SATIRE

Fiona Grasser: Hallo Deutschland, jetzt rede ich

Dr. Alexander von Paleske 20.11.2011 — Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Fiona Pacifico-Griffini-Grasser
Sumpfblütenweg 1
Wien
Österreich

Hallo Deutschland,

erstmals ,möchte ich mich nun auch an das Deutsche Volk direkt wenden, nachdem dieses Blättchen „Die Bunte“ im Sommer Falschdarstellungen über mich verbreitet hatte, die ich gern richtigstellen möchte, und gleichzeitig möchte ich etwas über mich und mein aufregendes Leben erzählen.

Zunächst zu meinem Hintergrund: Ich bin 47 Jahre alt, verheiratet mit Karl Heinz Grasser, dem besten Finanzminister, den Österreich je hatte, der aber jetzt von der linken austrischen Kampfpresse gehetzt, beleidigt, und verunglimpft wird.

Ich stamme dem Hause Swarovski, einem Familienclan von 150 Mitgliedern, dem dle edle austrische Kristall- und Schmuckfirma Swarovski mit einem Jahresumsatz von 2,5 Milliarden Euro gehört.

Von allen Clanmitgliedern hat meine Mutter Maria Giori Lhota die meisten Stimmenanteile, entsprechend hoch wird sie auch geachtet.

Mehr über mich
Ich bin eigentlich hochbegabte Kunstdesignerin, habe auch ein wenig Kunstgeschichte studiert, und halte mich vorwiegend im austrischen und europäischen Jet-Set-Bereich auf.

Nicht mehr so häufig allerdings in Österreich, weil statt der Regenbogenpresse immer gleich diese Skandalreporter der linken Kampfpresse aufkreuzen, und uns mit niederträchtigen Fragen bombardieren. Das habe ich satt wie 1000 Mann.

Weiche gerne aus
So weiche ich gerne nach Venedig aus. Insbesondere wenn dort die Biennale stattfindet bin ich auf vielen Parties präsent.

Gern besuche ich auch den Billionaires Club, auf Sardinien. Dort ist man wirklich als Reiche nur unter Reichen. Dort bin ich deshalb auch immer hochwillkommen. Der Betreiber, Flavio Briatore, Verflossener von Heidi Klum, Organisatorin dieser Teenie Nackt Show namens GNTM, begrüsst mich immer gleich mit einem dicken Bussi. Herrlich.

Vorgestern aber hielt es mich nicht mehr zu Hause, wo ich auf meiner Terrasse Gemüse züchte, äh, ich meine anbaue, und mehr Wasser als Sekt trinke, ein Leben, das ich gerade auch den austrischen Unterschichten und Sozialhilfeempfängern wärmstens empfehle.

„Sollen die Leute halt ihren Salat und ihre Tomaten auf ihren Terrassen selber züchten. Ich backe auch mein Brot selber, züchte mein Gemüse und trinke gerne Wasser statt Champagner.“

Mit meinem glänzend aussehenden Gatten machte ich mich auf zur Ronald McDonald Kinderhilfe-Gala, auf der auch meine Nichte Victoria S. ihre Sangeskünste unter Beweis stellen durfte.

Ich darf hier ergänzend einfügen, dass ich in meinen Gatten noch so verliebt bin wie am Tage, als wir uns kennenlernten, und das habe ich gezeigt, indem ich ihm auf den Schoss sprang und ihn zärtlich umarmte (Video hier).

Tussi vom Nachbartisch
Aber eine Tussi vom Nachbartisch konnte diese Zärtlichkeit nicht ertragen, nahm vielmehr Anstoss daran, und zischelte eine Unverschämtheit in meine Richtung. Aber der habe ich ordentlich Bescheid gesagt.

Erst behauptete diese Darme, sie würde mich gar nicht kennen, eine unglaubliche Lüge angesichts meines Bekanntheitsgrades, nur um dann gleich dazuzusetzen, sie würde mich so nicht kennen. Aber die hat mich richtig kennengelernt.
Ich habe der eine Lektion erteilt, die sie so schnell nicht vergessen wird.

Frei erfundene Geschichten
In Österreich lieben mich die meisten Menschen, weil ich so viel Stoff für schöne Society-Geschichten liefere.

Allerdings stimmen einige dieser Geschichten nicht, sind vielmehr frei erfunden. So berichtete die deutsche Regenbogenzeitschrift Bunte in diesem Sommer, ich hätte bei einem Treffen der Münchener und Wiener Society in der Berg-Gaststätte Sonnenbichl während eines Kalbsessens gesagt:

„Ich finde, jeder Mensch muss Schwarzgeld haben“.

Das ist glatt gelogen, weder hiess die Gaststätte Sonnenbichl, noch habe ich Kalbfleisch gegessen.

Respekt auch im Finanzamt
Selbst bei den Finanzbehörden geniesse ich Bewunderung und Respekt, jedenfalls solange mein liebster Gatte dort noch der Minister war.

Irgendein übereifriger Beamter in Tirol wollte bei uns eine Betriebsprüfung machen. Geradezu lächerlich angesichts der blütenweissen Westen, die wir meistens anhaben.

Mein Mann hat dann aber eine alte Studienfreundin in der Finanzverwaltung, eine gewisse Anneliese K. in Wien gebeten, den Akt an sich zu ziehen , weil wir ja mittlerweile nach Wien umgezogen waren in diese schöne Penthousewohnung. Die hatte mein liebster Kalli mit einem Kredit der Firma Valuecreation, die wiederum meinem Mann gehört, gekauft.

Diese hochintelligente Anneliese K. war ausserordentlich empört über die Ansetzung einer Betriebsprüfung, und hat diesen Kokoloris sofort gestoppt.
Nun behauptet die austrische Kampfpresse, dies sei Begünstigung gewesen – geradezu lächerlich.

So viel erst einmal für heute

Servus

Fiona Pacifico-Griffini-Grasser
MAJS (Member of the Austrian Jet Set)

Mehr Satire zu Grassers
linkPost von Karl-Heinz Grasser, Ex Finanzminister Österreichs
linkÖsterreichs Ex- Finanzminister Karl-Heinz Grasser: Deutschland, jetzt rede ich
linkGuten Morgen Deutschland, ich bin KHG, der Karl-Heinz Grasser aus Wien

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