afrika

Malawi: Fort mit dem Präsidentenjet und 60 Luxus-Karossen vom Typ Mercedes-Benz

Dr. Alexander von Paleske — 6.6. 2012 …
Anfang April dieses Jahres starb der Präsident des afrikanischen Staates Malawi, Bingu wa Mutharika nach längerer Krankheit.


Malawi

Obwohl der Tod in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis, eingetreten war, verfrachteten die Mitglieder seiner Regierung den Leichnam auf ein Flugzeug nach Südafrika, wo dann sein Tod (nochmals) festgestellt, und diese Nachricht an die Presse Südafrikas weitergegeben wurde.

Erst zwei Tage danach wurde offiziell der Tod in Malawi selbst mitgeteilt.

Der Hintergrund: Die Regierungs-Clique und die Verwandtschaft des Präsidenten wollte an der Macht und am Geld bleiben, daher verfassungswidrig seinen Bruder, den Justizminister Peter Mutharika, ins Amt hieven.

Zur Vorbereitung des Coups wollten sie mit dem Verschleppen der Todesnachricht Zeit gewinnen.

Aber die Coupisten hatten nicht mir der resoluten Vizepräsidentin Joyce Banda (62) gerechnet, die nach der Verfassung die Nachfolge anzutreten hatte, und die schon seit geraumer Zeit nicht mehr zum Freundeskreis des Präsidenten zählte.


Joyce Banda

Joyce Banda fackelte nicht lange,und brachte die Führungsoffiziere des Militärs auf ihre Seite. Den Coupisten ging die Luft aus.

Banda wurde Präsidentin eines der ärmsten Länder der Welt, in dem insbesondere Lage im Gesundheitswesen nur als katastrophal bezeichnet werden kann.

Der Polizeichef, der für den Tod von Demonstranten vergangenes Jahr verantwortlich war, den entliess sie sofort; hartnäckige Gefolgsleute Mutharikas folgten Zug um Zug.

Weg mit dem Luxusplunder
Und Joyce Banda macht weiter Schlagzeilen, positive. Jetzt soll der Präsidenten-Jet und eine Flotte von 60 Mercedes-Limousinen aus dem Hangar bzw. den Präsidentengaragen verkauft werden.

„Alles überflüssig“, wie die neue Präsidentin feststellte.

Der Jet alleine verursachte laufende Kosten von jährlich 338.000 US Dollar.

Dazu bemerkte die Präsidentin: „Ich brauche keinen Jet, ich kann Linie fliegen, zumal ich ohnehin gewohnt war, per Anhalter zu reisen“..Und so flog sie diese Woche mit einem Ticket der British Airways nach London.

Auch die Verfolgung von Homosexuellen beendete sie ruck zuck.

.Allerdings bekam die Bevölkerung eine andere Massnahme zu spüren: Die Währung des Landes wurde auf Drängen des iWF um 1/3 abgewertet, was alle importierten Waren sofort um 33% im Preis erhöhte.

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