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Iranischer Chef-Unterhändler Ali Laridschani zu Gesprächen in Bern

Bern – Der iranische Chef-Unterhändler für das Atomprogramm, Ali Laridschani, hat sich in Bern mit Aussenministerin Micheline Calmy-Rey getroffen. Nach Angaben des EDA fand ein Austausch von Positionen und Informationen zu Irans Nuklearfrage statt.

Sie habe die Position der Schweiz noch einmal deutlich gemacht, sagte Calmy-Rey vor den Medien: Eine Nutzung der Atomtechnologie ausschliesslich zu friedlichen Zwecken und eine diplomatische Lösung des Atomstreits mit dem Iran.

Im Einklang mit dem Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NPT) anerkenne die Schweiz das Recht jedes Staates, Nukleartechnologie friedlich zu nutzen, und lehne jede Form der Weiterverbreitung von Nukleartechnologie strikte ab, heisst es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

Calmy-Rey habe den Iran aufgefordert, in Bezug auf sein Nuklearprogramm die grösstmögliche Transparenz zu zeigen. Gleichzeitig habe die EDA-Vorsteherin in dem informellen Gespräch mit Laridschani betont, dass alles getan werden müsse, um die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

Laridschani, Generalsekretär des nationalen Sicherheitsrats im Iran, war im Juli vergangenen Jahres schon einmal von Calmy-Rey in Bern empfangen worden – anlässlich seiner Europareise.

Nach Angaben eines Sprechers des iranischen Aussenminsteriums wird in Iran ein Vorschlag der Schweiz zur Lösung des Streits um das iranische Atomprogramm diskutiert.

Dieser sehe eine Fortsetzung der Arbeit an der Urananreicherung für Forschungszwecke vor – jedoch ohne dass die bereits vorhandenen Gaszentrifugen mit Uran-Hexafluorid gefüllt würden, hiess es im iranischen Fernsehen.

Wie das iranische Fernsehen weiter berichtete, will Laridschani, der auf dem Rückweg von der Münchner Sicherheitskonferenz ist, in Wien den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Mohamed al-Baradei, treffen.

Dem Iran drohen Sanktionen, sollte er bis zum 21. Februar die Anreicherung von Uran nicht beenden. Der Westen – vor allem die USA – fürchtet, dass das Land den Bau von Atomwaffen anstrebt.

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Ein Grund zum Feiern – die 50. Ausgabe von ensuite – kulturmagazin

ensuite – Die Februar-Ausgabe von ensuite – kulturmagazin ist die 50. gedruckte Ausgabe. Seit über fünf Jahren publiziert ensuite – kulturmagazin für den Kanton Bern das schweizweit grösste redaktionelle Kulturmagazin mit Kulturagenda! Was mit zwölf Seiten begann, ist zu beachtlichen 88-Seiten-Zeitungen herangewachsen. Monatlich produzieren über 45 freiwillige MitarbeiterInnen aus allen Altersklassen und kulturellen Interessengruppen eines der spannendsten Kulturkommunikationsprojekte.


Seit 50 mal gut und immer besser: ensuite kulturmagazin

Finanziell hat sich das Magazin in all den Jahren ohne grosse Defizite über Wasser halten können. Das ist nicht selbstverständlich, da gerade die Werbeschaltungen im Bereich Kultur dünn gesät sind. „Insgesamt unterstützte uns die öffentliche Hand mit ‚nur’ knappen 50’000 Franken in insgesamt vier Jahren. Das steht im krassen Gegensatz zum stadteigenen Agenda-Projekt, welches mit über 200’000 Franken pro Jahr subventioniert wird“, meint Lukas Vogelsang, Initiator und Chefredaktor. Eine im Jahr 2006 grossangelegte Leserumfrage von ensuite – kulturmagazin hat eine Leserschaft von über 55’000 LeserInnen hochgerechnet. Eine Einigung mit dem Kultursekretär Reichenau konnte nicht zustande kommen. „Kultur ist Macht. Der Kultursekretär wollte von mir Dinge, die ich im Bereich Pressefreiheit und Medienethik nicht eingehen konnte. Dazu waren seine Ideen nicht sehr realistisch.“

Vogelsang hätte nie damit gerechnet, dass ensuite – kulturmagazin je so tragfähig werden würde: „Wir haben eine Möglichkeit gefunden, einen ganzen Medienbetrieb aufzubauen, ohne Kapital zu investieren. Das Konzept von ensuite – kulturmagazin entsteht aus dem Ort und den Menschen selber. Ich persönlich gab dem Projekt zwei Jahre. Jetzt, nach fünf Jahren, bin ich selber überzeugt, dass noch viel mehr möglich ist.“

Wo bei den Tagesmedien die gedruckten Kulturagenden eingestellt oder redimensioniert werden (siehe „NZZ Ticket“), denkt Lukas Vogelsang an Ausbau und Expansion. Neben der Kunstpublikation artensuite, einer Kunstbeilage bei ensuite – kulturmagazin, dem Buchverlag edition ensuite und einer Online-Kulturagenda für die gesamte Schweiz (www.kulturagenda.ch), ist eine kulturelle Nachrichtenagentur in Vorbereitung (www.kulturnachrichten.ch), ein Musiklabel und ein spezialisierter Musikvertrieb. „Wir prüfen und spielen zur Zeit mit verschiedenen kundenorientierten Dienstleistungen im kulturellen Bereich. Das Internet und die technischen Möglichkeiten der Zukunft eröffnen gerade den kleinen, innovativen Medienunternehmen grossartige Chancen. Und da in der Medienbranche immer weniger Inhalt produziert wird und alles nur noch Unterhaltungswert haben muss, haben wir die Möglichkeit, das freigewordene Terrain neu zu besetzen.“

Als nächster Schritt und hoffentlich noch in diesem Jahr möchte ensuite – kulturmagazin in Zürich Fuss fassen. Lukas Vogelsang: „Zürich wird für unsere Zukunft überlebenswichtig sein. Wir haben das Glück, dass wir auf eine grosse Infrastruktur und sehr gute Netzwerke zurückgreifen können. Zudem haben wir uns schweizweit in den letzten fünf Jahren einen sehr guten Namen geschaffen. Das Vertrauen ist auf unserer Seite und ich denke, wir haben eine sehr reelle Chance, im Zürcher Medienmarkt aufgenommen zu werden. Zudem hat Zürich zurzeit nichts Vergleichbares zu bieten – man legt uns fast den roten Teppich hin.“

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Scooter Libby’s Time-Machine Trial

Robert Parry – The Big Media has judged the trial of former White House aide Lewis „Scooter“ Libby as an irrelevance, a case study in the old cliche that „it’s not the crime but the cover-up.“

However, the major news organizations are again missing the point. Libby’s trial is a chance to show how George W. Bush punished early dissenters to his Iraq War.

It’s an opportunity to climb into a time machine and return to the recent past when Bush and his neoconservative bullies ruled the political waterfront. Read all @ Consortiumnews

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Tony Blair: I don’t believe in ‘clash of civilizations’

Exclusive Interview With Tony Blair
Aired by Geo TV, Pakistan on Monday, November 20, 2006

By Hamid Mir

Hamid Mir: What is your basic objective of visit to Pakistan?

Tony Blair: I am here to try cementing the relationship between Britain and Pakistan to support Pakistan in health, education and development to build cooperation and for the growth of Pakistan economy. I am here to symbolize the change in the relationship. A few years back I couldn’t think of coming here and found Pakistan in such a good position.


Prime Minister Tony Blair with Hamid Mir, Photo © : GEO TV, Islamabad, Pakistan (November 19,2006)

Q: President Musharaf pardoned the death sentence of a British citizen Mirza Tahir. Are you against the death penalty as a principle?

A: We are against the death penalty and that’s the position of European Union and Britain as far we have abolished it in the UK but this is a different issue and we were pleased that intervention and that persistence was the matter of Pakistan and not for us.

Q: What do you think about the death penalty of Saddam Hussein? Do you think his hanging will help to stabilize the situation in Iraq?

A: It’s the decision that Iraqi authorities will take but as I said earlier we are against the death penalty in whatever context.

Q: You have many important insterests in Afghanistan. Why do you think the situation in Afghanistan is not stabilizing?

A: There are many parts of Afghanistan which are stabilizing but there are many changes in the country in terms of economy and in terms of democracy, there are presidential elections and the girls are allowed to go to schools and many of the schools start to rebuild and there are new health centers and so on. So there is a lot of change but of course there are Taliban’s and the extremist groups that will fight hard because they used to have the power which they don’t have now. We should stay to help Afghans and they should have their own security in place, so that they can work out their own future so that they can elect their president.

Q: How long are UK forces going to stay in Afghanistan? According to some reports they are going to stay for 10 years. Is this correct?

A: None of these reports are correct, in the end we stay as long as the government wants us to stay, of course we have United Nations resolution which backs our presence there. The purpose is not to stay there forever. There is no time limit, an arbitrary time limit from the perspective of Afghans, which want us to stay there to back their government in taking control of the country so that people can enjoy proper human rights and democracy.

Q: Five years after 9/11, Osama Bin Laden and Mullah Omar are still at large? What do you think this is so?

A: I know there are many attempts to seek them out but I think what is more important that we stay with people in Afghanistan and help them what they want, that is what they voted for it, in the end this is not an imposition. United Nations has supervised the democratic process and the reason why British forces and the forces of 25 -30 countries are in southern part of Afghanistan is to help the government.

Of course we continue to seek out Osama Bin Laden and Mullah Omar but the important thing is to support the reconstruction, political development and economy and particularly this situation in southern part where the Talibans are fighting back.

Q: A top UK General said that this is the time to pull out from Iraq. Do you have any exit strategy to pull out from Iraq?

A: The strategy we have is what the general said. It’s different from Afghanistan. The Iraqi government wanted us there but the Iraqi capabilities are growing the whole time. British forces looked after four provinces in Iraq, two of them are already handed back to Iraqis, and we are conducting operation in Basra at the moment which is to give the control to the Iraqi authorities later. Again it is diminishing our need to be there but the purpose both in Afghanistan and Iraq to stay there with the support of their governments and the United Nations as long as it is necessary, not more than when not necessary.

Q: There is no independent judiciary and free press both in Afghanistan and Iraq. So how can you stabilize democracy in both these two countries without independent judiciary and press?

A: The press is free in Afghanistan and Iraq both. In respect to judiciary that’s the part of capacity we have to build in these countries, but let’s be clear when Taliban were in charge of Afghanistan and Saddam Hussein was in charge of Iraq, you did not have any free press and nor had democratic rights.

Q: You have met many Pakistani scholars today; you must have exchanged your views with them. Most of them think that this war against terror is a war against Islam and we are heading towards a clash of civilizations .What are your impressions?

A: We are not heading towards clash of civilizations. Majority of Muslims believe in democracy, tolerance, people of different faiths living together. One of the things we are exploring with these people at mosques is how we get a better atmosphere on faiths between both sides and how to remove some misconceptions regarding the war against terror. We are in alliance of civilization against people of extremism that uses terrorism to get their way.

Q: What is your position on the veil controversy in UK these days?

A: I have talked about it before, because in the end people go for their personal choices that whether they wear veils it’s immensely a difficult subject. I think in broad terms when we see integration of faiths I also see integration of societies so that people see they are coming together. The veil controversy started when people felt that there was separateness. There are differences on it within the Muslim communities, as well as outside the Muslim community.

Q: The Dutch government has decided to put a ban on veil and hijab. Would you like to comment on that?

A: No, I don’t think so that’s the matter to fall in but I think there are different positions taken on this by the Muslim countries, but these are very sensitive cultural issues. Sometimes they have to be raised in order to explore problems that they have given rise to.

Q: Yesterday, General John Abizaid said that the Islamic militancy could yield World War III. Do you agree with that?

A: I think the extremism that linked to Islam is giving its wrong view because it’s a peaceful religion. But this extremism is in around many countries, it’s in Britain, Pakistan and in many European countries. I think we all, people who believe in moderation and tolerance, need to come together and beat it. The trouble with the world of globalization in terms of economy, mass communication and technology it’s with everything. The cliché about us being the global world is becoming true but terrorism can be a very dangerous thing; it sets people apart and pulls people of different faiths against each other. It casts the shadow on the abilities of the people to work together and I think the general is right.

Today Britain and Pakistan both are doing work together to beat it, which was unimaginable, and the work Pakistan has done in all these years is very important.

Q: Can we combat the Islamic militancy without resolving the problem in the Middle East? Do you have any solution in your mind regarding the resolution of the Middle East problem?

A: I certainly have the resolution that we should have two-state resolution. The Palestinian people should have their own stable state. The advantage is that we know what we want to achieve but the problem is how to get it. The important thing is to patiently revitalize this peace process which is very important and keep it going. Palestine does not justify extremism or terrorism but it is the one source to reach across that spectrum, but one thing to make progress in this regard is not to put Israel at risk. At this moment Palestinians are living in miserable conditions without the hope for future, we have to give them this hope.

Q: How to deal with Iran and Syria?

A: We offer them a strategic choice. My remarks are misinterpreted both in regard to Iran and Syria. One day I am saying “take military action” and next day I am saying “we are the partners for peace”, but what I am saying is we should offer the vision to whole of the region making progress for Palestine and making sure that democratic government in Lebanon is secure and support movements for democracy in the region.

There is a strategic choice for Iran and Syria that if you want to work with us then be a part of that. On other hand if you support the terrorism in Lebanon, Iraq and Syria then people will consider you the part of the problem not the part of the solution. We both have got a strategic choice.

Q: Do you support the idea the idea to engage Hamas and Hezbollah in a dialogue?

A: I have taken through the Northern Ireland peace process. I have talked to those people who previous governments did not think to talk. It’s not the question of dialogue but the only way we make progress as if we are solving problems through politics not through problems. Now there is no difficulty in, for example, Hamas became part of national unity and that national unity abided by the United Nations principle’ of course we should talk to them.

Q: There is less home ground terrorism in the USA, all 9/11 attackers came from the outside, but there is lot of home ground terrorism in the UK? What is the reason for that?

A: I think this ideology of extremism is exported all around the world. UK is not the only country with home ground terrorism there are some other countries in the Europe too which are having the same problems.

The answer is to create the strong support for moderate and tolerant principles within the community to root out extremism and to mobilize the moderate majorities of the Muslim from the UK and Pakistan to defeat this thing. You have got to win the minds and hearts of the people as well to make them secure and that is what I think we are doing now. Pakistani community and Pakistani leaders in the UK are playing part in it.

Q: Many people in Pakistan view that UK has the moral responsibility to do something about the Kashmir dispute resolution because it is the unfinished agenda of 1947. So do you think that a Belfast kind of resolution is possible in Kashmir?

A: I have tried to do anything as I can to help this situation in the past in the end it is going to be resolved by the India and Pakistan. There are hopeful sides, if you have been taking this interview to me five years back and even after Sep 11, then the first question would be Kashmir but not now. I have asked these both to the leaders of India and Pakistan to resolve it. India and Pakistan are two important countries of the region and in few years would the powerful countries as well. I ask them to get away resolve this issue then concentrate on the things which will determine your future like economic development and regional security which are to do with two proud countries, and I think it’s with the leadership of two countries to deal with this issue. This issue is very important for both of the countries and we can’t interfere, we should help in the partnership of India and Pakistan.

Thank you, Mr. Prime Minister.

© Hamid Mir, GEO TV 2006

About Hamid Mir:
Hamid Mir is the most famous Pakistani journalist. He has conducted three interviews with the leader of Al-Qaeda, Osama bin Laden, including one interview short time after the terrorist attacks against the USA on September 11, 2001. Mir, who is presently heading the Pakistani Bureau of the GEO TV, and also writes for „Dziennik“, reported for the world media about the tragic earthquake in Kashmir, in October of the last year. He is the recipient of many awards for journalists. Mir also has a high reputation as one of the best and most impartial experts on the Middle East.

Hamid Mir’s exclusive Interview with Tony Blair is on the headline (front page) of today’s issue of Axel Springer Poland’s „Dziennik“ daily, one of the three top Polish daily papers.


The title on the front page: „Blair: We will stay in Afghanistan“, then it continues on pages 8-9, under the title: „BLAIR: THIS IS NOT A WAR AGAINST ISLAM“

Dziennik daily paper

This exclusive interview with the British PM Tony Blair was submitted to the Canada Free Press & Journalismus Nachrichten von Heute by David Dastych, the owner of David’s Media Agency in Warsaw, Poland

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Taliban erhöhen durch Zauberkräfte die Drogenproduktion in Afghanistan

Karl Weiss – Die New York Times (NYT) lügt und verdreht keineswegs, sie gibt nur selektiv jene Meldungen an ihre Leser weiter, die nicht den Verdacht aufkommen lassen können, der Überfall auf Afghanistan im Jahre 2001 sei auch deshalb unternommen worden, um den Anbau von Mohn zur Heroin- und Opium-Herstellung wieder anzukurbeln.

Am 3. September zum Beispiel erschien als Aufmacher der New York Times ein Artikel unter dem Titel „Opium Harvest at Record Level in Afghanistan“, in dem festgestellt wurde: In Afghanistan, das bekanntlich nicht unter NATO-Protektorat und damit unter US-Fuchtel steht, sondern das unabhängigste aller Länder ist, wurde in diesem Jahr die größte Mohnernte aller Zeiten eingebracht. Im Artikel verbreitet man insgesamt vier Mal die Aussage, dies käme daher, daß die Taliban wieder sehr aktiv sind in Afghanistan.

Aber die NYT, die NYT ist eine ehrenwerte Zeitung!

Selbst der Schreiber dieser Zeilen als Amateur konnte nachprüfen, wie es sich mit der Mohnernte und damit mit der Produktion von Heroin und Opium in Afghanistan im Verlauf der letzten Jahre verhielt. Die fähigen Journalisten der NYT haben also umso mehr diese Möglichkeit. Sie hatten nur gerade keine Zeit.

Hier die Zahlen der Mohn-Pflanzungen nach UN-Angaben in Hektar in Afghanistan seit dem Beginn des Zerfalls der Herrschaft der Mujaheddin im Jahr 1995:

1995: 54 000 ha
1996: 57 000 ha
1997: 58 000 ha
1998: 64 000 ha
1999: 91 000 ha
2000: 82 000 ha
2001: 8 000 ha

In dem Maße, wie die sogenannte Nord-Koalition große Teile des Nordens, des Zentrums des Mohnanbaus, eroberten, wuchs zunächst die Anbaufläche; dann ging mit dem Vormarsch und schließlichen Sieg der Taliban die Fläche drastisch zurück.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Zahlen beziehen sich auf Anbauflächen. Der Rükgang 2001 kann also nicht auf den Überfall durch NATO-Truppen im Oktober 2001 zurückgeführt werden, denn zu diesem Zeitpunkt waren alle Felder längst abgeerntet. Die Zahlen stammen aus einer Studie der UNO.

Wie diese Zahlen eindeutig und eindrucksvoll belegen, sind die US-Verbündeten „Nordkoalition“ für die Ausweitung des Mohnanbaus zuständig, wogegen die Taliban, aus welchen Gründen auch immer, bereits im zweiten Jahr ihrer Herrschaft über das ganze Land den Mohnanbau in Afghanistan praktisch ausgerottet hatten.

Nach dem Einmarsch der NATO in Afghanistan gab es Stimmen, die sagten, das habe gar nichts mit den Anschlägen des 11. September (des gleichen Jahres) zu tun, sondern mit der strategischen Lage Afghanistans und dem Ausbleiben des Heroins und der damit verbundenen hohen Einnahmen durch Geldwäsche in der Wall Street. Das ist selbstverständlich eine himmelschreiend absurde Verschwörungstheorie!

Unmittelbar nach der Machtergreifung durch die NATO (und damit der US-Regierung) gingen die Anbau-Flächen des Mohn wieder raketenhaft nach oben:

2002: 74 000 ha
2003: 80 000 ha

Selbstverständlich hat dieses Hochschnellen der Zahlen absolut nichts damit zu tun, daß die NATO sich genau mit jenen Kräften „Nord-Allianz“ zusammentat, die für die hohen Zahlen der Flächen des Mohnanbaus schon vorher verantwortlich waren, sondern waren in Wirklichkeit Spätwirkungen der Taliban, so eine Art Gedächtniseffekt. Vielleicht haben die auch aus dem Nachbarland Pakistan,wohin sie fliehen mußten, mit ihren bekannten Zauberkräften die Mohnproduktion in Afghanistan wieder in Gang gebracht.

Außerdem ist offensichtlich, warum der Grund für den Einmarsch nicht die strategische Lage Afghanistans und die Wiederherstellung des Mohnanbaus auf das alte Niveau gewesen sein kann. Es ist doch offensichtlich, daß dieser Grund die Befreiung der Frau war, ein altes Bush-Anliegen

Die NATO, also vor allem die US-Regierung, aber auch die deutsche Bundesregierung hatte zwar die Truppen im Land zu dieser Zeit des im wahrsten Sinne des Wortes aufblühenden Mohns, aber selbstverständlich für nichts die Verantwortung. Verantwortlich in diesem Zeitraum in Afghanistan war ausschließlich Gott – oder vielleicht auch Allah. „Wenn DER Mohn anbauen läßt, was können wir dafür.“

Nun wurden auf der Internet-Site „Journalismus- Nachrichten von heute“ die neuesten UN-Zahlen des Mohnanbaus in Hektar für 2005 und 2006 veröffentlicht:

2005: 104 000 ha
2006: 150 000 ha

Es gab also während der US(NATO)-Herrschaft in Afghanistan bereits vor dem diesjährigen Anstieg eine heftige Ausweitung des Mohn-Anbaus. Ein Schlingel, dieser Gott, nicht?

In England, so berichtet ein Drogenexperte, kommen 90% des Heroins aus Afghanistan. Das dürfte auch in etwa der Wert für ganz Europa sein. „Wir haben ja nun, verflixt noch einmal, was anderes zu tun, als das Pack von Heroin-Abhängigen zu schützen, oder?“

Die Provinz in Afghanistan mit etwa der Hälfte des Mohnanbaus ist Helmand. Dort sind dieAnstrengungen, den Mohnabau zu unterbinden, besonders intensiv! Trotzdem lag aufgrund der Fernwirkung der Taliban allein in dieser Provinz der Anstieg der Anbaufläche innerhalb dieses Jahres bei 160%! In dieser Provinz ist der bekannte Wohltäter der Menschheit Sher Muhammad Akhund der starke Mann. Jahrelange Anklagen wegen seines Zusammenhangs mit Drogenbaronen sind selbstverständlich bösartig und unbegründet. Er wurde von der Überfall-Koalition der NATO als Gouverneur dieser Provinz eingesetzt. Es ist selbstverständlich eine böse Verleumdung, darin die Absicht zu erkennen, den Mohnanbau wieder anzukurbeln.

Außerdem hat man bereits in diesem Jahr, lediglich fünf Jahre nach dem Einmarsch, Akhund als Gouverneur abgelöst. Das ist doch ein klarer Beweis, wie intensiv man den Mohnanbau bekämpft! Er schmort in keinem Gefängnis für seine Untaten, denn er ist ja ein verdienter Mann, so wie Schröder. Dafür bekam er (nein, nicht Schröder, Akhund!) einen schönen Sitz im Oberhaus des afghanischen Parlaments. Daß er dort seinen Einfluß weit über „seine“ Provinz ausweiten kann, ist schon wieder so eine hinterhältige Verleumdung.

Ein anderer bekannter Drogenbaron Afghanistans ist Mohammed Daud. Er bekam von Bush, NATO und Bundesregierung den verantwortlichen Posten des Vize-Inneministers und Hauptbeauftragten für die Verhinderung des Mohn-Anbaus. Die Behauptungen, damit habe man den Bock zum Gärtner gemacht, sind bereits eindeutig widerlegt worden. Das wurde von antiamerikanischen Hetzern in die Welt gesetzt!

Und nun raten Sie, verehrter Leser, wer Nachfolger von Akhund als Gouverneur von Helmand wurde? Richtig! Mohammed Daud!

Wer solche politischen Entscheidungen fällt, beweist dadurch ja offensichtlich politische Weisheit. Die deutsche Bundesregierung als Mitverantwortliche in Afghanistan, speziell im Norden, wo die Zuwächse des Anbaus groß sind, ist selbstverstandlich für keinen Heroin-Toten in Europa mit verantwortlich! Wer behauptet, dies sei Beihilfe zum Mord, zum Drogenhandel und anderer Schwerkriminalität, ist ein Antidemokrat, ein Verfassungsfeind!

Sehen Sie sich an, geneigter Leser, was die NYT angesichts dieser Fakten in jenem Artikel schreibt. Die höchste, ja göttliche Form der Wahrheit:

„The Bush administration has made poppy eradication a major facet of its aid to Afghanistan, and it has criticized Mr. Karzai for not doing more to challenge warlords involved in opium production.“

„Die Regierung Bush hat das Auslöschen des Mohnanbaus zu einem wichtigen Bestandteil seiner Hilfe für Afghanistan gemacht und Herrn Karsai [den „Präsidenten“ von Bushs Gnaden] kritisiert, weil er nicht mehr gegen Warlords unternimmt, die in die Opium [und Heroin]–Produktion verwickelt sind.“

Das ist ungefähr so, als würde man schreiben: „Der Teufel hat die Verringerung der Temperaturen in der Hölle zu einem seiner wichtigsten Ziele erklärt und seinen Oberaufseher Beelzebub ernsthaft ermahnt, weil er zu wenig gegen die überall von Unterteufeln unterhaltenen Feuer unternimmt.“

Es weiß doch jeder: Immer schon war es das wichtigste Anliegen des Teufels, die unerträgliche Hitze in der Hölle abzumildern. Ob Bush und der Teufel etwas miteinander zu tun haben? Natürlich nicht, Sie Provokateur! Beide verfolgten schon immer die selbstlosesten Ziele!

Die NYT hält ihre Leser keineswegs für verdummt, nein, die NYT, die NYT ist eine ehrenwerte Zeitung!

Dummerweise hat die NYT aber vergessen, aus dem Manuskript zu streichen, daß ein wichtiger Teil des weiteren Anstiegs der Opium- und Heroin-Produktion auf die Nord-Provinz Badakhshan entfällt, weit entfernt von jedem Taliban-Einfluß und verantwortlich u.a. von deutschen Soldaten kontrolliert. Solche Informationen verwirren doch den Leser nur!

Der „Stern“ hat erst kürzlich wieder bewiesen, daß er eine verantwortungslose Illustrierte darstellt. Er hat nämlich aufgedeckt, daß Mohammed Daud auf einer offiziellen Liste mit vierzehn der Haupt-Drogenverantwortlichen in Afghanistan stand. Ende 2004 wurde sein Name von der Liste gestrichen, von Karsai im Einvernehmen mit der US-Regierung! Dabei hat man dann auch gleich den Bruder von Präsident Hamid Karsai, Ahmed Wali Karsai von dieser Liste gestrichen. Wer solche Informationen veröffentlicht, kommt seiner Verantwortung nicht nach. Da könnten doch fehlgeleitete Personen auf falsche Folgerungen kommen.

Aber die NYT, die NYT, ist eine ehrenwerte Zeitung!

Ist Afghanistans Anti- Drogen Zar der Drogen Zar?
Pizza aus dem Hindukusch
Krausköpfe mit Stinger-Raketen
Fallout an Heroin

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Söldner, Gauner, Waffen und Rohstoffe

Dr. Alexander von Paleske —- 28.6. 2006 — Ein Blick auf das Spinnennetz von Privatarmeen, Waffenhändlern, Finanzakrobaten und Politikern. Mitwirkende unter anderem: Adnan Khashoggi, Tim Spicer, Rakesh Saxena, Tony Buckingham, Simon Mann, Viktor Bout(Butt), Sanjivan Ruprah, Amador Pastrana und viele andere, sowie die Firmen Aegis, Sandline, Executive Outcomes, Deutsche Bank.


Foto: Garth Stead

Die Firma Aegis, dank eines 293 Millionen Dollar Vertrages mit dem Pentagon im Irak tätig und geführt von dem erfahrenen Berufssöldner Tim Spicer, ist wieder in die Schlagzeilen geraten. Diesmal mit einem Video, das die Tötung von Zivilisten, angeblich durch seine Soldateska zeigt, untermalt mit Songs von Elvis Presley. Grund genug, einen scharfen Blick auf das Spinnennetz zu werfen, zum dem er gehört.

Das Spinnennetz
Als erster wäre da zu nennen Adnan Khashoggi, Veteran des illegalen Waffenhandels und des Betrugs. Khashoggi, der Onkel von Dodi Fayed, der letzte Partner der verstorbenen Diana, Prinzessin von Wales, geschiedene Windsor und damit der Schwager des Inhabers von Harrods, eines Supermarktes in London und ein langjähriger Freund der bin Laden Grossfamilie.

Sein Ursprungsland ist Saudi-Arabien, sein bevorzugter Aufenthaltsort ist Marbella an Spaniens Costa del Sol. Sein bevorzugtes Tätigkeitsfeld der illegale Waffenhandel und die Börse von Vancouver in Kanada. Zurzeit bevorzugt er allerdings mehr die Strände der Vereinigten arabischen Emirate, weil er glaubt, dort vor Strafverfolgung und Auslieferungsbegehren anderer Länder sicher zu sein.

Khashoggi war einer der Hauptakteure in der Iran-Contra Affäre, die knapp 20 Jahre zurückliegt. Das Pentagon verkaufte seinerzeit Waffen über Israel an den Iran und die Profite wurden benutzt, um eine rechtsradikale Terrorgruppe in Nicaragua, die Contras, über den CIA zu finanzieren. Alles illegal natürlich, aber ein Mann des Militärs namens Oliver North packte alle Dokumente rechtzeitig in den Reisswolf, als die Affäre ruchbar wurde. Gut, solch vertrauenswürdige Leute im Hause zu haben.

Khashoggi war auch tief bei der BCCI Bank (Bank of international Credit and Commerce) involviert, eine Waschmaschine für schmutzige Dollars aus dem Drogen- und Waffengeschäft, das kolumbianische Medellin Kartell war dort gern gesehener Kunde. Die Bank wurde 1992 geschlossen.

Khashoggi war aber darauf nicht angewiesen, er hatte viele Freunde in der Welt. Begeben wir uns also nach Thailand zur Bangkok Bank of Commerce. Dort führte in den neunziger Jahren Krirkiat Jalichandra als Direktor Regie.

Duo Infernale
Auf einem Golfplatz wurde Jalichandra ein „Promising Potential“ namens Rakesh Saxena vorgestellt. Saxena wurde in Indien steckbrieflich wegen Totschlags an einem Keksfabikanten gesucht. Wen kümmerts, er war während des Studiums auch einmal Kommunist gewesen und getreu dem Motto, wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz und wer mit 40 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand – und den glaubte er zu haben – so vergass er ganz schnell Marx und Engels und konzentrierte sich auf den ganz grossen Betrug und die Korruption.

Er und sein Mentor Krirkiat Jalichandra wurden ein „Duo Infernale“ sozusagen. Geld wurde in ein Labyrinth von Firmen gesteckt und schöne Geldgeschenke wurden Politikern und anderen Personen von Einfluss gemacht.

Auch Khashoggi, ein Freund von Saxena, wurde mit einem 140 Millionen US Dollar nicht rückzahlbarem Kredit bedacht. Peanuts in der Sprache der Deutschen Bank. Geld wurde in ein Netz von verschachtelten Briefkastenfirmen gepumpt, bei dem jeder erfahrene Steuerberater die Übersicht verloren hätte.

Aber solch ein Riesenbetrug kann nur eine gewisse Zeit gut gehen. Irgendwann platzt die Blase und das war im Jahre 1996 der Fall. Sie löste die „Asiatische Bankenkrise“ aus, die viele Firmen in den Bankrott und viele Finanziers und Firmeninhaber in den Selbstmord trieb.

Abgesetzt mit dem Pass eines Toten
Saxena ahnte, was da kommen würde und setzte sich mit dem Pass eines toten Kroaten nach Kanada ab. Auch eine Altersversorgung nahm er gleich mit in Höhe von 88 Millionen US Dollar. Kleingeld gemessen an dem Schaden, den er und Jalichandra angerichtet hatten, der belief sich nämlich auf 2,2 Milliarden US Dollar. Jalichandra war nicht so „lucky“, er wurde zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt und ausserdem zu einer saftigen Geldstrafe.

Thailand verlangte von Kanada die Auslieferung Saxenas, aber das wollte Saxena nicht und heuerte er erst einmal die besten Advokaten Kanadas an die dafür sorgten, dass sich das Auslieferungsverfahren nun schon 10 Jahre lang hinzieht. Die Regierung Kanadas wollte ihn ursprünglich ins Auslieferungsgefängnis stecken, aber dort hätte er im Betrugssektor freilich nicht arbeiten können, so überzeugte er die Behörde, dass es Vater Staat billiger kommen würde, wenn er unter Hausarrest stehen würde, für den er selbst aufkommen würde. So ist er immer noch in Kanada, aber keineswegs im Ruhestand.

Der erste, der an seine Tür klopfte war Tim Spicer, ehemaliger Oberst der britischen Armee und ganz früher mal ein Hippie.

Das Buffalo Battalion
Er war gerade mit Tony Buckingham, einem Direktor der Ölfirma Heritage Oil dabei, in Sierra Leone militärisch tätig zu werden. Dazu brauchte er Geld, um die südafrikanischen Söldner der Firma Executive Outcomes zu bewaffnen und entlohnen zu können.


Brachiale Todbringer

Diese Söldner waren vorher bei den Apartheidtruppen Südafrikas, dem so genannten 32. Buffalo Battalion tätig, das für die komplette Zerstörung des Südens von Angola und die Tötung unzähliger Befreiungskämpfer der namibischen Befreiungsbewegung SWAPO verantwortlich zeichnet.

Gegen Schürfrechte von Diamanten und Bauxit wollten Buckingham und Spicer den in Sierra Leone gestürzten Präsidenten Kabbah wieder an die Macht bringen. Saxena hatte genug Geld und eigene Schürfinteressen in Sierra Leone und mit Saxena’s Geld ging Spicer nun auf Einkaufstour in Bulgarien und anderswo und kaufte tonnenweise Waffen ein.

Er hatte dabei die heimliche Zustimmung der Blair Regierung, trotz eines UN Waffenembargos. Als die Sache aufflog, wurde es zur „Arms to Africa Affair“ und brachte Tony Blair und seine Mannschaft in grösste Absturzgefahr. Mit dabei waren Simon Mann und Nick du Toit, beide jetzt im Gefängnis nach dem fehlgeschlagenen Putsch im ölreichen Equatorial Guinea im März 2004.

Todesschwadron gegen „Rebellen“
Schon vor dem Sierra Leone Abenteuer hatten Simon Mann, Buckingham und Tim Spicer Globalisierung ernst genommen, dieses Mal auf der anderen Seite des Erdballs in Papua Neu Guinea, einem der ärmsten Länder der Welt. Die dortige Regierung führte Krieg gegen eine Rebellengruppe auf der Insel Bougainville, die gegen die Umweltzerstörung durch eine grosse Kupfer- und Goldmine im Besitz der britischen Firma Rio Tinto kämpfte.

Das Trio offerierte eigennützige Söldnerdienste für 34 Millionen US Dollar und zwar wieder mit dem Apartheid-Dreck von Executive Outcomes. Mit dabei Lafras Luitingh, ehemaliges Mitglied einer südafrikanischen Todesschwadron, er persönlich war verantwortlich für die Ermordung des Wissenschaftlers Dr. David Webster am 1. Mai 1989 in Johannesburg und des Rechtsanwalts Anton Lubowski in Windhoek am 12 Oktober 1989, kurz vor der Unabhängigkeit Namibias.

Dieses Mal ging die Sache allerdings schief, die Armee unter General Singorok rebellierte, Spicer wurde verhaftet und kam nur mit Hilfe diplomatischen Drucks der Blair Regierung wieder frei. Finanziell gelohnt hatte es sich allemal, weil teilweise auf Vorkassenbasis gesöldnert worden war.

Tony Buckingham war in Afrika weiträumig tätig, in Angola, Namibia, DR-Kongo, Kongo-Brazzaville, Kenia, Uganda um nur ein paar Staaten zu nennen.

Ranger Oil bekam grosse claims zum Schürfen.
Er war besonders in Namibia willkommen, dort wurde er Direktor in der halbstaatlichen Offshore Development Company, ODC und nutzte diese Position, um Ranger Oil aus Kanada bei der Regierung einzuführen.

Als Dank machte er Regierungsmitglieder zu Aktionären in seiner Firma Oceanica Fisheries und die Regierung wiederum gab seiner Firma Indigo Sky Gem Schürfrechte in einer Tourmalin Mine in Karibib. und erlaubte ihm, 1000 Small Miners, die dort buddelten, auf die Strasse zu werfen.

Wer gut schmiert, der gut fährt.
In Kenia machte er Sanjivan Ruprah zum Direktor seiner Firma Branch Energy. Sanjivan Ruprah war ein enger Vertrauter von Präsident Charles Taylor in Liberia und besorgte für ihn die Ausrüstung der Kindersoldaten der RUF in Sierra Leone, die unfassbare Verbrechen begingen. Neben Massentötungen und Vergewaltigungen als besondere Spezialität das Abhacken von Gliedmassen von Zivilisten.

Ruprah wurde auch ein enger Vertrauter von Viktor Bout, der in Afrika den Namen „Merchant of Death“ hat, weil er durch seine Waffentransporte über 15 Jahre die Konflikte in Sierra Leone, DR Kongo und Angola anheizte bzw. erst ermöglichte.

Viktor Bout (Butt) ist ein Russe, der eine Flotte von 50 Flugzeugen mit ständig wechselnden Kennummern kommandiert. Er flog Waffen für die Taleban und Al Qaida nach Afghanistan und organisierte einen Charterbetrieb dorthin, sicherlich nicht für Touristen. Nach dem Beginn des Irakkrieges wurde er von amerikanischen Firmen kontaktiert – ein Flugzeug ist ein Flugzeug – und er fliegt weiter nach Afghanistan.

Ruprah kennt Khashoggi, da sie eine gemeinsame Büroadresse in London hatten, Khashoggi ist ein Freund Saxenas, Saxena ist ein Freund Spicers usw. Khashoggi und Saxena begnügten sich nicht damit zu sehen, was sich in Afrika tut, sie hatten eigene wichtige Geschäfte zu erledigen, der eine in Kanada der andere in den USA.

Im Jahre 2001 trieb Khashoggi durch betrügerische Manöver den Kurs der Aktien von Genesis Intermedia hoch, die zu 70% seiner auf den Bahamas angesiedelten Firma Ultimate Holdings gehörte.

Kriminelle Pleiten
Wesentliches Geschäft von Genesis Intermedia waren Internetkioske und die Vermarktung von Rechten des Buchs von John Gray „Männer kommen vom Mars und Frauen von der Venus“. Er vergass hinzuzusetzen, dass Waffenhändler und Söldner aus der Hölle kommen. Mit bei dem Betrug dabei war die Deutsche Bank, Filiale Toronto und eine Gruppe krimineller Aktienhändler, einer davon vorbestraft.

Nachdem der Kurs in Folge der Anschläge des 9. September 2001 kollabierte, zog Khashoggi mit 130 Millionen Dollar davon. Zwei Brokerhäuser mussten Konkurs anmelden und in Minneapolis verloren 200 Angestellte ihren Job.

Die Geschädigten zogen vor Gericht und am 18. Januar 2006 war für die Deutsche Bank, nach vierjährigem Leugnen, Zahltag. Freiwillig, wie man in Frankfurt betont, wurden 250 Millionen US Dollar gezahlt- 2 1/2 Packungen Peanuts in deren Sprache.

Saxena derweil sorgte dafür, dass der führende Oppositionspolitiker im kanadischen Parlament, John Reynolds, einen anständigen Nebenerwerb in einer seiner Firmen, Wave Tech, bekam. Ein anderes Wort dafür ist wohl Bestechung, während gleichzeitig sein Auslieferungsverfahren lief.

Auch in England wurde Saxena mit Aktienbetrug über die Firma Westshore Ventures und in Südafrika und Botswana über die Firma Platinum Asset Management aktiv.

Aber geteilte Freude ist doppelte Freude, so machte sich Khashoggi im Jahre 2000 auf den Weg nach Wien, um mit Saxena, über Handy verbunden, die Wiener Privatbank General Commerce Bank zu kaufen.

Mit dabei der König der Aktienbetrugs, Amador Pastrana und die wegen Betrugs in Amerika vorbestraften Herren Raoul Berthamieu (alias Berthaumieu, alias Lee Sanders), Sherman Mazur und Regis Possino. Sie machten die Bank zu einem Zentrum des internationalen Aktienbetrugs, der Schaden, nach Presseberichten, 1 Milliarde Dollar. Im Jahre 2001 wurde die Bank geschlossen. 1 Milliarde in einem Jahr.

Auch Tim Spicer war vor Aktivität nicht zu bremsen.
Nachdem er Tony Buckinghams Söldnervermittlungsfirma Sandline im Jahre 2000 verlassen hatte, gründete er die Firma Aegis und bekam wegen seiner besonderen Erfahrungen nach dem Einmarsch im Irak gleich einen Vertrag vom Pentagon im Volumen von 293 Millionen US Dollar. Er ist jetzt der Oberchef aller Söldner deren Zahl im Irak auf mehr als 20.000 geschätzt wird, auch mit dabei der Apartheid-Dreck aus Südafrika.

Und Tony Buckingham ist natürlich zur Stelle wo es nach Schürfrechten riecht. Im Jahre 1995 reiste er auf Einladung der Saddam Hussein Regierung in den Irak, um mögliche Explorationen zu erörtern. Nach dem Einmarsch ist er wieder da, go with the flow, und hat gerade eine Schürflizenz in Kurdistan bekommen.

Simon Mann sitzt mittlerweile als Gast von Robert Mugabe im Hochsicherheitsgefängnis von Harare/Zimbabwe, Sandline wurde kurz nach dem Putschversuch in Äquatorial Guinea geschlossen. Ein Schelm, wer dabei irgendwelche Zusammenhänge vermutet. Und die Söldner freilich, schiessen weiter- für den Frieden-, wie sie behaupten.

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin – Haematologie und Head des Department of Oncology am Princess Marina Hospital im afrikanischen Gabarone in Botswana. Herr Dr. von Paleske ist ehemaliger Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt (M).

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Mit dem Pentagon auf Shoping Tour in Europa

Stephan Fuchs – Auch in Deutschland und in der Schweiz geht das Pentagon auf Shoping Tour. Die waffentechnologische Einkaufsliste kommt den amerikanischen Verteidigungskoloss günstiger, als die Technologien selber zu entwickeln und zu testen.


Ladenansturm: Mit internationaler Shopingliste zum Einkaufen

Zusammengestellt wird die Shopingliste in Pentagon’s Comparative Testing Office, die Rechnung geht über das Foreign Comparative Testing Programm FCT an den Steuerzahler. Seit 1980 ist das Pentagon Einkaufsbüro in Betrieb und finanzierte bisher nicht weniger als 485 „technologisch wertvolles Kriegsmaterial“ für über 5 Milliarden US Dollar.

Liebstes Shopingland der Amerikaner ist England mit 32% aller getätigten Einkäufe, gefolgt von deutscher Wertarbeit mit 15%. Die Franzosen und die Schweden kommen noch auf interessante 10% taugliche Kriegstechnologie die für das Pentagon interessant ist. Für das Jahr 2006 wurde nur eine Technologie auf die Shopingliste genommen, 2005 gar keines. 1986-88 sowie 2001-2002 waren es jeweils ein dutzend kriegstechnologisch interessante Gerätschaften, darunter vorwiegend dringend gebrauchte Spielereien für Urban Warfare Zones, Racketen die durch Wände schiessen um Personen dahinter zu treffen, intelligente Kriegsköpfe für Bunkerbrechende Waffen. Waffen die im Irak und in Afghanistan an forderster Front sind.

Für das Special Operation Command wurden von der Schweizer Firma Brugger und Thomet Bestandteile des M13 Sniper Gewehrs geliefert, von Oerlikon Bührle programmierbare Munition für das Maschinengewehr MK46 welches auf Schiffen zum Einsatz kommt. Nicht nur die neutrale Schweiz verdient am Krieg, auch andere „neutrale“ Staaten wie Finnland und Schweden verkaufen gerne an das Pentagon. Aus deutscher Studierstube kommt für die Navy eine Munition die tief eingegrabene Ziele erreicht und eine Wetteranalyse-Software aus dem Hause Ernst Basler.

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