SATIRE

Grußbotschaft des Industrie-Klinkenputzers Joseph Martin (Joschka) Fischer an die Bilderberg-Verschwörer-Konferenz

Dr. Alexander von Paleske 11.6. 2011 —
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

11.6. 2011
Joseph Martin (Joschka) Fischer
Industrie-Klinkenputzer und
Ex Aussenminister
Prominentenallee 68
Berlin-Westend

Peer Steinbrück
SPD-MdB
Ex Bundesfinanzminister
z. Zt. Bilderberg-Verschwörer-Konferenz
Suvretta Haus
St. Moritz
Demokratische Republik Schweiz

Lieber Peer

ich hoffe, du fühlst Dich wohl in diesem Super-Hotel, umgeben von so vielen VIP’s, die darüber beratschlagen, wie es in der Welt weitergehen soll.


Diskreter Hinweis zum Konferenzort


5-Sterne Hotel für 5-Sterne VIP’s
Screenshots: Dr. v. Paleske


Mein Freund und Bilderberger Peer

Grosse Ehre
Ich selbst empfand es seinerzeit als eine große Ehre, dass ich als Ex-Putzgruppenmitglied, Ex-Turnschuhminister, Ex-Radau-Parlamentarier und schließlich GröDAAZ (Grösster Deutscher Außenminister aller Zeiten), zu diesem erlauchten Kreis eingeladen wurde.

Aber hervorragende Journalisten wie dieser Bilderberg-(Mit-)Organisator Matthias Nass von der Wochenzeitung „Die ZEIT“ hatten natürlich längst erkannt, dass ich über Jahre nur ein Versteckspiel gespielt habe, ich also in Wirklichkeit ein ausgekochter Opportunist bin.

Letzter Schliff
Mir hatte seinerzeit diese Konferenz den letzten Schliff auf dem Wege zum Industrie-Klinkenputzer gegeben, und mir gezeigt, wie Entscheidungen zum Gesamtwohl der Menschheit in Wirklichkeit nur von so einem kleinen Kreis verantwortungsbewusster West-VIP’s getroffen werden können – und müssen.

Dass die Pressemeute bei dieser Konferenz nichts zu suchen hat, versteht sich unter diesen Umständen von selbst, Demokratie hin, Pressefreiheit her..


Nein, nein, nein, die dürfen nicht rein – Berichterstatter in St. Moritz. Screenshot: Dr. v. Paleske

Grüne imperial, staatstragend
Ich denke, Du solltest den anwesenden hochwichtigen Gesamtwelt-Zukunfts-Entscheidungsträgern klarmachen, dass auch von den Deutschen Grünen keine Gefahr für die Weltwirtschaft mehr ausgeht.

Nicht nur mit unserem lauten Ja, ja zu den Kriegseinsätzen in Jugoslawien und Afghanistan haben wir unsere Imperial-staatstragende Rolle unter Beweis gestellt.
Auch gerade in Stuttgart, auf regional-lokaler Ebene, haben wir, die Grünen, gezeigt , wie verantwortungsvoll wir handeln, und das (verkehrspolitisch sinnlose) Projekt Stuttgart 21 mit einigen kosmetischen Änderungen weiterlaufen lassen werden, nachdem wir das Protestwasser auf unsere grüne Mühle geleitet hatten und so ein sagenhaftes Wahlergebnis einfuhren.

Schließlich muss Geld in die Schatullen der kontraktierten Firmen unter dem Vorwand der Erhaltung von Arbeitsplätzen gespült werden..

Bilderberger Grussadresse
Hier meine Grußadresse an die Bilderberger, die ich bitte laut auf einer der Plenarsitzungen zu verlesen:

Liebe Biilderberg-Getreuen,
ich wünsche Eurer Konferenz gute, fruchtvolle Diskussionen und ein gutes Gelingen, schliesslich ist die vor Euch stehende Aufgabe enorm: Entscheidungen zu treffen, die Vorherrschaft der westlichen Welt in dieser Krisensituation zu sichern.

Ich bin der festen Überzeugung, und da weiß ich mich mit meinem Freund Josef (Jupp) Feldherr Ackermann von der Deutschen Bank völlig einig, dass die Banken nicht nur ungeschoren sondern vielmehr als Gewinner aus der Griechenland-Krise hervorgehen, und die Steuerzahler die Rechnung bezahlen müssen. Einige Banken, darunter auch die Josefs-Bank haben ja schon mit Swaps-Wetten auf den Niedergang Griechenlands schöne Geschäfte gemacht.

Nachdem es den Banken gelungen ist, bereits 1/3 der Griechenland –Staats-Schrottanleihen an die Europäische Zentralbank zu verkaufen, sollte es nun darum gehen, die restlichen 2/3 ebenfalls an die EZB loszuschlagen. Mit diesem Geld sollte dann in Gold und andere Rohmetalle investiert werden, entweder direkt oder im Umweg, wie z.B. über die Schweizer Firmen Glencore und Xstrata.

Alsdann kann die EZB die Gelddruckmaschinen auf Volldampf laufen lassen. Das wird zwar zur Inflation führen, aber letztlich nur Dummköpfe treffen, die ihr Geld auf ein Sparkonto gebracht haben, und die Rentner, welche letztlich ohne Bedeutung für den Produktionsprozess sind..

Ich bin der Überzeugung, dass diese wunderbare Bilderberg-Konferenz nicht ohne richtungweisende Beschlüsse und Einmütigkeit in der Beurteilung der Weltlage auseinander gehen wird.

Glückauf Bilderberg!

Prof. h.c. und Bilderberger Joseph Martin (Joschka) Fischer.

Lieber Peer,
Bitte lass auch durchsickern, dass ich bereit stehe, die schwere Bürde eines Deutschen Bundeskanzlers zu übernehmen, sollte ein derartiger (grüner) Ruf an mich ergehen.

Es grüßt Dich ganz herzlich

Dein
Joschika Joseph Martin (Fischer)

Nachtrag
Offenbar versehentlich wurde die Mail an Cem Özdemir gesandt, der aber wider Erwarten nicht kam, sie wurde deshalb an SPD-Peer Steinbrück umadressiert, um die Verlesung der Grussadresse zu gewährleisten.
Die Teilnehmerliste findet sich hier

Mehr Satire zum GröDAAZ Fischer
Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen
Professor J. Fischer: Jetzt rechne ich mit Gasprom Schröder ab
Professor J. Fischers Vorlesung – oder: politischer Opportunismus führt zum Erfolg
Joschka Fischer schreibt an ZEIT-Editor Dr. Theo Sommer

Keine Satire
linkIn drei Wochen: Bilderbergkonferenz in St. Moritz/Schweiz
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

Zu Glencore und Xstrata
linkGlencore, der Börsengang, und der Weg zum Rohstoff-Riesenkraken

Ein Gedanke zu “Grußbotschaft des Industrie-Klinkenputzers Joseph Martin (Joschka) Fischer an die Bilderberg-Verschwörer-Konferenz

  1. Cancel Program GENESIS Es ist irrelevant, was irgendwelche „Spitzenpolitiker“ oder „Bilderberger“ beschließen oder nicht beschließen. Der bevorstehende Zusammenbruch des Zinsgeld-Kreislaufs lässt sich mit machtpolitischen Sandkastenspielchen nicht aufhalten, sondern nur beschleunigen. Es verbleiben genau drei Möglichkeiten:

    Das Ende mit Schrecken (finaler Atomkrieg)
    Der Schrecken ohne Ende (globale Liquiditätsfalle)
    Die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft)

    „Genau drei Möglichkeiten“ heißt: eine vierte gibt es nicht. Über die erste Möglichkeit gibt es nichts zu sagen, die zweite ist das Lieblingsthema aller Crash-Phantasten und die dritte ist wahrscheinlich. Der Crash-Phantast, der „zur Sicherheit“ noch ein paar Goldklötzchen bunkert, weiß nicht, was es bedeutet, wenn in einer globalisierten Zinsgeld-Ökonomie mit über 6.500.000.000 Menschen der Geldkreislauf – und damit die Arbeitsteilung – mitgekoppelt zusammenbricht. Die Heilige Schrift bezeichnet dieses Ereignis als „Armageddon“.

    Für die dritte Möglichkeit muss ein elementarer Erkenntnisprozesses durchlaufen werden, dessen am Ende über die Maßen bewusstseinserweiternde, aber anfangs ebenso Angst einflößende Wirkung vorab erahnen kann, wer die phantastischen Bilder kennt, mit denen Stanley Kubrick im Schlusskapitel von „2001“ die Auferstehung des Kulturmenschen dargestellt hat – und bitte bedenken Sie das Vorwort von Arthur C. Clarke:

    „…this is only a work of fiction. The truth, as always, will be far stranger.“

    Herzlich Willkommen im 21. Jahrhundert:
    http://www.deweles.de/willkommen.html

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