SATIRE

Andrea Nahles an die SPD-Genossen zum Thema Sarrazin: Nicht rauswerfen sondern aussitzen

Dr. Alexander von Paleske — 25.4. 2013 — Folgenden Rundbrief fand ich heute in meiner Mailbox:

Andrea Nahles
SPD-Frontfrau
Willy Brandt Gedächtnishaus
Berlin

Guten Morgen liebe Genossinnen und Genossen,

der Cerd-Ausschuss der UN hat festgestellt, die Äußerungen unseres Parteimitglieds, des Genossen Thilo Sarrazins beruhen auf einem Gefühl rassischer Überlegenheit oder Rassenhass, enthielten Elemente der Aufstachelung zur Rassendiskriminierung..

Nun erwarten unsere SPD-Genossinnen und Genossen natürlich von mir als SPD-Frontfrau eine deutliche Stellungnahme.
Manche fordern erneut implizit gar einen Rauswurf des Sarrazin, wie dieser Aziz Bozkurt , der gestern im Tagesspiegel folgendes glaubte von sich geben zu müssen:

Sarrazin ist ein Rassist. Er ist weder ein Integrationspolitiker, noch ein Tabubrecher. Und meine SPD schweigt, anstatt Haltung anzunehmen. Ein UN-Ausschuss stellt fest, was einem deutschen Gericht und der SPD nicht gelang. Thilo Sarrazin verbreitet blanken Rassismus. Als Sozialdemokrat tut es weh, dass es gerade meine eigene Partei nicht schafft, Rassismus zu entlarven, wenn er im Genossen-Anzug daherkommt. Der SPD-Führung ist es nicht gelungen, eine rote Linie zwischen eigenen Grundwerten und rassistischen Denkfiguren zu ziehen……. Ich befürchte, dass der Hintergedanke der war, mögliche Wählerpotentiale nicht zu verschrecken. Frei nach Willy Brandt: Es hat keinen Sinn, Stimmen für die SPD zu erringen, wenn der Preis dafür ist, kein Sozialdemokrat mehr zu sein.

Bleiben opportunistisch
Um es gleich vorweg klarzumachen: Ein Rauswurf, aber auch eine dezidierte Stellungnahme kommen überhaupt nicht in Frage.


Genosse Thilo ….Rauswurf kommt nicht in Frage

Wir werden vielmehr an der strikt opportunistischen Linie weiter festhalten und behaupten (unverschämt) einfach nach wie vor: „Alles Teil der Meinungsfreiheit“.


Andrea Nahles …….wir brauchen „schräge“ Vögel.

Nachdem wir bereits mit dem Peer Bilderberg-Steinbrück, der kein politisches Fettnäpfchen auslassen will, ein solches Umfrage-Desaster erlebt haben, ist eine erneute Debatte über den Sarrazin das Letzte, was wir zur Zeit brauchen können.

Viele Wähler, die bisher uns gewählt haben, bejahen ganz entschieden die Thesen des Genossen Thilo, die dürfen wir auf gar keinen Fall vergraulen, Rassismus hin, Deutschlandabschaffung her.

Willy Brandt sagte in seiner Abschiedsrede als Parteivorsitzender am 14.6. 1987:

Fremdenfeindlichkeit dürfen wir nie und nimmer unwidersprochen lassen. Wir müssen ihr so entgegentreten, dass auch Banausen merken, woran sie bei uns sind.“ …..

Er sagte aber in derselben Rede:

„Wir brauchen die kritische Sympathie der sogenannten Aussenseiter, wir brauchen auch die Unbequemen, die Querdenker, sogar bunte Vögel, die sich gelegentlich über uns lustig machen“.

Als allem Neuen aufgeschlossene SPD-Generalsekretärin habe ich das im Geiste Willy Brandts konsequent weiterentwickelt:

Wir brauchen auch „schräge“ Vögel, die (scheinbar) nachdenkenswerte Denkanstösse liefern

und die wir deswegen nicht gleich mit einem Rausschmiss bestrafen können

Wir haben deshalb in unserem SPD-Vorstand beschlossen: Wir unternehmen erst einmal gar nichts und warten ab. Schliesslich ist die 90-Tage Erklärungsfrist ja nicht uns gesetzt worden, sondern der Bundesregierung. Wir sitzen das einfach aus, denn in der Zwischenzeit wird die ganze Angelegenheit wieder vergessen sein.

Glückauf Genossinnen und Genossen!.

Gelegentlich hilft ja auch das Absingen eines Liedes wie

Wann wir schreiten Seit an Seit
Und die alten Lieder singen
Und die Wälder widerklingen,
Fühlen wir, es muß gelingen
Mit uns zieht die neue Zeit!

Eure Frontfrau
Andrea Nahles

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Danke Giovanni di Lorenzo von der ZEIT für die Guttenberg-Raushole

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