SATIRE

Donald Trump wünscht Fröhliche Weihnachten und ein profitables Neues Jahr

Dr. Alexander von Paleske — 16.12. 2016 —-
Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Donald Trump
USA-Präsident ab Mitte Januar 2017
Casino-Kapital-Zentrum Trump Tower
5th Ave
New York

Ihr Völker der Welt, Ihr Völker in Taiwan, Russland den Philippinen und Rest-Europa, ich wünsche Euch allen ein erholsames Weihnachtsfest und ein profitables Neues Jahr.

Versprochen – gehalten
Wie Ihr Weltbürger und Untertanen in den USA jetzt seht, ich habe meine Versprechen bisher gehalten – und wie – obwohl ich noch gar nicht offiziell Präsident der USA bin, denn meine Berufungen zu Ministerämtern sind bereits Programm: im Hintergrund mein rechtsradikaler Einflüsterer und Think Tank Stephen Bannon, der sozusagen alles in sich vereinigt, was nur Böswillige als rückwärtsgewandt bezeichnen: Gegen Frauenemanzipation (die gehören an den Herd zu Hause), Klimawandelleugnung, verkleideter Rassismus, Taiwan-Freund etc.


Stephen Bannon …….scharf rechtsaussen

Ich habe, wie versprochen, bereits jetzt Teile des politischen Sumpfes in Washington D.C. trockengelegt: durch Berufung von hartgesottenen Militärs und skrupellosen Bankern.

Karrierepolitiker und Bedenkenträger, sowie Intellektuelle, haben in meiner Regierung nichts zu suchen.

Für die Umweltschutzbehörde brauchte ich keinen Banker, und keinen General, sondern einen fanatischen Klimawandel-Leugner, der vor allem die Obama-Klimaschutzabkommen kündigen, und den Konzernen sowie der Kohleindustrie signalisieren soll: Ihr dürft weiter verdrecken, und in Zukunft sogar noch mehr.
Den fand ich in Scott Pruitt. Der war eine der treibenden Figuren im Kampf gegen Präsident Obamas Klimaschutzmaßnahmen. Unter anderem setzte er sich gegen Grenzwerte für Luftverschmutzung sowie gegen die Begrenzung der Quecksilber- und Arsenemissionen bei Kohlekraftwerken ein. Ein ganz sauberer Bursche.

Generäle machen die USA gross
Dort wo Amerika mit Gewalt sich verbreitern muss, habe ich Generäle in führende Positionen berufen, darunter als Verteidigungsminister in spe, James Mattis , einen Mann, der sich den Spitznamen „Mad Dog“ redlich verdient hat, und dessen markanter Ausspruch, sich zu freuen, Feinde abzuknallen, Hoffnung verbreitet, Amerika wieder gross zu machen.
Er wird zusammen mit Russland den IS aus Syrien vertreiben und damit meinen ersten grossen aussenpolitischen Erfolg einfahren.


„Mad Dog“ General James Mattis

Machen jetzt schon Aussenpolitik
In Vorbereitung dieser Allianz, und der Aufhebung der Sanktionen, habe ich schon einmal zwei Vertraute, Carter Page und Jack Kingston, nach Russland geschickt, die dort auch protokollgerecht empfangen, und von den russischen Medien entsprechend gewürdigt wurden.

Die Europäer, insbesondere diese Angela Merkel, samt deren Haltung gegenüber Russland, der Ukraine und meinem Wahlhelfer Wladimir (Putin), interessieren mich überhaupt nicht.

Dass wir, obwohl noch nicht im Amt, bereits jetzt Aussenpolitik machen, versteht sich eigentlich von selbst: wir wollen keine Zeit mit nebensächlichen Protokollfragen verschwenden.

Auch die Sicherheitsbriefings mit den Geheimdiensten interessieren mich nicht, ich nehme daran nicht teil. Ich weiss selbst alles, und brauche diese Sumpfblüten und deren idiotische Einschätzungen nicht, dafür habe ich ja Stephen Bannon und natürlich meine liebe Familie..

Meine Tochter Ivanka und mein Schwiegersohn Jared Kushner werden ihre Büros bei mir im Weissen Haus haben, und von dort, in enger Abstimmung mit mir, mein Trump-Empire steuern, mich auch politisch beraten, und bei Staatsbesuchern mit dabei sein.

Das Geschrei der US-Medien über diese Vetterleswirtschaft interessiert mich nicht.

Nach IS der Iran
Nach der Vernichtung des IS geht es dann im Verein mit Israel gegen den Iran los. Diesen Mullahs werden wir das Atomspielzeug aus der Hand schlagen – mit der nötigen Gewalt.

Iran-Freund Russland werden wir vor die Alternative stellen: Entweder mit uns oder gegen uns.

Dann China
Dann knöpfen wir uns Rot-China vor. Die jaulen in Beijing jetzt schon auf, weil wir deren masslosen Alleinvertretungsanspruch nicht unterstützen. Den gestehen wir denen – wenn überhaupt – erst zu, wenn die sich von den Inseln im südchinesischen Meer zurückziehen, ihre total unterbewertete Währung endlich aufwerten, und sich mehr darauf konzentrieren, wie früher in der Landwirtschaft als „blaue Ameisen“ zu arbeiten.

China muss von einem aggressiven Exportland wieder zu einem Importland für US-Produkte werden.

Im Innern Programm Putativnotwehr
Da ich weniger Steuereinnahmen habe – ich gewähre ja den Kapitalisten grosszügige Steuerermässigungen – müssen eben Armutsprogramme zusammengestrichen werden. Demonstrationen dagegen oder gar Armenaufstände werde ich mit aller Härte niederschlagen, und habe dazu im Innern mit Ryan Zinke ebenfalls einen strammen General als Minister berufen. Der wird in den Städten, wie ich das versprochen habe, aufräumen. Als Vorbild dient mir der philippinische Staatspräsident Rodrigo Duterte, der auch gerne angebliche Drogenhändler einfach abgeknallt hatte, und jetzt diese Vorgehensweise als Staatsauftrag propagiert. Viele Todesschwadronen sind mittlerweile in den Philippinen im Einsatz, um die Städte von diesem Drogisten-Abfall zu säubern.

Das können wir noch nicht 1:1 in den USA übernehmen, aber wir werden die Polizei massiv aufrüsten, und die Putativnotwehr als festen Bestandteil der Polizeieinsätze verankern.
Nur Böswillige würden so etwas als Vorbeugeerschiessung klassifizieren.

Weg mit Lobbyisten

Den Zirkus mit den Lobbbyisten habe ich kurzerhand abgeschafft: die Kapitalvertreter, vor allem Banker von Goldman Sachs wie Steve Mnuchin als designierter Finanzminister, und Gary Cohn als Wirtschaftsberater, sitzen mit am Kabinettstisch. Dazu noch der Chef des Ölmultis Exxon, Rex Tillerson als Aussenminister.

Kapitalisten haben so einen direkten Draht zu mir und meinen Ministern, und so wir können deren Wünsche direkt und ohne Umwege entgegennehmen – und sogleich umsetzen.

Bürger der Welt, das Neue Jahr wird grossartig werden: Für die USA im allgemeinen und die Reichen bei uns im besonderen.
Seid ganz herzlich gegrüsst von

Eurem Casino-Donald (Trump)

NACHTRAG 17.12. 2016
Gestern habe ich noch den neuen Botschafter der USA in Israel nominiert: David Friedman, mein Anwalt. Als orthodoxer Jude ist er der richtige Mann, den rechten Israelis Schützenhilfe zu geben, den Krieg mit dem Iran mit vorzubereiten, und die aggressive Siedlungspolitik abzusegnen.
Er vertritt – genau wie ich – die Auffassung, dass die Westbank kein besetztes Gebiet, sondern israelisches Staatsgebiet ist, und Jerusalem die alleinige Hauptstadt Israels – seit 3000 Jahren.
Er wird deshalb die US.-Botschaft in Tel Aviv schliessen und unser Konsulat in Jerusalem zu unserer neuen Botschaft machen.

D.T.

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