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Frankreichs Polizisten können auch lesen

Er war den Polizisten zwar entwischt, doch nun soll er in Begleitung seiner Eltern vor einen Jugendrichter geladen werden. Hisam Karmouni* hatte auf seiner Website geprahlt und verkündet, der Krieg sei erst dann zu Ende, wenn die Franzosen ihren Innenminister auf dem Scheiterhaufen verbrannten. Gegen zwei Beteiligte wurde inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen „öffentlichen Aufruf zur bewaffneten Zusammenrottung“ sowie „Aufruf zu Verbrechen oder Vergehen über die Presse“ eingeleitet. Ausserdem verhaftete Frankreichs Polizei jetzt fünf Verdächtige, weil sie in Online-Tagebüchern zu Gewalt aufgerufen haben sollen.

Die jüngste Festnahme eines als „Drahtzieher“ Beschuldigten soll nach Polizeiangaben heute früh in Pontault-Combault, einer östlichen Pariser Vorstadt, erfolgt sein. Mutmaßlich über die Kommentarfunktion hatte der etwa 20jährige in etlichen Blogs zur Randale aufgerufen. Frankreichs Polizisten können auch lesen – Blogs nämlich.

* Name von der Redaktion geändert

Krieg in „Eurabien“

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Bush steht mit dem Rücken zur Wand…

Elmar Getto – Schließlich und endlich ist es soweit: Präsident Bush steht mehr und mehr mit dem Rücken zur Wand. Selbst seine Anhänger haben begonnen, sich von dieser Politik abzuwenden. Bedeutet das aber, das er abgesetzt wird? Daß er nicht imstande sein wird, einen aus seiner Bande zum Nachfolger „wählen“ zu lassen?

Die Nation USA ist des Irak-Krieges müde. Zweieinhalb Jahre toter US-Soldaten (inzwischen über 2000), zweieinhalb Jahre ohne erkennbare Fortschritte, das läßt selbst den konservativsten zweifeln, ob man nicht wirklich ohne Konzept jenes Land überfallen hat.

Dazu der Vorschlag seiner Anwältin, die nie Richter war, zum Obersten Bundesgericht, was bereits nach kurzer Zeit zurückgezogen werden mußte. Dazu die Anklage gegen den Führer der republikanischen Mehrheitsfraktion im Senat wegen Wahlvergehen. Dazu die Tatsache, daß nun wirklich an die Öffentlichkeit kommt, daß die Gründe des Krieges nicht falsch waren aus irgendwelchen Mißinformationen oder Irrtümern, sondern schlicht erfunden wurden, wie z.B. das jetzt veröffentlichte Downing-Street-Memorandum. Dazu, daß jetzt feststeht, daß die Bush-Bande aus Rache gegen einen Diplomaten, der eine solche Erfindung publik gemacht hat, die Identität als „Under-Cover“-Agentin des CIA von dessen Frau offengelegt hat und damit deren Karriere beendete. Dazu das Desaster, daß das reichste und technologisch fortgeschrittenste Land der Welt nicht in der Lage war, auf eine Katastrophe wie die des Hurricanes Katrina (und später des Hurricanes Rita) angemessen zu reagieren.

Das alles hat sich nun angesammelt und die Zustimmungswerte für Bush und seine Politik in den USA gehen in den Keller. Bei Meinungsumfragen, die lediglich Wähler erfassen, also nur etwa die Hälfte der Bevölkerung, fiel die Zustimmung von etwa 55 % kurz nach der „Wiederwahl“ auf heute etwa 40%, wobei dies je nach Umfrage etwas schwankt. Das Zogby-Institut findet sogar deutlich niedrigere Zahlen.

Um diese Umfragewerte richtig deuten zu können, muß man wissen, wie in den USA alle Meinungsforschungsinstitute (außer Zogby) ihre Umfragen machen: Sie rufen nach dem Zufallsprinzip bei festinstallierten Telephonen an (der Bereich und die Anzahl der Angerufenen werden dabei nach dem zu erkundenden Thema festgelegt). Damit werden schon einmal alle, die keinen festen Telephonanschluß haben, aus der „Bevölkerung“ ausgeschlossen. Das betrifft vor allem das arme USA, das etwa 20% der Bevölkerung ausmacht. Als Nächstes stellt der Anrufer das Institut vor und sagt, daß man die Meinung des Angerufenen erfragen will. Da viele Menschen (vielleicht nicht ganz so unrecht) mit ihrer Meinung nicht an die Öffentlichkeit gehen wollen und den vagen Versprechungen über Beachtung der persönlichen Daten nicht viel Glauben schenken, brechen etwa 10 weitere Prozent an dieser Stelle das Gespräch ab. Das erhöht den nicht gehörten Teil der Bevölkerung auf etwa 30%.

Als drittes wird routinemässig die Frage gestellt, ob der Angerufene die Person ist, auf die das Telephon angemeldet ist. Im Verneinensfall wird gebeten, jene Person ans Telephon zu holen oder aber das Gespräch wird abgebrochen. Es wird angegeben, daß man damit vermeiden will, die Meinung unmündiger Kinder zu hören, aber damit wird ausserdem in extremer Weise ausschließlich der männliche Teil der „Bevölkerung“ befragt. Telephone sind nur selten auf Frauen zugelassen. Zwar wird bei einer Anzahl Meinungsumfragen auch gezielt weibliche Bevölkerung gefragt, aber dies trifft nicht auf die üblichen Befragungen zu Wahlen und Politikern zu. Dies verhindert für einen weiteren Teil der Bevölkerung, daß ihre Meinung in diesen Umfragen auftaucht. Es handelt sich um weitere 10 – 20 %, d.h. nun sind bereits zwischen 40 und 50% der wirklichen Bevölkerung aus den Umfragen ausgeschlossen.

Aber damit nicht genug. Jetzt wird als nächste Frage gestellt, ob der Befragte bei der letzten Wahl (je nach Befragung bundesweite, Staats- oder kommunale Wahlen) gewählt hat. Das Interview wird ebenfalls abgebrochen, falls er das verneint. Da nun aber bei den meisten Wahlen in den USA nur etwa 50% der Berechtigten zur Wahl gehen, werden damit von dem sowieso schon auf 50 – 60% reduzierten Anteil der Bevölkerung noch einmal etwa 50% ausgeschlossen. In Wirklichkeit sind es etwas weniger als 50%, weil die Nichtwähler mit den oben schon ausgeschlossenen Gruppen z.T. übereinstimmen, zählen wir also nur 40%. Damit kommen wir also auf eine Zahl von nur 30% bis 36% der Bevölkerung, die bei solchen Umfragen (repräsentativ) befragt werden.

Das mag bei Wahlumfragen noch einen gewissen Sinn ergeben, denn man konzentriert sich auf den Teil der Bevölkerung, von dem man weiß, daß er auch zur Wahl geht, aber bei Zustimmungsfragen zur Regierung bekommt man so eine extrem regierungsfreundliche Auswahl.

Wenn also selbst bei den – sagen wir – 33% der regierungsfreundlichsten in der Bevölkerung Bush nur noch um die 40% Zustimmung bekommt, sie also in der Gesamtbevölkerung unter 20% liegt, dann kann man sich etwa vorstellen, wie sehr Bush mit dem Rücken zur Wand steht.

Er machte auch bereits klar, daß ihn das im Grunde nicht juckt. Er hat zwar sicherlich nicht ein Hinterteil auch nur annähernd so massig wie Kohl, aber er wird das Ding genauso auszusitzen versuchen wie es dieser damals tat.

Das wichtigste Indiz dafür ist sein kürzliches Interview mit der „Washington Post“, in dem er angibt, daß über seine Irak-Politik bereits abgestimmt worden sei vom US-amerikanischen Volk und zwar in den Wahlen im November 2004: „Die Wähler haben mich gewählt“ behauptet er und blockt damit jede Neueinschätzung bezüglich der Irak-Politk ab.

Diese Aussage hat allerdings zwei Haken: Zum einen wurde Bush gar nicht gewählt. Wie Rbi-aktuell in einer Reihe von Artikeln nachgewiesen hat, ist es zu massivem Wahlbetrug gekommen, der dafür sorgte, daß Bush die beiden „knappen“ Bundesstaaten Florida und Ohio zugesprochen bekam. Auch die Gesamtzahl der Stimmen (wenn die auch nicht ausschlaggebend ist) wurde in der Größenordnung von 8 Millionen Stimmen zugunsten Bushs manipuliert. Die wichtigste Manipulationsmethode war offensichtlich die Verwendung elektronischer Wahlmaschinen und elektronischer Stimmzettel-Auswertungsmaschinen, die leicht manipulierbar sind.

Es gibt aber auch noch einen anderen Grund, warum Bushs Behauptung, über seine Irak-Politik sei bereits abgestimmt worden, nicht stimmt. Bis vor nicht allzu langer Zeit haben nämlich die US-Massenmedien nicht oder kaum darüber berichtet, daß die Planungen für den Irak-Krieg bis in die Zeit vor dem 11. September 2001 zurückgehen und daß man keineswegs von falschen Geheimdienstberichten getäuscht wurde, sondern solche falschen Berichte selbst produziert hat bzw. klare Aussagen, daß sie falsch sind, einfach nicht zur Kenntnis genommen hat. Dem US-Normalbürger, speziell wenn er der republikanischen Partei zugeneigt ist und nicht im Internet nach alternativen Nachrichtenseiten sucht, war keineswegs klar, daß er in den Irak-Krieg hineingelogen wurde. Nun aber, mit der Aufdeckung der Plame/Chenney/Libby-Affäre, wird selbst in traditionelle konservativen Medien nicht mehr völlig verdeckt, daß es wirklich den Aufbau eines Popanz gab, als die Massenvernichtungswaffen im Irak „gesehen“ wurden und als man herausposaunte, Saddam Hussein habe Verbindungen zur Al Quaida.

In diesem Sinne wird der großen US-Öffentlichkeit erst jetzt langsam klar, daß man mit Lügen in einen Krieg hineingeredet wurde. Zum Zeitpunkt der letzten Präsidentenwahlen war dies keineswegs klar.

Das ist der Hauptpunkt, warum die Umfragewerte für Bush sinken, denn nun beginnen seine eigenen Anhänger zu zweifeln.

Trotzdem hat Bush alle Chancen, seine Amtszeit heil zu überstehen. Nicht, daß nicht auch eine gewisse Anzahl von Kongreßabgeordneten und Senatoren seiner eigenen Partei bereit wären, gegen ihn zu stimmen, sein entscheidender Vorteil ist die Opposition, die demokratische Partei, die zu einem Haufen verstörter Rehe verkommen zu sein scheint. Beeindruckt von der Einstimmigkeit der Medien nach dem 11. September hatten alle kritischen Stimmen in der demokratischen Partei ihre Kritik auf irgendwelche Detailpunkte zurückgeschraubt, um zu verhindern, daß sier als „unpatriotisch“ bezeichnet würden, in den USA ein Todesurteil für einen Politker. Dazu kommt, daß ein wesentlicher Teil der Demokraten überhaupt keine grundlegendend anderen Ansichten als die Bush-Bande hat, bestenfalls in einigen Nebenfragen.

Immerhin besteht jetzt aber die Möglichkeit, daß mit den US-Medien, die langsam beginnen, ansatzweise umzuschwenken und in bestimmten Fällen auch kritischen Stimmen Raum geben, auch der wesentliche Teil der Demokraten langsam wieder aus der Totenstarre erwachen könnte. Aber von da bis zu einem erfolgreichen „Impeachment“-Prozeß ist es ein langer Weg.

Ist nun aber wenigstens sichergestellt, daß Bush, der ja nicht wiedergewählt werden kann nach 8 Jahren Amtszeit, von einem demokratischen Präsidenten gefolgt wird? Keineswegs! Die Wähler, die Bush jetzt ablehenen, haben sich nämlich keineswegs den Demokraten zugewandt in ihrer grossen Mehrheit, sondern dem Lager der Unentschlossenen. Das ist auch kein Wunder, denn die Demokraten machen in letzter Zeit einen so kläglichen Eindruck, daß der typische US-Wähler sich abwendet, denn er kann alles leiden, nur keine notorischen Feiglinge.

Es ist aber auch in Frage zu stellen, ob ein zukünftiger demokratischer Präsident denn überhaupt irgendeinen Unterschied machen würde, und wenn, ob es ein positiver wäre. Die Demokraten haben in der Geschichte gezeigt, daß sie die Interessen des US-Imperialismus mindestens genauso konsequent verfolgen wie die Republikaner, ja daß sie in Fragen von Kriegen sogar aktiver waren als republikanische Präsidenten.

Man muß sich ja klar machen, daß, wenn Bush in etwa mit Stoiber vergleichbar ist, ein möglicher demokratischer Kandidat am ehesten mit Westerwelle zu vergleichen wäre, d.h. der US-Wähler hat eine wirklich erbärmliche Auswahl, wie der Vergleich deutlich macht.

Was allerdings ein ganz anderes Kapitel ist als die innenpolitische Lage in den USA ist das Ansehen der USA im Ausland und speziell das Prestige, das US-Präsidenten dort genießen. In dieser Hinsicht hat sich in den letzten Jahren allerdings sehr viel getan und das ging nicht zuletzt auf das Konto von George W. Bush. Nicht nur, daß es eine Welt-Öffentlichkeit gibt, die, soweit sie politisch bewußt ist, klar und mehrheitlich die aktuelle US-Politik ablehnt, wie es vor Beginn des Irak-Krieges in mächtigen Demonstrationen über den ganzen Erdenrund zum Ausdruck kam oder auch in Umfragen, die in ganz Europa gemacht wurden, in denen die US-Regierung eindeutig als wichtigste Bedrohung des Weltfriedens benannt wird.

Was hier weltweit an Porzellan zerbrochen wurde, ist unabschätzbar. Sind die USA heute der Weltenherrscher, so hat sich die internationale Situation doch auch schon so weit gegen sie entwickelt, daß nur noch von einer bereits eingeschränkten Herrschaft gesprochen werden kann.

Dies zeigt sich bis jetzt einerseits in den Gegen-Demonstrationen, die in jedem beliebigen Land riesig sind, falls Bush sich dort blicken läßt. Die letzten Beispiele in Argentinien und Brasilien bestätigen nur, was man auch schon vorher wußte.

Deutlich wird dies aber auch daran, daß die fast völlige Unterwürfigkeit, die vorher von fast allen Regierungen der Welt dem Besitzer der Erde gegenüber gezeigt wurde, nun bereits auffällig viele Ausnahmen kennt.

Da wagen es z.B. die Gewaltherrscher von Staaten wie Nord-Korea, Iran und Usbekistan sich, offen und frech den Wünschen der US-Regierung nicht zu entsprechen. Nord-Korea stellte jüngst neue Bedingungen, die für die USA schwer annehmnbar sind. Der neue iranische Präsident erinnerte in aller Klarheit, was dies Land schon früher gesagt hatte: Der zionistische Staat Israel muß von der Landkarte radiert werden. Der usbekische Präsident forderte einfach die US-Truppen auf, den Stützpunkt in seinem Land zu räumen, der wegen der Nähe zu Afghanistan von großem Interesse war.

Aber auch demokratisch gewählte Präsidenten wie die von Venezuela, Brasilien oder Argentinien unterwerfen sich nicht mehr so einfach den Diktaten aus Washington. Der Prozeß der Entwicklung der Interamerikanischen Freihandelszone (ALCA in spanischer Schreibweise) ist nun praktisch seit eineinhalb Jahren ohne jeden Fortschritt. Der ursprüngliche Zeitplan hatte ein Inkrafttreten im Jahr 2005 vorgesehen. Heute ist fraglich, ob sie überhaupt je aus den Schubladen herauskommt.

Die drei genannten Präsidenten haben bereits klargemacht, daß sie jeden weiteren Fortschritt der ALCA blockieren wollen, wenn die USA nicht von ihren hohen Agrarsubventionen herunterkommt, was sich Bush wiederum innenpolitisch nicht leisten kann, ebensowenig wie ein demokratischer Präsident. Weit hinten am Horizont taucht jetzt bereits die Möglichkeit einer Freihandelszone auf, die (fast) ganz Amerika einschließlich Kuba, aber ohne die USA und Kanada umfassen könnte.

In internationalen Maßstab haben die USA in einem Maße an Terrain verloren, den die Fortschritte auf der anderen Seite (Georgien, Ukraine, Libyen) kaum wettmachen können. Wer in absehbarer Zeit langsam mit dem Rücken zur Wand geraten wird, ist nicht mehr einfach ein US-Präsident, es ist der ganze US-Imperialismus.


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Wohnst du schon oder hämmerst du noch?

Harald Haack – Das schwedische Möbelhaus mit dem Namen, der an einen frechen, neuseeländischen Papagei erinnert, hatte schwedische Armeleute-Möbel als trendiges Puristen-Design mit Abenteuer-Effekt gesellschaftsfähig gemacht. Während sich das Äußere dieser Möbel im Lauf der Jahrzehnte mehr und mehr vom Obstkisten- und Holzverschlagstil entfernte und nun eine gewisse Eleganz den zumeist jungen Käuferinnen vorgaukelt, entwickelte sich parallel dazu der Baumarktstil und kehrt als „Repro-Design“ zu den Wurzeln zurück.


Selbstbau-Möbel im Baumarktstil: Große Geniestreiche in Sachen Design sind nicht zu erwarten

Einst wurden die Schwedenmöbel von Volkseigenen Betrieben in der DDR produziert („Made in GDR“), nun aber kommen sie überfrisch aus Rumänien. Offenbar ist die Nachfrage so enorm angewachsen, dass jetzt nur noch klitschnasses Holz verarbeitet wird. In trockene, mit Zentralheizungen ausgestattete Wohnungen gestellt, verströmen diese Möbel nicht nur übers ganze Jahr verteilt einen weihnachtlichen Fichtenduft, mit dem Knistern und Knacken des nun schnell trocknenden Holzes simulieren sie einen Sound, wie man ihn nur von einem hell lodernden Kaminfeuer her kennt. Wer jedoch auf diese heimelige Atmosphäre verzichten möchte, und sich auf den echten Selbstbau seiner Möbel besinnt, sieht sich mit dem Problem konfrontiert, dass er dafür praktisch kein Holz kriegt – obwohl die Baumärkte davon voll sind.

Holz führen die Baumärkte in jeder bekannten Form: Fichte zerschreddert und mittels Leim und hohem Druck zu Spanplatten gepresst; Fichten-Holzstaub mittels noch höherem Druck und Formaldehyd zu MDF-Platten gepresst; Fichte in Dachlatten zersägt; Fichtenbretter zu Panelbretter gefräst und Fichtenlatten zu Leimholz verleimt. Und was ist mit dem härteren Kiefernholz? „Das führen wir nicht mehr“, lautet oft die Antwort der in den Baumärkten umhergeisternden Verkäufer. Zu teuer sei es geworden und deshalb wolle es keiner mehr kaufen. Ramin gibt es nur noch in Form von Leisten. Fragt man nach anderen einheimischen Holzsorten wie Buche, Eiche, Linde oder Kirsche, Esche, Birke, so muss man damit rechnen für verrückt erklärt zu werden. Nach Tropenhölzern braucht man gar nicht erst zu fragen. Die werden längst geächtet – wegen der Abholzung des Tropenwaldes. Doch selbst Plantagenholz wie Teak ist in Baumärkten nicht zu haben.

Der Holzmarkt hat sich gewandelt. Holz ist nicht mehr für Ottonormalverbraucher erhältlich. Holz ist in die Fänge der Konzerne der Möbelindustrie geraten. Und die bestimmen, welche Holzart gerade „gefragt“ ist. Mit der großindustriellen Vermarktung von Holz aber wächst auch die Verbreitung von Möbeln, deren Holz mit Pestiziden wie Lindan verseucht ist. Dieses Pestizid verwendet die Holzindustrie oft unmittelbar nach dem Fällen der Bäume an und erneut bei der Lagerung. Man muss sich nicht erst giftige Holzschutzmittel kaufen und in der Wohnung verarbeiten, die Möbel können auch unbehandelt krank machen.

Und weil dies so ist, wurden Zertifikate und Prüfsiegel – auch für Holz – geschaffen. Sie sollen die Verbraucher in Sicherheit wiegen. Doch was ist das für eine Sicherheit, wenn zum Beispiel der „Blaue Umweltengel“ keine Sicherheit für die Gesundheit der Verbraucher bietet, sondern nur symbolisiert, dass das betreffende Produkt umweltgerecht entsorgt werden kann!

Wer sich seine Möbel selbst zusammenzimmern und auf potthässliche Spannplatten verzichten will, muss dafür gezwungenermaßen Fichten-Leimholz kaufen und darf hoffen, dass es frei von Lindan ist. Große Geniestreiche in Sachen Möbeldesign sollte man von seinen Leimholzmöbeln allerdings nicht erwarten. Wenn auch das weiche Fichtenholz die Möglichkeiten sehr einschränkt, so erinnern die damit zustande gekommenen Kisten immerhin an die schlichten Möbel armer schwedischer Landbewohner zur Zeit des frühen Zwanzigsten Jahrhunderts.

Bauplanwelt – Bau- und Bastelpläne Heimwerker und Profis

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Ranghoher US-Beamter: Büro von Vizepräsident Cheney deckte Folter

sda – Erneut schwere Vorwürfe gegen US-Vizepräsident Dick Cheney: Sein Büro ist nach Angaben eines ehemaligen ranghohen Beamten für Anordnungen verantwortlich, die US-Soldaten zur Folter von Gefangenen im Irak und in Afghanistan veranlasst haben.


Die Spur führt direkt zum Stab von Vizepräsident Cheney

Oberst Lawrence Wilkerson sagte am Donnerstag (Ortszeit) im öffentlich-rechtlichen Sender National Public Radio, er habe eine Reihe von Aktennotizen und Anordnungen zum fragwürdigen Umgang mit Gefangenen entdeckt.

Wilkerson belastete auch Cheneys neuen Stabschef David Addington. Ausserdem warf er dem Vizepräsidenten vor, den Nationalen Sicherheitsrat ausspionieren zu lassen.

Die Spur der Folteranordnungen führte nach Wilkersons Angaben über das Büro des Verteidigungsministers Donald Rumsfeld direkt zum Stab von Vizepräsident Cheney. Die vorgefundenen Anweisungen widersprächen einer Anordnung von US-Präsident George W. Bush aus dem Jahr 2002, wonach das US-Militär die Genfer Konventionen zu befolgen habe.

Wilkerson räumte ein, dass die Anordnungen „vorsichtig formuliert“ seien. Es gebe aber eine erkennbare Verbindung zu zahlreichen Misshandlungen von Gefangenen wie beispielsweise im irakischen Gefängnis Abu Ghraib, die nach der Genfer Konvention verboten seien. Militärs müssten wissen, „dass man solche Dinge einfach nicht tut“, sagte der frühere hohe Beamte im Aussenministerium.

Der Ex-Diplomat beschuldigte zudem David Addington, den damaligen Rechtsberater von Cheney, den Rückgriff auf Folter rechtlich gestützt zu haben. Cheney hatte Addington vor wenigen Tagen als Nachfolger des zurückgetretenen Lewis Libby in seinen Stab geholt. Libby steht wegen der Affäre um die Enttarnung einer CIA-Agentin vor Gericht.

Wilkerson sagte dem Sender weiter, Cheneys Mitarbeiter würden den Nationalen Sicherheitsrat ausspionieren und untergraben. Sie hätten etwa vor Bush ein Papier zurückgehalten, in dem der Rat die Notwendigkeit einer Truppenverstärkung im Irak bekräftigte. Wilkerson war Stabschef des ehemaligen Aussenministers Colin Powell.

In der vergangenen Woche hatte die US-Zeitung „Washington Post“ berichtet, dass sich der Vizepräsident kürzlich im Senat dafür ausgesprochen habe, den US-Geheimdienst CIA bei Auslandseinsätzen zur Bekämpfung des Terrorismus vom Folterverbot zu entbinden.

Weiterführende Artikel:
Bush läßt Kinder foltern – Wo sind die Bilder und Videos?
Keine Hinweise auf US-Foltertransporte via Genf-Cointrin?
Die „Government Documents on Torture“
Folterskandal auch in Afghanistan
US Army Report on Abuse of Iraqi Prisoners

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Drugs & Chemicals will contaminate Food Supply

More than 300 field trials of genetically engineered biopharmaceuticals crops already conducted in secret locations nationwide.

A coalition of consumer and environmental groups called on the U.S. Department of Agriculture (USDA) to prohibit a new class of genetically engineered food crops that threatens to contaminate the food supply much the way StarLink genetically engineered corn did in September 2000. In a letter to the USDA, the coalition called for an end to open air cultivation of crops engineered to produce prescription drugs or industrial chemicals. The new crops, already planted in over 300 field trials at secret locations nationwide, include plants that produce an abortion-inducing chemical, growth hormones, a blood clotter, and trypsin, an allergenic enzyme. The coalition proposed that the USDA permit only contained cultivation of non-food plants under the same controlled circumstances as other drug production.

Just one mistake by a biotech company and we’ll be eating other people’s prescription drugs in our corn flakes,“ said Larry Bohlen, Director of Health and Environment Programs at Friends of the Earth, a member of the coalition. „The USDA should prohibit the planting of food crops engineered with drugs and chemicals to protect the food supply from contamination.

The National Academy of Sciences warns: „…it is possible that crops transformed to produce pharmaceutical or other industrial compounds might mate with plantations grown for human consumption, with the unanticipated result of novel chemicals in the human food supply.“ And the editors of Nature Biotechnology recently warned: „Current gene-containment strategies cannot work reliably in the field.“ A contamination incident may already have occurred as one biotech company official noted at an government-industry conference that: „We’ve seen it on the vaccine side where modified live seeds have wandered off and have appeared in other products.

In a new report released today, the Genetically Engineered Food Alert coalition details the threats that biopharm crops pose, the extent to which they have been planted across the U.S., the failure of regulatory agencies to serve the public, and a set of recommendations. The report, entitled „Manufacturing Drugs and Chemicals in Crops: Biopharming Poses New Threats to Consumers, Farmers, Food Companies and the Environment,“ may be found at gefoodalert.

The majority of engineered biopharmaceuticals and chemicals are in corn, a prolific pollinator. ProdiGene, the company with the most plantings of drug and chemical-producing plants, projects that 10% of the corn crop will be devoted to biopharm production by 2010. StarLink corn, planted on less than 1% of total US corn acreage, contaminated hundreds of food products and corn seed stock with a potentially allergenic protein despite the use of gene containment measures. Far from supporting containment strategies such as buffer areas, Anthony Laos, ProdiGene’s CEO, wrote farmers in 2001 that: „We will be dealing with these distances until we can gain regulatory approval to lessen or abandon these requirements altogether.“ Some companies also propose extracting drugs or chemicals from plants, then selling the remainder. Incomplete extraction would mean drugs or chemicals in food or feed.

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Totsein, um zu leben

Harald Haack – Mediziner wollen eine neue Narkose- und Lebensrettungsmethode gefunden haben. Anstatt die Patienten mittels toxischer Gase ins künstliche Koma zu versetzen, wollen sie Patienten künftig ausbluten lassen und dann – im Zustand des Todes – operieren. An Schweinen und Hunden ausprobiert, soll diese Methode zu 87 Prozent erfolgreich sein. Operation gelungen, Patient tot?

Nein. Ziel sei es natürlich, die erfolgreich operierten Patienten wieder zum Leben zu erwecken, sagt der Chirurg Hasan Alam, 39, vom Massachusetts General Hospital im amerikanischen Boston. Dies ist aber nur möglich, so habe sich in Tierversuchen gezeigt, wenn die blutleeren Körper literweise mit etwa zwei Grad kalter Kochsalzlösung geflutet werden. Ein geringer Zusatz von Glukose soll, wie Forscher der University of Pittsburgh herausfanden, die Chance der Toten erhöhen, nach einem Zeitraum von bis zu drei Stunden erfolgreich ohne neurologische Schäden wiederbelebt werden zu können.

Er und sein Team planen erste klinische Versuche an Menschen, erklärte Alam. Doch damit sind sie nicht allein. Auch in Pittsburgh, Baltimore, Los Angeles und Houston wollen Ärzte schon bald menschliche Körper aus- und später wieder anschalten und gemeinsam die Daten aus den Experimenten auswerten.

Für erste Operationen nach dieser Methode, die der in Wien geborene Arzt Peter Safar „suspended animation“ nannte, sollen Menschen mit schwersten Schusswunden oder schlimmsten Unfallverletzungen vorgesehen sein.

Woher diese Menschen kommen, die in die US-Notaufnahmen eingeliefert werden, darüber kann noch spekuliert werden.


Der Mensch vor dem Jenseits, im Schwebzustand zwischen Sein und Totsein.

Menschenrechtler argwöhnen, dass zunächst zum Tode verurteilte Mörder verwendet werden. Die Exekution müsste dann nicht mittels Elektrischem Stuhl, Giftspritze, Giftgas oder Erhängen erfolgen, sondern wie schon zuvor an Schweinen erprobt die Verurteilten ausschalten: Die Tiere erhielten einen Stromstoß auf die Brust, der ihr Herz wie bei einem Infarkt stillstehen lässt. Danach fügten die Forscher den Schweinen potentiell tödliche Schnittverletzungen zu. Dann wurden die Tiere von 37 Grad auf 10 Grad Körpertemperatur in 28 Minuten abgekühlt, indem man ihr Blut absaugte, in Behältern warm hielt, und die Blutgefäße simultan mit kalter Kochsalzlösung befüllte. „Kein Herz schlug, kein Atem ging, kein Gehirn arbeitete.“ Die Tiere befanden sich in einem geheimnisvollen Schwebezustand, der die Zellen der leblosen Leiber am endgültigen Sterben hinderte. Nachdem Chirurgen in aller Ruhe die Wunde verschließen konnten, wurde die kalte Kochsalzlösung durch das warme Blut ersetzt und die animalischen Patienten wurden mit schwachen Stromstößen reanimiert.

Zur Freude der Forscher meisterten die Borstenviecher nach Ausheilung der Operationswunden souverän Verhaltenstests. „Versteckte Rosinen und Äpfel stöberten sie genauso zielsicher auf wie normale Vergleichstiere. Spätere Gewebeuntersuchungen ihrer Gehirne offenbarten ebenfalls: Die Schweine hatten den Ausflug in den Tod neurologisch unversehrt überstanden.“

Bisher galt nach den Regeln der Biologie: Bleibt das Gehirn nur vier bis fünf Minuten ohne Sauerstoff, so stirbt es ab. Wenn die Sauerstoffversorgung eine kritische Grenze unterschreitet, gehen Herzzellen und anderes Gewebe ebenso zugrunde.

Diesen Vorgang kann ein Kälteschock anscheinend durchbrechen. Hasan Alam erklärt: Wenn die Körpertemperatur eines Menschen jeweils um zehn Grad fällt, so verringert sich die Stoffwechselrate um 50 Prozent. Der Prozess des Sterbens werde dadurch ebenso verzögert. Das Gehirn kann ohne Sauerstoff bei 30 Grad Körpertemperatur rund 20 Minuten überdauern, bei 10 Grad sind es gar 90 bis 120 Minuten. Jene außergewöhnlichen Fälle, in denen Menschen einen extrem langen Sauerstoffmangel überlebten, erscheinen hiermit plausibel.

Zwei Beispiele: Vor fünf Jahren, im Frühjahr 2000, rollte ein drei Jahre altes Mädchen eine Böschung hinab und versank in den zehn Grad kalten Fluten des Neckars. Es konnte wiederbelebt werden, obwohl es 45 Minuten lang unter Wasser war. Als ich gerade eineinhalb Jahre alt war, passierte mir ähnliches. In jenem Winter in Salzwedel, hatte mich meine Mutter ins Fahrkörbchen gesetzt und radelte über einen übereisten, langen Weg, auf dem sie mit dem Rad ausglitt und gemeinsam mit mir an einsamer Stelle in einen breiten, zugefrorenen Graben stürzte. Die Eisdecke war unter der Last unserer Körper gebrochen. Geschockt vom kalten Nass war meine Mutter in Panik geraten und hatte entsetzlich gekreischt. Damit hatte sie die Aufmerksamkeit von Leuten erregt, die am anderen Ende des Weges wohnten. Sie eilten herbei und halfen meiner Mutter aus dem Graben und waren glücklich der Frau geholfen zu haben. Doch die vermisste mit einem Mal ihr Kind; mich.

Die schwache Strömung des fließenden Wassers hatte mich erfasst. Unter dem Eis trieb mein erstarrter Körper dahin. Man fand mich ein beträchtliches Stück abseits von der Unfallstelle, hackte das Eis auf und holte mich heraus. Obwohl sie mich für tot hielten, eilten sie mit mir zu einem Arzt. Und dem war es dann gelungen, mich wiederzubeleben (nach der Wende habe ich ihn Salzwedel besuchen und können mich für seine Lebensrettung bedankt).

Bislang ist bekannt, dass es nach der suspendierenden Animation zu keinerlei neurologischen Schäden kommt, doch ob diese Methode zu seelischen Veränderungen führt, konnten die Forscher (noch) nicht herausfinden. Gerade aber solche Probleme müssen befürchtet werden, die nach maximal 45 Minuten gerettet werden konnten, deren Lebensfunktionen in kaltem Wasser zum Stillstand gekommen waren.

Ich zähle also zu jenen Menschen, die mittels Kälteschock vorübergehend „tot“ waren. Durch einen Kälteschock wurden mir sämtliche zuvor zugefügte Traumen unauslöschlich ins Gedächtnis „gebrannt“. Das größte Trauma darunter war meine Geburt. Ich kann mich noch heute nicht nur gut an sie erinnern, erhalten geblieben sind mir sämtliche visuelle und akustische Eindrücke. Sogar an dem Bewußtseinszustand, mich als alter Mann im Alkoven schlafend gelegt zu haben und nun unsanft geweckt worden zu sein, erinnere ich mich.

Damit bin ich aber kein Einzelfall. Sämtliche Menschen, die ich habe befragen können, die in ihrem Kleinkindalter ähnliches durchgemacht haben, erinnern sich kristallklar an ihre Geburt.

Ein seelischer Schaden ist ihnen und mir dadurch nicht entstanden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass unsere Gehirn zu jenem Zeitpunkt, als der Kälteschock eintrat, bisher nur wenige Traumen verarbeitet hatten. Es zählt wahrscheinlich zur natürlichen Entwicklung des menschlichen Gehirns, dass frühkindliche Traumen, wie die Geburt, verarbeitet und vergessen werden. Doch man weiß von Erwachsenen, dass sie Traumen nur schwer oder gar nicht verarbeiten, abbauen und vergessen. Was also wird passieren, wenn das ganze Leid eines Erwachsenen, das in seinem Gedächtnis ein gewisses, wenn auch nicht vordergründiges eigenes Leben geführt hat, mit einem Mal mittels des Kälteschocks suspendierender Animation schlagartig reaktiviert wird?

totsein um zu leben (pdf)
Weiterführende Links

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Paleocons versus Neocons

Rachel Alexander – Modern conservatism has generally encompassed multiple forms. Over the last half of the 20th century, each decade has contained at least two identifiable strains of conservatism. The 1950’s saw the onset of modern conservatism, beginning with William F. Buckley’s intellectual National Review, which established conservatism as a force against communism and its milder American counterpart, the New Deal. It was an international conservatism, unlike the establishment conservatism of the time, which was isolationist. In the 1960’s, conservatives divided over civil rights. A minority of conservatives rallied around the states‘ rights position espoused by Barry Goldwater, particularly southerners motivated by their opposition to the civil rights movement. Their counterparts supported the Civil Rights Act, although they did not agree with other parts of the civil rights movement.

Neoconservatism emerged in the 1970’s, as a reaction to the radical leftist agenda of the 1960’s. Neoconservatives were more interested in challenging the hippies and activists than dismantling the entrenched programs of the New Deal. Its conservative counterparts in the 1970’s were the John Birchers and Young Americans for Freedom, who refused to budge an inch in support of any program of the left, and who preferred Barry Goldwater or John Ashbrook for President over President Nixon. In the 1980’s, President Reagan successfully brought together social conservatives and business conservatives to form his base in the Republican party. By the 1990’s, those conservatives had merged to some extent, many of them becoming Rush Limbaugh conservatives who supported both the economic and social agenda of the Republican revolution in 1994. Frustrated by the compromising of the new Republican leaders, particularly the capitulation of Newt Gingrich, a drift to the libertarian right emerged, which had already begun with the founding of the Republican Liberty Caucus in 1990.

As the first decade of the 2000’s progresses, it is becoming increasingly clear that the two types of conservatism that will define this decade are neoconservatism and paleoconservatism. The war in Iraq has brought out a deep division between the two philosophies, exemplified by paleoconservatism opposition to the conservative Bush administration’s intervention into Iraq.

Paleoconservatism is defined in the American Heritage Dictionary as, „extremely stubborn or stubbornly conservative in politics.“ The term paleoconservative actually originated fairly recently, in the Rockford Institute’s Chronicles magazine, as a reaction to what was seen as increasing neocon encroachment into conservatism. Palecons claim that their brand of conservatism is the true descendant of conservative thought of the 1950’s and 1960’s. Paleocons prefer an isolationist foreign policy, and accuse neocons of being interventionist and soft on big government programs. Neoconservative is defined as an intellectual and political movement in favor of political, economic, and social conservatism that arose in opposition to the liberalism of the 1960’s. Paleocons tend to believe that most conservatives today and over the past couple of decades are neocons.

What may really be the primary and underlying source of division between the two philosophies is their approach towards Israel. Since Israel was established in 1948, U.S. policy has generally been one of preserving Israel’s stability in the Middle East. Most conservatives have historically aligned themselves with this position for varying reasons. Some saw the state as compensation for the displaced Jews after their slaughter in the Nazi holocaust.

Others saw it as a bastion of democracy to be supported amongst the Arab authoritarian regimes as a check on their spread and power. Many Christians supported the existence of a strong Jewish state because of their close relationship with the Jewish people theologically as the chosen people, their reverence for the Jews as the inhabitants of the Holy Land in Biblical times, and Biblical prediction that the Jewish people will eventually return to the Holy Land.

Yet, ironically, it is now primarily Christian conservatives who make up the paleocons opposing aid to Israel. Instead of seeing Jews as fellow kindred, these Christians see Jews as hostile to Christianity, and therefore are less inclined to support Israel. Instead of welcoming Jews – who have generally been considered solidly liberal – into the Republican party, many paleocons are suspicious of their intentions. Paleocons accuse the Republican party of being overrun by neocons, and many paleocons believe that Jewish conservatives are behind this. The accusations have gotten quite touchy, with many paleocons accusing Jewish conservatives of using anti-Semitic accusations to bully their way around and push their own agenda. Of course, when paleocon Pat Buchanan throws around phrases like, „Congress is Israeli-controlled territory,“ there is an argument that can be made that a remark like that could be construed as anti-Semitic.

Many anti-Israel paleocons are using the Iraq war as an opportunity to speak out not just against the war, but to accuse conservatives and President Bush of supporting the war because the neocons, who they claim are dominated by Jews, are in favor of it. However, this argument is flawed in several aspects. First and most obvious, not only neocons supported the war. Most conservatives supported the war, some even more adamantly than the neocons, such as military, law enforcement, and certain social conservatives. Secondly, most conservatives are not „neocons,“ unless the term is broadly defined to include any conservative who is not anti-interventionist, which is how some paleocons seem to be defining it. The standard definition of neocon only encompasses a small percentage of conservatives; most conservatives did not become conservative only in reaction to the 1960’s, and most still resent big government; they would be quite happy if welfare completely disappeared. Paleocons tend to overemphasize neocon approval of the welfare state. In reality, it would probably be more accurate to say that conservative politicians support a welfare state, whereas common conservatives are less likely to support it. Thirdly, the number of conservative Jews is still small. Only 20% of American Jews voted for President Bush, actually down from the 35% who voted for Reagan in 1988, and only 8% of Jews consider themselves „conservative,“ as opposed to 26% of non-Jews. And although there are a handful of well-known Jewish conservatives, their presence is slight compared to the numbers of non-Jewish conservative leaders. None of the Bush administration’s cabinet-level appointees are Jewish.

What is interesting about this latest split between conservatives is that no longer is the debate between the „moderates“ and „right wingers“ like it has been frequently in the past. Now it is primarily an ethnic debate, focusing on US attitudes towards ethnic and racial groups within and outside of the US And instead of being sidelined to the pages of history books, Pat Buchanan, former Presidential candidate and leader of the social conservative isolationist right, is leading the paleocons in this attack on what they see as the neocon takeover of conservatism. Buchanan’s new magazine, The American Conservative, claims that conservative organizations such as the Heritage Foundation, the American Enterprise Institute, and the magazine National Review, have been taken over by neocons. However, paleocon views have become more popular since 9/11, since Americans are much more fearful of terrorists entering the country, and so are more willing to tighten down on immigration laws and the borders. Furthermore, the paleocons are not completely marginalized, they count among their numbers several respected intellectual heavyweights, including the Rockford Institute, LewRockwell.com, and to some degree, the paleolibertarian Ludwig von Mises Institute.

The future of conservatism depends on how these two factions cooperate. Unlike past divisions between conservatives, this division will only increase, because the ethnic diversity within the US keeps increasing, and Israel’s stability in the Middle East keeps declining. What most conservatives do not realize, and are not prepared to address, is that ethnic-related issues are going to be the crucial problem facing them this decade. At the present moment, conservatism appears unified, because the paleocons were not able to thwart the intervention into Iraq, probably because their numbers are still too few. After all, according to a recent ABC news poll, an overwhelming 81% of Americans believe it was right to go to war with Iraq, and 60% believe that it was right even if no weapons of mass destruction are ever found. But resentment is building, and as long as the paleocons are convinced that conservatism has been hijacked, they will not stop their assault.

Rachel Alexander

Ist praktizierende Anwältin für die Regierung in Phönix im U.S. Staat Arizona. Als ehemaliges Redaktionsmitglied und Kolumnistin des Arizona Daily Wildcat, gewann sie für ihre journalistischen Arbeiten drei Auszeichnungen und schreibt Kolumnen für IntellectualConservative.com und oraclesyndicate.org

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Money Maker

Harald Haack – Die Zukunft New Orleans ist schon gesichert noch bevor US-Präsident George W. Bush seine Untersuchungskommission auf die Beine gestellt hat, die ihm persönlich ein Versagen im Krisenmanagement ableugnen wird. Er selbst werde die Untersuchung leiten, die das schlechte Krisenmanagement seiner Regierung überprüfe, soll er gesagt haben.

Noch stinken Tausende von nicht entsorgten Leichen in New Orleans vor sich hin. „Leichen stinken, doch tut es Geld nicht.“ Diese Bestatter-Weisheit muss von Menschen stammen, die gierig nach Geld in Form von positiven Kontowerten sind, die selten einen Geldschein oder eine Münze in die Hand nehmen, die jegliche Gefahr leugnen, die von Geld ausgeht – chemisch wie auch kriminologisch -, die blind vor Gier sind.

Geld stinkt. Besonders in den USA, die dem Parfümwahnsinn erlegen sind, wo alles parfümiert – genauer: wo alles mit toxischen Kohlenwasserstoffen kontaminiert wird, aus denen zeitgenössische Parfüme gemixt, in den Handel und dem Konsumenten mittels psychologisch wohl durchdachten Verkaufsstrategien, deren Grenzen zur Gehirnwäsche fließend sind, aufgeschwatzt werden, existiert ein Defizit an Verbraucherinformation. Die Leute werden nicht nur durch die Konzerne auf Parfüme, Insektizide und Pestizide gelenkt. Es scheint so, als wäre es inzwischen zur Lebensphilosophie der US-Amerikaner geworden, sich mit den Giften das Leben einzurichten. Die Konzerne sorgen für Desinformation, verdrehen Tatsachen, blenden Behörden und sogar Ärzte. Wer die Gifte nicht verträgt, wird schnell als psychisch krank erklärt und dem Millionen-Heer von Psychiatern zugeschoben, ohne die, so argwöhne ich, kein US-Bürger mehr lebensfähig ist. Unter der Regierung des früheren US-Präsidenten Clinton gab es eine Zeit der Aufklärung und auch Verbote in den USA, parfümierte Reinigungsmittel in öffentlichen Gebäuden zu verwenden, wenn danach nicht ein Warnschild aufgestellt wurde. George W. Bush hat die Schutzmaßnahmen von Clinton für chemisch sensibilisierte Menschen aufgehoben. In den USA herrscht wieder der alte Chemikalien-Wahnsinn, d.h. Menschen glauben mittels diverser Chemikalien nicht nur das Leben, sondern auch die Welt im Griff zu haben. Sie behaupten, dass Gifte ihnen Vorteile bringen.

Ein Irrglaube, der gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Teilen von Europa entstand, der vor allem durch die größtenteils heilvollen Taten des Geheimnis umwitterten Grafen von St. Germain ausgelöst wurde. St. Germain, der angeblich in Deutschlands Norden, in Eckernförde, starb und sein Grab fand, dem aber nachgesagt wird unsterblich zu sein, scheint auch heute noch vergöttlicht zu werden. Glaubt man den Gerüchten, so muss er nicht nur ein Erneuerer des Templerordens, sondern auch ein Begründer heutiger Logenbrüderschaften gewesen sein. Sogar das Grundgerüst der Vereinigten Staaten von Amerika wird ihm zugeschrieben. Auch soll er, so phantasieren gerne Esotherik-Autoren in den USA, der geistige Vater der Symbole auf dem berühmten Ein-Dollar-Schein sein; des Auges über der Pyramide. Nun ja, Geld eben – wo es regiert! Irgendein Stuss, mit dem sich viele Generationen beschäftigen können, musste wohl das wahre Fundament der USA ja ein. Und ausgerechnet auf der billigsten Banknote abgebildet; der Nummer Eins unter den Dollar-Noten.

Wie eingangs gesagt, die Zukunft New Orleans ist gesichert. Selbst wenn es die Entscheidung gebe, die ganze Stadt platt zu machen, was völliger Unsinn wäre, denn wie die Luftbilder von NOAA, dem nationalen Wetterdienst der USA, zeigen, waren tatsächlich vornehmlich nur von der Regierung vernachlässigte Armen- und Schwarzenviertel von Hurrikanschäden und Überflutung betroffen. Zwar wurden auch Anwesen von reichen oder weniger reichen weißen Bürgern zerstört und deren Bewohner getötet, doch dies will die Regierung von George W. Bush, wie durch Äußerungen der Mutter von George W. Bush wie auch von vorlauten republikanischen Industriellen angedeutet wurde, die an der Katastrophe gut verdienen, als „Kollateralschaden“ verbuchen.

Übrigens: Wissen Sie, was der Begriff „Kollateralschaden“ wirklich bedeutet?

Ich gebe zu, so richtig habe ich es auch nicht gewusst. Man glaubt ja manchmal selten verwendete Wörter mittels wiederholter Nutzung in Presseartikeln zu verstehen, tappt aber tatsächlich im Dunkeln. Das ist keine Schande, denn das Nichtverstehen bislang selten verwendeter Wörter zählt zum Geschäft der Public-Relations-Manager, besonders von jenen, die einen Regierungsauftrag ergattern konnten. Eigenartigerweise tauchte dieser Begriff bislang nur in Verbindung mit zweifelhaften Aktivitäten der US-Regierung auf.

Ich zitiere zum Begriff „Kollateralschaden“: „Vom Militär verwendeter Begriff. Hierbei handelt es sich um einen unbeabsichtigten Schaden an Menschen oder Objekten, der bei der Bekämpfung feindlicher Streitkräfte oder Anlagen mit Nuklearwaffen entsteht, die selbst nicht Ziel des Angriffs sind. In jüngster Zeit findet der Begriff auch Verwendung zur Beschreibung von nicht beabsichtigten Schäden oder Verlusten durch konventionelle Angriffe.“

Führt die gegenwärtige US-Regierung unter der Fuchtel von George W. Bush einen bislang versteckten Krieg gegen die schwarze, und absolut nicht verhätschelte Bevölkerungsgruppe?

Die Antwort muss mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden, denn es sind vornehmlich Flächen von New Orleans und Umgebung durch Dammbrüche untergegangen, auf denen fast ausschließlich Schwarze wohnten. Die „wenigen“ Weißen, die nun zu den Opfern zählen, hatten wohl das Pech, ausgerechnet in der Grauzone zwischen schwarzer und weißer Bevölkerung zu leben. Ein Verlust, für den das US-Militär wie auch die Regierung unter George W. Bush gerne den Begriff „Kollateralschaden“ verwendet. Das klingt doch so zielgerichtet und wohl durchdacht! So intelligent und vor allem menschenfeindlich.

Ich werde „Kollateralschaden“ in meine Liste der dümmsten und zugleich klügsten Wörter aufnehmen. Dieser Begriff wird vielleicht eines Tages auf meinen Grabstein stehen, wenn Regierungstreue zu meinen Mördern wurden.

Aber zurück zur Zukunft von New Orleans. Die Zukunft dieser Stadt ist in festen Händen. Wie mir James Wolcott jr. aus El Paso in Texas schreibt, lehnten die republikanisch beeinflussten texanischen Behörden zunächst die Aufnahme der New-Orleans-Flüchtlinge ab. Doch dagegen soll es Proteste gegeben haben. Etliche Bewohner in El Paso nahmen die Flüchtlinge aus New Orleans freundlich auf, obwohl die meisten dieser Flüchtlinge in Massenquartieren mehr oder weniger inhaftiert wurden. Offensichtlich regiere hier wieder einmal das Geld: Die Armen ins „Konzentrationslager“, die besser Situierten an die Swimmingpools der reichen Texaner. Elinor Gibbins aus La Mesa Drain/Texas berichtet von Welcome-Parties mit Flüchtlingen, wo diese von Scharen angeblicher Hollywood-Autoren umlagert wurden, während anwesende lokale Pressevertreter keine Chance hatten an die Flüchtlinge heran zu kommen.

Offensichtlich erwartet uns weltweit eine neue Flut: Die scheinbar unendliche Verfilmung von New-Orleans-Schicksalen – natürlich „Made in Hollywood“. New Orleans wird es weiterhin geben – zumindest in den theatralischen Money-Makern des amerikanischen Kinos. Und George W. Bush wird sich von seinem Freund Arnold Schwarzenegger, der sich zurzeit noch als Governor auf kalifonischen Parties herumschlägt, als Terminator die Schwarzen killen und sich als Held darstellen lassen. Eigentlich hatte ich Schwarzenegger für klüger in Sachen Geld gehalten.

Noch bevor an Originalschauplätzen gedreht werden kann, sollen die verseuchten Areale mit Insektiziden und Pestiziden, die aus tieffliegenden Flugzeugen versprüht werden, bis in alle Ewigkeit chemisch „gesichert“ werden. Fragt sich nur, welcher Mensch da noch leben soll, ohne zu erkranken, ohne an Krebs zu verrecken. Nur die Zombies, die Untoten Hollywoods, könnten es überstehen und als leibhaftige Vertreter der Bush-Adminstration den Fremdenverkehr New Orleans wieder ankurbeln.

Quellen:

  • James Wolcott jr, El Paso / Texas
  • Elinor Gibbins, La Mesa Drain /Texas

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Teutonische Wahl

Harald Haack – Am 18. September soll in Deutschland gewählt werden. Jede Stimme zählt, so heißt es. Angeblich geht es wieder einmal um die Wurst. Also, wenn ich an diesem Tag wählen gehe, dann wahrscheinlich zu „Tante Erna“ an der Ecke, wo ich Currywurst mit Pommes wählen und auch kriegen werde. Da gibt’s keine leeren Versprechen. Da gibt es Currywurst! Das Theater bei der letzten Wahl mache ich nicht noch einmal mit.

„Ich krieg die Currywurst und eine Portion Pommes mit Ketschup und mit ohne Majo!“ hatte ich laut gerufen, als ich die finstere Lobby der Grundschule, die sie zum Lokal umfunktioniert hatten, betrat. Aber da saßen an schäbigen Tischen nur eingetrocknete Typen herum. Es roch auch nicht nach Frittenfett. Vor sich hatten die stapelweise und ganz pedantisch verschiedenfarbige Briefumschläge und sehr lange, bedruckte Zettel liegen. Erwartungsvoll winkte mich einer dieser Bemitleidenswerten heran und verlangte meinen Perso und die Wahlkarte.

„Wahlkarte? Wieso das denn nun?“ hatte ich dem Heini um die Ohren geblasen. „Ich schleppe doch nicht ständig den ganzen Werbemüll mit mir herum, der ihr mir in den Briefkasten gedonnert habt. Ich kenne die Karte auswendig. Ich wähle die…“

„Pssst!“ unterbrach er mich. „Die Wahl ist geheim!“ Dann nuschelte er, der Perso würde auch genügen und suchte hektisch in einem Endloscomputerausdruck herum.

„Mann, nun tu doch nicht so geheimratlich“, hatte ich ihm zugeraunt.

„Ich will doch nur das indische Menü. Currywurst! Klar?“

„Ja ja“, hatte der gequält gelächelt. „Soll’s vielleicht auch noch ein Bier und ein Korn dazu sein?“

„Na, sag‘ mal, wofür hältst du mich denn eigentlich?“ platzte ich heraus und knallte ihm meinen Perso vor die Nase auf den Tisch. „Glaubst du wirklich, ich will hier verdursten? Nee, nee! Nicht vielleicht ein Bier und nicht vielleicht ein Korn dazu! Nee! Nicht mit mir auf diese Tour! Also, damit das hier klar ist: Ich kriege ein Bier und einen Korn dazu, und beides hübsch gekühlt. Hasste das kapiert?“

Wie von der Hummel gepiekt, sprang der mit einem Mal auf und schnauzte mich an, es gebe weder Bier noch Korn, und Currywurst gebe es auch nicht.

„Na gut, nun reg‘ dich doch nicht gleich so auf“, hatte ich ihm beschwichtigt und ihm meinen Perso ein Stück näher zugeschoben, „dann nehme ich eben nur die Pommes. Ketschup haste doch wohl noch. Oder etwa nicht?“

„Der hat sie doch nicht alle“, nörgelte einer hinter mir in der langen Schlange.

„Wem sagst du das“, lachte ich, „wem sagst du das?“

„Hier, ihre Wahlunterlagen“, sagte der Heini hinter dem Stapel Briefumschläge und langer, bedruckter Zettel und schob mir eine Garnitur davon zu.

„Danke“, sagte ich.

„Na bitte, es geht doch“, sagte er und verdrehte die Augen.

„Ja, warum sollte es nicht“, antwortete ich ihm. „Aber: Gibt es kein Besteck dazu?“

„Liegt alles hinten in der Kabine bereit“, stöhnte er und zeigte auf einen Tisch, auf dem ein Kasten stand. „Dort finden Sie einen Kugelschreiber und mit dem machen Sie ihre Kreuze hier irgendwo auf dem Papier.“

„Sie müssen sich nicht so verstellen“, entgegnete ich ihm. „Ich bin kein Analphabet. Ich muss keine Kreuze machen. Ich weiß, wie man CURRYWURST schreibt.“

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Weshalb Bush aufs Kyoto-Protokoll scheisst

Harald Haack – Klimaforscher sind sich inzwischen einig: Gegenwärtig erleben wir den Anfang einer globalen Klimakatastrophe. Bald soll es kein Eis mehr in der Arktis geben. Doch was viele kluge Köpfe als katastrophal darstellen, wird für einige wenige Geschäftemacher das Paradies werden: Keine Eisberge mehr, die „unsinkbare Schiffe“ mit stinkreichen Menschen an Bord rammen, aufschlitzen und versenken können. Grönland ohne Eis, und schon können Ölkonzerne mit ihren Bohrtürmen die großen arktischen Erdöllager anzapfen. Das Ende der Ölkrise und die Unabhängigkeit vom Öl der Mullahs nahen. Und endlich könnten Vertreter den Inuits, den „Eskimos“, Kühlschränke verkaufen, wenn diese nicht flüchten und in die Antarktis umsiedeln.

Allerdings wird es immer häufiger Hurrikane geben, deren Stärke zunehmen soll, wie Klimaforscher warnen. Das Orakel könnte, nach der Zukunft befragt, antworten:

Bald werden immer mehr US-Bürger wie auch Industrieunternehmen feststellen, dass die gesamte Ostküste bis hin nach New York sowie die Küste am Mexikanischen Golf wegen der heftigst wütenden Hurrikane praktisch unbewohnbar sein wird. Kanada muss angesichts der massenhaften Migration des „US-Mobs“ seine Grenzen abschotten, wie die USA ihre Grenzen vor dem „mexikanischen Mob“ abgeriegelt haben. Dänemark wird Grönland wegen des Ölreichtums verlieren und in die Unabhängigkeit entlassen müssen. Denkbar ist auch, dass viele der künftigen Hurrikan-Vertriebenen in Grönlands großem Tal, das gegenwärtig noch unter einem dicken Eispanzer versteckt ist, siedeln werden. Aber kein neuer Menschenschlag wird dort heranwachsen. So wie einst der „Abschaum Europas“ Nordamerika mit Aggression und Gewalt „im Namen Gottes“ überschwemmte, werden die amerikanischen Flüchtlinge Grönland in Besitz nehmen. Wahrscheinlich werden die hohen Berge, die das große, weite Tal Grönlands flankieren, die Nachkommen der amerikanischen Invasoren glauben lassen, dass die Welt hinter der grönländischen Bergkette zu Ende ist und sie die Größten sind. Es wird sich also nicht viel ändern.