Krieg

Sanktionen gegen Iran, US-israelisch-arabische Kriegskoalition steht

Dr. Alexander von Paleske —- 13.5. 2018 —– Es wäre undenkbar gewesen noch vor kurzer Zeit: Auf Einladung des Botschafters der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) in den USA, Yousef al-Otaiba, traf dieser sich im März in New York mit Israels Premier Benjamin Netanyahu, wie jetzt bekannt wurde.
Der Platz des Treffens: Ein vorwiegend von Arabern frequentiertes Restaurant.
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Yousef al-Otaiba ….Treffen mit Netanyahu

Noch nicht alles
Aber damit noch nicht alles:

– Die Luftwaffe der Vereinigten Arabischen Emitate führte im März zusammen mit Israels Luftwaffe Manöver durch.

– Der Premier Bahrains, Chalifa bin Salman al Chalifa, dessen Regierung mit Hilfe saudi-arabischer Truppen die schiitische Mehrheit des Landes unterdrückt, hat Israel das Recht auf „Selbstverteidigung“ zugesprochen, nachdem als Vergeltung für permanente Luftangriffe Israels auf iranische Stellungen in Syrien, die von Israel besetzten Golan Höhen unter Feuer genommen wurden.


Bahrains Premier al Chalifa …..Israel darf sich verteidigen

– Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman wurde zu einem Besuch Israels eingeladen. Verkünder der frohen Botschaft war Israels Minister für die Geheimdienste, Yisrael Katz.

Gemeinsamer Gegner: Iran
Diese neue Koalition hat ein gemeinsames Ziel: Krieg gegen den Iran zu führen, natürlich weitgehend aus der Luft..

Vorher soll allerdings dem Iran wirtschaftlich die Luft abgeschnürt werden: durch umfassendste Sanktionen, in der Hoffnung, dass es angesichts der zu erwartenden Notlage zu Massenprotesten, und zum Sturz der Regierung in Teheran kommt. Regime-Change ein anderes Wort dafür.

Wenn das nicht gelingt, was zu erwarten ist, dann die Luftangriffe.

Hoffnung auf Kriegsgrund
Natürlich besteht seitens der Kriegstreiber USA, Israel, der Emirate, und Saudi-Arabiens die Hoffnung, dass nun Teheran ebenfalls vom Atomdeal angesichts der Sanktionen abrückt, und damit der „casus belli“ der Grund für einen Angriff geliefert wird.

Naivität der Europäer
Deshalb mutet es geradezu naiv an, wenn die europäischen Länder, insbesondere Deutschland, Grossbritannien und Frankreich, glauben, den von den USA verhängten Sanktionen entgehen, und weiterhin ungestört Handel mit dem Iran treiben zu können. Das würde nämlich diametral dem entgegenlaufen, was die Kriegskoalitionäre anstreben.

Unerbittliche Bestrafung
Die USA werden aller Voraussicht nach daher unerbittlich auch alle diejenigen europäischen Firmen, die trotz der Sanktionen Handel mit dem Iran betreiben, bestrafen, sofern sie auch Produkte in die USA absetzen, oder dort Tochterbetriebe unterhalten, was für die meisten der deutschen Grossfirmen wie VW, BMW, Mercedes, Fresenius etc, kurzum für die Mehrzahl der im DAX gelisteten Firmen, zutrifft.

Auch Trumps Schmusepartner, der französische Präsident Macron, dürfte dem kaum entgehen, und mit ihm französische Betriebe wie Airbus, die französischen Autofirmen, und natürlich die Erdölfirma Total, die Milliardeninvestitionen im Iran plante.

Keine Zukunft für Illusion
Die entgegengesetzte Hoffnung der Staaten und Firmen auf eine Suspension von Trumps Sanktionen dürfte sich daher alsbald als pure Illusion entpuppen.

Folgen der Russlandsanktionen
Nun rächt es sich, dass die Europäer Sanktionen gegen Russland verhängt, und einseitig im Konflikt mit der Ukraine Stellung bezogen haben: einem Land, in dem die Korruption schlimmer den je grassiert, und die Klepto-Oligarchen nach wie vor das Sagen haben.
Russland hätte den Expansionsdrang der Kriegskoalition im Nahen und Mittleren Osten stoppen können.
Russland wird so aber die Europäer zwar verbal, aber ansonsten nicht weiter unterstützen.
So forderte Russlands Präsident Putin nach den Gefechten der vergangenen Woche, nachdem er Israels Premier Netanyahu herzlich in Moskau anlässlich der Militärparade zum Andenken an die Niederlage Nazi-Deutschlands begrüsst hatte, nur lauwarm zu Gesprächen zwischen den Konfliktparteien in Nahost auf, statt Israel in die Schranken zu weisen.

Putin hofft offenbar nach wie vor, mit dem US-Präsidenten Trump einen Deal machen zu können, um so endlich auch die Ernte aus der Wahlkampfunterstützung für ihn einzufahren, und so die gegen Russland verhängten Sanktionen loszuwerden.

Fazit
Mit ihrer Naivität gegenüber US-Präsident Trump, und der Konfliktpolitik gegenüber Russland, haben die Europäer sich nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich ins Abseits begeben.
Das dürfte noch schwerwiegende Folgen haben.

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Nachtrag: Die Betreiber des Service Providers twoday.net wollen am 31.5. den Provider abschalten.
Weder koennen Beitraege ab diesem Zeitpunkt eingestellt, noch alte Beitrage abgerufen werden.
Wir sind daher gezwungen, soweit moeglich, die alten Beitraege zu retten auf die seit einem Jahr betriebene Website

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