SATIRE

Limburger Bischof beglückwünscht SPD–Ex-Affärenministerin Ulla Schmidt zur Bundestagsvizepräsidentschaft

Dr. Alexander von Paleske — 21.10.2013 —– Folgende Mail landete heute in meine Mailbox:

Bischof Franz Peter Tebartz van Elst,
Bischöfliches Verschwendungsnest
Abt. Potz Protz
Schwarzer Schafsberg 1
Limburg/Lahn
(Zur Zeit zum Rapport in Rom)

An
Frau Bundestags-Vizepräsidentin in spe
Ulla Schmidt
Barbarinastrasse 6 / Ecke Schinzelplatz
Aachen

Sehr verehrte Frau Bundestags-Vizepräsidentin in spe,

liebe Ulla Schmidt

ganz, ganz herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Nominierung zur Bundestagsvizepräsidentin durch Ihre Partei, die SPD.
Die Wahl morgen dürfte ja eine reine Formsache sein.

No easy walk to Olymp
Uns beide verbinden ja nicht gerade unsere politischen Überzeugungen: ich bin erzkonservativ bis auf die Knochen, während Sie bestenfalls wertkonservativ sind.

Aber wir beide haben uns ja aus kleinsten Verhältnissen hochgearbeitet , nein hochgestrampelt, und es schlisesslich ganz nach oben geschafft. Wie zwei Frösche, die in die Milch gefallen sind, und so lange strampeln, bis aus der Milch Butter geworden ist, auf der sie dann schwimmen.

Unsere Wege zum Olymp der Gesellschaft hätten aber nicht unterschiedlicher sein können:. Während ich jeden Tag mit der Bibel und dem Gesangsbuch unter dem Arm herumlief, haben Sie sich ja einige Eskapaden gleistet, die Ihnen der Herrgott vergeben möge:

– Aushilfe in der Aachener Barbarina- Rotlichtkaschemme, Ihrer Schwester Doris Zöller gehörend, , wo angeblich auch Hardcore-Pornos gezeigt wurden, einschliesslich Vergewaltigungsszenen.

– Mitarbeit in der kirchenfeindlichen Massenorganisation GUV (Gesellschaft zur Unterstützung der Volkskämpfe) des Kommunistischen Bundes Westdeutschlands (KBW)
.
– Freundschaft mit einem „gottlosen“ SPD-Mann namens Dieter Schinzel, auch noch Ihr politischer Ziehvater


Ulla Schmidt hat gut lachen: KBW und Dieter Schinzel waren gestern, morgen wartet die Bundestags-Vizepräsidentschaft

Die Kurve gekriegt
Aber dann haben Sie doch noch – halbwegs jedenfalls – die Kurve hinbekommen: Sie fanden Ihre neue politische Heimat bei den rechten Sozis, den „Kanalarbeitern“ im Seeheimer Kreis, von denen einige ja durchaus ehrbare Leute sind.

Nicht zu vergessen: Ihre hervorragende Arbeit als Gesundheitsministerin, insbesondere mit der Einführung der Fallpauschale, die für manches unchristliche Krankenhaus den Exitus bedeutet, für manche Patienten überflüssige Operationen, und bei Langzeitgenesenden den vorzeitigen Rauswurf aus dem Hospital.

Und natürlich das Streamlining der Krankenkassen, wo die Mehrzahl mittlerweile verschwunden bzw. zwangsverheiratet ist.

Was jedoch verbindet
Was uns aber wieder verbindet, ist der Drang, unseren Aufstieg auch nach aussen deutlich zu dokumentieren:

– Sie, indem Sie auch im Spanien-Urlaub nicht auf den geräumigen Daimler-Dienstwagen verzichten wollten,

– ich, indem ich meine Residenz mit ein paar Millionen Euros von aller Schäbigkeit befreit habe.

Nun bin ich nach einer unbeschreiblichen Medien-Hetzjagd zum Popen bestellt worden, der für meine dringend notwendigen Renovierungsarbeiten leider kein Verständnis aufbringen kann, obgleich unsere katholischen Bistümer, insbesondere das meinige in Limburg, in Milliarden-Reichtümern nur so schwimmen.


Bin Opfer einer Medien-Hetzjagd

So muss ich mich wohl auf einen Abschied aus Limburg gefasst machen.

Falle weich
Aber ich falle mit meinem Bischofs-Gehalt ja weich, und in einigen Jahren wird Gras über diese Sache gewachsen sein, vorausgesetzt dass nicht irgendwelche Medien-Esel kommen, und das Gras wieder wegfressen.

Ich wüschen Ihnen, liebe Frau Ulla Schmidt, einen erholsamen Aufenthalt auf dem Sessel der Bundestagsvizepräsidentin.

Gott vergelts,

Franz Peter Tebartz van Elst
Noch-Bischof von Limburg

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