SATIRE

Ist BILD-Kai (Diekmann) eine Leiche?

Dr. Alexander von Paleske — 10.11. 2015 — Die Antwort lautet ja, aber nur im Tatort-Krimi.

BILD-Kai muss zwar bald die Leitung der BILD-Zeitung abgeben, aber auch das macht ihn nicht zu einer Leiche, einer Chefredakteurs-Leiche, denn er steigt nicht ab, wie ein Gruftie, sondern weiter auf.

Kettenhund-Frauchen

Zum ersten Mal darf jetzt eine Frau Springers Kettenhund und Gelddruckmaschine BILD ausführen. Der Name dieser Frau: Tanit Koch. Nennen wir sie doch einfach Tante Koch.

Wie, noch nie gehört? Werdet ihr aber bald kennenlernen. Und ob.

Das gab’s nur einmal
Aber: so einen Teufelskerl wie BILD-Kai gibt es so schnell nicht wieder: Leiche und trotzdem quicklebendig.

An Niveau war die BILD, eine „Missgeburt des Jornalismus“, ja traditionsgemäss kaum noch zu unterbieten. Daran hat natürlich auch König Kai nichts geändert: Warum etwas neu erfinden, was bisher schon Millionen von Dukaten in die Taschen von Elfriede Springer spülte und weiter spült, auch wenn die Auflage unter dem Zepter von King Kai sich glatt auf 2 Millionen Exemplare halbiert hat? Letzteres ist einfach dem Trend der Zeit, nicht aber unserem Kai zuzuschreiben.

Aber immerhin haben dessen Reporter sogar einen Bundespräsidenten (Wulff) zur Strecke gebracht.

Keine Interviews mit Toten
Schlagzeilen wie:

BILD sprach zuerst mit dem Toten”

gab es mit Diekmann natürlich nicht. Er war vielmehr politischer Schönwetter-Fachmann, Leichenbestatter, Fahrstuhlführer, der entschied, wer rauffuhr, und für wen es abwärts zu gehen hatte.

Er war Polit-Pathologe, und gleichzeitig Merkels politischer Leibarzt, alles in einem. Das soll mal jemand nachmachen.

Seine Vorgänger Hagen, Boenisch, Prinz, Tiedje, Larass, und wie sie alle hiessen, konnten draufdreschen, die Wahrheit verfälschen, aber Diekmann suchte das Gespräch – vor dem Draufdreschen natürlich, nicht hinterher.

Ja, auch mit BILD-Todfeind Günter Wallraff, der sich dereinst in die BILD-Redaktion in Hannover reingeschlichen, und aus dieser “’Gift-Küche“ detailliert berichtete hatte, wollte er Frieden schliessen. Der hätte ja, statt für den Insel-Porno-TV-Kanal RTL, auch mal etwas Sensationelles für die BILD liefern können, In der Art:

“Menschenfleisch in Hamburger gefunden: werden wir jetzt zu Kannibalen?”

Nun also ist die Ära BILD-Diekmann bald vorbei. Schade, an so einem Mannsbild kann man sich richtig abarbeiten. Einer,

– der sich nicht scheute, auf Einladung selbst die ehemals linke TAGESZEITUNG (TAZ) zu leiten – wenn auch nur für einen Tag.

– Der Anteilsscheine an der TAZ erwarb, und auf deren Gesellschafterversammlung auftrat, dort für Bezahl-Internetauftritte warb.


BILD-Kai auf der TAZ Genossenschafts-Versammlung

.
– Der Promis wie die Berufs-Feministin Alice Schwarzer zu Kolumnistinnen machte, und den Bierflasche-tot-freu-Franz Josef Wagner das schreiben liess, wonach das Volk emotional dürstete.


Alice Schwarzer bei BILD

…..und Spitzen-Qualitätsjournalist Franz Josef Post von Wagner


Franz Josef Post von Wagner…… „Ich bin Deutschland“

– Der Helmut Kohls Wiedervereinigungs-Biografie schrieb, und aus dem Loben gar nicht herauskam.

– Der die Kampagne gegen die Russenpanzer im Berliner Tiergarten lostrat. Hätte das ehemalige SS Mitglied und oberster Bodyguard Axel Springers, namens Paul Carell (richtiger profaner Name: Paul Karl Schmidt), auch nicht besser machen können.

BILD als Suchtfaktor
BILD muss süchtig machen, erklärte er dereinst.. Das gilt natürlich nicht nur für die Leser, sondern auch für die Chefredakteure.

Aber Diekmann braucht nicht in eine Entziehungskur, denn er bleibt ja Oberaufseher für das schrumpfende BILD-Printmedien-Geschäft.

Wir werden weiter von ihm hören: entweder direkt, oder in People-Magazinen wie der BUNTEN.. Das ist doch beruhigend.

Tschüss BILD-Kai, wir werden Dich vermissen!

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