SATIRE

Jürgen Flaschenpfand-Trittin: Natürlich muss Deutschland in den Mali-Krieg ziehen

Dr. Alexander von Paleske — 16.1. 2013 —– Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Jürgen Flaschenpfand-Trittin
Obergrüner, Bilderberger und MdB
Reichstagsgebäude
Berlin

Guten Morgen Deutschland,

nachdem Frankreich in einem ausserordentlich mutigen, und deshalb sehr begrüssenswerten Schritt zu Luft und zu Lande massiv in den Bürgerkrieg in Mali eingegriffen hat, können wir als patriotische Grüne und Deutsche – Europäer sind wir sowieso – mit unserem Expansionsdrang nicht einfach beiseite stehen, und zuschauen, wie die Franzosen allein der desolaten Regierung des sehr rohstoffreichen Mali zu Seite stehen. Da müssen wir mitmischen.

Unangebrachte Stellungnahme
Insofern war die vorlaute Stellungnahme unserer aussenpolitischen Sprecherin Kerstin Müller völlig unangebracht.

Die grüne Friedensbewegung ist zum Glück längst tot. Lediglich ein paar Ewiggestrige, wie dieser Berufsnörgler Ströbele, faseln gelegentlich noch etwas vom Frieden und erheben die Stimme gegen unseren expansiven Patriotismus.


Das bin ich – und so sind wir: Die Grünen

Lehrmeister Joseph Martin (Joschka) Fischer
Aber unser seinerzeitiger Grosser Lehrmeister, der GröDAAZ Joseph Martin (Joschka) Fischer, hat schon damals recht erfolgreich seine „grüne Kinderschar in kriegerische Rattenlöcher geführt“ (Rudolf Augstein), siehe Jugoslawien, siehe Afghanistan. Er hat uns wortreich jegliche Skrupel mit seinem (hergeholten) Auschwitz-Vergleich ausgetrieben, und wir haben, auch nach seinem Abgang in die Industrie als Klinkenputzer, diese Politik durch das ständige Abnicken des (sinnlosen) Afghanistan-Kriegs-Abenteuers konsequent mitgetragen, und damit fortgesetzt.

Afghanistan-Besuche vermieden
Natürlich haben wir als Grüne es in den letzten Jahren strikt vermieden, uns „vor Ort“ blicken zu lassen, und die deutschen Soldaten dort im Kampfeinsatz moralisch aufzurüsten, damit sie mit noch grösserer Begeisterung bis zum unvermeidlichen Abzug durchhalten.

Die Gründe dafür waren:

1. Erledigt sich das Problem durch den Abzug (unverrichteter Dinge) ja nächstes Jahr ohnehin von selbst

2. Wollen wir mit unserem Auftreten nicht Teile unserer Wählerschaft vergraulen.

3. Werden die Soldaten – aber nicht wir – dafür bezahlt, sich in Gefahrenzonen aufzuhalten.

Nach Afghanistan nun Mali
Auch in Mali werden wir Deutsche zwar zunächst nur mit Transportmaschinen und logistischer Unterstützung dabei sein.
Aber eine Ausdehnung dieses begrenzten Einsatzes befürworte ich ganz entschieden.


Mali, unser jüngstes Aufmarschgebiet

Die Gelegenheit dafür wird sich bald ergeben, wenn die Gotteskrieger Ausländer als Geiseln nehmen, und wir dann im Rahmen der „Selbstverteidigung“ auch die Bundeswehr mit Bodentruppen losschicken müssen.

Hintergrundanalyse nicht erforderlich
Eine Hintergrundanalyse des Konflikts dort brauchen wir nicht, da die Guten und Bösen ja sauber getrennt sind.

Wir ballern einfach darauf los, denn die Guten, das ist die korrupte, unfähige Regierung in der Hauptstadt Bamako, und die die Bösen, das sind die Islamisten.

Dass die Tuareg einen eigenen Staat wollen, nachdem ihre Interessen über Jahrzehnte vernachlässigt wurden, ist für uns ohne Belang. Für uns ist entscheidend, dass diese Tuareg sich mit den Gotteskämpfern vorübergehend eingelassen haben. Gotteskämpfer, welche die Scharia einführen wollen, und ausserdem die Hebung der Bodenschätze für uns erschweren würden.

Erst als diese Al Qaida Gotteskämpfer aus Algerien und Mauretanien als politische Trittbrettfahrer sich an den Konflikt dranhängten, und ihn dann dominierten, da wurden wir hellhörig.

Scharia in Saudi-Arabien
Dass die Scharia mit Handabhacken nach Diebstahl etc. am striktesten in Saudi-Arabien praktiziert wird, wo auch der Salafismus, die Religionspolizei und die Frauenunterdrückung zu Hause sind, wo ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter aus Bangladesh, Indien, den Philippinen und anderen Dritte Welt Ländern unter quasi rechtlosen Bedingungen gehalten werden, wir also aus moralischen Gründen gerade auch gegen diese Herrschaften vorgehen müssten, all das kann uns ziemlich gleichgültig sein.

Diese Saudi-Islamisten, die den Salafismus in alle Welt exportieren, sind unsere Freunde, die uns Öl liefern und unsere schweren Kriegswaffen im Grosseinkauf abnehmen.

Neuer Bundeswehr-Slogan
Deutschland, der neue Slogan für die Bundeswehr, den wir Grüne voll und ganz unterstützen:

Gestern waren wir mit der Bundeswehr in Deutschland,

heute und morgen sind wir überall wo es brennt auf der Welt.

Gerne würde ich nach den Bundestagswahlen dieses Jahr Aussenminister werden, um diese Politik noch konsequenter auch durchzusetzen, aber leider liefert dieser Peer Bilderberg-Steinbrück eine politische Dummheit nach der anderen, und trampelt in jedes der nur denkbaren politischen Fettnäpfchen.

Als letzte Schnapsidee nun dieses Volks-Genossen- Eierlikörtreffen.

Der Mann hat fertig.

Gute Nacht Deutschland

Jürgen Flaschenpfand Trittin
Obergrüner, Bilderberger, MdB

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Ein Gedanke zu “Jürgen Flaschenpfand-Trittin: Natürlich muss Deutschland in den Mali-Krieg ziehen

  1. Im wieder gern gelesen Immer wieder erfrischend, Ihre Maileingänge.:)

    Das Thema leider nicht, wie war das doch noch mit dem deutschen Boden und nie wieder Krieg, hat der Jürgen wohl nicht aufgepasst in Geschichte… Abgesehen davon, das Krieg das allerschlimmste ist.

    Liken

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