SATIRE

Ukrainisches Regierungsmitglied und rechtsradikaler Anführer Dmytro Jarosch stellt sich vor: „Deutschland, das bin ich“

Dr. Alexander von Paleske —- 13.4. 2015 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Dmytro Jarosch
Mitglied der ukrainischen Regierung und
Führer rechtsradikaler Ukrainer

Maidan 88

Kiew

Ukraine

Guten Morgen Deutschland.

Ich bin Dmytro Jarosch, seit Jahren im rechtsradikalen Milieu der Ukraine zu Hause, Gründer und Führer der rechtsradikalen ukrainischen Heilsbewegung Prawyj Sektor eine vaterländische Blut- und Boden– Sammlungsbewegung, die selbstverständlich liberale und demokratische Werte ablehnt..

Ich sehe es nun als meine Aufgabe an, mich auch der deutschen Volksgemeinschaft näherzubringen, denn es ist ja Deutschland, das Multimillionenbeträge in unsere (kleptooligarchische hochkorrupte Fass-ohne- Boden-) Republik gepumpt hat und noch pumpen wird.

Deutschland hat Anspruch
Deshalb hat die Deutsche Volksgemeinschaft umgekehrt natürlich auch einen Anspruch darauf, die führenden ukrainischen Politiker ein wenig näher kennenzulernen, insbesondere mich, der ich zu den zukunftsweisenden Köpfen unseres Vaterlandes gehöre.


Das bin ich

Mitglied der Regierung
Wie die deutschen Medien zutreffend vor drei Tagen berichteten:
,
„Ukrainische Regierung adelt Rechtsradikalen“

bin ich kürzlich Mitglied der ukrainischen Regierung unter Leitung des (Schokoladen-Klepto-Oligarchen) Petro Poroschenko geworden, nachdem ich früher mehrere Angebote zur Regierungsbeteiligung ausgeschlagen hatte.

In den Berichten über meine Berufung wurde aber unterschlagen, dass ich vom rechtsradikalen Spektrum der ukrainischen Gesellschaft längst in den Adelsstand des unumstrittenen Führers erhoben wurde.


Ukrainischer Faschisten-Freund mit der 88er Nummer – synonym für HH – Heil Hitler – Screenshot: Dr. v. Paleske

Nun also bin ich zum bezahlten Berater des ukrainischen Verteidigungsministers aufgestiegen. Meine Aufgabe soll sein, unsere kämpfenden Milizen in die marode Ukrainische Armee zu integrieren.

Kommt nicht in Frage
Das kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Wir werden unsere kostbaren Milizionäre nicht in diesen marodierenden Sauhaufen, genannt ukrainische Armee, integrieren . Vielmehr werde ich dafür sorgen, dass unsere tapferen Frontkämpfer, denen der Waffenstillstand nach dem Minsker Abkommen völlig gleichgültig ist, zum Kern einer neuen (braunen) ukrainischen Armee werden.


Einer unserer Milizionäre

Wie die Nazi-Sturmtruppen
Unsere nationalistische ukrainische Prawyj- Sektor-Bewegung, die ich anführe, ist straff organisiert, und wir treten paramilitärisch auf, durchaus vergleichbar der SA und SS im Nazi-Deutschland.

Wir haben unsere Kampfstärke auf dem Maidan unter Beweis gestellt, wo wir die einzig ernstzunehmenden Gegner des Präsidenten Janukowitsch waren. Nicht nur demonstriert haben wir, wie diese spinnerten Maidan- Idealisten, nein, wir waren bewaffnet, und haben auch geschossen.

Das ist der wirkliche Grund, warum auch die Aufklärung der tödlichen Schüsse auf dem Maidan nicht vorankommt. Der Generalstaatsanwalt Oleg Machnitzkij von der mit uns verbündeten Swoboda Partei, dachte gar nicht daran, gegen die eigenen Leute zu ermitteln.

Merke: Nur die allerdümmsten Kälber suchen ihre Metzger selber.

Jazenjuk gewarnt
Dem Regierungschef Jazenjuk haben wir klargemacht: Wenn er die Untersuchungen nicht sabotiert, dann muss er mit dem Schlimmsten rechnen.

Der hat auch gespurt und jetzt „Fehler bei der Aufklärung“ zugegeben, die Schuld aber der Staatsanwaltschaft in die Schuhe geschoben:

Der frühere Generalstaatsanwalt hat grosse Fehler bei der Aufklärung dieser Verbrechen gemacht.“

Guter Nebelkerzenwerfer, dieser Jazenjuk, aber ansonsten taugt der nichts.

Was wir wollen
Wir wollen die Nationalrepublik Ukraine russenfrei machen, die Separatisten ausser Landes jagen, die Krim zurückholen, die EU zum Teufel schicken, und Atommacht werden.

Zwar haben wir bei der Parlamentswahl im Jahre 2014 nur ein Mandat gewonnen, das ich halte, aber das ist völlig nebensächlich, weil die politische Macht aus den Gewehrläufen kommt, und nicht aus diesem Parlament, das sich Rada nennt.

Diese Schwatzbude schaffen wir ab, wenn wir an die Macht kommen.

Mehrfach haben die Aussenminister Deutschlands, Polens und Frankreichs die Entwaffnung unserer Truppe gefordert. Darüber haben wir nur gelacht. Wir sind es, die den Russen-Barbaren mit der Flinte in der Hand entgegentreten.

Mit Russenfreunden machen wir kurzen Prozess, die werden ohne Vorwarnung erschossen, so wie in Charkow am 14. März vergangenen Jahres. Die hatten das Lenindenkmal bewachen wollen, das ist ihnen jedoch schlecht bekommen.

So viel heute über mich und unsere Bewegung.

Mit ukrainisch-vaterländischen Grüssen

Dmytro Jarosch
Rechtsradikaler und Mitglied der ukrainischen
Regierung

Nachtrag 16.4. 2015
In dieser Woche haben unsere Freunde gleich noch drei Russophile beseitigt:

1. Den Journalisten und Publizisten Oles Busina.

2. Den früheren Parlamentsabgeordneten Oleg Kalaschnikow

3. Den Journalisten Serhiy Sukhobok .

Aber das ist keineswegs das Ende. Wer unseres Feindes Freund ist, der ist unser Feind, der wird erschossen. Da gibt es kein Pardon.

Dmytro Jarosch

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