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US-Atom-U-Boot hat Tanker gerammt

Ein atombetriebenes amerikanisches U-Boot ist im Arabischen Meer nahe der Strasse von Hormus mit einem japanischen Tanker kollidiert.

Japanische Medien zitierten einen Vertreter der US-Marine sowie den Ölkonzern Showa Shell Sekiyu, wonach es bei dem Zusammenstoss am Vorabend Ortszeit weder zu einem radioaktiven noch zu einem Ölleck kam.

Das atomar betriebene Jagd-U-Boot «USS Newport News» der Los- Angeles-Klasse sei südlich der Strasse von Hormus mit seinem Bug gegen das Heck des Tankers «Mogamigawa» gestossen, hiess es.

Der Tanker weise leichte Beschädigungen auf und sei auf dem Weg in einen nahegelegenen Hafen im Ostteil der Vereinigten Arabischen Emirate, teilte das japanische Aussenministerium weiter mit.

Die Strasse von Hormus ist eine Meerenge, die den Persischen Golf im Westen mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Das Atom-U-Boot steht nach Medienberichten unter Befehl des US-Marinestützpunktes in Bahrain.

An Bord des von der japanischen Reederei Kawasaki Kisen Kaisha betriebenen Tankers befanden sich 8 Japaner und 16 Philippiner. Der Tanker war laut Medien mit 280’000 Tonnen Öl auf dem Weg von Saudi Arabien nach Singapur.

Im Jahre 2001 hatte ein amerikanisches U-Boot bei einem Auftauchmanöver vor Hawaii ein japanisches Fischerboot gerammt. Die «Ehime Maru» sank. Neun Menschen wurden dabei in den Tod gerissen.

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Kommentar auf das Buch „Virus Wahn“

Dr. Billa Hofmann – 8.01. 2007 — Ich habe mir die Mühe gemacht, das Buch „Virus Wahn“ in den letzten Wochen etwas gründlicher zu lesen und die Quellen dazu etwas genauer zu betrachten. Da ich keine Medizinerin bin, habe ich das Buch mehr von der logischen Seite her betrachtet und mich gefragt, in wieweit Virus-Wahn eine Chance hat, als kritisches Buch betrachtet zu werden.

Wenn man diesem Buch eine Chance geben sollte, warum ist es dann nicht im neutralen Stil geschrieben? Warum werden wichtige Tatsachen bzw. Ergebnisse verschwiegen, und warum Forschungsergebnisse falsch interpretiert? Warum werden Zitate verdreht und aus dem Zusammenhang herausgerissen, um dem Zitat einen anderen Sinn, als von der Referenz beabsichtigt, und warum werden z. T. fragwürdige Referenzen zitiert?

Die Autoren vertreten die Meinung, dass die Krankheit „Aids“ (also das Gesamtbild aus den opportunistischen Erkrankungen) nicht durch das HI-Virus verursacht, sondern lediglich eine Erfindung von Pharma und Wissenschaft ist. Der wahre Grund für Aids sei ein anderer. Mangelernährung, der Konsum von psychoaktiven Substanzen (wie Amphetamin, Poppers, Heroin…etc., die das Immunsystem schädigen) sowie die Einnahme von antiretroviralen Arzneimitteln würden zu Aids führen. Dr. Köhnlein hat diese Erkenntnisse zusammen mit Prof. Duesberg und Dr. Rasnick im „Journal of Biosciences“ veröffentlicht (J. Biosci. 2003, 28: 383-412). Das ist ein indisches Journal, und zählt nicht unbedingt zu den renommiertesten Fachzeitschriften. Der Artikel kann auf Duesberg`s Homepage gelesenwerden.

In Virus Wahn neu verpackt
Die Erkenntnisse aus dieser Veröffentlichung sind jetzt neu in das Buch Virus-Wahn verpackt, um das Laienpublikum darauf aufmerksam zu machen. Diese Referenz wird mindestens 11-mal als Quelle im Buch angegeben, 22-mal wird Duesberg selbst zitiert und 6-mal finden sich Engelbrechts Berichte – und das nur in einem Kapitel!

Duesberg ist ein bekannter Aids-Dissident aus den Anfangszeiten dieser Krankheit. Er war Anfang der 90er heftig diskutiert und umstritten. Die renommierte Zeitschrift „Nature“ weigerte sich, Duesbergs Artikel „Nicht HIV sondern Drogenkonsum sei die Ursache von Aids“ zu veröffentlichen. So sagte Maddox, der Herausgeber der Zeitschrift „Nature“, in einem Interview dem Spiegel gegenüber, „erstens halte ich es für unverantwortlich, weil es die Bemühungen untergräbt, die HIV-Verbreitung zu stoppen. Und zweitens konnte Duesberg keines seiner Argumente belegen“.
(Quelle: Der Spiegel, 45/1994, S. 229)

Chance gehabt und eindeutig widerlegt
Es ist jedoch falsch zu sagen, alle Fachzeitschriften hätten Anfang der 90er den Entschluss gefasst, diese kritische Aids-Meinung nicht mehr zu veröffentlichen! „Science“ wollte Duesberg und seiner Anhängerschaft eine Chance geben. 3 Monate lang sollten Wissenschaftler zusammen mit den Dissidenten die Aidsfrage überprüfen und diskutieren. Das Ergebnis war eindeutig, Duesberg und seine Thesen wurden widerlegt und seine Fehler wurden in Science diskutiert und korrigiert
(Quelle: Science 1994, Vol 266, S. 1642-1649, The duesberg phenomenon, by Jon Cohen).

Die Autoren besitzen die Dreistigkeit und nehmen die damals eindeutig widerlegten Fehler von Duesberg jetzt, in neuem Gewand, in das Buch Virus-Wahn auf. Einer von Duesbergs Fehler lag in der Interpretation der Concorde Studie. Er hatte nicht berücksichtigt, dass die Patientenzahl in den beiden Gruppen unterschiedlich war (zu lesen in Science, 1994). Des Weiteren zählte Duesberg zu den Todesfällen auch solche dazu, die durch Unfall oder Selbstmord bedingt waren, um dann auf 25 %ige Mortalität zu kommen. Korrigiert man aber diese Zahlen, so ist der Unterschied in der Mortalität nur noch 1.3 %! Das ist statistisch nicht signifikant.

Es war nicht das Ziel der Concorde Studie zu zeigen, dass AZT besser als Placebo ist, sondern, ob es besser ist, AZT sofort, oder erst zu dem Zeitpunkt zu nehmen, nämlich dann, wenn sich Aidssymptome entwickelt hatten. Des Weiteren zeigte sich, dass Patienten, die AZT sofort einnahmen, auch nicht schneller Aids entwickelten, als die andere Gruppe, die AZT erst dann einnahm, als die Aids-Symptome einsetzten. Das allein ist auch schon ein Grund, weshalb AZT kein Aids verursachen kann!

„Heroin is a blessedly untoxic drug“!
Den Autoren ist dieser Fehler, der in Science 1994 ausführlich diskutiert wird, bekannt, denn im Journal of Biosciences wird auf Seite 395 dieser Veröffentlichung ein Satz aus Science zitiert, in dem es heißt, Science also quoted a toxocologist ready to blame all consequences of heroin addiction on HIV, because „heroin is a blessedly untoxic drug (Cohen 1994)“. Ein beliebtes Spiel der Autoren, einzelne Sätze aus dem Zusammenhang herauszureißen! Bei diesem Satz ging es ursprünglich darum, dass Roel Coutinho HIV positive und HIV negative Drogenkonsumenten über einen definierten Zeitraum beobachtet hat: 86 HIV negative über 7.6 Jahre und 70 HIV positive Drogenkonsumenten über 9.1 Jahre (im Mittel).

Die zeitliche Einnahme von Heroin war kontrolliert, und es zeigte sich, dass der CD4 Wert bei den HIV negativen im Normalbereich lag (914; Norm: 600 – 1200). Bei den HIV positiven Drogenkonsumenten lag der Wert bei 395. D. h. ein konstanter Abfall der CD4-T-Zellen konnte nur bei den HIV positiven Drogenkonsumenten festgestellt werden! Daraufhin wurde überprüft, inwieweit Heroin toxisch ist, bzw. ob Heroin auch zu einem Abfall der CD4-T-Zellen führt und Aids Symptome macht. Im Anschluss an diese Studie führte Cohen eine Studie von Kreek an, in der die CD4-T-Zellen bei 11 Langzeit-Heroinkonsumenten untersucht wurden. Und siehe da, es ergab sich ein mittlerer Wert von 1500!!! Darauf beruht der Satz „heroin is a blessedly untoxic drug“!

Wo ist nun also der Beweis dafür, dass sich die Wissenschaft nicht mit dem Drogenproblem auseinandersetzt? Sie hat es getan, es wird nur verschwiegen oder falsch interpretiert!

Die Theorien (Aids durch Drogen bzw. Lebenstil) konnten des Weiteren in Kohort-Studien mit Kollektiven mit hohen Risiken widerlegt werden, in denen HIV-Antikörper-Positive Aids entwickelten und HIV-Antikörper-Negative hingegen nicht, obgleich sie ebenfalls die gleichen Risikofaktoren hatten.

Aber keine einzige dieser vielen Studien wurde im Virus-Wahn erwähnt. Eine dieser Studien ist eine prospektive Kohort-Studie (Schechter et al., 1993). Es wurden 715 homosexuelle Männer für einen mittleren Zeitraum von 8,6 Jahren beobachtet. Von den 365 HIV-Positiven entwickelten 136 AIDS. Unter den 350 HIV-Negativen gab es keinen Fall von AIDS, obwohl diese Männer berichteten, einen starken Konsum von Amylnitriten und anderen Aufputschmitteln sowie häufigen Analverkehr mit wechselnenden Geschlechtspartnern gehabt zu haben.

Bei den HIV-Positiven fiel die Anzahl der CD4-T-Zellen um durchschnittlich 50 Zellen pro Milliliter jährlich, während bei den HIV-Negativen keine Verringerung der CD4-T-Zellen festzustellen war. Dabei war die Verringerung der CD4-T-Zellen bei den HIV-Positiven von der Tatsache, ob Amylnitrite inhaliert wurden oder nicht, völlig unabhängig. Bei den HIV-Positiven gab es 101 Tote, davon 6 unabhängig von der HIV-Infektion. Bei den HIV-Negativen gab es zwei Tote: eine Herzattacke und ein Selbstmord. In dieser Studie waren die Risiko-Prävalenzen der Untersuchten nahezu gleich.
(Quelle: Schechter MT, Craib KJ, Gelman KA, Montaner JS, et al. HIV-1 and the aetiology of AIDS. Lancet 1993;341:658-9).

Oder, anderes Beispiel, die „San Francisco Men’s Health Study“. Hier wurden 1984 Single-Männer ohne Beachtung der sexuellen Präferenzen, Lebensstile oder des Serostatus ausgewählt. In den folgenden 96 Monaten der Beobachtung entwickelten 215 der 445 HIV-positiven homosexuellen Männer AIDS, wobei 174 von ihnen starben. Von den 367 HIV-negativen homosexuellen Männern und 214 HIV-negativen heterosexuellen Männern wurde kein Fall von AIDS beobachtet, wobei 8 von ihnen starben.

Drogen, Schwule & AIDS
Die Autoren konnten keinen Effekt von Drogenkonsum auf die Entwicklung von AIDS und Begleiterkrankungen wie Kaposi-Sarkome feststellen, weder von der Art der Droge noch von der konsumierten Menge. Ein konstanter Abfall der CD4-T-Zellen konnte nur bei den HIV-positiven Probanden festgestellt werden, wobei deren CD4-T-Zell-Zahlen von deren Drogenkonsum unabhängig waren.
(Quelle: Ascher MS, Sheppard HW, Winkelstein W Jr, Vittinghoff E, et al. Does drug use cause AIDS? Nature 1993;362(6416):103-4)

In einer holländischen Studie mit HIV-positiven Homosexuellen wurde kein Unterschied in sexuellem Verhalten und Konsum von Cannabis, Alkohol, Tabak, Amylnitriten, LSD oder Amphetaminen gefunden zwischen Patienten, die lange Zeit asymptomatisch blieben, und Patienten, die schnell AIDS entwickelten (Keet et al., 1994).
(Quelle: Keet IP, Krol A, Klein MR, Veugelers P, et al. Characteristics of long-term asymptomatic infection with human immunodeficiency virus type 1 in men with normal and low CD4+ cell counts. J Infect Dis 1994;169(6):1236-43)

In der „San Francisco City Clinic Cohort“-Studie wurden keine Unterschiede in Drogenmissbrauch oder Geschlechtskrankheiten zwischen Patienten, die AIDS entwickelten, und Patienten, die gesund blieben beobachtet.
(Quelle: Buchbinder SP, Katz MH, Hessol NA, O’Malley PM, Holmberg SD. Long-term HIV-1 infection without immunologic progression. AIDS 1994;8(8):1123-8)

Ein weiteres Beispiel für die Fehlinterpretation einer Studie findet sich auf S. 113, nämlich die Fehlinterpretation der Studie von Nancy Padian (Am J Epidemiol 146, 350-357), von der behauptet wird, dass auch die größten und am besten konzipierten Studien nicht zeigen können, dass Aids eine sexuell übertragbare Krankheit ist. Dass die HIV-Transmissionsrate in dieser Studie gering ist liegt nur daran, dass es sich um eine Präventionsstudie handelte, mit der man herausfinden wollte, was vor einer HIV-Transmission schützt! Die Studie lief über 10 Jahre, aber jedes Paar wurde im Schnitt 6.8 Monate betrachtet. D. h. innerhalb von 6-7 Monaten pro Paar gab es keine Serokonversion in einem Studienkollektiv, welches Kondome und Safer-Sex Praktiken anwenden sollte. Das Ergebnis ist ja wohl eindeutig, die HIV-Transmissionsrate war dadurch gering!

Auf S. 128 wird Marcia Angell, Internistin und ehemalige Chef-Redakteurin des „New England Journal of Medicine“ mit ihrem Buch „The truth about the drug companies“ erwähnt. Das Zitat wird mit den eigenen Interpretationen der Autoren kommentiert. Marcia Angell beschreibt in ihrem Buch, dass nicht alles, was von Pharma kommt, echte Innovationen sind und meint damit, dass es viele Nachahmermedikamente gibt (Mee-too-Produkte). Das sind Abwandlungen von bereits am Markt etablierten Medikamenten. Marcia Angell fordert, dass Nachahmerprodukte zeigen müssten, dass sie gegenüber den bereits Etablierten eine bessere Wirkung vorweisen. Nachahmerprodukte sollten in 3 Vergleichsgruppen getestet werden: neuer Wirkstoff, alter Wirkstoff und Placebo.

Die Autoren nützen Angells Aussage für ihre Zwecke, indem sie behaupten, dass dies auch für die Aidsmedikamente gelten müsse. Laut Autoren gäbe es deshalb berechtigte Zweifel an der Fischl-Studie und deshalb wäre die Wirksamkeit von AZT (Azidothymidin bzw. Zidovudine) nie gezeigt worden. Da es sich bei AZT um das erste Aids-Medikament handelte, kann hier von einem Nachahmerprodukt wohl nicht die Rede sein!

Heftige Angriffe
Dass eine Studie von Aids-Medikamenten gegen Placebo unethisch ist, musste sich Dr. Nathan Shaffer in der Bangkok Studie vorwerfen lassen. Ihn hatte man aufs heftigste angegriffen, weil er in dieser Studie mit 392 Schwangeren nur 191 mit AZT behandelt hat. 198 Schwangere bekamen diese Kurzzeittherapie nicht. Mit dem Ergebnis, dass in der unbehandelten Gruppe der Schwangeren 18.9 Prozent der Kinder eine HIV Infektion aufwiesen, und in der Behandlungsgruppe „nur“ 9.4 Prozent der Neugeborenen infiziert waren. D. h., die Kurzzeittherapie mit AZT konnte die Übertragungsrate von Mutter auf Kind halbieren (spektrumdirekt vom 30.06.1998) !!!!!!

There is no Magic
Auf S. 137 wird der Satz – „There is no Magic in AZT, and no AZT in Magic“ – kreiert. Womit suggeriert werden soll, dass der seit 15 Jahren HIV-positive Basketballstar Ervin Magic Johnson nur deshalb lebt, weil er keine Aids-Medikamente (AZT) nimmt. Seltsamerweise hatte Magic Johnson im Juni 2005 erklärt, dass es ihm deshalb gut gehe, weil er seine Medikamente nimmt (CNN worldnews vom 19.06.05). Magic Johnson nimmt Combivir, eine Kombinationstherapie aus Lamivudin und Zidovudin. Zidovudin ist ein anderer Name für Azidothymidin (AZT)!!!!
(Quellen: Ebony* 1992, L. Randolph, “Magic and Cookie Johnson speak out for the first time on love, AIDS and marriage – Interview – includes articles on AIDS statistics and Magic Johnson’s AIDS education campaign among black students” –
Cover Story
CNN, Interview, vom 22.11.2004, “Magic Johnson pushes HIV awareness”
CNN worldnews vom 19.06.05, “Then & now: Magic Johnson”
Kaisernetwork, Media & Society,Sports Illustrated Profiles Magic Johnson Nearly 10 Years After HIV Announcement, 22.08.2001.

Zusätzlich wird im Journal of Biosciences 2003 (Duesberg, Rasnick, Köhnlein), S. 397, versucht, die Toxizität von AZT dadurch zu untermauern, dass 2 verschiedene Behältnisetiketten präsentiert werden, einmal AZT vom Wirkstoff- bzw. Rohstoff- und Chemikalienhersteller Sigma und einmal vom Endprodukt- bzw. Arzneimittelhersteller Burroughs-Welcome. Die Autoren weisen auf den fehlenden Warnhinweis zur Toxizität hin, die nur beim Rohstoffhersteller, nicht aber beim Medikamentenhersteller zu lesen sei und bemängeln dies! Die gleiche Situation findet man vor, wenn man sich aus der Apotheke das gängige Schmerzmittel Voltaren mit dem Wirkstoff Diclofenac Natrium holt. Da ist auch kein Totenkopf auf der Packung aufgedruckt, wohl aber, wenn man beim Chemikalienhersteller Sigma den Wirkstoff Diclofenac Natrium kaufen will (bitte in den Sigma-Bestellkatalog schauen!). Ein Grossteil der Bevölkerung kauft also gängige Schmerzmittel, die mit dem „Totenkopf-Label“ beschriftet sind, wenn man den Wirkstoff dieser Tabletten als Rohstoff kaufen will!?

Die Autoren werfen der Industrie Profitträchtigkeit vor, und dass man Abermillionen unschuldigen Menschen echte Heilung vorenthalten würde und stattdessen schwere Schäden zufügt. Nun denn, so ganz ohne Profitgier scheinen ja nicht alle Beteiligte an diesem Buch zu sein. So ist Dr. Rasnick immerhin in Dr. Rath`s Netzwerk tätig, laut Virusmyth homepage! Wer hier wem Schaden zufügt ist ja wohl noch nicht so ganz geklärt. Nicht umsonst warnt das europäische Verbraucherzentrum EVZ vor den Produkten des Dr. Rath.

Nebenbei bemerkt, ein Berliner Arzt hat Dr. Raths Vitaminpräparate (Vitamin-C-Präparat „Lysin-C-Drink“) im Tierversuch getestet und keine nachweisbaren Wirkungen festgestellt. Die Krebszellen hätten sich bei Mäusen in der Versuchs- und Kontrollgruppe gleichermaßen todbringend ausgebreitet. Die Tumoren hätten sich in der Leber der Versuchstiere trotz des Vitamin-Präparats gebildet.
(Quelle: Berliner Morgenpost vom 07.07.2004, L. Wagner, „Studie widerspricht Wunderheiler“.)

Warum gibt es nur Spekulationen über Langzeit-HIV-Positive, die laut Virus-Wahn nur deshalb noch leben, weil sie die Medikamente abgelehnt haben?

Warum wird die CCRdelta32-Mutation nicht erwähnt? Träger dieser Genmutante haben eine veränderte Oberfläche der T-Helferzellen und zwar so, dass das HI-Virus nicht eindringen kann. Diese Genmutante ist resistent gegen HIV. Oder Rantes-Gen? Eine bestimmte Gensequenz verhindert, dass sich das Virus in den Körperzellen verbreiten kann, der Ausbruch von Aids wird stark verlangsamt (siehe Dr. Murphy beim NIAID).

Es sollte uns auch zu denken geben, dass diejenigen, welchen es unter antiretroviraler Therapie besser geht, in diesem Buch verschwiegen werden! Oder falsch zitiert, wie Magic Johnson!

Richter Cameron hat AIDS
Edwin Cameron ist Richter am Obersten Gerichtshof in Südafrika. Somit ist er kein typisches Beispiel für Armut oder Mangelernährung. Richter Cameron hat Aids. Diese Krankheit wurde bei ihm 1997 diagnostiziert, nachdem er eine Lungenentzündung hatte und er dabei sehr viel Gewicht verlor, 12 Jahre nach Ansteckung mit dem HI-Virus. Sein Immunsystem war nach Ausbruch von Aids vollkommen am Ende. Er empfand seine Behandlung als medizinisches Wunder.
(Quelle: BBC News, The interview: Edwin Cameron, vom 22.08.2005
“Interview with South African High Court Justice Edwin Cameron” in Aids Treatment News, Issue Nr 368, 13.07.2001 und
„Festvortrag: The Hon. Justice Edwin Cameron“ in JusAmandi, Zeitschrift für gleichgeschlechtliche Liebe und Recht, 3/2006, S. 2-3, „Ein Leben mit Aids: Edwin Cameron“

Richter Cameron ist mit 52 Jahren, und unter antiretroviraler Therapie, den 108 km langen Fahrradmarathon (Cape Cycle Tour) gefahren. Nach der Theorie von Virus-Wahn (Aids durch retrovirale Medikamente) wäre dies nicht möglich gewesen, denn da wäre er schon längst verstorben!
(Quelle: Website der „Southern African Rhodes Scholarship“)

Winstone Zulu war ehemaliges Mitglied in Mbekis Aids Panel, er war einer der führenden Aids Dissidenten und selbst HIV positiv. Er war davon überzeugt, HIV würde ihn nicht krank machen. Er lehnte antiretrovirale Medikamente ab, bis er eine Pilzinfektion bekam, dass ihm dabei sogar die Fußnägel abfielen. Er erkannte, dass nur die antiretroviralen Medikamente seine Gesundheit retten könnten und er konvertierte die Seiten! Und er erkannte, dass Aids nicht das ist, was die Aids Dissidenten und Mbecki behaupten, nämlich eine Folge von Mangelernährung und Armut!
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Ein ähnlicher Fall wie Dr. Udo Schüklenk, der als ehemaliger Aids-Dissident die Seiten konvertierte, nachdem er erkannte, dass die antiretrovirale Therapie lebensverlängernd ist. Dr. Schüklenk hat im „Journal of Medical Ethics“ einen sehr interessanten Artikel über die Vorgehensweise der Aidsdissidenten veröffentlicht. In diesem Artikel beschreibt er seine kurzfristige Sympathie und seine damalige Tätigkeit und er schreibt über die Auswirkungen dieser Dissidentenmeinungen, vor allem auch über die Auswirkungen auf Südafrika. Er diskutiert die Frage der ethischen Verpflichtung von Minderheiten, ob diese ihre Meinungen gegenüber einem Laienpublikum verkünden sollten bzw. dürften.
(Quelle: J Med Ethics 2004; 30:53-60, „Professional responsibilities of biomedical scientists in public discourse“).

Seltsamerweise wird Udo Schüklenk aber immer noch als Aids-Dissident sowohl bei Virusmyth.net als auch bei HEAL (= Health. Education. Aids Liason,) gelistet. Mich würde es sehr interessieren, wie viele dieser Beispiele es noch gibt! Hat man also einmal auf der Liste unterzeichnet, dann bleibt man es das ganze Leben! Wieso akzeptiert die Gruppe der Aids-Kritiker kein Wechseln der Seiten? Diese Vorgehensweise spricht nicht gerade für eine seriöse, ernst zu nehmende Kritikergruppe!

Weitere Beispiele?
Ein anderes, sehr trauriges Beispiel, welches hätte verhindert werden können, ist Eliza Jane, Tochter von Christine Maggiore. Christine Maggiore ist auch in der von den Autoren viel zitierten Quelle (Duesberg, Köhnlein und Rasnick, J. Biosci., Vol. 28, June 2003) auf Seite 401 erwähnt. Hier schreiben die Autoren, dass Christine Maggiore, HIV positiv seit 1992, zwei sehr gesunde Kinder zur Welt gebracht habe. Christine habe nie Medikamente eingenommen.

Was nicht erwähnt wird ist, dass Eliza Jane ist im Alter von 3 Jahren an den Folgen von Aids gestorben ist! (Quelle: C. Ornstein und D. Costello, “A mother`s denial, a daughter`s death”, Los Angeles Times, 24.09.2004, )

Dieser unnötige Todesfall, wurde auch auf der 16ten internationalen Aids Konferenz diskutiert. Er hätte verhindert werden können (Quelle: „HIV Science and responsible journalism“ Seite 5, Vortrag auf der 16ten Aids Konferenz).

Genauso schweigen die Autoren auch über Aidskritiker, die Medikamente ablehnt haben und dann gestorben sind. Was war mit David Paquarelli? David Paquarelli war Aids-Kritiker in den USA. 1995 wurde er mit HIV diagnostiziert, am 8. März 2004 starb er an den Folgen von Aids!
(Quelle: N. Assimov, “CALIFORNIA: David Pasquarelli – AIDS Activist”, Francisco Chronicle (03.18.04) – Thursday, March 18, 2004)

Sollte uns dieses Schweigen nicht zu denken geben?
Kuba bildet das krasse Gegenteil zu Afrika. Kuba ist ebenfalls ein von Armut geprägtes Land, doch die HIV Infektionsrate in Kuba ist mit 0.03 % eine der niedrigsten der Welt. Unter Drogenkonsumenten, bei Bluttransfusionen und bei der Geburt gibt es keine gemeldeten HIV Übertragungen! Während in Afrika die Übertragungsrate von HIV bei der Geburt sehr hoch ist, sorgt die kubanische Regierung dafür, dass alle HIV-positiven Mütter prophylaktisch mit AZT behandelt werden, und das Kind per Kaiserschnitt zur Welt gebracht wird. Das sozialistische System in Kuba gewährt seinen Patienten nicht nur eine kostenlose Behandlung, sondern auch kostenlose Medikamente. (Quelle: M. Bentley, Cuba leads the way in HIV fight, BBC News)

Auch beim Thema Vogelgrippe werden Tatsachen verschwiegen. Es ist immer nur die Rede von Panikmache und einer Pandemie, die nicht kommt. Die Spanische Grippe wird mittels Verschwörungstheorien als Grippe verleugnet. Stattdessen soll sie eine Folge der Impfkampagnen gewesen sein. Man muss sich doch fragen, wie diese Impfstoffe in die entlegensten Gegenden der Welt gekommen sind (wie z.B. in die Permafrostregion, oder in den Pazifikraum). Die Grippe hatte sich in allen Ecken der Erde ausgebreitet und keiner blieb verschont. Die propagierten Impfaktionen, die man dann an den Eingeborenen (wie z. B den Maori) oder bei den Eskimos durchgeführt hat, müssen ja einen gewaltigen logistischen Aufwand bedeutet haben!?

Die Autoren haben auch vergessen, dass wir vor gar nicht allzu langer Zeit 2 Pandemien hatten. Die asiatische Grippe von 1957 und der Hongkong-Grippevirus von 1968 waren pandemische Stämme, die eine Mischung aus Genen von Menschen- und Geflügelviren enthielten! Getreu dem Motto, wenn man diese nicht erwähnt, dann hat es sie auch nie gegeben; ausradiert aus der Geschichte, damit Virus-Wahn glaubhaft bleibt?!

Askapatient.com ist eine von den Autoren zitierte Referenz (Nr. 93, S. 209), um Nebenwirkungen von Tamiflu zu untermauern.

Dies ist eine Datenbank aus den USA, in die ein Patient jeden Pups eintragen kann, den er nach der Einnahme eines Medikaments verspürt! Sie wird von Behörden Seite her nicht überprüft und von daher kann keiner beurteilen, ob die verspürten Wirkungen eine Folge der Krankheit oder des Medikamentes sind. Gemäß Arzneimittelgesetz teilt ein Patient alle Nebenwirkungen, die er verspürt, seinem Arzt mit (und nicht einer Datenbank!!!). Deshalb ist auch immer der Zusatz – Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind – in der Packungsbeilage eines Arzneimittels zu lesen! Der Arzt nimmt diese Nebenwirkungen in ein Formular auf, und schickt dieses an die Arzneimittelbehörde. Die Behörde überprüft die gemeldeten Fälle. Sollte eine Nebenwirkung dabei sein, die noch nicht in Fach- bzw. Gebrauchsinformation aufgelistet ist, dann ordnet die Behörde die Aufnahme in diese informativen Texte an oder verordnet, im schlimmsten Fall, die Marktrücknahme.

So ist es nicht verwunderlich, dass, gemäß einem Vortrag auf der 16ten internationalen Aids Konferenz vom 13. August 2006 darauf hinweisen wurde, dass die Ausbildung von Journalisten, die über wissenschaftliche Themen berichten, zukünftig etwas fundierter sein sollte (siehe „HIV Science and responsible journalism“, Vortrag auf der 16ten Aids Konferenz, ).

In diesem Sinne appelliere ich an jedermanns Moral und Verstand, dieses Buch kritisch zu lesen und nicht alles zu glauben, ohne die Referenzen akribisch hinterfragt zu haben.

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Baschis Bande heizt Europa ein

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Malte Olschewski – Viel Erdöl kann die Sorge um die Demokratie sehr schnell vergessen lassen. Nach dem Tod des turkmenischen Staatschefs Saparmurad Nijazow versäumt Deutschland die Gelegenheit, Hilfe beim Ende der die nach Nordkorea bizarrsten Diktatur der Welt zu leisten.

In Turkmenistan wird derzeit alles unternommen, damit der Leibarzt Nijazows, Gurbanbuly Berdymuhammedow, die für 11.2. angesetzten Präsidentschaftswahlen gewinnen und die bisherige Politik fortsetzen kann. Ins Ausland geflüchtete Oppositionelle haben die deutsche Regierung aufgefordert, ihre engen Beziehungen zum Regime für eine Demokratisierung zu nutzen. Die Opposition will nach ihrer Heimkehr bei den Wahlen mit einem gemeinsamen Kandidaten antreten.

Die EU und Deutschland wollen nach ihren eigenen Erklärungen in der ganzen Welt für mehr Demokratie sorgen, wobei aber Turkmenistan die Ausnahme von dieser Regel zu sein scheint. Zu eng hatte Nijazow deutsche Firmen an sein Herz gedrückt, das unter der Last des Grössenwahns am 21.12.2006 versagte. Eine Dokumentensammlung der Berliner Humboldt-Universität malt ein genaues Bild des „Baschismus“

Der Staatschef hatte als selbsternannter „Vater der Turkmenen“ (Turkmenbaschi) dem Volk Milliarden abgepresst und in der Deutschen Bank eingelagert. Turkmenbaschi und seine Staatsbande bevorzugten Karossen von Mercedes. Deutsche Firmen haben den Geheimdienst des Diktators technisch ausgestattet. Nijazows Gesundheit wurde von Münchner Ärzten überwacht. Seine gigantomanischen Bau-ten sind zu einem guten Teil von deutschen Konzernen errichtet und ausgestattet worden. Turkmenbaschi bekam, was er wollte, denn er sass auf riesigen Vorkommen von Erdgas, mit dem er über Leitungen der russische „Gasprom“ in Europa einheizen liess. Nijazows Sohn Murad war von Wien aus tätig, um Profite aus Gasgeschäften in die väterliche Schatulle zu leiten. In einer Nacht soll Nijazow junior in einem Madrider Kasino 18 Millionen Dollar verspielt haben. Nijazow hat wahrscheinlich deswegen den Sohn von der Nachfolge ausgeschlossen.

Nun haben jene, die intern und extern über den Leib des Dikators gewacht haben, die besten Chancen: Der Leibarzt Nijazows Gurbanbuly Berdymohammedow und der Kommandant der Leibwache Akmurad Reschepow. Laut Verfassung hätte nach dem Hinscheiden Nijazows Parlaments-vorsitzender Öwezgeldi Atayew interi-mistisch das Amt des Staatschefs übernehmen müssen. Er kam nicht dazu, da er mit der Todesnachricht wegen Korruption verhaftet wurde: Ein Delikt, den die gesamte Staatsführung ohne Unterbrechung begangen hatte. In Windeseile traten die 2504 Migtlieder der Volksversammlung, der „Halk Maslahaty“, zusammen, um Leibarzt Gurbanbuly zum Interimspräsidenten zu ernennen und um den Wahltermin festzulegen. Der Volksrat bestätigte auch andere Kandidaten, hat aber die im Ausland versammelte Oppo-sition nicht zugelassen. Berdymohammedow leitete dann die Trauerfeierlichkeiten, was in altsowjetischer Tradition ein untrüglicher Hinweis auf den Nachfolger ist. Im Falle seiner Wahl hat er bereits die Fortsetzung des „Baschismus“ angekündigt.

Grössenwahn und Personenkult sind parallele Phänomene der Diktatur. Fast alle Diktaturen kennen den Personenkult, der auch in Demokratien auftreten kann. Man kann sagen, dass fast ein jeder Mensch, da er von seiner eigenen Einzigartigkeit überzeugt ist, einen Personenkult betreibt. Personenkult in einer Demokratie wird jedoch durch die Verfügbarkeit finanzieller Mittel und durch die Kritik der Opposition begrenzt. Nicht so in Diktaturen, wobei der Kommunismus mit seinen kultischen Blüten den Faschismus zu übertreffen: Stalin in der UdSSR, Mao Tse Tung in China, Enver Hodscha in Albanien, Kim Il Sung in Nordkorea und Ceausescu in Rumänien sind hier die vorrangigen Beispiele. Indes hat der Kommunismus in seiner tödlichsten und auch in seiner freundlichsten Form -Pol Pot in Kambodscha und Kadar in Ungarn- auf Personenkult verzichtet.

Im Zerfall der Sowjetunion sind in den meisten bisherigen Teilrepubliken die KP-Chefs an der Macht geblieben. Sie haben sich zwar von Moskau getrennt, doch haben sie den Kommunismus als politisches System mit minimalen Korrekturen beibehalten. Lenin und Stalin hatten in Zentralasien alle Bestrebungen zur Schaffung von Gross-Turkestan blutig unterdrückt. Die Turkvölker dieser Region wie die Kasachen, Usbeken, Kirgisen und Turkmenen sind mehrfach auf neu geschaffene Sowjetrepubliken umverteilt worden.

Stalin hat in Zentralasien ethnische Experimente angestellt. So kam es, dass einige Stämme in der Wüste östlich der Kaspischen See plötzlich mit dem Status einer sowjetischen Teilrepublik ausgestattet worden sind. Sowjet-Turkmenien wurde die gehorsamste Teilrepublik der UdSSR. Da ihre Stammesstrukturen die Bildung von lokalen Kadern erschwerten, haben Russen die Führung und Ausbeutung Turkmeniens über-nommen. Mit Saparmurad Nijazow (*1940) wurde 1985 erstmals ein Turkmene KP-Chef des Landes. Unter Gorbaschow hat er vorsichtig taktiert. Mit einem leisen Per-sonenkult hat er eine turkmenische Nation konstruiert.

Er hat Ende 1991 die Unabhängigkeit Turkmeniens proklamiert. Er hat die KP mit Federstrichen zur „Demokratischen Partei“ gemacht. Er hat als Alleinherrscher das KP-System nicht nur bis in alle Einzelheiten erhalten, er hat es in die Zeit Stalins zurückgeführt. Am 21.6.1992 erhielt er bei Präsidentschaftswahlen 99,5 Prozent der Stimmen. Am 28.12.1999 liess er sich von der Volksversammlung als Präsident auf Lebenszeit wählen: „Unser erster und ewiger Präsident!“ So jubelten die Staatsmedien. Im Programm des Personenkultes hat er sein Leitbild Stalin an Ideenreichtum bei weitem überboten. Er wurde Weltmeister des Eigenlobes. Als „Diamantenkranz des Volkes“ bewies er, dass der Personenkult keine Grenzen kennt und nie stehenbleiben will. Unerschöpfliche Ideen streben zur Apotheose und Vergöttlichung.

Alle wollen sie bauen: Der grössenwahnsinnigen Diktator will die lästigen Gedanken an die eigene Sterblichkeit fast immer mit Beton erschlagen. Gigantomanische Projekte sind oft die Folge. „Turkmenbaschi“ liess im Zentrum der Hauptstadt Adschabad Paläste und Prunkbauten wie Pilze aus der Erde wachsen. Im Zentrum der unsinnigen Bautätigkeit stand eine riesige, goldbeschichtete Statue Nijazows. Turkmenbaschi drehte sich dank neuer Technik um sich selbst und rund um die Uhr, sodass sein Gesicht immer der Sonne zugewandt blieb. 24 Stunden am Tag ruckelte und zuckelte die Elektronik, um Baschis Kopf dem Lauf der Sonne anzupassen.

Das hiess: Nijazow ist der Abglanz der Sonne hier auf Erden. Die Tendenz geht ins Totale. Flughäfen, Berge, Städte, Seen, Strassen, Gebäude, Banknoten und das TV tragen seinen Namen. Wenn etwas nur da war, verdiente es auch schon, von Turkmenbaschi als seinem Vater, Erzeuger und Schöpfer abgestempelte zu werden. Auch ein Mondkrater und ein Asteroid wurden nach Turkmenbaschi benannt.

Eine Teesorte und eine besonders grosse Melonenart sind mit seinem Namen augestattet worden. Dass dann an jeder Strassenecke Nijazows Statuen und Büsten standen, war nicht genug. Es sind an vielen Stellen auch Büsten und Statuen seines Vaters und seiner Mutter aufgestellt worden. Tag für Tag war Turkembaschi damit beschäftigt, die Realität mit seinem Brandzeichen zu versehen. So gefielen ihm die bisherigen Monatsnamen bald nicht mehr. Für Jänner, Februar, März ect. hatte Saparmurad bald neue Namen ersonnen. So wurde der Januar als erster Monat des Jahres erwartungsgemäss zu „Turkmenbaschi“. Der Februar war im neuen Kalander zu „Baydak“ (Fahne) geworden. Der April erhielt mit „Gurbasoltaneye“ den Namen seiner Mutter.

Und der September wurde nach der neuen Staatsideologie „Ruhnama“ genannt. Die lag auch in Buchform vor. „Ruhnama“ wurde als Sammlung von Banalitäten zu einer Staatsbibel erhoben und dem Koran gleichgestellt. Es war der Karriere förderlich, wenn man, auch bei der Führerscheinprüfung, lang genug aus der „Ruhnama“ zitieren konnte. Die „Ruh-nama“ ist auch von „Mannesmann KTI“ ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht worden (Siehe ISBN 3-00-001839-5).

Eine Behälter mit diesem Buch wurde von einer russischen Rakete in die Erdumlaufbahn geschossen. Wer dreimal Baschis Buch von Anfang bis zu Ende lese, komme in den Himmel, liess Nijazows Propaganda verkünden. Überall im Land sind Denkmäler oder gar Gebäude in Buchform gestaltet worden. Der sunnitische Islam wurde bei Verbot anderer Religionen staatlich gefördert, doch unternahm der Staatschef viele Schritte, um seine Person an die Stelle des Propheten Mohammed zu setzen. So ließ er in seinem Heimatstadt Kiptschak die grösste Moschee der moslemischen Welt errichten. Das islamische Abbildungsverbot konnte er gut nutzen. Statt des Propheten ist immer nur er zu sehen. Neben den Suren aus dem Koran sind auf den Wänden des Gebetshalle Sätze aus der „Ruhnama“ geschrieben. Der Islam wurde langsam in Richtung einer neuen Religion umfunktioniert, denn der totale Personenkult kann keinen Gott neben dem eigenen Ego dulden.

Die vielen Opfer dieser Diktatur dürfen nicht vergessen werden. Obwohl der Diktator alle Gelder aus Öl und Gas abschöpft, sind fünf Millionen Turkmenen in Armut und Elend gefangen. Mehrere Säuberungen sind schon durch die obersten Etagen der Macht gefegt. Allein 1998 sind in Turkestan 750 Exekutionen gezählt worden, was bei einer Bevölkerung von nur fünf Millionen Menschen ein schauriger Rekord wäre. Das sogenannte Parlament besteht aus fünfzig, von Baschi ernannten Mitgliedern. Die Volksversammlung mir ihren 2504 Migtliedern darf nur einmal im Jahr tagen. Bei Erscheinen des Diktators erheben sich die alle Delegierte, um ihn in Sprechchören zu feiern. Nach einem gescheiterten Attentat im Jahr 2002 sind Führungskader geflüchtet oder verschwunden. Alle Weg-gefährten der ersten Jahre haben sich nach Moskau oder nach Westeuropa abgesetzt. Unter den früheren Ministern Avdy Kuiljev und Boris Shikmiradov haben sich zwei Gruppen gebildet, die durch neue Säuberungen in Adschabad weiter Zulauf erhalten.

Nach dem Tod Nijazows überlegt die Armeeführung, wie die unter dem Diktator verlorenen Privilegien wieder herzustellen wären. Die Armee will vor allem keine Bauarbeiter für die Errichtung der kultischen Monumente bereitstellen. Sie will, was ihr oft von oberster Stelle verboten wird, die Grenze zu Afghanistan schützen. Der Geheimdienst KNB sinnt auf Rache, da ihm viele Agenden von der 3 000 Mann starken Leibwache des Diktators entzogen worden sind. Der frühere KNB-Chef Mohammed Nazarow war für in den Westen gelangte Informationen, verant-wortlich, wonach Turkmenbaschi hohe Summen für den Transfer afghanischen Opiums erhalten haben soll. Die von Nijazow gewaltsam unterdrückten Gegen-sätze der Stämme traten in den letzten Jahren wieder deutlicher hervor. Älteste der Yomud haben nun eine Proklamation erlassen, wonach die Vorherrschaft des Nijazow-Stammes der Tekke beendet werden soll.

Ununterbrochen und mit jedem Tag war Turkmenbaschi mit Bau- und Weltverbesserungsplänen beschätfigt. Er hat das Rentensystem der Sowjetzeit abgeschafft und so eine Million Menschen ins Elend gestürzt. Er liess mitten im Kopadeg-Gebirge einen Eispalast errichten. In Nisa wurde eine 20 Kilometer lange Treppe in den Berg gehauen. Es ist bei hohen Durchschnittstemperaturen ein riesiges Gehege für Pinguine angelegt worden. Spitäler und Kliniken ausserhalb der Hauptstadt wurden geschlossen. Das Einsetzen von Goldzähnen ist verboten worden.

Nijazow befahl den Bau des weltweit grössten Aquariums. Baschi schuf spezifische Arbeitsplätze: Tausende Menschen sind jeden Tag mit der Säuberung seiner hässlichen Sakralbauten beschäf-tigt. Kein Tag verging, da der Diktator nicht das eine befohlen, das andere aber verboten hätte. Turkmenbaschi liess Kinos, Opern und Bibliotheken des Landes schliessen. Auch Kaubtabak wurde nicht mehr geduldet. Kein Internet und kein Karaoke! Das TV- Programm besteht aus Verlautbarungen, aus Verherrlichung des Führers, aus Folklore und ausgewählten Sendungen russischer Kanäle. In überirdischer Länge wird gezeigt, wie Turkmenbaschi seine Minister zur Schnecke macht.

Da knicken sie ein in Grossaufnahme, um sofortige Besserung zu versprechen. Um Verschwörungen und der Bildung einer Machtbasis vorzubeugen, belässt Baschis Rotationssystem einen Minister durchschnittlich ein Jahr auf seinem Posten. Durch das ganze Fernseh-Programm bleibt rechts oben ein goldenes Profil Nijazows eingeblendet. Da er bei Beobachtung des Staatsfernsehens Schwierigkeiten bei Unterscheidung von Männlein und Weiblein hatte, wurde den Moderatoren jede Schminke verboten. Baschi selbst aber liess sich seine grauen Haare tiefschwarz färben. Über die sexuellen Bemühungen des herzkranken Diktators wird viel geflüstert. Baschi soll fantasievolle Bemühungen zu Stärkung seiner schwindenden Manneskraft unternommen haben.

Dass in den Städten riesige Springbrunnen ihr Nass in den Himmel sprühten, mag auf das Wunschdenken Baschis zurückgehen. Einmal soll er während eines Gewitters auf den Balkon gestürmt sein, um Befehle an die Wolken auszugeben. Es müssen unfassbare Dinge geschehen sein, von denen nur die Kommandanten seiner Leibwache wissen und von denen die Weltöffentlichkeit nie etwas erfahren wird.

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Iran explores trade opportunities with Latin American countries

Irna – A conference on ‚Exploring Trade and Investment Opportunities in Latin American Countries‘ will begin here on February 26, Head of Iran’s Export Development Center Mehdi Ghazanfari said on Sunday.

Speaking to reporters, he said that the gathering will study grounds to increase export of non-oil commodities along with expansion of trade with countries in the Latin America region.

„We have held talks with Cuban, Venezuelan, Brazilian, Mexican and Uruguayan ambassadors and they have voiced readiness to cooperate in organizing the confab,“ he said.

Businessmen, traders, exporters of goods and services, economic experts from Iran and Latin American countries are to take part in the confab.

Participants in the confab will take advantage of each other’s capabilities to help promote economic growth in their countries, he said.

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Republikanische Opferlämmer

Harald Haack – Der nächste US-Präsident steht offensichtlich längst fest. Scull & Bones haben das mutmaßlich geregelt, und der Auserwählte, der republikanische Senator John McCain konstruiert seine Wahl zum US-Präsidenten – wenn er sich nicht sogar selbst das alles als führende Persönlichkeit des berüchtigten Geheimbundes, dem auch George W. Bush angehören soll, ausgedacht hat.

McCain hält sich gegenwärtig geschickt im Hintergrund, meidet möglichst alle politischen Fettnäpfchen, streut aber Informationskrümel unters Volk, die erahnen lassen sollen, er könnte der nächste US-Präsident sein.

Peinlichkeiten müssen sich andere leisten, denn schließlich muss er, der noch heimliche US-Präsident, „sauber“ bleiben. Opferlämmer wie Ende 2005 George W. Bush, der sowieso bald weg vom Fenster sein wird. Und nun der ehemalige New Yorker Bürgermeister Giuliani, dessen große Zeit ebenfalls längst vorbei scheint und der in einem N.Y. Hotel 140 Seiten umfassenden Schlachtplan für seine mögliche Präsidentschaftskandidatur liegen ließ oder vielleicht sollte man besser sagen, liegen lassen musste. Und als sei das noch nicht kurios und dumm genug, fand der Mitarbeiter eines Rivalen Guilianis die Dokumente und steckte sie ein, wie die „Daily News“ schreibt.

In den Papieren steht eigentlich nichts wirklich weltbewegendes, obwohl die Papiere bis ins Detail beschreiben sollen, wie Guiliani – der wie McCain Republikaner ist – seinen Wahlkampf finanzieren wollte und woher er die dafür notwendigen 100 Millionen Dollar erhalten sollte. Spender hat schließlich jeder Kandidat der US-Präsidentschaftswahl vorzuweisen. Doch welcher Kandidat, der ernsthaft das höchste Amt der USA anstrebt, lässt von seinen Wahlhelfern Faktoren auflisten, die seine Kandidatur ruinieren könnten und „vergisst“ die brisanten Papiere auch noch im Hotel?

Giuliani!

Zu seinen Risiken zählen, das soll in den Papieren stehen, seine privaten Geschäftsinteressen und eine seiner Ex-Frauen.

Seine Kandidatur hat er noch nicht öffentlich erklärt. Als sein möglicher schärfster Rivale gilt US-Senator John McCain. Vielleicht ja hat der sich jetzt wieder medienwirksam entsetzt, der vor einem Jahr gejammert hatte, das Ansehen Amerikas in der muslimischen Welt sei auf dem Tiefpunkt. Das ist es auch jetzt wieder, nach der übereilten Hinrichtung von Saddam Hussein. Damals, 2005, hatte McCain gesagt: „Wir dürfen Böses nicht mit Bösem vergelten.“

Ach ja, wirklich? Aber was kommt als nächstes auf die „Fritten“?


McCain – Wird der Frittenking der nächste US-Präsident?

Du sollst glauben – denn der McCain wird dein Schicksal
Elitäre Knochenmänner und geheimnisvolle, prominente Totenschäde
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Drei Bücher und das Gefühl der Unterjochung

Harald Haack – Selten kam sie zum Schreiben. Sie fand einfach keine Zeit dazu, als Ehefrau, Mutter von vier Töchtern und Arbeiterin sowie Journalistin. Und wenn sie schrieb, dann geschah dies oft in der Nacht, was sie immer bedauerte: „Ich werde einer dieser unglücklichen Menschen sein, die im Bewusstsein dessen sterben, was nie aufgeschrieben wurde oder was nie fertig wurde“, hatte sie einmal gesagt.


Tillie Olsen: Starb sie unglücklich und im Bewusstsein dessen, „was nie aufgeschrieben wurde oder was nie fertig wurde“?

Nun ist sie gestorben; zwei Wochen von ihrem 95. Geburtstag am 14. Januar in Kalifornien: Tillie Lerner Olsen. Die sozialkritische Romanautorin starb am Montagabend in einem Krankenhaus der Stadt Oakland, wie ihre Tochter Laurie Olsen mitteilte.

Ihre beiden Bücher „Tell me a Riddle“ (Erzähl mir ein Rätsel, 1961) und „Yonnondio“ (1973), prägte zahlreiche Schriftsteller.

Ihre Eltern flohen 1905 aus Russland aus politischen Gründen vor dem zaristischen Regime in die USA. 1912 wurde sie, dem Jahr als das Passagierschiff „Titanic“ sank, in Nebraska geboren und wuchs unter einfachen Verhältnissen auf. Mit 18 Jahren schloss sie sich der Jungen Kommunistischen Liga der USA an, und mit 19 Jahren begann sie ihren ersten Roman zu schreiben: „Yonnondio“. Doch der Roman wurde aus Zeitmangel nie fertig, aber 1973 wenigstens als Fragment veröffentlicht.

Zu ihrem Thema hatte sie sich das harte Leben der einfachen Arbeiter und Arbeiterinnen und ihren Kampf für Gerechtigkeit gemacht. Für ihren Einsatz, Arbeiter und Arbeiterinnen in den USA zu organisieren, wurde sie 1934 inhaftiert. Darüber verfasste sie noch im selben Jahr die Essays „Thousand-Dollar Vagrant“ und „The Strike“. Damals, in den Zeiten der „Popular Front“ wurden solche Geschichten von verschiedenen Organisationen verlangt und Arbeiter und Arbeiterinnen gefördert, um literarisch tätig zu werden.

Erst wirklich bekannt wurde sie aber durch ihre Geschichte „The Iron Throat“, die sie 1934 in der „Partisan Review“ publizierte. Einige Verleger bemühten sich um sie, und sie sagte schließlich „Random House“ zu. Vereinbart wurde, dass sie ein Kapitel pro Monat schrieb. Dafür erhielt sie ein Stipendium. Um die nötige Ruhe und die geistige Kraft zum Schreiben zu finden, gab sie ihre kleine Tochter zu Verwandten und zog zum Schreiben nach Los Angeles. Doch schon bald vermisste ihre Tochter. 1937 beendete sie den Vertrag.

Im Jahr zuvor, 1936, hatte sie ihren Mann Jack Olsen geheiratet. Mit ihm hatte sie noch drei weitere Töchter. Für diese opferte sie sich für die nächsten folgenden 20 Jahre und nahm Gelegenheitsjobs an.

Dennoch engagierte sich sie sich politisch weiterhin für die Rechte der Arbeiter und Arbeiterinnen. Die Olsens verbrachten gemeinsam viel Zeit in der Lokalpolitik und bei Gewerkschaftsveranstaltungen. Drei Mal wurde sie wegen ihren gewerkschaftlichen Aktivitäten verhaftet.

Ihre älteste Tochter brachte sie 1953 zum Schreiben zurück. Um nicht wieder im Schreiben fest zu hängen, nahm sie an einem Schreibkurs teil. Ihr Lehrer fand aber bald heraus, dass er ihr nichts mehr beibringen konnte. Deshalb empfahl er ihr einen anderen Kurs.

Sie schrieb wieder Kurzgeschichten. Für die Jahre 1955 und 1956 gewann sie den „Stegner Fellowship“ an der Stanford Universität. Unter dem Titel „Tell Me a Riddle“ wurden ihre Kurzgesichten 1961 veröffentlicht. Es wurde ihr bekanntestes Werk, und 1978 erschien von ihr noch eine Aufsatzsammlung zum Thema, warum Menschen, besonders Frauen, von literarischem Schaffen abgehalten werden.

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Populärer deutscher Fotograf verlässt Südafrika

Dr. Alexander von Paleske – 2006 war das letzte Jahr in Südafrika für den 75-jährigen Jürgen Schadeberg, der zu den populärsten und mutigsten Fotografen Deutschlands zählt. Schadeberg kam 1950 nach Südafrika und wurde 1951 von dem damals im Aufbau begriffenen Magazin Drum angeheuert.


Jürgen Schadeberg kehrt nach Europa zurück. © Kinowelt GmbH

DRUM, das erste schwarze Magazin Südafrikas
Gegründet 1951 von Jim Bailey, einem reichen Südafrikaner, wurde es unter der Chefredaktion von Anthony Sampson zum ersten schwarzen politischen Magazin Südafrikas. Nelson Mandela kam dort zu Wort wie auch Chief Albert Luthuli, später Friedensnobelpreisträger, damals Präsident des Afrikanischen Nationlkongresses, ANC, der heutigen Regierungspartei Südafrikas. Weite Verbreitung und Anerkennung unter der schwarzen Bevölkerungsmehrheit fand es aber vor allem durch die Reportagen des investigativen Journalisten Henry Nxumalo.

Nxumalo berichtete über die mörderischen Arbeitsbedingungen der Farmarbeiter, er ließ sich selbst als Farmarbeiter anheuern. Er enthüllte die entwürdigenden Zustände in den Gefängnissen, nachdem er es schaffte, durch eine Übertretung der Ausgehbestimmungen für Schwarze selbst ins Gefängnis zu kommen.

Schadeberg lieferte die Fotos zu diesen Reportagen und er berichtete über das Leben in den Townships, das keinerlei Beachtung in den von Weißen beherrschten Medien Südafrikas fand. Heute finden sich Schadebergs Fotos von Nelson Mandela, mit dem er seit mehr als 50 Jahren freundschaftlich verbunden ist, in allen Schulbüchern Südafrikas, und nicht nur dort.

Anthony Sampson verließ Südafrika 1955 und wurde ein investigativer Journalist, der Bücher über die Ölkonzerne und die Waffenhändler schrieb. Er verfasste die einzige autorisierte Biografie seines Freundes Nelson Mandela.

Seine Zeit als Chefredakteur von DRUM hat er in dem Buch “Drum. The Making of a Magazine” festgehalten, ein Buch, das er 1955 auf der Rückfahrt nach England schrieb und das einen faszinierenden Einblick in die damalige Zeit erlaubt, in der die Apartheidsgesetze noch nicht voll gegriffen hatten und die Jazzszene in den Townships aufblühte. Das Buch wurde in Südafrika verfilmt und kam vor einem Jahr unter dem Titel “Drum-Wahrheit um jeden Preis” auch in deutsche Kinos.


Cover der im Handel erhältlichen DVD © Kinowelt GmbH

Mit dem Film wurde Henry Nxumalo aber auch Schadeberg und dem Magazin Drum, das später zu einem apolitischen Lifestyle-Magazin herabsank, das es auch noch heute ist, ein Denkmal gesetzt.

Schadeberg, der schwarze südafrikanische Weltklassefotografen wie Bob Gosani und Peter Magubane in die Geheimnisse der Fotografie während seiner Zeit bei Drum einführte, hat, wie er bedauernd feststellt, zu viele seiner Kollegen durch Mord und Totschlag verloren.

Der Hauptgrund für Schadeberg, dem die erste demokratisch gewählte Regierung Südafrikas die südafrikanische Staatsbürgerschaft 1995 verlieh, Südafrika den Rücken zu kehren liegt in der hohen Kriminalität. Er, der sicher als einer der furchlosesten Fotografen bezeichnet werden kann, will es nun jüngeren Kollegen überlassen, sich diesen Strapazen und der ständigen Furcht, mit der er nach dem Untergang des Apartheidsregimes nicht gerechnet hat, auszusetzen. Er kehrt nun nach Europa zurück.

Kriminalität auf Hochtouren
Am Ende des Jahres 2006 waren die Zeitungen Südafrikas wieder gespickt mit Berichten und Kommentaren über die ausufernde Kriminalität. Und eine Regierung, die nichts dagegen unternimmt und dessen Safety- and Security-Minister Chrales Nqakula empfiehlt, wem es in Südafrika mit der Kriminalität nicht passt, der solle eben auswandern.

Mittlerweile macht die Kriminalität auch vor den Kirchen nicht halt und Kirchengänger werden in der Kirche überfallen und beraubt. Kardinal Wilfred Napier, das Oberhaupt der katholischen Südafrikas der sich mit Bischöfen anderer Konfessionen im Januar 2007 mit dem Sicherheitsminister treffen wird, beklagte, die ausufernde Kriminalität führe dazu, dass Kirchen und Synagogen nun von privaten Sicherheitsdiensten geschützt werden müssten. Und der Leitartikel der auflagenstärksten Wochenzeitung von Südafrika, der “Sunday Times” vom 31.12.2006, hat die Überschrift “State loosing legitimacy as it fails to protect citizen from crime”.

Und während der Staat sich in der Krise befindet, macht sein Präsident erst einmal Urlaub in Senegal.

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Entschuldigungen? Entschädigungen?

Sollte früher begangenes Unrecht wieder gut gemacht werden?

Karl Weiss– Der englische Premier Blair hat entschieden, nicht für die Gräueltaten und die Ausbeutung der Sklavenhaltung um Entschuldigung zu bitten. Er drückte lediglich sein Bedauern aus. Die „Zeit“ springt ihm bei: Wo solle man anfangen, wo aufhören?

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich in diesem Falle einmal positiv ausgezeichnet. Es wurden in beträchtlichem Umfang Wiedergutmachungsleistungen gewährt und gezahlt und es wurde eine beträchtlicher Fond geschaffen, aus dem überlebende jüdische Sklavenarbeiter und deren Angehörige und Nachkommen entschädigt werden. Nun stellt sich die Frage: Und die anderen gigantischen Völkermord- und Sklavenhalter-Verbrechen, die durch staatliche Stellen begangen bzw. gedeckt wurden? Haben die nicht auch Anspruch auf Entschädigungen? Vor allem die unsäglichen Verbrechen des Kolonialismus und der kolonialen und postkolonialen Sklavenhalter sind hierbei im Visier.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg, langsam aber sicher, der ganze Umfang der Völkermorde der faschistischen Hitlerhorden der Weltöffentlichkeit ins Bewusstsein kam, wurden bald Forderungen nach Wiedergutmachungsleistungen laut. Dabei handelte es sich sowohl um solche für Überlebende der KZs und von Völkermordaktionen als auch für Angehörige von Opfern der faschistischen Mordmaschinerie.

Auf Druck der West-Alliierten musste der neu entstehende Staat der Bundesrepublik sich offiziell als Nachfolger des Hitler-Regimes etablieren, um (fast) alle staatlichen Einrichtungen auf seinem Gebiet beanspruchen zu können. Als solchem wurde dann die Forderungen an ihn herangetragen und es wurden Wiedergutmachungsgesetze beschlossen. Allerdings war es nötig, Beweise für die entsprechenden Betroffenheiten zu erbringen, was eine hohe Hürde darstellte. Die Originaldokumente des Hitler-Regimes waren in den Händen der Alliierten, die keinen Einblick gewährten. So konnten viele Betroffene und Angehörige nie die nötigen Beweise erbringen.

Speziell für die jüdischen Betroffenen gab es aber die Hilfe des Staates Israel und von Dokumentationsstellen, die entsprechende Beweise beschafften. Jüdische Stellen konnten zum Teil auch Zugang zu Akten erhalten, die in US-Gewahrsam waren. So kam es zu der Situation, die oft als ungerecht empfunden wurde: Weit überwiegend, wenn nicht ausschließlich, waren es jüdische Betroffene und Angehörige, die Wiedergutmachungszahlungen erhielten.

Andere Gruppen von Betroffenen, wie die wenigen überlebenden Homosexuellen oder Geisteskranke, an denen barbarische Experimente durchgeführt worden waren, gingen fast durchweg leer aus.

Ein besonderes Kapitel waren die überlebenden Kommunisten aus den Konzentrationslagern, denen generell und pauschal Entschädigungen verweigert wurden. Gegen Ende des Krieges waren die überlebenden Kommunisten in großen Teilen im KZ Buchenwald konzentriert worden. Bevor auch dort die Häftlinge in Todesmärschen ausgelagert werden konnten, inszenierten die Häftlinge unter Führung der Kommunisten einen Aufstand, der angesichts der minimisierten Wächtertruppe zu einem Patt führte: Die Häftlinge konnten zwar nicht fliehen, aber die Wächter konnte sie auch nicht zu einem Todesmarsch zwingen. Dies dauerte bis zum Eintreffen alliierter Truppen und so konnte eine beträchtliche Anzahl von Kommunisten das KZ überleben. Da sie angeblich „Staatsfeinde“ gewesen wären, verweigerte man ihnen Wiedergutmachungen, damit nachträglich noch die Haft legalisierend. Aber das soll heute nicht das Thema sein.

In den 80er Jahren des 20. Jahrhundert tauchten dann erneut Forderungen auf an die Bundesrepublik: Jüdische Sklavenarbeiter aus der Zeit des Faschismus in deutschen Betrieben verlangten von den Nachfolgefirmen und dem deutschen Staat Ausgleichszahlungen für die von ihnen erzwungenermassen geleistete Arbeit. Da sie dies vor US-Gerichten gegen die US-Töchter der Nachfolgefirmen damaliger deutscher Betriebe vorbrachten, bestand die Gefahr, dass solche Firmen wirklich zu umfangreichen nachträglichen Lohnzahlungen und dazu noch zu Strafzahlungen verurteilt hätten werden können, die nach US-Praxis in viele Zig oder Hundert Millionen Dollar-Bereiche hätten kommen können.

Hier sprang der deutsche Staat mit einer beispiellosen Aktion ein: Ein schuf einen Fond, den er mit Millionen von Mark in Steuergeldern ausstattete und bot den Klägern an, daraus Ersatzleistungen zu zahlen, wenn sie dafür die Klagen gegen deutsche Firmen zurückzögen. Die Firmen wurden aufgefordert, freiwillig ebenfalls Leistungen in den Fond zu zahlen. Der verurteilte Kriminelle Graf Lambsdorf wurde als Treuhänder für den Fond eingesetzt. Zwar zog sich das Ganze dann über mehr als ein Jahrzehnt hin, bis längst nach der Wiedervereinigung, aber am Ende konnten sich die deutschen Firmen, die unter Hitler von jüdischer Zwangsarbeit profitiert hatten, wirklich von Hunderten von Millionen Mark an Ausgleichszahlungen und Strafen freikaufen, indem sie ein paar „peanuts“ in den Fond einzahlten (und nicht einmal das taten alle).

Damit war weltweit ein Präzedenzfall geschaffen worden: Früher begangenes Unrecht kann noch viele, viele Jahrzehnte später mit Geldleistungen „wiedergutgemacht“ werden, nicht nur für die Betroffenen (von denen die meisten schon nicht mehr lebten), sondern auch für Angehörige und Nachkommen.

Die Logik, die hinter solchen „Wiedergutmachungsleistungen“, „Ausgleichszahlungen“ oder wie man sie auch immer nennen mag, steckt, ist in etwa folgende: Es gibt keine Wiedergutmachung für den Tod einer Person. Abgesehen von der strafrechtlichen Verfolgung der Täter ist ein Mord nicht wiedergutzumachen. Aber es gibt die Möglichkeit, erlittenes Leid zu mildern durch Zahlungen. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Angehörigen bzw. Nachkommen mit Zahlungen in einen ähnlichen Zustand zu versetzen, wie er gewesen wäre, wenn der Ermordete weitergelebt hätte, also z.B. weiter für den Unterhalt der Familie hätte aufkommen können, oder weiter in der Lage gewesen wäre, eine Firma zu führen und damit die Nachkommen in eine günstige finanzielle Lage zu bringen.

Ausgehend von dieser Logik, haben verschiedene Nachkommen von Opfern von Völkermordsverbrechen oder vergleichbar riesigen Unrechtstaten (Kolonialismus, Sklaverei) eine Logik für die Rechtfertigung von Ausgleichszahlungen für sie entwickelt:

Die vom Kolonialismus ausgebeuteten Staaten haben bis heute Schwierigkeiten, auf einen grünen Zweig zu kommen. Ausgleichszahlungen für die Vorteile, die jene Kolonialmächte aus den Länder herauszogen, könnten viele von ihnen schuldenfrei machen und sie aus der aussichtslosen Zinsfalle befreien, in der sie seit Urzeiten stecken – meistens seit dem Ende der Kolonialherrschaft.

Seien es Vorteile in Form von Bodenschätzen, die ohne jede Gegenleistung aus diesen Ländern geholt wurden, sei es die Form der Sklavenarbeit oder nur minimal bezahlte Arbeit, mit denen Vorteile aus diesen Länder gezogen wurden, ihnen steht ein Ausgleich zu.

Die Nachfahren von Sklaven, die praktisch ausschließlich aus Afrika entführt wurden, beanspruchen Wiedergutmachungen für die geleistete Sklavenarbeit in Anlehnung an die deutsche Regelung mit den Juden. Fast alle von ihnen wurden nach dem Ende der Sklaverei in den verschiedenen Ländern einfach ihrem Schicksal überlassen. Der Großteil der Nachfahren dieser Sklaven leben noch heute unter prekären Bedingungen, Bedingungen, die eindeutig ursprünglich von der Sklaverei verursacht wurden. Ihnen stehen Hilfen für ein lebenswürdiges Leben zu.

Schwerwiegende Argumente. Wenn die Juden Anrecht auf Entschädigungen hatten – was nicht zu bezweifeln ist – dann haben es diese Menschen auch, oder?

Auf einer UN-Konferenz in Südafrika waren vor einiger Zeit schon einmal solche Forderungen vorgebracht worden. Im Auftrag der EU antwortete ein spanischer Beauftragter (Spanien fühlt sich offenbar besonders angesprochen), es sei gar nicht daran zu denken, für diese Untaten Wiedergutmachungszahlungen anzuerkennen. Das seinen andere Zeiten gewesen, es hätten andere Maßstäbe gegolten.

Zu Zeiten der Präsidentschaft von Clinton war eine entsprechende Frage schon einmal in den USA aufgetaucht. Der Präsident hatte damals, ebenso wie Blair jetzt, erwogen, für die Sklaverei um Entschuldigung zu bitten. Schließlich war aber auch er auf den Nebenausgang gekommen, sein Bedauern auszudrücken.

Auch der Papst hatte schon zu diesem Trick gegriffen. Der Vorgänger des jetzigen, unter Druck, sich zumindest zu entschuldigen für die unsäglichen Massenverbrechen der katholischen Kirche oder solchen, die unter ihrer ausdrücklichen Billigung stattfanden, wählte den gleichen Weg, sich nicht zu entschuldigen, sondern sein Bedauern auszudrücken.

Nun, Bedauern drückt man den Angehörigen aus, wenn jemand gestorben ist, man aber nichts mit dessen Tod zu tun hatte. Das Ausdrücken von Bedauern schließt ausdrücklich die Anerkennung einer Schuld, speziell eigener Schuld, aus. Das ist natürlich auch der Grund, warum die Rechtsberater den Repräsentanten der Nachfolgeregierungen von Massenmordverantwortlichen immer abraten, um Entschuldigung zu bitten. Es könnte jemand irgendwelche Reparationsleistungen damit zu begründen versuchen.

Die „Zeit“ hat sich nun die Mühe gemacht, die Argumente zusammenzutragen, warum zurückliegende Schuld heute nicht mehr zu Entschuldigungen und Ausgleichsleistungen führen kann. Nicht ohne die unglaublichen Barbareien, jedenfalls was den Sklavenhandel betrifft, auch beim Namen zu nennen: Von etwa 9 Millionen Sklaven, die in der modernen Sklaverei aus Afrika entführt und im wesentlichen in die „neue Welt“verfrachtet wurden, überlebten allein 3 Millionen nicht einmal den Transport!

Schon in der Überschrift wird gesagt: „Wo anfangen, Wo aufhören?“ und damit ausgedrückt, man könne eben keine Grenzen finden, was denn nun zu entschuldigen sei und was nicht. Tatsächlich sollte man, wenn viele Jahrzehnte oder sogar ein, zwei oder drei Jahrhunderte vergangen sind, wirklich nur über die ganz großen, massenhaften, barbarischen und völlig außerhalb jeder Menschlichkeit stehenden Verbrechen reden. Darunter fallen praktisch alle Kolonialherrschaften und die damit verbundenen, aber später auch ohne Kolonialismus fortgeführten Versklavungen und Sklavenhalter-Gesellschaften.

Be diesen, klar umrissenen und in ihrer Abscheulichkeit überwältigenden Verbrechen davon zu reden, man wisse nicht, wo anfangen und wo aufhören, ist lächerlich. Sie sind klar definiert, gut untersucht und bis ins Detail bekannt.

Das zweite wesentliche Argument stellt sich bei der „Zeit“ wie folgt dar: „Geschichte schreitet voran, Haltungen ändern sich, neue moralische Maßstäbe bilden sich heraus.“„Das [Versklavungen und Sklavenhaltung im Sudan] sind die Wirklichkeiten, auf sie sollte sich die Aufmerksamkeit aller derjenigen konzentrieren, die sich über Rechtlosigkeit empören. Und nicht einer Vergangenheit, die längst überwunden ist.“

Das ist interessant. Man wusste also im 17. und 18. sowie in wesentlichen Teilen des 19. und auch noch teilweise 20. Jahrhundert nicht, dass das Erobern von Ländern, das Ausbeuten der dortigen Schätze und Arbeitskraft und das anschließende „Sich-Selbst-überlassen“ sowie Versklavung und Sklavenhaltung Unrecht sind? Es gab andere moralische Maßstäbe?

Es gab kein Christentum, das Nächstenliebe lehrt und „Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, hast du mir getan“? Reden wir hier von primitiven, vorgeschichtlichen Zeiten? Von mittelalterlichen Zeiten? Nein wir reden von der Neuzeit, als alle Verantwortlichen Zugang zu den Werten der Renaissance hatten. Speziell reden wir auch von Zeiten nach der Mitte des 18.Jahrhunderts, als die Aufklärung und die mit ihr vorangehenden Verständnisse der unveräußerlichen Rechte eines jeden menschlichen Wesens entwickelt waren und ebenfalls allen Verantwortlichen zugänglich.

Es handelt sich offensichtlich um eine lahme Ausrede.

Speziell aber muss man sich mit dem Argument auseinandersetzen, dass diese Vergangenheit längs überwunden sei. Sind doch die Länder, die Kolonialreiche errichteten,„rein zufällig“ heute alle auf der Sonnenseite der reichen entwickelten Länder, ebenso wie fast alle, die Sklaverei zur Bereicherung nutzten. Dagegen sind „rein zufällig“ alle vom Kolonialismus unterdrückten Länder heute Teil des armen Gürtels der Menschheit, der Entwicklungsländer. Wollen die ehemaligen Kolonialländer wirklich behaupten, das massive Ausbeuten von Schätzen und Arbeitskraft zu jener Zeit habe nichts mit diesem heutigen Status zu tun?‘

Um nur einen Eindruck zu gewinnen, von welchen Größenordnungen der Ausplünderung die Rede ist, hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Artikel von Elmar Getto über „Brasilien und Gold“.

„Würde Brasilien sich vergleichsweise ebenfalls mit 10% [des Wertes des geraubten Goldes] zufriedengeben, würde zusätzlich auf die Aktualisierung des damaligen Goldwertes verzichten und würde auf Schadenersatz für alle anderen Werte verzichten außer dem Gold aus der Region ‚Zentrales Minas Gerais’, so hätte die Europäische Union immer noch 2,8 Billionen Dollar (oder entsprechend weniger in Euro) zu entrichten. Nehmen wir nun an, Brasilien würde in unendlicher Güte eine Rückzahlungsdauer von 500 Jahren akzeptieren, so wären Jahresraten von etwa 50 Milliarden Euro fällig. Da die Gesamtschulden Brasiliens etwa 600 Milliarden Euro betragen, wären die Schulden in zwölf Jahren bezahlt und es ständen immer noch 482 Jahre von jährlichen Zahlungen aus.“

Und das sind nur 10% und nur von einem Teil des geraubten Goldes, ohne andere Bodenschätze zu zählen! Nun kommen wir langsam etwas mehr dahinter, warum die ehemaligen Kolonialländer und Sklavenhalterstaaten die Frage von Entschädigen meiden wie der Teufel das Weihwasser. Was da auf sie zukommen könnte, wäre gigantisch.

Da ist es sicher besser, von „längst überwundener Vergangenheit“ zu schwafeln, nicht wahr?

Ist ist also zu erwarten, dass die deutschen Ausgleichszahlungen die Einzigen in der Geschichte bleiben werden.

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New Orleans: Auf „tollwütige Hunde“ geschossen

New Orleans – Über ein Jahr nach dem verheerenden Hurrikan „Katrina“ hat ein Geschworenengericht am Donnerstag in New Orleans Anklage gegen sieben Polizisten erhoben. Sie müssen sich wegen Mordes und versuchten Mordes verantworten.

Die Polizisten hatten am 4. September 2005 an der Danziger Bridge inmitten von Plünderungen und Schüssen nach den Verwüstungen durch den Hurrikan das Feuer eröffnet. Dabei starben zwei Menschen, vier weitere wurden verletzt.

Staatsanwalt Eddie Jordan erklärte, auch während eines Ausnahmezustands dürften Polizisten nicht grundlos auf Bürger schiessen als seien es „tollwütige Hunde“.

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20 kilogramm Heroin in Zürich beschlagnamt

In Zürich-Altstetten hat die Stadtpolizei bei Ermittlungen gegen einen 34-Jährigen insgesamt 20 Kilogramm Heroin im Wert von 800 000 Franken sichergestellt. Der Mann wurde verhaftet wegen Verdachts auf Heroinhandels im grossen Stil.

Der Mazedonier war laut Polizeiangaben bereits am 7. Dezember vor dem Lagerraum seiner Firma in Zürich-Altstetten verhaftet worden. Er trug einen Farbkübel mit sich, statt Dispersion befanden sich darin Heroinblöcke im Gesamtgewicht von rund 9 Kilogramm.

In der Folge wurden weitere Heroinblöcke sichergestellt. Die Polizei geht davon aus, dass dem Verhafteten die eigene Sanitärfirma als getarnter Lagerraum für das Heroingeschäft diente.