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Nigeria: Voodoo, Menschenhandel und die Babyfabriken

Stephan Fuchs – Die nigerianische Polizei hat im Süden des Landes eine Babyfabrik ausgehoben. Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren haben dort Babys am „Fliesband“ geboren. Bei der Erstürmung der „Fabrik“ gaben die Mädchen an, pro Kind zwischen 110 und 130 Euros zu verdienen. Die Kinder werden unter anderem für rituelle Zwecke weiter verkauft.

Der Besitzer des Hauses wird verhört und vermutlich wegen Kindesmissbrauchs und Menschenhandel angeklagt. Derzeit werden in nigerianischen Gerichten zahlreiche ähnliche Fälle verhandelt, sagte Hassan.

Vor drei Jahren hatte die nigerianische Polizei ein ganzes Netzwerk solcher Häuser aufgedeckt, die in der örtlichen Presse als «Babyfabriken» oder «Babyfarms» bezeichnet werden. Im Westen Afrikas ist Menschenhandel weit verbreitet, Kinder werden unter anderem für Arbeit auf Feldern, in Minen, in Fabriken oder im Haushalt verkauft.

Einige der Kinder werden auch zur Prostitution gezwungen, in einzelnen Fällen sollen sie auch in Ritualen schwarzer Magie gefoltert oder getötet werden. Laut NAPTIP kommt es auch immer wieder zu illegalen Adoptionen. Der UNESCO zufolge ist der Menschenhandel in Nigeria nach Wirtschaftsbetrug und Drogenhandel das dritthäufigste Verbrechen.

Die nigerianische Universität erklärte Nachrichten Heute, dass die jungen Frauen in den Fabriken systematisch vergewaltigt werden. Viele von ihnen werden dorthin gelockt, ohne dass sie wissen, was mit ihnen tatsächlich geschieht. Andere Kindsmütter werden von Voodoo Priestern dort hin geschickt, damit sie ihre „Sünde“ dort spenden.

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