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Lula wiedergewählt

Erneut ein Erdrutschsieg bei Präsidentschaftswahl in Brasilien

Karl Weiss, Rio de Janeiro – War nach dem ersten Wahlgang am 1.Oktober ernsthaft in Frage gestellt, ob Lula seine Wiederwahl sichern könnte, so sind seit diesem Zeitpunkt alle Dinge für ihn gelaufen. Luiz Inacio Lula da Silva hat am 29.10.06 erneut einen Sieg mit hohem Abstand, diesmal etwa im Verhältnis 60,8: 39,2 über seinen Rivalen von der PSDB errungen, wie schon vor vier Jahren.


Es reichte für Lula aus, jeweils mit den ungeklärten Korruptionsskandalen der Regierung Cardoso zu antworten, derselben Partei wie Alckmin, der 8 Jahre Brasilien regiert hatte.
Foto:Reuters

Um fünf Uhr nachmittags schlossen die Wahllokale, um acht Uhr abends wurde die Wiederwahl Lulas bekanntgegeben zusammen mit den Ergebnissen der Gouverneurswahlen in jenen Staaten, in denen ebenfalls ein zweiter Wahlgang notwendig wurde. Bis 21.30 waren alle Ergebnisse genau festgestellt. Ob die Vereinigten Staaten einmal in Brasilien in die Lehre gehen sollten?

Lula gewann mit deutlichem Abstand im gesamten Norden und Nordosten Brasiliens, das sind die ärmsten Regionen Brasiliens. In den Regionen Zentral-West und Südost ging der Sieg mit geringem Vorsprung an Lula, nur in der Region Süd konnte der Kandidat der Rechten, Alckmin, die Mehrheit erreichen. Der Unterschied der Stimmenzahl zugunsten Lulas liegt im Bereich von 20 Millionen Stimmen (bei etwa 100 Millionen Wählern).

Besonders beeindruckend der Umschwung in der bei weitem bevölkerungsreichsten Region Südost mit den beiden bevölkerungsreichsten Staaten São Paulo und Minas Gerais und dem Staat Rio de Janeiro mit der gleichnamigen Stadt, der zweitgrößten des Landes. Im ersten Wahlgang war diese Region eindeutig an Alckmin gegangen, mit sehr hohem Vorsprung im größten Staat nach der Bevölkerungszahl, São Paulo, in dem beide Kandidaten wohnen.

Diesmal hat Lula nicht nur, wie auch schon im ersten Wahlgang, Rio de Janeiro gewonnen, sondern auch Minas Gerais, das noch vor 4 Wochen mit Abstand an seinen Gegenspieler gegangen war. In São Paulo konnte Lula den Abstand verringern, so dass die ganze Region an ihn ging. Damit war die Wahl gewonnen.

Gleich in der ersten Woche nach dem ersten Durchgang wurden die wichtigen Weichen gestellt. Der Kandidat der Rechten, Alckmin, glaubte verstärkt die Frage die Korruption in der Regierung in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes stellen zu müssen, während die Truppe der Wahlkampfmanager der PT, der Partei Lulas, die Parole schuf: „Deixa o homen trabalhar!” „Laßt doch den Mann arbeiten!”.

Bald stellte sich heraus: Diesmal – im Gegensatz zur Wahlkampagne vorher – lag die PT richtig. Alckmin hatte nicht bedacht: Diejenigen, die wegen der Korruption in der Regierung Lula für ihn stimmen würden, hatten schon im ersten Wahlgang für ihn gestimmt. Er würde fast keine zusätzliche Stimme erhalten mit dieser Taktik. Lulas Parole kam dagegen an.

Es reichte für Lula aus, jeweils mit den ungeklärten Korruptionsskandalen der Regierung Cardoso zu antworten, derselben Partei wie Alckmin, der 8 Jahre Brasilien regiert hatte, von 1995 bis 2002. Da der Brasilianer Korruption für fast selbstverständlich hält und sowieso jedem Politiker zutraut, korrupt zu sein, war der Vorteil hier bei bei Lula.

Ausschlaggebend dürfte aber gewesen sein, dass im Moment die brasilianische Wirtschaft ein stetes Wachstum aufweist und die Arbeitslosigkeit nicht weiter ansteigt. Zwar werden wenig neue Arbeitsplätze geschaffen, aber insgesamt scheint – zumindest zeitweise – ein wenig Prosperität eingekehrt zu sein, die jene Hoffnung, die niemals stirbt, erneut angefacht und Lula zum Sieg verholfen hat.

Sie wird erneut enttäuscht werden. Die ersten „Reformen“, sprich Verschlechterungen, sind bereits angekündigt: Die Steuerreform, die politische Reform und die Rentenreform.

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Abschliessende Bemerkungen zu Herrn Engelbrechts et al.

Umwälzung der HIV Erkenntnisse.
Dr. Alexander von Paleske – Zunächst einmal zur Definition von AIDS. Das Center for Disease Control (CDC) hat 1993 eine Fassung herausgebracht, die zu einem zentralen Punkt die Anzahl der CD4-positiven Lymphozyten macht.

Hier handelt es sich keineswegs um Erbsenzählerei, wie die HIV-Leugner gerne behaupten. Wer sich etwas mit der Immunabwehr beschäftigt hat – und das mache ich nicht Herrn Engelbrecht, der ja kein Mediziner ist – sondern den Herren Koehnlein und Fiala zum Vorwurf, der weiss, dass die CD4-positiven Lymphozyten eine zentrale Rolle in der Immunregulierung und -abwehr spielen.

Bei praktisch allen Patienten, die HIV-positiv sind, kommt es bei unbehandelter Erkrankung von ganz ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, zu einer sukzessiven Abnahme der CD-4 Lymphozyten, bei dem einen schneller, bei anderen langsamer, das ist alles längst bekannt, offen ist die Frage, wie dieser Zerstörungsprozess im einzelnen ablauft, direkte Zerstörung durch das HIV-Virus oder setzt die HIV-Krankheit einen Selbstzerstörungsmechanismus der CD4 Zellen in Gang ? Auf diese Frage hoffen wir im Laufe der nächsten Zeit Antworten zu bekommen.

Opportunistische Infektionen treten praktisch nur auf, wenn diese Zellzahl unter ein bestimmtes Niveau abgesunken ist.

So sehen wir zum Beispiel Kryptokokkeninfektionen regelhaft nur bei einer CD4 Zahl von unter 150/ul. Gleiches gilt für die Pneumozystis- Pneumonie, die wir praktisch nie bei einer CD4-Zellzahl von über 200/ul beobachten. Kurzum, es handelt sich um eine schwere Beeinträchtigung des Immunsystems, wenn die CD-4 Lymphozyten-Zellzahl unter-200 abrutschen.

Deshalb hat sich die Regierung Botswanas entschlossen, ab diesem Punkt mit der Behandlung durch antiretrovirale Medikamente zu beginnen. Als Resultat ist es z.B zu einem deutlichen Absinken der Fälle von Zytomegalievirusbefall der Netzhaut des Auges mit sukzessiver Teil- oder Vollerblindung gekommen.

Sämtliche Krebserkrankungen die im Rahmen der HIV- Infektion auftreten, hat es vorher auch gegeben, aber sie spielten keine oder nur eine unwesentliche Rolle.

Zum Beispiel das Karzinom der Bindehaut des Auges, das wir nunmehr gehäuft beobachten oder das Vulva-Karzinom bei jüngeren Frauen. Die Patienten sind nahezu ausnahmslos HIV-positiv.

Gleiches gilt für das Kaposi-Sarkom, das ich in Zimbabwe bei insgesamt 10 Patienten, die HIV-negativ waren, sah, hier in Botswana bei dreien, gegenüber Hunderten von HIV-positiven in beiden Ländern.

Das HIV-negative Kaposi-Sarkom trat bis zum Beginn der HIV Epidemie vor 20 Jahren in unbedeutender Zahl und praktisch nur bei Männern auf und befiel ausschliesslich die Extremitäten (Arme und Beine). Was wir jetzt beobachten ist ein aggressives Kaposi-Sarkom in grosser Zahl, das gleichermassen Männer und Frauen aber auch Kinder befällt. Neben den Extremitäten werden auch innere Organe wie die Lunge befallen. Alle Patienten sind HIV-positiv und haben eine reduzierte Zahl von CD4-positiven Lymphozyten.

Das Kaposi-Sarkom war auch in Deutschland ausserhalb der HIV-Krankheit bekannt, und zwar bei Patienten, die immunsuppressive Medikamente nach Transplantationen erhielten. Dieser Krebs ist Folge einer Infektion mit einem Herpesvirus, aber bei normaler Immunabwehr kommt es nicht zum Ausbruch der Krebserkrankung.

Interessanterweise beobachten wir Rückbildungen dieses Krebses bei einer ganzen Reihe von Patienten, und zwar ohne die Gabe von Krebsmedikamenten, nach dem Beginn der Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten, parallel dazu einen Anstieg der CD4-Lymphozyten. Auch dieses Phänomen ist bekannt aus der Transplantationsbehandlung, wo die Rücknahme der immunsuppressiven Medikamente ebenfalls zu einer Rückbildung dieses Krebses führt.

Ebenfalls drastisch zugenommen haben hochgradig maligne Lymphdrüsenkrebse, die bei HIV-negativen Patienten, behandelt, eine Heilungsrate von 50% haben, bei HIV-positiven Patienten mit einer CD4-Zahl unter 100 aber mit Krebsmedikamenten praktisch nicht geheilt werden können.

Abschliessend möchte ich noch ein paar Zitate aus Herrn Engelbrechts Veröffentlichungen erwähnen.

In seinem Aufsatz im „Freitag“ vom 12.3. 2004 schreibt er unter Bezug auf seinen Freund Köhnlein:

„Die Kombitherapie (gemeint ist wohl HAART) kann kurzfristig helfen, weil sie die krankmachenden Keime tötet“

Welche Keime meint er denn , gar das HIV-Virus, das es nach seiner Auffassung doch gar nicht gibt?

„Doch AIDS ist eine das Immunsystem schädigende Intoxikationserkrankung, verursacht durch die Dauegabe immunsuppressiver Aids-Medikamente, Drogenkonsum oder Mangelernährung“

Dies alles trifft für Botswana, jedenfalls bis zum Start der antiretroviralen Behandlung, nicht zu. Es gibt sie hier nicht, diese angeblichen Alternativwege zu AIDS.

Weiter heisst es:„In Afrika gibt es so gut wie keine Aids-Tests.“

Nun ja, das ist absolut falsch, und Sie haben sich entweder nicht richtig informiert oder aber täuschen bewusst

Weiter heisst es: „Ähnliches gilt für Südafrika, wo die Todesfallstatistik ebenfalls nicht signifikant erhöht ist“

Auch das ist falsch, sie ist nicht nur signifikant, sondern drastisch erhöht. Gleichzeitig ist es in Ländern wie Namibia, Zimbabwe, Zambia Botswana, Swaziland und Lesotho zu einem deutlichen Absinken der Lebenserwartung gekommen.

Die Reihe liesse sich noch mit Zitaten aus seinem Büchlein „Virus-Wahn“ fortsetzen, ich belasse es dabei.

Es gibt guten Grund, diese Thesen von Engelbrecht, Koehnlein, Fiala und Co nicht unwidersprochen zu lassen, weil sie nicht nur Verwirrung stiften, sondern gefährlich sind.

Gefährlich, weil sie in Südafrika zu einer falschen Politik der Regierung Mbeki geführt haben, die vielen Menschen das Leben gekostet hat und kosten wird. Gefährlich aber auch in Deutschland durch die immanente Verharmlosung, jetzt, wo Neuinfektionen eben nicht mehr auf die klassischen Risikogruppen beschränkt sind.

Sehr geehrter Herr Engelbrecht
HIV kein Virus oder harmloses Virus?
Kampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
Machtkampf am Kap

Dr. Alexander von Paleske ist Arzt für Innere Medizin, Hämatologie Head, Department of Oncology am Princess Marina Hospital in Gaborone/Botswana und Ex-Rechtsanwalt beim Landgericht Frankfurt/M

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Sehr geehrter Herr Engelbrecht

Dr. Alexander von Paleske – Mit Interesse habe ich Ihre Stellungnahme zur Kenntnis genommen.

Zur Klarstellung:

1. In Botswana gibt es nur eine völlig unbedeutende Anzahl an Leprakranken. Im übrigen klassifizieren wir hier in Botswana mit seinem entwickelten Gesundheitssdienst, (und gleiches galt bis zum Jahre 2000 auch für Zimbabwe) nicht Malaria oder simplen Durchfall als AIDS.

Die Klassifizierung erfolgt hier in Botswana in keiner Weise anders als beispielsweise in Deutschland. Wir testen HIV-Antikörper, Viruslast und CD4- Lymphozyten routinemässig. Herr Max Essex, der übrigens hier arbeitet, würde diese von Ihnen zitierten Thesen aus dem Mittelalter der HIV-Virus Erkenntnisse auf gar keinen Fall auf die jetzige Situation in Botswana angewandt wissen wollen.

2. Botswana gehört zu den Ländern in Afrika mit dem höchsten Pro-Kopf Einkommmen, von 1/3 Unterernährung daher keine Rede

3. Gleichzeitig gehört Botswana zu den Ländern mit der höchsten Zahl von HIV–positiven Patienten.

Ich habe in meinem Bericht ausgeführt, dass wir hier in Botswana aber auch in Zimbabwe und gleiches gilt für Südafrika ein völlig neues Spektrum von Erkrankungen sehen. Dieses Krankheitsspektrum ist gekennzeichnet duch

– Opportunistische Infektionen wie z.B.Pneumocystis, Kryptococcus und Zytomegalie. Mit keinem Wort gehen Sie auf diese Katastrophe ein. Diese Erkrankungen haben wir, und ich spreche nunmehr aus 20-jähriger Erfahrung vor Ort, vorher nur sehr selten gesehen. Sie sind zusammen mit der Tuberkulose die Haupttodesursache geworden.

Allen diesen Patienten ist gemeinsam, dass sie nicht nur einen positiven HIV-Antikörpertest haben, sondern dass das Immunsystem praktisch zusammengebrochen ist, was sich durch die extrem niedrige Zahl von CD4-positiven Lymphozyten dokumentiert.

Ihr Mitstreiter Köhnlein behauptet nun, dass dies wohl ein angeborenes Immundefizienzsyndrom sein müsste.Ein angeborenes Immundefizienzsyndrom, das offenbar gleichzeitig und massenhaft mit dem Erscheinen von HIV -Positivität auftrat. Mit dieser Behauptung hat er sich wohl endgültig in die medizinische Phantasiewelt verabschiedet.

Parallel dazu ist es zu einem steilen Anstieg der Tuberkuloseerkrankungen gekommen, ohne dass sich an der Ernährungslage auch nur irgend etwas geändert hätte. Auch hierzu können Sie absolut nichts sagen. Diese Tuberkuloseerkrankungen waren vorher eindeutig im Absinken begriffen.

Auch habe ich ausgeführt, dass eine erschreckend hohe Anzahl von Säuglingen und Kleinkindern an schweren Infektionserkrankungen leiden, sie nicht gedeihen und zum überwiegenden Teil im Alter bis zu 5 Jahren sterben. Und dies bei völlig adäquater Ernährung. Gemeinsam ist bei ihnen der positive HIV-Antikörpertest, sonst nichts.

Woher, wenn nicht duch Virusübertragung, soll denn diese massenhafte Immundefizienz kommen? Vom Klapperstorch?

Da, jedenfalls in Zimbabwe , aber auch bis vor 2001 hier, die Kinder keine antiretroviralen Medikamente bekamen, scheiden alle Ihre anderweitigen Erklärungsversuche aus.

Und wie können Sie sich erklären, dass bei einer HIV-positiven Mutter, die mehrere Kinder hat, gute Ernährung vorausgesetzt, nur ihre HIV- positiven Kinder diese Probleme haben und früh sterben?

Es hat sich, wie ich ausführte, eine völlige Verschiebung des Krankheits- und Mortalitätsspektrums gezeigt.

Schliesslich habe ich darauf hingewiesen, dass wir nun auch in der Onkologie ein völlig anderes Krankheitsspektrum haben.

Es ist zu einem steilen Anstieg der Krebserkrankungen insgesamt gekommen, und dies vor allem durch die häufigste Erkrankung nunmehr: das Kaposi-Sarkom, ein Krebs, der vor Auftreten der HIV-Epidemie weniger als 1% aller Krebserkrankungen betrug. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind alle Patienten HIV-Antikörper positiv und haben eine erniedrigte Zahl von CD4 Lymphozyten.

Was Sie hierzu sagen, zeigt eigentlich, dass Sie sich in die Problematik gar nicht eingelesen haben. Es ist längst medizinisches Allgemeingut, dass es im Rahmen der Immunsuppression durch das HIV-Virus zu einem erhöhten Risiko kommt, an Krebs zu erkranken. Wir sehen das hier tagtäglich. Ich empfehle Ihnen, ein Kompendium über Tumorerkrankungen, wie den Schmoll/Höffken/Possinger zur Hand zu nehmen und daselbst das Kapitel „Tumortherapie bei HIV-Infektion“ aufzuschlagen.
Herr Köhnlein kann Ihnen da sicher behilflich sein.

Nun noch etwas zu den „Pillen“ wie sie Sie nennen, die nach Ihrer Ansicht nur dem Patienten schaden und den Profit der Pharmaindustrie mehren. Sie würden vermutlich anders sich äussern, wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, z.B. hier vor Ort zu sehen, wie Patienten die auf der Trage oder im Rollstuhl kamen, nun wieder so weit hergestellt sind, dass sie einer normalen Beschäftigung nachgehen können, dank HAART.

Dass dies keine Heilung ist, wer weiss das nicht, aber eine signifikante und sinnvolle Lebensverlängerung.

Da Sie ja Herrn Mbeki, den Präsidenten von Südafrika bei seinen Entscheidungen (leider muss man sagen) beraten durften, hier noch ein paar Zahlen, die den Erfolg Ihrer gemeinsamen Arbeit unterstreichen:

Diese Zahlen stammen wohlgemerkt von der Regierung:
(Siehe auch LANCET Vol 368, September 30, 2006)

1. In den Jahren von 1997-20O4 haben sich die Todesfälle in der Altergruppe der 20-39 jährigen Frauen mehr als verdreifacht und mehr als verdoppelt in der Altersgruppe der 30-44 jährigen Männer.

2. In den öffentlichen Schwangerschaftskliniken lage die Rate von HIV-Antikörper-positiven Fraün im Jahre 1990 bei 1%, 1997 bei 17% und 2004 bei 30%. Als Todesursache führten opportunistische Infektionen und TB.

3. Der Präsident des Medical Research Council von Südafrika, Anthony Mbewu, rechnet mit insgesamt 336.000 AIDS-Toten für den Zeitraum von Juli 2005-Juli 2006. wie er einem Ausschuss des südafrikanischen Parlaments jüngst berichtete.

Wer angesichts dieser Katastrophe den klaren Zusammenhang von HIV und AIDS leugnet ist ignorant.

Wer aber dem Präsidenten eines solchen von der Epidemie heimgesuchten Landes auch noch falsche Ratschläge gibt, der ist macht sich mitschuldig.

Dr. Alexander von Paleske

Sehr geehrter Herr Engelbrecht
HIV kein Virus oder harmloses Virus?
Kampf gegen AIDS: Gesundheitsministerin bevorzugt Gemüse statt Kondome
Machtkampf am Kap

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Waffendiebstahl von Marly: Mutmassliche Täter verhaftet

Bern – Die mutmasslichen Täter des Waffendiebstahls von Marly wurden verhaftet. Das Diebesgut konnte grösstenteils sichergestellt werden. Die Leitung des Verfahrens wird an die zivilen Behörden übergeben.

In der Nacht auf den 21. Oktober 2006 wurden vier Personen verhaftet. Sie werden verdächtigt, am Wochenende vom 16./17. September 2006 Waffen, Munition und weiteres Material aus der Truppenunterkunft von Marly (FR) gestohlen zu haben.

Vom Diebesgut konnten sämtliche 82 Sturmgewehre, die gesamte Munition sowie der grösste Teil des Materials sichergestellt werden. Bis heute fehlen drei Pistolen sowie zwei Nachtsichtgeräte. Es ist nicht auszuschliessen, dass auch noch dieses Material sichergestellt werden kann.

Das Ermittlungsverfahren erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem militärischen Untersuchungsrichter, den Untersuchungsbehörden des Kantons Freiburg, den Polizeikorps der Kantone Freiburg, Solothurn und Schwyz sowie der Bundeskriminalpolizei und der Militärpolizei. Die Verhaftung der Täterschaft und die Sicherstellung des Diebesguts erfolgten durch die Kantonspolizei Solothurn. Erste Erkenntnisse ergeben, dass die mutmassliche Täterschaft ausschliesslich oder hauptsächlich aus Zivilpersonen besteht. Aus diesem Grund wird die Leitung des Verfahrens von der Militärjustiz an die Untersuchungsbehörden des Kantons Freiburg übertragen.

Dagegen obliegt es weiterhin der Militärjustiz zu beurteilen, ob der Truppe im vorliegenden Fall eine strafrechtliche Verantwortung in Bezug auf die Aufbewahrung und Sicherung von Waffen, Munition und Material zukommt.

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Fahrlässige Brandstiftung – ein kosmisch-dummer Fall der Ursachenverschleierung

Harald Haack – Menschen wurden schon von Eisbrocken erschlagen und einige wenige sogar mit Eis erdolcht. Die Tötungen, die auf natürliche Ursachen beruhen, überwiegen angeblich. Aber jene, die auf nicht natürliche Weise geschahen, waren keine perfekten Morde, obwohl die eisigen Tatwaffen nie gefunden wurden, weil sie sich in Wasser verwandelt hatten. Kriminalisten kamen den schlauen Mördern dennoch auf die Spur; sonst wüsste man heute nicht, dass Eis als Tatwaffe verwendet wurde und dass der Täter den Vorteil kinetischer Energie nutzte: Die Geschwindigkeit, mit der ein „weiches“ Objekt auf ein hartes Hindernis trifft, kann verheerende Schäden an dem harten Hindernis anrichten. Karate-Sportler kennen dies und nutzen diese Technik in ihren „Bruch-Demonstrationen“.

Was dem Einen sein Eis, ist dem Anderen sein Feuer
Nun soll eine Gartenlaube in Troisdorf bei Bonn von einem „außerirdischen Sandkorn“ in Brand gesteckt worden sein, wie ein Hamburger Nachrichtenmagazin schreibt und verweist damit auf eine kosmische Ursache. Bei dem Einschlag des Himmelsobjektes soll ein 77-jähriger Rentner, der sich gerade in der Hütte aufhielt, verletzt wurden sein und Brandverletzungen an Gesicht und Händen erlitten haben. Die Polizei teilte mit, er liege im Krankenhaus. Für die Polizei Siegburg (Nordrhein-Westfalen) gebe es, nach Beratungen mit Experten, keine andere Ursache für den Brand als ein kleiner Meteorit. Der sei „die wahrscheinlichste Brandursache“. Eine vorsätzliche Brandlegung sei ausgeschlossen. Aber auch technische Ursachen oder eine chemische Selbstentzündung wurden als Ursache ausgeschlossen. Doch Beweismaterial oder Spuren von Meteoritgestein sei nicht gefunden worden.

Es soll kurz gezischt haben, dann ein Blitz und ein Knall. Und schon soll die Hütte in Flammen gestanden haben. Die Polizei will glaubwürdige Zeugen vernommen haben, die über „eine ungewöhnliche Leuchterscheinung am Himmel“ unmittelbar vor der Brandentstehung“ aussagten, die sich „als kleiner glühender Körper Richtung Boden bewegt hatte.“

Einige Experten schätzen, dass jährlich über 19.000 Bruchstücke von Kometen, Asteroiden oder abgesprengte Teile anderer Planeten, mit einer Masse von über 100 Gramm auf die Erdoberfläche, ins Meer oder auf unbewohntes Gebiet stürzen. Das ist nicht viel, wenn man die Zahl mit der Masse vergleicht, die als Raumfahrt- bzw. Satellitenschrott die Erde umkreist.


Stand hier einst die Gartenlaube eines Rentners? Besuchergruppe im Meteoritenkrater – Arizona (USA).


Der riesige Meteoriten-Krater in Arizona aus der Luft fotografiert.

Schrottige Zeugnisse hoch technisierter Zivilisationen der Erde
Unbekannt ist zwar die genaue Zahl jener von Menschen gemachten Teile, die als „Satellitenschrott“ die Erde umrunden und abstürzen. Bekannt ist aber, dass die Menge dieses Schrotts enorm ist. Nur die größeren Teile sind bekannt und werden angeblich verfolgt. Weltweit durchforsten nämlich Radarteleskope und optische Sensoren das erdnahe All nach den gefährlichen Trümmern. Nur die dicken Brocken finden sie, Teilchen mit einem Durchmesser unterhalb von zehn Zentimetern entgehen ihnen. Die kleinen und kleinsten Teile kennt also niemand. Aber jene sind es, die den Eintritt in die Erdatmosphäre oftmals überstehen und, wie in Troisdorf geschehen, Schäden verursachen können.

Die Tatsache, dass viele Orbitalteile unbekannt sind, wurde kürzlich beim letzten Shuttle-Flug der NASA zur ISS wieder einmal offenbar. Geheimnisvolle „schwarze Flugobjekte“ umschwirrten die Raumfähre, wie Nachrichtenagenturen meldeten. Die Flugkontrolle der NASA befürchtete, es handele sich um Hitzeschutzkacheln, die sich von der Raumfähre gelöst haben könnten. Astronauten im Shuttle und besonders jene in der ISS beäugten die „Flugobjekte“. Doch als die mysteriösen Teile dann vom Sonnenlicht erfasst wurden, waren sie mit einem Mal weiß und sahen wie dünne Mülltüten aus. Es handelte sich sicherlich nicht um eine von Experten vorgeschlagene Empfehlung: Sie forderten längst eine Müllabfuhr für den Erd-Orbit.

Vieles saust um den Erdball: Abdeckkappen, Farbpartikel, Fetzen aus Folien zur Wärmeisolierung, Kupferdrähte, Spannbänder, Schlacke aus Feststofftriebwerken, Schrauben und Schraubendreher, Sprengbolzen, Tropfen von Kühlflüssigkeit und eben Trümmerteile von Raketenstufen und die tief gefrorenen Urintropfen der Raumfahrer sollen hier selbstverständlich nicht verschwiegen werden. „Pipi“ im All kann, wenn es nicht durch Sonnenbestrahlung rechtzeitig verdampft, sogar die Raumanzüge der Astronauten durchschlagen. Dies ist wahrscheinlich ein Grund mit, weshalb der Urin von Astronauten und Astronautinnen recycelt und zu Trinkwasser aufbereitet wird. Aber einige NASA-Kritiker befürchten, der Urin von Apollo 13 schwirre immer noch um die Erde, denn bei jener Raumfahrtmission mussten sich die Astronauten nicht mehr in ihre Anzüge pinkeln. Eigentlich müsste deren Urin im All längst verdampft sein. Doch da Urin nicht nur Wasser ist, sondern etliche Feststoffe enthält, geht man vom Schlimmsten aus. Und noch niemand hat das Verhalten von Urin im Orbit untersucht. Eine doppelte Peinlichkeit.

Abfall also, wohin (nicht nur) das Astronauten-Auge blickt – wenn es genauer hinsieht und nicht von der Pracht des blauen Planeten geblendet wird. Und dieser Müll treibt keineswegs träge durch den luftleeren Raum. Er flitzt mit typischen Orbitalgeschwindigkeiten von mehreren Kilometern pro Sekunde um unseren blauen Planeten. Damit wird der Raumfahrtmüll zunehmend zur Gefahr – nicht allein für die Raumfahrt selbst, sondern auch für alle auf der Erde existierende Lebewesen.

Allein für Troisdorf, wo das angeblich „außerirdische Sandkorn“
Schaden anrichtete, werden von heavens-above 146 Radio-Satelliten gelistet, die den Ort innerhalb von 24 Stunden überqueren. Wie gut, dass alle noch intakt und unter Kontrolle sind! In dieser Liste nicht enthalten sind geheime Spionagesatelliten. Offiziell gibt es sie nämlich nicht. Man nennt sie deshalb auch „Black satellites“. Und was es offiziell nicht gibt aber dennoch existiert, unterliegt keiner allgemeinen Kontrolle. Sie stehen nicht still über einer Position wie beispielsweise TV-Satelliten. Die geheimen Späher umrunden den Planeten häufig in anderthalb bis zwei Stunden. Sie sind also verdammt schnell und damit auch eine Gefahr für andere Satelliten, mit denen sie kollidieren könnten.

Simple Wahrscheinlichkeitsrechnung

Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass ein Satellit bei einer Kollision mit einem anderen Satelliten oder mit einem Meteor in der extremen Kälte des Erdschattens im Weltall in mehr als „19.000“ Kleinstteile zersplittern kann. Damit wird die „Expertenmeinung“, die an 19.000 kosmische Bruchstücke glauben, radikal negiert. Nach Angaben der NASA gibt es weit mehr als 2.000 Schrott-Teile, die derzeit im Orbit die Erde umrunden. Wie gesagt, jedes dieser Teile könnte in mehr als 19.000 Teile zersplittern. Das wäre dann schon, bei angenommenen 2.000 großen Basis-Objekten, eine Menge von rechnerisch 38 Millionen Teilen, die alle allmählich ihre Flugbahn in Richtung Erde verringern, weil die irdische Schwerkraft und Gravitation auf sie einwirkt, um sie irgendwann abstürzen zu lassen. Mindestens 38 Millionen Teile also, die auf die Gartenlaube eines rheinländischen Rentners stürzen könnten.

Während die legendäre, russische Weltraumstation MIR noch kontrolliert ins Meer stürzte, gehen manche ausgediente Satelliten über Land herunter. Wir alle können froh sein, wenn sie beim Eintritt in die Atmosphäre restlos verglühen! Schlimm aber ist, wie sehr wahrscheinlich im jüngsten Fall in Troisdorf, wenn Reste davon glühend heiß heruntergeschossen kommen und Brände verursachen.

Dabei müssen solche Teile nicht unbedingt die Größe eines Sandkornes haben, um relativ unversehrt die Erdoberfläche zu erreichen. Anfang dieses Jahres berichtete der NASA-Mitarbeiter Dr. Philipps auf seiner WebSeite „Spaceweather“ über den mutmaßlichen Absturz eines Schrott-Teiles über Polen. Das Teil, so groß wie etwa eine KFZ-Radfelge durchschlug die Windschutzscheibe eines auf einem Parkplatz abgestellten Personenkraftwagens und riss dabei ein entsprechend großes, scharfkantiges Loch im Armaturenbrett und in den Frontsitzen. Aus Großbritannien wurden in den letzten zehn Jahren mehrere ähnliche Fälle berichtet; ebenso aus den USA. Es gab aber auch Einschläge von Meteoriten, von denen einer ins Dach eines hölzernen Hauses einschlug und sich seinen Weg bis ins Erdgeschoss bahnte, wo er dann auch gefunden wurde. Das Haus aber blieb von einem Feuer verschont. Auch krachte einmal ein Meteorit in den Kofferraum eines Autos. Im Kofferraum und damit unmittelbar über dem Tank des Fahrzeugs, wurde der Weltall-Vagabund gefunden.

Nach Information der Datenbank heavens-above wurde am 4. September 1996 der US-Satellit „Pegasus DEB“ (USSPACECOM Catalog No.: 25423 / International Designation Code 1996-051-L) von einem Startplatz in den USA gestartet. Am 1. Januar 2000 stürzte er irgendwo nahe der Malawischen Hauptstadt Lilongwe (Südost-Afrika) ab.

Aber nicht nur Satelliten stellen eine Gefahr dar. Häufig sind es ausgebrannte Raketenstufen, deren Flugbahnen zwar verfolgt werden, die sich aber – im Gegensatz vieler Satelliten, die mit Steuerdüsen ausgestattet sind – nicht mehr steuern lassen. Ein Beispiel: Am 17. Januar 2003 überquerte der trudelnde Torso einer Rakete, benannt wahrscheinlich nach einem Satelliten mit „Galaxy-9“, am 24. Mai 1996 mutmaßlich von Baikonur aus ins All geschossen, das Saarland, dann Großbritannien und verfehlte knapp Island, wo er südwestlich der Insel ins Meer stürzte.

Verräterische Erdumlaufbahnen
Es ist schwer mit Amateurmitteln von dem Absturzort eines Weltraumschrottteiles auf dessen Flugbahn und damit auf dessen Startplatz zu schließen. Aber unmöglich ist es nicht für jene Experten, die täglich mit der Verfolgung des Weltraummülls zu tun haben. Bekannte Startplätze für heimlich ins All geschossene Satelliten sind der Kodiak Launch Complex in Alaska (USA, Vandenberg CLF in Kalifornien (USA) und der russische Startplatz Baikonur-Kosmodrom. Viele Flugbahnen der von dort gestarteten Raketen und Satelliten kreuzen sich über Mitteleuropa, wo viele geheime Spionagesatelliten vorbeirasen.

Kleine und kleinste Orbital-Teile neigen zu flachen Eintrittswinkeln und werden somit nicht in der Atmosphäre verdampfen, aber dennoch glühend heiß und nahezu vollständig herunter kommen, wenn sie nicht von der Lufthülle abprallen wie ein im flachen Winkel über eine Wasseroberfläche geworfener Stein.

Sandkörner jedoch sind eine typische planetare Erosionsform, entstehen aus Gestein mittels Wind, Wasser, Sauerstoff, Hitze und Kälte und existieren nur auf Planeten wie Erde und Mars und treiben eigentlich nicht im All herum. Käme eine „Fuhre Sand“ ins All, so würden sich die Sandkörner mittels Gravitation bald zu einem größeren Himmelskörper sammeln und verklumpen; eine Art Asteroid wäre entstanden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gartenlaube des rheinländischen Rentners von einem „kosmischen Sandkorn“ getroffen und in Brand gesetzt wurde, ist somit unglaublich gering aber nicht auszuschließen. Weitaus nahe liegender dürfte als Ursache jener Schrott sein, den Menschen einst in den Orbit geschossen haben – im Rahmen von zivilen oder geheimen militärischen Missionen. Aber gerade das darf offensichtlich nicht ins Bewusstsein der Menschen gelangen und so wird die Wahrheit Erklärungen wie „höhere Gewalt“ oder „kosmisches Sandkorn“ verschleiert. Denn welchen politischen Schaden könnte jener rheinländische Rentner anrichten, wollte er beim US-Präsident George Walker Bush oder beim russischen Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin Schadenersatz und Schmerzensgeld einklagen?

© 23. Oktober 2006 Copyright by Harald Haack

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First Time in U.S. History a Jury Convicts an Illegal Immigrant of Conspiracy to Smuggle Himself

Rachel Alexander – Maricopa County Attorney Andrew Thomas and Sheriff Joe Arpaio are the only law enforcement officials in the country arresting and prosecuting illegal immigrants under an anti-human smuggling (coyote) statute.

An Arizona jury returned a guilty verdict against an illegal immigrant for conspiracy to smuggle himself into the country, a felony under Arizona law. Adolfo Guzman-Garcia will be sentenced for a class 4 felony, punishable by up to 3.75 years in prison, on December 5, 2006. Almost 336 illegal immigrants have been arrested and 161 have already accepted guilty pleas offered by the Maricopa County Attorney’s Office.

Thomas noted that it was the first time in U.S. history that an anti-smuggling law has been used to successfully prosecute illegal immigrants, by plea offers and now a jury verdict, describing the landmark decision, „The glacier of illegal immigration is starting to drip away. In Maricopa County, we will continue to keep the heat on until both smugglers and conspirators get the message.“ (Apparently global warming is occurring in Arizona?)

Since Maricopa County Attorney Andrew Thomas and Sheriff Joe Arpaio began enforcing the law against illegal immigrants in March of this year, the numbers of illegal immigrants attempting to cross the Mexico-Arizona border has decreased. Arpaio declared, „The word is out, don’t come through Arizona. Instead they are heading for California or Nevada’s border.“

So far, the Maricopa County Attorney’s Office has achieved a 90% conviction rate of those arrested. Detractors have criticized the Maricopa County Attorney’s Office for a legal opinion it provided Arpaio with that confirmed the anti-smuggling law could be applied not just to coyotes, but to illegal immigrants through Arizona’s conspiracy statute. Unless specifically exempted by the legislature, conspiracy laws apply to all felonies.

„So far we have won every substantive battle,“
Thomas said. Although a few left wing defense attorneys, including ones selected by the Mexican government, have challenged application of the law in court, it has withheld judicial scrutiny and has been upheld. Maricopa County Judge Thomas O’Toole presided over the trial of Guzman-Garcia. Both Judge O’Toole and Maricopa County Superior Court Judge David Cole denied motions by defense attorneys to dismiss the complaints, ruling that the application of the smuggling law was not preempted by federal law nor conflict with state law. O’Toole had dismissed one complaint earlier this year against an illegal immigrant when it got to a jury, stating that all of the elements of the crime („corpus delicti“) hadn’t been satisfied, but in this second case, held an evidentiary hearing where he found there was enough of a basis to send it to a jury.

The local Arizona media has mostly ignored the arrests and convictions of illegal immigrants since they began in March of this year, claiming that there have been no „convictions“ under the anti-smuggling statute and that no jury has found any of the arrestees guilty. This is playing with words. Accepting a guilty plea, as 161 illegal immigrants have done, results in a „conviction“ on their record. And there hasn’t been any jury convictions until now because most of the suspects accepted guilty pleas instead of going to trial (a handful of cases were dismissed); they never made it through the process to a jury trial, which can take up to six months. Leaves the mainstream media with egg on its face now.

Thomas had harsh words for I.C.E., the federal Immigrations and Customs Enforcement agency, for failing to deport the illegal immigrants after they pled guilty and were convicted. „The reality is we live in a border state and we are awash in illegal immigration,“ Thomas said. „They have a duty to uphold the law and the Constitution.“ When Sheriff Arpaio first started arresting them under the human smuggling law, I.C.E. refused to pick them up after conviction for deportation, instead, Arpaio and his deputies had to drive them themselves to Yuma next to the border. However, Arpaio said that since I.C.E. has changed leadership in Arizona, it has begun picking them up and transferring them for deportation.

Thomas is confident that having to spend several months in Maricopa County jail will send a deterrent message. Having a felony on their record will prohibit an illegal immigrant from being able to obtain U.S. citizenship in the future. Arpaio vowed to continue arresting illegal immigrants, „I’m gonna keep locking them up…we are being proactive, my posse is out there looking for them.“ The Maricopa County jail has a reputation as a miserable place to do time, because of its Tent City facilities located in the desert, its green bologna and water, and other tough restrictions. Inmates who have done time in both the jail and the state’s Department of Corrections have learned to ask the judge to allow them to serve their time in prison instead of jail. Arpaio sent a message to anyone contemplating illegally crossing the border, „You can’t work cutting palm trees if you’re in jail…you have to follow the law.“

Arpaio says his is the only law enforcement agency arresting illegal immigrants under the human smuggling statute. He hopes that this decision will encourage other law enforcement to enforce the law. „I’m tired of city police complaining about the cost of arresting illegal immigrants. That complaint is garbage. It’s a felony. The county picks up the tab for felonies, the city only pays for misdemeanor arrests.“ Thomas has also noted that he is the only county attorney in the nation prosecuting illegal immigrants for human smuggling. Working together, Thomas and Arpaio have become the toughest law enforcement team in the nation fighting illegal immigration. Although illegal immigration still remains a nationwide problem, the duo has done what they can locally, making it less Arizona’s problem.

Rachel Alexander

Ist praktizierende Anwältin für die Regierung in Phönix im U.S. Staat Arizona. Als ehemaliges Redaktionsmitglied und Kolumnistin des Arizona Daily Wildcat, gewann sie für ihre journalistischen Arbeiten drei Auszeichnungen und schreibt Kolumnen für IntellectualConservative.com

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DIE FALSCHMELDUNG – Franzosen zu nett zu ausländischen Touristen

KURZ/VERTICKERT – Die „Grande Nation“ ist zu nett zu ihren Touristen. Besonders Pariser Taxifahrer verhielten sich zu ihren Fahrgästen mehr als vorbildlich. Dies ergab eine Studie, die im Auftrag des französischen Innenministeriums erstellt wurde. Sprachprobleme gebe es laut dieser Studie in Frankreich nicht. Kellner und Verkäufer seien die Lieblinge aller Touristen und die Gastfreundschaft sei im ganzen Land nicht zu stoppen.

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Who Is ‚Any Person‘ in Tribunal Law?

Robert Parry – The New York Times lead editorial gives false comfort to American citizens by assuring them that they will not be victims of George W. Bush’s new draconian system for prosecuting enemies of the U.S. government in military tribunals outside constitutional protections.

“This law does not apply to American citizens,” the Times editorial stated, “but it does apply to other legal United States residents. And it chips away at the foundations of the judicial system in ways that all Americans should find threatening.”

However, the Times analysis appears to be far too gentle. While it’s true that some parts of the Military Commissions Act of 2006 target non-citizens, other sections clearly apply to U.S. citizens as well, putting citizens inside the same tribunal system with resident aliens and foreigners.

“Any person is punishable as a principal under this chapter who commits an offense punishable by this chapter, or aids, abets, counsels, commands, or procures its commission,” according to the law, passed by the Republican-controlled Congress in September and signed by Bush on Oct. 17. Read more of Robert Parry’s Report

Von Robert Parry erschien das Buch Secrecy & Privilege: Rise of the Bush Dynasty from Watergate to Iraq

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Wer anderen eine Grube gräbt…

Harald Haack – Gibt es einen Kampf der Computer-Betriebssysteme? Wer sagt denn, dass Apple-Systeme sicher vor Viren seien?

Windows gilt als anfälligsten für Viren, Trojaner und sonstige böswilligen Viechereien. Apple und „Nesthäkchen“ Linux gelten als sicher. Doch sind sie es wirklich? Hersteller von Anti-Viren-Software vermuteten bisher, das Interesse der Viren-Schreiber gelte dem am meisten verbreiteten Betriebssystem und das ist nun einmal Windows. Windows gab es erst, als Apple seine Computer bereits verkaufte, und so manch einer argwöhnte als Windows auf dem Markt kam, Microsoft habe es von Apple abgekupfert. Schon bald tauchten die ersten Viren für Windows auf. Apple blieb, zumindest für Viren-Schreiber, uninteressant. Ob es besser gesichert ist, darüber wurde bislang kein Beweis geliefert. Aber das Gerücht, demnach es sicherer sei, verfestigte sich als Tatsache.

Nun traf es Apple. Auf seinen Video-iPods befand sich ein Windows-Viurus. Besonders peinlich ist, dass Apple dem mutmaßlich eigenen Gerücht vertraute und die Computer, die für die Produktion genutzt werden, wahrscheinlich nicht sicherte und offenbar auch nicht regelmäßig überprüfte und eine gute Firewall nutzte. Da hilft es wenig, wenn Apple erklärt, der Virus RavMonE.exe sei vergangene Woche über einen einzelnen Windows-Rechner eines iPod-Herstellers auf die Geräte gekommen. Und die Behauptung, man sei verärgert darüber, dass Windows nicht „abgehärteter gegen solche Viren“ sei, vermag den eingetretenen Schaden nicht zu beheben, lässt aber tief gründen. Man könnte argwöhnen, Apple stecke hinter der Virenschwemme für Windows. Zwar gilt der Virus als „nicht besonder aggressiv“, doch etliche Apple-Kunden sollen sich inzwischen beschwert haben.

© 19. Oktober 2006 Copyright by Harald Haack

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Atatürk und die Armenier

Die Gründe für die türkische Leugnung des Völkermordes 1915/1916

Malte Olschewski – Vorbemerkung: Mein Artikel über den armenischen Genocid hat erwartungsgemäss heftige Reaktionen von Türken ausgelöst. Auf die schlimmsten persönlichen Angriffe hat schon Kollege Karl Weiss geantwortet. Immer wieder stellt sich die Frage, warum die türkische Seite derart irrational reagiert. Ich versuche in einem zweiten Artikel, diese Frage zu beantworten und gleichzeitig einige Aspekte zu präzisieren. M.O.

Malte Olschewski – Nach dem Kriegsausbruch 1914 erzwang das jungtürkische Regime mit den Ministern Enver und Talat Pascha an der Spitze einen Beistandspakt des Sultans mit dem deutschen Kaiser. Ein anderer, jungtürkischer Offizier, Mustafa Kemal, war gegen dieses Bündnis, worauf er als Militärattache nach Bulgarien abgeschoben wurde. An der Kaukasusfront kämpften armenische Freiwillige auf Seiten der russischen Armee gegen die Osmanen. Auch hinter den russisch-türkischen Kampflinien wurden Armenier aktiv. Ausserdem haben die Armenier als Deserteure und Spione wie auch durch Sabotage die türkische Kampfkraft geschwächt. Im Nordosten des Landes würde ein Generalaufstand der Armenier drohen, hiess es damals. (Siehe dazu: Erdem Ilter: „Ermeni ve Rus Mezalimi“ (Ankara, 1996).

Das jungtürkische „Zentralkomitee für Einheit und Fortschritt“ beschloss unter Generalsekretär Nazim Bey schon im Dezember 1914 ein Programm zur Vernichtung der Armenier. Dazu wurden meist aus Kurden und Strafgefangenen eigene Sonderkommandos aufgestellt. Das Zentralkomitee bestimmte Fristen, Marschrouten und Todeslager. Alles wurde genau vorbereitet und geplant, wie es die Definition des Genozids verlangt. Am 23.4.1915 begann die Vernichtung. In Konstantinopel wurden 2 000 Geschäftsleute und Intellektuelle festgenommen. Armenische Soldaten, die in Arbeitsbataillonen der osmanischen Armee dienten, sind entwaffnet und exekutiert worden. Die Zivilbevölkerung wurde an mehreren Plätzen konzentriert. Die Soldateska zwang Alte Männer, Frauen und Kinder zu Gewaltmärschen in Richtung Süden. Hierbei ist es zu ungeheuerlichen Verbrechen gekommen. Menschen wurden gekreuzigt oder in Dampfbädern vergast. Tausende wurden gefesselt in den Euphrat geworfen. Zehntausende Frauen wurden von den am Wegrand lauernden Moslems vergewaltigt oder als Nebenfrauen genommen. Neben den Marschkolonnen ist auch in anderen, armenischen Enklaven die Bevölkerung niedergemetzelt worden.

Hier setzen die erste Manipulationen der türkischen Geschichtsschreibung ein. In den armenischen Regionen konnte kein Aufstand drohen, da die meisten wehrfähigen Männer zur Armee eingezogen worden waren. Armenier und Russen haben an der türkischen Zivilbevölkerung nachweisbar Verbrechen verübt. Dies geschah jedoch nicht zu Beginn des Krieges sondern erst mit dem russischen Vorstoss 1916. Diese Verbrechen sind als Rache für die Todesmärsche anzusehen und haben nicht das Ausmass der vorherigen Deportationen durch die Türken.

Die deutschen und auch die österreichischen Verbündeten waren informiert. Pastor Johannes Lepsius suchte Berlin mit Dokumenten und Augenzeugenberichten zum Eingreifen zu bewegen, da die deutsche Heeresleitung rund 800 Offiziere als Militärhilfe nach Konstantinopel entsandt hatte und die Hohe Pforte beeinflussen konnte. Es gibt Berichte deutscher und österreichischer Diplomaten. Johannes Lepsius hat nach dem Krieg im Auftrag des Aussenministeriums 444 Aktenstücke über den armenischen Genozid veröffentlicht. Diese Akten wurden dahingehend manipuliert, da zuvor all jene Stellen eliminiert worden waren, die auf Mitwissen und Mitschuld Deutschlands hinwiesen. Erst seit kurzem sind die Lepsius-Akten vollständig einsehbar. (Wolfgang Gust: „Der Völkermord an den Armeniern 1915/1916“ Von Kampen, 2005)

Während der Deportationen tobte von Ende März bis Ende August 1915 mit ungeheuren Verlusten die Schlacht um Gallipoli. Mustafa Kemal war auf Druck Berlins zum Kommandanten der Abwehrschlachten gegen britische, französische, australische und neuseeländische Truppen ernannt worden. Er hat mit dem Genozid nichts zu tun, da er noch eine untergeordnete Rolle spielte und die ganzen Monate an der Front gewesen war. Er wurde nach Gallipoli als „Retter“ gefeiert und zum Pascha ernannt. Kemal, der nun gleich stark wie sein Intimfeind Enver Pascha war, diente als Kommandant an verschiedenen Frontabschnitten. Nach der russischen Oktoberrevolution 1917 stiessen die Türken in den Kaukasus vor, wo sie einen provisorischen Armenierstaat ausgelöscht und weitere 150 000 Armenier getötet haben. Darunter waren Zehntausende, die von den Deportationen hierher geflüchtet waren. Mit dem Waffenstillstand im Oktober 1918 und der beginnenden Besetzung durch die Alliierten rief Kemal die Truppen auf, sich als Guerillas in Anatolien zu sammeln.

Er gründete in Sivas ein Nationalkomitee, sodass die Türkei nun zwei Regierungen hatte. Im Vertrag von Sevres am 10.8.1920 sollten die Osmanen riesige Gebiete verlieren. Kemal hat Sevres nicht anerkannt und den Kampf fortgesetzt. Er hat Vorstösse der Briten und Griechen mehrfach zurückgeschlagen. Er hat dann auch die griechische Bevölkerung von der Smyrnaküste in die Ägäis gejagt. In Izmir weist Kemal als Denkmal mit herrischer Geste ins Meer. Der von Ruhm umglänzte General und Chef des Nationalkomitees hat schliesslich den Sultan abgesetzt und die Republik gegründet. 1923 wurde im Vertrag von Lausanne die Türkei in ihren heutigen Grenzen bestätigt.

Den Verantwortlichen des armenischen Genozids war schon 1919 nach britischem Druck vor Sondergerichten des Sultans der Prozess gemacht worden. Den obersten Tätern, Talat und Enver Pascha, gelang mit deutscher Hilfe die Flucht. Talat wurde später in Berlin auf offener Strasse von einem Armenier erschossen. Enver suchte grosstürkische Träume in Zentralasien zu verwirklichen. Andere zum Tod Verurteilte flüchteten zu den Truppen Kemals, um nach Ausrufung der Republik hohe Ämter zu übernehmen. Zum ersten Präsidenten der Republik gewählt, hat Kemal nach den Modernisierungen auch die türkische Geschichte reformiert. Er liess 1931 eine „Historische Gesellschaft“ gründen, die eine glorreiche Vergangenheit zu konstruieren hatte. In diesem „Grundriss der türkischen Geschichte“ (Türk Tarihinin Ana Hatlari) werden alle Völkerschaften, die je den Raum der neuen Republik besiedelt hatten, zu Vorläufern oder engen Verwandten der Türken. Die Skythen, die Hethiter, die griechischen Ionier und andere: Sie alle sind zu Prototürken geworden. Die Kurden haben die Kemalisten zu „Bergtürken“ ernannt. Bei der nahezu religiösen Verehrung für Kemal Atatürk und bei Unverletzlichkeit seiner Prinzipien ist eine Korrektur dieses Geschichtsbildes bis heute unterblieben. Es erhebt sich auch das Mausoleum für den 1938 verstorbenen Atatürk auf einem Hügel, der schon den Phrygern im 12. Jahrhundert v.Ch. als Grabstätte gedient hatte.

Die Armenier widerlegen schon mit ihrer Existenz den kemalistischen Gründermythos. Die Armenier sind Nachfahren der sehr alten Hochkultur von Urartu (assyrisch für: Bergland). Urartu rund um den Berg Ararat war ein Rivale Assyriens und bestand bis ins 5. Jahrhundert v. Ch. Aus der Bevölkerung Urartus entwickelten sich die Armenier. König Tigran, dem Grossen, gelang um 70 v.Ch. die Bildung eines grosses Reiches. 301 n. Ch. nahm Armenien als erstes Volk der Geschichte das Christentum als Staatsreligion an. Armenien hatte sich ständig gegen Byzanz, gegen Perser und Arabern und zuletzt gegen die aus Zentralasien herankommenden Osmanen zu behaupten.

Um 1900 waren im Osmanischen Reich 66 Prozent des Handels und 80 Prozent von Handwerk und Industrie in Händen der Armenier, Griechen und Aramäer. Dem Land fehlte ein türkisches Bürgertum bzw. Mittelschichte. Durch Auslöschung oder Vertreibung der Christen sind ungeheure Besitztümer in die Hände von Moslems gefallen, die dann auch die kemalistische Nationalbewegung unterstützt haben und die neue Klasse bildeten.. Der Aufstieg Kemals zum Vater der Türken (Atatürk) und die Gründung der Republik sind mehrfach und untrennbar mit der Vernichtung der Armenier und Griechen verbunden. Kemal Atatürk soll den Genozid einmal als „Schandtat der Vergangenheit“ bezeichnet haben.

Der im türkischen Nationalen Sicherheitsrat angesiedelte „Ausschuss zur Bekämpfung der Völkermord-Anschuldigungen“ will das Zitat nicht gelten lassen. Vielmehr habe Kemal bei der Parlamentseröffnung am 23.4.1920 erklärt: „Unsere Feinde haben… die eine Lüge darstellenden, angeblichen Armeniermorde erfunden.“ Die Deportationen seien „kriegbedingte Massnahmen gegen die Sezessionspolitik der Nichtmuslime“ gewesen, heisst es in ständiger Wiederholung bis heute, doch der jungtürkische Ideologe Nazim Bey hatte, durch ein Telegramm nachweisbar, gefordert: „Es ist erforderlich, das armenische Volk vollständig auszurotten.“ Bis heute agitieren türkische Botschaften und Vertretungen, aber auch in Westeuropa lebende Türken gegen Ausstellungen, Feierlichkeiten und Schulbücher, in denen der Genozid historisch korrekt dargestellt wird.

So verlangte man von den USA und von Frankreich Korrekturen in den Schulbüchern. Ankara protestierte gegen die Umwandlung des Potsdamer Lepsius-Hauses in eine Gedenkstätte. Akten des Theologen mussten versteckt werden, weil man einen Angriff türkischer Extremisten befürchtete. Und nun wil die Türkei französischer Waren boykottieren und gemeinsame Projekte annullieren. Wer in der Türkei von einem Genozid an Armeniern spricht, dem drohen ungefähr gleich hohe Strafen wie sie in Frankreich für die Leugnung des gleichen Völkermordes vorgesehen sind. Das Pariser Parlament hat damit einen verkehrten Schulterschluss mit der Türkei getätigt.

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