SATIRE

Ex Ministerpräsident Kurt Beck an die SPD: Geld, davon kann man nie genug haben

Dr. Alexander von Paleske —- 11.10. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Kurt Beck
Chef der Friedrich Ebert Stiftung
Ex Ministerpräsident von Rheinland Pfalz
Gut dotierter Berater von Boehringer Ingelheim
Pensionärsstrasse 1
Mainz

Rundschreiben an SPD-Genossinnen und Genossen

Verteiler: Alle SPD Gliederungen bis zur Ortsvereinsebene

Nachrichtlich an:

1. Hans Eichel, Ex Ministerpräsident Hessens und Ex Bundesfinanzminister
Strasse der unterbezahlten Pensionäre 1,
Berlin

2 . Bischof Franz Peter Tebartz van Elst,
Bischöfliches Verschwendungsnest
Abt. Potz Protz
Schwarzer Schafsberg 1
Limburg/Lahn

Liebe Genossinnen und Genossen nah und fern.

heute hat die unverschämte Presse, die mir schon während meiner Zeit als (erfolgloser) SPD- Bundesvorsitzender zugesetzt hatte, versucht, mich wieder an den Pranger zu stellen.

Lukrative Arbeit
Der Hintergrund ist meine lukrative Arbeitsaufnahme bei der Pharmafirma Boehringer Ingelheim, um meine kleine Staatspension ein wenig aufzupäppeln.


Kurt Beck …..Pension ein wenig aufbessern.

Nach der langen und sehr anstrengenden Tätigkeit als Politiker stünde mir ja nun wirklich eine hohe Pensionszahlung zu, aber das Gegenteil ist leider der Fall.

Der Fall Eichel
Hans Eichel, der bis vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gezogen war, um seine Pension von lächerlichen 8200 Euro monatlich auf 14.550 Euro aufzubessern, hat dort leider kein Recht bekommen, und ist jetzt im Alter auch noch gezwungen, fast hartzmässig sich in Bescheidenheit zu üben.

Gerade dieses Beispiel hat mich abgeschreckt, und deshalb bin ich jetzt auch den Gasprom-Schröder- und Klinkenputzer-J.Fischer-Weg gegangen: als Lobbyist in die Industrie.

Meine Pfunde
Ich konnte bei den Vertragsverhandlungen mit den Boehringer-Leuten mit den Pfunden meiner Netzwerkbeziehungen ein wenig wuchern, wenn auch das Multimillionen-Euro-Debakel mit dem Nürburgring meiner Reputation, und damit einer hoch-lukrativen Besoldung, ein wenig im Wege stand.

Ausserdem bin ich ja auch noch Geschäftsführer der Friedrich Ebert Stiftung, von der ich eine „kleine Aufwandentschädigung“ erhalte.

Diese Stiftung wird ja grösstenteils mit Steuergeldern alimentiert, weil sie eine ausserordentlich segensreiche Aufklärungsarbeit, sowohl hier in Deutschland als auch im Ausland, leistet.

Zwei Fliegen mit einer Klappe
Da haben die Boehringer-Ingelheim-Leute sich und ich mir gesagt: wenn ich in der weiten Welt unterwegs bin, um bei den Niederlassungen der Ebert Stiftung nach dem Rechten zu sehen, dann kann ich ja auch gleichzeitig ein paar Prospekte für die Boehringer Firma mitnehmen, und dort verteilen.

Vielleicht auch noch den einen oder anderen Fototermin bei deren Kunden wahrnehmen.

Ich kann da überhaupt keinen Interessenkonflikt erkennen. Die erbärmliche christ-demokratische Opposition im Mainzer Landtag versucht daraus auch noch politisches Kapital zu schlagen. Lächerlich.

Die sollten sich vielmehr um das schwarze Limburger Schaf, den Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst kümmern, der nicht warten konnte, bis seine Amtszeit abgelaufen ist, und er dann einen Beraterjob wie ich annimmt, sondern der wollte schon während seiner Amtszeit richtig und pompös auf die Pauke hauen.

Gehört sich nicht
So etwas gehört sich einfach nicht. Aber ich habe natürlich wiederum auch Verständnis für ihn: der hatte mit diesem aufwändigen Lebenswandel , den ich mir ja jetzt auch genehmige, begonnen, als der alte Papst Benedikt noch im Amt war, und nicht dieser neue Franziskus, der immer Bescheidenheit predigt, und damit auch mir „auf die Nuss geht“.


Schwarzes Schaf: Franz-Peter Tebartz-van Elst

Vielleicht hatte dieser van Elst sich auch ein Beispiel genommen an dem seinerzeitigen Kardinal John Cody von Chicago, der auch einen aufwändigen Lebenswandel führte.

Der hielt sich sogar eine Mätresse namens Helen Dolan Wilson, die er als seine Cousine ausgab und reich mit Kirchengeldern beschenkte, aber klug genug war, dem Vatikan viele US-Dollars zuzuschieben, sodass insbesondere die Herrschaften der Vatikanbank, wie dieser Bischof Paul Casimir Marcinkus, immer und gerne ein gutes Wort für ihn einlegten, wenn die Beschwerdebriefe aus der Diözese Chicago im Vatikan überhand nahmen.


Schwarzes Schaf: John Cody

Dem Cody wäre fast auch ein bescheidener Papst, Johannes Paul I, zum Verhängnis geworden, aber der war nur 33 Tage im Amt, und bei seinem Nachfolger, Johannes Paul II, blieb alles beim alten. Der freute sich vielmehr über die weiter reichlich fliessenden milden Gaben aus Chicago.

Ja, liebe Genossinnen und Genossen, ich freue mich schon auf den lukrativen Herbst meines Lebens, den ich glücklicherweise nicht in Armut verbringen muss.

Mit sozialistischem Gruss
Kurt Beck

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