SATIRE

FDP-Brüderle dankt Bundespräsident Gauck für die klare, vernichtende Stellungnahme in der Sexismus-Debatte

Dr. Alexander von Paleske — 7.3. 2013 —- Folgende Mail landete heute in meiner Mailbox:

Rainer Brüderle
FDP-Spitz(en) Politiker
Thomas Dehler Haus
Berlin

An
Herrn Bundespräsident
Joachim Gauck
Schloss Schöne Aussicht
Berlin

Hochverehrter Herr Bundespräsident,
lieber Joachim

ganz, ganz herzlichen Dank für Deine erfrischende und gleichzeitig Sexismus-Diskussion-vernichtende Stellungnahme im SPIEGEL, mit der Du diese erbärmliche, und für mich politisch ausserordentlich schädliche Sexismus-Debatte dorthin befördert hast, wohin sie von Anfang an hin gehörte: In den intellektuellen Abfalleimer.

Leider konnte ich nach dem widerlichen Artikel dieser Pseudo-Investigativ Journalistin Laura STERN-Himmelreich nicht voll in die Offensive gehen, wie ich das im Bundestag normalerweise gerne mache.
Das Kreischen dieser „Twitter-Aufschreier“, und das Gegeifere dieser Berufs-Betroffenheits-Feministin Alice Schwarzer hielten mich davon ab.


Rainer Brüderle

Meine männlichen FDP-Parteifreunde, statt voll in die androgen-solidarische Offensive zu gehen, hielten sich stattdessen feige androgyn versteckt. Sehr enttäuschend!

Sehr wohltuend
Da war es richtig wohltuend zu lesen, was Du jetzt im SPIEGEL Interview völlig zutreffend rausgelassen hast:

„Wenn so ein Tugendfuror herrscht, bin ich weniger moralisch, als man es von mir als ehemaligem Pfarrer vielleicht erwarten würde. Mit Sicherheit gebe es in der Frauenfrage noch einiges zu tun. Aber eine besonders gravierende, flächendeckende Fehlhaltung von Männern gegenüber Frauen kann ich hierzulande nicht erkennen.“

Hervorragend!.

Weg mit altbackener Moral
Du selbst hast ja auch mit altbackener Moral – trotz Deines hohen Alters und Deines Berufspfaffendaseins – nichts am Hut, und Dir konsequenterweise im zweckgerichteten Nachvollzug neben Deiner biblisch angetrauten Ehefrau auch noch eine Lebensgefährtin namens Daniela Schadt zugelegt.

Sehr mutig und sicherlich auch beglückend.

Ich hingegen beschränke mich (noch) auf das gelegenliche (un-)zweideutige Austeilen von Tanzkarten bei abendlichen Barbesuchen.

Moralischer Tugendfuror gehört einfach nicht in eine moderne Gesellschaft. Da darf man einfach moralisch nicht so „pingelig“ sein, wie der frühere Bundeskanzler Konrad Adenauer zu sagen pflegte.

Auch die Formulierung von Dir:

Ich stehe als Joachim Gauck auf. Wenn ich mich dann rasiere, kommt so langsam der Umschwung“,

passt ähnlich auch zu mir: Ich gehe abends als der pirschende Jüngling Rainer ins Bett, und am Morgen, während des Rasierens kommt dann der Umschwung.

Wenn ich im Bundestag oder Thomas Dehler Haus ankomme, dann ist aus dem spitzen Jüngling Rainer wieder der FDP- Spitzenpolitiker Brüderle geworden.

Sehr begrüssenswert
Begrüssenswert fand ich auch, dass Du diesen offenen Brief der sieben Frauen, darunter die Aufschrei-Initiatorinnen Anne Wizorek und Nicole von Horst, die sich in unverschämter Weise echauffiert, „verblüfft und erschüttert“ über Deine hervorragenden jüngsten Äußerungen im „Spiegel“ zeigten, keiner Antwort gewürdigt hast. Das nenne ich umsichtiges und verantwortungsvolles Handeln eines Staatsoberhauptes.

Auch zu Mali hochpositiv
Auch Deine Stellungnahme zu Mali fand ich hervorragend.

„Überhaupt gibt es in der Welt wichtigere Probleme: Wir reden tagelang intensiv über das Verhalten eines Politikers abends an der Bar – aber wir sprechen nur wenig über die brandgefährliche Lage in Mali.“


Gauck bei der Bundeswehr —— melde dem Bundespräsidenten: Bundeswehr angetreten zum weltweiten Einsatz

Besser hätte auch ich das nicht formulieren können.

Für unsere Bundeswehr ist die Lage dort in der Tat brandgefährlich, nachdem wir in trauter Einheit auch mit SPD und Grünen den Umzug unserer kämpfenden Truppe von Afghanistan nach Mali abgesegnet haben.

Danke, Danke und herzliche Grüsse

Rainer FDP-Brüderle
Fraktionsvorsitzender

Rainer FDP-Brüderle: Deutschland, jetzt rede ich

Danke, danke Herr Bundespräsident für diese Weihnachts-Ansprache

Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Flaschenpfand-Trittin schreibt an Bundespräsident Joachim Gauck
Ansprache des neuen Präsidenten Gauck: Ich bin der richtige Mann (zur falschen Zeit)
Joachim Gauck: Jetzt rede ich und stelle klar
Herbert Rechtslastig schreibt an Thilo Sarrazin: Danke für das dicke Gauck-Lob
Jürgen Flaschenpfand-Trittin zur Kandidatur von Joachim Gauck
Frau BK Merkel: Joachim Gauck kann es, ja, muss es machen

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