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Nur für Studenten – 60.000 US$ zu gewinnen

onlineredaktion – Adobe Systems ruft ab heute zur Teilnahme an der achten Ausgabe der Adobe Design Achievement Awards (ADAA) auf. Der jährlich stattfindende Wettbewerb zeichnet talentierte und vielversprechende Graphik-Designer, Fotografen, Illustratoren, Animatoren, digitale Filmemacher, Entwickler und Computerkünstler von Hochschulen aus aller Welt aus. Deutsche Studenten haben bei den Adobe Design Achievement Awards in der Vergangenheit überaus erfolgreich abgeschnitten. Im Jahr 2007 zählten beispielsweise gleich vier Teilnehmer aus Deutschland zu den Siegern des weltweiten Wettbewerbs.

Neue Bereiche und Kategorien
Adobe trägt dem Wachstum auf dem Gebiet des interaktiven Designs und der zunehmenden Bedeutung der Integration von Design und Entwicklung Rechnung und hat den Wettbewerb in drei Bereichen um eine Reihe neuer Kategorien erweitert: Interaktive Medien, Bewegte Medien und Traditionelle Medien.

Zu den Kategorien im Bereich „Interaktive Medien“ zählen Browser-basiertes Design, Nicht-Browser-basiertes Design, Zusammenarbeit zwischen Designern und Entwicklern, Installationsdesign und mobiles Design.

Kategorien auf dem Gebiet „Bewegte Medien“ sind Animation, Film und Video sowie Bewegtbild.

Zu den Kategorien im Bereich „Traditionelle Medien“ zählen Illustration, Verpackungsdesign, Fotografie und Printkommunikation.

„Der jährliche Wettbewerb zeichnet begabte Nachwuchskräfte und innovative Ansätze von Studierenden aus aller Welt aus“, so Rainer Siebert, Business Development Manager Education bei Adobe. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Veranstaltung die Grenzen zwischen Kulturen auflöst und durch die Verschmelzung von Technologie und Kreativität große Talente freisetzt.“

Wettbewerb live verfolgen
Studierende aus über 30 Ländern können Projekte über die Adobe Design Achievements Awards-Webseite einreichen. Von dieser Seite aus können Besucher auch auf ADAA Live! zugreifen, einer interaktiven Webseite, über der man den Teilnehmern in Echtzeit beim Einreichen ihrer Projekte zusehen kann.

Alle Bewerbungen werden von einer unabhängigen zwölfköpfigen Jury gesichtet und bewertet. Zu den Juroren zählen Emily Chang von Ideacodes, Joshua Davis von den Joshua Davis Studios, Tina Roth Eisenberg von Swissmiss Studio, David Gensler von der Keystone Design Union, Eric John von Forum Nokia, Adrian Johnson von Adrian Johnson Ltd., Maya Kopytman von C&G Partners, Michael Lebowitz von Big Spaceship, Rebecca Mendez von Rebecca Mendez Design, der unabhängige Filmemacher Joan Raspo, Stan Szymanski von Sony Pictures Imageworks und Armin Vit von UnderConsideration.

Finale in New York
Einreichungen sind bis zum 2. Mai 2008 möglich. Im Anschluss an die digitale Bewertung der Online-Einreichungen im Mai 2008 werden die Halbfinalisten aufgefordert, die Quelldateien und eine Ansicht ihres Projekts zu schicken. Diese Unterlagen werden dann in der finalen Bewertungsphase gesichtet. Die Finalisten werden nach New York eingeladen und können dort sowohl Geld- als auch Software-Preise gewinnen.

Eine Reihe von Unternehmen unterstützen den Wettbewerb in diesem Jahr als Sponsoren: iStockphoto, MAXON, Nokia, Xerox und X-Rite engagieren sich als Sponsor einer Kategorie, Mohawk Fine Papers, Netdiver, Original City Pictures, Saturday Night Magazine, The Creative Group, TransPerfect, Xerox Graphic Arts Premier Partners beteiligen sich als Programm-Sponsoren. Darüber hinaus haben IdN, SXSW Interactive und The KDU ihre Teilnahme als Medien-Sponsor zugesagt. Die Sponsoren stellen auch das Einhalten von Umweltverträglichkeits-Prinzipien sicher. Poster und Flyer, die zur Teilnahme am Wettbewerb aufrufen, werden beispielsweise auf 100% Recycling-Papier von Mohawk Fine Papers gedruckt, welches unter Einsatz von Windenergie hergestellt wird. Fachbereiche von Hochschulen können Poster online bestellen, deren Druck dann auf Anfrage in kleinen Mengen durch Xerox Graphic Arts Premier Partners erfolgt.

Weitere Informationen zu den Adobe Design Achievements Awards 2008 sind unter http://www.adaaentry.com/de/ erhältlich. Nähere Informationen zum Adobe Education Programm sind unter http://www.adobe.de/education abrufbar.

30-Tage-Versionen der Adobe-Softwares stehen auf der WebSeite von Adobe zum kostenlosen Download bereit.

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Kongo: 17 Tonnen radioaktiver Müll im Fluss

onlineredaktion – In einem Fluss im Südkongo haben die Behörden 17 Tonnen radioaktives Material entdeckt. Umweltminister Didace Pembe erklärte gestern, zur Herkunft des Atommülls gebe es bisher nur Spekulationen. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

Das Material wurde nach Behördenangaben am Montag in der Nähe von Likasi gefunden. Die Stadt liegt unweit von Shinkolobwe, wo das Uran abgebaut wurde, das von den USA für die Ende des Zweiten Weltkriegs auf Japan abgeworfenen Atombomben verwendet wurde.

Illegaler Uranabbau
Der wichtigste Schacht in Shinkolobwe wurde in den 60er Jahren geschlossen, allerdings wird in der Region weiterhin Uran gefunden, und trotz einer offiziellen Anweisung arbeiten noch immer Tausende Bergleute dort. Umweltminister Pembe erklärte, möglicherweise sei eines der zahlreichen Bergbauunternehmen in der Region in den Atommüllskandal verwickelt. Die Gegend ist reich an Kobalt, Kupfer und Uran.

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Die Farbe der Arschkarte

onlineredaktion – Sie hätten besser auf Henryk M. Broder hören oder seinen Artikel „Der programmierte Eklat“ in SPIEGEL-Online lesen und schweigen sollen: Laut Hamburger Abendblatt belehrten die Hamburger Tobias Hagen und Fabian Rehberg von der Jungen Union (JU) den ZDF-Moderator Johannes B. Kerner in einem Schreiben nach dem Rauswurf der wegen ihrer Äußerungen umstrittenen Ex-NDR-Mitarbeiterin Eva Herman aus Kerners Talk-Sendung. Niemand sei Nazi, schreiben sie, „nur weil er Fakten aus dem Dritten Reich kennt und benennt.“ Hagen und Rehberg erinnern dann daran, Hitler habe eine Truppenvergrößerung an den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt (1934) gekoppelt: „Ein, aus Hitlers Sicht, überaus kluger Schachzug. Sind wir deshalb Nazis, weil wir von einem klugen Schachzug Hitlers sprechen? Na wohl kaum!“

Henryk M. Broder hatte zuvor in Spiegel-Online geschrieben: „Es gibt eine Regel bei Diskussionen über aktuelle Themen, die sich jeder Teilnehmer merken sollte: Wer zuerst Hitler, Nazis, Drittes Reich sagt, hat die Arschkarte gezogen. So einer ist entweder NS-Sympathisant oder – noch schlimmer – er missachtet das 11. Gebot: Du sollst nicht vergleichen!“
Wie das Hamburger Abendblatt heute schreibt, sorgt das Schreiben von Hagen und Rehberg derzeit für einen „erheblichen Wirbel“. Der Vorsitzende des JU-Kreisverbands Wandsbek, Dennis Thering, soll gesagt haben, in der JU sei man entsetzt und betroffen: „Wir distanzieren uns entschieden von den gemachten Äußerungen.“ Der Brief von Hagen und Rehberg an Kerner sei nicht abgesprochen gewesen, soll JU-Chefin Ina Diepold dem Hamburger Abendblatt gesagt haben. Nachdem sie ein ernstes Gespräch mit Hagen und Rehberg geführt habe, will sie beide über die Reaktionen „sehr betroffen““ erlebt haben. Dennoch soll in der JU in Kürze über die Konsequenzen für die Briefeschreiber entschieden werden. Alles ist drin: Eine Rüge, eine Ämterenthebung und sogar der Rauswurf aus der JU drohen nun angeblich Tobias Hagen und Fabian Rehberg.

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Guantanamo-Flieger stürzt mit 4 Tonnen Kokain an Bord in den Dschungel Yukatans

BREAKING NEWS WCN. Gestern mußte der amerikanische Geheimdienst CIA zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten einen empfindlichen Rückschlag im Drogenschmuggel-Business hinnehmen. Wieder in Mexiko. Eine Gulfstream II mit der Registriernummer N987SA stürzte am Montag nur 2 km von der Stadt Tixkokob auf der Flucht vor mexikanischen Militärhubschraubern in ein Waldgebiet. Verletzte oder Tote gab es offenbar nicht, die Besatzung konnte sich aus dem Staub machen.

Statt menschlichen Passagieren fanden sich 132 Koffer, die über 3,6t Kokain enthielten. Besonders pikant: Das Flugzeug landete zwischen 2003 und 2005 mindestens drei mal auf der Gefangeneninsel Guantanamo, dessen Flugdaten wurde von europäischen Behörden mit dem Verdacht auf Entführung von Terrorverdächtigen überprüft. Beim damaligen Operator handelte es sich um die Firma Richmor Aviation.

Keine Leichen dafür 3,6 Tonnen Koks

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Heuchler, Helden und Pillendreher

Dr. Alexander von Paleske – — 19.9. 2007 — Am 12. September war, wir berichteten darüber, der 30. Todestag von Steve Biko. In Deutschland nahm kaum jemand Notiz davon, in Afrika dafür umso mehr. Und wie das an Gedenktagen so üblich ist, an Heuchlern ist da kein Mangel. Fangen wir also mit der offiziellen Gedenkfeier an, die am 12. September in Kapstadt stattfand.

Dort lamentierte Mbeki über die steigende und immer brutaler werdenen Kriminalität und stellte die Frage, ob dies das Südafrika sei, für das Biko gekämpft habe. Noch vor wenigen Monaten hatte derselbe Mann die Berichte über die Kriminalität als „von Weissen aufgebauscht“ bezeichnet.

Nein, Biko hätte das nicht so akzeptiert und hätte vermutlich Thabo Mbeki für sein Versagen angegriffen. Ein nicht unerheblicher Teil der Kriminellen stammt, wie auch hier in Botswana, aus Zimbabwe, ein Staat, der vor der Implosion steht und wo Thabo Mbeki sich seit nunmehr 7 Jahren in stiller, hingebungsvoller und vergeblicher Diplomatie übt. Täglich kommen nun bis zu 2000 Wirtschaftflüchtlinge nach Südafrika, in ein Land, das ohnehin schon mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat.

Als ich vor einem Monat hier bei einer Hochzeit einen Deutschen, der in Johannesburg arbeitet und wohnt, fragte, ob er auch schon einmal Opfer der steigenden Kriminalität geworden sei, da antworte der: Nicht einmal – sondern dreimal – in den letzten zwei Jahren sei er Opfer von Raubüberfällen geworden.

Manto und Biko
Die Gesundheitsministerin Manto Tshabalala Msimang vergass bei einer Ansprache während einer Galaveranstaltung der südafrikanischen Ärztevereinigung am vergangenen Freitag natürlich auch nicht, an Steve Biko und seine Selbstlosigkeit zu erinnern, der dafür gekämpft habe, dass alle Menschen Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung haben. Diese Grundversorgung, die heute natürlich auch die Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten gegen die HIV Krankheit beinhalten würde, hat diese Gesundheitsministerin jahrelang sabotiert und stattdessen Rote Bete und Knoblauch empfohlen. Steve Biko hätte sie sicherlich genauso angegriffen, wie es die TAC mit Zackie Achmat seit Jahren tut.

Wirkliche Helden
Aber es gab auch wirkliche Helden zu sehen, lebende Helden, eine davon ist Mamphela Ramphele. Sie war bei der Veranstaltung in Kapstadt dabei. Einst mit Steve Biko befreundet, studierte sie Medizin und schloss das Studium erfogreich ab. Sie wurde seine Gefährtin im politischen Kampf aber nicht nur das. Es wurde eine Liebesbeziehung und sie erwartete ein Kind von ihm, als er umgebracht wurde. Sie hatten schon vorher ein Kind zusammen, das aber zwei Monate nach der Geburt starb.

Die Apartheidregierung verbannte sie in das in das 1200 Kilometer entferntte Tzwanee. Ein besserer Ausdruck dafür ist wohl das „Sibirien Südafrikas“ Sie kannte nicht die Sprache der dortigen Bevölkerung, sie kannte niemanden dort, sie sollte dort psychologisch ausgehungert werden.

Die Schwangerschaft war nicht ohne Komplikationen, und die Nachricht vom Tode Bikos zerstörte alle ihre Hoffnungen, aber sie war umso fester entschlossen, dieses Kind zu bekommen und nannte es Hlumelo, was soviel heisst wie „grüner Zweig von einem toten Baum“.

Nach der Geburt ging sie daran, mit einfachen Mitteln dort einen Gesundheitsdienst aufzubauen, getreu der Gedanken Steve Bikos, der solche Selbsthilfeprojekte als Teil der Emanzipation propagiert hatte.

Sie baute die Ithuseng Klinik dort auf, die schliesslich 18.000 Patienten pro Jahr behandelte und sie organisierte eine ganze Reihe von weiteren Projekten. Einige verglichen sie mit Albert Schweitzer. Als der Bann, der sie, statt zu brechen, nur angespornt hatte, nach sechs Jahren schliesslich aufgehoben wurde, blieb sie ein weiteres Jahr dort, um sicherzustellen, dass die Projekte auch ohne sie weiterlaufen würden.

In der gleichen Zeit war die Gesundheitsministerin Manto Tshabalala Msimang als Ärztin in Botswana beschäftigt und bestahl dort Patienten und Krankenhaus, wurde rechtskräftig verurteilt und für 10 Jahre des Landes verwiesen, wir berichteten darüber.

Ihr Interesse an dem Wohlergehen von Patienten war, wie mir eine Schwester, die mit ihr zusammengearbeitet hatte, sagte, nicht sehr ausgeprägt gewesen um, es vorsichtig auszudrücken.

Meiner Freiheit keine Grenzen
Mamphela Ramphele ging dann an die Universität von Kapstadt, machte ihren PhD und wurde später die erste schwarze Vizepräsidentin der Universität und eine Expertin auf dem Gebiet der Armutsbekämpfuung in ländlichen Gebieten. Auch in Deutsch veröffentlichte sie 1997 ihre Lebenserinnerungen „Meiner Freiheit keine Grenzen“

Aber wir wollen die Pillendreher nicht vergessen, genauer gesagt diejenigen, die mit unwirksamen Tabletten gegen die HIV Krankheit schmutzige Geschäfte machen.Da denkt man eher an irgendwelche Kriminellen, die ein Küchenlabor betreiben – weit gefehlt.

Pillendreher Nummer 1
Hier greifen gleich zwei Skandale ineinander. Thabo Mbeki ist nämlich dabei, den Rundfunkrat des Staatsrundfunks SABC mit ihm genehmen Leuten zu besetzen. Da der Rundfunkrat aber vom Parlament bestimmt wird, erhielten die zuständigen Abgeordneten kurzfristig eine Liste mit Kandidaten zugestellt, für die sie zu stimmen hatten, das Parlament als Gesangsverein sozusagen.

Eine der nun zu ernennenden Mitglieder des Rundfunkrates ist Christine Qunta. Und bei diesem Namen klingelten bei der TAC um Zackie Achmat die Alarmglocken, denn diese Frau ist auch in einer Firma fest verwurzelt, die Medikamente gegen die HIV Krankheit ohne nachgewiesene Wirksamkeit verkauft.

Pillendreher Nummer 2
Hier handelt es sich um einen Skandal, der schon etwas länger zurückliegt, aber jetzt erst aufgedeckt wurde. Es handelt sich um das angbliche Anti Aids Medikament, oder soll man besser sagen: das Gift Virodene, produziert von einem Pärchen Olga und Zigi Visser, Laboranten von Beruf.

Und Thabo Mbeki, der damals gerade seine AIDS Wahnfahrt startete, war begeistert, eine Medizin, noch dazu in Südafrika entwickelt. Aber das Pärchen brauchte Geld zur Weiterentwicklung und dieses Geld wurde nun angeblich von Thabo Mbekis Staatskanzlei in Millionenhöhe bereitgestellt, Abgeholt wurde es angeblich direkt in den Union Buildings, in grossen Scheinen, cash to carry sozusagen., in dem dem Gebäude, in dem der Staatspräsident seinen Amtsgeschäften, hier eher wohl Pillengeschäften, nachgegangen sein soll.

Südafrika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in jeder Hinsicht. Was fehlt ist eigentlich nur ein Präsident der aufräumt. Kandidaten stehen bereit, denen man das zutrauen könnte. Einer davon ist Tokyo Sexwale.

Eine Verhaftung und ein Todestag.
Der Freie Fall eines Erzbischofs.
Simbabwe: Putschversuch – Polizisten quittieren Dienst, Hunger allenthalben
Südafrika: Thabo Mbeki auf dem Kriegspfad
Südafrika: Tokyo Sexwale kandidiert
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Machtkampf am Kap
Bulelani Ngcuka and his Apartheid Soldiers
Simbabwes 27. Geburtstag: Kein Grund zum Feiern, außer für Mugabe und seine Lakaien
SIMBABWE – Polizei mordet, Minister buddeln nach Diamanten
Machtkampf am Kap
Tokyo Sexwale nächster Präsident Südafrikas?
Simbabwe – Katholische Bischöfe warnen vor Massenaufstand
Simbabwe – Streiks im Öffentlichen Dienst
Söldner für das letzte Gefecht – Angolanische Crack-Unit kommt nach Simbabwe“
Erzbischof greift Südafrikas Haltung im Simbabwe-Konflikt an
Simbabwe – Regierungsterror ohne Ende
Simbabwe vor Bürgerkrieg
Präsident der Afrikanischen Union distanziert sich von Mugabe
Simbabwe: Oppositionspolitiker schwer gefoltert
Mugabes Ende naht, Polizei schiesst mit scharfer Munition.
Zimbabwes Diktator Mugabe feiert seinen 83. Geburtstag – und sein Volk hungert
Ob die Israelis noch zuhören? Seht euch Zimbabwe an!
Zimbabwe: Mugabes Umzug ins Paradies
Südafrika: Thabo Mbekis Abschlussplan ohne AIDS

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Iranian government clandestinely supporting Taliban

Hamid Mir – The US government has urged President Hamid Karzai to stop a secret Iran-Taliban cooperation against Nato troops in Afghanistan. President Karzai is not ready to admit any negative Iranian role in Afghanistan publicly but he has given a quiet assurance to the US officials that he will speak with Iranian government on this issue very soon.


NATO attacked by Taliban

For the first time in the last six years, Afghan security officials have started claiming that Iran is secretly providing highly-sophisticated weapons to Taliban from its western borders. Col Rehmatullah Saafi, the security in-charge of the areas bordering Iran, told this scribe that he had provided all the details to his seniors about the secret Iran-Taliban cooperation in western Afghanistan. He said that Iran was playing a dangerous double game in Afghanistan. „We know the names of the people getting training inside Iranian territory and we have also arrested the carriers with heavy weapons coming from Iran to the Islam Qala area,“ claimed Saafi.

He said that Iran was arming Taliban with roadside bombs, small missiles and other high grade explosives, which are also in use against the US troops in Iraq. He claimed that his commandos had arrested more than a dozen people on the Iranian border in last few weeks carrying Russian and Chinese marked crates filled with sophisticated weapons. Col. Thomas Kelly of the US Army also claimed that „Iranian supplied weapons are a major threat for the Nato forces in Afghanistan.“

Highly-placed diplomatic sources in Kabul have told „The News“ that US officials have quietly requested not only President Hamid Karzai but also to President Pervez Musharraf to speak with the Iranian government on this issue because both Pakistan and Afghanistan will suffer equally if Iran does not stop arming the Taliban secretly.


Hamid Mir at Tora Boro 2005

Government sources in Kabul revealed that Iran was not happy on the Pak-Afghan Grand peace Jirga. Karzai assured Iran that Afghanistan will not be used against Iran. Despite his assurances to the Iranian government, it was for the first time that the government-controlled „Afghanistan Times“ expressed concern over the flow of weapons to Taliban from Iran in its editorial of Saturday, Aug 11, 2007.

The editorial was a great surprise for many in the Afghan capital who think that Karzai administration is not strong enough to open a new front against Iran because they are already fighting a war of words with Pakistan.

Taliban sources in Afghanistan are not ready to confirm their new secret alliance. Taliban held their first-ever public press conference on Saturday in Ghazni against Karzai government. They gave a clear message to more than 25 journalists that Karzai had no writ in areas outside Kabul.

Many journalists including this scribe visited Ghazni province and noticed that Taliban had more modern weapons than the Afghan security forces officials.

Some analysts in Kabul said that Iran is trying to engage Taliban secretly just to make sure that these hard-line Sunni fighters will not help Sunni Iranian separatists active in Iranian Kurdistan. Some analysts have a different view. They are of the view that the US Army is surrounding Iran from Iraq to Afghanistan and the Iranians have a right to puncture American encirclement even through Taliban.

Iranian Ambassador in Afghanistan Muhammad Raza Bahram has denied claims of a secret Iran-Taliban cooperation.

Hamid Mir, the author of this article, is a top Pakistani reporter, head of the Geo TV Bureau in Islamabad. He has won a world-wide acclaim for his interviews with Osama bin Laden and Dr. Ayman al-Zawahiri, before and following 9/11. His new book about OBL is due to appear in Britain, later this year.

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Vor dem Crash – Google-Earth zeigt krasse Risse in Minneapolis-Brücke

onlineredaktion – Nachher und vorher – Google-Earth macht es möglich. In Minneapolis stürzte eine achtspurige Mississippi-Brücke ein. Wissenschaftler, die die Brücke Wochen vor der Katastrophe untersuchten, geben sich ahnungslos. Sie hätten zwar Ermüdungsstellen gefunden, diese jedoch als nicht gravierend eingestuft. Sie und das Verkehrsministerium des Bundesstaates Minnesota hätten wahrscheinlich das Unglück verhindern können. Die „Star Tribüne“ berichtet, schon 2005 sei die Brücke als „strukturell fehlerhaft“ eingestuft worden und dieser Befund sei dem US-Verkehrsministerium bekannt gewesen – zumindest existiert der Hinweis in deren nationalen Brücken-Datei. Das Verkehrsministerium habe die Warnungen zur Kenntnis genommen, soll eine Sprecherin gesagt haben, und man sei sehr „vertraut“ damit.


Der Einsturz der Brücke. Mächtiger Wasserplatscher und pulverisierter Straßenbelag. Blick aus Süd nach Nord..
© 2007 Star Tribune


Verbogene Dehnungsfuge, die eigentlich schnurgerade hätten sein sollen. Davor, zur Flussmitte hin, gab das Tragwerk unter den Fahrbahnen nach. Blick von Nord (unten) nach Süd (oben).
© 2007 Star Tribune / Google Earth / Sanborn

Offensichtlich haben die US-Beamten Däumchen gedreht und auf den Brückeneinsturz gewartet. Im Nord-Bereich verlief ein krasser Riss quer über beide Fahrbahndecken. Er sieht auf dem ersten Blick wie eine Dehnungsfuge aus. Doch die wäre absolut gerade, wie die restlichen 4 Dehnungsfugen, die über der Brücken verteilt waren. Aber an dieser Stelle verlief die Fuge nicht mehr gerade wie mit dem Linial gezogen, sondern wich von dieser Linie ab – als hätte man ein Lineal verbogen.

Genau dort ist sie jetzt abgerissen. Im Google-Earth-Foto ist deutlich zu sehen wie es dort vorher aussah. Auch gab es in dem Bereich – wie auch anderswo über die Fahrbahndecke der Brücke verteilt – dunkle Ausbesserungsstellen. Überall dort, wo diese Stellen existierten, zerbrach die Brücke.

Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Pylone der Brücke in Bewegung waren und zu Spannungen in der Brücke führten, die sie letztendlich zerbersten ließen.


Genau über dem Fluss: Gerade verlaufende Dehnungsfuge. Doch auch hier gab es Hinweise auf Spannungen. Die Fahrbahndecke musste direkt an der Dehnungsfuge ausgebessert werden.
© 2007 Google Earth / Sanborn


Häufung von Flickstellen im Straßenbelag in dem Bereich wo das Tragwerk zuerst einbrach. Oben: Süden, unten: Norden.
© 2007 Google Earth / Sanborn

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Türkei – das Land, in dem Menschenrechtsaktivisten illegal sind

onlineredaktion – Während führende europäische Politiker noch versuchen, die Menschenrechte zu entsorgen und ihre Ablehnung des EU-Beitritts der Türkei heucheln, hatte die Türkei seit Januar 2007 die Konten der Menschenrechtsorganisation Amnesty International „eingefroren“, wie jetzt bekannt wurde.

Die Bankverbindungen von Amnesty International sind auf deren WebSeite angeben, wie Telefon- und Faxnummern, Postanschrift und E-Mailadresse. Dies wird staatlicher Seite als Grund genannt. Es sei eine „illegale Finanzierungsmethode“. Auch die Werbung von neuen Mitgliedern sei illegal.

Levent Korkut, Chef von Amnesty International in der Türkei, sagte: „Die Türkei ist das einzige Land, in dem die Methoden von Amnesty International als illegal angesehen werden“. Demnach sind Menschenrechtsaktivisten in der Türkei, das Land mit wachsenden Spannungen, besonders gefährdet. Sogar deutsche Politiker, die es kürzlich wagten die Türkei wegen eines inhaftierten jungen Deutschen zu kritisieren, drohen in der Türkei nun Strafen. Eine türkische Tageszeitung behauptete, die Kritik der Deutschen sei eine Beleidigung. Prompt begannen sich die türkischen Kerkermühlen neu drehen und erließen Haftbefehle für die deutschen Politiker. Auch der Name des deutschen Außenministers soll auf der Liste stehen.

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G8-Foto-Tagebuch – 8. Juni 2007

Bastian Graupner – Am Mittag wurden alle Blockaden von den Demonstranten – nicht von der Polizei – aufgelöst und verlassen.


Über Bad Doberan fuhren sie mit der S-Bahn zum Rostocker Hauptbahnhof, wo um 12 Uhr die Abschlussdemonstration zum Gipfelprotest 2007 stattfinden sollte.


Auch hier wurden wieder Taschen kontrolliert. Einem Demonstranten soll sogar sein mitgebrachtes Apfelmus von den Beamten weggenommen worden sein – die Polizei rechnete also immer noch mit Ausschreitungen.


Während sich der Versammlungsplatz hinter dem Bahnhof langsam füllte, schmorten die Polizeihunde bei unerträglicher Hitze und knallender Sonne in ihren kleinen Boxen – zweifellos Tierquälerei.


Um kurz vor eins zogen die 2.500 Demonstranten dann los.


Wie schon bei der Großdemonstration am 2.Juni ging es über die vierspurige Straße „Am Vögenteich“ – diesmal jedoch ohne Ausschreitungen.


Die auf allem vorbereitete Polizei führte den Demonstrationszug auf einer verkürzten Route zum Rostocker Stadthafen, an dem die Abschlusskundgebung stattfand.


Die Veranstalter sprachen von 5.000 Menschen, die sich bei der Abschlusskundgebung versammelten.


Diese endete um 15 Uhr, allerdings zog nun eine Spontandemonstration vom Stadthafen zur Gefangenen-Sammelstelle (kurz GeSa) in Rostock, um Solidarität mit den Gefangen zu zeigen, was bei der Polizei einige Verwirrung hervorrief.

Stehen die G8 wirklich für Frieden?
Die Proteste zum G8-Gipfel 2007 waren, bis auf wenige Ausnahmen, friedlich. Die Medienberichterstattung verzerrte das Bild des Gipfelprotestes.


Dass es die Demonstranten drei Tage lang geschafft haben, das Tagungshotel von allen Zufahrtsstraßen abzuschneiden, ist ein unglaublicher Erfolg für die globalisierungskritische Szene in Deutschland.

Auf der anderen Seite war der G8-Gipfel in Heiligendamm eine unvorstellbare Niederlage für die Polizei, die sich mit ihrer Arbeitsgruppe „Kavala“ schon Jahre vor dem Gipfel auf den Einsatz vorbereitet hat und die Demonstranten dennoch nicht zurückhalten konnte.

Einige Gipfelgegner munkelten von einem „Bummelstreik“ bei der Polizei, da die Unterkünfte der Polizisten unerträglich gewesen sein sollen. Die Polizeigewerkschaft bezeichnete die Verpflegung und die oft 16 Stunden dauernden Arbeitstage für die Einsatzkräfte als schlicht „inakzeptabel“. Nach unbestätigten Meldungen sollen einige Polizisten den G8-Gegnern sogar ihre Solidarität bekundet und den Gipfelgegnern „viel Erfolg bei den Blockaden“ gewünscht haben.

Leider verkannten einige Demonstranten, dass sich der Proteste gegen die Politik der G8 richtete und nicht gegen die Polizei. Oftmals schienen nicht die G8 das Feindbild der Demonstranten zu sein, sondern die Polizei – dies ist bei Demonstrationen natürlich kein Einzelfall.


Der Gipfel konnte mit erheblichen Einschränkungen durch die erfolgreichen Blockaden zwar stattfinden, doch war der G8-Gipfel 2007 eher eine PR-Show als ein politischer Gipfel der Staats- und Regierungschefs der acht größten und wichtigsten Industrienationen der Welt.


Ob ein Politiker auf der anderen Seite des Zauns durch die Massenproteste seine Meinung geändert hat, lässt sich nicht sagen – es ist aber auch sehr unwahrscheinlich.

Aus dieser Blickrichtung waren die Demonstrationen und Blockaden also kein Erfolg. Doch wurde den Menschen durch die G8-Gegner wenigstens gezeigt, dass die Politik der G8 eben nicht unumstritten, sondern alles andere als perfekt ist.

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G8-Foto-Tagebuch – 7. Juni 2007

Bastian Graupner – Die Blockaden haben die Nacht mehr oder weniger gut überdauert und noch immer war das Tagungshotel des G8-Gipfels über dem Landweg nicht zu erreichen.


In Bad Doberan, einer 11.500-Menschen-Stadt, ganz in der Nähe von Heiligendamm, schlugen die G8-Gegner ihren Haupt-Infopunkt auf.

Dort wurde ihnen von Aktivisten gesagt, welche der vier Blockaden noch personelle Unterstützung bräuchte; von Bad Doberan wurden an diesem Donnerstag die Blockaden um den G8-Tagungsort Heiligendamm dirigiert. Die Blockade in „Rethwisch-Börgerende“ war ebenso stabil wie die 2.000 Menschen umfassende Blockade nahe der Galopp-Rennbahn am Osttor und der Schmalspurbahn „Molli“. Nur am Westtor bei dem kleinen Dorf „Hinter Bollhagen“, bei der es schon am Abend zuvor zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen war, wurde die Lage der Blockierer zunehmend kritisch, da die Polizei hier besonders auf eine Räumung erpicht war, um wenigstens einen Weg frei zu haben.


Bei der Blockade am Westtor bot sich ein beeindruckendes Bild: Tausende Demonstranten lagen auf einer riesigen Wiese, die bis vor den 12 Millionen Euro teuren Sperrzaun, der rund um den Tagungsort gezogen war, reichte.


Um die Demonstranten bei Laune zu halten, wurden große Wannen mit Essen von der einige Kilometer entfernten Volksküche zur Blockade gebracht.

Für Demonstranten sollte spätestens 200 Meter vor dem Zaun Schluss sein – dort, so hatte die Regierung beschlossen, durften die Demonstranten dann ohne vorherige Warnung festgenommen werden, doch gelangten sie an dieser Stelle sogar bis zu fünfzig Meter vor den Zaun – an anderer Stelle konnten Demonstranten den mit NATO-Stacheldraht gespickten Zaun sogar berühren.


Eine Kette von Polizisten hielt die Demonstranten am Westtor von dem Zaun fern.

Auch Polizeipferde und Hunde waren im Einsatz. Am spektakulärsten waren jedoch die zehn Hubschrauber, die immer wieder auf der Wiese landeten, um Hundertschaften der Polizei vor dem Zaun abzusetzen.


Heftig lärmend landeten immer wieder Hubschrauber zwischen dem Sperrzaun und der davor stehenden Polizeikette.

Die eigentliche Blockade auf der Landstraße 12, die zum Westtor führte, gab es um 13 Uhr nicht mehr – die Polizei hatte sie mithilfe von Wasserwerfern und Hundertschaften schon früher geräumt. Dabei gab es fünf Schwerverletzte, einer der Aktivisten verlor durch einen Wasserstrahl des Wasserwerfers ein Auge.

Nun saßen die Demonstranten knapp neben der Straße auf der Wiese. Fahrzeuge kamen dennoch nicht nach Heiligendamm durch, einerseits lag es an der immer noch sehr angespannten Lage und anderseits versperrten nun die dicken Wasserwerfer der Polizei die Straße.


Bei strahlender Sonne und um die 30°C schwitzten die Beamten in ihrer Kampfmontur mit Helmen.


Einige Demonstranten riefen spaßeshalber „Hamburger Wetter – wir wollen Hamburger Wetter“ und forderten damit den Einsatz der Wasserwerfer zur Kühlung der Demonstranten.

Diesen Gefallen tat die Polizei ihnen jedoch nicht, gerade deshalb nicht, weil einer der Wasserwerfer scheinbar kaputt war und ein Polizist auf dem Dach des Fahrzeuges an den Wasserspritzen herum werkelte.


Um 16.40 Uhr eskalierte die Situation plötzlich. Einer der drei Wasserwerfer feuerte ohne Vorwarnung mit Wasser auf die Demonstranten.


Schon zuvor hatten sich die Hundertschaften mit Schilden bewaffnet – die Aktivisten waren also quasi vorgewarnt, wenn sie die Aktion beobachtet hatten.

Nach vorherigen Durchsagen der Polizei, schossen um 16.53 Uhr alle drei Wasser auf das etwa 50 Meter breite Straßenstück, wo die Demonstranten Platz gefunden hatten.


Die Wasserwerfer schossen wild in die Menge, selbst Journalisten wurden nicht verschont.

Mit der Durchsage „Haben Sie keine Angst – wir verschaffen uns nur ein wenig Platz!“ drängten die Wasserwerfer in Richtung der bis dahin relativ friedlichen Demonstranten, die nun jedoch Plastikflaschen auf die Beamten warfen. Über die Straße rückten immer wieder Wasserwerfer und Polizisten nach.


„Wasser marsch“ – Minutenlang wurde auf die Demonstranten gefeuert. Die Demonstranten wurden etwa hundert Meter auf die Wiese gedrängt – zuletzt mit neun Wasserwerfern! Auch bei dieser Attacke gab es Verletzte unter den Demonstranten. Besonders viele G8-Gegner wurden von Polizisten mit Pfefferspray besprüht und verletzt.


Einem Demonstranten wurde durch den harten Wasserstrahl die Hose zerfetzt. Dabei verlor er auch sein Portemonnaie mit seinem Geld.


Neun Wasserwerfer versperrten den 50 Meter breiten Zugang zur Straße bei den Bäumen im Hintergrund.


Schließlich zogen sich die Demonstranten in ein Waldstück zwischen den Orten „Steffenshagen“ und „Hinter Bollhagen“ zurück und türmten dort Meter hohe Barrikaden aus Ästen und Bäumen auf.



Drei Fahrzeuge der Polizei fuhren in den Wald in Richtung der Barrikaden, wurden jedoch von etwa 200 Demonstranten umringt.


Ein Demonstrant kletterte sogar auf das Dach des Polizeifahrzeuges und tanzte darauf.

Dort stand auch ein Lautsprecherwagen der Demonstranten über den Musik gespielt wurde, die zum Tanzen und Feiern anregte. Dies nahmen die zum Teil vermummten, aber nicht in schwarz gekleideten Personen zum Anlass, den Lautsprecherwagen der Polizei, der ebenfalls in den Menschenmob geriet, einmal kräftig durchzuschütteln.

Ein Anderer setzte sich auf die Motorhaube und wieder andere klemmten Blumen hinter die Scheibenwischer. Die Polizisten fanden dies gar nicht gut – vielleicht erinnerten sie sich an den schrecklichen Vorfall vom 2. Juni, bei dem einzelne Gewalt bereite Demonstranten aus dem Schwarzen Block ein Einsatzfahrzeug der Polizei und deren Insassen mit Steinen beworfen hatten und nur schwer verletzt entkamen. Glücklicherweise aber blieb es in diesem Fall friedlich. Den Polizisten selbst geschah nichts, sie wurden nur geschüttelt. Ein Dienstfahrzeug aber wurde demoliert: Scheibenwischer abgeknickt, Blinker eingeschlagen. Ein Fahrzeug hatte einen Plattfuß.


Die Polizei-Fahrzeuge wurden auch teilweise geschmückt.

Aus den Lautsprechern deines Polizeiwagens klang derweilen etwas Verzweiflung: „Bitte lassen Sie uns weiterfahren“.

Einige Minuten später wurde es deutlicher: „Vergessen Sie nicht, wir haben auch Schusswaffen dabei!“

Auch diesen Worten wichen die partyfreudigen Demonstranten nicht. Nun gab der Fahrer des Wagens Gas und schoss durch die fliehende Menschenmenge in Richtung Wald. Dort warteten die Beamten in ihren Wagen vor den Barrikaden auf Hilfe. Die G8-Gegner ließen die Polizisten, die sich in ihren Wagen verschanzten in Ruhe.


Um 19.31 Uhr stürmten Polizisten aus allen Richtungen in den Wald.


Die Demonstranten wichen ohne Gegenwehr zurück. Einige gingen in den Ort „Steffenshagen“, andere fuhren sofort in ihr Camp.

Zuvor hatte die Polizei noch eine kleinere Menschenblockade aus dem Weg geräumt. Die Holzbarrikaden im Wald wurden kurzerhand abgetragen und mit Räumpanzern durchbrochen. Durch den Wald irrten noch bis in die Nacht einzelne Demonstranten. Die Lage stabilisierte sich.