SATIRE

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Was wir jetzt anders und besser machen in der Aussenpolitik

Dr. Alexander von Paleske —- 24.8. 2014 —-
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox.

Angela Merkel
Bundeskanzlerin
der Bundesrepublik Deutschland
Bundeskanzleramt
Im Regierungsviertel 1
Berlin

Guten Tag Deutschinnen und Deutsche,

heute melde ich mich aus der Hauptstadt der Ukraine, Kiew, wo ich an den Feierlichkeiten zum 23. Jahrestag der Ausrufung der Oligarchen-Republik Ukraine teilnehme.

Ich habe dem Präsidenten und Schoko-Klepto-Oligarchen Petro Poroschenko die herzlichsten Glückwünsche des Deutschen Volkes übermittelt, und ihm grosszügige finanzielle Hilfe aus dem Deutschen Staatssäckel zugesagt, gerade um auch seine im Osten kämpfenden Soldaten und ausländischen Söldner anständig zu bezahlen, und den Waffennachschub zu sichern.


Angela Merkel ……….Glückwünsche überbracht.
Screenshot: Dr. v. Paleske

Bei herrlichstem Sonnenschein nannte mich der Schoko-Petro einen Freund. Ich habe ihm aber sogleich (auf russisch) klargemacht, dass ich eine Frau bin, und deshalb nur seine Freundin sein kann.

Politikwechsel mitgeteilt
Gleichzeitig habe ich ihm auch meinen Politikwechsel mitgeteilt: Deutschland setzt nicht mehr auf die Aushungerung der ukrainischen Russen im Osten, und die komplette Zerstörung ihrer Häuser, sondern wir brauchen jetzt erst einmal einen Waffenstillstand.

Tägliche Anrufe

Täglich bombardieren mich deutsche Unternehmer mit Anrufen, insbesondere auch solche, die bisher meine Partei grosszügig finanziell unterstützt haben, und beklagen sich bitter über die Auswirkungen der Sanktionen Russlands gegen uns – Putins Antwort auf EU Sanktionen gegen Russland.

Die Unternehmer, Anlagebauer, Produzenten von Kraftfahrzeugen, und insbesondere Besitzer von Tierfabriken (den Brutstätten resistenter Bakterien), beklagen heftige Umsatzeinbussen, bezeichnen unsere Hilfsmassnahmen zur Abfederung der Verluste als völlig ungenügend, und verlangen ganz ungeniert, mit Russland Frieden zu schliessen.

Neue Richtlinie: Schadensbegrenzung
Ich habe angesichts dieser Lage beschlossen: Nicht nur stehen weitere Sanktionen nicht mehr zur Debatte, sondern die neue Politik gegenüber Russland heisst Schadensbegrenzung.

Die Aushungerung der Städte Donez und Lugansk steht deshalb nicht mehr auf der Tagesordnung. Ich hatte Klepto-Schoko-Poro deshalb aufgefordert, den russischen Versorgungskonvoi zwar zu beschimpfen, um sich weiterhin als starker Mann auch gegenüber seinen Faschisten darzustellen, die er noch als Kämpfer in der Ukraine benötigt, den Konvoi selbst aber nicht anzugreifen.

Sofortiger Einmarsch angedroht
Wladimir hatte mir nämlich für diesen Fall den sofortigen Einmarsch der russischen Armee in die Ost-Ukraine angedroht. So haben auch wir es bei Drohgebärden und Wortradikalismus belassen.

Ich habe dem Schoko-Klepto-Oligarchen klargemacht, dass er Putin bei dem anstehenden Treffen in Weissrussland einen Waffenstillstand anbieten muss.

Zähneknirschend hat sich der Klepto-Oligarch darauf einlassen müssen, nachdem ich ihm ansonsten mit der Kürzung unserer finanziellen Unterstützung gedroht habe.

Auch habe ich ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass die Krim endgültig verloren ist, und es jetzt nur noch darum gehen kann, einigen in die Ukraine Vertrieben zu erlauben, dorthin zurückzukehren.

Wladimir Putin, mit dem ich täglich im Rahmen der Schadensbegrenzung telefoniere, hat mir im Gegenzug versprochen, die Ostgebiete der Ukraine dann nicht zu annektieren, wenn ein akzeptables Autonomiestaut vereinbart werden kann.

Ich habe Wladimir, unter dem Eindruck der russischen Sanktionen gegen uns, vorgeschlagen, die weiteren Freihandels-Vereinbarungen zwischen der EU und der Ukraine eng mit ihm abzustimmen.

Hätten wir gleich machen können
Natürlich hätten wir von Anfang an, und ohne Blutvergiessen, das Gleiche erreichen können, so wie Ex-Kanzler Helmut Schmidt es angemahnt hatte, aber wir wollten erst einmal ausprobieren, wie weit wir dem russischen Bären das Fell über die Ohren ziehen können. Das ist leider ziemlich in die Hose gegangen.

Ich will aber einen positiven Aspekt nicht vergessen: Die Grünen, allen voran dieser Steuerspar-Fachmann Anton Hofreiter, und die verhinderte Pfäffin Katrin Göring-Eckardt, haben in einer Art Nibelungentreue alle unsere törichten Entscheidungen begrüsst. Nein, nicht nur begrüsst sondern unsere Linie offensiv verteidigt.. Das eröffnet einige positive Lichtblicke für spätere Koalitionen, wie jetzt schon in Hessen. Nitschewo ne Friedenspolitik!

Auch in Syrien eine Kehrtwendung
Eine weitere positive Kehrtwendung unserer Aussenpolitik vollziehen wir gerade in Syrien.

Unsere neue Devise dort heisst: Unseres Feindes Feinde sind jetzt unsere Freunde. Gemeint ist Syriens Präsident Assad, den wir jetzt, angesichts des Vormarsches der ISIS-Gottes-Terrorkämpfer, in einem ganz anderen Licht, also wesentlich positiver sehen.

Der hat ja von Anfang an vor dieser Terrorbande gewarnt und sie entschlossen bekämpft. Zwar hat das fast 200.000 Menschen das Leben gekostet, und mehr als 3 Millionen Menschen flohen, aber noch ist es ja für einen radikalen Kurswechsel nicht zu spät – Gott sei Dank.

Ich habe deshalb den Bundesnachrichtendienst (BND) beauftragt, wie die britischen Zeitungen zutreffend melden, Assads Militär mit genauen Koordinaten für die jeweiligen Gefechtsstände der Gottes-Terroristen zu versorgen. So konnte die syrische Armee wesentlich genauer zuschlagen.

Al Qaida ebenfalls unterstützenswert
Da der Al Qaida Ableger in Syrien, die Al Nusra Front, mittlerweile ebenfalls die ISIS-Gottes-Terroristen bekämpft, sollten wir auch keineswegs ausschliessen, mit denen zeitlich begrenzte Bündnisse einzugehen. Auch da sollten wir hochflexibel sein.

Das passt auch gut zum 75. Jahrestag des Hitler-Stalin Pakts, bzw. als der dann auseinanderbrach, Churchill auch keine Probleme hatte, sich mit Stalin zu verbünden.

Nur politische Dummköpfe halten starr an einmal gemachten Einstellungen fest.

Libyen – ein Desaster
Auch unsere Haltung zu Libyen ändert sich. Natürlich hatte das aussenpolitische Weichei Westerwelle recht, und wir wären heute froh, wenn Gaddafi noch am Ruder wäre. Stattdessen haben sich auch dort die Islamisten breitgemacht.

Der CIA hat mittlerweile begonnen, von einem Flugzeugträger und von Algerien aus bei Nacht Luftangriffe gegen die die Misrata-Islamisten zu fliegen, die gerade den Flughafen der Hauptstadt Tripolis erobert haben. Noch ist ja auch dort nicht alles verloren.

Deutschinnen und Deutsche, ich führe euch in eine positive Zukunft.

herzlichst

Angela Merkel
Bundeskanzlerin

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