SATIRE

Joschka und Herr Fischer, Regie: Pepe Danquart – Ein deutsches Film-Märchen

Dr. Alexander von Paleske 19.5. 2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Prof. h.c. Joseph (Joschka) Fischer
Industrie-Klinkenputzer
und Ex-Außenminister
Prominentenallee 68
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

endlich hat ein Deutscher Regisseur erkannt und umgesetzt, wie man aus meinem Leben einen spannenden Märchenfilm machen kann .

Ich fordere dehalb alle Deutschen auf, sich diesen Film nicht entgehen zu lassen.

Nur Böswillige werden behaupten, hier handele es sich um Geschichtsklitterei oder Schönfärberei.

Ich finde vielmehr, dass Pepe Danquart gerade auch meine Rolle als GröDAAZ , als größter deutscher Außenminister aller Zeiten, ins rechte Licht rückt.


Ein Mann mit Mut und Hut – Mein Freund Pepe – Screenshot: Dr. v. Paleske

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Film ist 146 Minuten (zu) lang und beschreibt in höchsten positiven Tönen , wie ich es vom Fotografen, 68er Revoluzzer, Pseudoproletarier, steinewerfendem Putzgruppenmitglied, Taxifahrer, Turnschuhminister, Radau-Parlamentarier, Außenminister es schließlich es dahin geschafft habe, wo ich schon immer schon immer hin wollte: In die Industrie, als Klinkenputzer für Großkonzerne.

Natürlich werden viele behaupten, dass dieser Film einige Ähnlichkeiten mit dem Deutschen Märchen „Rotkäppchen und der Wolf“ habe.

Richtig ist, daß es in der Tat da einige Parallelen gibt, denn auch ich hatte mir einst ein rotes Käppchen aufgesetzt und mir- wie der Wolf – eine Verkleidung, eine linke Verkleidung, angezogen.


Ein pseudorevolutionäres Alpha-Tier mit Verkleidung: Auf dem Weg nach oben auch mal in Turnschuhen – Screenshot: Dr. v. Paleske

Auch daß es sich in beiden Fällen um ein deutsches Märchen handelt und dass ich, wie der Wolf, ein Alpha-Tier bin, ein politisches.
Aber dann enden die Parallelen auch schon.

Leere Lebens-Seiten
Im Auswärtigen Amt habe ich aus wohlverstandenen Gründen 34 Jahre in meinem vollständigen Lebenslauf verschwinden lassen müssen.


Auswärtiges Amt – Lebenslauf des Joseph Fischer mit 34 leeren Lebens-Jahren

Schließlich waren die meisten meiner Außenminister- Kollegen (europäisch und außereuropäisch) ja ausgewiesene Akademiker, auch meine Mitarbeiter des höheren Dienstes im Auswärtigen Amt, und da konnte ich natürlich mit meiner Schmalspurausbildung – trotz der Lernmittel- und Studierfreiheit in Deutschland — nicht mithalten.

Ich hatte ja nur eine Mittlere Reife, und um das Abitur nachzuholen, dafür war ich viel zu faul. So beschränkte ich mich darauf, bei Machiavelli die Volksschule zu besuchen und bei Professor Kalauer die Mittlere Reife abzulegen.

Ein bürgerliches Studium kam mangels Eintrittsvoraussetzungen gar nicht in Frage. Statt in irgendwelchen Abendkursen das Abitur nachzuholen, bin ich viel lieber Taxi gefahren und habe in den Uni-Vollversammlungen und Teach-ins im Hörsaal VI der Uni Frankfurt als Vorzeigeproletarier das große Wort geschwungen.


Ja, das waren noch Frankfurter Zeiten – Screenshot: Dr. v. Paleske

Damals hatten die Studenten ja einen Heiden-Respekt vor der angeblich „ revolutionären Klasse“, dem Proletariat, und damit auch vor mir.

Kleinbürgerliche Verhältnisse
Natürlich kam ich als Kind einer Metzgersfamilie aus kleinbürgerlichen Verhältnissen, aber schon meine Stimme und meine Ausdrucksweise ließen eine zutiefst proletarische Herkunft sehr überzeugend erscheinen.

Endlich: Joseph Fischer – Der Film
Es hat mich eigentlich in der letzten Zeit immer gewurmt, daß bis dato niemand sich gefunden hatte, der meine Lebensgeschichte in einem Film extremst positiv darstellt.

Dieser Aufgabe hat sich nun der Groß-Filmemacher Pepe Danquart in dankenswert (unkritischer) Weise gewidmet.

Pepe hat zum Glück gar nicht durchgeblickt hat, was für ein ausgekochter Opportunist (Journalist Günter Gaus über mich ) ich in Wirklichkeit bin. Auch hat er natürlich nicht sehen können (oder wollen) dass ich andere Menschen benutze wie Tempo-Taschentücher, und fallen lasse, wenn sie mir nicht mehr nützen.
Böswillige Zungen sagen mir ausserdem ausgeprägten Narzismus nach. So ein Quatsch.

Deutsche, laßt noch einmal mein filmisch verhübschtes, spannendes, turbulentes,aufregendes und ehereiches Leben an Euch vorbeiziehen.


Habe alles erreicht – gewichtsmässig – und blicke staunend auf meine Vergangenheit – Screenshot: Dr. v. Paleske

Meinen alten Kampfgenossen in Frankfurt rufe ich zu:
„Erinnert Ihr euch noch: Frei sein, frei sein, Terror – äh ich meine natürlich Karriere und viel Geld – muss dabei sein“

Euer

Professor h.c. Joseph Martin (Joschka) Fischer

E-Mail avonpaleske@yahoo.de

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