellectual/spiritual elite and know that our ideas are incomprehensible to simple people.“ Avalon’s emergence also came wrapped in a heavy dose of Celtic mysticism. One Avalon tract began, Avalon – white mist covered island in an icy sea. Avalon, land of inner rest and the confident, holy land of the Celts. Avalon, original homeland and secure pole of our European culture. The land of King Arthur gives our society its name. Many of our way and beliefs shall find the power in the circle to resist the time of the wolf (the destruction of value). This is our spiritual place of refuge, [the] place of the calling to mind of Europe‚s eternal values, Courage, Honor, Loyalty.

Huber and Avalon
Achmed Huber’s later emergence as a key Avalon leader no doubt reflects both his well-developed networking skills as well as his powerful contacts inside the European right. Huber’s particular association with Avalon, however, may also be due in part to Avalon’s New Right trappings. New Rightists are almost by definition extremely anti-American, and many look favorably on collaboration with the Islamic world. In traditional Islam they see a culture that has resisted the siren song of the Enlightenment. GRECE leader Alain de Benoist (who has visited both Iran and Libya) also regularly criticizes Jean-Marie le Pen’s Front National for its harshly anti-Muslim and anti-immigrant views.

That said, Avalon appears to be a rather poor copy of the GRECE model. The New Right, it should be recalled, emerged in Paris in the late 1970s and early 1980s as a response not just to the cultural Americanization of Europe but also as a reaction by a post ’68 generation of young right-wing activists to the failed Old Right’s tedious embrace of Hitler nostalgia and crude anti-Semitism. Against this, the New Right reveled in rediscovering unorthodox theorists, particularly from the 1920s „Conservative Revolutionary“ movement in Germany; thinkers like Carl Schmidt, Moeller van den Bruck, Ernst Niekisch, and Ernst Junger. All of these men‚s ideas had either been highly marginalized or actively suppressed during the Nazi era. Under Huber and Wüthrich, however, Avalon is far more close to intellectually spurious groups like the California-based Institute for Holocaust Review than with the elite Parisian salon world of de Benoist.

Still, Huber and Wüthrich have tried to give Avalon some veneer of respectability. In March 1998, for example, on the two hundredth anniversary of his death, Huber and other Avalon members laid a wreath at the memorial to General von Erlach, who was killed by Napoleon‚s troops in 1798. Erlach’s death symbolized not just the end of Bern’s Ancien Régime and the triumph of Napoleon‚s army but the victory of the Enlightenment ideals of equality, democracy, and brotherhood associated with the French Revolution that both Avalon and the New Right so despise. By laying a wreath at Erlach’s tomb, Huber and Avalon were suggesting that they were willing to fight once more to recapture a world once thought hopelessly vanished.

Huber and Wüthrich have also portrayed Avalon in a press communiqué as a highly respectable group that sponsors gatherings dedicated to scientific and cultural themes – particularly the honoring of Europe‚s „Celtic Germanic inheritance“ – as well as to groundbreaking critical research into questions of contemporary history. Avalon’s eager embrace of Holocaust deniers, even more than its strange celebrations of the summer solstice, have stripped it of even a vague sense of legitimacy as an serious organization engaged in historical research.

Avalon functions as a kind of umbrella organization for the Holocaust denial movement in Switzerland. Under the cover name of the Studiengruppe für Geschichte (History Study Group), for example, Avalon sponsored a 1993 presentation by leading French Holocaust denier Robert Faurisson at a hotel conference room in Bern. Some 70 people, including the NEO’s Gaston-Armand Amaudruz, attended the gathering. Huber’s close friend Jürgen Graf, a leading Swiss Holocaust denier who is now living in Tehran, provided the simultaneous translation from French to German when Faurisson spoke. Robert H. Countess, an American editor of the Institute for Historical Review, also addressed an Avalon gathering in April 1995. Huber’s later participation (along with Graf and the German NPD’s Horst Mahler) in an IHR conference that was to have occurred in Beirut in the spring of 2001 can be seen as a logical extension of the kind of Holocaust denial activity that both Huber and Avalon have been involved with for years.

Finally, it seems particularly ironic that a self-proclaimed Muslim like Huber would be associated at all with any „New Right“ grouping, even with a pale parody of the New Right, as Avalon appears to be. Huber, after all, is a self-proclaimed devotee of Islam, an utterly monotheistic religion. In the New Right canon, monotheism has always been portrayed as the original sin. This has been so ever since de Benoist identified the Enlightenment‚s universalistic values as a secular extension of a monotheist worldview; namely the Judeo-Christian tradition which Islam claims to complete.

New Right theorists insist that they embrace paganism and the pagan notion of a universe of pluralistic gods precisely out of their desire to dethrone monotheistic thought structures which they see as essential to the future elimination of American „monoculture.“ That a fanatical Islamic monotheist like Huber could spend each summer solstice out in the woods worshiping Celtic gods is one more bizarre twist to his already bizarre life.

Report On Islamists, The Far Right, And Al Taqwa
Der mysteriöse Achmed Huber:
This Article first appeared at the Print Magazine HITLIST April/May 2002, Berkeley CA, USA

terror

French Magistrates Quiz bin Laden’s Half Brother

French magistrates on Tuesday questioned al-Qaeda leader Osama bin Laden’s half-brother, Yeslam bin Laden, as part of an ongoing probe into an alleged money laundering scam involving the transfer in 2000 to Pakistan of 300 million dollars from a Swiss bank account, which investigators suspect were destined to fund terrorist activities, French judicial sources said.

Yeslam, who has a Swiss passport, and who has so far not been formally charged with any offence, told public prosecutor Renaud Van Ruymbeke that he was not aware of the transfer of funds, and claimed he had not seen Osama bin Laden since 1981. The investigation began on 5 December, 1981.

Yeslam’s questioning on Tuesday followed accusations by private investigator Jean-Charles Brisard, who was engaged by the relations of victims of the 11 September 2001 attacks on the United States. The 300 million dollar transfer was allegedly made via bank draft from a Deutsche Bank account in Geneva in the name of ‚Cambridge Engineering‘ to ‚Saudi Bank Group‘, founded by Osama bin Laden’s father, according to Brisard.

French magistrates are investigating the possible involvement of the ‚Saudi Investment Company‘ headed by Yeslam. They have already requested documents and information on three firms and two Swiss banks via international rogotary – a procedure by which a court in one country may obtain from another jurisdiction material deemed relevant to an investigation.

Allah, Odin und die Schatten der Unterwelt
Report On Islamists, The Far Right, And Al Taqwa

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Israelische Armee tötet militärischen Hamas-Chef von Nablus

NABLUS – Die israelische Armee hat den militärischen Anführer der radikalislamischen Hamas von Nablus erschossen. Der 35-jährige Chef der Essedin-el-Kassam-Brigaden sei tödlich am Kopf getroffen worden.

Dies verlautete von palästinensischen Sicherheitskräften und Ärzten. Amadschad el Hinnawi hatte sich den Angaben zufolge in einem Haus in der Stadt im Westjordanland verschanzt. Die Soldaten hätten ihn dort aufgespürt und das Haus umzingelt. Bei dem Einsatz seien acht weitere Hamas-Aktivisten festgenommen worden.

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Vielen ist Bin Laden lieber als Bush

Michael Wrase – Die zur Al-Qaida gehörende Zarkawi-Terrorgruppe hat sich zu den Selbstmordanschlägen auf drei Luxushotels in der jordanischen Hauptstadt Amman bekannt. De facto herrscht im Königreich der Ausnahmezustand.

Einen Tag nach den entsetzlichen Terroranschlägen herrschte in der jordanischen Hauptstadt gestern eine gespenstische Ruhe. Die Menschen, so berichteten arabische TV-Korrespondenten, hätten Angst vor weiteren Anschlägen sowie vor den Reaktionen der jordanischen Sicherheitskräfte.

Wie in den meisten Al-Qaida-Bekennerschreiben wurden die Selbstmordattentäter als «ihre Pflicht erfüllende Löwen» gepriesen. Das Terrornetzwerk rechtfertigte die koordinierten Anschläge mit der «vom jordanischen Despoten vorgenommenen Umwandlung von Hotels in einen Hinterhof für die Feinde des Glaubens». Was die Hochzeitsgäste im Radisson Hotel, die während ihres Festes in Stücke gerissen wurden, damit zu tun haben, das erklärte Al-Qaida nicht. Zwei Selbstmordattentäter hatten sich fast zeitgleich in die Luft gesprengt. Der dritte Terrorist wurde an der Bar des Days Inn Hotels beim Hantieren mit einem Zündmechanismus beobachtet. Da die Bombe nicht sofort detonierte, verschwand der Attentäter für 15 Minuten. Nach seiner Rückkehr funktionierte die Bombe.

Geheimdienst hat versagt
Der Vorfall zeigt, dass in Jordanien zwar gut beobachtet wird, der Schutz von Hotelgästen aber offenbar nicht ausreichend gewährleistet ist. Israelische Touristen vertrauen deshalb privaten Sicherheitsdiensten. «Wegen Warnungen» hatten diese acht Stunden vor dem Anschlag eine Gruppe von Israeli aus dem «Radisson» evakuiert. Warum aber die jordanischen Sicherheitsdienste darauf nicht reagierten, konnte bislang nicht erklärt werden.

Selbstüberschätzung könnte ein Grund dafür sein. Nach Erkenntnissen von Joost Hiltermann, dem Middle-East-Direktor des Brüsseler Friedensforschungsinstitutes International Crisis Group, hat es «der jordanische Geheimdienst bislang immer geschafft, extremistische Gruppen mit eigenen Leuten zu unterwandern». Zahlreiche Anschläge hätten so verhindern werden können.

Kritische Haltung
Dennoch kommen die Anschläge für Hiltermann «keinesfalls überraschend». Die Mehrheit der Bevölkerung stehe der proamerikanischen Politik von König Abdullah «äusserst kritisch gegenüber». Die Jordanier, von denen über 70 Prozent palästinensischen Ursprungs sind, lehnten den Irak-Krieg ebenso vehement ab wie den Friedensvertrag mit Israel. Kompliziert, so Hiltermann, würde die Lage noch durch 500 000 Iraker, die Amman zu ihrer zweiten Heimat gemacht haben. Viele davon sympathisierten mit dem Widerstand im Irak, was auch für viele Jordanier gelte.

Gestützt wird Hiltermanns Analyse durch eine im Juli veröffentlichte Studie des angesehenen Pew-Institutes in Washington. Sie ergab, dass die Zustimmung für Al-Qaida in der islamischen Welt am Abnehmen ist. Positive Popularitätswerte wurden nur in den «Frontstaaten» Pakistan und Jordanien ermittelt, wo die Zustimmung für das Terrornetzwerk um 5 Prozent auf beängstigende 60 Prozent anstieg. Weiter zeigen die Umfragen, dass die interviewten Personen «weit mehr Vertrauen in Osama bin Laden als in George Bush haben».

In Jordanien gilt seit der Nacht auf gestern der Ausnahmezustand, ohne dass dies offiziell angekündigt worden wäre.

Antiterroreinheiten patrouillieren mit gepanzerten Fahrzeugen. Alle Fernstrassen wurden gesperrt und an strategischen Strassenkreuzungen Panzer postiert. Landeskenner erwarten Razzien in palästinensischen Flüchtlingslagern sowie in Sarka, der Heimatstadt des Terroristen Abu Mussab al-Zarkawi. Mit allen Mitteln, das betonen europäische Diplomaten, wolle die jordanische Polizei die «Ausweitung des Krieges im Irak auf jordanisches Territorium verhindern».

Vor zwei Monaten hatte die CIA einen Brief von Bin-Laden-Stellvertreter Ayman al-Zawahri an Zarkawi abgefangen. Darin war Zarkawi ausdrücklich aufgefordert worden, den «Krieg gegen die Ungläubigen» auf Jordanien und dem Libanon auszuweiten. Auf Schläge gegen Schiiten solle aber verzichtet werden.

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Hollywood Produzent in Amman getötet

Stephan Fuchs – Moustapha Akkad, amerikanischer Bürger und Produzent aller acht Filme des Hollywood Horror Streifens „Halloween“ wurde bei dem Attentat in Amman, Jordanien getötet. Akkad weilte mit seiner Tochter Rima Akkad Monia anlässlich einer Hochzeitsfeier in Jordanien.


Gruseln bis zum Ende

Akkad war der Direktor des 1978 produzierten Films „The Message“, von Anthony Quinn. „The Message“, war ein Film über die Geburt des Islam. Der gebürtige Libanese produzierte eine Reihe verschiedenster Filme: „Lion of the Desert“, ein Film über die libanesische Widerstandsbewegung gegen die italienischen Unterdrücker in den Jahren 1911 bis 1931. „Appointment with Fear“ aus dem Jahre 1985 war ebenfalls ein Horror Film und „Free Ride“ eine Kömödie aus dem Jahre 1986.

Mit Halloween schaffte es Akkad zu Welterfolg. Die Geschichte, der erste erschien 1978, ist relativ simpel: An Halloween ersticht der 6-jährige Michael Myers seine Schwester und deren Freund. Er wird in eine Nervenheilanstalt gesteckt, doch 15 Jahre nach der Tat gelingt ihm die Flucht. Nun kehrt er zurück und sorgt für Blut und Schrecken. John Carpenter, der US – amerikanischer Regisseur wurde dank diesem Film zum Star-Horror-Regisseur. Seither wurde eine Unmenge an Halloween Filmen gedreht. Der neuste und neunte Teil des Horrorklassikers ist für 2006 geplant.

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Palästinensischer Geheimdienst-Chef getötet

Stephan Fuchs – Unter den Toten des Anschlags auf das Hyatt-Hotel ist auch der Chef des palästinensischen Geheimdienstes.

Bei der tödlichen Anschlagsserie in der jordanischen Hauptstadt Amman ist der Chef des palästinensischen Militärgeheimdiensts ums Leben gekommen, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP. General Bashir Nafeh hat sich im Hotel Hyatt aufgehalten, als ein Selbstmordattentäter die Explosion auslöste. Bei den offenbar koordinierten Explosionen sind am Vorabend über 60 Menschen getötet und 110 weitere verletzt worden.

Das Bekennerschreiben zu den Amman-Anschlägen wurde auf einer häufig von der El-Kaida genutzten Internetseite veröffentlicht. Seine Echtheit konnte zunächst nicht geklärt werden. Für die Angriffe sollen einige Hotels ausgewählt worden sein, „die der jordanische Despot in einen Hinterhof für die Feinde des Glaubens, für Juden und Kreuzritter, verwandelt hat“, hieß es in dem Schreiben. Zudem wurden weitere Anschläge angedroht. Jordanische Sicherheitskräfte hatten bereits zuvor die Vermutung geäußert, die vom Jordanier Abu Mussab al-Zarqawi angeführte Gruppe stecke hinter den Anschlägen.

Aus jordanischen Sicherheitskreisen hieß es unterdessen, der Mann, der sich im Hotel Hyatt in die Luft sprengte, habe mit irakischem Akzent gesprochen. Ein Sicherheitsagent des Hotels habe kurz vor der tödlichen Explosion mit dem Mann gesprochen, der ihm verdächtig vorgekommen sei. Eine Sicherheitskamera des Hotels habe den Selbstmordattentäter aufgenommen. Aufgrund der Videobilder werde er zu identifizieren sein.

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Mehlis -Report läßt fast alle Fragen offen

Elmar Getto – Der Report über die Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Hariri und seiner Begleiter, der vom deutschen Staatsanwalt Mehlis für die UN erstellt wurde, scheint nun in einem entscheidenden Punkt widerlegt oder jedenfalls in Frage gestellt. Der Report war davon ausgegangen, daß der weiße Lieferwagen vom Typ Mitsubishi Canter, in dem die Bombe explodiert sein soll, sich in die Kolonne des Ministerpräsidenten eingereiht habe und der Selbstmordattentäter dann die Explosion ausgelöst habe. Jetzige Erkenntnisse stellen aber die These des Selbstmordattentäters in Frage.

Ein im Libanon lebender Palästinenser mit dem Namen Ahmud Abu Adass hatte in einem Video, das einer Fernsehstation zugespielt wurde, die Verantwortung für das Attentat übernommen und angekündigt, den Anschlag als Selbstmordanschlag auszuführen. Tatsächlich wurden anscheinend Überreste eines menschlichen Körpers gefunden, die einem Selbstmordattentäter hätten zugeschrieben werden können. Da besagter Ahmud seit dem Anschlag verschwunden ist, wäre es ein leichtes gewesen, jene menschlichen Überreste mit der DNA von Verwandten des Mannes, der auf dem Video erscheint, zu vergleichen und so seine Identität festzustellen.

Genau dies aber wurde nicht gemacht. Mehlis kann dafür keine Erklärung angeben. Was befürchtet man, könnte ein solcher Vergleich ergeben?

Ebenso gibt es einen Zeugen, Zuhir Ibn Mohamed Said Saddik, der angeblich gesehen haben will, wie Mitglieder einer islamistischen militanten Organisation den Mitsubishi mit Sprengstoff gefüllt hätten. Das sei in einem Camp in Zabadani, Syrien gewesen. Dort hätte er auch Abu Adass gesehen. Er vermutet, die Islamisten hätten diesen gezwungen, das Video aufzunehmen, ihn dann getötet und in den Mitsubishi gesetzt.

Wenn das so stimmt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder muß ein anderer, wirklicher Selbstmordattentäter, dann das Auto gesteuert haben. Dann müßten die Überreste von zwei Menschen gefunden worden sein, was ebenfalls mit DNA-Test festzustellen wäre. Auch diese DNA-Test wurden nicht durchgeführt.

Oder aber – und diese These scheint wahrscheinlicher – es handelt sich gar nicht um einen Selbstmordanschlag. Die Attentäter wußten vielmehr, daß die Wagenkolonne mit Hariri dort vorbeikommen würde, plazierten den Transporter und zündeten die Bombe fern. Eine Leiche im Wagen sollte lediglich einen Selbstmordanschlag vortäuschen.

Nun stellt sich auch noch heraus, daß Mehlis überhaupt nicht mit diesem Zeugen gesprochen hat, der sich in syrischemGewahrsam befinden soll. Hätte er nicht mit dem Zeugen in Zabadani die Szene nachstellen müssen, die der dort gesehen haben will? Warum wird all das, was man in großen Kriminalfällen zur Aufklärung tun muß, nicht getan? Vielleicht weil man gar kein Interesse hat, die wirklichen Täter zu finden, sondern nur einen Kriegsvorwand gegen Syrien braucht?

Wie nun der Wiener ‚Standard’ meldet, habe ein Menschenrechtsanwalt über die Aussage eines Freundes von Abu Adass berichtet, daß dieser überhaupt nicht Auto fahren konnte. Ebenso sei er ein einfacher Mensch ohne politische Ambitionen gewesen. Dies kommt von dem Zeugen mit Namen Ziad Ramadan. Hat Mehlis mit diesem Menschenrechtsanwalt gesprochen und mit Ziad Ramadan? Nein? Wie kann er bereits mit dem Finger auf die syrische Regierung zeigen, wenn er die einfachsten Hausaufgaben eines Ermittlers noch nicht gemacht hat?

Jedenfalls ist seine These des Selbstmordattentats zutiefst erschüttert. Auch seine Behauptung, die syrische Regierung würde nicht mit seiner Ermittlung zusammenarbeiten, wird sehr fragwürdig, wenn er seinen Teil nicht durchgeführt hat.

Tatsächlich hat das Attentat viele deutliche Handschriften eines von einem Stasi-Dienst durchgeführten Anschlags. Die Verwendung eines in Japan, auf der anderen Seite Asiens, Tausende von Kilometer entfernt, gestohlenen Lieferwagens deutet nicht gerade auf eine lokale islamistische Gruppe hin. Die unglaublich hohe Menge und die Brisanz des Sprengstoffs läßt ebenfalls auf Profis schließen und nicht auf Leute, die unter prekärsten Umständen arbeiten müssen. Immerhin wurde eine lange Kolonne von Fahrzeugen vollständig zerstört und 22 Tote waren zu beklagen. Das läßt am ehesten auf Täter schließen, die leichten Zugang zu hohen Mengen militärischer Sprengstoffe haben.

Insoweit muß man dem Bericht zustimmen, daß das Bekenner-Video wahrscheinlich gefälscht ist. Tatsächlich kann es sein, daß der syrische Geheimdienst hinter dem Anschlag steckt. Er ist unter anderem für seine Foltermethoden bekannt. So haben die US-Regierung bereits mehrfach in den letzten Jahren gefangene Islamisten in syrische Gefängnisse eingeliefert, wo dieser Geheimdienst seine freundlichen Überredungskünste anwenden sollte. In Wahrheit hatte Syrien nicht das geringste Interesse, Hariri zu töten oder töten zu lassen, während der US-und britischen Regierung dieser Vorwand gerade recht kam.

Nun waren zu jenem Zeitpunkt im Februar natürlich nicht nur der syrische und der libanesische Geheimdienst in Beirut tätig, sondern, wie man sehr wohl weiß und wie es Mehlis nicht entgangen sein kann, auch die wichtigsten westlichen Stasi-Dienste, wie der CIA, der BND, der britische und der französische Auslandsgeheimdienst. Hat Mehlis sich die Namen und Alibis der einschlägigen Agenten beschafft, zum Zeitpunkt als die Bombe hochging? Oder arbeiten die Regierungen der westlichen Mächte etwa nicht mit dem UN-Ermittler zusammen? Auch davon kein Wort im Bericht von Mehlis. In dieser Richtung wurde einfach nicht ermittelt.

Wer hat so weitgespannte internationale Verbindungen, daß er in Japan einen Lieferwagen stehlen lassen und ihn nach Beirut schaffen lassen kann, ohne daß es eine Spur in Form von Frachtpapieren auf Schiffen oder in Flugzeugen gäbe, die dann auch Rückschlüsse auf die Hintermänner möglich machen würden?

Auch hiervon nichts im Mehlis-Report. Hat er eventuell in dieser Richtung gar nicht geforscht? Dann wäre sein Bericht allerdings nicht das Papier wert, auf dem er steht.

Man muß mehr und mehr davon ausgehen, daß es hier nicht um die Aufklärung eines Verbrechens, sondern um politische Machenschaften geht, in die Mehlis anscheinend verwickelt ist.

Weiterführende Artikel:
Lockerbie Beweis gefälscht
Der gefährlich unvollständige Hariri Report
Der komplette Mehlis Report
Die politischen Hintergründe
für den Anschlag auf die Diskothek „La Belle“

Dieser Artikel erschien erstmals bei rbi-Aktuell